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0762/2017

Beantwortung der Anfrage AN/0307/2017

Beantwortung einer Anfrage (BV) 03.04.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 11.05.2017, TOP 7.1.4

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

3228 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
I/37/374/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0762/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 11.05.2017 
 
Beantwortung der Anfrage AN/0307/2017 der SPD Fraktion 
 
1. Ist die Kölner Feuerwehr technisch wie auch ausbildungsmäßig in der Lage, im Not-
fall eine medizinisch korrekte Erstversorgung zu sichern? 
 
Bei den Bürgerinnen und Bürgern mit einer stattgehabten Kehlkopfoperation lassen sich ver-
schiedene Gruppen unterscheiden. Bei der einen Gruppe wurde eine Kehlkopfteil- oder voll-
resektion durchgeführt, bei der anderen wurde der Kehlkopf operiert, um eine (Be-) 
Atmungskanüle einzulegen und ggf. ein Beatmungsgerät zeit- oder dauerhaft daran anzu-
schließen.  
Da bei allen Kehlkopfoperierten das Stimmbildungsorgan betroffen ist, besteht bei den Be-
troffenen oft die Sorge, dass sie ihre Wünsche und Nöte im Erkrankungsfall nicht ausrei-
chend mitteilen können und deshalb die notwendigen Informationen vom Rettungsdienst 
nicht vollständig wahrgenommen werden.  
Auch weisen die Kehlkopfoperierten hinsichtlich ihres Notfallspektrums Unterschiede auf. 
Sowohl die Kommunikation mit diesen Patientinnen und Patienten als auch der Umgang mit 
Patienten nach einer Kehlkopfoperation, mit einem Tracheostoma und  ggf. auch mit einem 
(Heim-) Beatmungsgerät werden in der Aus- und Fortbildung des Rettungsdienstes themati-
siert und immer wieder aufgegriffen. Eine schnellstmögliche Erstversorgung ist dadurch auch 
für Patientinnen und Patienten mit dieser Besonderheit möglich.  
Bei schwereren Fällen wird zusätzlich auch ein Notarzteinsatzfahrzeug dorthin entsandt, so 
dass auch Notfallpatienten aus der Gruppe der Kehlkopfoperierten bei Atmungsnotfällen mit 
Notarzt erstversorgt und in eine geeignete Klinik transportiert werden.  
 
 
2. Warum ist es bisher nicht möglich gewesen, eine kompetente Person zum Treffen 
der Selbsthilfegruppe zu schicken, der die Befürchtungen in einem offenen Gespräch 
beseitigt hätte. 
 
Bei der Berufsfeuerwehr Köln hat ein Mitglied der Selbsthilfegruppe im letzten Jahr vorge-
sprochen und um einen Vortrag durch einen kompetenten Mitarbeiter gebeten, was mündlich 
zugesagt worden ist. Leider waren nach dem Weggang des Vertreters der Selbsthilfegruppe 
die Kontakte nicht (mehr) vorhanden und somit eine Erreichbarkeit nicht gegeben. Grund-
sätzlich führt die Berufsfeuerwehr Informationen sowohl für Einzelpersonen als auch für 
Gruppen durch und geht dabei auf individuelle Bedürfnisse ein. Sie bedauert sehr, dass in 
diesem Fall die zugesagte Information nicht erfolgt ist. 
Zwischenzeitlich hat eine Kontaktaufnahme zwischen dem stellvertretenden ärztlichen Leiter 
der Berufsfeuerwehr Köln und der Selbsthilfegruppe der Kehlkopfoperierten stattgefunden,

2 
 
so dass noch im laufenden Jahr eine ärztlich geführte Informationsveranstaltung durchge-
führt werden kann. 
 
3. Wie soll man dieses Verhalten werten. Ist es die Bestätigung das unsere Feuerwehr 
Probleme mit der Rettung von Menschen aus diesem Personenkreis hat. 
 
Die Berufsfeuerwehr bedauert diesen Sachverhalt und bittet darum, diesen als Kommunikati-
onsstörung zu bewerten.

Beratungsverlauf (1)

11.05.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 7.1.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0762/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
03.04.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27