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V/0703/2014

Stadtteilkoordination Frühe Hilfen - 1. Erfahrungsbericht

Vorlagen 23.09.2014

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 22.10.2014, TOP 14

Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Gievenbeck

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Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Gremmendorf_Angelmodde

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Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Berg Fidel

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Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Gievenbeck

9745 Zeichen

Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2, 48151 Münster 
_________________________________________________ 
 
Zeitraum:  15.11.2011 – 30.06.2014 
 
Träger:   Caritasverband für die Stadt Münster e. V . 
   Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendlic he 
 
Koordinatorin:  Mariell Kaspar 
 
Büro vor Ort:  Caritas vor Ort Beratungsstelle Giev enbeck 
   Heinrich–Ebel–Straße 41, 48161 Münster 
 
 
Organisationsstruktur 
 
In der Zeit vom 15.11.2011 bis 31.12.2012 nahm zunächst Frau Birgit Bazan ihre Tätigkeit als Stadt- 
teilkoordinatorin „Frühe Hilfen“ in Gievenbeck auf. Am 01.01.2013 übernahm Frau Mariell Kaspar ihre 
Aufgabe. Das Büro der Stadteilkoordinatorin befindet sich in der Caritas vor Ort Beratungsstelle Gie- 
venbeck zusammen mit der Erziehungs-, Migrations-, Sucht- und Schuldnerberatung. Sie ist fachlich 
sowohl in das multiprofessionelle Team der Beratungsstelle (Sozialraumorientierung), als auch in das 
Team der Erziehungsberatung des Caritasverbandes für die Stadt Münster e.V. integriert und nimmt 
an deren Dienstbesprechung und Supervision teil. 
 
Im Jahr 2012 nahm die Stadtteilkoordinatorin als eine von 600 lokalen Initiativen im gemeinsamen 
Programm „Anschwung für Frühe Chancen“ der deutschen Kinder –und Jugendstiftung (DKJS) und 
des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) teil. Über die Teilnahme 
an dem Programm erhielt die Stadtteilkoordinatorin eine externe Prozessbegleitung für den Aufbau 
eines Netzwerkes Frühe Hilfen im Stadtteil Gievenbeck.  
 
 
Inhaltlicher Bericht  
 
1. Erhebung und zugängliche Darstellung vorhandener  Angebote Früher Hilfen 
 
Die Erhebung und zugängliche Darstellung sämtlicher präventiver Angebote in Münster wird maßgeb- 
lich durch die stadtteilübergreifende Datenbank der Stadt Münster abgedeckt, die im Zuge des Mo- 
dellprojektes „Kein Kind zurücklassen“ erarbeitet und im April 2014 veröffentlich wurde. 
 
Für Eltern in Gievenbeck bietet die ständig aktualisierte Stadtteilseite: 
www.gievenbeckerleben.de  
einen optimalen Überblick über vorhandene Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebote.  
 
Durch Interviews mit den im Stadtteil relevanten Trägern und Institutionen verfügt die Stadtteilkoordi- 
natorin über gute Kenntnisse der Anbietersituation. Interessierte Eltern und Fachleute können sich bei 
der Stadtteilkoordinatorin stets über bestehende Angebote informieren.  
 
2. Vernetzung und Koordination der vorhandenen Ange bote Früher Hilfen durch Implemen- 
tierung in bestehende Netzwerke (Arbeitskreise) 
 
2.1 Pädagogischer Arbeitskreis Gievenbeck (PAG)  
 
Die Stadtteilkoordinatorin nimmt seit Beginn regelmäßig an den 6-8 wöchigen Sitzungen des pädago- 
gischen Arbeitkreises in Gievenbeck teil und informiert dort über neuste Entwicklungen im Bereich 
Früher Hilfen in Münster und im Stadtteil.  
 
 
 
 
Sachbericht 2011 - 2014 
Stadtteilkoordination „Frühe Hilfen“ in Gievenbeck

Seite 2 des Sachberichts 2014 der Koordinationsstelle Frühe Hilfen Gievenbeck  
 
 
 
 
 
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2, 48151 Münster 
 
2.2. Fachworkshop: „Frühe Chancen und Hilfen in Gie venbeck: Gemeinsam für einen guten 
Start von Eltern und Kindern“ 
 
Am 23. Mai 2012 lud die Stadtteilkoordinatorin Fachleute aus dem Stadtteil zu dem Fachworkshop 
„Frühe Chancen und Hilfen in Gievenbeck: Gemeinsam für einen guten Start von Eltern und Kindern“ 
in das Fachwerk Gievenbeck ein. Fachleute aus den Bereichen Gesundheit, Beratung, Bildung, Kin- 
der- und Jugendhilfe kamen zu einem Kennenlernen und Austausch zusammen.  
 
2.3 Netzwerk Frühe Hilfen Gievenbeck  
 
Um langfristig eine engere Vernetzung von Akteuren aus Gesundheits- und Sozialwesen innerhalb 
Gievenbecks zu schaffen, lud die Stadtteilkoordinatorin im April 2014 unter dem Titel „Netzwerk Frühe 
Hilfen Gievenbeck“ zu einem interdisziplinären Netzwerktreffen ein. Ziel war neben dem gegenseitigen 
Kennenlernen, eine engere Vernetzung und Abstimmung der vorhandenen Angebote. Relevante Ar- 
beits- oder Kooperationsergebnisse werden sowohl in den PAG zurückfließen, als auch für andere 
Stellen wie zum Beispiel die Ärzte nutzbar gemacht. Es wurde einstimmig beschlossen sich auch wei- 
terhin einmal im Jahr in bestehender Formation zu treffen.   
 
3.  Verbindliche Kooperationslinien mit den Institutionen und Einrichtungen im Stadtteil, 
 die Zugang zu der Zielgruppe haben oder Angebote F rüher Hilfen vorhalten  
 (Jugend-, Sozial- und Gesundheitshilfe)  
 
3.1 Fallbezogene Zusammenarbeit 
 
Die Stadtteilkoordinatorin hat sich im Laufe der Zeit bei sämtlichen Akteuren des Stadtteil vorgestellt 
und das Vorgehen bei fallbezogener Zusammenarbeit abgestimmt. Es kam zu Kooperationen mit ver- 
schiedenen Akteuren: Hebammen, Schwangerschaftsberatung, Präventionsteam Familienbesuche, 
Sozialdienst UKM, Kitas und Kindertagespflege, Mum, La Vie, Haus der Familie, wellcome Paten, 
Caritas Familienpaten, Sozialbüro, Kurberatung, Wohnungsnothilfe, Schuldnerberatung und weitere. 
 
3.2 Sonstige Kooperationslinien 
 
Neben dem PAG und dem Netzwerktreffen frühe Hilfen, gibt es insbesondere mit dem Mum und La 
Vie durch das fest installierte Angebot der offenen Sprechstunden enge Kooperationslinien.  
 
Im Mai 2014 plante und realisierte die Stadtteilkoordinatorin in Zusammenarbeit mit der im Ortsteil 
ansässigen Schwangerschaftsberatungsstelle Donum Vitae einen Kinoabend für Eltern. Gezeigt wur- 
de der Film Babies. Im Oktober diesen Jahres soll das Angebot in den Räumen des Mum/ FAZ Topp- 
heide wiederholt werden. 
 
4.  Erleichterung/Verbesserung der Zugänge zu den bereits vorhandenen Angeboten im 
 Stadtteil für Familien 
 
4.1 Aktionsfahrrad Frühe Hilfen Gievenbeck  
 
Zu Beginn des Jahres 2013 konnte das von Herrn Hölker, Leiter des Spiegelburg-Verlages, gespen- 
dete und mit seinen Figuren Felix und Lillyfee gestaltete Aktionsfahrrad der Frühen Hilfen Gievenbeck 
fertig gestellt werden. Im Laufe der Zeit wurde das Rad bereits bei verschiedenen Gelegenheiten als 
mobiler Spielestand und Stützpunkt für Informationen rund um das Thema Frühe Hilfen genutzt. 
 
4. 2 Einrichtung offener Sprechstunden in zwei Stad tteilcafés 
 
Seit September 2013 gibt es neben der bereits bestehenden offenen Sprechstunde im Büro der Cari- 
tas vor Ort Beratungsstelle, weitere offene Sprechzeiten der Stadtteilkoordinatorin in den Stadtteilca- 
fés im Mum und im La Vie. Eine regelmäßige Präsenz sowie niedrigschwellige Erreichbarkeit können 
so gewährleistet werden.

Seite 3 des Sachberichts 2014 der Koordinationsstelle Frühe Hilfen Gievenbeck  
 
 
 
 
 
 
Caritasverband für die Stadt Münster e. V. 
Josefstraße 2, 48151 Münster 
 
 
4.3  Newsletter Frühe Hilfen Gievenbeck 
 
Wie beim Netzwerktreffen Frühe Hilfen im April 2014 mit den entsprechenden Anbietern beschlossen, 
wird die Stadtteilkoordinatorin im August 2014 erstmalig einen „Newsletter Frühe Hilfen Gievenbeck“ 
mit prägnanten Angeboten und Neuigkeiten aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Pädagogik 
im Stadtteil zusammenzustellen und an interessierte Fachleute und Eltern verschicken. Geplant ist 
eine halbjährliche Ausgabe. 
 
 
5. Aktivierung und Nutzung der Sozialraumressourcen  (Nachbarschaftshilfe, Brücken-
 personen)  
 
Neben den Hebammen und Leitungen von Geburtsvorbereitungs-, Rückbildungskursen und Babykur- 
sen, gibt es in Gievenbeck viele ehrenamtlich tätige Personen, die für Familien mit kleinen Kindern 
niedrigschwellige Ansprechpartner und somit wichtige Brückenpersonen sind.  
 
Dazu zählen unter anderem die Mitarbeiter des Sozialbüros der Kirchengemeinde, die Stadtteilinitiati- 
ve von Mensch zu Mensch, Mitarbeiter der Tafel, der Kleiderkammer und die Mitarbeiterinnen des 
Mum. Insbesondere das Team von ehrenamtlich tätigen Migrantinnen beim Mum, die unter dem Titel 
„Muttersprachliche Unterstützung“ fünfsprachig junge Eltern im Stadtteil begleiten und unterstützen, 
hat eine wichtige Brückenfunktion zu Familien mit Migrationshintergrund.   
 
Durch eine aktive Zusammenarbeit mit den genannten Akteuren wird verstärkt auch ein Zugang zu 
den Familien geschaffen, die aufgrund von sprachlichen oder sozialen Barrieren isoliert sind. 
 
Darüber hinaus nutzt die Koordinatorin auch Feste oder Aktionstage innerhalb des Stadtteils, um Zu- 
gänge zu Eltern zu bekommen, die eventuell noch nicht in bestehende Netzwerke eingebunden sind.  
 
 
6. Aufsuchende Elternberatung und Elternbildung im Einzelfall und für Risikofamilien 
 
6.1  Aufsuchende Elternberatung und -bildung  
 
Gerade um Eltern mit kleinen Kindern in ihren Bedürfnissen entgegen zu kommen, lautet die Devise 
der Stadtteilkoordinatorin, regelmäßig dort ansprechbar zu sein, wo junge Eltern sich aufhalten. So 
kommt es innerhalb der offenen Sprechstunden in Elterncafes verstärkt zu Gesprächen und Bera- 
tungssituationen.  
 
Darüber hinaus wird das Angebot von Hausbesuchen gerne von hochschwangeren Müttern oder El- 
tern von Neugeborenen genutzt. 
 
Auch die direkte Vermittlung oder Begleitung der Koordinatorin zu weiteren Beratungsstellen oder 
Kursangeboten ist für viele Eltern hilfreich. 
 
6.2 Themen der Beratung  
 
Themen der Beratung sind in vielen Fällen die finanzielle Absicherung der Familie, Unterstützung bei 
Anträgen, Suche nach einer Hebamme, Fragen zu Betreuungsmöglichkeiten, Kitaplatzsuche und An- 
meldung, Anbindung an bestehende Netzwerke und Treffs, fehlende Sprachkenntnisse, Entlastung 
der Eltern zum Beispiel durch Patenprojekte, spezielle Rahmenbedingungen Alleinerziehender, Orga- 
nisation des Familienalltags, Eltern-Kind-Bindung. 
 
 
Münster, 07.07.2014 
 
i. A. Dr. Ralf Kaisen        i. A. Mariell Kaspar 
Abteilungsleiter Jugend-        Stadtteilkoordinati on 
und Familienhilfen

Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Gremmendorf_Angelmodde

17384 Zeichen

Stadtteilkoordination Frühe Hilfen 
in Gremmendorf und Angelmodde 
 
 
 
Fachbericht zum 
Erhebungsbogen 2014 
Maßnahmenprogramm einer kindbezogenen 
Armutsprävention in Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diakonie Münster 
Beratungs- und BildungsCentrum GmbH 
Franziska Mischer 
Heidestr. 1a 
48167 Münster 
Tel. 0251/ 6749854

2 
 
Einleitung 
 
Die Stadtteilkoordination der Frühen Hilfen in Grem mendorf/ Angelmodde existiert seit Ende 
2011. Seitdem wurden regelmäßig alle, für die Zielg ruppe relevanten Einrichtungen und 
Institutionen aufgesucht und nach aktuellen, konkre ten Angeboten sowie Bedarfen von 
Kindern, Eltern und Mitarbeitenden befragt. Ziel wa r es, die vorhandenen Angebote im 
Stadtteil bekannt zu machen und die Vernetzung zwis chen den Einrichtungen und 
Institutionen zu verstärken sowie Angebotslücken vo n frühen, niedrigschwelligen Hilfen zu 
erkennen und zu schließen. Die enge Vernetzung der „Frühen Hilfen“ durch die 
Stadtteilkoordination ermöglichte die Zusammenführu ng der Hilfen und der familiären 
Bedarfe und verbesserte den Zugang der Klientel zu den Angeboten.  
 
Durch gezielte neue Angebote wie das Café Knirps vo r Ort oder den Newsletter konnten 
Risikofaktoren für die Entwicklung von Kindern, wie  z.B. fehlende soziale Vernetzung oder 
Desintegration der Familien gemildert werden. Die A ktivitäten der Stadtteilkoordinatorin 
trugen wesentlich dazu bei, dass Kinder im Stadttei l und ihre Familien frühestmöglich 
gefördert und spätere Teilhabechancen verbessert wurden. 
 
 
 
Kooperationspartner im Stadtteil 
 
Die Kooperation der einzelnen Akteure wurde in erst er Linie durch das Bekanntmachen der 
jeweiligen Angebote und einem verstärkten Kontakt d er verschiedenen Fachkräfte 
untereinander erreicht. Insbesondere die Übersicht der Angebote und der Newsletter trugen 
zu einem erweiterten Bekanntheitsgrad der Instituti onen, der Frühen Hilfen und zu einer 
verbesserten Information an die Familien bei. 
 
Kooperationslinien sind beispielsweise: 
- Regelmäßige Besuche in den Kitas zur Bedarfsabfra ge, Vermittlung von Familien von 
Kitas zu den Frühen Hilfen 
- Regelmäßige Besuche bei den Schulsozialarbeiterin nen zur Bedarfsabfrage, 
Vermittlung von Familien mit kleinen Kindern durch die Schulsozialarbeiterinnen an 
die Frühen Hilfen 
- Regelmäßige Bedarfsabfrage bei den Pädiatern und Gynäkologen im Stadtteil 
- Aufnahme der Angebote der Familienbildungsstätten  im Newsletter sowie 
gegenseitige Vermittlung von Familien 
- Vermittlung von Hochrisikofamilien an den KSD und  Vermittlung von Familien des 
KSD zu den Frühen Hilfen 
- Verteilung des Newsletters „Junge Familien in Gre mmendorf/ Angelmodde“ durch 
den Präventionsdienst Familienbesuche 
- Enge fachliche Zusammenarbeit mit der Stadtteilbe ratung Heidestraße und den 
Angeboten des Beratungs- und BildungsCentrums und d er Kinder-, Jugend- und 
Familiendienste der Diakonie Münster. Enger Austaus ch durch monatlich 
stattfindende Team-Sitzungen, auch zu relevanten Entwicklungen im Stadtteil 
- Gründung des internen Fachteams „Frühe Kindheit“,  bestehend aus den 
Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsberatung, zwei  Mitarbeiterinnen der 
psychologischen Beratung sowie der Stadtteilkoordin atorin Frühe Hilfen 
Gremmendorf/ Angelmodde  
- Gemeinsames Elterncafé in Kooperation mit der ev.  Friedens-Kirchengemeinde, der 
ev. Familienbildungsstätte und einer Hebamme (Gesun dheitsamt Münster) mit dem 
Ziel, in lockerer Atmosphäre Kontakt zum Klientel a ufzubauen und niedrigschwellige 
Beratung und Bildungsangebote durchzuführen sowie d ie Aktivierung von 
Sozialraumressourcen, um Kindern im Stadtteil ein g esundes Aufwachsen zu 
ermöglichen

3 
 
- Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht zwisch en der Stadtteilkoordinatorin 
und der Hebamme im Elterncafé, die freiberuflich al s festverankerte freiberufliche 
Hebamme im Stadtteil arbeitet. Die Hebamme leitet s ehr viele junge Familien an das 
Elterncafé weiter, so dass diese unkompliziert von den Frühen Hilfen profitieren 
können (auch Risikofamilien und distanzierte Famili en). Die Stadtteilkoordinatorin 
vermittelt ebenso Familien an die Hebamme und ihre Angebote 
- Kontaktaufnahme zu der Geburtsklinik des Herz-Jes u-Krankenhauses; weitere 
Schritte zur Kooperation mit Geburtskliniken werden  im „Qualitätszirkel Prävention/ 
Frühe Hilfen“ geplant 
- Regelmäßige Teilnahme an Arbeitskreisen im Stadtt eil, um über Bedarfe von 
Familien mit kleinen  Kindern zu informieren und neue Entwicklungen aufzunehmen 
 
 
 
Kooperationspartner im Stadtgebiet 
 
Über die Aktivitäten im Stadtteil Münster Südost hi naus besuchte die Koordinatorin, zum 
größten Teil gemeinsam mit den StadtteilkoordinatoInnen der Stadtteile Gievenbeck, Coerde 
und Berg-Fidel, weitere, für die Zielgruppe der jun gen Familien relevante Institutionen der 
Stadt Münster. Ziel war es dabei, das Angebot der K oordinatorInnen stadtweit bekannt zu 
machen sowie das Wissen über das kommunale Angebot im Rahmen der eigenen 
Lotensfunktion zu nutzen bzw. weiterzugeben. 
 
Seit Juni 2011 wurden folgende Einrichtungen besucht: 
- Die Beratungsstelle Frühe Hilfen des Gesundheitsa mtes 
- Die Lebenshilfe Münster 
- Der Kinderschutzbund 
- Wellcome/ Ev. Fabi 
- SeHt Münster e.V. 
- Das Hebammenforum 
- Die Kinderschutzambulanz 
- Das Büro für Kindertagespflege 
- Der „Bunte Kreis Münsterland“ 
- VAMV 
- Die Schwangerschaftsberatungsstelle des SkF 
 
Durch die Besuche der verschiedenen Institutionen k onnte u.a. die Mitarbeit im Arbeitskreis 
Alleinerziehende und der Besuch einer Logopädin der  Beratungsstelle Frühe Hilfen des 
Gesundheitsamtes sowie einer Mitarbeiterin der Bera tungsstelle für Kindertagespflege im 
Café Knirps vor Ort initiiert werden. Bei Bedarf ve rmittelt die Stadtteilkoordinatorin Familien 
an die oben genannten Kooperationspartner im Stadtg ebiet oder dient den Fachkräften als 
Ansprechpartner bei der Vermittlung von Risikofamil ien in präventive Angebote im 
Sozialraum. 
 
 
 
Effekte 
 
1. Erhebung und zugängliche Darstellung vorhandener  Angebote und Bedarfe Früher 
Hilfen im Stadtteil 
 
Durch regelmäßige Bedarfsabfrage bei den für die Zi elgruppe der Frühen Hilfen relevanten 
Institutionen und Einrichtungen durch die Stadtteil koordinatorin sowie die  tabellarische 
Auflistung der vorhandenen Angebote im Stadtteil konnte eine gute Transparenz für Anbieter 
und Nutzer geschaffen werden. Die Übersicht der stä ndigen Angebote wird zweimal jährlich 
aktualisiert und an alle interessierten Institution en weitergeleitet. Die entsprechenden

4 
 
Fachkräfte und die Ärzte im Stadtteil schätzen dies e Übersicht sehr. Die 
Stadtteilkoordinatorin agiert in diesem Zusammenhan g als Brückenperson zwischen 
Gesundheits- und Sozialwesen.  
 
Der zweimonatlich erscheinende Newsletter „Junge Familien in Gremmendorf/ Angelmodde“ 
wird mittlerweile per Mail an etwa 130 Empfänger, s owohl Institutionen als auch Familien, 
versandt. Er enthält Informationen über aktuelle un d fortlaufende Angebote im Bereich 
Gesundheit, Familienbildung und Beratung für die Zi elgruppe der Familien mit 0-6 jährigen 
Kindern sowie für die Zielgruppe relevante Ankündigungen/ Informationen der Stadt Münster. 
Die Institutionen nutzen den Newsletter, um Familie n gezielt auf Angebote aufmerksam zu 
machen. Im zweiten Quartal 2014 wurde der Newslette r erneut überarbeitet und spezifischer 
auf die Zielgruppe – auch mit Blick auf Risikofamilien - zugeschnitten.  
 
Um den Newsletter bei den Familien weiter bekannt z u machen, wird er von den 
Mitarbeiterinnen des Präventionsteam Familienbesuch e des Amtes für Kinder, Jugendliche 
und Familien erwähnt und den Eltern zur Anschauung ausgehändigt.  
Die Fachkräfte aus dem Präventionsteam schätzen die sen Newsletter sehr, da er ihnen 
ermöglicht, ohne großen Aufwand aktuelle Angebote und Informationen aus dem Stadtteil an 
die Eltern weiterzuleiten. 
 
Darüber hinaus können Eltern und Fachkräfte jederze it weitere Anfragen an die 
Stadtteilkoordinatorin stellen. In Einzelfällen beg leitet die Stadtteilkoordinatorin Familien zu 
Eltern-Kind-Angeboten. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Familien in Fragen der Erziehung. 
Durch ihre Anbindung an das Beratungs-und BildungsC entrum der Diakonie Münster kann 
bei Bedarf eine schnelle und unkomplizierte Vermitt lung an ein weiterführendes 
Beratungsangebot, wie z.B. Schwangerschafts-, Erzie hungs- oder Schuldnerberatung 
erfolgen. Die Stadtteilkoordinatorin verfolgt das Z iel, Entwicklungsrisiken von Kindern zu 
minimieren, indem sie die Eltern in ihrem Erziehung sverhalten und in ihrer Bindung zu ihren 
Kindern stärkt. 
 
 
 
2. Vernetzung und Koordination der vorhandenen Ange bote Früher Hilfen im Stadtteil 
durch Implementierung in bestehende Netzwerke (z.B. Arbeitskreise) 
 
Die Koordinatorin der Frühen Hilfen ist im Stadttei l mittlerweile so bekannt, dass sie von 
Institutionen und Familien bei Bedarf und Fragen zu  Angeboten und Möglichkeiten 
kontaktiert wird. So können schnell und unkomplizie rt Angebote vermittelt und Kontakte zu 
den verschiedenen Anbietern hergestellt werden.  
 
Die Stadtteilkoordinatorin nimmt an den vierteljähr lich stattfindenden Arbeitskreisen 
Gremmendorf und Waldsiedlung teil. Sie bringt dort regelmäßig das Thema Frühe Hilfe ein. 
Die Fachkräfte der relevanten Institutionen nutzen diese Treffen, um aktuelle Bedarfe und 
Angebote an die Stadtteilkoordinatorin heranzutrage n oder sich über neue Entwicklungen in 
diesem Bereich zu informieren. Das Thema „Frühe Hil fen“ gerät dadurch immer wieder in 
den Fokus der Fachkräfte vor Ort. 
 
Im Jahr 2013 nahm die Stadtteilkoordinatorin aktiv an der Planung, Organisation und 
Durchführung eines Fachtages mit dem Thema „Familie n stärken“ teil. Ein thematischer 
Schwerpunkt war der Umgang von Fachkräften mit Risi kofamilien. Die Veranstaltung wurde 
stadtteilübergreifend für den Stadtbezirk Süd-Ost ausgerichtet. 
Ein weiterer Fachtag ist für das 2. Quartal 2015 geplant. 
 
Zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Stadtteil in itiierte die Koordinatorin 2013 ein 
Netzwerktreffen für alle Fachkräfte vor Ort, die in  Kontakt mit Familien und Kindern der 
Altersgruppe 0-3 Jahren stehen. Übergeordnetes Ziel  des Netzwerktreffens war die

5 
 
Förderung der Zusammenarbeit zwischen Fachkräften d er Kinder- und Jugendhilfe und dem 
Gesundheitswesen. Es erhielt mit 26 Teilnehmern ein e sehr gute Resonanz. Besonders 
erfreulich war, dass auch Ärzte teilgenommen haben.  Perspektivisch ist eine Weiterführung 
mit einem jährlich stattfindenden Treffen geplant. Die Koordinatorin fördert somit den 
Austausch von Gesundheits- und Sozialwesen im Stadt teil, damit ein Zusammenspiel von 
Jugend- und Gesundheitshilfe entstehen und der Verfestigung von prekären Lebenslagen so 
früh wie möglich entgegengewirkt werden kann. 
 
 
 
3. Verbindliche Kooperationslinien mit den Institut ionen und Einrichtungen im Stadtteil, die 
Zugang zu der Zielgruppe haben oder Angebote Früher Hilfen vorhalten (Jugend-, 
Sozial- und Gesundheitshilfe) 
 
Die Kooperation der einzelnen Akteure wurde in erst er Linie durch das Bekanntmachen der 
jeweiligen Angebote und einem dadurch bedingten ver stärkten  Kontakt der verschiedenen 
Fachkräfte untereinander erreicht. Als verbindliche  Kooperationslinien sind z.B. die 
regelmäßigen Besuche der Stadtteilkoordinatorin zur  Bedarfsabfrage in Kitas, bei 
Schulsozialarbeiterinnen der örtlichen Grundschulen  sowie den Pädiatern und Gynäkologen 
vor Ort zu nennen. Eine gute Zusammenarbeit besteht auch mit dem KSD-Südost. Es erfolgt 
sowohl eine Vermittlung von Hochrisikofamilien an d en KSD als auch vom KSD zu der 
Stadtteilkoordinatorin Frühe Hilfen. 
 
Eine weitere Kooperation in Form des gemeinsamen El terncafés „Café Knirps vor Ort“ 
besteht mit der ev. Friedens-Kirchengemeinde, der e v. Familienbildungsstätte und einer 
Hebamme des Gesundheitsamtes Münster. Mit der Gebur tsklinik des Herz-Jesu-
Krankenhauses wird eine enge Kooperation angestrebt , eine erste Kontaktaufnahme hat 
bereits stattgefunden. Weitere Schritte zur Koopera tion mit den Geburtskliniken in Münster 
werden im „Qualitätszirkel Prävention/ Frühe Hilfen“ geplant. 
 
Der Abschluss verbindlicher und schriftlich festgel egter Kooperationsvereinbarungen gilt als 
Fernziel. Die Koordination wirkt darauf hin, die Ak zeptanz von Kooperationsvereinbarungen 
insgesamt zu fördern. 
 
 
 
4. Aktivierung und Nutzung der Sozialraumressourcen  (Nachbarschaftshilfe, 
Brückenpersonen) 
 
Zentrales Organ ehrenamtlicher Arbeit im Stadtteil ist der Treffpunkt Waldsiedlung, ein 
Verein, der sich für das nachbarschaftliche Miteina nder und die Integration von Menschen 
unterschiedlicher Herkunft einsetzt. Die Koordinato rin befindet sich im ständigen Austausch 
mit den Mitgliedern des Vereins. 
Zur Aktivierung weiterer Sozialraumressourcen sucht  die Stadtteilkoordinatorin regelmäßig 
Kontakt zu (potenziellen) Ehrenamtlichen im Stadtte il, z.B. bei Neujahrsempfängen oder 
anderen Veranstaltungen im Stadtteil. 
 
Eine besondere Möglichkeit zur Aktivierung und Nutz ung der Sozialraumressourcen bietet 
das von der Stadtteilkoordinatorin mit ins Leben ge rufene Elterncafé „Café Knirps vor Ort“. 
Auf Anregung der Koordinatorin nutzen Eltern ihre d ort neu geknüpften Kontakte, um im 
Sinne nachbarschaftlicher Hilfe Babysitter-Gruppen zu bilden, um sich gegenseitig 
kostenlose zeitliche Freiräume und Entlastung zu ve rschaffen oder um Informationen 
auszutauschen. Zum Teil übernehmen Besucherinnen Mi ttlerfunktion, um Fragen von 
Freundinnen und Bekannten zu klären und Informationen weiterzugeben.

6 
 
5. Aufsuchende Elternberatung und Elternbildung im Einzelfall und für Risikofamilien 
 
Zur Beratung von (Risiko-) Familie bietet die Koord inatorin zweimal wöchentlich eine 
Sprechstunde in der Stadtteilberatung in der Heides traße 1a an. Weitere Termine werden 
nach Vereinbarung vergeben. Die Kontaktdaten werden über den Newsletter, Aushänge und 
Flyer in den Einrichtungen, informierte Fachkräfte vor Ort oder durch Mundpropaganda 
weitergegeben.  
 
Mit ihrer regelmäßigen Präsenz im Café Knirps vor O rt bietet sie eine weitere 
Beratungsmöglichkeit an. Im Elterncafé kann in lock erer Atmosphäre Kontakt zu Familien 
aufgebaut werden, niedrigschwellige Beratung zu unterschiedlichen Themen erfolgen oder in 
Einzelfällen eine weitergehende Beratung vermittelt  werden. Die Koordinatorin übernimmt in 
diesen Fällen eine Lotsenfunktion, indem sie den Be darf des Kindes wahrnimmt und die 
Familien zu einer passgenauen Unterstützung weiterv ermittelt. In Einzelfällen begleitet sie 
die Familien auch dorthin. Dieses Angebot wird gera de von Familien in Multiproblemlagen 
gern in Anspruch genommen. Die Stadtteilkoordinator in leistet somit einen wichtigen Beitrag 
dazu, dass jedes Kind eine frühzeitige und gezielte Unterstützung erhält. 
 
Ins Elterncafé „Café Knirps vor Ort“ werden im Rahm en der kindbezogenen 
Armutsprävention von der Stadtteilkoordinatorin reg elmäßig externe Fachkräfte, wie z.B. 
eine Logopädin des Gesundheitsamtes, eine Mitarbeit erin der Agentur für Arbeit oder eine 
sozialpädagogische Fachkraft der Schwangerschaftsbe ratung des Beratungs- und 
BildungsCentrum eingeladen. Die jungen Eltern haben  dann in einem ungezwungenen 
Rahmen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich zu informieren. Durch dieses Angebot 
werden auch Eltern  erreicht, die den klassischen Bildungsangeboten fern bleiben. Damit hat 
die Stadtteilkoordinatorin ein Angebot geschaffen, dass von Ärzten und Hebammen im 
Stadtteil für absolut notwendig erachtet und dringend gefordert wurde. 
 
Die Auswahl der externen Fachkräfte durch die Koordinatorin erfolgt nach Bedarf, der sich in 
Gesprächen im Elterncafé herauskristallisiert. Die Eltern schätzen diese niedrigschwellige Art 
von Informationsveranstaltung sehr und fragen mittl erweile nach dem Besuch von weiteren 
Fachkräften. Die Stadtteilkoordinatorin unterstützt  mit diesem Angebot die Eltern, damit sie 
ihren Erziehungsaufgaben angemessen nachkommen könn en und ihre Kinder so früh wie 
möglich so gefördert werden, dass die sich optimal entwickeln können. 
 
 
 
Abschluss und Ausblick 
 
Zusammenfassend ist es der Stadtteilkoordination ge lungen, einen hohen Bekanntheitsgrad 
und eine gute Akzeptanz im Stadtteil zu erreichen. Sie wird in ihrer Lotsen-/ Mittlerfunktion 
sowohl von Fachkräften als auch von Familien angesp rochen und akzeptiert. Die neu 
installierten Angebote, wie Elterncafé, Newsletter,  Netzwerktreffen Jugendhilfe/ 
Gesundheitswesen sind direkt oder indirekt ausgeric htet auf gesellschaftliche Teilhabe von 
Familien mit kleinen Kindern und tragen erheblich z u einer möglichst frühen und 
bedarfsgerechten Förderung von Kindern bei. 
 
Um auch zukünftig Ressourcen und bestehende Angebot e „Früher Hilfen“ im Stadtteil 
optimal zu nutzen und zeitnah auf neu entstehende B edarfe, wie z.B. den Zuzug von 
Flüchtlingen reagieren zu können, ist eine Stadtteilkoordination wichtig und nötig. Sie fungiert 
als zentraler Ansprechpartner für alle Beteiligten.  Sie wirkt daraufhin hin, dass die Zugänge 
zu Angeboten, auch für Familien in besonderen Leben slagen, erleichtert werden, dass die 
Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Gesundheitswesen  weiter ausgebaut wird und dass 
die jeweilige Bedarfslage von Familien mit kleinen Kindern koordiniert im Blick bleibt.

Berichtsvorlage

14556 Zeichen

V/0703/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Stadtteilkoordination Frühe Hilfen - 1. Erfahrungsbericht 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.10.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Ausgangslage 
Nach dreijähriger Projektlaufzeit beschloss der Rat der Stadt Münster am 17.03.2010 die Verste-
tigung des modellhaften Präventionsprojekts im Stadtteil Coerde. Fortan wurde eine halbe Koor-
dinationsstelle Frühe Hilfen finanziert.  
Am 25.05.2011 hat der Rat der Stadt Münster das „Maßnahmenprogramm einer kindbezogenen 
Armutsprävention in Münster“ (V/0239/2011 und V/0239/2011/1.Erg) beschlossen und somit, für 
zunächst zwei Jahre, auch die finanzielle Förderung der Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in den 
Stadtteilen Berg Fidel, Gievenbeck und  Gremmendorf/Angelmodde. Am 15.05.2013 wurde mit 
der Vorlage V/0158/2013 der „Zwischenbericht zur Umsetzung einer kindbezogenen Armutsprä-
vention in Münster“ vom Rat der Stadt Münster mit einer weiteren Finanzierung der umgesetzten 
Maßnahmen bis zum 31.12.2014 beschlossen. 
Entsprechend der Empfehlung des Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien am 
20.11.2013 hat der Rat der Stadt Münster auf Basis der Vorlage V/0931/2013 am 11.12.2013 
eine Mittelerhöhung für „Kinder- und jugendbezogene Armutsprävention“ in Höhe von 50.000 
Euro für 2014 beschlossen. Diese Mittel wurden mit Beschluss des Ausschusses für Kinder, Ju-
gendliche und Familien vom 19.03.2014 (V/0144/2014) für die Erweiterung der Maßnahme 
„Stadtteilkoordination Frühe Hilfen“ auf die Standorte Mitte und Kinderhaus bereitgestellt. Fortan 
wurde das Angebot in sechs Stadtteilen Münsters mit jeweils einer halben pädagogischen Koor-
dinationsstelle vorgehalten.  
 
Am 31.12.2014 endet der Förderzeitraum für die Maßnahme in den folgenden fünf Stadtteilen: 
 Berg Fidel 
 Gievenbeck 
 Gremmendorf/Angelmodde 
 Mitte 
 Kinderhaus 
 
2. Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in der Stadt Münster 
Die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen soll den Zugang zu den Hilfen im Stadtteil, insbesondere 
für Familien, die bisher diese Hilfen nur unzureichend genutzt haben, verbessern. Bedingt durch 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0703/2014 
Auskunft erteilt: 
Frau Landenberger 
Ruf: 
492-5876 
E-Mail: 
Landenberger@stadt-muenster.de 
Datum: 
26.09.2014 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0703/2014 
 
die bürgernahe Ausrichtung und die stadtteilorientierten Angebote der beteiligten Personen und 
Institutionen können viele Familien mit gezielten Informationen in den Bereichen Erziehung, Ge-
sundheit und Vorsorge erreicht werden. Dies verlangt eine verstärkte Vernetzung der vielfältigen 
Angebotsstrukturen des Stadtteils, den Aufbau verbindlicher Kooperationslinien sowie die zu-
gängliche Darstellung vorhandener Angebote Früher Hilfen im Stadtteil.  
Die Koordinatorinnen und Koordinatoren sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für 
werdende Eltern und junge Familien mit Kindern von null bis sechs Jahren sowie für alle Einrich-
tungen, die mit kleinen Kindern und deren Familien arbeiten.  
Dementsprechend hat das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien gemeinsam mit den freien 
Trägern eine Aufgabenbeschreibung erarbeitet, eine auf den jeweiligen Stadtteil ausgerichtete 
Konzeption entwickelt und einen entsprechenden Leistungsvertrag abgeschlossen. 
Der Aufgabenbereich und die  Zuständigkeit  für die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen umfasst 
die folgenden Bereiche: 
 
(1) Erhebung und zugängliche Darstellung vorhandener Angebote Früher Hilfen im Stadtteil. 
(2) Vernetzung und Koordination der vorhandenen Angebote Früher Hilfen im Stadtteil durch 
Implementierung in bestehende Netzwerke (z.B. Arbeitskreise). 
(3) Verbindliche Kooperationslinien mit den Institutionen und Einrichtungen im Stadtteil, die 
Zugang zu der Zielgruppe haben oder Angebote  Früher Hilfen vorhalten (Jugend-, Sozial- 
und Gesundheitshilfe). 
(4) Erleichterung / Verbesserung der Zugänge zu den bereits vorhandenen Angeboten im 
Stadtteil für die Familien. 
(5) Aktivierung und Nutzung der Sozialraumressourcen (Nachbarschaftshilfe, Brückenperso-
nen). 
(6) Aufsuchende Elternberatung und Elternbildung im Einzelfall und für Risikofamilien. 
 
Die Koordinatorinnen und Koordinatoren vernetzen die Arbeitskreise und Fachkräfte im jeweili-
gen Stadtteil. Dadurch erarbeiten sie verbindliche Präventionsstrukturen und schließen Ange-
botslücken von frühen, niedrigschwelligen Hilfen.  
 
Als „Modellstadtteil“ startete das Angebot „Stadtteilkoordination Frühe Hilfen“ in Coerde. Diese 
0,5 Stadtteilkoordinationsstelle in Trägerschaft des VSE NRW e.V.  wurde 2010 mit Ratsbe-
schluss verstetigt und ist somit als einzige Koordinationsstelle nicht bis zum 31.12.2014 befristet. 
Seit 2011 sind ebenso in den Münsteraner Stadtteilen Gievenbeck in Trägerschaft des Caritas-
verbands für die Stadt Münster, Berg Fidel in Trägerschaft der Beratungsstelle Südviertel und 
Gremmendorf/Angelmodde in Trägerschaft der Diakonie Münster – Beratungs- und  
BildungsCentrum Statteilkoordinatorinnen mit jeweils einer halben Stelle tätig. Die Stadtteilkoor-
dinatorinnen für die Standorte Kinderhaus (Caritasverband) und Mitte (Beratungsstelle Südvier-
tel) konnten ab dem 01.04.2014 starten.  
 
3. Effekte  der Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in Münster 
Einen frühzeitigen und systematischen Zugang zu präventiven Eltern-Kind-Angeboten für Fami-
lien zu ermöglichen und verbindliche Kooperationsbeziehungen zwischen Jugend-, Sozial- und 
Gesundheitshilfe aufzubauen, ist Zielsetzung der Stadtteilkoordination Frühe Hilfen. 
Der Einsatz der bisher tätigen Koordinatorinnen und Koordinatoren zeigt, dass durch die aufsu-
chende Ansprache und die stadtteilorientierten Angebote viele Familien, die von sich aus vor-
handene Hilfen nicht oder nur unzureichend genutzt haben, mit einer gezielten Ansprache und 
Informationsangeboten frühzeitiger erreicht werden können und Beratungsleistungen eher in An-
spruch genommen werden. Gleichzeitig nutzen auch Fachkräfte das Wissen der Stadtteilkoordi-
nation bezüglich der Hilfsangebote und Unterstützungsstrukturen vor Ort. So kann in allen Stadt-
teilen festgestellt werden, dass Familien und Fachleute gleichermaßen das Wissen der Koordina-
torinnen und Koordinatoren bezüglich der Hilfsangebote und Unterstützungsstrukturen im Stadt-
teil nutzen. Dies zeigt sich insbesondere in der stetig steigenden Inanspruchnahme der verschie-
denen Beratungs- und Unterstützungsangebote im jeweiligen Stadtteil (vgl. Zwischenbericht zur 
Umsetzung des „Maßnahmenprogramms einer kindbezogenen Armutsprävention in Münster“). 
Die Ergebnisse der Arbeit der „Stadtteilkoordination Frühe Hilfe“ bezogen auf die Stadtteile Berg

3 
V/0703/2014 
 
Fidel, Gievenbeck und Gremmendorf/Angelmodde  werden detailliert in den Berichten der Träger 
(s. Anlage) für den Tätigkeitszeitraum 2011 bis 2014 aufgezeigt. Aufgrund des kurzen Tätigkeits-
zeitraums der Stadtteilkoordinatorinnen in den hinzugenommenen Stadtteilen wurde hier auf ei-
nen detaillierten Bericht verzichtet.  
 
3.1 Zusammengefasste Ergebnisse  
In den Stadtteilen Berg Fidel, Gievenbeck und  Gremmendorf/Angelmodde wurden neben zahl-
reichen Informationsgesprächen Newsletter, Stadtteilkarteien sowie Infobriefe für (werdende) 
Eltern respektive für die Fachkräfte bezüglich der vorhandenen Angebote im jeweiligen Stadtteil 
entwickelt und eingerichtet.  
Offene, regelmäßig stattfindende Sprechstunden der Stadtteilkoordinatorinnen wurden in Famili-
enzentren resp. Kitas, Beratungszentren und Elterncafès fest installiert. Dieses niedrigschwellige 
Beratungsangebot wird von den Familien in allen Stadtteilen sehr gut in Anspruch genommen. 
Hochgerechnet wurden insgesamt ca. 630 offene Sprechstunden im Berichtszeitraum angeboten. 
Sowohl die Fachtagungen für Akteure im Stadtteil, als auch die Angebote für Familien wie Er-
zählcafès oder themenbezogene Elternkinoabende, stießen auf großes Interesse und waren 
zahlreich besucht. Neben den offenen Sprechstunden und den Elternveranstaltungen waren die 
Stadtteilkoordinatorinnen an Orten und bei Veranstaltungen, wo Familien sich im Stadtteil aufhal-
ten, präsent, um im Sinne der aufsuchenden niedrigschwelligen Beratung Eltern zu erreichen und 
bei Bedarf zu den Angeboten zu vermitteln. Insbesondere bei bildungsfernen Eltern haben die 
Koordinatorinnen auch die Begleitung der Familien zu den Angeboten respektive zu den Einrich-
tungen übernommen, um somit den Zugang zu sichern. Bei Hochrisikofamilien wurden grund-
sätzlich die Vermittlung und die Begleitung der Familien zum Kommunalen Sozialdienst des Am-
tes für Kinder, Jugendliche und Familien übernommen.  
Es ist in allen Stadtteilen gelungen, feste Kooperationslinien zu zahlreichen Kooperationspartnern 
auf- bzw. auszubauen. Der Kontakt der Fachkräfte aus unterschiedlichen Ressorts im Kontext 
Früher Hilfen und das Wissen um und  über die unterschiedlichen Beratungs-, Bildungs- und Un-
terstützungsangebote im Stadtteil konnte verstärkt werden.  
Die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen hat in allen Stadtteilen erreicht, dass der Zugang zu den 
präventiven Angeboten für Familien, insbesondere jedoch für bildungsferne Eltern, verbessert 
und somit die Inanspruchnahme der vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote gestei-
gert wurde. Folglich konnten die Familien früher erreicht, ihre Bedarfe frühzeitig erkannt und so-
mit frühestmöglich unterstützt und gefördert werden. 
Im Stadtteil Kinderhaus und im Bezirk Mitte, mit Schwerpunktsetzung für die Stadtteile Geist, 
Schützenhof, Uppenberg und Herz-Jesu, werden zurzeit die Angebote im Bereich Früher Hilfen  
gesichtet, die Einrichtungen aufgesucht, Kooperationen aufgebaut und Sprechstunden eingerich-
tet. 
    
3.2 Qualitätszirkel Prävention/Frühe Hilfen 
Unter Federführung des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien wurde seit März 2012 zu-
nächst für die  Aufgabe „Stadtteilkoordination Frühe Hilfen“ ein Qualitätszirkel eingerichtet.  So 
wurden in diesem Gremium im ersten Jahr Themen erörtert und bearbeitet, die starke Relevanz 
hinsichtlich des Aufgabenbereichs und der Anforderungen des  präventiv wirkenden Arbeitsfeldes 
der Stadtteilkoordination Frühe Hilfen haben. Der Qualitätszirkel erweist sich hier als wichtiges 
Instrument zum fachlichen Austausch, zur Impulssetzung, zur Festlegung von fachlichen Stan-
dards und somit zur Qualitätsentwicklung und –sicherung. Aber auch die Analyse sozialräumli-
cher Unterschiede in den jeweiligen Stadtteilen und somit differenter  Vorgehensweisen bezogen 
auf die einzelnen Aufgabenbereiche der Fachkräfte  zählt zu den Inhalten des Qualitätszirkels. 
Des Weiteren wurde ein gemeinsamer Flyer und analog zu diesem ein Plakat entwickelt. Beides 
soll  die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen im jeweiligen Stadtteil präsenter machen. Der Flyer ist 
für Familien, aber auch für Fachkräfte konzipiert.  
Die Erweiterung des Gremiums in 2013 um  die neue Koordinationsstelle „Kommunale Präventi-
onsketten“ / „Netzwerk Frühe Hilfen“ sowie um die Abteilungsleiterin der Beratungsstelle Frühe 
Hilfen des Gesundheitsamtes und eine Fachkraft aus der Schwangerschaftsberatung floss von 
Beginn an in die fachliche Ausrichtung des Qualitätszirkels Prävention/Frühe Hilfen ein.   
Die folgenden inhaltlichen Themen wurden im Qualitätszirkel als Schwerpunktthemen bearbeitet:

4 
V/0703/2014 
 
 
 Gestaltung niedrigschwelliger Zugänge, um bildungsferne Menschen zu erreichen sowie 
die Gestaltung der Übergabesituation von Familien in andere Einrichtungen / Angebote 
 Kontakt zu den Geburts- und Kinderkliniken - Entwicklung eines einheitlichen Kooperati-
onsverfahrens  
 
Mit allen Geburts- und Kinderkliniken in der Stadt Münster wurden Gespräche mit den jeweiligen 
Kontaktpersonen der Kliniken vereinbart und geführt. Es fand ein guter Austausch statt mit sehr 
konkreten und guten Gedanken zur praktischen Umsetzung der Kooperation. Auch wurden die 
unterschiedlichen Arbeitsbereiche dargestellt. Eine im Vorfeld extra für die Kliniken entwickelte  
Kontaktkarte Frühe Hilfen im „Kitteltaschenformat“ wurde übergeben. Diese beinhaltet die primär 
wichtigen Kontaktdaten im Kontext Frühe Hilfen für Ärztinnen/Ärzte, Hebammen und dem Sozial-
dienst der Kliniken.  
           1 
 
 
 
 
Die Federführung für die Fortsetzung und Pflege der Kooperation mit den Geburts- und Kinder-
kliniken liegt bei den Stadtteilkoordinatorinnen und –koordinatoren.  
 
4.  Resümee und Ausblick  
Mit dem Angebot „Stadtteilkoordination Frühe Hilfen" wurde beabsichtigt, den primärpräventiven 
Bereich zu stärken, verbindliche Präventionsstrukturen zu erarbeiten und gleichzeitig Angebots-
lücken von frühen, niedrigschwelligen Hilfen zu schließen. Dies ist in allen Stadtteilen gelungen. 
Durch den Aufbau verbindlicher Kooperationslinien zwischen Jugend-, Sozial- und Gesundheits-
hilfe und somit der engen Vernetzung der Frühen Hilfen im Stadtteil, die Information über die prä-
                                                
1 Abbildung Kontaktkarte Frühe Hilfen

5 
V/0703/2014 
 
ventiven Angebote, die aufsuchende, niedrigschwellige Beratung sowie die Vermittlung und Be-
gleitung von Familien werden Kinder und ihre Familien frühestmöglich erreicht und unterstützt. 
 
Die präventiven Angebote eines Stadtteils wurden auf vielfältige und einfallsreiche  Weise sowohl 
für Fachkräfte, aber insbesondere für Familien publik und zugänglich gemacht.  
 
Den Koordinatorinnen und Koordinatoren ist es gelungen, den Bereich „Frühe Hilfen“ in den Ein-
richtungen und in den Gremien fest zu platzieren und somit die erforderliche Präsenz des The-
mas zu sichern.  
 
Die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen ist ein wichtiger Baustein im gesamtstädtischen Präventi-
onskonzept und leistet einen wesentlichen Beitrag innerhalb der Präventionskette der Stadt 
Münster. Nicht zuletzt aus diesem Grunde, wird das Angebot „Stadtteilkoordination Frühe Hilfen“ 
im Kontext des Landesprogramms „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor.“ als 
„best practice“ genannt. 
 
Die Vorlage dient auch als Hintergrundinformation für die Vorlage „2. Sachstandsbericht zur Um-
setzung des Maßnahmenprogramms einer kindbezogenen Armutsprävention in Münster“ 
(V/0642/2014). 
 
 
 
 
I.V. 
gez. 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
 
 
 
Anlagen: 
 
 Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in Berg Fidel 
 Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in Gievenbeck 
 Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in Gremmendorf/Angelmodde

Fachbericht Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Berg Fidel

9883 Zeichen

Stadtteilkoordination  
Frühe Hilfen in Berg Fidel   
 
Sachbericht 2011 – 2014 
 
1. Erhebung und Darstellung der vorhandenen Angebote in Berg Fidel. 
 
Die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen Berg Fidel hat sich von September 2011 bis En- 
de Juni 2014 in allen relevanten Einrichtungen bzw. sozialen Diensten in Berg Fidel 
vorgestellt, um die vorhandenen Angebote kennen zu lernen, diese zu dokumentie- 
ren und um das eigene Angebot zu erläutern. Insgesamt fanden 71 Vorstellungs- und 
Kontaktgespräche statt.  
Um die Angebote sowohl den Familien als auch den Fachkräften im Stadtteil und 
darüber hinaus publik zu machen, wird seit September 2012 monatlich ein Newsletter 
Frühe Hilfen erstellt, der alle Angebote für Familien mit Babys und kleinen Kindern in 
Berg Fidel auflistet. Der Newsletter wird an öffentlich zugänglichen Stellen im Stadtteil 
ausgehängt (Bürger- und Beratungszentrum Alte Post, Supermarkt, Kinderarztpraxis, 
Stadtteilhaus Lorenz Süd, Kindertageseinrichtungen) und darüber hinaus per E-Mail 
an alle Kooperationspartner zwecks Weitergabe der Daten verschickt.  
Im Laufe des letzten Jahres wurde durch die Stadtteilkoordination eine Stadtteilkartei 
der Angebote Früher Hilfen und weiterer Unterstützungsangebote in Berg Fidel auf 
den Weg gebracht, die 22 verschiedene Karten in einfacher Sprache enthält, wel- 
che gezielt an hilfesuchende Menschen ausgegeben werden können.

2 
 
 
Durch finanzielle Unterstützung der BV Hiltrup sowie der Sparkasse Münsterland-Ost 
konnte der Druck realisiert werden, sodass die Stadtteilkartei voraussichtlich im Herbst 
2014 an insgesamt 30 Einrichtungen in Berg Fidel verteilt werden kann, die mit Fami- 
lien im Stadtteil arbeiten. 
 
 
2. Vernetzung und Koordination im Stadtteil  
Die Stadtteilkoordination arbeitet seit September 2011 kontinuierlich im monatlich 
stattfindenden Stadtteilarbeitskreis AK Berg Fidel mit. Das Thema „Frühe Hilfen“ wird 
als fester TOP zu Beginn einer jeden Sitzung besprochen. So stellt die Stadtteilkoordi- 
nation jeden Monat kurz die laufenden Projekte, Ideen und Neuigkeiten aus diesem 
Bereich vor. 
Weitere Gremien, in denen die Stadtteilkoordination Berg Fidel mitarbeitet, sind: 
• die Steuerungsgruppe des Familienzentrums St. Maximilian Kolbe (seit 2012), 
• die „Kooperationsgemeinschaf Kindertagesstätten und Grundschule in Berg 
Fidel im Kontext der Arbeit mit Kindern und deren Eltern“ (KOOP, seit 2012), 
• der „Runde Tisch Trauttmansdorffstraße“ (seit 2013), 
• der Qualitätszirkel Prävention der Stadt Münster (seit 2012), 
• der AK Alleinerziehende (seit 2014). 
 
Im Herbst 2013 initiierte die Stadtteilkoordination erstmals eine Stadtteilkonferenz in 
Berg Fidel mit dem Fokus Früher Hilfen, an der 40 Personen aus den Bereichen Ge- 
sundheit, Bildung, Freizeit, Betreuung sowie Unterstützung / Hilfe teilnahmen. Für No- 
vember 2014 ist die zweite Stadtteilkonferenz geplant. 
Durch die kontinuierliche Präsenz der Stadtteilkoordination in den Einrichtungen und 
Fachgremien vor Ort sind sowohl die Funktion der Stelle als auch die Person als Ge- 
sicht im Stadtteil für die Fachkräfte vor Ort bekannt. Damit einhergehend ist die Ein- 
führung in den Stadtteil erfolgreich abgeschlossen. Durch die vernetzte Arbeitsweise 
im Stadtteil ist der Zugang der Fachkräfte gesichert. 
 
 
3. Kooperationslinien mit den Institutionen und Einrichtungen im Stadtteil 
Die Stadtteilkoordination Frühe Hilfen in Berg Fidel ist Kooperationspartnerin im Famili- 
enzentrum St. Maximilian Kolbe und als solche angefragt für das neu entstehende 
Familienzentrum Städtische Kita Berg Fidel. Zudem ist die Stadtteilkoordination mit 
einem regelmäßigen Beratungsangebot im Bürger- und Beratungszentrum Alte Post 
vertreten. Eine kontinuierliche Kooperation in zahlreichen Belangen besteht auch mit 
dem Stadtteilhaus Lorenz Süd.  
Weitere Kooperationsbezüge bestehen zu folgenden Einrichtungen:  
Primus-Schule, AWO Kita / SPZ Trauttmansdorffstraße, Caritative Beratung  der Kath. 
Kirchengemeinde St. Gottfried / St. Maximilian Kolbe, Kommunaler Sozialdienst 
Hiltrup, Jugendförderung, VSE NRW – Quartiersbüro Berg Fidel, AWO Unterbezirk 
Münsterland-Recklinghausen, Bezirksbeamte der Polizei für Berg Fidel / Düesberg, Fan 
Port (Outlaw gGmbH), KK Vorbeugung der Polizei Münster, Bürgergruppe „Wir in Berg 
Fidel“(alle Mitglieder des Stadtteilarbeitskreises Berg Fidel), Stadtteilkoordination Frü- 
he Hilfen Münster (Caritas, Diakonie, VSE NRW e.V.), Beratungsstelle Frühe Hilfen, Haus

3 
 
 
der Familie, Anna-Krückmann-Haus, Clemenshospital Münster, Jobcenter, Gottfried-
von-Cappenberg-Schule, Kinderarztpraxis Holtmannspötter / Woltermann / Dr. Rabe-
Hömann, Kinderarztpraxis Dres. Bolay, Stadtsportbund, vertretene Einrichtungen im 
AK Alleinerziehende u.a. 
 
 
4.  Verbesserung der Zugänge zu den vorhandenen Angeboten  
Durch die aufsuchenden Beratungsangebote vor Ort (s. unter Pkt. 6) ist die Stadtteil- 
koordinatorin regelmäßig und verlässlich niedrigschwellig zu erreichen und kann als 
„Lotsin“ zu den Angeboten vermitteln und im Bedarfsfall auch begleiten. 
Die Inanspruchnahme der Stadtteilkoordination durch die Familien in Berg Fidel muss 
permanent durch niedrigschwellige Beratungsangebote vor Ort beworben werden, 
um den Zugang zu sichern. Die Zielgruppe der Eltern ändert sich bei jährlich knapp 50 
Geburten im Jahr und durch Fluktuation laufend. Mittlerweile kennen viele Eltern, die 
z.T. mehrere Kinder haben, die Stadtteilkoordination. Die zeitaufwendige Arbeit da- 
ran, das „Gesicht im Stadtteil, das jeder kennt“, darzustellen, trägt Früchte. Die Stadt- 
teilkoordinatorin wird von den Menschen im Stadtteil wahr- und in Anspruch ge- 
nommen.  
Die kontinuierliche Präsenz der Stadtteilkoordination sorgt für eine Präsenz des The- 
mas Frühe Hilfen / Prävention bei den Fachkräften, die dadurch für die Belange der 
Kinder sensibilisiert werden, z.B. durch Kollegiale Beratung im Bereich U3 der Städti- 
schen Kindertageseinrichtung, durch Teilnahme an Elternveranstaltungen im Famili- 
enzentrum St. Maximilian Kolbe, durch aktive Teilnahme am AK Berg Fidel und weite- 
ren Gremien etc. 
 
5. Aktivierung und Nutzung der Sozialraumressourcen  
Durch persönliche Teilnahme an Festen und Feiern im Stadtteil und in den Einrichtun- 
gen (Stadtteilfest, Sommerfest der Städtischen Kita, Internationaler Kitatag, Schulfest 
und Einschulungsfeier an der Primus-Schule, Jubiläum in der „Alten Post“, Neujahrs- 
empfang des Bezirksbürgermeisters) wird die Stadtteilkoordination auch von Bewoh- 
nerInnen des Stadtteils wahrgenommen, die nicht zur Zielgruppe gehören, z.B. von 
älteren MitbürgerInnen; auch von politischen VertreterInnen, von Mitgliedern der (ka- 
tholischen) Kirchengemeinde, von interessierten Fachkräften, die nicht unmittelbar 
im Sozialraum tätig sind. Dies trägt u.a. dazu bei, den Präventionsgedanken in unter- 
schiedliche Settings zu implementieren. 
 
6.  Aufsuchende Elternberatung und Elternbildung  
Zahlreiche Beratungsangebote für Familien finden niedrigschwellig, ohne Voranmel- 
dung, direkt vor Ort statt: 
Seit Anfang 2012 gibt es die Offene Elternsprechstunde im Bürger- und Beratungs- 
zentrum „Alte Post – Berg Fidel“ (jeden 2. und 4. Montag im Monat).  
Die Elternsprechstunde für Familien, deren Kinder die Städtische Kindertageseinrich- 
tung Berg Fidel besuchen, findet seit März 2012 statt (jeden 1. Mittwoch gemeinsam 
mit der Familienhebamme sowie jeden 3. Mittwoch, jeweils in der Bring-Zeit).

4 
 
 
Seit 2012 existiert das Elternfrühstück „Volle Kanne“ im Stadtteilhaus Lorenz-Süd als 
gemeinsames Angebot des Familienzentrums St. Maximilian Kolbe und der Stadtteil- 
koordination (einmal monatlich am Freitagvormittag). 
Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung fanden zudem von Dezember 2012 bis 
Mai 2014 fünf Elternbildungsveranstaltungen im Familienzentrum St. Maximilian Kolbe 
in Form von Erzählcafés und Elternkinoabenden statt. Zudem nahm die Stadtteilkoor- 
dination an zwei Info-Nachmittagen für die Eltern der neuen Kita-Kinder U3 zum 
Kitajahr 2013 / 14 teil (jeweils in der Städtischen Kindertageseinrichtung sowie im Fa- 
milienzentrum St. Maximilian Kolbe). Zum Kitajahr 2014 / 15 ist dies ebenfalls in Pla- 
nung. 
Von März 2013 bis Februar 2014 fand ein Offenes Elterncafé im Stadtteilhaus Lorenz-
Süd (wöchentlich am Mittwochvormittag) statt. Aufgrund der Auswertung und Wei- 
terentwicklung gibt es nun seit Mai 2014 wöchentlich ein Eltern- und Abholcafé in der 
Städtischen Kindertageseinrichtung Berg Fidel (jeden Mittwochnachmittag, hier ist 
ca. alle zwei Wochen die Teilnahme der Stadtteilkoordination angedacht). 
Darüber hinaus fanden seit 2012 bis 2014 zahlreiche Hausbesuche sowie Beratungs- 
gespräche in weiteren Settings (Kindertageseinrichtung bzw. SPZ der AWO an der 
Trauttmansdorffstraße, Beratungsstelle Südviertel, Stadtteilhaus Lorenz-Süd, Gemein- 
schaftsgrundschule Berg Fidel) statt. Die Stadtteilkoordination vermittelt bei Bedarf in 
weiter gehende Unterstützungsangebote, wie z.B. Erziehungsberatung, Allgemeine 
Sozialberatung, Sure Start, JuMP. Die Zuweisung bzw. Vermittlung der Beratungsgesu- 
che erfolgt durch die Akteure des AK Berg Fidel sowie durch Kinderärzte, Gynäkolo- 
gen, Kinderklinik des Clemenshospitals, (Familien-) Hebammen, Schulen, niedergelas- 
sene Therapeuten u.a. sowie Selbstmelder aus dem Sozialraum. 
In 2013 haben 66 Einzelberatungsgespräche in 20 Familien stattgefunden; von Janu- 
ar bis Mai 2014 haben 20 Gespräche in neun Familien stattgefunden (2011 – 2012 
nicht erhoben).  
Die Steigerung der Inanspruchnahme der „Frühen Hilfe“, vor allem für die Zielgruppe 
der von Ausgrenzung bedrohten Kinder und deren Familien, ist das Ergebnis des jetzt 
fast dreijährigen Engagements im Stadtteil.  
 
 
Münster, 04.09.2014  
 
 
Katrin Schuppelius  
Beratungsstelle Südviertel 
 
 
Felix Braun 
Leiter Beratungsstelle Südviertel

Beratungsverlauf (1)

22.10.2014 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 14 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Josefstraße 2
  • Trauttmansdorffstraße
  • Heidestraße 1a
  • Kinderhaus 2
  • Düesberg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0703/2014
Typ
Vorlagen
Datum
23.09.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37