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1412/2020

Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln - Quartalsbericht I/2020

Mitteilung Ausschuss 04.06.2020

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage - Quartalsbericht I 2020

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Mitteilung Ausschuss

6374 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/II/2 
 
Vorlagen-Nummer 04.06.2020 
 1412/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln 15.06.2020 
 
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln 
hier: Quartalsbericht I/2020 
Gemäß § 13 der Betriebssatzung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum 
Köln hat die Betriebsleitung die Oberbürgermeisterin und den Betriebsausschuss vierteljährlich über 
die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögensplans 
schriftlich zu unterrichten. 
 
Der Wirtschaftsplan 2020 des Veranstaltungszentrums Köln wurde vom Rat der Stadt Köln in seiner 
Sitzung am 12.12.2019 nach Vorberatung im Finanzausschuss am 09.12.2019 festgestellt.  
 
Im Erfolgsplan weist er einen Jahresfehlbetrag von rd. 3,2 Mio. € aus. Das im Vermögensplan aus-
gewiesene Investitionsvolumen beträgt für die Betriebsteile Gürzenich, Kölner Philharmonie, Rhein-
terrassen/Tanzbrunnen insgesamt rd. 6,2 Mio. €. Zusätzlich wurden nach dem Ende 2018 erfolgten 
Ankauf der Bastei von der Koelnmesse für die Erstellung des Bauzustandsgutachtens sowie Pla-
nungskosten für eine Generalsanierung des Gebäudes Mittel in Höhe von 2,0 Mio. € veranschlagt. 
 
Darüber hinaus berücksichtigt der Vermögensplan auf der Ausgabenseite Mittel für die Abdeckung 
des o.g. Jahresverlustes von 3,2 Mio. € sowie für die Tilgung der bestehenden Darlehen in Höhe von 
8,5 Mio. €. Zur Finanzierung des voraussichtlichen Mittelbedarfes sieht der Vermögensplan bei einem 
negativen Liquiditätsbestand zu Jahresbeginn von rd. 10,9 Mio. €, Eigenmittel in Höhe von rd. 5,7 
Mio. € und eine Neukreditaufnahme in Höhe von 20,0 Mio. € vor. 
 
Das Ergebnis des Erfolgsplans berücksichtigt die aus dem städtischen Haushalt bereitgestellte und 
über den Eigenbetrieb an die KölnMusik GmbH weitergeleitete Verlustabdeckung von rd. 5,7 Mio. €. 
Da der Plan-Verlust 2020 der KölnMusik GmbH den städtischen Zuschuss um rd. 221 Tsd. € über-
steigt, führt die Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von rd. 5,9 Mio. € zu einer entsprechenden 
Belastung der Erfolgsrechnung des Eigenbetriebes. Des Weiteren beinhaltet der Erfolgsplan einen 
direkten Zuschuss der Stadt Köln an den Eigenbetrieb in Höhe von 2,3 Mio. €. Daneben sind 
285 Tsd. € als Schuldendiensthilfe (Zinsanteil) für das Ende 2008 aufgenommene Darlehen in Höhe 
von 22,7 Mio. €, mit dem eine entsprechende Kapitalzuführung an die Koelnmesse GmbH finanziert 
wurde, veranschlagt. Für die zur Finanzierung der Florasanierung aufgenommenen Darlehen berück-
sichtigt der Erfolgsplan ferner einen weiteren ertragswirksamen Zuschuss der Stadt in Höhe von 
767 Tsd. €. 
 
Da der Eigenbetrieb - mit Ausnahme der Verpachtung der Erbbaurechtsgrundstücke und der für den 
Betrieb der Kölner Philharmonie, des Gürzenich und der Rheinterrassen sowie des Tanzbrunnens 
erforderlichen Immobilien an die jeweiligen Betreiber keine weiteren eigenen wirtschaftlichen Tätigkei-
ten entfaltet, wird das Ergebnis im Erfolgsplan des Eigenbetriebes in der Hauptsache durch die Ab-
schreibungen und die Zinsaufwendungen für die in den Betriebsteilen getätigten Investitionen beein-
flusst. Mit dem zum 31.12.2019 wirksamen Verkauf der städtischen Anteile an der KölnKongress 
GmbH ist auch die bisherige Ergebnisübernahme des weitestgehend defizitären Unternehmens ent-

2 
 
fallen. 
 
Das erste Quartal 2020 war bereits bestimmt von den Entwicklungen im Zusammenhang mit der 
Corona-Pandemie. Insbesondere der Veranstaltungs- und Kongressbereich war von den Auswirkun-
gen besonders hart betroffen. So musste in den Betriebsgesellschaften der eigenbetriebsähnlichen 
Einrichtung der Veranstaltungsbetrieb bereits Mitte März komplett eingestellt werden. Das Veranstal-
tungszentrum selbst ist als reine Besitzgesellschaft von diesen Auswirkungen nur indirekt betroffen. 
Da alle Tochtergesellschaften ihre jährliche Pacht für die Betriebsobjekte und die Erbbaurechtsgrund-
stücke bereits zu Jahresbeginn leisten und die Verlustübernahmeverpflichtung für KölnKongress 
durch die Anteilsveräußerung nicht mehr besteht, sind die Folgen der Veranstaltungsverbote bislang 
einzig aus der Ergebnisentwicklung der KölnMusik GmbH zu erwarten.  
 
Stützungsmaßnahmen für den Koelnmesse Konzern, zu dem seit dem 01.01.2020 auch die KölnKon-
gress GmbH zählt, wurden seitens der Stadt Köln im Wesentlichen durch die Einrichtung eines ge-
meinsamen Cash Poolings zur Sicherung der Liquidität der Koelnmesse GmbH ergriffen. Da der Li-
quiditätsverbund mit der Stadt Köln eingegangen wird und nicht mit der eigenbetriebsähnlichen Ein-
richtung, ergeben sich für das Veranstaltungszentrum hieraus keine wirtschaftlichen Auswirkungen. 
Ferner hat die Stadt Köln im Rahmen der Auszahlung eines verbürgten Investitionsdarlehens einen 
Dividendenverzicht bis einschließlich zum Jahre 2024 erklärt. Auch hieraus ergeben sich keine Aus-
wirkungen auf den Wirtschaftsplan der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung, da über den gesamten 
Planungszeitraum keine Ausschüttungen der Koelnmesse vorgesehen waren. Beide Maßnahmen 
wurden vom Rat der Stadt Köln in der Sitzung am 14.05.2020 beschlossen. 
 
Liquiditätshilfen für die KölnMusik GmbH sind derzeit nicht erforderlich, jedoch zeichnet sich eine 
deutliche Ergebnisverschlechterung ab. Derzeit hat die Gesellschaft alle Veranstaltungen bis 
31.07.2020 abgesagt. Sie erwartet hieraus Einnahmeausfällen von rd. 3,7 Mio. €, die nur in Teilen 
durch entsprechende Einsparungen aufgefangen werden können. Hieraus resultiert ein zusätzliches 
Defizit von 630 Tsd. €, das in voller Höhe auf das Ergebnis der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung 
einwirkt. 
 
Einsparungen zeichnen sich derzeit auf Seiten des Veranstaltungszentrums in Höhe von rd. 60 Tsd. € 
lediglich im Bereich der Bewachung des Heinrich-Böll-Platzes ab, die aufgrund der Einstellung des 
Konzertbetriebes in der Philharmonie nicht erforderlich ist. 
 
Auf das Jahr 2020 hochgerechnet führen die Effekte zu einer Belastung des Ergebnisses der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung in Höhe rd. 572 Tsd. €, so dass das Veranstaltungszentrum nach Ab-
schluss des 1. Quartals das Jahr 2020 mit einem Fehlbetrag von nunmehr voraussichtlich 3.766 Tsd. 
€ abschließt (siehe Anlage). 
 
 
Anlage 
 
- Hochrechnung zum 31.03.2020 
 
 
Gez. Prof. Dr. Diemert

Anlage - Quartalsbericht I 2020

2326 Zeichen

Anlage 
Wirtschaftsplan 2020 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln 
Quartalsbericht zum 31.03.2020 
Erfolgsplan 
Plan Hochrechnung 
2020 2020 
Euro Euro Euro %
Umsatzerlöse (Pachtentgelte etc.) 3.027.053 3.027.053 0 -       
Sonstige betriebliche Erträge 
    Betriebskostenzuschuss Stadt Köln 2.300.000 2.300.000 0 -       
285.281 285.281 0 -       
766.698 766.698 0 -       
    Erträge aus der Aufl. SoPo m. Rücklageanteil 386.058 386.058 0 -       
    Verlustübernahme KölnMusik durch die Stadt 5.664.600 5.664.600 0 -       
    Sonstige Erträge 8.640 8.730 90 1,0      
Summe 9.411.278 9.411.368 90 0,0      
Bezogene Leistungen, Sachaufwand 0 0 0
Abschreibungen 3.680.000 3.680.000 0 -       
Sonstige betriebliche Aufwendungen 
     Grünpflege Tanzbrunnen 72.000 72.000 0 -       
     Bewachung Heinrich-Böll-Platz 230.000 170.000 -60.000 26,1 -   
     Instandhaltung Betriebs- und Geschäftsausstattg. 1.325.000 1.325.000 0 -       
     Instandhaltung technische Anlagen 340.000 340.000 0 -       
     Anteil Energiekosten Philharmonie 650.000 650.000 0 -       
     Versicherungen 65.000 65.000 0 -       
     Baubetreuungsentgelte 0 0 0
     Leistungsentgelte BKE städt.Dienstst. 17.900 17.900 0 -       
     Leistungsentgelte Personalgestellung 21.000 21.000 0 -       
     Rechts- und Beratungskosten 100.000 100.000 0 -       
     Nebenkosten Geldverkehr 1.000 1.000 0 -       
     Sonstige 130.000 130.000 0 -       
Summe 2.951.900 2.891.900 -60.000 2,0 -     
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 
     Bankzinsen, etc. 0 0 0
    Zinsertrag aus Abzinsung von Rückstellungen 0 0 0
Summe 0 0 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 
und Wertpapiere des Umlaufvermögens 5.885.200 6.517.1 00 631.900 10,7    
Ergebnisübernahme 
KÖLNKONGRESS GmbH 0 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 
    Darlehenszinsen 3.065.000 3.065.000 0 -       
    Sonstige Zinsen 50.000 50.000 0 -       
Summe 3.115.000 3.115.000 0 -       
Ergebnis der gewöhnlichen 
Geschäftstätigkeit -3.193.769 -3.765.579 -571.810 17,9    
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0
Sonstige Steuern 0 0 0
Jahresergebnis -3.193.769 -3.765.579 -571.810 17,9    
    Schuldendiensthilfe Stadt (Zinsanteil) für 
     a) Darlehen Kapitaleinlage Koelnmesse 
     b) Darlehen zur Finanzierung Florasanierung 
Abweichung

Beratungsverlauf (1)

15.06.2020 Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Heinrich-Böll-Platz 230

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Details

Vorlagen-Nr.
1412/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.06.2020
Erstellt
13.05.2020 07:03