4249/2016
Bürgereingabe gem. § 24 GO "Durchgangsverkehr Trajanstraße und Maternusstraße Neustadt Süd" (AZ.: 02-1600-189/16)
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Anlage 1 Eingabe
8169 Zeichen
u = 185 Stadt Köln
|
Eingang 28, Okt. 2016
Bürgermeister Andreas Hupke Ios Bezirksbürgermeister
Innenstadt
Stadt Köln - Bezirk Innenstadt - Bezirksrathaus
Ludwigstraße 8
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| Sehr geehrter Herr Hupke,
wir wenden uns an Sie als Bürgermeister für den Bereich Innenstadt von Köln, weil durch die
\ Umgestaltung von Bonner Str., Chlodwigplatz und Ubierring der Durchgangsverkehr stark ins
\ Maternusviertel verlagert wird und die Situation für die Anwohner nicht mehr akzeptabel ist.
So passieren die Kreuzung Trajanstr. /Maternusstr. an einem gewöhnlichen Werktag immerhin
mehr als 4000 Kraftfahrzeuge (nach selbst durchgeführter Verkehrszählung im Sept./2015,
| siehe Anlage 1).
| Warum soll auch jemand insgesamt 4 Bushaltestellen, 2 Straßenbahnstationen mit vielen
Fahrgästen, den oft zugestauten Kreisverteiler am Chlodwigplatz, 2 Ampeln sowie 5 Zebrasteifen
passieren, wenn er das angrenzende Wohnviertel in weniger als 3 Minuten ohne diese
Behinderungen durchfahren kann:
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Erheblicher Durchgangsverkehr in Trajanstr. und Maternusstr. / Neustadt Süd h
50667 Köln j Köln, 25.10.2016
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Natürlich passieren auch auf weiteren Routen Fahrzeuge dieses Wohnviertel © OpenStreetMaps
Ist es aus stadtplanerischer Sicht beabsichtigt, durch die Gestaltung und Verkehrsführung rund um
den Chlodwigplatz sowie durch den Rückbau von Bonner Straße und Übierring den
Durchgangsverkehr in die angrenzenden Wohnviertel zu drängen?
Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h wird von vielen der durchfahrenden Fahrzeuge
missachtet. Das gilt vor allem für die gut einsehbaren Teile von Trajanstraße und Maternusstraße.
Hier heranwachende Kinder und andere schwächere Verkehrsteilnehmer sind besonders gefährdet.
Obendrein sind beide Straßen mit einem verschlissenen Kopfsteinpflaster versehen (siehe Fotos
Anlage 2), so dass es zu erheblichen Lärmemissionen kommt, die auch die Nachtruhe der
Anwohner nachhaltig beeinträchtigen. Zahlreiche Fahrradfahrer meiden hier die holprige
Fahrbahn und weichen auf die schmalen Bürgersteige aus, was wiederum Fußgänger belästigt.
So ist es nicht verwunderlich, dass die große Mehrheit der Teilnehmer unserer
Unterschriftensammlung, die “Ersetzung des schadhaften Kopfsteinpflasters durch eine
entsprechend leisere Asphaltdecke zu ersetzen“ besonders favorisiert.
Uns erschließt sich auch nicht, warum gerade diese stark frequentierten Straßen die einzigen im
Viertel sind, die noch mit Kopfsteinpflaster versehen sind.
Dazu verirren sich immer wieder schwere Lkw ins Viertel (siehe Fotos Anlage 3), obwohl sich die
kleinen Straßen kaum für eine Durchfahrt eignen. Warum besteht für dieses Viertel kein
Seite 2 von 11
Nachtdurchfahrtvirbot und/oder Anliegerverkehr frei für LKW < 7,5 t, wie es in ähnlichen Kölner
Vierteln angewanıtt wird®
Wir haben bereits im Mai 2014 das Amt für Straßen und Verkehrstechnik schriftlich auf die oben
geschilderten Umstände hingewiesen. Letztendlich hat man uns mitgeteilt die „Maßnahmen (am
Chlodwigplatz/Ubierring) haben aber keine Auswirkungen auf den fließenden Verkehr” und das
„im angrenzenden Viertel zur Zeit auch keine weiteren verkehrstechnischen Maßnahmen geplant“
sind.
Die Bewohner des Viertels, mit denen wir im Rahmen unserer informellen Unterschriftensammlung
gesprochen haben (siehe Anlage 4), sehen das nicht so. Bei rund 60 Unterzeichnern haben uns
nur 3 angesprochene Mitbürger nicht zugestimmt.
Es wäre leicht, noch mehr Unterstützer zu finden. Allerdings sind wir eine berufstätige Familie mit
einem Kleinkind und einem Säugling, so dass wir leider nur sehr begrenzt Zeit für diese Aktion
hatten. Sollten mehr Unterschriften erforderlich sein, teilen sie uns dies bitte mit.
Die Unterzeichner fordern die Stadt Köln hiermit auf:
e Die Durchfahrtsgeschwindigkeit von Trajanstr. und Matemusstr. durch bauliche
Maßnahmen (Verbreiterung der Bürgersteige, Engstellen, Verkehrskontrollen etc.) zu
reduzieren, so dass zumindest die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h
eingehalten wird.
«e Das schadhafte Kopfsteinpflaster durch eine entsprechend leisere Asphaltdecke zu ersetzen,
damit eine erträgliche Nachtruhe gewährleistet wird.
« Die Verkehrsmenge des ortstremden Durchgangsverkehrs auf ein angemessenes Maß zu
reduzieren.
Weitergehend möchten wir anregen, das Verkehrskonzept für das Maternusviertel entsprechend
dem Modell der Clever Str., Neustadt-Nord umzugestalten, da Lage und Verkehrssituation
vergleichbar sind.
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—
Ergänzende Betrachtung, /usblick
Nach dem Motto „wer sich beschwert, der soll doch sagen wie es besser geht” haben wir uns
Gedanken darüber gemacht, was wir selber an der Verkehrsführung ändern würden, damit sich die
Situation verbessert. Vielleicht hat uns dabei auch die spürbare Resignation der Unterzeichner und
betroffenen Mitbürger zusätzlich motiviert.
Die geplante Park Stadt Süd, der vollumfängliche Betrieb der Nord Süd Bahn mit häufiger
Querung der Rheinuferstraße und der leider immer noch zunehmende motorisierte
Individualverkehr wird den ortsfremden Durchgangsverkehr im Viertel weiter anwachsen lassen.
So sind wir letztendlich der Meinung, dass man die aktuel! bestehende freie Durchfahrt letztendlich
eingrenzen muss. Wir haben dazu einen verhältnismäßig kostengünstigen Vorschlag für die
Verkehrsführung, der Liefer- und Anwohnerverkehr ermöglicht und die Sicherheit für Kinder,
Fußgänger und Radfahrer erheblich verbessert.
Dabei wird das Viertel in zwei etwa gleich große Teile getrennt. Die Zufahrt ist für beide Teile über
mehrere Straßen möglich, attraktive „Abkürzungen“ für den Durchgangsverkehr gibt es fast keine
mehr. Der unten gezeigte Plan zeigt die Position der hier vorgeschlagenen Absperrungen
bestimmter Straßenabschnitte z. B. durch günstige Poller.
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Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung, über jedwede
Rückmeldung sind wir dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
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Wolfgang Kluthe Ina Brinkers
eu Anlage 1 - Selbst durchgeführte Verkehrszählung _—
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| Verkehrsmenge Maternusstr. 15.9.2015
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Verkehrsmenge Trajanstr. am 16. 9.2015, Gesamtmenge 1280 Kraftfahrzeuge. pro 5 Tag
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Für die Kreuzung Trajanstr./Maternusstr. ergeben sich zusammen ca. 4100 Fahrzeuge pro Tag.
Seite 6 von ] I —
Anlage 2 — Zustand Kopfsteinpflaster —
Kopfsteinpflaster Maternusstraße
Anlage 2 — Zustand Kopfsteinpflaster
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Kopfsteinpflaster Maternusstraße
Kopfsteinpflaster Trajanstraße
Am 24.10.2016 gegen 22:00 Uhr hat sich der unten gezeigte LKW von der Teutoburger Str.
kommend am Eierplätzchen „festgefahren”. Erst nach vielem Rangieren konnte der LKW, eine gute
halbe Stunde später, das Viertel über die Mainzer Straße verlassen.
Seite 10 von 11
— Anlage 3 - Schwere LKW im Viertel ——
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
2258 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 4249/2016 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO "Durchgangsverkehr Trajanstraße und Maternusstraße Neustadt Süd" (AZ.: 02-1600-189/16) Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt dem Petenten für die Eingabe und spricht sich für die Durch- führung von Verkehrsuntersuchungen zur Ermittlung des Durchgangsverkehrs, der Fahrgeschwindig- keiten und LKW-Fahrten in der Neustadt-Süd aus. Alternative: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt dem Petenten für die Eingabe und spricht sich jedoch gegen die Durchführung von Verkehrsuntersuchungen zur Ermittlung des Durchgangsverkehrs, der Fahrge- schwindigkeiten und LKW-Fahrten in der Neustadt-Süd aus. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 09.02.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Der Petent beantragt, verkehrliche Veränderungen betreffend der Reduzierung der Fahrgeschwindig- keiten und des Durchgangsverkehrs, Straßengeneralsanierung, LKW-Führung sowie Erstellung eines Verkehrskonzeptes in Neustadt-Süd (vgl. Anlage 1). Stellungnahme der Verwaltung: Die in der Eingabe angesprochenen verkehrlichen Aufforderungen betreffend der Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten und des Durchgangsverkehrs, Straßengeneralsanierung, LKW-Führung sowie Erstellung eines Verkehrskonzeptes in der Neustadt-Süd sind sehr umfangreich und komplex. Für die Prüfung der Vorschläge sowie deren Auswirkungen auf das innere und äußere Straßennetz ist die Durchführung von umfangreichen Verkehrsuntersuchungen unabdingbar. Diese können von der Verwaltung im Auftrag von den politischen Gremien im Arbeitsprogramm entsprechend aufge- nommen werden. In Abhängigkeit von den Ergebnissen können dann auf der Grundlage der politischen Beratung weite- re planerische Schritte vorgenommen werden. Da bisher zu der in der Bürgereingabe beschriebenen Problematik keine politischen Beschlüsse vor- liegen, empfiehlt die Verwaltung zunächst einen Beschluss zur Durchführung der Verkehrsuntersu- chung bezüglich des Durchgangsverkehrs in der Neustadt-Süd einzuleiten. Anlagen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (8)
- Bonner Straße
- Trajanstraße 16
- Maternusstraße 15
- Teutoburger Straße
- Mainzer Straße
- Chlodwigplatz
- Ludwigstraße 8
- Ubierring
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Details
- Aktenzeichen
- 4249/2016
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 30.01.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27