mandari
Datenstand: 12.09.2026 — die Daten dieser Kommune konnten seit 37 Tagen nicht aktualisiert werden, weil das Ratsinformationssystem derzeit nicht erreichbar ist. Inhalte können veraltet sein.

50 Jahre "Ruhender Verkehr" von Wolf Vostell

Mitteilung Ausschuss 0454/2019 vom 06.03.2019

Stand: Am 26.03.2019 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

Dokumente

  • Mitteilung Ausschuss

    PDF

    Herunterladen: Mitteilung Ausschuss

    Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.

    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 06.03.2019 0454/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 26.03.2019 Kunstbeirat 30.04.2019 50 Jahre "Ruhender Verkehr" von Wolf Vostell Das StadtLabor ist ein fortlaufendes Format der Stadt Köln zur Befragung und Bearbeitung von Po- tentialen von Kunst im öffentlichen Raum. Es wurde initiiert von Kunstbeirat und Kulturdezernat der Stadt Köln und existiert seit 2012. 2018/19 sind erneut die Kölner Ringe der Betrachtungsraum des StadtLabors. Damit wird der räumli- che Fokus aus 2017 fortgesetzt. Mit Uschi Huber und Boris Sieverts wurde eines der drei Teams aus 2017 mit der weiteren Bearbeitung beauftragt. Für das Jahr 2019 hat das Team Wolf Vostells „Ru- henden Verkehr“ als Interventionsobjekt identifiziert. Der Aktionskünstler parkte im Oktober 1969 sein Auto (Opel Kapitän, BJ 1964) in der Kölner Domstraße und betonierte es auf offener Straße in mehre- ren Etappen komplett ein, bei laufendem Radio und unter reger Anteilnahme besorgter Passanten. Die Inspiration für das Werk kam Vostell in Amsterdam bei Betrachtung eines einbetonierten Ton- bandgerätes mit einem aufgezeichneten Schrei, geschaffen vom US-Künstler Bruce Nauman. Die Enthüllung des „Ruhenden Verkehrs“ am dritten Kölner Kunsttag zog Menschen wie Fernseh- teams dermaßen an, dass der Verkehr auf der Domstraße zum Erliegen kam. Die Skulptur wurde, nachdem die Stadt einen Ankauf abgelehnt hatte, vom Kunstsammler Jost Herbig für 30.000 DM an- gekauft und der Stadt als Leihgabe überlassen. In den Folgejahren wanderte die Skulptur nach Paris und Berlin und war dort auf Ausstellungen zu sehen. In Köln stand der bis heute stark polarisierende „Betonklotz“ bereits an mehreren Orten. Ein lang andauernder Standortstreit endete mit einem Ver- bleib auf dem Hohenzollernring, wo er bis heute auf einer Verkehrsinsel zu betrachten ist. Für die einen Klotz des Anstoßes, für die anderen Kunst-Ikone der 68er Ära symbolisiert Vostells in Beton gegossener Opel in besonderer Weise den konfliktträchtigen Diskurs zur Kunst im öffentlichen Raum in Köln. „Ruhender Verkehr“ ist wohl eine der prägnantesten und präzisesten Skulpturen im Kölner Stadtraum. Noch 50 Jahre nach ihrer Erschaffung beschäftigt sie Bürgerschaft, Verwaltung und Politik gleichermaßen. Das StadtLabor feiert das 50-Jährige Jubiläum der Skulptur. Als Auftakt wurde am Samstag, dem 26. Januar, in Kooperation mit dem Museum Ludwig, eine Video-Installation von Uschi Huber und Boris Sieverts im Foyer des Museums präsentiert, zu der zeitgleich eine Serie von Interventionen im Stadt- raum stattfanden. Die Künstler haben sich dafür durch die im Museum lagernden Archivakten zum „Ruhenden Verkehr“ gearbeitet. Ebenfalls wurden einige der Standorte, die im Laufe der Jahre für „Ruhender Verkehr“ im Gespräch waren, für die Skulptur freigehalten und mit einer Liveschaltung ins Museum übertragen. Weitere Informationen zu zukünftigen Projekten und Interventionen des StadtLabors sind zugänglich durch die Webseite https://stadtlabor2018.com/ gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf

  1. 26.03.2019 zuletzt

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 8.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. Termin unbekannt

    Sitzung

    Kenntnisnahme (Mitteilung).

War diese Seite hilfreich?

Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz