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1350/2019

Dokumentation der Winterhilfeaktivitäten 2018/2019 für wohnungslose Bürgerinnen und Bürger durch das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren

Mitteilung Ausschuss 18.04.2019

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 14.05.2019, TOP 6.3

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

6099 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/502/7 
 
Vorlagen-Nummer 18.04.2019 
 1350/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 02.05.2019 
Gesundheitsausschuss 14.05.2019 
 
Dokumentation der Winterhilfeaktivitäten 2018/2019 für wohnungslose Bürgerinnen und 
Bürger durch das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 
Die Verwaltung informiert den Ausschuss für Soziales und Senioren über die Inanspruchnahme und 
den Verlauf der Winterhilfe 2018/2019. 
 
In Kooperation mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe bietet die Stadt Köln jährlich eine Winterhilfe 
an, um wohnungslose Menschen vor dem Erfrierungstod zu schützen.  
 
Die zusätzlichen Angebote der Winterhilfe starteten am 17.11.2018 und wurden am 31.03.2019 be-
endet. 
 
Die jeweiligen Angebote der Winterhilfe wurden wie folgt in Anspruch genommen: 
 
Notschlafstellen:  
Ergänzend zu den ganzjährigen Plätzen in den Notschlafstellen für Frauen stellten der SkF e.V und 
die Diakonie Michaelshoven e.V. jeweils zwei zusätzliche Plätze für wohnungslose Frauen bereit. 
Diese waren durchgehend belegt.  
 
Unterbringungsangebot für wohnungslose Menschen mit Tieren 
Über das Amt für Wohnungswesen wurden durch den Internationalen Bund vier Plätze für Wohnungs-
lose mit Tieren/ Hunden angeboten. Keiner dieser Plätze wurde in Anspruch genommen.  
 
Der Kölner Tierschutzverein in Köln- Zollstock stellte in diesem Winter erneut Unterbringungsplätze 
für Hunde von wohnungslosen Menschen zur Verfügung. Diese Möglichkeit wurde ebenfalls nicht 
genutzt.  
 
Ordnungsbehördliche Unterbringungen 
Ab 2018 wurde das bislang für alle alleinstehenden Menschen geöffnete Winterhilfeangebot durch 
das Übernachtungsangebot der neu geschaffenen humanitären Hilfen für Menschen aus den Staaten 
der EU-Osterweiterung ergänzt. 
 
Winterhilfe (niederschwelliges Angebot mit freiem Zugang in den Wintermonaten zur Abwendung der 
witterungsbedingten Gefahren) 
Im Rahmen des Ordnungsbehördengesetzes stellte die Sozialverwaltung, Fachstelle Wohnen, in Ko-
operation mit dem SKM Köln e.V. ab dem 17.11.2018 zusätzliche Unterbringungskapazitäten in der 
Vorgebirgsstraße 22 in der Kölner Südstadt zur Verfügung.  
 
Am ersten Tag der Winterhilfe übernachteten 14 Personen in der Vorgebirgsstraße. Die Anzahl der 
Übernachtungsgäste stieg in der darauffolgenden Zeit stetig auf durchschnittlich 56 Personen an.

2 
 
 
In der Spitze nutzten 78 Personen das niederschwellige ordnungsbehördliche Angebot. Die Gesamt-
zahl der Übernachtungsgäste belief sich auf insgesamt 533 unterschiedliche Personen. Hiervon wa-
ren 91 Personen Frauen. 
 
Mit hoher Kontinuität hielten sich 11 Personen in der Einrichtung auf. 
 
Humanitäre Hilfen für Menschen aus den Staaten der EU-Osterweiterung. 
Ebenfalls im Objekt Vorgebirgstraße 22 und in Kooperation mit dem SKM Köln e.V. startete am 
22.10.2018 das ordnungsbehördliche niederschwellige Unterbringungsangebot für den o.g. 
Personenkreis. Das Unterbringungsangebot ist ganzjährig angelegt. 
 
In den Wintermonaten wird dieses gemeinsam mit der o.g. Winterhilfe genutzt. Die Nutzerzahlen 
werden jedoch statistisch getrennt erfasst. 
 
Am ersten Tag dieses Angebotes übernachteten 12 Personen in der Vorgebirgstraße. Die Anzahl der 
Übernachtungsgäste stieg in der darauffolgenden Zeit stetig auf durchschnittlich 66 Personen an. 
 
In der Spitze nutzten während des Winters 103 Personen das niederschwellige ordnungsbehördliche 
Angebot. 
 
Die Gesamtzahl der Übernachtungsgäste belief sich auf insgesamt 510 unterschiedliche Personen. 
Hiervon waren 52 Personen Frauen. Mit hoher Kontinuität hielten sich 19 Personen in der Einrichtung 
auf. 
 
Die Höchstbelegung der Gesamteinrichtung lag bei 166 Personen. 
 
Hotline 
Der Träger „Haus Rupprechtstraße Köln gGmbH“ bietet im Rahmen der Winterhilfe eine 24-Stunden 
Hotline für Bürgerinnen und Bürger an. Unter dieser Telefonnummer können wohnungslose Men-
schen gemeldet werden, die bei Minustemperaturen im Freien übernachten. Die Hotline wird auch 
von Bürgerinnen und Bürger genutzt, um Spenden für Wohnungslose abzugeben. 
 
Im Zeitraum vom 19.11.2018 bis zum 31.03.2019 gingen bei der Hotline 539 Anrufe ein (2017/2018: 
500 Anrufe). Besonders viele Anrufe gingen in der kalten Zeit vom 23.01.19-11.02.19 ein (166 Anru-
fe).  
 
Kältegänge 
Die Kältegänge wurden in Kooperation mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe, des Amtes für öf-
fentliche Ordnung sowie dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren durchgeführt. Hierbei wurden 
wohnungslose Menschen auf der Straße aufgesucht, um sie zu informieren und in Hilfe- und Unter-
bringungsangebote zu vermitteln. 
  
Im Zeitraum vom 18.01.2019 bis zum 01.02.2019 wurden insgesamt 11 Kältegänge durchgeführt. 
(Vorjahr 2017/2018: 14 Kältegänge).  
 
Um die gemeldeten Schlafplätze über die Hotline zeitnah aufsuchen zu können, wurde der überwie-
gende Anteil der Meldungen von den Streetworkern (Benedikt Labré e.V. und Diakonie Michaels-
hoven e.V.) überprüft.  
 
Insgesamt wurden in diesem Winter 101 Plätze (2017/2018: 184) aufgesucht und dabei 121 Perso-
nen (2017/2018: 137) angetroffen. Bei den Personen kann es sich um Dopplungen handeln. Dabei 
wurden 88 % Männer (2017/2018: 82%) und 12 % Frauen (2017/2018: 18%) angetroffen. 
  
Aus dem südosteuropäischen Raum stammten 17 Personen (2017/2018: 48), davon zwei aus Rumä-
nien, vier aus Polen, fünf aus Bulgarien und je ein wohnungsloser Mann aus Litauen/ der Slowakei. 
Vier weitere Personen kamen aus dem südosteuropäischen Raum ohne Angaben ihrer Nationalität. 
Des Weiteren wurden zwei Somalier und ein Italiener angetroffen.

3 
 
 
Einsatz von Ehrenamt 
Die im Bereich der Wohnungslosenhilfe tätigen ehrenamtlichen Menschen haben auch im Winter ihre 
Aktivitäten weiter durchgeführt. Hierbei wurden vermehrt insbesondere Schlafsäcke und Kleidung an 
wohnungslose Menschen verteilt, die das Regelangebot nicht annehmen. 
 
Die Inanspruchnahme und der Verlauf der Winterhilfe wurden in einem gemeinsamen Erfahrungsaus-
tausch im Februar 2019 mit den ehrenamtlichen Kräften erörtert. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

02.05.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 13.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.05.2019 Gesundheitsausschuss
TOP 6.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1350/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
18.04.2019
Erstellt
11.04.2019 11:03