Mandari Insight

0656/2021

Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung vom 25.08.2020 zu kinder- und jugendpsychiatrischen Beratung (AN/1068/2020)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 02.03.2021

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 02.03.2021, TOP 3.2.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4901 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/53/530/1 
 
Vorlagen-Nummer  02.03.2021 
 0656/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 02.03.2021 
 
Beantwortung einer Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung vom 25.08.2020 zu kinder- und 
jugendpsychiatrischen Beratung (AN/1068/2020) 
Die SPD Fraktion hat in der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 25.08.2020 folgende Fragen 
eingebracht: 
1. Wie ist der aktuelle Sachstand in Bezug auf die Arbeit der Kinder- und Jugend-  
 psychiatrischen Beratungen? 
2. Wie ist der Stellenplan des KJPD, und sind alle Stellen besetzt? 
3. Reicht die derzeitige Stellenbesetzung der KJPD aus, um die Aufgaben zu erfüllen? 
4. Welche Beobachtungen hat die KJPD seit 2016 in der Entwicklung der physischen  Gesundheit 
von Kindern und Jugendlichen beobachtet? 
5. Wird diese wichtige Anlaufstelle proaktiv bekanntgemacht? 
 
Antwort der Verwaltung 
 
Zu Frage 1.: Die Mitarbeiterinnen der KJP-Beratungsstelle waren, so wie die übrigen Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, seit März 2020 in der Bekämpfung 
der Corona-Pandemie eingesetzt. Während dieser Zeit war die Beratungsstelle tele-
fonisch erreichbar, so dass Klienten telefonisch beraten und an die Hilfssysteme in 
der Stadt angebunden werden konnten. 
  Es ist nun geplant, die originären Arbeiten – in Abhängigkeit der Inzidenzzahlen - 
allmählich wieder aufzunehmen, dies insbesondere unter Berücksichtigung und in 
enger Zusammenarbeit mit dem in Köln bereits sehr gut etablierten kinder- und ju-
gendpsychiatrischen Hilfesystem. 
  Seit dem 1.2.2021 konnte eine erfahrene Kinder- und Jugendpsychiaterin und –
psychotherapeutin für die Sachgebietsleitung gewonnen werden (50% Stelle), so 
dass die dringend notwendige kinder- und jugendpsychiatrische Expertise nun wie-
der gewährleistet ist.  
 
 
Zu Frage 2.: Kinder-und Jugendpsychiatrische Stelle 
1,0 Stelle Facharzt*in Sachgebietsleitung,  
davon derzeit 0,5 besetzt 
1,0 Stelle Facharzt*in Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 
davon derzeit 0,31 (12 Stunden) besetzt

2 
 
1,0 Stelle Psychologe*in,  
davon derzeit 0,31 (12 Stunden) besetzt 
4,0 Stellen Sozialarbeiter / Sozialarbeiterinnen,  
davon derzeit 1,75 Stellen besetzt 
1,5 Stellen Sekretariat,  
davon derzeit 0,5 besetzt 
 
Zu Frage 3.: Nein. Viele Störungen werden erst wieder in den Blickpunkt kommen, wenn die Kin-
der sich wieder im öffentlichen Raum (Schule, Kitas) bewegen. Zum einen, da die 
soziale „Aufsicht“ dann wieder vorhanden ist, zum anderen, da wieder erheblich 
mehr Anpassungsleistungen insbesondre von den Jugendlichen verlangt werden. 
Der derzeitig massive Anstieg des Medienkonsums, gekoppelt häufig mit einer Um-
kehr des Schlaf-Wach-Rhythmus, muss zurückgefahren werden. Das stellt für viele 
Familien ein schier unlösbares Problem dar, so dass davon ausgegangen werden 
muss, dass Konflikte eskalieren und sich seelische Störungen verstärkt zeigen wer-
den. 
  Die vakante Fachärztinnen/Facharzt-Stelle befindet sich derzeit im externen Beset-
zungsverfahren. 
  Die vakanten Sozialarbeiter*innen-Stellen sind derzeit im internen Stellbesetzungs-
verfahren. 
  Die vakante Sekretärs-Stelle ist seit dem 15.02.2021 vakant und soll zeitnah ausge-
schrieben werden. 
 
Zu Frage 4.: So wie im Antrag geschildert, weisen lt. verschiedenen Studien 10 – 20 % der Kin-
der psychische Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Probleme auf.  
Interessant wird der Blick der psychischen Gesundheit der Kinder unter dem Ein-
fluss der Corona Pandemie und deren Auswirkungen. 
Die Auswertungen einer ersten Studie (COPSY-Studie – Corona und Psyche, Uni-
versitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Befragung von über 1000 Kindern und Ju-
gendlichen zwischen 11 und 17 Jahren und mehr als 1500 Eltern zwischen 26. Mai 
und 10. Juni per Online-Fragebogen.) zeigte deutlich, dass Kinder und Jugendliche 
die seelischen Belastungen der Pandemie spüren: 
• 71% der Kinder und Jugendlichen fühlten sich durch die Pandemie belastet. 
• Das Risiko einer psychischen Belastung stieg von ca.18% vor Corona auf 31% 
während der Krise. 
• Es zeigten sich häufiger Auffälligkeiten wie Hyperaktivität (24%), emotionale 
Probleme (21 %) und Verhaltensprobleme (19 %). 
• Auch psychosomatische Beschwerden treten in der Corona Krise vermehrt auf 
(54% Gereiztheit, Einschlafprobleme (44%) und Kopf- und Bauchschmerzen (40 
bzw. 31%). 
(Zitiert aus: PM Psychische Gesundheit von Kindern hat sich während der Corona-
Pandemie verschlechtert, UKE- Hamburg.) 
 
Zu Frage 5.: Ja. Die Schulen sind informiert, Flyer für Bürger und Bürgerinnen sind vorhanden, 
Telefonsprechstunden der vorhandenen Mitarbeitenden sind zusätzlich zu den Sek-
retariatszeiten eingerichtet und das Team arbeitet zusätzlich intensiv an einer ver-
stärkten Präsenz in der Öffentlichkeit.  
gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

02.03.2021 Gesundheitsausschuss
TOP 3.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0656/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
02.03.2021
Erstellt
19.02.2021 16:11