V/0443/2007
Jahresabschluss 2006 der Stadtwerke Münster GmbH
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Vorlage des Aufsichtrates zum Jahresabschluss 2007
13133 Zeichen
Seite 1 von 6 Münster, 21.05.2007 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 11/2007 Betreff Jahresabschluss 2006 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Ohlms Herr Dr. Spickenheuer Anlagen: Geschäftsbericht 2006, enthaltend: Bilanz zum 31.12.2006 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2006 Anhang, Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006 Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.1 2.2006 in der vor- liegenden, vom Abschlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratun gsgesellschaft für den Öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft, Düs- seldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vo m 18.05.2007 tes- tierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleinig er Gesellschafterin der Stadtwerke Münster festgestellt. 2. Der Zuführung von 8.200.000,00 € aus dem Jahresübersch uss 2006 in die Ge- winnrücklage wird zugestimmt. 3. Der Bilanzgewinn in Höhe von 560.000,00 € wird na ch Abzug der Kapitaler- tragsteuer von 112.000,00 € und des Solidaritätszuschlags vo n 6.160,00 € an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausg eschüttet. Als Zahlungster- min wird der 30.06.2007 festgesetzt. 4. Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäf tsjahr 2006 werden zur Kenntnis genommen. 5. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münste r GmbH werden für das Geschäftsjahr 2006 Entlastung erteilt. Seite 2 von 6 Begründung: Wie aus dem beiliegenden Lagebericht ersichtlich, kann die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Stadtwerke Münster GmbH für das Jahr 2006 als insgesamt gut be- zeichnet werden. Nach mehreren Jahren der Stagnation haben sich die wirt schaftlichen Rahmenbedin- gungen in unserem Absatzgebiet leicht belebt. Bei unte rschiedlicher Entwicklung der einzelnen Branchen konnte eine wachsende Nachfrage nach unseren Produkten in allen Geschäftsbereichen verzeichnet werden. Dieser positive Effekt wurde allerdings in der Wärmeversorgung durch die gegenüber dem langfristigen Mittel relativ milden Außen- temperaturen kompensiert. Zum Jahresabschluss 2006 ist auf folgende wesentliche Entwi cklungen und Ergebnisse unseres Unternehmens hinzuweisen: Energierechtliches Umfeld Mit der Gründung der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH haben die Stadtwerke bereits in 2005 die Vorgaben des zweiten Gesetzes zur Neu regelung des Energiewirt- schaftrechtes vom 07.07.2005 vorzeitig umgesetzt. Die Netzgese llschaft hat fristgemäß die Anträge zur Festsetzung der Strom- und Gasnetzentgelt e bei den zuständigen Re- gulierungsbehörden gestellt. Entscheidungen der Reguli erungsbehörden wurden im Be- richtsjahr nicht getroffen. Die Stadtwerke Münster sowie die Netzgesellschaft haben im Berichtsjahr weiterhin ihre Geschäftsprozesse optimiert. Die Ziele des Energiewirtschaft sgesetzes, die Unabhän- gigkeit der Netzbetriebsführung von den Interessen des Ene rgieversorgungsunterneh- mens im Wettbewerb sowie einen diskriminierungsfreien Z ugang der Netznutzer zu ge- währleisten, wurden in jedem Fall garantiert. Leistungsentwicklung unserer Geschäftsfelder Stromversorgung Trotz zunehmenden Wettbewerb auf dem Energiemarkt konnt e der Stromabsatz im Be- richtsjahr deutlich gesteigert werden. So lag die Stro mabgabe in 2006 bei rd. 1,5 Mrd. kWh, das sind rd. 10,6 % mehr als im Jahr 2005. Besonderen Anteil an dieser Absatzsteigerung hatte die E xpansion der Stromlieferun- gen in fremde Netze. Das Absatzvolumen – ausschließlich an G ewerbekunden – außer- halb des Versorgungsgebietes der Stadtwerke Münster konnt e um über 100 % auf 263 Mio. kWh gesteigert werden. Damit wurde das an den Wet tbewerb in Münster verlorene Absatzvolumen erstmalig überkompensiert. Seite 3 von 6 Für das Ende 2005 fertiggestellte Gas- und Dampfturbin enheizkraftwerk folgte im Jahr 2006 die erste Bewährungsprobe. Dabei konnte die GuD- Anlage die in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllen. Neben dieser zentralen Strom- und Wärmeerzeugungsanlag e wurden weitere dezentra- le Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung in verschi edenen Baugebieten fertig- gestellt. Insgesamt verfügen die Stadtwerke neben der Gu D-Anlage über 23 Blockheiz- kraftwerke, eine Wasserkraftanlage sowie eine Windkraftan lage mit einer gesamtelektri- schen Leistung von 108,1 MW mit einer Gesamterzeugung vo n rd. 470 Mio. kWh in 2006. Damit wurden rd. 40 % des in Münster von uns gelief erten Stroms umwelt- freundlich in Kraft-Wärme-Kopplung sowie durch Nutzu ng regenerativer Energien erzeugt. Die Stadtwerke Münster setzten somit das langjährige CO 2- Minderungskonzept des Unternehmens konsequent um. Bei volle r Auslastung der GuD- Anlage wird allein mit dieser Erzeugungseinheit eine jährliche CO 2-Einsparung von rd. 190.000 t bewirkt. Die Stromversorgungssparte stellt auch weiterhin den umsa tzstärksten Unternehmens- bereich dar mit einem Anteil von rd. 42 % am Gesamtumsatz. Trotz deutlich höherer Strombeschaffungskosten einschließl ich der Mehrkosten durch die gesteigerten Umlagen nach den Gesetzen zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und der erneuerbaren Energien haben die Stadtwerke i n 2006 die Stromtarife stabil gehalten. Erdgasversorgung Die Entwicklung des Geschäftsbereiches Erdgas war stark geprä gt durch die Preisent- wicklung auf den internationalen Energiemärkten, die d urch die branchenübliche Öl- preisklausel mit Verzögerung unsere Beschaffungskosten erhö hte. Dieser starke Kos- tenanstieg machte bei den Standardverträgen Preiserhöhu ngen zum 01.01., 01.06. so- wie zum 01.10.2006 notwendig. Dabei wurden die Bescha ffungsmehrkosten insgesamt nicht in voller Höhe weitergegeben, so dass die Bruttoma rge im Gasverkauf gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Bedingt durch die milden klimatischen Bedingungen des Be richtsjahres sank der Absatz im kommunalen Gasgeschäft um rd. 5 %. Durch die erstmali ge ganzjährige Lieferung von Erdgas an die Gas- und Dampfturbinenanlage konnte d er Erdgasabsatz insgesamt aber um 20,6 % gesteigert werden. Fernwärmeversorgung Der Absatz in der Fernwärme reduzierte sich ebenfalls übe rwiegend temperaturbedingt um 0,9 %. Ein weiterer Rückgang konnte allerdings durch eine positive Entwicklung der unter dem Markennamen "Thermokonzept" errichteten unterne hmenseigenen Hei- zungsanlagen bei Kunden kompensiert werden. Seite 4 von 6 Wasserversorgung Der langfristig anhaltende Trend zum Wassersparen, der auch durch unsere Kundenbe- ratung mit dem Ziel der Ressourcenschonung unterstützt wir d, konnte im Berichtsjahr durch eine Steigerung der Kundenanschlüsse kompensiert wer den. Insgesamt lag der Wasserabsatz rd. 0,4 % über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Verkehrsbetrieb Die Entwicklung der Fahrgastzahlen im Verkehrsbetrieb verlief auch im Berichtsjahr sehr positiv. Durch neue kreative Tarifangebote, insbesondere im Abonnementbereich, er- höhte sich die Anzahl der Fahrgäste deutlich um rd. 1,6 Mio. auf nunmehr 33,1 Mio. und lag damit rd. 5 % über dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig haben die Stadtwerke das Leistungsangebot er höht durch eine Steigerung der Betriebsleistungen (Wagen-km) um 4,2 % auf nunmehr 9,1 Mio. km. Neue Spartenorganisation Nach Gründung der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH zum 01.01.2005 wurde Ende 2005 ebenfalls in Erfüllung der Vorgaben des Ene rgiewirtschaftsgesetzes die Ent- flechtung des Rechnungswesens bei den Stadtwerken umgesetzt . Ziele dieser Maß- nahmen waren unter anderem die leistungsorientierte Verrechnung zentraler Dienstleis- tungen sowie mehr Transparenz der Spartenabschlüsse. Dabei wurden neben den Sparten Strom, Gas, Wärme, Wasser und Verkehr die neuen Sparten Immobilien, Betei- ligungen und sonstige Aktivitäten installiert. Die bisher selbständige Sparte "Hafenbe- trieb" wurde dem Bereich Immobilien zugeordnet. Durch die Neuorganisation in der Verrechnung sind die Spartenergebnisse der bisheri- gen zentralen Geschäftsbereiche nur mit kleinen Einschränku ngen mit den Vorjahreser- gebnissen vergleichbar. Ergebnisentwicklung Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den Energieversorgungsspar ten mengenbedingt und durch die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten so wie durch Leistungen für die Netzgesellschaft auf insgesamt 452,1 Mio. €. Nach Abzug der Energiesteuern von den Umsatzerlösen erhöh ten sich die Erlöse netto um 56,4 Mio. € auf rd. 423,9 Mio. €. Die Anhebung der Verkehrstarife zum 01.08.2006 sowie d ie positive Entwicklung der Verkehrsleistungen reichten nicht aus, Kürzungen bei den A usgleichszahlungen des Landes NW für Schülerbeförderung und sonstige Ausgleichsleistungen auszugleichen. Die bereits in den Vorjahren erfolgreich begonnenen M aßnahmen zur Kostensenkung wurden im Berichtsjahr weiterhin erfolgreich umgesetzt. Der Kostendeckungsgrad die- ses Unternehmensbereiches hat sich dadurch leicht Seite 5 von 6 verbessert. Der Jahresverlust vor Ertragsteuerverrechnung hat sich damit – trotz der insgesamt unbefriedigenden – Ertragslage auf einem angemessenen Niveau stabilisiert. Nach der Fertigstellung der GuD-Anlage Ende 2005 lag das Investitionsniveau unseres Unternehmens mit rd. 22 Mio. € im Berichtsjahr wieder auf einem normalen Niveau. Herausragende Investitionsmaßnahme war die zum 01.01.2 006 getätigte Übernahme von rd. 26.000 Beleuchtungsanlagen von der Stadt Münste r. Damit sind die Stadtwerke neben der Wartung, Pflege und dem Betrieb der Beleu chtungsanlagen auch für Bau- und Ersatzbeschaffungen der Anlagen zuständig. Die übrigen Investitionen, insbesondere in Versorgungsnet ze, Blockheizkraftwerke und den Fuhrpark des Verkehrsbetriebes, lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Um den Qualitätsstandard unserer Versorgungsnetze und dam it Verfügbarkeit und Ver- sorgungssicherheit auch für die Zukunft weiterhin zu erhal ten, wurden im Auftrag der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft umfangreiche Instandha ltungsmaßnahmen in den Netzen durchgeführt. Für zukünftige Aufwendungen und Risiken, insbesondere bei den Erzeugungsanlagen, Personalaufwendungen, anstehenden Restrukturierungsmaßna hmen in den Versor- gungsbereichen sowie Preisrisiken im Energiebereich wurd e angemessene Vorsorge durch die Bildung von Rückstellungen getroffen. Durch konsequentes Finanzmanagement ist es gelungen, die V erbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten, die in den Vorjahren zur Finan zierung der GuD-Anlage angestie- gen waren, deutlich zu senken. Dies führt zu einer zukünfti gen spürbaren Verminderung der Kapitalkosten. Nach dem mit der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH a bgeschlossenen Ergeb- nisabführungsvertrag haben die Stadtwerke den Bilanzverlu st dieses Unternehmens in Höhe von 2,1 Mio. € zu übernehmen. Dieser gegenüber d em Vorjahr um rd. 1,2 Mio. € gestiegene Fehlbetrag ist insbesondere auf die hohen In standhaltungskosten der Ver- sorgungsnetze zurückzuführen. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 200 6 weist mit 23,9 Mio. € ein um 12,8 Mio. € niedrigeres Ergebnis der gewöhnlichen G eschäftstätigkeit aus. Das Er- gebnis des Vorjahres war allerdings durch die Realisier ung eines Bilanzgewinns bei der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens geprägt. Die Steuerlast lag mit 7,4 Mio. € rd. 4,1 Mio. € unter dem Betrag des Vorjahres. Der Jah- resüberschuss mit 15,8 Mio. € liegt demnach rd. 9,3 Mio. € unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Stadtwerke haben auch im Berichtsjahr bei der Veräu ßerung von Wertpapieren ei- nen Bilanzgewinn in Höhe von 8,2 Mio. € erzielt. Die Veräußerung erfolgte im Hinblick auf die Finanzierung einer weiteren Kapitalerhöhung bei einer Beteiligungsgesellschaft. Seite 6 von 6 Nach Beschluss der Gesellschafterversammlung unseres Unterneh mens soll der Bi- lanzgewinn zur Sicherung der vorgenannten Finanzierung d er Gewinnrücklage zuge- führt werden. Entsprechend einer im Berichtjahr beschlossenen Vorabgewi nnausschüttung wurden in 2006 bereits 7,0 Mio. € an die Gesellschafterin ausgeschüt tet. Danach weist die Ge- winn- und Verlustrechnung einen Bilanzgewinn in Höhe vo n 560 T€ aus (Vorjahr 8,4 Mio. €). Dieser Bilanzgewinn soll nach dem Vorschlag der Geschäftsfü hrung an die Gesellschaf- terin ausgeschüttet werden. Nähere Erläuterungen zum abgelaufenen Geschäftsjahr sind dem beiliegenden Ge- schäftsbericht 2006 zu entnehmen. Der Jahresabschluss 2006 sowie der Lagebericht für das Geschäf tsjahr 2006 sind von der KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öff entlichen Sektor Aktienge- sellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüf t worden. Beanstandun- gen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Ohlms gez. Dr. Spickenheuer
Beschlussvorlage
6943 Zeichen
V/0443/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2006 der Stadtwerke Münster GmbH Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2007 Beratungsfolge 12.06.2007 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) sowie der Geschäftsbericht incl. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das Ge- schäftsjahr 2006 werden zur Kenntnis genommen. 2. Es wird weiter davon Kenntnis genommen, da ss dem Jahresabschluss der Stadtwerke Müns- ter GmbH für das Geschäftsjahr 2006 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Jahresab- schlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft AG unter dem 18.05.2007 der un- eingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2006, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 473.307.487,71 €, in der Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 452.130.910,29 €, mit einem Jahresüberschuss von 15.760.000,00 €, mit einem Bilanzgewinn von 560.000,00 €, wird festgestellt. b) Der Zuführung von 8.200.000 € aus dem Jahresüberschuss 2006 in die Gewinnrücklage wird zugestimmt. Vorlagen-Nr.: V/0443/2007 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 25.05.2007 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0443/2007 c) Der Bilanzgewinn von 560.000,00 € wird nach Abzug der Kapitalertragsteuer von 112.000,00 € und des Solidaritätszuschlags von 6.160 € an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausgeschüttet. Als Zahlungstermin wird der 30.06.2007 festge- setzt. d) Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2006 werden zur Kenntnis genommen. e) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2006 Entlastung erteilt. f) Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2007 wird die KPMG Prüfungs- und Be- ratungsgesellschaft für den öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft, Düsseldorf, gewählt (Anlage 2). Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfas- sung über • die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, • die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und • die Auswahl des Abschlussprüfers. Kurzanalyse des Jahresabschlusses 2006 der Stadtwerke Münster GmbH : Ertragslage: Die Stadtwerke Münster GmbH hat im Geschäftsjahr 2006 einen Jahresüberschuss in Höhe von 15,76 Mio. € (Vorjahr 25,09 Mio. €) erzielt. Der Rückgang ergibt sich daraus, dass im Vorjahres- überschuss die stillen Reserven aus dem Verkauf des Aktienpaketes (RWE-Aktien) aufgedeckt wurden. Bei gestiegenen Umsatzerlösen verbesserte sich der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 62,7 Mio. € auf 452,1 Mio. €. Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den Energiesparten mengen- und preisbedingt (Weitergabe der höheren Beschaffungskosten) sowie durch den Leistungsaustausch mit der Netzgesellschaft. Auf der Aufwandsseite entwickelten sich die wesentlichen Aufwandspositionen (Material, Personal, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) unterschiedlich. Auf der einen Seite erhöhten sich der Materialaufwand auf Grund der deutlich gestiegenen Bezugspreise und der an die Netzgesellschaft gezahlten Netzentgelte um 48,2 Mio. € auf 349,3 Mio. €. Die Personalkosten sanken um rd. 3,1 Mio. € auf rd. 57 Mio. €. Auf der anderen Seite erhöhten sich die Abschreibun- gen um 7,8 Mio. € auf rd. 36,2 Mio. €. Dies ist in erster Linie auf die Aktivierung des Anlagevermö- gens für die Straßenbeleuchtung sowie das erstmals ganzjährige Abschreibungsvolumen für die im Dezember 2005 in Betrieb genommene GUD Anlage zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rd. 12,7 Mio. € auf 50,7 Mio. €. Sie beinhalten neben aperiodi- schen Aufwendungen Kosten für Vorsorgemaßnahmen zu Risiken für die unsichere Preisentwick- lung auf den Energie- und Beschaffungsmärkten sowie Kosten für anstehende Restrukturierungs- maßnahmen. Die wirtschaftliche Lage kann unter den dargestellten Gesichtspunkten für das Jahr 2006 als ins- gesamt gut bezeichnet werden. - 3 - V/0443/2007 Vermögenslage: Erhöhte Abschreibungen und der Rückgang der Forderungen haben dazu geführt, dass sich die Bilanzsumme um 5,5 Mio. € auf rd. 473,3 Mio. € vermindert hat. Der Kassenbestand (rd. 17,2 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (44,5 Mio. €) deutlich verrin- gert und steht im Zusammenhang mit der Rückzahlung von Verbindlichkeiten. Entsprechend der Beschlusslage werden sich die Gewinnrücklagen um 8,2 Mio. € erhöhen und damit zur Stärkung des Eigenkapitals beitragen. Der Wert der Rückstellungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um rd. 14 Mio. € auf 119,5 Mio. €. Diese Erhöhung ist zurückzuführen auf zukünftige Aufwendungen und Risiken, insbesondere bei den Erzeugungsanlagen, Personalaufwendungen, anstehende Restrukturierungsmaßnahmen in den Versorgungsbereichen sowie Preisrisiken im Energiebereich. Im Lagebericht wird auch auf die zukünftigen Risiken eingegangen. Die Geschäftsführung sieht als Hauptrisiken weiterhin die Veränderungen in den liberalisierten Energiemärkten, insbesondere die noch nicht absehbaren Preisrisiken aus der weiteren Festsetzung der Netzentgelte für Strom und Gas sowie die Forderung der Regulierungsbehörden zur eigentumsrechtlichen Entflechtung der Netze. Weiterhin wird die beabsichtigte Änderung des Ordnungsrahmens für die kommunale Versor- gungs- und Verkehrswirtschaft durch die Novellierung der Gemeindeordnung NW kritisch für die weitere Entwicklung der Stadtwerke Münster GmbH gesehen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 560.000 € (Jahresüberschuss i. H. v. 15.760.000 € abzüglich Gewinnrücklagenzuführung i. H. v. 8.200.000 € abzüglich Vorabge- winnausschüttung i. H. v. 7.000.0000 €) an die Stadt Münster auszuschütten. Einzelheiten zum Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2006 als auch der als Anla- ge 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 11/2007 der Stadtwerke Münster GmbH zu entnehmen. Der Aufsichtsrat berät über den Jahresabschluss 2006 in seiner Sitzung am 06.06.2006. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet werden. I. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlagen:
Vorlage Aufsichtsrat zur Bestellung des Abschlussprüfers
3104 Zeichen
Münster, 08.05.2007 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 13/2007 Betreff Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2007 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Ohlms Herr Dr. Spickenheuer Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen: Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2007 wi rd die KPMG Prü- fungs- und Beratungsgesellschaft für den öffentlichen Sekt or Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Begründung Gemäß der ab 1.1.2001 gültigen Rahmenrichtlinie für Beteiligungen der Stadt Münster Ziffer 7.14 wird "der Gesellschafterversammlung und dem A ufsichtsrat .... empfohlen, die Abschlussprüfergesellschaft nach fünf bis sieben Jahren zu wechseln ....". Diese Bedingung wurde im Geschäftsjahr 2002 mit dem erstmalig en Wechsel der Prüfungsge- sellschaft von der WIBERA zur KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft erfüllt. In den vergangenen 5 Jahren haben die Abschlussprüfer der KPMG sehr gewissenhaft und umsichtig ihre Prüfungstätigkeiten zum Jahresabschluss i m Hause der Stadtwerke vorgenommen. Dabei haben wir Prüferkompetenz auch im S inne branchenspezifischen Fachwissens festgestellt. In Einzelfragen wurden wertvolle Anregungen sowohl für das Rechnungswesen als auch andere Fachbereiche gegeben. Glei ches gilt für die Durch- führung der jeweiligen Schwerpunktprüfungen entsprechen d den Vorgaben des Auf- sichtsrates. Diese Kompetenz in allen Fragen des Jahresabschlu sses war insbesondere bei der Neugründung der Stadtwerke Münster Netzgesellsch aft mbH in 2005 von be- sonderer Bedeutung. Es wird daher als sinnvoll angesehen, KPMG auch für das Ge schäftsjahr 2007 mit der Abschlussprüfung für den Einzel- und Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zu beauftragen. Neben der Stadtwerke Münster GmbH werden voraussichtlich auch die mandantenbe- treuten Beteiligungsgesellschaften Stadtwerke Münster Ne tzgesellschaft mbH, items GmbH, Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Energiehand elsgesellschaft West mbH sowie Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH KPMG mit der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse beauftragen. Nach dem Gesellschaftsvertrag der Stadtwerke Münster GmbH w ird die Bestellung des Abschlussprüfers nach Beschlussfassung durch die Gesellschafter versammlung durch die Geschäftsführung des Unternehmens vorgenommen. Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unterne hmen (KonTraG) soll der Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft er teilt werden. Diese Regelung ist seit mehreren Jahren Praxis im Hause der Stadtwerke. Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch den Abschlusspr üfer für das Ge- schäftsjahr 2007 erfolgt mit einer besonderen Vorlage an den Aufsichtsrat. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Ohlms gez. Dr. Spickenheuer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0443/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 25.05.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37