1905/2020
Achzehnter Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in Köln 1325/2020
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (BV)
10111 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 1905/2020 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 31.08.2020 Achzehnter Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in Köln 1325/2020 Die CDU-Fraktion stellt zum achtzehnten Statusbericht folgende Fragen: 1. Welche Gründe liegen aus Sicht der Verwaltung vor, dass die Anzahl der Kinder U3 im Zei t- raum Dezember 2018 - Dezember 2019 gesunken und die Anzahl der Kinder Ü3 dagegen ge- stiegen ist? Zumal festzustellen ist, dass die tatsächliche Anzahl der Kinder 2019 sowohl U3 als auch Ü3 niedriger ist als die prognostizierten Werte für 2019. 2. Welche Maßnahmen sind aus der Sicht der Verwaltung hinsichtlich ihrer Annahmen zu treffen, um nachhaltige und belastbare prognostizierte Zahlen für die in die Zukunft gericht e- ten Entscheidungen der Verwaltung zu besitzen? 3. Da die aktuelle Versorgungsquote in Kitas und in der Kindertagespflege von unter 3 -jährigen in der Stadt Köln 44,1% beträgt (einschließlich der 4 neuen Kitas 44,5%), wird das von der Stadt Köln selbst gesetzte Ziel einer 50% -igen Versorgungsquote für unter 3-jährige Kinder erneut nicht erreicht. Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Verwaltung f ür den SB Rodenkirchen (aktuelle Versorgungsquote U3 Kita 32% - Stand 10.10.2019), um diesem Trend bis zum Kindergartenjahr 2021/22 entgegenzuwirken und um die Anzahl der Plätze in Kitas für Kinder U3 mittel - und langfristig zu erhöhen, da Eltern überwiegend Kita-Plätze den- jenigen in der Kindertagespflege vorziehen? 4. Für den Stadtteil Immendorf beträgt auf der Grundlage des siebzehnten Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung die aktuelle Versorgungsquote U 3 Kita 0%. Die geplante Versorgungsquote U3 Kita wird zum Ende des Kindergartenjahres 2019/20 wiederum 0% Ver- sorgungsquote erreichen. Welche Maßnahmen sind im Einzelnen für den Stadtteil Immendorf bei einem Bedarf von 79 unter 3 jährigen Kindern (Stand 31.12.2018) bis zum Kindergarte n- jahr 2021/22 vorgesehen, da Immendorf seit Jahren zu den für die U -3-Betreuung „unterver- sorgter“ Stadtteile gehört, aber in anderen Stadtteilen Quoten von über 60% erreicht werden? Antwort der Verwaltung: Zu Frage 1: Die Zahl der unter 3- jährigen Kinder in Köln betrug Ende 2018 33.939 Personen. Dies war ein deut- lich überdurchschnittlicher Wert im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren (rund 31.000). Bis Ende 2019 sank diese Zahl auf 33.200. Dafür gibt es verschiedene statistische Ursachen: Zum einen ist die Zahl der Geburten zurückgegangen, von 11.582 im Jahr 2018 auf 11.338 in 2019. Zum anderen hat sich das Wanderungsverhalten verändert: Besonders die 0-Jährigen sind 2019 im Vergleich zum Vorjahr 2018 verstärkt fortgezogen (Stichwort Familienwegzüge), während gleichzeitig 2 für die gesamte Altersgruppe deutlich niedrigere Zuzüge zu verzeichnen waren. Ein dritter Grund ist das Prinzip der „Durchalterung“ in den Altersgruppen: Im Jahr 2018 gab es bei den unter 3-Jährigen eine starke Gruppe der 2-Jährigen. Diese wechselte 2019 in die Gruppe der 3- bis unter 6-Jährigen. Gleichzeitig rückte eine kleinere Gruppe an 2-Jährigen nach. Auch dies führt zu einer Verkleinerung der gesamten Altersgruppe. Dieses Prinzip führt bei der Gruppe der 3- bis unter 6-Jährigen zu einem Anwachsen der Altersgruppe von 30.779 Kindern Ende 2018 auf 31.382 Ende 2019. Auch in dieser Gruppe gibt es Wanderungs- verluste durch den Familienwegzug. Gleichzeitig verlässt eine schwächere Gruppe der 5-Jährigen die Altersgruppe, während eine größere Gruppe der jetzt 3-Jährigen hinzukommt. Diese Entwicklung gab es bereits in den vorherigen Jahren. Für beide genannten Altersgruppen ist die tatsächliche Anzahl der Kinder im Jahr 2019 niedriger als prognostiziert (U3: -430, Ü3: -351). Für die Erstellung einer Bevölkerungsvorausberechnung werden Annahmen festgelegt, die mögliche mittel- und langfristige demografische Entwicklungslinien bestim- men (siehe auch Antwort zu Frage 2). Dabei kann es zu Abweichungen hinsichtlich der tatsächlichen Zahlen in den einzelnen Prognosejahren kommen. Ein Beispiel für Abweichungen sind die Geburten- zahlen auf Basis der Höhe der angenommenen Fertilitätsrate, die in der aktuellen Prognose etwas überschätzt werden und deshalb dort für mehr Kinder sorgen als es tatsächlich in den jeweiligen Jah- ren (2018 und 2019) in Köln gab. Während die Prognose jeweils rund 11.900 Geburten annahm, la- gen die tatsächlichen Zahlen im Jahr 2018 2,4 Prozent und im Jahr 2019 4,9 Prozent darunter. Zu Frage 2: Um die zukünftige Zahl der Kölnerinnen und Kölner berechnen zu können, müssen Annahmen über das zu erwartende Wanderungsgeschehen sowie die Geburtenhäufigkeit und die Lebenserwartung formuliert werden. Zum einen fußen diese Annahmen auf Daten und Informationen, die für einen be- stimmten Zeitraum in der Vergangenheit, dem Referenzzeitraum analysiert werden. Zum anderen beruhen sie auf Hypothesen über die Weiterentwicklung der sich abzeichnenden Trends. Für die Bevölkerungsprognose 2018 bis 2040 bedeutet dies, dass Entwicklungen aus dem Referenz- zeitraum 2010 bis 2017 zugrunde gelegt wurden. Üblicherweise werden nur drei bis vier Jahre ver- wendet. Die Flüchtlingszuzüge der Jahre 2015/2016 waren jedoch ein besonderes demografisches Ereignis, weshalb der Referenzzeitraum ausgeweitet wurde. Auf gesamtstädtischer Ebene über- schätzt die Bevölkerungsprognose im Jahr 2019 die tatsächliche Bevölkerungszahl um rund 500 Per- sonen, was 0,05 Prozent Abweichung sind. Dies ist ein sehr geringer Wert. Je kleinräumiger und dif- ferenzierter die Ergebnisse betrachtet werden desto stärker können Abweichungen auftreten, was aber nicht komplett zu vermeiden ist. Aus diesem Grund wird darauf hingewiesen, dass Bevölke- rungsprognosen mittel- und langfristige Entwicklungslinien aufzeigen, wenn die zugrunde liegende Annahmesetzung eintritt. Sie vermögen indes nicht, infrastrukturelle Detailplanung anhand von exak- ten IST-Zahlen zu Nachfragebedarfen vollständig abzusichern. Die Prognosezahlen werden mit der tatsächlichen Einwohnerentwicklung abgeglichen. Eine Neube- rechnung erfolgt, wenn sich die Annahmen grundlegend verändern, spätestens aber nach drei Jah- ren. Im Jahr 2021 wird planmäßig eine neue kleinräumige Bevölkerungsvorausberechnung für Köln erstellt. 3 Zu Frage 3: Um die Anzahl der Plätze in Kitas für Kinder U3 mittel- und langfristig zu erhöhen, sind für den Stadt- bezirk Rodenkirchen im nächsten Kindergartenjahr folgende konkrete Maßnahmen geplant: Stadtteil Projekte Plätze U3 Plätze Ü3 Gruppen Kitajahr 2021/22 205 / Zollstock Gottesweg 87/Karl-Heinz-Steimel-Weg 22 28 3 x 208 / Rodenkirchen Bahnstraße 16 34 3 x Projekte in Planung Damit kann der Bedarf zwar nicht vollumfänglich gedeckt werden, dieser wird jedoch perspektivisch durch die folgenden Ausbaumaßnahmen bis 2030 gedeckt: Stadtteil Projekte Plätze U3 Plätze Ü3 Gruppen Kitajahr 2022/23 Kitajahr 2025/26 - 30 202 / Marienburg Bonner Straße 540 22 48 4 x Raderberggürtel (Deutsche Welle) 32 68 6 x 203 / Raderberg Brühler Str. 52-54, max. 5 Gruppen (Bauantrag ablehnt) 26 54 5 x Parkstadt/Süd 3 Kitas, 2 x 6, 1 x 5 90 190 17 x 205 / Zollstock Bremsstraße (Betriebskita AWO, ADAC) 16 34 3 x Gottsweg 56-58 / Briedeler Str. (noch kein städtebaulicher Vertrag) 16 34 3 x integrierte Quartiersentwicklung Kalscheurer Weg 3 26 54 5 x 206 / Rondorf 4 Kitas á 6 Gruppen Rondorf Nordwest 128 272 24 x Falkenweg 32 68 6 x 208 / Rodenkirchen Bahnstraße (Baugenehmigung erteilt) 16 34 3 x Ringstr 32-48 32 68 6 x Sürther Feld, III. BA/Diestelfalterweg 32 68 6 x Eygelshovener Straße 26 54 5 x 212 / Immendorf Giesdorfer Allee, alternativ: 32 68 6 x Berzdorfer Straße 5 x Projekte in Planung (Stand: 22.06.2020) Zu Frage 4: Einschließlich des Angebotes von 5 Plätzen in der Kindertagespflege beträgt die Versorgungsquote U3 im Stadtteil Immendorf 6%. Die dort ansässige Kita kann aufgrund der räumlichen Bedingungen keine Plätze U3 anbieten. Gesicherte Projekte zum Bau einer neuen Kita wird es bis zum Kindergar- tenjahr 2021/2022 leider nicht geben. Eine neue Kita, die sowohl Plätze U3, als auch Ü3 anbietet, ist zum Kindergartenjahr 2025/26 geplant. 4 Stadtteil Projekte Plätze U3 Plätze Ü3 Gruppen Kitajahr 2025/26 - 30 212 / Immendorf Giesdorfer Allee, alternativ: 32 68 6 x Berzdorfer Straße 5 x Projekte in Planung Bis dahin kann ein Teil des Bedarfes an Plätzen U3 in Immendorf durch die leichten Überhänge in Godorf gedeckt werden, denn der Stadtteil Godorf befindet sich in zumutbarer Entfernung von I m- mendorf. Die gegenseitige Bedarfsdeckung von Stadtteilen mit geringer Entfernung resultiert aus der zumutbaren Entfernung von bis zu 5 km, die hier gegeben ist. Es ist nicht möglich, überall passgenau Kindertagesstätten in ausreichendem Umfang anzubieten bzw. neu zu bauen, da entsprechende Flä- chen fehlen, obwohl es natürlich auch der Verwaltung lieber wäre, wenn in jedem einzelnen Stadtteil ausreichend Plätze in der Kindertagesbetreuung vorgehalten werden könnte, ohne auf die gerichtlich festgestellte zumutbare Entfernung von 5 km zurückgreifen zu müssen. Trotzdem ist die Verwaltung selbstverständlich bemüht, auch in Immendorf eine wohno rtnahe Versorgung zur Verfügung zu stel- len Wie bereits in mehreren Beantwortungen von Anfragen der Bezirksvertretung Rodenkirchen b e- schrieben, konnten aus verschiedenen Gründen leider bislang die für den Bau von Kitas geprüf ten Flächen bau- und planungsrechtlich nicht realisiert werden. An der Giesdorfer Allee in Immendorf wird Wohnungsbau entstehen. In einem zweiten Bauabschnitt wird, nach entsprechender Änderung des FNP, eine in den Wohnbau integrierte Kita entstehen. Sollte dieses Projekt nicht umgesetzt werden, ist alternativ eine Kita in der Berzdorfer Straße in Planung. Die bereits bestehende Kita auf der Immendorfer Hauptstraße mit nur zwei Gruppen U3 könnte in diesem Zusammenhang geschlossen werden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (15)
- Briedeler Straße
- Eygelshovener Straße 26
- Berzdorfer Straße 5x
- Giesdorfer Allee
- Immendorfer Hauptstraße
- Falkenweg 32
- Raderberggürtel
- Bonner Straße 540
- Brühler Straße 52
- Kalscheurer Weg 3
- Bahnstraße 16
- Bremsstraße
- Gottesweg 87
- Straße 5
- Straße 2
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1905/2020
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 02.07.2020
- Erstellt
- 23.06.2020 11:02