2008/0375
Vorhabenbezogener Bebauungsplan A 41 - Tauchcenter Arheilgen - (Aufstellungsbeschluss)
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Standortentwicklung „ Tauchcenter + Unterwasser-Museum“ in Darmstadt, Arheilgen Exposé HANS KUTSCHERA Deckblatt Grafik: Illustrationen und Impressionen der formhouse GmbH, Darmstadt Stand: 08/2008 Projektidee: Hans Kutschera Seiterswiesenweg 3 64287 Darmstadt Tel.: 06151 / 717 468 Mobil: 0172 / 7822268 Projektsteuerung: Hans Rausch stadt.bau.plan. Rheinstraße 40 - 42 64283 Darmstadt Tel.: 06151 / 9957-0 Fax: 06151 9957-30 E-Mail: info@stadtbauplan.de Homepage: www.stadtbauplan.de iMprEssUM 2 HANS KUTSCHERA Quelle: Illustrationen der formhouse GmbH, Darmstadt 3 4 HANS KUTSCHERA inhAlTsvErzEichnis Teil A DAs ProjekT 1 . Projektbeschreibung 6 2. Vorgesehene Nutzungen 7 Teil B Der sTAnDorT 1 . Lage im Raum 8 2. Lage im Siedlungsbereich 9 3. Verkehrsanbindung 11 Teil C Die rAhmenBeDingungen 1 . Regionalplan Südhessen 2000 12 2. Flächennutzungsplan 15 3. Verkehrsplanung 16 4. Wasserwirtschaft 17 5. B-Pläne Arheilgen 18 Teil D zusAmmenfAssung 1 . Daten, Fakten und Zahlen zum Standort 24 2. Fazit 25 Teil e umseTzung 1 . Fin anzierung 26 2. Technische Umsetzung 26 Teil f AnhAng 1 . Quellen 27 5 TEil A DAs projEkT 1. projEkTbEschrEibUng T auchcenter und unterwasser- museum Das Vorhaben besteht aus einem Gebäudekomplex, in dem folgende Nutzungen vorgesehen sind: - ein Tauchcenter - ein Unterwasser-Museum - ein Hotel - ein Restaurant Die Zielgruppen des Projektes sind Taucher und Museumsbesucher. Das Projekt ist in seiner vorgese - henen Art einmalig, nicht nur in Deutschland. Die Anordnung der Gebäude sowie die Gestaltung der Außenanlagen mit Bäumen und Sträuchern soll sich der benachbarten Umgebung anpassen. (siehe Computerdarstellung S.3) Das T auchcenter Das geplante Tauchbecken besitzt eine Wasseroberfläche von ca. 5.000 m² und fasst ca. 100.000 m³ Wasser. Davon befinden sich ca. 50.000 m³ über dem natürlichen Gelände. Die maximale Tiefe des Tauchbeckens liegt bei ca. 40 m. Die Abmessungen des Beckens betragen in dieser Tiefe ca. 20x20 m. Zwischen ca. 30 m und ca. 20 m Tiefe misst das Becken ca. 60x40 m und zwischen ca. 20 m und ca. 7 ,5 m Tiefe ca. 85x60 m. Das unterwasser-museum Es ist vorgesehen die Erschließung der Unterwasserwelt durch den Men - schen in einer historischen Abfolge darzustellen. Hierzu dienen der Eingangsbereich des Gebäudekomplexes sowie das Restaurant. Die geplante Größe des Tauch- beckens erlaubt es, Objekte in Originalgröße einzubringen. So ist u.a. vorgesehen, ausge - musterte Unterwasserfahrzeuge (U-Boote) oder diese als Nachbau auszustellen. Das hotel Das Hotel soll eine Kapazität von ca. 100 Doppelzimmern aufweisen und dient vorwiegend der Unterbringung von Gästen des Tauchcenters. Die Hotelzimmer sind rund um das Tauchcenter ausgerichtet und befin - den sich in einer Tiefe zwischen 7 ,5 m und 1,5 m unter der Wasseroberflä - che des Tauchbeckens. Alle Zimmer besitzen ein Fenster zum Tauchbecken sowie einen Ausblick auf das Unterwasser- Museum. 6 TEil A DAs projEkT HANS KUTSCHERA 2. vorgEsEhEnE nUTzUngEn Das restaurant Das Restaurant dient zum Einen der Bewirtung der Hotelgäste und zum Anderen der Bewirtung der Besucher des Unterwasser-Museums sowie sonstiger Tagesgäste. Vom Restaurant aus können die Gäste den Blick in das Unterwasser- Museum geniessen. Der Außenbereich Hierfür wird eine Fläche von ca. 40.000 m² benötigt. Diese Größenordnung ist erforderlich, um u.a. ein Auffangbecken anzule- gen, das dem Schutz der Umgebung dient. Das Auffangbecken ist so ausge- legt, dass das gesamte Wasser, welches sich im Tauchbecken über der natürlichen Geländehöhe befin - det (ca. 50.000 m³), im Falle eines technischen Unfalles aufgenommen werden kann. Für diesen Fall ist weiterhin die Errichtung eines Dammes entlang der Grundstücksgrenze vorgesehen. Im Außenbereich ist die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens ge- plant. Dieses dient u.a. zum Aus - gleich des Wasserspiegels im Tauchbecken. Weiterhin ist ein Rieselbecken als Wurzelraum-/ Pflanzenkläranlage vorgesehen. Der Außenbereich wird als Grün- fläche in Form einer Parkanlage mit Baumgruppen, Sträuchern und Wie - senflächen angelegt. Wirtschaftlicher nebeneffekt Hotellerie und Gastronomie der umliegenden Gemeinden Weiterstadt und Darmstadt werden wirtschaftlich vom Projekt profitieren. 7 TEil b DEr sTAnDorT Quelle: Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden 1. lAgE iM rAUM Darmstadt- Arheilgen geografische lage Der Projektstandort liegt in Darm - stadt, Stadtteil Arheilgen, im Süden des Bundeslandes Hessen mitten in der Europäischen Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main und in unmittel - barer Nachbarschaft zur Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar im Süden. Die Großstädte Frankfurt am Main (ca. 25 km Luftlinie), die Landes - hauptstadt von Hessen Wiesbaden (ca. 35 km Luftlinie) und die Lan - deshauptstadt von Rheinland-Pfalz Mainz (ca. 30 km Luftlinie) liegen im näheren Einzugsbereich des Projekt - standortes. Die Städte Mannheim (Bundesland Baden-Württemberg) und Ludwigs - hafen (Bundesland Rheinland-Pfalz), südlich des Projektstandortes, befin - den sich in einer Entfernung von ca. 45 km (Luftlinie). Der stadtteil Arheilgen Arheilgen ist ein Stadtteil der Groß - stadt Darmstadt. Er befindet sich im Norden des Stadtgebiets. Arheilgen grenzt im Norden an den Darmstädter Stadtteil Wixhausen und die Gemarkung der Gemeinde Erzhausen. Im Osten an den Darm - städter Stadtteil Kranichstein und die Gemarkung der Gemeinde Messel. Im Süden an den Stadtkern Darm - stadts und im Westen an die Gemar - kung der Stadt Weiterstadt. 8 TEil b DEr sTAnDorT HANS KUTSCHERA 2. lAgE iM siEDlUngsbErEich Quelle: Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden Quelle: Google Earth, 2007 lage im siedlungsbereich Der Projektstandort befindet sich in im Oberzentrum Darmstadt im Stadt - teil Arheilgen. Der Projektstandort liegt im Nord- Westen des Stadtteils, durch die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bahnlinie und die Bundesstraße 3 vom eigentlichen Stadtteil Arheilgen - getrennt. Nördlich des Projektstandortes ver - läuft die Weiterstädter Landstraße, welche Arheilgen mit Weiterstadt verbindet. In direkter Nachbarschaft des Projektstandortes befindet sich das Gewerbegebiet Weiterstädter Weg im Norden. 9 TEil b DEr sTAnDorT Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt, Auszug aus dem Kataster M. 1:2000 2. lAgE iM siEDlUngsbErEich 10 TEil b DEr sTAnDorT HANS KUTSCHERA Quelle: Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden 3. vErkEhrsAnbinDUng Verkehrsanbindung Der Projektstandort ist aufgrund seiner Lage überdurchschnittlich gut an alle in der Metropolregion Rhein- Neckar gelegenen Verdichtungsräume angebunden. - Motorisierter Individualverkehr Die nächstgelegenen Anschlüsse ans Autobahnnetz befinden sich in Wei - terstadt (A 5), Darmstadt (A5, A 67) und Egelsbach (A661). Östlich des Projektstandortes, am westlichen Rand von Arheilgen, verläuft in Ost- West-Richtung die Bundesstraße 3 (Heidelberg - Darmstadt - Frankfurt). - Öffentlicher Personenverkehr In unmittelbarer Nähe zum Pro - jektstandort befindet sich der Bahnhof Arheilgen, ein Haltepunkt der S-Bahn-Strecke Bad Soden (Taunus)-Frankfurt-Darmstadt. Hier halten min. stündlich die S-Bahnen der Linie S3. Ein Haltepunkt der zweigleisigen Hauptstrecke Mainz - Darmstadt - Aschaffenburg liegt am nordwestlichen Rand von Weiterstadt. Hier halten mindestens stündlich Regionalbahnen der Verbin- dung Aschaffenburg - Wiesbaden. Außerdem existieren Bus- und Tramverbindungen nach Darmstadt durch die Buslinien 662, 664 und die Tramlinie 8. Der Hauptbahnhof Darmstadt liegt an der Bahn-Hauptstrecke Heidelberg–Frankfurt am Main und ist ICE-Haltestelle. Regionalverbin - dungen bestehen nach Frankfurt am Main, Wiesbaden, Aschaffenburg, Mannheim, Heidelberg, sowie mit der Odenwaldbahn nach Erbach und Eberbach über Wiebelsbach-Heubach. - Standort In ca. 5 km Entfernung befindet sich der Verkehrslandeplatz Egelsbach, einer der verkehrsreichsten Flug - plätze der allgemeinen Luftfahrt in Deutschland. In ca. 20 km Entfernung (Luftlinie) liegt der internationale Flughafen Frankfurt Rhein-Main, eine Drehschei - be des internationalen Flugverkehrs. 11 TEil c DiE rAhMEnbEDingUngEn Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt,2004 Darstellungen in den karten des regionalplanes südhessen 2000 Der Regionalplan Südhessen 2000 weist Darmstadt als Oberzentrum im Verdichtungsraum aus. Die Funktion der Oberzentren als Standorte für hochwertige Einrichtungen im wirt - schaftlichen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereich mit z.T . landesweiter, nationaler oder interna - tionaler Bedeutung ist zu sichern. Regional und überrregional bedeu - tende Einrichtungen in den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur, Freizeit, Sport und Gesundheit sollen in den Oberzentren erhalten, erforderlichen - falls ausgebaut oder neu angesiedelt werden. Der vorgesehene Projektstandort liegt gemäß Teilkarte 3 des Regional- planes Südhessen 2000 in einem 1. rEgionAlplAn süDhEssEn 2000 ,Siedlungsbeschränkungsbereich‘ . Darüber hinaus befindet sich ein Teil des südlichen Projektstandortes im ,Vorranggebiet Regionaler Grünzug‘ sowie in einem ,Bereich für Land - schaftsnutzung und -pflege‘ . 12 DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c HANS KUTSCHERA erläuterungen zu den kartendar - stellungen des regionalplanes südhessen 2000 Siedlungsbeschränkungsbereich Ziele: Bei der Bauleitplanung in den Be - reichen des Flughafens Frankfurt/ Main und des Verkehrslandeplatzes Egelsbach sind die in der Karte dargestellten „Siedlungsbeschrän - kungsbereiche“ zu beachten. In diesen Bereichen ist die Auswei - sung neuer Wohnbaugebiete nicht zulässig. Bauflächen in geltenden Bauleitplänen und Flächen innerhalb des Siedlungsbestandes für städtebauliche Umstrukturie - rungsmaßnahmen bleiben von dieser Regelung unberührt. Bei einer eventuellen Kapazitätserweiterung des Start- und Landebahnsystems für den Flughafen Frankfurt/Main und/ oder einer Erhöhung der Zahl der Flugbewegungen bedarf es eines Än - derungsverfahrens zum Regionalplan, in dem der Siedlungsbeschränkungs - bereich neu festgestellt wird. Regionale Grünzüge Ziele: Die Funktion der Regionalen Grünzüge darf durch andere Nutzungen nicht beeinträchtigt werden. Planungen und Vorhaben, die zu einer Zersied - lung, einer Beeinträchtigung der Gliederung von Siedlungsgebieten, des Wasserhaushaltes oder der Frei - raumerholung oder der Veränderung der klimatischen Verhältnisse führen können, sind in den Regionalen Grün- zügen nicht zulässig. Hierzu zählen neben Wohnungs - bau- und gewerblicher Nutzung auch Sport- und Freizeiteinrichtungen mit einem hohen Anteil baulicher Anla - gen, Verkehrsanlagen sowie andere Infrastrukturmaßnahmen. In den Re- gionalen Grünzügen hat jede weitere Siedlungstätigkeit zu unterbleiben. Abweichungen sind nur aus Gründen des öffentlichen Wohles und unter der Voraussetzung zulässig, dass gleichzeitig im selben Naturraum 1. rEgionAlplAn süDhEssEn 2000 ziele des regionalplanes südhes - sen 2000 Der Regionalplan Südhessen 2000 formuliert folgende Ziele bzgl. der Entwicklung der Siedlungsstruktur der Siedlungsbereiche: „Die bauleitplanerische Ausweisung von Wohn- und gemischten Bauflä- chen sowie dazugehörigen kleineren gewerblichen und Sonderbauflächen hat innerhalb der in der Karte aus - gewiesenen ‚Siedlungsbereiche, Bestand und Zuwachs‘ stattzufinden“ . „Sofern keine ‚Siedlungsbereiche, Zuwachs‘ ausgewiesen sind, dürfen in allen Ortsteilen kleinere Flächen unterhalb der Darstellungsgrenze von 5 ha im Rahmen der Flächen - werte der Tabelle 1 am Rande der Ortslage zu Lasten der ‚Bereiche für Landschaftsnutzung und -pflege‘ in Anspruch genommen werden“ . Kompensationsflächen gleicher Größe, Qualität und vergleichbarer Funktion den Regionalen Grünzügen zugeordnet werden“ . Bereiche für Landschaftsnutzung und -pflege Ziele: Den in der Karte dargestellten Be- reichen für Landschaftsnutzung und -pflege sind verschiedene Nutzungen vorbehalten, z.B. der landwirtschaft - lichen Nutzung, der Pflege und dem Offenhalten der Kulturlandschaft oder der kleinflächigen Biotopentwicklung und -vernetzung. 13 Fazit Die Festlegung des „Siedlungsbe - schränkungsbereichs“ dient dem vorbeugenden Schutz vor Fluglärm. Der Betreiber des Projektes ist sich dieses Sachverhaltes bewusst, das Projekt stellt jedoch kein Wohnbau- gebiet dar. Die Beschränkung der Zulässigkeit bezieht sich auf die Ausweisung neuer Wohnbauge- biete. Die Funktion „regionaler Grünzüge“ darf durch andere Nutzungen nicht beeinträchtigt werden. Das ge - plante Vorhaben ist als Sport- und Freizeiteinrichtungen mit einem ho - hen Anteil baulicher Anlagen sowie Verkehrsanlagen einzuordnen. Kompensationsflächen im glei - chen Naturraum mit gleicher Größe, Qualität und vergleichbarer Funktion sind in den Planungen vorzusehen. 1. rEgionAlplAn süDhEssEn 2000 14 DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c HANS KUTSCHERA Quelle: Flächennutzungsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Stand 2008 Darstellungen im wirksamen flä - chenutzungsplan Für die Fläche des Projektstandortes ist im derzeit wirksamen Flächenut - zungsplan (Flächennutzungsplan, Stadt Darmstadt, genehmigt am 08.12.2005, öffentlich bekannt gemacht am 01.04.2006; FNP Nord, 2006) keine, die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende, Art der Bo - dennutzung dargestellt. Folgende Einzeldarstellungen sind für die Fläche des Projektstandortes im Kartenwerk des Flächennutzungs - planes enthalten: - Fläche für allgemeine landwirt- schaftliche Nutzung - Bereiche zur Neuanlage von Gehölzen, zur Wiedervernässung von Gräben und zur Nutzungsextensivierung 2. FlächEnnUTzUngsplAn Fazit Um dem Entwicklungsgebot nach §8 BauGB Rechnung zu tragen bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplanes. Dies kann im sogenannten Parallelverfahren erfolgen. Durch die Anpflanzung von Ge - hölzen und Bäumen im Zuge der Projektrealisierung wird der Vorgabe des FNP , Bereiche der Neuanlage von Gehölzen Rechung getragen. 15 DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c 3. vErkEhrsplAnUng Prognostizierte Verkehrsmenge Aufgrund der Einzigartigkeit des Projektes sind im derzeitigen Pla - nungsstadium nur Annahmen zur prognostizierten Verkehrsmenge möglich. Das Verkehrsaufkommen wird vor allem durch Besucher des Tauchzen- trums und des Museums erzeugt. Außerdem verursachen Gäste des Restaurants sowie die angestellten Beschäftigten des Vorhabens Fahrten im Motorisierten Individualverkehr (MIV). Nach Auskunft des Vorhabenträgers ist das Verhalten der Nutzer des ge - planten Tauchcenters vergleichbar mit dem von Nutzern von Golfplätzen. Es ist davon auszugehen, dass durch das Vorhaben am Tag etwa 1.000 Fahrten im Querschnitt induziert wer - den (davon je 500 zu- und abfahrend). Es werden ca. 100 Parkplätze benö - tigt. Anbindung an das übergeordnete straßenverkehrsnetz Für die Anbindung an das überge - ordnete Straßenverkehrsnetz stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung: A5 A661 - Anbindung 1 egelsbach ... in Richtung Norden über die B3 nach Egelsbach mit Anschluss an die A 661 - Anbindung 2 Weiterstadt ... nach Süden über die B3 und die B 42 an die A 5 und A 67 16 DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c HANS KUTSCHERA 4. wAssErwirTschAFT T auchcenter Durch das Bauwerk des Tauchcen- ters kommt es zu einer Veränderung des Grundwasserfließquerschnittes, verbunden mit einem Grundwasser- aufstau im Oberstrom und einer Grundwasserabsenkung im Abstrom. Dies stellt eine Benutzung im Sinne des § 3 (2) Wasserhaushaltsgesetz (WHG) dar und bedarf einer wasser - rechtlichen Genehmigung. rückhaltefläche im Außenbereich Bei einem eventuellen Havariefall soll das über Gelände befindliche Was - servolumen des Tauchbeckens durch einen Damm entlang der Grund - stücksgrenze rückgehalten werden. Eine Dammhöhe von 1,50 m wird als ausreichend erachtet. grundwasser Die Entnahme von Grundwasser (Be - ckenbefüllung) stellt ebenfalls eine Benutzung im Sinne des § 3 (1) WHG dar und bedarf einer wasserrecht - lichen Genehmigung. Die Benutzung von Grundwasser stellt jedoch eine einmalige Entnah - me dar, da durch die angedachte Nutzung des Regenwassers der wei - tere Badarf an Wasser gedeckt wird. (Verdunstung, etc.). Überschlägig fallen ca. 9.000 Ku - bikmeter Wasser im Jahr (bei 600 Liter Niederschlag pro m² und Jahr, bezogen auf eine versiegelte Fläche von ca. 15.000 m²) an, welche u. A zum Auffüllen des Beckens genutzt werden können. 17 DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c 5. bEbAUUngsplänE ArhEilgEn Übersicht der Bebauungspläne der stadt Darmstadt im Bereich des Projektstandortes 18 HANS KUTSCHERA Bebauungsplan A 28 freizeit und familiensportgelände „orplid“ 19 Bebauungsplan A20 Weiterstädter Weg, so zweckbestimmung katastrophenschutz-Übungsgelände 20 HANS KUTSCHERA Bebauungsplan A19 gewerbegebiet Weiterstädter Weg 21 Bebauungsplan A19.1 gewerbegebiet Weiterstädter Weg, röntgenstraße/eulerweg 22 HANS KUTSCHERA Bebauungsplan A25 Bl.2 B3 Westumgehung Arheiligen, Blatt 2 23 TEil D zUsAMMEnFAssUng Basisdaten Bundesland Hessen Regierungsbezirk Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Stadt, Gemarkung Darmstadt, Darmstadt-Arheilgen Flur, Flurstück Flur 11, 104, 105, 86, 85, 84, 83, 88 sowie Teilflächen der Flurstücke 179, 180, 190 Höhe Darmstadt 144 m ü NN flächendaten Gesamtfläche Stadt ca. 122,24 km² Einwohner ca. 141 .471 (Stand: Juni 2007) Bevölkerungsdichte 1 .157 Einwohner/km² Fläche Projektstandort gesamt ca. 40.000 m², davon ca. 3.000 m² für bauliche Anlagen und ca. 5.000 m² für Wasseroberflächen. nutzungsdaten Nutzung Landwirtschaftliche Fächen Arbeitsplätze Für die Bewirtschaftung des Tauchcenters und Pflege des Außenbereiches ist die Beschäftigung von ca. 15 bis 20 Angestellten vorgesehen (Outsourcing an ortsansässige Firmen ist dabei denkbar). Bei Inbetriebnahme der Hotel- und Restaurantanlage wird mit ca. 80 weiteren Arbeitsplätzen gerechnet. einschränkungen/Vorbelastungen Boden / Altlasten Es sind keine Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen bekannt. Grundwasser / Wasserwirtschaft Für die Errichtung des Bauwerkes „ Tauchcenter“ bedarf es einer wasserrecht- lichen Genehmigung, ebenfalls für die geplante Entnahme von Grundwasser zur Befüllung des Tauchbeckens. Rechte / Dienstbarkeiten Sind derzeit nicht bekannt. 1. DATEn, FAkTEn UnD zAhlEn zUM sTAnDorT 24 TEil D zUsAMMEnFAssUng HANS KUTSCHERA 2. FAziT Dem Projekt kann in seiner vorgesehenen form einzigar- tigkeit unterstellt werden. ein vergleichbares Vorhaben in der vorgesehenen konstellation sucht derzeit weltweit seinesgleichen. eine entsprechende resonanz - nicht nur in der einschlägigen T auchszene - ist dem Projekt bis weit über die grenzen Deutsch - lands sicher. hinzu kommt ein starkes interes - se von ThW und feuerwehr an möglichen Übungen/ rettungs - simulationen unter dann nahezu authentischen Ausgangssituati- onen. nicht zu unterschätzen ist zudem die schaffung von ca. 100 di - rekten Arbeitsplätzen und die mit der einzigartigkeit des Projektes einhergehende internationale und nationale Popularität und dem damit verbundenen Besucherinte - resse und T ourismusaufkommen. Aufgrund seiner zentralen lage in der europäischen metropolregi - on frankfurt/rhein-main und der unmittelbaren nachbarschaft zur europäischen metropolregion rhein-neckar ist das Projekt über - aus günstig in den europäischen bzw. kontinentalen Verkehrsraum eingebunden. Der regionalplan südhessen (entwurf 2007) weist Darmstadt als oberzentrum im Verdichtungsraum aus. Die funktion der oberzentren als standorte für hochwertige einrichtungen im wirtschaft- lichen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereich mit z.T . landesweiter, nationaler oder internationaler Bedeutung ist zu sichern. regional und überrregional be - deutende einrichtungen in den Bereichen soziales, Bildung, k ultur, freizeit, sport und gesundheit sollen in den oberzentren erhalten, erforderlichenfalls ausgebaut oder neu angesiedelt werden. hier kann das Projekt einen nicht unbedeutenden Beitrag zur si - cherung der oberzentrenfunktion Darmstadts beitragen. Die Ausgangsbedingungen und Voraussetzungen zur umsetzung des Projektes sind daher nahezu als ideal zu bezeichnen. 25 TEil E UMsETzUng 1. FinAnziErUng Die Besonderheit der Projektidee Tauchcenter/ Unterwassermuse - um erschwert wegen des Fehlens vergleichbarer Vorbildprojekte eine genaue Kalkulation der Gesamtkos - ten des Bauvorhabens. Aus diesem Grund wird das Projekt in zwei Abschnitten realisiert werden: 2. TEchnischE UMsETzUng bauabschnitt 1 Fertigstellung von Tauchcenter, Unterwassermuseum und Eingangs - bereich. Schonender Umgang mit dem Grundwasser Bei der umsetzung des Projektes werden technisch anspruchsvolle lösungen zum einsatz kommen, um negative einwirkungen auf das schutzgut Wasser zu vermeiden: zu Beginn der Bauphase wird die Baugrube bis zum grundwasser - spiegel ausgehoben. Danach werden Bohrpfähle bis auf eine Tiefe von 40 meter gesetzt. Auf dem grund wird im Wasser eine Betonsohle eingebracht. Diese erheblich teurere Bauweise hat den Vorteil, dass keine grundwasserab- senkung notwendig wird. nebeneffekt ist, dass damit das T auchbecken bereits zur hälfte gefüllt ist. Die zweite hälfte der erstmaligen füllung kann anschließend in Ab - sprache mit stadt und umweltamt vorgenommen werden. nach erstmaliger füllung ist nur noch die durch Verdunstung verlorengehende Wassermenge zu ersetzen. Die Beschaffenheit des Wassers im T auchbecken ist vergleichbar mit dem Wasser eines Baggersees. schwebeteilchen, die in einem natürlichen Wasserbecken automa- tisch entstehen und die klare sicht beeinträchtigen würden, lassen sich ohne einsatz von Chemie mit - tels eines sandfilters entfernen. bauabschnitt 2 Realisierung von Hotel und dazugehö - rigem Restaurant. Hierzu ist anzumerken, dass eine Hotelkette großes Interesse bekun - det hat, den Hotelausbau gleich zu übernehmen. Grunderwerb und Erstellung von Bauabschnitt 1 wird über Eigenmittel erbracht. Der weitere Ausbau (Bauabschnitt 2) wird nach erfolgreichem Abschluss von Bauabschnitt 1 begonnen. 26 TEil F QUEllEn HANS KUTSCHERA 1. QUEllEn Abbildungen - Titelseite Illustrationen und Impressionen der formhouse GmbH Platz der Deutschen Einheit 21 64293 Darmstadt - Seite 8, Seite 9, Seite 11, Karten- ausschnitte aus der CD „Hessen, Amtliche Topographische Karten, Top 50, Version 4“ TK L 6116, Aktualitätsstand 2003 Hessisches Landesamt für Boden- management und Geoinformation Schaperstraße 16 65195 Wiesbaden - Seite 9, Seite 16 Luftaufnahmen, dargestellt mit GoogleEarth.exe Dateiversion 4.0.2737 .0 Google Inc. 1600 Amphitheatre Parkway Mountain View, CA 94043 USA - Seite 12 Kartenausschnitte aus dem Regionalplan Südhessen 2000, Teilkarte 3, Regierungspräsidium Darmstadt Luisenplatz 2 64278 Darmstadt - Seite 11 Kartenausschnitt aus dem Flächen- nutzungsplan der Wissenschafts-- stadt Darmstadt Texte - Seite 6, Seite 7 , Seite 20 Hans Kutschera Seiterswiesenweg 3 64287 Darmstadt - Seite 12, Seite 13, Seite 14 Textteil des Regionalplanes Südhessen (Entwurf 2007), Band I, Regierungspräsidium Darmstadt Luisenplatz 2 64278 Darmstadt - Seite 18 - Seite 23 Kartenausschnitte aus dem Bebauungsplan Atlas, Stand Aug. 2003, Wissenschaftsstadt Darm stadt Vermessungsamt, Bessunger Straße 125, Block F , 64295 Darmstadt 27
2008/0375
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 26.08.2008 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat VI an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Stadtplanungsamt Beschluss in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschluss- fassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2008/0375 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Vorhabenbezogener Beba uungsplan A 41 - Tauchcenter Arheilgen - (Aufstellungsbe- schluss) Vorlage vom: 18.08.2008 Beschlussvorschlag: Für das Gebiet südlich der Weiterstädter Landstraße und westlich der Bundesstraße B 3 in der Gemarkung Arheilgen, Flur 11 mit den Flurstücken Nr. 86, 104, 105, 179 tlw., 180 tlw. und 190 tlw. ist ein vorhabenbe- zogener Bebauungsplan im Sinne des § 12 BauGB aufzustellen, um die Realisierung eines Tauchcenters mit Unterwassermuseum zu ermöglichen. Anlagen: Exposé zur Standortentwicklung "Tauchcenter und Unterwasser-Museum" in Darm- stadt-Arheilgen Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründungsseite zur Magistratsvorlage 2008/0375 vom 18.08.2008: Mit Schreiben vom 09.07.2008 hat der Investor des Projekts „Tauchcenter und Unterwassermuse- um“ ein Exposé zum Projekt vorgelegt und gleichzeitig die Einleitung eines Bebauungsplanverfah- rens nach § 12 Abs. 2 BauGB (Vorhabenbezogener Bebauungsplan) für die im Beschlussvorschlag genannten Grundstücke in Arheilgen beantragt. Mit diesem Aufstellungsbeschluss wird diesem Antrag entsprochen und das Bebauungsplanverfah- ren eingeleitet. Das Vorhaben besteht aus einem Gebäudekomplex mit den folgenden Nutzungen: • Tauchcenter • Unterwassermuseum • Hotel • Restaurant Nähere Angaben zum Projekt können dem dieser Vorlage als Anlage beigefügten Exposé entnom- men werden. Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans A 41 - Tauchcenter Arheilgen – 3 ... Im noch zu erstellenden Durchführungsvertrag zu diesem vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird sich der Investor verpflichten, alle Kosten der Planung, der Durchführung und der Erschließung des Projekts zu tragen. Der rechtswirksame Flächennutzungsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt muss für diesen vorhabenbezogenen Bebauungsplan in einem Parallelverfahren geändert werden, wozu noch ein gesonderter Aufstellungsbeschluss erfolgen wird. Der Dezernent VI: Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Stadtrat Anlage: Exposé: Standortentwicklung „Tauchcenter und Unterwasser-Museum“ in Darmstadt-Arheilgen Darmstadt, 18.08.2008 61.4 zim Nst. 2603
Beratungsverlauf (4)
Orte (7)
- Weiterstädter Landstraße
- Rheinstraße 40
- Bessunger Straße 125
- Luisenplatz 2
- Seiterswiesenweg 3
- Röntgenstraße
- Eulerweg 22
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2008/0375
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.08.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00