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2008/0375

Vorhabenbezogener Bebauungsplan A 41 - Tauchcenter Arheilgen - (Aufstellungsbeschluss)

Magistratsvorlage 18.08.2008

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2008/0375

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23698 Zeichen

Standortentwicklung
„ Tauchcenter + 
Unterwasser-Museum“ 
in Darmstadt, Arheilgen Exposé
HANS KUTSCHERA

Deckblatt Grafik: Illustrationen und 
Impressionen der formhouse GmbH, Darmstadt
Stand: 08/2008
Projektidee:
Hans Kutschera
Seiterswiesenweg 3 
64287 Darmstadt 
Tel.: 06151 / 717 468 
Mobil: 0172 / 7822268
Projektsteuerung:
Hans Rausch
stadt.bau.plan.
Rheinstraße 40 - 42
64283 Darmstadt
Tel.: 06151 / 9957-0
Fax: 06151 9957-30
E-Mail: info@stadtbauplan.de
Homepage: www.stadtbauplan.de
iMprEssUM
2

HANS KUTSCHERA
Quelle: Illustrationen der formhouse GmbH, Darmstadt
3

4

HANS KUTSCHERA
inhAlTsvErzEichnis
Teil A   DAs ProjekT
1 . Projektbeschreibung 6
2. Vorgesehene Nutzungen 7
Teil B   Der sTAnDorT
1 . Lage im Raum 8
2. Lage im Siedlungsbereich 9
3. Verkehrsanbindung 11
Teil C   Die rAhmenBeDingungen 
1 . Regionalplan Südhessen 2000 12
2. Flächennutzungsplan 15
3. Verkehrsplanung  16
4. Wasserwirtschaft  17
5. B-Pläne Arheilgen 18
Teil D  zusAmmenfAssung
1 . Daten, Fakten und Zahlen zum Standort 24
2. Fazit 25
Teil e  umseTzung
1 . Fin anzierung 26
2. Technische Umsetzung  26
Teil f   AnhAng 
1 . Quellen 27
5

TEil A DAs projEkT
1. projEkTbEschrEibUng 
T auchcenter und unterwasser-
museum
Das Vorhaben besteht aus einem 
Gebäudekomplex, in dem folgende 
Nutzungen vorgesehen sind:
-  ein Tauchcenter
-  ein Unterwasser-Museum
-  ein Hotel
-  ein Restaurant
Die Zielgruppen des Projektes sind 
Taucher und Museumsbesucher.
Das Projekt ist in seiner vorgese -
henen Art einmalig, nicht nur in 
Deutschland. 
Die Anordnung der Gebäude sowie 
die Gestaltung der Außenanlagen mit 
Bäumen und Sträuchern soll sich der 
benachbarten Umgebung anpassen.  
(siehe Computerdarstellung S.3)
Das T auchcenter
Das geplante Tauchbecken besitzt 
eine Wasseroberfläche von ca. 5.000 
m² und fasst ca. 100.000 m³ Wasser. 
Davon befinden sich ca. 50.000 m³ 
über dem natürlichen Gelände.
Die maximale Tiefe des Tauchbeckens 
liegt bei ca. 40 m. Die Abmessungen 
des Beckens betragen in dieser Tiefe 
ca. 20x20 m.
Zwischen ca. 30 m und ca. 20 m Tiefe 
misst das Becken ca. 60x40 m und 
zwischen ca. 20 m und ca. 7 ,5 m Tiefe 
ca. 85x60 m. 
Das unterwasser-museum
Es ist vorgesehen die Erschließung 
der Unterwasserwelt durch den Men -
schen in einer historischen Abfolge 
darzustellen.
Hierzu dienen der Eingangsbereich 
des Gebäudekomplexes sowie das 
Restaurant.
Die geplante Größe des Tauch-
beckens erlaubt es, Objekte in 
Originalgröße einzubringen.
So ist u.a. vorgesehen, ausge -
musterte Unterwasserfahrzeuge 
(U-Boote) oder diese als Nachbau 
auszustellen.
Das hotel
Das Hotel soll eine Kapazität von ca. 
100 Doppelzimmern aufweisen und 
dient vorwiegend der Unterbringung 
von Gästen des Tauchcenters.
Die Hotelzimmer sind rund um das 
Tauchcenter ausgerichtet und befin -
den sich in einer Tiefe zwischen 7 ,5 m 
und 1,5 m unter der Wasseroberflä -
che des Tauchbeckens. 
Alle Zimmer besitzen ein Fenster zum 
Tauchbecken sowie einen Ausblick 
auf das Unterwasser- Museum.
6

TEil A DAs projEkT
HANS KUTSCHERA
2. vorgEsEhEnE nUTzUngEn 
Das restaurant
Das Restaurant dient zum Einen der 
Bewirtung der Hotelgäste und zum 
Anderen der Bewirtung der Besucher 
des Unterwasser-Museums sowie 
sonstiger Tagesgäste.
Vom Restaurant aus können die 
Gäste den Blick in das Unterwasser-
Museum geniessen.
Der Außenbereich
Hierfür wird eine Fläche von ca. 
40.000 m² benötigt. 
Diese Größenordnung ist erforderlich, 
um u.a. ein Auffangbecken anzule-
gen, das dem Schutz der Umgebung 
dient. 
Das Auffangbecken ist so ausge-
legt, dass das gesamte Wasser, 
welches sich im Tauchbecken über 
der natürlichen Geländehöhe befin -
det (ca. 50.000 m³), im Falle eines 
technischen Unfalles aufgenommen 
werden kann.
Für diesen Fall ist weiterhin die 
Errichtung eines Dammes entlang der 
Grundstücksgrenze vorgesehen.
Im Außenbereich ist die Errichtung 
eines Regenrückhaltebeckens ge-  
plant. Dieses dient u.a. zum Aus -
gleich des Wasserspiegels im 
Tauchbecken.
Weiterhin ist ein Rieselbecken als 
Wurzelraum-/ Pflanzenkläranlage 
vorgesehen.
Der Außenbereich wird als Grün-
fläche in Form einer Parkanlage mit 
Baumgruppen, Sträuchern und Wie -
senflächen angelegt.
Wirtschaftlicher nebeneffekt
Hotellerie und Gastronomie der 
umliegenden Gemeinden Weiterstadt 
und Darmstadt werden wirtschaftlich 
vom Projekt profitieren.
7

TEil b DEr sTAnDorT
Quelle: Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden
1. lAgE iM rAUM 
Darmstadt-
Arheilgen 
geografische lage
Der Projektstandort liegt in Darm -
stadt, Stadtteil Arheilgen, im Süden 
des Bundeslandes Hessen mitten 
in der Europäischen Metropolregion 
Frankfurt/Rhein-Main und in unmittel -
barer Nachbarschaft zur Europäischen 
Metropolregion Rhein-Neckar im 
Süden.
Die Großstädte Frankfurt am Main 
(ca. 25 km Luftlinie), die Landes -
hauptstadt von Hessen Wiesbaden 
(ca. 35 km Luftlinie) und die Lan -
deshauptstadt von Rheinland-Pfalz 
Mainz (ca. 30 km Luftlinie) liegen im 
näheren Einzugsbereich des Projekt -
standortes.
Die Städte Mannheim (Bundesland 
Baden-Württemberg) und Ludwigs -
hafen (Bundesland Rheinland-Pfalz), 
südlich des Projektstandortes, befin -
den sich in einer Entfernung von ca. 
45 km (Luftlinie).
Der stadtteil Arheilgen
Arheilgen ist ein Stadtteil der Groß -
stadt Darmstadt. Er befindet sich im 
Norden des Stadtgebiets.
Arheilgen grenzt im Norden an den 
Darmstädter Stadtteil Wixhausen 
und die Gemarkung der Gemeinde 
Erzhausen. Im Osten an den Darm -
städter Stadtteil Kranichstein und die 
Gemarkung der Gemeinde Messel. 
Im Süden an den Stadtkern Darm -
stadts und im Westen an die Gemar -
kung der Stadt Weiterstadt.
8

TEil b DEr sTAnDorT
HANS KUTSCHERA
2. lAgE iM siEDlUngsbErEich
Quelle: Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden
Quelle: Google Earth, 2007
lage im siedlungsbereich
Der Projektstandort befindet sich in 
im Oberzentrum Darmstadt im Stadt -
teil Arheilgen.
Der Projektstandort liegt im Nord-
Westen des Stadtteils, durch die 
in Nord-Süd-Richtung verlaufende 
Bahnlinie und die Bundesstraße 3 
vom eigentlichen Stadtteil Arheilgen -
getrennt. 
Nördlich des Projektstandortes ver -
läuft die Weiterstädter Landstraße, 
welche Arheilgen mit Weiterstadt 
verbindet. In direkter Nachbarschaft 
des Projektstandortes befindet sich 
das Gewerbegebiet Weiterstädter 
Weg im Norden.  
9

TEil b DEr sTAnDorT
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt, Auszug aus dem Kataster M. 1:2000
2. lAgE iM siEDlUngsbErEich
10

TEil b DEr sTAnDorT
HANS KUTSCHERA
Quelle: Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, Wiesbaden
3. vErkEhrsAnbinDUng 
Verkehrsanbindung
Der Projektstandort ist aufgrund 
seiner Lage überdurchschnittlich gut 
an alle in der Metropolregion Rhein-
Neckar gelegenen Verdichtungsräume 
angebunden.
-  Motorisierter Individualverkehr
Die nächstgelegenen Anschlüsse ans 
Autobahnnetz befinden sich in Wei -
terstadt (A 5), Darmstadt (A5,  
A 67) und Egelsbach (A661). Östlich 
des Projektstandortes, am westlichen 
Rand von Arheilgen, verläuft in Ost-
West-Richtung die Bundesstraße 3 
(Heidelberg - Darmstadt - Frankfurt). 
-  Öffentlicher Personenverkehr
In unmittelbarer Nähe zum Pro -
jektstandort befindet sich der 
Bahnhof Arheilgen, ein Haltepunkt 
der S-Bahn-Strecke Bad Soden 
(Taunus)-Frankfurt-Darmstadt. Hier 
halten min. stündlich die S-Bahnen 
der Linie S3.
Ein Haltepunkt der zweigleisigen 
Hauptstrecke  
Mainz - Darmstadt - Aschaffenburg 
liegt am nordwestlichen Rand von 
Weiterstadt. Hier halten mindestens 
stündlich Regionalbahnen der Verbin-
dung Aschaffenburg - Wiesbaden. 
Außerdem existieren Bus- und 
Tramverbindungen nach Darmstadt 
durch die Buslinien 662, 664 und die 
Tramlinie 8.
Der Hauptbahnhof Darmstadt 
liegt an der Bahn-Hauptstrecke 
Heidelberg–Frankfurt am Main und 
ist ICE-Haltestelle. Regionalverbin -
dungen bestehen nach Frankfurt am 
Main, Wiesbaden, Aschaffenburg, 
Mannheim, Heidelberg, sowie mit 
der Odenwaldbahn nach Erbach und 
Eberbach über Wiebelsbach-Heubach.
-  Standort
In ca. 5 km Entfernung befindet sich 
der Verkehrslandeplatz Egelsbach, 
einer der verkehrsreichsten Flug -
plätze der allgemeinen Luftfahrt in 
Deutschland.
In ca. 20 km Entfernung (Luftlinie) 
liegt der internationale Flughafen 
Frankfurt Rhein-Main, eine Drehschei -
be des internationalen Flugverkehrs.
11

TEil c DiE rAhMEnbEDingUngEn
Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt,2004
Darstellungen in den karten des 
regionalplanes südhessen 2000
Der Regionalplan Südhessen 2000 
weist Darmstadt als Oberzentrum im 
Verdichtungsraum aus. Die Funktion 
der Oberzentren als Standorte für 
hochwertige Einrichtungen im wirt -
schaftlichen, sozialen, kulturellen und 
wissenschaftlichen Bereich mit z.T . 
landesweiter, nationaler oder interna -
tionaler Bedeutung ist zu sichern.
Regional und überrregional bedeu -
tende Einrichtungen in den Bereichen 
Soziales, Bildung, Kultur, Freizeit, 
Sport und Gesundheit sollen in den 
Oberzentren erhalten, erforderlichen -
falls ausgebaut oder neu angesiedelt 
werden.
Der vorgesehene Projektstandort 
liegt gemäß Teilkarte 3 des Regional-
planes Südhessen 2000 in einem  
1. rEgionAlplAn süDhEssEn 2000
,Siedlungsbeschränkungsbereich‘ . 
Darüber hinaus befindet sich ein Teil 
des südlichen Projektstandortes im 
,Vorranggebiet Regionaler Grünzug‘ 
sowie in einem ,Bereich für Land -
schaftsnutzung und -pflege‘ .
12

DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c
HANS KUTSCHERA
erläuterungen zu den kartendar -
stellungen des regionalplanes 
südhessen 2000 
Siedlungsbeschränkungsbereich
Ziele:
Bei der Bauleitplanung in den Be -
reichen des Flughafens Frankfurt/
Main und des Verkehrslandeplatzes 
Egelsbach sind die in der Karte 
dargestellten „Siedlungsbeschrän -
kungsbereiche“ zu beachten. In 
diesen Bereichen ist die Auswei -
sung neuer Wohnbaugebiete nicht 
zulässig. Bauflächen in geltenden 
Bauleitplänen und Flächen
innerhalb des Siedlungsbestandes 
für städtebauliche Umstrukturie -
rungsmaßnahmen bleiben von 
dieser Regelung unberührt. Bei einer 
eventuellen Kapazitätserweiterung 
des Start- und Landebahnsystems für 
den Flughafen Frankfurt/Main und/
oder einer Erhöhung der Zahl der 
Flugbewegungen bedarf es eines Än -
derungsverfahrens zum Regionalplan, 
in dem der Siedlungsbeschränkungs -
bereich neu festgestellt wird.
Regionale Grünzüge
Ziele:
Die Funktion der  
Regionalen Grünzüge  darf durch 
andere Nutzungen nicht  
beeinträchtigt werden. Planungen 
und Vorhaben, die zu einer Zersied -
lung, einer Beeinträchtigung der 
Gliederung von Siedlungsgebieten, 
des Wasserhaushaltes oder der Frei -
raumerholung oder der Veränderung 
der klimatischen Verhältnisse führen 
können, sind in den Regionalen Grün-
zügen nicht zulässig.
Hierzu zählen neben Wohnungs -
bau- und gewerblicher Nutzung auch 
Sport- und Freizeiteinrichtungen mit 
einem hohen Anteil baulicher Anla -
gen, Verkehrsanlagen sowie andere 
Infrastrukturmaßnahmen. In den Re-
gionalen Grünzügen  hat jede weitere 
Siedlungstätigkeit zu unterbleiben.
Abweichungen sind nur aus Gründen 
des öffentlichen Wohles und unter 
der Voraussetzung zulässig, dass 
gleichzeitig im selben Naturraum 
1. rEgionAlplAn süDhEssEn 2000
ziele des regionalplanes südhes -
sen 2000
Der Regionalplan Südhessen 2000 
formuliert folgende Ziele bzgl. der 
Entwicklung der Siedlungsstruktur 
der Siedlungsbereiche:
„Die bauleitplanerische Ausweisung 
von Wohn- und gemischten Bauflä-
chen sowie dazugehörigen kleineren 
gewerblichen und Sonderbauflächen 
hat innerhalb der in der Karte aus -
gewiesenen ‚Siedlungsbereiche, 
Bestand und Zuwachs‘ stattzufinden“ .
„Sofern keine ‚Siedlungsbereiche, 
Zuwachs‘ ausgewiesen sind, dürfen 
in allen Ortsteilen kleinere Flächen 
unterhalb der Darstellungsgrenze 
von 5 ha im Rahmen der Flächen -
werte der Tabelle 1 am Rande der 
Ortslage zu Lasten der ‚Bereiche für 
Landschaftsnutzung und -pflege‘ in 
Anspruch genommen werden“ .
Kompensationsflächen gleicher 
Größe, Qualität und vergleichbarer 
Funktion den Regionalen Grünzügen  
zugeordnet werden“ .
Bereiche für Landschaftsnutzung und 
-pflege
Ziele:
Den in der Karte dargestellten Be-
reichen für Landschaftsnutzung und 
-pflege sind verschiedene Nutzungen 
vorbehalten, z.B. der landwirtschaft -
lichen Nutzung, der Pflege und dem 
Offenhalten der Kulturlandschaft oder 
der kleinflächigen Biotopentwicklung 
und -vernetzung.
13

Fazit 
Die Festlegung des „Siedlungsbe -
schränkungsbereichs“ dient dem 
vorbeugenden Schutz vor Fluglärm. 
Der Betreiber des Projektes ist sich 
dieses Sachverhaltes bewusst, das 
Projekt stellt jedoch kein Wohnbau-
gebiet dar. Die Beschränkung der 
Zulässigkeit bezieht sich auf die 
Ausweisung neuer Wohnbauge-
biete.
Die Funktion „regionaler Grünzüge“ 
darf durch andere Nutzungen nicht 
beeinträchtigt werden. Das ge -
plante Vorhaben ist als Sport- und 
Freizeiteinrichtungen mit einem ho -
hen Anteil baulicher Anlagen sowie 
Verkehrsanlagen einzuordnen.
Kompensationsflächen im glei -
chen Naturraum mit gleicher 
Größe, Qualität und vergleichbarer 
Funktion sind in den Planungen 
vorzusehen.
1. rEgionAlplAn süDhEssEn 2000
14

DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c
HANS KUTSCHERA
Quelle: Flächennutzungsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt,   Stand 2008
Darstellungen im wirksamen flä -
chenutzungsplan
Für die Fläche des Projektstandortes 
ist im derzeit wirksamen Flächenut -
zungsplan (Flächennutzungsplan, 
Stadt Darmstadt, genehmigt am 
08.12.2005, öffentlich bekannt 
gemacht am 01.04.2006; FNP 
Nord, 2006) keine, die sich aus der 
beabsichtigten städtebaulichen 
Entwicklung ergebende, Art der Bo -
dennutzung dargestellt.
Folgende Einzeldarstellungen sind 
für die Fläche des Projektstandortes 
im Kartenwerk des Flächennutzungs -
planes enthalten:
-  Fläche für allgemeine landwirt-  
 schaftliche Nutzung
- Bereiche zur Neuanlage von   
 Gehölzen, zur Wiedervernässung  
 von Gräben und zur  
 Nutzungsextensivierung
2. FlächEnnUTzUngsplAn
Fazit 
Um dem Entwicklungsgebot nach 
§8 BauGB Rechnung zu tragen 
bedarf es einer Änderung des 
Flächennutzungsplanes. Dies kann 
im sogenannten Parallelverfahren 
erfolgen.
Durch die Anpflanzung von Ge -
hölzen und Bäumen im Zuge 
der Projektrealisierung wird der 
Vorgabe des FNP , Bereiche der 
Neuanlage von Gehölzen Rechung 
getragen.
15

DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c
3. vErkEhrsplAnUng 
Prognostizierte Verkehrsmenge
Aufgrund der Einzigartigkeit des 
Projektes sind im derzeitigen Pla -
nungsstadium nur Annahmen zur 
prognostizierten Verkehrsmenge 
möglich.
Das Verkehrsaufkommen wird vor 
allem durch Besucher des Tauchzen-
trums und des Museums erzeugt. 
Außerdem verursachen Gäste des 
Restaurants sowie die angestellten 
Beschäftigten des Vorhabens Fahrten 
im Motorisierten Individualverkehr 
(MIV).
Nach Auskunft des Vorhabenträgers 
ist das Verhalten der Nutzer des ge -
planten Tauchcenters vergleichbar mit 
dem von Nutzern von Golfplätzen.  
Es ist davon auszugehen, dass durch 
das Vorhaben am Tag etwa 1.000 
Fahrten im Querschnitt induziert wer -
den (davon je 500 zu- und abfahrend).  
Es werden ca. 100 Parkplätze benö -
tigt.
Anbindung an das übergeordnete 
straßenverkehrsnetz
Für die Anbindung an das überge -
ordnete Straßenverkehrsnetz stehen 
grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur 
Verfügung:
A5
A661
- Anbindung 1 egelsbach 
 ... in Richtung Norden über die B3   
 nach Egelsbach mit Anschluss an  
 die A 661
- Anbindung 2 Weiterstadt 
 ... nach Süden über die B3 und   
 die B 42 an die A 5 und A 67
16

DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c
HANS KUTSCHERA
4. wAssErwirTschAFT
T auchcenter
Durch das Bauwerk des Tauchcen-
ters kommt es zu einer Veränderung 
des Grundwasserfließquerschnittes, 
verbunden mit einem Grundwasser-
aufstau im Oberstrom und einer 
Grundwasserabsenkung im Abstrom.
 Dies stellt eine Benutzung im Sinne 
des § 3 (2) Wasserhaushaltsgesetz 
(WHG) dar und bedarf einer wasser -
rechtlichen Genehmigung. 
rückhaltefläche im Außenbereich
Bei einem eventuellen Havariefall soll 
das über Gelände befindliche Was -
servolumen des Tauchbeckens durch 
einen Damm entlang der Grund -
stücksgrenze rückgehalten werden. 
Eine Dammhöhe von 1,50 m wird als 
ausreichend erachtet.
 
 
 
 
grundwasser
Die Entnahme von Grundwasser (Be -
ckenbefüllung) stellt ebenfalls eine 
Benutzung im Sinne des § 3 (1) WHG 
dar und bedarf einer wasserrecht -
lichen Genehmigung. 
Die Benutzung von Grundwasser 
stellt jedoch eine einmalige Entnah -
me dar, da durch die angedachte 
Nutzung des Regenwassers der wei -
tere Badarf an Wasser gedeckt wird. 
(Verdunstung, etc.). 
Überschlägig fallen ca. 9.000 Ku -
bikmeter Wasser im Jahr (bei 600 
Liter Niederschlag pro m² und Jahr, 
bezogen auf eine versiegelte Fläche 
von ca. 15.000 m²) an, welche u. A 
zum Auffüllen des Beckens genutzt 
werden können.
17

DiE rAhMEnbEDingUngEnTEil c
5. bEbAUUngsplänE ArhEilgEn
Übersicht der Bebauungspläne der stadt Darmstadt im Bereich des Projektstandortes
18

HANS KUTSCHERA
Bebauungsplan A 28 freizeit und familiensportgelände „orplid“
19

Bebauungsplan A20     Weiterstädter Weg, so zweckbestimmung katastrophenschutz-Übungsgelände
20

HANS KUTSCHERA
Bebauungsplan A19 gewerbegebiet Weiterstädter Weg
21

Bebauungsplan A19.1     gewerbegebiet Weiterstädter Weg, röntgenstraße/eulerweg
22

HANS KUTSCHERA
Bebauungsplan A25 Bl.2 B3 Westumgehung Arheiligen, Blatt 2
23

TEil D zUsAMMEnFAssUng
Basisdaten
Bundesland Hessen
Regierungsbezirk Darmstadt
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Stadt, Gemarkung Darmstadt, Darmstadt-Arheilgen
Flur, Flurstück Flur 11, 104, 105, 86, 85, 84, 83, 88
sowie Teilflächen der Flurstücke 179, 180, 190
Höhe Darmstadt 144 m ü NN
flächendaten
Gesamtfläche Stadt ca. 122,24 km²
Einwohner ca. 141 .471 (Stand: Juni 2007)
Bevölkerungsdichte 1 .157 Einwohner/km²
Fläche Projektstandort gesamt ca. 40.000  m², davon ca. 3.000 m² für bauliche Anlagen und ca. 5.000 m² für 
Wasseroberflächen.
nutzungsdaten
Nutzung Landwirtschaftliche Fächen
Arbeitsplätze Für die Bewirtschaftung des Tauchcenters und Pflege des Außenbereiches ist 
die Beschäftigung von ca. 15 bis 20 Angestellten vorgesehen (Outsourcing an 
ortsansässige Firmen ist dabei denkbar). Bei Inbetriebnahme der Hotel- und 
Restaurantanlage wird mit ca. 80 weiteren Arbeitsplätzen gerechnet.
einschränkungen/Vorbelastungen
Boden / Altlasten Es sind keine Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen bekannt.
Grundwasser / Wasserwirtschaft Für die Errichtung des Bauwerkes „ Tauchcenter“ bedarf es einer wasserrecht-
lichen Genehmigung, ebenfalls für die geplante Entnahme von Grundwasser 
zur Befüllung des Tauchbeckens.
Rechte / Dienstbarkeiten Sind derzeit nicht bekannt.
1. DATEn, FAkTEn UnD zAhlEn zUM sTAnDorT 
24

TEil D zUsAMMEnFAssUng
HANS KUTSCHERA
2. FAziT
Dem Projekt kann in seiner 
vorgesehenen form einzigar-
tigkeit unterstellt werden. ein 
vergleichbares Vorhaben in der 
vorgesehenen konstellation sucht 
derzeit weltweit seinesgleichen.
eine entsprechende resonanz 
- nicht nur in der einschlägigen 
T auchszene - ist dem Projekt bis 
weit über die grenzen Deutsch -
lands sicher. 
hinzu kommt ein starkes interes -
se von ThW und feuerwehr an 
möglichen Übungen/ rettungs -
simulationen unter dann nahezu 
authentischen Ausgangssituati-
onen.
nicht zu unterschätzen ist zudem 
die schaffung von ca. 100 di -
rekten Arbeitsplätzen und die mit 
der einzigartigkeit des Projektes 
einhergehende internationale und 
nationale Popularität und dem 
damit verbundenen Besucherinte -
resse und T ourismusaufkommen.
Aufgrund seiner zentralen lage in 
der europäischen metropolregi -
on frankfurt/rhein-main und der 
unmittelbaren nachbarschaft zur 
europäischen metropolregion  
rhein-neckar ist das Projekt über -
aus günstig in den europäischen 
bzw. kontinentalen Verkehrsraum 
eingebunden.
Der regionalplan südhessen 
(entwurf 2007) weist Darmstadt als 
oberzentrum im Verdichtungsraum 
aus. Die funktion der oberzentren 
als standorte für hochwertige 
einrichtungen im wirtschaft-
lichen, sozialen, kulturellen und 
wissenschaftlichen Bereich mit 
z.T . landesweiter, nationaler oder 
internationaler Bedeutung ist zu 
sichern.
regional und überrregional be -
deutende einrichtungen in den 
Bereichen soziales, Bildung, k ultur, 
freizeit, sport und gesundheit 
sollen in den oberzentren erhalten, 
erforderlichenfalls ausgebaut oder 
neu angesiedelt werden.
hier kann das Projekt einen nicht 
unbedeutenden Beitrag zur si -
cherung der oberzentrenfunktion 
Darmstadts beitragen.
Die Ausgangsbedingungen und 
Voraussetzungen zur umsetzung 
des Projektes sind daher nahezu 
als ideal zu bezeichnen.
25

TEil E UMsETzUng
1. FinAnziErUng
Die Besonderheit der Projektidee 
Tauchcenter/ Unterwassermuse -
um erschwert wegen des Fehlens 
vergleichbarer Vorbildprojekte eine 
genaue Kalkulation der Gesamtkos -
ten des Bauvorhabens. 
Aus diesem Grund wird das Projekt 
in zwei Abschnitten realisiert werden:
2.  TEchnischE UMsETzUng
bauabschnitt 1
Fertigstellung von Tauchcenter, 
Unterwassermuseum und Eingangs -
bereich.
Schonender Umgang mit dem 
Grundwasser
Bei der umsetzung des Projektes 
werden technisch anspruchsvolle 
lösungen zum einsatz kommen, 
um negative einwirkungen auf das 
schutzgut Wasser zu vermeiden:
zu Beginn der Bauphase wird die 
Baugrube bis zum grundwasser -
spiegel ausgehoben.  
Danach werden Bohrpfähle bis auf 
eine Tiefe von 40 meter gesetzt.
Auf dem grund wird im Wasser 
eine Betonsohle eingebracht. Diese 
erheblich teurere Bauweise hat den 
Vorteil, dass keine grundwasserab-
senkung notwendig wird.
nebeneffekt ist, dass damit das 
T auchbecken bereits zur hälfte 
gefüllt ist.
Die zweite hälfte der erstmaligen 
füllung kann anschließend in Ab -
sprache mit stadt und umweltamt 
vorgenommen werden.
nach erstmaliger füllung ist 
nur noch die durch Verdunstung 
verlorengehende Wassermenge zu 
ersetzen.
Die Beschaffenheit des Wassers im 
T auchbecken ist vergleichbar mit 
dem Wasser eines Baggersees.
schwebeteilchen, die in einem 
natürlichen Wasserbecken automa-
tisch entstehen und die klare sicht 
beeinträchtigen würden, lassen 
sich ohne einsatz von Chemie mit -
tels eines sandfilters entfernen.  
bauabschnitt 2
Realisierung von Hotel und dazugehö -
rigem Restaurant. 
Hierzu ist anzumerken, dass eine 
Hotelkette großes Interesse bekun -
det hat, den Hotelausbau gleich zu 
übernehmen.
Grunderwerb und Erstellung von 
Bauabschnitt 1 wird über Eigenmittel 
erbracht.
Der weitere Ausbau (Bauabschnitt 2) 
wird nach erfolgreichem Abschluss 
von Bauabschnitt 1 begonnen.
26

TEil F QUEllEn
HANS KUTSCHERA
1. QUEllEn
Abbildungen
- Titelseite Illustrationen und  
 Impressionen der formhouse   
 GmbH 
 Platz der Deutschen Einheit 21
 64293 Darmstadt
- Seite 8, Seite 9, Seite 11, Karten-  
 ausschnitte aus der CD „Hessen,  
 Amtliche Topographische   
 Karten, Top 50, Version 4“
 TK L 6116, Aktualitätsstand 2003
 Hessisches Landesamt für Boden-  
 management und Geoinformation
 Schaperstraße 16
 65195 Wiesbaden
- Seite 9, Seite 16 
 Luftaufnahmen, dargestellt mit
 GoogleEarth.exe
 Dateiversion 4.0.2737 .0
 Google Inc.
 1600 Amphitheatre Parkway
 Mountain View, CA 94043 USA 
- Seite 12
 Kartenausschnitte aus dem
 Regionalplan Südhessen 2000,   
 Teilkarte 3,
 Regierungspräsidium Darmstadt  
 Luisenplatz 2
 64278 Darmstadt
- Seite 11
 Kartenausschnitt aus dem Flächen-  
 nutzungsplan der Wissenschafts--  
 stadt Darmstadt  
  
 
Texte
- Seite 6, Seite 7 , Seite 20  
 Hans Kutschera
 Seiterswiesenweg 3  
 64287 Darmstadt
- Seite 12, Seite 13, Seite 14  
 Textteil des Regionalplanes  
 Südhessen (Entwurf 2007), Band I,
 Regierungspräsidium Darmstadt  
 Luisenplatz 2
 64278 Darmstadt
- Seite 18 - Seite 23
 Kartenausschnitte aus dem  
 Bebauungsplan Atlas, Stand Aug.  
 2003, Wissenschaftsstadt Darm  
 stadt  Vermessungsamt,  
 Bessunger Straße 125, Block F , 
 64295 Darmstadt 
27

2008/0375

2850 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
26.08.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI  
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
Beschluss in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0375 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Vorhabenbezogener Beba uungsplan A 41  - Tauchcenter Arheilgen -  (Aufstellungsbe-
schluss) 
 
Vorlage vom: 18.08.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Für das Gebiet südlich der Weiterstädter Landstraße und westlich der Bundesstraße B 3 in der Gemarkung 
Arheilgen, Flur 11 mit den Flurstücken Nr. 86, 104, 105, 179 tlw., 180 tlw. und 190 tlw. ist ein vorhabenbe-
zogener Bebauungsplan im Sinne des § 12 BauGB aufzustellen, um die Realisierung eines Tauchcenters 
mit Unterwassermuseum zu ermöglichen. 
 
 
Anlagen: Exposé zur Standortentwicklung "Tauchcenter und Unterwasser-Museum" in Darm-
stadt-Arheilgen 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage 2008/0375 vom 18.08.2008:  
 
Mit Schreiben vom 09.07.2008 hat der Investor des Projekts „Tauchcenter und Unterwassermuse-
um“ ein Exposé zum Projekt vorgelegt und gleichzeitig die Einleitung eines Bebauungsplanverfah-
rens nach § 12 Abs. 2 BauGB (Vorhabenbezogener Bebauungsplan) für die im Beschlussvorschlag 
genannten Grundstücke in Arheilgen beantragt. 
Mit diesem Aufstellungsbeschluss wird diesem Antrag entsprochen und das Bebauungsplanverfah-
ren eingeleitet. 
 
Das Vorhaben besteht aus einem Gebäudekomplex mit den folgenden Nutzungen:  
• Tauchcenter 
• Unterwassermuseum 
• Hotel 
• Restaurant 
 
Nähere Angaben zum Projekt können dem dieser Vorlage als Anlage beigefügten Exposé entnom-
men werden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans A 41  - Tauchcenter Arheilgen –

3 
... 
 
Im noch zu erstellenden Durchführungsvertrag zu diesem vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird 
sich der Investor verpflichten, alle Kosten der Planung, der Durchführung und der Erschließung des 
Projekts zu tragen. 
 
Der rechtswirksame Flächennutzungsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt muss für diesen 
vorhabenbezogenen Bebauungsplan in einem Parallelverfahren geändert werden, wozu noch ein 
gesonderter Aufstellungsbeschluss erfolgen wird. 
 
 
Der Dezernent VI: 
 
 
 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat 
 
 
 
Anlage:
 
 
Exposé:  
Standortentwicklung „Tauchcenter und Unterwasser-Museum“ in Darmstadt-Arheilgen 
 
 
Darmstadt, 18.08.2008 
61.4 zim  Nst. 2603

Beratungsverlauf (4)

TOP 459
TOP 5
TOP 17
TOP 29

Orte (7)

  • Weiterstädter Landstraße
  • Rheinstraße 40
  • Bessunger Straße 125
  • Luisenplatz 2
  • Seiterswiesenweg 3
  • Röntgenstraße
  • Eulerweg 22

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2008/0375
Typ
Magistratsvorlage
Datum
18.08.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00