2007/0698
Kinder- und familienfreundliche Innenstadt
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2007/0698
4387 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
18.12.2007
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI Dezernat V
Amt: Stadtplanungsamt
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Öffentlich:
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2007/0698
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Kinder- und familienfreundliche Innenstadt
Vorlage vom: 26.11.2007
Beschlussvorschlag:
1. Der Bericht des Stadtplanungsamtes zum Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom
03.02.2006 wird zur Kenntnis genommen.
2. Das Modul A – „Bestandsanalyse zur Entwicklung eines integrierten Gesamtkonzepts
Kinderfreundliche Innenstadt“ des Büros Freischlad + Holz wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Modul A - Bestandsanalyse
Beschluss des Magistrats vom
2
...
Begründung zur Vorlage vom 26.11.2007:
Am 3. Februar 2006 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen:
„Der Magistrat wird beauftragt, in der Fußgängerzone in Darmstadt punktuell Einzelspielgeräte und an
geeigneten Stellen auch größere Klettergeräte aufstellen zu lassen.
Herr Prof. Mayer von der Fachhochschule Darmstadt und der Einzelhandelsverband sollen bei der
Gestaltung mit einbezogen werden.
Der Magistrat wird aufgefordert, in der Innenstadt geeignete Flächen nachzuweisen, an denen Kinder
spielen können. Zur Flächengestaltung soll der Magistrat fachkundige Gestaltungsvorschläge
einholen.“
Hierzu wird berichtet:
Die inhaltliche Beschäftigung mit dem Beschluss ergab sehr schnell die Notwendigkeit, ein
Gesamtkonzept für eine kinder- und familienfreundliche Innenstadt erarbeiten zu lassen. Zum einen
kann erst auf Grundlage eines solchen Konzepts über geeignete Flächen und Standorte entschieden
werden, zum anderen ist es notwendig, das Thema in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Es
ist zu klären, welche Qualitäten, Potentiale und Perspektiven für Familien und Kinder die Innenstadt
derzeit bietet bezogen sowohl auf den öffentlichen als auch auf den privaten Raum und ob die
öffentlichen und privaten Angebote den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen oder nicht.
Zudem sind verschiedenen Aspekte wie Aufenthaltsqualität, -anreize, Versorgung,
Betreuungsangebote, Mobilität oder Sicherheit zu untersuchen.
Aufbauend auf der Analyse sind geeignete Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu entwickeln.
Das Büro Freischlad + Holz hat ein Arbeitskonzept entwickelt, welches sich in fünf Arbeitsmodule
unterteilt und eine abschnittsweise Beauftragung ermöglicht.
Modul A: Bestandsanalyse
Modul B: Interviews/ Befragungen/ Beteiligung (optional)
Modul C: Planerische Empfehlung zum öffentlichen Raum
Modul D: Planerische Empfehlung an den Handel (optional)
Modul E: Öffentlichkeitsarbeit (optional)
Das Modul A wurde zunächst beauftragt.
Es beinhaltet:
- die Erfassung und Bewertung der aktuellen Situation, u.a. die Erreichbarkeit, Mobilität, Spiel- und
Aufenthaltsangebote sowie Versorgungsangebote,
- die Erfassung und Bewertung in Frage kommender Flächen und Räume zur Schaffung,
Erweiterung des Spielangebotes, zur Schaffung von Möglichkeiten zum (konsumfreien) Aufenthalt
im Abgleich mit sonstigen funktionalen und städtebaulichen Anforderungen,
- die Erfassung und Bewertung eines Meinungsbildes von Schlüsselpersonen.
Das Ergebnis für das Modul A wird hiermit vorgelegt.
Derzeit arbeitet das Büro Freischlad + Holz bereits an Modul C „Planerische Empfehlungen für den
öffentlichen Raum“.
3
...
Über die Beauftragung der weiteren Module wird noch entschieden. Sie sind für die Bearbeitung von
Modul C nicht Voraussetzung. Haushaltsmittel stehen derzeit für die weitere Beauftragung allerdings
nicht zur Verfügung.
Darmstadt, 26.11.2007
61.3 mi, Nst. 2590
Der Dezernent V: Der Dezernent VI:
Jochen Partsch Dipl. Ing. Dieter Wenzel
Stadtrat Stadtrat
Anlage:
• Broschüre Modul A – Bestandsanalyse
Hinweis: Das Original der Broschüre kann vorab in der Magistratsgeschäftsstelle
eingesehen werden.
Zu den Sitzungen wird ausgelegt:
• Broschüre Modul A - Bestandsanalyse
anlage 1
137733 Zeichen
Wissenschaftsstadt Darmstadt / Freischlad + Holz / Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg / Caritasverband Darmstadt e.V. 1
FREISCHLAD + HOLZ
PLANUNG UND ARCHITEKTUR
SPREESTRASSE 3A 64295 DARMSTADTKinderfreundliche Innenstadt
ENTWICKLUNG EINES
INTEGRIERTEN
GESAMTKONZEPTS
BESTANDSANALYSE
STADTPLANUNGSAMT
BESSUNGER STR. 125 64295 DARMSTADT
Darmstadt
Stadt Darmstadt
Kinder-, familienfreundliche Innenstadt
Entwicklung eines integrierten Gesamtkonzeptes
Modul A
Bestandsanalyse
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz im Auftrag des Stadtplanungsamts 2
Impressum
Auftraggeberin:
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt
Bessunger Straße 125
64295 Darmstadt
Ansprechpartner:
Dieter v. Mackensen
Tel. 06151 - 132609
Stefanie Michels
Tel. 06151 - 132590
Auftragnehmer:
Freischlad + Holz
Architekten BDA
Spreestraße 3a
64295 Darmstadt
Tel. 06151 - 33131
Fax 06151 - 33132
Brigitte Holz
Bearbeitung:
Silke Lässig
Kerstin Thurau
Darmstadt, Mai 2007
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
3
Inhaltverzeichnis
A. Einleitung ......................................................................................................................5
1. Planungsanlass .............................................................................................................5
2. Gebietskulisse...............................................................................................................5
3. Arbeitsmethodik...........................................................................................................7
B. Erfassung und Bewertung der aktuellen Situation...................................................8
1. Erreichbarkeit der Innenstadt......................................................................................8
1.1 Motorisierter Individualverkehr (MIV) .............................................................................8
1.2 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)......................................................................8
1.3 Fuß- und Radverkehr ......................................................................................................9
2. Mobilität in der Innenstadt..........................................................................................9
3. Spielen in der Innenstadt.............................................................................................9
3.1 Friedensplatz...................................................................................................................9
3.2 Plätze und Orte im Umfeld...........................................................................................10
4. Angebote des Handels...............................................................................................13
4.1 Spielmöglichkeiten .......................................................................................................13
4.2 Gastronomie für Kinder ................................................................................................13
4.3 Wickeltische / Kindertoiletten.......................................................................................13
4.4 Warenangebote für Kinder ...........................................................................................13
C. Möglichkeiten zur Schaffung von Spielangeboten.................................................18
1. Restriktionen...............................................................................................................18
2. Potenziale....................................................................................................................19
2.1 Hauptplätze...................................................................................................................20
2.1.1 Luisenplatz.....................................................................................................20
2.1.2 Friedensplatz / Ernst-Ludwig-Platz ................................................................23
2.1.3 Marktplatz......................................................................................................25
2.1.4 Ludwigsplatz..................................................................................................27
2.1.5 Stadtkirchplatz ...............................................................................................29
2.2 Hauptfußgängerzone ....................................................................................................31
2.2.1 Wilhelminenstraße ........................................................................................31
2.2.2 Luisenstraße..................................................................................................33
2.2.3 Schuchardstraße............................................................................................35
2.2.4 Ernst-Ludwig-Straße / Ludwigsstraße...........................................................36
2.2.5 Östliche Elisabethenstraße............................................................................38
2.3 Arrondierende Fußgängerbereiche...............................................................................40
2.3.1 Schloss ..........................................................................................................40
2.3.2 'Paliparkplatz'.................................................................................................42
2.3.3 Georg-Büchner-Anlage ..................................................................................44
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
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D. Erfassung des Meinungsbildes von Schlüsselpersonen ........................................46
E. Anhang ........................................................................................................................48
1. Interviews mit Schlüsselpersonen ...........................................................................48
2. Vermerke.....................................................................................................................66
Plan Restriktionen
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
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A. Einleitung
1. Planungsanlass
Über die unmittelbaren Cityfunktionen aus Grundversorgung, Handel, Arbeit, Kultur und Freizeit
rückt die Darmstädter Innenstadt verstärkt auch als attraktiver Aufenthaltsort ins Blickfeld. U.a.
ein Grund, die Frage zu stellen, welche Qualitäten, Potenziale und Perspektiven die Innenstadt
für Familien und Kinder im Abgleich mit außerh alb der City gelegenen Einkaufsmärkten bietet
und ob die vorhandenen öffentlichen und privaten Angebote ihren Bedürfnissen bei vielfältigen
Erledigungen in der Innenstadt entsprechen.
Dass Handlungsbedarf gegeben ist, belegt ei n Beschluss der Stadtverordnetenversammlung
zum Thema kinder- und familienfreundliche Innenstadt vom 03.02.2006, der darauf ausgerichtet
ist, die Attraktivität der City für Familien mi t Kindern insbesondere über das Aufstellen von
Spielgeräten sowie die Ausweisung von Spielflächen im öffentlichen Raum zu erhöhen.
1
Ein Kleinkinderspielplatz auf dem Friedensplatz ist zur Zeit der einzige öffentliche Spielplatz in
der City. Im Zuge der Neugestaltung des Platzes ist zu prüfen, ob die Integration einer Spielflä-
che städtebaulich möglich und sinnvoll ist. Außerhalb des Cityrings, der für Familien mit Kindern
als Barriere wirkt, befinden sich fünf weitere Spielplätze (Georg-Büchner-Anlage, Herrngarten
Süd und Nord, Marienplatz, östliche Stadtmauer), die aufgrund ihrer Entfernung zur Innenstadt
im Innenstadtkontext je doch nur bedingt nutzbar sind. Im Kontext der Untersuchung werden
diese in ihrer Bedeutung für die Innenstadt be wertet. Die Schiller-/Kyritzschule, die Diester-
wegschule, die Mornewegschule und die Heinri ch-Hoffmann-Schule sind für den Bereich der
Innenstadt zuständig. Alle vier Schulen liegen in angrenzenden Stadtteilen, so dass auch ihre
Außenräume als 'offene' Spielräume nicht zur Verfügung stehen.
Bei einer Definition der Zielgruppe Eltern und Kinder zwischen 0 – 12 Jahren sind über das
Thema Spielen in der Innenstadt hinaus Aspekte wie Aufenthaltsqualität- und -anreize, Versor-
gung, Betreuung (Out-, Indoor-Angebot e), Mobilität, Sicherheit (Anlaufpunkte) und ggf. die Er-
weiterung temporärer Veranstaltungen für Kinder2 zu untersuchen.
2. Gebietskulisse
Die Darmstädter City bildet sich zwischen der Grafenstraße, der Hügelstraße, der Kirchstraße,
der Holzstraße und der Zeughausstraße (MIV-Trassen) weitestgehend autoverkehrsfrei, äußerst
kompakt auf einer Fläche von ca. 500 mal 500 m ab. Charakteristisch sind das innere Geflecht
ihrer Fußgängerzonen in Vernetzung der prägnant en Plätze Luisenplatz (ÖPNV-Knotenpunkt),
Ernst-Ludwigs-Platz, Platz an de r Stadtkirche, Marktplatz und Friedensplatz sowie das Schloss
mit Schlossgraben im nordöstlichen Bereich. Auße rhalb der inneren City liegen unmittelbar am
Cityring das Klinikum, die Justizverwaltung, Te ile des Regierungspräsidiums und der TUD, di-
verse Schulen, das Staatstheater und das Justus-Liebig-Haus sowie das Staatsarchiv.
Die Darmstädter City gilt in der Region trotz des auch hier zu verzeichnenden Wandels (u.a. Fili-
alisierungsprozesse, Textil-Orientierung der Angebote im Einzelhandel), als interessanter Einzel-
handels- und Dienstleistungsstandort. Die Rahmenbedingungen der Einzelhandelsentwicklung
als ökonomische Basis der City sind in der Gesamtschau überdurchschnittlich und durch hohe
verfügbare Kaufkraft pro Einwohner/in, eine h ohe Zentralitätskennziffe r und eine gute Stell-
platzversorgung zu umschreiben. Entsprechend hoch ist die Frequentierung der Innenstadt
durch Familien mit Kindern.
1 Konkreter Anlass hierzu ist die geplante Umgestaltung des Friedensplatzes, auf dem sich heute ein Kleinkinderspiel-
platz befindet. Für den Spielplatz wurde bislang kein Ersatzstandort gefunden.
2 Zur Zeit finden statt: Weltkindertag (jährlich: Bühnenprogramm sowie Stände Darmstädter Kinder- und Jugendeinrich-
tungen zwischen Marktplatz, weißem Turm und Carree), Flohmarkt für Kinder (sonntags von 10.00 – 14.00 Uhr auf
dem Marktplatz), Spielfest im Herrngarten (jährlich am letzten Sonntag im Juni).
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
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Abb. 1: Planungsbereich o. M.
Im Untersuchungsgebiet leben 201 Kinder unter 12 Jahren; ihr Anteil an der Gesamtbevölke-
rung beträgt 7,98 % und liegt damit deutlich unter dem Anteil der Gesamtstadt (10,78 %).
Über Haushaltsgrößen liegen keine präzisen, auf den Untersuchungsraum bezogenen Daten
vor. Nach Einschätzung des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abt. Statistik und Stadt-
forschung liegt die durchschnittliche Haushaltsgröße bei ca. 1,7 Personen je Haushalt. D.h.,
dass das Untersuchungsgebiet kein typischer Wohnstandort für Familien ist.
In der Innenstadt lebt ein großer Anteil alleinstehender Personen im Alter von 20 – 65 Jahren.
Der Anteil der Männer liegt dabei mit 51,8 % über dem Anteil der Gesamtstadt (48,2 %). Auf-
fallend ist auch, dass sich der Anteil der Nichtdeutschen im Untersuchungsgebiet mit 29,73 %
im Verhältnis zur Gesamtstadt mit 16,5 % fast verdoppelt darstellt.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
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Innenstadt Gesamtstadt Alter
Anzahl % Anzahl %
0 – 3 Jahre 65 2,58 % 3.897 2,78 %
3 – 6 Jahre 49 1,95 % 3.888 2,77 %
6 – 12 Jahre 87 3,45 % 7.324 5,23 %
12 - 16 Jahre 58 2,31 % 4.664 3,34 %
16 - 18 Jahre 24 0,95 % 2.450 1,75 %
18 – 20 Jahre 46 1,82 % 2.750 1,98 %
20 – 27 Jahre 450 17,87 % 14.684 10,48 %
27 – 65 Jahre 1418 56,29 % 74.641 53,25 %
65 Jahre und älter 322 12,78 % 25.810 18,41 %
gesamt 2519 140.108
Geschlecht Innenstadt Gesamtstadt
Frauen 1214 48,2 % 71.670 51,2 %
Männer 1305 51,8 % 68.438 48,8 %
Familienstand Innenstadt Gesamtstadt
Ledig 1341 53,23 % 61.429 43,8 %
Verheiratet 861 34,18 % 59.251 42,3 %
Verwitwet 125 4,96 % 9.438 6,7 %
Geschieden 192 7,62 % 9.990 7,1 %
Innenstadt Gesamtstadt Nationalität
Anzahl % Anzahl %
Deutsche 1770 70,26 % 116.951 83,5 %
Nichtdeutsche 749 29,73 % 23.157 16,5 %
davon
Türkei 186 24,83 % 5145 22,22 %
Italien 86 11,48 % 2148 9,27 %
Bosnien 32 4,27 % 531 2,29 %
Portugal 30 4,00 % 535 2,31 %
China 28 3,73 % 594 2,56 %
Tab. 1: Statistische Daten
3. Arbeitsmethodik
Das Angebot zur Erarbeitung eines Integrierten Konzeptes ist in fünf Module bzw. Arbeits-
schritte: Bestandsanalyse / Interviews, Befragungen, Beteiligung (optional) 3 / planerische Emp-
fehlung zum öffentlichen Raum / planerische Empfehlungen an den Handel 4 (optional) / Öffent-
lichkeitsarbeit (optional)5 gegliedert.
Im ersten Schritt, der Gegenstand dieses Berichtes ist, erfolgte:
– die Erfassung und Bewertung der aktuellen Situ ation (u.a. Erreichbarke it, Mobilität, Spiel-
und Aufenthaltsangebote, Versorgungsangebote)
3 Abstimmung der Arbeitsinhalte und Kooperation insbes ondere mit dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung,
Abteilung Statistik und Stadtforschung, Günther Bachmann, dem Kinderbeauftragten der Stadt Darmstadt, Toni
Oblaski, der Kinder- und Jugendförderung, Waltraud Langer
4 Hierzu ist der Einzelhandel als Partner und Finanzier zu gewinnen.
5 Hierzu ist der Einzelhandel als Part ner und (Mit)Finanzier zu gewinnen.
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– die Erfassung und Bewertung in Frage ko mmender Flächen und Räume zur Schaffung,
Erweiterung des Spielangebotes, zur Schaffung von Möglichkeiten zum (konsumfreien)
Aufenthalt im Abgleich mit sonstigen funktionalen und städtebaulichen Anforderungen
– die Erfassung und Auswertung eines Meinungsb ildes von Schlüsselpersonen (u.a. Gesprä-
che mit Vertreter/innen des Stadtplanungsam tes, des Jugendamtes, des Amtes für Wirt-
schaft und Stadtentwicklung, des Grünfläch en- und Umweltamtes, der Darmstadt Marke-
ting GmbH, der Darmstadt Citymarketing e. V., der TUD, der Ev. Fachhochschule Darm-
stadt) sowie
– die Abstimmung der Ergebnisse der Bestan dsanalyse im Rahmen einer Ämterrunde.
B. Erfassung und Bewertung der aktuellen Situation
1. Erreichbarkeit der Innenstadt
1.1 Motorisierter Individualverkehr (MIV)
Die Innenstadt wird für den motorisierten Indivi dualverkehr (MIV) über den Cityring (Bleichstra-
ße, Zeughausstraße, Karolinenplatz, Schlossgraben, Holzstraße, Kirchstr aße, Hügelstraße, Ne-
ckarstraße, Kasinostraße) erschlossen. Im Westen ist der Cityring über die Rheinstraße und die
Hügelstraße, im Norden über die Kasinostraße und die Frankfurter Straße, im Osten über die
Alexanderstraße, Landgraf-Georg-Straße und Nieder-Ramstädter-Straße und im Süden über
Heidelberger Straße und Karlstraße erreichbar.
Über den Cityring sind alle Park häuser bzw. Tiefgaragen der In nenstadt erschlossen. Mit Aus-
nahme der Tiefgarage unter dem Friedensplatz si nd alle Tiefgaragen barrierefrei, d.h. gut auch
mit Kinderwagen nutzbar. Teilweise sind in den Ti efgaragen Parkplätze für Familien (z. B. City-
Carree) ausgewiesen, die den Ausstieg aus dem Au to für Kinder / mit Kindern erleichtern. Zu
prüfen (ggf. über eine Befragung) wäre, ob diese Angebote ausgeweitet werden sollten.
Die einzige innerstädtische oberirdische Stellpla tzplatzanlage befindet sich, ebenfalls über den
Cityring erschlossen, auf dem 'Paliparkplatz'. Hier ist perspektivisch die Einrichtung von Behin-
dertenstellplätze geplant. Im Umfeld der Fu ßgängerzone befinden sich straßenbegleitende
Stellplätze in der Grafenstraße , Zimmerstraße, Wilhelminenstraße (nördlich der Kuppelkirche),
in der Hölgestraße, Wilhelm-Glässing-Straße , Schützenstraße, Schulstraße und Schleierma-
cherstraße.
Insgesamt ist die Innenstadt für Familien mit Kinde rn, die diese mit dem Auto aufsuchen, sehr
gut zu erreichen. Allerdings ist festzuhalten, dass die als hoch empfundenen Parkgebühren das
Budget von Familien ggf. empfindlich belasten.
1.2 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Hauptverkehrsknotenpunkt des ÖP NV ist der Luisenplatz, über den Anschluss in alle Richtun-
gen der Stadt sowie in das Umland bestehen. Ein barrierefreier Zugang am Luisenplatz ist aus
technischen (Anzahl der Haltestellen) und ge stalterischen Gründen (zusammenhängende Platz-
fläche) nicht möglich.
Weitere innerstädtische Zu- und Aussteigemöglichk eiten befinden sich am Schloss und in der
Schulstraße. Hier ist der barrierefreie Zugang für Familien mit Kinderwagen gewährleistet.
Die Innenstadt ist durch den ÖPNV optimal erschl ossen. Zu prüfen wäre, ob haltestellennah
angeordnete Schließfächer zur Gepäck- und Einkau funterbringung die Attraktivität für Familien
mit Kindern erhöhen könnte.
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1.3 Fuß- und Radverkehr
Die Qualität der äußeren Erschließung der Innenstadt für den Fuß- und Radverkehr ist differen-
ziert zu bewerten, da die Querungsmöglichkeiten des Cityrings teilweise nicht barrierefrei ge-
staltet sind. Im Norden kann der Cityring barri erefrei und ampelgesichert am Mathildenplatz,
aus der Schleiermacherstraße, südlich des Landesmuseums sowie südlich des Hessischen
Staatsarchivs gequert werden.
Im Osten besteht eine barrierefreie und ampelgesicherte Querungsmöglichkeit aus der Alexan-
derstraße und der Landgraf-Georg-Straße. Der Klei nschmidtsteg ist nicht barrierefrei. Im weite-
ren Verlauf stehen die Unterführungen Kirchstraße und Schulstraße zur Verfügung. Insbesonde-
re fehlende ebenerdige Querungsmöglichkeiten auf Höhe der Erich-Ollenhauer-Promenade, der
Pädagogstraße und der Schulstraße führen zu verkehrswidrigem Verhalten. Familien mit Kin-
dern empfinden den Cityring insbesondere in di esem Abschnitt als Barriere. Der Hauptzugang
zur Innenstadt von Süden erfolgt barrierefrei vom Wilhelminenplatz oder durch die Unterfüh-
rung der Hügelstraße aus der Schützenstraße. Di e Zugänglichkeit im Westen ist aus der Elisa-
bethenstraße, der Adelungstrasse, der Rheinstraß e sowie der Bleichstraße gewährleistet. Mit
Ausnahme der Defizite in der Verknüpfung nach Osten (Mathildenhöhe, Wohnquartiere, Justus-
Liebig-Haus, Spielplatz östliche Stadtmauer) ist die Erschließung für den Fuß- und Radverkehr
als gut zu bewerten.
2. Mobilität in der Innenstadt
Die Innenstadt bietet aufgrund ihrer kompakten Form und der weitgehenden Autofreiheit eine
optimale Mobilität für Familien mit Kindern. Kinder können sich innerhalb des differenzierten
Fußgängerzonen- und Passagensystems relativ ge fahrlos bewegen. Eingeschränkt wird ihre
eigenständige Mobilität aufgrund des hohen ÖPNV-Aufkommens lediglich auf dem Luisenplatz,
in der oberen Rheinstraße sowie im nördlichen Bereich des Marktplatzes.
Alle Bereiche der Fußgängerzone sind barriere frei zu erreichen. Mit Ausnahme der Passagen
zwischen Schulstraße und Platz an der Stadtkirche ist auch eine barrierefreie Vernetzung der
Fußgängerzonen und Passagen gegeben. Im Bereich der Handelseinrichtungen ist lediglich das
Luisencenter von Süden nicht barrierefrei zu betreten. Einschränkungen der Mobilität für Fami-
lien mit Kinderwagen stellen sich allerdings zu Haupteinkaufszeiten ein, wo in die Straßenräu-
me hineinragende Warenauslagen sowie eine Vielzahl an 'Kundenstoppern' in Überlagerung mit
Passantenströmen zu räumlichen Verengungen führ en. Dies betrifft insbesondere die hochfre-
quentierten Bereiche Schuchardstraße und Ernst-Ludwig-Straße.
3. Spielen in der Innenstadt
3.1 Friedensplatz
Im engeren Innenstadtbereich befindet sich im öffentlichen Raum lediglich ein Kleinkinderspiel-
platz (Zielgruppe 0 – 3 Jahre) auf dem Friedensplatz. Auf einer Fläche von 154 m² sind ein gro-
ßer Sandkasten, 3 Wipptiere und eine Rutsche platziert. Der Sandkasten ist mit einer ca. 30 cm
hohen Betonmauer eingefasst. Für Eltern sind Bänke zum Verweilen platziert.
Das eingeschränkte Angebot für die Zielgruppe 0 – 3 Jahre grenzt einen großen Teil an Kindern
(3 – 12 Jahre) aus. Das Gelände ist nur unzureichend verschattet, so dass die Aufenthaltsquali-
tät im Hochsommer eingeschränkt ist. Problematisch ist darüber hinaus, dass der gesamte
Bereich auch durch nicht integrierte Personen genutzt wird, womit erhebliche Verschmutzun-
gen verbunden sind. Der Spielplatz bietet aufgrund seines Angebotes wie seines Zustands
sowohl für das wohnungsnahe als auch für das 'einkaufsbezogene' Spielen nur unzureichende
Anreize. Nach Aussagen der befragten Schlüsse lpersonen wird der Spielplatz aufgrund man-
gelnder Attraktivität kaum noch von 'Besucher-' oder 'Innenstadtkindern' genutzt.
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Sandkasten mit Kleinkinderspielgeräten Städtebauliche Einbindung
Abb. 2: Luftbild o. M.
Da der Platz einer der weniger Orte der Innens tadt ist, der über ausreichend Raum für ein
Spielangebot verfügt, sollte dieses im Zuge der geplanten Neugestaltung unbedingt berücksich-
tigt werden. Aufgrund des hohen Nutzungsdrucks auf den Platz
– als Verbindung zwischen angrenz enden Quartieren und Innenstadt,
– als repräsentativer Stadtplatz,
– als konsumfreier Aufenthaltsort für Innenstadtbesucher und
– als Spielraum in attraktiver Lage
ist eine Platzgestaltung vorstellbar, die Spielen über das Element Wasser (s. a. 2.1.2) auf selbst-
verständliche Weise integriert.
3.2 Plätze und Orte im Umfeld
Im Verflechtungsbereich der Innenstadt befind en sich im Norden der Spielplatz 'Herrngarten
Süd', im Osten der Sport- und Spielbereich 'Ö stliche Stadtmauer', im Süden Spielplätze im
Bereich 'Georg-Büchner-Anlage' und Marienplatz.
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Spielplatz Herrngarten Süd
Der Spielplatz im südwestlichen Herrngarten (Größe: 2200 m²) ist ein Spielplatz, der sich an die
Zielgruppe 0 – 12 Jahre richtet. An Kleinkinder richtet sich der Sandspielbereich mit einem be-
kletterbaren Elefanten und einem Spieltisch. Die übrigen Kinder spricht insbesondere der Was-
serspielbereich mit Wasserrinnen und -becken zu m Matschen und eine Kl etterlandschaft mit
Hängebrücke, Schaukeln, Wippen und einer Rutsche an.
Spielplatz Östliche Stadtmauer
Der östlich der Stadtmauer (Größe ca. 2500 m²) zwischen Lindenhofstraße und dem Kleinen
Woog gelegene Spielplatz hat eine zentrale Fun ktion als Wasserspielplatz. Auf einem Hügel
sind zwei Wasserpumpen platzier t, über die Wasser in einen großen Sandspielbereich geleitet
wird. Großzügig auf dem Gelände platziert r unden Tische mit Bänken zum Verweilen, Schau-
keln, Federwipptiere, Drehtische, ein Edelstahlk lettergerüst sowie eine Kletterlandschaft das
Angebot ab. Auf dem Gelände befindet sich dar über hinaus der Spielwagen des Kinderschutz-
bundes, der hier von Mai – September, jeweils sonntags von 15.00 – 18.00 Uhr Spielgeräte zur
Verfügung stellt.
Spielplatz Georg-Büchner-Anlage
Im süd-westlichen Bereich der Georg-Büchner-Anl age befindet sich ein Kleinkinderspielplatz
(Größe: 284 m²) für die Zielgruppe 0 – 3 Jahre. Die Angebot beschränkt sich auf einen Sandkas-
ten, Federwipptiere sowie Schaukeln und einige Sitzgelegenheiten für Kinder.
Spielplatz Marienplatz
Der Spielbereich (Größe: 799 m²) liegt im Süden des Marienplatzes. Das Angebot richtet sich
an Kinder von 0 – 12 Jahren; es umfasst eine Kletterburg, Schaukeln, eine Tischtennisplatte
sowie eine Sandkiste.
Die Spielplätze 'Herrngarten Süd' und 'Östliche Stadtmauer' gehören zu den meistbesuchten
Spielplätzen der Stadt. Sie werden insbesondere von Familien aus dem dicht bebauten Martins-
und Johannesviertel (Herrngarten Süd) sowie dem Paulus- und Woogsviertel (östliche Stadt-
mauer) genutzt. Ihre naturnahe Gestaltung, ih r hoher Ausbaustandard und ihr sehr guter Zu-
stand sind wesentliche Indikatoren für eine hohe Au fenthaltsqualität für Familien. Es ist davon
auszugehen, das diese Spielräume auch das fehl ende Spielraumangebot für unmittelbar in der
Innenstadt lebende Kinder kompensieren. Darüber hinaus sind die Spielplätze als Aufenthaltsor-
te und Zwischenstopp 'auf dem Weg in die Stad t / aus der Stadt' von hoher Bedeutung. Auf-
grund ihrer Entfernung zur eigentlichen City und den Fußgängerzonen spielen sie als Spiel- und
Aufenthaltsorte während des Einkaufens jedoch keine Rolle.
Die Spielräume 'Georg-Büchner-Anlage' und 'Marienplatz' zeigen sich aufgrund unzureichender
Spielanreize bedeutend unattraktiver. Die Aufent haltsqualität auf dem Ma rienplatz ist darüber
hinaus durch die periphere Lage sowie die 'Ver inselung' durch stark befahrene Straßen einge-
schränkt. Der Spielplatz auf dem östlichen Marienplatz ist als Qu artiersspielplatz insbesondere
für Kinder aus den nördlich (Mollerstadt) und südl ich (St. Ludwig) angrenzenden Gebieten von
Bedeutung, vor diesem Hintergrund sollte eine adressatenbezogene Aufwertung erfolgen.
Die Georg-Büchner-Anlage bietet aufgrund der Lage im direkten Vorfeld des Staatstheaters und
der Möglichkeit, die innere City unmittelbar und au tofrei zu erreichen, als einziger der Orte im
Verflechtungsbereich der Innenstadt das Potenz ial, dort vorhandene Defizite zu beheben und
überörtliche Anziehungskraft zu entfalten. Im Zuge der geplanten Neugestaltung der Anlage
sind dem Ort angemessene, zentral gelegene, ggf. künstlerisch gestaltete Spielangebote zu
schaffen. Von hoher Bedeutung ist die Anlage auch als konsumfreier Aufenthaltsort.
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Spielplatz Herrngarten Süd
Spielplatz Östliche Stadtmauer
Spielplatz Georg-Büchner-Anlage
Spielplatz Marienplatz
Abb. 3: Arrondierende Spielplätze
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4. Angebote des Handels
4.1 Spielmöglichkeiten
Die überwiegende Mehrheit der Einzelhändler, di e Familien als Zielgruppe ansprechen, bieten
kleinteilige Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeit en (s. Tab. 2) für Kinder in ihren Ladenlokalen
(s. Abb. 4) an. Die Spielgeräte und Präsentationen haben die Funktion der kurzfristigen Beschäf-
tigung von Kindern während des Einkaufs.
Die Spielmöglichkeiten bieten keine Alternative zu öffentlichen Angeboten, da sie an das jewei-
lige Verkaufsangebot gekoppelt sind und mit wenigen Ausnahmen keine familienbezogenen
Verweilanreize (z. B. Sitzgelegenheiten für Eltern) aufweisen.
Darüber hinaus geht das in den Sommermonaten offerierte mobile Spielangebot im City-Carree,
wo auf einer potenziell gastronomisch nutzbaren Terrasse Kleinkinderspielgeräte zur Verfügung
gestellt werden. Trotz der geringen gestalteris chen Einbindung des Angebotes wird der Ort
außerordentlich intensiv genutzt, was insb esondere auf die umgebenden gastronomischen
Angebote zurückzuführen ist.
4.2 Gastronomie für Kinder
Die meisten Gastronomen bieten für Kinder Hochstühle (nur im Innenraum) und (auf Nachfrage)
die Möglichkeit der Nahrungsaufwärmung an. Spielecken oder Beschäftigungsmöglichkeiten
für Kinder sowie Kinderstühle / Hochstühle im Außenbereich sind die Ausnahme.
Besonders beliebt bei jungen Familien ist die 'Centra lstation', in der Kinder sich auch aufgrund
der großzügigen räumlichen Situation äußerst frei bewegen können.
4.3 Wickeltische / Kindertoiletten
In der Innenstadt befindet sich eine ausreichende Anzahl an Wickelmöglichkeiten, die allerdings
über einen sehr unterschiedlichen Qualitätsstanda rd verfügen und häufig nicht optimal ausge-
schildert sind. Die Anzahl der Kindertoiletten ist als zu gering zu bewerten.
4.4 Warenangebote für Kinder
Das Einkaufsangebot für Kinder bzw. Familien in der In nenstadt ist angem essen und gut über
die Innenstadt verteilt. Die Angebote für Ki nder decken ein preiswertes bis hochpreisiges
Spektrum ab. Im Abgleich mit anderen Innenstäd ten zeigen sich jedoch keine Alleinstellungs-
merkmale.
Den befragten Schlüsselpersonen waren viele Ang ebote für Kinder in der Innenstadt bekannt.
Bemängelt wurden allerdings die äußerst unter schiedlichen Qualitätsstandards und die häufig
schlechte Auffindbarkeit der Angebote, die insbesondere auf eine fehlende Beschilderung zu-
rückzuführen ist. Vorgeschlagen wurde, Qualitätsstandards für Kinderversorgungseinrichtungen
in Zusammenarbeit mit dem Handel und dem Cityma rketing zu entwickeln und zu zertifizieren.
Mit dem Zertifikat 'Kinderfreundliche/r Einzelha ndel/Gastronomie' könnte gezielt Werbung für
eine kinderfreundliche Innenstadt betrieben und ei n 'Alleinstellungsmerkmal' der Darmstädter
Innenstadt entwickelt werden.
Zur Attraktivierung der Innenstadt in der Konkurrenz zu Zentren 'auf der grünen Wiese' würden
alle Befragten die Einrichtung einer zentralen Betreuungsmöglichkeit für Kinder in der Innen-
stadt sowie den Ausbau bzw. die Qualifizieru ng der vorhandenen Versorgungsangebote des
Handels begrüßen.
Vorstellbar wäre, alle Angebote an Kinder in einem Flyer zu erfassen und über ein zu entwi-
ckelndes Logo in Schaufenstern bzw. Eingangsbereichen auf diese aufmerksam zu machen.
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Abb. 4: Verortung der Angebote für Kinder
Die dargestellten Angebote wurden nach Augens chein erfasst und lokal verortet (s. Abb. 4
sowie tabellarisch (s. Tab. 2) abgebildet.
Die Bilanz ist nach einer ev. Befragung der Einzelhändler fortzuschreiben.
Angebote der Gastronomie
Spielgelegenheiten
Kindersanitäreinrichtungen
WickeltischEinkaufsangebote
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Wickelmöglichkeiten / Kindersanitäreinrichtungen
C & A Wickelraum
Centralstation Wickelr aum (Waschbecken)
DM Wickeltisch (kostenlos e Windeln, Unterlage, Einmalauflagen, Pflegemittel)
H + M Wickelraum (Unterlage, Sitzgelegenheit)
Henschel & Ropertz Wickelraum (Wärmelampe, Einmal auflagen, Unterlage, Waschbecken), Stillecke, Kinder-
toilette
Karstadt Wickelraum
Kaufhof Wickelraum (Unt erlage, Waschbecken)
Luisencenter Wickelraum (Wärmelampe, Einmalaufla gen, Unterlage, Waschbecken), Stillecke, Kinder-
toilette
Thalia Wickelraum (Unterlage, Papiertücher)
Spielangebote
C & A derzeit im Umbau
City-Carree Kleinkinderspielgeräte im Außenraum, temporäre Veranstaltungen (z. B. Kinderbetreuung
in der Weihnachtszeit)
Dielmann 1 Rutsche
Dielmann 3 Schaukeltier
DM Schaukelpferde
E Plus Bezahlfahrzeug
Ernstings Family Ge schicklichkeitstisch
Faix Spielhäuschen
H & M Filmecke
Habel / Schlapp Bücher, Spielsch iff mit Rutsche, Schaukeltier
Henschel & Ropertz Filmecke, Mal- und Spielecke, Stofftiere, temporäre Veranstaltungen (z. B. Kinderpro-
gramm für gesonderte Einkaufsaktionen)
Karstadt Rutsche, Spielhaus im Restaurant, 'Bezahlkarussell'
Kaufhof Maltisch, Filmecke
Lavazza Cafe Legotisch
Luisencenter 2 Bezahlfahrzeuge
Luisencenter Temporäre Veransta ltungen u. a. zu Weihnachten
Reno Filmecke
Thalia Kletterhaus, Spielzug mit Rutsche
Einkaufsangebote
Aldi Hygieneprodukte, Babynahrung
Brackelsberg Schuhe
C & A Kleidung, Schuhe
Deichmann Schuhe
Dielman 1 + 3 Schuhe
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Einkaufsangebote
DM Kleidung, Hygieneprodukte
Ernstings Family Kleidung, Spielzeug, Schuhe
Faix Spielzeug
Görtz Schuhe
H & M Kleidung
Habel/Schlapp Bücher
Henschel & Ropertz Kleidung
Karstadt Kleidung, Spielzeug, Schuhe, Bücher, Hygieneprodukte, Babynahrung
Kaufhof Kleidung, Spielzeug, Schuhe, Bücher, Hygieneprodukte
Linnex Kleidung
Reno Schuhe
Rewe Babynahrung, Hygieneprodukte
Rossmann Hygieneprodukte, Babynahrung
Sport Hübner Kleidung
Tegut Babynahrung, Hygieneprodukte
Thalia Bücher
Till Eulenspiegel Spielzeug
Zara Kleidung
Kindgerechte Stühle / Fläschchenwärmer / Stillecke u. a.
Bormuth Hochstuhl
Burgerking Hochstühle
Café Elisabeth Hochstuhl
Centralstation Hochstühle
Extrablatt Hochstuhl
Henschel & Ropertz Hochstühle, Ki nderstühle und -tische, Spielecke
Karstadt Hochstühle, Spielecke
Markthalle City-Carree Hochstühle
Mc Donalds Hochstühle
Nachrichtentreff Hochstühle
Nordsee Hochstühle
Subway Hochstuhl
Ye Babam Ye Hochstühle
Tab. 2: Versorgungseinrichtungen für Kinder
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Exemplarische Fotos Angebote für Kinder
'Spieltisch', Ernstings Family Spielhäuschen, Faix
Schaukelpferd, DM Mobile Spielgeräte, City-Carree
Wickeltisch mit Kindertoilette, Henschel & Ropertz Hochstuhl, Centrakstation
'Bezahlfahrzeuge', Luisencenter Spielwaren, Faix
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C. Möglichkeiten zur Schaffung von Spielangeboten
1. Restriktionen
Die Schaffung von Spielmöglichk eiten für Kinder und die Ausweisung von konsumfreien Auf-
enthaltsorten für Familien in de r Innenstadt wird durch diverse funktionale Nutzungsansprüche
an die öffentlichen Flächen eing eschränkt. Hierbei handelt es si ch um veränderliche (z. B. Son-
dernutzflächen, Wirtschaftsgärten), bedingt veränderliche (u.a. Stadtmöblierung, Fahrradabstell-
anlagen, Warenauslagen) sowie unveränderlic he Nutzungsansprüche (z. B. Feuerwehrangriffs-
wege, Lieferverkehr). Zur Beurteil barkeit der Möglichkeiten, ki nderfreundliche Angebote zu
platzieren wurde daher im ersten Schritt eine Er fassung und Kartierung (s. Plan 0.1) bereits
vorhandener Nutzungsansprüche als quasi 'Negativkulisse' vorgenommen.
Angriffswege der Feuerwehr
Grundsätzlich sind alle Straßen der Innens tadt, auch die Fußgängerzonen, als Feuer-
wehrangriffswege anzusehen. Zusätz lich ist auf den zentralen Plätzen ein jeweils 5 m breiter
Streifen vor den Fassade freizuhalten Die Feuer wehrangriffswege dürfen nicht überbaut oder
eingeschränkt werden.
Viele Gebäude der Innenstadt haben nach Au skunft der Feuerwehr Darmstadt den Feuer-
wehreinsatzwagen als zweiten Fluchtweg ausgew iesen. D.h., dass im unmittelbaren Vorfeld
der Gebäude (z. B. LP6) Aufstellflächen vorzusehen sind, um ein Anleitern zu gewährleisten. Im
Falle der Aufstellung von Spielp unkten, o. Ä. wurde mit der Feuerwehr Darmstadt vereinbart,
dass jeder Einzelfall einer Prüfung der Feuerwehr Darmstadt bedarf.
Lieferverkehr
Die Fußgängerzone und damit der überwiegende Teil der Innenstadt darf in der Zeit von 6.00 –
11.00 Uhr und 13.30 – 14.30 Uhr zum Be- und Entladen befahren werden. In der o. g. Zeit dür-
fen Lkws jeden Punkt der Fußgängerzone anfahr en, die Andienungsflächen sind nicht geson-
dert ausgewiesen. Auch hierdurch wird die Platzierung von Spielangeboten eingeschränkt.
Möblierung / Fahrradabstellanlagen
Das Erscheinungsbild der öffentlichen Räume der Innenstadt wird neben den Belägen wesent-
lich durch ihre Möblierung bestimmt. Die Interv ention der vergangenen Jahre hat dazu geführt,
dass die Innenstadt heute relativ zurückhaltend möbliert ist. Verteilt auf die gesamte Fußgän-
gerzone werden Sitzmöglichkeiten (u. a. rund um die Baumscheiben) angeboten.
Die vorhandenen Fahrradabstellanlagen sind auf die Zugänge in die Fußgängerzone ausgerich-
tet. Teilweise sind die Fahrradabstellanlagen versetzbar (z. B. am weißen Turm sowie in der
Wilhelminenstraße), um Flächen veranstaltungsabhängig zur Verfügung stellen zu können. Dass
die Anzahl der regulären Fahrradabstellmöglichkeiten bereits jetzt zu gering ist, belegt eine
Vielzahl an 'wild' geparkten Fahrrädern. Vor diesem Hintergrund sind die Parkierungsflächen als
Potenzialflächen zur Eröffnung von Spielraumangeboten nicht heranzuziehen.
Warenauslagen
Warenauslagen im Außenraum schränken ebens o wie Kundenstopper die Bewegungsfreiheit
insbesondere für Familien mit Kinderwagen in der Innenstadt ein. Die Genehmigungen für Wa-
renauslagen werden für die Dauer der spezifischen Ladennutzung erteilt, so dass die Flächen
kurz- bis mittelfristig nicht für eine alternativ e Gestaltung bzw. Nutzung zur Verfügung stehen.
Veränderungen sind lediglich bei einem Mieterwechsel bzw. über Verhandlungen mit den jetzi-
gen Mietern / Eigentümern herbei zu führen. Für jede Warenauslage ist eine Genehmigung
beim Ordnungsamt einzuholen. Die Fläche der Warenauslage wird individuell mit dem Ord-
nungsamt abgestimmt und in der Genehmigung festgehalten.
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In Abgleich von Genehmigung und Realität wird deutlich, dass die zugewiesenen Flächen von
einigen Einzelhändlern überschritten werden oder dass Waren ohne erteilte Genehmigung im
öffentlichen Raum platziert werden.
Kundenstopper
Für die Aufstellung eines Kundenstoppers ist die Genehmigung des Ordnungsamts einzuholen.
Generell wird jedem Ladenlokal die Aufstellu ng nur eines Kundenstoppers zugestanden. Die
Ausnahme sind alte Verträge, die die Aufstell ung von zwei Kundenstoppern ermöglichen. Die
Kundenstopper können unmittelbar an der Fassade, max. 60 cm in den Straßenraum ragend,
oder im Bereich der vorhandenen Baumreihen aufg estellt werden. Der Zwischenbereich ist für
den Fußverkehr freizuhalten. Die Einhaltung de r Genehmigungen wird durch das Ordnungsamt
überprüft und bei Missachtung mit Bußgeldern geahndet. Auch hier ist vermehrt eine von der
Genehmigung abweichende Stellpraxis (Anzahl / Ort) zu beobachten. Auf eine strikte Einhaltung
der Genehmigungen ist hinzuwirken
Ziel sollte darüber hinaus sein, in Zusa mmenarbeit mit Händlern, Gastronomen und Gewerbe-
treibenden Regelungen zur Reduzierung der Kundenstopper zu entwickeln und über Aktionen
(z. B. kundenstopperfreier Samstag) zu prüfen, ob sich diese umsatzreduzierend auswirkt.
Wirtschaftsgärten
Anders als die Genehmigungen für Warenauslagen sind die Genehmigungen für Wirtschafts-
gärten beim Ordnungsamt jährlich neu zu beantragen, so dass hier Spielraum für eine alternati-
ve Belegung der Flächen besteht.
Die Flächen der Wirtschaftsgärten werden individuell mit dem Ordnungsamt abgestimmt und in
der Genehmigung festgehalten. Die diesjährig vergebenen Flächen sind dem Plan 01 (Restrikti-
onen) zu entnehmen.
Für die Zeit des Heinerfestes (rund um das Schl oss, obere Rheinstraße, Luisenplatz, Markt-
platz, Stadtkirchplatz) werden die Genehmigung en außer Kraft gesetzt. Die Außengastronomie
während des Heinerfestes wird mit dem Heiner festausschuss individuell abgestimmt. Auch im
Bereich der Wirtschaftsgärten sind Flächenüberschreitungen feststellbar.
Sondernutzungen
Das Ordnungsamt kann für den gesamten öffentlichen Raum eine Sondernutzungserlaubnis
erteilen. Hiervon ausgenommen ist der Marktplatz (Verwaltung: Eigenbetrieb Bürger- und Kon-
gresshäuser), der Bereich des Schlosses (Ver waltung: Hessisches Immobilienmanagement)
sowie ein fünf Meter breiter Streifen südlich des RP auf dem Luisenplatz.
Sondernutzungsgenehmigungen werden grundsätzlich nur tageweise erteilt und müssen sich
an den räumlichen Gegebenheiten orientieren. Sofern die derzeit mit Sondernutzungen beleg-
ten Flächen durch die Aufstellung eines Spielger äts bzw. Spielpunkts eingeschränkt würden,
müssten die Nutzer (z. B. Schausteller) ihr Angebot anpassen.
2. Potenziale
Die Potenziale zur Schaffung von Spielangeboten (Legende orange) sowie konsumfreien Auf-
enthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum (Lege nde grün) sind im folgenden als Positivkulis-
se im Abgleich mit den Restriktionen (Negativkulisse) dargestellt.
Als zusätzliche Bewertungskriterien flossen de r Frequentierungsgrad der Orte, einseitige Nut-
zungen durch bestimmte Zielgruppen und die al lgemeine, u.a. durch Verkehr und Beson-
nung/Verschattung sowie Windverhältnisse geprägte Aufenthaltsqualität ein.
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2.1 Hauptplätze
2.1.1 Luisenplatz
Außengastronomie auf dem südwestlichen Platz Sitzgelegenheiten rund um den südlichen Brunnen
Regierungspräsidium im Norden Aufenthalt sorte in unmittelbarer Nähe des ÖPNV
Rahmenbedingungen
Der Luisenplatz ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des ÖPNV für die Stadt. Der Platz wird
über die Rheinstraße in Ost-West-Richtung so wie über die Luisenstraße und die Wilhelmi-
nenstraße in Nord-Süd-Richtung mit der Innenstadt und den angrenzenden Quartieren vernetzt.
Die Fußgängerzone grenzt unmittelbar an. Die Frequentierung des Platzes ist zu jeder Zeit sehr
hoch.
Für Familien mit Kinder birgt der Luisenplatz aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens (ÖPNV,
Fahrradverkehr) und der damit einhergehenden Immissionen (Lärm, Luft) ein Gefahrenpotential.
Darüber hinaus ist die Aufenthaltsqualität rund um den 'Langen Ludwig' durch die Inanspruch-
nahme durch gesellschaftlich nur bedingt integrierte Gruppierungen eingeschränkt.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Der Luisenplatz ist wesentlich durch seine Nutzung als ÖPNV-Knotenpunkt und damit verbun-
dene Möblierungen (Wartebereiche, Sitzgelegenhei ten, Fahrkartenautomaten, Oberleitungs-
masten usw.) sowie als gastronomischer Aufenthaltsort geprägt. Zur Zeit befinden sich Gastro-
nomieterrassen im Süden, Nordwesten und Südwest en des Platzes. Perspektivisch wird eine
weitere, kleinere Terrasse im Südosten eingeri chtet. Darüber hinaus wird der südliche Bereich
des Platzes häufig für Veranstaltungen (z. B. Heinerfest, Französischer Markt) sowie Infostände
zur Verfügung gestellt.
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Vorhandene Flächenbelegungen o. M. (Legende s. Gesamtplan)
Flächenpotentiale Luisenplatz
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Bewertung
Der Luisenplatz ist aufgrund seines hohen Verkehrsaufkommens und den damit verbundenen
Fußgängerbewegungen nur bedingt für die Ausw eisung von Spielangeboten geeignet. Die
befragten Schlüsselpersonen schließen eine Nutz ung des Luisenplatzes als Spielort für Kinder
oder als Aufenthaltsort für Familien in der Mehrheit aus.
Um Familien gerecht zu werden, die ÖPNV Nutzer sind, wäre es möglich, in der nord-östlichen
Ecke des Platzes im Vorfeld des Ärztehauses eine n Spielpunkt auszuweisen, da dieser Bereich
sonnig, ruhig, relativ verkehrsarm und mit Bänken umstanden ist. Dieser Bereich wird bereits
heute durch eine Vielzahl von Familien als Warteb ereich genutzt. Unter der Maßgabe, dass der
vorhandene Kiosk / Wartepavillon im nord-westliche n Platzbereich entfernt bzw. verlagert wird,
wäre auch hier eine entsprechende Nutzung vorstellbar.
Die Sitzgelegenheiten rund um die Brunnen sollten wiederhergestellt und erneuert werden, um
insbesondere den konsumfreien Aufenthalt für Familien zu ermöglichen.
Möglicher Ort für Spielpunkte Möglic her Ort für Erweiterung der Sitzgelegenheiten
Kleinteilige Spielgeräte Hören und Sprechen quer über den Platz
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2.1.2 Friedensplatz / Ernst-Ludwig-Platz
Sitzgelegenheiten südlich des Spielplatzes Bli ck auf den Ernst-Ludwig-Platz mit weißem Turm
Hauptfuß- und Radwegeverbindung Richtung Norden Westliche Ansicht des Friedensplatzes
Rahmenbedingungen
Der Friedensplatz bildet mit dem Ernst-Ludwig-Platz eine Raumfolge, die den nördlich gelege-
nen Herrngarten mit der Innenstadt verknüpft. Der Friedensplatz wird im Norden durch den
Cityring und das Landesmuseum, im Osten durch das Schloss mit Universitätsnutzung sowie
einen perspektivisch als Cafe genutzten Pavillon, im Westen durch Einzelhandels- und Dienst-
leistungsnutzungen begrenzt. Der Fußgängerbereich der Innenstadt ist über den Ernst-Ludwig-
Platz im Süden mit dem Friedensplatz verknüpft.
Die Frequentierung des Platzes ist zur Zeit aufgrund seines Zustandes eher gering und auf den
östlichen Platzbereich konzentriert. Das besondere Potenzial des Platzes im Rahmen seiner
geplanten Neugestaltung liegt in seiner Nähe zu m Herrngarten, zu we sentlichen Kulturbauten
wie zur Einkaufscity.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Das Erscheinungsbild des Friedensplatzes wird zur Zeit durch strukturierende Betonelemente
(Pflanzflächen, Mauern und Sitzmöglichkeiten) sowie das Reiterstandbild Ludwig IV. bestimmt.
Ein Pavillon mit Tiefgaragenzugang und Eisverkauf in der südwestlichen Ecke des Platzes bildet
eine weitere räumliche Barriere zur Innenstadt. Der vorhandene Kleinkinderspielplatz ist Innen-
stadt abgewandt platziert und daher nur unzurei chend wahrnehmbar. Bedingt durch den City-
ring sowie die Tangierung des Platzes durch die Straßenbahn ist die Lärmbelastung relativ
hoch.
Der Ernst-Ludwig-Platz wird häufig als Sondernutz fläche für Veranstaltungen (z. B. Weltkinder-
tag, Heinerfest, Schlossgrabenfest) genutzt. Die Stellflächen für Ta xen, die hier z. Zt. angeord-
net sind, wirken als räumliche Barriere zwischen beiden Plätzen.
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Bewertung
Der Friedensplatz weist ein hohes Gestaltungspot ential sowohl im konsumfreien Aufenthalt
wie für das einkaufsbezogene Spielen auf; beide Funktionen können hier sehr gut miteinander
verbunden werden. Auch die befragten Schlüsselpersonen befürworten mehrheitlich den Erhalt
der Spielfunktion auf dem Friedensplatz.
Vor dem Hintergrund des perspektivisch hohen Re präsentationswertes des Platzes für das
innerstädtische Stadtbild sollte hier allerdings kein 'klassischer' Spielplatz ausgewiesen werden.
Denkbar ist, eine großzügige Wass erspielfläche zu schaffen, die den repräsentativen Charakter
des Platzes unterstützt. Im westlichen Teil des Platzes bietet sich die Schaffung von Sitzmög-
lichkeiten sowie die Zulassung gastronomischer Nutzungen an. Platzbelebend könnte sich auch
die Etablierung einer gastronomischen Nutzung im ehemaligen Zeughaus auswirken.
Vorhandene Flächenbelegungen o. M. Flächenpot entiale Friedensplatz o. M.
Wasser als Spiel- und Gestaltungselement Wasser als Spiel- und Gestaltungselement
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2.1.3 Marktplatz
Marktnutzung Potentielle Aufenthaltsflächen
Außengastronomie Außengastronomie
Rahmenbedingungen
Der Marktplatz liegt südlich des Schloss im Üb ergang von der ehemaligen Altstadt in die Resi-
denzstadt. Der autofreie Platz wird durch das hist orische Rathaus, vielfältige Einzelhandelsnut-
zungen und Gastronomieangebote in den Platzrandgebäuden sowie das Marktgeschehen auf
dem Platz selbst bestimmt. In den Obergeschosse n der Ostseite befinden sich darüber hinaus
Wohnnutzungen. Platzbestimmende Elemente sind die neu eingerichteten Straßenbahnhalte-
stellen im Norden, ein Cafepav illion im Nord-Osten, der histor ische Brunnen im Süden sowie
eine Plastik im Nordwesten. Die Frequentierung des Platzes hat in den letzten Jahren kontinu-
ierlich zugenommen.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Der Marktplatz wird durch den Eigenbetrieb Bürger- und Kongresshäuser der Wissenschafts-
stadt Darmstadt bewirtschaftet und für eine ganzwöchige Marktnutzung zur Verfügung gestellt.
Sondernutzungen des Platzes sind aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs mit Anwohner/innen
auf den Weihnachtsmarkt, das Marktplatzfest sowie das Heinerfest beschränkt. Weitere Nut-
zungen, z. B. für den Weltkinderta g sowie Kinderflohmärkte sind nur unter Auflagen (z. B. kein
Einsatz von Verstärkern) möglich. Die Genehm igung der vorhandenen Wi rtschaftsgärten, die
den Platz umgrenzen, werden jährlich neu erteilt . Aus Sicht des Marktmeisters ist die Auswei-
sung von Wirtschaftsgärten mittlerweile 'ausgereizt' und nicht mehr erweiterbar.
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Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan)
Bewertung
Der Marktplatz verfügt aufgrund seiner hohen ge stalterischen Qualität und des umfangreichen
Gastronomieangebotes über eine hohe Aufenthalt squalität für Familien. Konsumfreie Aufent-
haltsmöglichkeiten sind allerdings nur eingeschränkt vorhanden. Vor diesem Hintergrund wird
vorgeschlagen, Sitzgelegenheiten rund um den historischen Brunnen auszuweisen. Der Brun-
nen bietet für Kinder ein Spielpotential, dass durch Sitzgelegenheiten für Eltern gestärkt wer-
den könnte. Die Mehrheit der befragten Schlüsselp ersonen lehnt die Ausweisung von öffentli-
chen Spielbereichen auf dem Marktplatz ab. Vorstellbar sind ggf. Angebote (Spielboxen etc.) im
Kontext der gastronomischen Nutzungen.
Flächenpotentiale Marktplatz o. M.
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2.1.4 Ludwigsplatz
Aufenthaltsflächen rund um den Brunnen Freifläche im Westen des Platzes
Fahrradabstellflächen begrenzen den Platz Brunnen als Spielort
Rahmenbedingungen
Der Ludwigsplatz verbindet die Ernst-Ludwig-Straße und Ludwigstraße mit der Schützenstraße
in Nord-Süd-Richtung sowie die Elisabethenstraße mit der Schulstraße in Ost-West-Richtung.
Er vernetzt somit die zentralen Fußgängerbereiche der Innenstadt im Süden. Für Familien bietet
der Platz mit seinen Sitzgelegenheiten rund um den Brunnen eine hohe Aufenthaltsqualität. Der
Platzrand wird überwiegend durch eine Einzelhandelsnutzung geprägt.
Der Ludwigsplatz ist überwiegend MIV frei. Zu ge währleisten ist lediglich die Zufahrt zu einem
Stellplatz für Krankentransporte in der Elisab ethenstraße sowie die Zufahrt zu einem südlich
angrenzenden Motorradabstellplatz. Pkws tangieren den Platz im südöstlichen Bereich Schüt-
zenstraße-Schulstraße. Für den Fahrradverkehr ist der Platz freigegeben.
Der Platz ist als zentraler Einkaufsbereich sowi e aufgrund seiner Vernetzungsfunktion hochfre-
quentiert und birgt dennoch für Kinder ein geringes Unfallrisiko.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Der Platz ist durch Baumreihen gefasst. Zwischen den Bäumen befinden sich Fahrradabstellan-
lagen, Telefonsäulen sowie teilweise Sitzgelegenhei ten. Derzeit ist der westliche Teil des Plat-
zes als Wirtschaftsgarten vergeben, wodurch di e Nutzung als Spielort nur eingeschränkt mög-
lich ist.
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Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan)
Bewertung
Bedingt durch den Umfang an Einkaufsmöglichkeiten für Familien (Kinderkleidung, Spielzeug u.
ä.), das Angebot konsumfreier Aufenthaltsbereiche sowie di e durch den Handel angebotenen
Spielmöglichkeiten ist der Ludwigsplatz für Fam ilien ein beliebtes Ziel. Spielmöglichkeiten im
öffentlichen Raum, die das Angebot komplettieren könnten, sind allerdings nicht vorhanden. Im
Kontext mit dem repräsentativ en Charakter des Platzes könnten im Bereich der westlichen
Platzfläche kleinteilige Interventionen in Form von Bodenmarkierungen (z. B. 'Himmel & Hölle',
Balancierbereiche, Labyrinth) vorgenommen werden, die Kinder n Spielmöglichkeiten erschlie-
ßen.
Flächenpotentiale Ludwigsplatz o. M.
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2.1.5 Stadtkirchplatz
Wirtschaftsgarten auf dem Kirchplatz Platzfläche ohne Bestuhlung der Wirtschaftsgärten
Sitzgelegenheiten Zugang des St adtkirchplatzes im Osten
Rahmenbedingungen
Der Stadtkirchplatz ist ein kompakter, geschüt zt gelegener Innenstadtplatz in der ehemaligen
Altstadt. Er ist im Westen über die Ludwigpa ssage mit der Ludwigstraße und im Süden über
zwei Passagen mit der Schulstraße verbunden. Ü ber die Straße 'An der Stadtkirche' ist der
Platz im Osten an das angrenzende Wohnquartier , im Norden an die Kirchstraße angebunden.
Der Platz ist durch Gastronomie, Einzelhandel u nd die markante Stadtkirche geprägt. Die Fre-
quentierung des Platzes ist als durchschnittlich zu bezeichnen, sie nahm allerdings aufgrund der
Erweiterung des Gastronomieangebots im letzten Jahr zu. Der Stadtkirchplatz wird als Zugang
aus den östlich angrenzenden Stadtteilen in die I nnenstadt genutzt, wobei der Cityring häufig
verkehrswidrig aus der Pädagogstraße gequert wird. Die Befahrung des Platzes ist sowohl für
den MIV als auch für den Fahrradverkehr verboten.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Der Platz wird durch ein Baumdach geprägt, un ter dem sich umfangreiche Gastronomieterras-
sen (Da Franco, Café Galerie, Zoo Bar) befinde n. Für den konsumfreien Au fenthalt steht ledig-
lich eine Sitzgelegenheit im nord-östlichen Bere ich des Platzes zur Verfügung. Fundamente für
zwei weitere Bänke sind vorhanden. Zur Freihaltung des Feuerwehrangriffsweg ist diese Fläche
durch Poller gesichert. Allerdings wird der zentrale Feuerwehrangriffsweg teilweise widerrecht-
lich mit Außengastronomie belegt. Auch die 5 m breite Aufstellfläche entlang der nördlichen
und westlichen Bebauung des Platzes schränkt die Belegung des Platzes mit Spielfunktionen
stark ein.
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Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan)
Bewertung
Der Stadtkirchplatz ist aufgrund seiner geschützt en, intimen Lage, seiner Zentralität und der
unmittelbar angrenzenden Gastronomie für Spielangebote sehr gut geeignet. Allerdings ist die
Umsetzung einer öffentlichen Spielfläche nur durch Beschränkung der vorhandenen Wirt-
schaftsgärten umsetzbar. Die be fragten Schlüsselpersonen halten eine Ausweisung von Spiel-
punkten auf dem Stadtkirchplatz für möglich. Die Spielgeräte sollten den Gastronomiebetrieb
allerdings so wenig wie möglich einschränken. Die konkrete Umsetzung von Maßnahme und
die damit verbundenen wechselweisen Vorteile sind im Vorfeld mit den Gastronomen abzu-
stimmen. Falls die Platzfläche weiterhin auch für das Heinerfest zur Verfügung stehen soll,
sollte es sich um mobile bzw. leicht demontierbare Spielger äte ohne Fallschutz handeln. Die
Sitzgelegenheiten sollten komplettiert werden, um das Angebot an konsumfreien Aufent-
haltsorten zu verbessern.
Flächenpotentiale Stadtkirchplatz o. M.
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2.2 Hauptfußgängerzone
2.2.1 Wilhelminenstraße
Sichtachse Mathildenplatz Sichtachse Kuppelkirche
Sitzgelegenheiten Sitzgelegenheiten
Rahmenbedingungen
Die Wilhelminenstraße verbindet den Mathilden platz über den Luisenplatz mit dem Wilhelmi-
nenplatz in Nord-Süd-Richtung und verknüpft die wesentlichen Ost-West-Verbindungen der
Mollerstadt mit der Innenstadt. Der überwiegende Teil der Wilhelminenstraße wird auf der
Ostseite durch das Luis encenter, auf der Westse ite durch kleinteilige La denlokale, in Teilen
Gastronomie geprägt. Der großzügi ge, repräsentative Straßenquerschnitt ermöglicht eine sehr
gute Mobilität für Familien. Die Frequentierungen der Straße ist aufgrund der peripheren Lage
im Fußgängerzonensystem dennoch als nur durchschnittlich zu bewerten. Die Aufenthaltsquali-
tät der Straße für Familien ist aufgrund der Vielzahl an kons umfreien Aufenthaltsmöglichkeiten
gut.
Die Wilhelminnenstraße ist Teil der Fußgängerzone und für den Fahrradverkehr teilweise ge-
öffnet. Südlich der Elisabethenstraße gilt aufgrund der Straßensteigung in Richtung Innenstadt
ein Fahrradverbot.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Das Erscheinungsbild der Straße wird durch hochgepflasterte Sitzbereiche und Baumscheiben
geprägt, die beidseitig seitlich angeordnet sind und die Ausweisung von größeren Spielberei-
chen ausschließen.
Der mittige Straßenraum dient als Feuerwehrangriffsweg; er kann daher für Spielangebote
nicht in Anspruch genommen werden. Die Wilhelminenstraße wird aufgrund ihres großzügigen
Straßenraumprofils häufig für Sondernutzungen (z. B. Automarkt, Weinfest, Bauernmarkt) ge-
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nutzt, vor diesem Hintergrund sind die vorhandenen Fahrradabstellanlagen mobil und häufig
nicht mehr an den ausgewiesenen Flächen aufgestellt.
Bewertung
In der Wilhelminenstraße sind die historischen Sichtachsen und der repräsentative Charakter
des Straßenraumes zu erhalten, d.h. eine Ausweisung von Spielangeboten wird nur bedingt für
möglich gehalten. Einige der befragten Schlüs selpersonen schließen auch die Ausweisung von
Spielpunkten aufgrund des Gefährdungspotentials durch den Fahrradverkehr aus.
Vor dem Hintergrund der potenziell hohen Aufentha ltsqualität sowie der Möglichkeiten zum
konsumfreien Aufenthalt wird vorgeschlagen Sp ielpunkte bzw. reduziert e Spielmöglichkeiten,
die ohne Fallschutz aufgestellt werden können, zu ergänzen sowie spielerisch nutzbare Bo-
denmarkierungen vorzusehen.
Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan) Flächenpotentiale Wilhelminenstraße o. M.
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2.2.2 Luisenstraße
Luisenstraße Höhe Luisenplatz Außengastronomie
Südliches Ende Luisenstraße Außengastronomie
Rahmenbedingungen
Die Luisenstraße verbindet den Luisenplatz mit der Elisabethenstraße in Nord-Süd-Richtung
und erschließt das City-Carree und die Schuchar dtstraße, die im Luisencenter als Passage ge-
führt ist. Die westliche Begrenzung der Luisenstraße bildet das Luisencenter, östlich sind die
Erdgeschosszonen von kleinteiligeren Einzelha ndelsangeboten und gastronomischen Nutzun-
gen bestimmt. Die Obergeschosse sind Dien stleistungsangeboten und Wohnnutzungen vorbe-
halten. Der Zugang zum Stadthaus befindet sich ebenfalls in der Luisenstraße. Die Luisenstra-
ße gehört zu den Haupteinkaufsstraßen der Innenstadt, sie ist jedoch aufgrund ihrer räumlichen
Enge und Verschattung nur durchschnittlich frequ entiert. Die Luisenstraße ist Teil der Fußgän-
gerzone. Fahrradfahren ist erlaubt.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Aufgrund der räumlichen Enge ist die Luisenstraße unmöbliert. Im südlichen Teil der Straße
befinden sich zwei Wirtschaftsgärten (Hochlan d Cafebar, Metzgerei Hamm) sowie eine Fahr-
radabstellanlage. Der Straßenraum ist als Feuerwehrangriffsweg ausgewiesen.
Bewertung
Die Luisenstraße ist aufgrund der Restriktio nen sowie überwiegenden Verschattung für Spiel-
angebote / -punkte nicht geeignet.
Vorstellbar wäre, dass Gastronomen mobile Spie lgeräte (wie z. B. im Herrngartencafe oder
City-Carree) für ihre Gäste zur Verfügung stellen.
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Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan) Flächenpotentiale Luisenstraße o. M.
Mobile Spielgeräte der Gastronomie
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2.2.3 Schuchardstraße
Schuchardstraße Blick Richtung Luisencenter Eingang zum City-Ca rree mit Warenauslagen
'Bezahlfahrzeug' im Straßenraum Eingeschränkte Mobilität durch Außen-
verkaufsstände und Kundenstopper
Rahmenbedingungen
Die Schuchardstraße verbindet die Luisenstraße und das Luise ncenter mit der Ernst-Ludwig-
Straße. Im Norden besteht ein Zugang zum City-C arree, im Süden zum Boulevard. Die Schu-
chardstraße bildet im Kontex t der Passage des Luisencenters sowie der Ludwigpassage die
zentrale Ost-West-Verbindung der Innenstadt und ist eine der zentralen Einkaufsstraßen. Ent-
sprechend hoch ist ihre Frequentierung, daher ist auch Fahrradverkehr nicht zugelassen. Die
Schuchartstraße ist beidseitig viergeschossig beb aut, was zu einer starken Verschattung des
Straßenraums führt. Einzelhandel und Dienstleistungen sind die bestimmenden Nutzungen. In
den Obergeschossen wird auch gewohnt.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Die Schuchardstraße weist keine Möblierung und keine Wirtschaftsgärten auf. Im östlichen Teil
befinden sich lediglich zwei Außenverkaufsstellen (Metzgerei Hamm, Bäckerei Bormuth). Für
Kinder findet sich ein 'Bezahlfahrzeug' auf der Ostseite der Straße. Die Warenauslagen sowie
die Vielzahl an Kundenstoppern führen zu eine r deutlichen Querschnittsreduzierung und Behin-
derung der Mobilität von Familien (insbesondere mi t Kinderwagen oder sonstigen Kinderfahr-
zeugen). Der Straßenraum gilt als Feuerwehrangriffsweg.
Bewertung
Die Schuchardstraße ist für Spielangebote / -punkte nicht nutzbar, da bereits jetzt die Mobilität
der Fußgänger durch Warenauslagen, Außenbewirtung und Kundenstopper deutlich einge-
schränkt ist. Auch die befragten Schlüsselpersonen schließen eine Ausweisung von Spielange-
boten in der Schuchardstra ße mehrheitlich aus. Um die Mobilität in der Schuchardstraße für
Familien zu verbessern, sollten Maßnahmen zur Reduzierung der Wa renauslagen und Kunden-
stopper umgesetzt werden.
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36
2.2.4 Ernst-Ludwig-Straße / Ludwigsstraße
Sitzgelegenheiten in der Ernst-Ludwig-Straße Sitzgelegenheiten in der Ludwigstraße
'Bezahlfahrzeug' und 'Flummiautomat' S ondernutzung inl der Ernst-Ludwig-Straße
Rahmenbedingungen
Die Ernst-Ludwig-Straße verbindet als eine der Hauptfußgängerstraßen in Nord-Süd-Richtung
den Ernst-Ludwig-Platz mit dem Ludwigsplatz. In Ost-West-Richtung zweigen die Schu-
chardstraße und die Ludwigspassage ab. Über we itere Passagen sind der Marktplatz und das
City-Carree erreichbar.
Die Ludwigstraße erstreckt sich als weitere Hauptfußgängerstraße zwis chen Marktplatz und
Ludwigsplatz. In Ost-West-Richtung ist über die Ludwigpassage sowohl der Stadtkirchplatz als
auch die Ernst-Ludwig-Straße erreichbar.
Beide Straßen weisen eine äuße rst hohe Fußgängerdichte auf. Fü r Familien wird die Mobilität
durch Warenauslagen, diverse Wirtschaftsgär ten sowie Kundenstopper, die zwischen den
Baumpaketen platziert sind deutlich eingeschränkt. Aufgrund des geringen Straßenquerschnitts
sowie des Baumbestandes sind di e Straßenräume zeitweise verschattet. In beiden Straßen ist
Fahrradverkehr verboten, so dass Kinder sich relativ frei im Straßenraum bewegen können.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Das Erscheinungsbild der Straßenräume wird durch Baumpakete, zugeordnete Sitzgelegenhei-
ten und strukturierende Bodenbeläge bestimmt. Die nördliche Ernst-Ludw ig-Straße hat einen
erweiterten Straßenquerschnitt, da hier auf Ba umpflanzungen verzichtet wurde. Die Fläche
wird deshalb häufig durch Sondernutzungen (Weltkindertag, Stände von Parteien, verkaufsoffe-
ner Sonntag, Weihnachtsmarkt, Heinerfest o. ä.) in Anspruch genommen. Weiter eingeschränkt
wird der öffentliche Raum durch eine Luftmessstation, eine mobile Fahrradabstellanlage (wird
für Sondernutzungen abgebaut) sowie eine Tele fonsäule. Der Straßenraum ist als Feuer-
wehrangriffsweg ausgewiesen.
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Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan) Flächen potentiale Ernst-Ludwig-Straße / Ludwigstraße
o. M.
Bewertung
Die Ernst-Ludwig-Straße sowie die Ludwigstra ße sind für Spielangebote / -punkte nur einge-
schränkt nutzbar, da bereits jetzt die Mobilität der Fußgänger durch Ware nauslagen, Möblie-
rung und Kundenstopper deutlich eingeschränkt ist.
Die befragten Schlüsselpersonen bewerten di e Ausweisung von Spielpunkten in der Ernst-
Ludwig-Straße sowie in der Ludwigstraße unterschiedlich.
Vergleichbar der Wilhelminenstraße könnten kleinteilige Spielpunkte innerhalb der Baumpakete
und wegbegleitenden Bodenmarkierungen Spielanreize bieten.
Kleinteilige Spielgeräte
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2.2.5 Östliche Elisabethenstraße
Nicht behindertengerechter Zugang zu Karstadt Fahrra dabstellanlage
Sitzstufen vor dem Luisencenter / Karstadt Außengastronomie
Flächenbelegung o. M. (Legende s. Gesamtplan)
Rahmenbedingungen
Die Elisabethenstraße verbindet die Neckarstraße mit der Innenstadt in Ost-West-Richtung. Der
Teil der Elisabethenstraße westlich der Grafen straße ist Teil der Mollerstadt und wurde im
Rahmen der Bestandsanalyse nicht betrachtet. Der östlich der Grafenstraße gelegene Teil ist
Teil der Fußgängerzone und wurde hinsichtlich sei ner Aufenthaltsqualität untersucht. Die Stra-
ße weist zwischen Grafenstraße und Wilhelmi nenstraße eine durchschnittliche und zwischen
Wilhelminnenstraße und Ludwigsplatz eine hohe Fußgängerdichte auf. Die Straße ist aufgrund
ihres großzügigen Querschnitts optimal für die Mobilität von Familien nutzbar.
Dieser Teil der Elisabethenstraße ist sehr sonnig und wird durch eine nördlich der Straße plat-
zierte Baumreihe gegliedert. Die Straße ist für den Fahrradverkehr geöffnet, auf den gesamten
Straßenraum verteilt befinden sich Fahrradabstellanlagen. In der Elisabethenstraße 5 befindet
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sich eine Arztpraxis, für die ein Stellplatz für Krankentransporte im Vorfeld des Gebäudes be-
reitgehalten wird. Hierdurch ist teilweise mit MIV in der Straße zu rechnen, der aber kein Ge-
fahrenpotential für die selbständige Mobilität der Kinder beinhaltet.
Restriktionen und Belegung von Flächen
Die Elisabethenstraße zwischen der Grafenstraße und Wilhelminenstraße wird durch eine Viel-
zahl an Gastronomieangeboten mit angegliedert en Wirtschaftsgärten geprägt. Im Vorfeld des
Luisencenters / Karstadt befinden sich Sitzstuf en, die einen konsumfreien Aufenthalt in der
Straße ermöglichen. Warenauslagen und Kunden stopper sind vorhanden, wirken sich aber
kaum auf das Erscheinungsbild der Straße aus. Der Feuerwehrangriffsweg befindet sich im
ursprünglichen Straßenraum.
Bewertung
Die Elisabethenstraße kann für die Ausweisung von Spielpunkten genutzt werden. Im westli-
chen Teil könnte nach Verlagerung der Fahrrada bstellanlagen ein größerer Spielpunkt ausge-
wiesen werden, allerdings sollte aufgrund der Randlage zur Fußgängerzone im Vorfeld der Be-
darf bzw. die Annahme dieser Flächen überprüft werden. Die kleinteiligen Spielpunkten sollten
durch wegbegleitende Bodenmarkierungen in ein Gesamtsystem integriert werden.
Flächenpotential Elisabethenstraße
Kleinteilige Spielpunkte Bodenmarkierungen als Verbindungselement der
Spielpunkte
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2.3 Arrondierende Fußgängerbereiche
2.3.1 Schloss
Zugang zum Schloss / Zugang zum Schlossgraben Bastion
Östlicher Schlossgraben Wallhaus des Schlosses
Rahmenbedingungen
Das Schlossareal gehört neben dem Luisenplatz u nd der Stadtachse Wilhelminenstraße zu den
stadtbildprägendsten Räumen der Innenstadt und is t ihr bedeutendstes historisches Bauwerk.
Das Schloss wird zur Zeit museal (Schlossmuseum), durch Fakultäten der Universität, durch die
Universitäts- und Landesbibliothek sowie die Polizei genutzt. Zukünftig wird die Bedeutung des
Schlosses als Signet der Wissenschaftsstadt du rch den Zuzug des Univer sitätspräsidiums so-
wie der zentralen Universitätsverwaltung weit er ausgebaut. Nicht universitäre Nutzungen wer-
den perspektivisch ausgelagert.
Das Schloss weist eine hohe Frequentierung durch Fußgänger auf, da es neben seiner öffentli-
chen Nutzung auch als Bindeglied zwischen Innenstadt und Karolinenplatz bzw. dem Herrngar-
ten fungiert. Der Schlossgraben ist mit prägendem Baumbestand naturnah angelegt.
Restriktionen
Während des Heinerfestes werden umfangreiche Bereiche des Schlosses (Höfe und Bastio-
nen) gastronomisch genutzt.
Bewertung
Vor dem Hintergrund der städtebaulich besonderen und gleichzeitig integrierten Innenstadtlage
des Schlosses ist auf Teilflächen der Bastion so wie des Schlossgrabens im Kontext einer Kin-
derbetreuungseinrichtung die Etablierung eines besonderen Spielangebotes mit universitärem
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41
Bezug, z.B. 'Wissenschaftsspie le' vorstellbar. Das gemeinsam mi t der TUD konzipierte, ggf.
betreute Angebot sollte gesamtstädtisch über den Einzugsbereich der Innenstadt hinaus wirken
und zeitlich begrenzt (9.00 – 18.00 Uhr) zugänglich sein. In diesem Kontext ist auch zu prüfen,
ob im Wallhaus eine Kinderbetreuungseinrichtung geschaffen werden könnte, die sich während
der Woche an Studierende, an Samstagen an Innenstadtbesucher/innen richtet.
Flächenpotentiale Schloss o. M.
Wissenschaftsspielplatz Wissenschaftsspielplatz
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2.3.2 'Paliparkplatz'
Öffentliche WC-Anlage Außengastronomie
Parkierung Verbindung zum Luisenplatz (potenzielle Passage)
Rahmenbedingungen
Auf dem 'Paliparkplatz' (benannt nach dem gleichnamigen Kino), der vom Cityring erschlossen
ist, befindet sich zur Zeit die einzige öffentliche innerstädtische und gleichzeitig oberirdische
Stellplatzanlage. Das Areal weist aufgrund der unmittelbaren Beziehung zum Herrngarten sowie
zum Landesmuseum im Übergangsbereich Johannesviertel / Martinsviertel – Innenstadt eine
hohe Fußgängerfrequenz auf. Frieden splatz und Luisenplatz sind im Süden über schmale Gas-
sen erschlossen. Zur Zeit vollzieht sich eine Au fwertung des westlichen Platzrandes durch eine
Neubebauung. Prägende Nutzungen sind Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen.
Da das Areal nur im Zuge einer grundlegenden Umgestaltung als Spielraum zur Verfügung ge-
stellt werden kann, wird auf die Darstellung der Restriktionen verzichtet.
Bewertung
Nach Aufgabe der heutigen Stellplatznutzung weist das Areal aufgrund nur gering vorhandener
Restriktionen (Beibehaltung einer Fahrspur zur Erschließung angrenzender Innenhöfe sowie
einer Tiefgaragenzufahrt) ein hohes Potenzial zur Umgestaltung als Spielraum auf.
Vorstellbar wäre, eine Abschirmung zum Cityring über den Bau eines Raumgerüstes als Auftakt
zu einem großzügigen, ggf. betreuten Sandspielb ereich (z. B. Standort Kinderschutzbund) zu
erreichen und die Ostseite des Platzes als kons umfreie Aufenthaltszone zu gestalten. Der vor-
handene Baumbestand wäre in die Anlage zu integrieren.
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Flächenpotentiale Paliparkplatz o. M.
Baumstämme als Spielmöglichkeiten Raumgerüst
Sandspielen Sandspielen
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2.3.3 Georg-Büchner-Anlage
Georg-Büchner-Anlage vom Wilhelminenplatz Blick zu m Staatstheater
Angrenzende Spielstube / Krippe Grünanlage
Rahmenbedingungen
Die Georg-Büchner-Anlage liegt mit direktem Bezug zur Fußgängerzone zwischen Wilhelmi-
nenplatz und Staatstheater südlich der City. Ihre nördliche Begrenzung bildet die tiefer liegen-
den Hügelstraße als Teil des Cityrings, im Süden grenzt mit Ausnahme des Mollerhauses eine
überwiegende Wohnbebauung an.
Die im Abgleich mit ihrer Lagegunst geringe Frequentierung der Anlage ist wesentlich auf den
augenblicklichen Zustand und die geringe Einsehbarkeit einzelner Bereiche zurückzuführen.
Unabhängig von dem derzeitigen Zustand ist di e Georg-Büchner-Anlage für die angrenzenden
Wohngebiete als wichtige wohnungsnahe Spiel- und Freifläche zu sehen.
Eine Neugestaltung der Anlage ist geplant. Vo r diesem Hintergrund wird auf eine zusammen-
fassende Darstellung der Restriktionen verzichtet.
Bewertung
Vor dem Hintergrund des perspektivisch hohen Repr äsentationswertes der Anlage bzw. des
Platzes für das innerstädtische Stadtbild im Vorfel d des Staatstheaters sollte hier kein 'klassi-
scher' Spielplatz ausgewiesen.
Vorstellbar ist jedoch, die Funktion 'Theaterplatz' partiell auch künstlerisch spielerisch - 'Platz als
Bühne' - zu inszenieren, um hiermit insbesondere die junge Generation anzusprechen.
Angemessene Spielmöglichkeiten für die angren zende Nachbarschaft sind in die Platzgestal-
tung zu integrieren.
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Flächenpotentiale Georg-Büchner-Anlage o. M.
Platz als Bühne
Kinder und Kunst
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D. Erfassung des Meinungsbildes von Schlüsselpersonen
Die Ergebnisse der geführten Interviews sind im Anhang dokumentiert, so dass hier nur eine
Kurzzusammenschau wesentlicher Aussagen erfolgt.
Es existieren keine Orte, an denen Kinder und Familien sich vermehrt aufhalten.
Alle befragten Schlüsselpersonen nehmen Kinder an vielen Orten in der Innenstadt während
des Einkaufs und bei Veranstaltungen wahr. Mit Au snahme der Centralstati on im City-Carree,
wo sich insbesondere Mütter mit kleinen Kinder n treffen, wird jedoch kein Ort benannt, an
dem sich Kinder und Familien vermehrt aufhalte n. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass adressa-
tengerechte Angebote fehlen bzw. unzureichend sind.
Die Erreichbarkeit der Innenstadt im MIV- und ÖPNV ist sehr gut, für Fußgänger und
Radfahrer wirkt der Cityring als Barriere.
Die Erreichbarkeit der Innenstadt ist für MIV- und ÖPNV-Nutzer als sehr gut zu bezeichnen.
Allerdings wird festgehalten, dass der Cityri ng eine deutliche Barrierewirkung mit sich bringt
und die fußläufige Erschließung der Innenstadt einschränkt. Die Notwendigkeit, die Vernetzung
mit den umgebenden Quartieren zu verbessern, wird insbesondere im östlichen Teil der City-
umfahrung gesehen.
Der Luisenplatz (hohes Verkehrsaufkommen) und die Wilhelminenstraße (Fahrradfahrer) wer-
den im Gegensatz zum Fußgängerbereich als für Kinder gefährliche Orte gesehen.
Die Innenstadt bietet im öffentlichen Raum wenig Anreize für Kinder und Familien.
Alle Befragten sehen in der I nnenstadt wenige Anreize für Kinder und bewerten die Aufent-
haltsqualität für Familien als nur bedingt gut. Der vielschichtige Fußgängerbereich und die kom-
pakte Struktur der Innenstadt werden einerseits als Kapital (Überschaubarkeit, gute Orientie-
rung, gefahrlose Mobilität) gesehe n, anderseits wird festgestellt, dass die hier bereits vorhan-
denen Nutzungen die Schaffung von Spiel- und Aufenthaltsangeboten stark einschränken bzw.
nur in der Abwägung von Nutzungen möglich sind.
Cafés und Restaurants bieten eine hohe Aufenthalt squalität, sind jedoch nicht von allen Innen-
stadtbesuchern nutzbar. Da man die Innenst adt auch 'ohne Geld' erleben können muss, ist
nichtkommerziellen Aufenthaltsmöglichkeiten für Familien besonderes Augenmerk zu widmen.
Die Aufenthaltsqualitäten der innenstadtnahen Spielräume werden im wesentlichen als hoch
eingeschätzt, konstatiert wird gleichzeitig, dass diese für direkte Innenstadtbesucher zu weit
entfernt liegen.
Die Möglichkeiten, Angebote für Kinder zu schaffen, werden unterschiedlich gesehen.
Die überwiegende Mehrheit der Befragten hält es für nötig, im Zuge geplanter Neugestaltun-
gen auf dem Friedensplatz und in der Georg-Büchner-Anlage unkonventionelle Spielangebote
zu eröffnen.
Das Schlossareal erfährt in seiner Eignung als Spielraum äußerst unterschiedliche Bewertun-
gen. Einerseits werden Schlossgraben, Bastionen und Innenhöfe als mögliche Spielorte be-
nannt, anderseits als solche völlig ausgeschlossen.
Auch eine mögliche Ausweisung von Spielpunkten auf Plätzen sowie in den Fußgängerzonen
erfährt unterschiedliche Beurteilungen; die von ei nem 'Kindercityring' mit möglichst vielfältigen
Angeboten auf jedem Platz bis zu einem Angebot nur auf dem Stadtkirchplatz reichen.
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Die vorhandenen Angebote des Handels sind vielfach nicht bekannt.
Die vorhandenen, an Familien und Kinder gerichteten Angebote des Handels sind in der Sum-
me nicht bekannt, was Rückschlüsse auf ihre unzureichende Vermarktung zulässt bzw. stark
vom Bezug der Befragten zur Zielgruppe abhängig ist.
Der Handel ist als Projekt-Partner zu gewinnen.
Es besteht Einvernehmen, dass Kooperationen mit dem Handel und sein Engagement sinnvoll
und (auch finanziell) notwendig sind. Insbesonder e die Einrichtung einer einkaufsbezogenen,
kostengünstigen und zentral gelegenen Betreuungsmöglichkeit wird für sinnvoll und marke-
tingwirksam gehalten.
Im Zuge der weiteren Konzeptentwicklung und –umsetzung sind die Adressaten zu
beteiligen.
Die Beteiligung von Kindern / Familien an der weiteren Projektentwicklung wird übereinstim-
mend als sinnvoll erachtet.
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E. Anhang
1. Interviews mit Schlüsselpersonen
Termin: 07.02.2007, 10.00 Uhr
Ort: Grünflächenamt
Gesprächsleitung: Silke Lässig
Gesprächspartner Frau Pilz, Grünflächen- und Umweltamt
Kinder und Familien in der Innenstadt
Wo nehmen Sie Kinder/Familien in der Innenstadt wahr?
Grundsätzlich sind Kinder überall in der Innenstadt während des Einkaufs und bei Veranstaltung
zu erleben. Vermehrt findet man Kinder auf den arrondierenden Spielplätzen (Herrngarten, öst-
lich der Stadtmauer, Georg-Büch ner-Anlage, Friedensplatz) sowie im Landesmuseum, in Kauf-
häusern, im Carree und vor der Fa. Faix (Spielhäuschen).
Welche Angebote für Kinder/Familien in der Innenstadt sind Ihnen bekannt?
Spielhäuschen vor der Fa. Faix, arrondierende Spielplätze (Herrngarten, östlich der Stadtmauer,
Georg-Büchner-Anlage, Friedensplatz), Innenstad tspielplätze Georg-Büchner-Anlage und Frie-
densplatz, betreutes Spielen am Samstag auf der Skateranlage.
Was benötigten Kinder / Familien in der Innenstadt?
Kinder / Familien benötigen in der Innenstadt ei nkaufsorientierte Spielangebote sowie Spielan-
gebote für Kinder, die in der Innenstadt leben.
Die einkaufsorientierten Spielangebote sollten kommerzfrei und gefahrlos sein, Kindern die
Möglichkeiten bieten, eine kurze 'Auszeit' zum Toben und Bewegen zu nehmen und dezentral
angeordnet sein.
Spielangebote für wohnungsnahes Spielen könn en nur in den angrenzenden Quartieren aus-
gewiesen werden, da die Innenstadt hierfür keine Flächen bietet. Aus diesem Grund sind die
arrondierenden Spielräume (Stadtmauer, Herrngarten usw.) besonders erhaltenswert.
Wie bewerten Sie die Zugänglichkeit zur Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Zugänglichkeit der Innenstadt für Auswärtige über ÖPNV und MIV ist gut. Nicht ausrei-
chend ist die Zugänglichkeit aus den angrenzenden Wohnquartieren für Fußgänger und Radfah-
rer. Der Cityring bildet besonders im Norden (Zeughausstraße) und im Osten (Kirchstraße,
Schlossgraben) eine schwer überquerbare Barri ere. Hier sollten großzügige Querungen (Ollen-
hauer Promenade, Karolinenplatz) hergestellt werden.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsanreize der Innenstadt für die genann-
te Zielgruppe?
Die Aufenthaltsqualität ist nicht gut. Der Fußgängerbereich ist durch seine kompakte Struktur
positiv zu bewerten, bietet aber wenig Aufent haltsmöglichkeiten. Die Aufenthaltsqualitäten der
angrenzenden Spielräumen ist gut.
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Welchen Orten sollte eine erhöhte Aufmerksa mkeit für die genannte Zielgruppe gewidmet
werden? Welche Orte beinhalten ein erhöhtes Gefährdungspotential?
Verkehrsbelastete Bereiche wie der Luisenpl atz, der Übergang zwis chen Schloss und Markt-
platz sind für Kinder gefährlich, gleiches gilt für den Cityring.
Die vorhandenen Spielqualitäten auf dem Friedensplatz und in der Georg-Büchner-Anlage sind
zu erhalten, können aber modifiziert werden. Falls dies nicht möglich ist, muss Ersatz in glei-
cher Qualität geschaffen werden.
Wichtig ist die Erhaltung der wohnortnahen Spie lräume im Herrngarten und an der östlichen
Stadtmauer, da in der Innenstadt (z. B. in der Mollerstadt) keine ausreichenden Flächen für
wohnungsnahes Spielen zur Verfügung stehen. Im Innenstadtbereich können nur kleine Spiel-
bereiche ausgewiesen werden.
Zentrale Spielorte, die stark frequentiert sind, sind sozial sichere Räume und werden nicht von
anderen Personen fremdgenutzt. Aus diesem Grund sollten einzelne Spielpunkte schwer-
punktmäßig in der Innenstadt ausgewiesen werden und in den angrenzenden Gebieten die
großflächigen Spielplätze beibehalten werden.
Wie bewerten Sie die Mobilität innerhalb der Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Innerhalb der Fußgängerzone ist die Mobilität als gut zu bewerten, da die Innenstadt sehr kom-
pakt ist und kurze Wege aufweist.
Spielräume in der Innenstadt
Wie bewerten Sie das vorhandene Spielraumangebo t in der Innenstadt (Friedensplatz, Georg-
Büchner-Anlage, an der östlichen Stadtmauer, im Herrngarten, auf dem Marienplatz, Kleinkin-
derspielangebot im City-Carree)?
Spielplatz Marienplatz: ungünstig gelegener, unat traktiver und verlärmter Spielraum, der ledig-
lich durch die angrenzenden Quartiere genutzt wird.
Kleinkinderspielangebot City-Carree: Angebot is t ausbaufähig, der temporäre Charakter lässt
den Wechsel der Nutzungen zu.
Spielplatz Stadtmauer: zentral gelegene Skateranlage hat einen hohen Nutzwert und sollte an
der Stadtmauer erhalten bleiben. Dies gilt auch für den Kinderspielplatz.
Die Strukturierung der Spielplätze nach Alters gruppen sollte überprüft werden und erhalten
bleiben.
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
Wo würden Sie Spielräume aufgeben, wo Spielmöglichkeiten schaffen?
Die vorhandenen zentralen gut angenommenen Spie lräume sollten erhalten bleiben und stabili-
siert werden. Ein zusätzliches, weniger attraktiv eres, kleinflächiges Spielangebot sollte nicht
ausgewiesen werden, zumal die Finanzierung der Unterhaltung durch die Stadt nicht gewähr-
leistet werden kann.
Wenn in der Innenstadt zusätzliche Spielpunkte angesiedelt werden, sollte dies in der Fußgän-
gerzone aber nicht auf dem Luisenplatz erfolgen.
Welche Plätze und Orte sind aus Ihrer Sicht für Spielraumangebote nicht geeignet (z. B. Markt-
platz, Luisenplatz, Ludwigsplatz, Friedensplatz, Karolinenplatz)? Warum sind diese Orte nicht für
Spielraumangebote geeignet?
Luisenplatz: nicht geeignet, da zu hohe Verkehrsbelastung.
Marktplatz: gestalterisch gelungener Platz. Hier sollten keine Spielpunkte angesiedelt werden.
Ludwigplatz: Hier könnten Spielpunkte angesiedelt werden, wenn es mit der Verkehrsbelas-
tung vereinbar ist.
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Schloss: Im Schlossgraben und auf der Bastio n ist die Ausweisung von Spielangeboten nicht
wünschenswert. Denkbar wäre eine Belebung der Innenhöfe.
Karolinenplatz: Der Platz ist als Spielraum zu stark verlärmt. Außerdem sind angrenzende Spiel-
bereiche im Herrngarten vorhanden, so dass der Karolinenplatz frei bleiben sollte.
Wie sollte das 'Spielen' in der Innenstadt aussehen? Welche Angebote würden Sie anbieten?
Für das einkaufsbezogene Spielen sollten einzelne Spielpunkte im Innenbereich der Fußgän-
gerzone aufgestellt werden. Die arrondierenden Spielräume sollten als wohnungsnahes Spielen
bewertet werden und erhalten bleiben.
In der Innenstadt sollten keine Ballspielorte ausgewiesen werden. Denkbar wäre aber temporä-
re Veranstaltungen für Kinder (Beachvolleyball auf dem Marktplatz) anzubieten.
Es sollte auf dem Theaterplatz und ebenfalls auf dem Friedensplatz Kinderspiel integriert wer-
den. Dies kann auch in Form einer Platzgestaltung z. B. mit Wasserspielmöglichkeiten erfolgen.
Welche Altersgruppen sollten bei der Planung v on Spielräumen besonders berücksichtigt wer-
den?
Die Planung sollte sich gleichberechtigt an den Bedürfnissen der Altersgruppe 0 – 12 Jahre
orientieren.
Wie stellen Sie sich die Beteiligung der Zielgruppe (Kinder / Familien) bei der Neugestaltung von
Spielangeboten vor?
Ein Beteiligungsverfahren im Rahmen der Auswei sung von Spielpunkten in der Innenstadt ist
denkbar und könnte in Form von Workshops oder Befragungen organisiert werden. Bei der
Gestaltung von Plätzen (z. B. Friedensplatz) oder angrenzenden Spielräumen sollte auf ein um-
fassenden Beteiligungsverfahren verzichtet u nd Informationsveranstaltungen durchgeführt
werden.
Handel und Kinder
Welche Angebote des Handels für Kinder sind Ihnen in der Innenstadt bekannt?
Spielhaus im Thalia, temporäre Betreuungsangebote zu Weihnachten im City-Carree.
Halten Sie die Angebote des Handels (Versorgung, Spielen ...) für Kinder bzw. Familien für aus-
reichend? Falls nein, was fehlt, was sollte ergänzend angeboten werden?
Bisher gibt es nur wenige Angebote für Kinder, diese sollten ausgebaut werden. Denkbar wäre
z. B. ein kontinuierliches Betreuungsangebot für Kinder in der Innenstadt.
Existieren Kooperationen zwischen der Stadt und dem Handel zur Förderung der Kinderfreund-
lichkeit in der Stadt? Falls nein, können Sie sich diese vorstellen, wie könnten diese aussehen?
Es sind keine Kooperationen bekannt, aber vorstellbar. Hierbei sollte man sich an der Arbeit der
IG Schulstraße orientieren.
Wie bewerten Sie zielgruppenbezogene, temporär e Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt
(z. B. Projekte im Rahmen von 'Ab in die Mitte')?
Die Aktion 'Ab in die Mitte' ist bekannt, aber in die Arbeit der Verwaltung nicht eingebunden, so
dass einzelne Aktionen nicht bewertbar sind. Bei der Planung von Events und Veranstaltungen
sollte darauf geachtet werden, dass nicht nu r kommerzielle Angebote sondern auch Kulturan-
gebote ('Wissenschaftsfest') geplant werden.
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Sind Events wie der Weltkindertag aus Ihrer Sicht Imagegeber für die Innenstadt?
Nur wenn sie in ein gesamtstädtisches Programm eingebettet sind.
Wie bewerten Sie 'einkaufsbezogene' Betreuung smöglichkeiten oder Spielmöglichkeiten (Out-
door, Indoor) von Kindern? Welche Chancen sehen Sie in der Darmstädter Innenstadt entspre-
chende Angebote zu eröffnen?
S. o.. Die Stadt sollte als 'Motor' der Maßnahmen aber nicht als 'Umsetzer' in Erscheinung
treten. An die Umsetzung von gemeinsamen Maßnahmen sollte optimistisch herangegangen
werden.
Wie stehen Sie zu fest definierten Anlaufpunkten für Kinder (Sicherheit) in der Innenstadt?
Definierte Anlaufpunkte für Kinder können praktis ch sein, bergen aber die Gefahr, dass Kinder
'freiwillig' verloren gehen, um sich frei in der Stadt bewegen zu können.
Die Schaffung von Anlaufpunkten fü r Kinder ist kein vordringliches Problem, da die Zielgruppe
(Kinder zwischen 0 – 3 Jahren) hierfür eher zu klein ist.
Termin: 08.03.2007, 10.00 Uhr
Ort: EFH Darmstadt
Gesprächsleitung: Silke Lässig
Gesprächspartner Herr Prof. Bernhard Meyer, EFH Darmstadt
Kinder und Familien in der Innenstadt
Wo nehmen Sie Kinder / Familien in der Innenstadt wahr?
Kinder und Familien werden 'in Bewegung' und 'b eim Einkauf' in der Innenstadt wahrgenom-
men. Die Wohnbevölkerung der Innenstadt ist nicht wahrnehmbar.
Welche Angebote für Kinder / Familien in der Innenstadt sind Ihnen bekannt?
Der Kinderschutzbund (Ansprechpartnerin: Frau Bonitz-Reus) hat ein Betreuungsgebot für Kin-
der in der Innenstadt (Grafenstraße) angeboten. Aufgrund des mangelnden Interesses wurde
das Angebot wieder eingestellt. Weitere Angebote für Kinder in der Innenstadt sind nicht be-
kannt.
Was benötigten Kinder / Familien in der Innenstadt?
Kinder und Erwachsene haben unterschiedliche In teressen, wenn sie in die Innenstadt gehen.
Kinder über 3 Jahren benötigen Motivationsanreize, die das Interesse wecken, in die Innenstadt
zu gehen. Im Rahmen eines Bete iligungsverfahren sollte geklärt werd en, welche Motivations-
anreize für Kinder wichtig sind. Zur Zeit ist für Kinder der Besuch der Innenstadt eher eine Quä-
lerei, da es keine Motivationsanreize gibt.
Erwachsene benötigen in der Innenstadt eine 'Wegsicherheit', dass heißt, die Wege sollen so
sicher sein, dass man sich auf das Einkaufen konzentrieren kann, ohne Gefahr zu laufen, dass
sich die Kinder verletzten oder durch Verkehrsaufkommen zu schaden kommen.
Es gibt auch Familien (und das sind nicht wenige), die benötigen in der Innenstadt kommerz-
freie Aufenthaltsorte, um kostenfrei verweilen zu können. Ziel muss sein, die 'Kindernebenkos-
ten' (essen, trinken usw.) so niedrig wie möglich zu halten.
Wie bewerten Sie die Zugänglichkeit zur Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
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Aufgrund der fehlenden barrierefreien Zugänge zur Innenstadt, ist die Zugänglichkeit der Innen-
stadt einschränkt.
Grundsätzlich ist die Zugänglichkeit im Sinne ei ner finanziellen Zugänglichkeit aufgrund der
fehlenden kommerzfreien Aufenthaltsflächen für bestimmte Gruppen eingeschränkt.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsanreize der Innenstadt für die genann-
te Zielgruppe?
Wenn Geld vorhanden ist, können Restaurants un d Cafés als Aufenthaltsorte genutzt werden.
In diesem Fall ist die Aufenthaltsqualität als gut zu bewerten. Ansonsten ist die Aufenthaltsqua-
lität als unzureichend zu bewerten. Die Aufenthaltsqualität des Friedensplatzes ist gering.
Die Rundbänke in der Ludwigstraße sind weni g kommunikationsfördernd und sollten bei der
weiteren Gestaltung der Innenstadt vermieden werden.
Welchen Orten sollte eine erhöhte Aufmerksa mkeit für die genannte Zielgruppe gewidmet
werden? Welche Orte beinhalten ein erhöhtes Gefährdungspotential?
Entsprechend der 'Sondernutzflächen' für Musike r, Veranstaltungen u. ä. sollten auch Flächen
für Kinder ('Parkplätze für Menschen') ausgew iesen werden. Verortet werden könnten sie auf
dem Ludwigplatz, dem Marktplatz, dem Luisenplat z sowie an allen zentralen Orten der Innen-
stadt. Diese Orte bergen kein Gefährdungspotential.
Bei den Flächen muss es sich nicht um Spielgerät e o.ä. handeln, es können auch unterschiedli-
che Bodenbeläge sein, die zum Spielen anregen. Wichtig ist, das an den Orten Sitzgelegenhei-
ten ausgewiesen werden.
Wie bewerten Sie die Mobilität innerhalb der Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Mobilität für Familien in de r Innenstadt ist gewährleistet . Ein Gefährdungspunkt ist der
Übergang von der Schützenstraße in die Schulstraße. Die Mobilität für Kinder in der Innenstadt
ist ab 11 Jahren gegeben.
Spielräume in der Innenstadt
Wie bewerten Sie das vorhandene Spielraumangebo t in der Innenstadt (Friedensplatz, Georg-
Büchner-Anlage, an der östlichen Stadtmauer, im Herrngarten, auf dem Marienplatz, Kleinkin-
derspielangebot im Carree)?
Die Spielplätze im Herrngarten, an der östl ichen Stadtmauer, auf dem Marienplatz sind aus-
schließlich als wohnungsnahe Spielräume der angrenzenden Wohnquartiere zu bewerten, sie
haben keine Funktion für die Aufenthaltsqualität der Innenstadt.
Der Friedensplatz und die Georg-Büchner-Anla ge sind als Aufenthaltsort und 'Eckpunkte der
Innenstadt' für alle zu erhalten und sollten 'bespi elbar' sein. D. h. nicht, dass dort Spielgeräte
aufgestellt werden sollten, sondern z. B. bespielbare Kunst in die Planung integriert werden
könnte. Beide Plätze sollten über einen Rundspielweg mit Spielpunkten ('Kindercityring') mit-
einander verbunden werden.
Temporäre Angebote wie das Kleinkinderspielangebot im City-Carree sind 'nett' führen aber zu
keiner Verbesserung der Kinderfreundlichkeit der Innenstadt, da diese A ngebote nicht verläss-
lich sind.
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
Wo würden Sie Spielräume aufgeben, wo Spielmöglichkeiten schaffen?
Der Friedensplatz sowie die Georg-Büchner-Anlage sollten umgestaltet werden, hierbei sollte
die Bespielbarkeit der Flächen erhalten und die Wegeführung verbessert werden. Alle anderen
öffentlichen Flächen in der Innenstadt sind als Spielräume geeignet, derzeit aber nicht nutzbar.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
53
Welche Plätze und Orte sind aus Ihrer Sicht für Spielraumangebote nicht geeignet (z. B. Markt-
platz, Luisenplatz, Ludwigsplatz, Friedensplatz, Karolinenplatz)? Warum sind diese Orte nicht für
Spielraumangebote geeignet?
Alle Plätze sind für Spielraumangebote geeignet, aber derzeit nicht nutzbar. Alle Plätze sollten
von allen Menschen nutzbar sein.
Wie sollte das 'Spielen' in der Innenstadt aussehen? Welche Angebote würden Sie anbieten?
S. o.. Kinder benötigen keine vordefinierten Spie lgeräte, sondern definitionsoffene Gegenstän-
de oder -objekte, die unterschiedliche Spielformen ermöglichen.
Welche Altersgruppen sollten bei der Planung v on Spielräumen besonders berücksichtigt wer-
den?
Die Planung sollte sich gleichberechtigt an den Bedürfnissen der Altersgruppe 0 – 12 Jahre
orientieren.
Wie stellen Sie sich die Beteiligung der Zielgruppe (Kinder / Familien) bei der Neugestaltung von
Spielangeboten vor?
Die Innenstadterfahrungen der Kinder sollten erfasst und ausgewertet werden (was gefällt,
was gefällt nicht, wo haben sie schlechte Erfahrungen gemacht usw.) und im Anschluss in
Planungsideen umgesetzt werden, die dann mit den befragten Kindern rückgekoppelt werden.
Handel und Kinder
Welche Angebote des Handels für Kinder sind Ihnen in der Innenstadt bekannt?
In den Geschäften Spielecken, Filmecken usw., mo torisierte Fahrgeräte im Vorfeld der Ge-
schäfte.
Halten Sie die Angebote des Handels (Versorgung, Spielen ...) für Kinder bzw. Familien für aus-
reichend? Falls nein, was fehlt, was sollte ergänzend angeboten werden?
Wenn ein Spielweg zwischen Friedensplatz und Georg-Büchner-Anlage hergestellt wird, sollten
dem Handel Möglichkeiten aufgezeigt werden, bz w. er sollte motiviert werden, sich an der
Finanzierung der Spielpunkte zu beteiligen.
Existieren Kooperationen zwischen der Stadt und dem Handel zur Förderung der Kinderfreund-
lichkeit in der Stadt? Falls nein, können Sie sich diese vorstellen, wie könnten diese aussehen?
Keine bekannt.
Wie bewerten Sie zielgruppenbezogene, temporär e Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt
(z. B. Projekte im Rahmen von 'Ab in die Mitte')?
Wenn temporäre Maßnahmen nicht eindeutig beworben werden, werden sie nur 'per Zufall'
wahrgenommen, erzielen keine Wirkung und sind so mit nicht sinnvoll. Um sie wirklich wahr-
nehmen zu können, sollten die Veranstaltung großflächig in der Innenstadt angesiedelt werden.
Für das Image der Innenstadt können temporär e Maßnahmen eine Aufwertung bedeuten, sie
führen aber zu keiner qualitativen Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.
Sind Events wie der Weltkindertag aus Ihrer Sicht Imagegeber für die Innenstadt?
s. o.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
54
Wie bewerten Sie 'einkaufsbezogene' Betreuung smöglichkeiten oder Spielmöglichkeiten (Out-
door, Indoor) von Kindern? Welche Chancen sehen Sie in der Darmstädter Innenstadt entspre-
chende Angebote zu eröffnen?
Es sollten keine vom Einkaufen separierten Spielmöglichkeiten gesch affen werden, sondern
das Einkaufen für Kinder so attraktiv sein, dass sie gerne mit einkaufen.
Das bisherige Angebot an einkaufsbezogenen Betreuungsmöglichkeiten des Kinderschutzbun-
des wurde durch die Nutzer/innen der Innenstadt nicht angenommen.
Wie stehen Sie zu fest definierten Anlaufpunkten für Kinder (Sicherheit) in der Innenstadt?
Die Idee ist gut, wenn die Anlaufpunkte aus ei ndeutigen Orten mit Unikaten bestehen, die so-
wohl für die Kinder und Ihre Eltern als auch für sonstige Innenstadtbesucher/innen eindeutig
definiert sind (Treff 'an der englischen Telefonzelle'). Die Anlaufpunkte sollten Teil des Spiel-
weges sein.
Termin: 13.03.2007, 10.00 Uhr
Ort: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Gesprächsleitung: Brigitte Holz, Silke Lässig
Gesprächspartner Herr Kolmer, Herr Hartmann, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Kinder und Familien in der Innenstadt
Wo nehmen Sie Kinder / Familien in der Innenstadt wahr?
Kinder sind in Begleitung in der Fußgängerzone zu erleben. Generell gibt es keinen eindeutigen
Ort in der Innenstadt, an dem sich vermehrt Kind er aufhalten. Lediglich in der Centralstation /
im Carree sind Mütter mit kleinen Kindern vermehrt anzutreffen
Welche Angebote für Kinder / Familien in der Innenstadt sind Ihnen bekannt?
Spielplatz auf dem Friedensplatz - der aber eher wenig genutzt wird. Familien, die sich auf dem
Weg in bzw. aus der Innenstadt befinden, nutzen den Spielplatz Herrngarten. Familien aus dem
Martinsviertel gehen in die Innenstadt häufig durc h den Herrngarten über den Paliparkplatz in
Richtung Luisenplatz.
Im LP6 existiert ein Fitnessangebot für Frauen mit Kinderbetreuung.
Was benötigten Kinder / Familien in der Innenstadt?
In der Innenstadt könnte eine Kinderbetreuung entsprechend dem 'IKEA Kinderland' angeboten
werden. Diese könnte z B. in einem Center oder auch an einem anderen Standort ausgewiesen
werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wird hierfü r allerdings keine Fläche im EG genutzt wer-
den können, sondern eher leerstehende Flächen im OG.
Wie bewerten Sie die Zugänglichkeit zur Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Der Cityring hat eine Barrierewirkung und schrän kt die fußläufige Erschließung der Innenstadt
ein. Da aber Querungen und Unterführungen exis tieren, ist die Erschließung kein Kernproblem
der Innenstadt.
Die Erreichbarkeit der Innenstadt für MIV und ÖPNV Nutzer ist als sehr gut zu bezeichnen.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
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Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsanreize der Innenstadt für die genann-
te Zielgruppe?
In der Innenstadt gibt es wenige Anreize für Kinder. Die Aufenthaltsqualität der Innenstadt kann
verbessert werden.
Welchen Orten sollte eine erhöhte Aufmerksa mkeit für die genannte Zielgruppe gewidmet
werden? Welche Orte beinhalten ein erhöhtes Gefährdungspotential?
Als gefährlicher Ort wird der Luisenplatz (hohes Verkehrsaufkommen) eingestuft. Der Fußgän-
gerbereich ist ein geschützter Raum, der kein Gefährdungspotential aufweist.
Der Marktplatz und der Stadtkirchplatz könnt en Orte für Familien werden, wenn die vorhande-
nen Gastronomieangebote mit Kinderangeboten kombiniert werden. Allerdings ist bei der Nut-
zung des Marktplatzes die Überlagerung von mehreren Nutzungen (Markt, Weihnachtsmarkt,
Heinerfest usw.) zu beachten.
Wie bewerten Sie die Mobilität innerhalb der Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Mobilität in der Innenstadt ist als gut zu bewerten, da es keine topografischen Probleme
gibt. Lediglich die südliche Erschließung des Luis encenters / Karstadt ist nicht optimal. Die
Passagen des Stadtkirchplatzes sind nicht opti mal erschlossen, können aber über die Schul-
straße erreicht werden, so dass kein Handlungsbedarf besteht.
Spielräume in der Innenstadt
Wie bewerten Sie das vorhandene Spielraumangebo t in der Innenstadt (Friedensplatz, Georg-
Büchner-Anlage, an der östlichen Stadtmauer, im Herrngarten, auf dem Marienplatz, Kleinkin-
derspielangebot im City-Carree)?
Bei dem Spielplatz im Herrngarten und in der Ge org-Büchner-Anlage handelt es sich, um ein
gutes Spielangebot (Orte, mit emotionaler Nähe).
Spielplatz Marienplatz ist hinsichtlich der City ungünstig gelegen, somit wenig genutzt.
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
Wo würden Sie Spielräume aufgeben, wo Spielmöglichkeiten schaffen?
Die Gastronomiezonen auf dem Marktplatz, Stadtkirchplatz und im City-Carree könnten u.a. um
non-profit Bereiche für Kinder erweitert werden.
Weiterhin könnte ein Kinderbetreuungsangebot (IKEA Kinderland) eingerichtet werden. In der
Georg-Büchner-Anlage könnten, sofern planerisch umsetzbar, Bewegungsangebote für Kinder
integriert werden.
Das Thema Wissenschaft sollte nicht übers trapaziert werden. A ngebote zum Thema Wissen-
schaft sind schwierig zu verstetigen und haben eher einen Eventcharakter.
Der Schlossgraben könnte ebenfalls für Kinder, z. B. als 'Waldkinderga rten' erschlossen wer-
den. Hier werden jedoch Umsetzungsprobleme gesehen.
Welche Plätze und Orte sind aus Ihrer Sicht für Spielraumangebote nicht geeignet (z. B. Markt-
platz, Luisenplatz, Ludwigsplatz, Friedensplatz, Karolinenplatz)? Warum sind diese Orte nicht für
Spielraumangebote geeignet?
Der Luisenplatz ist für Spielangebote nicht nutzb ar, da es der zentra le Cityknoten der Innen-
stadt ist. Die innere Fußgängerz one (Schuchardtstraße, Luisenstraße und Ernst-Ludwig-Straße)
sollte aufgrund ihrer Enge nicht für Spielraumangebote genutzt werden, um die Fußgängerbe-
wegungen nicht zu stören. Der Ernst-Ludwig-Pla tz sollte aufgrund des Denkmalschutzes eben-
falls nicht umgestaltet werden.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
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Welche Altersgruppen sollten bei der Planung v on Spielräumen besonders berücksichtigt wer-
den?
Vorrangig Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren.
Wie stellen Sie sich die Beteiligung der Zielgruppe (Kinder / Familien) bei der Neugestaltung von
Spielangeboten vor?
Die Beteiligung der Familien könnte über Kinder- bzw. Elternforen erfolgen. Die Beteiligung der
Familien wird als wichtig bewertet.
Handel und Kinder
Welche Angebote des Handels für Kinder sind Ihnen in der Innenstadt bekannt?
• Eyecatcher des Handels: Spielmöglichkeiten (Filmecken, Rutschen usw.) bei Thalia, Diel-
mann, H & M etc. sowie die Spielabteilungen der Kaufhäuser
• Temporäre Angebote zu Weihnachten bzw. im Luisencenter
• Spielgeräte im City-Carree
Halten Sie die Angebote des Handels (Versorgung, Spielen ...) für Kinder bzw. Familien für aus-
reichend? Falls nein, was fehlt, was sollte ergänzend angeboten werden?
Eine kinderfreundliche Mentalität des Handels ist gegeben. Erweiterbar ist z. B. die Qualität der
Wickelangebote und die Aufbewahrungsmöglichkeiten von Taschen etc.
Existieren Kooperationen zwischen der Stadt und dem Handel zur Förderung der Kinderfreund-
lichkeit in der Stadt? Falls nein, können Sie sich diese vorstellen, wie könnten diese aussehen?
Kooperationen zwischen Stadt und Handel werden angestrebt und befinden sich nach Einstel-
lung einer Citymanagerin sowie der Umsetzung der Aktion 'Ab in die Mitte' im Aufbau.
Wie bewerten Sie zielgruppenbezogene, temporär e Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt
(z. B. Projekte im Rahmen von 'Ab in die Mitte')?
Events haben in erster Linie einen werblichen Effekt und entfalten so nur eine kurzzeitige Wir-
kung.
Sind Events wie der Weltkindertag aus Ihrer Sicht Imagegeber für die Innenstadt?
Die 'Festivaliserung' der Innenstädte als Ima gegeber ist inzwischen weitgehend ausgeschöpft.
Events können dazu beitragen, Impulse zu setz en und Projekte zu testen, um sie danach zu
verstetigen.
Wie bewerten Sie 'einkaufsbezogene' Betreuung smöglichkeiten oder Spielmöglichkeiten (Out-
door, Indoor) von Kindern? Welche Chancen seh en Sie in der Darmstädter Innenstadt, entspre-
chende Angebote zu eröffnen?
s. o.
Die Kaufhäuser könnten ihre traditionelle Stärke (breites Angebot) noch stärker nutzen, um
Familien anzusprechen.
Wie stehen Sie zu fest definierten Anlaufpunkten für Kinder (Sicherheit) in der Innenstadt?
Anlaufpunkte für Kinder müssen 'Landmarks' se in, die allen Nutzern der Innenstadt bekannt
sind. Der 'Weiße Turm' könnte ein 'Landmark' werden. Denkbar wäre, dass ein Kinderbetreu-
ungsangebot in der Innenstadt auch die Funktion einer Anlaufstelle übernehmen könnte.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
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Termin: 15.03.2007, 14.00 Uhr
Ort: Stadthaus Frankfurter Straße
Gesprächsleitung: Silke Lässig
Gesprächspartner Frau Langer, Herr Claus, Kinder- und Jugendförderung
Kinder und Familien in der Innenstadt
Wo nehmen Sie Kinder / Familien in der Innenstadt wahr?
Kinder sind in allen Geschäften anzutreffen. Zusä tzlich erlebt man Kinder auf dem Luisenplatz,
im City-Carree, auf dem Willy-Brand-Platz, in der Stadtbibliothek und auf dem Friedensplatz.
Familien werden in der Innenstadt oft in einer sehr angespannten Situation erlebt, da es wenig /
keine Angebote für Kinder gibt und die Kinder deshalb keine Lust auf den Besuch der Innen-
stadt haben.
Welche Angebote für Kinder / Familien in der Innenstadt sind Ihnen bekannt?
Kleinkinderspielgeräte im City-Carree, Spielpla tz auf dem Friedensplatz, alle Brunnenränder als
Spielobjekte, Buch Habel.
Was benötigten Kinder / Familien in der Innenstadt?
Kinder benötigen Verweilplätze mit Bewegungsmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten. Die Plätze
sollten 'sicher' sein, damit die Eltern sie auch als Spielorte für Kinder annehmen. Denkbar wä-
ren auch Beobachtungspunkte ('Fernrohre'), die Kinder an belebten Plätzen zum Spielen anre-
gen.
Zusätzlich sollten in der Innenstadt Spielpunkt e ausgewiesen werden, die die Sinneserfahrung
der Kinder anregen (Beispiel Düren). Die Gastronomie sollte spezielle Angebote für Kinder bie-
ten.
Wie bewerten Sie die Zugänglichkeit zur Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Zugänglichkeit der Innenstadt für den ÖPNV und MIV ist als gut zu bezeichnen. Einge-
schränkt wird die Zugänglichkeit allerdings durch die hohen Parkgebühren.
Auch fußläufig und mit dem Fahrrad ist die Innenstadt gut zu erreichen.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsanreize der Innenstadt für die ge-
nannte Zielgruppe?
In der Innenstadt gibt es wenig Anreize für Kinder. Cafés und Restaurants bieten eine hohe
Aufenthaltsqualität, sind jedoch nicht von all en Innenstadtbesuchern nutzbar. Es fehlen nicht
kommerzielle Aufenthaltsflächen für Familien, da man derzeit die Innenstadt 'ohne Geld' nicht
erleben kann.
Welchen Orten sollte eine erhöhte Aufmerksa mkeit für die genannte Zielgruppe gewidmet
werden? Welche Orte beinhalten ein erhöhtes Gefährdungspotential?
Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Friedensplatz gewidmet werden. Der Platz sollte insbe-
sondere attraktiv für Kinder und junge Jugendlic he gestaltet werden. Weiterhin sollte die Fuß-
gängerzone (Luisenstraße, Schu chardtstraße und Ernst-Ludwig-Straße) Anreize für Kinder bie-
ten. Als gefährliche Orte werden der Luisenplatz (hohes Verkehrsaufkommen) und die Wilhel-
minenstraße (Fahrradfahrer) eingestuft.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
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Wie bewerten Sie die Mobilität innerhalb der Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Mobilität in der Schuchar dtstraße ist aufgrund des hohen Fußgängeraufkommens eher
eingeschränkt. Insbesondere am Wochenende si nd die Schuchardtstra ße und Ernst-Ludwig-
Straße kaum nutzbar.
Die Doppeltüren im City-Carree sind für Familien mit Kinderwagen schwer zu bewältigen.
Spielräume in der Innenstadt
Wie bewerten Sie das vorhandene Spielraumangebo t in der Innenstadt (Friedensplatz, Georg-
Büchner-Anlage, an der östlichen Stadtmauer, im Herrngarten, auf dem Marienplatz, Kleinkin-
derspielangebot im City-Carree)?
Die Spielplätze im Herrngarten und an der Stadtmauer sind sehr gut und unbedingt zu erhalten.
Das Spielangebot im City-Carree ist sinnvoll, auch wenn die Geräte ästhetisch nicht schön sind.
Das Spielangebot ist ein Anziehungspunkt für Kinder.
Der Friedensplatz könnte ein idealer Spielraum sein. Hierbei müssen nicht 'klassische' Spielge-
räte aufgestellt werden. Denkba r wären Bänke, die als Tiere gestaltet sind, Findlinge, die zum
Spielen anregen o. ä.
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
Wo würden Sie Spielräume aufgeben, wo Spielmöglichkeiten schaffen?
Die Georg-Büchner-Anlage und der Friedensplatz sind als Spielräume zu erhalten. Es sollte ge-
prüft werden, ob auf der Georg-Büchner-Anlage ein Ort für jugendliche Punker ausgewiesen
werden kann.
Weiterhin sollten, wie erwähnt, in der Innenstadt / in der Fußgängerzone Spielpunkte entwi-
ckelt werden. Der Schlossgraben eignet sich nur in den Bereichen zum Spielen in denen der
Graben breit und sonnig ist, denkbar wäre auch die Bespielung der Bastion.
Welche Plätze und Orte sind aus Ihrer Sicht für Spielraumangebote nicht geeignet (z. B. Markt-
platz, Luisenplatz, Ludwigsplatz, Friedensplatz, Karolinenplatz)? Warum sind diese Orte nicht für
Spielraumangebote geeignet?
Außer dem Luisenplatz (hohe Verkehrsbelastung) sind alle Plätze der Innenstadt als Spielräume
geeignet.
Welche Altersgruppen sollten bei der Planung v on Spielräumen besonders berücksichtigt wer-
den?
Vorrangig Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren.
Wie stellen Sie sich die Beteiligung der Zielgruppe (Kinder / Familien) bei der Neugestaltung von
Spielangeboten vor?
Die Beteiligung sollte dem Alter der Kinder angemessen sein, d. h. jüngere Kinder (Kindergar-
tenalter) sollten z. B. an einem Tag / innerhalb einer Woche direkt befragt werden. Ältere Kinder
könnten auch einen Fragebogen ausfüllen.
Handel und Kinder
Welche Angebote des Handels für Kinder sind Ihnen in der Innenstadt bekannt?
Spielmöglichkeiten bei Buch Habel, Faix, Thalia sowie Kinderabteilungen der Kaufhäuser, Mc
Donalds, Burger King oder Nanu Nana.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
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Halten Sie die Angebote des Handels (Versorgung, Spielen ...) für Kinder bzw. Familien für aus-
reichend? Falls nein, was fehlt, was sollte ergänzend angeboten werden?
Es fehlt an adäquaten Gastronomieangeboten für Kinder (nicht nur 'Kinderteller'), Cafés sind
nicht auf die Bedürfnisse von Kindern eingestellt.
Es sollten mehr Toiletten für Kinder angebot en werden. Generell sollte man sich am Kinder
Angebot von IKEA orientiert.
Existieren Kooperationen zwischen der Stadt und dem Handel zur Förderung der Kinderfreund-
lichkeit in der Stadt? Falls nein, können Sie sich diese Vorstellen, wie könnten diese aussehen?
Es existiert eine Kooperation zwischen Jugendförderung und dem City-Carree zur Organisation
der Weihnachtsbetreuung sowie mit dem Cinemaxx zur Organisation von Filmangeboten zu
vergünstigten Preisen.
Ausbaubar sind die Betreuungsangebote für Kinder an verkaufsoffenen Sonntagen, an Samsta-
gen sowie in der Vorweihnachtszeit. Weiterhin sollte es mehr kommerzfreie Angebote für Kin-
der im Rahmen von Events (verkaufsoffener S onntag) geben und Kindern die Möglichkeit des
kostenfreien Trinkens in der Innenstadt angeboten werden.
Wie bewerten Sie zielgruppenbezogene, temporär e Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt
(z. B. Projekte im Rahmen von 'Ab in die Mitte')?
Nicht bekannt.
Sind Events wie der Weltkindertag aus Ihrer Sicht Imagegeber für die Innenstadt?
Ja, da hier viele Angebote für Kinder organisier t werden, die nichts kosten. Es wäre schön,
wenn der Weltkindertag von der Größe und dem Stellenwert dem Heinerfest entspräche.
Wie bewerten Sie 'einkaufsbezogene' Betreuung smöglichkeiten oder Spielmöglichkeiten (Out-
door, Indoor) von Kindern? Welche Chancen sehen Sie in der Darmstädter Innenstadt entspre-
chende Angebote zu eröffnen?
Einkaufsbezogene Betreuungsmöglichkeiten sind denkbar, wenn sie zentral gelegen angeboten
werden und nichts kosten. Das 'Feriencitybüro' der Jugendförderung im City-Carree ist vor
einigen Jahren sehr gut angenommen worden.
Die Angebote des Kinderschutzbundes / der Adventisten sind nicht zentral genug, um durch die
Familien angenommen zu werden. Außerdem wu rden die Angebote nicht offensiv genug be-
worben.
Wie stehen Sie zu fest definierten Anlaufpunkten für Kinder (Sicherheit) in der Innenstadt?
Anlaufpunkte für Kinder werden voraussichtlich nicht funktionieren, da Kinder, die verloren ge-
hen eher sehr klein sind und sich keine Punkte in der Innenstadt merken können. Ein solches
Angebot sollte getestet werden, bevor es endgül tig installiert wird. Besser wäre es, in jedem
Kaufhaus einen Anlaufpunkt anzubieten, da insb esondere kleine Kinder 'nahe' Hilfsangebote
benötigen.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
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60
Termin: 20.03.2007, 10.00 Uhr
Ort: City-Carree 1
Gesprächsleitung: Brigitte Holz, Silke Lässig
Gesprächspartner Frau Herdel, Darmstadt Marketing GmbH, Frau Jansen, Citymarketing Darmstadt e. V.
Kinder und Familien in der Innenstadt
Wo nehmen Sie Kinder / Familien in der Innenstadt wahr?
Kinder sind überall in der Fußgängerzone zu sehen. Verstärkt sind sie Im City-Carree / in der
Centralstation erlebbar. Kinder und Eltern sind häufig an Orten, die kinderfreundlich sind oder
Angebote für Kinder vorhalten. Weiterhin sind Kinder und Familien bei Veranstaltungen im Lui-
sencenter anzutreffen.
Welche Angebote für Kinder / Familien in der Innenstadt sind Ihnen bekannt?
Kleinkinderspielgeräte im City-Carree, Sciencec amp im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Ab in
die Mitte', Spielplatz auf dem Friedensplatz, in der Georg-Büchner-Anlage, Legotisch vor La-
vazza Espressobar im City-Carr ee / in begrenztem Umfang wird auch der Spielplatz im Herrn-
garten von Innenstadtnutzer/innen in Anspruch genommen.
Was benötigten Kinder / Familien in der Innenstadt?
Der ganze Innenstadtbereich sollte für Kinder ein Spielraum sein, in dem sie sich gerne bewe-
gen. Für Eltern spielt die Sicherheit (übersichtl iche Gestaltung) eine große Rolle, damit Kinder
'nicht verloren gehen können'; die Darmstädter Innenstadt bietet hierzu sehr gute Vorausset-
zungen.
Wie bewerten Sie die Zugänglichkeit zur Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Zugänglichkeit der Innenstadt für den ÖPNV und MIV ist als sehr gut zu bezeichnen. Einge-
schränkt wird die Zugänglichkeit allerdings durch die Parkgebühren und wenigen kostenfreien
Parkplätzen. Auch fußläufig und mit Kinderwagen sowie mit dem Fahrrad ist die Innenstadt aus
den angrenzenden Quartieren gut zu erreichen. Der Cityring ist an den meisten Stellen gut zu
queren.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsanreize der Innenstadt für die ge-
nannte Zielgruppe?
Außer den Angeboten des Handels (z. B. Thalia, Bu ch Habel/Schlapp) existieren zumindest im
Winter keine Angebote für Kinder in der Innenstadt. Wichtig wäre, für Kinder eine 'Oase' zu
schaffen, in der Sie 'geborgen' spielen und sich erholen können.
Im öffentlichen Raum sind keine Aufenthaltsanreize für Kinder zu finden.
Welchen Orten sollte eine erhöhte Aufmerksa mkeit für die genannte Zielgruppe gewidmet
werden? Welche Orte beinhalten ein erhöhtes Gefährdungspotential?
Der Ludwigplatz, das City-Carree und die Wilhelmi nenstraße sollten als Spielräume für Kinder
gestaltet werden. Der Marktplatz bietet sich ni cht unbedingt an, da hier bereits sehr viele Nut-
zungen zu verzeichnen sind. Die Orte sollten 'kus chelig' sein. Es sollte selbstverständlich sein,
dass Kinder und Familien die Innenstadt gemeinsam erleben können.
Als gefährliche Orte werden der Luisenplatz (h ohes Verkehrsaufkommen) und die Wilhelmi-
nenstraße (Fahrradfahrer) eingestuft.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
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Wie bewerten Sie die Mobilität innerhalb der Innenstadt für die genannte Zielgruppe?
Die Mobilität in der Innenstadt ist aufgrund ihrer Kompaktheit als sehr gut zu bezeichnen. Ledig-
lich auf dem Luisenplatz ist die Mobilität durch das hohe Verkehrsaufkommen eingeschränkt.
Spielräume in der Innenstadt
Wie bewerten Sie das vorhandene Spielraumangebo t in der Innenstadt (Friedensplatz, Georg-
Büchner-Anlage, an der östlichen Stadtmauer, im Herrngarten, auf dem Marienplatz, Kleinkin-
derspielangebot im City-Carree)?
Spielplatz Herrngarten Note 2
An der Stadtmauer Note 2
Spielangebot im City-Carree Note 2 - 3
Friedensplatz Note 4 - 5 (zu sehr ab geschottet, zu wenig offen gestaltet)
Spielplatz Marienplatz Note 4 - 5
Georg-Büchner-Anlage Note 4 - 5
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
Wo würden Sie Spielräume aufgeben, wo Spielmöglichkeiten schaffen?
Es könnten im City-Carree, auf dem Friedenspla tz, in der Wilhelminenstraße, auf dem Ludwig-
platz und auf dem Stadtkirchplatz Angebote für Kinder geschaffen werden.
Das Spielen für Kinder sollte in 'sicheren Nischen' erfolgen, in denen sich Kinder wie Eltern
wohlfühlen. Darüber hinaus könnte der Handel sein bisheriges Angebot zu einem Gesamtkon-
zept ausbauen (Prinzip IKEA; z.B. Tür 'aufhalten', keine Schwellen, positive Einstellung gegen-
über Kindern). Spielangebote sollten in Kombination mit Gastronomieangeboten ausgewiesen
werden oder im öffentlichen Raum um Bänke und Bäume ergänzt werden.
Welche Plätze und Orte sind aus Ihrer Sicht für Spielraumangebote nicht geeignet (z. B. Markt-
platz, Luisenplatz, Ludwigsplatz, Friedensplatz, Karolinenplatz)? Warum sind diese Orte nicht für
Spielraumangebote geeignet?
Nicht geeignet sind der Luisenplatz (Verkehr) sowie der Karolinenplatz (außerhalb der City).
Welche Altersgruppen sollten bei der Planung v on Spielräumen besonders berücksichtigt wer-
den?
Vorrangig Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren.
Wie stellen Sie sich die Beteiligung der Zielgruppe (Kinder / Familien) bei der Neugestaltung von
Spielangeboten vor?
Die Beteiligung sollte in zwei Stufen erfolgen. In der 1.Phase sollte Eltern nach Spielorten für
ihre Kinder bzw. nach Verweilorten befragt we rden. In der 2.Phase sollten diese Flächen in Zu-
sammenwirken mit Kitas und Schulen gestaltet werden.
Handel und Kinder
Welche Angebote des Handels für Kinder sind Ihnen in der Innenstadt bekannt?
Spielmöglichkeiten bei Dielmann (Rutsche), Faix (Spielhaus), Luisencenter und E-plus ('Bezahl-
fahrzeuge'), Lavazza, Henschel + Ropertz, Thalia u. a..
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
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Halten Sie die Angebote des Handels (Versorgung, Spielen ...) für Kinder bzw. Familien für aus-
reichend? Falls nein, was fehlt, was sollte ergänzend angeboten werden?
Es sind durchaus Angebote für Kinder in der Innenstadt vorhanden. Es fehlt aber an der Über-
zeugung, das Angebot – soweit Familien die Zielgruppe des Handel sind – auf die Bedürfnisse
der Familien abzustimmen (Prinzip IKEA). So könnten z. B. Ärzte verstärkt Spielecken einrichten
oder anbieten und Eltern mit Kindern 'vorgezogen' behandelt werden. Denkbar wäre auch, die
Angebote der Gastronomie für Kinder zu zertifi zieren ('kinderfreundliche Gastronomie'), um so
den Standart der Gastronomie zu erhöhen.
Existieren Kooperationen zwischen der Stadt und dem Handel zur Förderung der Kinderfreund-
lichkeit in der Stadt? Falls nein, können Sie sich diese Vorstellen, wie könnten diese aussehen?
Die Projekte und Events im Rahmen des Programms 'Ab in die Mitte' wurden in Zusammenar-
beit von Handel und Stadt entwickelt.
Grundsätzlich wäre eine Kooperation zur Organisation einer Kinderbetreuung in der Innenstadt
wünschenswert. Positive Beispiele hierfür gibt es in Aschaffenburg und Erlangen.
Die Idee eines 'Wissenschaftsspielplatzes', die im Rahmen der Aktion 'Ab in die Mitte' mit dem
Handel entwickelt wurde, sollte weiterverfolgt und umgesetzt werden. Auch die Projekte 'For-
schercamp' oder 'Sciencecamp' könnten in Kombination mit dem Handel umgesetzt werden.
Wie bewerten Sie zielgruppenbezogene, temporär e Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt
(z. B. Projekte im Rahmen von 'Ab in die Mitte')?
Diese Aktionen sind hilfreich, da sie der Anstoß für eine längerfristige Kooperation zwischen
unterschiedlichen Partner sein können.
Bei der Organisation von Events sollten, sofern es in das Gesamtkonzept passt, Kinderangebo-
te integriert werden.
Sind Events wie der Weltkindertag aus Ihrer Sicht Imagegeber für die Innenstadt?
Ja, da man Akzente setzen kann, wenn Familien die Hauptzielgruppe des Handels sind.
Wie bewerten Sie 'einkaufsbezogene' Betreuung smöglichkeiten oder Spielmöglichkeiten (Out-
door, Indoor) von Kindern? Welche Chancen seh en Sie, in der Darmstädter Innenstadt entspre-
chende Angebote zu eröffnen?
Derzeit versucht eine Privatperson eine pri vate Innenstadtbetreuung für Kinder aufzubauen.
Diese ist mit Gebühren verbunden und stellt daher eine sinnvolle Ergänzung aber keine Ersatz
zu kostenfreien Angeboten dar. Generell sollte eine einkaufsbezogene Betreuungsmöglichkeit
so attraktiv sein, dass Kinder dort 'hin möch ten' und nicht 'abgegeben werden'. Eine Etablie-
rung wird für vorstellbar gehalten.
Wie stehen Sie zu fest definierten Anlaufpunkten für Kinder (Sicherheit) in der Innenstadt?
Anlaufpunkte für Kinder wären gut, da man Kind er darauf 'trainieren' kann. Ein Angebot sollte
zunächst getestet werden, um zu sehen, wie es angenommen wird.
Darmstadt Kinderfreundliche Innenstadt
Integriertes Gesamtkonzept - Bestandsanalyse
Freischlad + Holz, Planung und Architektur im Auftrag des Stadtplanungsamtes
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Termin: 30.03.2007, 12.00 Uhr
Ort: Karstadt
Gesprächsleitung: Silke Lässig
Gesprächspartner Herr Göttert, Karstadt Darmstadt / Vorsitzender Darmstadt Citymarket ing e. V., Frau Jan-
sen, Darmstadt Citymarketing e. V.
Kinder und Familien in der Innenstadt
Wo nehmen Sie Kinder/Familien in der Innenstadt wahr?
In erster Linie werden Kinder und Familien im eigenen Haus in den Abteilungen Kinderspiel-
zeug und Kinderkleidung und bei Aktionen wahrgenommen. Darüber hinaus werden Kinder und
ihre Mütter überall in der Fußgängerzone erlebt.
Was benötigten Kinder/Familien in der Innenstadt?
Kinder und ihre Familien benötigen sichere We ge, Aufenthaltsmöglichkeiten mit und ohne
Betreuung, Beschäftigungsflächen und –räume für Kinder sowie Orte, an denen sie gefördert
und aktiviert werden.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsanreize der Innenstadt für die genann-
te Zielgruppe?
Die Aufenthaltsqualität der Innenstadt ist eher dürftig. Innerhalb der Fußgängerzone ist die
Sicherheit für Familien als gut zu bewerten, lediglich die Wil helminenstraße ist aufgrund des
Fahrradverkehrs eher gefährlich.
Es fehlt in der Innenstadt eine Betreuungsmöglichkeit für Kinder.
Handel und Kinder
Welche Angebote des Handels für Kinder sind Ihnen in der Innenstadt bekannt?
Aktionen des Handels (Weihnachten, Jubiläum u. ä.), Give-aways wie Luftballons und sonstige
Geschenke, kindgerechte Präsentation der Waren sowie Spielecken.
Halten Sie die Angebote des Handels (Versorgung, Spielen ...) für Kinder bzw. Familien für aus-
reichend? Falls nein, was fehlt, was sollte ergänzend angeboten werden?
Das Angebot könnte erweitert werden, z. B. durch eine verbesserte Beschilderung vorhande-
ner Angebote und erweiterte Versorgungsangebote (Wickeltische, Kindertoiletten u. ä.).
Existieren Kooperationen zwischen der Stadt und dem Handel zur Förderung der Kinderfreund-
lichkeit in der Stadt? Falls nein, können Sie sich diese vorstellen, wie könnten diese aussehen?
Die Kooperationen zwischen Stadt und Handel existieren nicht, sollten aber angestrebt werden.
Gemeinsam sollte erarbeitet werden, was umgesetzt werden kann. Verfolgt werden sollte eine
freiwillige Selbstverpflichtung des Handels zur Umsetzung von gemeinsamen Maßnahmen.
Wie bewerten Sie zielgruppenbezogene, temporär e Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt
(z. B. Projekte im Rahmen von 'Ab in die Mitte')?
Events tragen zur Belebung der Innenstadt bei. Die Aktionen sollten eine Dauereinrichtung
werden, da junge Menschen begeistert die Angebote der Events nutzen. Hierbei muss es sich
nicht nur um Aktionen wie 'Ab in die Mitte' handeln.
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Sind Events wie der Weltkindertag aus Ihrer Sicht Imagegeber für die Innenstadt?
Ja, da sie die Profilierung der Innenstadt unterstützen. Die Aktionen können helfen den 'Vor-
sprung' der Malls auf der grünen Wiese zu verringern.
Wie bewerten Sie 'einkaufsbezogene' Betreuung smöglichkeiten oder Spielmöglichkeiten (Out-
door, Indoor) von Kindern? Welche Chancen seh en Sie in der Darmstädter Innenstadt, entspre-
chende Angebote zu eröffnen?
Einkaufsbezogene Betreuungsmöglichkeiten sind sehr sinnvoll, aber nur schwer über den Han-
del einzurichten. Es wäre gut, wenn die Stadt di e Initiative zur Einrichtung einer Kinderbetreu-
ung übernehmen würde. Eine Zusammenarbeit de s Handels zur Umsetzung des Projektes
wäre wünschenswert, ist aber schwierig in der Umsetzung.
Die Finanzierung des Projektes k önnte durch den Handel mitgetragen werden, allerdings sollte
sich die Stadt mit einem Zuschuss (Defizitausgleich) beteiligen.
Die Betreuung sollte an einem zentralen Ort in der Fußgängerzone angeordnet werden und gut
erschlossen sein (Aufzüge, Nähe zu Parkplätzen).
Wie stehen Sie zu fest definierten Anlaufpunkten für Kinder (Sicherheit) in der Innenstadt?
Anlaufpunkte für Kinder sind eine charmante Idee , aber es ist unklar, ob sie auch umzusetzen
sind. Es ist kein Projekt bekannt, in dem die Idee erfolgreich umgesetzt werden konnte.
Termin: 02.05.2007
Ort: TUD
Gesprächsleitung: Brigitte Holz
Gesprächspartner Herr Seidler, Kanzler TUD
Spielräume in der Innenstadt
Wie bewerten Sie das vorhandene Spielraumangebot in der Innenstadt?
Das Spielraumangebot der Innenstadt ist kaum wahrnehmbar und in der Ausstattung äußerst
mässig.
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
Das Spielraumangebot sollte deutlich wahrnehmbar sein und Alleinstellungsmerkmale aufwei-
sen.
Wie sollte sich das Spielangebot für Kinder in der Innenstadt aus Ihrer Sicht entwickeln?
'Science goes public' könnte ein hervorragendes Motto für ein Spielangebot (s. Mathematikum
in Giessen) sein. Dass hierfür sowohl Partner auf Universitätsebene als auch aus der Wirtschaft
zu gewinnen sind, ist sehr gut vorstellbar.
Kinderfreundliche Universität
Welche Angebote für eine kinderfr eundliche Universität plant die TUD in der Innenstadt umzu-
setzen?
Wir planen die Einrichtung von Krippenplätzen sowie Kinderbetreuungsplätzen für Studierende.
Wäre es vorstellbar, dass Teile des Schlosses (z . B. Bastion, Schlossgraben) für ein Spielange-
bot genutzt werden?
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Im Bereich der Bastion ist dies für uns vorste llbar. Den Schlossgraben sehen wird unter dem
Stichwort 'mangelnde soziale Kontrolle' insbesondere in Nachtstunden kritisch. Im übrigen
weisen wir daraufhin, dass das Areal uns erst ab dem Jahr 2011 zur Verfügung steht.
Könnten Sie sich vorstellen das 'Wallhaus' im Sinne einer Kinderbetreuungseinrichtung zu nut-
zen?
Bislang ist dies nicht vorgesehen. Wir werden den Gedanken prüfen.
Inwieweit ist eine Beteiligung an der Spielraumgestaltung der Innenstadt der TUD (z. B. Bereit-
stellung von Flächen / Räumen, finanzielle Be teiligung, Kooperation bei gemeinsamen Projek-
ten) vorstellbar?
Sofern sich eine 'Win-Win' Situation einstellt, sind Kooperationen für uns vorstellbar.
Weiteres Vorgehen
Es wird festgehalten, dass sinnvoll wäre, zu den oben genannten Themen Gespräche mit der
Frauenbeauftragten der TUD, Frau Dr. Zybell sowie mit Frau Borzykowsky zu führen.
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2. Vermerke
Termin: 16.03.2007, 8.30 Uhr
Gesprächsleitung: Silke Lässig
Gesprächspartner Herr Perninger, Feuerwehr
Folgende Informationen der Feuerwehr wurden erläutert:
Angriffswege der Feuerwehr
Die im übergebenen Plan 'Belegung öffentlich e Flächen' eingezeichneten befahrbaren Flächen
der Feuerwehr sind zutreffend. Die befahrbaren Flächen sind auf dem Ludwigsplatz im Vorfeld
des LP6 sowie des Boulevards zu ergänzen. Es ist jeweils ein 5 m breiter Streifen ab Fassade
freizuhalten. Die Streckenführung orientiert sich an der Straßenführung und verbindet die Elisa-
bethenstraße im Süden mit der Schulstraße und im Norden der Ludwigstraße.
Grundsätzlich sind alle Straßen, auch wenn sie als Fußgängerzone deklariert sind, als Feuer-
wehrangriffswege anzusehen.
Aufstellung von Spielgeräten
Herr Perninger weist darauf hin, dass viele Gebäude der Innenstadt den Feuerwehreinsatzwa-
gen als zweiten Fluchtweg ausgewiesen haben. Di es bedeutet, dass im unmittelbaren Vorfeld
der Gebäude (z. B. LP6) zusätzlich Aufstellflächen vorzusehen sind, um ein Anleitern zu gewähr-
leisten.
Es wird vereinbart, dass im Fall einer Aufste llung von Spielgeräten / Spielpunkten in der Fuß-
gängerzone der Einzelfall mit der Feuerwehr ab zu klären ist.
Termin: 28.03.2007, 8.30 Uhr
Ort: Ordnungsamt
Gesprächsleitung: Silke Lässig
Gesprächspartner Herr Kobsa, Frau Schledt-Zahn, Ordnungsamt
Folgende Informationen wurden gegeben:
Lieferzeiten
Die Fußgängerzone darf nur in der Zeit von 6.00 – 11.00 Uhr und 13.30 – 14.30 zum Be- und
Entladen befahren werden. Es gibt keine besonders ausgewiesenen Aufstellflächen für den
Lieferverkehr in der Fu ßgängerzone. In der o. g. Zeit dü rfen Lkws jeden Punkt der Fußgänger-
zone anfahren.
Kundenstopper
Für die Aufstellung eines Kundenstoppers ist die Genehmigung des Ordnungsamts einzuholen.
Generell wird jedem Geschäft nur die Aufstellung eines Kundenstoppers erlaubt. Teilweise
gelten noch alte Verträge, die die Aufstellung von zwei Kundenstoppern möglich machen.
Die Kundenstopper müssen entweder direkt an der Fassade (bis 60 cm in den Straßenraum
ragend) oder im Bereich der Baumreihen aufges tellt werden. Der Bereich zwischen den Baum-
reihen und der Fassade ist für den Fußverkehr freizuhalten.
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Die Einhaltung der Genehmigungen werden durch das Ordnungsamt überprüft und bei Miss-
achtung mit Bußgeldern geahndet.
Warenauslagen
Die Genehmigungen für Warenauslagen werden auf Dauer der spezifischen Ladennutzung
erteilt. Für jede Warenauslage ist eine Genehmigung beim Ordnungsamt einzuholen. Die Flä-
che der Warenauslage wird individuell mit dem Ordnungsamt abgestimmt und in der Genehmi-
gung festgehalten. Frau Schledt-Zahn wird F + H eine Auflistung der derzeit erteilten Genehmi-
gungen übergeben.
Wirtschaftsgärten
Die Genehmigungen für Wirtschaftsgärten müssen jährlich beantragt werden. Für jeden Wirt-
schaftsgarten ist eine Genehm igung beim Ordnungsamt einzuholen. Die Fläche des Wirt-
schaftsgartens wird individuell mit dem Ordnungsamt abgestimmt und in der Genehmigung
festgehalten. Herr Kobsa wird F + H eine Auflis tung der derzeit erteilten Genehmigungen incl.
der dazugehörigen Pläne übergeben.
Für die Zeit des Heinerfestes (rund um Schloß, Rheinstraße, Luisenplatz, Marktplatz) werden
die Genehmigungen außer Kraft gesetzt. Die Außengastronomie während des Heinerfestes
wird mit dem Heinerfestausschuss individuell abgestimmt.
Sondernutzungen
Das Ordnungsamt kann für den gesamten öffentlichen Raum eine Sondernutzungserlaubnis
erteilen. Hiervon ausgenommen ist nur der Marktplatz (Verwaltung: Herr Cölsch, Marktmeister),
der Bereich des Schlosses (Ver waltung: Hessisches Immobilienm anagement) sowie ein fünf
Meter breiter Streifen südlich des RP auf dem Luisenplatz.
Sondernutzungsgenehmigungen werden grundsätzlich nur tageweise erteilt und müssen sich
an die räumlichen Gegebenheiten des öffentlichen Raums anpassen. D. h. wenn die derzeit
vorhandene Fläche durch die Aufstellung eines Spielgeräts bzw. Spielpunkts eingeschränkt
würde, so müssten zukünftige Nutzer des öffent liches Raums (z. B. Schausteller) ihr Angebot
anpassen.
Fliegende Händler
Grundsätzlich sind fliegende Händler in der Fußgängerzone nicht erlaubt. Hiervon ausgenom-
men sind:
- Musiker, die alle 30 Minuten ihren Standort wechseln müssen
- Künstler, die ihre Produkte vor Ort herstellen und sie dann verkaufen dürfen.
Beratungsverlauf (2)
Orte (41)
- Bessunger Straße 125
- Spreestraße 3a
- Wilhelminenstraße
- Luisenstraße
- Schuchardstraße
- Ernst-Ludwig-Straße
- Grafenstraße
- Hügelstraße
- Kirchstraße
- Holzstraße
- Zeughausstraße
- Kasinostraße
- Rheinstraße
- Frankfurter Straße
- Alexanderstraße
- Landgraf-Georg-Straße
- Nieder-Ramstädter Straße
- Zimmerstraße
- Wilhelm-Glässing-Straße
- Schützenstraße
- Schulstraße
- Schleiermacherstraße
- Pädagogstraße
- Adelungstraße
- Bleichstraße
- Lindenhofstraße
- Elisabethenstraße 5
- Ludwigstraße
- Neckarstraße
- Friedensplatz
- Luisenplatz
- Marktplatz
- Ludwigsplatz
- Stadtkirchplatz
- Ernst-Ludwigs-Platz
- Schlossgraben
- Karolinenplatz
- Mathildenplatz
- Heidelberger Straße
- Erich-Ollenhauer-Promenade
- Karlstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0698
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 21.11.2007
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00