AN/1814/2022
Digitale Partizipation ausbauen: Bürgerschaftliches Engagement stärken
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
4093 Zeichen
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Herrn Derichsweiler Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 19.10.2022 AN/1814/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden 31.10.2022 Digitale Partizipation ausbauen: Bürgerschaftliches Engagement stärken Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragstellenden bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden am 31.10.2022 aufzunehmen. Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, unter Einbezug der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. einen Maßnahmenkatalog zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements zu entwickeln und umzusetzen, das insbesondere konkrete Vorhaben darstellt, die die Partizipation, Vernetzung und Beteiligung von Bürger*innen stärkt. Hierbei soll der Fokus auf die Nutzung von digitalen Tools und Plattformen liegen, die ein nied- rigschwelliges Angebot für Bürger*innen machen, sich an ehrenamtlichen bürger- schaftlichen Projekten zu beteilig en oder sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteili- gung einzubringen. 2. Zur Umsetzung können bestehende Kooperationen mit Dritten projektbezogen ge- nutzt werden, um die entsprechenden Maßnahmen zu begleiten, zu unterstützen o- der durchzuführen. 3. Die Verwaltung wird gebeten, nach Abschluss der Maßnahmen Konsequenzen für die weitere Förderung des ehrenamtlichen Engagements und den Ausbau der digitalen Beteiligungsmöglichkeiten der Stadt Köln zu ziehen. - 2 - 4. Die monetäre Deckelung im städtischen Haushalt 2022 zur Umsetzung der Maßnah- men erfolgt über den beschlossenen politischen Veränderungsnachweis über 25.000 € (vgl. AN/2094/2021). 5. Die Verwaltung wird gebeten dem Ausschuss den Maßnahmenkatalog zur Kenntnis- nahme vorzulegen. Begründung: Mit der Corona-Pandemie hat sich die Notwendigkeit erhöht, gerade mit Hilfe von digitalen Tools und Plattformen die Beteiligung von Bürger*innen zu ermöglichen. Mit ‚Meinungfuer- koeln‘ und die ‚Sag’s mir -App‘ hat Köln zwei digitale Pattformen die bisher auf zwei Bereich abziehen: Öffentlichkeitsbeteiligung an städtischen Vorhaben und Beschwerde an die Stadt Köln. Ziel des Antrags ist es, einen weiteren Aspekt in den Fokus zu rücken und insbesonde- re das bürgerschaftliche Engagement im Bereich öffentlicher Rau m zu fördern, indem Bür- ger*innen sich digital, projektbezogen vernetzen und sich auch jenseits von klassischen Ver- einsstrukturen bürgerschaftlich einbringen können. Gerade im öffentlichen Raum mit einem „Blick vor Ort“ zeigt sich oftmals ein verstärktes In teresse und ist ein Ansatzpunkt Bür- ger*innen und ihre Ideen für Belange von z.B. Klima/Umwelt/Grün, Verkehr oder Stadt- und Quartiersentwicklung zu beteiligen. Zur Entwicklung konkreten Maßnahmen bietet sich an, die Kölner Freiwilligen Agentur e.V. als städtischer Partner im Büro für Öffentlichkeitsbeteili- gung miteinzubeziehen. Mit der monetären Deckelung durch den politischen Veränderungs- nachweis schaffen wir einen ersten Impuls für die Stärkung von bürgerschaftlichen Engage- ments in dieser Richtung und unt erstützen die Überlegungen auch Kooperations- partner*innen an der Begleitung und Umsetzung der Maßnahmen zu beteiligen, wenn dies als sinnvoll erachtet wird. Ein umfassendes Konzept kann und soll an dieser Stelle nicht er- stellt werden, weshalb von einer wei teren Beratung und Beschlussfassung im Ausschuss abgesehen werden kann. Die durchzuführenden Maßnahmen sollen daher dem Ausschuss zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsgeschäftsführer
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
3629 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
OB/OB-1
Vorlagen-Nummer 01.09.2023
AN/1814/2022
Stand: 01.09.2023
Sachstandsbericht
Digitale Partizipation ausbauen: Bürgerschaftliches Engagement stärken
Status in Bearbeitung
erledigt
Beschluss:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, unter Einbezug der Kölner Freiwilligen Agentur
e.V. einen Maßnahmenkatalog zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engage-
ments zu entwickeln und umzusetzen, das insbesondere konkrete Vorhaben
darstellt, die die Partizipation, Vernetzung und Beteiligung von Einwohner*in-
nen stärkt. Hierbei soll der Fokus auf die Nutzung von digitalen Tools und Platt-
formen liegen, die ein niedrigschwelliges Angebot für Einwohner*innen ma-
chen, sich an ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Projekten zu beteiligen oder
sich im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung einzubringen.
2. Zur Umsetzung können bestehende Kooperationen mit Dritten projektbezogen
genutzt werden, um die entsprechenden Maßnahmen zu begleiten, zu unter-
stützen oder durchzuführen.
3. Die Verwaltung wird gebeten, nach Abschluss der Maßnahmen Konsequenzen
für die weitere Förderung des ehrenamtlichen Engagements und den Ausbau
der digitalen Beteiligungsmöglichkeiten der Stadt Köln zu ziehen.
4. Die monetäre Deckelung im städtischen Haushalt 2022 zur Umsetzung der
Maßnahmen erfolgt über den beschlossenen politischen Veränderungsnach-
weis über 25.000 € (vgl. AN/2094/2021).
5. Die Verwaltung wird gebeten dem Ausschuss Bürgerbeteiligung, Anregun-
gen und Beschwerden sowie dem Digitalisierungsausschuss den Maßnah-
menkatalog zur Kenntnisnahme vorzulegen.
Aktueller Bearbeitungsstand:
Zur Klärung von Rückfragen fanden im Dezember 2022 und Januar 2023 Gespräche
mit der Politik und der Verwaltung statt.
2
Die Umsetzung eines einjährigen Projekts hätte ausgeschrieben werden müssen.
Eine Einbindung der Kölner Freiwilligen Agentur e.V. ohne Ausschreibung wäre mit
den Vergabegrundsätzen der Stadt Köln nicht vereinbar gewesen. Da der Beschluss
erst Ende Oktober getroffen wurde, war eine Ausschreibung und Beauftragung bis
zum Kassenschluss Anfang Dezember nicht mehr möglich. Daher hatte die Kommu-
nalstelle zur Förderung und Anerkennung Bürgerschaftlichen Engagement (FABE)
eine Mittelübertragung beantragt. Wie sich im Verlauf herausstellte, wurden die Mittel
nicht übertragen.
Es wurde sehr intensiv überlegt, was der Intention des Beschlusses entsprechen, aber
auch mit Blick auf die bereits vorhandenen Strukturen machbar wäre.
Ziel sollte es aus Sicht der Kommunalstelle FABE sein, nicht durch ein Projekt eine
neue kurzfristige Struktur zu schaffen, sondern es dauerhaft für die Bürgerschaft ein-
facher zu machen, sich in dem bislang vorhandenen „Angebotsdschungel“ zurechtzu-
finden.
Die Kommunalstelle FABE hat daher die vorhandenen umfangreichen und reichhalti-
gen Angebote für Partizipation und bürgerschaftliches Engagement (Meinung für Köln,
Sag´s uns App, un:box cologne, senf.app und nebenan.de) auf einer Internetseite
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/ehrenamt/ideen-zum-netzwerken-zur-be-
teiligung
gebündelt, die von der Bürgerschaft bei der Suche zu den Themen Partizipation, bür-
gerschaftliches Engagement etc. leicht zu finden ist. Auf dieser Seite sind die einzel-
nen Angebote mit entsprechender Beschreibung verlinkt. Durch die Beschreibungen
wird der Bürgerschaft deutlich, welches Angebot zu welchem Anliegen passt und sie
kann passgenau die Institution auswählen, die ihrem Anliegen am besten weiterhilft.
Nächste Schritte: Keine
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1814/2022
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
- Datum
- 19.10.2022
- Erstellt
- 19.10.2022 13:10