0871/2019
2. Sachstandsbericht: Entwicklung eines Service-Portals auf Basis des Ratsinformationssystems (Modellkommune Open Government des Bundes)
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/I/D2 Vorlagen-Nummer 07.06.2019 0871/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Unterausschuss Digitale Kommunikation und Organisation 17.06.2019 2. Sachstandsbericht: Entwicklung eines Service-Portals auf Basis des Ratsinformationssystems (Modellkommune Open Government des Bundes) Der 1. Sachstandsbericht zum Projekt wurde dem DIKo als Mitteilung zur Sitzung am 11.06.2018 vor- gelegt (1731/2018). Der 2. Sachstandsbericht führt die Berichterstattung fort. Hintergrund Die Stadt Köln wurde vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) im Mai 2017 im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs als eine von neun Modellkommunen für Open Govern- ment in Deutschland ausgewählt. Jede der neun Modellkommunen erhält eine projektbezogene För- derung vom BMI. Zur Ergebnissicherung soll ein Leitfaden für kommunales Open Government ge- meinsam erstellt und vom BMI veröffentlicht werden. Das Förderprojekt endet mit Veröffentlichung des Leitfadens durch das BMI im Herbst 2019. Das Projekt ist auch Bestandteil der städtischen Ver- waltungsreform. Ziel ist es, das Ratsinformationssystem zu einem umfassenden Serviceportal mit erweiterten und nut- zerorientierten Funktionen auszubauen. Als Basis dienen offene Daten, die aus dem Kölner Ratsin- formationssystem generiert und über die OParl-Schnittstelle produktiv eingebunden werden sollen (der OParl-Standard definiert eine Webservice-Schnittstelle, die den anonymen, lesenden Zugriff auf öffentliche Inhalte aus parlamentarischen Informationssystemen ermöglicht). Aktueller Sachstand Online-Dialog zum „Vorführmodell“ (8. Februar bis 14 .März 2019): Bei der Entwicklung des Portals erprobt die Stadt neue Wege und hat bereits im Vorfeld eng mit Bür- gerinnen und Bürgern, weiteren Nutzergruppen und der Stadtgesellschaft in Form von Workshops und anderen Veranstaltungen zusammengearbeitet. Dazu zählte unter anderem die Veranstaltung KölnDigital im Oktober 2017, mit der die Stadt Köln über aktuelle Digitalisierungsvorhaben und den Einsatz neuer Technologien informierte. Als Ergebnis der ersten Projektphase ist ein Vorführmodell entstanden, das die vorgesehenen Inhalte, das Design und die Funktionen in Form eines grafischen Klickmodells veranschaulicht, aber noch keine funktionsfähige Software darstellt. Das Klickmodell wurde von freien Entwicklerinnen und Ent- wicklern des zivilgesellschaftlichen OKLab Köln der Open Knowledge Foundation in Zusammenarbeit mit dem Projektteam der Stadt erstellt. Grundlage bildeten die Ergebnisse der vorher durchgeführten Beteiligungsformate. In dem Online-Dialog vom 8. Februar bis 14. März 2019 konnten alle Interessierten das Modell online kommentieren und weitere Ideen und Anregungen zur Gestaltung des Serviceportals einreichen und untereinander diskutieren. Ziel war es, herauszubekommen, was von dem Modell auf Zustimmung 2 stößt, was nicht, wo eventuell noch Verbesserungsbedarf besteht, und ob es darüber hinaus noch weitere Ideen gibt. Die Rückmeldungen helfen dem Projektteam der Verwaltung zu beurteilen, welche Funktionen nützlich sind und gebraucht werden. Fazit: Die Resonanz in den Kommentaren war durchgängig positiv. Viele lobten das Modell und auch das Angebot, an der Gestaltung mitwirken zu können. Die Kommentierenden haben besonders die Kartendarstellung, das aufgeräumte Design und die Möglichkeit der themenbezogenen Zugänge und Push-Dienste als Mehrwert hervorgehoben. Es sind einige nützliche Hinweise zu Detailverbesserun- gen eingegangen. Weiteres Vorgehen: Auswertung und Programmierung Die im Online-Dialog eingegangenen Kommentare und Vorschläge wurden vom Projektteam ausge- wertet und werden soweit machbar bei der Umsetzung des Portals berücksichtigt. In Planung ist unter anderem auch ein Usability-Test mit Probenutzern zur Überprüfung und Verfeinerung des nutzerori- entierten Designansatzes. Das OKLab wird in der weiteren Umsetzung an folgenden Schritten beteiligt werden: Anpassungen des Vorführmodells aufgrund der Ergebnisse des Online-Dialogs Übernahme anteiliger Programmierleistungen zur Umsetzung des Portals Usability-Tests und Feintuning Hierzu wurde am 19. März 2019 ein Kooperationsvertrag zwischen der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und der Stadt Köln abgeschlossen. In NRW werden die Aktivitäten zur Entwicklung eines offenen Standards für transparente Ratsinfor- mationssysteme auf Landesebene im AK Open Government koordiniert, an dem sich auch die Stadt Köln aktiv beteiligt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird eine Integration der Entwicklung des Kölner Serviceportals in die landesweite Plattform „Politik bei uns“ abgestimmt. Diese Lösung ist nach Prüfung der strategischen Optionen die eindeutig präferierte Lösung für die Stadt Köln. Aktueller Sachstand zur Produktivsetzung der OParl-Schnittstelle: Voraussetzung für die angestrebte Lösung des Serviceportals Stadtpolitik ist eine erfolgreiche Pro- duktivsetzung der OParl-Schnittstelle und die Implementierung einer Schnittstelle zum städtischen Geoinformationssystem. Die OParl-Schnittstelle, die vom Hersteller des Kölner Ratsinformationssys- tems Session für die Stadt Köln programmiert und als Testsystem implementiert wurde, führt nach den abgeschlossenen Tests noch zu teilweise fehlerhaften Datenbeständen. Der Hersteller ist beauf- tragt, die Fehler zu beheben Die Schnittstelle könnte im Anschluss auch von anderen Kommunen genutzt werden, die Session als Ratsinformationssystem einsetzen. Hierbei arbeitet die Stadt Köln weiter auch eng mit der OKF zusammen, um in absehbarer Zeit eine Lösung herbeizuführen. Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0871/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.06.2019
- Erstellt
- 07.03.2019 13:37