2459/2022
Weiterführung des Projekts Brückenbauer*
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Anlage 2 Sachbericht Brückenbauer 2021
32037 Zeichen
SACHBERICHT
BRÜCKENBAUER*
2021
Bildungsprojekt des Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
02
Zielgruppen-
erreichung
05
Aktivitäten seit
Projektbeginn
06
Herausforderungen
durch Corona
07
Maßnahmen
2021
08
Überblick 2021
10
Bedarf
11
Projektziele
04
Meinungen
Pädagog*innen
14
Ausblick
16
Lehrkraft an der Lise-Meitner-
Gesamtschule in Köln Porz
Am Bildungsprojekt
Brückenbauer* hat mich nach
der schrecklichen humanitären
Krise in 2015 besonders
fasziniert, dass sie proaktiv an
Kölner Schulen herangetreten
sind und Wissen vermitteln und
Vorurteile abbauen. Die
Sensibilisierung für das Thema
Flucht ist von hoher Bedeutung.
Nur so kann Toleranz entstehen
und können Vorurteile
abgebaut werden.
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. blickt auf mittlerweile fünf Jahre Jugend- und Bildungsarbeit
(seit 2017) an Kölner Schulen zurück. Das Projekt Brückenbauer* wirkt Diskriminierung und
Vorurteilen entgegen und bringt proaktiv Antirassismusarbeit und Menschenrechtsarbeit an
Kölner Schulen. Die Workshops schaffen ein Bewusstsein für gesellschaftliche
Chancenungleichheiten, für die Rechte Geflüchteter und regen Jugendliche und
Pädagog*innen dazu an, eine diversitätssensible Haltung zu entwickeln. Der Bedarf an
politischer Bildungsarbeit zu den Themen Flucht, Asyl, Menschenrechte, Vielfalt und
Diskriminierung steigt stetig und Lehrkräfte nehmen unsere Workshops als Entlastung und
Bereicherung wahr.
Die Jugendbildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat e.V. besteht momentan aus drei
Projektsäulen, von denen zwei (die Workshops für Schulklassen und die Fortbildungen für
Pädagog*innen) im Rahmen der dreijährigen städtischen Förderung gefördert werden.
Unser drittes Projekt, die Multiplikator*innenarbeit mit jungen Geflüchteten, ist im Oktober
2021 gestartet und wird von der Postcode Lotterie gefördert. Diese drei Säulen unserer
Bildungsarbeit erzeugen gemeinsam Synergieeffekte, die im Sinne der Zielerreichung von
Brückenbauer* sind.
SEITE 02 ZUSAMMENFASSUNG
Projektinhalt: Durchführung von Workshops an Kölner Schulen zu
Flucht, Asyl, Menschenrechten, Vielfalt und Diskriminierung für
Schüler*innen ab Klasse 5 bis Q2 sowie für Lehrkräfte und Päda-
gog*innen.
Projektlaufzeit: 3 Jahre, 01.01.2020 – 31.12.2022
Fördersumme: 45.000 € p.a.
Workshops
für
Schulklassen
Fortbil-
dungen
für
Pädagog*
innen
Multipli-
kator*
innen-
Projekt
WE CAN
SPEAK
SEITE 03 ZUSAMMENFASSUNG
Seit Beginn unserer Bildungsarbeit an
Kölner Schulen (2017) haben bereits knapp
60 Workshops für Schüler*innen der
Klassenstufen 5 - Q2 stattgefunden. Im
Rahmen der städtischen Förderung haben
bereits 36 Online- und Präsenz-Workshops
stattgefunden.
Seit Oktober 2021 haben 3 Workshops
der Workshop-Reihe "Wissen und
Kompetenz im Umgang mit geflüchteten
Schüler*innen" für Pädagog*innen
stattgefunden (Stand Februar 2022). Wir
bieten außerdem Beratungen zu
Unterrichtsgstaltung zu den Themen
Flucht, Menschenrechte & Diskriminierung
für Lehrkräfte und Pädagog*innnen an.
Ankommen
Vorurteile und Diskriminierung
Flucht und Partizipation
(entwickelt 2021)
Grenzen und Menschenrechte
(entwickelt 2021)
Neben unserem Grundlagen-
Workshop bieten wir mittlerweile
vier Vertiefungs-Workshops an:
Die Stadt Köln fördert mit der Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat e.V. seit dem
01.01.2020 konkret die Vorbereitung und Durchführung von Workshops an Kölner Schulen zu
Flucht, Asyl, Menschenrechten, Vorurteilen und damit verbundenen Themen. Zuvor wurde mit
städtischen Mitteln für „ Antirassismus-Trainings“ bereits die Entwicklung und Verschriftlichung
der Bildungseinheiten in „ Bildungspaketen“ (Okt.-Dez.2018) sowie die Durchführung von
Workshops für Schulklassen (Sept.-Dez.2019) gefördert. Durch die aktuelle Förderdauer von 3
Jahren war und ist es dem Kölner Flüchtlingsrat e.V. möglich, die bereits entstandenen
Strukturen zu stärken, bestehende Kooperationen verlässlich auszubauen, neue, nachhaltige
Bildungsformate zu entwickeln und die hohe Nachfrage an Workshops an Kölner Schulen
zeitnah zu bedienen.
PROJEKTZIELE
SEITE 04 ZIELE
I. Schüler*innen entwickeln im Rahmen eines Workshops eine
kritische Haltung zum Flüchtlingsdiskurs und erhalten Antworten auf
Ihre Fragen zum Themenkomplex Flucht und Asyl.
2021 wurden die für die 3.
Durchführungsphase vorgesehenen
Projektziele (laut Projektantrag) trotz
abgeänderter Maßnahmen auf Grund
von Corona weitgehend erreicht.
IV. Peer-Education-Strukturen werden genutzt und gefördert.
Besonders Jugendliche mit eigenem Migrations- oder
Fluchthintergrund fühlen sich durch das Angebot bestärkt, aktiv
zu partizipieren, ihre Erfahrungen als Ressourcen zu nutzen und in
den Unterricht und im Engagement einzubringen.
II. Schüler*innen fühlen sich darin bestärkt, sich für Vielfalt,
Toleranz und Menschenrechte einzusetzen, und gehen aktiv gegen
Rassismus und Diskriminierung vor.
III. Die Synergieeffekte zwischen Workshops und AGs (AG-Projekt
lief bis Okt. 2021) werden genutzt und ausgebaut. Jugendliche
werden durch das Workshopangebot zum freiwilligen
gesellschaftlichen und politischen Engagement aktiviert.
V. Multiplikator*innen und Lehrkräfte werden durch die
Angebote von Brückenbauer* fortgebildet und darin bestärkt,
den Themenkomplex Flucht und Asyl selbstständig in den
eigenen Klassen aufzugreifen. Mit dem neu gewonnen
Fachwissen fühlen sie sich bestärkt Antirassismusarbeit
themenübergreifend im Unterricht einzubringen.
VI. Analoge und digitale Bildungsmaterialien werden
Pädagog*innen und Lehrkräften auf einer digitalen Plattform
zur Verfügung gestellt.
Für das Jahr 2022 besonders relevante Projektziele:
Es haben bereits 3
Fortbildungen für
Pädagog*innen
stattgefunden, es
sollen weitere 2022
folgen.
2022 entsteht eine
digitale Bildungs-
plattform.
über Informationsschreiben an Schulleitungen, Lehrkräfte und
Schulsozialarbeiter*innen
über unsere Flyer
über die Website vom Kölner Flüchtlingsrat e.V.
über die neue Website unseres Jugend- und Bildungsbereichs
und über Instagram
Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse und pädagogisches
Personal an Schulen. Wir erreichen die Gruppen
https://koelner-fluechtlingsrat.de/arbeitsbereiche/jugend-bildungsarbeit_2
https://www.jugend-kfr.de/
https://www.instagram.com/jugend_kfr/
Mit der stetigen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums werden unsere
Angebote zusätzlich beworben und ganz gezielt an die Schulen im Netzwerk Schule-
ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage geschickt.
SEITE 05 ZIELGRUPPENERREICHUNG
Erstellung von Werbematerial (Flyer, Plakat)
Bekanntmachung des Angebots an Kölner Schulen und
Zielgruppenerreichung durch Netzwerkarbeit
Erarbeitung, praktische Erprobung eines neuen Vertiefungsmoduls
Einarbeitung von neuen Bildungsreferent*innen im Team
Pandemiebedingt wurden 4 Workshops durchgeführt, geplant waren 12
Workshops für Kölner Schüler*innen
Pilotphase (01.01.2020–31.08.2020)
AKTIVITÄTEN SEIT PROJEKTBEGINN
SEITE 06 ZEITPLAN
Erarbeitung und Durchführung des neuen Vertiefungsmoduls "Flucht &
Partizipation"
Projektanpassung an Corona-Situation & Erstellung mehrerer Online-
Workshops
Pandemiebedingt wurden 8 (Online-)Workshops durchgeführt, geplant
waren 14 Workshops für Kölner Schüler*innen
2. Durchführungsphase (01.01.2021 - 31.12.2021)
3. Durchführungsphase und Projektabschluss (01.01.2022 - 31.10.2022)
Erstellung der neuen Website für den Jugend- und Bildungsbereich
www.jugend-kfr.de
Erarbeitung und Durchführung des neuen Vertiefungsmoduls "Grenzen
und Menschenrechte"
Erarbeitung und Durchführung der Pädagog*innen-Workshopreihe
"Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen"
(1. Termin im Oktober 2021, es folgten bereits 2 Onlinre-Termine
Anfang 2022)
Pandemiebedingt durchgeführt wurden 24 (Online-)Workshops, laut
Projektantrag waren 40 geplant, nach Rücksprache mit dem KI wurde
die Anzahl auf 20 reduziert, vgl. S. 10
Durchführungsphase (01.09.2020 - 31.12.2020)1.
Um unsere Workshops im Corona-Jahr 2021 an Kölner Schulen zu
bringen, war ein beständiger Anpassungsprozess nötig.
Wie auch schon 2020 hat das zweite Projektjahr 2021 von den Bildungsreferentinnen
des Kölner Flüchtlingsrat e.V. viel Flexibilität und kreative Anpassungsbereitschaft
hinsichtlich der geplanten Projektmaßnahmen gefordert. Viele der Coronamaßnahmen
für Schulen in NRW mussten von den Kölner Schulen kurzfristig umgesetzt werden,
forderten Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen heraus und teils langfristige
Terminabsprachen und Planungen mit dem Projekt Brückenbauer* mussten verworfen
werden. Dank des regelmäßigen Austauschs mit dem Kommunalen Integrationszentrum
konnten die ursprünglich geplanten Projektmaßnahmen fortlaufend an die Situation
angepasst und vorgenommene Abänderungen evaluiert werden. Vorrangig wurden
Online-Workshopformate weiterentwickelt und hybride Angebote (Präsenz/Online)
entworfen. Obwohl die Workshops von persönlichen Begegnungen, dem Austausch von
Erlebnissen in interaktiven Diskussionsrunden und methodischem Erfahren leben,
machte unser Bildungsteam die Erfahrung, dass viele Inhalte sich gut in ein Online-
Format übertragen ließen.
Der vorliegende Sachbericht zeigt auf, dass trotz vieler Schwierigkeiten während der
Pandemie und vieler Terminabsagen und Terminverschiebungen das Interesse der
Kölner Schulen an den Brückenbauer*-Workshops ungebrochen groß ist. Dem
Bildungsprojekt gelang es auch im zweiten Pandemiejahr 2021 , sich an wechselnde
Rahmenbedingungen anzupassen und in verschiedenen Formaten Menschenrechts-
bildung an Kölner Schulen anzubieten. So konnte die hohe Nachfrage dennoch
größtenteils bedient werden.
SEITE 07 HERAUSFORDERUNGEN WEGEN CORONA
Dadurch, dass nach den Weihnachtsferien 2020/2021 recht überraschend für längere
Zeit kein Präsenzunterricht stattfand, konnten 4 für Januar und Februar geplante
Workshops nicht stattfinden. Unser angepasstes Angebot, Workshops online
durchzuführen, wurde zunächst nur sehr zögerlich angenommen. Lehrkräfte meldeten
teilweise zurück, dass insbesondere die Herausforderungen der Organisation des
Wechselunterrichts sie sehr fordere. In der Zeit zwischen den Oster- und Sommerferien,
als sich eine Art Routine in den Schulen eingespielt hatte, wurden die Workshops dann
wieder verstärkt angefragt, sodass wir sogar mehr Workshops als die mit dem KI für
diesen Zeitraum vereinbarte Anzahl durchführen konnten (15 statt 10). Bis Mitte 2021 war
der Austausch mit Lehrkräften über deren Bedarfe und Sorgen besonders hoch und
zeigte uns, dass generell, aber besonders im Regelbetrieb, ein hoher Bedarf an
Entlastung der Lehrkräfte durch politische Bildungsarbeit zum Thema Flucht vorhanden
ist.
Alle Workshops wurden im Zeitraum Januar bis Juli 2021 online durchgeführt, wobei sich
die durch Wechselunterricht bedingte Klassentrennung sogar als hilfreich erwies, da so
die Gruppen, die am Online-Workshop teilnahmen, kleiner waren. Das ermöglichte eine
interaktivere Workshopgestaltung im Online-Format. Die Bildungsrefetentinnen
erarbeiteten im April 2021 ein neues Workshopmodul mit einem Fokus auf Möglichkeiten
der Unterstützung und Mitbestimmung junger Menschen. Dieser Schwerpunkt ermöglicht
viel Teilhabe an den Inhalten des Workshops (auch für Kinder und Jugendliche mit eigener
Fluchtgeschichte) und zeigt Handlungsperspektiven bei dem oft sehr belastenden Thema
Flucht auf. Das neu erarbeitete Workshopmodul „ Flucht und Partizipation“ konnte gleich
mehrfach in den Workshops genutzt werden und es zeigte sich, dass ein großes Interesse
bei den Schüler*innen bestand, auch eigene Engagementmöglichkeiten kennenzulernen
und zu reflektieren. Hervorzuheben ist hier auch eine Workshopreihe, die wir mit einem
Deutschkurs der Tages- und Abendschule (TAS) durchführten. Der Kurs bestand
mehrheitlich aus älteren Schüler*innen mit eigener Fluchterfahrung. Dies bedeutete
einerseits, dass wir unsere Workshopmaterialien noch einmal überarbeitet haben, sodass
sie auch für Teilnehmer*innen mit geringen Deutschkenntnissen verständlich waren.
Andererseits konnten wir mit der Gruppe das Thema „ Partizipation“ mit einem ganz
neuen Schwerpunkt, nämlich der Partizipation von Betroffenen selbst, beleuchten.
Jahreshälfte 2021 (Januar - Juli) 1.
4
SEITE 08 MASSNAHMEN IM JAHR 2021
In der zweiten Jahreshälfte, die an den Schulen mit Präsenzunterricht und einer relativ
entspannten Coronasituation begann, wurden bereits in den ersten zwei Wochen nach
den Sommerferien so viele Workshops bei uns angefragt, dass wir bis Ende 2021 und
darüber hinaus ausgebucht waren. Die meisten davon sollten in Präsenz stattfinden.
Wegen längerer Krankschreibungen im Bildungsteam und aufgrund der (Ende des
Jahres 2021) sich verschärfenden Lage mit dem Omikron-Virus, mussten mehrere
Workshops abgesagt werden. Was sich als schwierig erwies, war die Tatsache, dass
die Durchführung von Bildungsveranstaltungen in Präsenz etwa ab Dezember 2021
sowohl von den Bildungsreferentinnen als auch zunehmend von den Schulen als
unangemessen in Anbetracht der Infektionsdynamik erachtet wurde.
Ein Fokus lag in der zweiten Jahreshälfte zudem an der Konzeption einer Fortbildung
für Pädagog*innen an Kölner Schulen. Die erste Fortbildung konnte am 27.10.2021 in
Präsenz im Flüchtlingszentrum FliehKraft stattfinden. Die Resonanz war sehr positiv und
es wurde deutlich, dass ein großer Bedarf an Informationen und auch Austausch unter
den Teilnehmer*innen bestand. Thematische Bedarfe der Pädagog*innen sollen 2022
in der Workshopreihe "Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchteten
Schüler*innen vertieft behandelt werden. Das geplante neue Modul „ Grenzen und
Menschenrechte“ für Schüler*innen der Oberstufe, das auch durch die Situation an
der polnisch-belarussischen Grenze Ende 2021 noch einmal an Relevanz gewonnen
hat, konnte in dieser Zeit ebenfalls ausgearbeitet werden. Eine erste erfolgreiche
Erprobung fand am 13.01.22 in einem Leistungskurs für Sozialwissenschaften der Q2
des Schillergymnasiums Porz statt.
2. Jahreshälfte 2021 (August - Dezember)
SEITE 09 MASSNAHMEN IM JAHR 2021
Dies war eine für alle Seiten spannende Erfahrung, die wir gerne im Workshopprojekt
wiederholen und weiterentwickeln möchten. Schließlich bildete sich aus einigen
Workshop-Teilnehmer*innen der TAS, ganz im Sinn der geplanten Synergieeffekte
des Projekts Brückenbauer*, eine AG, welche eine Instagram-Story zur TAS als
Lernort speziell für Geflüchtete ausarbeitete. Darüber hinaus möchte jetzt ein Teil
dieser Gruppe selbst Bildungsarbeit im Rahmen des Bildungsprojektes "WE CAN
SPEAK" leisten.
GEPLANT FÜR 2021TATSÄCHLICH DURCHGEFÜHRT 2021
Durchführung laut Projektantrag von
40 Workshops für Schüler*innen /
Nach Rücksprache mit dem KI wurde
die Zahl aufgrund von Corona auf 20
Workshops angepasst.
Zahl der tatsächlich durchgeführten Workshops im Jahr: 24
Zahl fest geplanter Workshoptermine an Kölner Schulen: 42
Zahl der pandemie-bedingten Terminabsagen: 18
Deutlich wird, der Bedarf an Schulen ist da, doch die
Coronasituation ließ eine Umsetzung der vereinbarten
Workshoptermine nicht zu.
Erarbeitung und praktische Erprobung
eines neuen Vertiefungsmoduls.
Vertiefungsmodul "Flucht und Partizipation" speziell für
Gruppen mit Kindern und Jugendlichen mit eigener
Fluchtgeschichte
Vertiefungsmodul "Grenzen und Menschenrechte" für
Schüler*innen der Q2
Es wurden zwei neue Workshopmodule entwickelt:
1.
2.
Erarbeitung und Durchführung einer
Fortbiludngsreihe für Pädagog*innen
an Schulen
Erarbeitung der Fortbildungsreihe "Wissen und Kompetenz im
Umgang mit geflüchteten Schüler*innen" für Pädagog*innen. Die
Auftaktveranstaltung fand am 27.10.2021 statt. Ein zweiter Termin
fand am 15.02.2022 statt und es wurde eine weiterer Termin am
23.02.2022 angeboten, weil die Nachfrage sehr hoch war
Erarbeitung und praktische Erprobung
einer Multiplikator*innen-Fortbildung
für Lehrkräfte, um das Thema "Flucht"
selbst in ihren Klassen durchführen zu
können.
Um zunächst die große Nachfrage nach der Reihe "Wissen und
Kompetenz im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen"
bedienen zu können wurde diese Maßnahme nach Absprache
mit dem KI auf 2022 verschoben.
SEITE 10 ÜBERBLICK 2021
Trotz vieler pandemiebedingter Projektanpassungen und der zeitweise kompletten
Umstellung auf Online-Bildungsformate, bleibt der Bedarf an politischer Bildungsarbeit an
Kölner Schulen stetig hoch. Ganz besonders, weil Corona in den letzten zwei Jahren die
Berichterstattung und Social Media dominiert hat, es aber trotz alledem politische und
gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen gab, bei denen Jugendliche Unterstützung
brauchen. Hier geht es darum, diese richtig einzuordnen und die Hintergründe zu
verstehen. Dafür brauchen wir Bildungsformate wie Brückenbauer* an Kölner Schulen. Zu
groß ist sonst die Gefahr, dass junge Menschen sich an Fake News und rechter Hetze im
Netz orientieren und komplexe gesellschaftliche Verhältnisse falsch gedeutet und
verinnerlicht werden.
Zu den relevanten Ereignissen gehören flüchtlingspolitische Entwicklungen wie der Konflikt
der EU mit Weißrussland und die darauffolgende katastrophale Situation für Geflüchtete
an den Grenzen von Weißrussland und Polen, die UN-Klimakonferenz in Glasgow mit ihren
Ergebnissen, von denen nicht absehbar ist, ob sie im Kampf gegen den Klimawandel und
für Klimagerechtigkeit ausreichen werden oder nicht zuletzt der Kriegsausbruch in der
Ukraine, der hunderttausende Menschen zur Flucht zwingt. Aber auch rassistische und
menschenrechtsverachtende Taten wie die Anschläge in Hanau und Halle und die
weiterhin hohe rassistisch und antisemitisch motivierte Gewalt in Deutschland gehören zu
den Geschehnissen, über die man mit Jugendlichen sprechen muss.
Die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas in Folge der Auseinandersetzungen mit der
Corona Pandemie lässt vermuten, dass auch bei anderen relevanten Gesellschaftsthemen
Verschwörungstheorien und Aufrufe zur Gewalt nicht abflauen werden. So wird die
Flüchtlingspolitik der nächsten Jahre weiter durch Hass und Hetze im Netz begleitet und
verschiedene Akteur*innen der Gesellschaft gezielt attackiert werden, wenn wir nicht
gegensteuern. Geflüchtete zählen hierbei zu einer Zielscheibe, die nicht nur online,
sondern direkt und physisch angegriffen werden. Auch 2020 gab es „ mindestens 1.600
überwiegend rechtsmotivierte Angriffe gegen Geflüchtete und Asylbewerberunterkünfte".
Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor. Darüber hinaus gab
es 2020 insgesamt 67 Angriffe auf Hilfsorganisationen sowie freiwillige Helfer*innen.
Bereits Jugendliche müssen daher lernen, wie zivilgesellschaftliches Engagement für
Demokratie und Menschenrechte aussehen und selbst gestaltet werden kann.
SEITE 11 BEDARF AN BILDUNGSARBEIT STETIG HOCH
SEITE 12 BEDARF AN BILDUNGSARBEIT STETIG HOCH
Gründe für eine Fortführung und Verstetigung des Projekts
Brückenbauer*
1. Schulen buchen die Brückenbauer* Workshops stetig seit Projektbeginn und wir
können den Bedarf nicht decken.
Im Regelbetrieb (ohne Einschränkungen durch Corona) können wir seit wir Workshops an
Schulen anbieten den Bedarf mit einer 50 % Personalstelle nicht decken! Die Terminvergabe
für ein komplettes Schulhalbjahr findet in nur wenigen Wochen nach den Ferien statt, sodass
wir danach keine weiteren Anfragen mehr annehmen können.
2. Brückenbauer* wirkt Vorurteilen und Diskriminierung nachhaltig entgegen
Vorurteile und rassistische Einstellungen gegenüber Menschen anderer Herkunft und
Hautfarbe sind fest in der Gesellschaft verankert. So sind bspw. die Vorurteile gegenüber
asylsuchenden Menschen in den letzten Jahren weiter gestiegen, trotz sinkender
Antragszahlen. Jugendliche mit eigener oder familiärer Fluchterfahrung registrieren diese
Ereignisse und Stimmungen sehr genau. Brückenbauer* trägt dazu bei, das Bewusstsein in
Schulen für die Situation von Geflüchteten zu erhöhen und damit auch indirekt die Situation
von geflüchteten Schüler*innen an der Schule zu verbessern. Vorurteile gegenüber
Personengruppen werden durch die richtige didaktische Methodik entkräftet und Fachwissen
vermittelt. Die Schüler*innen lernen sich während der Workshops besser kennen, entwickeln
Empathie für verschiedene Lebenssituationen und zeigen am Ende der Workshops häufig
Interesse an gesellschaftlichem Engagement.
3. Brückenbauer* trägt dazu bei, dass geflüchtete Kinde und Jugendliche sich
stressfreier integrieren können und Schule als einen sicheren Lernort erleben
Kölner Schulen haben Interesse an Expert*innenwissen und wollen die Kinder und
Jugendlichen mit Fluchterfahrung möglichst schnell in den Regelschulbetrieb integrieren.
Auch wenn in den letzten Jahren weniger Menschen einen Asylantrag in Deutschland gestellt
haben, nehmen Fluchtbewegungen zu und Schulen wollen als wichtige Bildungs- und
Erziehungsinstitution eine Haltung zu diesem Phänomen einnehmen und einer diversen
Schülerschaft eine sicheren Lern- und Erfahrungsraum schaffen. Dazu bedarf es immer
wieder der Unterstützung externer Exptert*innen. Für diesen Fall steht Brückenbauer* den
Schulen mit seinen Workshops und Beratungsangeboten zur Seite.
SEITE 13 BEDARF AN BILDUNGSARBEIT IST STETIG HOCH
Lebenssituation geflüchteter Kinder (Erlebnisse im Herkunftsland und auf der Flucht,
Unterbringung, Beschulung)
Asylrechtliche Grundlagen und Aufenthaltsrecht
psychische Belastungen und Trauma
Antirassismusarbeit an der eigenen Schule
rassismuskritische und diversitätssensible Haltung bei Pädagog*innen
Methoden, um das Thema Flucht in den eigenen Unterricht zu integrieren
4. Brückenbauer* Workshops entlasten Lehrkräfte
Die Themen Flucht und Migration sind fester Bestandteil der Kernlernpläne des Landes NRW,
sodass Lehrkräfte Strategien brauchen, diese Themen angemessen zu vermitteln. Eine
besondere Herausforderung stellt sich für Lehrkräfte, wenn Kinder und Jugendliche im
Unterricht sind, die selbst eine eigene oder familiäre Fluchtgeschichte haben oder noch an
den Folgen der Erlebnisse leiden. Viele Lehrkräfte wissen sehr wenig über die
Lebensumstände der Kinder, die selbst eine Flucht erlebt haben. Zumal diese Biografien sehr
unterschiedlich ausfallen. Auch die zum Teil sehr großen Beschulungslücken bei den Kindern
stellen die Lehrkräfte vor eine große Herausforderung.
5. Einige Schulen haben die Brückenbauer* Workshops mittlerweile in ihrem
Projektangebot verstetigt
An einigen Schulen sind die Brückenbauer* Workshops (z.B. Johannesgrundschule, Heinrich-
Heine-Gymnasium) bereits seit zwei Jahren fester Bestandteil von Menschenrechtsprojekten,
AGs und Projekttagen.
6. Brückenbauer* leistet einen wichtigen Beitrag zu den Angeboten im Netzwerk
Schule-ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage
Das Kommunale Integrationszentrum informiert die Schulen im Netzwerk stetig über
Angebote von Bildungsträgern. Die Brückenbauer* Workshops sind eines dieser Angebote für
die Schulen im Netzwerk. Über die Bekanntmachung des KI erreichen uns viele
Workshopanfragen von SOR-Schulen.
7. Die Erwachsenenbildung im Projekt wird unerwartet stark angenommen, was den
Bedarf an Fachwissen zum Thema Flucht bei Pädagog*innen zeigt
Seit Beginn des Projekts erhalten wir Anfragen nach Bildungsangeboten für Erwachsene.
Viele Pädagog*innen in Schulen wünschen sich Beratung im Umgang mit geflüchteten
Kindern und Bildungsformate zu folgenden Inhalten:
SEITE 14 WAS SAGEN LEHRKRÄFTE UND SCHULSOZIALARBEIT?
Warum darf das Workshopprojekt Brückenbauer*
in der Kölner Bildungslandschaft nicht fehlen?
"Aufklärung von Kindern und Erwachsenen,
Vorbeugen von Ausgrenzungen, Verständnis
von Geschehen in der Welt und
Überarbeitung des eigenen Selbstbildes."
- Lehrkraft am Maximilian-Kolbe-
Gymnasium in Köln Wahn -
"Brückenbauer ist ein wichtiger
Bildungsbeitrag zur Sensibilisierung
von gesellschaftlichen und
migrationspolitischen Themen."
- Schulsozialarbeiterin am Heinrich-
Mann-Gymnasium in Chorweiler -
"Die Thematisierung von Themen rund um Migration und Flucht sind in den Kernlehrplänen
an Schulen fester Bestandteil. Nichtsdestotrotz ist das Unterrichten dieser Themen eine
große Herausforderung für viele Lehrende, da gerade an Schulen des Standorttyps 5
oftmals Schüler*innen mit (mitunter schlimmen) Fluchterfahrungen in den Klassen sind. Die
Unterstützung durch die Mitarbeiter*innen des Bildungsprojekts Brückenbauer* hat uns –
v.a. in einigen Projektwochen – sehr geholfen, den Schüler*innen Input über die Thematik
zu vermitteln. So wurde vielen Schüler*innen auch die Vielschichtigkeit des Themas
bewusst (u.a. das Klimageflüchtete einen immer höheren Anteil annehmen). Insgesamt hat
unsere Schule bisher sehr von der Zusammenarbeit profitiert!"
- Lehrkraft an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln Porz -
Wer profitiert von Brückenbauer*?
"Profiteure sind v.a. die Schüler*innen. Und zwar ALLE Schüler*innen. Geflüchtete, da mit
ihnen rücksichtsvoll und wertschätzend umgegangen wird. Andere Schüler*innen nehmen oft
einen Mehrwert mit. Die Toleranz untereinander wird zudem gesteigert. Auch profitieren
Lehrkräfte vom Projekt, da man sich auf die professionelle und zielbringende Vermittlung des
Bildungsträger verlassen kann."
- Lehrkraft am Lise-Meitner-Gymnasium in Köln Porz -
SEITE 15 WAS SAGEN LEHRKRÄFTE UND SCHULSOZIALARBEIT?
"Köln ist eine Stadt, die für Toleranz und Vielfalt steht. Es gibt viele Institutionen und
Träger, die das in Köln vorleben. Am Bildungsprojekt Brückenbauer* hat mich nach der
schrecklichen humanitären Krise in 2015 besonders fasziniert, dass sie proaktiv an
Kölner Schulen herangetreten sind und Wissen vermitteln und Vorurteile abbauen. Die
Sensibilisierung für das Thema Flucht ist von hoher Bedeutung. Nur so kann Toleranz
entstehen und können Vorurteile abgebaut werden. Das Thema Anti-Diskriminierung ist
natürlich sehr vielschichtig und muss in dieser Vielschichtigkeit auch an Schulen präsent
sein. Seit Beginn ist der Kontakt nie abgebrochen und das Projekt Brückenbauer* tritt
regelmäßig mit tollen didaktischen Ideen und Projekten an uns heran."
- Lehrkraft an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln Porz -
Welche Lücke schließt Brückenbauer* in der Kölner Bildungslandschaft?
Welchen Einfluss hat das Projekt deiner Meinung nach auf das Leben von
Schüler*innen und Lehrkräften / Schulsozialarbeiter*innen /
Pädagog*innen?
"Auf Schüler*innen: Ich glaube,
dass das Verständnis für
Geflüchtete durch diese
Workshops und Angebot zunimmt.
Gerade in Zeiten von social
media ist eine inhaltliche
Auseinandersetzung in der Schule
– angeleitet durch externe
Expert*innen – unabdingbar."
- Lehrkraft an der Lise-Meitner-
Gesamtschule in Köln Porz -
Was wünschen Sie sich für die Zukunft
vom Projekt Brückenbauer*?
"Erwachsenenbildung!"
"Workshops für Lehrkräfte und Eltern."
"Erwachsenenbildung als zentrales Thema (Für die
Kinder macht ihr das schon super, aber wünsche mir
mehr Angebote für Erwachsene)."
- Lehrkräfte der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln Porz
und des Heinrich-Mann-Gymnasiums in Chorweiler -
WEBSITE TRUDE HERR GESAMTSCHULE: HTTPS://THG-KOELN.DE/WORKSHOP-FLUCHT-ASYL
SEITE 16
Flucht und Menschenrechte
Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels
Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt Rechte Hetze im Netz
Kooperation mit dem Projekt WE CAN SPEAK
Seit September 2021 wird beim Kölner Flüchtlingsrat e.V. das
Multiplikator*innenprojekt WE CAN SPEAK aufgebaut. Das Projekt zielt darauf ab,
Vorurteile und strukturelle Benachteiligungen gegenüber Menschen mit
Fluchterfahrungen aufzubrechen, indem es Geflüchtete stärkt, Workshops mit
Jugendlichen im Sinne von peer education selbst durchzuführen und somit auch
Begegnung zu ermöglichen. Hierfür werden im ersten Halbjahr 2022 15-20 junge
Geflüchtete zwischen 17 und 27 Jahren zu „ Speaker*innen“ qualifiziert, die zu
folgenden Themen Workshops (WS) mit Jugendlichen durchführen werden: LgM
Pläne für 2023 & 2024
Kooperation in der Praxis
1. Die Speaker*innen von WE CAN SPEAK stehen Brückenbauer* als
ergänzende Referent*innen zur Verfügung
2. Es gibt einen fachlichen Austausch über die Bedarfe der Jugendlichen
und Schulen
3. Brückenbauer* kann seine Kapazitäten zur Lehrkräftefortbildung
ausbauen
4. Der Pool der Bildungsmaterialien, die auch Lehrkräften zur Verfügung
stünden, erweitert sich und wird digital aufbereitet
5. Es entsteht ein gemeinsames Netzwerk (Schulen, Jugendzentren,
Initiativen, Beratungsstellen, etc.) für die Zielgruppenerreichung genutzt
würde.
Beide Projekte werden trotz der Synergien nebeneinander als
selbstständige Projekte bestehen, ihre jeweiligen Themenschwerpunkte
und ihre Methodik der Zielgruppenerreichung behalten.
AUSBLICK
SEITE 17 PLÄNE FÜR 2023 & 2024
Mehr Erwachsenenbildung durch Workshopreihe für Pädagog*innen
Schulklassen werden zunehmenden diverser und wir möchten Lehrkräfte mit unserer
Expertise zur Lebenssituation geflüchteter Kinder, unserem Fachwissen zu
rassismuskritischer und diversitätssensibler Pädagogik und hinsichtlich
Handlungsoptionen bei Schwierigkeiten und Herausforderungen unterstützen. Da die
Resonanz auf unsere Workshopreihe für Pädagog*innen "Wissen und Kompetenz
im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen" so positiv ausgefallen ist und unsere
zweite Veranstaltung nach wenigen Tagen ausgebucht war (sodass es einen
Ersatztermin geben musste) werden wir die Reihe ab 2023 ausweiten und mehr
Termine anbieten. Es kamen bereits Anfragen aus einigen Lehrer*innenkollegien
nach Fortbildungen für das ganze Kollegium. Mit diesem weiteren Schwerpunkt in
der Erwachsenenbildung können wir unseren Auftrag der Menschenrechtsarbeit an
Kölner Schulen noch ganzheitlicher erfüllen.
Moderierte Netzwerktreffen für Schulsozialarbeiter*innen zum Thema Flucht
Das Thema Flucht betrifft mittlerweile die meisten Lehrkräfte, doch nicht an allen
Schulen gleichermaßen. Besonders die Schulsozialarbeit und die Leitungen der
internationalen Klassen haben mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen
zu tun. Viele Schulsozialarbeiter*innen sind jedoch in ihrem Handlungsfeld, ihren
Aufgaben und auch Herausforderungen die einzigen mit dieser Profession an ihren
Schulen. Den Lehrkräften, die die Leitung der internationalen Klassen der Schulen
übernommen haben geht es ähnlich. Gegenüber dem Kölner Flüchtlingsrat e.V.
wurde in den letzten Jahren immer wieder der Wunsch nach einem Netzwerk oder
Austauschtreffen für Schulsozialarbeiter und engagierte Lehrkräfte zum Thema
Flucht geäußert, bei dem Pädagog*innen sich über ihre Erfahrungen und
Schwierigkeiten im Schulalltag sowie Lösungsansätze und best practice Modelle mit
anderen austauschen können. Wir möchten einen solchen moderierten Austausch ab
2023 in regelmäßigen Abständen anbieten.
SEITE 18 QUALITÄTSKONTROLLE
Romi Radtke, stellv. Bereichsleitung Jugend- und Bildungsbereich mit 9,5 h/Woche
(bis Ende 2021)
Celia Sachs, Bildungsreferentin mit 10h/Woche
Susanna Buttchereyt, Bildungsreferentin mit 9,5h / Woche (seit Anfang 2022)
Mitarbeiter*innen im Projekt 2021
Flyer
https://koelner-
fluechtlingsrat.de/userfiles/bildung/Flyer_Projekt_Br%C3%BCckenbauer-2021.pdf
Projektantrag an die Stadt Köln
https://koelner-
fluechtlingsrat.de/userfiles/bildung/F%C3%B6rdermittelantrag%20an%20die%20Stadt
%20K%C3%B6ln_Projekt%20Br%C3%BCckenbauer.pdf
Der bereits zuvor ausgearbeitete und verwendete
Lehrer*innenfragebogen zur Abfrage von
Gruppenzusammensetzung, Vorwissen und
gewünschten Workshopschwerpunkten kam auch
2021 zur Planung der Online- und
Präsenzworkshops zum Einsatz. Die teilnehmenden
Schüler*innen konnten ihr Feedback im Anschluss
an die Workshops geben, zumeist schriftlich auf
hierfür ausgeteilte Kärtchen oder bei den
Onlineworkshops in Form einer Online-
Feedbackbefragung.
Das Feedback der Lehrkräfte erfragen wir immer
im Anschluss an den Workshop oder in
anschließenden Telefonaten in einem persönlichen
Gespräch.
Konzeption Brückenbauer
21270 Zeichen
Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Jugend- und Bildungsarbeit
FliehKraft
Turmstr. 3-5
50733 Köln
Fax: 0221 – 168 538 31
Home: www.koelner-fluechtlingsrat.de
Bereichsleitung:
Aische Westermann
Tel: 0160 99305801
E-Mail: westermann@koelner-
fluechtlingsrat.de
Romi Radtke (stellv.)
Mobil: 01523 4731062
E-Mail: radtke@koelner-fluechtlingsrat.de
Mitarbeiterinnen:
Susanna Buttchereyt
Bildungsreferentin
Tel: 0170 6503620
E-Mail: buttchereyt@koelner-
fluechtlingsrat.de
Celia Sachs
Bildungsreferentin
Tel: 0177 4030899
E-Mail: sachs@koelner-fluechtlingsrat.de
Geschäftsführung:
Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer
Tel: 0221 279 171-15
Mobil: 0171 7992647
E-Mail: proelss@koelner-fluechtlingsrat.de
KFR e.V. – gesetzlich vertreten durch den
Vorstand:
Dr. Michael Bollmann
Prof. Dr. Markus Ottersbach,
Der Verein ist laut Bescheinigung des
Finanzamtes Köln-Mitte vom 04.01.2022 als
gemeinnützig anerkannt. Spenden und
Beiträge sind steuerlich absetzbar.
Spendenkonto
des Kölner Flüchtlingsrates e.V.:
Bank für Sozialwirtschaft:
IBAN: DE75 3702 0500 0001 7183 01
BIC: BFSWDE33XXX
FliehKraft | Turmstraße 3-5 | 50733 Köln
Antrag auf Verstetigung des Bildungsprojektes
Brückenbauer* an die Stadt Köln
Gegen Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung und für Solidarität,
Vielfalt und die Rechte von Geflüchteten.
Um auch in den kommenden Jahren Kölner Schüler:innen zu den Themen
Flucht, Menschenrechte, Vielfalt und Akzeptanz sensibilisieren und den
großen Bedarf an politischer Bildungs- und Menschenrechtsarbeit an
Kölner Schulen decken zu können, benötigt das Bildungsprojekt
Brückenbauer* eine Fortführung sowie Verstetigung der finanziellen
Förderung.
Benötigter Stellenumfang: mind. 1 x 21 Std. / Woche
Benötigte Fördersummen: 47.405 € (2023) / 48.193 € (2024)
Was ist Brückenbauer*?
Brückenbauer* ist das Bildungsprojekt des Kölner Flüchtlingsrat e.V., in
dessen Rahmen der Verein seit 2017 Workshops für Schüler:innen von der
4. Klasse bis zur Oberstufe, für Lehrkräfte und Schulpädagog:innen zu den
Themen Flucht, Menschenrechte, Diskriminierung, Partizipation und
Akzeptanz anbietet. Seit Beginn der Jugendbildungsarbeit des KFR haben
über 60 Workshops stattgefunden. Während der städtischen Förderung
(trotz vieler pandemiebedingter Schwierigkeiten) konnten bereits 42
Workshops für Schüler*innen und 3 Fortbildungen für Pädagog:innen
stattfinden.
Neben einem Grundlagen-Workshop bietet Brückenbauer* mittlerweile vier
Vertiefungs-Workshops für Schüler:innen an:
• Ankommen
• Vorurteile und Diskriminierung
• Flucht und Partizipation (entwickelt 2021)
• Grenzen und Menschenrechte (entwickelt 2021)
Für Erwachsene bietet das Projekt seit Herbst 2021 die Fortbildungsreihe
„Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchteten Schüler:innen“ an.
Ein Fortbildungsangebot zu einer diskriminierungssensiblen Verwendung
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von Bildungsmaterialien zu den oben genannten Themen folgt im Herbst
2022.
Die Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat e.V. besteht momentan aus
drei Projektsäulen:
1. der Workshops für Schulklasse (Förderung Stadt Köln)
2. den Fortbildungen für Pädagog:innen (Förderung Stadt Köln) und
3. dem Multiplikator*innen-Projekt für junge Geflüchtete WE CAN
SPEAK (Förderung Postcode Lotterie).
Diese drei Säulen unserer Bildungsarbeit erzeugen gemeinsam
Synergieeffekte, die im Sinne der Zielerreichung von Brückenbauer* sind.
Wie wirkt Brückenbauer*?
Brückenbauer* wirkt Diskriminierung und Vorurteilen entgegen und bringt
proaktiv Antirassismusarbeit und Menschenrechtsarbeit mit dem Fokus auf
das Thema Flucht an Kölner Schulen. Die Workshops schaffen ein
Bewusstsein für gesellschaftliche Chancenungleichheiten, für die Rechte
Geflüchteter und regen Jugendliche und Pädagog*innen dazu an, eine
diversitätssensible und rassismuskritische Haltung zu entwickeln und zu
leben. Der Bedarf an politischer Bildungsarbeit zu den Themen Flucht,
Asyl, Menschenrechte, Vielfalt und Diskriminierung steigt stetig, auch durch
aktuelle Fluchtbewegungen nach Deutschland, und Lehrkräfte nehmen
unsere Workshops als Entlastung und Bereicherung wahr.
Warum benötigt Brückenbauer* eine kommunale Förderung?
Seit 2017 entwickelt sich die Jugend- und Bildungsarbeit des Kölner
Flüchtlingsrat e.V. stetig weiter und ist seit 2022 ein eigener Arbeitsbereich.
Die Expertise unserer Mitarbeitenden zu Asyl- und Aufenthaltsrecht, der
Lebenssituation geflüchteter Menschen vor während und nach der Flucht,
migrationspolitischen Entwicklungen und weltweiten Fluchtbewegungen,
Krisen und Konflikten, Antirassismusarbeit sowie diversitätssensibler
Pädagogik machen Brückenbauer* zu einem unversichtbaren Bestandteil
der Kölner Bildungslandschaft. Die Projektmitarbeiter:innen tragen durch
ihre Bildungs- und Beratungsarbeit zu einem friedlicheren,
diversitätssensibleren und humaneren Schulklima bei und entlasten,
unterstützen und beraten Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen. Um die
aufgebauten Projektstrukturen nachhaltig zu festigen und ausbauen zu
können, den stetig wachsenden Bedarf an politischer Bildungsarbeit zum
Thema Flucht benötigt Brückenbauer* eine Verlängerung und vor allem
Verstetigung der Projektförderung, um nachhaltige Strukturen schaffen zu
können.
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Welche Bedarfe sehen wir?
Kölner Schulen buchen die Brückenbauer* Workshops stetig seit
Projektbeginn und wir können den Bedarf mit einer 50 % Stelle nicht
decken! Im Jahr 2022 mussten wir aufgrund fehlender personeller
Kapazitäten viele Workshopanfragen absagen, bzw. auf das nächste Jahr
verschieben.
I. Brückenbauer* wirkt Vorurteilen und Diskriminierung nachhaltig entgegen
Vorurteile und rassistische Einstellungen gegenüber Menschen anderer
Herkunft und Hautfarbe sind fest in der Gesellschaft verankert.
Brückenbauer* trägt dazu bei, das Bewusstsein in Schulen für die Situation
von Geflüchteten zu erhöhen und damit auch indirekt die Situation von
geflüchteten Schüler:innen an der Schule zu verbessern. Vorurteile
gegenüber Personengruppen werden durch die richtige didaktische
Methodik entkräftet und Fachwissen vermittelt.
II. Brückenbauer* trägt dazu bei, dass Schüler:innen Schule als einen
sicheren Lernort erleben
Kölner Schulen haben Interesse an Expert:innenwissen und wollen die
Kinder und Jugendlichen mit Fluchterfahrung möglichst schnell in den
Regelschulbetrieb integrieren. Auch wenn in den letzten Jahren weniger
Menschen einen Asylantrag in Deutschland gestellt haben, nehmen
Fluchtbewegungen zu und Schulen wollen als wichtige Bildungs- und
Erziehungsinstitution eine Haltung hierzu einnehmen und einer diversen
Schülerschaft eine sicheren Lern- und Erfahrungsraum schaffen. Dazu
bedarf es immer wieder der Unterstützung externer Exptert:innen. Für
diesen Fall steht Brückenbauer* den Schulen mit seinen Workshops und
Beratungsangeboten zur Seite.
III. Brückenbauer* Workshops entlasten Lehrkräfte
Die Themen Flucht und Migration sind fester Bestandteil der Kernlernpläne
des Landes NRW, sodass Lehrkräfte Strategien brauchen, diese Themen
angemessen zu vermitteln. Gerade humanitäre Krisen wie die Situation der
Geflüchteten an der polnisch-belarussischen Grenze, die Machtübernahme
der Taliban in Afghanistan oder ganz aktuell der Krieg in der Ukraine und
die darauffolgenden Fluchtbewegungen machen ein Projekt wie
Brückenbauer*, welches mit Kindern und Jugendlichen über diese globalen
und gesellschaftlichen Herausforderungen spricht so wichtig und kann
helfen diese Phänomene jenseits von Falschinformationen und
rechtpopulistischer Hetze einzuordnen. Eine besondere Herausforderung
stellt sich für Lehrkräfte außerdem, wenn Kinder und Jugendliche im
Unterricht sind, die selbst eine eigene oder familiäre Fluchtgeschichte
haben oder noch an den Folgen der Erlebnisse leiden.
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IV. Einige Schulen haben die Brückenbauer* Workshops mittlerweile in
ihrem Projektangebot verstetigt
An einigen Schulen sind die Brückenbauer* Workshops (z.B.
Johannesgrundschule, Heinrich-Heine-Gymnasium) bereits seit zwei
Jahren fester Bestandteil von Menschenrechtsprojekten, AGs und
Projekttagen.
V. Brückenbauer* leistet einen wichtigen Beitrag zu den Angeboten im
Netzwerk Schule-ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage
Das Kommunale Integrationszentrum informiert die Schulen im Netzwerk
stetig über Angebote von Bildungsträgern. Die Brückenbauer* Workshops
sind eines dieser Angebote für die Schulen im Netzwerk. Über die
Bekanntmachung des KI erreichen uns viele Workshopanfragen von SOR-
Schulen.
VI. Bedarf an Fachwissen zum Thema Flucht bei Pädagog*innen stetig
hoch
Seit Beginn des Projekts erhalten wir Anfragen nach Bildungsangeboten für
Erwachsene. Viele Pädagog*innen in Schulen wünschen sich Beratung im
Umgang mit geflüchteten Kindern und Bildungsformate zu folgenden
Inhalten:
• Lebenssituation geflüchteter Kinder (Erlebnisse im Herkunftsland
und auf der Flucht, Unterbringung, Beschulung)
• Asylrechtliche Grundlagen und Aufenthaltsrecht
• psychische Belastungen und Trauma
• Antirassismusarbeit an der eigenen Schule
• rassismuskritische und diversitätssensible Haltung bei
Pädagog*innen
• Methoden, um das Thema Flucht in den eigenen Unterricht zu
integrieren
VII. Vorurteile und Gewalt gegenüber Geflüchteten sind real und benötigen
Gegenwehr
Geflüchtete zählen zu einer sozialen Gruppe, die nicht nur online, sondern
direkt und physisch angegriffen wird. 2020 gab es „mindestens 1.600
überwiegend rechtsmotivierte Angriffe gegen Geflüchtete und
Asylbewerberunterkünfte". Das geht aus vorläufigen Zahlen des
Bundesinnenministeriums hervor. 201 Personen wurden bei den Attacken
verletzt. Weitere 84 Angriffe richteten sich gegen Unterkünfte. Darüber
hinaus gab es 2020 insgesamt 67 Angriffe auf Hilfsorganisationen sowie
auf freiwillige Helfer*innen.
Des Weiteren führt die Shell-Jugendstudie in ihren Ergebnissen u.a. auf,
dass die Mehrheit der Jugendlichen (57 %) einerseits angibt, mit der
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Aufnahme der Geflüchteten einverstanden zu sein, aber andererseits das
Gefühl hat, dass kritische Äußerungen über Migration und Ausländer*innen
direkt moralisch abgewertet werden. Dieses Gefühl hatten 68% der
Jugendlichen. Mehr als die Hälfte sagt auch "Der Staat kümmert sich mehr
um Flüchtlinge als um hilfsbedürftige Deutsche". Insgesamt sind bereits
24% der Jugendlichen dem Populismus zugeneigt. Als nationalpopulistisch
wurden 9% der Jugendlichen eingeordnet, da sie durchgängig den Items
mit nationalpopulistischen Aussagen zustimmten. Der Großteil dieser
Jugendlichen stammt aus Haushalten mit geringen Privilegien und
Bildungszugängen. Fast zwei von drei Jugendlichen, die weniger
privilegiert sind, hatten das Gefühl, dass andere über ihr Leben bestimmen.
Auch hatte jede*r zweite das Gefühl, dass andere mehr bevorzugt würden.
Ihre Einstellung zeigte sich auch in der Ablehnung einer Flüchtlingsfamilie
als Nachbar*innen: Zwei von drei nationalpopulistisch eingestellten
Jugendlichen und "jede*r dritte Populismus-Geneigte“ lehnte eine
Flüchtlingsfamilie als Nachbar*innen ab. Insgesamt waren es aber bereits
20% aller Jugendlichen die sagten, dass sie keine Familie mit Geflüchteten
als Nachbar*innen wollten. „Fast jeder zweite nationalpopulistisch
orientierte Jugendliche hat ein kritisch-distanziertes Verhältnis dazu, »die
Vielfalt der Menschen anzuerkennen und zu respektieren«. Im Unterschied
zu allen anderen Gruppen identifizieren sich diese Jugendlichen nicht oder
nur weit unterdurchschnittlich mit dieser Wertorientierung. Zum Gefühl der
fehlenden Kontrolle gesellt sich die Ablehnung von allem, was als »fremde
Kultur« angesehen wird und nicht mit der persönlichen."
Bereits Jugendliche müssen daher lernen, wie zivilgesellschaftliches
Engagement für Demokratie und Menschenrechte aussehen und selbst
gestaltet werden kann. Des Weiteren braucht es Bildungsarbeit, die
diskriminierende Ressentiments aufgreift, Diversität als Grundprinzip
unserer Gesellschaft vermittelt und dabei Möglichkeiten der Mitbestimmung
aufzeigt. Das Bildungssystem ist somit ein wichtiger Ansatzpunkt, um
präventiv Diskriminierung und Rassismus zu thematisieren und damit
Vorurteilen und rechtsextremistischen Gedankengut die Grundlage zu
entziehen.
VII Empowerment und Solidarität
In den Workshops werden Fluchtursachen besprochen und die Bedeutung
des zivilgesellschaftlichen Engagements für Menschenrechte greifbar
gemacht. So wird Nicht-Betroffenen klar, welche Auswirkungen eine Flucht
auf Menschen hat und was es bedeutet, Zugang zu menschenrechtlichen
Schutz und Teilhabe in der Aufnahmegesellschaft zu erhalten. es für
Menschen und soziale Gruppen hat, an gesellschaftlicher Teilhabe
gehindert zu sein. Gleichzeitig werden auch Jugendliche empowert, die
selbst von Diskriminierung und Barrieren in der Teilhabe betroffen sind. Sie
erleben, wie ihre Klassengemeinschaft sich mit den Themen beschäftigt
und Methoden zum Einsatz kommen, die ihre Perspektiven und Anliegen
hervorheben. So werden sie nicht nur als Betroffene, sondern auch als
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aktiv handelnde Personen angesprochen und ermutigt, sich für ihre
eigenen Belange einzusetzen.
Projektziele
I. Pro Jahr finden 25 Workshops für Schüler:innen und 6 Fortbildungen für
Lehrkräfte und Pädagog:innen statt.
II. Schüler*innen entwickeln im Rahmen eines Workshops Antworten auf
ihre Fragen zum Themenkomplex Flucht und entwickeln eine kritische
Haltung zum Flüchtlingsdiskurs.
III. Schüler*innen fühlen sich darin bestärkt, sich für Vielfalt, Akzeptanz und
Menschenrechte einzusetzen, und gehen aktiv gegen Vorurteile,
Rassismus und Diskriminierung vor.
IV. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen werden von den
Projektmitarbeitenden zu Vor- und Nachbereitung der Workshops beraten.
V. Es wird ein weiteres inhaltliches Vertiefungsmodul erarbeitet und
durchgeführt.
IV. Die Synergieeffekte zwischen Workshops und dem Projekt WE CAN
SPEAK werden genutzt und ausgebaut.
V. Die im Projekt WE CAN SPEAK erstellten Bildungsmaterialien werden
auf einer Projekt-Website zur Verfügung gestellt und können von
Lehrkräften und Pädagog*innen für den eigenen Unterricht genutzt werden.
Wie erreicht Brückenbauer* die Zielgruppe?
Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse und
pädagogisches Personal an Schulen. Wir erreichen die Gruppen
• über Informationsschreiben an Schulleitungen, Lehrkräfte und
Schulsozialarbeiter*innen
• über unsere Flyer
• über die Website vom Kölner Flüchtlingsrat e.V. (https://koelner-
fluechtlingsrat.de/arbeitsbereiche/jugend-bildungsarbeit_2)
• über die neue Website unseres Jugend- und Bildungsbereichs
(https://www.jugend-kfr.de/)
• und über Instagram (https://www.instagram.com/jugend_kfr/)
Mit der stetigen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums
werden unsere Angebote zusätzlich beworben und ganz gezielt an die
Schulen im Netzwerk Schule-ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage
geschickt.
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Finanzierungsplan
2023 inkl. Tarifsteigerung:
78,9 % Personalkosten 37.405,00 €
3,8 % Personaloverhead 1.800,00 €
7,6 % Betriebskosten 3.600,00 €
9,7 % Sachkosten 4.600,00 €
Fördersumme 47.405,00 €
Gesamtprojektkosten
inkl. 10 % Eigenanteil 52.145,50 €
Folgend würde das für 2024 inkl. Tarifsteigerung bedeuten:
79,3 % Personalkosten 38.193,00 €
3,7 % Personaloverhead 1.800,00 €
7,5 % Betriebskosten 3.600,00 €
9,5 % Sachkosten 4.600,00 €
Fördersumme 48.193,00 €
Gesamtprojektkosten
inkl. 10 % Eigenanteil 53.012,30 €
Der zusätzliche Eigenanteil eines jeden Jahres beträgt 10 % der
Fördersumme. Er setzt sich zusammen aus:
• Spenden an den Verein
• ehrenamtlicher Einsatz der Absolvent*innen des Projekts WE CAN
SPEAK sowie Kölner Schüler*innen
• Fördermittel von Stiftungen und Programmen (Akquise läuft)
Zusammensetzung der Eigenmittel über 4740,50 € im Jahr 2023
Spenden (oder ggf.
Fördermittel)
1740,50 €
Ehrenamtliche Tätigkeit 3000,00 €
in Form von 150 Std. zusätzlicher ehrenamtlicher Tätigkeit
der Absolvent*innen von WE CAN SPEAK (regelmäßige
Teamtreffen, Besuch von Fortbildungen, Vor- und
Nachbereitungstreffen der Workshops) sowie von Kölner
Schüler*innen, die in die Durchführungen der Workshops mit
einbezogen werden.
Stundenlohn: 20 € / Std.
Für die Durchführung der Workshops erhalten die
Absolvent*innen von WE CAN SPEAK grundsätzlich eine
Aufwandsentschädigung über 50 € / Std. Sie engagieren sich
darüber hinaus noch ehrenamtlich für Brückenbauer*.
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Zusammensetzung der Eigenmittel über 4819,30 € im Jahr 2024
Spenden 1819,30 €
Ehrenamtliche Tätigkeit 3000,00 €
in Form von 150 Std. zusätzlicher ehrenamtlicher Tätigkeit
der Absolvent*innen von WE CAN SPEAK (regelmäßige
Teamtreffen, Besuch von Fortbildungen, Vor- und
Nachbereitungstreffen der Workshops) sowie von Kölner
Schüler*innen, die in die Durchführungen der Workshops mit
einbezogen werden.
Stundenlohn: 20 € / Std.
Für die Durchführung der Workshops erhalten die
Absolvent*innen von WE CAN SPEAK grundsätzlich eine
Aufwandsentschädigung über 50 € / Std. Sie engagieren sich
darüber hinaus noch ehrenamtlich für Brückenbauer*.
Fördermittelakquise
Es wurden bereits Fördermittelanträge an Wir helfen – Die Aktion des
Kölner Stadtanzeiger und das Bundesprogramm Demokratie leben!
gestellt. Anträge an die Postcode Lotterie, die Hertie Stiftung, die
Soziallotterie Bildungschancen sowie die Aktion Mensch stehen noch aus.
Zeitlicher Ablaufplan
2023
• Durchführung von 25 Workshops für Schüler:innen
• Durchführung von 6 Fortbildungen für Lehrkräfte und
Pädagog*innen (jeweils 2 Termine zu insgesamt 3
Schwerpunktthemen)
• Ausbau der Projekt-Kooperation zwischen Brückenbauer* und WCS
2024
• Durchführung von 25 Workshops für Schüler:innen
• Durchführung von 6 Fortbildungen für Lehrkräfte und
Pädagog*innen (jeweils 2 Termine zu insgesamt 3
Schwerpunktthemen)
• Erarbeitung und Durchführung eines neuen Vertiefungsmoduls
Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle
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Ende eines jeden Workshops haben Schüler*innen die Möglichkeit
Feedback und Anregungen für Verbesserungen zu geben. Diese werden
schriftlich von den Bildungsreferent*innen erfasst und ausgewertet.
Lehrkräftefragebogen stellen nach jedem durchgeführten Workshop sicher,
dass die Qualität der Arbeit stetig verbessert wird und das Feedback direkt
in die praktische Arbeit eingebunden werden kann. Auch sollen die Bedarfe
von Lehrkräften erfasst werden, um diese zur Erarbeitung weiterer
Workshopmodule zu verwenden und bedarfsgerechte Fortbildungen für
Multiplikator*innen und Lehrkräfte rund um die Themen Flucht und Asyl zu
erstellen.
Geplante Kooperation mit dem Projekt WE CAN SPEAK
WCS zielt darauf ab, Vorurteile und strukturelle Benachteiligungen
gegenüber Menschen mit Fluchterfahrungen aufzubrechen, indem es
Geflüchtete stärkt, Workshops mit Jugendlichen selbst durchzuführen und
somit auch Begegnung zu ermöglichen. Hierfür werden im ersten Halbjahr
2022 18 junge Geflüchtete zwischen 17 und 27 Jahren zu „Speaker*innen“
qualifiziert, die zu folgenden Themen Workshops (WS) mit Jugendlichen
durchführen werden:
• Flucht und Menschenrechte
• Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels
• Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt Rechte Hetze im
Netz
Die Speaker*innen von WE CAN SPEAK stehen Brückenbauer* als
ergänzende Referent*innen zur Verfügung und es gibt einen fachlichen
Austausch über die Bedarfe der Jugendlichen und Schulen. Im Projekt
WCS werden Bildungsmaterialien erstellt, die auch Lehrkräften digital zur
Verfügung gestellt werden und es entsteht ein gemeinsames Netzwerk
(Schulen, Jugendzentren, Initiativen, Beratungsstellen, etc.), das für die
Zielgruppenerreichung genutzt wird. Beide Projekte werden trotz der
Synergien nebeneinander als selbstständige Projekte bestehen, ihre
jeweiligen Themenschwerpunkte und ihre Methodik der
Zielgruppenerreichung behalten.
Projektträger
Träger des Projekts Brückenbauer* ist der Kölner Flüchtlingsrat e.V. Dieser
ist eine Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisation. Als unabhängiges
Netzwerk setzt er sich aus Flüchtlingen, Beratungsstellen,
Menschenrechtsgruppen, Flüchtlingsinitiativen, Haupt- und Ehrenamtlichen
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in der Flüchtlingsarbeit, sowie interessierten Einzelpersonen zusammen.
Lokal verankert ist er auch auf Landes- und Bundesebene aktiv.
Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162/3 Vorlagen-Nummer 2459/2022 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Weiterführung des Projekts Brückenbauer* Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beschließt, das zuvor per politischem Veränderungsnachweis geförderte und vom 01.01.2020 – 31.12.2022 befristete Projekt Brückenbauer*, vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 2023/2024, in den Jahren 2023 und 2024 weiterzuführen. Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen, vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 2023/2024, im Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity-in Teilplanzeile 15 – Transferleistungen – in den Haushaltsjahren 2023 mit 47.405 Euro und 2024 mit 48.193 Euro zur Verfü- gung. Integrationsrat 15.11.2022 Ausschuss Schule und Weiterbildung 21.11.2022 Finanzausschuss 05.12.2022 Rat 08.12.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 0 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023/2024 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 47.405 € (2023), 48.193 € (2024) € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Ausgangssituation: Das Projekt Brückenbauer* wird seit dem 01.01.2020, zunächst befristet bis 31.12.2022 auf Ba- sis des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsjahr 2020/2021 mit Haushaltsmit- teln in Höhe von 45.000 Euro jährlich durch die Stadt Köln gefördert. Die Verlängerung soll bereits jetzt und vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes für die Jahre 2023/2024 beschlossen werden, um dem Träger und dem im Angebot eingesetzten Per- sonal die erforderliche Planungssicherheit zu geben. Projektziel ist es, Schüler*innen an Kölner Schulen über den Themenkomplex Flucht und Asyl aufzuklären. Hierdurch soll neben einer Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen ein Abbau möglicher Vorurteile der jungen Menschen erfolgen und zu einer diversitätssensiblen und ras- sismuskritischen Schul- und Klassenkultur beigetragen werden. Angebote der politischen Bildung für dieses so sensible wie komplexe Thema entlasten auch die Lehrkräfte an Kölner Schulen, was sich deutlich an der Nachfrage der Schulen nach Work- shop-Durchführungen und die vielfältigen positiven Rückmeldungen der Lehrkräfte zeigt. 3 Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. hat zur Durchführung des Projekts eine Kooperationsvereinba- rung mit dem Kommunalen Integrationszentrum im Amt für Integration und Vielfalt geschlossen; die Zusammenarbeit im Projekt erfolgt in enger inhaltlicher Abstimmung miteinander. Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird dabei miteinbezogen. Im Rahmen des Projektes Brückenbauer* wurden seit Projektbeginn neben der Durchführung von über 40 Workshops vier neue thematische Module erarbeitet, so dass den Schulen ein im- mer breiteres Themenspektrum für eine sich erweiternde Zielgruppe angeboten werden konnte. Darüber hinaus wurde die Workshop-Reihe „Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchte- ten Schüler*innen“ entwickelt, die sich unmittelbar an Lehrkräfte richtet. Auch hier überstieg die Nachfrage durch die Lehrkräfte die Kapazitäten im Projekt. Aktuell zeigt uns der Krieg in der Ukraine mehr als deutlich, dass auch in Zukunft der dringende Bedarf besteht, Schüler*innen ein Bewusstsein für die Lebenslage geflüchteter Menschen zu vermitteln. Das Projekt Brückenbauer* hat seit Projektbeginn vor über zwei Jahren nicht nur gezeigt, dass es inhaltlich auf die Bedarfe der Schüler*innen und Lehrkräfte eingeht, es hat sich auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse durch neue bedarfsorientierte Workshops sowohl weiter- als auch neu entwickelt. Dabei haben die Mitarbeitenden im Projekt schnell und flexibel auf die sich stetig verändernde pandemiebedingte Lage an den Schulen reagiert. Dazu wurden digitale und hybri- de Formate zur Durchführung der Workshops erarbeitet, durch welche eine Fortsetzung des Projekts auch während digitalem und Wechselunterricht ermöglicht wurde. Konkretisierung der Projektziele: Schüler*innen sollen in den Workshops des Projekts Brückenbauer* lernen, gesellschaftliche Entwicklungen und Ereignisse im Themenkomplex Flucht und Asyl zu verstehen, einzuordnen und Nachrichten kritisch zu hinterfragen, um rechter Hetze und fake news nicht ungeschützt ausgesetzt zu sein. Dieses Bestärken der Schüler*innen, sich wissensbasiert gegen rassisti- sche, menschenfeindliche Äußerungen zu stellen, trägt zur Erhaltung, aber auch zur Weiterent- wicklung einer toleranten und offenen Gesellschaft bei und stärkt so die Demokratie in unserer Stadt. Für die Schulen erfolgt eine Entlastung der Lehrkräfte, die mit dem Projekt Brückenbauer* einen kompetenten und erfahrenen Partner an ihrer Seite haben, um den Themenkomplex in ihrem Unterricht zu behandeln. Gleichzeitig kann durch die vielfältigen Impulse auch die Klassen- und Schulkultur positiv beeinflusst werden, durch welche eine diversitätssensible, tolerante Gemein- schaft mit einem Bewusstsein für rassistische Strukturen und Benachteiligungen in unserer Stadtgesellschaft unterstützt werden kann. Das Angebot, Lehrkräfte durch ein eigenes Workshop-Format „Wissen und Kompetenz im Um- gang mit geflüchteten Schüler*innen“ weiterzubilden, geht auf den aktuell sehr konkreten Bedarf in den Schulen ein. Es vermittelt einen wichtigen Einblick in die sehr unterschiedlichen Lebens- situationen geflüchteter Kinder und Jugendlicher und ermöglicht es, in der Schule sensibel mit diesem Themenkomplex umzugehen. Lehrkräfte erfahren so etwas über Lebenswirklichkeiten, die sie in der Regel nicht aus eigener Erfahrung kennen und erhalten Wissen darüber, wie sie ihre Schüler*innen mit Fluchterfahrung gut auf ihrem Bildungsweg unterstützen können. Im aktuellen Jahr wurde zudem eine Schulung für Multiplikator*innen konzipiert, die es den Lehrkräften ermöglicht, die Module selbständig in ihren Unterricht einzubinden. Auf diese Weise können die Inhalte des Projekts noch breiter in die Schulen getragen werden. Das gilt auch für das Ziel, Bildungsmaterialien zur allgemeinen Nutzung zu entwickeln – hier profitieren ebenfalls viele Lehrkräfte und dadurch auch deren Schüler*innen vom Angebot. Wei- 4 terhin können die Inhalte so verstärkt auch außerschulischen Bildungsorten (z.B. Jugendzen- tren) thematisiert werden. Durch eine Kooperation mit dem Projekt „We Can Speak“, in dem geflüchtete junge Erwachse- ne zwischen 17-27 Jahren ein halbes Jahr lang zu ‚Speaker*innen‘ qualifiziert werden, können die Geflüchteten selber im Sinne einer „peer-to-peer education“ Workshops zu den Themen Flucht und Menschenrechte, Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels sowie Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt rechter Hetze im Netz an den Schulen durchführen. Durch diese Vorgehensweise stärkt das Projekt Brückenbauer* die Stimme von Menschen mit Fluchterfahrung und ermöglicht den Schüler*innen gleichzeitig Einblicke in die Perspektive der Betroffenen, denn so wird nicht mehr (nur) über geflüchtete Menschen, sondern mit geflüchteten Menschen selbst gesprochen. Projektverlängerung/ zukünftige Angebote: Da die Bedarfe in den Schulen weiterhin sehr hoch sind und aufgrund der Aktualität des The- mas Flucht und Asyl, soll das Projekt weiter fortgeführt werden. Dazu sind für die nächsten zwei Jahre folgende Aktvitäten geplant: Durchführung von mindestens 25 Workshops für Schüler*innen pro Jahr, Durchführung von mindestens 6 Workshops für Lehrkräfte pro Jahr, Weiterentwicklung der Workshop-Module auf Basis des aktuellen Bedarfs der Schulen und in Reaktion auf aktuelle Entwicklungen sowie Fortführung der Kooperation mit ‚We Can Speak‘, um die ausgebildeten Speaker*innen in den Schulen als Expert*innen ihrer eigenen Lebenssituation sprechen zu lassen. Geförderte Projektkosten pro Jahr: 2023 2024 ca. 80% Personalkosten (mind. 19,5 h) 37.924 € 38.554,00 € ca. 10 % Overhead 4.740 € 4.819,00 € ca. 10% Sachkosten 4.741 € 4.820,00 € 100,00% Gesamt 47.405 € 48.193 € Das Projekt wird bei der Stadt Köln weiterhin durch das Kommunale Integrationszentrum be- treut. Weitere Details zur bisherigen und zukünftigen Umsetzung des Projekts ergeben sich aus dem beigefügten Sachbericht für das Jahr 2021 und der Konzeption. Finanzierung: Die erforderlichen Finanzmittel für das Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 47.405€ und für das Haushaltsjahr 2024 in Höhe von 48.193€ stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushalts- satzung 2023/2024 im Teilergebnisplan 0504-Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen zur Verfügung. Die Erhöhung der Mittel für die Jahre 5 2023/2024, gegenüber den in 2020-2022 eingeplanten Mitteln, basiert auf einer Berücksichti- gung einer jährlichen Tarifkostensteigerung. Anlagen: Anlage 1: Sachbericht Brückenbauer 2021 Anlage 2: Konzeption Brückenbauer
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2459/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 03.11.2022
- Erstellt
- 05.08.2022 12:01