Mandari Insight

2459/2022

Weiterführung des Projekts Brückenbauer*

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 03.11.2022

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Anlage 2 Sachbericht Brückenbauer 2021

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Konzeption Brückenbauer

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2 Sachbericht Brückenbauer 2021

32037 Zeichen

SACHBERICHT
BRÜCKENBAUER* 
2021
  Bildungsprojekt des Kölner Flüchtlingsrat e.V.

Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
02
Zielgruppen-
erreichung
05
Aktivitäten seit 
Projektbeginn
06
Herausforderungen 
durch Corona 
07
Maßnahmen
2021
08
Überblick 2021
10
Bedarf 
11
Projektziele
04
Meinungen 
Pädagog*innen
14
Ausblick
16

Lehrkraft an der Lise-Meitner- 
Gesamtschule in Köln Porz
 
Am Bildungsprojekt 
Brückenbauer* hat mich nach 
der schrecklichen humanitären 
Krise in 2015 besonders 
fasziniert, dass sie proaktiv an 
Kölner Schulen herangetreten 
sind und Wissen vermitteln und 
Vorurteile abbauen. Die 
Sensibilisierung für das Thema 
Flucht ist von hoher Bedeutung. 
Nur so kann Toleranz entstehen 
und können Vorurteile 
abgebaut werden.

Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. blickt auf mittlerweile fünf Jahre Jugend- und Bildungsarbeit 
(seit 2017) an Kölner Schulen zurück. Das Projekt Brückenbauer* wirkt Diskriminierung und 
Vorurteilen entgegen und bringt proaktiv Antirassismusarbeit und Menschenrechtsarbeit an 
Kölner Schulen. Die Workshops schaffen ein Bewusstsein für gesellschaftliche 
Chancenungleichheiten, für die Rechte Geflüchteter und regen Jugendliche und 
Pädagog*innen dazu an, eine diversitätssensible Haltung zu entwickeln. Der Bedarf an 
politischer Bildungsarbeit zu den Themen Flucht, Asyl, Menschenrechte, Vielfalt und 
Diskriminierung steigt stetig und Lehrkräfte nehmen unsere Workshops als Entlastung und 
Bereicherung wahr.
Die Jugendbildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat e.V. besteht momentan aus drei 
Projektsäulen, von denen zwei (die Workshops für Schulklassen und die Fortbildungen für 
Pädagog*innen) im Rahmen der dreijährigen städtischen Förderung gefördert werden. 
Unser drittes Projekt, die Multiplikator*innenarbeit mit jungen Geflüchteten, ist im Oktober 
2021 gestartet und wird von der Postcode Lotterie gefördert. Diese drei Säulen unserer 
Bildungsarbeit erzeugen gemeinsam Synergieeffekte, die im Sinne der Zielerreichung von 
Brückenbauer* sind.
SEITE 02 ZUSAMMENFASSUNG 
Projektinhalt: Durchführung von Workshops an Kölner Schulen zu 
Flucht, Asyl, Menschenrechten, Vielfalt und Diskriminierung für 
Schüler*innen ab Klasse 5 bis Q2 sowie für Lehrkräfte und Päda- 
gog*innen.
Projektlaufzeit: 3 Jahre, 01.01.2020 – 31.12.2022
Fördersumme: 45.000 €  p.a.
Workshops 
für 
Schulklassen
 
Fortbil-
dungen 
für 
Pädagog* 
innen
Multipli- 
kator* 
innen- 
Projekt 
WE CAN 
SPEAK

SEITE 03 ZUSAMMENFASSUNG
Seit Beginn unserer Bildungsarbeit an 
Kölner Schulen (2017) haben bereits knapp 
60  Workshops für Schüler*innen der 
Klassenstufen 5 - Q2 stattgefunden. Im 
Rahmen der städtischen Förderung haben  
bereits 36 Online- und Präsenz-Workshops 
stattgefunden.
Seit Oktober 2021 haben 3 Workshops 
der Workshop-Reihe "Wissen und 
Kompetenz im Umgang mit geflüchteten 
Schüler*innen" für Pädagog*innen 
stattgefunden (Stand Februar 2022). Wir 
bieten außerdem Beratungen zu 
Unterrichtsgstaltung zu den Themen
Flucht, Menschenrechte & Diskriminierung 
für Lehrkräfte und Pädagog*innnen an. 
Ankommen 
Vorurteile und Diskriminierung 
Flucht und Partizipation 
(entwickelt 2021)
Grenzen und Menschenrechte 
(entwickelt 2021)
Neben unserem Grundlagen- 
Workshop bieten wir mittlerweile 
vier Vertiefungs-Workshops an: 
Die Stadt Köln fördert mit der Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat e.V. seit dem 
01.01.2020 konkret die Vorbereitung und Durchführung von Workshops an Kölner Schulen zu 
Flucht, Asyl, Menschenrechten, Vorurteilen und damit verbundenen Themen. Zuvor wurde mit 
städtischen Mitteln für „ Antirassismus-Trainings“ bereits die Entwicklung und Verschriftlichung 
der Bildungseinheiten in „ Bildungspaketen“ (Okt.-Dez.2018) sowie die Durchführung von 
Workshops für Schulklassen (Sept.-Dez.2019) gefördert. Durch die aktuelle Förderdauer von 3 
Jahren war und ist es dem Kölner Flüchtlingsrat e.V. möglich, die bereits entstandenen 
Strukturen zu stärken, bestehende Kooperationen verlässlich auszubauen, neue, nachhaltige 
Bildungsformate zu entwickeln und die hohe Nachfrage an Workshops an Kölner Schulen 
zeitnah zu bedienen.

PROJEKTZIELE 
SEITE 04 ZIELE
I. Schüler*innen entwickeln im Rahmen eines Workshops eine 
kritische Haltung zum Flüchtlingsdiskurs und erhalten Antworten auf 
Ihre Fragen zum Themenkomplex Flucht und Asyl.
2021 wurden die für die 3. 
Durchführungsphase vorgesehenen 
Projektziele (laut Projektantrag) trotz 
abgeänderter Maßnahmen auf Grund 
von Corona weitgehend erreicht. 
IV. Peer-Education-Strukturen werden genutzt und gefördert. 
Besonders Jugendliche mit eigenem Migrations- oder 
Fluchthintergrund fühlen sich durch das Angebot bestärkt, aktiv 
zu partizipieren, ihre Erfahrungen als Ressourcen zu nutzen und in 
den Unterricht und im Engagement einzubringen.
II. Schüler*innen fühlen sich darin bestärkt, sich für Vielfalt, 
Toleranz und Menschenrechte einzusetzen, und gehen aktiv gegen 
Rassismus und Diskriminierung vor.
III. Die Synergieeffekte zwischen Workshops und AGs (AG-Projekt 
lief bis Okt. 2021) werden genutzt und ausgebaut. Jugendliche 
werden durch das Workshopangebot zum freiwilligen 
gesellschaftlichen und politischen Engagement aktiviert.
V. Multiplikator*innen und Lehrkräfte werden durch die 
Angebote von Brückenbauer* fortgebildet und darin bestärkt, 
den Themenkomplex Flucht und Asyl selbstständig in den 
eigenen Klassen aufzugreifen. Mit dem neu gewonnen 
Fachwissen fühlen sie sich bestärkt Antirassismusarbeit 
themenübergreifend im Unterricht einzubringen.
VI. Analoge und digitale Bildungsmaterialien werden 
Pädagog*innen und Lehrkräften auf einer digitalen Plattform 
zur Verfügung gestellt. 
Für das Jahr 2022 besonders relevante Projektziele: 
Es haben bereits 3 
Fortbildungen für 
Pädagog*innen 
stattgefunden, es 
sollen weitere 2022 
folgen.
2022 entsteht eine 
digitale Bildungs- 
plattform.

über Informationsschreiben an Schulleitungen, Lehrkräfte und 
Schulsozialarbeiter*innen
über unsere Flyer 
über die Website vom Kölner Flüchtlingsrat e.V. 
über die neue Website unseres Jugend- und Bildungsbereichs 
und über Instagram 
Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse und pädagogisches 
Personal an Schulen. Wir erreichen die Gruppen 
      https://koelner-fluechtlingsrat.de/arbeitsbereiche/jugend-bildungsarbeit_2
      https://www.jugend-kfr.de/
      https://www.instagram.com/jugend_kfr/
Mit der stetigen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums werden unsere 
Angebote zusätzlich beworben und ganz gezielt an die Schulen im Netzwerk Schule- 
ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage geschickt. 
SEITE 05 ZIELGRUPPENERREICHUNG

Erstellung von Werbematerial (Flyer, Plakat)       
Bekanntmachung des Angebots an Kölner Schulen und 
Zielgruppenerreichung durch Netzwerkarbeit    
Erarbeitung, praktische Erprobung eines neuen Vertiefungsmoduls 
Einarbeitung von neuen Bildungsreferent*innen im Team     
Pandemiebedingt wurden 4 Workshops durchgeführt, geplant waren 12 
Workshops für Kölner Schüler*innen
Pilotphase (01.01.2020–31.08.2020)    
AKTIVITÄTEN SEIT PROJEKTBEGINN  
SEITE 06 ZEITPLAN
Erarbeitung und Durchführung des neuen Vertiefungsmoduls "Flucht & 
Partizipation"
Projektanpassung an Corona-Situation & Erstellung mehrerer Online- 
Workshops
Pandemiebedingt wurden 8 (Online-)Workshops durchgeführt, geplant 
waren 14 Workshops für Kölner Schüler*innen
2. Durchführungsphase (01.01.2021 - 31.12.2021)
3. Durchführungsphase und Projektabschluss (01.01.2022 - 31.10.2022)
Erstellung der neuen Website für den Jugend- und Bildungsbereich 
www.jugend-kfr.de 
Erarbeitung und Durchführung des neuen Vertiefungsmoduls "Grenzen 
und Menschenrechte"
Erarbeitung und Durchführung der Pädagog*innen-Workshopreihe 
"Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen" 
(1. Termin im Oktober 2021, es folgten bereits 2 Onlinre-Termine 
Anfang 2022) 
Pandemiebedingt durchgeführt wurden 24 (Online-)Workshops, laut 
Projektantrag waren 40 geplant, nach Rücksprache mit dem KI wurde 
die Anzahl auf 20 reduziert, vgl. S. 10
Durchführungsphase (01.09.2020 - 31.12.2020)1.

Um unsere Workshops im Corona-Jahr 2021 an Kölner Schulen zu 
bringen, war ein beständiger Anpassungsprozess nötig. 
Wie auch schon 2020 hat das zweite Projektjahr 2021 von den Bildungsreferentinnen 
des Kölner Flüchtlingsrat e.V. viel Flexibilität und kreative Anpassungsbereitschaft 
hinsichtlich der geplanten Projektmaßnahmen gefordert. Viele der Coronamaßnahmen 
für Schulen in NRW mussten von den Kölner Schulen kurzfristig umgesetzt werden, 
forderten Lehrkräfte und Schüler*innen gleichermaßen heraus und teils langfristige 
Terminabsprachen und Planungen mit dem Projekt Brückenbauer* mussten verworfen 
werden. Dank des regelmäßigen Austauschs mit dem Kommunalen Integrationszentrum 
konnten die ursprünglich geplanten Projektmaßnahmen fortlaufend an die Situation 
angepasst und vorgenommene Abänderungen evaluiert werden. Vorrangig wurden 
Online-Workshopformate weiterentwickelt und hybride Angebote (Präsenz/Online) 
entworfen. Obwohl die Workshops von persönlichen Begegnungen, dem Austausch von 
Erlebnissen in interaktiven Diskussionsrunden und methodischem Erfahren leben, 
machte unser Bildungsteam die Erfahrung, dass viele Inhalte sich gut in ein Online- 
Format übertragen ließen. 
Der vorliegende Sachbericht zeigt auf, dass trotz vieler Schwierigkeiten während der 
Pandemie und vieler Terminabsagen und Terminverschiebungen das Interesse der 
Kölner Schulen an den Brückenbauer*-Workshops ungebrochen groß ist. Dem 
Bildungsprojekt gelang es auch im zweiten Pandemiejahr 2021 , sich an wechselnde 
Rahmenbedingungen anzupassen und in verschiedenen Formaten Menschenrechts-
bildung an Kölner Schulen anzubieten. So konnte die hohe Nachfrage dennoch 
größtenteils bedient werden.
SEITE 07 HERAUSFORDERUNGEN WEGEN CORONA

Dadurch, dass nach den Weihnachtsferien 2020/2021 recht überraschend für längere 
Zeit kein Präsenzunterricht stattfand, konnten 4 für Januar und Februar geplante 
Workshops nicht stattfinden. Unser angepasstes Angebot, Workshops online 
durchzuführen, wurde zunächst nur sehr zögerlich angenommen. Lehrkräfte meldeten 
teilweise zurück, dass insbesondere die Herausforderungen der Organisation des 
Wechselunterrichts sie sehr fordere. In der Zeit zwischen den Oster- und Sommerferien, 
als sich eine Art Routine in den Schulen eingespielt hatte, wurden die Workshops dann 
wieder verstärkt angefragt, sodass wir sogar mehr Workshops als die mit dem KI für 
diesen Zeitraum vereinbarte Anzahl durchführen konnten (15 statt 10). Bis Mitte 2021 war 
der Austausch mit Lehrkräften über deren Bedarfe und Sorgen besonders hoch und 
zeigte uns, dass generell, aber besonders im Regelbetrieb, ein hoher Bedarf an 
Entlastung der Lehrkräfte durch politische Bildungsarbeit zum Thema Flucht vorhanden 
ist. 
Alle Workshops wurden im Zeitraum Januar bis Juli 2021 online durchgeführt, wobei sich 
die durch Wechselunterricht bedingte Klassentrennung sogar als hilfreich erwies, da so 
die Gruppen, die am Online-Workshop teilnahmen, kleiner waren. Das ermöglichte eine 
interaktivere Workshopgestaltung im Online-Format. Die Bildungsrefetentinnen 
erarbeiteten im April 2021 ein neues Workshopmodul mit einem Fokus auf Möglichkeiten 
der Unterstützung und Mitbestimmung junger Menschen. Dieser Schwerpunkt ermöglicht 
viel Teilhabe an den Inhalten des Workshops (auch für Kinder und Jugendliche mit eigener 
Fluchtgeschichte) und zeigt Handlungsperspektiven bei dem oft sehr belastenden Thema 
Flucht auf. Das neu erarbeitete Workshopmodul „ Flucht und Partizipation“ konnte gleich 
mehrfach in den Workshops genutzt werden und es zeigte sich, dass ein großes Interesse 
bei den Schüler*innen bestand, auch eigene Engagementmöglichkeiten kennenzulernen 
und zu reflektieren. Hervorzuheben ist hier auch eine Workshopreihe, die wir mit einem 
Deutschkurs der Tages- und Abendschule (TAS) durchführten. Der Kurs bestand 
mehrheitlich aus älteren Schüler*innen mit eigener Fluchterfahrung. Dies bedeutete 
einerseits, dass wir unsere Workshopmaterialien noch einmal überarbeitet haben, sodass 
sie auch für Teilnehmer*innen mit geringen Deutschkenntnissen verständlich waren. 
Andererseits konnten wir mit der Gruppe das Thema „ Partizipation“ mit einem ganz 
neuen Schwerpunkt, nämlich der Partizipation von Betroffenen selbst, beleuchten.
 Jahreshälfte 2021 (Januar - Juli) 1.
4
SEITE 08 MASSNAHMEN IM JAHR 2021

In der zweiten Jahreshälfte, die an den Schulen mit Präsenzunterricht und einer relativ 
entspannten Coronasituation begann, wurden bereits in den ersten zwei Wochen nach 
den Sommerferien so viele Workshops bei uns angefragt, dass wir bis Ende 2021 und 
darüber hinaus ausgebucht waren. Die meisten davon sollten in Präsenz stattfinden. 
Wegen längerer Krankschreibungen im Bildungsteam und aufgrund der (Ende des 
Jahres 2021) sich verschärfenden Lage mit dem Omikron-Virus, mussten mehrere 
Workshops abgesagt werden. Was sich als schwierig erwies, war die Tatsache, dass 
die Durchführung von Bildungsveranstaltungen in Präsenz etwa ab Dezember 2021 
sowohl von den Bildungsreferentinnen als auch zunehmend von den Schulen als 
unangemessen in Anbetracht der Infektionsdynamik erachtet wurde. 
Ein Fokus lag in der zweiten Jahreshälfte zudem an der Konzeption einer Fortbildung 
für Pädagog*innen an Kölner Schulen. Die erste Fortbildung konnte am 27.10.2021 in 
Präsenz im Flüchtlingszentrum FliehKraft stattfinden. Die Resonanz war sehr positiv und 
es wurde deutlich, dass ein großer Bedarf an Informationen und auch Austausch unter 
den Teilnehmer*innen bestand. Thematische Bedarfe der Pädagog*innen sollen 2022 
in der Workshopreihe "Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchteten 
Schüler*innen vertieft behandelt werden. Das geplante neue Modul „ Grenzen und 
Menschenrechte“ für Schüler*innen der Oberstufe, das auch durch die Situation an 
der polnisch-belarussischen Grenze Ende 2021 noch einmal an Relevanz gewonnen 
hat, konnte in dieser Zeit ebenfalls ausgearbeitet werden. Eine erste erfolgreiche 
Erprobung fand am 13.01.22 in einem Leistungskurs für Sozialwissenschaften der Q2 
des Schillergymnasiums Porz statt.
2.  Jahreshälfte 2021 (August - Dezember)
SEITE 09 MASSNAHMEN IM JAHR 2021   
Dies war eine für alle Seiten spannende Erfahrung, die wir gerne im Workshopprojekt 
wiederholen und weiterentwickeln möchten. Schließlich bildete sich aus einigen 
Workshop-Teilnehmer*innen der TAS, ganz im Sinn der geplanten Synergieeffekte 
des Projekts Brückenbauer*, eine AG, welche eine Instagram-Story zur TAS als 
Lernort speziell für Geflüchtete ausarbeitete. Darüber hinaus möchte jetzt ein Teil 
dieser Gruppe selbst Bildungsarbeit im Rahmen des Bildungsprojektes "WE CAN 
SPEAK" leisten.

GEPLANT FÜR 2021TATSÄCHLICH DURCHGEFÜHRT 2021
Durchführung laut Projektantrag von 
40 Workshops für Schüler*innen / 
Nach Rücksprache mit dem KI wurde 
die Zahl aufgrund von Corona auf 20 
Workshops angepasst. 
 
Zahl der tatsächlich durchgeführten Workshops im Jahr: 24
Zahl fest geplanter Workshoptermine an Kölner Schulen: 42
Zahl der pandemie-bedingten Terminabsagen: 18 
Deutlich wird, der Bedarf an Schulen ist da, doch die 
Coronasituation ließ eine Umsetzung der vereinbarten 
Workshoptermine nicht zu.
Erarbeitung und praktische Erprobung 
eines neuen Vertiefungsmoduls. 
Vertiefungsmodul "Flucht und Partizipation" speziell für 
Gruppen mit Kindern und Jugendlichen mit eigener 
Fluchtgeschichte 
Vertiefungsmodul "Grenzen und Menschenrechte" für 
Schüler*innen der Q2 
Es wurden zwei neue Workshopmodule entwickelt:
1.
2.
Erarbeitung und Durchführung einer 
Fortbiludngsreihe für Pädagog*innen 
an Schulen  
Erarbeitung der Fortbildungsreihe "Wissen und Kompetenz im 
Umgang mit geflüchteten Schüler*innen" für Pädagog*innen. Die 
Auftaktveranstaltung fand am 27.10.2021 statt. Ein zweiter Termin 
fand am 15.02.2022 statt und es wurde eine weiterer Termin am 
23.02.2022 angeboten, weil die Nachfrage sehr hoch war
Erarbeitung und praktische Erprobung 
einer Multiplikator*innen-Fortbildung 
für Lehrkräfte, um das Thema "Flucht" 
selbst in ihren Klassen durchführen zu 
können. 
Um zunächst die große Nachfrage nach der Reihe "Wissen und 
Kompetenz im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen" 
bedienen zu können wurde diese Maßnahme nach Absprache 
mit dem KI auf 2022 verschoben. 
SEITE 10 ÜBERBLICK 2021

Trotz vieler pandemiebedingter Projektanpassungen und der zeitweise kompletten
Umstellung auf Online-Bildungsformate, bleibt der Bedarf an politischer Bildungsarbeit an
Kölner Schulen stetig hoch. Ganz besonders, weil Corona in den letzten zwei Jahren die
Berichterstattung und Social Media dominiert hat, es aber trotz alledem politische und
gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen gab, bei denen Jugendliche Unterstützung
brauchen. Hier geht es darum, diese richtig einzuordnen und die Hintergründe zu
verstehen. Dafür brauchen wir Bildungsformate wie Brückenbauer* an Kölner Schulen. Zu
groß ist sonst die Gefahr, dass junge Menschen sich an Fake News und rechter Hetze im
Netz orientieren und komplexe gesellschaftliche Verhältnisse falsch gedeutet und
verinnerlicht werden. 
Zu den relevanten Ereignissen gehören flüchtlingspolitische Entwicklungen wie der Konflikt
der EU mit Weißrussland und die darauffolgende katastrophale Situation für Geflüchtete
an den Grenzen von Weißrussland und Polen, die UN-Klimakonferenz in Glasgow mit ihren
Ergebnissen, von denen nicht absehbar ist, ob sie im Kampf gegen den Klimawandel und
für Klimagerechtigkeit ausreichen werden oder nicht zuletzt der Kriegsausbruch in der
Ukraine, der hunderttausende Menschen zur Flucht zwingt. Aber auch rassistische und
menschenrechtsverachtende Taten wie die Anschläge in Hanau und Halle und die
weiterhin hohe rassistisch und antisemitisch motivierte Gewalt in Deutschland gehören zu
den Geschehnissen, über die man mit Jugendlichen sprechen muss. 
Die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas in Folge der Auseinandersetzungen mit der
Corona Pandemie lässt vermuten, dass auch bei anderen relevanten Gesellschaftsthemen
Verschwörungstheorien und Aufrufe zur Gewalt nicht abflauen werden. So wird die
Flüchtlingspolitik der nächsten Jahre weiter durch Hass und Hetze im Netz begleitet und
verschiedene Akteur*innen der Gesellschaft gezielt attackiert werden, wenn wir nicht
gegensteuern. Geflüchtete zählen hierbei zu einer Zielscheibe, die nicht nur online,
sondern direkt und physisch angegriffen werden. Auch 2020 gab es „ mindestens 1.600
überwiegend rechtsmotivierte Angriffe gegen Geflüchtete und Asylbewerberunterkünfte".
Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor. Darüber hinaus gab
es 2020 insgesamt 67 Angriffe auf Hilfsorganisationen sowie freiwillige Helfer*innen.
Bereits Jugendliche müssen daher lernen, wie zivilgesellschaftliches Engagement für
Demokratie und Menschenrechte aussehen und selbst gestaltet werden kann. 
SEITE 11 BEDARF AN BILDUNGSARBEIT STETIG HOCH

SEITE 12 BEDARF AN BILDUNGSARBEIT STETIG HOCH
Gründe für eine Fortführung und Verstetigung des Projekts
Brückenbauer*
1. Schulen buchen die Brückenbauer* Workshops stetig seit Projektbeginn und wir
können den Bedarf nicht decken.
Im Regelbetrieb (ohne Einschränkungen durch Corona) können wir seit wir Workshops an
Schulen anbieten den Bedarf mit einer 50 % Personalstelle nicht decken! Die Terminvergabe
für ein komplettes Schulhalbjahr findet in nur wenigen Wochen nach den Ferien statt, sodass
wir danach keine weiteren Anfragen mehr annehmen können. 
2. Brückenbauer* wirkt Vorurteilen und Diskriminierung nachhaltig entgegen
Vorurteile und rassistische Einstellungen gegenüber Menschen anderer Herkunft und
Hautfarbe sind fest in der Gesellschaft verankert. So sind bspw. die Vorurteile gegenüber
asylsuchenden Menschen in den letzten Jahren weiter gestiegen, trotz sinkender
Antragszahlen. Jugendliche mit eigener oder familiärer Fluchterfahrung registrieren diese
Ereignisse und Stimmungen sehr genau. Brückenbauer* trägt dazu bei, das Bewusstsein in
Schulen für die Situation von Geflüchteten zu erhöhen und damit auch indirekt die Situation
von geflüchteten Schüler*innen an der Schule zu verbessern. Vorurteile gegenüber
Personengruppen werden durch die richtige didaktische Methodik entkräftet und Fachwissen
vermittelt. Die Schüler*innen lernen sich während der Workshops besser kennen, entwickeln
Empathie für verschiedene Lebenssituationen und zeigen am Ende der Workshops häufig
Interesse an gesellschaftlichem Engagement. 
3. Brückenbauer* trägt dazu bei, dass geflüchtete Kinde und Jugendliche sich
stressfreier integrieren können und Schule als einen sicheren Lernort erleben 
Kölner Schulen haben Interesse an Expert*innenwissen und wollen die Kinder und
Jugendlichen mit Fluchterfahrung möglichst schnell in den Regelschulbetrieb integrieren.
Auch wenn in den letzten Jahren weniger Menschen einen Asylantrag in Deutschland gestellt
haben, nehmen Fluchtbewegungen zu und Schulen wollen als wichtige Bildungs- und
Erziehungsinstitution eine Haltung zu diesem Phänomen einnehmen und einer diversen
Schülerschaft eine sicheren Lern- und Erfahrungsraum schaffen. Dazu bedarf es immer
wieder der Unterstützung externer Exptert*innen. Für diesen Fall steht Brückenbauer* den
Schulen mit seinen Workshops und Beratungsangeboten zur Seite.

SEITE 13 BEDARF AN BILDUNGSARBEIT IST STETIG HOCH
Lebenssituation geflüchteter Kinder (Erlebnisse im Herkunftsland und auf der Flucht,
Unterbringung, Beschulung)
Asylrechtliche Grundlagen und Aufenthaltsrecht 
psychische Belastungen und Trauma
Antirassismusarbeit an der eigenen Schule
rassismuskritische und diversitätssensible Haltung bei Pädagog*innen
Methoden, um das Thema Flucht in den eigenen Unterricht zu integrieren
4. Brückenbauer* Workshops entlasten Lehrkräfte
Die Themen Flucht und Migration sind fester Bestandteil der Kernlernpläne des Landes NRW,
sodass Lehrkräfte Strategien brauchen, diese Themen angemessen zu vermitteln. Eine
besondere Herausforderung stellt sich für Lehrkräfte, wenn Kinder und Jugendliche im
Unterricht sind, die selbst eine eigene oder familiäre Fluchtgeschichte haben oder noch an
den Folgen der Erlebnisse leiden. Viele Lehrkräfte wissen sehr wenig über die
Lebensumstände der Kinder, die selbst eine Flucht erlebt haben. Zumal diese Biografien sehr
unterschiedlich ausfallen. Auch die zum Teil sehr großen Beschulungslücken bei den Kindern
stellen die Lehrkräfte vor eine große Herausforderung. 
5. Einige Schulen haben die Brückenbauer* Workshops mittlerweile in ihrem
Projektangebot verstetigt
An einigen Schulen sind die Brückenbauer* Workshops (z.B. Johannesgrundschule, Heinrich-
Heine-Gymnasium) bereits seit zwei Jahren fester Bestandteil von Menschenrechtsprojekten,
AGs und Projekttagen.
6. Brückenbauer* leistet einen wichtigen Beitrag zu den Angeboten im Netzwerk
Schule-ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage
Das Kommunale Integrationszentrum informiert die Schulen im Netzwerk stetig über
Angebote von Bildungsträgern. Die Brückenbauer* Workshops sind eines dieser Angebote für
die Schulen im Netzwerk. Über die Bekanntmachung des KI erreichen uns viele
Workshopanfragen von SOR-Schulen.
7. Die Erwachsenenbildung im Projekt wird unerwartet stark angenommen, was den
Bedarf an Fachwissen zum Thema Flucht bei Pädagog*innen zeigt
Seit Beginn des Projekts erhalten wir Anfragen nach Bildungsangeboten für Erwachsene.
Viele Pädagog*innen in Schulen wünschen sich Beratung im Umgang mit geflüchteten
Kindern und Bildungsformate zu folgenden Inhalten:

SEITE 14 WAS SAGEN LEHRKRÄFTE UND SCHULSOZIALARBEIT?
Warum darf das Workshopprojekt Brückenbauer* 
in der Kölner Bildungslandschaft nicht fehlen?
"Aufklärung von Kindern und Erwachsenen, 
Vorbeugen von Ausgrenzungen, Verständnis 
von Geschehen in der Welt und 
Überarbeitung des eigenen Selbstbildes."
- Lehrkraft am Maximilian-Kolbe-
Gymnasium in Köln Wahn -
"Brückenbauer ist ein wichtiger 
Bildungsbeitrag zur Sensibilisierung 
von gesellschaftlichen und 
migrationspolitischen Themen."
- Schulsozialarbeiterin am Heinrich- 
Mann-Gymnasium in Chorweiler - 
"Die Thematisierung von Themen rund um Migration und Flucht sind in den Kernlehrplänen 
an Schulen fester Bestandteil. Nichtsdestotrotz ist das Unterrichten dieser Themen eine 
große Herausforderung für viele Lehrende, da gerade an Schulen des Standorttyps 5 
oftmals Schüler*innen mit (mitunter schlimmen) Fluchterfahrungen in den Klassen sind. Die 
Unterstützung durch die Mitarbeiter*innen des Bildungsprojekts Brückenbauer* hat uns – 
v.a. in einigen Projektwochen – sehr geholfen, den Schüler*innen Input über die Thematik 
zu vermitteln. So wurde vielen Schüler*innen auch die Vielschichtigkeit des Themas 
bewusst (u.a. das Klimageflüchtete einen immer höheren Anteil annehmen). Insgesamt hat 
unsere Schule bisher sehr von der Zusammenarbeit profitiert!" 
 
 - Lehrkraft an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln Porz - 
 
Wer profitiert von Brückenbauer*?
"Profiteure sind v.a. die Schüler*innen. Und zwar ALLE Schüler*innen. Geflüchtete, da mit 
ihnen rücksichtsvoll und wertschätzend umgegangen wird. Andere Schüler*innen nehmen oft 
einen Mehrwert mit. Die Toleranz untereinander wird zudem gesteigert. Auch profitieren 
Lehrkräfte vom Projekt, da man sich auf die professionelle und zielbringende Vermittlung des 
Bildungsträger verlassen kann."
- Lehrkraft am Lise-Meitner-Gymnasium in Köln Porz -

SEITE 15 WAS SAGEN LEHRKRÄFTE UND SCHULSOZIALARBEIT?
"Köln ist eine Stadt, die für Toleranz und Vielfalt steht. Es gibt viele Institutionen und 
Träger, die das in Köln vorleben. Am Bildungsprojekt Brückenbauer* hat mich nach der 
schrecklichen humanitären Krise in 2015 besonders fasziniert, dass sie proaktiv an 
Kölner Schulen herangetreten sind und Wissen vermitteln und Vorurteile abbauen. Die 
Sensibilisierung für das Thema Flucht ist von hoher Bedeutung. Nur so kann Toleranz 
entstehen und können Vorurteile abgebaut werden. Das Thema Anti-Diskriminierung ist 
natürlich sehr vielschichtig und muss in dieser Vielschichtigkeit auch an Schulen präsent 
sein. Seit Beginn ist der Kontakt nie abgebrochen und das Projekt Brückenbauer* tritt 
regelmäßig mit tollen didaktischen Ideen und Projekten an uns heran."
- Lehrkraft an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln Porz - 
Welche Lücke schließt Brückenbauer* in der Kölner Bildungslandschaft? 
Welchen Einfluss hat das Projekt deiner Meinung nach auf das Leben von 
Schüler*innen und Lehrkräften / Schulsozialarbeiter*innen / 
Pädagog*innen? 
"Auf Schüler*innen: Ich glaube, 
dass das Verständnis für 
Geflüchtete durch diese 
Workshops und Angebot zunimmt. 
Gerade in Zeiten von social 
media ist eine inhaltliche 
Auseinandersetzung in der Schule 
– angeleitet durch externe 
Expert*innen – unabdingbar."
- Lehrkraft an der Lise-Meitner- 
Gesamtschule in Köln Porz - 
Was wünschen Sie sich für die Zukunft 
vom Projekt Brückenbauer*?
"Erwachsenenbildung!"
"Workshops für Lehrkräfte und Eltern."
"Erwachsenenbildung als zentrales Thema (Für die 
Kinder macht ihr das schon super, aber wünsche mir 
mehr Angebote für Erwachsene)."
- Lehrkräfte der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln Porz 
und des Heinrich-Mann-Gymnasiums in Chorweiler - 
WEBSITE TRUDE HERR GESAMTSCHULE: HTTPS://THG-KOELN.DE/WORKSHOP-FLUCHT-ASYL

SEITE 16
Flucht und Menschenrechte
Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels
Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt Rechte Hetze im Netz 
Kooperation mit dem Projekt WE CAN SPEAK 
Seit September 2021 wird beim Kölner Flüchtlingsrat e.V. das 
Multiplikator*innenprojekt WE CAN SPEAK aufgebaut. Das Projekt zielt darauf ab, 
Vorurteile und strukturelle Benachteiligungen gegenüber Menschen mit 
Fluchterfahrungen aufzubrechen, indem es Geflüchtete stärkt, Workshops mit 
Jugendlichen im Sinne von peer education selbst durchzuführen und somit auch 
Begegnung zu ermöglichen. Hierfür werden im ersten Halbjahr 2022 15-20 junge 
Geflüchtete zwischen 17 und 27 Jahren zu „ Speaker*innen“ qualifiziert, die zu 
folgenden Themen Workshops (WS) mit Jugendlichen durchführen werden: LgM 
Pläne für 2023 & 2024
Kooperation in der Praxis
1. Die Speaker*innen von WE CAN SPEAK stehen Brückenbauer* als 
ergänzende Referent*innen  zur Verfügung 
2. Es gibt einen fachlichen Austausch über die Bedarfe der Jugendlichen 
und Schulen
3. Brückenbauer* kann seine Kapazitäten zur Lehrkräftefortbildung 
ausbauen
4. Der Pool der Bildungsmaterialien, die auch Lehrkräften zur Verfügung 
stünden, erweitert sich und wird digital aufbereitet
5. Es entsteht ein gemeinsames Netzwerk (Schulen, Jugendzentren, 
Initiativen, Beratungsstellen, etc.) für die Zielgruppenerreichung genutzt 
würde. 
Beide Projekte werden trotz der Synergien nebeneinander als 
selbstständige Projekte bestehen, ihre jeweiligen Themenschwerpunkte
und ihre Methodik der Zielgruppenerreichung behalten. 
 
AUSBLICK

SEITE 17 PLÄNE FÜR 2023 & 2024
Mehr Erwachsenenbildung durch Workshopreihe für Pädagog*innen 
Schulklassen werden zunehmenden diverser und wir möchten Lehrkräfte mit unserer 
Expertise zur Lebenssituation geflüchteter Kinder, unserem Fachwissen zu 
rassismuskritischer und diversitätssensibler Pädagogik und hinsichtlich 
Handlungsoptionen bei Schwierigkeiten und Herausforderungen unterstützen. Da die 
Resonanz auf unsere Workshopreihe für Pädagog*innen "Wissen und Kompetenz 
im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen" so positiv ausgefallen ist und unsere 
zweite Veranstaltung nach wenigen Tagen ausgebucht war (sodass es einen 
Ersatztermin geben musste) werden wir die Reihe ab 2023 ausweiten und mehr
Termine anbieten. Es kamen bereits Anfragen aus einigen Lehrer*innenkollegien 
nach Fortbildungen für das ganze Kollegium. Mit diesem weiteren Schwerpunkt in 
der Erwachsenenbildung können wir unseren Auftrag der Menschenrechtsarbeit an 
Kölner Schulen noch ganzheitlicher erfüllen. 
Moderierte Netzwerktreffen für Schulsozialarbeiter*innen zum Thema Flucht
Das Thema Flucht betrifft mittlerweile die meisten Lehrkräfte, doch nicht an allen 
Schulen gleichermaßen. Besonders die Schulsozialarbeit und die Leitungen der 
internationalen Klassen haben mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen 
zu tun. Viele Schulsozialarbeiter*innen sind jedoch in ihrem Handlungsfeld, ihren 
Aufgaben und auch Herausforderungen die einzigen mit dieser Profession an ihren 
Schulen. Den Lehrkräften, die die Leitung der internationalen Klassen der Schulen 
übernommen haben geht es ähnlich. Gegenüber dem Kölner Flüchtlingsrat e.V. 
wurde in den letzten Jahren immer wieder der Wunsch nach einem Netzwerk oder 
Austauschtreffen für Schulsozialarbeiter und engagierte Lehrkräfte zum Thema 
Flucht geäußert, bei dem Pädagog*innen sich über ihre Erfahrungen und  
Schwierigkeiten im Schulalltag sowie Lösungsansätze und best practice Modelle mit 
anderen austauschen können. Wir möchten einen solchen moderierten Austausch ab 
2023 in regelmäßigen Abständen anbieten.

SEITE 18 QUALITÄTSKONTROLLE
Romi Radtke, stellv. Bereichsleitung Jugend- und Bildungsbereich mit 9,5 h/Woche
(bis Ende 2021)
Celia Sachs, Bildungsreferentin mit 10h/Woche
Susanna Buttchereyt, Bildungsreferentin mit 9,5h / Woche (seit Anfang 2022) 
Mitarbeiter*innen im Projekt 2021
Flyer
https://koelner-
fluechtlingsrat.de/userfiles/bildung/Flyer_Projekt_Br%C3%BCckenbauer-2021.pdf
Projektantrag an die Stadt Köln 
https://koelner-
fluechtlingsrat.de/userfiles/bildung/F%C3%B6rdermittelantrag%20an%20die%20Stadt
%20K%C3%B6ln_Projekt%20Br%C3%BCckenbauer.pdf
Der bereits zuvor ausgearbeitete und verwendete 
Lehrer*innenfragebogen zur Abfrage von 
Gruppenzusammensetzung, Vorwissen und 
gewünschten Workshopschwerpunkten kam auch 
2021 zur Planung der Online- und 
Präsenzworkshops zum Einsatz. Die teilnehmenden 
Schüler*innen konnten ihr Feedback im Anschluss 
an die Workshops geben, zumeist schriftlich auf 
hierfür ausgeteilte Kärtchen oder bei den 
Onlineworkshops in Form einer Online- 
Feedbackbefragung.
Das Feedback der Lehrkräfte erfragen wir immer 
im Anschluss an den Workshop oder in 
anschließenden Telefonaten in einem persönlichen 
Gespräch.

Konzeption Brückenbauer

21270 Zeichen

Kölner Flüchtlingsrat e.V. 
Jugend- und Bildungsarbeit 
 
FliehKraft 
Turmstr. 3-5 
50733 Köln 
Fax: 0221 – 168 538 31 
Home: www.koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Bereichsleitung: 
 
Aische Westermann 
Tel:  0160 99305801 
E-Mail: westermann@koelner-
fluechtlingsrat.de 
 
 
Romi Radtke (stellv.) 
Mobil: 01523 4731062 
E-Mail: radtke@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
 
Mitarbeiterinnen: 
 
Susanna Buttchereyt 
Bildungsreferentin 
Tel: 0170 6503620 
E-Mail:  buttchereyt@koelner-
fluechtlingsrat.de 
 
 
Celia Sachs 
Bildungsreferentin 
Tel:  0177 4030899 
E-Mail: sachs@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
 
 
 
 
 
Geschäftsführung:
 
 
Claus-Ulrich Prölß, Geschäftsführer 
Tel: 0221 279 171-15 
Mobil: 0171 7992647 
E-Mail: proelss@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
 
 
KFR e.V. – gesetzlich vertreten durch den 
Vorstand: 
Dr. Michael Bollmann 
Prof. Dr. Markus Ottersbach, 
 
Der Verein ist laut Bescheinigung des 
Finanzamtes Köln-Mitte vom 04.01.2022 als 
gemeinnützig anerkannt. Spenden und 
Beiträge sind steuerlich absetzbar. 
 
Spendenkonto 
des Kölner Flüchtlingsrates e.V.: 
 
Bank für Sozialwirtschaft: 
IBAN: DE75 3702 0500 0001 7183 01 
BIC: BFSWDE33XXX 
  
 
 
FliehKraft | Turmstraße 3-5 | 50733 Köln  
  
 
 
 
Antrag auf Verstetigung des Bildungsprojektes 
Brückenbauer* an die Stadt Köln 
 
Gegen Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung und für Solidarität, 
Vielfalt und die Rechte von Geflüchteten. 
 
 
Um auch in den kommenden Jahren Kölner Schüler:innen zu den Themen 
Flucht, Menschenrechte, Vielfalt und Akzeptanz sensibilisieren und den 
großen Bedarf an politischer Bildungs- und Menschenrechtsarbeit an 
Kölner Schulen decken zu können, benötigt das Bildungsprojekt 
Brückenbauer* eine Fortführung sowie Verstetigung der finanziellen 
Förderung.  
 
Benötigter Stellenumfang: mind. 1 x 21 Std. / Woche  
Benötigte Fördersummen: 47.405 € (2023) / 48.193 € (2024) 
 
 
Was ist Brückenbauer*? 
Brückenbauer* ist das Bildungsprojekt des Kölner Flüchtlingsrat e.V., in 
dessen Rahmen der Verein seit 2017 Workshops für Schüler:innen von der 
4. Klasse bis zur Oberstufe, für Lehrkräfte und Schulpädagog:innen zu den 
Themen Flucht, Menschenrechte, Diskriminierung, Partizipation und 
Akzeptanz anbietet. Seit Beginn der Jugendbildungsarbeit des KFR haben 
über 60 Workshops stattgefunden. Während der städtischen Förderung 
(trotz vieler pandemiebedingter Schwierigkeiten) konnten bereits 42 
Workshops für Schüler*innen und 3 Fortbildungen für Pädagog:innen 
stattfinden.  
Neben einem Grundlagen-Workshop bietet Brückenbauer* mittlerweile vier 
Vertiefungs-Workshops für Schüler:innen an:  
• Ankommen  
• Vorurteile und Diskriminierung  
• Flucht und Partizipation (entwickelt 2021) 
• Grenzen und Menschenrechte (entwickelt 2021) 
Für Erwachsene bietet das Projekt seit Herbst 2021 die Fortbildungsreihe 
„Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchteten Schüler:innen“ an. 
Ein Fortbildungsangebot zu einer diskriminierungssensiblen Verwendung

Seite - 2 von 10 - 
        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  2 
von Bildungsmaterialien zu den oben genannten Themen folgt im Herbst 
2022.  
Die Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat e.V. besteht momentan aus 
drei Projektsäulen: 
1. der Workshops für Schulklasse (Förderung Stadt Köln) 
2. den Fortbildungen für Pädagog:innen (Förderung Stadt Köln) und 
3. dem Multiplikator*innen-Projekt für junge Geflüchtete WE CAN 
SPEAK (Förderung Postcode Lotterie).  
Diese drei Säulen unserer Bildungsarbeit erzeugen gemeinsam 
Synergieeffekte, die im Sinne der Zielerreichung von Brückenbauer* sind. 
 
Wie wirkt Brückenbauer*? 
Brückenbauer* wirkt Diskriminierung und Vorurteilen entgegen und bringt 
proaktiv Antirassismusarbeit und Menschenrechtsarbeit mit dem Fokus auf 
das Thema Flucht an Kölner Schulen. Die Workshops schaffen ein 
Bewusstsein für gesellschaftliche Chancenungleichheiten, für die Rechte 
Geflüchteter und regen Jugendliche und Pädagog*innen dazu an, eine 
diversitätssensible und rassismuskritische Haltung zu entwickeln und zu 
leben. Der Bedarf an politischer Bildungsarbeit zu den Themen Flucht, 
Asyl, Menschenrechte, Vielfalt und Diskriminierung steigt stetig, auch durch 
aktuelle Fluchtbewegungen nach Deutschland, und Lehrkräfte nehmen 
unsere Workshops als Entlastung und Bereicherung wahr.  
 
Warum benötigt Brückenbauer* eine kommunale Förderung? 
 
Seit 2017 entwickelt sich die Jugend- und Bildungsarbeit des Kölner 
Flüchtlingsrat e.V. stetig weiter und ist seit 2022 ein eigener Arbeitsbereich. 
Die Expertise unserer Mitarbeitenden zu Asyl- und Aufenthaltsrecht, der 
Lebenssituation geflüchteter Menschen vor während und nach der Flucht, 
migrationspolitischen Entwicklungen und weltweiten Fluchtbewegungen, 
Krisen und Konflikten, Antirassismusarbeit sowie diversitätssensibler 
Pädagogik machen Brückenbauer* zu einem unversichtbaren Bestandteil 
der Kölner Bildungslandschaft. Die Projektmitarbeiter:innen tragen durch 
ihre Bildungs- und Beratungsarbeit zu einem friedlicheren, 
diversitätssensibleren und humaneren Schulklima bei und entlasten, 
unterstützen und beraten Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen. Um die 
aufgebauten Projektstrukturen nachhaltig zu festigen und ausbauen zu 
können, den stetig wachsenden Bedarf an politischer Bildungsarbeit zum 
Thema Flucht benötigt Brückenbauer* eine Verlängerung und vor allem 
Verstetigung der Projektförderung, um nachhaltige Strukturen schaffen zu 
können.

Seite - 3 von 10 - 
        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  3 
 
Welche Bedarfe sehen wir? 
 
Kölner Schulen buchen die Brückenbauer* Workshops stetig seit 
Projektbeginn und wir können den Bedarf mit einer 50 % Stelle nicht 
decken! Im Jahr 2022 mussten wir aufgrund fehlender personeller 
Kapazitäten viele Workshopanfragen absagen, bzw. auf das nächste Jahr 
verschieben.  
I. Brückenbauer* wirkt Vorurteilen und Diskriminierung nachhaltig entgegen 
Vorurteile und rassistische Einstellungen gegenüber Menschen anderer 
Herkunft und Hautfarbe sind fest in der Gesellschaft verankert. 
Brückenbauer* trägt dazu bei, das Bewusstsein in Schulen für die Situation 
von Geflüchteten zu erhöhen und damit auch indirekt die Situation von 
geflüchteten Schüler:innen an der Schule zu verbessern. Vorurteile 
gegenüber Personengruppen werden durch die richtige didaktische 
Methodik entkräftet und Fachwissen vermittelt.  
II. Brückenbauer* trägt dazu bei, dass Schüler:innen Schule als einen 
sicheren Lernort erleben  
Kölner Schulen haben Interesse an Expert:innenwissen und wollen die 
Kinder und Jugendlichen mit Fluchterfahrung möglichst schnell in den 
Regelschulbetrieb integrieren. Auch wenn in den letzten Jahren weniger 
Menschen einen Asylantrag in Deutschland gestellt haben, nehmen 
Fluchtbewegungen zu und Schulen wollen als wichtige Bildungs- und 
Erziehungsinstitution eine Haltung hierzu einnehmen und einer diversen 
Schülerschaft eine sicheren Lern- und Erfahrungsraum schaffen. Dazu 
bedarf es immer wieder der Unterstützung externer Exptert:innen. Für 
diesen Fall steht Brückenbauer* den Schulen mit seinen Workshops und 
Beratungsangeboten zur Seite. 
III. Brückenbauer* Workshops entlasten Lehrkräfte 
Die Themen Flucht und Migration sind fester Bestandteil der Kernlernpläne 
des Landes NRW, sodass Lehrkräfte Strategien brauchen, diese Themen 
angemessen zu vermitteln. Gerade humanitäre Krisen wie die Situation der 
Geflüchteten an der polnisch-belarussischen Grenze, die Machtübernahme 
der Taliban in Afghanistan oder ganz aktuell der Krieg in der Ukraine und 
die darauffolgenden Fluchtbewegungen machen ein Projekt wie 
Brückenbauer*, welches mit Kindern und Jugendlichen über diese globalen 
und gesellschaftlichen Herausforderungen spricht so wichtig und kann 
helfen diese Phänomene jenseits von Falschinformationen und 
rechtpopulistischer Hetze einzuordnen. Eine besondere Herausforderung 
stellt sich für Lehrkräfte außerdem, wenn Kinder und Jugendliche im 
Unterricht sind, die selbst eine eigene oder familiäre Fluchtgeschichte 
haben oder noch an den Folgen der Erlebnisse leiden.

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  4 
IV. Einige Schulen haben die Brückenbauer* Workshops mittlerweile in 
ihrem Projektangebot verstetigt 
An einigen Schulen sind die Brückenbauer* Workshops (z.B. 
Johannesgrundschule, Heinrich-Heine-Gymnasium) bereits seit zwei 
Jahren fester Bestandteil von Menschenrechtsprojekten, AGs und 
Projekttagen. 
V. Brückenbauer* leistet einen wichtigen Beitrag zu den Angeboten im 
Netzwerk Schule-ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage 
Das Kommunale Integrationszentrum informiert die Schulen im Netzwerk 
stetig über Angebote von Bildungsträgern. Die Brückenbauer* Workshops 
sind eines dieser Angebote für die Schulen im Netzwerk. Über die 
Bekanntmachung des KI erreichen uns viele Workshopanfragen von SOR-
Schulen. 
VI. Bedarf an Fachwissen zum Thema Flucht bei Pädagog*innen stetig 
hoch  
Seit Beginn des Projekts erhalten wir Anfragen nach Bildungsangeboten für 
Erwachsene. Viele Pädagog*innen in Schulen wünschen sich Beratung im 
Umgang mit geflüchteten Kindern und Bildungsformate zu folgenden 
Inhalten:  
• Lebenssituation geflüchteter Kinder (Erlebnisse im Herkunftsland 
und auf der Flucht, Unterbringung, Beschulung) 
• Asylrechtliche Grundlagen und Aufenthaltsrecht  
• psychische Belastungen und Trauma 
• Antirassismusarbeit an der eigenen Schule 
• rassismuskritische und diversitätssensible Haltung bei 
Pädagog*innen 
• Methoden, um das Thema Flucht in den eigenen Unterricht zu 
integrieren 
VII. Vorurteile und Gewalt gegenüber Geflüchteten sind real und benötigen 
Gegenwehr 
Geflüchtete zählen zu einer sozialen Gruppe, die nicht nur online, sondern 
direkt und physisch angegriffen wird. 2020 gab es „mindestens 1.600 
überwiegend rechtsmotivierte Angriffe gegen Geflüchtete und 
Asylbewerberunterkünfte". Das geht aus vorläufigen Zahlen des 
Bundesinnenministeriums hervor. 201 Personen wurden bei den Attacken 
verletzt. Weitere 84 Angriffe richteten sich gegen Unterkünfte. Darüber 
hinaus gab es 2020 insgesamt 67 Angriffe auf Hilfsorganisationen sowie 
auf freiwillige Helfer*innen. 
Des Weiteren führt die Shell-Jugendstudie in ihren Ergebnissen u.a. auf, 
dass die Mehrheit der Jugendlichen (57 %) einerseits angibt, mit der

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  5 
Aufnahme der Geflüchteten einverstanden zu sein, aber andererseits das 
Gefühl hat, dass kritische Äußerungen über Migration und Ausländer*innen 
direkt moralisch abgewertet werden. Dieses Gefühl hatten 68% der 
Jugendlichen. Mehr als die Hälfte sagt auch "Der Staat kümmert sich mehr 
um Flüchtlinge als um hilfsbedürftige Deutsche". Insgesamt sind bereits 
24% der Jugendlichen dem Populismus zugeneigt. Als nationalpopulistisch 
wurden 9% der Jugendlichen eingeordnet, da sie durchgängig den Items 
mit nationalpopulistischen Aussagen zustimmten. Der Großteil dieser 
Jugendlichen stammt aus Haushalten mit geringen Privilegien und 
Bildungszugängen. Fast zwei von drei Jugendlichen, die weniger 
privilegiert sind, hatten das Gefühl, dass andere über ihr Leben bestimmen. 
Auch hatte jede*r zweite das Gefühl, dass andere mehr bevorzugt würden. 
Ihre Einstellung zeigte sich auch in der Ablehnung einer Flüchtlingsfamilie 
als Nachbar*innen: Zwei von drei nationalpopulistisch eingestellten 
Jugendlichen und "jede*r dritte Populismus-Geneigte“ lehnte eine 
Flüchtlingsfamilie als Nachbar*innen ab. Insgesamt waren es aber bereits 
20% aller Jugendlichen die sagten, dass sie keine Familie mit Geflüchteten 
als Nachbar*innen wollten. „Fast jeder zweite nationalpopulistisch 
orientierte Jugendliche hat ein kritisch-distanziertes Verhältnis dazu, »die 
Vielfalt der Menschen anzuerkennen und zu respektieren«. Im Unterschied 
zu allen anderen Gruppen identifizieren sich diese Jugendlichen nicht oder 
nur weit unterdurchschnittlich mit dieser Wertorientierung. Zum Gefühl der 
fehlenden Kontrolle gesellt sich die Ablehnung von allem, was als »fremde 
Kultur« angesehen wird und nicht mit der persönlichen."  
Bereits Jugendliche müssen daher lernen, wie zivilgesellschaftliches 
Engagement für Demokratie und Menschenrechte aussehen und selbst 
gestaltet werden kann. Des Weiteren braucht es Bildungsarbeit, die 
diskriminierende Ressentiments aufgreift, Diversität als Grundprinzip 
unserer Gesellschaft vermittelt und dabei Möglichkeiten der Mitbestimmung 
aufzeigt. Das Bildungssystem ist somit ein wichtiger Ansatzpunkt, um 
präventiv Diskriminierung und Rassismus zu thematisieren und damit 
Vorurteilen und rechtsextremistischen Gedankengut die Grundlage zu 
entziehen. 
VII Empowerment und Solidarität 
In den Workshops werden Fluchtursachen besprochen und die Bedeutung 
des zivilgesellschaftlichen Engagements für Menschenrechte greifbar 
gemacht. So wird Nicht-Betroffenen klar, welche Auswirkungen eine Flucht 
auf Menschen hat und was es bedeutet, Zugang zu menschenrechtlichen 
Schutz und Teilhabe in der Aufnahmegesellschaft zu erhalten. es für 
Menschen und soziale Gruppen hat, an gesellschaftlicher Teilhabe 
gehindert zu sein. Gleichzeitig werden auch Jugendliche empowert, die 
selbst von Diskriminierung und Barrieren in der Teilhabe betroffen sind. Sie 
erleben, wie ihre Klassengemeinschaft sich mit den Themen beschäftigt 
und Methoden zum Einsatz kommen, die ihre Perspektiven und Anliegen 
hervorheben. So werden sie nicht nur als Betroffene, sondern auch als

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  6 
aktiv handelnde Personen angesprochen und ermutigt, sich für ihre 
eigenen Belange einzusetzen.   
 
Projektziele  
 
I. Pro Jahr finden 25 Workshops für Schüler:innen und 6 Fortbildungen für 
Lehrkräfte und Pädagog:innen statt.  
 
II. Schüler*innen entwickeln im Rahmen eines Workshops Antworten auf 
ihre Fragen zum Themenkomplex Flucht und entwickeln eine kritische 
Haltung zum Flüchtlingsdiskurs. 
 
III. Schüler*innen fühlen sich darin bestärkt, sich für Vielfalt, Akzeptanz und 
Menschenrechte einzusetzen, und gehen aktiv gegen Vorurteile, 
Rassismus und Diskriminierung vor. 
 
IV. Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen werden von den 
Projektmitarbeitenden zu Vor- und Nachbereitung der Workshops beraten. 
 
V. Es wird ein weiteres inhaltliches Vertiefungsmodul erarbeitet und 
durchgeführt.  
 
IV. Die Synergieeffekte zwischen Workshops und dem Projekt WE CAN 
SPEAK werden genutzt und ausgebaut.  
 
V. Die im Projekt WE CAN SPEAK erstellten Bildungsmaterialien werden 
auf einer Projekt-Website zur Verfügung gestellt und können von 
Lehrkräften und Pädagog*innen für den eigenen Unterricht genutzt werden.  
 
 
 
Wie erreicht Brückenbauer* die Zielgruppe? 
 
Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse und 
pädagogisches Personal an Schulen. Wir erreichen die Gruppen  
• über Informationsschreiben an Schulleitungen, Lehrkräfte und 
Schulsozialarbeiter*innen 
• über unsere Flyer  
• über die Website vom Kölner Flüchtlingsrat e.V. (https://koelner-
fluechtlingsrat.de/arbeitsbereiche/jugend-bildungsarbeit_2) 
• über die neue Website unseres Jugend- und Bildungsbereichs 
(https://www.jugend-kfr.de/) 
• und über Instagram (https://www.instagram.com/jugend_kfr/) 
Mit der stetigen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums 
werden unsere Angebote zusätzlich beworben und ganz gezielt an die 
Schulen im Netzwerk Schule-ohne-Rassismus/Schule-mit-Courage 
geschickt.

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  7 
Finanzierungsplan  
 
2023 inkl. Tarifsteigerung: 
 
78,9 %  Personalkosten 37.405,00 € 
  3,8 %  Personaloverhead   1.800,00 € 
  7,6 %  Betriebskosten   3.600,00 € 
  9,7 %  Sachkosten     4.600,00 € 
 
Fördersumme    47.405,00 €   
 
Gesamtprojektkosten  
inkl. 10 % Eigenanteil    52.145,50 € 
 
      
 
Folgend würde das für 2024 inkl. Tarifsteigerung bedeuten: 
 
79,3 %  Personalkosten 38.193,00 € 
  3,7 %  Personaloverhead   1.800,00 € 
  7,5 %  Betriebskosten   3.600,00 € 
  9,5 %  Sachkosten     4.600,00 € 
 
Fördersumme     48.193,00 € 
 
Gesamtprojektkosten 
inkl. 10 % Eigenanteil   53.012,30 € 
 
 
Der zusätzliche Eigenanteil eines jeden Jahres beträgt 10 % der 
Fördersumme. Er setzt sich zusammen aus: 
 
• Spenden an den Verein 
• ehrenamtlicher Einsatz der Absolvent*innen des Projekts WE CAN 
SPEAK sowie Kölner Schüler*innen 
• Fördermittel von Stiftungen und Programmen (Akquise läuft) 
 
 
Zusammensetzung der Eigenmittel über 4740,50 € im Jahr 2023 
 
Spenden (oder ggf. 
Fördermittel) 
1740,50 € 
Ehrenamtliche Tätigkeit 3000,00 €  
in Form von 150 Std. zusätzlicher ehrenamtlicher Tätigkeit 
der Absolvent*innen von WE CAN SPEAK (regelmäßige 
Teamtreffen, Besuch von Fortbildungen, Vor- und 
Nachbereitungstreffen der Workshops) sowie von Kölner 
Schüler*innen, die in die Durchführungen der Workshops mit 
einbezogen werden. 
 
Stundenlohn: 20 € / Std. 
 
Für die Durchführung der Workshops erhalten die 
Absolvent*innen von WE CAN SPEAK grundsätzlich eine 
Aufwandsentschädigung über 50 € / Std. Sie engagieren sich 
darüber hinaus noch ehrenamtlich für Brückenbauer*.

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  8 
 
Zusammensetzung der Eigenmittel über 4819,30 € im Jahr 2024 
 
Spenden  1819,30 € 
Ehrenamtliche Tätigkeit  3000,00 €  
in Form von 150 Std. zusätzlicher ehrenamtlicher Tätigkeit 
der Absolvent*innen von WE CAN SPEAK (regelmäßige 
Teamtreffen, Besuch von Fortbildungen, Vor- und 
Nachbereitungstreffen der Workshops) sowie von Kölner 
Schüler*innen, die in die Durchführungen der Workshops mit 
einbezogen werden. 
 
Stundenlohn: 20 € / Std. 
 
Für die Durchführung der Workshops erhalten die 
Absolvent*innen von WE CAN SPEAK grundsätzlich eine 
Aufwandsentschädigung über 50 € / Std. Sie engagieren sich 
darüber hinaus noch ehrenamtlich für Brückenbauer*.   
 
 
Fördermittelakquise 
 
Es wurden bereits Fördermittelanträge an Wir helfen – Die Aktion des 
Kölner Stadtanzeiger und das Bundesprogramm Demokratie leben! 
gestellt. Anträge an die Postcode Lotterie, die Hertie Stiftung, die 
Soziallotterie Bildungschancen sowie die Aktion Mensch stehen noch aus.  
 
 
 
 
 
Zeitlicher Ablaufplan 
 
2023  
 
• Durchführung von 25 Workshops für Schüler:innen 
• Durchführung von 6 Fortbildungen für Lehrkräfte und 
Pädagog*innen (jeweils 2 Termine zu insgesamt 3 
Schwerpunktthemen)  
• Ausbau der Projekt-Kooperation zwischen Brückenbauer* und WCS  
 
2024 
 
• Durchführung von 25 Workshops für Schüler:innen 
• Durchführung von 6 Fortbildungen für Lehrkräfte und 
Pädagog*innen (jeweils 2 Termine zu insgesamt 3 
Schwerpunktthemen)  
• Erarbeitung und Durchführung eines neuen Vertiefungsmoduls  
 
 
 
Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  9 
 
Ende eines jeden Workshops haben Schüler*innen die Möglichkeit 
Feedback und Anregungen für Verbesserungen zu geben. Diese werden 
schriftlich von den Bildungsreferent*innen erfasst und ausgewertet. 
Lehrkräftefragebogen stellen nach jedem durchgeführten Workshop sicher, 
dass die Qualität der Arbeit stetig verbessert wird und das Feedback direkt 
in die praktische Arbeit eingebunden werden kann. Auch sollen die Bedarfe 
von Lehrkräften erfasst werden, um diese zur Erarbeitung weiterer 
Workshopmodule zu verwenden und bedarfsgerechte Fortbildungen für 
Multiplikator*innen und Lehrkräfte rund um die Themen Flucht und Asyl zu 
erstellen.  
 
 
 
Geplante Kooperation mit dem Projekt WE CAN SPEAK  
WCS zielt darauf ab, Vorurteile und strukturelle Benachteiligungen 
gegenüber Menschen mit Fluchterfahrungen aufzubrechen, indem es 
Geflüchtete stärkt, Workshops mit Jugendlichen selbst durchzuführen und 
somit auch Begegnung zu ermöglichen. Hierfür werden im ersten Halbjahr 
2022 18 junge Geflüchtete zwischen 17 und 27 Jahren zu „Speaker*innen“ 
qualifiziert, die zu folgenden Themen Workshops (WS) mit Jugendlichen 
durchführen werden:  
• Flucht und Menschenrechte 
• Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels 
• Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt Rechte Hetze im 
Netz  
Die Speaker*innen von WE CAN SPEAK stehen Brückenbauer* als 
ergänzende Referent*innen zur Verfügung und es gibt einen fachlichen 
Austausch über die Bedarfe der Jugendlichen und Schulen. Im Projekt 
WCS werden Bildungsmaterialien erstellt, die auch Lehrkräften digital zur 
Verfügung gestellt werden und es entsteht ein gemeinsames Netzwerk 
(Schulen, Jugendzentren, Initiativen, Beratungsstellen, etc.), das für die 
Zielgruppenerreichung genutzt wird. Beide Projekte werden trotz der 
Synergien nebeneinander als selbstständige Projekte bestehen, ihre 
jeweiligen Themenschwerpunkte und ihre Methodik der 
Zielgruppenerreichung behalten. 
 
 
Projektträger  
 
Träger des Projekts Brückenbauer* ist der Kölner Flüchtlingsrat e.V. Dieser 
ist eine Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisation. Als unabhängiges 
Netzwerk setzt er sich aus Flüchtlingen, Beratungsstellen, 
Menschenrechtsgruppen, Flüchtlingsinitiativen, Haupt- und Ehrenamtlichen

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        FliehKraft υ Turmstraße 3-5 υ 50733 Köln  10 
in der Flüchtlingsarbeit, sowie interessierten Einzelpersonen zusammen. 
Lokal verankert ist er auch auf Landes- und Bundesebene aktiv.

Beschlussvorlage Rat

9632 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 2459/2022 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Weiterführung des Projekts Brückenbauer*  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln beschließt, das zuvor per politischem Veränderungsnachweis geförderte und 
vom 01.01.2020 – 31.12.2022 befristete Projekt Brückenbauer*, vorbehaltlich des Inkrafttretens  der 
Haushaltssatzung 2023/2024, in den Jahren 2023 und 2024 weiterzuführen.  
Die erforderlichen Haushaltsmittel stehen, vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 
2023/2024, im Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity-in Teilplanzeile 15 – 
Transferleistungen – in den Haushaltsjahren 2023 mit 47.405 Euro und 2024 mit 48.193 Euro zur Verfü-
gung.  
 
 
Integrationsrat 15.11.2022 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 21.11.2022 
Finanzausschuss 05.12.2022 
Rat 08.12.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja    0 % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023/2024  
a) Personalaufwendungen      € 
b) Sachaufwendungen etc.    47.405 € (2023), 48.193 
€ (2024)      € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung:  
Ausgangssituation: 
Das Projekt Brückenbauer* wird seit dem 01.01.2020, zunächst befristet bis 31.12.2022 auf Ba-
sis des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsjahr 2020/2021 mit Haushaltsmit-
teln in Höhe von 45.000 Euro jährlich durch die Stadt Köln gefördert.  
Die Verlängerung soll bereits jetzt und vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes für die 
Jahre 2023/2024 beschlossen werden, um dem Träger und dem im Angebot eingesetzten Per-
sonal die erforderliche Planungssicherheit zu geben. 
Projektziel ist es, Schüler*innen an Kölner Schulen über den Themenkomplex Flucht und Asyl 
aufzuklären. Hierdurch soll neben einer Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen ein Abbau 
möglicher Vorurteile der jungen Menschen erfolgen und zu einer diversitätssensiblen und ras-
sismuskritischen Schul- und Klassenkultur beigetragen werden.  
Angebote der politischen Bildung für dieses so sensible wie komplexe Thema entlasten auch 
die Lehrkräfte an Kölner Schulen, was sich deutlich an der Nachfrage der Schulen nach Work-
shop-Durchführungen und die vielfältigen positiven Rückmeldungen der Lehrkräfte zeigt.

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Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. hat zur Durchführung des Projekts eine Kooperationsvereinba-
rung mit dem Kommunalen Integrationszentrum im Amt für Integration und Vielfalt geschlossen; 
die Zusammenarbeit im Projekt erfolgt in enger inhaltlicher Abstimmung miteinander. Das 
Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird dabei miteinbezogen.  
Im Rahmen des Projektes Brückenbauer* wurden seit Projektbeginn neben der Durchführung 
von über 40 Workshops vier neue thematische Module erarbeitet, so dass den Schulen ein im-
mer breiteres Themenspektrum für eine sich erweiternde Zielgruppe angeboten werden konnte. 
Darüber hinaus wurde die Workshop-Reihe „Wissen und Kompetenz im Umgang mit geflüchte-
ten Schüler*innen“ entwickelt, die sich unmittelbar an Lehrkräfte richtet. Auch hier überstieg die 
Nachfrage durch die Lehrkräfte die Kapazitäten im Projekt.  
Aktuell zeigt uns der Krieg in der Ukraine mehr als deutlich, dass auch in Zukunft der dringende 
Bedarf besteht, Schüler*innen ein Bewusstsein für die Lebenslage geflüchteter Menschen zu 
vermitteln. 
Das Projekt Brückenbauer* hat seit Projektbeginn vor über zwei Jahren nicht nur gezeigt, dass 
es inhaltlich auf die Bedarfe der Schüler*innen und Lehrkräfte eingeht, es hat sich auf Basis der 
gewonnenen Erkenntnisse durch neue bedarfsorientierte Workshops sowohl weiter- als auch 
neu entwickelt. Dabei haben die Mitarbeitenden im Projekt schnell und flexibel auf die sich stetig 
verändernde pandemiebedingte Lage an den Schulen reagiert. Dazu wurden digitale und hybri-
de Formate zur Durchführung der Workshops erarbeitet, durch welche eine Fortsetzung des 
Projekts auch während digitalem und Wechselunterricht ermöglicht wurde. 
 
Konkretisierung der Projektziele: 
Schüler*innen sollen in den Workshops des Projekts Brückenbauer* lernen, gesellschaftliche 
Entwicklungen und Ereignisse im Themenkomplex Flucht und Asyl zu verstehen, einzuordnen 
und Nachrichten kritisch zu hinterfragen, um rechter Hetze und fake news nicht ungeschützt 
ausgesetzt zu sein. Dieses Bestärken der Schüler*innen, sich wissensbasiert gegen rassisti-
sche, menschenfeindliche Äußerungen zu stellen, trägt zur Erhaltung, aber auch zur Weiterent-
wicklung einer toleranten und offenen Gesellschaft bei und stärkt so die Demokratie in unserer 
Stadt.  
Für die Schulen erfolgt eine Entlastung der Lehrkräfte, die mit dem Projekt Brückenbauer* einen 
kompetenten und erfahrenen Partner an ihrer Seite haben, um den Themenkomplex in ihrem 
Unterricht zu behandeln. Gleichzeitig kann durch die vielfältigen Impulse auch die Klassen- und 
Schulkultur positiv beeinflusst werden, durch welche eine diversitätssensible, tolerante Gemein-
schaft mit einem Bewusstsein für rassistische Strukturen und Benachteiligungen in unserer 
Stadtgesellschaft unterstützt werden kann. 
Das Angebot, Lehrkräfte durch ein eigenes Workshop-Format „Wissen und Kompetenz im Um-
gang mit geflüchteten Schüler*innen“ weiterzubilden, geht auf den aktuell sehr konkreten Bedarf 
in den Schulen ein. Es vermittelt einen wichtigen Einblick in die sehr unterschiedlichen Lebens-
situationen geflüchteter Kinder und Jugendlicher und ermöglicht es, in der Schule sensibel mit 
diesem Themenkomplex umzugehen. Lehrkräfte erfahren so etwas über Lebenswirklichkeiten, 
die sie in der Regel nicht aus eigener Erfahrung kennen und erhalten Wissen darüber, wie sie 
ihre Schüler*innen mit Fluchterfahrung gut auf ihrem Bildungsweg unterstützen können.  
Im aktuellen Jahr wurde zudem eine Schulung für Multiplikator*innen  konzipiert, die es den 
Lehrkräften ermöglicht, die Module selbständig in ihren Unterricht einzubinden. Auf diese Weise 
können die Inhalte des Projekts noch breiter in die Schulen getragen werden.  
Das gilt auch für das Ziel, Bildungsmaterialien zur allgemeinen Nutzung zu entwickeln – hier 
profitieren ebenfalls viele Lehrkräfte und dadurch auch deren Schüler*innen vom Angebot. Wei-

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terhin können die Inhalte so verstärkt auch außerschulischen Bildungsorten (z.B. Jugendzen-
tren) thematisiert werden.  
Durch eine Kooperation mit dem Projekt „We Can Speak“, in dem geflüchtete junge Erwachse-
ne zwischen 17-27 Jahren ein halbes Jahr lang zu ‚Speaker*innen‘ qualifiziert werden, können 
die Geflüchteten selber im Sinne einer „peer-to-peer education“ Workshops zu den Themen  
 Flucht und Menschenrechte, 
 Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels sowie 
 Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt rechter Hetze im Netz  
 
an den Schulen durchführen. Durch diese Vorgehensweise stärkt das Projekt Brückenbauer* 
die Stimme von Menschen mit Fluchterfahrung und ermöglicht den Schüler*innen gleichzeitig 
Einblicke in die Perspektive der Betroffenen, denn so wird nicht mehr (nur) über geflüchtete 
Menschen, sondern mit geflüchteten Menschen selbst gesprochen.  
 
Projektverlängerung/ zukünftige Angebote: 
Da die Bedarfe in den Schulen weiterhin sehr hoch sind und aufgrund der Aktualität des The-
mas Flucht und Asyl, soll das Projekt weiter fortgeführt werden.  
Dazu sind für die nächsten zwei Jahre folgende Aktvitäten geplant:  
 Durchführung von mindestens 25 Workshops für Schüler*innen pro Jahr, 
 Durchführung von mindestens 6 Workshops für Lehrkräfte pro Jahr, 
 Weiterentwicklung der Workshop-Module auf Basis des aktuellen Bedarfs der Schulen und 
in Reaktion auf aktuelle Entwicklungen sowie 
 Fortführung der Kooperation mit ‚We Can Speak‘, um die ausgebildeten Speaker*innen in 
den Schulen als Expert*innen ihrer eigenen Lebenssituation sprechen zu lassen. 
 
Geförderte Projektkosten pro Jahr: 
  2023 2024 
ca. 80% Personalkosten (mind. 19,5 
h) 
37.924 € 38.554,00 € 
 ca. 10 % Overhead 4.740 € 4.819,00 € 
ca. 10%  Sachkosten  4.741 € 4.820,00 € 
100,00% Gesamt 47.405 € 48.193 € 
 
Das Projekt wird bei der Stadt Köln weiterhin durch das Kommunale Integrationszentrum be-
treut. Weitere Details zur bisherigen und zukünftigen Umsetzung des Projekts ergeben sich aus 
dem beigefügten Sachbericht für das Jahr 2021 und der Konzeption. 
 
Finanzierung:  
Die erforderlichen Finanzmittel für das Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 47.405€ und für das 
Haushaltsjahr 2024 in Höhe von 48.193€ stehen vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushalts-
satzung 2023/2024 im Teilergebnisplan 0504-Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in der 
Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen zur Verfügung. Die Erhöhung der Mittel für die Jahre

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2023/2024, gegenüber den in 2020-2022 eingeplanten Mitteln, basiert auf einer Berücksichti-
gung einer jährlichen Tarifkostensteigerung. 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Sachbericht Brückenbauer 2021 
Anlage 2: Konzeption Brückenbauer

Beratungsverlauf (4)

15.11.2022 Integrationsrat
TOP 8.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
21.11.2022 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
05.12.2022 Finanzausschuss
TOP 10.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
08.12.2022 Rat
TOP 10.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2459/2022
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
03.11.2022
Erstellt
05.08.2022 12:01