Mandari Insight

2011/0250

Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 des Jobcenter Darmstadt

Magistratsvorlage 05.06.2011

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2011/0250

17.1 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 1

638.8 KB · application/pdf

Ansehen

2011/0250

4866 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
08.06.2011 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt:Amt für Soziales und 
Prävention  
Jobcenter Darmstadt 
 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler:  
 
 
 
Vorlage-Nr. 2011/0250  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 des Jobcenter Darmstadt 
 
Vorlage vom: 05.06.2011 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt das Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 des Jobcenter Darmstadt zu 
Kenntnis. 
 
 
Anlagen:  Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  05.06.2011  
 
Mit dem Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 stellt das Jobcenter Darmstadt seine 
strategischen Ansätze für die arbeitsmarktpolitische Integrationsarbeit im Jahr 2011 dar. Es analysiert 
die regionale Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt, stellt die Instrumente und Maßnahmen zur 
Zielerreichung vor und geht auf einzelne Zielgruppen ein. Alle Handlungen und Entscheidungen 
unterliegen der Beachtung der Prinzipien der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. 
 
Das Jobcenter Darmstadt strebt im Jahre 2011 ambitionierte Ziele an. Die positive Entwicklung des 
Jobcenters in 2010 soll fortgeführt und gefestigt werden.  
 
Die enge Abstimmung des Integrations- und Arbeitsmarktprogrammes 2011 des Jobcenters mit der 
kommunalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt spricht für 
einen gut aufgestellten Handlungsrahmen zur Erhöhung der Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen 
von sozial benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen.  
Dabei ergänzen auch Länderprogramme die Maßnahmen des Jobcenter Darmstadt für eine 
verstärkte Förderwirkung oder sie ermöglichen zusätzliche Förderungen, insbesondere von 
besonders Benachteiligten am Arbeits- und Ausbildungsmarkt, die ansonsten nicht in dieser 
Intensität unterstützt werden können.  
Dabei ist allerdings sehr kritisch anzumerken, dass die Förderoptionen für besonders benachteiligte 
Jugendliche und junge Arbeitslose aufgrund der drastischen Kürzungen im Ausbildungsbudget 
durch die Hessische Landesregierung eingeschränkt wurden. Die bereits verhandelte 
Zielvereinbarung musste um eine Kürzung von über 40 % (von geplanten 588.539 Euro auf 354.678 
Euro, d.h. ein Minus von 233.861 Euro) für Darmstadt angepasst werden. Gespräche mit dem 
Hessischen Sozialminister führten bislang nicht zu einer Rücknahme der Kürzungen. 
Gleichzeitig ist das Integrations- und Arbeitsmarktprogramm mit den ebenfalls überaus 
gravierenden finanziellen Einschnitten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales konfrontiert, 
die bis zu 30 % der bislang zur Verfügung stehenden Fördersumme für aktive Arbeitsförderung 
betragen. 
Die von Bund und Land den Kommunen auferlegten finanziellen Kürzungen und die zu erwartenden 
inhaltlichen Zensuren aufgrund des vorgelegten Gesetzesentwurfes zur „Leistungssteigerung der 
arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, die insbesondere zu Lasten der Langzeitarbeitslosen im SGB 
II Bezug gehen werden, da nicht berücksichtigt ist, dass diese Zielgruppe spezielle 
Förderinstrumente benötigt, sind Problemlagen, die sich kurz- und mittelfristig auf die 
Gestaltungsmöglichkeiten des Jobcenters einschränkend auswirken.  
 
 
 
Die strategische Verknüpfung von Sozial-, Beschäftigungs-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik 
wird in Darmstadt als geschäftspolitischer Schwerpunkt sowohl im Jobcenter als auch im Rahmen 
der kommunalen Beschäftigungsförderung seit 2005 politisch explizit ausgewiesen. Diese Strategie

3 
... 
ist ebenfalls Bestandteil der kommunalen Jugendhilfe, Integrations- und Gleichstellungspolitik, 
basierend auf drei Prinzipien: Prävention, Partizipation und Sozialraumorientierung.  
Für eine Realisierung dieser Prinzipien und damit der konsequenten Weiterförderung der 
Langzeitarbeitslosen müssen auch die finanziellen Mittel von Bund und Land zur Verfügung gestellt 
werden. Die Kürzungen können kommunal nicht aufgefangen werden. 
 
Das Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 ist Grundlage der Zusammenarbeit mit allen 
regionalen Akteuren auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt und dient gleichzeitig als 
Handlungsleitfaden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenter Darmstadt. Es wurde im 
Mai 2011 von der Trägerversammlung des Jobcenter einstimmig beschlossen. 
 
Darmstadt, 05.06.2011 
 
Dezernat V       
 
 
 
Jochen Partsch 
Stadtrat

anlage 1

100646 Zeichen

1 
 
     
 
Integrations- und 
Arbeitsmarktprogramm 2011

2 
 
Inhaltsverzeichnis  
 
1.  Einleitung .................................................................................................................. 3 
1.1  Zielsystem des SGB II ..................................................................................................... 3 
1.1.1  2010 – Was haben wir erreicht?  .................................................................................................. 3 
1.1.2  2011 – Was wollen wir erreichen?  .............................................................................................. 5 
2.  Arbeitsmarktlage – lokale Ausgangsituation .............................................................. 6 
3.  Kommunale Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt ........................................................................................................................ 7 
4.  Aktive Förderung des Jobcenter Darmstadt  – Planung 2011 ...................................... 9 
4.1  Mittelsituation 2011: Eingliederungs- und Verwaltungsbudget ....................................... 9 
4.2  Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterqualifizierung .......................................................... 11  
4.3  Strategien der Zielerreichung ....................................................................................... 12  
4.3.1  Zugänge managen durch das Handlungsprogramm für Neukunden  ........................................ 12  
4.3.2  Vermeidung Langzeitbezug  ........................................................................................................ 13  
4.3.3  Fachkräftepotential erhöhen durch Qualifizierungsförderung  ................................................ 14 
4.3.4  Veranstaltung „Sparkurs der Bundesregierung – welche Hilfen bietet das Jobcenter 
Darmstadt“  .................................................................................................................................................. 15  
4.4  Förderung von Zielgruppen .......................................................................................... 15  
4.4.1  Beschäftigungschancen für Alleinerziehende erschließen  ....................................................... 15  
4.4.2  Projekt „Jobs für best!agers“  ..................................................................................................... 17  
4.4.3  Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren  .............................................. 21  
4.4.4  Migrantinnen und Migranten  .................................................................................................... 24  
4.4.5  Menschen mit Schwerbehinderung  ........................................................................................... 25  
5.  Länderprogramme – Projektförderungen zur Umsetzung des hessischen Ausbildungs- 
und Arbeitsmarktbudgets ................................................................................................26  
6.  Kooperationen und Netzwerke .................................................................................29  
7.  Gleichstellung von Frauen und Männern...................................................................31  
 
Anlage:  Bildungszielplanung 2011 
 
 
 
Herausgeber:  
 
Jobcenter Darmstadt 
Zentrum für Existenzsicherung und Beschäftigung 
Groß-Gerauer-Weg 3 
64295 Darmstadt

3 
 
1.  Einleitung  
 
Das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember 2007 die Leistungserbringung der Grundsicherung 
für Arbeitssuchende durch Arbeitsgemeinschaften (ARGE n) als eine unzulässige Form der 
Mischverwaltung gesehen und dem Gesetzgeber aufgegebe n, bis zum 31. Dezember 2010 einen 
verfassungskonformen Zustand herzustellen. Das im Sommer  diesen Jahres verabschiedete „Gesetz 
zur organisatorischen Weiterentwicklung der Grundsich erung für Arbeitsuchende“ lässt auf der 
Grundlage einer Verfassungsänderung künftig die Zusammen arbeit von Agentur für Arbeit und 
Kommune als besondere Verwaltungsform für die Ausführun g des SGB II ausdrücklich zu. In Folge 
dessen gingen alle ARGEn zum 01.01.2011 in eine soge nannte „gemeinsame Einrichtung“ über. Alle 
gemeinsamen Einrichtungen tragen künftig den Namen Jobce nter. Aus der ARGE Darmstadt wurde 
daher zum 01.01.2011 das Jobcenter Darmstadt. 
 
 
1.1  Zielsystem des SGB II 
 
Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eige nverantwortung von erwerbsfähigen 
Hilfebedürftigen stärken und dazu beitragen, dass sie i hren Lebensunterhalt unabhängig von der 
Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestre iten können. Die Träger der Grundsicherung 
erbringen unter Beachtung der Grundsätze von Sparsamke it und Wirtschaftlichkeit alle im Einzelfall 
für die Eingliederung in Arbeit erforderlichen Leistungen. Diese Regelung soll es den Akteuren vor Ort 
ermöglichen, auf die konkreten Probleme des Hilfebedü rftigen zugeschnittene individuelle Lösungen 
zu finden. Zur Erreichung dieser Ziele schließt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die 
Bundesagentur für Arbeit eine bundesweite Zielverein barung hinsichtlich der Leistungen, für die die 
Bundesagentur für Arbeit nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB II  die Verantwortung als Leistungsträger innehat, 
ab. Die Bundesagentur für Arbeit wiederum führt den Z ielplanungsprozess des Bundes mit den  
Jobcentern vor Ort durch. In den lokalen Zielvereinba rungen wird die bundesweite Zielvereinbarung 
konkretisiert, Ziele der kommunalen Träger festgelegt und regionalen Gegebenheiten Rechnung 
getragen. Die in der Zielvereinbarung vorgesehenen Ziele, Zielindikatoren und Richtgrößen sollen die 
zur Aufgabenerfüllung notwendige Orientierung geben.  
 
 
1.1.1  2010 – Was haben wir erreicht? 
 
Das Jobcenter Darmstadt blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2010 zurück. Sämtliche Bundesziele für 
2010 wurden erreicht bzw. übertroffen.  Das (Bundes)Zielsystem 
 2010 sah wie folgt aus: 
 
 Ziel  Zielindikator  
Verringerung der Hilfebedürftigkeit  Summe passive Leistungen 1  
Verbesserung der Integration in 
Erwerbstätigkeit  Integrationsquote 
2   
Langzeitbezug vermeiden  Bestand Kunden im Kundenkontakt mit Dauer 
über 24 Monate   
                                                 
1 Die Summe passiver Leistungen ist definiert als die Summe der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterha ltes (ohne kommunale 
Leistungen nach § 7 Abs. 1 Ziffer 2 SGB II sowie Beiträge zur Sozialversicherung).  
2 Die Integrationsquote gibt den Anteil der in Erwerbstä tigkeit (Aufnahme einer selbständigen oder sozialversi cherungspflichtigen 
Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt) oder in Ausbild ung integrierten Kunden im Kundenkontakt, gemessen an al len Kunden im 
Kundenkontakt, an.

4 
 
Die Ziele für das Jahr 2010 waren geprägt von den Auswir kungen der weltweiten Finanz- und 
Wirtschaftskrise. Der deutsche Arbeitsmarkt wurde nic ht verschont und die Wirtschaftskrise wirkte 
sich auch auf den Rechtskreis SGB II aus. Dies wurde bei der Festlegung der Ziele 2010 berücksichtigt. 
 
Ziel Erwartungswerte 2010  Zielerreichung 2010  
 
Verringerung der Hilfebedürftigkeit 
 
 
29,129  Mio. € 
 
26,898  Mio. €  
3 
 
Verbesserung der Integration in 
Erwerbstätigkeit (Integrationsquote) 
 
 
21,2  % - 2010  
 
26,7  % = 2531  
3 
 
Langzeitbezug vermeiden 
 
 
Bestand soll Durchschnitt des Jahres 
2009 ( 1643 ) nicht übersteigen 
 
1445  
3 
 
Im Zeitraum 01.01.2010 bis 31.12.2010 wurden insgesamt  
2367 3 erwerbsfähige Hilfebedürftige in 
Erwerbstätigkeit integriert. Dies entspricht eine In tegrationsquote von 24,8  %. Damit wurden rund 
400  Personen mehr  in den Arbeitsmarkt integriert, als im Vorjahr. 
 
In der lokalen Zielvereinbarung  waren folgende Ziele für das Jahr 2010 vereinbart:  
 
 Ziel  Zielindikator  
Senkung der Kosten der Unterkunft und Leistung  Ausgaben K osten der Unterkunft und Leistung  
wirkungsorientierte Auslastung 
Eingliederungsbudget  mindestens 90 %  
 
 
Der nachfolgenden Übersicht können die endgültigen E rwartungswerte sowie die Zielerreichung der 
lokalen Zielvereinbarung entnommen werden:   
 
Ziel Erwartungswerte 2010 Zielerreichung 2010 
 
Begrenzung der Steigerung der Leistungen 
für Unterkunft und Heizung gegenüber 2009 
 
 
33,839  Mio. € 
 
29,950  Mio. € 
4 
 
wirkungsorientierte Auslastung des 
Eingliederungsbudget 
 
 
mindestens 90 % 
 
 
93,9  % 
 
 
                                                 
3 Quelle:  Controllingdaten der BA und Kreisreport Dezember 2010; vorläufiger Stand 12/2010; revidierte Daten stehen erst mit einer 
Wartezeit von 3 Monaten zur Verfügung; Prognose  
4 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; vorläufiger Stand  12/2010; revidierte Daten stehen erst mit einer Wartezeit von  3 Monaten zur 
Verfügung

5 
 
1.1.2  2011 – Was wollen wir erreichen? 
  
Das (Bundes)Zielsystem 2011 
 sieht wie folgt aus: 
 
 Ziel  Zielindikator  
Verringerung der Hilfebedürftigkeit  Summe passive Leistungen  
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit  Integrationsquo te  
Langzeitbezug vermeiden  Bestand Kunden im Kundenkontakt mit Dauer über 
24 Monate   
Kundenzufriedenheit  Index aus Kundenzufriedenheit 5  
 
Die (Bundes)Ziele 2011 wurden wie folgt vereinbart: 
 
Ziel Zielwerte 2011  
 
Verringerung der Hilfebedürftigkeit 
 
 
10,4  % 
 
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit 
 
 
7,3  % 
 
Langzeitbezug vermeiden 
 
 
Bestand soll um 7,4 % gesenkt werden 
 
 
Kundenzufriedenheit  
 
 
Niveau soll auf 2,42 verbessert werden 
 
Die lokale Zielvereinbarung  wird zusammen mit den endgültigen Bundeszielen vereinbart: 
 
 Ziel  Zielindikator  
Projekt „Jobs für best!agers“     Integrationen  
 
Derzeit sind folgende lokalen Ziele avisiert: 
 
Ziel Erw artungswert 2011  
 
Integrationen Projekt „Jobs für best!agers!“ 
 
 
265  
 
                                                 
5Durch das Zentrum für Kunden- und Mitarbeiterbefragu ng werden pro Jahr vier Befragungen durchgeführt. Sie e rfassen die Zufriedenheit 
der Arbeitnehmerkunden mit dem Service und der Dienstleistungsqualität der Jobcenter.

6 
 
Über die Senkung der Ausgaben für Unterkunft und Hei zung (kommunale Mittel) wird noch eine 
separate Zielvereinbarung erfolgen. 
 
Die Zielerreichung wird durch Fachaufsicht, teambezog enes Controlling und Zielnachhaltung 
begleitet, um Fehlentwicklungen schneller zu erkenn en und (Gegen)Steuerungsmaßnahmen 
einzuleiten.  
 
 
 
2.  Arbeitsmarktlage – lokale Ausgangsituation  
 
Darmstadt gehört zur Region Rhein-Main und somit zu ein er der bedeutendsten Wirtschaftsräume 
Deutschlands. In Darmstadt sind überproportional viele  Beschäftigte in IT-Unternehmen und bei 
technischen Forschungsdienstleistern beschäftigt. Di e Region Darmstadt hat im bundesdeutschen 
Vergleich, aber auch im Vergleich zu anderen Teilregion en der Metropolregion Frankfurt die 
höchsten Gründungsintensitäten im Bereich technologieintensiver Dienstleistungen. 
 
Über 30 Forschungseinrichtungen und Institute haben sich in Darmstadt angesiedelt. Darunter die 
Gesellschaft für Schwerionenforschung, das Europäische  Raumflugkontrollzentrum (ESOC), das 
Europäische Zentrum zur Kontrolle von Wettersatellite n (EUMETSAT) sowie drei Institute der 
Fraunhofergesellschaft. Andere weltweit agierende Darmstädter Firmen verfügen über ausgeprägte 
Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Seit 1997 i st Darmstadt Wissenschaftsstadt. Darmstadt 
war die erste Stadt in Deutschland, der dieser Titel verliehen wurde. 
 
In Darmstadt befinden sich fünf wirtschaftliche Schwerp unkte (sog. Cluster): Chemie / Pharma 
/Biotech (u. a. Merck KGaA; mit 8.600 Mitarbeiterinne n und Mitarbeiter am Standort Darmstadt 
gleichzeitig der größte Arbeitgeber vor Ort), Infor mations- und Kommunikationstechnologie (u. a. 
Software AG, das zweitgrößte Softwarehaus Deutschlands),  Haarkosmetik, Maschinenbau / 
Elektrotechnik /Mechatronik (u. a. Schenck Process G mbH) sowie Weltraum- und 
Satellitentechnologie. 
 
Darmstadt bietet mehr als 88.000 sozialversicherungspfli chtige Arbeitsstellen. Dies ist um so 
bemerkenswerter, da Darmstadt insgesamt ca. 142.000 Einwo hnerinnen und Einwohner hat. Täglich 
pendeln knapp 60.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehme r in die Stadt, in der ca. 10.000 
Unternehmen und 1.300 Handwerksbetriebe ansässig sind. 
 
Durch die Dynamik und Produktivität des Standortes bie tet Darmstadt Arbeitssuchenden eine 
Vielzahl von unterschiedlichen Jobangeboten. Diese her vorragenden wirtschaftlichen 
Voraussetzungen können für die Integrationsarbeit der Kundinnen und Kunden des Jobcenter 
Darmstadt genutzt werden.

7 
 
3.  Kommunale Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt  
 
Die strategische Verknüpfung von Sozial-, Beschäftigungs- , Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik  
wird in Darmstadt als geschäftspolitischer Schwerpu nkt sowohl im Jobcenter als auch im Rahmen 
der kommunalen Beschäftigungsförderung seit 2005 po litisch explizit ausgewiesen. Diese Strategie 
ist ebenfalls Bestandteil der kommunalen Jugendhilf e, Integrations- und Gleichstellungspolitik, 
basierend auf drei Prinzipien: Prävention, Partizipa tion und Sozialraumorientierung. Dabei geht es 
insbesondere um folgende Grundsätze: 
 
1. Inklusion und Integration als sozialpolitische und so zialplanerische Strategie 
Insbesondere:  
• Stärkung von Teilhabe und Verteilungsgerechtigkeit durch sozialpolitische 
Intervention und Konzepte 
- flächendeckende sozialraumorientierte Schulsozialarb eit 
- Gleichstellungspolitik als Querschnittsthema in Sch ule, Ausbildung, Beruf – 
Maßnahmen zum Berufswahlverhalten von Mädchen und Ju ngen, Stärkung 
von familiengerechten Arbeitsbedingungen für Frauen u nd Männer 
- Projektgruppe Stärkung der Teilhabe von Menschen mit  Behinderung in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, Schwerpunkt Bildung u nd Arbeitsmarkt 
- Stärkung der Arbeits- und Ausbildungschancen für Ju gendliche mit 
Migrationshintergrund 
• Bearbeitung sozialpolitischer Ziele auf der Grundla ge kommunaler 
Sozialberichterstattung 
- sozialräumliche Analysen und Erstellung von Intervent ionsmaßnahmen zur 
bedarfsorientierten Angebotsplanung 
- Umsetzung von tragfähigen, sozialraumorientierten Be teiligungskonzepten 
für Bürgerinnen und Bürger 
- Implementierung von HeMonA (Hessischer Monitor Arbe itsmarkt und 
Migration) als unterstützende Grundlage zur Analyse von 
Entwicklungstendenzen in der Wissenschaftsstadt Darm stadt  
 
2. Armut bekämpfen – Existenz sichern 
Individuell und strukturell: 
• Finanzielle Unterstützungsleistungen im Rahmen des Leistungen für Bildung und 
Teilhabe, Zuschüsse für kinderreiche Familien, erhöh te Bewilligung für 
Erstausstattung für Säuglinge, Seniorencard für ält ere Menschen mit geringem 
Einkommen usw. 
• Unterstützungsleistung durch ausgebautes soziales B eratungs- und 
Dienstleistungsnetzwerk – soziale Infrastruktur in D armstadt ist stabil, flexibel und 
umfassend 
• Rahmenkonzeption: Gemeinwesenarbeit als Strategie g egen Armut und soziale 
Ausgrenzung 
- Gemeinwesenarbeit aktiviert und beteiligt Bewohneri nnen und 
Bewohner 
- Gemeinwesenarbeit fördert Inklusion und wirkt sozia ler 
Benachteiligung entgegen 
- Gemeinwesenarbeit fördert die strukturelle Integrati on der 
zugewanderten Bevölkerung

8 
 
3. Zielgruppen passgenau fördern 
Insbesondere: 
• Abgestimmte Konzepte der Existenzsicherung und Arbe itsmarktförderung für 
einzelne Zielgruppen sowie sozialpädagogische Beglei tung 
- Maßnahmen zur beruflichen Integration älterer Arbeit sloser 
- Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt für Fr auen mit 
Migrationshintergrund und Alleinerziehende 
- Enge Kooperation mit dem Integrationsfachdienst zur  Integration 
schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt – ko mmunale 
Unterstützung des Integrationsbetriebes usw. 
- Koordinationsstelle für Hilfen für von Gewalt bedro hten und 
betroffenen Frauen und deren Kinder 
- Hilfen aus einer Hand für obdachlose erwerbsfähige Menschen mit 
flankierendem Hilfebedarf nach § 67 SGB XII 
- Sozialpädagogisches Projekt für Frauen, die der Straß enprostitution 
nachgehen – hier: Ausstiegsberatung und niedrigschw elliges 
Kontaktangebot 
- Qualifizierungsangebote für langzeitarbeitslose, su chtkranke 
Menschen 
- Entwicklung von spezifischen Qualifizierungs- und 
Weiterbildungsmaßnahmen – insbesondere niedrigschwel lige 
aktivierende Maßnahmen im Jugend- und Erwachsenenber eich 
 
4. Lokale und regionale Netzwerke stärken 
• Finanzielle Sicherung und Vernetzung von Beratungsst ellen (Suchtberatung, 
Schuldnerberatung, Allgemeine Lebensberatung, Migrati onsberatung usw.), 
Stärkung der Jugendberufsagentur 
• Ausweitung von Präventionsangeboten in sozial-, jugen d-, gesundheits-, frauen-, 
migrationsspezfischen Bereichen, z. B. sozialraumor ientierte Schulsozialarbeit, 
Einrichtung von sozialpädagogischen Dienstleistungsz entren in den Stadtteilen, 
kommunale Mitarbeit an der Entwicklung inklusiver Sch ulen, Stärkung der 
Bedeutung des Bildungs- und Erziehungsplanes, Bündn is für Familie, Angebote der 
Jugendberufshilfe unabhängig von Leistungsbezug usw.  
• Intensive Einbindung von Bildungsträgern in kommuna le Netzwerke 
• Zusammenarbeit mit Betroffenenorganisationen und Gewe rkschaften – z. B. 
Sozialhilfekommission, Magistratskommission Soziale B rennpunkte usw. 
• Einbindung der Migrantinnen- und Migrantenselbstorg anisationen in kommunale 
Arbeitsmarktstrategien 
• Beteiligung des Jugendhilfeausschusses an arbeitsmar kt- und 
ausbildungsstrategischen Konzepten 
• Arbeitsgruppe § 78 SGB VIII Jugendberufshilfe 
• Aufbau eines kommunalen Netzwerkes Arbeit und Ausbil dung 
• Auf- und Ausbau des Darmstädter Netzwerks Alleinerz iehende – DANA 
• Mitgliedschaft im lokalen Bündnis für Familie und Ber uf 
 
5. Lokalen (sozialen) Arbeitsmarkt/Ausbildungsmarkt sichern  
• Stärkung lokaler Beschäftigungsinitiativen, die – ne ben der Integration einzelner 
Menschen in den Arbeitsmarkt – die strukturelle Aufw ertung benachteiligter 
Quartiere sichern

9 
 
• Lokale Wirtschaft übernimmt Verantwortung für Langz eitarbeitslose und 
Ausbildung, Unterstützung des ersten Darmstädter In tegrationsbetriebes durch 
kommunale Aufträge 
Die oben genannten fünf strategischen Ziele zeigen,  dass langfristige und nachhaltige 
Erwerbsintegration aus kommunalpolitischer Sicht nu r interdisziplinär erfolgreich wirken kann.  
 
 
4.  Aktive Förderung des Jobcenter Darmstadt  – Planung 2011  
 
4.1  Mittelsituation 2011: Eingliederungs- und Verwaltungsbudget 
 
Die Finanzlage 2011 ist geprägt von den erheblichen Kü rzungen des Eingliederungsbudgets infolge 
der Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen des Bundes. Der R ückgang der Mittelzuteilung 
insbesondere im Eingliederungsbudget beträgt über 23 ,1 %. Mittelzuteilung laut 
Eingliederungsmittelverordnung 
6 2011: 
 
 
 
 
 
 
Der  Rückgang der Budgets wurde durch die Bundesregierun g bereits Anfang 2010 dem Grunde nach 
kommuniziert, daher hat das Jobcenter Darmstadt bereits Mi tte 2010 entsprechende 
Sparmaßnahmen eingeleitet, um die negative Wirkung auf F ördermöglichkeiten zu begrenzen. So 
wurde u. a. finanzielle Verpflichtungen für Folgejahre reduziert sowie die Anwendung der 
arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie Eingliederung szuschüsse und die Förderung betrieblicher 
Weiterbildung der Mittelsituation angepasst. Ziel ist es die durchschnittlichen Kosten zu senken um 
immer noch allen Kunden, die einen entsprechenden Bedarf haben, gerecht werden zu können.  
Desweiteren wurde aufgrund der geänderten gesetzliche n Rahmenbedingungen beschlossen den 
Beschäftigungszuschuss (BEZ) auslaufen zu lassen. 
                                                 
6 Veröffentlicht im Bundesanzeiger Nr. 197 S. 4331 vom 28. Dezember 2010.  
7 Aufgrund des Haushaltsrechts werden in die Planung alle möglichen Verpflichtungen aufgenommen. Hieraus ergeben sich 
im Laufe eines Jahres Freirechnungen (z.B. aufgrund von Einsp arungen im Einkauf oder durch Abbrüche / Fluktuationen bei 
der Maßnahmebesetzung). Eine Überplanung ist daher notwendig um  einen möglichst hohen Anteil des Budgets 
auszunutzen, bzw. eine Rückgabe der Mittel an den Bund zu vermeiden.  
Jahr Eingliederungstitel Verwaltungshaushalt 
 
2010 
 
10,20 Mio.  Euro 
 
7,42 Mio.  Euro 
 
2011 
 
7,84 Mio.  Euro 
 
6,98 Mio.  Euro 
Eingliederungsmittel 2011 (In €)   
Zugeteilte Ausgabemittel gesamt 7.843.284 
davon für Beschäftigungszuschuss (nachrichtlich)  1.066.200 
geplante Umschichtungen zum Verwaltungshaushalt  -1.300.000 
Saldo Forderungseinzug / nicht verausgabte Bindungen aus 2010  25.000 
zur Verfügung stehende Ausgabemittel 2011 6.568.284 
Vorbindungen aus Vorjahren fällig 2011  2.990.463 
zur Verfügung stehende Ausgabemittel für Neugeschäft 3.577.821 
Geplante Ausgaben für Neugeschäft in %  111,5% 7

10  
 
 
 
 
Die Planung für das Jahr 2011 führte dann u. a. zu weiteren Maßnahmen: 
 
• Kenntnisvermittlungen werden durch passgenauere und i ndividuellere Förderung 
betrieblicher Weiterbildung ersetzt 
• die durchschnittlichen Kostensätze für Arbeitsgelege nheiten wurden gesenkt, damit eine 
Förderung von etwa 200 Plätzen möglich ist. 
• Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) wurde um über 50% reduziert 
 
Durch die genannten Maßnahmen ist es gelungen das Jobcent er trotz der Sparmaßnahmen 
handlungsfähig zu halten, die Förderung der Kunden wei ter aktiv zu gestalten und gleichzeitig alle 
Kundengruppen ausreichend zu berücksichtigen. 
 
Aus dem derzeitigen Finanzplan der Bundesregierung ist ersichtlich, dass auch 2012 die Zuteilung der 
Mittel zur Eingliederung in Arbeit noch einmal um üb er 20 % gekürzt werden wird. Das Jahr 2011 
wird somit auch geprägt sein von der Vorbereitung auf die kommende Budgetsituation. Ziel muss es 
Eingliederungsbudget - Vorbindungen, Neugeschäft, Vergleich Vorjahr 
Gesamtausgaben Vorbindungen (in T€) Neugeschäft (in T €) 
I. Vermittlung, Aktivierung, 
berufliche Eingliederung 
1.100 █████  336 ████████████  764 -30,5 ████ 
II. Qualifizierung 643 █ 71 █████████  572 -19,6 ██ 
III. Beschäftigung begleitende 
Leistungen 
1.807 ████████████████  967 ██████████████  840 -42,0 ██████ 
IV. Spezielle Maßnahmen für 
Jüngere 
1.272 ███████████████████  1.164 █ 108 ██████  44,3 
V. Leistungen für Menschen mit 
Behinderung 
531 ███  201 █████  330 ████  28,8 
VI. Beschäftigung schaffende 
Maßnahmen 
1.277 ███  189 ██████████████████  1.088 -16,2 ██ 
VII. Ausfinanzierung der 
weggefallenen Instrumente 
2 ▌ 2  0 -32,4 ████ 
VIII. Freie Förderung 367 █ 61 █████  306 █ 10,4 
Veränderung EgT 
gegenüber 2010 in % 
Eingliederungsbudget - Verteilung nach Instrumenten
Gesamt- 
ausgaben 
I. Vermittlung, Aktivierung, 
berufliche Eingliederung 
1.100 ███████████████  15,7% 
II. Qualifizierung 643 █████████  9,2% 
III. Beschäftigung begleitende 
Leistungen 
1.807 █████████████████████████  25,8% 
IV. Spezielle Maßnahmen für 
Jüngere 
1.272 ██████████████████  18,2% 
V. Leistungen für Menschen 
mit Behinderung 
531 ███████  7,6% 
VI. Beschäftigung schaffende 
Maßnahmen 
1.277 ██████████████████  18,2% 
VII. Ausfinanzierung der 
weggefallenen Instrumente 
2 ▌ 0,0% 
VIII. Freie Förderung 367 █████  5,2% 
Anteil am EgT 2011 (in %)

11  
 
auch dabei sein, weiterhin alle Kundinnen und Kunden P erspektiven in den ersten Arbeitsmarkt zu 
ermöglichen bzw. sie auf dem Weg dorthin angemessen fördern zu können. 
 
 
4.2  Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterqualifizierung 
 
Wesentliches Merkmal einer qualitativ hochwertigen Qual ifizierung von Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern ist der enge praktische Bezug und die Ve rknüpfung der theoretischen Inhalte mit den 
konkreten Anforderungen in der Praxis. Qualifizierung u nd Fortbildung ist wichtig für die 
Qualitätssicherung. Wie in den Jahren zuvor, wurde auch i n 2010 ein hoher Wert auf die 
kontinuierliche Fortbildung und Qualifizierung der Mi tarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt. Allen 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenter Darmst adt steht das umfangreiche Fortbildungs- 
und Qualifizierungsangebot des Bildungsinstitutes der Bundesagentur für 
 Arbeit offen. Den 
kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht darüb er hinaus das Angebot des städtischen 
Fortbildungsprogrammes offen.  
 
Um die fachlichen Qualifikation stetig zu erhalten und z u optimieren werden im Rahmen der 
internen Reihe „Permanente Fortbildung“ Schulungen n ach aktuellen Bedarfen durchgeführt. Die 
Schulungen werden von qualifizierten Mitarbeiterinnen  und Mitarbeitern, die als Multiplikatoren 
oder Trainer ausgebildet sind, oder von ausgebildeten Trainern der Regionaldirektion Hessen der 
Bundesagentur für Arbeit, abgehalten. Für spezielle fachliche Themen nutzt das Jobcenter Darmstadt 
externe Dozentinnen und Dozenten.  
 
Zudem haben 
 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 2010 an einer von der Deutschen Gesellschaft für 
Care und Case Management (DGCC) zertifizierten Ausbildu ng zur zertifizierten Fallmanagerin bzw. 
zum zertifizierten Fallmanager teilgenommen. Ein Fallmanag er hat die Qualifizierung als „Mental 
Health Facilitor“ an der Fachhochschule Frankfurt am Main – University of Applied Sciences – 
erworben. Im Rahmen dieser Qualifizierung lernen Berate rinnen und Berater, wie Probleme 
mentaler Gesundheit in angemessener Weise im Beratungs prozess anzusprechen und einer Lösung 
zuzuführen sind. In internen Workshops geben die Fal lmanagerinnen und Fallmanager als 
Multiplikatoren ihre erworbenen Kenntnisse an die ande ren Fallmanagerinnen und Fallmanager 
weiter.  
 
Eine wichtige Aufgabe ist auch die umfangreiche Qualifi zierung von neu eingestelltem Personal. Alle 
neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten grunds ätzlich eine  Grundschulung zum SGB II. 
Darüber hinaus werden die Schulungen an das jeweilige Au fgabengebiet und weitestgehend den 
individuellen Qualifizierungsbedarfen der Einzelnen angepasst.   
 
Die Entwicklung von Führungskräften ist ein entschei dender Faktor für den Erfolg einer Behörde. 
Umso wichtiger ist es, die Führungsfähigkeit von Füh rungskräften zu stärken. Allen Führungskräften 
steht die Teilnahme an der Seminarreihe „In Führung ge hen“ der Bundesagentur für Arbeit offen. 
Kommunale Führungskräfte stehen zum einen die Angebote  im Rahmen des (allgemeinen) 
Fortbildungsprogrammes der Wissenschaftsstadt Darmstadt o ffen (bspw. zum Thema 
Personalführung). Darüber hinaus gibt es eine gesonder te Fortbildungsreihe für Führungskräfte 
innerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

12  
 
2011 ist ein eigener Gleichstellungsplan für die Bes chäftigten des Jobcenter aufzustellen – 
entsprechend den Vorgaben von § 11 Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG). 
 
 
4.3  Strategien der Zielerreichung  
 
Das Jobcenter Darmstadt strebt im Jahre 2011 ambitionierte  Ziele an.  Die positive Entwicklung des 
Jobcenters in 2010 soll fortgeführt und gefestigt we rden.  Durch kompetente Beratung und klugen 
Instrumenteneinsatz möchten wir in 2011 noch mehr Me nschen als bisher zu einer neuen 
Beschäftigung verhelfen. Damit dies gelingt, ist eine gute Steuerung unserer verfügbaren Ressourcen 
erforderlich. In einem Strategie-Workshop  haben die Führungskräfte des Bereichs Markt und 
Integration die strategischen Ansätze des Jahres 2011 entwickelt.  
 
 
4.3.1  Zugänge managen durch das Handlungsprogramm für Neukundinnen und Neukunden 
 
Die Vermeidung von Langzeitbezug ist eine wichtige Au fgabe. Um dies zu erreichen ist die 
unverzügliche Einleitung von Integrationsbemühungen direkt nach erstmaliger Antragstellung 
erforderlich. Je weniger sich die Arbeitslosigkeit v erfestigt und je präsenter die Kenntnisse und 
Erfahrungen aus der bisherigen Erwerbstätigkeit sind, desto besser können die Chancen auf dem 
Arbeitsmarkt genutzt werden. Die umgehende Aktivierung des neu vorsprechenden Hilfebedürftigen 
„von der ersten Stunde an“ hat daher höchste Priorität im Jobcenter Darmstadt. Aus diesem Grund 
werden bereits am Tag der Antragstellung im Rahmen der vermittlerischen Erstberatung erste 
Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt eingeleitet.  
 
Mit allen Neukundinnen und Neukunden über 25 Jahren is t innerhalb von 15 Arbeitstagen ein 
qualifiziertes Erstberatungsgespräch mit ausführlichem  Profiling zu führen; mit allen Neukundinnen 
und Neukunden unter 25 Jahren innerhalb von 10 Arbeits tagen. In diesem Erstberatungsgespräch 
wird eine Integrationsstrategie erarbeitet. Die Beratu ng erfolgt, wie bei allen anderen 
Hilfebedürftigen auch, qualifiziert und zielgerichtet . Hauptziel aller Beratungsaktivitäten ist die 
Integration in den Arbeitsmarkt; möglichst innerhalb de r ersten 6 Monate nach Antragstellung. Jede 
Beratung endet mit konkreten Angeboten und Vereinbaru ngen, muss einen Integrationsfortschritt 
widerspiegeln, muss Einzelfallbezogen und zeitlich angemessen erfolgen.  
 
Folgende Handlungsprogramme gelten als verbindliche Qualitätsstandards für Fallmanagerinnen und 
Fallmanager für die Förderung und Aktivierung von Neukundinnen und Neukunden:  
 
- Nutzung  Sofortangebot Bewerberinnen- / Bewerberzent rum, zur Erstellung und/ oder 
Überarbeitung professioneller Bewerbungsunterlagen 
- unverzügliche Terminierung bei der Fallmanagerin oder dem Fallmanager innerhalb 3 
Wochen nach Antragstellung  
- Einschaltung des  gemeinsamen Arbeitgeberservice  
- Anregung zur Bewerbung bei Personaldienstleistern 
- Intensive Betreuung während der ersten 6 Monate der Arbeitslosigkeit mit einer 
Kontaktdichte von 6 Wochen

13  
 
- regelmäßige Unterbreitung von passgenauen Vermittlungsvorschlägen 
- Prüfung der Notwendigkeit einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung 
 
 
4.3.2  Vermeidung Langzeitbezug 
 
 Mit diesem  Ziel wird der Fokus des SGB II-Zielsystems auch auf die Leistungsberechtigten gelegt, die 
bereits länger arbeitslos oder in Maßnahmen sind. Somit  korrespondiert dieses Ziel mit dem 1. 
Bundesziel „Verringerung der Hilfebedürftigkeit“. 
 
Welcher Personenkreis fällt unter den Begriff „Langze itarbeitslos“? Langzeitarbeitslos sind 
Menschen, die länger als 24 Monate arbeitslos gemeldet sind. 
 
Einführung des beschäftigungsorientierten Fallmanagements 
 
 
Im letzten Jahr  wurde  in allen Jobcentern  das beschäft igungsorientierte Fallmanagement (bFM) 
eingeführt. Hierbei  obliegt es den Jobcentern  vor Ort eine begleitende lokale Strategie zur 
organisatorischen und inhaltlichen Umsetzung des bFM auf Grundlage eines vom Bundesministerium 
für Arbeit und Soziales, der Bundesagentur für Arbeit   und Vertretern der kommunalen 
Spitzenverbände entwickelten Handlungsleitfadens, zu entwickeln.  
 
Auch das Jobcenter Darmstadt hat eine eigene Umsetzungsstrategie entwickelt, deren  es ist,  
  
- die Selbstbestimmung, Eigen- und Mitverantwortung der in das bFM überführten Kundinnen 
und Kunden zu erhalten und fördern  
- das Selbsthilfepotential der in das bFM überführten Kundinnen und Kunden  zu stärken  
- passgenaue Hilfs- und Unterstützungsangebote bereitzustellen  
 
bFM ist ein auf die Kundinnen und Kunden ausgerichtet er bedarfsorientierter Prozess mit dem Ziel 
der Beseitigung der Hilfebedürftigkeit, möglichst du rch nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt.  
In diesem kooperativen Prozess werden vorhandene in dividuelle Ressourcen und multiple 
Problemlagen methodisch erfasst und Versorgungsangebot e und Dienstleistungen gemeinsam 
geplant, die anschließend von den Fallmanagerinnen und F allmanagern  implementiert, koordiniert, 
überwacht und evaluiert werden. So wird der individuel le Bedarf einer jeden Kunden / eines jeden 
Kunden im Hinblick auf das Ziel der mittel- und / ode r unmittelbaren Arbeitsmarktintegration durch 
Beratung und Bereitstellung verfügbarer Ressourcen abg edeckt und die Mitwirkung der Betroffenen 
bei der Umsetzung eingefordert. bFM beinhaltet also d ie Betreuung bis zur Eingliederung in den 
Arbeitsmarkt und umfasst alle sozialen und arbeitsmarktor ientierten Hilfen. bFM ist die individuelle 
Steuerung im Hilfenetz.  
 
Aufgabe der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist es , alle Kundinnen und Kunden qualifiziert, 
umfassend und entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit 
und / oder Ausbildung zu unterstützen.

14  
 
Handlungsprogramme des bFM  
 
- Abarbeitung vermittlungsrelevanter Handlungsbedarfe, z. B.  durch Schuldenabbau, 
Bekämpfung einer Suchtproblematik, Hilfestellung bei der Suche nach einer passenden 
Kinderbetreuung etc. 
- Sonstige Weiterbildungsangebote durch Maßnahmen zur F örderung der beruflichen 
Weiterbildung 
- Angebot Arbeitsgelegenheiten (auf freiwilliger Basis) 
 
 
4.3.3  Fachkräftepotential erhöhen durch Qualifizierungsförderung  
 
Aufgrund der stetig steigenden Qualifikationsanforderu ngen steht auch im Jahr 2011 die 
Qualifizierung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigte n im Vordergrund unserer Arbeit. Das 
Jobcenter Darmstadt hat sich für das Jahr 2011 das Ziel ge setzt, unter Berücksichtigung der zur 
Verfügung stehenden Haushaltsmittel erwerbsfähige Lei stungsberechtigte vorrangig mit 
Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung gemäß §§ 77 f f.  SGB III für die Integration auf dem 
ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Diese Maßnahmen bie ten gute Möglichkeiten, den  individuell 
unterschiedlichen Bedarfen der Personen im Rechtskreis SGB II gerecht zu werden. 
 
Für das kommende Jahr sind daher insgesamt ca. 200 Eintri tte in zertifizierte 
Qualifizierungsmaßnahmen über das Bildungsgutscheinverf ahren geplant. Dabei sind die 
Weiterbildungsmaßnahmen an den regionalen Arbeitsmarktb edürfnissen orientiert und umfassen 
Teilqualifizierungsangebote im kaufmännischen, gewerblic h-technischen sowie im sozialen Bereich 
und Angebote in Teilzeit.  
 
Unter den Arbeitslosen befinden sich ca. 60 % ohne B erufsabschluss. Aufgrund des demografischen 
Wandels und dem steigenden Bedarf an Fachkräften soll auch  der nachträgliche Erwerb eines 
beruflichen Abschlusses durch eine betriebliche ode r überbetriebliche Einzelumschulung gefördert 
werden. Sofern vorhandene Kenntnisse und Berufserfahr ung nachgewiesen werden können, soll die 
Externenprüfung einschließlich einer Vorbereitungsma ßnahme zum Nachholen des 
Berufsabschlusses gefördert werden. 
 
Um die Wirksamkeit und Effizienz beruflicher Weiter bildung zu erhöhen, insbesondere angesichts 
knapper Haushaltsmittel, wird ein besonderer Fokus auf e ine zielgerichtete Bewerberinnen- / 
Bewerber- und passgenaue Maßnahmeauswahl gelegt. Vor Auss tellung eines Bildungsgutscheins 
erfolgt eine intensive Eignungsabklärung durch die Fal lmanagerinnen und Fallmanager. Daneben 
erfolgt eine Orientierung an bisherigen Eingliederun gsquoten. Damit alle Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer einer beruflichen Qualifizierungsmaßnahme tats ächlich im Anschluss an ihre 
Bildungsmaßnahme erfolgreich in eine Arbeitsstelle ei nmünden, werden bereits in der letzen Phase 
der Bildungsmaßnahme verstärkte Vermittlungsbemühungen  durch das Jobcenter vorgenommen 
(Absolventenmanagement). 
 
Die Bildungszielplanung 2011 kann der Übersicht in der Anlage entnommen werden.

15  
 
 
4.3.4  Veranstaltung „Sparkurs der Bundesregierung – welche Hilfen bietet das Jobcenter 
Darmstadt“ 
 
Am 16. Februar 2011 führte das Jobcenter 
Darmstadt in der Orangerie unter dem 
Motto „Sparkurs der Bundesregierung – 
welche Hilfen bietet das Jobcenter 
Darmstadt“ eine Veranstaltung zum 
Leistungsangebot des Jobcenter Darmstadt 
durch. Ziel der Veranstaltung war es, den 
Leistungsberechtigten aufzuzeigen, dass 
das Jobcenter Darmstadt, trotz Kürzung der 
Mittel und somit angespannter finanzieller 
Situation, alle Möglichkeiten nutzt, um den 
langzeitarbeitslosen Menschen weiterhin 
ein breitgefächertes Angebot an Förderinstrumenten bieten zu können.  
 
Die Veranstaltung bot allen Interessierten die Möglich keit sich unverbindlich  und kostenlos über 
aktuelle Projekte und Maßnahmeangebote zu informieren. Sc hwerpunkte waren die Themen 
Gesundheitsmanagement für Personen über 50 Jahre, Kinde rbetreuung, Alleinerziehende,  
Pflegeberufe sowie der Übergang Schule und Beruf. Un terstützt wurde das Jobcenter bei der 
Veranstaltung von Kooperationspartnern, wie bspw. dem g emeinsamen Arbeitgeberservice der 
Agentur für Arbeit und dem Jobcenter oder dem Amt fü r Familie, Kinderbetreuung und Sport der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, sowie Partnern, mit denen d as Jobcenter Darmstadt bei diversen 
Projekten zusammenarbeitet (bspw. dem Internationalen Bu nd e. V. beim Projekt „Perspektive 
 
Berufsabschluss“ oder der BAFF-Frauen-Kooperation gem einnützige Arbeit GmbH / sefo femkom – 
Frauenkompetenzzentrum beim Projekt „Darmstädter Netzwe rk für Alleinerziehende“). Darüber 
hinaus stand den Besucherinnen und Besuchern ein Team  von Fallmanagerinnen und Fallmanagern 
vor Ort für eine direkte Beratung zur Verfügung.  
 
Die Veranstaltung wurde von Fachvorträgen unter anderem zum Projekt „Darmstädter Netzwerk für 
Alleinerziehende“ sowie einem Fachvortrag, der sich speziell an Eltern von Jugendlichen wendet, die 
sich im Übergang von Schule und Beruf befinden, begl eitet. Darüber hinaus gab es eine Aufführung 
einer Sequenz aus dem aktuellen Theaterprojekt JobAct® d er Jugendberufsagentur (näheres zu 
diesem Projekt siehe Abschnitt 3.4.3). 
 
4.4  Förderung von Zielgruppen 
 
4.4.1  Beschäftigungschancen für Alleinerziehende erhöhen 
 
Alleinerziehende haben ein besonders hohes Risiko, d auerhaft im SGB II-Leistungsbezug zu bleiben. 
Obwohl sie häufig gut qualifiziert und motiviert sind , haben sie nach Analysen des Instituts für 
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung von allen Bedarfsge meinschaften die längste Verweildauer im 
Leistungsbezug. Vor allem Kinderbetreuungsprobleme v erhindern die Aufnahme einer 
bedarfsdeckenden Erwerbstätigkeit. Bei den Integration sbemühungen greifen die vorhandenen

16  
 
Regelinstrumente oft nicht. Die Personengruppe der Alleinerziehenden hat einen spezifischen 
Bedarf. Ihre Betreuung muss auf ihre individuellen Problemlagen zugeschnitten sein.  
 
Wie schon im vergangenen Jahr, wird auch 2011 der Grupp e der Alleinerziehenden  im Jobcenter 
Darmstadt besondere Aufmerksamkeit gewidmet, da nach wie vo r unterschiedliche 
Handlungsbedarfe bestehen, um diesen Personenkreis bei  der   Eingliederung in den ersten 
Arbeitsmarkt zu unterstützen.  
 
Im Jobcenter Darmstadt sind 6.219 Bedarfsgemeinschaften m it 8.451 erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten gemeldet.  1.220   davon gehöre n dem Personenkreis der Alleinerziehenden 
an (1.168 Frauen, 52 Männer). 
8  Für diese Zielgruppe ist es aufgrund spezifischer Problemlagen 
(mangelnde Flexibilität wegen fehlender Kinderbetreuung smöglichkeiten, Brüche in der 
Erwerbsbiographie etc.) oft sehr schwer wieder in ei ne Erwerbstätigkeit einzusteigen. Die Probleme 
liegen allerdings nicht immer im persönlichen Bereich, sondern es treten auch häufig Probleme auf, 
die strukturell bedingt sind (Rollenzuweisungen, Ge schlechterdiskriminierung, Bedarf an 
Qualifizierungsangeboten in Teilzeit und an Vormittagen aufgrund fehlender Kinderbetreuung, etc.).  
 
Um die Integration und Beschäftigung von Alleinerzieh enden nachhaltig zu verbessern, startete in 
Darmstadt Ende 2009 das überwiegend aus ESF-Mitteln finan zierte Bundesprojekt  „Gute Arbeit für 
Alleinerziehende“. Dieses wurde über die BAFF-Frauen -Kooperation gGmbH  sowie dem sefo 
femkom – Frauenkompetenzzentrum unter dem Projektname n „DANA“ – Darmstädter Netzwerk für 
Alleinerziehende in die Praxis gestellt. Als Kooperati onspartner und Kofinanziére unterstützt das 
Jobcenter Darmstadt das Projekt in der praktischen Umsetz ung, insbesondere durch die aktive 
Zuweisung der Zielgruppe. Im Jahr 2010 lief das  Projek t an und wird fortlaufend weiterentwickelt. 
Alle Akteurinnen arbeiten gemeinsam an den verschiede nen Aufgabenfeldern  um diesen in ihrer 
Komplexität gerecht zu werden und den ganzheitlichen A nsatz - unter den Aspekten: Betreuung, 
Beratung und Vermittlung – weiterzuverfolgen und zu optimieren.    
 
Beleuchtet man die Hintergründe, welche der Integrati on  dieser Zielgruppe in den Arbeitsmarkt im 
Wege stehen genau und differenziert, so treten zwei g roße Baustellen  ans Licht. Zum einen 
erschwert oder verhindert die mangelnde  bis unzureichende Kinderbetreuungssituation  den Eintritt 
ins Erwerbsleben, zum anderen stellt die fehlende Lo bby bei Arbeitgebern ein großes Hemmnis dar 
und erschwert diesem Personenkreis zusätzlich die Arbeitsaufnahme. 
 
Diesen sozialen wie auch gesellschaftspolitischen Auft rägen stellt sich das Jobcenter Darmstadt im 
Jahr 2011 wie folgt: 
 
Im Rahmen des vom Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darm stadt koordinierten „Lokale Bündnis 
für Familie“ – welchem das Jobcenter beigetreten ist – wird sich im Jahr 2011 intensiv mit dem 
Thema „Verbesserung der Kinderbetreuung“ auseinanderg esetzt werden. Da in dieser Runde 
Vertreterinnen und Vertreter von  sozialen Einrichtu ngen und  Behörden  wie auch 
Unternehmerinnen und Unternehmer an einem Tisch sitz en, sind der Entwicklung innovativer Ideen 
und deren Umsetzung,  gute Chancen gegeben. In Koope ration mit den Beauftragten für 
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Bundesagentur un d der kommunalen Frauenbeauftragten 
wird die Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters Darmstadt innerhalb dieser Arbeitsgruppe 
eine aktive Rolle übernehmen.  
 
Das zweite große Handlungsfeld in punkto Alleinerzieh ende bildet im Jahr 2011 die 
Arbeitgeberansprache. Unter Einbindung des Arbeitgebe rservice der Bundesagentur wie auch über 
die Zusammenarbeit mit BAFF, soll die Akquise von Arb eitgebern  systematisiert und somit 
                                                 
8 Quelle: Kreisreport Dezember 2009; vorläufiger Stand 12/2009; revidierte Daten stehen erst mit einer Wartezeit von 3 Monaten zur 
Verfügung

17  
 
intensiviert werden. Da Erfahrungswerte der letzten Jah re aufzeigen, dass die alleinige Ansprache 
nicht ausreicht um die Arbeitgeber zu gewinnen, soll  eine Sensibilisierung für unsere  Zielgruppe  
erfolgen. Beratung  in Bezug auf innovative Arbeitsze itmodelle und  finanzielle Fördermöglichkeiten 
können von Arbeitgeberseite in Anspruch genommen wer den, es sollen aber auch die  besonderen 
Stärken Alleinerziehender (z.B.  Organisationsfähigkeit , Verlässlichkeit, Bodenständigkeit) hervor 
gehoben  werden, um diese im öffentlichen Bewusstse in zu etablieren, Vorurteile abzubauen und 
somit die Potentiale dieses Personenkreises  dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen zu können. 
 
Die Qualifizierung dieser Zielgruppe wird im Jahr 2011 weitgehend einzelfallbezogen über die 
Ausgabe von Bildungsgutscheinen sichergestellt. 
Über die  aktive Auseinandersetzung mit den aufgeführt en  Handlungsfeldern erhofft  das Jobcenter 
Darmstadt einen nachhaltigen Beitrag zum Thema „Vereinbark eit von Familie und Beruf“ leisten zu 
können. 
 
 
4.4.2  Projekt „Jobs für best!agers“ 
 
Der demographische Wandel ist kein Zukunftsszenario, e r ist gelebte Realität. In einer Gesellschaft 
des langen Lebens wird die Gruppe der „jungen Alten“,  also der über 65-jährigen, stark zunehmen, 
während die Gruppe der unter 25-jährigen stark abnimmt. 
 
Die Belegschaften in Deutschland altern seit geraumer Zeit. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten 
stieg im Laufe der letzten zwanzig Kalenderjahre um drei  Lebensjahre. Sowohl die absehbare 
demographische Entwicklung als auch die zu erwartende we itere Erhöhung des durchschnittlichen 
Verrentungsalters werden wohl dazu führen, dass sich di eser Trend in den kommenden Jahren so 
fortsetzt. Es ist daher für viele Betriebe wichtig, dass sie in Zukunft auch mit deutlich älteren 
Beschäftigten hohe Produktivität erzielen können. 
 
Eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wir tschaftsforschung (ZEW) in Mannheim 
untersuchte erstmals repräsentativ den Einfluss der Än derung des Anteils unterschiedlicher 
Altersgruppen in den Betrieben auf deren Produktivit ät. Die Studie zeigt, dass u. a. Betriebe mit 
altersgemischten Teams  neben der Produktivität Älter er auch die relative Produktivität jüngerer 
Beschäftigter signifikant steigt. Beschäftigte profiti eren somit im direkten Arbeitskontakt 
beispielsweise von der Expertise und dem  Qualitätsbewus stsein älterer Beschäftigter genauso, wie 
ältere Beschäftigte durch die höhere Flexibilität und n euartiges Wissen der Jüngeren ihre 
Arbeitsleitung verbessern können. 
 
Die Personengruppe 50plus behält im gesellschaftliche n Kontext einen großen Stellenwert, letztlich 
dadurch, dass sie für die Arbeitsleistung einerseits die wirtschaftliche Stabilität garantiert, 
andererseits, dass sie durch ihre Finanzleistung an die  sozialen Sicherungssysteme deren Stabilität 
sichert. Somit ist der Erhalt der Arbeitsleistung de r Personengruppe 50plus im zentralen Fokus 
mittel- und langfristiger (politischer) Planungen angesiedelt. 
 
Unter diesem Hintergrund startete das Bundesministeri um für Arbeit und Soziales mit dem Projekt 
„Perspektive 50plus“ in die 3. Programmphase. Hauptzie l der dritten Programmphase von 
„Perspektive 50plus“ ist es, möglichst viele Person en im Alter zwischen 50 und unter 65 Jahren, die 
im Rechtskreis SGB II arbeitslos gemeldet sind (Ziel gruppe) zu erreichen und ihre Hilfebedürftigkeit

18  
 
durch Eingliederung in existenzsichernde Beschäftigun g zu beenden. Der Handlungsansatz des 
Projektes ist offen; je nach der regionalen Gegebenhe it und innovativem Engagement besteht die 
Möglichkeit, den Arbeitslosen individuelle Leistung en und Maßnahmen anzubieten, um deren 
(Re)Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. 
 
Die mit dem Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ angesp rochene Zielgruppe „ältere 
Langzeitarbeitslose“ ist sehr heterogen, da sie außer d em Alter und der Hilfebedürftigkeit wenig 
gemeinsam hat. Zwar sammeln sich allgemein in der Grunds icherung typische Arbeitsmarktrisiken, 
wie geringe Qualifizierung oder gesundheitliche Beein trächtigungen; jedoch hat das 
Arbeitsmarktrisiko „Alter“ einen starken eigenständig en Effekt. Unternehmen wird zunehmend 
bewusst, ausgelöst durch den im Rhein-Main Gebiet star k spürbaren Fachkräftemangel, auf ältere 
erfahrene Potenziale zurück zugreifen. Hier sind es v or allem kleine und mittlere Firmen, die die 
Scheu vor einer Einstellung eines „Älteren“ verlore n haben. Einstellungen kommen allerdings nur 
zustande, wenn Qualifikation, Berufserfahrung, Gesundhei tszustand und die persönlichen 
Rahmenbedingungen stimmen. 
 
Unter dem Fokus der dargestellten 
Ausgangssituation zeigt sich die 
ganzheitliche und individuelle  Betreuung 
der Zielgruppe im Team durch qualifizierte 
Fallmanagerinnen und Fallmanager als 
sehr effektiv. Ein geringer 
Betreuungsschlüssel, eine sehr eng 
geführte Betreuung und Beratung 
innerhalb eines klaren Zeitraums liefern 
die Grundvoraussetzungen für 
herausragende Integrationszahlen. Eine 
ständige Entwicklung von verschiedenen 
und neuen Eingliederungsmethoden sowie 
Herstellung / Erhaltung der Eigenständigkeit der Kund in bzw. des Kunden, der Kontaktpflege zu 
übrigen Betroffenen und der Aktivierung der Selbsth ilfe sind bezeichnend für das Tätigkeitsfeld der 
Fallmanagerinnen und Fallmanager im Projekt. 
 
Zusätzlich zu einer intensiven Beratung / Betreuung d er Personengruppe 50plus ist der direkte 
Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern von entscheide nder Bedeutung. Hier lassen sich zwischen 
Fallmanagerinnen und Fallmanagern und Personalentscheidern  vertrauensvolle und tragfähige 
Beziehungen aufbauen, die im Rahmen eines gegenseitigen  Verständnisses für die Zielgruppe 
Vermittlung in der Fläche erst ermöglichen. 
 
Durch eine in 2010 durchgeführte Arbeitgeberansprache „AnsprechBar“ wurden vom „Ein-Personen-
Betrieb“  bis zum Großunternehmen Merck KGaA etliche neue Unternehmen auf die Umsetzung und 
Zielrichtung des Projektes aufmerksam und signalisier ten Interesse für eine Zusammenarbeit mit 
dem Team best!agers. 
 
Team „Jobs für best!agers“ des Jobcenter Darmstadt

19  
 
Um das Engagement von Firmen im Rahmen 
des Projektes „Perspektive 50plus„ zu 
würdigen, zeichnet das Bundesministerium 
für Arbeit und Soziales jährlich 
„Unternehmen mit Weitblick“ aus. Hier 
wurde im Jahr 2010 mit dem Unternehmen 
Friedrich Knapp erneut ein Unternehmen 
aus dem Beschäftigungspakt „Jobs für 
best!agers“ des Jobcenter Darmstadt 
prämiert. Ein Arbeitgeber, der dafür 
ausgezeichnet wurde, weil er altersgerechte 
Arbeitsplatzgestaltung realisiert, es ihm 
gelingt durch ein Miteinander von Alt und 
Jung einen beidseitigen Wissenstransfer, 
sowie innerbetrieblichen Kompetenzaustausch in der Be legschaft zu fördern – zum wirtschaftlichen 
Vorteil des Unternehmens. 
 
 
Ziele für das Jahr 2011  
 
Das in 2010 anvisierte Vermittlungsziel wurde bereits  im Oktober mit 200 Integrationen erreicht. Bis 
zum Jahresende konnten 250 Langzeitarbeitslose über 50 Jahre erfolgreich in den ersten 
Arbeitsmarkt vermittelt werden. Für 2011 wurde das Integrationsziel auf 250 erhöht. Hier sind die 
zentralen Handlungsansätze: Analysieren, Aktivieren, Motivieren, Mobilisieren verstärkt gefragt.  
 
Die Intensivierung der Arbeitgeberkontakte sowie ein e enge Zusammenarbeit mit dem 
Arbeitgeberservice, sind einerseits Impulsgeber für  die an den Betrieben ausgerichteten 
Qualifizierungserfordernissen als auch notwendig für in novative Integrationsansätze. 
Arbeitgeberkontakte sind weiterhin zu forcieren, auch  zum Zwecke, für  Kunden  eine 
Praktikumsmöglichkeit mit Aussicht auf Integration zu ermöglichen. Jede dritte neue Stelle kommt 
 
derzeit aus der Zeitarbeit, aber auch im Handel, am Bau, in der Gastronomie oder im Gesundheits- 
und Sozialwesen werden zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.  
 
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern muss das Bewusstse in vermittelt und die Bereitschaft 
abverlangt werden, sich durch lebenslanges Lernen fit zu halten und mobil in jeder Hinsicht zu sein. 
Arbeitgeber sollen auch 2011 weiterhin auf das Projekt aufmerksam gemacht werden, um ihnen die 
Vorteile der Beschäftigung älterer Mitarbeiterinnen u nd Mitarbeiter aufzuzeigen. Hier bietet sich 
wiederum eine Arbeitgeber-Ansprache an. Arbeitgeber, die an den Bedarfen der Kundinnen und 
Kunden orientiert ausgewählt werden, im Rahmen einer Ve ranstaltung anzusprechen und die 
Besonderheiten des Projektes, die Fördermöglichkeite n und auch die Möglichkeiten von 
betrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen zu erörtern. 
 
Ebenso ist für 2011 wiederum ein Job-Speed-Dating gep lant. Hier werden jeweils an den Kundinnen- 
und Kundenbedarfen ausgewählte Arbeitgeber eingeladen, um auf potenzielle Bewerberinnen und 
Bewerber  zu treffen. Kundinnen und Kunden treffen auf Arbeitgeber, haben  in einem Kurzverfahren 
die Möglichkeit sich kennen zu lernen, sich auszutau schen, die Bewerbungsmappe zu hinterlegen 
Auszeichnung Friedrich Knapp  (Inhaber Metzgerei Knapp), Unternehmer mi t 
Weitblick 2010, am 30.11.2010 in Bremen. ab 2. von links  Dr. Ralf Brauskiepe 
(Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Friedr ich Knapp, Ursel Bechtel 
(Leiterin Team Jobs für best!agers)

20  
 
und nach beiderseitigem Interesse ein weiteres richt iges Bewerbungsgespräch zu vereinbaren. Die 
Kundinnen und Kunden habe auf diese Weise eine Chance zu einem Arbeitgeber vorzudringen, die 
ihnen oftmals alleine durch eine schriftliche Bewerbung nicht ermöglicht wird. Aus der Veranstaltung 
2010 ergaben sich 10 Einstellungen in sozialversicher ungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und 
verschiedene weitere Kontaktaufnahmen und Angebote.  
 
Neben kurzfristigen Maßnahmen für die Zielgruppe der  alternden Langzeitarbeitslosen sind auch 
längerfristige Strategien notwendig, die einen Perspe ktivenwechsel erfordern, hin bis zu einer 
altersorientierten Beschäftigungspolitik. Für den Kundinnen- und Kundenkreis der dem Arbeitsmarkt 
näher steht, sind geeignete Maßnahmen erforderlich, di e konsequent und strategisch bei der 
beruflichen Eingliederung unterstützen. Mit Hilfe v on  individueller Situationsanalyse, 
Berufswegplanung, Aktivierung, Abbau von Vermittlungs hemmnissen, Auffrischung der beruflichen 
Kenntnisse und eine spezifische Qualifizierungspoliti k unter prophylaktischen Gesichtspunkten, um 
den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, nach Überschreiten ihres Leistungszenits, eine 
Anpassung an neue Produktionsverfahren zu ermöglichen. Auch der Erwerb von Fähigkeiten in 
verschiedenen Praxisfeldern, sollen die Kunden für den Arbeitsmarkt konkurrenzfähig werden. 
 
Zusätzlich soll weiterhin  ein  besonderer  Augenmer k auf die stetig wachsende Personengruppe der 
schwer Vermittelbaren gerichtet  werden: „Impuls 50 plus“. Hierfür stehen von Seiten des 
Bundesministeriums für  Arbeit und Soziales für 2011  weiterhin gesonderte Projektmittel zur 
Verfügung, um innovative Integrationsansätze zu erpr oben und eine festgesetzte 
Vermittlungsvorgabe von 15 Integrationen zu realisier en. 2010 lag das Integrationsziel bei 10 
Vermittlungen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, das bereits im Oktober 
erreicht wurde.  Bis zum  Jahresende waren  16 Integrationen zu verzeichnen. 
 
Für 100-Impuls-Kundinnen und Kunden, die bis zu 36 Monaten in dieser speziellen Form betreut 
werden, sind 2 Fallmanagerinnen und Fallmanager zuständig,  deren Ziel es ist, die Kundinnen und 
Kunden mit den multiplen Vermittlungshemmnissen dem Arbeitsmarkt  zuzuführen. Aus den 
verschiedenen Problemlagen der Kundinnen und Kunden lassen sich insbesondere zwei vermehrt 
auftretende  Hemmnisse erkennen: schwierige Bedingungen bzgl. der  Leistungsfähigkeit (körperlich  
und  psychisch) und schwierige soziale Lage (leben isoliert ohne jegliche Bezugspersonen). 
 
Neben dem engen Kontakt der Fallmanagerinnen und Fallmanag er zu den Kundeinnen und Kunden 
ist eine projektbegleitende Maßnahme erforderlich, di e den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine 
Tagesstruktur auferlegt, eine Aufgabe darstellt und soz iales Umfeld entstehen lässt. Seit 2010 hat 
sich gezeigt, dass die meisten Kundinnen und Kunden positiv auf die aktivierende Gesprächsführung 
reagierten und Bereitschaft der Zusammenarbeit zeigten.  In 2011 soll mit den Kundinnen und 
Kunden kontinuierlich an positiven Integrationsforts chritten weitergearbeitet werden. Im Bezug auf 
das Kriterium der Leistungsfähigkeit sollen hierbei w eitere Maßnahmen im Bereich des 
Gesundheitsmanagements stattfinden, auch eine verstärkte  Einbindung von Ansprechpartnerinnen 
und Ansprechpartnern des gesamten psychosozialen Bereich, wie dem sozialpsychiatrischen Dienst. 
 
Auf dem Wege zur Wiederherstellung der Beschäftigung sfähigkeit und als Reflektionsmöglichkeit 
sollen verstärkt auch ehrenamtliche Tätigkeiten in den Prozess eingebunden werden; verschiedene 
Workshops, wie z. B. Theaterprojekt und Maßnahmen mi t hohem praktischem Anteil. Mithilfe eines 
multimodalen Ansatzes, der sich, bestehend aus verschi edenen Elementen individuell an den

21  
 
Kundinnen und Kunden ausrichtet, besteht die Gewährle istung, dass die Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer entsprechend des Integrationsziels dem Arbeitsmarkt zugeführt werden können. 
 
Forciert werden muss bei der gesamten Zielgruppe das  Gesundheitsmanagement. Zum einen, dass 
durch die Teilnahme am Gesundheitssport bzw. am Aquatrai ning die körperliche Verfassung und 
Fitness positiv beeinflusst wird, sich durch diese Teilnahme an den Sportaktivitäten die 
Grundmotivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbessert und sich eine Plattform für soziale 
Kontakte bietet. Für 2011 ist ein „Gesundheitstag 50 plus“ geplant. Hier soll die „Motivation zur 
Bewegung“ erreicht werden. In Zusammenarbeit mit einem  Verein soll den Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern an verschiedenen Sportstationen ein Angebo t zum Mitmachen ermöglicht werden. 
Zudem soll in Zusammenarbeit mit Krankenkassen Beiträge zu  gesundheitsbewusster Ernährung und 
Stressbewältigung etc. erfolgen. 
 
 
4.4.3  Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren 
 
Nach wie vor führt Arbeitslosigkeit an den Schwellen von Schule zu Ausbildung und von Ausbildung 
zu Erwerbstätigkeit zu einem Anstieg der Zahl der Arbe itslosen unter 20-jährigen und unter 25-
jährigen. Der Zielgruppe der unter 25 Jahre alten Jugend lichen gilt weiterhin besondere 
Aufmerksamkeit. Circa zwei Drittel der beim Jobcenter D armstadt gemeldeten Jugendlichen sind 
durch ihre Eltern Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft. Ein Drittel der gemeldeten Jugendlichen bilden 
allein, mit Partnerin bzw. Partner oder Familie eine eigene Bedarfsgemeinschaft. 
 
Jugendliche bedürfen beim Übergang von der Schule zur  Ausbildung und bis zur Eingliederung in 
Arbeit einer besonderen Begleitung und Betreuung. E in großer Anteil der gemeldeten Jugendlichen 
ist durch Sprachdefizite, psychische Probleme, hervo rgerufen durch Misserfolge im schulischen 
Bildungssystem oder familiäre Probleme besonders benachteiligt. 
 
Durch die gute Vernetzung von Hilfsangeboten aus den Rechtskreisen SGB II, SGB III und SGB VIII und 
die Zusammenarbeit und Fachkompetenz bei Betreuung und  Beratung der Fallmanagerinnen und 
Fallmanager sowie Beraterinnen und Berater in der Jugendb erufsagentur ist es jedoch gelungen, die 
Verweildauer in Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen  zu senken und diesen einen nachhaltigen 
Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Die enge Zu sammenarbeit und räumliche Nähe der drei 
Institutionen Jobcenter Darmstadt, Berufsberatung der A gentur für Arbeit Darmstadt und der 
Koordinierungsstelle zur Jugendberufshilfe der Wisse nschaftsstadt Darmstadt (Kompetenzagentur) 
unter dem Dach der Jugendberufsagentur helfen beim Abbau von Vorurteilen und verhindern so eine 
Stigmatisierung der Jugendlichen aus dem Rechtskreis des SGB II. 
 
 
Teilnahme an dem Modellprojekt „Arbeitsbündnis Jugend und Beruf“ 
 
 
Die Bundesagentur für Arbeit möchte mit dem Projekt „A rbeitsbündnis Jugend und Beruf“ die 
Zusammenarbeit von Leistungsträgern verbessern, die an d er Betreuung von Jugendlichen beteiligt 
sind. Das Projekt wurde zunächst an sechs Modellstandor ten umgesetzt, die alle bereits über ein 
vertieftes Modell der Zusammenarbeit vor Ort verfügen.  Die Jugendberufsagentur Darmstadt ist 
einer der sechs  „Leuchtturm-Standorte“.  
 
Das Ergebnis: Das Konzept, basierend auf den Erfahrungen  der Modellstandorte, soll an möglichst 
vielen Orten die Betreuung von Jugendlichen besser v ernetzen. Wesentlicher Bestandteil wird ein 
„Arbeitskoffer“ mit Anregungen, Hilfsmitteln und Be ispielen für die Zusammenarbeit vor Ort sein.

22  
 
2011 werden 14 weitere Standorte in das Projekt einbez ogen und ab 2012 soll der „Arbeitskoffer“ 
allen Agenturen, Jobcentern und Kommunen zur Verfügun g stehen,  die ebenfalls  
„Arbeitsbündnisse“ zur Verbesserung der Betreuung Jugendlicher eingehen wollen. 
 
Ziele für das Jahr 2011:  
 
1. Jugendarbeitslosigkeit weiterhin senken 
 
Dieses Ziel soll durch weitere Intensivierung der V ermittlungsprozesse in Ausbildung und Arbeit 
erreicht werden.  Durch monatlichen Kontakt zu alle n arbeitslosen Jugendlichen, Erhöhung der 
Vermittlungsangebote, Kooperation zu Personaldienstlei stungsunternehmen und konsequentes 
Absolventenmanagement im Nachgang von Weiterbildungsmaßn ahmen und der Zusammenarbeit 
mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Darmstadt soll eine dauerhafte 
Integration in Arbeit intensiviert werden. Durch den  sich in Zukunft noch verstärkenden 
Fachkräftemangel soll die Anzahl der Eintritte in Weite r- und Fortbildungsmaßnahmen im Jahr 2011 
gesteigert werden. 
 
Ein qualifizierter Berufsabschluss senkt das Risiko v on Arbeitslosigkeit und schafft langfristig 
Unabhängigkeit von staatlichen Leistungen. Das Jobcenter  Darmstadt nimmt die Vermittlung in 
Ausbildung eigenständig wahr. 2010 konnten 220 Jugendl iche in schulische oder betriebliche bzw. 
überbetriebliche Ausbildung integriert werden.  
 
Durch die konsequent engmaschige Betreuung der Schül erinnen und Schüler im letzten Schuljahr 
kann rechtzeitig mit der Vermittlung in Ausbildung u nd Arbeit begonnen werden. Auch eine 
Einsteuerung in besondere Bildungsgänge (im allgemein bildenden oder beruflichen Schulbereich), in 
berufsvorbereitende Maßnahmen für nicht ausbildungsreif e Jugendliche und 
Einstiegsqualifizierungen mit sozialpädagogischer Betre uung ist bei Schülerinnen und Schülern 
leichter möglich. Hierzu werden auch Gruppeninformation sveranstaltungen für Eltern im Bereich 
Berufsorientierung angeboten.  
 
Durch Berufsorientierung an den Schulen hat die Beruf sberatung direkt Kontakt zu allen 
Schülerinnen und Schülern. Dieser wird im Rahmen der Zusammenarbeit in der Jugendberufsagentur 
für ein verbessertes Übergangsmanagement genutzt. Das J obcenter Darmstadt ist zudem 
Vertragspartner im Projekt „Optimierung der lokalen Ver mittlungsarbeit bei der Schaffung und 
Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen (OloV)“. Die Vereinbarungen im Rahmen dieses 
Projektes dienen auch der Verbesserung des Übergangsprozesses.  
 
Im gemeinsamen Aktionsplan der beteiligten Instituti onen der Jugendberufsagentur werden zudem 
gemeinsame Treffen, Veranstaltungen und Presseaktivität en zum Übergangsmanagement und der 
Vermittlung in Ausbildung geplant und durchgeführt. 
 
 
2. Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele  
 
Für Jugendliche gilt ein gesetzlicher Betreuungsschl üssel von 1:75. Die Einhaltung dieses 
Betreuungsschlüssels wird im Jobcenter Darmstadt konseq uent umgesetzt. Im Jobcenter Darmstadt 
fällt der Betreuungsschlüssel kleiner aus als die gese tzliche Vorgabe. Dies ermöglicht eine intensive

23  
 
Betreuung jedes einzelnen Jugendlichen für eine indiv iduelle Unterstützung. In 2011 sollen 
Jugendliche noch häufiger in Eingliederungsmaßnahmen e intreten als in der Vergangenheit. Ziel ist 
es, Jugendlichen ein passendes Angebot zu unterbreite n und dadurch die Eingliederungschancen 
deutlich zu erhöhen. 
 
 
3. Allgemeine Angebote 
 
Alle Eingliederungsmaßnahmen wie Bewerbungstraining, Maßnahmen beim Arbeitgeber, 
Eingliederungszuschüsse etc., können auch weiterhin für Jugendliche genutzt werden. Das Jobcenter 
Darmstadt wird auch 2011 Jugendliche aktiv in diese Maßnahmen einsteuern. 
 
 
4. Spezielle Angebote für Jugendliche   
 
JobAct® 
Auf Initiative und durch die Finanzierung der Jugendbe rufsagentur des Jobcenter Darmstadt ging am 
18.10.2010 das Projekt 
JobAct® in Darmstadt an den 
Start. Ermöglicht und 
kofinanziert wird das Projekt 
von JP Morgan, Frankfurt am 
Main. JobAct® richtet sich an 
junge Erwachsene aus 
Darmstadt, die Leistungen 
nach dem SGB II beziehen und 
eine Arbeit oder Ausbildung 
suchen. Mit der Verbindung 
von fachlicher Qualifikation, 
Persönlichkeitsentwicklung 
und der künstlerischen Arbeit 
auf der Bühne begleitet das Projekt junge Erwachsene ze hn Monate lang. Die Entwicklung der 
eigenen Stärken mit der Verbindung des Erkennens des individuellen Motivs sichert den nachhaltigen 
Einstieg in den passenden Arbeits- oder Ausbildungsplatz.  
 
Träger des Projektes JobAct® ist die PROJEKTFABRIK e. V., Kooperationspartner Vorort und 
verantwortlich für das Bewerbungsmanagement sowie die soz ialpädagogische Betreuung ist der 
Werkhof e.V. In den ersten fünf Monaten des Projektes  JobAct® entwickelt die Gruppe mit 
theaterpädagogischen Methoden ein Stück von der Idee b is zur Premiere. Parallel dazu  findet ein 
intensives Bewerbungsmanagement statt. Berufliche Qual ifizierungen mit persönlicher Entwicklung 
stehen im Zentrum der pädagogischen Bemühungen. Vom Trainieren der Kundenkommunikation in 
Rollenspielen bis zu klassischen Handwerksarbeiten in Werkstätten – es wird berufsbezogen 
gearbeitet. In der 2. Phase des Projektes haben die Tei lnehmenden die Möglichkeit ihre erkannten 
und entwickelten Fähigkeiten in einem Praktikumsbetrieb unter Beweis zu stellen. 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Theaterprojekt JobAct® der Ju gendberufsagentur

24  
 
Mit einer weiteren Maßnahme JobAct® - to connect Darmstadt wird das erfolgreiche Konzept auf die 
Gruppe der Erwachsenen über 50 Jahre ausgeweitet. Dies geschieht durch die Kombination 
zielgruppenspezifischer Angebote für U25 und Ü50 sowie intensive gemeinsame Einheiten beider  
Zielgruppen. Dabei wird der intergenerative Austausch als zusätzlich motivierende Kraft wirksam: Die 
Jungen profitieren von der Berufs- und Lebenserfahrun g der Älteren; diese werden durch die 
Innovationsfreude und den Erfinderreichtum der Jünger en dazu angeregt, sich aus starren 
Verhaltensmustern und dem „Eingerichtet sein“ in der  Langzeitarbeitslosigkeit zu lösen, noch einmal 
„etwas zu wollen“. Dies hilft Älteren, eine Offenhei t für moderne Angebote des Arbeitsmarktes zu 
entwickeln und diese für eine neue Berufsorientieru ng und Lebenssinnfindung zu nutzen; die 
Jüngeren lernen, sich in kompetenzbasierten Hierarchie n konstruktiv einzuordnen. Dieses Projekt 
wird von dem Team „Jobs für best!agers“, der Jugendberufsagentur sowie den Trägern des Projektes 
JobAct® umgesetzt.  
 
 
Weiterhin steht für die jugendlichen Kundinnen und K unden eine Vielzahl von besonderen 
Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung: 
 
- berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen zum nachträglichen  Erwerb des 
Hauptschulabschlusses mit hohem Praktikumsanteil und sozialpädagogischer Betreuung 
- Maßnahmen nach § 46 SGB III zur Vermittlung in Arbeit / Ausbildung und zur Aktivierung junger 
Menschen 
- Einstiegsqualifizierungen nach § 235 b SGB III 
- betriebliche Ausbildung in außerbetrieblichen Einric htungen (BaE) für lernbeeinträchtigte und / 
oder sozial benachteiligte Jugendliche. BaE werden in i ntegrativer Form (beim Bildungsträger) 
oder kooperativer Form (in Kooperation mit einem Ausb ildungsbetrieb) angeboten; aufgrund 
der Eingliederungschancen legt das Jobcenter Darmstadt s einen Schwerpunkt auf die 
kooperative Form 
- ausbildungsbegleitende Hilfen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Einstiegsqualifizierungen 
und in betrieblicher Ausbildung 
 
 
4.4.4  Migrantinnen und Migranten 
 
Nach einer Statistik des Amtes für Wirtschaft und Stadt entwicklung der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt betrug der Ausländeranteil, im November 2010 in Darmstadt lebenden Menschen 16,1 %. 
Stellen wir diesem den Anteil ausländischer Mitbürger innen und Mitbürger gegenüber, die sich zum 
gleichen Zeitpunkt im Arbeitslosengeld II Bezug des  Jobcenter Darmstadt befanden, so war dieser 
mehr als doppelt so hoch, nämlich rund 39%. Nicht erf asst in dieser Erhebung ist die Anzahl der 
Zuwanderinnen und Zuwanderer, die die deutsche Staatsbü rgerschaft besitzen. Gesagt sei, dass sich 
diese Menschen zwar im Besitz eines deutschen Passes  befinden, ihre persönliche und berufliche 
Problematik  jedoch oftmals mit der der Zielgruppe Gruppe verglichen werden kann. 
 
Allein diese Zahlen und  Fakten verdeutlichen, dass Mi grantinnen und Migranten überproportional 
mehr von Arbeitslosigkeit bedroht und betroffen sin d als andere Menschen in der Bevölkerung. Die 
Gründe hierfür sind vielfältig. Die Hauptursachen lieg en  in mangelnden Sprachkenntnissen, in

25  
 
fehlenden Schul- und Berufsausbildungen sowie in der  Nichtanerkennung ihrer in der Heimat 
erworbenen Studien- und Berufsabschlüsse.  
 
Auf diese Sachverhalte bezogen, ergeben sich für das Jo bcenter Darmstadt folgende 
Handlungsfelder: Die im Auftrag des Bundesamtes für Mi grations- und Flüchtlingshilfe 
durchgeführten Integrationskurse werden durch das Jobc enter vermittelt, das heißt die 
Arbeitslosengeld II - Empfängerinnen und Empfänger we rden beraten und verpflichtet. Da die im 
Integrationskurs erworbenen Sprachkenntnisse oftmals ni cht ausreichen um in den allgemeinen 
Arbeitsmarkt einmünden zu können, werden  zusätzlich  berufsbezogene Integrationskurse aus 
Mitteln des  Europäischen Sozialfonds angeboten. 
 
Ein besonderer Fokus wird auf das Förderprogramm „Pers pektive Berufsabschluss“ gelegt, da bei 
Menschen mit Migrationshintergrund ein hoher Nachquali fizierungsbedarf  festgestellt wurde. Das 
Programm sieht zudem umfangreiche Hilfen vor, um im D schungel der Anerkennungsverfahren 
 
professionelle Unterstützung zu erhalten – sprich um  die im Heimatland erworbenen Schul- und 
Bildungsabschlüsse anerkannt zu bekommen.  
 
Im Rahmen des oben genannten Förderprogrammes wurde 2009  von der Fachstelle „Qualifizierung 
nach Maß“ (Internationaler Bund Darmstadt e. V.) der Arb eitskreis „Strukturentwicklung von 
Weiterbildungsbegleitenden Hilfen“ gegründet. Das Jo bcenter Darmstadt ist in diesem Arbeitskreis 
regelmäßig vertreten und somit aktiv an der Weiteren twicklung und Verbesserung des Programms 
beteiligt. 
 
Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungen für Migran tinnen und Migranten stehen zur  
Verfügung um Kenntnisse und Fertigkeiten an aktuelle Arbeitsmarktbedingungen  anzupassen. Des 
Weiteren sind alle anderen Maßnahmen und Bildungsangebot e des Jobcenter Darmstadt auch für 
Menschen mit Migrationshintergrund aufgestellt und z ugänglich. Weitergehende Hilfen werden 
durch individuelle Förderungen angeboten, die sich am konkreten Bedarf des Einzelfalls ausrichten.  
 
Um die  Integration dieser Personengruppe auf breiter  Basis  zielgerecht und ganzheitlich zu 
unterstützen wurde Anfang 2007 eine Kooperationsverei nbarung mit den 
Migrationserstberatungsstellen abgeschlossen (näheres s iehe Kapitel 5 Kooperationen und  
Netzwerke). Demzufolge werden Arbeitskreise und Koo rdinationstreffen regelmäßig von 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jobcenter aufgesucht.  
 
Durch all diese Maßnahmen, sollen weitergehende wie auc h weiterreichende  Voraussetzungen für 
eine Integration dieser Menschen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt geschaffen werden. 
 
 
4.4.5  Menschen mit Schwerbehinderung 
 
Die Lebens- und Arbeitssituation von Menschen mit Be hinderung nachhaltig zu verbessern ist eine 
wichtige Aufgabe des Jobcenter Darmstadt. Hierfür wird die bewährte und erfolgreiche Kooperation 
des Jobcenter Darmstadt mit dem Integrationsfachdienst fortgesetzt. Bei Feststellung eines Reha-
Bedarfes arbeitet das Jobcenter Darmstadt eng mit den Träg ern der Rehabilitation (Agentur für 
Arbeit, Rententräger und Berufsgenossenschaften) zusammen.

26  
 
Neben dem allgemeinen Maßnahmeportfolio, das den erwerb sfähigen Leistungsberechtigten mit 
schwerer Behinderung ebenfalls offen steht und von i hnen je nach Spezifikation der Behinderung 
genutzt werden kann, bietet das Jobcenter Darmstadt noc h weitere Beratungs-, Vermittlungs- und 
Beschäftigungsmöglichkeiten an, die ausschließlich dem Personenkreis der Menschen mit 
Behinderung vorbehalten sind. 
 
Um die Integration von Menschen mit Behinderungen zu  verwirklichen, arbeitet das Jobcenter 
Darmstadt eng mit der Integis gGmbH zusammen, bei der es  sich um eine gemeinnützige 
Integrationsfirma nach § 132 Sozialgesetzbuch, Neuntes Buch (SGB IX) handelt. Die Integis gGmbH 
schafft neue, reguläre Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen und anderen Handicaps. Hinzu 
kommt der Schwerpunkt Qualifizierung,  berufliche Bildung und Ausbildung von behinderten 
Menschen – von Schülern bis über 50jährigen Menschen. 
 
Das Jobcenter Darmstadt konnte bei Integis gGmbH bereits viele Menschen mit Behinderung 
erfolgreich in eine sozialversicherungspflichtige Be schäftigung integrieren und möchte diese 
erfolgreiche Zusammenarbeit in 2011 im Sinne der Menschen mit Behinderung fortsetzen. 
 
Die Schaffung finanzieller Anreize zur Einstellung vo n Menschen mit Behinderung, insbesondere 
durch den Einsatz eines Eingliederungszuschusses, un d die gezielte Qualifizierung vor der 
Arbeitsaufnahme spielen bei der Vermittlung von Menschen mit Behinderung eine bedeutende Rolle.  
 
 
 
5.  Länderprogramme – Projektförderungen zur Umsetzung d es hessischen Ausbildungs- 
und Arbeitsmarktbudgets  
 
Das hessische Sozialministerium stellt der Wissenschaftsstadt Darmstadt auch im Jahre 2011 ein 
Budget zur Umsetzung einer kommunalen Arbeitsmarkt – und Ausbildungsstrategie zur Verfügung.  
Hierdurch werden regionale Handlungs- und Entscheidungsspielräume eröffnet. 
 
Die enge Abstimmung des kommunalen Arbeits- und Ausb ildungsprogramms mit dem 
Arbeitsmarktprogramm des Jobcenter Darmstadt spricht fü r einen gut aufgestellten 
Handlungsrahmen zur Erhöhung der Ausbildungs- und A rbeitsmarktchancen von sozial 
benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen.  Dabei  ergänzen die Länderprogramme oft die 
Maßnahmen des Jobcenter Darmstadt für eine verstärkte  Förderwirkung oder sie ermöglichen 
zusätzliche Förderungen, insbesondere von besonders  Benachteiligten am Arbeits- und 
Ausbildungsmarkt, die ansonsten nicht in dieser Int ensität unterstützt werden können. 
 
Ausbildungsbudget: 
Durch die strategisch und operativ gute Aufstellung der Jugendberufsagentur, die bundesweit als 
Modellprojekt angesehen wird, mit den Trägern Agent ur für Arbeit, Jobcenter Darmstadt und 
Wissenschaftsstadt Darmstadt ist eine wesentliche V oraussetzung für die Erhöhung der 
Ausbildungschancen für Darmstädter Jugendliche erbr acht. Die Kooperation mit der nun 
sozialraumorientiert aufgestellten Schulsozialarbeit und der stadtteilbezogenen Jugendhilfe zeigt 
darüber hinaus präventive Handlungsmöglichkeiten auf .

27  
 
In verschiedenen Projekten soll die Ausbildungsbegle itung und damit die gezielte Unterstützung 
junger Menschen zum Erwerb einer Ausbildung geförde rt werden. Neben der individuellen Hilfe 
wird ein Fokus auf Ausbildungsberufe gelegt, die ei nen Fachkräftemangel ausgleichen z. B. in der 
Pflegebranche und in Erziehungsberufen und entsprec hend durch gute Berufsaussichten 
gekennzeichnet sind. Auch hier liegt ein Schwerpunk t auf allein erziehenden jungen Müttern.  
 
Die Förderung überbetrieblicher Ausbildungsplätze is t für  diejenigen jungen Menschen, die sonst 
keine Chance auf einen betrieblichen Ausbildungspla tz haben, von besonderer Bedeutung. Eine 
gute Beratung im Vorfeld zur Berufswahl soll hier d ie Weichen stellen. 
 
Der Ausbildungsvorbereitung kommt im Jahr 2011 eine besondere Rolle zu. Hier werden 
schulmüde / schulverweigernde benachteiligte Jugend liche, teilweise mit Migrationshintergrund, 
gefördert. 
  
 
Sowohl beim Projekt „Chance 2.0“ als im IHK-Projekt „ Betriebsnahe Nachqualifizierung“ werden 
über betriebsnahe Komponenten in Form von Praktika B ezüge zum Erwerbsleben für die 
Jugendlichen greifbar. 
 
Projekt „Betriebsnahe Nachqualifizierung“ - Der schnellere Weg in die Ausbildung 
Über ein Drittel der Ausbildungsbetriebe konnte 201 0 nicht mehr alle angebotenen Lehrstellen 
besetzen, weil es an geeigneten Bewerbern und Bewerb erinnen mangelte. Mehr als ein Drittel der 
Schulabgängerinnen und Schulabgänger sucht gar nicht erst nach einem Ausbildungsplatz oder findet 
keinen im Wunschberuf und geht weiter in eine Schul e des beruflichen Bereichs. Dort werden sie 
zwar älter, aber nicht unbedingt reifer für Ausbildung . Dieses staatlich finanzierte Übergangssystem 
verursacht hohe Kosten und Betriebe finden keine Lehrlinge. 
 
Um dem entgegen zu wirken starten Industrie- und Hande lskammer Darmstadt (IHK) und 
Handwerkskammer Rhein-Main (HWK) zusammen mit der Agent ur für Arbeit Darmstadt, dem 
Jobcenter Darmstadt und der Jugendberufshilfe der Wisse nschaftsstadt Darmstadt das Projekt 
„betriebsnahe Nachqualifizierung“. Mit der betrieblich en Nachqualifizierung sollen Jugendliche, die 
noch nicht ausbildungsreif sind, durch gezielte Förd erung an die Ausbildung heran geführt werden. 
Die elfmonatige Nachqualifizierung  findet bei Bildung strägern und in Praktikumsbetrieben statt und 
damit außerhalb des Schulsystems. 
 
Betriebe,  die sich hierfür bereit erklären,  werden  von allen direkten Kosten des Praktikums 
freigestellt (Versicherungs-, Berufsgenossenschaftsb eiträge und ähnliches). Die an der 
Nachqualifizierung beteiligten Bildungsträger haben die Aufgabe Jugendlichen dabei zu helfen, vorab 
ermittelte schulische und soziale Defizite zu überwinden. 
 
Jugendliche werden vor Vermittlung in einen Praktikum sbetrieb einer Kompetenzfeststellung 
unterzogen. Ziel ist eine hohe Passgenauigkeit der P raktika. Diesen Praktika liegen auf betrieblicher 
Seite die von IHK und HWK entwickelten Qualifizierung sbausteine zu Grunde. Sie umfassen Inhalte 
eines ersten Ausbildungsjahres verschiedener Berufe u nd werden den Betrieben zu Verfügung 
gestellt. Auf diese Weise können sich die teilnehme nden Betriebe ein genaues Bild von der Eignung 
des Praktikanten für eine spätere Ausbildung machen. 
 
Betriebe, die sich am Modellversuch beteiligen woll en, müssen bereits Ausbildungserfahrung 
mitbringen und mindestens eine/n Auszubildende/n bi s zur erfolgreich abgeschlossenen Prüfung 
gebracht haben. Alle Jugendlichen, die an der Nachqualifi zierung teilnehmen und diese auch 
abschließen, erhalten über die absolvierten Qualifizierungsbausteine ein Zertifikat.

28  
 
Ziel ist es möglichst viele Jugendliche nach der Nachq ualifizierung zur Ausbildung in einem 
Praktikumsbetrieb unterzubringen. Falls dies nicht ge ht, kann eine betriebsnahe 
Einstiegsqualifizierung (EQ) die Alternative sein – allerdings nicht im gleichen Betrieb. 
 
Projekt „Chance 2.0“ - Fit für Ausbildung und Beruf (FAuB) Nachfolgeprogramm 
Mit dem FAuB-Nachfolgeprogramm soll Jugendlichen nach wi e vor die Möglichkeit gegeben werden, 
Erfahrungen in einem oder mehreren Berufsfeldern dur ch Praktika zu machen, um ihre Interessen 
und Fähigkeiten in der Praxis kennen zu lernen und zu erproben.  
 
Das Praktikum bietet Jugendlichen die Möglichkeit dur ch Zuverlässigkeit, Motivation und 
Leistungsbereitschaft Betriebe auf sich aufmerksam zu m achen und ihre Chancen auf einen 
Ausbildungs- und Arbeitsplatz deutlich zu erhöhen. B egleitend nehmen sie an theoretischem und 
berufsorientiertem Unterricht teil, der in Zusammenarbeit mit der Berufsschule durchgeführt wird. 
 
In kleinen Lerngruppen werden sie gründlich auf die externe Hauptschulabschlussprüfung 
vorbereitet. Während der gesamten Maßnahme werden sie vo n  erfahrenen Pädagoginnen und 
Pädagogen betreut und beraten. 
 
Als Zielgruppe werden hier jugendliche Schulabgänger, die keinen Ausbildungsplatz haben, keine 
weiterführende Schule besuchen, keinen oder einen s ehr schwachen Hauptschulabschluss haben, 
angesprochen. 
 
Arbeitsmarktbudget: 
Insbesondere wird ein Fokus auf die Zielgruppe der Alleinerziehenden sowie der un- und 
angelernten, gering qualifizierten Frauen und Männe r gelegt, die überproportional im SGB II und 
SGB XII vertreten sind. Dabei geht es um sozialpädago gisch begleitete Beschäftigungsprojekte, in 
denen langzeitarbeitslose Menschen, überwiegend mit  Migrationshintergrund, mit Praxisbezug 
qualifiziert werden und gleichzeitig (berufsbezogen e) Deutschkenntnisse erhalten. Die Projekte 
sind überwiegend in Soziale Stadt Gebieten veranker t und wirken daher strukturell und individuell 
fördernd.  
 
Eine weitere innovative Maßnahme „ Computer für alle“  setzt auf IT-Kompetenz (überwiegend von 
Frauen) und qualifiziert somit in einer aussichtsre ichen Branche. 
 
Die Integration suchtkranker Menschen ist ein spezi fischer wichtiger Baustein in der kommunalen 
Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, das Konzept zur Suc ht- und Drogenhilfe der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt flankiert hier zahlreiche Projekte und Ne tzwerke ergänzend zur Qualifizierung und 
Begleitung bei Arbeitsgelegenheiten mit sozialpädag ogischer Betreuung für die Zielgruppe. 
 
Der Aufbau eines Arbeitgeberservice (mit Teilnehmer /innen-Pool) für die Zielgruppe 
Alleinerziehende dient gleichzeitig der Sensibilisi erung von Arbeitgebern hinsichtlich der 
vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen der Zielgrup pe. Das Projekt passt gut in die 
kommunalen Arbeitsmarktstrategien, denn damit werden d ie Aktivitäten des Darmstädter 
Netzwerkes für Alleinerziehende mit den Angeboten d er Wiedereinsteigerinnenberatung und 
Orientierungskursen kommunaler Bildungsträger mit d en Interessen der Arbeitgeber verknüpft. 
Eine enge Kooperation mit der Wirtschaft ist deshalb  von besonderer Bedeutung, aufgrund des 
prognostizierten Fachkräftemangels ist die Zielgrupp e der Alleinerziehenden sehr gefragt. Durch 
die Kooperation mit dem lokalen Bündnis für Familie Darmstadt wird die Schaffung von 
betriebsnahen Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Notfal lkinderbetreuung und familiengerechten 
Arbeitsbedingungen thematisiert und vorangebracht.

29  
 
Mit dem Einsatz von Mitteln aus dem Arbeitsmarktbudg et in die Arbeit der städtischen 
Schuldnerberatung wird gewährleistet, dass ganzheitl iche Beratung im Kontext von Überschuldung 
gewährleistet werden kann. Über 40 Prozent der Ratsu chenden in der Schuldnerberatung sind im 
Leistungsbezug, darunter überproportional viele Alle inerziehende. Die psychosoziale 
Beratungsdimension bei überschuldeten Haushalten zur  Stabilisierung und Entwicklung von 
(neuen) Berufsperspektiven muss auch weiterhin stark  im Fokus der Schuldnerberatung liegen.  
 
Neben den über das Ausbildungs- und Arbeitsmarktbud get geförderten Projekten werden 
zahlreiche Maßnahmen in Darmstadt – kommunal kofinan ziert – seit vielen Jahren umgesetzt. So 
beteiligt sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt an zahlreichen Förderprogrammen, um auf 
kommunale Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt reagiere n und vorausschauend konzipieren zu 
können. Dabei spielt die Verknüpfung von Wirtschaft spolitik, Jugendpolitik (SGB VIII), Sozialpolitik 
(SGB XII), Gleichstellungs-  und Integrationspoliti k eine besondere Bedeutung.  
 
 
 
6.  Kooperationen und Netzwerke  
 
Ein Kriterium für erfolgreiche Vermittlungsarbeit un d nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt 
sind gut funktionierende Netzwerke sowie eine enge Kooperation mit den lokalen Akteuren im 
arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Umfeld. Das Jobcent er Darmstadt hat sich in den letzten Jahren 
ein umfassendes lokales Netzwerk aufgebaut und kooperie rt mit einer Vielzahl an kommunalen 
Einrichtungen sowie mit externen Organisationen und f reien Trägern. Die Form der Kooperation 
variiert dabei: während in einigen Fällen formelle Koope rationsvereinbarungen bestehen, ist die 
Kooperation in anderen Fällen auf der langjährigen Zusammenarbeit gegründet. 
 
Das Fallmanagement im Rechtskreis SGB II wird häufig mit P roblemen konfrontiert, die nicht direkt 
arbeitsmarktbezogen sind, sondern in den persönlichen  Verhältnissen des Betroffenen liegen. Dazu 
gehören  beispielsweise Suchtmittelauffälligkeit, Übe rschuldung, familiäre Konfliktlagen, fehlende 
Kinderbetreuung, drohender Wohnungsverlust usw. Die  betroffenen Menschen sind häufig nicht 
fähig, eigene Bewältigungsstrategien zu entwickeln und  selbst ein Unterstützungsnetzwerk 
aufzubauen. Im Bereich der vorgenannten Kommunalen Eingl iederungsleisten gemäß § 16a SGB II 
wurden Kooperationsvereinbarung mit folgenden Stellen geschlossen: 
 
- Koordinierungsstelle Kinderbetreuung  des Amtes für Familie, Kinderbetreuung und Sport 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Kinderbetreuung) 
- Schuldner- und Insolvenzberatung  des Amtes für Soziales und Prävention der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (Schuldnerberatung) 
- Städtischer Sozialdienst des Jugendamtes der Wissenschaftsstadt Darmstadt (psycho soziale 
Beratung) 
- Caritasverband Darmstadt e. V. (Suchtberatung)  
 
Der Anteil der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Menschen mit Migrationshintergrund liegt beim 
Jobcenter Darmstadt bei rund 39 % 9. Folglich sind Menschen mit Migrationshintergrund e ine 
                                                 
9 Quelle: Kreisreport Dezember 2010, vorläufiger Stand; revidierte Daten stehen erst mit einer Wartezeit von 3 Monaten zur 
Verfügung

30  
 
Zielgruppe des Jobcenter Darmstadt, deren  Hauptvermittlungshemmnisse mangelnde 
Sprachkenntnisse und fehlende Schulabschlüsse oder be rufliche Qualifikationen sind. Um die 
Integration von Menschen mit Migrationshintergrund op timal zu gestalten und die Hilfsangebote 
zielgerichtet und transparent zu organisieren, wurde be reits 2006 mit den Darmstädter 
Migrationserstberatungsstellen  (Caritasverband e. V., Deutsches Rotes Kreuz Darmstad t-Stadt e. V., 
Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg e. V. und Jugendmig rationsdienst Internationaler Bund e. V.) 
eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.  
 
Um ein ganzheitlich organisiertes und institutionell  abgestimmtes Informations-, Qualifizierungs-, 
Beratungs- und Begleitungsangebot für Jugendliche und  junge Erwachsene anbieten zu können 
wurde in Darmstadt die Jugendberufsagentur gegründet. Die Jugendberufsagentur  Darmstadt ist die 
gemeinsame Anlauf- und Beratungsstelle zur beruflichen  Integration Jugendlicher und junger 
Erwachsener in Darmstadt. Kooperationspartner des Jobcenter Darmstadt sind die Agentur für Arbeit 
Darmstadt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Unter dem Dach der Jugendberufsagentur sind 
das Team U25 der Agentur für Arbeit Darmstadt, die Jugen dberufshilfe der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und das Team U25 des Jobcenter Darmstadt an einem g emeinsamen Standort 
zusammengeführt.  
 
Um Arbeitgeber mit allen Dienstleistungen und Auskün ften zum Kräfte- und Förderangebot aus den 
Rechtskreisen SGB II und SGB III gleichmäßig bediene n zu können, betreiben die Agentur für Arbeit 
Darmstadt und das Jobcenter Darmstadt einen gemeinsamen Arbeitgeberservice . Diese Kooperation 
soll eine einheitliche und reibungslose Zusammenarbe it zwischen Agentur für Arbeit und dem 
Jobcenter mit den Arbeitgebern sicherstellen. Ziel d ieser Zusammenarbeit ist die passgenaue, 
zeitnahe und dauerhafte Integration aller  Arbeitslosen in den 1. Arbeitsmarkt.  
 
Neben den vorgenannten Kooperationen ist das Jobcenter Darmstadt Mitglied in diversen 
Netzwerken (u. a. Netzwerk berufliche Nachqualifizierung in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis 
Darmstadt-Dieburg sowie dem Kompetenznetz Gründungsber atung Darmstadt Rhein-Main-Neckar), 
Arbeitskreisen (u. a. Arbeitskreis Migration und Sozi ales), Fachtagen (u. a. Fachkonferenz 
Wohnungslosenhilfe) und Ausschüssen (u. a. Jugendhil feausschuss der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt).  
 
Für die berufliche Integration von Leistungsberechtigten nach dem SGB II ist vorrangig das Jobcenter 
Darmstadt zuständig. Um die Chancen einer nachhaltigen Integration zu erhöhen, bedarf es jedoch in 
der Regel zusätzlicher Anstrengungen, insbesondere e iner Zusammenarbeit mit Dritten , da es 
gemeinsame fachliche Berührungspunkte gibt. Für die  gemeinsame Aufgabenerledigung an 
Schnittstellen gibt es Verfahrensabsprachen mit folgenden Stellen, um einen reibungslosen Ablauf im 
Sinne der Leistungsberechtigten zu ermöglichen: 
 
- Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Integrationskurse) 
- Fachdienst für besondere soziale Schwierigkeiten des Amtes für Soziales und Prävention 
(Obdachlose und Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten) 
- Integrationsdienst (Menschen mit Schwerbehinderung)  
- Amt für Wohnungswesen (Wohnungssicherung) 
- Agentur für Arbeit (Rehabilitation – Teilhabe am Arbeitsleben)

31  
 
Im Netzwerk „Lokale Bündnisse für Familie“ Darmstadt engagieren sich verschiedene Akteure aus  
Wirtschaft, freie und öffentliche Träger, Vereine, Ki rchen, sonstige Initiativen, Agentur für Arbeit 
Darmstadt und Wissenschaftsstadt Darmstadt in verschiedenen  Handlungsfeldern. Seit 2011 gehört 
auch das Jobcenter Darmstadt diesem Netzwerk an. Kernthem en sind die Vereinbarkeit von Familie 
und Beruf, Kinderbetreuung, unterstützende familien freundliche Infrastruktur sowie zunehmend 
auch die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege.  
 
 
 
7.  Gleichstellung von Frauen und Männern  
 
Das SGB II beinhaltet mehrere gleichstellungspolitisc he Vorgaben. Demnach ist der Grundsatz des 
Gender Mainstreamings in den Leistungen der Grundsic herung für Arbeitsuchende zu beachten. Die 
Gleichstellung von Männern und Frauen ist als durchgängiges Prinzip zu verfolgen und die Leistungen 
nach dem SGB II sind darauf auszurichten, dass geschlech tsspezifische Nachteile von erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten entgegengewirkt wird. Das Jobcenter Darmstadt berücksichtigt unter anderen 
die familienspezifischen Lebensverhältnisse der Leist ungsberechtigten, die Kinder erziehen oder 
pflegebedürftigen Angehörige betreuen.  
 
Im vergangenen Jahr legte das Jobcenter Darmstadt erstmals einen „Gleichstellungsreport“ für das 
Jahr 2009 vor, der dokumentiert, wie das Jobcenter Darmst adt die Gleichberechtigung von Frauen 
und Männern sowohl im Innen-, als auch Außenverhältnis effektiv fördert und die gesamte Arbeit am 
Leitprinzip der Gleichstellung von Frauen und Männern  orientiert. Künftig wird jährlich ein 
„Gleichstellungsreport“ herausgegeben und ein Gleichstellungskonzept erstellt.   
 
Dem Jobcenter Darmstadt kommt bei der Förderung von Chan cengleichheit von Frauen und 
Männern eine besondere Bedeutung zu, die es ab 2011 i n doppelter Weise wahrnimmt. Es gilt, die 
Chancengleichheit von Frauen und Männern im Rahmen der  Grundsicherung für Arbeitsuchende 
ebenso zu fördern, wie die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der eigenen Organisation. Diese 
Aufgaben werden in allen Jobcentern ab 2011 getrennt wahrgenommen, 
 
- nach innen durch eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n 
- nach außen durch eine Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) 
 
 
Gleichstellung im Innenverhältnis  
Das Jobcenter hat einen hohen Frauenanteil bei den Mitar beiterinnen und Mitarbeitern (67 %). Im 
Bereich der Führungskräfte liegt der Frauenanteil bei 66 %. Teilzeitbeschäftigungen werden nach den 
Erfordernissen der Beschäftigten ermöglicht; der Ant eil von Teilzeitbeschäftigungen belief sich im 
Jahr 2010 auf ca. 23 %. Um die Vereinbarkeit von Beruf u nd Familienleben zu ermöglichen, werden 
für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zusammenarb eit mit den Personalstellen der beiden 
Träger des Jobcenter Darmstadt flexible Arbeitszeitregelu ngen getroffen. Die geltende 
Gleitzeitregelung ermöglicht zudem einen familienger echten Arbeitsbeginn und ein 
familiengerechtes Arbeitsende. Bei der Urlaubsplanung wird die Familienbetreuung mit oberster 
Priorität berücksichtigt. 
 Besprechungen oder Schulungen werden in der Regel s o angesetzt, dass 
auch die Teilzeitkräfte daran teilnehmen können.

32  
 
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach Beendig ung der Elternzeit zurückkehren, werden die 
Arbeitsplätze von der Art der Arbeit, der Vergütung und wenn möglich und gewünscht im vorherigen 
Team erhalten; auch bei einer Rückkehr in Teilzeit.  
 
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit im Jobcenter Darmstadt steht, 
bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen, die alternierende Telearbeit offen, den Beschäftigten der 
Stadtverwaltung die Angebote im Rahmen des „audit berufundfamilie“.  
 
In diesem Kontext wurde Ende August 2010 zwischen d er Stadtverwaltung und dem Personalrat der 
Stadtverwaltung eine Dienstvereinbarung zur Erprobung der Telearbeit in der Stadtverwaltung 
abgeschlossen. Zeitgleich erfolgte eine Ausschreibun g für ein Pilotprojekt in dessen Rahmen sich 
interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerb en konnten. Die Laufzeit des Pilotprojektes 
mit zehn Beschäftigten beträgt ein Jahr. Nach der Testph ase soll diese Arbeitsform sukzessive als 
mögliche Option für alle Beschäftigten der Stadtverwaltu ng eingeführt werden. Somit steht auch 
kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jobcent er Darmstadt künftig, bei Erfüllung 
bestimmter Voraussetzungen, Telearbeit offen.  
 
In der Vergangenheit waren für die Mitarbeiterinnen der  Bundesagentur für Arbeit die 
Gleichstellungsbeauftragten der Agentur für Arbeit Dar mstadt zuständig bzw. für die kommunalen 
Mitarbeiterinnen die Frauenbeauftragte der Wissenschafts stadt Darmstadt. Die Wahlen zur ersten 
Gleichstellungsbeauftragten des Jobcenter Darmstadt finden im ersten Quartal 2011 statt.  
 
 
Gleichstellung im Außenverhältnis  
Der Zugang zu den Fördermaßnahmen des Jobcenter Darmstadt steht grundsätzlich allen Frauen und 
Männern gleichermaßen offen. Dennoch gibt es sowohl frauen-, als auch männerspezifische 
Maßnahmen. Hierbei wird versucht den spezifischen Anf orderungen des jeweiligen Geschlechts 
gerecht zu werden.  
 
Für Frauen geht es vorrangig um 
- den Zugang zu Vermittlung in sozialversicherte und existenzsichernde Arbeit 
- die Bereitstellung von Infrastrukturleistungen, wie Kinderbetreuung und Pflegeunterstützung 
- die Berücksichtigung der unterschiedlichen Mobilitätsbedingungen von Frauen und Männern 
- die Berücksichtigung der zeitlichen Flexibilitätsbedar fe (z. B. auch beim Bedarf nach 
Qualifizierungsangeboten in Teilzeit). 
 
Maßnahmen, die für beide Geschlechter zugänglich sind,  werden auch in Bezug auf beide 
Geschlechter ausgeschrieben und der Gleichstellungsaspekt wird hierbei immer berücksichtigt. Jeder 
Bildungsträger verpflichtet sich im Rahmen der Aussch reibung und der späteren Durchführung der 
Maßnahme „die Strategie des Gender-Mainstreaming, die Beachtung der unterschiedlichen 
Lebenssituation und Interessen von Frauen und Männern , von vorneherein und regelmäßig bei der 
Durchführung des Auftrages zu berücksichtigen“ 
10 . 
 
                                                 
10  Auszug aus den Verdingungsunterlagen, der bei jeder Maßnahme mit aufgeführt ist

33  
 
Das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember 2007 di e Leistungserbringung des SGB II durch 
Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) als eine unzulässige For m der Mischverwaltung gesehen und dem 
Gesetzgeber aufgegeben, bis zum 31. Dezember 2010 ein en verfassungskonformen Zustand 
herzustellen.  Im Rahmen der notwendigen organisatoris chen Weiterentwicklung der 
Grundsicherung für Arbeitssuchende im Nachzugang zu d iesem Urteil, hat der Gesetzgeber 
entschieden, dass die Jobcenter ab 2011 eine Beauftragt e für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt / 
einen Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) bestellen müssen. Für die Funktion 
der / des BCA erfolgte keine gesonderte Zuteilung e iner Stelle, vielmehr war diese aus dem Kreis der 
Beschäftigten des Jobcenters zu ermitteln. Um allen int eressierten Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihr Interesse  zu bekunden, wurde ein 
Interessensbekundungsverfahren durchgeführt. Am 14.01.2011 hat die Trägerversammlung Frau Elke 
Jokisch zur Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Darmstadt bestellt.  
 
Zu den Aufgaben der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Darmstadt 
zählt: 
 
- die Beratung von Führungs- und Fachkräften sowie extern en Partnern zur Förderung der 
Chancengleichheit 
- die Mitwirkung bei der Aufstellung des Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramms des 
Jobcenter Darmstadt 
- die Analyse und Bewertung von geschlechtsspezifische n Daten zum Ausbildungs- und 
Arbeitsmarkt  
- die Planung, Entwicklung und Realisierung von Konzept en und Maßnahmen zur Förderung 
der Chancengleichheit ( z. B. Projekte, Fortbildungen etc.) 
- die Vertretung des Jobcenter Darmstadt in lokalen Netzwerken 
 
Ein wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeit der Beauftrag ten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist 
die Förderung von Alleinerziehenden. Hierfür überni mmt sie eine Koordinierungsfunktion und 
arbeitet aktiv in vorhandenen Steuerungsgruppen mit. D arüber hinaus hat sie ein Informations-, 
Beratungs- und Vorschlagsrecht in Fragen, die Auswirku ngen auf die Chancengleichheit von Frauen 
und Männern haben.

34  
 
 Anlage Integrations- und Arbeitsmarktprogramm 2011 Jobcenter Darmstadt: Bildungszielplanung 
 
Jobcenter Darmstadt - FbW Bildungszielplanung 2011 
Bildungsziel  Qualifizierungsinhalte  Berufs -
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer 
(DKZ)  
Anzahl                                               
Bildungs- 
gutscheine  
 
 
Unterrichts - 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend  
max. 
Dauer 
Monate  
mit Bildungsabschluss          
Altenpfleger/in  lt. Rahmenlehrplan  8614-902 5 VZ 36 
Altenpflegehelfer/in  lt. Rahmenlehrplan  8614-900 5 VZ 12 
Vorbereitungskurs 
auf die 
kaufmännische 
Externenprüfung 
(IHK) 
Inhalte entsprechend IHK 
Rahmenplan 
7810-100 5 VZ 6 
betriebliche 
Einzelumschulungen  
    10  VZ 24 
sonstige Bildungsziele          
gewerblicher Bereich (Lager / Logistik / Sicherheit / Gastronomie)      
Fachkraft 
Luftfrachtlagerlogistik 
(Air Cargo Handling 
Specialist) 
Lagerkenntnisse für den 
Luftfrachtbereich, inklusive 
Praktikum bzw. 
fachpraktischer 
Unterweisung 
7444-101 10  VZ 3

35  
 
 
Bildungsziel 
 
Qualifizierungsinhalte 
 
Berufs-
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer 
(DKZ) 
 
Anzahl                 
Bildungsgut-
scheine 
 
 
Unterrichts- 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend 
 
max. 
Dauer 
Monate 
sonstige Bildungsziele          
gewerblicher Bereich (Lager / Logistik / Sicherheit / Gastronomie)      
Vorbereitung auf 
Sachkundenprüfung  
nach §34a GewO 
Öffentliches Recht,  
Bürgerliches Gesetzbuch 
BGB, Straf- und 
Verfahrensrecht,  
Umgang mit Menschen, 
Umgang mit 
Verteidigungswaffen, Erste 
Hilfe, Vorbereitung zur 
Prüfung nach §34a GewO. 
Sachkundenprüfung bei IHK  
 
7911-106 10  VZ bis zu 2 
Monaten 
 modulare Fortbildung 
im Bereich 
Lagerlogistik 
EDV, Materialwirtschaft, 
Lagerhaltung/Standort-
/Lagerplanung, 
Verpackungen, Logistik + 
Beschaffung, Versand, 
Lagerverwaltung + 
Bestandtskontrolle… 
7410-904 20  VZ bis zu 2 
Mon. 
Gabelstapler - 
ausbildung   
theoretische und praktische 
Fahrerausbildung mit 
Fahrtraining 
 
 
7140-100 20  VZ bis zu 1 
Woche 
gewerblich -
technischer Bereich 
Teilqualifizierungen im 
Bereich Holz, Metall, Elektro, 
Farbe  
9832-100 20  VZ je nach 
Modul bis 
zu 6 Mon. 
modulare 
Schweißerausbildung 
Gas-oder Lichtbogenhand-
oder Schutzgasschweißen 
nach entsprechend DVS 
Richtlinien, praktische 
Übungen 
 
 
2410-119 5 VZ 3

36  
 
 
Bildungsziel 
 
Qualifizierungsinhalte 
 
Berufs-
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer 
(DKZ) 
 
Anzahl                             
Bildungsgut-
scheine 
 
 
Unterrichts- 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend 
 
max. 
Dauer 
Monate 
Qualifizierung 
Hauswirtschaft / 
Küche / Gastronomie 
Teilqualifizierung im Bereich 
Küche / Gastro / Reinigung / 
Hauswirtschaft 
9832-100 5   je nach 
Modul bis 
zu 6 Mon. 
Fahrerausbildung                     
EU Kraftfahrer Klasse 
C, CE  
theoretische und praktische 
Fahrerausbildung inklusive 
Gefahrgut, 
Ladungssicherung und 
Gabelstapler 
7140-100 5 VZ 5 
Fahrerausbildung 
Güter- und 
Personenverkehr 
theoretische und praktische 
Fahrerausbildung mit 
beschleunigter 
Grundqualifizierung C,CE, D 
und DE inklusive 
Ladungssicherung 
7140-100 5 VZ 4 
kaufmännischer Bereich / Akademiker          
Englisch für den 
Beruf 
 
modulare Qualifizierung 
(Level 1-8 möglich) 
 
6811-107 10  VZ je nach 
Modul bis 
zu 6 Mon. 
 
Luftfrachtsachbearbei 
ter       (Aircargo 
Assistant) 
kaufmännisches 
Basiswissen, Grundlagen 
Spedition-Logistik-
Transportwirtschaft, 
Luftfrachtmarkt und 
Luftfrachtverkehr, 
Grundlagen anderer 
Verkehrsträger (Seefracht, 
LKW, Eisenbahn), 
Grundlagen Englisch im 
Luftfrachtgeschäft, EDV 
(Word, Excel) 
7016-101 10  VZ 5 
modulare 
kaufmännische 
Weiterbildung 
Finanzbuchhaltung, 
Personalwesen, EDV, SAP, 
Wirtschaftsenglisch -
individuelle Trainingspläne 
nach Bedarf 
7720-101 20 VZ o.TZ je nach 
Modul bis 
zu 6 Mon.

37  
 
 
Bildungsziel 
 
Qualifizierungsinhalte 
 
Berufs-
ordnung 
(BO) / 
Kenn-
ziffer 
(DKZ) 
 
Anzahl                                               
Bildungsgut-
scheine 
 
 
Unterrichts- 
form 
Vollzeit / 
Teilzeit / 
berufsbe- 
gleitend 
 
max. 
Dauer 
Monate 
CAD        Modulares System: 
AutoCAD 2D/3D, CATIA V5, 
Nementschek-AllplanFT, 
C++, Visual C++.net, Java, 
Webdesign mit Flash, 
Actionscript 
6359-105 10  VZ je nach 
Modul bis 
zu 4 Mon. 
modulare IT 
Anpassungsqualifzier 
ungen 
je nach individuellem 
Kenntnisstand und Bedarf  
7744-114 5 VZ 6 
ECDL - Europäischer 
Computer- 
führerschein 
Grundlagen, 
Betriebssysteme, 
Textverarbeitung mit MS 
Word , Tabellenkalkulation 
mit MS Excel , Datenbanken 
mit MS Access, Grafik und 
Präsentation mit MS 
PowerPoint, Informations- 
und Kommunikationsnetze 
7810-116 10  VZ/TZ je nach 
Träger 
bis zu 2 
bzw. 3 
Monaten 
sozialer Bereich            
Alltagsbegleiter/in 
dementer alter 
Menschen  
Betreuungsservice, 
haushaltsnahe 
Dienstleistungen, 
Hauswirtschaft, Ernährung, 
inklusive 4 Wochen 
Praktikum 
8614-101 10  VZ o.TZ 6 bzw. 8 
Monate 
sonstige 
Bildungsziele 
          
Fortbildungen im 
Einzelfall 
(insbesondere mit 
Einstellungszusage 
oder zum 
nachträglichen 
Erwerb des 
Hauptschulabschluss 
es) 
    15

Beratungsverlauf (2)

TOP 2
TOP 320

Orte (1)

  • Groß-Gerauer Weg 3

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2011/0250
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.06.2011
Erstellt
29.09.2026 00:00