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0289/2022

Schriftliche Anfrage des Ausschussmitgliedes Herrn Stodden zur Römischen Stadtmauer

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 26.01.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 08.03.2022, TOP 10.12

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

8569 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4512 
 
Vorlagen-Nummer  26.01.2022 
 0289/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 08.03.2022 
 
Schriftliche Anfrage des Ausschussmitgliedes Herrn Stodden zur Römischen Stadtmauer 
Anfrage von UP Stodden vom 24.1.2022 vor dem Hintergrund des Dringlichkeitsantrags 
AN/1914/2021 und der Vorlage 3852/2021 mit Freigabedatum 07.01.2022 zur statischen Siche-
rung der Ausbauchung am Römerturm an der Zeughausstraße 13 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
1. Wann hat die Verwaltung mit den Planungen zu einer Sanierung des Römerturms begonnen, 
welche Sanierungsmaßnahmen sind konkret beabsichtigt und wie ist der aktuelle konkrete Sachstand 
der Sanierungsplanung und Beauftragung?  
Aufgrund witterungs- und umweltbedingter Schäden am Römerturm hat der Förderverein Römische 
Stadtmauer Köln e. V. 2018 in enger Abstimmung mit dem Stadtkonservator und dem Römisch-
Germanischen Museum der Stadt Köln, denen gemeinsam die fachliche Zuständigkeit zum Boden-
denkmal obliegt, eine umfängliche Bestandserfassung veranlasst und darauf aufbauend eine Ausfüh-
rungsplanung für die dringend erforderlichen Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen beauf-
tragt (Untersuchungszeitraum Oktober 2018 bis Dezember 2019). In die Maßnahme waren auch die 
Bezirksregierung als Obere Denkmalbehörde und das Amt für Denkmalpflege im Rheinland einge-
bunden. 
Im Rahmen dieser Schadensbilderfassung wurde eine 15 bis 20 Quadratmeter große Ausbauchung 
des Römerturms festgestellt, die auf eine Ablösung des äußeren Schalmauerwerks vom inneren 
Gussmauerkern zurückgeht. Das erste statische Gutachten stammt vom  27.01.2020. In Abstimmung 
mit Dezernat VII fand darauf eine Presseveranstaltung vor Ort statt. Für eine statische Sicherung der 
Ausbeulung werden rund 90 Mikroanker benötigt (siehe Vorlage 3852/2021, die am 25.1.2022 vor 
dem Ausschuss für Kunst und Kultur behandelt wird). Nach voraussichtlicher Entscheidung des Rates 
am 03.02.2022 wird das Ausschreibungsverfahren durch die Gebäudewirtschaft erfolgen, so dass 
Ende Frühjahr/Anfang Sommer 2022 mit der Sicherungsmaßnahme begonnen werden kann. Unter 
dieser zeitlichen Voraussetzung wird die statische Sicherung der Ausbauchung voraussichtlich in den 
frostfreien Monaten des Jahres abgeschlossen.  
Erst danach wird die dringend erforderliche Gesamtsanierung des Römerturmes möglich sein. Auf-
grund einer Kostenermittlung des Fördervereins Römische Stadtmauer Köln e. V. in enger Abstim-
mung mit dem Stadtkonservator und dem Römisch-Germanischen Museum werden für die Steinres-
taurierung und die Sanierung des Fugenbildes rund 1.000.000 Euro veranschlagt. Die Klempnerarbei-
ten werden auf 30.000 Euro geschätzt. Für die Gesamtsanierung des Römerturms nach der stati-
schen Sicherung der Ausbeulung ist ein Zeitraum von 3 Jahren notwendig. Die genannte Kostenkal-
kulation ist von der Verwaltung noch nicht abschließend verifiziert worden, worauf der Beigeordnete 
Herr Charles in der vorangegangenen Sitzung des Ausschusses für Kunst und Kultur verwiesen hat.  
Ab 2023 ist an eine Schwerpunktförderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz für den Rö-
merturm gedacht, die sich bereits finanziell an der Sachverhaltsermittlung beteiligt hat. Antragsteller 
ist wiederum der Förderverein Römische Stadtmauer Köln e. V., der bei der Stiftung antragsberechtigt 
ist. Voraussetzung für die Drittmitteleinwerbung ist der Eigenanteil der Stadt Köln für die Gesamtsa-

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nierung des Römerturms.    
2. Hat die Verwaltung Kenntnis von weiteren Schäden an den übrigen Resten der Stadtmauer, 
wann wurden diese Schäden festgestellt und gegebenenfalls durch wen gesichert?  
Die BV 1 wurde bereits 2012 zum Zustand der römischen Stadtmauer vom Römisch-Germanischen 
Museum informiert, der Ausschuss für Kunst und Kultur unter anderem ausführlich am 08.11.2016 
(AN/1768/2016). Letztlich hat sich vor diesem Hintergrund die Berichterstattung von Frau Prof. Dr. 
Schock-Werner im Kölner Stadtanzeiger entwickelt. In deren Folge wurde wiederum der Förderverein 
Römische Stadtmauer Köln e. V. 2017 unter der Schirmherrschaft von Frau Oberbürgermeisterin Re-
ker gegründet.  
Für die Sanierung des circa 87 Meter langen Teilstücks der römischen Stadtmauer an der Zeughaus-
straße wurden aus Eigenmitteln des Fördervereins 62.248 Euro verausgabt. Die Sanierungsmaß-
nahme fand in enger Abstimmung mit dem Römisch-Germanischen Museum statt und wurde in der 
zweiten Jahreshälfte 2018 durchgeführt und abgeschlossen.  
Als Grundlage für eine dringend erforderliche Sanierung des rund 76 m langen Teilstücks der römi-
schen Stadtmauer am Mühlenbach wurde in Zusammenarbeit mit VV/5 ein umfangreiches statisches 
Gutachten am 24.04.2015 eingeholt. Die damals nur grob kalkulierten Baukosten in der Höhe von 
1.000.000 Euro wurden dem Ausschuss Kunst und Kultur am 08.11.2016 mitgeteilt (siehe oben).  
Auf der Grundlage von weiteren Fundamenterkundungen und der vollständigen Freilegung der Mau-
erkrone am Mühlenbach durch das Team des Römisch-Germanischen Museums konnte zur weiteren 
Planung der Sanierungsmaßnahmen ein statisch-konstruktives Instandsetzungskonzept am 
13.01.2022 vom Förderverein Römische Stadtmauer Köln e. V. eingeholt werden.  
Das Gesamtvolumen für die Sanierung des Mauerabschnitts am Mühlenbach liegt derzeit bei mindes-
tens 2.000.000 Euro brutto. Der Förderverein Römische Stadtmauer Köln e. V. konnte in enger Ab-
stimmung mit dem Römisch-Germanischen Museum bereits 400.000 Euro an Bundesmitteln, 200.000 
Euro an Landesmitteln (Denkmalfördermittel) und 250.000 Euro aus Mitteln der NRW-Stiftung ein-
werben. Für die Bereitstellung der Mittel der NRW-Stiftung ist ein städtischer Anteil von 250.000 Euro 
brutto notwendig. 
 
3. Welche Sanierungsmaßnahmen sind zur Behebung dieser Schäden notwendig, welcher Zeit-
plan ist hierfür beabsichtigt und wie ist der aktuelle konkrete Sachstand der jeweiligen Sanierungspla-
nung und Beauftragung?  
Nach Ausführung von zwei Mustersanierungsachsen an der Stadtmauer Mühlenbach im laufenden 
Jahr 2022 im Auftrag des Fördervereins Römische Stadtmauer Köln e. V. und in enger Abstimmung 
mit dem Römisch-Germanischen Museum können die weiteren Sanierungskosten weiter konkretisiert 
werden. Erst auf dieser Grundlage sind die zeitlichen Parameter genauer zu fassen.  
 
Erläuternde Informationen zum Hintergrund: 
Die Probleme mit der Pflege ortsfester Bodendenkmäler im Stadtgebiet Köln, von denen aktuell ca. 
100 in die Denkmalliste eingetragen sind, reichen bis in die Anfänge des Denkmalschutzgesetzes NW 
im Jahr 1980 zurück. 
Gemäß Denkmalschutzgesetz NW obliegen die Pflege und der Unterhalt der Bodendenkmäler der 
Eigentümerin / dem Eigentümer, in vielen Fällen insofern der Stadt Köln. 
Die fachliche Zuständigkeit liegt beim Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln, zum Teil auch 
gemeinsam mit dem Stadtkonservator. 
Ideen zur Verbesserung gab es in der Vergangenheit immer wieder. Sie reichen bis in die 1990er 
Jahre zurück, sind aber letztlich umfänglich nicht umgesetzt worden.  
Grund für die mangelnde Pflege sind nicht auskömmliche finanzielle Mittel und eklatanter Personal-
mangel. 
Das Römisch-Germanische Museum kann mit dem ihm zur Verfügung stehenden Fachpersonal (zwei 
Steinrestaurator*Innen), die auch für mehrere tausend beweglicher Steindenkmäler in den Sammlun-
gen des Museums zuständig sind, nur begrenzte Maßnahmen durchführen. 
In diesem Zusammenhang wurden beispielsweise auch über Denkmalfördermittel des Landes NW 
konservatorische Maßnahmen am Helenenturm, am Lysolphturm, an Sarkophagen bei St. Maria im 
Kapitol oder auf dem Südfriedhof vom Römisch-Germanischen Museum unternommen. Auch Vanda-
lismus und Belastungen durch Emissionen führen zu wiederkehrendem Betreuungsaufwand. 
Angesichts der Problemlage gab es seit längerem Ideen zur Gründung einer Art Bürgerstiftung oder 
eines Vereines. Dies ist durch die Gründung des Vereins „Römische Stadtmauer Köln e.V.“, der auf 
Initiative des Römisch-Germanischen Museums ins Leben gerufen wurde, gelungen.

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Dank des hochkarätig besetzten Vorstandes unter Leitung von Frau Prof. Dr. Schock-Werner und der 
Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin sowie des sachkundigen Beirates konnten bereits Spen-
den und Fördermittel in siebenstelliger Höhe generiert werden. Fördermittelgeber sind unter anderem 
die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die NRW-Stiftung, die nur Vereine und private Träger för-
dern. 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

08.03.2022 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 10.12 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
0289/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
26.01.2022
Erstellt
24.01.2022 15:55