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AN/0240/2020

Antrag zur Ächtung des N*Wortes

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 18.02.2020

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 03.03.2020, TOP 6.2

Herr Abeke - Antrag zur Ächtung des NWortes

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Herr Abeke - Antrag zur Ächtung des NWortes

3845 Zeichen

Bündnis 14/Afrika         17.02.2020 
Eli Abeke 
 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
Herrn Tayfun Keltek 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
 
 
Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 03.03.2020 
 
 
Antrag zur Ächtung des N*Wortes 1 - AN/0240/2020 
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
es wird gebeten den nachfolgenden Antrag im Integrationsrat zur Abstimmung vorzulegen.  
Der Integrationsrat bittet den Rat, in Anerkennung der aktuellen UN-Dekade für Menschen 
afrikanischer Herkunft, der Diskussion eines Urteils des Landesverfassungsgerichtes Meck-
lenburg-Vorpommern zur die Nutzung des N*Wortes 2, sowie der aktuellen Diskussion zu 
kolonialen Klischees und rassistischen Stereotypen in Köln 3, folgendes zu beschließen:  
Beschluss: 
Der Rat  
1. bittet die Verwaltung die Ziele der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft in 
Köln umzusetzen und insbesondere anzuerkennen, dass jegliche Verwendung des 
N*Wortes rassistisch ist, 
2. setzt sich dafür ein, dass jegliche Verwendung des N*Wortes in der Stadt Köln bekämpft 
wird, um Schwarzen Menschen und PoC ein friedvolles und diskriminierungsfreies Leben 
in Köln zu ermöglichen, 
3. bittet die Verwaltung, zur Weiterentwicklung der Kölner Städtepartnerschaften, den Vor-
schlag für eine Partnerschaft mit einer Stadt südlich der Sahara zur Entscheidung vorzu-
legen. 
 
                                                 
1 Mit N*Wort wird der rassistische Begriff ‚Neger‘  umschrieben 
2 Gerichtsurteil Landesverfassungsgericht Mecklenburg -Vorpommern 19.12.2019: https://www.mv-
justiz.de/static/MVJ/Gerichte/Landesverfassungsgericht/Entscheidungen/2019/1%20 -
%2019%20Urteil%2019.12.2019.pdf   
3 Bericht im KStA am 14.2.2020: https://www.ksta.de/koeln/rassismus -debatte-koelner-konditorei-verkauft-
schwarzes -gebaeck-mit-knochen-im-haar-36242224  
und am 17.02.2020: https://www.ksta.de/koeln/kann -gebaeck-rassistisch-sein--das-problem-mit-den-koelner--
mohrenkoepfen --36247964

Begründung: 
Das N*Wort wird von vielen schwarzen Menschen und PoC mit Leid, Diskriminierung, Ge-
walt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden. Mit dem N*Wort sind eine Vielzahl von 
rassistischen Stereotypen verbunden. Diese Stereotypen umfassen Sexualrepression, wie 
Triebhaftigkeit und Naturhaftigkeit, Kulturlosigkeit, Viktimisierung, Infantilisierung sowie Ent-
fremdung (Othering) und führen zu Ohnmachtserfahrungen und psychischen Folgen.  
Als europäisches Konstrukt der Kolonialzeit, wurde es verwendet um eine rassistischen Un-
terscheidung herzustellen, Machtverhältnisse zu untermauern und unterdrückende Struktu-
ren zu festigen. Diese Erfahrungen sind auch weiterhin im Bewusstsein verankert. Auch 
wenn in der jüngeren Zeit vermehrt das N*Wort in satirischen oder komödiantischen Kontex-
ten auftaucht, darf dies nicht über die Verletzungen hinwegtäuschen, die damit einhergehen.  
Seit 2015 haben die Vereinten Nationen die Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft 
ausgerufen. Damit erkennt die internationale Gemeinschaft an, dass Menschen afrikanischer 
Herkunft eine eigenständige Gruppe darstellen, deren Menschenrechte gefördert und ge-
schützt werden müssen. Insbesondere Menschen, die außerhalb von Afrika leben, sollen in 
dieser Dekade in den Vordergrund gestellt werden.  
Ziele der UN-Dekade sind  
 die Förderung der Achtung, des Schutzes und der Einhaltung aller Menschenrechte und 
Grundfreiheiten, 
 die Förderung einer besseren Kenntnis und Achtung des vielfältigen Erbes, der Kultur 
und des Beitrags von Menschen afrikanischer Herkunft zu Entwicklung von Gesellschaf-
ten, 
 der Schutz vor Rassismus und Diskriminierung.  
Bis 2024 sollen alle Staaten sich diesen Zielen verschreiben.  
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Eli Abeke

Beratungsverlauf (1)

03.03.2020 Integrationsrat
TOP 6.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0240/2020
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
18.02.2020
Erstellt
18.02.2020 12:59