AN/0400/2024
Kampagne „Signal for Help“ – Hilfezeichen bei häuslicher Gewalt bekannt machen
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SPD Antrag nach § 3
3609 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses
für die Gleichstellung von Frauen und Männern
An Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Köln
Rathaus, Spanischer Bau
50667 Köln
fon 0221. 221 259 50
fax 0221. 221 246 57
mail fraktion@koelnspd.de
web www.koelnspd.de
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 06.03.2024
AN/0400/2024
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 18.03.2024
Kampagne „Signal for Help„ – Hilfezeichen bei häuslicher Gewalt bekannt machen
Sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die SPD -Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Ausschusses am
18.03.2024 aufzunehmen:
Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern möge beschließen:
1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie eine stadtweite Kampagne zur Be-
kanntmachung des Hilfezeichens bei häuslicher Gewalt „Signal for Help“[1] in Köln rea-
lisiert werden kann.
2. Hierzu soll das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern auch in Kontakt mit
potenziellen Kooperationspartner*innen wie der Kölner Polizei und/oder Werbeunter-
nehmen treten, sodass Synergieeffekte, z.B. was die Öffentlichkeitswirksamkeit und
die Mittelbeschaffung betrifft, generiert werden.
Begründung:
Im Jahr 2022 stieg die Zahl der registrierten Fälle von häuslicher Gewalt in Deutschland auf
240.547, was einem Anstieg von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Anga-
ben des Bundesfamilienministeriums wurde fast alle zwei Minuten ein Fall von häuslicher Ge-
walt verzeichnet, während beinahe täglich ein Partner oder Ex-Partner versuchte, eine Frau
zu töten, wie aus dem Bericht „Bundeslagebild Häusliche Gewalt 2022“ des Bundeskriminal-
amts hervorgeht. Studien zum Dunkelfeld zeigen, dass etwa jede vierte Frau im Lauf ihres
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfezeichen
- 2 -
Lebens Gewalt in der Partnerschaft erlebt hat. Die meisten Opfer häuslicher Gewalt befinden
sich in einer äußerst gefährlichen und beängstigenden Situation, in der sie oft keine Möglich-
keit haben, um Hilfe zu rufen oder sich Hilfe zu suchen. Dies liegt oft daran, dass sie Angst vor
den möglichen Konsequenzen haben, wenn der Täter herausfindet, dass sie versucht haben,
Hilfe zu bekommen. Hierbei spielt die Bedeutung von „Signal of Help“ eine wichtige Rolle.
Wenn Personen darüber informiert sind, wie sie ein „Signal of Help“ senden können, könnte
dies ihnen ermöglichen, Hilfe zu erhalten, ohne dass der Täter davon erfährt. Die Bekanntheit
und Verbreitung von „Signal of Help“ ist daher von entscheidender Bedeutung. Wenn mehr
Menschen, sowohl Opfer als auch ihre Unterstützer*innen, über diese Möglichkeit informiert
wären, könnten mehr Opfer rechtzeitig gerettet und aus gefährlichen Situationen befreit wer-
den. Ein Schritt in diese Richtung wäre die Durchführung einer Aufklärungskampagne in Köln,
beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsamt und der Polizei, um das Be-
wusstsein für diese Initiative zu schärfen und sicherzustellen, dass Menschen wissen, wie sie
reagieren können, wenn sie mit häuslicher Gewalt konfrontiert werden. Durch die Verbreitung
dieser Informationen kann dazu beigetragen werden, Opfern von häuslicher Gewalt eine
Stimme zu geben und ihnen den Weg zu Sicherheit und Unterstützung zu ebnen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Christian Joisten
SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0400/2024
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 06.03.2024
- Erstellt
- 06.03.2024 10:46