4104/2019
Bürgereingabe nach § 24 GO - "Erhöhung des Waldbestandes um 30%"
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Beschlussvorlage Ausschuss
3995 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671/2 Vorlagen-Nummer 4104/2019 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO - "Erhöhung des Waldbestandes um 30%" Beschlussorgan Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für die Anregung zur Erhö- hung des Waldbestandes um 30 %. Die Bürgereingabe muss leider wegen mangelnder Realisierbar- keit abgelehnt werden. Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 21.01.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Erhöhung des Waldbestandes um 30% Der Petent regt an bis zum Jahr 2025 alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Waldbestand im Stadtgebiet um 30 Prozent zu erhöhen. Hierfür sind nach Ansicht des Petenten ausreichend Flächen, so z. B. die zur- zeit landwirtschaftlich genutzten sowie zur Bebauung anstehenden, vorhanden. Der Petent stellt fest, dass nachweislich die Aufforstung eines der wichtigsten Instrumente im Bereich des Klimaschutzes ist. Er ver- weist auf die in ‚Science‘ publizierte Studie der ETH Zürich (https://ethz.ch/de/news-und- veranstaltungen/eth-news/news/2019/07/wie-baeume-das-klima-retten-koennten.html), die gezeigt hat, dass dies die beste Methode ist. Hierfür spricht die Verwaltung dem Petenten ihren Dank aus. Wälder binden große Mengen Kohlendioxid. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Durch eine Vergrößerung der Waldflächen wird der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entzogen und in der lebenden und toten Biomasse des Waldes gespeichert. Durch Holznutzung entstehen Substitutionseffekte, die ebenfalls zu Einsparungen von CO2 führen, indem z.B. Beton oder Stahl durch Holz ersetzt wird. Wenn der Anregung des Petenten gefolgt würde, könnte sowohl ein Beitrag zum globalen Klimaschutz geleistet werden, als auch die Umweltqualität in Köln durch die Kühlungswirkung und Staubfilterung des Waldes verbessert werden. Köln hat hierzu in der Vergangenheit schon sehr viel geleistet. Köln war vor 100 Jahren eine waldarme Stadt. Mit der Aufforstung des Waldes im historischen Äußeren Grüngürtels wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die beispielhaft für die Waldvermehrung im großstädtischen Ballungsraum ist. Seit den 1960er Jahren wurden bis heute (2019) 1.490 Hektar neuer Wald auf ehemaligen Ackerflächen aufgefors- tet. Die Stadt Köln besitzt heute 4.125 ha Wald und ist damit die Großstadt mit dem größten Waldbesitz in NRW. Die Waldfläche im Stadtgebiet beträgt 6.915 ha (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2018), das entspricht einem Waldanteil von 17%. Um den Waldanteil um 30 % zu erhöhen müssten 2.075 ha aufgeforstet wer- den. Die landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Fläche im Stadtgebiet beträgt 6.666 ha. Um die Bür- gereingabe umzusetzen müssten 31 % dieser Fläche aufgeforstet werden. Der Stadt Köln gehören etwa 2700 ha landwirtschaftlicher Fläche. Eine Aufforstung in der vorgeschlagenen Größenordnung ist nicht möglich, da dafür ein Großteil der städtischen landwirtschaftlichen Nutzfläche verwendet werden müsste. Dies würde zu einer Existenzgefährdung der betroffenen Landwirte führen. Außerdem würden weniger Flä- chen für die städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehen. Die Bürgereingabe muss daher leider wegen mangelnder Realisierbarkeit abgelehnt werden. Trotzdem bemüht sich die Verwaltung weiter darum den Wald im Stadtgebiet zu vermehren. Seit dem Jahr 2000 wur- den 68 Hektar (Waldlabor, Belvedere Park, Wald für Köln, Ausgleichsmaßnahmen) neuer Wald begründet. Im Rahmen des Spendenprojektes ein „Wald für Köln“ (https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit- natur-sport/wald/baum-statt-brautstrauss) wurde seit 2010 insgesamt 8 ha neuer Wald aufgeforstet. Die Stadt Köln stellt hierfür freiwillig Aufforstungsflächen zur Verfügung. Dieses Projekt stößt auf eine sehr gro- ße Spendenbereitschaft und soll weitergeführt werden.
Bürgereingabe anonymisiert
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Von: Gesendet: Dienstag, 9. Juli 2019 08:18 An: Bürgerbüro Cc: Betreff: Anregung an den Rat der Stadt Köln nach $ 24 GO NRW Sehr geehrte Damen und Herren, nachweislich ist die Aufforstung eines der wichtigsten Instrumente im Bereich des Klimaschutzes. Gerade hat die in ‚Science‘ publizierten Studie der ETH Zürich (https://ethz.ch/de/news-und- veranstaltungen/eth-news/news/2019/07/wie-baeume-das-klima-retten-koennten.html) gezeigt, dass dies die beste Methode ist. Deshalb rege ich nach 8 24 GO NRW an, dass der Rat der Stadt Köln beschließt, bis zum Jahr 2025 alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Waldbestand im Stadtgebiet um 30 Prozent zu erhöhen. Hierfür sind ausreichend Flächen, so z. B. die zurzeit landwirtschaftlich genutzten sowie zur Bebauung anstehenden, vorhanden. Abschließend bitte ich um Übersendung einer formalen Eingangsbestätigung. Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen. Beste Grüße. Ihr
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4104/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 16.12.2019
- Erstellt
- 22.11.2019 17:16