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4104/2019

Bürgereingabe nach § 24 GO - "Erhöhung des Waldbestandes um 30%"

Beschlussvorlage Ausschuss 16.12.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Anregungen und Beschwerden, Sitzung am 21.01.2020, TOP 1.6

Beschlussvorlage Ausschuss

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Bürgereingabe anonymisiert

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Beschlussvorlage Ausschuss

3995 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/67/671/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 4104/2019 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe nach § 24 GO - "Erhöhung des Waldbestandes um 30%" 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für die Anregung zur Erhö-
hung des Waldbestandes um 30 %. Die Bürgereingabe muss leider wegen mangelnder Realisierbar-
keit abgelehnt werden. 
 
 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 21.01.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Erhöhung des Waldbestandes um 30% 
 
Der Petent regt an bis zum Jahr 2025 alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Waldbestand im Stadtgebiet 
um 30 Prozent zu erhöhen. Hierfür sind nach Ansicht des Petenten ausreichend Flächen, so z. B. die zur-
zeit landwirtschaftlich genutzten sowie zur Bebauung anstehenden, vorhanden. Der Petent stellt fest, dass 
nachweislich die Aufforstung eines der wichtigsten Instrumente im Bereich des Klimaschutzes ist. Er ver-
weist auf die in ‚Science‘ publizierte Studie der ETH Zürich (https://ethz.ch/de/news-und-
veranstaltungen/eth-news/news/2019/07/wie-baeume-das-klima-retten-koennten.html), die gezeigt hat, 
dass dies die beste Methode ist.  
Hierfür spricht die Verwaltung dem Petenten ihren Dank aus. 
 
Wälder binden große Mengen Kohlendioxid. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. 
Durch eine Vergrößerung der Waldflächen wird der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entzogen und in der 
lebenden und toten Biomasse des Waldes gespeichert. Durch Holznutzung entstehen Substitutionseffekte, 
die ebenfalls zu Einsparungen von CO2 führen, indem z.B. Beton oder Stahl durch Holz ersetzt wird. Wenn 
der Anregung des Petenten gefolgt würde, könnte sowohl ein Beitrag zum globalen Klimaschutz geleistet 
werden, als auch die Umweltqualität in Köln durch die Kühlungswirkung und Staubfilterung des Waldes 
verbessert werden.  
 
Köln hat hierzu in der Vergangenheit schon sehr viel geleistet. Köln war vor 100 Jahren eine waldarme 
Stadt. Mit der Aufforstung des Waldes im historischen Äußeren Grüngürtels wurde eine Entwicklung in 
Gang gesetzt, die beispielhaft für die Waldvermehrung im großstädtischen Ballungsraum ist. Seit den 
1960er Jahren wurden bis heute (2019) 1.490 Hektar neuer Wald auf ehemaligen Ackerflächen aufgefors-
tet. Die Stadt Köln besitzt heute 4.125 ha Wald und ist damit die Großstadt mit dem größten Waldbesitz in 
NRW. 
 
Die Waldfläche im Stadtgebiet beträgt 6.915 ha (Quelle: Statistisches Jahrbuch Köln 2018), das entspricht 
einem Waldanteil von 17%. Um den Waldanteil um 30 % zu erhöhen müssten 2.075 ha aufgeforstet wer-
den. Die landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Fläche im Stadtgebiet beträgt 6.666 ha. Um die Bür-
gereingabe umzusetzen müssten 31 % dieser Fläche aufgeforstet werden. Der Stadt Köln gehören etwa 
2700 ha landwirtschaftlicher Fläche. Eine Aufforstung in der vorgeschlagenen Größenordnung ist nicht 
möglich, da dafür ein Großteil der städtischen landwirtschaftlichen Nutzfläche verwendet werden müsste. 
Dies würde zu einer Existenzgefährdung der betroffenen Landwirte führen. Außerdem würden weniger Flä-
chen für die städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehen. 
 
Die Bürgereingabe muss daher leider wegen mangelnder Realisierbarkeit abgelehnt werden. Trotzdem 
bemüht sich die Verwaltung weiter darum den Wald im Stadtgebiet zu vermehren. Seit dem Jahr 2000 wur-
den 68 Hektar (Waldlabor, Belvedere Park, Wald für Köln, Ausgleichsmaßnahmen) neuer Wald begründet. 
Im Rahmen des Spendenprojektes ein „Wald für Köln“ (https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-
natur-sport/wald/baum-statt-brautstrauss) wurde seit 2010 insgesamt 8 ha neuer Wald aufgeforstet. Die 
Stadt Köln stellt hierfür freiwillig Aufforstungsflächen zur Verfügung. Dieses Projekt stößt auf eine sehr gro-
ße Spendenbereitschaft und soll weitergeführt werden.

Bürgereingabe anonymisiert

919 Zeichen

Von:

Gesendet: Dienstag, 9. Juli 2019 08:18

An: Bürgerbüro

Cc:

Betreff: Anregung an den Rat der Stadt Köln nach $ 24 GO NRW

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachweislich ist die Aufforstung eines der wichtigsten Instrumente im Bereich des
Klimaschutzes.

Gerade hat die in ‚Science‘ publizierten Studie der ETH Zürich (https://ethz.ch/de/news-und-
veranstaltungen/eth-news/news/2019/07/wie-baeume-das-klima-retten-koennten.html)
gezeigt, dass dies die beste Methode ist.

Deshalb rege ich nach 8 24 GO NRW an, dass der Rat der Stadt Köln beschließt, bis zum Jahr
2025 alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Waldbestand im Stadtgebiet um 30 Prozent zu
erhöhen. Hierfür sind ausreichend Flächen, so z. B. die zurzeit landwirtschaftlich genutzten
sowie zur Bebauung anstehenden, vorhanden.

Abschließend bitte ich um Übersendung einer formalen Eingangsbestätigung.

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.

Beste Grüße.

Ihr

Beratungsverlauf (1)

21.01.2020 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden
TOP 1.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
4104/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
16.12.2019
Erstellt
22.11.2019 17:16