1544/2023
Bestehende Buslinienplanung
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle III/68/681/1 Vorlagen-Nummer 19.05.2023 1544/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 23.05.2023 Beantwortung der Anfrage der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Volt vom 19.04.2023 betr. Bestehende Buslinienplanung, AN/0659/2023 Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Volt bitten um Beantwortung folgender Fragen: Frage 1.: „Welche bereits beschlossenen Buslinienerweiterungen sollen in den fol- genden Jahren umgesetzt werden?“ Antwort: Die Verwaltung erhält kontinuierlich Vorschläge zur Optimierung des Linienbus- netzes, u. a. aus den Bezirksvertretungen. Diese werden entweder zeitnah auf Umsetzung geprüft oder vorgemerkt und im Gesamtkontext von bezirksweisen Buslinienoptimierungsplanungen berücksichtigt. Zum kommenden Fahrplanwech- sel wird als Ergebnis einer Ad-hoc-Überprüfung der TaxiBus in Klettenberg einge- richtet. Die vom Rat beauftragte Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein Expressbus- Netz (vgl. Beschlussvorlagen-Nr. 3735/2020) wurde vergeben. Frage 2.: „Welche Buslinien werden aktuell geplant und sind die bestehenden Pla- nungen laut Verwaltung ausreichend, um alle Kölner Bürge*innen bis 2035 bis auf 300 Meter (600 in den Außenbezirken) anzuschließen?“ Antwort: Neben der beauftragten Machbarkeitsstudie zum Expressbusnetz wird als nächste bezirkliche Planung das Busnetz im Bezirk Chorweiler überplant. Diese hatten u. a. aufgrund der verzögerten Fertigstellung des integrierten Verkehrsmodells zu- rückgestellt werden müssen (s. Mitteilung mit Nr. 3909/2022). Der Nahverkehrsplan sieht Erschließungsradien von 400 m (Stadtbahn) und 300 m (Bus) für die Kernstadt sowie 600 m (Stadtbahn) und 400 m (Bus) für den Außenbereich vor. Danach sind aktuell rund 93 % der Kölner Bevölkerung er- schlossen. Zusammenhängende Siedlungsgebiete, die nicht nach diesen Kriterien erschlossen sind, wurden im Nahverkehrsplan analysiert. Oftmals sind dort phy- sisch keine Fahrwege mit Linienbussen möglich oder keine Linienführungen sinn- voll planbar. Für solche Fälle ist perspektivisch der Einsatz von TaxiBussen oder On-Demand-Verkehren möglich. So schließt der neue TaxiBus in Klettenberg eine solche Bedienungslücke. Auch der On-Demand-Verkehr (KVB Isi) in Porz verbes- sert die dortige Feinerschließung. Allerdings wird eine Ausweitung des On- Demand-Verkehrs sehr von dessen Finanzierbarkeit bzw. den zukünftigen techni- schen Möglichkeiten abhängen. Frage 3.: „In welchen bestehenden Buslinien plant die Verwaltung die Entkopplung 2 vom MIV und liegen entsprechende Machbarkeitsstudien vor?“ Antwort: Aufgrund der in Köln im Vergleich zu anderen Großstädten wie Berlin oder Ham- burg zumeist geringen Straßenquerschnitten ist eine Entkoppelung vom MIV durch Bussonderspuren etc. oftmals kaum erreichbar. In der bereits erwähnten Mach- barkeitsstudie zum Expressbusnetz wird diese Fragestellung aber aufgegriffen, so dass Stellen im Straßennetz, an denen die Einrichtung von Bussonderfahrstreifen sinnvoll sein könnten, identifiziert werden. Frage 4.: „Gibt es eine Kölner Gesamtstrategie, welche (Schnell-)Buslinien ausgebaut werden, ist es geplant, das bestehende Netz großflächig zu hinterfragen und wie wird in diesem Kontext die Leistungsfähigkeit des bestehenden Netzes bewertet, auch im Vergleich zu anderen Großstädten Deutsch- lands/Europas?“ Antwort: Ein „Hinterfragen“ des bestehenden Busnetzes wurde durch eine von der KVB beauftragte Untersuchung zur Angebotseffizienz vorgenommen, die aktuell aus- gewertet wird. Ansonsten wird auf die Machbarkeitsstudie zum Expressbusnetz verwiesen, welche beauftragt wurde (s. Antwort zu Frage 1). Frage 5.: „Reicht in der langfristigen Planung ISI als Alternative zu Linienbussen in den Randbezirken aus, um eine klimafreundliche Verkehrswende mitzuge- stalten?“ Antwort: Eine abschließende Aussage zum neuartigen Bedarfsangebot KVB Isi ist erst nach Abschluss des Pilotbetriebs Ende 2024 möglich. Zur Zielerreichung wird es absehbar weiterhin einen Mix aus einem leistungsfähigen Netz von Stadtbahnen und Buslinien sowie ergänzend alternativen Betriebsformen wie TaxiBus oder Isi geben müssen, um für die verschiedenen Bereiche der Stadt ein angemessenes und wirtschaftliches ÖPNV-Angebot bereitstellen zu können. Insofern besitzt die Umsetzung des Zielnetzes Stadtbahn (vgl. Mitteilung mit Vorlagen-Nr. 0957/2022) eine überragende Bedeutung beim angestrebten Klimaschutz. Gez. Egerer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1544/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 19.05.2023
- Erstellt
- 08.05.2023 19:41