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3246/2025

Szenebericht Diversität und Inklusion in den Sparten der freien Kulturszene

Mitteilung Ausschuss 21.11.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 09.12.2025, TOP 8.2

Anlage 1 - Szenebericht_Diversitaet_Inklusion

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Anlage 1 - Szenebericht_Diversitaet_Inklusion

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Szenebericht Diversität und Inklusion in den Sparten der freien Kulturszene 
Kölns erstellt durch das KulturNetzKöln e. V. 
Das Jahr 2025 war von einer angespannten Haushaltslage und spürbaren Kürzungen in der freien 
Szene geprägt. Umso bemerkenswerter ist es, dass viele Akteur*innen trotz dieser Belastungen mit 
großem Engagement an der Förderung kultureller Teilhabe arbeiten. Das wachsende Bewusstsein für 
Inklusion und Diversität – in Personal, Programm und Publikum – prägt zunehmend die Arbeit freier 
Kulturinstitutionen. Diese Entwicklung schafft nicht nur neue Zugänge für Menschen, deren Teilhabe 
bislang durch Barrieren erschwert war, sondern erweitert auch künstlerische Ausdrucksformen und 
Produktionsweisen und bereichert damit das kulturelle Angebot der Stadt. 
Im Juni 2025 wurden zwei engagierte Vertreter*innen für Diversität und kulturelle Teilhabe in den 
V orstand des KulturNetzKöln e. V. gewählt. Damit zeigt die Interessensvertretung der freien 
Kulturszene in Köln, dass kulturelle Teilhabe strukturell mitgedacht werden muss. Farimah Karimi 
bringt intersektionale Perspektiven aus ihrer Arbeit bei ArtAsyl e. V. und Studio Audience ein, 
während Adriani Botez als blinder Inklusionsberater und Künstler umfassende Erfahrung in der 
Beratung von Festivals, Performances und inklusiven Projekten einbringt. 
Die Initiativen der Stadt Köln werden in der freien Szene ausdrücklich begrüßt. Insbesondere die 
Einrichtung des Referats für kulturelle Teilhabe im Jahr 2018 sowie Instrumente des gleichnamigen 
Förderkonzepts – etwa die Konzeptionsförderung, das Budget für Barrierefreiheit und die 
projektbezogene Förderung – haben nachhaltige Impulse gesetzt. 
Der vorliegende Bericht gibt exemplarische Einblicke in die vielfältigen Ansätze und Projekte der 
freien Szene und zeigt dabei, welche Herausforderungen der freien Kulturszene begegnen und was von 
der Politik gefordert wird. 
Bildende Kunst 
Das Photoszene Festival 2025 hat dank der Förderung durch Aktion Mensch und das Referat für 
kulturelle Teilhabe der Stadt Köln umfassende Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt. Dazu 
gehörten Programminhalte, Workshops, Reden und Führungen in Leichter und einfacher Sprache oder 
mit Gebärdensprachverdolmetschung, eine gezielte Ansprache der Community durch Beiträge in DGS 
und über Audioflyer etc. Die Ausstellungsorte wurden auf der Webseite mit Anmerkungen zum Status 
der Barrierefreiheit vor Ort vorgestellt. Ein eigens eingerichteter Thinktank mit Expert*innen mit 
Behinderung (EmB) begleitete die konzeptionelle Entwicklung. 
Die interdisziplinäre Reihe ADHS is POWER führte die Auseinandersetzung mit neurodiversen 
Perspektiven fort. Das Projekt wandelt das Stigma einer Diagnose in künstlerische Ausdruckskraft und 
Selbstermächtigung um – in einer Ausstellung mit Malerei, Skulptur, Fotografie, Videokunst und 
Performance, ergänzt durch partizipative Workshops wie DanceAbility.  
Mit Kunsthaus Kalk entsteht auf einem ehemaligen Industriegelände in Köln ein Ort des 
gemeinsamen Lernens und Experimentierens, an dem von Anfang an Menschen mit und ohne 
Behinderung professionell zusammenarbeiten. Das Modellprojekt „Zukunftsarbeit – Inklusive 
Akademie Köln“ ist durch eine Förderung der Kulturstiftung des Bundes sowie eine föderale 
Förderkonzeption im Zusammenspiel zwischen Land und Stadt möglich. 
Darstellende Künste (Theater, Tanz, Zeitgenössischer Zirkus) 
Im Bereich der darstellenden Künste ist eine strategische Ausrichtung mit Fokus auf kulturelle 
Teilhabe immer präsenter. Akteur*innen wie das Comedia-Theater, die Tanzfaktur, tanzfuchs 
PRODUKTION und das Festival tanz NRW haben inklusive Performances wie Träum weiter, Swan 
Fate und BÄÄÄM mit künstlerisch integrierter Audiodeskription und Gebärdensprache realisiert.

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Zudem haben in den letzten Jahren einige Player aus Köln deutschlandweit – wenn nicht sogar 
europaweit – eine V orreiterrolle bei der Stärkung kultureller Teilhabe eingenommen. So ist 
beispielsweise Un-Label die größte Organisation in Deutschland, die bundesweite 
Beratungsprogramme für Kulturakteur*innen und inklusive Kunstproduktionen sowie 
Professionalisierungsangebote für Künstler*innen mit Behinderung bündelt und ein barrierefreies 
Studio und Labor für inklusive Kultur zur Verfügung stellt.  
Im niedrigschwelligen Bereich ist das Projekt A VENGERS, gefördert im Rahmen der 
Mittelzentrenförderung von Barnes Crossing durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des 
Landes Nordrhein-Westfalen, deutschlandweit führend. Es bringt Tanz-, Performance- und Audio-
Künstler*innen mit EmB zusammen und berät die freie Szene über niedrigschwellige Methoden zur 
Umsetzung von Maßnahmen für mehr Zugänglichkeit. Nach Ausbleiben einer zweiten 
Förderbewilligung konzentrieren sich die Aktivitäten der A VENGERS nun auf die Beratung einzelner 
Produktionen. 
Das Sommerblut Kulturfestival versteht Inklusion intersektional und macht Diversität in all ihren 
Facetten – Behinderung, Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht und Sexualität – künstlerisch 
erfahrbar. Mit Projekten wie der mobilen Festivalzentrale Kiosk und der MAD Pride war das Festival 
2025 im gesamten Stadtgebiet sichtbar. In EU-weiten Kooperationen, etwa bei all hands on stage, 
schafft Sommerblut Inklusion auf internationaler Ebene. Gemeinsam mit dem Blindenverein Köln und 
dem SONA Virtual Reality-Projekt entstand eine Installation aus der Perspektive blinder und 
sehbehinderter Menschen – das erste Projekt dieser Art in Deutschland. Da einige Förderungen, etwa 
für den Kiosk, 2026 auslaufen, ist die Fortführung solcher Initiativen entscheidend, um die 
Sichtbarkeit von Inklusion im Stadtbild zu sichern. 
Das Orangerie Theater hat seinen Umbau abgeschlossen und ist damit das erste vollständig 
barrierefreie Produktionshaus der freien Szene in Deutschland. Seit Juli 2025 wird das Haus im 
Rahmen des Qualifizierungsprogramms „Mehr Diversität in Kultur“ unter dem bundesweiten Projekt 
„Access Maker – Innovationshub“ von Un-Label ein Jahr lang bei der Öffnung in den Bereichen 
Programm, Personal, Publikum, PR und Partner*innen begleitet. Zu den gemeinsamen Schulungen 
sind auch mehrere freie Gruppen und Festivals eingeladen, die das Theater nutzen. Eine solche 
qualifizierte Begleitung durch Fachinstitutionen und die Community von Menschen mit Behinderung 
(MmB) ist für nachhaltige inklusive Strukturen unerlässlich. Entscheidend wird sein, dass die Politik 
diese Entwicklungen durch langfristige Förderung inklusiver Produktionen stärkt. 
Der zeitgenössische Zirkus ist meist nicht sprachbasiert und dadurch für viele Menschen zugänglich, 
für blinde und sehbehinderte Personen jedoch eingeschränkt. Das Kölner Zirkuszentrum Latibul hat 
mit der Performance Unsichtbar verbunden die erste Zirkustheaterproduktion mit integrierter 
Audiodeskription entwickelt und durch eine Wahrnehmungstour ergänzt. Auch andere Akteur*innen 
setzen Zeichen: Das CCCC verbessert in Eigenregie die bauliche Barrierefreiheit, das Ensemble 
ANGELS arbeitet divers und führt Sensitivity Readings durch und das CircusDanceFestival stärkt 
mit der internationalen take-care-Konferenz, Gebärdensprach-Videos, barrierefreiem Gelände und 
Awareness-Teams eine inklusive Zirkuskultur in Köln und darüber hinaus. 
Film, Literatur und Musik 
Das Filmprogramm KFFK+ des Kurzfilmfestivals bot 2025 Untertitel, Live-Audiodeskriptionen und 
Verdolmetschung in Gebärdensprache an. Das Programm wurde barrierearm auf der Webseite, als 
Audioflyer, in Leichter Sprache und in DGS veröffentlicht. Trotz dieser Fortschritte ist Inklusion noch 
nicht vollständig im Festival verankert, da begrenzte Ressourcen eine strategische Weiterentwicklung 
derzeit erschweren. Auch das Edimotion Festival für Filmschnitt hat in diesem Jahr erste Schritte 
unternommen, um den Zugang für Menschen mit Körper- und Hörbehinderungen zu verbessern. 
In der freien Literaturszene Kölns gewinnt Inklusion zunehmend an Bedeutung. Das Literaturhaus 
Köln plant mit dem Festival „kindly invited. Die Zukunft der Literatur auf der Bühne“ ein Format, das 
dieses Thema fokussiert. Auch die Reihe unruly readings macht Zugänglichkeit sichtbar; im Oktober 
2025 präsentierte die Gruppe handverlesen Lyrik unter anderem in Gebärdensprache. Ab Oktober 
2025 sollen regelmäßig Lesungen mit DGS-Übersetzung angeboten werden. Insgesamt wächst in der

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Szene das Bewusstsein für barrierefreie Veranstaltungsorte, obwohl nur wenige eigene Räume 
vorhanden sind. 
Die Konzertreihe ritual, kuratiert von Sophie Emilie Beha, fand von Juni bis November einmal im 
Monat in verschiedenen Locations rund um den Stadtgarten statt. Vor Ort gab es Abholservice, 
Assistenz und Materialien in Brailleschrift. Auch das Zentrum für alte Musik (zamus) stärkte seit 
2024 die Zusammenarbeit mit Communities von EmB. Beim Early Music Festival 2025 wurden 
Abholservice, Audioflyer und Wahrnehmungstouren in Form eines Instrumentenworkshops 
angeboten, um die Teilhabe von Menschen mit Autismus, Lernschwierigkeiten, Seh- und 
Gehbehinderungen zu verbessern. 
Offene Sektion 
Der mittendrin e. V. unterstützt die freie Kulturszene mit Workshops, moderierten Feedbackrunden 
und der Vernetzung mit Communities von MmB. So wurden Projekte wie AVENGERS von Barnes 
Crossing e. V. und das zamus in inklusiven Prozessen begleitet. Moderierte Begegnungsräume haben 
sich als niederschwelliger Einstieg bewährt, insbesondere in Verbindung mit weiterführenden 
Angeboten wie denen von Un-Label. Der Verein bringt zudem Fachwissen zu Instrumenten der 
Teilhabe ein und ist ein wichtiger Ansprechpartner für das Referat für kulturelle Teilhabe. 
Herausforderungen und Perspektiven 
Köln nimmt in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle bei Inklusion in der Kultur ein und darf diese nicht 
verspielen. Die Stadtpolitik und das Referat für kulturelle Teilhabe haben diese Entwicklung 
maßgeblich unterstützt. 
Trotz angespannter Haushaltslage müssen Fördersummen für kulturelle Teilhabe mittel- und 
langfristig nicht nur von Kürzungen verschont, sondern sukzessive erhöht werden, um Inklusion und 
Diversität umfassend umzusetzen und hierbei faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. In diesem 
Zusammenhang ist die Kürzung der Förderung für Diversitäts-Projekte um 80.000 Euro, was knapp 
einem Drittel des Gesamt-Budgets in diesem Topf entspricht, sehr gravierend. 
Konkret fordern wir: 
• Das Budget für Förderungen von Diversitätsprojekten muss von 172.578 Euro auf 400.000 
Euro ansteigen. Damit können wir zunächst sicherstellen, dass mittelfristig stabile Strukturen 
für kulturelle Teilhabe entstehen. 
• Die Kürzungen des Gesamtbudgets Kulturelle Teilhabe im Haushaltsplan 2025–2026 müssen 
zurückgenommen werden; darüber hinaus ist eine Erhöhung um mindestens 200.000 Euro 
gegenüber 2024 erforderlich. Die Erschaffung nachhaltiger Strukturen für kulturelle Teilhabe 
erfordert komplexe Prozesse und bindet entsprechende Ressourcen. Dafür braucht es u. a. 
mehr Personal und damit auch mehr Förderung. 
• Langfristige Planung zur Barrierefreiheit der Spielorte in Zusammenarbeit mit dem 
Kulturraummanagement, wovon die gesamte Szene profitiert. 
• Entwicklung von Förderanreizen für Akteur*innen, die kulturelle Teilhabe stark voranbringen. 
• Ein Förderprogramm zum Aufbau einer Marketing-Struktur für die Angebote der freien 
Szene, die insbesondere die Anforderungen an barrierefreie Kommunikationskanäle und -
materialien erfüllt. Dies würde viele Kulturakteur*innen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit 
entlasten und gleichzeitig zu einem diversen Audience-Development beitragen. 
• Wenn künftig stärkere Kooperationen in Form einer Public-Private-Partnership zwischen 
Kulturpolitik, Kulturorganisationen und Wirtschaft angestrebt werden, muss kulturelle 
Teilhabe zwingend mitgedacht werden. 
Wir brauchen grundsätzlich die Anerkennung von Inklusionsvorhaben als langfristige Prozesse: 
Förderungen und Unterstützungsmaßnahmen sollten ausreichend Zeit und Kontinuität bieten. 
Kulturelle Akteur*innen sollten ermutigt werden, diesen längeren Weg mit Geduld und 
Durchhaltevermögen zu gehen, auch wenn er mit Brüchen und Anpassungen verbunden ist – mit 
einem starken Rückhalt aus Politik und Verwaltung.

Mitteilung Ausschuss

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Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/25 
 
Vorlagen-Nummer 21.11.2025 
 3246/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 09.12.2025 
 
Szenebericht Diversität und Inklusion in den Sparten der freien Kulturszene 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Ausschuss Kunst und Kultur die Verwaltung beauftragt, 
den Sparten Musik, Darstellende Kunst (Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie), Me-
dien (Film, Literatur) und Kulturelle Teilhabe (Diversität und Interkultur) die Möglichkeit zu ge-
ben, „regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit 
zu berichten“. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jeweiligen Bereichen auch die in-
terkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. 
 
Für die Sparte Kulturelle Teilhabe, Schwerpunkt Diversität, werden Frau Farima Karimi und Herr 
Adriani Botez als neugewählte Vorstände des Kulturnetz Köln e.V. in der Sitzung des Ausschus-
ses Kunst und Kultur für Fragen zur Verfügung stehen. 
 
Gez. Charles 
 
Anlagen: Anlage Szenebericht Diversität und Inklusion 2025

Beratungsverlauf (1)

09.12.2025 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3246/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
21.11.2025
Erstellt
17.11.2025 10:43