2010/0396
Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an Herrn Claus K. Netuschil
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2010/0396
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 13.09.2010 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Hauptamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2010/0396 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Verleihung der Bronzenen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt an Herrn Claus K. Netuschil Vorlage vom: 09.09.2010 Beschlussvorschlag: Herrn Claus K. Netuschil wird in Anerkennung seiner Verdienste um das kulturelle Leben in unserer Stadt die Bronzene Verdienstplakette der Stadt Darmstadt verliehen. Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 09.09.2010: Claus K. Netuschil wurde am 30.03.1951 in Heppenheim geboren. Er studierte zunächst Kunstgeschichte und eröffnete im Jahr 1976 die Saalbau-Galerie, mit dem Schwerpunkt Kunst um die Jahrhundertwende, aber auch als Ausstellungsplattform für zeitgenössische Kunst und für junge, noch unbekannte Künstler. Im Jahr 1983 zog die Galerie in größere, respektablere Räume in der Adelungstraße um. Zum 10-jährigen Jubiläum 1986 zeigte Herr Netuschil die Ausstellung „50 Jahre Darmstädter Kunstgeschichte von 1880 bis 1930“. Bereits zu diesem Zeitpunkt konnte er auf 75 Ausstellungen, Lesungen, Matineen und Werkstattgespräche zurückblicken. Auch als Verleger hatte sich der Galerist einen Namen gemacht und bis zu diesem Zeitpunkt 28 Titel veröffentlicht. Zum fünfzehnjährigen Bestehen 1991 wurde die Galerie in „Galerie Netuschil“ umbenannt und präsentierte sich nach Umbau und Renovierung im neuen Rahmen. Mit seiner Ausstellung „Graphik des Darmstädter Expressionismus“ im Jahr 1995 hob Herr Netuschil vor allem die Bedeutung dieser Kunstrichtung in der regionalen Kunstgeschichte (u. a. Mitglieder der Zeitschrift „Dachstube“ und der Künstlervereinigung „Darmstädter Sezession“) hervor. 2006 fand dann ein weiterer Umzug in die Schleiermacherstraße statt, wo sich die Galerie noch heute befindet, im gleichen Jahr konnte auch das dreißigjährige Bestehen der Galerie gefeiert werden. Neben dieser Galeristentätigkeit, die Herr Netuschil als Vermittler im Dienst der Kunst betreibt und die die Darmstädter Kunstszene seit mehr als dreißig Jahren bereichert, ist er seit 1984 auch als Vorsitzender des Archivs Darmstädter Künstler, das sich als Vereinigung zur Förderung künstlerischer und wissenschaftlicher Zwecke und zur Dokumentation und Darstellung historischer und gegenwärtiger Kunst versteht, tätig. Bereits im Jahr 1994 hatte das Archiv, damals noch in einem Hinterhaus der Galerie in der Adelungstraße ansässig, 240 Mitglieder. Im Jahr 1998 zog der Verein in größere Räume im Kennedy-Haus in der Kasinostraße um, es folgte die Umbenennung in „Kunst- Archiv Darmstadt“. Neben einer Bibliothek mit über 4.000 Bänden baut das Archiv zurzeit auch eine Sammlung Darmstädter Künstler auf, aus der in regelmäßigen Abständen in den eigenen Räumen Ausstellungen gezeigt werden. Das Archiv, dessen Bestände nicht nur den Mitgliedern und der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen, ist heute aus dem kulturellen Leben unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Von 2000 – 2001 war Herr Netuschil zudem Direktor der vom Kunstverein Darmstadt betriebenen Kunsthalle Darmstadt. Neben einer Vielzahl von Publikationen und Katalogen ist Herr Netuschil auch mit einem vom Kunst- Archiv Darmstadt herausgegebenen Verzeichnis bildender Künstler in und um Darmstadt „Kunstszene A-Z“ aus dem Jahr 1987 (überarbeitet 1997) in Erscheinung getreten. Herr Netuschil betreut und organisiert seit vielen Jahren Dokumentationen und Ausstellungen über die einheimische Kunstszene in Vergangenheit und Gegenwart sowie Projekte von allgemeinem kulturellem Interesse. Sein Wirken für die Kunst in Darmstadt und für Darmstädter Künstler sollte durch die Bronzene Verdienstplakette der Stadt Darmstadt gewürdigt werden. Darmstadt, 09.09.2010 100 gö Walter Hoffmann Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Orte (3)
- Adelungstraße
- Schleiermacherstraße
- Kasinostraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2010/0396
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 09.09.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00