2509/2024
Halbzeitbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“
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Anlage 1: Halbzeitbericht des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln_final
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Halbzeitbericht zum 2. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ 2 Inhaltsverzeichnis Einführung ............................................................................................................................... 3 Maßnahme 1 ............................................................................................................................ 4 Maßnahme 2 .......................................................................................................................... 11 Maßnahme 3 .......................................................................................................................... 13 Maßnahme 4 .......................................................................................................................... 15 Maßnahme 5 .......................................................................................................................... 17 Maßnahme 6 .......................................................................................................................... 19 Maßnahme 7 .......................................................................................................................... 22 Maßnahme 8 .......................................................................................................................... 26 Maßnahme 9 .......................................................................................................................... 28 Maßnahme 10 ........................................................................................................................ 30 Maßnahme 11 ........................................................................................................................ 33 Maßnahme 12 ........................................................................................................................ 35 Maßnahme 13 ........................................................................................................................ 38 Maßnahme 14 ........................................................................................................................ 40 Maßnahme 15 ........................................................................................................................ 43 Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs ....................................................................... 45 Wissenschaftliche Begleitung ................................................................................................ 47 Gesamtfazit ............................................................................................................................ 48 Anlagen .................................................................................................................................. 49 Kontaktdaten Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune...................................................... 49 Kurzüberblick- Stand der Umsetzung ................................................................................. 50 3 Einführung Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen. Schaubild: Eigene Darstellung, vgl. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025, S. 27 Dieser Halbzeitbericht beinhaltet einen Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025. Er versteht sich nicht als abschließend und vollumfänglich, sondern soll über den aktuellen Stand der Umsetzung Transparenz schaffen (Stichtag 16. August 2024). Der Halbzeitbericht bildet zudem die Grundlage für das anstehende Halbzeitgespräch mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und den Sachverständigen. Das Halbzeitgespräch findet am 8. Oktober 2024 statt. Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Verzahnung mit weiteren gesamtstädtischen Strategieprozessen bringt es mit sich, dass der Aktionsplan „kinder-und jugendfreundliches Köln“ sich an deren Umsetzungszeiträumen orientieren und angleichen muss. Die Zielerreichung wird dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der dreijährigen Siegelphase bereits abgeschlossen sein. Eine Verlängerung der Siegelphase um ein weiteres Jahr ist sinnvoll. Ein entsprechender Verlängerungsantrag wurde verwaltungsintern auf den Weg gebracht. Die Koordination des Aktionsplans und des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune wird aktuell von einer Vollzeit- und einer Teilzeitstelle mit einem Stundenumfang von 28 Stunden wahrgenommen, welche als Stabsstelle der Amtsleitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie unmittelbar zugeordnet sind. Es besteht eine enge Schnittstelle in der Zusammenarbeit mit der Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung. Hier insbesondere zum Kooperativen Kinder- und Jugendbüro und der Spielraumplanung der Stadt Köln. 4 Maßnahme 1 Etablierung eines stadtweiten, bezirklichen Beteiligungsverfahrens für Kinder und Jugendliche. Maßnahmenziel Die Etablierung eines skalierbaren und standardisierten Verfahrens zur systematischen Implementierung der Kinder- und Jugendperspektive in die städtischen Planungen, Konzepte und Leitlinien. Sicherung durch den Verwaltungsvorstand. 1. 2021: In einem interdisziplinären Projektteam wurde ein Konzept zu einem möglichen standardisierten Verfahren für Kinder und Jugendliche entwickelt. Die Zielgruppe wurde bereits im Entwicklungsprozess beteiligt. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Beteiligungskonzept von HEY Mülheim! kann hier abgerufen werden. 2. 2022: Das zweistufige Beteiligungsverfahren „Veedels-Check“ wird als Pilotprojekt bis Ende Mai 2022 im Stadtbezirk Köln- Mülheim mit Beteiligung von mindestens 200 Teilnehmer*innen durchgeführt. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Über das Beteiligungsportal der Stadt Köln wurden über 700 Beiträge, 4416 Bewertungen und 30 Kommentare eingereicht. Hinweis: Der Kartendialog wurde während des Dialogzeitraums öffentlich auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln eingebunden. In der Auswertung der Beiträge wurde klar, dass nicht alle Beiträge von Kindern oder Jugendlichen erstellt wurden, sondern zum Teil von Erwachsenen stammen. Viele Veedels -Spaziergänge wurden von Multiplikator*innen begleitet und teilweise durch die Begleitpersonen stellvertretend für die Kinder und Jugendliche eingestellt. Durch das Online- Format kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Erwachsene den Raum auch für sich genutzt haben, mutmaßlich um die Interessen der Zielgruppe zu vertreten (im Sinne einer anwaltschaftlichen Vertretung). Neben den digitalen Rückmeldungen wurden zudem auf analogem Weg Beiträge und Einsendungen von Schüler*innen, Kindern aus Kindertagesstätten und weiteren Kindern und Jugendlichen am Aktionsstand am Wiener Platz eingereicht. Der größte Anteil aller Beiträge wurde im Stadtteil Mülheim abgegeben (38 Prozent), davon allein ein Drittel (ca. 33 Prozent) mit inhaltlichem Bezug zum Wiener Platz. In Höhenhaus wurden 12 Prozent der Beiträge abgegeben, in Stammheim 8 Prozent. Es folgen die Stadtteile Dünnwald, Flittard, Dellbrück mit 7 Prozent, gefolgt von Buchheim (6 Prozent) und Buchforst sowie Holweide (jeweils 4 Prozent). Es wurden 139 Beiträge zu positiv bewerteten Orten abgegeben, davon über 30 Prozent zum Wiener Platz und dem direkten Umfeld. Die fünf wichtigsten Oberthemen waren Sauberkeit, Grünflächen, Freizeitangebote, Sicherheit und Mobilität. Diese wurden auf der Veedels-Konferenz mithilfe von Karten und sogenannten Ankerbeiträgen genauer betrachtet. Diese Beiträge wurden ausgewählt, weil sie besonders hohe Zustimmungswerte erhielten und/ oder sie exemplarisch für das Oberthema und/oder den Stadtteil stehen. Die umfangreiche Auswertung des Kartendialogs kann hier abgerufen werden. 5 Die Veedels-Konferenz als zweite Beteiligungsphase sollte ursprünglich am 20. Mai 2022 stattfinden. Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde die Veranstaltung jedoch zum Schutz aller kurzfristig abgesagt. Die Veranstaltung wurde am Freitag, den 24. Juni 2022 nachgeholt. Kinder und Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Verwaltung, Politik und Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Mülheim ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche für ihr Veedel. Aufgrund der sturmbedingten Verschiebung der Veranstaltung vom 20. Mai auf den letzten Schultag vor den Sommerferien nahmen leider weniger junge Menschen teil als ursprünglich angedacht. Insgesamt waren circa 70 Teilnehmer*innen bei der Veedels- Konferenz dabei. Die Themen, die die Kinder und Jugendlichen über das Portal geteilt haben, waren sehr vielfältig und betreffen alle Facetten des städtischen Handelns und des täglichen Lebens in der Stadt. Es wird deutlich, dass sich die Kinder und Jugendlichen nicht allein mit ihrer engeren Lebenswelt befassen, sondern einen weiten Blick auf die Umstände in ihrer Stadt haben. Die Einzelbeiträge sind weiterhin auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln einsehbar. Daher war es für das Format unerlässlich, dass unter anderem über 30 verschiedene Fachämter, sowie externe Partner*innen der Kölner Verkehrsbetriebe, der Abfallwirtschaftsbetriebe und der Polizei der Einladung in die Stadthalle gefolgt sind, um ihre Expertise einfließen zu lassen und die Themen der Kinder und Jugendlichen fachspezifisch zu bearbeiten. Im gesamten Teilnehmer*innen-Kreis wurden darüberhinausgehende Ideen und Vorschläge entwickelt, wie jede*r aus seiner Rolle und Position einen Beitrag zu einem kinder- und jugendfreundlicheren Köln Mülheim leisten kann. Mehr Infos zur Veedels- Konferenz können hier abgerufen werden. 3. 2022: Es wurden mindestens 10 Projekte und Maßnahmen identifiziert, welche innerhalb von 100 Tagen umgesetzt werden können (sogenannte „Quick wins“). Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen liegt bei den federführenden Ämtern. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Nach Abschluss der beiden Beteiligungsphasen folgte die Umsetzungsphase: Die Ergebnisse der Veedels-Konferenz und die Einzelbeiträge der Kinder und Jugendlichen wurden gebündelt und an die zuständigen Stellen mit der Bitte zur Prüfung oder Beantwortung koordiniert. Zudem wurden weitere offene Anregungen, Fragen und geäußerten Wünsche der Kinder und Jugendlichen beantwortet. Den Startschuss der 100 Tage Challenge gab die Veedels-Konferenz am 24. Juni 2022. Auf dem Beteiligungsportal wird auch nach Abschluss der 100 Tage Challenge weiterhin über den aktuellen Umsetzungsstand berichtet. Das bedeutet auch, dass der Status der Prüfung von einigen Maßnahmen kommuniziert wird. Ebenso werden Anregungen und Wünsche beantwortet, die nicht umsetzbar sind, sowie dazu jeweils eine Begründung der Entscheidung gegeben. 4. Bis Ende 2022 wird das Potenzial des „Veedels-Checks“ mit seinen zwei Bausteinen (Vor- Ort-Quartiersbegehung und Großgruppenkonferenz) als möglicher standardisierter Ansatz für alle anderen Veedel bzw. Bezirke der Stadt Köln reflektiert und diskutiert. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Der Zeithorizont des Ziels wurde auf Ende 2023 ausgeweitet. Nach Abschluss des zweiphasigen Beteiligungsverfahrens in Köln Mülheim wurde am Freitag, dem 09. September 2022 im Rahmen einer Multiplikator*innen- Konferenz im Kulturbunker Mülheim das Beteiligungsverfahren auf seine Zukunftsfähigkeit hin ausgewertet und geprüft. Zudem wurden erste Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Verfahrens diskutiert. Die Veranstaltung richtete sich schwerpunktmäßig an die Mitglieder der Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune, stadtweite Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, sowie politische Vertreter*innen. Weiterhin waren Multiplikator*innen aus dem HEY Mülheim Projekt eingeladen, die ihre Erfahrungen einfließen lassen konnten. Die Auswertung und Reflexion des Pilot-Projekt erfolgte in mehreren Schritten: 6 1. Multiplikator*innen-Konferenz (Status: abgeschlossen) 2. Reflexionsworkshop des Projektteams (Status: abgeschlossen) 3. Einzelrückmeldungen von Multiplikator*innen und Kindern und Jugendlichen (Status: abgeschlossen) 4. Wissenschaftliche Auswertung: Diskursanalyse durch die katholische Hochschule Köln (Status: abgeschlossen) Nach Abschluss der Diskursanalyse und auf Grundlage der bereits vorliegenden Ergebnisse der Auswertungsschleifen wurde das Beteiligungskonzept des Veedels-Checks weiterentwickelt. 5. 2023: Sofern das Prüfergebnis für das Ausrollen des Verfahrens auf andere Veedel bzw. Bezirke positiv ausfällt, werden durch einen verwaltungsinternen Beschluss interne Mittel oder durch eine gesonderte Entscheidung in den zuständigen politischen Gremien (Fachausschuss oder Rat) zusätzliche finanzielle und/oder personelle Ressourcen beantragt. Sofern Ressourcen bereitgestellt werden, wird im Jahr 2023 das Verfahren in einem der anderen acht Stadtbezirke durchgeführt. Sofern das Prüferergebnis negativ ausfällt, soll ein abgewandeltes oder alternatives Beteiligungsverfahren entwickelt werden. Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Fortführung des Veedels-Checks wurde am 26.09.2023 seitens des Jugendhilfeausschusses beschlossen und entsprechende Mittel für den Beteiligungsprozess zur Verfügung gestellt. Gemäß dem Beschluss soll die Entscheidung der Bezirksvertretung Nippes vom 01.06.2023, die Vergabe von Stadtverschönerungsmitteln in die Hand von Kindern und Jugendlichen zu legen, einbezogen und ergänzt werden. Seitens der Bezirksvertretung Nippes wurden 75.000 Euro aus den Stadtverschönerungsmitteln des Bezirks für die Umsetzung von durch Jugendliche angeregte Projekt- oder Maßnahmenideen zur Verfügung gestellt. Der Stadtbezirk Nippes wurde daher für den zweiten Veedels-Check ausgewählt. Um Transparenz bezüglich der Umsetzung zu schaffen, wurde das aktualisierte und ergänzte Beteiligungskonzept dem Jugendhilfeausschuss, der Bezirksvertretung Nippes und dem Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden zur Kenntnis vorgelegt. Das Beteiligungskonzept kann hier eingesehen werden. Um zudem eine rechtzeitige Einbindung und Mitwirkung aller relevanten Akteur*innen innerhalb der Stadtverwaltung zu gewährleisten, wurde der Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung am 27. Februar mündlich über die Fortsetzung des bezirklichen Kinder- und Jugendbeteiligungsformats informiert und beteiligt. Die Zielsetzungen können wie folgt ergänzt werden: 6. 2024: Bis Ende 2024 wird ein Veedels-Check im Stadtbezirk Nippes durchgeführt. An diesem Teilziel wird derzeit gearbeitet. Die Projektleitung obliegt der Stabstelle Kinderfreundliche Kommune. Zur Umsetzung von „HEY Nippes!“ wurde ein Projektteam gebildet, welches für den Projekterfolg mitverantwortlich ist. Das Projektteam besteht aus Mitarbeiter*innen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln, sowie den Kooperationspartner*innen Youth Lead the Change Germany e.V.(kurz: YLCG), den Teachers for future Germany e.V. Über das Projektteam hinaus unterstützen auch das Kooperative Kinder- und Jugendbüro und der Kölner Jugendring e.V. bei der Umsetzung des Kinder- und Jugendbeteiligungsformats. Phase 1, Öffentlichkeitsbeteiligung: „Veedels-Spaziergänge“ | Köln-Nippes, 04.März- 17.März 2024 7 Die erste Beteiligungsphase des Veedels- Checks wurde mit Unterstützung durch das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung bereits erfolgreich abgeschlossen. Mithilfe des niedrigschwelligen Online-Kartendialogs fanden im Stadtbezirk Nippes zwischen dem 04. März und 17. März 2024 (zum Teil begleitete) Sozialraumbegehungen von jungen Kölner*innen statt. Die junge Zielgruppe wurde mithilfe des Kartendialogs befähigt ihren Lebensraum zu erkunden und aus eigener Perspektive zu bewerten. Die Bewertung des Stadtraums durch Kinder und Jugendliche wurden dabei mittels digitaler und analoger Instrumente dokumentiert. Während des Beteiligungszeitraums informierten zusätzlich Mitarbeiter*innen der Stadt Köln mit dem Meinungs- Mobil an 12 zentralen Standorten in den Stadtteilen von Köln Nippes über das Format und standen den Teilnehmer*innen oder weiteren interessierten Personen für Fragen rund um die Kinder- und Jugendbeteiligung zur Verfügung. Die Anlaufstellen wurde während des Beteiligungszeitraums rege genutzt. Über das Beteiligungsportal der Stadt Köln gingen über 518 Beiträge, 326 Bewertungen und 89 Kommentare von Kindern und Jugendlichen ein. Neben den digitalen Rückmeldungen kamen zudem auf analogem Wege Beiträge und Einsendungen von Nippeser Schüler*innen, Kindern aus Nippeser Kindertagesstätten und weiteren Kindern und Jugendlichen am Aktionsstand. Nach Sichtung und Auswertung aller Eingänge stellt sich heraus, dass folgende Themen, den jungen Nippeser*innen besonders auf dem Herzen liegen: 1. Verkehr: 39%, davon : o Verkehrssicherheit 25% o Radverkehr 19 % o Verkehrsberuhigung 15% o Zustand der Wege: 12% o Sonstige Verkehrsthemen 29% 2. Mobiliar im öffentlichen Raum: 20% 3. Sauberkeit: 17% 4. Sicherheitsempfinden 10% 5. Stadtgrün 5% Alle Beiträge der Veedels-Spaziergänge, Hintergrundinformationen und der umfangreiche Auswertungsbericht zum Beteiligungsprozess können hier abgerufen werden. Begleitende Schul-Workshops Zur verbesserten Einbindung von Schulen in das Kinder- und Jugendbeteiligungsformat wurde eine Kooperation mit den Teachers for future Germany e.V. (kurz T4f) geschlossen. Im Zeitraum vor und während der Veedels-Spaziergänge wurden Workshops in Schulklassen an Schulen unterschiedlicher Schulformen (erreicht wurden: 1 Grundschule, 1 Gesamtschule, 1 Gymnasium, 1 Realschule) in Köln Nippes umgesetzt. Neben der Vorstellung und Vorbereitung des Beteiligungsformats HEY Nippes! wurden in den Workshop auch die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDG) thematisiert und erste konkrete Projektideen für Nippes entwickelt, die im Rahmen der Veedels-Spaziergänge eingebracht wurden. Durch das Kennenlernen eigener politischer Handlungsmöglichkeiten wurde zudem das Demokratieverständnis der Teilnehmer*innen gestärkt. Phase 2, ÖB: „Veedels-Konferenz“ | Köln-Nippes, Freitag, 21. Juni 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof 8 Die zweite Beteiligungsphase des Veedels- Checks wurde mit Unterstützung des Projektteams HEY Nippes! bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Veedels-Konferenz fand am 21. Juni 2024 im Bürgerzentrum Altenberger Hof statt. Das Großgruppenformat wurde dafür genutzt, die Ergebnisse der Veedels- Spaziergänge vorzustellen und in den Austausch zu kommen. Kinder und Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Verwaltung, Politik und Multiplikator*innen aus dem Stadtbezirk Nippes ihre Ideen, Vorschläge und Wünsche für ihr Veedel. Insgesamt nahmen circa 100 Teilnehmer*innen an der Veedels- Konferenz teil. Die Themen, die die Kinder und Jugendlichen über das Beteiligungsportal geteilt haben, waren sehr vielfältig und betreffen alle Facetten des städtischen Handelns und des täglichen Lebens in der Stadt. Es wird deutlich, dass sich die Kinder und Jugendlichen nicht allein mit ihrer engeren Lebenswelt befassen, sondern einen weiten Blick auf die Umstände in ihrer Stadt haben. Daher war es für das Format unerlässlich, dass verschiedene Fachämter, sowie externe Partner*innen der Abfallwirtschaftsbetriebe und der Polizei der Einladung in die Stadthalle gefolgt sind, um ihre Expertise einfließen zu lassen und die Themen der Kinder und Jugendlichen fachspezifisch zu bearbeiten. Weitere Informationen zur und Impressionen von der Veedels- Konferenz können hier abgerufen werden. 100 Tage Challenge Nach Abschluss der beiden Beteiligungsphasen folgt nun die Umsetzungsphase: Die Ergebnisse der Veedels-Konferenz und die Einzelbeiträge der Kinder und Jugendlichen werden gebündelt und an die zuständigen Stellen mit der Bitte zur Prüfung oder Beantwortung koordiniert. Zudem werden weitere offene Anregungen, Fragen und geäußerten Wünsche der Kinder und Jugendlichen beantwortet. Hierbei bestehen folgende Zielsetzungen: Erarbeitung sogenannter „Quick-wins“, also kleine, schnell umsetzbare Maßnahmen, die den Kindern und Jugendlichen eine unmittelbare Selbstwirksamkeitserfahrung ermöglichen Herstellung von Transparenz durch Veröffentlichung der Beantwortungen auf dem Beteiligungsportal Weitergabe von Informationen zu laufenden oder geplanten Vorhaben der Stadt Köln Start einer 100 Tage Challenge für eine lebensweltrealistische Zeitschiene für Kinder und Jugendliche Den Startschuss der 100 Tage Challenge gab die Veedels-Konferenz am 24. Juni. Auf dem Beteiligungsportal wird auch nach Abschluss der 100 Tage Challenge weiterhin fortlaufend über den aktuellen Umsetzungsstand berichtet. Das bedeutet auch, dass der Status der Prüfung von einigen Maßnahmen kommuniziert wird. Hier sind alle betroffenen Ämter und Fachbereiche gefragt, die Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune dabei zu unterstützen die Beiträge zu pflegen und auf aktuellem Stand zu halten. Ebenso werden Anregungen und Wünsche beantwortet, die nicht umsetzbar sind und begründen die Entscheidung. Projekt- und Maßnahmenideen für die Stadtverschönerungsmittel Auf dem Beteiligungsportal konnten unter der Kategorie „Meine Idee für Nippes“ Projektvorschläge eingereicht werden. Für deren Umsetzung stehen 75.000 Euro aus den bezirklichen Stadtverschönerungsmitteln zur Verfügung. In der Kategorie wurden über 100 Ideen von den Kindern und Jugendlichen eingereicht. Im ersten Schritt wurde seitens der zuständigen Ämter überprüft, welche Ideen grundsätzlich dem Kriterienkatalog der Stadtverschönerungsmittel entsprechen. Die 9 Ideen, die nicht in den Kriterienkatalog passen, flossen in die 100 Tage Challenge ein. Die weiteren Ideen wurden auf der Veedels-Konferenz weiter ausgearbeitet. Die beteiligten Kinder und Jugendliche wurden bei der Ausarbeitung der Projektideen seitens des Kooperationspartners „Youth lead the germany e.V.“ unterstützt. Dazu wurde eine Steckbrief-Vorlage ausgearbeitet, die die Bearbeitung für die Kinder und Jugendlichen erleichtern sollte. Aktuell werden die ausgearbeiteten Projekt- oder Maßnahmenideen an die Verwaltung zur Prüfung der Umsetzbarkeit (Kriterienkatalog Stadtverschönerungsmittel) weitergeleitet. Die handschriftlich ausgefüllten Steckbriefe (insgesamt 20 ausgearbeitete Projekt- oder Maßnahmenideen) wurden zur Prüfung der Umsetzbarkeit, hier insbesondere hinsichtlich Kriterienkatalog Stadtverschönerungsmittel, Kosteneinschätzung, zeitliche Schiene, etc. nochmals an die Verwaltung zur Prüfung rückgekoppelt. Phase 3, ÖB: „Priorisierung der Projektideen für das Veedel“ digital und aufsuchend Die dritte Beteiligungsphase des Veedels-Checks wird zurzeit vorbereitet. In dieser Phase sollen die durch die Verwaltung auf Machbarkeit/ Umsetzbarkeit vorgeprüften Projekt- oder Maßnahmenideen nochmal digital vorgestellt und durch die jungen Menschen priorisiert werden. Nach Abschluss des „Projektpriorisierung“ soll das Ergebnis der Bezirksvertretung Nippes vorgestellt und zum Beschluss vorgelegt werden. Für die Vorstellung/ Vorlage in der Bezirksvertretung Nippes wird die Sitzung am 7. November anvisiert. In Abhängigkeit der Auswahl und Kosten des oder favorisierten Projekte entscheidet sich, wie viele Projekte der ausgearbeiteten Projektideen mit den Stadtverschönerungsmitteln umgesetzt werden können. Re-Check Nach 100 Tagen erfolgt ein Re-Check zum Umsetzungsstand. Die Ausgestaltung des Re-Checks erfolgt im Prozess gemeinsam mit den jungen Menschen, die sich im Veedels-Check engagieren. Im Pilot-Format „HEY Mülheim“ erfolgte der Re-Check in Form eines Spaziergangs, bei dem vor Ort geprüft wurde, welche Ideen bereits erfolgreich umgesetzt werden konnten oder woran derzeit noch gearbeitet wird. Zudem wurden auch nochmal einzelne Beiträge besprochen, bei der die Umsetzung leider nicht klappt und die Hintergründe erläutert. Für HEY Nippes! wurde der Re-Check noch nicht ausgearbeitet. Abschlussphase Nach Abschluss der 100 Tage Challenge und dem Re-Check wird weiter an der Umsetzung gearbeitet und fortlaufend auf dem Beteiligungsportal berichtet. 7. 2025: Bis Mitte 2025 wird der Beteiligungsprozess in Nippes ausgewertet. Hier liegt ein besonderer Fokus auf der Auswertung der neuen Bausteine des Beteiligungskonzepts. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Weitere Infos und Links: Dialog zum Veedels-Check in Köln Mülheim HEY Mülheim! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln) 10 Dialog zum Veedels-Check in Köln Nippes Hey Köln! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln) Video-Beitrag der Maternus-Grundschule Köln-Nippes "Hey Nippes!" - Ideen für ein schönes Veedel aus der Maternus-Grundschule - YouTube Radiobeitrag WDR 5 vom 08. Mai 2024 Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln - WDR 5 Westblick aktuell - WDR 5 - Podcasts und Audios - Mediathek - WDR Erschiene Fachartikel zum Veedels-Check: eNewsletter Netzwerk Bürgerbeteiligung 02/2023 vom 16.05.2023 Link zum Artikel Demokratie plus Newsletter Ausgabe #186 vom 27. Juli 2023 Link zum Artikel Blog der Stiftung Zukunft Berlin vom 19.12.2023 Link zum Artikel Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 11 Maßnahme 2 Qualitative Weiterentwicklung der systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung in Bezug auf kinder- und jugendgerechte Formate Im Rahmen der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden Kinder und Jugendliche als besondere Zielgruppen erkannt. Die Beteiligungsverfahren und zielgruppengerechte Kommunikationsplanung für Kinder und Jugendliche werden bis 2025 weiterentwickelt. 1. 2022: Durchführung des Pilot-Beteiligungsprojektes „HEY Mülheim“ im 1. Halbjahr 2022. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Der Veedels-Check unter dem Titel „HEY Mülheim- Check mit uns dein Veedel“ wurde in einem dreiphasigen Prozess (Dreiphasig meint in diesem Zusammenhang: Veedels- Spaziergänge, Veedels- Konferenz und Re-Check Spaziergang) erfolgreich von März bis Oktober 2022 durchgeführt. 2. 2022: Vorstellung der Evaluationsergebnisse aus dem Pilotverfahren in dem Beirat Öffentlichkeitsbeteiligung im 2. Halbjahr 2022. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Am 10. Mai 2022 wurden dem Beirat für Öffentlichkeitsbeteiligung das Format und die Ergebnisse des Veedels-Checks vorgestellt. 3. 2022-2024: Auf Grundlage der Erfahrungen aus dem „Veedels-Check“ erfolgt eine Weiterentwicklung spezieller Verfahren und Formate der Beteiligung für Kinder und Jugendliche, auch die Weiterentwicklung regulärer Beteiligungsverfahren, in denen Kinder und Jugendliche eine von vielen angesprochenen Zielgruppen sind. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet. Seit 2022 konnten einige weitere stadtweite Beteiligungsverfahren umgesetzt werden, bei denen Kinder und Jugendliche eine der Zielgruppen waren. Exemplarisch sei hier die Neuauflage der Schulentwicklungsplanung für die Kölner Berufskollegs und die Weiterentwicklung der „Kölner Berufskolleglandschaft“ benannt. Das durchgeführte Beteiligungsverfahren adressierte zentrale Akteur*innen in der beruflichen Bildung, ihre Nutzer*innen sowie die interessierte Fachöffentlichkeit. Seit Herbst 2022 erarbeitet die Jugendverwaltung auf Grundlage eines Ratsbeschlusses aus Mai 2022 ein Gesamtkonzept für die stadtweite Kinder- und Jugendbeteiligung. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung ist in diesen Prozess miteingebunden. Es besteht seitens der Jugendverwaltung die Zielsetzung die Erfordernisse/ Gelingensbedingungen für erfolgreiche Kinder- und Jugendbeteiligung herauszustellen. Diese sollen auf den Leitlinien für systematische Öffentlichkeitsbeteiligung aufbauen, jedoch im Konzept auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche im Besonderen fokussiert werden. Beispielhaft sei hier eine Gelingensbedingung benannt: Es gelingt besser Kinder und Jugendliche für eine Beteiligung zu gewinnen/ zu erreichen, wenn die Einbindung über sie bekannte Multiplikator*innen, wie zum Beispiel Lehrer*innen oder Fachkräfte in Kinder- und Jugendeinrichtungen erfolgt. Diese und weitere Gelingensbedingungen sollen im Prozess der Erstellung nochmal klarer herausgestellt werden und können hilfreiche Anregungen sein, wenn es darum geht eine Kinder- und Jugendbeteiligung zu planen. 12 Die Konzepterstellung erfolgt in einem partizipativen Prozess. Es wurde eine begleitende Arbeitsgruppe eingerichtet (Arbeitskreis „Misch MIT!“), in der junge Menschen, Fachkräfte aus Verwaltung und Trägerlandschaft, Politiker*innen und weitere Expert*innen die Grundlagen und Eckpfeiler des Konzepts erarbeiten. Zudem wurden weitere Gremien und Akteur*innen mit ihren Expertisen einbezogen. Der Prozess wird zudem wissenschaftlich durch die katholische Hochschule Köln begleitet. Aktuell erfolgt der Schreib- und Gestaltungsprozess des Konzepts. Im 4. Quartal 2024 startet der Gremienlauf der Beschlussvorlage und soll in einer Ratsvorlage im Dezember 2024 münden. Im Anschluss an die Konzepterstellung soll geschaut werden, wie das Konzept größtmögliche Wirkung entfalten und bei der Zielgruppe bekannt gemacht werden kann. 4. 2025: Bis 2025 ist eine Erweiterung des Methodenkoffers des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung um mindestens zwei weitere Formate für Kinder und Jugendliche erfolgt. Das Teilziel hat sich im Verlauf verändert. In der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung werden die Methoden und Formate für eine Öffentlichkeitsbeteiligung passgenau zu den Zielen und Zielgruppen entwickelt. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung erweitert den Methodenkoffer immer um weitere Formate aus, sofern diese erprobt wurden oder sie davon Kenntnis erlangen. Sofern neue Methoden gefunden werden, die sich auch für eine Kinder- und Jugendbeteiligung eignet, fließen diese in den „Methodenkoffer“ für diese Zielgruppe ein, und es wird bei Bedarf an die entsprechenden Dienststellen ein Hinweis gegeben. Weitere Infos und Links: Dialog zum Veedels-Check in Köln Mülheim HEY Mülheim! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln) Zukunftsbild Berufskollegs in Köln https://meinungfuer.koeln/zukunft-koelner-berufskollegs Dialog zum Veedels-Check in Köln Nippes Hey Köln! | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln) Themenraum zu „Misch MIT! Kinder- und Jugendbeteiligung“ Misch MIT! Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln | Beteiligungsportal der Stadt Köln (meinungfuer.koeln) Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 13 Maßnahme 3 Aktionen zur Inanspruchnahme des öffentlichen Raums hier am Beispiel: Elfried – Der elfte Elf Kinder lernen spielerisch ihre Rechte kennen. Es werden Krachmacherparaden in den Kölner Stadtbezirken durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem begleitenden Podcast aufbereitet. Das Ziel sollte durch folgende nächste Schritte erreicht werden: 1. Akquise von Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen für das Projekt; Fördermittelakquise im 1. Halbjahr 2022. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt wurde durch die Imhoff-Stiftung, die Sparkasse Köln Bonn (Hier mit Herz) und die Stadt Köln ermöglicht. Als Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen des Projekts wurden der Kölner Spielecircus e.V., das Schokoladenmuseum Köln; der Kölner Jugendring e.V., sowie das Kooperative Kinder- und Jugendbüro gewonnen. 2. Konzeptentwicklung für die Durchführung der Krachmacherparaden, Pop-up Bühnen und Podcast-Episoden bis Ende des Jahres 2022. Das Teilziel wurde angepasst und erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund sicherheits- und ordnungsbehördlichen Auflagen und den damit verbundenen Kosten ließ sich die Durchführung von 11 Krachmacherparaden im öffentlichen Raum nicht realisieren. Das Konzept wurde daher angepasst und 10 Krachmacherhöfe auf ausgewählten Schulhöfen in allen neun Stadtbezirken geplant. Als Abschluss konnte eine zentrale Krachmacherparade im öffentlichen Raum mit Ausklang am Schokoladenmuseum stattfinden. Das Format adressierte Kölner Kinder (Grundschulalter 6 bis 12 Jahre) mit jeweils einer Kooperations-Grund- oder Förderschule. 3. Durchführung von Krachmacherparaden in den Kölner Stadtbezirken im Jahr 2023. Das Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen. Im April und Mai 2023 wurde an ausgewählten Schulen (8 Grundschulen, 2 Förderschulen) auf Schulhöfen oder in Turnhallen einen Aktionstag mit einem bunten Mitmach-Programm gestaltet. Verpackt in einer lustigen Geschichte von "Elfried dem elften Elf" wurden den teilnehmenden Schüler*innen spielerisch ihre Rechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention nähergebracht und diese erlebbar gemacht. Ein weiteres Ziel stellte die Sensibilisierung der erwachsenen Kölner*innen für das Thema Kinderrechte dar. Mit Infoschreiben für die Nachbarschaft wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Kinder auch laut sein dürfen und für ein gesundes Aufwachsen ihre Freiräume in der Stadt benötigen. So ist es sogar bundesgesetzlich geregelt. Insgesamt wurden circa 2200 Kinder mit dem Programm erreicht. Die Krachmacherparade war ursprünglich für den 20. Juni 2023 vorgesehen, musste jedoch aufgrund der Wetterlage (Hitze) verlegt werden. Die Krachmacherparade hat am 31. August 2023 stattgefunden. Circa 250 Kinder folgten der Einladung. Die Krachmacherparade startete auf dem Harry-Blum-Platz. Der Umzug folgte dann entlang der Wege im Zollhafen und auf der Rheinauwerft. Vor dem Schokoladenmuseum erwartete die Kinder ein buntes Mitmach-Programm des Kölner Spielecircus e.V. In anschließenden Workshops konnten sie sich auch noch kreativ betätigen. 14 4. Nachhaltige Ergebnissicherung durch die Aufbereitung der Podcast-Episoden und die Bereitstellung der QR-Code Schnitzeljagd. Dieses Teilziel hat sich durch die Neu-Konzipierung überholt. Bereits im Jahr 2022 wurde eine QR-Code Schnitzeljagd umgesetzt, in der „Elfried“ in ganz Köln 11 kinderfreundliche Orte vorstellt und seinen Freund, den „Frohsinn“, sucht. In der begleitenden Broschüre werden auch Kinderrechte vermittelt. Zudem wurde eine externe Website, sowie ein Instagram-Account von Elfried, dem elften Elf seitens des Kunstkönner e.V. umgesetzt. Auch über die Social Media Kanäle des Kooperativen Kinder-und Jugendbüros und des Kölner Jugendrings wurde über die Krachmacherhöfe informiert. 5. Eine Weiterentwicklung und Fortbestand des „elften Elf“ über die Jubiläumssession hinaus wird in der Auswertung geprüft und evaluiert. Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Für eine Fortsetzung der Krachmacherhöfe im Jahr 2024 konnten die erforderlichen Fördermittel nicht eingeworben werden. Im Jahr 2023 konnte der „Krachmacher-Rap“ am Sonntag, dem 18. September auf dem Weltkindertag auf beiden Bühnen als Mitmach-Programm aufgeführt werden. Zusätzlich konnte am Aktionsstand der Kinderfreundlichen Kommune und des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros gebastelt werden. „Der elfte Elf“ konnte zudem beim Familiensonntag in der Kölner Zentralbibliothek am 12. November aufgeführt werden. Die Erfahrungen aus dem aufsuchenden Mitmach-Format fließen in die Weiterentwicklung der bestehenden Partizipationsformate und das „Misch MIT“-Konzept ein. Links und weitere Infos: Artikelseite zu den Krachmacherhöfen https://www.stadt-koeln.de/artikel/72595/index.html Veranstaltungskalender zu der Krachmacherparade https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/veranstaltungen/daten/32901/index.html Website von Elfried dem elften Elf https://www.derelfteelf.de/ Instagram https://www.instagram.com/der_elfte_elf/ Broschüre von Elfried dem elften Elf https://www.derelfteelf.de/ueber-uns/ Status der Maßnahme: erfolgreich abgeschlossen 15 Maßnahme 4 Einführung einer kommunalen Familienkarte „FamilienPlusPunkt“ Durch die „FamilienPlusPunkt“-Karte wird die Kinder- und Familienfreundlichkeit nachhaltig als Standortfaktor gestärkt und in der Stadtgesellschaft verankert. 1. 2022: Die Maßnahme „FamilienPlusPunkt“ startet im Jahr 2022 mit mindestens 50 Kooperationspartner*innen. Dieses Teilziel wurde 2024 durch die Neubesetzung der Stellen im Familienbüro erfolgreich umgesetzt. Der Akquise-Prozess von Kooperationspartner*innen konnte im März 2024 mit der Pressemitteilung starten und läuft weiterhin. Es konnten bereits über 50 Kooperationspartner*innen akquiriert werden (Vergleiche hierzu Ziel 3). Es wurde zudem eine Artikelseite auf der Stadt Köln Homepage vorbereitet, welche zeitnah online geschaltet werden soll. Über die Artikelseite werden alle Partner*innen des FamilienPlusPunkts zu finden sein, sowohl als Liste als auch auf dem Stadtplan. Dadurch können Familien Angebote in ihrer direkten Umgebung finden. Außerdem erhalten die Kooperationspartner*innen des FamilienPlusPunkts einen Aufkleber den sie im Eingangsbereich ihrer Räumlichkeiten platzieren und so ebenfalls auf ihre Unterstützung von Familien aufmerksam machen können. Zudem erhalten sie das Logo in digitaler Form, um das Angebot auf ihren Internetseiten präsentieren zu können. 2. 2023: Bis Ende 2023 haben mindestens 10.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind die „FamilienPlusPunkt“-Karte beantragt und profitieren von den Vorteilen. (Die Anzahl entspricht ca. 10% der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 - Stand: Februar 2022). Dieses Teilziel wurde bis Ende 2023 nicht abgeschlossen, da der Akquise-Prozess von Kooperationspartner*innen wie oben geschildert weiterhin läuft. An dem Teilziel wird derzeit gearbeitet. Aktuell befindet sich ein Pressetermin in Vorbereitung. 3. 2024: Bis Ende 2024 konnten die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert werden. Dieses Teilziel wurde bereits begonnen. Die Zeitschiene wird dahingehend angepasst, dass bis Ende 2025 die Kooperationspartner*innen auf mindestens 150 erweitert werden können. Es konnten von März 2024 bis zur Berichterstellung rund 100 Kooperationsvereinbarungen geschlossen werden. Die Akquise wird persönlich, per E-Mail und telefonisch durchgeführt. Weitere Kanäle konnten über dir Wirtschaftsförderung genutzt werden (Artikel Newsletter und Zeitschrift). Seit Juni werden die städtischen Bildschirme in den Kundenzentren bespielt und die Flyer liegen vor Ort aus. Die Bezirksamtsleiter einiger Stadtteile haben durch ihre Vernetzung weitere Kontakte ermöglicht und über ihre eigenen Verteiler potenzielle Partner*innen informiert. In den städtischen Familienzentren sind Aushänge zur Akquise angebracht worden, und einzelne freie Träger haben über den FamilienPlusPunkt in Social Media Kanälen berichtet. In einigen Stadtteilkonferenzen der einzelnen Bezirke wurde das Projekt vorgestellt und Flyer verteilt. Weiter konnten die Kosten der ersten 150 Aufkleber durch ein Druckhaus gesponsert werden. Die ersten 5.000 Karten konnten mit Mitteln der kinderfreundlichen Kommune Köln finanziert werden. Ein weiterer Sponsor möchte die Produktion der nächsten 5.000 Karten übernehmen. Hierfür müssen rechtliche Gegebenheiten abgeklärt werden. 16 4. 2025: Bis zur Evaluation der Maßnahme konnten insgesamt mindestens 20.000 in Köln lebende Familien, Elternteile/Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind mit der „FamilienPlusPunkt“-Karte erreicht werden. (Die Anzahl entspricht ca. 20 % der aktuell in Köln bestehenden Haushalte mit Kindern (Aktuell circa 104.000 - Stand: Februar 2022). Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Der Zielhorizont dieses Teilziels wird auf 2026 ausgeweitet. Nächste Schritte und Termine: Weitere Akquise von Kooperationspartner*innen und Sponsoren der „FamilienPlusPunkt“-Karte Veröffentlichung der Artikelseite zum FamilienPlusPunkt Erstellung eines Info-Flyers für Familien Bewerbung der FamilienPlusPunkt-Karte Offizielle Einführung der Familienkarte mit Pressetermin und Aktion (1.111 Karten mit einem Graffiti Bild in Kooperation mit den MittwochsMalern (Projekt des SkM) im Herbst 2024 Abklärung der Platzierung von Sponsoren auf der Artikelseite Weiterführende Links: Pressemitteilung der Stadt Köln vom 15. März 2024 Wirtschaftsförderung Newsletter online (Wir stärken den Kölner Einzelhandel: Für eine lebendige Innenstadt und attraktive Veedel 🛍️ (sendibm3.com)) Zeitschrift „Köln Magazin- Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation“ (Ausgabe 2/2024) Status der Maßnahme: verzögert, erfolgreich laufend 17 Maßnahme 5 Erschließung von Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/ Streetart im öffentlichen Raum. Der Sachstand wurde am 15. August 2023 wie folgt dargestellt: 1. 2022: Im zweiten Halbjahr 2022 wird die „Hall of Fame Kalkberg“ eröffnet. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Am Freitag dem 23.09.2022 eröffneten Robert Voigtsberger, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport und Norbert Fuchs, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Mülheim, feierlich die „Hall of Fame Kalkberg“. Im Voraus engagierten sich die beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr, um zu erreichen, dass die Wand langfristig in eine „Hall of Fame“ umgewidmet wird. Der fraktionsübergreifende Antrag, die Stützwand des Kalkbergs Am Bischofsacker/ Ecke Kalk- Mülheimer Straße für die dauerhafte Nutzung als legale Graffiti-Fläche freizugeben, wurde am 17.01.2022 in der Bezirksvertretung Mülheim einstimmig beschlossen. Damit wird im Stadtbezirk Mülheim Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit gegeben, öffentlichen Raum auf rund 900 Quadratmetern jederzeit selbst zu gestalten. Das Event „Veedel Stars Vol. IV“ wurde wie in den vergangenen Jahren in enger Kooperation zwischen den Mittwochsmaler*innen des Sozialdienstes Katholischer Männer Köln e.V. (SKM Köln e.V.) und der Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln geplant und durchgeführt. Es fand erneut im Rahmen der NRW- weiten Veranstaltung „Nacht der Jugendkultur – Nachtfrequenz“ statt und wird unter anderem durch das Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, das Amt für öffentliche Ordnung sowie die Bezirksvertretung Mülheim unterstützt. 2. 2023: Die Nutzung der „Hall of Fame Kalkberg“ wird evaluiert und falls nötig konzeptionell angepasst. Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Da die Hall of Fame in 2022 erst kurz vor der Wintersaison eröffnet wurde, wurde eine Evaluation erst nach der Sommersaison 2023 angestrebt, um die Nutzung der Fläche in den letzten Monaten und die aufgetretenen Herausforderungen valide bewerten und eventuelle konzeptionelle Anpassungen daraus ableiten zu können. 2024: Die Hall of Fame wird vor allem in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten regelmäßig genutzt. Durch den angrenzenden Bolz- und Spielplatz ist ein urbaner und multifunktionaler Ort für junge Menschen im Stadtteil entstanden. Die anfänglichen Beschwerden aus der Nachbarschaft sind im letzten Jahr vollständig abgeebbt. Zudem gibt es nur noch selten Anlässe, dass Bilder oder Schriftzüge mit gewaltverherrlichenden, diskriminierenden oder nicht rechtskonformen Inhalten überstrichen werden müssen. Insgesamt ist die Hall of Fame als jugendkultureller Ort akzeptiert und wird durch junge Menschen sehr gut angenommen. 18 2024/2025: Weitere Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/Streetart im öffentlichen Raum wurden erschlossen. Einrichtung/Akquise von Flächen wird in möglichst vielen Stadtbezirken angestrebt. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Im Spätsommer 2023 wurde in Abstimmung mit der Bezirksvertretung Mülheim die Gestaltung von Flächen am Wiener Platz durch die Mittwochsmaler*innen des SKM Köln e.V. erfolgreich umgesetzt. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie und der SKM Köln e.V. arbeiteten hier wieder als Planungstandem in Kooperation mit verschiedenen Fachämter der Stadt Köln zusammen. Der Gestaltung ging ein längerer Prozess abgeleitet von der Entwicklung der Hall of Fame am Kalkberg und dem Wunsch nach weiteren gestalteten Flächen im Stadtbezirk voraus. Zudem war ein Ergebnis des Pilotprojekts „Hey! Mülheim – Check mit uns dein Veedel!“, welches ebenfalls im Rahmen des Gesamtvorhabens „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ in 2022 stattfand, dass sich viele Kinder und Jugendliche eine Umgestaltung und Verschönerung des Wiener Platz wünschten. Dieser Tatsache wurde mit diesem Projekt somit ebenfalls Rechnung getragen. Im Rahmen des Weltkindertages im September 2023 wurden am Neumarkt als einer der zentralen Plätze im öffentlichen Raum in Köln Bauzaunplanen in einem durch einen Künstler angeleiteten Workshop durch Jugendliche zum Thema „Kinderrechte“ gestaltet. Die Planen wurden mehrere Wochen am Neumarkt ausgestellt sowie im Kontext des Weltkindertagfestes präsentiert. Derzeit liegt ein Antrag der Bezirksvertretung Köln Innenstadt (AN/0549/2024) vor, eine Hall of Fame im Bezirk Innenstadt am Kap am Südkai einzurichten. Der Wunsch wurde durch engagierte Jugendliche des Kinder- und Jugendforums Innenstadt eingebracht. Seitens der Verwaltung und weiteren externen Partner*innen, unter anderem den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB), wird derzeit geprüft, ob Mülleimer und Hinweisschilder aufgestellt werden dürfen, da sich die Fläche in den Schutzzonen der Hochwasserschutzanlage befindet. Dafür bedarf es einer Klärung mit der Bezirksregierung Köln als zuständige Stelle, die momentan vorbereitet wird. Links und weitere Infos: Instagram-Kanal der Mittwochsmaler*innen mittwochsmalercologne Mitteilungsvorlage zur Gestaltung am Wiener Platz BV Mülheim Vorlagennummer 2503/2023 Gestaltungskonzept Wiener Platz Beschluss der Bezirksvertretung Innenstadt vom 26. April 2024 (S.9) AN/ 0549/2024 Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 19 Maßnahme 6 Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „kinder- und jugendfreundliches Köln“ 1. Bis Ende 2022 wurde eine Arbeitsgruppe zur „Entwicklung eines Leitbilds einer Zielvision für ein „kinder- und jugendfreundliches Köln“ eingerichtet und ein regelmäßiger Sitzungsturnus etabliert. Das Teilziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Die Schlüsselprojekte werden immer einer Handlungsempfehlung aus der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ zugeordnet. Die Kinderfreundliche Kommune wurde der Handlungsempfehlung 8 „Stadt- Leben“ zugeordnet. Im Jahr 2022 ist es erfolgreich gelungen dem Stadtentwicklungsteam, kurz Stek-Team die Leitbildentwicklung als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie vorzuschlagen und zu definieren. Neben der Leitbildentwicklung „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wurden dem Verwaltungsvorstand 16 weitere neue Vorhaben (Konzepte, Projekte und Impulse), die in besonderer Weise zur Umsetzung der Stadtstrategie beitragen, durch das Stek-Team empfohlen. Wie auch im vorherigen Jahr folgte der VV der Empfehlung, die diesmal auch vier Schlüsselprojekte des Stadtwerkekonzerns (SWK) umfasste. Im März 2023 wurden die 17 neuen Schlüsselprojekte im Stadtentwicklungsausschuss präsentiert. Durch die Heraushebung als Schlüsselprojekt wird die stadtweite Bedeutung des Themas betont. Zudem trägt es dazu bei eine dezernats- und ämterübergreifende Umsetzung zu unterstützen. 2. In der Arbeitsgruppe wurde eine Projektskizze (Ablauf- und Terminplanung, Ressourcen- und Kostenplanung, Beteiligungsformen etc.) entwickelt. Das Teilziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Vgl. hierzu Punkt 3. 3. Bis Ende 2024 wurde in umfangreichen Beteiligungsprozessen ein Entwurf des Leitbilds erarbeitet. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Der Zeithorizont des Ziels wurde auf Ende 2025 verschoben. 2023: 1. Beteiligungsebene: Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 05. Mai 2022 beauftragt, einen Fachtag zum Thema Kinder- und Jugendpartizipation zu organisieren. Dieser sollte gemäß dem Beschluss gemeinsam mit Kommunalpolitiker*innen, Fachverwaltungsmitarbeiter*innen, Fachkräften aus der freien Trägerlandschaft, weiteren Akteur*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe (hier u.a. Fachberatung „Eigenständige Jugendpolitik und Partizipation“ des LVR) und jungen Menschen organisiert werden und dient als Startpunkt für die Entwicklung einer langfristigen, gesamtstädtischen Partizipationsstrategie. Am 28.04.2023 fand der Fachtag „Misch MIT! – Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln“ im Kalk Karree statt. Mehr als 300 Besucher*innen aus Politik, Fachverwaltung und der Kinder- und Jugendhilfe sowie junge Menschen ab Klasse 7 begegneten sich bei verschiedenen Aktionen und Workshops und kamen in einen konstruktiven Austausch zur zukünftigen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Köln. 20 Auf dem Fachtag wurde ein Workshop zur Leitbildentwicklung unter dem Titel „Reise mit uns in die Zukunft und schau dir an, wie unser kinder- und jugendfreundliches Köln im Jahr 2030+ aussieht“ angeboten. Die Teilnehmer*innen des Fachtags hatten während der gesamten Veranstaltung die Chance, den Workshop zu besuchen. Es gab insgesamt 7 „Planetenstationen“, an denen junge Menschen ihre Ideen für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ notieren konnten. Die zentralsten Ideen und Punkte wurden bereits auf dem Fachtag geclustert und „live“ in ein Graphic Recording übertragen. Im Ergebnis wurden eine Vielzahl zielgruppenspezifischer Wünsche/ Einzelthemen geäußert, aber auch viele übergeordnete Ziele von den jungen Menschen benannt. Letztere lassen sich auch im Zielgerüst der Stadtstrategie wiederfinden (zum Beispiel Stadtraum, nachhaltige Mobilität). Bei den zielgruppenspezifischen Einzelthemen muss geprüft werden, wo und wie die Ideen, Forderungen und Wünsche in weitere Prozesse und Planungen einmünden können. Im ersten Schritt wurde das Graphic Recording bereits beim Strategietag „Kölner Kinder stärken!“ am 12.05.2023 dargestellt und erste Ideen sind in diesen Prozess eingeflossen. Die übergeordneten Themen mündeten als 1. Beteiligungsebene in die Leitbildentwicklung für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ ein. 2023: 2. Beteiligungsebene: Am 21. November 2023 fand der Amtsleitungstag im Gürzenich statt. Auf Einladung von Frau Oberbürgermeisterin Frau Reker wurde die Kinderfreundliche Kommune als eines von zwei Schwerpunktthemen vorgestellt. Nach einer Vorstellung des bisherigen Prozesses wurden die Teilnehmer*innen eingeladen, sich bei einem Worldcafe aktiv an der Leitbildentwicklung zu beteiligen. Die Grundlage hierfür bildeten die von den Kindern und Jugendlichen ausgearbeiteten übergeordneten Zielsetzungen. Die Ergänzungen und Anregungen mündeten als 2. Beteiligungsebene in die Leitbildentwicklung für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2035+ ein. 2024: 3. Beteiligungsebene: Für die Umsetzung der dritten Beteiligungsebene wurde eine Kooperation mit der katholischen Hochschule Köln geschlossen. Im Rahmen des im Masterstudiengangs Innovationsmanagement in der Sozialen Arbeit wurde ein Lehrforschungsprojekt „Leitbild Kinderfreundliche Kommune Köln“ eingerichtet. Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts wird die Stabstelle Kinderfreundliche Kommune bei der weiteren Leitbilderstellung unterstützt. Neben einer umfangreichen Dokumentenanalyse vorhandener Leitbilder in der Stadt Köln wird aktuell auch eine Befragung der städtischen Mitarbeiter*innen konzipiert. 4. Das Leitbild „kinder- und jugendfreundliches Köln“ wird vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Weitere Infos und Links: Kölner Perspektiven 2030+ – Vorschläge für Handlungsempfehlungen und Schlüsselprojekte Schlüsselprojekt Kinderfreundliche Kommune Fachtag Misch MIT! (vgl. Seiten 36-42) 21 Misch MIT Gesamtauswertung und nächste Schritte Status der Maßnahme: verzögert, erfolgreich laufend 22 Maßnahme 7 Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der Mobilitätswende der Stadt Köln. Kinder und Jugendliche werden als eine wichtige Zielgruppe am SUMP-Prozess beteiligt. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen in die weitere Erarbeitung des SUMP ein. 1. 2023/2024: Bis Ende 2024 wurden Kinder und Jugendliche an der Erarbeitung der ersten Stufe (Leitbildprozess, Analyse und Strategieentwicklung) des im Jahr 2022 gestarteten SUMP-Prozesses beteiligt. Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Im nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“, den die Stadt Köln aktuell erstellt, wurde zunächst ein Leitbild für die Mobilität in Köln 2035 erarbeitet. Dieses Leitbild wurde am 07. September 2023 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Der Beschluss zum Leitbild und der Leitbildbericht können hier angesehen werden. Um den Vorrang des Kindeswohls zu gewährleisten, sind daher bereits in die Leitbildentwicklung die Perspektiven und besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingeflossen. In einer nächsten Phase werden die Schwächen der heutigen Mobilität sowie die Chancen für die zukünftige Mobilität analysiert. Um ein möglichst heterogenes und aktuelles Meinungsbild von Kindern und Jugendlichen zu erhalten, wurden Schulen unterschiedlicher Schulformen, sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in allen neun Stadtbezirken beteiligt. Die Kinder und Jugendlichen wurden dabei in ihrem räumlichen und sozialen Umfeld befragt. Die eigens entwickelten Module sollten die jungen Kölner*innen in Einzel- oder Gruppenarbeit umsetzen und nach Möglichkeit mit ihrer Klasse oder Gruppe diskutieren. Alle teilnehmenden Klassen oder Gruppen erhielten ein Beteiligungspaket, in dem alle erforderlichen Materialien zu drei Modulen in ausreichender Anzahl enthalten waren. Zudem enthielt das Beteiligungspaket auch eine Durchführungsanleitung, die das Vorgehen bei den einzelnen Modulen detailliert erläuterte. Weiterhin wurde ein digitaler Briefing-Termin für die erwachsenen Begleitpersonen oder Multiplikator*innen offeriert, in dem die Module nochmal erläutert und mögliche offene Fragen geklärt wurden. Nach der Bearbeitung der Module konnten alle Ergebnisse in ein vorfrankiertes Paket verpackt und für die Auswertung an eine beauftragte Agentur zurückgeschickt werden. Modul 1 fragte ab, wie die Kinder und Jugendlichen heute in Köln unterwegs sind und wie sie die Wege und Verkehrsmittel wahrnehmen. Bei beiden Gruppen wurden zunächst die am häufigsten genutzten Verkehrsmittel identifiziert. Die Kinder wurden dann befragt, was sie auf ihren Wegen hören, sehen und riechen. Zudem sollten sie ausführen, was gute Wege und schlechte Wege für sie ausmachen. Die Jugendlichen wurden gebeten, die unterschiedlichen Mobilitätsformen zu bewerten. Zudem wurden sie konkret um ihrer Einschätzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gebeten. Modul 2 befasste sich damit, wie sich die Kinder und Jugendlichen die Mobilität in Köln zukünftig wünschen. Kinder und Jugendliche wurden in diesem Modul kreativ und zu Stadtgestalter*innen. Die Kinder malten dazu zwei Mal die gleiche Stelle im öffentlichen Raum auf einem Bild. Zuerst wurde der heutige Zustand dargestellt und auf dem anderen Bild skizziert, wie sie sich die Straße oder den Platz zukünftig wünschen. Die Jugendlichen befassten sich mit der Frage, wie eine gerechte Mobilität aussieht. Dazu befassten sie sich unter anderem mit der barrierefreien Mobilität und vollzogen mithilfe eines Maßbandes einen Perspektivwechsel und betrachteten die städtischen Wege aus der Größe von Kindern und Rollstuhlfahrenden. 23 Modul 3 umfasste eine Übersicht über circa 20 mögliche Maßnahmen, die alle zur Verbesserung der Mobilität in Köln beitragen können. Aufgabe war es hier zu priorisieren, welche Maßnahmen aus Sicht der Kinder und Jugendlichen als besonders wichtig erachtet werden. Die Jugendlichen sollen sich zudem dazu austauschen, welche Maßnahmen sie für schnell beziehungsweise langsam umsetzbar halten und wie sie sich die Kosten vorstellen. Diese Einschätzungen helfen der Stadt neben der Maßnahmengestaltung auch bei der Kommunikation, warum welche Schritte zu einem bestimmten Zeitpunkt umgesetzt werden. Die Vorstellungen zu der Umsetzungsgeschwindigkeit und den Umsetzungskosten wurden im Rahmen der Auswertung mit den tatsächlichen Daten abgeglichen. Insgesamt haben sich 25 Schulen (aller Schulformen) und offene Kinder- und Jugendeinrichtungen aus allen 9 Stadtbezirken beteiligt. In Zahlen wurden 282 Kinder und 337 Jugendliche, also insgesamt 619 junge Menschen mit der Beteiligung erreicht. Hinweis: Wie bei allen Beteiligungsformaten sind auch die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung nicht repräsentativ und werden auch nicht als solche behandelt. Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung flossen unmittelbar in die Leitbildentwicklung ein und werden auch in den weiteren Prozess der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans Besser durch Köln einmünden. Sie wurden auch bereits auf verschiedenen Veranstaltungen ausgestellt oder diskutiert. Am 28. April 2023 hat ein stadtweiter Fachtag unter dem Titel „Misch MIT! Kinder-und Jugendbeteiligung“ stattgefunden. Im Rahmen eines „Marktes der Beteiligungsmöglichkeiten“ wurden die Teilnehmer*innen über den nachhaltigen Mobilitätsplan und die stattgefundene Kinder- und Jugendbeteiligung informiert. Zudem wurden einige ausgewählte Bilder aus der Kinderbeteiligung ausgestellt. Vom 26. Bis 28. Mai 2023 (Pfingstwochenende) fand das polisMOBILITY camp statt. Das Areal zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz verwandelte sich in dieser Zeit in einen Erfahrungsraum für die Mobilität der Zukunft. Die Stadt Köln hatte einen Stand auf dem Camp und informierte dort über den nachhaltigen Mobilitätsplan „Besser durch Köln“. Am Samstag, den 27. Mai fand eine sogenannte Panel-Diskussion über die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung statt. Das Panel bewegte sich auf der Metaebene zum Thema "Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen" und trug den Titel "Wir wollen mitgestalten – Wie sich Kinder und Jugendliche die Mobilität von morgen wünschen". In folgenden Gremien, die an der Entwicklung des nachhaltigen Mobilitätsplans beteiligt sind, werden die Interessen der Kinder und Jugendlichen vertreten: Im Mobilitätsbeirat hat der Kölner Jugendring e.V. einen festen Sitz, in der dezernatsübergreifenden Projektgruppe ist die Koordination Kinderfreundliche Kommune festes Mitglied, im Lenkungskreis ist u.a. das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport vertreten und im Runden Tisch Mobilität und Gesellschaft ist unter anderem die Kidical Mass vertreten. Weiteres Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche fand zwischen dem 15. September und 22. September 2023 eine aufsuchende Beteiligung an 12 Standorten in allen Kölner Stadtbezirken statt. Kinder und Jugendliche waren hier nicht die erstangesprochene Zielgruppe, hatten aber wie jede*r andere Kölner*in die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Am 23. September 2023 fand ein Mobilitätsforum im historischen Rathaus statt. Junge Menschen waren hier ebenfalls eingeladen, sich zu beteiligen. 2024: 2. Online-Beteiligung im Frühjahr 2024 Mit dem Leitbild zum nachhaltigen Mobilitätsplan ist das Ziel gesetzt: Wir wollen „Besser durch Köln“. Aber wie kommen wir dorthin? An welchen Stellschrauben müssen wir wie drehen, um die Mobilität 24 für alle Menschen in Köln zu verbessern? Um den besten Weg zu finden, das Leitbild Wirklichkeit werden zu lassen, wurden im Rahmen der Mobilitätsplanung sieben Handlungsfelder mit jeweils sieben Stellschrauben definiert. Ziel der 2. Online-Beteiligung war es, Einschätzungen der Kölner*innen zu den Stellschrauben zu erhalten. Dazu wurden die Stellschrauben innerhalb des Handlungsfeldes priorisiert und ergänzende Hinweise zur Realisierung dieser Stellschrauben eingeholt. Die zweite Online-Beteiligung wurde im Zeitraum vom 11. bis 28. April 2024 umgesetzt. Der Beteiligungsaufruf wurde umfangreich beworben. Um auch Kinder und Jugendliche nochmal gezielter anzusprechen, wurde der Beteiligungsaufruf auch über die Kanäle und Netzwerke der Kinderfreundlichen Kommune Köln verbreitet. Zudem erfolgte auch eine Information über die Social- Media-Kanäle des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros. Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung können hier angesehen werden. Polis Mobility Camp 2024 Eine erneute aufsuchende Beteiligung zum nachhaltigen Mobilitätsplan fand am 24. und 25. Mai 2024 im Rahmen des Polis Mobility Camps statt. Entlang der fünf Zielbilder, die das Leitbild definiert, wurde in einer interaktiven Ausstellung dargestellt, wie die Mobilitätswende bereits heute in Köln schon umgesetzt wird. Darüber hinaus wurde am Stand der Stadt Köln eine Beteiligung zu den Stellschrauben für die künftige Mobilität durchgeführt. Diese galt es aus einer anderen Perspektive als der eigenen zu bewerten, um das Verständnis für andere Lebenssituationen und Mobilitätsbedürfnisse zu stärken. In die Perspektiven, die es einzunehmen galt, wurden auch diejenigen von Kindern und Jugendlichen einbezogen. In einem weiteren Beteiligungsmodul wurden klassische Raumkonflikte dargestellt und nach Vorschlägen zur Lösung der Konflikte gefragt. Auch die Situation von Kindern und Jugendlichen wurde in den dargestellten Konfliktsituationen thematisiert. Ziel war es, ein besseres Verständnis der Zielkonflikte im Bereich Mobilität zu erhalten, damit dieses in Abwägungsentscheidungen im weiteren Prozess berücksichtigt werden kann. Chancen- und Mängelbericht zur aktuellen Mobilität in Köln Auf Basis des Leitbilds und seiner fünf Zielbilder wurden insgesamt 24 Zielindikatoren abgeleitet, mit denen die Ziele messbar gemacht werden sollen. Entlang dieser Zielindikatoren wurde der Status quo der heutigen Mobilitätssituation in Köln analysiert. Ein Indikator misst darunter beispielsweise den Anteil der Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, um Einschätzungen zur wahrgenommenen Sicherheit des Schulwegs zu erhalten. In einem umfassenden Bericht wurde herausgestellt, wo Köln heute im Vergleich zum Leitbild steht und welche Chancen und Mängel sich daraus ableiten. Die Ergebnisse der Analyse bilden die Grundlage für die darauffolgende Strategieentwicklung. Der Chancen- und Mängelbericht zur aktuellen Mobilität in Köln fasst zusammen, wo Köln heute im Vergleich zum Leitbild steht und welche Chancen und Mängel sich daraus ableiten. Für jedes Zielbild wird in dem Bericht dargestellt, welche Erkenntnisse jeweils aus der fachlichen Analyse sowie den Beteiligungsformaten eingeflossen sind. Die Chancen- und Mängelanalyse ist eine der Grundlagen für die derzeitige Erarbeitung des Zielszenarios. Der Chancen- und Mängelbericht kann hier angesehen werden. Aktuell werden Strategieszenarien erarbeitet und qualitativ bewertet. Im nächsten Schritt wird darauf aufbauend ein Zielszenario erarbeitet, welches in den kommenden und Monaten diskutiert und Ausgangspunkt für die Entwicklung konkreter Maßnahmen wird. 25 2. 2025 f.: Die Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen in die Erarbeitung der zweiten Stufe des SUMP (Erarbeitung eines Handlungs-, Umsetzungs- und Evaluationskonzepts) ein. An diesem Ziel wird weitergearbeitet, sobald die Stufe 1 des nachhaltigen Mobilitätsplans – bestehend aus Grundlagenanalyse, Leitbilderstellung, Chancen- und Mängelanalyse und Strategieentwicklung – erfolgreich abgeschlossen wurde. Links und weitere Infos: Besser durch Köln. Der nachhaltige Mobilitätsplan https://meinungfuer.koeln/mobilitaetsplan Beschluss zum Leitbild mit Leitbildbericht Chancen- und Mängelbericht Nächste Termine und Schritte: Der Abschluss von Stufe 1 des nachhaltigen Mobilitätsplans ist für Anfang 2025 vorgesehen. Derzeit wird die zweite Stufe des nachhaltigen Mobilitätsplans vorbereitet, die voraussichtlich Mitte 2025 starten wird. Darin wird ein Maßnahmen- und Umsetzungsplan sowie ein Evaluationskonzept erarbeitet. Die Erarbeitung wird erneut durch ein umfassendes Beteiligungsprogramm begleitet, in dem auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen ist. Der Abschluss von Stufe 2 ist für Ende 2026 anvisiert. Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 26 Maßnahme 8 Verankerung des Querschnittsthemas „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ in allen Verwaltungsressorts Bis 2025+ wurde das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit in allen Verwaltungsressorts der Stadtverwaltung Köln fest verankert. Dies soll im ersten Schritt durch folgende Maßnahmen erreicht werden: 1. Es besteht die Zielsetzung das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune Köln mit anderen stadtweiten Planungen und Prozessen zu verschränken. Die Herstellung von Verbindungslinien ermöglicht es Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergieeffekte hinsichtlich der gemeinsamen Zielerreichung herzustellen. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Es ist und bleibt eine große Herausforderung in einer so großen Stadt(-verwaltung) das Querschnittsthema Kinder- und Jugendfreundlichkeit ämter- und dezernatsübergreifend zu verankern. Es hat sich daher als hilfreich und gewinnbringend erwiesen, das Thema mit anderen stadtweiten Planungen und Prozessen zu verschränken. Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit findet sich beispielsweise bereits im Zielgerüst der Kölner Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wieder. Im Jahr 2022 ist es erfolgreich gelungen dem Stadtentwicklungsteam, die Leitbildentwicklung kinder- und jugendfreundliches Köln als Schlüsselprojekt der Stadtstrategie vorzuschlagen und zu definieren. Darüberhinausgehende erfolgreiche Verschränkungen lassen sich auch in den anderen Maßnahmen herauslesen. Hier seien beispielsweise die Verschränkung mit dem Kommunalen Kinder- und Jugendförderplan 2022-2025, die Zusammenarbeit im Rahmen der Erstellung des nachhaltigen Mobilitätsplans „Besser durch Köln“, die Berücksichtigung von Kinderinteressen im Kooperativen Baulandmodell oder in der Spielraumplanung benannt. 2. Für die Umsetzung des Kindeswohlvorrangs werden aus allen Fachämtern verbindliche Ansprechpersonen benannt. Die Ansprechpersonen fungieren als Multiplikator*innen zum Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus ihrem jeweiligen Fachbereich. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe fungieren gleichzeitig als Multiplikator*innen für das Gesamtvorhaben. Weiterhin setzt sich auch Herr Voigtsberger als Dezernent für Jugend, Bildung und Sport aktiv dafür ein, das Thema gesamtstädtisch und auch in der Verwaltungsspitze zu platzieren. Am 21. November 2023 wurde das Gesamtvorhaben Kinderfreundliche Kommune als ein Schwerpunktthema auf dem Amtsleitungstag vorgestellt mit der Zielsetzung die ämter- und dezernatsübergreifende Zusammenarbeit noch weiter zu verstärken bzw. zu verbessern 3. Es besteht die Zielsetzung die Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune um fehlende Verwaltungsressorts zu ergänzen. Dadurch soll der gesamtstädtische Austausch über Kinderrechte und die Umsetzung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit verbessert werden. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Die Steuerungsgruppe wird sukzessiv um fehlende Verwaltungsressorts ergänzt. Darüberhinausgehend wird geschaut wann und wie anlass- und themenbezogen Personen zur Steuerungsgruppe eingeladen werden. Im Rahmen der 27 Steuerungsgruppe wurde zudem die Frage diskutiert und Maßnahmen besprochen wie auch der Mitgliedskreis der Steuerungsgruppe diverser aufgestellt werden könnte, um perspektivisch auch in diesem steuernden Gremium die Interessen von z.B. LSBTI Kindern und Jugendlichen oder Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen oder Behinderungen im Rahmen des Vorhabens besser zu berücksichtigen. 4. Entwicklung und Durchführung eines Schulungskonzepts zur Information und Sensibilisierung von Multiplikator*innen für die Umsetzung von Kinderrechten im Verwaltungshandeln. Die geschulten Multiplikator*innen können somit als Expert*innen zum Thema Kinderrechte und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach innen in ihre Ämter wirken. Dieses Teilziel wurde noch nicht begonnen. Aktuell wird geprüft inwiefern gemeinsam mit anderen Programmkommunen im Vorhaben Kinderfreundliche Kommune ein Schulungskonzept entwickelt werden kann. 5. Eine weitere Verankerung wird auch durch die Erstellung eines stadtweiten Leitbilds eines kinder- und jugendfreundliches Köln erreicht. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet (Vergleiche Maßnahme 6). Links und weitere Infos: Kölner Perspektiven 2030+ – Vorschläge für Handlungsempfehlungen und Schlüsselprojekte Schlüsselprojekt Kinderfreundliche Kommune Nächste Termine und Schritte: Nächstes Steuerungsgruppentreffen am 10. Oktober 2024. Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 28 Maßnahme 9 Strukturelle Stadtinformationskampagnen (SIKA) zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft. Ziel: Es werden jährliche Stadtinformationskampagnen zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft durchgeführt. Die Stimmen von jungen Menschen in unserer Stadt werden hör- und sichtbar(er). Das Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1. Jährliche Anmeldung einer SIKA Kampagne für die Kinderfreundliche Kommune Köln. Das Teilziel wird fortlaufend umgesetzt. Die Anmeldung der Stadtinformationskampagnen erfolgt im halbjährlichen Turnus. 2. Partizipative Entwicklung der Kampagne mit Kindern und Jugendlichen. 3. Umsetzung einer zielgruppen- und adressatengerechten Kampagne. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Im Jahr 2022 wurde aufgrund der Siegelverlängerung Kinderfreundliche Kommune eine umfangreiche Stadtinformationskampagne (Mini-Poster, Roadside-Screens, City Light und Mega-Light Poster) vom 26. September bis 9. Oktober 2022 umgesetzt. Es wurden folgende drei Kinderrechte thematisch in den Mittelpunkt der Kampagne gestellt: Das Recht auf Freizeit und Erholung, das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Meinungsäußerung. Vom 14. September bis 27. September 2022 wurden zusätzlich die Deutzer Brücke und die Zoobrücke entsprechend beflaggt. Im Jahr 2023 wurde vom 12. September bis 19. September eine Stadtinformationskampagne umgesetzt. Diese stellte das Recht auf Beteiligung in den Mittelpunkt der Kampagne. Als Motiv wurde das partizipativ entwickelte Bild des „Misch MIT!“ Prozesses ausgewählt. Im Jahr 2024 wurde vom 09. April bis 15. April eine Stadtinformationskampagne mit City Light Postern umgesetzt. Auf Wunsch der beteiligten Jugendlichen wurde erneut das Recht auf Beteiligung in den Mittelpunkt der Kampagne gestellt. Als Motiv wurde erneut das partizipativ entwickelte Bild des „Misch MIT!“ Prozesses ausgewählt. Vom 15. April bis 19. April wurde auf den Social-Media-Kanälen der Stadt Köln eine Fokuswoche zum Thema „Partizipation“ umgesetzt. Das Social-Media Team der Stadt Köln stellte in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro ausgewählte Partizipationsmöglichkeiten vor. 4. Bewerbung der Kampagne und Hinterlegen von Informationen zur Kampagne auf der Stadt Köln-Homepage. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Die Informationen zur Kampagne aus dem Jahr 2022 wurden auf der Homepage der Stadt Köln hinterlegt. Für den Misch MIT! Prozess wurde ein Themenraum auf dem Meinungsportal der Stadt Köln angelegt. Im Themenraum können sich Kinder und Jugendliche und weitere Interessierte über den aktuellen Stand und Mitmach-Möglichkeiten transparent informieren. 5. Es sollen Kommunikationsanlässe geschaffen werden, in denen ein generationen- übergreifender Austausch stattfindet. 29 An diesem Ziel wird fortlaufend gearbeitet. Im Rahmen der Erstellung des „Misch MIT! Konzepts“ zur Kinder- und Jugendbeteiligung wurde ein Begleitgremium „Arbeitskreis Misch MIT!“ (kurz: „AK Misch MIT!“) eingerichtet. Das Gremium besteht aus jungen Menschen, Fachkräften aus Verwaltung und Trägerlandschaft, Politiker*innen und weiteren Expert*innen. Im Rahmen der Konzeptentwicklung werden die Inhalte auf Augenhöhe und aus verschiedenen Blickwinkeln und Sichtweisen betrachtet und miteinander abgestimmt. Links und weitere Infos: Kinderrechteseite Stadt Köln https://www.stadt-koeln.de/artikel/68232/index.html Misch MIT! Fachtag https://meinungfuer.koeln/veranstaltungen/misch-mit-kinder-und-jugendbeteiligung-koln Misch MIT! Themenraum Link auf das Meinungsportal der Stadt Köln Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 30 Maßnahme 10 Digitalisierung der Kinderstadtpläne zur Verbesserung des Zugangs zu relevanten Informationen Ziel: Bis 2025 wurden alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert und stehen allen Familien und Kindern als dauerhaftes, kostenfreies Informationstool zur Verfügung. Die Aktualität wird regelmäßig überprüft. Das Ziel sollte durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1. Es wird eine Projektskizze erstellt, in der grundlegende Fragestellungen beantwortet werden und erste grundlegende Funktionen für die Basis-Anwendung enthalten sind. 2. Anhand der Projektskizze werden sukzessive alle 9 Kinderstadtpläne digitalisiert. 3. Die Implementierung der digitalen Kinderstadtpläne wird fortlaufend mit der Zielgruppe evaluiert 4. Auf Basis der Evaluation werden eventuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten festgelegt. Das Ziel hat sich im Verlauf der Maßnahme verändert. Gemäß der Ursprungsplanung wurde eine Projektskizze erstellt, in der Ziele, mögliche Funktionen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sowie erforderliche Ressourcen (finanziell und personell) festgehalten wurden. Es wurde deutlich, dass sowohl die erforderlichen finanziellen Ressourcen zur Digitalisierung, als auch die notwendigen personellen Ressourcen zu fortlaufenden Aktualisierung der digitalen Kinderstadtpläne Stolpersteine in der Umsetzung darstellen. Es erfolgte daher nochmal eine kritische Bewertung der Zielsetzung. Bezogen auf die Zielgruppe werden die analogen Kinderstadtpläne weiterhin als besser geeignet bewertet, da sie mehrere Vorteile bieten. Erstens fördern sie die haptische Wahrnehmung und das taktile Lernen. Kinder in jüngeren Altersgruppen lernen oft besser durch physische Interaktion mit Objekten. Ein gedruckter Stadtplan ermöglicht es ihnen, mit den Händen zu arbeiten, zu zeichnen oder Notizen zu machen, was das Verständnis und die Erinnerung an die Informationen verbessert. Zweitens sind analoge Pläne unabhängig von technischen Geräten und Internetzugang. In vielen Fällen haben nicht alle Kinder Zugang zu Smartphones oder Tablets, insbesondere in sozial benachteiligten Familien. Ein gedruckter Plan ist jederzeit verfügbar und kann überall genutzt werden, ohne dass technische Barrieren überwunden werden müssen. Darüber hinaus fördern analoge Stadtpläne soziale Interaktionen. Kinder können gemeinsam an einem Tisch sitzen, den Plan ausbreiten und darüber diskutieren. Dies stärkt nicht nur ihre sozialen Fähigkeiten, sondern auch ihr Gemeinschaftsgefühl und ihre Teamarbeit. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass analoge Kinderstadtpläne durch ihre haptischen Eigenschaften, Unabhängigkeit von Technologie, Förderung sozialer Interaktionen und kindgerechte Gestaltung eine zielgruppengerechtere Option darstellen als digitale Alternativen. Die Zielsetzungen werden wie folgt abgeändert: Bis Ende 2025 werden alle neun Kinderstadtpläne digitalisiert und stehen allen Familien als dauerhaftes, kostenfreies Informationstool zur Verfügung. Dieses Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. 31 Auf der Seite des Känguru Colonia Verlags können Familien die Kinderstadtpläne kostenfrei als PDFs herunterladen. So können die Bürger*innen jederzeit digital auf die Kinderstadtpläne zugreifen. Die Kinderstadtpläne wurden zudem als Angebot auf dem Familienportal „guterstart.koeln“ hinterlegt mit dem Hinweis wo sie analog und digital erhältlich sind. Auch über die Schlagwortsuche des Portals gelangen Familien zu dem Angebot der Kinderstadtpläne, dies hat den Vorteil, dass auch bei zum Beispiel einer Suche nach einem Spielplatz die umfassenden Kinderstadtpläne aufgeführt werden, sodass die Bekanntheit noch gesteigert wird. Hier wird somit eine sinnvolle Verbindungslinie zu weiteren Prozessen der Stadt Köln geschlossen, ohne Doppelstrukturen aufzubauen. Das Familienportal der Stadt Köln „guterstart.koeln“ enthält Angebote und Informationen für werdende Eltern und Familien mit Kindern und Jugendlichen bis zum Übergang von Schule und Beruf. Neue Angebote werden fortlaufend eingepflegt. Die Informationen, über das Familienportal auf der Stadt Köln Seite lassen sich in 15 Sprachen übersetzen. Beim Familienportal handelt es sich um eine Initiative des Ministeriums vom Land Nordrhein-Westfalen für alle Familien. Um die Angebote möglichst aktuell zu halten, besteht die Möglichkeit, dass sich Anbieter*innen von Leistungen selbst ihre Angebote einstellen. Zudem stehen auch personelle städtische Ressourcen zur Beratung von Anbieter*innen, aber auch zur fortlaufenden Pflege und Wartung des Familienportals zur Verfügung. Bis Ende 2025 wurden alle neun Kinderstadtpläne aktualisiert. An diesem Teilziel wird derzeit gearbeitet. Eine Aktualisierung der Kinderstadtpläne erfolgt, wie die Erstellung der ersten Auflagen, sukzessive mit jeweils drei Stadtbezirken. Gestartet wurde im Juni 2020 mit den Bezirken Innenstadt, Kalk und Lindenthal, Anfang 2021 folgten Mülheim, Porz und Ehrenfeld und im Sommer 2021 die Bezirke Rodenkirchen, Chorweiler und Nippes. In der gleichen Reihenfolge ist nun auch die Aktualisierung geplant. Im Jahr 2023 konnte durch die Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem Förderprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“ vom MKJFGFI die Neuauflage der Kinderstadtpläne für die Bezirke Innenstadt, Lindenthal und Kalk erfolgen. Für dieses Jahr (2024) wurden erneut finanzielle Mittel aus dem oben genannten Förderprogramm zur Verfügung gestellt. Bis Ende des Jahres 2024 soll die Aktualisierung der Kinderstadtpläne für die Bezirke Mülheim, Porz und Ehrenfeld erfolgen. Für die Neuauflagen stehen keine Finanzmittel des Amtes für Kinder, Jugend und Familie zur Verfügung. Es bleibt daher notwendig, Fördermittel für die Aktualisierung zu akquirieren. Die Stabstelle Kinderfreundliche Kommune, die den Prozess gemeinsam mit der Stabstelle Amtsweite Themen im Amt für Kinder, Jugend und Familie koordiniert, wird auch für das Jahr 2025 versuchen, Fördermittel für die Aktualisierung der noch ausstehenden 3 Kinderstadtpläne zu akquirieren. Darüber hinaus müssen auch seitens des Känguru Colonia Verlags und der Jugendverwaltung zeitliche und personelle Ressourcen für den Aktualisierungsprozess zur Verfügung stehen. Sofern beides gegeben ist, kann davon ausgegangen werden, dass eine Neuauflage der 3 noch fehlenden Stadtbezirke im Laufe des Jahres 2025 erfolgt. Einbezug von Kindern in die Aktualisierung Kinder und Jugendliche wurden bei der ersten Auflage der Kinderstadtpläne in die Gestaltung mit einbezogen, indem sie gefragt wurden, welche Informationen auf einem für sie erstellten Stadtplan 32 wichtig wären. Unter anderem auf dieser Grundlage wurden die Erstauflagen gestaltet. Zusätzlich wurden die ersten Entwürfe der Pläne mit einigen Kindern getestet, um zu sehen, ob sie die Kinderstadtpläne hilfreich finden und sich damit im Stadtbezirk orientieren können. Bei früheren Abfragen bei Kindern wurden allerdings vielfach auch kommerzielle oder kostenpflichtige Angebote benannt, wie z.B. Eisdielen, Kletterhallen etc. Diese Orte konnten und können weiterhin auf den Plänen nicht abgebildet werden. Eine Selbstwirksamkeitserfahrung beim Aktualisierungsprozess wäre in diesem Fall daher nicht gegeben. Demnach bewerteten die federführenden Stellen eine erneute umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung in diesem Kontext als nicht zielführend. Bei der Neuauflage handelt es sich um eine Aktualisierung der Kinderstadtpläne, welche eine hauptsächlich komplexe, technische Aufgabe darstellt. Es ist wichtig, dass diese Aufgabe durch Fachpersonen durchgeführt wird, um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Kinderstadtpläne sicherzustellen. Zudem sind die Kinderstadtpläne durch den vielfachen Einsatz in Kitas, Schulen, Jugendzentren und weiteren Institutionen bereits gut erprobt und haben sich als sinnvolles und bewährtes Arbeitsmaterial etabliert. Links und weitere Infos: Stadtplan für Kinder https://www.stadt-koeln.de/artikel/69791/index.html Kinderstadtpläne | von KÄNGURU (kaenguru-online.de) Lokalzeitbeitrag zu den Kinderstadtplänen Link zum Lokalzeitbeitrag Familienportal der Stadt Köln „Guter Start Köln“ Link zum Familienportal Guterstart NRW - Angebotsübersicht Status der Maßnahme: erfolgreich abgeschlossen 33 Maßnahme 11 Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche 1. 2022: Entwicklung eines Konzeptes mit Ansätzen für neue Informations- und Kommunikationskanäle auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Verwaltungsreformprojekt. Das Teilziel wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Verwaltungsreformprojekts hat sich ein ämterübergreifendes Projektteam mit dem Thema „Verbesserung der zielgruppenspezifischen Kommunikation“ auseinandergesetzt. Zunächst wurde eine Stakeholder- Analyse durchgeführt, die vier unterschiedliche Zielgruppen für die Entwicklung einer Kommunikations- und Informationsstruktur aufzeigte: Kinder unterhalb von sechs Jahren Kinder im Grundschulalter Jugendliche und junge Erwachsene Eltern und Familien In Kleingruppen wurden vier Interviewleitfäden entwickelt, mit deren Hilfe qualitative und quantitative Daten rund um die Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppe erhoben werden konnten. Nachdem die Erkenntnisse aus den geführten Interviews untereinander vorgestellt und zusammengetragen wurden, verschob sich der Fokus des Projektes auf die verschiedenen Möglichkeiten der digitalen Informations-, Kommunikations- und Beteiligungskanäle. Die digitale Welt hat sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Einflussfaktor entwickelt, der seitens des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln bereits auf vielfältigen Kommunikations- und Informationskanälen zur Information der Bürger*innen genutzt wird. Für die definierten Zielgruppen zeigte sich hier jedoch insbesondere bezüglich der genutzten Sprache, der Erreichbarkeit und der Kommunikationsart ein weiterer Optimierungsbedarf. Durch die Methode des „Service Design Thinking“ wurden in Brainstorming-Workshops verschiedene Kanäle, wie beispielsweise eine Website oder mobile Applikation, durchdacht und visualisiert. Im Projektteam wurde festgestellt, dass die Gruppen der Kinder unterhalb von sechs Jahren und Kinder im Grundschulalter, die Gruppe der Familien und Eltern sowie die Gruppen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnislage verschieden gestaltete Kanäle benötigen. Durch das Verwaltungsreformprojekt wurde erkennbar, dass die Umsetzung verschiedener und neuer Informations- und Kommunikationskanäle zur Verbesserung der zielgruppenspezifischen Kommunikation benötigt wird und dies nicht im Rahmen des Projektes abschließend bearbeitet werden kann. Aus diesem Grund ist das Ziel als eine Maßnahme in den Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 eingeflossen. 2. 2023: Erste Entwicklung eines digitalen Tools, Erstellung eines „Minimum viable Products“. Das Teilziel wurde nicht umgesetzt, da sich die Zielsetzung verändert hat. 3. 2024: Feedback-Schleifen mit den Nutzer*innen. 4. 2025+: Umsetzung des erhaltenen Feedbacks und Herausgabe der neuen Kommunikations- und Informationskanäle. An diesen Teilzielen wird fortlaufend gearbeitet. Vgl. hierzu auch andere Maßnahmen zum Themenfeld Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. 34 Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro hat seine Social-Media-Kanäle sukzessive weiter ausgebaut. Über den Instagram Kanal des Jugendbüros werden Informationen zum Beispiel zu Kinderrechten, Beteiligungsmöglichkeiten und Veranstaltungen zielgruppengerecht aufgearbeitet. Die Reichweite des Accounts konnte ebenfalls sukzessive ausgebaut werden. Über den Account des Jugendbüros werden auch zahlreiche Multiplikator*innen erreicht, welche die Informationen ebenfalls nochmal an ihre Zielgruppen weitergeben können. Zudem wurde auch ein TikTok Kanal eröffnet, über den ebenfalls Informationen an die Zielgruppe transportiert werden. Um auch Kinder und Jugendliche die nicht über Social-Media-Kanäle verfügen zu erreichen, wurde seitens der Infostelle des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros ein „Linktree“ erstellt. Dieses Tool ermöglicht mehrere Links an einem Ort zu bündeln und zentral zur Verfügung zu stellen. Auf dem Linktree werden alle wichtigen Ereignisse aufgelistet. Der Linktree wird wöchentlich aktualisiert. Links und weitere Infos: Innovative Stadt Köln Verwaltungsreformprojekt Zielgruppenspezifische Kommunikation Instagram Account des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros: jugendbuerokoeln TikTok Kanal des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros: tiktok.com/@jugendbuerokoeln Linktree der Jugendinfostelle jugendinfokoeln | Instagram, TikTok | Linktree Status der Maßnahme: verzögert, erfolgreich laufend 35 Maßnahme 12 Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders herausfordernde Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe Ziel: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe ist sichergestellt; die Basis für eine regelkonforme gesellschaftliche Teilhabe ist geschaffen. Dieses Ziel sollte durch folgende Schritte angegangen werden: 1. Kontaktaufnahme des Jugendamtes mit potentiellen Kooperationspartner*innen mit dem Ziel des Abgleichs von Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Es besteht eine verbindliche Kooperationsvereinbarung zwischen den Institutionen. Zudem finden regelmäßige Arbeitstreffen zur Auswertung und Weiterentwicklung der Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie statt. In einem der Arbeitstreffen ist von beiden Kooperationspartner*innen der Bedarf benannt worden, bei häufiger werdenden „schwierigen“ Fällen noch enger zusammenzuarbeiten. Als positives Beispiel wurde in diesem Zusammenhang ein Konzept aus den Würzburger Fachtagen angeführt. Im Würzburger Modell wurden die beiden „Systeme“ Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) gegenübergestellt. Dabei wurden die verschiedenen Versorgungssettings (ambulant, teilstationär, stationär), sowie die Schulform unterschieden. Zielsetzung bei dem Konzept ist es die verschiedenen Systeme gut aufeinander abzustimmen und mögliche „Versorgungslücken“ zu schließen. Im Ergebnis ist daraus eine gemeinsame Unterbringungsform im Zusammenschluss der KJP mit der Kinder- und Jugendhilfe entstanden. Eine deckungsgleiche Übertragung eines „Würzburger Modells“ erschien jedoch aufgrund der Größe der beteiligten Institutionen nicht umsetzbar, so dass die Idee entwickelt wurde, ein gemeinsames Gremium zu bilden, welches ein mögliches „Kölner Modell“ daraus ableitet. Es gab bereits einige Arbeitstreffen des gemeinsamen Gremiums mit dem Ziel des Abgleichs von Aufgabenbereichen, Zuständigkeiten und Schnittstellen. Aufgrund personeller Wechsel und Vakanzen auf beiden Seiten musste die Arbeit des Gremiums zunächst ruhend gestellt werden. Zum 1. November hat Frau Frank die Abteilungsleitung Pädagogische und Soziale Dienste übernommen und auch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Kliniken Köln in Holweide erhielt eine neue Leitung. Auch seitens der Kinder- und Jugendpsychiatrien sind die vakanten Stellen nachbesetzt. Es ist grundsätzlich gewünscht die Arbeit des Gremiums zeitnah wiederaufzunehmen. 2. Betrachtung und Verifizierung von Stolpersteinen in der Kooperation und Lücken in der Angebotsstruktur. An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. In den regelmäßigen Arbeitstreffen zwischen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, der Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie werden auf beiden Seiten Bedarfe oder Stolpersteine benannt und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Aufgrund der sich ständig verändernden Bedarfslagen handelt es sich hierbei um einen fortlaufenden Prozess, der aufgrund von personellen Vakanzen erst 2024 fortgeführt werden kann. Im Oktober wird das erste Arbeitstreffen in neuer Besetzung stattfinden können. 3. Gemeinsame Entwicklung eines Konzeptes zur Optimierung der Kooperation, ggf. Konzeptionierung eines pädagogischen Angebotes. 36 Dieses Teilziel hat sich im Verlauf verändert. Aufgrund von personellen Veränderungen und weiterer Planung wird in den kommenden Monaten eingehend überprüft, ob die ursprünglich angedachte Maßnahme wie vorgesehen umgesetzt wird oder ob sie in alternative Planungen integriert werden sollte, um die angestrebten Ziele bestmöglich zu erreichen. Weiteres Auch grundsätzlich genießt der Kinderschutz in der Stadt Köln eine hohe Aufmerksamkeit und wurde stets weiterentwickelt und entsprechend der gesetzlichen Anforderungen ausgebaut. Ein weiterer bedeutsamer Schritt für die zielgerichtete Weiterentwicklung wird nun in der Umsetzung des Kinderschutzentwicklungsplanes gesehen. Im November 2022 wurde eine Mitteilung (3244/ 2022) an den JHA verfasst, in der das Vorhaben der Verwaltung beschrieben wurde. Die Mitteilungsvorlage kann hier abgerufen werden. Der JHA erkannte mit Bedarfsfeststellungsbeschluss vom 06.06.2023 (Vorlagen-Nr. 1361/2023) den Bedarf zur Vergabe einer Leistung zur Erstellung eines Kinderschutzentwicklungsplans an und beauftragte die Verwaltung, das entsprechende Vergabeverfahren einzuleiten. Der Kinderschutzentwicklungsplan stellt ein kommunales Gesamtkonzept zum Kinderschutz dar. Seine grundsätzliche Zielsetzung ist die Sicherung des Rechts des Kindes auf Schutz und Hilfe. Die klare Ausrichtung des Konzeptes auf dieses Ziel macht es erforderlich, die zentralen Bausteine des kommunalen Handelns hieran auszurichten und dadurch die größtmögliche Wirkung im Sinne eines differenzierten präventiven, als auch reaktiven Kinderschutzes zu erreichen. Das Projekt ist offiziell zum 01.01.2024 gestartet. Zunächst wurde als Grundlage für die weitere Planung eine umfangreiche Datenanalyse durchgeführt. Zu den internen Strukturen im Kinderschutz haben im Mai drei stadtinterne Fachkräfteworkshops stattgefunden. Im Juni 2024 hat, bezüglich Größe und Teilnehmer*innenzusammensetzung, ein bis dato einmaliger Workshop mit allen wichtigen Stakeholdern im Kölner Kinderschutz stattgefunden. Hier wurden nach einer Vorstellung des Gesamtprojektes Kinderschutzentwicklungsplan die ersten Arbeitsergebnisse aus der Datenanalyse und zu den internen Strukturen präsentiert. Im Anschluss haben sich die Akteur*innen, Kooperations- und Netzwerkpartner*innen in kleineren Arbeitsgruppen über die Kinderschutzstrukturen in Köln ausgetauscht und die Erfahrungen aus Ihrem jeweiligen professionellen Kontext dokumentiert, um diese in die Kinderschutzentwicklungsplanung mit einfließen zu lassen. Zur ausführlichen Beschreibung des Projektverlaufs wird auf die aktuelle Sachstandsmitteilung (Vorlagen Nr. 0721/ 2024) an den JHA vom 24.07.2024 verwiesen. Zur Entwicklung des Kinderschutzentwicklungsplans wurde eine Stabstelle bei der Amtsleitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie eingerichtet. Eine Verschränkung des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune mit dem Kinderschutzentwicklungsplan findet derzeit in halbjährlichen gemeinsamen Gesprächen statt. Der Projektverlauf der Erstellung des Kinderschutzentwicklungsplans verläuft planmäßig. Links und weitere Infos: „Würzburger Modell“ Uniklinikum Würzburg Würzburger Familiensymposium Kinderschutzentwicklungsplan Vorlagen-Nr. 3244/2022 Vorlagen-Nr. 1361/2023 37 Vorlagen Nr. 0721/ 2024) Status der Maßnahme: verzögert, laufend 38 Maßnahme 13 Erstellung eines Erklärfilms für Kinder zu den Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ Ziel: Alters- und zielgruppengerechte Vermittlung der Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ zur niedrigschwelligen Information von Kindern über ihre eigenen Rechte und ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten in den städtischen Kindertageseinrichtungen. Dieses Ziel soll durch folgende Schritte erreicht werden: 1. Erstellung eines zielgruppengerechten Drehbuchs für den Kinder-Erklärfilm. Dieses Teilziel wurde bereits abgeschlossen. Im Laufe des Jahres 2022 wurde auf Grundlage der Leitlinien ein Drehbuch für den Film erstellt. 2. Beauftragung eines Filmemachers zur Erstellung des Erklärfilms. Nach Möglichkeit soll das Einsprechen der Texte durch ein Kind erfolgen. Dieses Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen. Es wurde ein Filmemacher mit der Erstellung des Erklärfilms beauftragt und eine junge Sprecherin gefunden, welche als Erzählerin durch den Film führt. 3. Der Film wird einer Gruppe von Kita-Kindern im „Pre-Test“ präsentiert und auf Verständlichkeit hin überprüft und gegebenenfalls nachbearbeitet. Dieses Teilziel wurde nicht umgesetzt. Aufgrund der noch vorherrschenden Corona Regeln im Jahr 2022 konnte ein „Pre-Test“ nicht wie geplant umgesetzt werden. Die junge Sprecherin hat aber den Text auf Verständlichkeit hin getestet und im Erstellungsprozess wurden Anpassungen vorgenommen. 4. Der Kinder-Erklärfilm wird zunächst den erwachsenen Fachkräften auf der großen Dienstbesprechung der Abteilung „Tageseinrichtungen für Kinder“ (513) am 17.10.2022 vorgestellt. Dieses Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund des veränderten Corporate Design der Stadt Köln wird der Kinder- Erklärfilm derzeit nochmal aktualisiert. Er wurde mittlerweile auf dem städtischen You-Tube Kanal veröffentlicht, sowie auf der Homepage der Stadt Köln weiteren Zuschauer*innen zugänglich gemacht. 5. Einführung des Kinder-Erklärfilms als verbindlicher Baustein im Kita-Alltag aller 215 städtischen Kindertageseinrichtungen. Dieses Teilziel wurde erfolgreich abgeschlossen. Der Film wurde als Teil der Methode der Qualitätsentwicklung in den Bereich Kinderbeteiligung/ Partizipation als fester Baustein etabliert und ist auch Teil der Fortbildungsangebote für städtische Pädagog*innen in den Kindertageseinrichtungen geworden. Es wird fortlaufend an einer Methodensammlung gearbeitet, welche den Pädagog*innen Anregungen gibt, wie sie den Film sinnvoll in den pädagogischen Alltag einbetten können. Der Film wurde zudem in der Steuerungsgruppe Kinderfreundliche Kommune am 22. August 2023 vorgestellt. 39 Links und weitere Infos: Artikelseite zur Qualitätsoffensive, auf der auch der Kinder-Erklärfilm eingebunden ist https://www.stadt-koeln.de/artikel/69118/index.html Qualitätshandbuch der städtischen Kindertageseinrichtungen https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf51/kitas/qualitaetshandbuch-01-2020.pdf Status der Maßnahme: erfolgreich abgeschlossen 40 Maßnahme 14 Etablierung von regelmäßigen Kinderrechte-Workshops mit dem Schwerpunkt Mitbestimmung an Förderschulen der Stadt Köln Ziel: Die Etablierung des Workshops im Peer-to-Peer Ansatz an allen 23 Förderschulen in Köln. Die Andockung des Formates an einen Träger, der im Bereich Inklusion verortet ist, wird angestrebt. In Köln besuche n derzeit circa 4.560 Kinder und Juge ndliche Förderschulen mit unter schiedlichen Förderschwerpunkten. Diese jungen Menschen und ihre Themen und Anliegen sind bisher in bestehenden Interessensvertretungen von Kindern und Jugendlichen nicht adäquat durch sic h selbst vertreten. Die Workshops an Förderschulen zielen darauf ab die zu erreichen, die bisher aus eigener Sicht durch die bestehenden Strukturen nicht ausreichend vertreten sind und diese dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten: an den Förderschulen. Zielsetzung ist es allen jungen Menschen aus Köln die Möglichkeit der eigenen Interessensvertretung zu geben oder sie als Lobbyist*innen mit ihren Themen und Anliegen zu unterstützen. Ziele der Workshops sind: Aufklärung über die eigenen (Beteiligungs-) Rechte Information zu vorhandenen Mitbestimmungsmöglichkeiten und Beteiligungsmöglichkeiten in Köln Abbau von möglichen Vorurteilen im Peer-to-Peer Ansatz Förderung von Selbstorganisation (an der Schule) Förderung von Chancengleichheit und Vielfalt Möglichkeit der eigenen Interessensvertretung In Workshop 2 mit besonderem Fokus auf: Aufklärung über die eigenen (Beteiligungs-) Rechte in der SV Information zu Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen von SV-Arbeit und „best prac-tice“ zu SV-Arbeit durch BSV 2023: Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro ist in die Begleitung und Finanzierung der Workshops aktiv als Projektpartner*in eingestiegen. Gemeinsam mit der Bezirksschüler*innen- vertretung wurde ein Workshop-Konzept entwickelt. Der konzipierte Workshop fokussiert folgende drei Fragestellungen: 1. Was bedeutet eigentlich Mitbestimmung? 2. Was würde ich in Köln gerne ändern, wenn ich könnte? 3. Welche Rechte habe ich an der Schule? Der Schwerpunkt liegt auf der niedrigschwelligen Vermittlung von Wissen, sowie dem Empowerment von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ein Teil des Workshops beschäftigt sich außerdem mit dem aktiven Austausch über die eigenen 41 Erfahrungen mit dem Thema Mitbestimmung in Köln und an der Schule, sowie einer Befragung, was die Schüler*innen gerne in Köln verändern oder verbessern würden. Die Befragung wird dabei, je nach Ressourcen der Schule, sowohl per Mentimeter-Umfrage als auch analog durchgeführt und die Ergebnisse dort direkt dokumentiert. Bei den Aussagen, Themen, Forderungen und Ideen der Schüler*innen aus verschiedenen Klassen und Schulen, konnten einige Übereinstimmungen festgestellt werden. Diese wurden im Nachhinein aufbereitet und in folgende Themenschwerpunkte zusammengefasst: Verbesserung der Mobilität in Köln Entstigmatisierung von Förderschulen Verschönerung des Schulhofes und der Schulen Ausbau von Freizeitgestaltungsmöglichkeiten (Spielplätze, Fußballplätze…) Abbau von Diskriminierung von Förderschüler*innen Verbesserung der Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen Im Durchführungsprozess wurde an verschiedenen Schulen der Wunsch nach einem Workshop zum Thema „SV-Arbeit“ geäußert, sodass ein speziell auf die Schülervertretungen (SV) ausgerichteter Workshop entwickelt und das Angebot somit um einen zweiten Workshop erweitert wurde. Durch das Workshop-Angebot wurde außerdem eine intensive Vernetzung mit den Förderschulen gefördert. In dem Zuge haben der Kölner Jugendring und die BSV bereits zwei Klassen in das Kooperative Kinder- und Jugendbüro eingeladen und auch für die Teilnahme der Kinder- und Jugendbeteiligung am nachhaltigen Mobilitätsplan konnten über diesen Weg zwei Förderschulen für die Teilnahme gewonnen werden. Die Bezirksschüler*innen-Vertretung führt die Workshops im Peer-to-Peer Ansatz durch. Im 2. Halbjahr 2022 und 1. Halbjahr 2023 konnten 7 Workshops an Förderschulen durchgeführt werden. Dabei wurden ca. 80 Schüler*innen erreicht. Das Workshop-Format wurde im ersten Schritt auf den Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ und „Lernen“ ausgerichtet und um den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ erweitert. 2024: Im Jahr 2024 konnten die Workshops im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+ Jugend“ gefördert werden. Das Projekt beinhaltet mittlerweile zwei Workshops, die sich zum einen an Schüler*innen ab der 5. Klasse sowie an die Schüler*innenvertretungen (SV) der jeweiligen Schule richten und im Rahmen von jeweils 2 Unterrichtsstunden stattfinden. Seit Beginn des Projektes im Jahr 2022 konnten bis Juli 2024 insgesamt 23 Workshops in 11 Förderschulen umgesetzt und somit ca.360 Schüler*innen erreicht werden. Das Workshop-Format wurde im ersten Schritt auf den Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ und „Lernen“ ausgerichtet und um die Förderschwerpunkte „Geistige Entwicklung“, „Sprache“ und „körperliche und motorische Entwicklung“ erweitert. Bis Dezember 2024 sind weitere Workshops an vier Förderschulen geplant. Aus den Workshops entwickeln sich außerdem immer wieder weitere Kooperationen mit den Schulklassen. Beispielsweise findet eine enge Zusammenarbeit mit zwei Förderschulen aus Porz statt, die sich an der Festivalplanung des Demokratiefestivals „Turn up in cgn“ des Kölner Jugendrings, beteiligen. Im Juni 2024 wurde außerdem in Zusammenarbeit mit der BSV ein neuer Flyer entwickelt, der jetzt zusätzlich mit METACOM-Symbolen ausgestattet ist. 42 Der Kontakt zu den Förderschulen soll weiterhin gehalten werden, um die Entwicklungen und Umsetzungen der Themen, Forderungen und Ideen der Schüler*innen an die Zielgruppe rückzukoppeln. Außerdem soll bei den Exkursionen in das Kinder- und Jugendbüro eine weitere Befragung zum Thema „Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen in Köln“ stattfinden. Die Ergebnisse der Befragung sollen in den „Misch MIT! Prozess“ einmünden. 2025: Eine Fortsetzung der Workshops im Jahr 2025 wird angestrebt. Da die Finanzierung durch Erasmus Plus zum Jahresende 2024 ausläuft, wäre eine langfristige Etablierung/ Verstetigung wünschenswert. Links und weitere Infos: Mitbestimmung an Förderschulen https://www.koelner-jugendring.de/mitbestimmung-an-foerderschulen/ Instagram-Account der Bezirksschüler*innen-Vertretung: bsv_koeln Instagram Account des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros: jugendbuerokoeln Status der Maßnahme: planmäßig, erfolgreich laufend 43 Maßnahme 15 Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und Jugendliche zu relevanten Informationen Ziel: Kinder und Jugendliche erhalten einen barrierefreien Zugang zu relevanten Informationen der Kinderfreundlichen Kommune Köln. Dieses Ziel soll durch folgende Teilschritte erreicht werden: 1. Erstellung und Bereitstellung von Druckerzeugnissen in zwei Varianten. Eine Variante adressiert Kinder und Jugendliche und ist in junger Sprache verfasst. An diesem Teilziel wird weiterhin gearbeitet. Aufgrund fehlender personeller Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune konnte der Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 in kinder- und jugendgerechter Sprache bislang noch nicht veröffentlicht werden. Ein erster Entwurf der Kinder- und Jugendversion des Aktionsplans liegt vor. Dieser soll jedoch nochmal aktualisiert werden. Für die Unterstützung bei der Erstellung wurde das Büro für junge Sprache beauftragt. Das Layout soll sich an der Kinder- und Jugendversion des Abschlussberichts des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2018-2021 anschließen. Es wird beabsichtigt bei der Gestaltung wieder mit dem Känguru Colonia Verlag/ Frau Sonnenberg zusammen zu arbeiten. Aufgrund der verzögerten Zeitschiene und wiederkehrenden Gesprächen mit Jugendlichen wurde deutlich, dass es kein großes Interesse mehr an Druckerzeugnissen gibt, nicht nur aufgrund der Nachhaltigkeit, sondern auch aufgrund der ausreichenden Bereitstellung von Informationen über andere Kanäle, insbesondere Social-Media-Kanäle. Seitens der Zielgruppe wurde vermehrt der Wunsch nach kurzen stichpunktartigen Informationen deutlich. 2. Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche. (Vgl. hierzu auch die Maßnahmen im Feld zielgruppengerechte Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit) An diesem Teilziel wird fortlaufend gearbeitet. Als Querschnittsthema wird bei allen Maßnahmen darauf geachtet möglichst einfache Sprache zu verwenden, um einen möglichst Barriere armen Zugang zu Informationen zu gewährleisten. Es hat sich bewährt sowohl im partizipativen Prozess, als auch im Nachgang zum Beispiel Materialien oder Texte von der Zielgruppe auf Verständlichkeit hin „checken“ zu lassen. So kann gewährleistet werden, dass die Inhalte, welche transportiert werden sollen, für junge Menschen verständlich und ansprechend sind. 3. Informationen für alle Ein perspektivisches Ziel ist es zukünftige Schriftstücke so barrierefrei zu verfassen, dass keine zwei Versionen mehr notwendig sind. Weitere Infos und Links: Büro für junge Sprache https://junge-sprache.de/ 44 Status der Maßnahme: verzögert, laufend Begründung: fehlende personelle Ressourcen in der Koordination des Gesamtvorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln. 45 Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs Der 1. Aktionsplan „kinder- und jugendfreundliches Köln 2018-2021" wurde am 19. Dezember 2017 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maßnahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sollen. Um ein ganzheitliches Verständnis in Bezug auf die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Köln zu erzielen, besteht die Zielsetzung einer integrierten Planungs- und Handlungsstrategie, wie sie bereits im aktuellen Kinder- und Jugendförderplan 2021- 2025 beschrieben wurde. Im Sinne einer integrierten Planung gilt es Verbindungslinien herzustellen, um Synergieeffekte nutzbar zu machen. Der zweite Aktionsplan stellt sich der Herausforderung eine strategische Struktur zu entwickeln, mit der die Ziele der Kinderfreundlichen Kommune als Querschnittsaufgabe dauerhaft im städtischen Denken und Handeln der Millionenstadt verankert werden können. Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Zielerreichung wird dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der dreijährigen Siegelphase bereits abgeschlossen sein. In der Maßnahmenplanung erfolgte bereits eine Risikoanalyse. Diese diente dazu in den beschriebenen Maßnahmen das Risiko abzuwenden, zu minimieren oder durch andere Methoden den Risiken möglichst effizient zu begegnen. Die Zwischenbilanz des Umsetzungsstands fällt positiv aus: 3 Maßnahmen wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, 8 Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung und verlaufen planmäßig; 4 Maßnahmen laufen verzögert und/ oder haben sich in der Zielsetzung im Verlauf der Maßnahme verändert. Zudem haben sich im Umsetzungszeitraum weitere Maßnahmen entwickelt, welche auf die Umsetzung des Gesamtziels kinder- und jugendfreundliches Köln einzahlen. Fortschritte und Herausforderung bei der Umsetzung der Maßnahmen aus Sicht der Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune Köln In der Zwischenbilanz der Maßnahmen zeigt sich deutlich, dass die Stadt Köln die Bedeutung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit ernst nimmt und aktiv in ihre Planungsprozesse integriert. Zudem wird die Verknüpfung mit anderen Prozessen und Planungen zunehmend vorangetrieben, was zu einer effektiveren Umsetzung der Maßnahmen führt. Die Stadt Köln verfügte bereits vor Beginn des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune Köln über einen umfassenden Handlungskatalog für Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Ämtern und Dezernaten der Stadtverwaltung. Sie verfolgt diesen Handlungskatalog in verschiedenen übergreifenden, strategischen Prozessen, Planungen und Strategien. Dieser Handlungskatalog und die geleistete Vorarbeit in der Vergangenheit hat bereits eine starke Basis geschaffen, auf der die Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune ihre Arbeit in den letzten Jahren aufbauen konnte. Ein starkes Netzwerk von Akteur*innen aus der freien Trägerlandschaft und weiteren Kooperationspartner*innen unterstützt die positiven Entwicklungen und trägt zur Vernetzung und zum Erfolg der verschiedenen Angebote bei. Die etablierte Kinder- und Jugendhilfeinfrastruktur bildet nicht nur die Grundlage für verschiedene Maßnahmen, sondern ist entscheidend zum Beispiel bei der Erreichung und Aktivierung der Zielgruppe. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune lag in den letzten Jahren beim Thema „Kinder- und Jugendbeteiligung“. Partizipation wird immer mehr zum Querschnittsthema in der Kölner Verwaltung. Dies führt dazu, dass die Sichtweisen, Bedürfnisse und Belange der jungen Menschen sichtbarer werden, zur Grundlage von Entscheidungen gemacht werden und grundsätzlich die Stimmen von Kindern und Jugendlichen „sichtbarer“ werden, auch 46 jenseits klassischer Kinder- und Jugendthemen. Kinder und Jugendliche werden zunehmend in städtische Planungsprozesse einbezogen, sodass ihre Bedürfnisse bei der Entwicklung von Wohngebieten, Parks und Freizeitangeboten berücksichtigt werden. Diese Maßnahmen spiegeln das Bestreben der Stadt Köln wider, eine kinder- und jugendfreundliche Umgebung zu schaffen, in der junge Menschen aktiv am Stadtleben teilnehmen können und ihre Bedürfnisse beachtet werden. Besonders hervorzuheben ist hier auch die Positionierung des Vorhabens als Schlüsselprojekt innerhalb der Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2035+. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Vernetzungsarbeit. Die erfolgreiche Umsetzung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit ist davon abhängig gemeinsam zu handeln, Synergieeffekte herzustellen und Netzwerke aufzubauen. Durch die Verknüpfung und Herstellung von Verbindungslinien kann es gelingen gute Praxis sichtbar(er) zu machen und mögliche Doppelstrukturen zu vermeiden. Durch die Verknüpfung werden zum Teil auch weitergehende Bedarfe deutlich, die im Rahmen der Kinderfreundlichen Kommune aufgegriffen werden können. Dennoch stehen wir auch weiterhin vor Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Die Größe der Stadt und der Stadtverwaltung erschwert es, einen Gesamtüberblick über alle bestehenden Angebote in Köln zu erhalten. Dies führt dazu, dass die Sichtbarkeit von Fortschritten oft eingeschränkt ist und die Dauer der Prozesse vor allem seitens der Zielgruppe Kinder und Jugendliche als langwierig empfunden wird. Ein weiterer Stolperstein ist die Informations- und Kommunikationsstruktur, die noch weiter in Bezug auf Transparenz und Zugänglichkeit verbessert werden muss und „trendmäßig“ einen stetigen Wandel erfährt. Mit steigender Sichtbarkeit des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune wachsen auch die Aufgaben in der Koordinationstätigkeit. Es ist wichtig zu betonen, dass die Entwicklung in diesem Bereich einen kontinuierlichen Prozess darstellt, der nie abgeschlossen sein wird. Um den Herausforderungen zu begegnen, ist es entscheidend planerisch zu agieren. Dies ermöglicht es Entwicklungen frühzeitig zu begegnen und das Vorhaben kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Qualitätssicherung und kontinuierliche Qualitätsüberprüfung spielen dabei eine zentrale Rolle, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden. Um die vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen optimal zu nutzen, werden fortlaufend Prioritäten in den Planungen gesetzt und kreative Lösungen entwickelt, um die Ziele zu erreichen. Insgesamt zeigt der Zwischenstand, dass Köln auf einem guten Weg ist, sich kinder- und jugendfreundlicher aufzustellen. Die Fortschritte sind ermutigend, gleichzeitig müssen die genannten Herausforderungen aktiv angegangen werden, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Zur Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ und den Sachverständigen Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“ gestaltet sich positiv und konstruktiv. Es finden regelmäßige Austauschtermine mit den Mitarbeiter*innen des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. statt, in der Fortschritte, aber auch Herausforderungen bei der Umsetzung des Vorhabens offen kommuniziert werden können. Die Stadt Köln ist weiterhin die einzige deutsche Millionenstadt im Vorhaben Kinderfreundliche Kommunen. Daraus ergeben sich Besonderheiten bei der Umsetzung, wie zum Beispiel die Anpassung der Zeitschiene der Siegelphasen. Die halbjährlichen stattfindenden Dialogforen bieten eine gute Vernetzungsmöglichkeit und eine Vielzahl an Anregungen und Impulsen für die eigene Tätigkeit. Am 29. Februar und 01. März 2024 fand das 22. bundesweite Dialogforum aller Kommunen im Programm Kinderfreundliche Kommunen in Köln statt. Das Dialogforum wurde gemeinsam mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und in Kooperation mit der VHS Köln vorbereitet und durchgeführt. Thematisch stand das Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und Kinderrechte im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Kommunen waren eingeladen, sich in Inputvorträgen zu den Themen Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung und ökologische Kinderrechte fortzubilden Zum Abschluss des ersten Tages 47 verteilten sich die rund 80 Teilnehmer*innen auf 6 Exkursionen, die in Kooperation mit verschiedenen Trägern und der Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung umgesetzt wurden. Der zweite Tag der Veranstaltung stand im Zeichen Vernetzung und kollegialen Beratung. Er startete mit einem Marktplatz, auf dem die Kommunen ihren Stand im Programm darstellten und sich mit anderen darüber austauschten. Schließlich folgte ein Barcamp, in dem die Kommunenvertreter*innen sich zu selbst gesetzten Themen gegenseitig berieten. Die Zusammenarbeit mit den Sachverständigen erfolgt anlassbezogen. Der Austausch gestaltet sich auch nach einem personellen Wechsel positiv und konstruktiv und enthält wertvolle Anregungen, Impulse und Kritik für und an unserem Prozess, die uns dabei helfen, uns weiterzuentwickeln und besser zu werden. Wissenschaftliche Begleitung Zum 01. August 2022 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der katholischen Hochschule Köln und als Trägerin des Instituts für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki). An der katholischen Hochschule hat das Thema Kinderrechte und Kinderschutz als Querschnittsthema eine breite Verankerung in Lehre, Forschung und Weiterbildung. Auch das Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki) legt den Fokus auf die Weiterentwicklung von sozial- und erziehungswissenschaftlichen Forschungsperspektiven. Als Aktivitäten im Rahmen der Kooperation sind geplant und wurden teils bereits umgesetzt: Die gemeinsame Entwicklung von Forschungsprojekten Die Zusammenarbeit bei Tagungen oder ähnlichen Veranstaltungen Die Einbeziehung von Studierenden der katho im Rahmen von Studienarbeiten, Projektseminaren, Abschluss- und Qualifikationsarbeiten oder als studentische Mitarbeiter*innen Sowie weitere Aktivitäten, die aus den gemeinsamen Zielen hervorgehen Es finden regelmäßige Austauschgespräche statt, in der aktuellen Themen und nächste Schritte besprochen werden. Die Kooperation verläuft äußerst positiv und hat sich als sehr unterstützend erwiesen. Ihre Rolle als "kritischer Freund" erweist sich als besonders wertvoll, da die fundierten Hinweise und Anregungen uns helfen, unsere Ziele klarer zu definieren und innovative Lösungsansätze zu entwickeln. Aktuell liegt der Fokus der Kooperation auf den Prozessen „Veedels- Check“, „Misch MIT“ und der Leitbildentwicklung. Weitere Infos und Links: Veranstaltung „Köln für Kinderrechte“ am 13. September 2022 Link zur Veranstaltungsseite Evaluationsbericht zum Misch MIT! Fachtag Evaluationsbericht zum Misch MIT! Fachtag Factsheet und Empfehlungen zur Kinder- und Jugendbeteiligung Link zum Factsheet 48 Gesamtfazit Die Stadt Köln hat sich als kinder- und jugendfreundliche Kommune auf den Weg gemacht, um die Kinderrechte auf lokaler Ebene zu stärken und somit die Lebensqualität und die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen entscheidend zu verbessern. Indem Kinder und Jugendliche als aktive Akteur*innen und Expert*innen ihrer Lebenswelt einbezogen werden, wird eine Umgebung geschaffen, in der sie sich entfalten und ihre Potenziale ausschöpfen können. Im Verlauf des Prozesses zur „Kinderfreundlichen Kommune“ konnten bereits bedeutende Fortschritte erzielt werden, die das Lebensumfeld der jungen Kölner*innen nachhaltig verbessern. Die aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse zeigt sich als ein zentrales Element der Arbeit. Die vielseitigen Projekte, die in den letzten Monaten umgesetzt wurden, fördern nicht nur die Teilhabe der Kinder und Jugendliche, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Stadt Köln. Besonders erfreulich ist das gestiegene Bewusstsein für die Bedürfnisse und Wünsche der jungen Menschen, das durch erfolgreich durchgeführte Kinder- und Jugendbeteiligung erzielt wurde. Mithilfe der wertvollen Rückmeldungen konnten die Maßnahmen gezielt weiterentwickelt werden. Insgesamt ist die Arbeit an der kinderfreundlichen Kommune Köln nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft der Stadt Köln, und indem ihnen die bestmöglichen Bedingungen geboten werden, trägt dies zur Schaffung einer lebenswerten, gerechten und starken Gemeinschaft für alle Bürger*innen bei. Nur durch kontinuierliche Arbeit an den Themen, gemeinsames Engagement und fokussierte Maßnahmen kann sichergestellt werden, dass die positive Entwicklung nachhaltig erhalten und fortgesetzt wird. Die aktuelle weltpolitische Lage beeinflusst die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erheblich, indem sie psychosoziale Belastungen, wie Ängste und Unsicherheiten, hervorruft. Fragen zu Identität und Diskriminierung nehmen zu. Zudem zeigt sich ein wachsendes Engagement von Kinder und Jugendlichen in gesellschaftlichen Themen, was ein adaptives und sensitives Vorgehen in der pädagogischen Arbeit erforderlich macht. Politische Entscheidungen im Bildungsbereich und wirtschaftliche Einschränkungen führen zudem zu Herausforderungen in der Bereitstellung von Ressourcen, die unter anderem auch die Finanzierung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe betreffen. Diese Angebote sind zwar nach bundesgesetzlichen Regelungen grundsätzlich verpflichtend, jedoch nicht in einem festgelegten Umfang. Aufgrund der bestehenden Herausforderungen ist es von großer Bedeutung, die bestehenden Strukturen für Kinder und Jugendliche zu bewahren und zu fördern. Dies stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, die unsere gemeinsame Verantwortung erfordert. Die bisherigen Erfolge motivieren, weiterhin mit Nachdruck für die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Köln einzutreten. Wir danken allen Beteiligten, insbesondere den Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement und ihre wertvollen Beiträge. Gemeinsam gestalten wir eine kinder- und jugendfreundliche Stadt der Zukunft. 49 Anlagen Kontaktdaten Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune Koordination des Siegelverfahrens und des Aktionsplans „kinder- und jugendfreundliches Köln“ der Stadt Köln Anica Latzer-Schulte Tel. 0221-221-21196 anica.latzer-schulte@stadt-koeln.de kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de Melanie Druckhammer Tel. 0221-221- 31271 melanie.druckhammer@stadt-koeln.de kinderfreundliche-kommune@stadt-koeln.de Weitere Informationen zur Kinderfreundlichen Kommune Köln können hier abgerufen werden. 50 Kurzüberblick- Stand der Umsetzung Maßnahmentitel Status 1 Etablierung eines stadtweiten, bezirklichen Beteiligungsverfahrens für Kinder und Jugendliche. planmäßig, erfolgreich laufend 2 Qualitative Weiterentwicklung der systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung in Bezug auf kinder- und jugendgerechte Formate planmäßig, erfolgreich laufend 3 Aktionen zur Inanspruchnahme des öffentlichen Raums hier am Beispiel: Elfried – Der elfte Elf erfolgreich abgeschlossen 4 Einführung einer kommunalen Familienkarte „FamilienPlusPunkt“ verzögert, erfolgreich laufend 5 Erschließung von Freiflächen zur Nutzung für Graffiti/Streetart im öffentlichen Raum. planmäßig, erfolgreich laufend 6 Entwicklung eines stadtweiten Leitbilds „kinder- und jugendfreundliches Köln“ verzögert, erfolgreich laufend 7 Kinder- und Jugendbeteiligung an der Gestaltung der Mobilitätswende der Stadt Köln planmäßig, erfolgreich laufend 8 Verankerung des Querschnittsthemas „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ in allen Verwaltungsressorts planmäßig, erfolgreich laufend 9 Strukturelle Stadtinformationskampagnen (SIKA) zur Information und Sensibilisierung der Kölner Stadtgesellschaft. planmäßig, erfolgreich laufend 10 Digitalisierung der Kinderstadtpläne zur Verbesserung des Zugangs zu relevanten Informationen erfolgreich abgeschlossen 11 Erschließung neuer Informations- und Kommunikationskanäle für Kinder und Jugendliche verzögert, erfolgreich laufend 12 Sicherstellung des Kinderschutzes für besonders herausfordernde Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe verzögert, erfolgreich laufend 13 Erstellung eines Erklärfilms für Kinder zu den Leitlinien „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ erfolgreich abgeschlossen 14 Etablierung von regelmäßigen Kinderrechte-Workshops mit dem Schwerpunkt Mitbestimmung an Förderschulen der Stadt Köln planmäßig, erfolgreich laufend 15 Herstellung eines barrierefreien Zugangs für Kinder und Jugendliche zu relevanten Informationen verzögert, erfolgreich laufend
Mitteilung Ausschuss
4005 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 27.08.2024 2509/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 17.09.2024 Halbzeitbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025„ Der 2. Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022- 2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er beinhaltet 6 Handlungsfelder und insgesamt 15 Maß- nahmen, die die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln nachhaltig verankern sol- len. Das vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. an die Stadt Köln überreichte Siegel stellt hierbei einen Handlungsauftrag dar, keine Prämierung eines bereits erreichten Ist-Zu- standes. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess mit gezielten Maßnahmen die Kinder- und Jugendfreundlichkeit nachhaltig im Verwaltungshandeln zu verankern. Dieser Halbzeitbericht beinhaltet einen Zwischenstand zur Zielerreichung der Maßnahmen des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025. Er versteht sich nicht als abschließend und vollumfänglich, sondern soll über den aktuellen Stand der Umsetzung Transparenz schaffen (Stichtag 16. August 2024). Der Halbzeitbericht bildet zudem die Grundlage für das anstehende Halbzeitgespräch mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. und den Sachverständigen. Das Halbzeitgespräch findet am 8. Oktober 2024 statt. Die Maßnahmen im Aktionsplan sind bis zum Ende der dreijährigen Siegelphase terminiert. Sie finden sich jedoch zum Teil auch in anderen strategischen Planungsprozessen wieder (Verschränkung). Die Verzahnung mit weiteren gesamtstädtischen Strategieprozessen bringt es mit sich, dass der Aktionsplan „kinder-und jugendfreundliches Köln“ sich an deren Umset- zungszeiträumen orientieren und angleichen muss. Die Zielerreichung wird dementsprechend fortlaufend synchronisiert. Nicht alle Maßnahmen werden nach Ablauf der dreijährigen Siegel- phase bereits abgeschlossen sein. Eine Verlängerung der Siegelphase um ein weiteres Jahr ist sinnvoll. Ein entsprechender Verlängerungsantrag wurde daher verwaltungsintern auf den Weg gebracht. Die Koordination des Aktionsplans und des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune wird aktu- ell von einer Vollzeit- und einer Teilzeitstelle mit einem Stundenumfang von 28 Stunden wahr- genommen, welche als Stabsstelle der Amtsleitung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie unmittelbar zugeordnet sind. Es besteht eine enge Schnittstelle in der Zusammenarbeit mit der Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung. Hier insbesondere zum Kooperativen Kinder- und Jugendbüro und der Spielraumplanung der Stadt Köln. Eine Verlängerung der Siegelphase um ein weiteres Jahr wurde seitens der koordinierenden Stabstelle Kinderfreundliche Kommune und der begleitenden Steuerungsgruppe als sinnvoll bewertet. Ein entsprechender Verlängerungsantrag wurde verwaltungsintern auf den Weg ge- bracht. 2 Gez. Voigtsberger Anlagen: Halbzeitbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“ Zusammenfassung in einfacher Sprache Der zweite Aktionsplan für ein kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025 wurde am 20. Juni 2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Er hat 6 Hauptthemen und insgesamt 15 Maßnahmen, die Köln kinder- und jugendfreundlicher machen sollen. Dieser Halbzeitbericht informiert darüber, wie weit die Maßnahmen des Plans schon umgesetzt wurden. Er ist nicht vollständig, sondern soll nur den aktuellen Stand zeigen (16. August 2024). Die Maßnahmen im Aktionsplan sollen bis zum Ende der drei Jahre, für die das Siegel gilt, umgesetzt werden. Einige dieser Maßnahmen sind auch in anderen Planungen der Stadt Köln enthalten. Nicht alle Maßnahmen werden nach den drei Jahren abgeschlossen sein. Es wird daher empfohlen, die Siegelphase um ein Jahr zu verlängern. Ein Antrag auf Verlängerung wurde bereits gestellt. Anlagen: Halbzeitbericht zum „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliches Köln 2022-2025“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2509/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.08.2024
- Erstellt
- 19.08.2024 09:52