0739/2023
studiobühne Köln, Sachstand Ausweichquartier
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle VII/VII/5 Vorlagen-Nummer 06.04.2023 0739/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 02.05.2023 studiobühne Köln, Sachstand Ausweichquartier Beantwortung der Anfrage AN/0184/2023 der SPD Fraktion betreffend studiobühneköln Mit AN/0184/2023 werden folgende Fragen zur studiobühneköln formuliert: 1. Wie ist der Sachstand der Suche nach einem Interim für die studiobühneköln? 2. Welche Standorte wurden der studiobühneköln seitens der Kulturverwaltung und der Abteilung Liegenschaften angeboten? 3. Wie bewertet die Verwaltung die Perspektive einer Sanierung des ursprünglichen Standortes in der Alten Mensa im Hinblick auf die Vorgaben und Anforderungen aus der Versammlungsstätten-Verordnung? 4. Welche Auswirkungen hat die Neubewertung des Brandschutzes der Decke im Foyer des Opernhauses am Offenbachplatz auf die Planungssicherheit von anderen Kultur- einrichtungen, wie z.B. hier der studiobühneköln? Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt: 1. Wie ist der Sachstand der Suche nach einem Interim für die studiobühneköln? Antwort der Verwaltung: Die studiobühneköln hat für die eigenen Produktionen bislang keinen festen Interimsstandort gefunden. Es werden andere Kölner Theater für das Programm angemietet, die sogenannten "Auswärtsspiele". So wurden z.B. das Orangerie-Theater im Volksgarten, das Theater im Bau- turm oder auch die TanzFaktur als Spiel- und Probestätten genutzt. Das vielfältige Programm der studiobühne hat nach eigener Auskunft inzwischen an Quantität und Qualität das Niveau der Vor-Pandemie-Zeit längst wieder erreicht. Für die Gruppen der freien Szene, mit der weiterhin eng kooperiert wird, habe sich nichts verändert. Weiterhin müssen diese für Aufführungs- und Proberäume nichts zahlen – die Kosten übernimmt die studiobühneköln – nur, dass es sich dabei aktuell nicht um die "eigenen" Räume der studio- bühneköln, sondern um angemietete Objekte handelt. Für die Anmietung der Probe- und Aufführungsräume hat die Universität nach Auskunft der studiobühneköln ein Budget von 110.000 € jährlich bereitgestellt. Der Aufwand in finanzieller und organisatorischer Hinsicht ist gestiegen. Das Ziel, den Künstler*innen weiterhin Spiel- und Proberäume unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, wird aber erreicht. 2 Lediglich die Reihe UniBühne konnte noch nicht wieder ins Programm genommen werden, da durch die Pandemie fast alle gewachsenen Strukturen der studentischen Theatergruppen kol- labiert sind. Hier bereitet die studiobühne eine Ausschreibung vor und hofft im Sommersemes- ter auf Bewerbungen aus dem studentischen Umfeld. Eine Villa in Marienburg, die sich im Eigentum der Universität befindet, nutzt die studiobühne- köln als Ersatz für die Büroräume. 2. Welche Standorte wurden der studiobühneköln seitens der Kulturverwaltung und der Abtei- lung Liegenschaften angeboten? Antwort der Verwaltung: Es konnte der studiobühneköln keine passende Liegenschaft angeboten werden. Dies liegt vor allem an dem sehr spezifischen Anforderungsprofil. Die passende Immobilie muss ein bereits fertiges Theater sein, da die studiobühneköln über keinerlei Mittel für einen Umbau verfügt. Der Umbau einer Immobilie zu einem Theaterstandort ist zeit- und kostenintensiv, so dass eine passende Lösung sehr schwierig zu finden ist. Das Kulturraumanagement ist jedoch weiterhin damit befasst, eine Lösung zu finden. 3. Wie bewertet die Verwaltung die Perspektive einer Sanierung des ursprünglichen Standor- tes in der Alten Mensa im Hinblick auf die Vorgaben und Anforderungen aus der Versamm- lungsstätten-Verordnung? 4. Welche Auswirkungen hat die Neubewertung des Brandschutzes der Decke im Foyer des Opernhauses am Offenbachplatz auf die Planungssicherheit von anderen Kultureinrichtungen, wie z.B. hier der studiobühneköln? Antwort der Verwaltung: Beide Fragen lassen sich aktuell nicht beantworten, da hierfür jeweils eine vertiefte Einzelfall- prüfung durchgeführt werden muss. Eine Einschätzung, wie sich Rechtsverordnungen auf die Sanierung der „Alten Mensa“ perspektivisch auswirken, kann somit nicht getroffen werden. Das gilt ebenfalls für die Frage, wie sich die Maßgaben im Brandschutz für das Opernhaus am Offenbachplatz auf andere Kultureinrichtungen übertragen lassen. Nur im Rahmen einer Ein- zelfallprüfung kann dies betrachtet werden, da Gebäude ggf. unterschiedliche Bausubstanzen aufweisen, unterschiedlich alt sind und oftmals auch eine ganz andere Struktur haben, so dass ein Vergleich unmöglich ist. Weitere aktuelle Infos der Universität Köln zur studiobühneköln Die Universität zu Köln ist derzeit im Besetzungsverfahren für eine neue Leitung der studio- bühneköln ab 1. November 2023. Der langjährige Leiter Dietmar Kobboldt geht in den Ruhe- stand. Die Universität war mit dem Kulturamt, das die studiobühne mit einer institutionellen Förderung seit vielen Jahren fördert, zu den Ausschreibungsmodalitäten im engen Austausch. Das Kulturamt nimmt an dem Auswahlverfahren zur Besetzung der Leitungsstelle teil. gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0739/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 06.04.2023
- Erstellt
- 27.02.2023 18:13