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Einwohneranfrage des Herrn Manfred Kreische vom 16.03.2017 betr. Flächen- und Wirtschaftsentwicklung (Industrie) von Kalk-Süd

Mitteilung BV 0903/2017 vom 16.03.2017

Stand: Am 27.04.2017 in der Bezirksvertretung 8 (Kalk) beraten. Ergebnis: Sache ist erledigt.

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    Stadtentwicklung Köln Rechtsrheinisches Entwicklungskonzept Teilraum Mitte Kalk/Humboldt-Gremberg Nutzungskonzept & Legende Nutzungsarten BE ncurie I por ud Freizeitanlagen EEE oewene REN enzenanseurachmarrı EN eioiensteistung inne BER viomen [EEE] Wenviegens wonnen Private ne [EZ Gewenoe mi Freitächen una Grünantei —— Gesetzlich festgesetztes Überschwemmungsgebiet — Sepiante Hochwasserschutzinie Bauliche Dichte © mitlere Geschossischenzahl Einrichtungen Jugendeinrichtung Spieplatz E:WerklUmspannwerk Polizei Kindergarteni-agesstätte, Grundschule Spieplatz für größere Kinder Weiterführende Schule Öffntiche Verwaltung Naturdenkmal Denkmalschutz Post Altenwohnheim Kirche, Stadtbahn-Haltestele. Bus-Haltestelle Freizeiteinrichtung Betriebshof Markt, Festplatz. Parkplatz, Parkhaus Fernbahnhof © S-Bahn-Haltepunkt 500 Meter EEE | Stand: Oktober 2010 Karte 1 38 Stadt Köln Der Oberbürgermeister ‚Amt für Stadtentwicklung und Statistik Hubschrauberlandeplatz, Einrichtung Telekom BPREBEHHOEEH»K&O6 BSBGEBEBEOHO#85 Gaswerk / Heizwerk
  • Anlage 3

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    Kölner Geographische Arbeiten 82 S.55-64 Köln 2004 Der Osten im Aufbruch Von der Großindustrie zur TechnologieSpange Klaus O. Fruhner und Günter Wevering Bahnhof Deutz, CityDeutz — Rechtsrheinisches Tachnologie- und Gründerzentrum/HagenCampus — Tech- aikhof Kalk - City-Forum Kalk/Cologne Science Center - Mülheim-Nord — Kosinmesse und Euroforum Thema Der Osten im Aufbruch — Von der Großindustrie zur TechnologieSpange Durchführung Zu Fuß, mit dem Bus oder dem Fahrrad Standorte Dauer Je nach Fortbewegungsweise zwischen 2 und 6 Stunden Zusammenfassung Der bis in die 1980er Jahre altindustriell geprägte Kern- raum des rechtsrheinischen Köln ist unter den zeitlich pa- rallelen Einwirkungen der Globalisierung und Deregulie- rung von Absatz- und Beschaffungsmärkten, der Verschie- bung öffentlicher Finanzmittel nach der deutschen Vereinigung und zunächst ausbleibender technologischer Innovationen in den 1990er Jahren wirtschaftlich stark ein- gebrochen. Vor diesem Hintergrund haben Rat und Ver- waltung der Stadt Köln frühzeitig Initiativen ergriffen, um der negativen Entwicklung mit weitreichenden wirtschaft- lichen, sozialen und städtebaulichen Auswirkungen entgegen zu steuern und dem Strukturwandel eine positi- ve Dynamik zu verleihen, Seitens der Stadtentwicklung wird dieser zentrale Stadt- raum gesamtheitlich und integrativ beplant. 1997 wurden Zielvorstellungen zur Inwertsetzung und Wiedernutzung industrieller Brachflächen vorgelegt. Grundansatz der Ar- beitsmarkt- und Wirtschaftsentwicklung ist eine Strategie, die inzwischen bewährte Technologie- und Gewerbepark- Modelle maßgeschneidert im Rechtsrheinischen aufbaut. Dabei wird beachtet, dass diese Ansätze erfolgreich wer- den, wenn Träger von Forschung und Entwicklung mit innovativen Unternehmen in einen intensiven Austausch gesetzt werden. Die Verdichtung und Vernetzung einer überregional ausstrahlenden rechtsrheinischen TechnologieSpange Köln baut auf leistungsfähige Forschungs- und Entwick- lungsträger als ‘Leitstandorte’ auf (v.a. Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum, TÜV-Technologiepark, Ingenieurwissenschaftliches Zentrum der Fachhochschule Köln). Die technologischen Kompetenzzentren werden er- gänzt durch herausgehobene Standorte und Infrastruk- tureinrichtungen der Telekommunikation und Umwelttech- nik sowie durch technologie-affine Einrichtungen. Der Anschluss der TechnologieSpange an das regionale, nationale und internationale Schienennetz ist seit 2002 über den ICE-Terminal Köln-Deutz/Messe gegeben und sich- ert neben den Anschlüssen an das Autobahnnetz überre- gionale Standortqualität. Mit leistungsfähiger breitbandi- ger Telekommunikationsinfrastruktur werden die Unterneh- men und Forschungseinrichtungen bei der Nutzung der wirtschaftlich immer bedeutsamer werdenden Internettech- nologie und datengestützten Geschäftsprozessen unter- stützt. Die im Rechtsrheinischen Technologie- und Grün- derzentrum (RTZ) ablesbaren Technologie-Cluster gelten als die herausragenden Wachstumssektoren des neuen Jahrzehnts. Um das Wachstumspotenzial an Köln zu bin- den sowie vorhandene Stärken zu sichern und zu nutzen antwortet die Stadtentwicklung hierauf konzeptionell mit dem Aufbau vielfältiger Netzwerke und der Entwicklung weiterer Zukunftsstandorte im rechtsrheinischen Kölner Kernraum. Durch den erfolgreichen Start des RTZ als dem zentralen Leitprojekt für die Neuausrichtung der rechts- rheinischen Wirtschaftsstruktur sowie weiterer Ansied- lungserfolge und Projektentwicklungen ergeben sich Ent- wicklungsperspektiven für einen verdichteten räumlich- funktionalen Verbund von Forschungseinrichtungen, Tech- nologieproduzenten und -dienstleistern. Die Entwicklung und Vernetzung dieser Zukunftsstandorte wird durch das Leitkonzept “TechnologieSpange Köln’ unterstützt. Haupt- ziel ist die nachhaltige Schaffung einer neuen Standort- identität mit attraktiven Standortfaktoren für technologie- orientierte Produktions- und Dienstleistungsunternehmen als Basis für die gezielte Ansiedlung neuer Technologie- unternehmen mit zukunftssicheren Arbeits- und Ausbil- dungsplätzen im rechtsrheinischen Köln. Neuanfang und Aufbruch Die Aufbruchstimmung im rechtsrheinischen Köln ist un- gebrochen und die Neue City auf der ‘schäl Sick’ nimmt 55 konkrete Formen an. Begünstigt durch den überzeugend mit Leitprojekten der Stadtentwicklung eingeleiteten Image- und Strukturwandel von der Großindustrie zur Technolo- gieSpange reicht die Ausstrahlung vom Fokus Deutz über Kalk bis in den Mülheimer Norden. Aus Sicht der städti- schen Stadtentwickler, Stadtplaner und Wirtschaftsförde- rer wächst im Rechtsrheinischen ein neues, zukunftsori- entiertes Stück Köln heran, das alte Klischees überholt. Der bis in die 1980er Jahre altindustriell geprägte Kern- raum des rechtsrheinischen Köln ist unter den zeitlich paralielen Einwirkungen der Globalisierung und Deregu- lierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten, der Ver- schiebung öffentlicher Finanzmittel nach der Vereinigung und zunächst ausbleibender technologischer Innovatio- nen in den 1990er Jahren wirtschaftlich stark eingebro- chen. Vor diesem Hintergrund haben Rat und Verwaltung der Stadt Köln frühzeitig Initiativen ergriffen und mit dem Land NRW Prioritäten gesetzt, um der negativen Entwick- lung mit weitreichenden wirtschaftlichen, sozialen und städtebaulichen Auswirkungen entgegen zu steuern und dem Strukturwandel eine positive Dynamik zu verleihen. Vorhandene technologische Stärken ausbauen und vernetzen Mit dem Entwicklungskonzept Erweiterter Rechtsrhei- nischer Innenstadtbereich (EERI) wird dieser zentrale Stadt- raum stadtentwicklungsplanerisch gesamtheitlich und inte- grativ beplant. 1997 wurden im großräumigen Zusamrnen- hang Zielvorstellungen zur Inwertsetzung und Wieder- nutzung industrieller Brachflächen vorge- legt. Grundansatz der Arbeitsmarkt- und Wirt- schaftsentwicklung ist dabei eine Strategie, die inzwischen bewährte Technologie- und Ge- werbepark-Modelle maßgeschneidert im Rechtsrheinischen auf- baut. Dabei ist zu be- achten, dass diese Ansätze dann erfolgreich werden, wenn Träger von Forschung und Entwicklung mit innovativen Unternehmen in einen intensiven Austausch gesetzt werden. Dieser Ansatz ist jedoch nicht ausschließlich auf “High tech’-Produktion zu beschränken, wie Beispiele des Wissenstransfers in das Handwerk zeigen. In Abstimmung mit und aufbauend auf die räumlich- funktionalen Zielvorstellungen wurde 1999 das Leitkon- zept für den rechtsrheinischen technologischen Stand- ortverbund ‘TechnologieSpange Köln’ vorgelegt. Unter Nutzung der lokal vorhandenen technologischen Stärken wird mit diesem übergreifenden Leitkonzept einer rechtsrheinischen ‘TechnologieSpange Köln’ der Struk- turwandel aktiv gestaltet. Hauptziel ist dabei die nachhal- 56 tige Schaffung einer neuen Standortidentität mit attraktiven Standortfaktoren für technologieorientierte Produktions- und Dienstleistungsunternehmen. Auf dieser Basis sollen neue Technologieunternehmen mit zukunftssicheren Ar- beits- und Ausbildungs- plätzen im rechtsrhei- nischen Köln gezielt ange- siedelt und ein entsprech- endes Standortimage ver- mittelt werden. Für die Verdichtung und Vernet- zung einer überregional ausstrahlenden rechtsrheinischen TechnologieSpange Köln wurde zunächst auf folgende leistungsfähige Forschungs- und Entwicklungsträger als “Leitstandorte’ aufgebaut: « Rechisrheinisches Technologie- und Gründerzentrum {RTZ), Köln-Kalk Im Frühjahr 1999 eröffnet, hat sich das RTZ mit bisher 30 Jungunternehmen aus den Zukunfistechnologien wie Informations- und Kommunikationstechnik, Internettech- nologien, Biotechnik, Design, Umwelt- und Solartech- nik als ‘Entwicklungsmotor’ positioniert. Ein Nachfrage- potenzial, das das Flächenangebot des RTZ überfordert, istein deutlicher Indikator für die Attraktivität eines künf- tigen verdichteten rechtsrheinischen Technologie- und Innovationsstandortbereiches. * TÜV-Technologiepark, Köln-Poll Der private Technologiepark umfasst am Hauptstand- ort des TÜV Rheinland/Berlin-Brandenburg sämtliche Kompetenzfelder der Dienstleistungsgruppe im Bereich technische Sicherheit, zertifizierte Qualität und Umwelt- schutz (Büros und Prüflabors u.a. der Konzerngesell- schaften für Sicherheit und Umweltschutz, Energie und Umwelt, Anlagentechnik, Kraftfahrzeugwesen und TÜV- Akademie Rheinland). In einem Neubau haben sich weitere technische Dienstleister wie das Energieversor- gungsunternehmen Yello angesiedelt. ® Ingenieurwissenschaftliches Zentrum der Fachhoch- schule Köln, Köln-Deutz Das IWZ der größten deutschen Fachhochschule mit 11 Ingenieur- und weiteren Informatik- und Technikstudi- engängen mitsamt den zugehörigen Einrichtungen für Lehre und Forschung, insgesamt rd. 8.000 Studieren- den, rd. 300 Hochschullehrern, unterstützt durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Kölner Technolo- giezentren und den über 30 Förder- und Beratungsinsti- tutionen des ‘Kölner Gründernetzwerkes’ potenzielle Unternehmensgründer. Technologie SpangeKöln: Die genannten technologischen Kompetenzzentren wer- den ergänzt durch herausgehobene Standorte und Infra- struktureinrichtungen der Telekommunikation (Arcor, Deut- sche Telekom, NetCologne), Umwelttechnikstandorte (Ba- ker Process, Institut für Licht- und Bautechnik) sowie durch technologie-affine Einrichtungen (sechs gewerblich-tech- nische Ausbildungsstätten; rd. 9,300 Schüler), Stadthaus Deutz (Standort technischer, planender, wirtschaftsförden- der städtischer Dienste), Koelnmesse (techniknahe Mes- se- und Kongressveranstaltungen) und das Deutsche Zen- trum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porzals Stand- ortfaktor und Pool für Unternehmensausgründungen. Ein wichtiger Standortfaktor ist die sehr gute verkehr- liche und technische Infrastruktur. Der technologische Verdichtungsraum wird durch Stadtautobahnen und Hauptverkehrszüge hervorragend erschlossen. Der An- schluss der TechnologieSpange an das regionale, natio- nale und internationale Schienennetz ist seit Dezember 2002 über den ICE-Terminal Köln-Deutz/Messe gegeben und sichert überregionale Standortqualität. Abb. 1: Kölner Osten: Route und Standorte Zur Integration in das lokale Hochgeschwindigkeits-Kom- munikationsnetz hat das stadtnahe Telekommunikations- unternehmen NetCologne den Bereich bereits als sog. “Backbone’ weitgehend an das CityNetCologne angebun- den, um den räumlich-funktionalen Zusammenhang kom- munikationstechnisch zu unterstützen. Mit dieser moderns- ten Lichtwellenleiter-Infrastruktur können bei Bedarf alle notwendigen Übertragungskapazitäten mit weltweiten Zu- gängen realisiert werden. Dies verbessert u.a. die Voraus- setzungen, die Unternehmen und Forschungseinrichtun- gen bei der Nutzung der Internettechnologie und ihren Anwendungen zu unterstützen. Neben den vorgenannten Erschließungsanlagen ist auf die (weichen) Standortfaktoren der kommerziellen und kul- 5 SARIIS I er ee SENT 57 wie Unternehmen im Bereich der TechnologieSpange zur Schaffung verbesserter und innovativer Möglichkeiten für Schülerpraktika und Ausbildungsplätze in neuen zukunfts- orientierten Berufen im Aufbau. Der Ausbau der Techno- logieSpange fließt in die teilräumlichen Entwicklungspla- nungen ein, die nachfolgend skizziert werden (vgl. Abb. 2). 1 ICE Terminal/CityDeutz Über 25 Jahre nach der verwaltungstechnischen Einglie- derung von Deutz in die Innenstadt und seinerzeitigen visionären Vorstellungen von einer beiderseits des Rheins liegenden Kölner City holt die Wirklichkeit alte Träume ein. Damals wie heute wird in Deutz die Entwicklung vom *Zug der Zeit’ inspiriert, der jetzt beschleunigt. Nach Aus- wertung und Überarbeitung des Wettbewerbsergebnis- ses zum /CE-Terminal Köln-Deutz/Messe samt neuem Kongress-Zentrum zeichnen sich die städtebaulich her- ausragenden Konturen dieses zukünftig von einer Hoch- hausgruppe flankierten Projektes immer deutlicher ab. Dabei wird der Auftritt der Koelnmesse durch ein großzü- giges neues Portal zum ICE-Terminal die Bedeutung die- ses Messeplatzes als Global Player seiner Branche unter- streichen. Die dem entsprechend weltweiten Bemühun- gen um Investoren mit internationaler Reputation unter- streichen die Bedeutung dieser Projektentwicklung. Zuerst eingelöst wird diese Stadtgestaltungsvision von dem aktuellen Bauvorhaben *Deutzer Tor’ mit Trian- gel-Hochhaus westlich des Deutzer Bahnhofs. Dies ist der Auftakt für vier weitere Hochhäuser an diesem Platz, die die neue Stadtkrone des rechtsrheinischen Köln bil- den werden, in einer Achse zur Kölnarena und zwei weite- ren projektierten Hochhäusern östlich der Arena. Mit der Entscheidung des umsatzstärksten privaten Fernsehsenders RTL vom Juli 2003, seinen Kölner Haupt- sitz 2008 in den Bereich der Rheinhallen der Koelnmesse zu verlagern, bekommen die Bemühungen zur wirtschafts- strukturellen und städtebaulichen Erneuerung des rechts- rheinischen Köln ganz im Sinne der TechnologieSpange absehbar erhebliche zusätzliche Schubkraft. Diese Stand- ortentscheidung wird den Ausbau der CityDeutz wie auch die Umstrukturierung des Mülheimer Südens in besonde- rer Weise unterstützen, zumal hierdurch die räumliche Neuausrichtung der Koelnmessse nach Norden bis Ende 2005 zwingend wird. Gegenüber dem bestehenden Kongress-Centrum Ost der Messe entsteht in Nachbarschaft zu drei Hotelneu- bauten mit zusammen über 1.500 Betten das Foreal-Busi- nessforum. Die Vorarbeiten für den weitläufigen Bürokom- plex mit geplanten 80.000 m? Bruttogeschossfläche auf dem ehemaligen Paketpost-Gelände an der Deutz-Mülhei- mer Straße haben einen Stand erreicht, dass 2004 mit der Neubebauung nach den Entwürfen des Hamburger Ar- chitekturbüros von Gerkan, Marg und Partner begonnen werden kann. Mit diesen Großprojekten erhält die Koeln- messe auf ihrer östlichen Seite ein attraktives Umfeld mit internationalem Flair und entsprechenden Synergieeffek- ten. Ergänzt wird die Entwicklung durch die nördliche Arrondierung des Messeareals bis zur Zoobrücke/Stadt- autobahn und die Konzentration der Messeaktivitäten auf den neuen Messeboulevard und die neuen Messehallen westlich der Deutz-Mülheimer Straße. Neben diesen Deutzer Entwicklungen im unmittelba- ren Einzugsbereich des ICE-Terminals gewinnt zunehmend auch der Deutzer Süden an Bedeutung. Die Strabag-Pro- jektentwicklung GmbH bereitet die Verlagerung des bishe- rigen Bauhofes an der Siegburger Straße vor und hat für dieses Areal die Bauplanung des ‘BüroCampus Deutz’ weitgehend fertiggestellt, der kurzfristig in die abschnitts- weise Umsetzung gehen soll. Damit wird dieser Bürostand- ort um über 30.000 m? Bruttogeschossfläche erweitert. Der unmittelbar benachbarte Deutzer Hafen mit seinen Leer- ständen und Mindernutzungen gegenüber dem Entwick- lungsbereich Rheinauhafen ist dabei mittel- bis längerfris- tig in Hinblick auf tragfähige Nutzungsanforderungen zu untersuchen. 2 HagenCampus/Kalk-Süd: Mit Leitprojekten auf dem Weg zum Technologiepark Kalk kann zu Beginn des 21. Jahrhunderts einer besseren Stadtteilzukunft entgegenblicken. Die tiefe Talsohle des wirtschaftlichen Strukturwandels ist durchschritten, auch wenn durch den anhaltenden Abbau von Arbeitsplätzen bei noch altansässigen Industrieunternehmen die Probleme des alten Industriestandortes aufgezeigt werden. Damit wird gleichzeitig jedoch die anhaltende Notwendigkeit der einge- leiteten wirtschaftlichen Umorientierung hin zum Technologiestandort un- terstrichen. In 2003 wur- den mit der achten Stufe des Kalk-Programms, des integrierten Hand- lungskonzeptes der Stadt Köln zur Bewältigung des Strukturwandels in Kalk, die Bemühungen um eine Stabilisierung der Entwicklung des rechtsrheinischen Kernraums und insbesondere von Kalk (im jetzt reduzierten Umfang) weitergeführt. Mit dem Programm werden seit 1994 Maßnahmen und Projekte zum Neuaufbau einer lokalen Wirtschafts- und Beschäf- tigungsbasis, zur Stärkung der Wohnfunktion und zur Verdichtung des sozialkulturellen Netzwerkes über das Bund-Länder-Programm ‘Soziale Stadt’ über die Stadt Köln entwickelt und unter Einbeziehung auch nichtstädtischer Träger umgesetzt. Die Zielsetzungen der Technologie- Spange Köln werden damit nachhaltig unterstützt. Aufder Grundlage des stadtentwicklungsplanerischen Nutzungsstrukturkonzeptes wandelte sich das Areal des frü- heren KHD-Werks sowie der Batteriefabrik Hagen mit einer 59 Gesamtfläche von rd. 55 ha östlich der Rolshover Straße grundlegend. Zentrale Lage, gute Erschließung und die zwei wirtschaftspolitischen Leitprojekte des Kalk-Pro- gramms — das Rechtsrheinische Technologie- und Grün- derzentrum und der Technikhof Kalk - bilden hier die An- ziehungspole. Das Rechtsrheinische Technologie- und Gründerzen- trum (RTZ) auf dem ehemaligen Gelände der Hagen-Ak- kumulatorenfabrik an der Rolshover Straße im Süden Kalks hat in den ersten Betriebsjahren alle Erwartungen voll er- füllt. Seit der Eröffnung im Mai 1999 finden im RTZ Exis- tenzgründer und junge Technologieunternehmen neben einem repräsentativen Ambiente Beratung und Unterstüt- zung beim Aufbau ihres Unternehmens. Rund 4.000 m? Büro- und Laborräume stehen den start-ups zur Verfügung. Als besonderes Angebot für kleine und mittelständi- sche Biotechnikuntermehmen verfügt das RTZ über ein vollständig eingerichtetes S3/L3-Labor, das gemeinsam mit dem Biotechnik-Unternehmen Analysis GmbH betrie- ben wird. Insgesamt konnte das RTZ bis Ende 2002 bereits über 30 Unternehmen zum Start verhelfen, über 300 neue Arbeitsplätze wurden damit geschaffen. Eine Reihe der Gründerunternehmen sind aus dem RTZ *herausgewach- sen’ und haben sich einen neuen Standort im nahen Um- feld gesucht. Inzwischen hat der Ausbau des HagenCampus als er- weiterter Keimzelle des Technologie- und Industrieparks Kalk/Süd zu neuen attraktiven Perspektiven für junge Un- ternehmen nach der Aufbauphase im RTZ geführt. Hierzu zählt insbesondere auch der im August 2002 fertiggestell- te signifikante Büroneubau mit 4.000 m? Nutzfläche des Privatinvestors OSMAB an der Rolshover Straße. Neben dem zum Design-Zentrum umgenutzten Altbau und einem neuen Büro- und Atelierhaus für Kreative, einem für Zwe- cke der Beschäftigungsförderung sanierten Altbau, neu angesiedelten ortsnahen Gewerbeunternehmen, einer Be- hindertenwerkstatt und einer neuen überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Innung Heizung, Klima, Sanitär sowie inzwischen etablierten Künstlerateliers, einem ers- ten architektonisch anspruchsvoll gestalteter Büroneubau mit.ca. 1.000 m? Nutzfläche, entsteht seit November 2002 unmittelbar angrenzend zum RTZ die BioFactory Cologne. Bis Frühsommer 2004 werden im ersten Bauabschnitt fast 8.500 m? Nutzfläche für labornutzende Jungunterneh- men auch aus dem Bereich Biotechnik entstehen. Damit wird das Angebot des RTZ, in dem bereits einige Biotech- nik-Unternehmen ihren Startplatz gefunden haben, opti- mal ergänzt. Die Bauherrin SKI Standort Köln Immobilien investiert hier nahezu 20 Mio. Euro in einen Verbundstand- ort der Kölner Laborflächenanbieter - womit sich die Idee des Leitprojektes RTZ im Rahmen der rechtsrheinischen Strukturpolitik fortsetzt. Auf dem HagenCampus arbeiten 2003 bereits mehr Menschen als in der vormals hier bis 1983 allein ansässigen Akkumulatorenfabrik. Die Lücken aufder vormaligen Industriebrache sind fast geschlossen. Das 4,5 60 ha große Gelände der ehemaligen Batteriefabrik Hagen hat sich - wie von der Stadtentwicklungsplanung struktur- politisch angestrebt - zu einem hochmodernen Techno- logiestandort innerhalb der TechnologieSpange Köln ent- wickelt. 3 Industrie- und Technologiepark im ehemaligen KHD-Werk mit Technikhof Einen großen Schritt nach vorne hat die Neuausrichtung des ehemals geschlossenen, über 50 ha großen Klöckner- Humboldt-Deutz Werks (KHD) Kalk beiderseits der im Au- gust 2000 für den allge- meinen Verkehr nach Jahrzehnten wiedereröff- neten Dillenburger Straße gemacht. Der städtische Technikhof Kalk an der Dillenburger Straße, Ecke Kapellenstraße, entstand inmehreren Bauabschnit- ten durch Umbau ehemaliger KHD-Objekte zwischen 1998 und 2001 (vgl. Abb. 4). Der Komplex bietet auf 9.000 m? Nutzfläche 28 Mietgewerbe-Halleneinheiten für Hand- werk und Kleingewerbe sowie zusätzlich 32 Büromiet- einheiten für technische Dienstleister mit zusammen 6.000 m? Nutzfläche. Über 50 meist noch junge Unternehmen mit zusammen etwa 300 Arbeitsplätzen haben sich hier neu angesiedelt und mit der vollständigen Flächenbelegung bestätigt, dass die Bauinvestitionen (einschließlich Straßen- und Kanal- bauarbeiten) von rd. 18,4 Mio. Euro, zu denen das Land NRW im Rahmen des Kalk-Programms rd. 9,2 Mio. Euro Förderung gewährte, hier gut angelegt waren. Der Tech- nikhof ist mit dem RTZ der Impulsgeber für die Neuansied- lung von gewerblichen und technischen Dienstleistungs- unternehmen im früheren KHD-Werksgelände beiderseits der Dillenburger Straße. Neben verbliebenen Nutzungen der vormaligen KHD- Gruppe (v.a. Industrieanlagenbau, Motorenteilfertigung) haben sich neue Unternehmen wie die Firma Schneider- Claus (Metallverarbeitung, Zulieferer der Automobilindus- trie) angesiedelt. Ende 2000 konnte die Deutz AG außer- dem ihr neues Logistik- und Teile-Zentrum ‘Deutz-Ser- TECHNIKHOF KALK Abb. 4: Technikhof Kalk (Foto: Rott) vice International‘ an der Dillenburger Straße in Betrieb nehmen. Mitte 2003 bezogen die Gemeinnützigen Werk- stätten Köln nördlich des Technikhofes ihren Büroneu- bau für 210 Beschäftigte. Nicht nachnutzbare große KHD- Industriehallen wurden niedergelegt, um baureife Flächen für neue Unternehmensansiedlungen anbieten zu können. Zwischen dem im Herbst 2000 fertiggestellten “Zentrum der Gold-Kraemer-Stiftung‘ mit Raum für neun soziale Ein- richtungen, und den ‘Kulturhallen‘ an der Neuerburgstra- Be wurde nach den Grundzügen des Nutzungskonzeptes Kalk/Süd im Frühjahr 2001 mit dem Bau des *Kalk-Kar- rees‘ an der Rolshover Straße zwischen Dillenburger-, Neu- it insg N EN 7771 Programmgebiet [mu | Geschäftszentren a 623 AbenteuerHalle (im Umbau) ı i_ Brachflächen: IE bereits in Umnutzung 1 künftig umzunutzende Brachflächen erburg- und Sieversstraße (insgesamt rd. 58.000 m? BGF) begonnen, das sich in Richtung des Einkaufszentrums Kal- ker Hauptstraße vor der Kultur-’Halle Kalk’ mit dem neuen Ottmar-Pohl-Platz öffnet. Im Sommer 2003 wurde fürrund 1.100 städtische Beschäftigte im Sozial- und Jugendbereich, im Bereich Wohnungswesen und öffentliche Ordnung so- wie im Zentralarchiv und Call-Center das so genannte Ämtergebäude eingeweiht. Daneben sind auch 4.000 m? Büroflächen für private v.a. technische Dienstleister fer- liggestellt worden. Am Platz folgen in weiteren Bauab- schnitten zusätzliche Geschäfts-, Hotel- und Wohnbebau- ung. Die Baukosten belaufen sich aufüber 130 Mio. Euro. Hagener 'hem. Battäriefabri DIE, KR Santerungsgebiete: E3 Kalk-Post EZ Vingst / Höhenberg Abb. 3: Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf: Köln-Kalk (Quelle: Srapr Körn, Der Oberbürgermeister, Amt für Stadtentwicklung und Statistik) 6 4 CityForum Kalk: Entwicklungsstandort von überregionaler Ausstrahlung Zu den vielen neuen Veränderungen im Osten Kölns zählt nicht zuletzt auch der Umbau des ehemaligen Chemiestand- ortes im Kalker Westen (vgl. Abb. 3). Mit dem Grundsatz- beschluss des Stadtentwicklungsausschusses des Rates der Stadt Köln im Juli 2002 zum städtebaulichen Planungs- konzept für das Gelände der früheren Chemischen Fabrik Kalk (CFK) wurden die Vorgaben für den Bebauungsplan zur Wiedernutzung dieser 35 ha großen früheren Industrie- fläche abschließend definiert, der im Sommer 2003 Rechts- kraft erlangte. Das weitgehend baureif gemachte ehemali- ge CFK-Gelände ist die herausragende Entwicklungsmaß- nahme in Kalk. In den nächsten 10 Jahren entsteht hier das CityForum Kalk als neues urbanes Viertel zum Woh- nen und Arbeiten, für Freizeit und Einkaufen rund um den Bürgerpark Kalk. Nach dem Bezug des neuen Polizeiprä- sidiums im August 2001 wurde im Sommer 2003 mit dem Neubau des Einkaufszentrums als ShoppingMall ‘KölnAr- kaden’ mit 27.000 m? Verkaufsfläche und über 1.700 Park- plätzen begonnen (Fertigstellung bis März 2005 veran- schlagt). Dieser außerordentliche Ausbau des bezirklichen Einkaufszentrums Kalker Hauptstraße wird die Anzie- hungskraft des Standorts erheblich erhöhen. Weitere Gespräche mit Investoren betreffen die An- siedlung von Büro- und Dienstleistungsnutzungen so- wie von hochwertigem Wohnraum. Der mit dem Kalk-Pro- gramm konzipierte Bürgerpark Kalk nördlich der heutigen Peter-Stühlen-Straße ist der Ruhe- und Bezugspunkt für das angrenzend geplante qualitätsvolle Wohngebiet mit annähernd 600 Wohnungen für über 1.000 neue Bewoh- ner, die hier ein lebendiges innerstädtisches Quartier mit allen Funktionen vorfinden. Hinzu kommt zukünftig wei- tere neue Wohnbebauung südlich der Kalker Hauptstra- Be, angrenzend zum S-Bahnhaltepunkt Trimbornstraße (als Ersatzwohnraum für den Bereich nördlich ICE-Terminal Deutz/Messe) sowie östlich Vietorstraße, Ecke Kalker Hauptstraße (zusammen etwa 250 Wohneinheiten), mit der der Wohnstandort Kalk weiter gestärkt und von der An- gebotsseite qualitativ ausgeglichen wird. An der Westumgehung Kalk mit Anschluss an die Stadtautobahn Richtung Autobahnkreuz Köln-Ost und Zoobrücke ist in Höhe der Einmündung Wipperfürther Straße mit Unterstützung der Stadtsparkasse Köln das Wissenschaftszentrum CologneScienceCenter geplant und im Bebauungsplan abgesichert. Es stellt sich der Aufgabe, Wissen zu vermitteln, weiter zu bilden und zu einem lebenslangen Lernen beizutragen. Gleichzeitig wird es für Jung und Alt auch ein hochinteressantes Freizeit- ziel innerhalb der TechnologieSpange Köln darstellen. In unmittelbarer Nachbarschaft wird das Areal bei- derseits der Westumgehung Kalk zu einem bedeutenden Bürostandort mit rd. 150.000 m? Bruttogeschossfläche (BGF) in Sichtweite der Kölnarena mit hervorragender Er- schließungsqualität ausgebaut. Dabei wird angestrebt, 62 nördlich der Gummersbacher Straße in einem “Haus der Bahn’die in Köln ansässigen Niederlassungen der Deut- sche-Bahn-Gruppe zu konzentrieren, unmittelbar neben der projektierten S-Bahn-Haltestelle Kalk/West. Nahe dem IWZ der Fachhochschule Köln bietet sich das ehemalige CFK-Gelände an als Büro- und Innovationscam- pus an der FH zur Ansiedlung von fachhochschulnahen Unternehmen und Institutionen, z.B. von Unternehmen, die mit dem IWZ kooperieren und sog. ‘Professorenfirmen’ als direkte Ausgründungen aus dem IWZ. 5 Mülheim-Nord: Kabelproduktion, neue Medien und mehr Die wirtschaftliche Neuausrichtung des Mülheimer Nor- dens als Medienproduktionsstandort auf brachgefallenen Industrieflächen beiderseits der Schanzenstraße hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt fortgesetzt. Dank weit- sichtiger Privatinvestoren, die entgegen dem damaligen Mainstream die Chancen gründerzeitlichen Bauerbes früh erkannten, wurde hier ein solides Fundament für einen er- folgreichen Strukturwandel ohne staatliche Fördermaßnah- men gelegt. Im Schatten der stark geschrumpflen traditi- onsreichen Mülheimer Kabelproduktion im Felten & Guil- leaume-Gelände (F&G) haben sich in den vergangenen Jahren neue Medienproduktionsunternehmen und ver- wandte, vor allem kreative Dienstleister angesiedelt. Das Nutzerspektrum reicht vom Staatlichen Amt für Arbeitsschutz über Kleinbetriebe bis zur mittelständischen Arxes Network Communication Consulting mit etwa 400 Beschäftigten. Investor und Pionier der Schanzenstraße Bernd Odenthal schätzt die bis 2002 neu angesiedelten Arbeitsplätze südlich der Schanzenstraße auf rund 700. Einer der letzten Zugänge stellt die Viva Media AG dar, die ihre TV-Sparten Viva und Viva Plus samt Produktionsfir- ma Brainpool Ende 2002 in der Schanzenstraße 22 unter- brachte. In dem bis zu fünfgeschossigen ehemaligen F&G- Gebäudekomplex stehen rund 25.000 m? zur Verfügung. Über 600 Mitarbeiter sind hier tätig. Auf der gegenüberliegenden Seite der Schanzenstra- Be bietet sich auf dem Gelände der früheren Fabrik für feuerfeste Produkte Martin & Pagenstecher ein ähnliches Bild. Die Umnutzung dieses Areals wurde durch die Bau- projektierung und Realisierung Eggerbauer ab 1993 kon- sequent durch Umnutzung der überkommenen Gewerbe- und Industriebauten vorangetrieben. Die Symbiose aus Alt- und Umbau schafft die anregende Atmosphäre, die die wachsende kreative Dienstleisterszene in Köln benö- tigt und nachfragt. Das Nutzerspektrum umfasst auch hier insbesondere technikorientierte Unternehmen, IT-Dienst- leister, Druckereien, Architekten, Medien- und Designun- ternehmen, aber seit 2003 auch eine Niederlassung des Bayer-Konzerns mit rd. 700 Beschäftigten. Ziel der Strukturpolitik ist es, der Dynamik dieses Stand- ortes weitere Entwicklungsmöglichkeiten (über die noch verbliebenen Umnutzungsmaßnahmen hinaus) zu eröff- nen. Dem entsprechend hat der Rat der Stadt Köln im Oktober 2001 das Rahmenkonzept Mülheim/Nord der Stadtentwicklungsplanung beschlossen. Auf dieser Grundlage wurde ein städtebaulicher Wettbewerb für das 16 ha große brachliegende ehemalige Güterbahnhofsge- lände zusammen mit der Deutschen Bahn ausgelobt und im September 2002 entschieden. Preisgekrönt wurde der Entwurf der Architekten-Arbeitsgemeinschaft Büder + Menzel und Busmann + Haberer mit dem Tite] “Neue Mit- te Mülheim’. In Abstimmung mit dem noch erforderlichen Bebauungsplanverfahren wird das Flächenrecycling für den größten Teil des Developments von der Aurelis Real Estate Management der Deutsche-Bahn-Gruppe weiter- betrieben. 6 Euroforum/Mülheim-Süd: Neue Chancen für die zukünftige Stadtentwicklung Durch den Rückzug der Deutz AG aus ihrem Traditions- standort beiderseits der Deutz-Mülheimer Straße aufgrund der Unternehmenskonzentration vor allem in Porz wird die- se nördliche Entwicklungsachse auch das Ende der 1990er Jahre städtebaulich aufgewertete Zentrum von Mülheim noch stärker in die dynamische Entwicklung des rechts- rheinischen Kernraumes einbinden. Durch die Grundstücksankäufe der ‘'Koelnmesse’ bis an die Zoobrücke wird sich das Messegelände hier mit einem neuen Zugang vollständig neu aufstellen. Mit dem Projekt Euroforum/Nord ab Zoobrücke kann der ‘Link’ zwi- schen Messe, längerfristig umzunutzenden Flächen am Mülheimer Hafen und der Stegerwald-Siedlung hergestellt werden mit einem Nutzungsmix aus Wohnen und an- spruchsvollen Dienstleistungen. Die kulturwirtschaftliche Nutzung des *Kunst- und Gewerbehofes’ in der ehemali- gen Gummifädenfz"rik zu der Zoobrücke (mit dem Atelier- haus ‘Kunstwerk') und das stilvolle denkmalgeschützte historische Fabrikensemble der vormaligen KHD an der Deutz-Mülheimer Straße bieten gute Voraussetzungen, den Cluster *Kulturwirtschaft/Medien/Design’ hier perspekti- visch auszubauen. Unter Beachtung des örtlichen Qualifizierungs- und Beschäftigtenprofils und der im Rechtsrheinischen anhal- tend deutlich überdurchschnittlichen Arbeitslosenquote sind im Bereich nördlich des zu verlängernden Auenwe- ges auch ausreichende Gewerbeflächen zur Ansiedlung ortsnahen Handwerks und Gewerbes, von kleineren und mittleren Unternehmen aufzubereiten. Die Erschließung und Gliederung des südlichen Mülheimer Entwicklungs- gebietes durch die Verlängerung des Auenweges bis zum Clevischen Ring und die geplanten Grünzüge im Bereich der Villa Charlier (u.a. zur Rheinanbindung Stegerwald-Sied- lung) und am Südrand des Sanierungsgebietes Mülheim/ Süd werden ebenso wie das generelle Ziel einer Zugäng- lichkeit des Rheinufers unverändert weiterverfolgt. Im Sommer 2001 hat das NRW-Städtebauministerium auch den Stadtteil Mülheim in das Bund-Länder-Programm ‘Soziale Stadt” aufgenommen und damit für Mülheim auf- grund des wirtschaftlichen Strukturwandels als “Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf” vergleichbare Struk- turfördermöglichkeiten eröffnet, wie sie mit dem Kalk-Pro- gramm gegeben sind. Die 1. Stufe eines Integrierten Hand- lungskonzeptes *Mülheim-Programm’ wurde 2002 von der Stadt Köln erstellt und verabschiedet. In Verknüpfung mit der räumlichen Entwicklungsplanung werden nunmehr Möglichkeiten für Leitprojekte mit Initialwirkung und zur Aufwertung des Stadtraumes untersucht. Resümee Durch den erfolgreichen Start des Rechtsrheinischen Tech- nologie- und Gründerzentrums als dem zentralen Leitpro- jekt für die Neuausrichtung der rechtsrheinischen Wirt- schaftsstruktur sowie weiterer Ansiedlungserfolge und Projektentwicklungen im erweiterten Rechtsrheinischen In- nenstadtbereich ergeben sich zunehmend Entwicklungs- perspektiven für einen verdichteten räumlich-funktiona- len Verbund von Forschungseinrichtungen, Technologie- produzenten und -dienstleistern. Die Entwicklung und Vernetzung dieser Zukunftsstandorte wird durch das Leit- konzept ‘TechnologieSpange Köln’ unterstützt. Hauptziel ist dabei die nachhaltige Schaffung einer neuen Standort- identität mit attraktiven Standortfaktoren für technologie- orientierte Produktions- und Dienstleistungsunternehmen als Basis für die gezielte Ansiedlung neuer Technologie- unternehmen mit zukunftssicheren Arbeits- und Ausbil- dungsplätzen im rechtsrheinischen Köln und die Vermitt- lung eines entsprechenden Standortimages. Unüberseh- bar erkennbar geworden ist schon jetzt, dass sich die früheren Industrie- und Arbeiterviertel Kalk und Mülheim dynamisch zu attraktiven Stadträumen mit innovativer Flä- chennutzung wandeln. Prof. Klaus-Otto Fruhner, Im Faldergarten 4a, 50999 Köln mail@kof-pro.de Günter Wevering, Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln guenter.wevering@stadt-koeln.de 63
  • Einwohnerfrage Kreische vom 16.03.2017 betr. Industrie Kalk-Süd

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    16.03.2017 Seite 1 von 3 Dipl.-Ing. (FH) Manfred Kreische Kalk, den 16.03.2017 Kalker Hauptstraße 196-198 51103 Köln-Kalk Bezirksbürgermeister Kalk Herr BBM Marco Pagano Bezirksrathaus Kalk Bürgeramt Kalk Kalker Hauptstraße 247-273 51103 Köln Eingabe für Einwohnerfragestunde – gemäß § 39 der „Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln“ zur 21. Sitzung der Bezirksvertretung Kalk in der Wahlperiode 2014/2020 am Donnerstag, dem 23.03.2017 Thema: Flächen-und Wirtschaftsentwicklung (Industrie) von Kalk-Süd Sehr geehrter Herr BBM Pagano, hiermit reiche ich die folgende Einwohnerfrage form- und fristgerecht (fünfter Arbeitstag vor der Sitzung – bis 12.00 Uhr) zur o.g. BV-Sitzung ein. Vorbemerkung / Erläuterung zur Frage bzw. der 5 Unterfragen: Nach dem verhinderbaren Niedergang des letzten Großmaschinenbaus in Köln durch den Konkurs der Firma MBE/CE zum Juni 2016 sind die leergefallenen Hallen 70-71 Anlass, für das gesamte Gebiet Kalk-Süd ein Werkstattverfahren in der Manier wie zu Mülheim- Süd durchzuführen. Bisher gibt es kein Ziel, keine Strategie oder ein Konzept, wohin sich das einzige noch innerstädtisch vorhandene Industriegebiet mit einer über 160-jährigen Geschichte hin entwickeln soll. Es besteht die Chance, eine „grüne“ Industrie in der Tradition der Maschinenbauanstalt Humboldt fortzuführen. Diese liegt in den Aufbereitungs- und Recycling-Technologien. Einwohnerfrage: Wie kann die Erfolgsgeschichte der Industriellen Revolution in Kalk-Süd unter entsprechender Verwendung der Flächen erneuert werden? a) Zitat aus der Niederschrift (Anlage 1) zum Businessplan Industrie: „Der Rat der Stadt Köln nimmt den vom Branchenforum Industrie erarbeiteten „Businessplan Industrie“ zur Kenntnis.“ und „Der Rat beauftragt daher die Verwaltung, zu den Handlungsfeldern Flächenpolitik, Verkehrsinfrastruktur, Innovationstransfer, Qualifizierung und Marketing fachöffentliche Workshops bis zum Ende des I. Quartals 2011 durchzuführen, deren Ergebnisse in die weitere Beratung von Fachausschüssen und Rat über die Umsetzung einzelner Projekte bzw. städtischer Handlungsleitlinien eingebracht werden.“ Sitzung der Bezirksvertretung Kalk am 23.03.2017, TOP 1.1 0903/2017 16.03.2017 Seite 2 von 3 Welche Bedeutung hat der Businessplan Industrie für das kommende Werkstattverfahren, gibt es die genannten städtischen Handlungsleitlinien, wie z.B. das Konzept der Technologie-Spange von Prof. Fruhner (siehe Aufsatz Anlage 3), ist dieser überhaupt bzw. sind die in der Niederschrift genannten Beschlüsse (5431/2010) und Arbeitsaufträge von der Verwaltung umgesetzt und von der Politik beachtet worden und gibt es ein Vermarktungskonzept für den „Technologie-und Industriepark Kalk-Süd“? b) Wie ist der aktuelle Stand der Eigentumsverhältnisse, Darstellung in einem Übersichtsplan (Daten gemäß Informationsfreiheitsgesetz erbeten)? c) Das Liegenschaftsamt erhält monatliche Mieteinahmen von bis zu 500.000 EUR (allein DEUTZ AG ca. 300.000 EUR?) für die städtischen Grundstücke und Hallen in Kalk-Süd. Welche sind objektbezogen, wie hoch sind die exakten Mieteinnahmen und wie werden die Gelder verwendet? In welcher Höhe fließen diese zur Infrastruktursicherung nach Kalk-Süd zurück? d) Bezug nehmend auf Mitteilung vom „Dezernat, Dienststelle VII/VII/5, Vorlagen- Nummer 3710/2016 vom 07.11.2016 zu Fördernummer und Stand der Förderung: Die Stadt Köln hat im Oktober 2015 einen gesamtstädtischen Förderbescheid über 52,64 Mio. Euro aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz erhalten. Die Mittel werden nach stadtinterner Priorisierung verwendet. Die Hallen Kalk sind auf der Liste der zu priorisierenden Maßnahmen. Die Maßnahmen bedürfen der Zustimmung der Bezirksregierung. Hierfür ist bei der Kämmerei der Stadt Köln ein Team eingerichtet, welches im Dialog mit der Bezirksregierung steht. Bauabteilung und Kämmerei erarbeiten zurzeit diese gesonderte Begründung, um die Zustimmung der Bezirksregierung zu der Maßnahme zu erhalten. Eine gesonderte Fördernummer für das Projekt gibt es zurzeit nicht, da die Stadt Köln insgesamt gefördert wurde. Für den Projektdialog mit der Bezirksregierung wird eine ID (Identifikationsnummer) im elektronischen Bearbeitungstool zwischen der Bezirksregierung und der Kämmerei vergeben. Da das Projekt wegen der besonderen Begründung noch nicht der Bezirksregierung vorgestellt wurde, gibt es noch keine ID.“ Am 06.12.2016 hat der Fragesteller per Email an die Verwaltung (Herr Lohaus u.a.) eine Information zum Stand erbeten, die bisher ausgeblieben ist. Die kursiv gekennzeichneten markierten Textstellen sollten in den letzten vier Monaten abgearbeitet sein! Wie ist also der Stand zur Erhaltung der Hallen 75-77 und warum wird die Halle 75 von wem genutzt, obwohl doch alles so sehr einsturzgefährdet ist, keine Betriebsgenehmigung fürs Schauspiel mehr gilt usw.? 16.03.2017 Seite 3 von 3 e) In der Anlage 2 „baureife GE/GI-Flächen in Vermarktung“ zur Mitteilung (0582/2017) zu „Stadtentwicklungskonzept Wirtschaft“ unter der Projektnummer G.-802-001 „Technologie-und Industriepark Kalk-Süd“ ist in der entsprechende Zeile zu entnehmen, dass 0,3 ha städtisch verfügbare GI-Fläche vorhanden und 4,5 ha städtische GI-Fläche „reserviert“ sind. Was heißt „reserviert“ für Wen oder Was, um welche konkrete Fläche geht es bei den 0,3 ha und Warum schützt das Verkaufsmoratorium nicht das gesamte Gebiet ab, ermöglicht z.B. den Verkauf einer Fläche an OSMAB „In den Reihen“? Mit freundlichen Grüßen & Kalk frei gez. Kreische Manfred Kreische Anlagen Anlage 1 Auszug Niederschrift Ratsbeschluss 5431-2010 Businessplan Industrie - Workshop-Verfahren 14 09 2010 Anlage 2 REK-Mitte Entwurf Nutzungskonzept 10_2010 Anlage 3 Fruhner_Wevering TechnologieSpange Osten im Aufbruch KGA_82_2005
  • Anlage 1

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    Geschäftsführung Rat Frau Kramp Telefon: (0221) 221-22061 Fax : (0221) 221-26570 E-Mail: petra.kramp@stadt-koeln.de Datum: 21.09.2010 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 16. Sitzung des Rates vom 14.09.2010 öffentlich 10. Allgemeine Vorlagen 10.15 Businessplan Industrie 5431/2010 Änderungs- bzw. Zusatzantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen AN/1648/2010 Änderungs- bzw. Zusatzantrag der FDP-Fraktion AN/1667/2010 Beschluss: I. Beschluss gemäß Änderungsantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Der Rat der Stadt Köln nimmt den vom Branchenforum Industrie erarbeiteten „Busi- nessplan Industrie“ zur Kenntnis. Um die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und interessierter Bürgerschaft nachhaltig zu fördern, werden die Analysen und Handlungsempfehlungen einer breiteren fachöffentlichen Diskussion zugeführt. Der Rat beauftragt daher die Verwaltung, zu den Handlungsfeldern Flächenpolitik, Verkehrsinfrastruktur, Innovationstransfer, Qualifizierung und Marketing fachöffentli- che Workshops bis zum Ende des I. Quartals 2011 durchzuführen, deren Ergebnisse in die weitere Beratung von Fachausschüssen und Rat über die Umsetzung einzel- ner Projekte bzw. städtischer Handlungsleitlinien eingebracht werden. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich mit den Stimmen der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grü- nen, der Fraktion Die Linke.Köln sowie mit der Stimme des Oberbürgermeisters ge- gen die Stimmen der CDU-Fraktion und Ratsmitglied Hoffmann (Freie Wähler Köln) sowie bei Stimmenthaltung der FDP-Fraktion und der Fraktion pro Köln zugestimmt . II. Beschluss gemäß Änderungsantrag der FDP-Fraktion: Im Businessplan Industrie ist auf Seite 11 der 5. Absatz über den Godorfer Hafen zu streichen. Ebenso den drittletzten und vorletzten Spiegelstrich auf Seite 13. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der FDP-Fraktion, der Fraktion pro Köln sowie ge- gen die Stimme von Ratsmitglied Hoffmann (Freie Wähler Köln) sowie bei Stimment- haltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt . III. Beschluss gemäß mündlichem Änderungsantrag von Ratsmitglied Ucker- mann: Der Rat beschließt, die Angelegenheit mit dem neuen Titel „Entwicklungskonzept Industrie“ zu bezeichnen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitlich gegen die Stimmen der Fraktion pro Köln abgelehnt . IV. Beschluss über die so geänderte Vorlage: Der Rat der Stadt Köln nimmt den vom Branchenforum Industrie erarbeiteten „Busi- nessplan Industrie“ zur Kenntnis. Um die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und interessierter Bürgerschaft nachhaltig zu fördern, werden die Analysen und Handlungsempfehlungen einer breiteren fachöffentlichen Diskussion zugeführt. Der Rat beauftragt daher die Verwaltung, zu den Handlungsfeldern Flächenpolitik, Verkehrsinfrastruktur, Innovationstransfer, Qualifizierung und Marketing fachöffentli- che Workshops bis zum Ende des I. Quartals 2011 durchzuführen, deren Ergebnisse in die weitere Beratung von Fachausschüssen und Rat über die Umsetzung einzel- ner Projekte bzw. städtischer Handlungsleitlinien eingebracht werden. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Stimmenthaltung der Fraktion pro Köln zugestimmt .

Beratungsverlauf

  1. 27.04.2017

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 1.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Sache ist erledigt

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