V/0809/2007
5 Jahre Stadtteilwerkstatt Nord - Jahresbericht 2006
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Berichtsvorlage
3875 Zeichen
V/0809/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft 5 Jahre Stadtteilwerkstatt Nord - Jahresbericht 2006 Beratungsfolge 04.12.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 04.12.2007 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 06.12.2007 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 08.01.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht Bericht: Auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit der unter 25 jährigen wurde die Stadtteilwerkstatt-Nord als niedrigschwellige Einrichtung der Jugendberufshilfe im Jahr 2002 eingerichtet. Ziel der Stadtteil- werkstatt Nord ist es, junge Menschen aus Münsters Norden bei der Berufsorientierung zu unter- stützen und den Zugang zu Ausbildung und Arbeit zu erleichtern. Das Angebot der Stadtteilwerkstatt Nord richtet sich an Jugendliche, die eine intensive Förderung und Unterstützung im Rahmen der Jugendberufshilfe auf der Grundlage des § 13 SGB VIII benö- tigen. Durch die Förderung in der Stadtteilwerkstatt werden sie befähigt an weiterführenden be- rufsvorbereitenden Maßnahmen auf der Grundlage des SGB III der Agentur für Arbeit und des SGB II der Arbeitsgemeinschaft teilzunehmen. In den vergangenen fünf Jahren wurden von der Stadtteilwerkstatt Nord insgesamt (Stichtag 08.10.2007) 281(101 junge Frauen und 174 junge Männer) Jugendliche unterstützt und gefördert. Die Jugendlichen sind in der Regel zwischen 17 und 19 Jahre alt. In vielen Fällen verfügen die Jugendlichen nicht über verwertbare Schulabschlüsse und es fehlen berufsrelevante Fähigkeiten und Kompetenzen. Hinzu kommen Probleme im familiären und persönlichen Umfeld. Die Erfahrungen der letzten fünf Jahre zeigen deutlich, dass der überwiegende Teil der Jugendli- chen, die die Angebote der Stadtteilwerkstatt Nord nutzen, auf Grund der schulischen Vorausset- zungen und vielfältiger Problemlagen ohne Unterstützung keine Chancen haben in Arbeit und Ausbildung einzumünden. Gelingen kann dies nur mit speziellen Hilfs- und Unterstützungsange- boten. Die Aufgabe besteht aus diesem Grund darin, Ansatzpunkte zum Ausgleich vorhandener Defizite zu finden, indem an vorhandene Kompetenzen angeknüpft wird. Die Arbeitsweise und die Vermittlungserfolge der Stadtteilwerkstatt Nord wurden in den jeweili- gen Jahresberichten ausführlich dargestellt und dokumentiert. Auch der vorliegende Jahresbe- Vorlagen-Nr.: V/0809/2007 Auskunft erteilt: Frau Dr. Ringbeck Ruf: 492 28 80 E-Mail: Ringbeck@stadt-muenster.de Datum: 08.10.2007 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0809/2007 richt 2006 zeigt sehr deutlich, dass die Stadtteilwerkstatt Nord ein notwendiges Angebot der Ju- gendberufshilfe und unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge ist. Deutlich wird auch, dass die Umsetzung der Hartz-Gesetze insbesondere die Grundsicherung für Arbeitssuchende gem. SGB II nachhaltige Auswirkungen auf die Lebenssituation junger Men- schen hat. Die jugendlichen Arbeitslosengeld II-EmpfängerInnen weisen in einem hohen Maße Benachteiligungen auf, die abgebaut und beseitigt werden müssen, um eine berufliche Integrati- on erreichen zu können. Hieraus resultieren spezielle Hilfebedarfe, die die Stadtteilwerkstatt Nord decken kann. Mit der Arbeitsgemeinschaft Münster wurde eine Kooperationsvereinbarung getrof- fen. Ziel ist es Jugendliche, die SGB II-Leistungen beziehen und die Angebote der Stadtteilwerk- statt Nord benötigen, aufzunehmen. Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Stadtteilwerkstatt Nord auf Grund ihrer mehrjährigen Erfahrung in der Jugendberufshilfe über Kompetenzen und Kooperationsstrukturen verfügt und unverzichtbare Leistungsanbieterin und Netzwerk- und Kooperationspartnerin ist. I.V. Gez. Dr. Andrea Hanke Beigeordnete Anlagen: Jahresbericht 2006 Stadtteilwerkstatt Nord
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- 4 -
1. Einleitung
In den letzten Jahren vollzog sich auf dem Arbeitsm arkt ein tief greifender Wandel:
technologischer Fortschritt und weit reichende Glob alisierungsprozesse führen zu
Deregulierungen und Flexibilisierungen von Arbeitsv erhältnissen, zu veränderten Strukturen
auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Verlagerung von Arbe itsplätzen ins Ausland. Diese Prozesse
wirken sich auf die zukünftigen Anforderungen an di e Ausbildung der nachwachsenden
Generation aus. Einerseits besteht auf Grund weit g ehender Rationalisierung ein geringerer
Bedarf an Arbeitskräften insgesamt und andererseits gibt es nicht mehr ausreichend
Arbeitsplätze für Geringqualifizierte. Gleichzeitig wächst ein Niedriglohnsektor mit
Arbeitsverhältnissen, die nicht zur Sicherung des L ebensunterhaltes reichen. Auch
ermöglichen sie keine ausreichende Altersabsicherun g, um im Rentenalter nicht auf staatliche
Alimentierung angewiesen sein zu müssen.
Für junge Menschen ist diese Entwicklung besonders dramatisch, weil der Weg in den
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vielen von ihnen vers tellt ist. Selbst eine gute Schulausbildung
und hohe Motivation garantiert keine Integration in Ausbildung und Arbeitsmarkt. Besonders
schwierig wird es für die Jugendlichen, die nicht d ie notwendigen Spiel- und Erfahrungsräume
vorfinden, die es ihnen ermöglichen, umfassende Kom petenzen zu entwickeln, diese
einzubringen und ein selbstständiges Leben zu führe n. Diese Spielräume verringern sich
zudem, wenn Jugendliche auf Grund sozialer ethnisch er Herkunft, individueller
Beeinträchtigungen etc. benachteiligt werden.
Jugendliche, die nicht in der Lage sind, ihren Lebe nsunterhalt eigenständig zu sichern, sind
bedroht in prekäre Lebensverhältnisse zu geraten.
Hier ist es Aufgabe des Jugendhilfeträgers – flanki erend und ergänzend zum SGB II und SGB
III – auf der Grundlage des SGB VIII § 13 tätig zu werden. Die Stadt Münster hält für diese
Jugendlichen zahlreiche Angebote und Maßnahmen in K ooperation mit den Trägern der
Jugendhilfe vor. Eine dieser Einrichtungen ist die Stadtteilwerkstatt Nord.
Die Stadtteilwerkstatt Nord ist eine Einrichtung de r Stadt Münster in Kooperation mit dem
Jugendausbildungszentrum (JAZ gGmbH). Fachlich und inhaltlich basiert die Arbeit der
Stadtteilwerkstatt Nord auf den Zielsetzungen des S GB VIII und Aufgabe des öffentlichen
Trägers der Jugendberufshilfe.
Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das Jahr 2 006. Er umfasst die Darstellung der
Arbeitsschwerpunkte, der durchgeführten Projekte un d gibt einen Überblick über die
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord.
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2. Zielgruppe und Angebot
2.1 Allgemeines
Ziel der Stadtteilwerkstatt Nord ist es, jungen Men schen zum Ausgleich sozialer
Benachteiligungen zu verhelfen und Hilfen anzubiete n, die ihre berufliche Ausbildung und
Eingliederung in die Arbeitswelt sowie ihre soziale Integration fördern. Die Arbeit der
Stadtteilwerkstatt Nord entspricht fachlich und inh altlich den Zielsetzungen des SGB VIII zur
Förderung von benachteiligten jungen Menschen und i st originäre Aufgabe des öffentlichen
Trägers der Jugendhilfe.
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord sind junge M änner und Frauen, die arbeitslos sind und
ohne eine intensive Unterstützung und Betreuung kei ne Chancen auf Arbeit und Ausbildung
haben. Dies können sowohl Bezieherinnen und Beziehe r von Arbeitslosengeld II sein, als
auch Jugendliche, die nicht in einer Bedarfsgemeins chaft leben, aber einen erhöhten
Unterstützungsbedarf haben. Erreicht werden auch ju nge Erwachsene, die nicht mehr
berufsschulpflichtig sind (über 18 Jahre) und für die Angebote des SGB I II nicht in Frage
kommen, weil sie arbeitsmarktfern sind, die Förderv oraussetzungen der Arbeitsverwaltung
nicht (mehr) erfüllen und/ oder die einen höheren B edarf an sozialpädagogischer Betreuung
haben. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund e iner restriktiveren Handhabung bei den
Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Ag entur für Arbeit. In der Regel ist nur
eine zeitlich begrenzte Teilnahme möglich, d.h. bei Ausschöpfung des Förderzeitraumes von
zehn Monaten ist keine weitere Förderung möglich.
Auch für Jugendliche, die den
Anforderungen der BvB nicht entsprechen und bei den en im Vorfeld bereits ein Misserfolg zu
erwarten ist, muss eine Förderung vorgeschaltet wer den, um ihre zukünftigen Chancen zu
verbessern. Für diesen Personenkreis bietet die Sta dtteilwerkstatt Hilfe und Unterstützung an,
mit dem Ziel, sie in Arbeit und Ausbildung zu integ rieren bzw. sie zu befähigen, an
weiterführenden Maßnahmen teilzunehmen. Soweit mögl ich sollten die weiterführenden
Maßnahmen die Möglichkeit bieten einen Schulabschlu ss zu erwerben. Ebenso ist das
Angebot für Jugendliche, die in einer Einrichtung d er Jugendhilfe leben und keinen Anspruch
auf Förderung nach dem SGB II oder III haben.
Die Stadtteilwerkstatt Nord verfügt über 15 Plätze und bietet die Arbeitsbereiche Holz; Textil
und Friseur/ Kosmetik an. Der Bereich EDV wird bedarfsbezogenen und indiviudell angeboten.
Im Jahr 2006 nutzten insgesamt 46 Jugendliche und j unge Erwachsene die Angebote in der
Stadtteilwerkstatt Nord. Deutlich erhöht hat sich A nteil weiblicher Teilnehmerinnen, der auf
43,5 % anstieg.
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Tabelle 1: Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der St adtteilwerkstatt Nord
2004 2005 2006
weiblich 16 33,3 % 22 37,3 % 20 43,5 %
männlich 32 66,7 % 37 62,7 % 26 56,5 %
gesamt 48 100 % 59 100 % 46 100 %
Der Altersdurchschnitt der Teilnehmerinnen und Teil nehmer ist gegenüber den Vorjahren
gestiegen und liegt bei 18 Jahren (2003: 17,85 Jahr e; 2004: 17,9 Jahre; 2005: 17,17 Jahre).
Von den 46 Teilnehmenden hatten 30 (65,2 %) die deutsche Staatsangehörigkeit.
Tabelle 2: Nationalität der Teilnehmerinnen und T eilnehmer
2004 2005 2006
Deutsch 32 39 30
Andere
Nationalität 16 20 16
gesamt 48 59 46
Die Etablierung der Strukturen, die sich aus den Re formen des Arbeitsmarktes ergaben,
spiegelt sich auch in dem Zugang zur Stadtteilwerks tatt wieder. Während im Jahr 2005 über
42 % der Jugendlichen von den Schulen in die Stadtt eilwerkstatt vermittelt wurden, waren es
im Berichtsjahr nur noch knapp 20 %.
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Tabelle 3: Zugang zu den Angeboten
2004 2005 2006
Freie Träger vor Ort 10 4 5
Sozialamt „Hilfen zur
Arbeit"/ Arbeitsgemein-
schaft Münster (seit 2005)
5 4 9
Agentur für Arbeit 2 8 4
Selbstmelder 7 6 10
Berufskolleg - 1 2
Schulen 20 25 8
Kommunaler Sozialdienst 4 6 2
sonstige - 5 6
gesamt 48 59 46
Kooperationspartner der Stadtteilwerkstatt sind die Schulen, die Agentur für Arbeit, die
Arbeitsgemeinschaft Münster, die freien Träger und die städtischen Einrichtungen vor Ort.
Aus dem Stadtteil Coerde kamen im Berichtsjahr 22 T eilnehmende (47,83 %) und 13 aus
Kinderhaus (28,26 %). Drei Teilnehmer (6,52 %) kame n im Berichtsjahr aus Handorf und 8
Teilnehmende (17,39 %) aus anderen Stadtteilen Müns ter. Der hohe Anteil aus dem Norden
Münster ist konzeptionell beabsichtigt und zeigt gl eichzeitig, dass der Standort in der
Speicherstadt im Norden Münsters entsprechend der Bedarfe gut gewählt ist.
Die Belebung der Konjunktur seit 2006 führte insges amt zu einem Rückgang der
Arbeitslosigkeit, allerdings überwiegend zugunsten der Arbeitslosen, die erst seit kurzem
arbeitslos sind. Faktoren, die die Jugendarbeitslos igkeit begünstigen sind ein nicht
vorhandener Schulabschluss, eine fehlende Berufsaus bildung, Suchtverhalten sowie fehlende
soziale Kompetenzen. Kaum Chancen auf dem Arbeitsma rkt hat die Gruppe der
Lernbeeinträchtigten. Diese Entwicklung spiegelt si ch bei den Teilnehmenden der
Stadtteilwerkstatt wieder. Sieben Jugendliche hatte n ein Abgangszeugnis der Förderschule.
Insgesamt bringen die jungen Menschen im Vergleich zu den Vorjahren bessere schulische
Voraussetzungen mit.
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Tabelle 4: Schulische Voraussetzungen der Teilnehme rinnen und Teilnehmer
2004 2005 2006
Art des Abschlusses W m w m w M
3 11 6 14 1 6 Abgangszeugnis der
Förderschule 29,17 % 33,90 % 15,22 %
3 9 2 3 2 2 Abschlusszeugnis der
Förderschule 25,00 % 8,47 % 8,70 %
2 2 1 0 2 1 Hauptschulabschluss nach
Klasse 10 (Typ A) 8,33 % 1,69 % 6,52 %
1 0 0 0 1 1 Hauptschulabschluss nach
Klasse 10 (Typ B) 2,08 % 0 % 4,35 %
4 3 4 5 5 4 Abgangszeugnis der
Hauptschule 14,58 % 15,25 % 19,57 %
1 2 1 2 2 2 Hauptschulabschluss nach
Klasse 9 6,25 % 5,08 % 8,70 %
2 4 8 13 3 3 Noch Schüler/ in
12,50 % 35,59 % 13,04 %
0 1 0 0 1 0 Sonstiges
2,08 % 0 % 2,17 %
Deutlich ist, dass der überwiegende Teil der Teilne hmenden auf Grund der schulischen
Voraussetzungen ohne Unterstützung keine Chancen ha t in eine Ausbildung einzumünden.
Angesichts der steigenden Qualifikationsanforderung en an Beschäftigte dürfte selbst eine
Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt schwer realisierbar sein. Gelingen kann dies nur
mit speziellen Hilfe- und Unterstützungsangeboten. Die Aufgabe besteht aus diesem Grunde
darin, Ansatzpunkte zum Ausgleich vorhandener Defiz ite zu finden, indem an den
vorhandenen Kompetenzen angeknüpft wird. Die Teilne hmerinnen und Teilnehmer haben in
der Schule häufig unentschuldigt gefehlt. Arbeitsma rktrelevante Grundkompetenzen sind gar
nicht oder nur unzureichend vorhanden. Darüber hina us sind selbst dann, wenn
Abschlusszeugnisse existieren, erhebliche schulisch e Defizite vorhanden. Häufig fehlen
mathematische Grundkenntnisse und die Fähigkeit, ei nfache Texte lesen und schreiben zu
können ist nicht gegeben. Allgemeinbildung und poli tische Kenntnisse sind nahezu nicht
vorhanden.
2.2 Verbleib der Teilnehmenden
Ein Ziel der Arbeit ist es, unabhängig vom Grund fü r die Beendigung der Betreuung in der
Stadtteilwerkstatt, dazu beizutragen, dass die Juge ndlichen „nicht verloren“ gehen. Konkret
bedeutet dies, sofern keine Vermittlung in Arbeit o der Ausbildung erfolgte, dass die
zuständigen Institutionen (z.B. Amt für Schule und Weiterbildung, Kommunaler Sozialdienst,
Agentur für Arbeit, Arbeitsgemeinschaft Münster) üb er die Beendigung der Maßnahme
informiert werden und eine „nahtlose“ Weiterbetreuung erfolgen kann.
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Die Verweildauer der Jugendlichen ist sehr untersch iedlich. In der Regel ist eine Betreuung
von mindestens sechs Monaten und maximal einem Jahr vorgesehen. In Ausnahmefällen
kann auch eine Betreuung bis zu zwei Jahren erfolgen.
Im Durchschnitt knapp 8 Monate wurden die Jugendlic hen betreut, die in den 1. Arbeitsmarkt
integriert wurden. Gemessen an den vorhandenen Defiziten ist dies nicht lange.
Den Teilnehmenden, die sich gegen die Arbeit in der Stadtteilwerkstatt Nord entschieden
haben, wurden die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft
Münster und/ oder der Agentur für Arbeit als Anspre chpartner benannt. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der jeweils zuständigen Institution wurden über die Beendigung der
Zusammenarbeit unterrichtet. Die Rückmeldungen der Stadtteilwerkstatt Nord dienten dazu, in
der weiteren Zusammenarbeit mit den Betroffenen kla re Absprachen und ggf. auch
Forderungen zu stellen.
Ein Teilnehmer konnte in der Stadtteilwerkstatt nic ht betreut werden und wird vom KSD weiter
betreut.
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Tabelle 5: Verbleib der Teilnehmerinnen und Teilneh mer
2004 2005 2006 Art der Beendigung
Absolut In % Absolut In % Absolut In %
Rückvermittlung AMS 13 37,14
weiblich 4
männlich 9
Beendigung durch STW 7 18,42 13 37,14
weiblich 2 4
männlich 5 9
Herkunftsschule 7 18,42 5 14,29 7 20,00
weiblich 2 2 4
männlich 5 3 3
Eigene Arbeitsplatzsuche 8 21,05 6 17,14 1 2,38
weiblich 2 1 1
männlich 6 5 0
Arbeit 1. Arbeitsmarkt 4 10,53 1 2,86 5 14,29
weiblich 1 - 3
männlich 3 1 2
Arbeit 2. Arbeitsmarkt 8 21,05 8 22,86 2 5,71
weiblich 1 5 1
männlich 7 3 1
Ausbildung 1 2,63 2 5,71 2 4,76
weiblich - 1
männlich 1 2 1
Ärztliche Behandlung 1 2,63 - - 2 4,76
weiblich 1 - 0
männlich - - 2
Weiterführende Schule 2 5,26 - - 5 14,29
weiblich 2 4
männlich - 1
Ohne Vermittlung - - - - 3 7,41
weiblich - - - - 3
männlich - - - - 0
Weiterbetreuung KSD - - - - 1 2,86
weiblich - - - - 0
männlich - - - - 1
Gesamt 38 100 35 100 35 100
weiblich 11 12 28,94 34,29 16 45,71
männlich 27 23 71,06 65,71 19 54,28
2.3 Problemlagen
Negative Erfahrungen in der schulischen Laufbahn, f ehlende Struktur im familiären Umfeld
und das Aufwachsen in einer von Kritik geprägten Um gebung führten bei den Teilnehmenden
dazu, dass sie kaum ein positives Selbstbild und so mit ein gesundes Selbstvertrauen
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aufbauen konnten. Sehr häufig mussten die Teilnehme nden in ihrer Entwicklung hören, was
sie nicht können oder wozu sie nicht in der Lage si nd. In der Zusammenarbeit mit der
Stadtteilwerkstatt erkennen die Teilnehmenden neue Möglichkeiten für sich. Deutlich wird,
dass die Arbeit der Stadtteilwerkstatt Nord auch be i den Teilnehmenden auf Anerkennung
stößt. Vielfach gelingt es den Teilnehmenden in Fol ge der Beratung und beruflichen
Orientierung eigene Ziele zu formulieren und Perspe ktiven zu entwickeln. Dies ist eine
wichtige Voraussetzung dafür, die erforderliche Motivation zu erlangen.
Der Arbeitsansatz der Stadtteilwerkstatt Nord sieht vor, zunächst die positiven Ressourcen der
Teilnehmenden zu erkennen und zu fördern, um die Te ilnehmenden zu unterstützen, ein
gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. In diesem Zusammenhang werden Vertrauen und
Konsequenz als Bausteine weiterer Zusammenarbeit an gesehen. Auf der Grundlage des so
geschaffenen Vertrauens können die Verhaltensweisen angesprochen und verändert werden,
die für einen späteren Einstieg in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt dringend erforderlich
sind.
2.4 Ziele und Leistungen
Die Stadtteilwerkstatt bietet im Bereich der Jugend berufshilfe Maßnahmen zur
Berufsorientierung, der Qualifizierung und der Besc häftigung mit sozialpädagogischer
Begleitung an. Ziel ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Integration in das
Berufsleben und damit in die Gesellschaft zu erleichtern.
Mit den Berufsbereichen Holz, Textil, Kosmetik, Fri seur und Hauswirtschaft ist die
Stadtteilwerkstatt Nord, in Kooperation mit dem Jug endausbildungszentrum (JAZ) ein
wesentlicher Bestandteil der Jugendberufshilfe. Zie l ist die Eingliederung der Jugendlichen in
den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beziehungsweise i n das System der beruflichen Bildung.
Das geschieht durch Bündelung verschiedener Hilfen zu einer auf den einzelnen Jugendlichen
abgestimmten individuellen Unterstützung und Förderung auf dem Weg ins Berufsleben.
2.4.1 Berufsorientierung
Um Schlüsselqualifikationen wie z.B. Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, Verlässlichkeit,
Flexibilität und Freundlichkeit im Umgang mit ander en Menschen zu erlangen ist es in erster
Linie nötig, einen Arbeitsbereich vorzufinden, in d em für den Teilnehmenden motivierende
Arbeit, freundliche Mitarbeiter und eine profession elle Ausstattung Anreiz bieten, um die oben
beschriebenen Qualifikationen zu erlangen.
Projekte in anderen Berufsfeldern (Hauswirtschaft, Maler und Lackierer, Metall) werden
individuell geplant und durchgeführt.
Der Anreiz, mit einer professionellen Ausstattung a rbeiten zu können, wird durch
professionelle und damit realistische Aufträge erwe itert und vervollständigt. So konnten im
Berichtszeitraum nachstehende Projekte erfolgreich durchgeführt werden.
- Arbeiten für verschiedene Tageseinrichtungen für K inder in Münster Nord (z.B. neue
Bezüge für Polster)
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- Planung, Bau, Auf- und Abbau eines Podestes am Sta dthaus I im Zuge der
Sommerferienaktion „Maxi Sand“
- Bau der gelben Bänke für Münster Markting für die Veranstaltung „Schauraum“
- Restaurierung der Lok von der WLV
- Klappbarer Wickeltisch für die Stadthalle Hiltrup
- Turnbeutel für das Wuddi genäht
Die weiteren zur Verfügung stehenden Werkbereiche wurden wie folgt genutzt:
- Der Hauswirtschaftsbereich wurde fortgeführt mit e iner über die Arbeitsgemeinschaft
Münster im Rahmen der Entgeltvariante geförderten K raft. Dadurch wurde
Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit geg eben, u.a. durch das
Zubereiten von Mahlzeiten für alle Teilnehmenden au ch in diesem Bereich praktische
Erfahrungen sammeln zu können. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist
auch, dass den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Stadtteilwerkstatt eine gesunde
und preiswerte Mittagsmahlzeit angeboten werden kann.
- Oft diente in der Vergangenheit eine Tüte Chips un d eine Cola als Mahlzeit.
Unterstützt durch eine Ernährungsberatung beginnen Teilnehmer/innen ihr
Essverhalten zur reflektieren und sich regelmäßig am Mittagtisch zu beteiligen.
2.4.2 Sozialpädagogische Angebote
Das Profil der sozialpädagogischen Begleitung und B eratung umfasst neben den regelmäßig
stattfindenden Gesprächen, die Unterstützung bei de r Wohnungssuche, die Kontaktaufnahme
mit kooperierenden Institutionen, sowie die Einleit ung und ggf. Begleitung zusätzlich
unterstützender Hilfen wie z.B. Drogenbratung, Schuldnerberatung, juristische Beratung.
Konkrete Zielabsprachen ermöglichen kurzfristige Er folgskontrollen für alle Beteiligten und
bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, zeitnah E rfolgserlebnisse zu haben. Die intensive
sozialpädagogische Begleitung beinhaltet eine Verne tzung aller am Prozess der
Strukturierung beteiligten Institutionen und Person en. Die Agentur für Arbeit, Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Kommunalen Sozialdienstes und a uch die Erziehungsberechtigen werden
in den Prozess eingebunden, um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen.
Im Berichtszeitraum war die Begleitung der Übergang sphase von der Stadtteilwerkstatt Nord
in eine weiterführende Maßnahme, Praktika oder Arbe itsaufnahme ein Schwerpunkt der
Arbeit.
2.4.3 Individueller flankierender Unterricht
Seit der Einführung von Hartz IV am 01.01.2005 wird mit 36 % über ein Drittel der Arbeitslosen
unter 25 Jahre bei der Agentur für Arbeit geführt, während knapp zwei Drittel durch die
Arbeitsgemeinschaft Münster betreut wird. Im Januar 2005 war das Verhältnis fast umgekehrt,
63 % der arbeitslosen Jugendlichen bezogen SGB III- Leistungen und 36 % SGB II-
Leistungen. Diese Zahl würde noch viel drastischer ausfallen, wenn noch diejenigen
berücksichtigt würden, die sich in Maßnahmen nach dem SGB III oder SGB II befinden.
- 13 -
Im August 2006 waren 1.492 Personen unter 25 Jahren in Münster arbeitslos gemeldet.
Davon bezogen 626 Personen Leistungen nach dem SGB III und 866 Personen nach dem
SGB II.
Seit Jahren pendelt sich die Jugendarbeitslosigkeit auf hohem Niveau ein. Besonders
betroffenen sind Schulabgänger und Schulabgängerinn en ohne Schulabschluss oder mit
einem Förder- oder schwachen Hauptschulabschluss.
Diese Entwicklung spiegelt sich bei den Teilnehmend en der Stadtteilwerkstatt wieder. Alle
Teilnehmenden haben in ihrer schulischen Laufbahn s chlechte Erfahrungen gemacht.
Schulabgänge nach Klasse 7 oder 8 sind die Regel. E in ordentliches Abgangszeugnis einer
Förder- oder Hauptschule gibt es nur in seltenen Fä llen. Durch die Arbeit in der
Stadtteilwerkstatt Nord erleben sich die Teilnehmen den in einer neuen Rolle. Sie erarbeiten
sich eine Tagesstruktur, lernen Verantwortung zu üb ernehmen und beginnen, auch auf Grund
der praktischen Arbeit, sich mit ihrem schulischen Können auseinander zu setzen. Sie
erkennen eigene Lerndefizite und sind motiviert, diese aufzuarbeiten.
Eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erf ordert eine intensive Förderung der
Jugendlichen ohne Schul- und Berufsabschluss, denn ohne verwertbare berufliche
Qualifikationen ist dies nicht möglich. Angesichts der Tendenz der weiterhin deutlich
zurückgehenden Zahl der einfachen Tätigkeiten, die durch die EU-Erweiterung verstärkt
werden wird, ist die Erlangung verwertbarer Schul- und Berufsabschlüsse nach wie vor die
wichtigste Voraussetzung, um eine selbstbestimmte L ebensplanung ohne staatliche
Transferleistungen gestalten zu können.
Angesichts der schulischen Defizite, die die Teilne hmer und Teilnehmerinnen mitbringen, ist
die Integration in den Arbeitsmarkt ohne eine inten sive Unterstützung kaum möglich. Vor
diesem Hintergrund – ist neben den Werkstattangebot en – flankierend eine theoretische
Wissensvermittlung erforderlich, um vorhandene Lück en im Bereich Lesen, Rechnen etc. zu
schließen. Auf Grund der heterogenen Voraussetzunge n muss der Unterricht sehr individuell
gestaltet werden. In Absprache mit den Schulen vor Ort, den Berufskollegs und dem Amt für
Schule und Weiterbildung soll flankierend zu den We rkangeboten Unterricht erteilt werden.
Ziel des integrierten Unterrichts in der Stadtteilw erkstatt ist, entweder die Jugendlichen zu
motivieren einen Schulabschluss nachzuholen oder di e Angebote der Berufskollegs
wahrzunehmen.
Ausgangspunkt für das Projekt ist die Eigenmotivati on der Teilnehmenden, ihren
Bildungsstand zu verändern und versäumtes nachzuhol en. Im Zuge des Projektes soll den
Teilnehmenden in der Stadtteilwerkstatt Nord die Mö glichkeit gegeben werden, schulische
Defizite in Einzel- oder Kleingruppensituationen zu beseitigen und an weiterführende
Maßnahmen angekoppelt zu werden. Es soll die Möglic hkeit geboten werden, sich auf das
Nachholen eines Schulabschlusses individuell vorber eiten zu können, bzw. Maßnahmen, die
einen nachträglichen Schulabschluss beinhalten auch bestehen zu können.
Dieses Angebot findet ausschließlich freiwillig sta tt und wird auf Grund von Nachfragen der
Teilnehmenden angeboten. Im Vorfeld des Unterrichts gab es Absprachen mit den
Schulleitungen der Hauptschule Coerde, der Waldschu le Kinderhaus und der
Uppenbergschule, die die bereits existierende Koope ration mit der Stadtteilwerkstatt Nord
gerne erweitern wollten. In dem gemeinsamen Gespräch haben die Schulleitungen sich darauf
einigen können, eine Lehrperson, mit zunächst 2 - 4 Stunden für den Unterricht abzustellen.
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Inhalte des Unterrichts waren Grundlagen in den Fäc hern Deutsch und Mathematik. Der
Unterricht wird individuell gestaltet und orientiert sich an den Fähigkeiten der Teilnehmenden.
2.4.4 Ernährungsberatung
Ein weiteres Angebot ist die als Projekt stattfinde nde Ernährungsberatung in Kooperation mit
dem Gesundheitsamt der Stadt Münster. Ausgangslage hierfür waren Erfahrungen und
Bedürfnisse der Teilnehmenden, bestehende Essgewohn heiten überprüfen und ggf.
verändern zu wollen. Thematisch wurde ein Frühstück in der Woche nach den Bedürfnissen
der Teilnehmenden gemeinsam vorbereitet und durchge führt. Zusätzlich zu diesem Angebot
fand jeweils im Anschluss und ebenfalls als Projekt ein Fitnesstraining statt.
Grundlage für dieses Programm waren ebenfalls Erfah rungen mit den Teilnehmenden, denen
es oft an Durchhaltevermögen und Ausdauer fehlt. Be ide Angebote wurden durchweg positiv
aufgenommen und sind mittlerweile fester Bestandtei l der Arbeitsvereinbarungen mit den
Teilnehmenden.
Im Rahmen der Kooperation mit dem Gesundheitsamt st ehen den Teilnehmenden zwei Ärzte
regelmäßig zu Beratungsgesprächen zur Verfügung. Di ese Beratungsangebote finden sowohl
auf Anfrage der Teilnehmenden, als auch auf Anfrage des Teams der Stadtteilwerkstatt Nord
statt.
2.4.5 Konfliktbewältigungsstrategien – Anti-Aggress ivitäts-Training
In der täglichen Arbeit mit den Jugendlichen wurde deutlich, dass der Erfolg der Maßnahme
auf Grund ihrer gewaltbereiten Haltung gefährdet is t, da die Jugendliche nicht über
angemessene Konfliktlösungsstrategien verfügen. Vor diesem Hintergrund wurde eine
Maßnahme „Anti-Aggressivitäts-Training“ beim Verein sozialintegrative Projekt (VIP)
eingerichtet.
Das Anti-Aggressivitäts-Training ist ein deliktspez ifisches, pädagogisch-psychologisches
Training für männliche gewalttätige Jugendliche und Volljährige. Es handelt sich um ein
Training, welches sich aus Einzelgesprächen und Gru ppensitzungen, Vor- und
Nachbereitungen zusammen setzt und in den Räumen de s Vereins durchgeführt wurde. Das
Training soll die Jugendlichen befähigen, angemesse ne Konfliktlösungen zu entwickeln um
nicht im Arbeitsalltag zu scheitern. Ziel ist der V erbleib in den Maßnahmen der
Jugendberufshilfe und im Arbeitsmarkt.
Da dieses Problem auch bei anderen Trägern der Juge ndberufshilfe bekannt ist, bestand die
Möglichkeit der anderen Träger, hier Plätze zu belegen. Insgesamt nahmen 14 Jugendliche an
dem Training teil. Zwei Teilnehmer waren von der St adtteilwerkstatt, acht aus einer BvB-
Maßnahme, die vom JAZ und dem Lehrbauhof durchgefüh rt wurde und vier Teilnehmer
befanden sich in einer Maßnahme bei der Akademie Überlingen.
Dies Angebot war ausschließlich für männliche Jugen dliche konzipiert. In der täglichen Arbeit
zeigt sich jedoch verstärkt, dass auch Mädchen hier speziellen Unterstützungsbedarf
benötigen.
- 15 -
Die Finanzierung des Projektes für maximal 15 Plätz e erfolgte im Rahmen der AIM jugend+
Projektförderung.
3. Kooperation und Fallbeispiele aus der Praxis
3.1 Kooperation
Die Kooperation mit dem Jugendausbildungszentrum JA Z gGmbH hat sich in der Art und
Form der Zusammenarbeit bewährt.
Eine optimale Nutzung bereits vorhandener Ressource n wurde durch die Vernetzung aller
Institutionen, die den einzelnen Teilnehmenden begl eiten und unterstützen gewährleistet.
Schwerpunkt dieser Arbeit bildete in dem Berichtsze itraum die Kooperation mit der
Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS, u-25 Team).
Die Vernetzung der Arbeit vollzog sich zudem über d ie Teilnahme an Arbeitskreisen in
Kinderhaus und Coerde. Die Räumlichkeiten der Stadt teilwerkstatt Nord wurden der
Volkshochschule Münster und den in Münster Nord tät igen Mitarbeitern des Kommunalen
Sozialdienstes zur Verfügung gestellt.
Kooperationspartner im Berichtszeitraum waren:
Adolph-Kolping-Schule, Berufskolleg HOT der Andreas kirchengemeinde
Anne-Frank-Schule, Berufskolleg Jugendausbildungsze ntrum JAZ
gGmbH
Agentur für Arbeit Katholische und staatliche
Fachhochschule
Akademie Überlingen Kommunaler Sozialdienst des Amt es
Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS) Psychologen und Ä rzte
Amt für Ausländerangelegenheiten
der Stadt Münster
Schulen in den Stadtteilen
(Hauptschule Coerde,
Uppenbergschule, Hauptschule
Waldschule Kinderhaus)
Bildungsinitiative Münster SKM (u.a. Schuldnerberat ung)
Bildungsinstitut Münster Sozialamt der Stadt Münste r
DRK Corde Stadtteilbüro der Arbeiterwohlfahrt in
Coerde
Drogenberatung der Caritas Superbiomarkt, Herr Rada u
Drogenhilfe des Amtes für Kinder,
Jugendliche und Familien
Stadtteilpolizisten
Einzelhandelsverband Münsterland,
Frau Eksen
V.S.E. Jugendhilfeeinheit Münster
Nord
Fa. Bröker Catering and Event, Herr
Franz-Josef Bröker
Weitere freie Träger der Kinder- und
Jugendhilfe
Fa. Compo, Herr Averdiek Wuddi
Gesundheitsamt der Stadt Münster VIP
Handwerkskammer Münster
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3.2. Fallbeispiele aus der Praxis
Fallbeispiel 1: M. weiblich 17 Jahre
Ausgangssituation
M. wuchs in Russland auf und kam als 10-jährige mit Ihren Eltern und zwei älteren Brüdern nach
Deutschland. Dem ältesten Bruder gelang es nicht, sich erfolgreich in Deutschland zu integrieren
(Polizei, Drogen usw.) und kehrte zurück nach Russland. Der Vater lebt inzwischen auch wieder in
Russland. Der andere Bruder absolvierte die Schule erfolgreich und begann nach dem Abitur eine
Ausbildung im dualen System.
M. besuchte zuerst eine Hauptschule in Münster. In der 7. Klasse wechselte sie die Schule,
aufgrund ihres aggressiven Verhaltens gegenüber Lehrern und Mitschülern. In der zweiten
Hauptschule wiederholte sich die Problematik und verschlechterte sich bis zur 10. Klasse
zunehmend. Sie war kaum in der Lage vernünftig zu sprechen, sie konnte keine Kritik annehmen,
brach oft in Tränen aus und war zuletzt nicht mehr in der Lage die Schule zu besuchen.
In dieser Situation stellte die Sozialarbeiterin der Schule Kontakt zur Stadtteilwerkstatt her. Hier
startete sie am 30.01.06 als Schülerpraktikantin.
Zielsetzung
In der Stadtteilwerkstatt sollte M. eine feste Tagestruktur bekommen, um den Anforderungen
betrieblicher Tätigkeit zu entsprechen. Außerdem sollte sie lernen sich in bestimmten Situationen
ruhiger und angemessener zu verhalten und Distanz zur Schule bekommen.
Förder- und Entwicklungsprozess
M. führt häufiger angefangene Arbeiten nicht zu Ende, zum Teil verliert sie die Lust an ihren
Tätigkeiten - hält diese für zu eintönig. Sie gibt sich jedoch Mühe und "arbeitet" an sich. Insgesamt
hat sie eine selbstkritische Einstellung.
M. empfindet die Arbeit in der Stadtteilwerkstatt Nord als reine Zeitüberbrückung.
Nach relativ kurzer Zeit stellt sich heraus, dass M. therapeutische Unterstützung benötigt.
Entsprechende Angebote lehnt sie jedoch ab. Sie ist aber bereit Termine bei der
Schulpsychologischer Beratungsstelle wahrzunehmen. Zusammen mit der Schule wird vereinbart,
dass die Rückvermittlung in die Schule für die M. nicht förderlich ist. Zur Stabilisierung ihrer
Persönlichkeit ist es erforderlich, dass sie weiter in der Stadtteilwerkstatt bleibt und die Termine bei
der Schulpsychologischer Beratungsstelle wahrnimmt.
Die Betreuung und Arbeit in der Stadtteilwerkstatt wirkt sich positiv aus und M. entwickelt sich sehr
schnell weiter. Sie nimmt am Unterricht in der Stadtteilwerkstatt Unterricht teil.
Nach 8 Monaten Mitarbeit in der Stadteilwerkstatt beginnt sie ein Betriebspraktikum. Den
Praktikumsplatz sucht sie selbstständig in einem Frisörsalon. Auch während des Praktikums
werden die Termine mit der schulpsychologischen Beratungsstelle fortgesetzt.
Im Anschluss an das Praktikum beginnt M. in dem Praktikumsbetrieb eine EQJ -Maßnahme
(Einstiegsqualifizierung). In der praktischen Arbeit gelingt es ihr gut, ihr handwerkliches Geschick
weiter zu entwickeln.
Weiterer Verbleib
Während des EQJ wird M. weiterhin von den der Stadtteilwerkstatt pädagogisch begleitet. Sie hat
in dieser Zeit viele Schwierigkeiten in der Schule. Trotz der Schwierigkeiten gelingt es ihr das EQJ
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abzuschließen und einen Ausbildungsplatz zum 01.08.07 in dem gleichen Frisörsalon zu
bekommen.
Fallbeispiel 2: P. männlich 17 Jahre
Ausgangssituation
P. wohnt in einer Jugendwohngruppe und wird im Rahmen der Jugendhilfe betreut. Laut Aussagen
der Betreuer hatte P. eine traumatische Kindheit. Zu seinem Vater hat P. keinen Kontakt, die
Mutter wohnt in Münster und ist drogenabhängig.
P. brach in der 10. Klasse aufgrund von Drogenproblemen (Haschisch, Koks, Pillen etc.) den
Besuch der Schule (Förderschule in Münster) ab. Er hat Kontakt zur Drogenberatung Hiltrup. Nach
eigenen Angaben nimmt er keine Drogen mehr.
Probleme mit der Polizei hatte P. häufiger. Insgesamt lagen 12 Anzeigen (u. a. wg. Diebstahl,
Schlägerei, Drogenkonsum) gegen ihn vor, die Verfahren wurden zwischenzeitlich eingestellt.
P. absolvierte ein 4-wöchiges Praktikum im Gartencenter Münsterland, das ihm sehr gut gefallen
hat. Er kann sich eine berufliche Zukunft im Garten- und Landschaftsbau vorstellen.
Zielsetzung
Ziel der Arbeit mit P. in der Stadtteilwerkstatt war, Grundkompetenzen zu vermitteln, die
Voraussetzung für eine Teilnahme an qualifizierenden Maßnahmen beziehungsweise für die
Integration in Ausbildung oder Arbeit sind. Im Vordergrund stand zunächst die Gewöhnung an eine
regelmäßige Tagesstruktur.
Förder- und Entwicklungsprozess
P. war zu Beginn Teilnehmer im Bereich Textil, Kosmetik und Frisör. Ab dem 07.09.06 wurde er
einzeln im Hauswirtschaftbereich gefördert. Die regelmäßige Teilnahme in der Stadtteilwerkstatt
Nord ist P. von Anfang an sehr schwer gefallen. So kam es immer wieder zu Fehlzeiten, die er
selbst nicht erklären konnte. Für einen Zeitraum von zwei Wochen war er ohne Fehlzeiten in der
Werkstatt. Zu dieser Zeit wurde er gebracht und wieder abgeholt.
In der Werkstatt war P. sehr oft abwesend und unkonzentriert. Kontinuierlich und konzentriert zu
arbeiten hat P. nicht gelernt. Auf Grund seiner persönlichen Umstände ist P. zurzeit nicht in der
Lage eine weiterführende berufliche Orientierung zu absolvieren.
Während der Zusammenarbeit konnte sich P. nicht in die Gruppe einfinden. Er wirkte sehr
distanziert und verschlossen, z.B. verbrachte er die Pausen alleine. In Gesprächen mit dem Team
zeigte er Verständnis und die Bereitschaft regelmäßiger anwesend zu sein. In der Situation der
Zusammenarbeit benötigt P. ein hohes Maß an persönlichem Zuspruch. Dies erhöht jedoch nicht
seine Motivation, auch am darauf folgenden Tag erneut zu erscheinen.
Am 18.10.06 wurde die Zusammenarbeit mit P. unterbrochen, da er die Werkstatt vor Arbeitsende
verließ und trotz intensiver Bemühungen nicht bereit war, die Arbeit wieder aufzunehmen.
Die Maßnahme in der Stadtteilwerkstatt wurde wegen mangelnder Teilnahme abgebrochen.
Weiterer Verbleib
Aus mangelnder Mitwirkung wurde die Jugendhilfe beendet. In einem Fachgespräch wurde
besprochen, dass eine Verlängerung des betreuten Wohnens nur unter Mitwirkung des
Jugendlichen möglich ist. Hierzu gehört insbesondere die Teilnahme an einer psychologischen
Behandlung.
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Fallbeispiel 3: J. weiblich 21 Jahre
Ausgangssituation
Seit dem zweiten Lebensjahr ist J. im Heim aufgewachsen. In den ersten zwei Jahren hat J. sehr
viel Gewalt und Vernachlässigung erlebt. Einige Jahre war sie in einer Pflegefamilie. Auf Grund
ihres schwierigen Verhaltens war ein Verbleib in der Pflegefamilie nicht möglich und sie kehrte in
das Heim zurück. Der Kontakt zu den Pflegeeltern ist sehr gut. J. besuchte die Hauptschule. Auf
Grund der traumatischen Kindheit ist ihr Entwicklungsstand nicht altersgemäß und
dementsprechend auch nicht ausbildungsfähig. Sie möchte jedoch sehr gerne eine Ausbildung
machen.
Zielsetzung
Tagesstruktur; Verselbständigung; Start am 14.09.2004
Förder- und Entwicklungsprozess
J. zeigt in der Werkstatt ein auffälliges Verhalten. Sie kann Nähe und Distanz schlecht einhalten
und verlangt viel Aufmerksamkeit. In der Werkstatt arbeitet sie motiviert mit. Es fällt ihr schwer
Aufgaben selbstständig zu erledigen. Einzelne Entwicklungsschritte erfolgen in enger Abstimmung
mit ihrem Betreuer.
Auf Grund verschiedener Vorfälle im Umgang mit anderen Teilnehmern wurde im November 2004
eine Therapie eingeleitet. Ihr Betreuer spricht sich ebenfalls dafür aus und die Pflegefamilie
unterstützt sie dabei. Die Therapie wirkt sich positiv auf J. aus. Ihr Verhalten ist insgesamt ruhiger.
Gleichwohl reagiert sie noch häufig aggressiv in der Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen.
Im Fachgespräch zwischen Stadteilwerkstatt, Jugendhilfe und der der Rea Beratung der Agentur
wird folgendes vereinbart, dass die Therapie fortgesetzt wird. Dem Wunsch von J., in die
Pflegefamilie zurückkehren kann nicht entsprochen werden. In den Gesprächen wird deutlich, dass
für eine weitere positive Entwicklung ein Verbleib in der Wohngruppe viel günstiger ist. Dort könnte
J. eventuell aus ihrer jetzigen Wohngruppe ausziehen und eine eigene kleine Wohnung beziehen.
Dieses wird von allen Beteiligten unterstützt.
- Zur Tagesstrukturierung kann J. weiterhin, vorausg esetzt sie wohnt weiterhin in der
Wohngruppe, in der STW Nord arbeiten. Im Laufe des Jahres 2005 bezieht J. eine eigene
Wohnung.
- Ihre Konfliktfähigkeit und ihr allgemeines Sozialv erhalten sollen im Hinblick auf eine
berufsvorbereitende Maßnahme im August 2006 ausgebaut werden. IM Jahr 2006 kehrt
sie in die Pflegefamilie zurück.
Im Februar 2006 startet J. mit dem Praktikum bei HWK im Hauswirtschaftlichen Bereich, um
eine Einschätzung über die Ausbildungsfähigkeit und über die schulischen Fähigkeiten zu
bekommen. Nach zwei Wochen bricht sie das Praktikum ab.
In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass es in Münster keine adäquate
Ausbildungsmöglichkeit für J. gibt. Im Fachgespräch mit der Agentur und dem Betreuer von J. wird
die Unterbringung in einem Internat für forciert.
J. absolviert ein vierwöchiges Praktikum in einem Internat, das berufsvorbereitende Maßnahmen
und Ausbildungen anbietet. Die Erprobungsphase im Internat verlief sehr positiv und J. startete mit
der Ausbildung zur Hauswirtschafterin im September 2006.
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Weiterer Verbleib
J. befindet sich in der Ausbildung im Benediktushof.
4. Bewertung der bisherigen Arbeit
Die Auswertungen der vorliegenden Zahlen, gekoppelt mit den überaus positiven
Rückmeldungen kooperierender Institutionen, belegen , dass sich die Stadtteilwerkstatt Nord,
durch ihre Verortung in der Speicherstadt in Coerde und dem erarbeitenden Profil, als ein
wichtiger und strukturierender Bestandteil in der J ugendberufshilfe in Münster Nord etablieren
konnte. Ca. 39 % der Teilnehmenden (inklusive Vermittlung in weiterführende Schulen,
Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, Vermittlung in Ausbildung und Vermittlung in Arbeit 2.
Arbeitsmarkt) wurden im Berichtszeitraum vermittelt . Damit wurde das Niveau des
Vorjahres erreicht. Im direkten Vergleich zum Jahreszeitraum 2003 ist dies eine
Steigerung um ca. 8 % . Betrachtet man in diesem Zusammenhang einerseits die durchweg
schwierigen Lebenssituationen der jungen Menschen u nd andererseits die ungünstigen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ist dies ein ausgesprochen positives Ergebnis.
5. Ausblick und Perspektiven 2007
Nachdem sich im Berichtsjahr die neuen Strukturen i nfolge der Arbeitsmarktreformen
etablieren und festigen konnten gilt es im Jahr 200 7 die Arbeit weiter zu profilieren. Durch die
organisatorische Zuordnung zur AIM jugend+ wurden o ptimale organisatorische
Voraussetzungen geschaffen, die dazu beitragen, das s die Stadtteilwerkstatt Nord sich den
neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen stellen kann.
• Die jugendlichen Arbeitslosengeld II-EmpfängerInne n weisen in einem hohen Maße
Benachteiligungen auf, die abgebaut und beseitigt w erden müssen, um eine berufliche
Integration erreichen zu können. Hieraus resultiere n spezielle Hilfebedarfe, die die
Stadtteilwerkstatt Nord decken kann. Mit der der Ar beitsgemeinschaft Münster wurde
eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Ziel ist e s Jugendliche, die SGB II-
Leistungen beziehen und die Angebote der Stadtteilw erkstatt Nord benötigen
aufzunehmen und die anteiligen Kosten aus dem Eingl iederungsbudget des SGB II
erstatten zu lassen. Die im Rahmen der Kooperation entwickelten positiven Ansätze
sollen in 2007 fortgeführt und ausgeweitet werden.
• Die BvB- Maßnahmen der Agentur für Arbeit werden v om regionalen Einkaufzentrum
der Agentur ausgeschrieben und unterliegen einem We ttbewerb. In diesem Verfahren
erhielt das JAZ keinen Zuschlag für eine BVB-Maßnah me. Dies wirkt sich unmittelbar
auf die Stadteilwerkstatt aus, da der Metallbereich vom JAZ für die BvB-Maßnahme
genutzt wurde. 2007 sollen Mittel akquiert werden, die es ermöglichen, die
Metallwerkstatt zu nutzen und den Jugendlichen Gele genheit zu geben, auch diesen
Werkbereich kennen zu lernen. Die Beschäftigung ein es weiteren Anleiters im Bereich
Metall ermöglicht auch eine Erhöhung der Maßnahmeplätze.
• Angesichts der schulischen Defizite, die die Teiln ehmer und Teilnehmerinnen
mitbringen, ist die Integration in den Arbeitsmarkt ohne eine intensive Unterstützung
kaum möglich. Vor diesem Hintergrund – ist neben de n Werkstattangeboten –
flankierend eine theoretische Wissensvermittlung er forderlich, um nicht vorhandene
Lücken im Bereich Lesen, Rechnen etc. zu schließen. Auf Grund der heterogenen
Voraussetzungen muss der Unterricht sehr individuel l gestaltet werden. In Absprache
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mit den Schulen vor Ort, den Berufskollegs und dem Amt für Schule und Weiterbildung
wird ein bedarfsgerechtes Konzept erarbeitet. Ziel des integrierten Unterrichts in der
Stadtteilwerkstatt ist, entweder die Jugendlichen z u motivieren einen Schulabschluss
nachzuholen oder die Angebote der Berufskollegs wah rzunehmen. Zunächst soll dies
Konzept ein Jahr modellhaft erprobt werden. Die Fin anzierung dieses Modell soll aus
dem Sonderprogramm „Soziale Brennpunkte“ erfolgen.
• Fehlende und unangemessene Konfliktlösungsstrategi en verhindern vielfach eine
erfolgreiche Integration in Arbeit und Ausbildung. Vor diesem Hintergrund wurde eine
Maßnahme „Anti-Aggressivitäts-Training“ aus den Mit tel der AIM jugend+
Projektförderung beim Verein sozialintegrative Proj ekte gefördert. Hier wäre es
wünschenswert, derartige flankierende Maßnahmen bed arfsgerecht und
geschlechterdifferenziert anbieten zu können.
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Amt für Kinder, Jugendliche und
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Beratungsverlauf (4)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0809/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.10.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37