Mandari Insight

V/0809/2007

5 Jahre Stadtteilwerkstatt Nord - Jahresbericht 2006

Vorlagen 17.10.2007

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Gleichstellung, Sitzung am 06.12.2007, TOP 4

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Jahresbericht_2006_Anlage

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

3875 Zeichen

V/0809/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
5 Jahre Stadtteilwerkstatt Nord - Jahresbericht 2006 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
04.12.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
04.12.2007 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
06.12.2007 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
08.01.2008 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
Auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit der unter 25 jährigen wurde die Stadtteilwerkstatt-Nord als 
niedrigschwellige Einrichtung der Jugendberufshilfe im Jahr 2002 eingerichtet. Ziel der Stadtteil-
werkstatt Nord ist es, junge Menschen aus Münsters Norden bei der Berufsorientierung zu unter-
stützen und den Zugang zu Ausbildung und Arbeit zu erleichtern.  
 
Das Angebot der Stadtteilwerkstatt Nord richtet sich an Jugendliche, die eine intensive Förderung 
und Unterstützung im Rahmen der Jugendberufshilfe auf der Grundlage des § 13 SGB VIII benö-
tigen. Durch die Förderung in der Stadtteilwerkstatt werden sie befähigt an weiterführenden be-
rufsvorbereitenden Maßnahmen auf der Grundlage des SGB III der Agentur für Arbeit und des 
SGB II der Arbeitsgemeinschaft teilzunehmen.  
 
In den vergangenen fünf Jahren wurden von der Stadtteilwerkstatt Nord insgesamt (Stichtag 
08.10.2007) 281(101 junge Frauen und 174 junge Männer) Jugendliche unterstützt und gefördert. 
Die Jugendlichen sind in der Regel zwischen 17 und 19 Jahre alt. In vielen Fällen verfügen die 
Jugendlichen nicht über verwertbare Schulabschlüsse und es fehlen berufsrelevante Fähigkeiten 
und Kompetenzen. Hinzu kommen Probleme im familiären und persönlichen Umfeld.  
 
Die Erfahrungen der letzten fünf Jahre zeigen deutlich, dass der überwiegende Teil der Jugendli-
chen, die die Angebote der Stadtteilwerkstatt Nord nutzen, auf Grund der schulischen Vorausset-
zungen und vielfältiger Problemlagen ohne Unterstützung keine Chancen haben in Arbeit und 
Ausbildung einzumünden. Gelingen kann dies nur mit speziellen Hilfs- und Unterstützungsange-
boten. Die Aufgabe besteht aus diesem Grund darin, Ansatzpunkte zum Ausgleich vorhandener 
Defizite zu finden, indem an vorhandene Kompetenzen angeknüpft wird. 
 
Die Arbeitsweise und die Vermittlungserfolge der Stadtteilwerkstatt Nord wurden in den jeweili-
gen Jahresberichten ausführlich dargestellt und dokumentiert. Auch der vorliegende Jahresbe-
Vorlagen-Nr.: 
V/0809/2007 
Auskunft erteilt: 
Frau Dr. Ringbeck 
Ruf: 
492 28 80 
E-Mail: 
Ringbeck@stadt-muenster.de 
Datum: 
08.10.2007 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0809/2007 
 
richt 2006 zeigt sehr deutlich, dass die Stadtteilwerkstatt Nord ein notwendiges Angebot der Ju-
gendberufshilfe und unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge ist.  
 
Deutlich wird auch, dass die Umsetzung der Hartz-Gesetze insbesondere die Grundsicherung für 
Arbeitssuchende gem. SGB II nachhaltige Auswirkungen auf die Lebenssituation junger Men-
schen hat. Die jugendlichen Arbeitslosengeld II-EmpfängerInnen weisen in einem hohen Maße 
Benachteiligungen auf, die abgebaut und beseitigt werden müssen, um eine berufliche Integrati-
on erreichen zu können. Hieraus resultieren spezielle Hilfebedarfe, die die Stadtteilwerkstatt Nord 
decken kann. Mit der Arbeitsgemeinschaft Münster wurde eine Kooperationsvereinbarung getrof-
fen. Ziel ist es Jugendliche, die SGB II-Leistungen beziehen und die Angebote der Stadtteilwerk-
statt Nord benötigen, aufzunehmen.  
 
Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Stadtteilwerkstatt Nord auf Grund ihrer mehrjährigen 
Erfahrung in der Jugendberufshilfe über Kompetenzen und Kooperationsstrukturen verfügt und 
unverzichtbare Leistungsanbieterin und Netzwerk- und Kooperationspartnerin ist.  
 
 
 
I.V.  
 
 
Gez. 
 
Dr. Andrea Hanke 
Beigeordnete 
 
Anlagen: Jahresbericht 2006 Stadtteilwerkstatt Nord

Jahresbericht_2006_Anlage

43840 Zeichen

	

	

		






 	!

"	
#
###	#$%&'$(!







' 		
)
	"!


	*
%+#$$
$	,
(
-#$.
	/0,!
$"	/0,!


	


	

1$23 

"	
	(0!
"	
	456		#03	7	89$
!
:).;#$
9 
#<#
	#$
= 		#$
=	#	#$



  
     

	
	
	
	

	
%	>
>?,@ 	

4A ,8>/.,?
35A ,8>/.@/??
:.A
	
.	B.$#	 



 

 
. ?C	.C	
3	 ?C	.>C	
  
   

 :# >
 
 &	##% ,
 
 %$ ,
 
 )		4$ ?
 
D E	$ 
 
> &$-# 
 
> 	=	#<		# 

> % 
 
>D *6#	<
		C		 
 
>> :		#	# >
 
>, 9<
#	.%.%	 6.4	>
 
 
D 9	#3#	E	5 ,
 
D 9	 ,
 
D 3#	E	5  
 
> =	#		%	 /
 
, %#
#E	
6@<< /


*

- 4 -  
1. Einleitung  
 
 
In den letzten Jahren vollzog sich auf dem Arbeitsm arkt ein tief greifender Wandel: 
technologischer Fortschritt und weit reichende Glob alisierungsprozesse führen zu 
Deregulierungen und Flexibilisierungen von Arbeitsv erhältnissen, zu veränderten Strukturen 
auf dem Arbeitsmarkt sowie zur Verlagerung von Arbe itsplätzen ins Ausland. Diese Prozesse 
wirken sich auf die zukünftigen Anforderungen an di e Ausbildung der nachwachsenden 
Generation aus. Einerseits besteht auf Grund weit g ehender Rationalisierung ein geringerer 
Bedarf an Arbeitskräften insgesamt und andererseits  gibt es nicht mehr ausreichend 
Arbeitsplätze für Geringqualifizierte. Gleichzeitig  wächst ein Niedriglohnsektor mit 
Arbeitsverhältnissen, die nicht zur Sicherung des L ebensunterhaltes reichen. Auch 
ermöglichen sie keine ausreichende Altersabsicherun g, um im Rentenalter nicht auf staatliche 
Alimentierung angewiesen sein zu müssen. 
 
Für junge Menschen ist diese Entwicklung besonders dramatisch, weil der Weg in den 
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vielen von ihnen vers tellt ist. Selbst eine gute Schulausbildung 
und hohe Motivation garantiert keine Integration in  Ausbildung und Arbeitsmarkt. Besonders 
schwierig wird es für die Jugendlichen, die nicht d ie notwendigen Spiel- und Erfahrungsräume 
vorfinden, die es ihnen ermöglichen, umfassende Kom petenzen zu entwickeln, diese 
einzubringen und ein selbstständiges Leben zu führe n. Diese Spielräume verringern sich 
zudem, wenn Jugendliche auf Grund sozialer ethnisch er Herkunft, individueller 
Beeinträchtigungen etc. benachteiligt werden. 
 
Jugendliche, die nicht in der Lage sind, ihren Lebe nsunterhalt eigenständig zu sichern, sind 
bedroht in prekäre Lebensverhältnisse zu geraten.  
 
Hier ist es Aufgabe des Jugendhilfeträgers – flanki erend und ergänzend zum SGB II und SGB 
III – auf der Grundlage des SGB VIII § 13 tätig zu werden. Die Stadt Münster hält für diese 
Jugendlichen zahlreiche Angebote und Maßnahmen in K ooperation mit den Trägern der 
Jugendhilfe vor. Eine dieser Einrichtungen ist die Stadtteilwerkstatt Nord. 
 
Die Stadtteilwerkstatt Nord ist eine Einrichtung de r Stadt Münster in Kooperation mit dem 
Jugendausbildungszentrum (JAZ gGmbH). Fachlich und inhaltlich basiert die Arbeit der 
Stadtteilwerkstatt Nord auf den Zielsetzungen des S GB VIII und Aufgabe des öffentlichen 
Trägers der Jugendberufshilfe. 
 
Der vorliegende Bericht bezieht sich auf das Jahr 2 006. Er umfasst die Darstellung der 
Arbeitsschwerpunkte, der durchgeführten Projekte un d gibt einen Überblick über die 
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord.

- 5 -  
 
2. Zielgruppe und Angebot  
 
2.1 Allgemeines  
 
Ziel der Stadtteilwerkstatt Nord ist es, jungen Men schen zum Ausgleich sozialer 
Benachteiligungen zu verhelfen und Hilfen anzubiete n, die ihre berufliche Ausbildung und 
Eingliederung in die Arbeitswelt sowie ihre soziale  Integration fördern. Die Arbeit der 
Stadtteilwerkstatt Nord entspricht fachlich und inh altlich den Zielsetzungen des SGB VIII zur 
Förderung von benachteiligten jungen Menschen und i st originäre Aufgabe des öffentlichen 
Trägers der Jugendhilfe. 
 
Zielgruppe der Stadtteilwerkstatt Nord sind junge M änner und Frauen, die arbeitslos sind und 
ohne eine intensive Unterstützung und Betreuung kei ne Chancen auf Arbeit und Ausbildung 
haben. Dies können sowohl Bezieherinnen und Beziehe r von Arbeitslosengeld II sein, als 
auch Jugendliche, die nicht in einer Bedarfsgemeins chaft leben, aber einen erhöhten 
Unterstützungsbedarf haben. Erreicht werden auch ju nge Erwachsene, die nicht mehr 
berufsschulpflichtig  sind (über 18 Jahre) und für die Angebote des SGB I II nicht in Frage 
kommen, weil sie arbeitsmarktfern sind, die Förderv oraussetzungen der Arbeitsverwaltung 
nicht (mehr) erfüllen und/ oder die einen höheren B edarf an sozialpädagogischer Betreuung 
haben. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund e iner restriktiveren Handhabung bei den 
Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Ag entur für Arbeit. In der Regel ist nur 
eine zeitlich begrenzte Teilnahme möglich, d.h. bei  Ausschöpfung des Förderzeitraumes von 
zehn Monaten ist keine weitere Förderung möglich. 
 Auch für Jugendliche, die den 
Anforderungen der BvB nicht entsprechen und bei den en im Vorfeld bereits ein Misserfolg zu 
erwarten ist, muss eine Förderung vorgeschaltet wer den, um ihre zukünftigen Chancen zu 
verbessern. Für diesen Personenkreis bietet die Sta dtteilwerkstatt Hilfe und Unterstützung an, 
mit dem Ziel, sie in Arbeit und Ausbildung zu integ rieren bzw. sie zu befähigen, an 
weiterführenden Maßnahmen teilzunehmen. Soweit mögl ich sollten die weiterführenden 
Maßnahmen die Möglichkeit bieten einen Schulabschlu ss zu erwerben. Ebenso ist das 
Angebot für Jugendliche, die in einer Einrichtung d er Jugendhilfe leben und keinen Anspruch 
auf Förderung nach dem SGB II oder III haben. 
 
Die Stadtteilwerkstatt Nord verfügt über 15 Plätze und bietet die Arbeitsbereiche Holz; Textil 
und Friseur/ Kosmetik an. Der Bereich EDV wird bedarfsbezogenen und indiviudell angeboten. 
 
Im Jahr 2006 nutzten insgesamt 46 Jugendliche und j unge Erwachsene die Angebote in der 
Stadtteilwerkstatt Nord. Deutlich erhöht hat sich A nteil weiblicher Teilnehmerinnen, der auf 
43,5 % anstieg.

- 6 -  
Tabelle 1: Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der St adtteilwerkstatt Nord 
 
 2004 2005 2006 
weiblich 16 33,3 % 22 37,3 % 20 43,5 % 
männlich  32 66,7 % 37 62,7 % 26 56,5 % 
gesamt  48 100 % 59 100 % 46 100 % 
 
 
Der Altersdurchschnitt der Teilnehmerinnen und Teil nehmer ist gegenüber den Vorjahren 
gestiegen und liegt bei 18 Jahren (2003: 17,85 Jahr e; 2004: 17,9 Jahre; 2005: 17,17 Jahre). 
Von den 46 Teilnehmenden hatten 30 (65,2 %) die deutsche Staatsangehörigkeit.  
 
 
Tabelle 2:   Nationalität der Teilnehmerinnen und T eilnehmer 
 
 
2004 2005 2006 
Deutsch 32 39 30 
Andere  
Nationalität   16 20 16 
gesamt  48 59 46 
 
 
Die Etablierung der Strukturen, die sich aus den Re formen des Arbeitsmarktes ergaben, 
spiegelt sich auch in dem Zugang zur Stadtteilwerks tatt wieder. Während im Jahr 2005 über 
42 % der Jugendlichen von den Schulen in die Stadtt eilwerkstatt vermittelt wurden, waren es 
im Berichtsjahr nur noch knapp 20 %.

- 7 -  
 
 Tabelle 3: Zugang zu den Angeboten 
 
  2004 2005 2006 
Freie Träger vor Ort 10 4 5 
Sozialamt „Hilfen zur 
Arbeit"/ Arbeitsgemein-
schaft Münster (seit 2005) 
5 4 9 
Agentur für Arbeit  2 8 4 
Selbstmelder 7 6 10 
Berufskolleg - 1 2 
Schulen  20 25 8 
Kommunaler Sozialdienst 4 6 2 
sonstige - 5 6 
gesamt  48 59 46 
 
 
Kooperationspartner der Stadtteilwerkstatt sind die  Schulen, die Agentur für Arbeit, die 
Arbeitsgemeinschaft Münster, die freien Träger und die städtischen Einrichtungen vor Ort.  
 
Aus dem Stadtteil Coerde kamen im Berichtsjahr 22 T eilnehmende (47,83 %) und 13 aus 
Kinderhaus (28,26 %). Drei Teilnehmer (6,52 %) kame n im Berichtsjahr aus Handorf und 8 
Teilnehmende (17,39 %) aus anderen Stadtteilen Müns ter. Der hohe Anteil aus dem Norden 
Münster ist konzeptionell beabsichtigt und zeigt gl eichzeitig, dass der Standort in der 
Speicherstadt im Norden Münsters entsprechend der Bedarfe gut gewählt ist. 
 
Die Belebung der Konjunktur seit 2006 führte insges amt zu einem Rückgang der 
Arbeitslosigkeit, allerdings überwiegend zugunsten der Arbeitslosen, die erst seit kurzem 
arbeitslos sind. Faktoren, die die Jugendarbeitslos igkeit begünstigen sind ein nicht 
vorhandener Schulabschluss, eine fehlende Berufsaus bildung, Suchtverhalten sowie fehlende 
soziale Kompetenzen. Kaum Chancen auf dem Arbeitsma rkt hat die Gruppe der 
Lernbeeinträchtigten. Diese Entwicklung spiegelt si ch bei den Teilnehmenden der 
Stadtteilwerkstatt wieder. Sieben Jugendliche hatte n ein Abgangszeugnis der Förderschule. 
Insgesamt bringen die jungen Menschen im Vergleich zu den Vorjahren bessere schulische 
Voraussetzungen mit.

- 8 -  
 
Tabelle 4: Schulische Voraussetzungen der Teilnehme rinnen und Teilnehmer 
 
 
2004 2005 2006 
Art des Abschlusses W m w m w M 
3 11 6 14 1 6 Abgangszeugnis der  
Förderschule 29,17 % 33,90 % 15,22 % 
3 9 2 3 2 2 Abschlusszeugnis der 
Förderschule 25,00 % 8,47 % 8,70 % 
2 2 1 0 2 1 Hauptschulabschluss nach 
Klasse 10 (Typ A) 8,33 % 1,69 % 6,52 % 
1 0 0 0 1 1 Hauptschulabschluss nach 
Klasse 10 (Typ B) 2,08 % 0 % 4,35 % 
4 3 4 5 5 4 Abgangszeugnis der 
Hauptschule 14,58 % 15,25 % 19,57 % 
1 2 1 2 2 2 Hauptschulabschluss nach 
Klasse 9 6,25 % 5,08 % 8,70 % 
2 4 8 13 3 3 Noch Schüler/ in 
12,50 % 35,59 % 13,04 % 
0 1 0 0 1 0 Sonstiges 
2,08 % 0 % 2,17 % 
 
 
Deutlich ist, dass der überwiegende Teil der Teilne hmenden auf Grund der schulischen 
Voraussetzungen ohne Unterstützung keine Chancen ha t in eine Ausbildung einzumünden. 
Angesichts der steigenden Qualifikationsanforderung en an Beschäftigte dürfte selbst eine 
Vermittlung in den allgemeinen Arbeitsmarkt schwer realisierbar sein. Gelingen kann dies nur 
mit speziellen Hilfe- und Unterstützungsangeboten. Die Aufgabe besteht aus diesem Grunde 
darin, Ansatzpunkte zum Ausgleich vorhandener Defiz ite zu finden, indem an den 
vorhandenen Kompetenzen angeknüpft wird. Die Teilne hmerinnen und Teilnehmer haben in 
der Schule häufig unentschuldigt gefehlt. Arbeitsma rktrelevante Grundkompetenzen sind gar 
nicht oder nur unzureichend vorhanden. Darüber hina us sind selbst dann, wenn 
Abschlusszeugnisse existieren, erhebliche schulisch e Defizite vorhanden. Häufig fehlen 
mathematische Grundkenntnisse und die Fähigkeit, ei nfache Texte lesen und schreiben zu 
können ist nicht gegeben. Allgemeinbildung und poli tische Kenntnisse sind nahezu nicht 
vorhanden. 
 
 
2.2 Verbleib der Teilnehmenden 
 
Ein Ziel der Arbeit ist es, unabhängig vom Grund fü r die Beendigung der Betreuung in der 
Stadtteilwerkstatt, dazu beizutragen, dass die Juge ndlichen „nicht verloren“ gehen. Konkret 
bedeutet dies, sofern keine Vermittlung in Arbeit o der Ausbildung erfolgte, dass die 
zuständigen Institutionen (z.B. Amt für Schule und Weiterbildung, Kommunaler Sozialdienst, 
Agentur für Arbeit, Arbeitsgemeinschaft Münster) üb er die Beendigung der Maßnahme 
informiert werden und eine „nahtlose“ Weiterbetreuung erfolgen kann.

- 9 -  
Die Verweildauer der Jugendlichen ist sehr untersch iedlich. In der Regel ist eine Betreuung 
von mindestens sechs Monaten und maximal einem Jahr  vorgesehen. In Ausnahmefällen 
kann auch eine Betreuung bis zu zwei Jahren erfolgen.  
 
Im Durchschnitt knapp 8 Monate wurden die Jugendlic hen betreut, die in den 1. Arbeitsmarkt 
integriert wurden. Gemessen an den vorhandenen Defiziten ist dies nicht lange. 
 
Den Teilnehmenden, die sich gegen die Arbeit in der  Stadtteilwerkstatt Nord entschieden 
haben, wurden die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft 
Münster und/ oder der Agentur für Arbeit als Anspre chpartner benannt. Die Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter der jeweils zuständigen Institution  wurden über die Beendigung der 
Zusammenarbeit unterrichtet. Die Rückmeldungen der Stadtteilwerkstatt Nord dienten dazu, in 
der weiteren Zusammenarbeit mit den Betroffenen kla re Absprachen und ggf. auch 
Forderungen zu stellen.  
 
Ein Teilnehmer konnte in der Stadtteilwerkstatt nic ht betreut werden und wird vom KSD weiter 
betreut.

- 10 -  
 
Tabelle 5: Verbleib der Teilnehmerinnen und Teilneh mer  
 
2004 2005 2006 Art der Beendigung  
Absolut In % Absolut In % Absolut In % 
Rückvermittlung AMS     13 37,14 
weiblich      4  
männlich      9  
Beendigung durch STW  7 18,42 13 37,14   
weiblich  2  4    
männlich  5  9    
Herkunftsschule 7 18,42 5 14,29 7 20,00 
weiblich  2  2  4  
männlich  5  3  3  
Eigene Arbeitsplatzsuche 8 21,05 6 17,14 1 2,38 
weiblich  2  1  1  
männlich  6  5  0  
Arbeit 1. Arbeitsmarkt 4 10,53 1 2,86 5 14,29 
weiblich  1  -  3  
männlich  3  1  2  
Arbeit 2. Arbeitsmarkt  8 21,05 8 22,86 2 5,71 
weiblich  1  5  1  
männlich  7  3  1  
Ausbildung  1 2,63 2 5,71 2 4,76 
weiblich    -  1  
männlich  1  2  1  
Ärztliche Behandlung 1 2,63 - - 2 4,76 
weiblich  1  -  0  
männlich  -  -  2  
Weiterführende Schule 2 5,26 - - 5 14,29 
weiblich  2    4  
männlich  -    1  
Ohne Vermittlung  - - - - 3 7,41 
weiblich  - - - - 3  
männlich  - - - - 0  
Weiterbetreuung KSD - - - - 1 2,86 
weiblich  - - - - 0  
männlich  - - - - 1  
 Gesamt  38 100 35 100 35 100 
 weiblich  11 12 28,94 34,29 16 45,71 
 männlich  27 23 71,06 65,71 19 54,28 
 
 
2.3 Problemlagen  
 
Negative Erfahrungen in der schulischen Laufbahn, f ehlende Struktur im familiären Umfeld 
und das Aufwachsen in einer von Kritik geprägten Um gebung führten bei den Teilnehmenden 
dazu, dass sie kaum ein positives Selbstbild und so mit ein gesundes Selbstvertrauen

- 11 -  
aufbauen konnten. Sehr häufig mussten die Teilnehme nden in ihrer Entwicklung hören, was 
sie nicht können oder wozu sie nicht in der Lage si nd. In der Zusammenarbeit mit der 
Stadtteilwerkstatt erkennen die Teilnehmenden neue Möglichkeiten für sich. Deutlich wird, 
dass die Arbeit der Stadtteilwerkstatt Nord auch be i den Teilnehmenden auf Anerkennung 
stößt. Vielfach gelingt es den Teilnehmenden in Fol ge der Beratung und beruflichen 
Orientierung eigene Ziele zu formulieren und Perspe ktiven zu entwickeln. Dies ist eine 
wichtige Voraussetzung dafür, die erforderliche Motivation zu erlangen. 
 
Der Arbeitsansatz der Stadtteilwerkstatt Nord sieht vor, zunächst die positiven Ressourcen der 
Teilnehmenden zu erkennen und zu fördern, um die Te ilnehmenden zu unterstützen, ein 
gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. In diesem Zusammenhang werden Vertrauen und 
Konsequenz als Bausteine weiterer Zusammenarbeit an gesehen. Auf der Grundlage des so 
geschaffenen Vertrauens können die Verhaltensweisen  angesprochen und verändert werden, 
die für einen späteren Einstieg in den Arbeits- und  Ausbildungsmarkt dringend erforderlich 
sind.  
 
 
2.4 Ziele und Leistungen 
 
Die Stadtteilwerkstatt bietet im Bereich der Jugend berufshilfe Maßnahmen zur 
Berufsorientierung, der Qualifizierung und der Besc häftigung mit sozialpädagogischer 
Begleitung an. Ziel ist es, Jugendlichen und jungen  Erwachsenen die Integration in das 
Berufsleben und damit in die Gesellschaft zu erleichtern.  
 
Mit den Berufsbereichen Holz, Textil, Kosmetik, Fri seur und Hauswirtschaft ist die 
Stadtteilwerkstatt Nord, in Kooperation mit dem Jug endausbildungszentrum (JAZ) ein 
wesentlicher Bestandteil der Jugendberufshilfe. Zie l ist die Eingliederung der Jugendlichen in 
den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beziehungsweise i n das System der beruflichen Bildung. 
Das geschieht durch Bündelung verschiedener Hilfen zu einer auf den einzelnen Jugendlichen 
abgestimmten individuellen Unterstützung und Förderung auf dem Weg ins Berufsleben. 
 
 
2.4.1 Berufsorientierung 
 
Um Schlüsselqualifikationen wie z.B. Pünktlichkeit,  Durchhaltevermögen, Verlässlichkeit, 
Flexibilität und Freundlichkeit im Umgang mit ander en Menschen zu erlangen ist es in erster 
Linie nötig, einen Arbeitsbereich vorzufinden, in d em für den Teilnehmenden motivierende 
Arbeit, freundliche Mitarbeiter und eine profession elle Ausstattung Anreiz bieten, um die oben 
beschriebenen Qualifikationen zu erlangen.  
 
Projekte in anderen Berufsfeldern (Hauswirtschaft, Maler und Lackierer, Metall) werden 
individuell geplant und durchgeführt. 
 
Der Anreiz, mit einer professionellen Ausstattung a rbeiten zu können, wird durch 
professionelle und damit realistische Aufträge erwe itert und vervollständigt. So konnten im 
Berichtszeitraum nachstehende Projekte erfolgreich durchgeführt werden.  
 
- Arbeiten für verschiedene Tageseinrichtungen für K inder in Münster Nord (z.B. neue 
Bezüge für Polster)

- 12 -  
- Planung, Bau, Auf- und Abbau eines Podestes am Sta dthaus I im Zuge der 
Sommerferienaktion „Maxi Sand“ 
- Bau der gelben Bänke für Münster Markting für die Veranstaltung „Schauraum“ 
- Restaurierung der Lok von der WLV 
- Klappbarer Wickeltisch für die Stadthalle Hiltrup 
- Turnbeutel für das Wuddi genäht 
 
Die weiteren zur Verfügung stehenden Werkbereiche wurden wie folgt genutzt: 
 
- Der Hauswirtschaftsbereich wurde fortgeführt mit e iner über die Arbeitsgemeinschaft 
Münster im Rahmen der Entgeltvariante geförderten K raft. Dadurch wurde 
Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit geg eben, u.a. durch das 
Zubereiten von Mahlzeiten für alle Teilnehmenden au ch in diesem Bereich praktische 
Erfahrungen sammeln zu können. Ein wichtiger Aspekt  in diesem Zusammenhang ist 
auch, dass den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Stadtteilwerkstatt eine gesunde 
und preiswerte Mittagsmahlzeit angeboten werden kann.  
- Oft diente in der Vergangenheit eine Tüte Chips un d eine Cola als Mahlzeit. 
Unterstützt durch eine Ernährungsberatung beginnen Teilnehmer/innen ihr 
Essverhalten zur reflektieren und sich regelmäßig am Mittagtisch zu beteiligen. 
 
2.4.2 Sozialpädagogische Angebote 
 
Das Profil der sozialpädagogischen Begleitung und B eratung umfasst neben den regelmäßig 
stattfindenden Gesprächen, die Unterstützung bei de r Wohnungssuche, die Kontaktaufnahme 
mit kooperierenden Institutionen, sowie die Einleit ung und ggf. Begleitung zusätzlich 
unterstützender Hilfen wie z.B. Drogenbratung, Schuldnerberatung, juristische Beratung.  
 
Konkrete Zielabsprachen ermöglichen kurzfristige Er folgskontrollen für alle Beteiligten und 
bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, zeitnah E rfolgserlebnisse zu haben. Die intensive 
sozialpädagogische Begleitung beinhaltet eine Verne tzung aller am Prozess der 
Strukturierung beteiligten Institutionen und Person en. Die Agentur für Arbeit, Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter des Kommunalen Sozialdienstes und a uch die Erziehungsberechtigen werden 
in den Prozess eingebunden, um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen.  
 
Im Berichtszeitraum war die Begleitung der Übergang sphase von der Stadtteilwerkstatt Nord 
in eine weiterführende Maßnahme, Praktika oder Arbe itsaufnahme ein Schwerpunkt der 
Arbeit.  
 
 
2.4.3 Individueller flankierender Unterricht 
 
 
Seit der Einführung von Hartz IV am 01.01.2005 wird mit 36 % über ein Drittel der Arbeitslosen 
unter 25 Jahre bei der Agentur für Arbeit geführt, während knapp zwei Drittel durch die 
Arbeitsgemeinschaft Münster betreut wird. Im Januar  2005 war das Verhältnis fast umgekehrt, 
63 % der arbeitslosen Jugendlichen bezogen SGB III- Leistungen und 36 % SGB II-
Leistungen. Diese Zahl würde noch viel drastischer ausfallen, wenn noch diejenigen 
berücksichtigt würden, die sich in Maßnahmen nach dem SGB III oder SGB II befinden.

- 13 -  
Im August 2006 waren 1.492 Personen unter 25 Jahren  in Münster arbeitslos gemeldet. 
Davon bezogen 626 Personen Leistungen nach dem SGB III und 866 Personen nach dem 
SGB II. 
 
Seit Jahren pendelt sich die Jugendarbeitslosigkeit  auf hohem Niveau ein. Besonders 
betroffenen sind Schulabgänger und Schulabgängerinn en ohne Schulabschluss oder mit 
einem Förder- oder schwachen Hauptschulabschluss.  
 
Diese Entwicklung spiegelt sich bei den Teilnehmend en der Stadtteilwerkstatt wieder. Alle 
Teilnehmenden haben in ihrer schulischen Laufbahn s chlechte Erfahrungen gemacht. 
Schulabgänge nach Klasse 7 oder 8 sind die Regel. E in ordentliches Abgangszeugnis einer 
Förder- oder Hauptschule gibt es nur in seltenen Fä llen. Durch die Arbeit in der 
Stadtteilwerkstatt Nord erleben sich die Teilnehmen den in einer neuen Rolle. Sie erarbeiten 
sich eine Tagesstruktur, lernen Verantwortung zu üb ernehmen und beginnen, auch auf Grund 
der praktischen Arbeit, sich mit ihrem schulischen Können auseinander zu setzen. Sie 
erkennen eigene Lerndefizite und sind motiviert, diese aufzuarbeiten. 
 
Eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt erf ordert eine intensive Förderung der 
Jugendlichen ohne Schul- und Berufsabschluss, denn ohne verwertbare berufliche 
Qualifikationen ist dies nicht möglich. Angesichts der Tendenz der weiterhin deutlich 
zurückgehenden Zahl der einfachen Tätigkeiten, die durch die EU-Erweiterung verstärkt 
werden wird, ist die Erlangung verwertbarer Schul- und Berufsabschlüsse nach wie vor die 
wichtigste Voraussetzung, um eine selbstbestimmte L ebensplanung ohne staatliche 
Transferleistungen gestalten zu können. 
 
Angesichts der schulischen Defizite, die die Teilne hmer und Teilnehmerinnen mitbringen, ist 
die Integration in den Arbeitsmarkt ohne eine inten sive Unterstützung kaum möglich. Vor 
diesem Hintergrund – ist neben den Werkstattangebot en – flankierend eine theoretische 
Wissensvermittlung erforderlich, um vorhandene Lück en im Bereich Lesen, Rechnen etc. zu 
schließen. Auf Grund der heterogenen Voraussetzunge n muss der Unterricht sehr individuell 
gestaltet werden. In Absprache mit den Schulen vor Ort, den Berufskollegs und dem Amt für 
Schule und Weiterbildung soll flankierend zu den We rkangeboten Unterricht erteilt werden. 
Ziel des integrierten Unterrichts in der Stadtteilw erkstatt ist, entweder die Jugendlichen zu 
motivieren einen Schulabschluss nachzuholen oder di e Angebote der Berufskollegs 
wahrzunehmen.  
 
Ausgangspunkt für das Projekt ist die Eigenmotivati on der Teilnehmenden, ihren 
Bildungsstand zu verändern und versäumtes nachzuhol en. Im Zuge des Projektes soll den 
Teilnehmenden in der Stadtteilwerkstatt Nord die Mö glichkeit gegeben werden, schulische 
Defizite in Einzel- oder Kleingruppensituationen zu  beseitigen und an weiterführende 
Maßnahmen angekoppelt zu werden. Es soll die Möglic hkeit geboten werden, sich auf das 
Nachholen eines Schulabschlusses individuell vorber eiten zu können, bzw. Maßnahmen, die 
einen nachträglichen Schulabschluss beinhalten auch bestehen zu können.  
 
Dieses Angebot findet ausschließlich freiwillig sta tt und wird auf Grund von Nachfragen der 
Teilnehmenden angeboten. Im Vorfeld des Unterrichts  gab es Absprachen mit den 
Schulleitungen der Hauptschule Coerde, der Waldschu le Kinderhaus und der 
Uppenbergschule, die die bereits existierende Koope ration mit der Stadtteilwerkstatt Nord 
gerne erweitern wollten. In dem gemeinsamen Gespräch haben die Schulleitungen sich darauf 
einigen können, eine Lehrperson, mit zunächst 2 - 4  Stunden für den Unterricht abzustellen.

- 14 -  
Inhalte des Unterrichts waren Grundlagen in den Fäc hern Deutsch und Mathematik. Der 
Unterricht wird individuell gestaltet und orientiert sich an den Fähigkeiten der Teilnehmenden.  
 
 
2.4.4 Ernährungsberatung 
 
Ein weiteres Angebot ist die als Projekt stattfinde nde Ernährungsberatung in Kooperation mit 
dem Gesundheitsamt der Stadt Münster. Ausgangslage hierfür waren Erfahrungen und 
Bedürfnisse der Teilnehmenden, bestehende Essgewohn heiten überprüfen und ggf. 
verändern zu wollen. Thematisch wurde ein Frühstück  in der Woche nach den Bedürfnissen 
der Teilnehmenden gemeinsam vorbereitet und durchge führt. Zusätzlich zu diesem Angebot 
fand jeweils im Anschluss und ebenfalls als Projekt ein Fitnesstraining statt.  
 
Grundlage für dieses Programm waren ebenfalls Erfah rungen mit den Teilnehmenden, denen 
es oft an Durchhaltevermögen und Ausdauer fehlt. Be ide Angebote wurden durchweg positiv 
aufgenommen und sind mittlerweile fester Bestandtei l der Arbeitsvereinbarungen mit den 
Teilnehmenden. 
 
Im Rahmen der Kooperation mit dem Gesundheitsamt st ehen den Teilnehmenden zwei Ärzte 
regelmäßig zu Beratungsgesprächen zur Verfügung. Di ese Beratungsangebote finden sowohl 
auf Anfrage der Teilnehmenden, als auch auf Anfrage  des Teams der Stadtteilwerkstatt Nord 
statt.  
 
 
2.4.5 Konfliktbewältigungsstrategien – Anti-Aggress ivitäts-Training  
 
In der täglichen Arbeit mit den Jugendlichen wurde deutlich, dass der Erfolg der Maßnahme 
auf Grund ihrer gewaltbereiten Haltung gefährdet is t, da die Jugendliche nicht über 
angemessene Konfliktlösungsstrategien verfügen. Vor  diesem Hintergrund wurde eine 
Maßnahme „Anti-Aggressivitäts-Training“ beim Verein  sozialintegrative Projekt (VIP) 
eingerichtet. 
 
Das Anti-Aggressivitäts-Training ist ein deliktspez ifisches, pädagogisch-psychologisches 
Training für männliche gewalttätige Jugendliche und  Volljährige. Es handelt sich um ein 
Training, welches sich aus Einzelgesprächen und Gru ppensitzungen, Vor- und 
Nachbereitungen zusammen setzt und in den Räumen de s Vereins durchgeführt wurde. Das 
Training soll die Jugendlichen befähigen, angemesse ne Konfliktlösungen zu entwickeln um 
nicht im Arbeitsalltag zu scheitern. Ziel ist der V erbleib in den Maßnahmen der 
Jugendberufshilfe und im Arbeitsmarkt. 
 
Da dieses Problem auch bei anderen Trägern der Juge ndberufshilfe bekannt ist, bestand die 
Möglichkeit der anderen Träger, hier Plätze zu belegen. Insgesamt nahmen 14 Jugendliche an 
dem Training teil. Zwei Teilnehmer waren von der St adtteilwerkstatt, acht aus einer BvB-
Maßnahme, die vom JAZ und dem Lehrbauhof durchgefüh rt wurde und vier Teilnehmer 
befanden sich in einer Maßnahme bei der Akademie Überlingen. 
 
Dies Angebot war ausschließlich für männliche Jugen dliche konzipiert. In der täglichen Arbeit 
zeigt sich jedoch verstärkt, dass auch Mädchen hier  speziellen Unterstützungsbedarf 
benötigen.

- 15 -  
Die Finanzierung des Projektes für maximal 15 Plätz e erfolgte im Rahmen der AIM jugend+ 
Projektförderung. 
 
 
3. Kooperation und Fallbeispiele aus der Praxis 
 
3.1 Kooperation 
 
Die Kooperation mit dem Jugendausbildungszentrum JA Z gGmbH hat sich in der Art und 
Form der Zusammenarbeit bewährt.  
 
Eine optimale Nutzung bereits vorhandener Ressource n wurde durch die Vernetzung aller 
Institutionen, die den einzelnen Teilnehmenden begl eiten und unterstützen gewährleistet. 
Schwerpunkt dieser Arbeit bildete in dem Berichtsze itraum die Kooperation mit der 
Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS, u-25 Team).  
 
Die Vernetzung der Arbeit vollzog sich zudem über d ie Teilnahme an Arbeitskreisen in 
Kinderhaus und Coerde. Die Räumlichkeiten der Stadt teilwerkstatt Nord wurden der 
Volkshochschule Münster und den in Münster Nord tät igen Mitarbeitern des Kommunalen 
Sozialdienstes zur Verfügung gestellt.  
 
Kooperationspartner im Berichtszeitraum waren: 
 
Adolph-Kolping-Schule, Berufskolleg HOT der Andreas kirchengemeinde 
Anne-Frank-Schule, Berufskolleg Jugendausbildungsze ntrum JAZ 
gGmbH 
Agentur für Arbeit Katholische und staatliche 
Fachhochschule 
Akademie Überlingen Kommunaler Sozialdienst des Amt es 
Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS) Psychologen und Ä rzte 
Amt für Ausländerangelegenheiten 
der Stadt Münster 
Schulen in den Stadtteilen 
(Hauptschule Coerde, 
Uppenbergschule, Hauptschule 
Waldschule Kinderhaus) 
Bildungsinitiative Münster SKM (u.a. Schuldnerberat ung) 
Bildungsinstitut Münster Sozialamt der Stadt Münste r 
DRK Corde Stadtteilbüro der Arbeiterwohlfahrt in 
Coerde 
Drogenberatung der Caritas Superbiomarkt, Herr Rada u 
Drogenhilfe des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien 
Stadtteilpolizisten 
Einzelhandelsverband Münsterland, 
Frau Eksen 
V.S.E. Jugendhilfeeinheit Münster 
Nord 
Fa. Bröker Catering and Event, Herr 
Franz-Josef Bröker 
Weitere freie Träger der Kinder- und 
Jugendhilfe 
Fa. Compo, Herr Averdiek Wuddi 
Gesundheitsamt der Stadt Münster VIP 
Handwerkskammer Münster

- 16 -  
3.2. Fallbeispiele aus der Praxis 
 
 
Fallbeispiel 1: M. weiblich 17 Jahre  
 
Ausgangssituation 
 
 
M. wuchs in Russland auf und kam als 10-jährige mit Ihren Eltern und zwei älteren Brüdern nach 
Deutschland. Dem ältesten Bruder gelang es nicht, sich erfolgreich in Deutschland zu integrieren 
(Polizei, Drogen usw.) und kehrte zurück nach Russland. Der Vater lebt inzwischen auch wieder in 
Russland. Der andere Bruder absolvierte die Schule erfolgreich und begann nach dem Abitur eine 
Ausbildung im dualen System.  
 
M. besuchte zuerst eine Hauptschule in Münster. In der 7. Klasse wechselte sie die Schule, 
aufgrund ihres aggressiven Verhaltens gegenüber Lehrern und Mitschülern. In der zweiten 
Hauptschule wiederholte sich die Problematik und verschlechterte sich bis zur 10. Klasse 
zunehmend. Sie war kaum in der Lage vernünftig zu sprechen, sie konnte keine Kritik annehmen, 
brach oft in Tränen aus und war zuletzt nicht mehr in der Lage die Schule zu besuchen. 
 
In dieser Situation stellte die Sozialarbeiterin der Schule Kontakt zur Stadtteilwerkstatt her. Hier 
startete sie am 30.01.06 als Schülerpraktikantin. 
 
Zielsetzung 
 
 
In der Stadtteilwerkstatt sollte M. eine feste Tagestruktur bekommen, um den Anforderungen 
betrieblicher Tätigkeit zu entsprechen. Außerdem sollte sie lernen sich in bestimmten Situationen 
ruhiger und angemessener zu verhalten und Distanz zur Schule bekommen. 
 
Förder- und Entwicklungsprozess 
 
 
M. führt häufiger angefangene Arbeiten nicht zu Ende, zum Teil verliert sie die Lust an ihren 
Tätigkeiten - hält diese für zu eintönig. Sie gibt sich jedoch Mühe und "arbeitet" an sich. Insgesamt 
hat sie eine selbstkritische Einstellung. 
 
M. empfindet die Arbeit in der Stadtteilwerkstatt Nord als reine Zeitüberbrückung.  
 
Nach relativ kurzer Zeit stellt sich heraus, dass M. therapeutische Unterstützung benötigt. 
Entsprechende Angebote lehnt sie jedoch ab. Sie ist aber bereit Termine bei der 
Schulpsychologischer Beratungsstelle wahrzunehmen. Zusammen mit der Schule wird vereinbart, 
dass die Rückvermittlung in die Schule für die M. nicht förderlich ist. Zur Stabilisierung ihrer 
Persönlichkeit ist es erforderlich, dass sie weiter in der Stadtteilwerkstatt bleibt und die Termine bei 
der Schulpsychologischer Beratungsstelle wahrnimmt. 
 
Die Betreuung und Arbeit in der Stadtteilwerkstatt wirkt sich positiv aus und M. entwickelt sich sehr 
schnell weiter. Sie nimmt am Unterricht in der Stadtteilwerkstatt Unterricht teil. 
Nach 8 Monaten Mitarbeit in der Stadteilwerkstatt beginnt sie ein Betriebspraktikum. Den 
Praktikumsplatz sucht sie selbstständig in einem Frisörsalon. Auch während des Praktikums 
werden die Termine mit der schulpsychologischen Beratungsstelle fortgesetzt.  
 
Im Anschluss an das Praktikum beginnt M. in dem Praktikumsbetrieb eine EQJ -Maßnahme 
(Einstiegsqualifizierung). In der praktischen Arbeit gelingt es ihr gut, ihr handwerkliches Geschick 
weiter zu entwickeln. 
 
Weiterer Verbleib 
 
 
Während des EQJ wird M. weiterhin von den der Stadtteilwerkstatt pädagogisch begleitet. Sie hat 
in dieser Zeit viele Schwierigkeiten in der Schule. Trotz der Schwierigkeiten gelingt es ihr das EQJ

- 17 -  
abzuschließen und einen Ausbildungsplatz zum 01.08.07 in dem gleichen Frisörsalon zu 
bekommen. 
 
 
Fallbeispiel 2: P. männlich 17 Jahre 
 
Ausgangssituation 
 
 
P. wohnt in einer Jugendwohngruppe und wird im Rahmen der Jugendhilfe betreut. Laut Aussagen 
der Betreuer hatte P. eine traumatische Kindheit. Zu seinem Vater hat P. keinen Kontakt, die 
Mutter wohnt in Münster und ist drogenabhängig. 
 
P. brach in der 10. Klasse aufgrund von Drogenproblemen (Haschisch, Koks, Pillen etc.) den 
Besuch der Schule (Förderschule in Münster) ab. Er hat Kontakt zur Drogenberatung Hiltrup. Nach 
eigenen Angaben nimmt er keine Drogen mehr. 
 
Probleme mit der Polizei hatte P. häufiger. Insgesamt lagen 12 Anzeigen (u. a. wg. Diebstahl, 
Schlägerei, Drogenkonsum) gegen ihn vor, die Verfahren wurden zwischenzeitlich eingestellt. 
P. absolvierte ein 4-wöchiges Praktikum im Gartencenter Münsterland, das ihm sehr gut gefallen 
hat. Er kann sich eine berufliche Zukunft im Garten- und Landschaftsbau vorstellen. 
 
Zielsetzung 
 
 
Ziel der Arbeit mit P. in der Stadtteilwerkstatt war, Grundkompetenzen zu vermitteln, die 
Voraussetzung für eine Teilnahme an qualifizierenden Maßnahmen beziehungsweise für die 
Integration in Ausbildung oder Arbeit sind. Im Vordergrund stand zunächst die Gewöhnung an eine 
regelmäßige Tagesstruktur.  
 
 
Förder- und Entwicklungsprozess 
 
 
P. war zu Beginn Teilnehmer im Bereich Textil, Kosmetik und Frisör. Ab dem 07.09.06 wurde er 
einzeln im Hauswirtschaftbereich gefördert. Die regelmäßige Teilnahme in der Stadtteilwerkstatt 
Nord ist P. von Anfang an sehr schwer gefallen. So kam es immer wieder zu Fehlzeiten, die er 
selbst nicht erklären konnte. Für einen Zeitraum von zwei Wochen war er ohne Fehlzeiten in der 
Werkstatt. Zu dieser Zeit wurde er gebracht und wieder abgeholt. 
 
In der Werkstatt war P. sehr oft abwesend und unkonzentriert. Kontinuierlich und konzentriert zu 
arbeiten hat P. nicht gelernt. Auf Grund seiner persönlichen Umstände ist P. zurzeit nicht in der 
Lage eine weiterführende berufliche Orientierung zu absolvieren.  
 
Während der Zusammenarbeit konnte sich P. nicht in die Gruppe einfinden. Er wirkte sehr 
distanziert und verschlossen, z.B. verbrachte er die Pausen alleine. In Gesprächen mit dem Team 
zeigte er Verständnis und die Bereitschaft regelmäßiger anwesend zu sein. In der Situation der 
Zusammenarbeit benötigt P. ein hohes Maß an persönlichem Zuspruch. Dies erhöht jedoch nicht 
seine Motivation, auch am darauf folgenden Tag erneut zu erscheinen. 
 
Am 18.10.06 wurde die Zusammenarbeit mit P. unterbrochen, da er die Werkstatt vor Arbeitsende 
verließ und trotz intensiver Bemühungen nicht bereit war, die Arbeit wieder aufzunehmen. 
 
Die Maßnahme in der Stadtteilwerkstatt wurde wegen mangelnder Teilnahme abgebrochen. 
 
Weiterer Verbleib 
 
 
Aus mangelnder Mitwirkung wurde die Jugendhilfe beendet. In einem Fachgespräch wurde 
besprochen, dass eine Verlängerung des betreuten Wohnens nur unter Mitwirkung des 
Jugendlichen möglich ist. Hierzu gehört insbesondere die Teilnahme an einer psychologischen 
Behandlung.

- 18 -  
Fallbeispiel 3: J. weiblich 21 Jahre 
 
 
Ausgangssituation 
 
 
Seit dem zweiten Lebensjahr ist J. im Heim aufgewachsen. In den ersten zwei Jahren hat J. sehr 
viel Gewalt und Vernachlässigung erlebt. Einige Jahre war sie in einer Pflegefamilie. Auf Grund 
ihres schwierigen Verhaltens war ein Verbleib in der Pflegefamilie nicht möglich und sie kehrte in 
das Heim zurück. Der Kontakt zu den Pflegeeltern ist sehr gut. J. besuchte die Hauptschule. Auf 
Grund der traumatischen Kindheit ist ihr Entwicklungsstand nicht altersgemäß und 
dementsprechend auch nicht ausbildungsfähig. Sie möchte jedoch sehr gerne eine Ausbildung 
machen.  
 
Zielsetzung 
 
 
Tagesstruktur; Verselbständigung; Start am 14.09.2004 
 
 
Förder- und Entwicklungsprozess 
 
 
J. zeigt in der Werkstatt ein auffälliges Verhalten. Sie kann Nähe und Distanz schlecht einhalten 
und verlangt viel Aufmerksamkeit. In der Werkstatt arbeitet sie motiviert mit. Es fällt ihr schwer 
Aufgaben selbstständig zu erledigen. Einzelne Entwicklungsschritte erfolgen in enger Abstimmung 
mit ihrem Betreuer.  
 
Auf Grund verschiedener Vorfälle im Umgang mit anderen Teilnehmern wurde im November 2004 
eine Therapie eingeleitet. Ihr Betreuer spricht sich ebenfalls dafür aus und die Pflegefamilie 
unterstützt sie dabei. Die Therapie wirkt sich positiv auf J. aus. Ihr Verhalten ist insgesamt ruhiger. 
Gleichwohl reagiert sie noch häufig aggressiv in der Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen. 
Im Fachgespräch zwischen Stadteilwerkstatt, Jugendhilfe und der der Rea Beratung der Agentur 
wird folgendes vereinbart, dass die Therapie fortgesetzt wird. Dem Wunsch von J., in die 
Pflegefamilie zurückkehren kann nicht entsprochen werden. In den Gesprächen wird deutlich, dass 
für eine weitere positive Entwicklung ein Verbleib in der Wohngruppe viel günstiger ist. Dort könnte 
J. eventuell aus ihrer jetzigen Wohngruppe ausziehen und eine eigene kleine Wohnung beziehen. 
Dieses wird von allen Beteiligten unterstützt. 
 
- Zur Tagesstrukturierung kann J. weiterhin, vorausg esetzt sie wohnt weiterhin in der 
Wohngruppe, in der STW Nord arbeiten. Im Laufe des Jahres 2005 bezieht J. eine eigene 
Wohnung. 
- Ihre Konfliktfähigkeit und ihr allgemeines Sozialv erhalten sollen im Hinblick auf eine 
berufsvorbereitende Maßnahme im August 2006 ausgebaut werden. IM Jahr 2006 kehrt 
sie in die Pflegefamilie zurück. 
 
Im Februar 2006 startet J. mit dem Praktikum bei HWK im Hauswirtschaftlichen Bereich, um 
eine Einschätzung über die Ausbildungsfähigkeit und über die schulischen Fähigkeiten zu 
bekommen. Nach zwei Wochen bricht sie das Praktikum ab. 
 
In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass es in Münster keine adäquate 
Ausbildungsmöglichkeit für J. gibt. Im Fachgespräch mit der Agentur und dem Betreuer von J. wird 
die Unterbringung in einem Internat für forciert.  
 
J. absolviert ein vierwöchiges Praktikum in einem Internat, das berufsvorbereitende Maßnahmen 
und Ausbildungen anbietet. Die Erprobungsphase im Internat verlief sehr positiv und J. startete mit 
der Ausbildung zur Hauswirtschafterin im September 2006.

- 19 -  
Weiterer Verbleib  
 
J. befindet sich in der Ausbildung im Benediktushof. 
 
 
4. Bewertung der bisherigen Arbeit 
 
Die Auswertungen der vorliegenden Zahlen, gekoppelt  mit den überaus positiven 
Rückmeldungen kooperierender Institutionen, belegen , dass sich die Stadtteilwerkstatt Nord, 
durch ihre Verortung in der Speicherstadt in Coerde  und dem erarbeitenden Profil, als ein 
wichtiger und strukturierender Bestandteil in der J ugendberufshilfe in Münster Nord etablieren 
konnte. Ca. 39 % der Teilnehmenden  (inklusive Vermittlung in weiterführende Schulen, 
Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, Vermittlung  in Ausbildung und Vermittlung in Arbeit 2. 
Arbeitsmarkt) wurden im Berichtszeitraum vermittelt . Damit wurde das Niveau des 
Vorjahres erreicht. Im direkten Vergleich zum Jahreszeitraum 2003 ist dies  eine 
Steigerung um ca. 8 % . Betrachtet man in diesem Zusammenhang einerseits die durchweg 
schwierigen Lebenssituationen der jungen Menschen u nd andererseits die ungünstigen 
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ist dies ein ausgesprochen positives Ergebnis. 
 
 
5. Ausblick und Perspektiven 2007 
 
Nachdem sich im Berichtsjahr die neuen Strukturen i nfolge der Arbeitsmarktreformen 
etablieren und festigen konnten gilt es im Jahr 200 7 die Arbeit weiter zu profilieren. Durch die 
organisatorische Zuordnung zur AIM jugend+ wurden o ptimale organisatorische 
Voraussetzungen geschaffen, die dazu beitragen, das s die Stadtteilwerkstatt Nord sich den 
neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen stellen kann.  
 
• Die jugendlichen Arbeitslosengeld II-EmpfängerInne n weisen in einem hohen Maße 
Benachteiligungen auf, die abgebaut und beseitigt w erden müssen, um eine berufliche 
Integration erreichen zu können. Hieraus resultiere n spezielle Hilfebedarfe, die die 
Stadtteilwerkstatt Nord decken kann. Mit der der Ar beitsgemeinschaft Münster wurde 
eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Ziel ist e s Jugendliche, die SGB II-
Leistungen beziehen und die Angebote der Stadtteilw erkstatt Nord benötigen 
aufzunehmen und die anteiligen Kosten aus dem Eingl iederungsbudget des SGB II 
erstatten zu lassen. Die im Rahmen der Kooperation entwickelten positiven Ansätze 
sollen in 2007 fortgeführt und ausgeweitet werden.  
• Die BvB- Maßnahmen der Agentur für Arbeit werden v om regionalen Einkaufzentrum 
der Agentur ausgeschrieben und unterliegen einem We ttbewerb. In diesem Verfahren 
erhielt das JAZ keinen Zuschlag für eine BVB-Maßnah me. Dies wirkt sich unmittelbar 
auf die Stadteilwerkstatt aus, da der Metallbereich  vom JAZ für die BvB-Maßnahme 
genutzt wurde. 2007 sollen Mittel akquiert werden, die es ermöglichen, die 
Metallwerkstatt zu nutzen und den Jugendlichen Gele genheit zu geben, auch diesen 
Werkbereich kennen zu lernen. Die Beschäftigung ein es weiteren Anleiters im Bereich 
Metall ermöglicht auch eine Erhöhung der Maßnahmeplätze. 
• Angesichts der schulischen Defizite, die die Teiln ehmer und Teilnehmerinnen 
mitbringen, ist die Integration in den Arbeitsmarkt  ohne eine intensive Unterstützung 
kaum möglich. Vor diesem Hintergrund – ist neben de n Werkstattangeboten – 
flankierend eine theoretische Wissensvermittlung er forderlich, um nicht vorhandene 
Lücken im Bereich Lesen, Rechnen etc. zu schließen.  Auf Grund der heterogenen 
Voraussetzungen muss der Unterricht sehr individuel l gestaltet werden. In Absprache

- 20 -  
mit den Schulen vor Ort, den Berufskollegs und dem Amt für Schule und Weiterbildung 
wird ein bedarfsgerechtes Konzept erarbeitet. Ziel des integrierten Unterrichts in der 
Stadtteilwerkstatt ist, entweder die Jugendlichen z u motivieren einen Schulabschluss 
nachzuholen oder die Angebote der Berufskollegs wah rzunehmen. Zunächst soll dies 
Konzept ein Jahr modellhaft erprobt werden. Die Fin anzierung dieses Modell soll aus 
dem Sonderprogramm „Soziale Brennpunkte“ erfolgen. 
 
• Fehlende und unangemessene Konfliktlösungsstrategi en verhindern vielfach eine 
erfolgreiche Integration in Arbeit und Ausbildung. Vor diesem Hintergrund wurde eine 
Maßnahme „Anti-Aggressivitäts-Training“ aus den Mit tel der AIM jugend+ 
Projektförderung beim Verein sozialintegrative Proj ekte gefördert. Hier wäre es 
wünschenswert, derartige flankierende Maßnahmen bed arfsgerecht und 
geschlechterdifferenziert anbieten zu können.

- 21 -








































*$	#$

(	#	    	
Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien 
	

	

;
   	%;

' 		

$	@0D

Beratungsverlauf (4)

04.12.2007 Bezirksvertretung Münster-Nord
TOP 3.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.12.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 17 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.12.2007 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 8 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.12.2007 Ausschuss für Gleichstellung
TOP 4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0809/2007
Typ
Vorlagen
Datum
17.10.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37