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0374/2023

Angebote der Jugendhilfe an Karneval 2023

Mitteilung Ausschuss 27.01.2023

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 31.01.2023

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

6679 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51/512 
51/512 
Vorlagen-Nummer 27.01.2023 
 0374/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 31.01.2023 
 
Angebote der Jugendhilfe an Karneval 2023 
 
Die Jugendverwaltung bereitet sich in Kooperation mit den freien Trägern der Jugendhilfe mit 
verschiedenen Maßnahmen auf die bevorstehenden Karnevalstage vor, um Kinder und Ju-
gendliche sowie Erziehungsberechtigte in Bezug auf die gesundheitsgefährdenden Begleiter-
scheinungen wie exzessivem Alkohol- oder Substanzkonsum zu warnen und zu schützen und 
für die Folgen von grenzüberschreitendem Verhalten zu sensibilisieren, wie es besonders in 
den Party-Hotspots zunehmend zu beobachten ist.  
 
Streetwork:  
512/20 Streetwork Köln (Kooperation von Stadt Köln und Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln 
e.V.) wird an Weiberfastnacht (16.02.23) und Rosenmontag (20.02.23) von 10 Uhr bis 20 Uhr 
an folgenden Orten präsent sein: 
Team 1: Altstadt (Dom/Hbf, Rheinufer, Heumarkt, Alter Markt und nähere Umgebung) 
Team 2: Kwartier Latäng (Zülpicher Straße zwischen Ring und Grüngürtel, Rathenauplatz, 
Roonstraße, Kyffhäuser Straße, Uni-Wiese) 
  
Das Gesamtteam wird an Weiberfastnacht 2023 mobil mit ca. 30 eingesetzten Street-
work*innen im Bereich Altstadt, Dom/Hauptbahnhof und Rheinufer  plus Zülpicher Viertel un-
terwegs sein. Diese Personenzahl setzt sich aus den hauptamtlichen Streetworker*innen (23) 
und zusätzlich engagierten Honorarkräften (7) zusammen. 
Die Kosten für die Honorarkräfte werden vom Festkomitee Kölner Karneval e.V. übernommen.  
Das Streetworkteam in der Altstadt wird zusätzlich zu dem mobilen Angebot eine Anlaufstelle 
haben. Hierzu werden, wie in den Jahren vor der Corona-Pandemie, am Fischmarkt zwei Pa-
villons aufgebaut, in denen die feiernden Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Pause 
machen können. Dort gibt es Getränke, warme Suppe, Snacks und ggf. Gesprächsangebote 
durch Streetwork. 4 Streetworker*innen sind durch ein Schichtsystem immer in den Pavillons 
anzutreffen. 
  
An Rosenmontag 2023 wird das zuständige Team (12 Streetworker*innen) von acht Hono-
rarkräften auf eine Teamstärke von insgesamt 20 Personen ergänzt. Die Einsatzzeit ist von 
10.00 Uhr – 20.00 Uhr. Die Einsatzorte (Altstadt und Kwartier Latäng) bleiben gleich. Das sta-
tionäre Angebot am Fischmarkt findet nur an Weiberfastnacht statt. Am Rosenmontag sind 
alle Streetworker*innen mobil im Einsatz.  
Im Rahmen der Kampagne „Keine Kurzen für Kurze“ haben die Streetworker*innen dabei ver-
stärkt die Vermeidung von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen 
zum Ziel. Die Streetworker*innen sind somit Ansprechpartner*in für Kinder, Jugendliche und 
junge Erwachsene, die offensichtlich zu viel Alkohol oder sonstige Substanzen konsumiert 
haben.

2 
 
Stark alkoholisierte oder verletzte Jugendliche werden zu den jeweiligen Versorgungzelten der 
Rettungsdienste begleitet oder der Sanitätsdienst wird direkt an den Standort gerufen. Street-
work Köln bietet hier also einen Schutzraum für junge Menschen, die Hilfe benötigen.   
Bei Bedarf können Folgetermine für eine weitere Beratung mit den Jugendlichen vereinbart 
werden. 
  
Suchtprävention im Rahmen der Kampagne „Keine Kurzen für Kurze“:  
Die Kampagne „Keine Kurzen für Kurze“ wird auch in der aktuellen Session in traditionellem 
Design (wie seit 2012), wenn auch mit überarbeiteten Daten und aktuellen Informationen in 
Abstimmung mit dem Ordnungsamt wieder aufgelegt. Damit werden Kneipen und Einzelhan-
del konkret darauf hingewiesen, im Rahmen des Jugendschutzes keinen Alkohol an Minder-
jährige abzugeben. Des Weiteren werden junge Menschen sensibilisiert, verantwortungsvoll 
mit ihrem Alkoholkonsum umzugehen. Unmittelbar vor dem 11.11.2022 haben Präventionsan-
sprachen bei den Kioskbesitzer*innen im Kwartier Latäng gemeinsam durch Ordnungsamt 
und Amt für Kinder, Jugend und Familie stattgefunden, um vor Ort für die besondere Proble-
matik bei feiernden Minderjährigen zu sensibilisieren.  
Eine neue Kampagne, die den aktuell gängigen Sprachgebrauch Jugendlicher und deren 
Konsumverhalten aufgreift, ist in Abstimmung mit dem Ordnungsamt für die nächste Session 
2023/2024 geplant.  
 
Informationskampagne „11er Rat“ 
Aktuell wird in Zusammenarbeit zwischen Drogenhilfe Köln e.V, Jugendverwaltung und dem 
Festkommitee Kölner Karneval der mehrsprachige Elternratgeber „11er Rat“ neu herausgege-
ben und über unterschiedliche Verteiler an interessierte Erziehungsberechtigte verteilt.  
 
Karnevalsparties abseits von den „Hot Spots“ 
Seit Jahren finden Karnevalsparties in etlichen Kölner Jugendeinrichtungen statt, dies aber 
nicht mit dem Anspruch, ein explizites Alternativ-Angebot zu den Feier-Hotspots in der Innen-
stadt zu bilden. Der suchtpräventive Ansatz steht hier ebenso im Vordergrund sowie die Mög-
lichkeit für die Jugendlichen, in ihrem „Veedel“ und in einem geschützten Umfeld zu feiern.  
 
Kölns größte alkoholfreie Karnevalsparty „KölleAlarm“ findet in diesem Jahr ebenfalls wieder 
in einem großen Kölner Hotel (Deutz/Messe) statt. Beim dortigen Programmangebot feiern 
750 Kinder und Jugendliche den Kölner Karneval ohne Alkohol. Veranstalter ist der Verein 
KölleAlarm e.V., der sich damit an Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren richtet und aktiv 
zur Brauchtumspflege beiträgt.  
 
Ganzjährig verstetigte Konzepte und Maßnahmen:  
Seit vielen Jahren bietet der Träger Drogenhilfe Köln e.V. mit Unterstützung der Stadt Köln 
und in enger Abstimmung mit dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße die Umsetzung 
bzw. Durchführung des Konzeptes "Hart am Limit " (HaLt) an. Hervorgegangen ist das erfolg-
reiche Regelangebot aus einem bundesweiten Modellprojekt, das in Deutschland seit 2004 an 
zahlreichen Standorten wissenschaftlich begleitet und in der Praxis erprobt wurde, um Er-
scheinungen wie "Koma-Saufen" oder "Binge-Drinking" vorzubeugen. Ziel des Programms ist 
es, ganzjährig Jugendliche und Eltern möglichst noch im Krankenhaus ein Gesprächsangebot 
mit der Methode der Motivierenden Kurzintervention zu machen. Später folgt ein Risikocheck 
mit Jugendlichen als Gruppenangebot. 
HaLt besteht aus einem pro-aktiven Konzeptteil (Repression durch Ordnungsbehörde und 
Polizei sowie Fortbildungen an Schulen) und einem reaktiven Konzeptteil (Gespräch mit Ju-
gendlichen und Eltern nach Alkoholintoxikation). Der pro-aktive Konzeptteil von HaLt wird in 
Köln durch die Kampagne „Keine Kurzen für Kurze“ und durch Fortbildungsangebote an Schu-
len abgebildet – zum Sachstand sh. oben. Der reaktive Konzeptteil liegt - unterstützt mit städ-
tischen Zuschüssen - in der Hand der Drogenhilfe Köln.  
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

31.01.2023 Jugendhilfeausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0374/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
27.01.2023
Erstellt
24.01.2023 18:36