AN/0864/2020
Ein Radiomuseum ins historische WERAG-Funkhaus, Raderthal
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage Vorabauszug Rat 10.09.2020
695 Zeichen
Geschäftsführung Rat Frau Lange Telefon: (0221) 221-22058 Fax : (0221) 221-26570 E-Mail: maria.lange@stadt-koeln.de Datum: 11.09.2020 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 62. Sitzung des Rates vom 10.09.2020 öffentlich 3.1.6 Antrag der FDP-Fraktion und von RM Wortmann (Freie Wähler Köln) betreffend "Ein Radiomuseum ins historische WERAG-Funkhaus, Ra- derthal" AN/0864/2020 Beschluss: Der Antrag wird in den Ausschuss für Kunst und Kultur als zuständigen Fach- ausschuss verwiesen. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt. ___________ Anmerkung: Verweisung auf Antrag von RM Dr. Elster, unterstützt von den Fraktionen SPD und Bündnis 90/ Die Grünen)
Gem. Antrag nach § 3 (FW)
6654 Zeichen
Fraktion der FDP im Kölner Rat Freie Wähler Köln An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Frau Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 23.06.2020 AN/0864/2020 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 10.09.2020 Ausschuss für Kunst und Kultur 27.04.2021 Ein Radiomuseum ins historische WERAG-Funkhaus, Raderthal Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, Wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 10.09.2020 zu setzen. Köln ist eine traditionsreiche Medienstadt. Hier wurde Rundfunkgeschichte geschrieben. In Raderthal entstand im Jahre 1927 das von Theodor Wilkens entworfene Rundfunkgebäude der Westdeutschen Rundfunk AG (WERAG), der Vorläuferin des WDR. Das Gebäude ist im Stil des „Neuen Bauens“ gestaltet und zeigt eine ans Bauhaus angelehnte Architektur. Kon- rad Adenauer hatte die WERAG nach Köln geholt und das Gebäude am Rande des von Fritz Encke geschaffenen Volksparks errichten lassen. Heute steht das Ensemble unter Denkmal- schutz und befindet sich im Eigentum der Stadt Köln. Nach mehreren unterschiedlichen Nut- zungen in der Vergangenheit steht es seit drei Jahren leer. Beschluss: Der Rat beauftragt die Verwaltung, mit einer zu gründenden Trägerkörperschaft für das Ra- diomuseum einen Vertrag über eine unentgeltliche Nutzungsüberlassung des Komplexes historisches Funkhaus in der Hitzeler Str. 125, 50968 Raderthal, mit dem zugehörigen Ge- lände für 25 Jahre auszuarbeiten und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen. Der Ver- trag soll so abgefasst werden, dass die vorgenannte Körperschaft vom Zeitpunkt des Ab- schlusses an gerechnet 3 Jahre Zeit hat, die nötigen Mittel für das Radiomuseum zu akqui- rieren. Bis dahin soll das Museumsprojekt Vorrang vor eventuellen privaten Investoreninte- ressen erhalten. Begründung: Vor zwei Jahren bildete sich ein Netzwerk von Vereinen, Initiativen, Organisationen und Ein- zelpersonen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das historische Funkhaus zu erhalten und einer denkmalnahen Nutzung zuzuführen. Dabei entstand die Idee, den in Köln vorhandenen einzigartigen Sammlungen von Geräten und Anlagenteilen aus der Frühzeit des Rundfunks und der damit in Zusammenhang stehenden spezifischen Medientechnologie einen Standort im WERAG-Gebäude zu bieten. Diese Sammlungen sind von ihren Eigentümern (Privatper- - 2 - sonen und Vereine) oft nur unzureichend untergebracht und der Öffentlichkeit nicht zugäng- lich, stellen aber für den historisch gewachsenen Medienstandort Köln ein wichtiges kulturel- les Erbe dar. Zu den Vereinen und Initiativen, die das Projekt unterstützen, gehören u.a. der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (der das Funkhaus zum Denkmal des Monats erklärte), die Fördergesellschaft Radio- und Tonbandmuseum e.V., der Bürgerverein Raderberg und –thal e.V. und die Nachbarschaftsinitiative „Englische Siedlung“. Von den unterstützenden ca. 100 Einzelpersonen (siehe radiomuseuminsfunkhaus.de) seien beispiel- haft genannt: Dr. Volker Hauff (Bundesminister a.D.), Dr. Ulrich Krings (Stadtkonservator a.D.), Dr. Martin Stankowski (Stadthistoriker), Hermann Broich (Betreiber des CD-Museums) und Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller (Präsident „Die Große von 1823,Karnevalsgesellschaft e.V., Köln“) Prof. Dr. Norbert Schöndeling (Direktor des Instituts für Baugeschichte und Denkmalpflege der Fakultät für Architektur der TH Köln) und seine Kollegin Prof. Dipl.-Ing. Eva Maria Pape (Leiterin des Instituts für Energieeffiziente Architektur der Fakultät für Architektur der TH Köln) unterstützen das Vorhaben, indem sie im Zuge einer Bauaufnahme digitale Pläne für das Gebäude erstellen ließen. Darüber hinaus motivierten sie ihre Studierenden, Semester- arbeiten (Master-Studiengang) mit Ideen und Entwürfen für eine denkmalgerechte Umgestal- tung des historischen Komplexes für Museumszwecke zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeiten – mit Modellen und Zeichnungen – wurden am 13. März 2020 in der Technischen Hochschule Köln in Anwesenheit des Rodenkirchener Bezirksbürgermeisters Mike Homann der Öffentlichkeit vorgestellt. Die geplante anschließende Präsentation der Ausstellung im Be- zirksrathaus Rodenkirchen und die Publikation der Entwürfe mussten wegen der Corona- Einschränkungen zurückgestellt werden. Auf der Grundlage der dokumentierten Entwürfe wird das Netzwerk „Radiomuseum ins Funkhaus“ ein Umbau- und Betriebskonzept für das geplante Museum erstellen und die zu erwartenden Investitions- und Betriebskosten kalkulieren. An diesem Konzept wird Andreas Waschk, der Chef des Odysseums, als erfahrener Betreiber von Freizeiteinrichtungen und Museen mitwirken. Das Betriebskonzept soll sich an modernen Präsentations- und Rezepti- onstechniken orientieren und rund um das Thema Radio die Herkunft, Entwicklung und Zu- kunftsperspektiven der Informationsgesellschaft erleb- und begreifbar machen. Dabei geht es um ein interaktives Ausstellungskonzept, welches mit einer attraktiven Mischung aus his- torischen Apparaten und modernen Medien vor allem Jugendliche anspricht und ihnen Medi- enkompetenz vermittelt. Gleichzeitig wird das Haus auch multifunktionale Räumlichkeiten für die Vereine und Bürger der Stadtteile Raderthal und Raderberg bieten. In beiden Stadtteilen fehlen bisher Möglich- keiten, sich zu treffen und gemeinsame Aktivitäten zu entfalten. Die Räume werden so kon- zipiert, dass nachbarschaftsfördernde Veranstaltungen dort stattfinden können (z.B. Senio- ren-Computerkurse, Geschichtswerkstätten usw.). Es ist nicht beabsichtigt, von der Stadt Köln finanzielle Unterstützung in Anspruch zu neh- men, sondern andere öffentliche Zuwendungsgeber, Sponsoren und Stiftungen sollen zur Finanzierung des Vorhabens gewonnen werden. Eine solche Akquise von Drittmitteln ist aber erfahrungsgemäß nur erfolgreich, wenn die Unterstützung des Vorhabens in geeigneter Form zum Ausdruck gebracht wird. Das Netzwerk „Radiomuseum ins Funkhaus“ sieht eine solche Unterstützung durch die Stadt Köln in einer unentgeltlichen Gebrauchsüberlassung des historischen Funkhauskomplexes für mindestens 25 Jahre. Im Gegenzug gibt sich das Netzwerk für die Abwicklung des Investitions- und Betriebsvorhabens eine transparente, ge- eignete Gesellschaftsform (Verein, gGmbH, Genossenschaft oder Stiftung), um gegenüber - 3 - der Stadt und Zuwendungsgebern als verbindlicher Partner agieren zu können. Mit freundlichen Grüßen gez. Ulrich Breite gez. Walter Wortmann FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ratsmitglied Freie Wähler Köln
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0864/2020
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (FW)
- Datum
- 24.03.2021
- Erstellt
- 23.06.2020 15:50