V/0048/2026
"Unfallhäufungsstelle Kreisverkehr V. -Esmarch-Straße/Busso-Peus-Straße/Roxeler Straße -
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Anlage zur V_0048_2026_Schlussbericht
150985 Zeichen
Verkehrsuntersuchung
zum Kreisverkehr
Von-Esmarch-Straße
in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Auftraggeber:
Stadt Münster
Amt für Mobilität und Tiefbau
Albersloher Weg 33
48155 Münster
Auftragnehmer:
Brilon Bondzio Weiser
Ingenieurgesellschaft mbH
Konrad-Zuse-Straße 18
44801 Bochum
Tel.: 0234 / 97 66 000
Fax: 0234 / 97 66 0016
E-Mail: info@bbwgmbh.de
Bearbeitung:
Dr.-Ing. Lothar Bondzio
M.Sc. Anna Kalfhues
Projektnummer:
3.2925
D
atum:
22. Januar 2026
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 1
Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangssituation und Aufgabenstellung ................................ ................................ ........... 3
2 Methodik ................................ ................................ ................................ ................................ .... 5
2.1 Nachweis der Qualität des Verkehrsablaufs gemäß HBS 2015........................................................ 5
2.2 Mikroskopische Verkehrsflusssimulation ........................................................................................ 8
3 Analyse und Bewertung der heutigen Verkehrssituation ................................ ..................12
3.1 Bestandsaufnahme ............................................................................................................................ 12
3.1.1 Struktur des umliegenden Straßennetzes ........................................................................... 12
3.1.2 Erschließung im Fuß- und Radverkehr ................................................................................. 14
3.1.3 Erschließung im öffentlichen Personennahverkehr ........................................................... 14
3.2 Verkehrsbelastungen ........................................................................................................................ 15
3.3 Unfallanalyse ...................................................................................................................................... 22
3.4 Bewertung des Straßenraums .......................................................................................................... 25
3.4.1 Verträglichkeit der Verkehrsbelastungen............................................................................ 25
3.4.2 Radverkehrsführung ............................................................................................................... 26
3.5 Bewertung der heutigen Verkehrsqualität ...................................................................................... 28
4 Verkehrsprognose ................................ ................................ ................................ ...................30
4.1 Methodik ............................................................................................................................................. 30
4.2 Verkehrsprognose der Stadt Münster ............................................................................................. 30
4.2.1 Urbanes Wissensquartier ....................................................................................................... 30
4.2.2 Entwicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm ............................................................... 32
4.2.3 Verkehrserzeugung ................................................................................................................ 33
4.3 Maßgebendes Verkehrsaufkommen ............................................................................................... 35
5 Variantenuntersuchung ................................ ................................ ................................ ..........38
5.1 Beschreibung des Varianten ............................................................................................................. 39
5.1.1 Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen .... 39
5.1.2 Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr ....... 40
5.1.3 Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage ......................................................................... 42
5.2 Bewertung der Verkehrsqualität im Netzzusammenhang (Mikrosimulation) ............................ 44
5.2.1 Variante 1 ................................................................................................................................. 45
5.2.2 Variante 2 ................................................................................................................................. 50
5.2.3 Variante 3 ................................................................................................................................. 53
5.3 Ganzheitliche Bewertung der Varianten ......................................................................................... 56
5.3.1 Methodik .................................................................................................................................. 56
5.3.2 Verkehrssicherheit ................................................................................................................. 56
5.3.3 Verkehrsqualität Kfz-Verkehr ............................................................................................... 57
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5.3.4 Verkehrsqualität Radverkehr................................................................................................. 57
5.3.5 Sicherheit gegenüber Verkehrsschwankungen .................................................................. 58
5.3.6 Akzeptanz ................................................................................................................................ 58
5.3.7 Zusammenfassende Bewertung ........................................................................................... 59
6 Zusammenfassung und gutachterliche Stellungnahme ................................ ....................60
Literaturverzeichnis ................................ ................................ ................................ ........................... 62
Anlagenverzeichnis ................................ ................................ ................................ ........................... 63
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 3
1 Ausgangssituation und Aufgabenstellung
Die Stadt Münster plant die Umgestaltung des Knotenpunktes Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße /
Busso-Peus-Straße. Derzeit ist der Knotenpunkt als einstreifiger Kreisverkehr mit umlaufenden Radver-
kehrsanlagen ausgebaut.
Der Knotenpunkt befindet sich westlich der Innenstadt und besitzt eine hohe verkehrliche Bedeutung im
Straßennetz. Er verbindet die Stadtteile Gievenbeck und Roxel mit der Innenstadt. In nördlicher Richtung
besteht eine direkte Anbindung an die Bundesstraße B 54, die zur Autobahn A 1 führt. Zudem liegt der Kno-
tenpunkt im Urbanen Wissensquartier (UWQ), ein großflächiges Gebiet im westlichen Stadtgebiet, welches
durch Forschung, Wissenschaft und Lehre geprägt ist. Unmittelbar an den Knotenpunkt grenzt ein Berei ch
des Urbanen Wissensquartiers in dem Teile der Universität, der Hochschule, der Universitätsklinik sowie
verschiedene gewerbliche Nutzungen angesiedelt sind.
Abbildung 1 zeigt die Lage des Knotenpunktes im Netzzusammenhang.
Abbildung 1: Untersuchungsgebiet (Kartengrundlage: [1])
Eine Auswertung des Unfallgeschehens der letzten Jahre zeigt, dass der Knotenpunkt als Unfallhäufungs-
stelle einzustufen ist. Besonders häufig tr aten Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern auf: Bei rund 60 %
der in den Jahren 2020 bis 2024 registrierten Unfällen war mindestens eine radfahrende Person beteiligt.
Zudem werden im direkten Umfeld des Knotenpunktes sowie in den angrenzenden Stadtteilen verschie-
dene bestehende Gebiete erweitert und neue Flächen erschlossen. Dadurch ist künftig mit einer deutlichen
Zunahme des Verkehrsaufkommens am Knotenpunkt Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-
Straße zu rechnen. Bereits vorangegangene Verkehrsuntersuchungen haben für den heutigen Ausbaustand
ein Kapazitätsdefizit im Prognosejahr 2035 festgestellt.
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Aufgrund der Unfallhäufung und der zu erwartenden Verkehrssteigerung ist eine Umgestaltung des Kno-
tenpunktes vorgesehen. Hierfür bestehen aktuell 3 Varianten:
• Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
• Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
• Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
Die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft mbH wurde von der Stadt Münster mit einer Verkehrsun-
tersuchung beauftragt. Ziel der Untersuchung ist es, das von der Stadt prognostizierte zukünftige
Verkehrsaufkommen zu überprüfen und ggf. neu herzuleiten. Zudem sollen die Auswirkungen des Mehr-
verkehrs ermittelt werden. Im Rahmen der Variantenuntersuchung werden die drei Varianten des
Knotenpunktes mittels Mikrosimulation bewertet, um die zukünftige Verkehrssituation hinsichtlich Funkti-
onsfähigkeit und Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden beurteilen zu können.
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2 Methodik
2.1 Nachweis der Qualität des Verkehrsablaufs gemäß HBS 2015
Die Verkehrsqualität von einzelnen Knotenpunkten kann mit den Berechnungsverfahren aus dem Hand-
buch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) [2]ermittelt werden.
Knotenpunkt mit Lichtsignalanlage
Die Kapazität und die Qualität des Verkehrsablaufs an signalisierten Knotenpunkten wurden gemäß dem in
Kapitel S4 im Teil S – Stadtstraßen des HBS [2] dokumentierten Berechnungsverfahren ermittelt. Dazu wurde
das Programm LISA+ verwendet.
Kreisverkehr
Die Kapazität und die Qualität des Verkehrsablaufs an dem Kreisverkehr wurde gemäß dem in Kapitel S5 im
Teil S – Stadtstraßen des HBS [2] dokumentierten Berechnungsverfahrens ermittelt. Dazu wurde das Pro-
gramm KREISEL verwendet.
Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs
Für den Kraftfahrzeugverkehr wird die Qualität des Verkehrsablaufs in den einzelnen Zufahrten nach der
Größe der mittleren Wartezeit beurteilt und festgelegten Qualitätsstufen zugeordnet. Dabei ist an vorfahrt-
geregelten Knotenpunkten der Strom mit der größten mittleren Wartezeit maßgebend für die Einstufung
des gesamten Knotenpunktes. An signalgesteuerten Knotenpunkten wird der Fahrstreifen mit der größten
mittleren Wartezeit für die Einstufung des gesamten Knotenpunkts herangezogen.
Tabelle 1: Grenzwerte für die Stufen der Verkehrsqualität an Knotenpunkten im Kfz-Verkehr gemäß HBS [2]
Qualitätsstufe
(QSV)
Kfz-Verkehr
mittlere Wartezeit tw [s]
Knotenpunkt mit
Lichtsignalanlage
Vorfahrtgeregelter
Knotenpunkt
A ≤ 20 ≤ 10
B ≤ 35 ≤ 20
C ≤ 50 ≤ 30
D ≤ 70 ≤ 45
E > 70 > 45
F Auslastungsgrad > 1
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Auch für den Fußgänger- und Radverkehr wird die Qualität des Verkehrsablaufes anhand der Wartezeit be-
urteilt und festgelegten Qualitätsstufen zugeordnet (vgl. Tabelle 2). Für die Einstufung an Knotenpunkten
mit Lichtsignalanlagen ist der Fußgänger- oder Radverkehrsstrom mit der maximalen Wartezeit und an vor-
fahrtgeregelten Knotenpunkten mit der größten mittleren Wartezeit bei der Querung einer Zufahrt
maßgebend.
Tabelle 2: Grenzwerte für die Stufen der Verkehrsqualität an Knotenpunkten im Fuß- und Radverkehr gemäß HBS [2]
Qualitätsstufe
(QSV)
Fuß- und Radverkehr
maximale Wartezeit tw, max [s]
Fuß- und Radverkehr
mittlere Wartezeit tw [s]
Knotenpunkt mit
Lichtsignalanlage
Vorfahrtgeregelter
Knotenpunkt
A ≤ 30 ≤ 5
B ≤ 40 ≤ 10
C ≤ 55 ≤ 15
D ≤ 70 ≤ 25
E ≤ 85 ≤ 35
F > 85 > 35
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Die zur Bewertung des Verkehrsablaufs herangezogenen Qualitätsstufen entsprechen den Empfehlungen
gemäß HBS [2]. Die Qualitätsstufen lassen sich wie folgt charakterisieren.
Tabelle 3: Beschreibung der Qualitätsstufen gemäß HBS [2]
Stufe
Vorfahrtgeregelter
Knotenpunkt
Knotenpunkt
mit Lichtsignalanlage
Qualität des Ver-
kehrsablaufs
A
Die Mehrzahl der Verkehrsbeteiligten kann den
Knotenpunkt nahezu ungehindert passieren. Die
Wartezeiten sind sehr gering.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten sehr kurz. sehr gut
B
Die Abflussmöglichkeiten der wartepflichtigen
Verkehrsströme werden vom bevorrechtigten
Verkehr beeinflusst. Die dabei entstehenden
Wartezeiten sind gering.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten kurz. Alle während
der Sperrzeit auf dem betrachteten Fahrstrei-
fen ankommenden Kraftfahrzeuge können in
der nach folgenden Freigabezeit weiterfahren.
gut
C
Die Verkehrsbeteiligten in den Nebenströmen
müssen auf eine merkbare Anzahl von bevor-
rechtigten Verkehrsbeteiligten achten. Die
Wartezeiten sind spürbar. Es kommt zur Bildung
von Stau, der jedoch weder hinsichtlich seiner
räumlichen Ausdehnung noch bezügli ch der
zeitlichen Dauer eine starke Beeinträchtigung
darstellt.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten spürbar. Nahezu alle
während der Sperrzeit auf dem betrachteten
Fahrstreifen ankommenden Kraftfahrzeuge
können in der nachfolgenden Freigabezeit
weiterfahren. Auf dem betrachteten Fahrstr ei-
fen tritt im Kfz -Verkehr am Ende der
Freigabezeit nur gelegentlich ein Rückstau auf.
befriedigend
D
Die Mehrzahl der Verkehrsbeteiligten in den Ne-
benströmen muss Haltevorgänge, verbunden
mit deutlichen Zeitverlusten, hinnehmen. Für
einzelne Verkehrsbeteiligte können die Warte-
zeiten hohe Werte annehmen. Auch wenn sich
vorübergehend ein merklicher Stau in einem Ne-
benstrom ergeben hat, bildet sich dieser wieder
zurück. Der Verkehrszustand ist noch stabil.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten beträchtlich. Auf dem
betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz -Verkehr
am Ende der Freigabezeit häufig ein Rückstau
auf.
ausreichend
E
Es bilden sich Staus, die sich bei der vorhandenen
Belastung nicht mehr abbauen. Die Wartezeiten
nehmen sehr große und dabei stark streuende
Werte an. Geringfügige Verschlechterungen der
Einflussgrößen können zum Verkehrszusam-
menbruch führen. Die Kapazität wird erreicht.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten lang. Auf dem
betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz -Verkehr
am Ende der Freigabezeit in den meisten Um-
läufen ein Rückstau auf.
mangelhaft
F
Die Anzahl der Verkehrsbeteiligten, die in einem
Verkehrsstrom dem Knotenpunkt je Zeiteinheit
zufließen, ist über eine Stunde größer als die Ka-
pazität für diesen Verkehrsstrom. Es bilden sich
lange, ständig wachsende Staus mit besonders
hohen Wartezeiten. Diese Situation löst sich erst
nach einer deutlichen Abnahme der Verkehrs-
stärken im zufließenden Verkehr wieder auf. Der
Knotenpunkt ist überlastet.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten sehr lang. Auf dem
betrachteten Fahrstreifen wird die Kapazität im
Kfz-Verkehr überschritten. Der Rückstau
wächst stetig. Die Kraftfahrzeuge müssen bis
zur Weiterfahrt mehrfach vorrücken.
ungenügend
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2.2 Mikroskopische Verkehrsflusssimulation
Einsatzgebiet
Die Berechnungsverfahren aus dem HBS [2] berücksichtigen eine zufällige Ankunftsverteilung an Einzel-
knotenpunkten. Für komplexe Knotenpunkte und für Knotenpunktsysteme (eng benachbarte
Knotenpunkte) erlauben diese Verfahren nur eine überschlägige Beurteilung der Verkehrsqualität. Die ver-
kehrstechnische Funktionsfähigkeit kann nur mit Hilfe der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation
vollständig überprüft und nachgewiesen werden.
Im HBS [2] heißt es dazu unter Ziffer 3.3:
„Zur Beurteilung von Situationen, die außerhalb des Gültigkeitsbereichs des HBS liegen – dazu gehören
komplexe bauliche Gegebenheiten und Wechselwirkungen benachbarter Verkehrsanlagen ebenso wie be-
sondere Kombinationen der Verkehrsnachfrage oder überlastet e Verkehrsanlagen – kann die Anwendung
der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation (Mikrosimulation) sinnvoll sein.“
Die Verkehrsflusssimulation bietet die Möglichkeit, verschiedene Verkehrsführungen sowie unterschiedli-
che Signalisierungskonzepte an einzelnen Knotenpunkten bereits in einer frühen Planungsphase im
Netzzusammenhang auf ihre verkehrstechnische Funktionsfähi gkeit zu prüfen und die erforderliche Geo-
metrie auf Grundlage der maßgebenden Verkehrsbelastungen herzuleiten.
Als Ergebnisse dieses Arbeitsschrittes werden neben detaillierten statistischen Auswertungen zu den anfal-
lenden Verlustzeiten der Verkehrsteilnehmer auch Videodateien übergeben, die auf jedem PC mit dem
Betriebssystem Windows abgespielt werden können und d ie erfahrungsgemäß besonders gut geeignet
sind, die Zusammenhänge zwischen Verkehrsstärke, Kapazität, Verlustzeiten und Rückstaulängen in einer
auch für Nichtfachleute anschaulichen Weise darzustellen.
Methodik
Die Verkehrsflusssimulation wurde mit dem Programm VISSIM 202 5 der PTV AG durchgeführt. Dabei han-
delt es sich um ein mikroskopisches, zeitschrittorientiertes und verhaltensbasiertes Simulationsmodell.
Mit Hilfe dieses Programms können Verkehrsabläufe unter verschiedenen Randbedingungen (Fahrstreifen-
aufteilung, Verkehrszusammensetzung, Lichtsignalsteuerung etc.) simuliert werden. So lassen sich
alternative Planungsvarianten (unterschiedliche Knotenpunkta usbauformen, Belastungsfälle, Signalisie-
rungskonzepte), sowie eine realitätsnahe Überprüfung einer Signalsteuerung bereits vor der Umsetzung
von baulichen und betrieblichen Maßnahmen prüfen und bewerten. Darüber hinaus können die Wechsel-
wirkungen zwischen benachbarten Knotenpunkten in der Auswertung verkehrstechnischer Kennziffern
(z.B. mittlere Verlustzeiten oder Rückstaulängen) berücksichtigt werden.
Aufgrund der Zufälligkeiten innerhalb der Simulation (z. B. Verteilung der Fahrzeugankünfte und der Rich-
tungsentscheidungen) führen Simulationsläufe mit verschiedenen Startzufallszahlen zu unterschiedlichen
Ergebnissen. Daher wurde jede Simulation mit mindestens 20 unterschiedlichen Startzufallszahlen durch-
geführt.
Die ermittelten Kenngrößen der Verkehrsqualität (Reisezeiten, Verlustzeiten, Rückstaulängen, Verkehrs-
stärken) aller durchgeführten Simulationsläufe wurden anschließend gemittelt. Auf diese Weise ist
sichergestellt, dass eventuelle Ausreißer, die sich durch eine ungünstige Kombination bestimmter Simula-
tionsparameter ergeben, nicht zu stark ins Gewicht fallen. Stattdessen wird so ein gesichertes und stabiles
Ergebnis erreicht.
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Die Durchführung der Verkehrsflusssimulation erfolgte unter Berücksichtigung des Merkblatts „Hinweise
zur mikroskopischen Verkehrsflusssimulation – Grundlagen und Anwendung“ [1].
Aufbau des Simulationsmodells
Ein Simulationsmodell besteht aus einem Netzmodell (Abbildung der Verkehrsinfrastruktur), der Verkehrs-
nachfrage und den vorhandenen Signalsteuerungen.
Im vorliegenden Fall wurde das Netzmodell auf Grundlage eines Lageplans für die bestehende Verkehrs-
führung erstellt. Der Lageplan selbst basiert auf Orthofotos (georeferenzierte maßstabsgerechte Luftbilder).
Das Netzmodell enthält alle erforderlichen Strecken mit den jeweiligen Eigenschaften (Radius, Längsnei-
gung, Geschwindigkeitsverteilung, Vorfahrtregeln, Sättigungsverkehrsstärke etc.).
Abbildung 2: Netzmodell (blaue Streckenlinien) des untersuchten Knotenpunktes (Kartengrundlage: [4])
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Verkehrsnachfrage
Die maßgebende Verkehrsnachfrage für die heutige Verkehrssituation (Analysefall) wurde auf Basis der
durchgeführten Verkehrszählungen hergeleitet und in Form von Quelle-Ziel-Matrizen jeweils für den Pkw-
und den Lkw-Verkehr sowie für die maßgebenden Spitzenstunden am Werktag (Morgen- und Nachmittags-
spitze) zusammengefasst.
Die maßgebende Verkehrsnachfrage für die zukünftige Verkehrssituation (Prognosefall) wurde auf Basis der
bereitgestellten Prognosedaten hergeleitet und ebenfalls in Form von Quelle-Ziel-Matrizen jeweils für den
Pkw- und den Lkw-Verkehr sowie für die maßgebenden Spitzenstunden am Werktag (Morgen - und Nach-
mittagsspitze) zusammengefasst.
Das Verkehrsaufkommen im öffentlichen Personennahverkehr (Linienbusse) wurde entsprechend dem vor-
handenen Liniennetz fahrplantreu in das Simulationsmodell eingebaut.
Die Implementierung der Verkehrsnachfrage in das Modell erfolgte mithilfe von vorgegebenen Routen.
Diese manuelle Vorgabe der Routen ermöglicht eine detaillierte Kontrolle der im Netz gefahrenen Wege.
Simulationszeitraum
In der vorliegenden Situation wurden sowohl im Analysefall als auch im Prognosefall die maßgebende n
werktäglichen Spitzenstunden (Morgen- und Nachmittagsspitze) für den Nachweis der Funktionsfähigkeit
geprüft.
Als Simulationszeitraum wurden für diese Spitzenstunde n jeweils insgesamt 4.800 Sekunden (= 1:20 Std.)
definiert. Der Simulationszeitraum setzt sich aus einem Vorlaufzeitraum (600 Sekunden = 10 min), dem ei-
gentlichen Untersuchungszeitraum (3.600 Sekunden = 1 Std.) und einem Nachlaufzeitraum (600 Sekunden =
10 min) zusammen.
Kalibrierung
Nach Fertigstellung des Netzmodells und der Implementierung der Verkehrsnachfrage erfolgte zunächst
eine Fehlerkontrolle. Anhand mehrerer Testläufe wurde u. a. mit Hilfe der Visualisierung die Plausibilität des
Verkehrsablaufes geprüft und optimiert.
Anschließend wurden die veränderlichen Modellparameter (Streckeneigenschaften, Fahrverhalten etc.) an
die Örtlichkeit angepasst.
Grundsätzlich ist jedes Simulationsmodell mit einem Satz veränderlicher Parameter versehen, die vom Be-
nutzer eingestellt werden können. Die Kalibrierung stellt dabei den Vorgang dar, die veränderlichen
Modellparameter so anzupassen, dass die Simulation so gut wie möglich die in der Realität beobachteten
Verkehrsverhältnisse abbildet.
Im vorliegenden Fall erfolgte die Kalibrierung des Modells über vor Ort gemessene Parameter wie Verkehrs-
stärken, Rückstaulängen, Zeitbedarfswerte und gefahrene Geschwindigkeiten.
Als Einflussgrößen für das Fahrverhalten gelten die folgenden Parameter:
• Geschwindigkeitsverteilung (Pkw, Lkw)
• Zeitlücken an Konfliktpunkten (z. B. an Knotenpunkten)
• Sättigungsverkehrsstärke einer Strecke (z. B. Zeitbedarfswerte)
• Fahrverhalten auf einer Strecke (z. B. Abstandsverhalten)
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• Fahrstreifenwechselverhalten bei mehrstreifigen Strecken
• Fahrverhalten an einer Lichtsignalanlage (z. B. Gelb- / Rotfahrer, Zeitbedarfswerte, Abstand)
Im Rahmen der Kalibrierung wurden zahlreiche Simulationsläufe mit unterschiedlichen Startzufallszahlen
durchgeführt und statistisch ausgewertet.
Nach Abschluss der Kalibrierung lag ein bestmöglich angepasstes Simulationsmodell für den Untersu-
chungsbereich in der Spitzenstunde vor, das als Grundlage für die vorliegende Verkehrsuntersuchung
herangezogen werden konnte.
Auswertung
Bei der vorliegenden Simulationsuntersuchung war es notwendig, die zukünftige Situation qualitativ und
quantitativ zu beurteilen. Dazu wurden die folgenden verkehrlichen Kenngrößen ausgewertet:
• Verkehrsstärken
Über die Definition von Messquerschnitten auf einer einzelnen Strecke kann an jeder Stelle im Netz
eine Auswertung der Verkehrsstärken getrennt nach Fahrzeugarten in frei definierbaren Zeitab-
schnitten erfolgen. Somit lassen sich auf diesem Wege Kenngrößen wie Verkehrsstärke und
Kapazität eines Fahrstreifens ableiten.
• Reisezeiten
Bei der Messung der Reisezeiten werden die während eines Simulationslaufs auftretenden, mittle-
ren Reisezeiten protokolliert. Dafür ist es erforderlich, an geeigneten Stellen im Streckennetz
Querschnitte zu installieren. Es wird die durchschnittliche Fahrze it vom Überfahren des ersten
Querschnitts bis zum Überfahren des zweiten Querschnitts (einschließlich Haltezeiten) ermittelt.
Um einen sinnvollen Vergleich zwischen verschiedenen Verkehrsführungen oder Belastungsfällen
durchführen zu können, müssen die Querschnitte zur Reisezeitmessung in allen Simulationen an
derselben Stelle liegen.
• Verlustzeiten
Mithilfe der Reisezeitmessung können auch Verlustzeiten ausgewertet werden. Eine Verlustzeit-
messung ist dabei definiert als Kombination mehrerer Reisezeitmessungen. Dabei wird über alle
betrachteten Fahrzeuge auf einem oder mehreren Streckenabschnitten der mittlere Zeitverlust ge-
genüber einer idealen Fahrt (ohne andere Fahrzeuge, ohne Signalisierung) ermittelt.
Die Verlustzeit ist von der Definition her nicht identisch mit der mittleren Wartezeit, die auf Basis der
Warteschlangentheorie (z. B. in den Berechnungsverfahren aus dem HBS 2015) errechnet wird. Bei
der Anordnung geeigneter Messquerschnitte können die mittleren Verlustzeiten aus der Simulation
jedoch für die Bewertung der Verkehrsqualität gemäß den Grenzwerten aus dem HBS herangezo-
gen werden. Der bedeutende Vorteil ist dabei die Berücksichtigung aller auftretenden Einflüsse im
Straßennetz.
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3 Analyse und Bewertung der heutigen Verkehrssituation
3.1 Bestandsaufnahme
3.1.1 Struktur des umliegenden Straßennetzes
Der Kreisverkehr Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße liegt westlich der Innenstadt
von Münster. In westliche Richtung führt die Von -Esmarch-Straße in den Stadtteil Gievenbeck, während in
südliche Richtung der Stadtteil Roxel erreichbar ist. Nördlich des Kreisverkehrs befindet sich die Bundes-
straße B54. Die Busso -Peus-Straße führt in nördlicher Fahrtrichtung zur B54, über die eine direkte
Anbindung zur Autobahn A1 besteht.
Der Knotenpunkt liegt in einem Gebiet, welches durch Forschung, Wissenschaft und Lehre geprägt ist – das
Urbane Wissensquartier. Nordöstlich des Knotenpunktes befindet sich ein Teilbereich des Gebietes, in dem
Teile der Universität, der Hochschule, der Universitätsklinik sowie städtische Einrichtungen und verschie-
dene gewerbliche Nutzungen konzentriert angesiedelt sind. Unmittelbar östlich des Knotenpunktes
befindet sich die Zufahrt zum Parkplatz der Hautklinik der Universitätsklinik.
Die Von-Esmarch-Straße verläuft als Ost -West-Verbindung und ist gemäß RASt 06 [5] als Verbindungs-
straße zu klassifizieren. Über den südlichen Fahrbahnrand werden mehrere private Grundstücke
erschlossen. Im Bereich des Kreisverkehrs ist der Von-Esmarch-Straße sowohl eine Verbindungs- als auch
eine Erschließungsfunktion zuzuordnen. Die Fahrstreifenbreiten betragen bis zu 5,00 m und sind damit sehr
großzügig dimensioniert. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h. Im Seitenraum befinden
sich getrennte Geh- und Radwege.
Abbildung 3: Von-Esmarch-Straße, Blickrichtung Osten (22.08.2025, eigene Aufnahme)
Die Roxeler Straße und die Busso -Peus-Straße bilden eine Nord-Süd-Verbindung und sind nach RASt 06
[5] ebenfalls als Verbindungsstraßen einzuordnen. Im untersuchten Gebiet sind die beiden Straßen anbau-
freie Hauptverkehrsstraßen mit einer Verbindungsfunktion. Im Bereich des Kreisverkehrs ist der
Streckenzug als zweistreifige Fahrbahn mit Fahrstreifenbreiten von etwa 3,20 m ausgebaut. Die zulässige
Höchstgeschwindigkeit beträgt ebenfalls 50 km/h. In den Seitenräumen verlaufen gemeinsame Geh - und
Radwege.
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Abbildung 4: Busso-Peus-Straße, Blickrichtung Süden (22.08.2025, eigene Aufnahme)
Die beiden Straßenzüge kreuzen sich im Kreisverkehr, der als einstreifiger Kreisverkehr ausgebildet ist. Auch
die Zu- und Ausfahrten sind jeweils einstreifig ausgeführt. In jedem Knotenpunktarm befindet sich ein Fahr-
bahnteiler. Die Kreisfahrbahn einschließ lich des Innenrings weist eine Breite von 6,5 m auf, der
Außendurchmesser des Kreisverkehrs beträgt 34 m.
In der folgenden Abbildung ist ein Luftbild des Kreisverkehrs mit dem heutigen Ausbaustand dargestellt.
Abbildung 5: Luftbild des Knotenpunktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße [4]
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3.1.2 Erschließung im Fuß- und Radverkehr
Entlang der Von-Esmarch-Straße verlaufen im Seitenraum getrennte Geh- und Radwege. Lediglich ab dem
Kreisverkehr in Richtung Innenstadt ist ein Radfahrstreifen vorhanden. Die Radwege weisen eine Breite von
etwa 1,30 m auf und sind durch einen Sicherheitstrennstreifen von der Fahrbahn abgesetzt.
An der Roxeler Straße und der Busso -Peus-Straße bestehen gemeinsame Geh - und Radwege mit einer
Breite von rund 2,50 m. Diese Nebenanlagen sind durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Im
Bereich des Kreisverkehrs wird der gemeinsame Geh - und Radweg in einen getrennten Geh - und Radweg
überführt.
Im nordwestlichen Knotenpunktquadranten befindet sich ein gemeinsamer Geh - und Radweg (Appel-
breistiege). Dieser Weg ist etwa 2,00 m breit und führt vom Kreisverkehr Richtung Gievenbeck und trifft
zwischen der westlichen Von -Esmarch-Straße und der Busso -Peus-Straße auf den um den Kreisverkehr
führenden Gehweg.
Der Kreisverkehr selbst ist ebenfalls mit getrennten Geh - und Radwegen im Seitenraum ausgestattet. Über
die Nebenanlagen werden Radfahrer und Fußgänger um die Kreisfahrbahn geführt. Der Radweg ist dabei
etwa 1,80 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt und rund 1,60 m breit. Die nicht motorisierten Verkehrsteilneh-
mer werden über markierte Furten geführt und sind gegenüber dem Kfz-Verkehr bevorrechtigt. Den
Fußgängern stehen dabei in allen Knotenpunktarmen Fußgängerüberwege zur Verfügung.
3.1.3 Erschließung im öffentlichen Personennahverkehr
Etwa 80 bis 160 m östlich des Knotenpunktes befindet sich die Bushaltestelle „Hautklinik“. Diese wird von 4
Buslinien angefahren. Die Linien 5, 11 und 22 befahren die Von-Esmarch-Straße stadteinwärts und stadtaus-
wärts. Die Haltestelle „Hautklinik“ wird von den drei Linien Werktags zwischen ca. 7:00 Uhr und 20:00 Uhr in
einem 20-Minuten-Takt bedient. Im Nachtzeitraum verkehrt die Buslinie N80 auf der Von-Esmarch-Straße.
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3.2 Verkehrsbelastungen
Zur Bewertung der heutigen und zukünftigen Verkehrssituation waren Informationen zum heutigen Ver-
kehrsaufkommen erforderlich. Hierzu wurden am Mittwoch, den 25. Juni 2025 und am Donnerstag, den
26. Juni 2025 eine videogestützte Verkehrserhebung am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße
/ Busso-Peus-Straße durchgeführt. An beiden Zähltagen wurde das Verkehrsaufkommen jeweils über 24h
erhoben.
Bei beiden Zähltagen handelt es sich um Normalwerktage außerhalb der Schulferien. Im Umfeld des Vorha-
bengrundstücks fanden an den Tagen der Verkehrserhebung keine Baumaßnahmen statt, die einen Einfluss
auf das Verkehrsaufkommen am Kreisverkehr haben. Die Zählergebnisse können somit als repräsentativ für
das aktuelle Verkehrsaufkommen angesehen werden.
Im Rahmen der Verkehrserhebung wurden alle Fahrbeziehungen getrennt nach Fahrzeugarten (Radfahrer,
Krad, Pkw, Bus, Lkw, Lastzug) in 15 min-Intervallen erfasst. In Anlehnung an das HBS [2] wurde der Schwer-
verkehr (SV) im Rahmen der vorliegenden Verkehrsuntersuchung in die Fahrzeuggruppen Lkw1 (Bus und
Lkw) und Lkw2 (Lastzug) unterschieden.
Kfz-Verkehr
Die nachfolgenden Abbildungen ( Abbildung 6 und Abbildung 7) zeigen die erhobenen Verkehrsbelastun-
gen in Form einer Tagesganglinie (Kfz in schwarz / Schwerverkehr in weiß) für den untersuchten
Knotenpunkt an beiden Erhebungstagen. In den Tagesganglinien wurden die Summen der an den Knoten-
punkt zufahrenden Kfz- und Schwerverkehrsströme für die volle Stundenintervalle zusammengefasst.
Abbildung 6: Tagesganglinie des Kreisverkehrs im Analysefall (Mittwoch, 25.06.2025) [Kfz/h (SV/h)]
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Abbildung 7: Tagesganglinie des Kreisverkehrs im Analysefall (Donnerstag, 26.06.2025) [Kfz/h (SV/h)]
Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung traten die höchsten Kfz-Verkehrsbelastungen in den folgenden Spit-
zenstunden auf:
• Mittwoch, 25.06.2025 Morgenspitzenstunde: 07:45 bis 08:45 Uhr
Nachmittagsspitzenstunde: 15:15 bis 16:15 Uhr
• Donnerstag, 26.06.2025 Morgenspitzenstunde: 07:30 bis 08:30 Uhr
Nachmittagsspitzenstunde: 15:15 bis 16:15 Uhr
Bei den vorliegenden Spitzenstunden handelt es sich um gleitende Spitzenstunde n, sodass z. B. das Inter-
vall zwischen 07:45 und 08:45 Uhr höher belastet ist im Vergleich zu den vollen Stunden zwischen 07:00 und
08:00 Uhr bzw. 08:00 und 09:00 Uhr (in den zuvor aufgeführten Abbildungen dargestellt).
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Von Seiten der Stadt Münster wurden im Rahmen dieser Verkehrsuntersuchung Verkehrsdaten des Kno-
tenpunktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße zur Verfügung gestellt. Die Daten
entstammen aus vorrangegangenen Verkehrserhebungen, die im Januar 2020 und November 2023 durchge-
führt wurden.
In Tabelle 4 sind die Knotenpunktsummen der Verkehrserhebungen Januar 2020, November 2023 sowie der
beiden Erhebungen Juni 2025 dokumentiert.
Tabelle 4: Vergleich der Knotenpunktsummen
Verkehrserhebung
Morgen-
spitzenstunde
Nachmittags-
spitzenstunde
[Kfz/h] [Kfz/h]
Januar 2020 1.454 1.464
November 2023
Juni
1.247 1.467
Juni 2025 (Mittwoch) 1.232 1.226
Juni 2025 (Donnerstag) 1.282 1.364
In den folgenden Abbildungen sind die erhobenen Verkehrsbelastungen jedes Knotenpunktstroms doku-
mentiert.
In Abbildung 8 sind die Strombelastungen der jeweiligen Morgenspitzenstunde und in Abbildung 9 die der
jeweiligen Nachmittagsspitzenstunde der Zählungen aus Januar 2020, November 2023 und den beiden Zähl-
tagen im Juni 2025 dargestellt.
Abbildung 8: Vergleich der Strombelastungen in der Morgenspitzenstunde
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Abbildung 9: Vergleich der Strombelastungen in der Nachmittagsspitzenstunde
Der Vergleich der erhobenen Verkehrsbelastungen zeigt, dass im Januar 2020 die höchsten Verkehrsbelas-
tungen am Kreisverkehr Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße erfasst wurden. Im
Zeitraum von Januar 2020 bis Juni 2025 ist eine leichte Abnahme des Verkehrsaufkommens zu erkennen, was
im Gesamtkontext nachvollziehbar ist. Zum einen weisen Zählungen im Januar in der Regel ein etwas höhe-
res Kfz-Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den Sommermonaten auf, was auf die Witterungsverhältnisse
wie Schnee, Regen, Kälte und Dunkelheit zurückzuführen ist. Zum andern erfolgte die Zählung im Januar
2020 kurz vor Beginn der Corona -Pandemie, die das Verkehrsverhalten insbesondere durch vermehrtes
Homeoffice nachhaltig verändert hat.
Die aktuelle Erhebung aus Juni 2025 zeigt jedoch, dass sich die Verkehrsbelastungen wieder dem Niveau aus
Januar 2020 annähert. Dies trifft insbesondere auf den erhobenen Donnerstag, den 26. Juni 2025, zu. Beim
Vergleich der Erhebungen im Juni 2025 (Mittwoch und Donnerstag) fällt auf, dass der Mittwoch ein geringe-
res Kfz-Verkehrsaufkommen aufweist. Ursache dafür waren unterschiedliche Witterungsverhältnisse: Am
Mittwoch, den 25. Juni 2025 war es überwiegend trocken und am Donnerstag, den 26. Juni 2025 fiel leichter
Regen.
Radverkehr
Neben dem Kfz -Verkehr hat auch der Radverkehr eine hohe Bedeutung im Straßennetz. Zum einen ist
Münster eine Stadt mit einem besonders hohen Radverkehrsaufkommen und zum anderen beeinflusst das
Radverkehrsaufkommen besonders an dem Kreisverkehr Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -
Peus-Straße das Verkehrsgeschehe n. Daher wurde auch das Radverkehrsaufkommen im Rahmen der vi-
deogestützten Verkehrserhebung erhoben.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Die nachfolgenden Abbildungen ( Abbildung 10 und Abbildung 11) zeigen die querenden Radfahrer am
Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße in Form einer Tagesganglinie. In
den Tagesganglinien wurden die Summen Radfahrer pro Furt in 15-Minuten-Intervallen zusammengefasst.
Abbildung 10: Tagesganglinie der querenden Radfahrer im Analysefall (Mittwoch, 25.06.2025) [Rad/15min]
Abbildung 11: Tagesganglinie der querenden Radfahrer im Analysefall (Donnerstag, 26.06.2025) [Rad/15min]
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Es ist zu erkennen, dass besonders die parallel zur Von -Esmarch-Straße führenden Furten durch ein hohes
Radverkehrsaufkommen geprägt sind. Es besteht ein klar zu erkennender Richtungsüberhang. In den Mor-
genstunden fahren bis zu 150 Radfahrer /15 min stadteinwärts (blaue Linie) und in den Nachmittagsstunden
fahren bis zu 100 Radfahrer / 15 min stadtauswärts (gelbe Linie). Insgesamt wurde am Mittwoch ein höheres
Radverkehrsaufkommen erhoben. Dies ist auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Am Mittwoch,
den 25. Juni 2025 war es überwiegend trocken und am Donnerstag, den 26. Juni 2025 fiel leichter Regen.
Maßgebendes Verkehrsaufkommen
Für die weitere Bearbeitung wurden aufgrund des höheren Kfz -Verkehrsaufkommens die Daten des Don-
nerstags, den 26. Juni 2025, zugrunde gelegt. Diese Daten sind insgesamt als valide einzustufen.
Die Summe der am Knotenpunkt in den Spitzenstunden des Analysefalls (Donnerstag, 26. Juni 2025) zufah-
renden Fahrzeugströme sowie die querenden Fußgänger und Radfahrer sind in den folgenden Abbildungen
dargestellt.
Abbildung 12: Verkehrsbelastungen im Analysefall in der Morgenspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)] (Kartengrundlage: [1])
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Abbildung 13: Verkehrsbelastungen im Analysefall in der Nachmittagsspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
Die Radfahrenden auf den Radverkehrsanlagen sind in der folgenden Abbildung 14 dokumentiert. Dabei
sind die erhobenen Radfahrenden stromfein je nach Fahrbeziehung dargestellt. Neben den Radfahrenden
auf den straßenbegleitenden Radverkehrsanlangen wurden auch die Radfahrenden des gemeinsamen Geh-
und Radweges Appelbreistiege erhoben.
Abbildung 14: Radverkehrsaufkommen im Analysefall in der Morgen- und Nachmittagsspitzenstunde [Rad/h]
(Kartengrundlage: [1])
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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3.3 Unfallanalyse
Von Seiten der Stadt Münster wurden im Rahmen dieser Untersuchung Daten zum Unfallgeschehen bereit-
gestellt. Die Daten enthalten Unfalldatenblätter, Unfallprotokolle sowie Unfallkarten für die Jahre 2020 bis
2024. Anhand dieser Daten wurden Unfallsteckkarten für jedes Jahr erstellt. Diese sin d in der Abbildung 15
dargestellt.
Abbildung 15: Unfallsteckkarten 2020 bis 2024 (Kartengrundlage: [1])
In den Jahren 2020 bis 2024 wurden 40 Verkehrsunfälle erfasst. Davon waren
• 15 Unfälle des Typs „Einbiegen/Kreuzen-Unfall“ und 12 Unfälle des Typs „Abbiegeunfall“,
• 24 Unfälle mit der Beteiligung mindestens eines Radfahrers,
• 20 Unfälle mit mindestens einer leichtverletzten Person als schwerste Unfallfolge.
Nach dem „Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen“ der FGSV [7] liegt eine Un-
fallhäufungsstelle an einem Knotenpunkt vor, wenn sich innerhalb von 36 Monaten mindestens 5 Unfälle mit
Personenschaden ereigneten. Am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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ereigneten sich innerhalb von 3 Jahren 10 bis 13 Unfälle mit Personenschaden. In diesem Fall liegt somit eine
Unfallhäufungsstelle vor.
In der folgenden Abbildung ist das Unfalldiagramm für die Jahre 2020 bis 2024 dokumentiert. Dargestellt sind
die Unfälle mit Personenschaden.
Abbildung 16: Unfalldiagramm 2020 bis 2024 des Knotenpunktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-
Straße (Kartengrundlage: [1])
Insgesamt 12 der erfassten 20 Unfällen mit Personenschaden ereigneten sich in der Zu - und Ausfahrt der
Roxeler Straße. Die Unfallprotokolle dokumentieren in dieser Zufahrt ein wiederholtes Bild des Ablaufes:
Ein vorfahrtgewährendes Fahrzeug übersieht einen querenden Radfahrer und es kommt zu einer Kollision.
Auf der Kreisfahrbahn selbst ereignete sich lediglich ein Unfall. An allen Unfällen mit Personenschaden war
mindestens ein Radfahrer beteiligt.
Es ist zu beachten, dass vor allem Unfälle mit der Beteiligung eines Radfahrers oder eines Fußgängers nicht
immer polizeilich erfasst werden. Der Sachschaden ist bei einer Kollision zwischen einem nicht motorisier-
ten Verkehrsteilnehmer und ein Fahrzeug in der Regel geringer, weshalb seltener die Polizei gerufen wird.
Es ist also davon auszugehen, dass die Dunkelziffer an Unfällen mit Radbeteiligung höher liegt.
Im Bereich des Kreisverkehrs und insbesondere auf der Von-Esmarch-Straße sind Radfahrer mit einer hohen
Geschwindigkeit unterwegs, die von den Kraftfahrern falsch eingeschätzt wird. Aufgrund der hohen Anzahl
an Radfahrern besteht systematisch ein erhöhtes Konfliktpotential. Sowohl bei der Einfahrt als auch bei der
Ausfahrt müssen Kraftfahrer häufig warten. Dabei befinden sich vor allem die aus dem Kreisverkehr ausfah-
renden Fahrzeuge in einem ungünstigen Winkel zu den parallel verlaufenden Radwegen. Dies ist auf die
Lage der Furten zurückzuführen.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Insgesamt weist der betrachtete Kreisverkehr deutliche Defizite im Bereich der Verkehrssicherheit auf. Das
Unfallgeschehen sollte daher bei der zukünftigen Gestaltung des Straßenraums ausdrücklich berücksichtigt
werden. Abbiegeunfälle mit Radfahrern können durch ein stärkeres Absetzen der Furten reduziert werden.
Abgesetzte Furten verbessern zudem das Einfahren in den Kreisverkehr, da wartende Fahrzeuge nicht auf
den Furten stehen. Insgesamt ist eine bedarfsgerechte Gestaltung unabdingbar, um Verkehrsunfäll en ent-
gegenzuwirken. Dazu gehören das Einhalten von Sichtfeldern und eindeutige und klar erkennbare
Verkehrsführungen nach dem aktuellen Stand der Technik.
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sollte zukünftig ein besonderer Fokus auf den nicht motorisierten
Verkehrsteilnehmern liegen, da diese durch den fehlenden Schutz eines Fahrzeuges, in der Regel schlim-
mere Unfallfolgen erleiden.
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3.4 Bewertung des Straßenraums
3.4.1 Verträglichkeit der Verkehrsbelastungen
Die Verträglichkeit der heutigen Verkehrsbelastungen bei der heutigen Gestaltung des Straßenraums und
den Nutzungsansprüchen wird nachfolgend auf der Grundlage des Kapitels 5 der RASt 06 [5] sowie dem
Merkblatt für die Anlagen von Kreisverkehren [8] bewertet. Darin werden Lösungen für typische Entwurfssi-
tuationen und jeweils charakteristische Verkehrsbelastungen angegeben.
Nachfolgend wird für die relevanten Straßen im Untersuchungsraum die Verträglichkeit der Verkehrsbelas-
tungen mit der Netzfunktion und der technischen Gestaltung der Straßenabschnitte sowie mit den
vorhandenen Nutzungen im Seitenraum bewertet. Es handelt si ch dabei um die Gestaltung des Knoten-
punktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler-Straße / Busso-Peus-Straße sowie die Zufahrten des Kreisverkehrs
• Von-Esmarch-Straße
• Roxeler Straße
• Busso-Peus-Straße
In Tabelle 5 sind die Entwurfssituationen im Sinne der RASt 06 [5], die typischen Belastungsbereiche dieser
Entwurfssituationen bzw. Straßentypen sowie die Verkehrsbelastungen der o. g. Straßen im Bereich des
Kreisverkehrs dargestellt.
Die vorhandenen Verkehrsstärken der hier bewerteten Straßen bzw. Straßenabschnitte liegen unterhalb der
in Kapitel 5 der RASt 06 [5] angegebenen Bandbreiten. Die vorhandenen Verkehrsstärken können daher als
verträglich eingestuft werden . Der Straßenraum ist für das gegenwärtige Verkehrsaufkommen großzügig
dimensioniert.
Tabelle 5: Entwurfssituation, typische Belastungsbereiche und stündliche Verkehrsbelastungen
Straße Einstufung
gemäß RASt 06
Charakteristische
Verkehrsstärken
gemäß RASt 06
Vorhandene
Verkehrsstärken
Von-Esmarch-Straße
(West)
Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 633 Kfz/h
Roxeler Straße Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 720 Kfz/h
Von-Esmarch-Straße
(Ost)
Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 708 Kfz/h
Busso-Peus-Straße Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 666 Kfz/h
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3.4.2 Radverkehrsführung
Der Radverkehr wird anhand der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 10 [9]) klassifiziert und bewer-
tet. Die erforderliche Radverkehrsführung hängt im Wesentlichen von der Kraftfahrzeugverkehrsstärke, die
sich aus der Belastung der werktäglichen Spitzenstunde ergibt, und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
ab. Unter Berücksichti gung dieser beiden Kenngrößen können geeignete Radverkehrsführungen ermittelt
werden. Die einzelnen Belastungsbereiche lassen sich nach Tabelle 6 definieren.
Tabelle 6: Belastungsbereiche zur Auswahl von Radverkehrsführungen gemäß der ERA 10 [9]
Belastungsbereich Definition
I
Im Belastungsbereich I ist die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn ohne zusätzliche
Angebote vertretbar.
II
Im Belastungsbereich II ist die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit zusätzlichen
Angeboten (z.B. Schutzstreifen, nicht benutzungspflichtiger Führung) vertretbar.
III
Im Belastungsbereich III kann das Trennen des Radverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr aus
Sicherheitsgründen erforderlich sein. Mischverkehr soll nur bei günstigen Randbedingungen
zur Anwendung kommen, ggf. mit Schutzstreifen oder flankierenden Maßnahmen.
IV
Im Belastungsbereich IV ist das Trennen des Radverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr aus Si-
cherheitsgründen geboten.
Die Verkehrsbelastungen im Untersuchungsgebiet liegen in der Von-Esmarch-Straße gemäß den Ergebnis-
sen der aktuellen Verkehrserhebung im Bereich von bis zu 700 Kfz/h und in der Roxeler -Straße sowie der
Busso-Peus-Straße bis zu 750 Kfz/h.
Unter Berücksichtigung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ergeben sich gemäß ERA die in Tabelle 7
dargestellten Belastungsbereiche. Die Tabelle zeigt zudem den Vergleich der Anforderungen mit den vor-
handenen Radverkehrsanlagen.
Tabelle 7: Belastungsbereiche zur Auswahl von Radverkehrsführungen gemäß der ERA 10 [9]
Straßenabschnitt Geschwindig-
keit Belastungsbereich gemäß ERA 10 Vorhandene
Radverkehrsanlagen
Von-Esmarch-Straße
(West)
50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg
im Seitenraum
Roxeler Straße 50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg / Ge-
meinsamer Geh- und
Radweg im Seitenraum
Von-Esmarch-Straße
(Ost)
50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg /
Radfahrstreifen auf der
Fahrbahn
Busso-Peus-Straße 50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg / Ge-
meinsamer Geh- und
Radweg im Seitenraum
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Nach dem aktuellen Regelwerk ist eine Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit einer Trennung vom
Kfz-Verkehr möglich. Dies ist auf der östlichen Von -Esmarch-Straße der Fall. Eine Führung im Seitenraum
ist jedoch ebenfalls vertretbar. Damit entspricht die Radverkehrsführung im betrachteten Straßenraum dem
aktuellen Regelwerk.
Das Regelmaß für Einrichtungsradwege beträgt gemäß der RASt 06 [5] 2,00 m mit einem 0,75 m breiten Si-
cherheitstrennstreifen zur Fahrbahn. Im Untersuchungsgebiet weisen die Radwege sowohl in den
Knotenpunktarmen als auch am Kreisverkehr eine Breite von ca. 1,50 m auf. Damit unterschreiten die Rad-
wege das Regelmaß für Einrichtungsradwege. Auch der Sicherheitstrennstreifen zwischen dem Radweg und
der Fahrbahn wird entlang der Von -Esmarch-Straße unterschritten (vorh. Sicherheitstrennstreifen 0,50 m).
Die gemeinsamen Geh - und Radwege der nördlichen und südlichen Knotenpunktarme entsprechen mit
2,50 m Breite dem aktuellen Regelwerk.
Gemäß dem Merkblatt für die Anlagen von Kreisverkehren [8] sollen bevorrechtigte Furten in einem Abstand
von 4,00 m bis 5,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt sein. Dieser Abstand hat sich aus Sicherheitsgründen
bewährt. Abstände unter 2,00 m sind aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. In der vorliegenden Situation
sind die Furten zwischen 1,70 m und 2,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt. Dies entspricht nicht dem ak-
tuellen Regelwerk.
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3.5 Bewertung der heutigen Verkehrsqualität
Zur Bewertung der heutigen Verkehrssituation wurden für die Morgen- und die Nachmittagsspitzenstunde
verkehrstechnische Berechnungen nach dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen
(HBS) [2] durchgeführt. Dabei wurden zunächst die heutige Bau - und Betriebsform des Knotenpunktes zu-
grunde gelegt.
Als Ergebnis der verkehrstechnischen Berechnungen wurde am Kreisverkehr die mittleren Wartezeiten, die
Rückstaulängen und die Auslastungsgrade ermittelt. Anhand der höchsten mittleren Wartezeit erfolgte
dann die Zuordnung des Knotenpunktes zu den Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs (QSV) gemäß HBS. Die
geometrischen und verkehrstechnischen Bewertungsparameter (Abbiegeradien etc.) wurden an die ent-
sprechende Bestandssituation angepasst.
Bei der Interpretation der Ergebnisse der verkehrstechnischen Berechnungen nach HBS ist zu beachten,
dass die Berechnungsverfahren grundsätzlich von einer ungestörten zufälligen Ankunftsverteilung der
Fahrzeuge ausgehen. Vorhandene Einflüsse wie Wechselwir kungen bleiben bei diesem Berechnungsver-
fahren unberücksichtigt. Dadurch können die in der Realität auftretenden Wartezeiten und Rückstaulängen
von den Ergebnissen der verkehrstechnischen Berechnungen nach HBS abweichen.
Abbildung 17 bildet die rechnerisch ermittelten Verkehrsqualitäten für den Kfz-Verkehr gemäß dem HBS [2]
für den Analysefall a b. Die detaillierten Berechnungsergebnisse (Wartezeiten, Rückstaulängen, Auslas-
tungsgrade) sind in den Anlagen V-1 bis V-5 dokumentiert.
Abbildung 17: Rechnerische Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitze (links) / Nachmittagsspitze (rechts) [2]
Die verkehrstechnischen Berechnungen für den Analysefall kommen zu folgenden Ergebnissen:
• Das heutige Verkehrsaufkommen kann sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der Nach-
mittagsspitzenstunde mit einer sehr guten Verkehrsqualität (Stufe A) abgewickelt werden. Die
mittleren Wartezeiten liegen unter 10 s.
• Fußgänger und Radfahrer sind beim heutigen Ausbaustand des Kreisverkehrs gegenüber dem Kfz -
Verkehr bevorrechtigt. Somit ergeben sich rechnerisch keine Wartezeiten für die nicht motorisier-
ten Verkehrsteilnehmer. Damit kann auch den Fußgängern und Radfahrern eine sehr gute
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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• Neben dem analytischen Berechnungsverfahren wurde zur Bewertung der heutigen Verkehrsqua-
lität auch der Verkehrsablauf während der Zählung beobachtet. Dabei wurde beobachtet, dass es
regelmäßig zu Rückstaus im Kreisverkehr kommt, wenn ein abbiegender Kraftfahrer auf querende
Radfahrer oder Fußgänger warten muss. Die Rückstaus lösen sich jedoch unmittelbar nach dem Ab-
biegevorgang auf. Abbildung 18 zeigt die beschriebene Situation.
Abbildung 18: Foto der Verkehrserhebung (eigene Aufnahme)
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4 Verkehrsprognose
4.1 Methodik
Die Informationen zur Verkehrsprognose entstammen aus dem Verkehrsmodell der Stadt Münster sowie
aus Verkehrsuntersuchungen zur Abschätzung des Verkehrsaufkommens für einzelne Gebiete oder Flä-
chenentwicklungen. Der angesetzte Prognosehorizont ist das Jahr 2035. Die Unterlagen der
Verkehrsuntersuchungen und Daten des Verkehrsmodells wurden von Seiten der Stadt Münster für diese
Verkehrsuntersuchung zur Verfügung gestellt.
Für das Prognosejahr 2035 bestehen 5 verschiedene Szenarien. Die Szenarien sind in der Verkehrsuntersu-
chung „Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung im Wissensquartier“ der Stadt Münster [10]
zusammengefasst und umfassen neben einer einheitlichen Verkehrsprognose verschiedene städtebauliche
Maßnahmen im Straßenraum.
Für diese Untersuchung hat sich der Planfall 1 als maßgebender Planfall herausgestellt. Dieser Planfall be-
rücksichtig die Flächenentwicklungen im Urbanen Wissensquartier sowie die Flächenentwicklungen
gemäß Wohnbaulandprogramm. Dies e Entwicklungen beinhalten lediglich gesicherte Maßnahmen. Nicht
gesicherte Flächenentwicklungen oder städtebauliche Maßnahmen sind im Planfall 1 nicht enthalten.
Im Folgenden werden die einzelnen Bausteine der bestehenden Verkehrsprogose der Stadt Münster begut-
achtet und die daraus resultierenden Neuverkehrsmengen kritisch geprüft. Ein besonderer Fokus liegt dabei
bei den Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens von Flächenentwicklungen.
4.2 Verkehrsprognose der Stadt Münster
4.2.1 Urbanes Wissensquartier
Die Angaben und Daten zu den Entwicklungen stammen aus der Verkehrsuntersuchung „Untersuchung der
verkehrlichen Entwicklung im Wissensquartier“ der Stadt Münster [10]. Ziel der vorliegenden Untersuchung
war es das zukünftige Verkehrsaufkommen bei Realisierung der Entwicklungen im Urbanen Wissensquar-
tier abzuschätzen.
Das Urbane Wissensquartier (UWQ) umfasst ein großflächiges Gebiet zwischen der Innenstadt, dem Aasee,
dem Stadtteil Gievenbeck und der B54. Bereits heute ist das Gebiet durch Forschungs-, Wissenschafts- und
Lehreinrichtungen wie die Universität, der Hochschule und der Universitätsklinik g eprägt. Darüber hinaus
befinden sich gewerbliche Nutzungen und Wohnnutzungen im Gebiet. In Abbildung 19 ist die Lage des
UWQ dargestellt.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Abbildung 19: Lage des Urbanen Wissensquartier [11]
Zukünftig soll das Gebiet in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Wohnen und Arbeiten weiterentwi-
ckelt werden. Gegenwärtig liegen 17 konkrete Maßnahmen vor, die sich über das gesamte Gebiet verteilen.
Zwei der Maßnahmen sind besonders große Entwicklungen. Dabei handelt es sich um das Modellquartier 1
(Steinfurter Straße) und um das Modellquartier 2 (Busso-Peus-Straße).
Das Modellquartier 1 weist eine Fläche von etwa 50 ha auf. Dort sind folgende Nutzungen geplant: Wohnun-
gen, Studentenapartments, Kita, Grundschule, Arbeitsplätze (Büro und Technologie ),
Versorgungseinrichtungen sowie Dienstleistungen.
Das Modellquartier 2 weist eine Fläche von etwa 20 ha auf. Dort sind folgende Nutzungen geplant: Wohnun-
gen, Studentenapartments, Kita, Arbeitsplätze (Forschung und Dienstleistungen). Das Modellquartier 2
grenzt im nordwestlichen Knotenpunktquadranten direkt an den Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxe-
ler Straße / Busso-Peus-Straße.
Die beiden Modellquartiere sollen Positivbeispiele für das Thema Mobilität sein und die Verkehrsmittel des
Umweltverbundes (Fuß, Rad, Bus) stärken.
Durch die 17 Entwicklungen werden zukünftig 5.540 Wohneinheiten und 9.150 Arbeitsplätze geschaffen [10].
In der Tabelle 8 sind die einzelnen Entwicklungen und die geplanten Wohneinheiten bzw. Arbeitsplätze do-
kumentiert.
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Tabelle 8: Zukünftige Wohneinheiten und Arbeitsplätze der Entwicklungen im UWQ [10]
Maßnahme Wohneinheiten Arbeitsplätze
Steinfurter Straße 2.000 4.500
Busso-Peus-Straße 700 1.700
Blücherkaserne 300 550
Leos Gate 45 100
Perspektivstandort Fliednerstraße 21 100 350
Mathematik-Campus - 700
Naturwissenschaftliches Zentrum 100 50
Wissenschaftspark 200 150
Hüffer Campus - 50
Forschungscampus Ost - 900
Projektstandort Musik-Campus - 100
Schmeddingstraße / östl. Josef-Pieper-Straße 70 -
Ehem. Wartburgschule 30 -
Ehem. Eissporthalle 450 -
Muckermannweg 445 -
Albert-Schweitzer-Straße / Fliednerstraße 900 -
Studierendencampus Tia-Cory-Campus 200 -
Gesamt 5.540 9.150
4.2.2 Entwicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm
Die Entwicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm umfassen Flächenentwicklungen außerhalb des urba-
nen Wissensquartiers. Insgesamt bestehen 11 gesicherte Entwicklungen in den Stadtteilen Gievenbeck,
Roxel, Nienberge, Sprakel sowie Mitte, die im Planfall 1 berücksichtig wurden. Aufgrund der räumlichen
Nähe zum untersuchten Kreisverkehr haben die Entwicklungen in Gievenbeck, Roxel sowie Mitte einen grö-
ßeren Einfluss auf die Verkehrsentwicklung am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-
Peus-Straße als in den übrigen Stadtteilen. Vollständigkeitshalber sind jedoch alle Entwicklungen im Ver-
kehrsmodell der Stadt Münster berücksichtigt.
Bei den Flächenentwicklungen handelt es sich ausschließlich um Wohngebiete. Durch die Entwicklungen
werden zukünftig 2.737 Wohneinheiten geschaffen [10]. In der Tabelle 9 sind die einzelnen Entwicklungen
und die geplanten Wohneinheiten dokumentiert.
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Tabelle 9: Zukünftige Wohneinheiten gemäß Wohnbaulandprogramm [10]
Stadtteil Gebietsbezeichnung Wohneinheiten
Mitte Friedrichsburg 330
Gievenbeck Oxford-Kaserne 1.200
Gievenbeck Gescherweg 60
Roxel Östl. Tilsiter Straße / westl. BAB 70
Roxel Südlich Nottulner Landweg 30
Roxel Südl. Tilbecker Straße Teil 1 75
Nienberge Westlich Plettendorfstraße 27
Nienberge Feldstiege / Beerwiede 600
Sprakel Westliche Erweiterung, nördlich Landwehr 2. Teil 11
Sprakel Östliche Sprakeler Straße / Westl. DB 134
Sprakel Östlich der Bahn 200
Gesamt 2.737
4.2.3 Verkehrserzeugung
Für die Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier sowie für die Entwicklungen gemäß Wohnbaulandpro-
gramm wurde das zu erwartende Neuverkehrsaufkommen, welches durch die einzelnen Ma ßnahmen
induziert wird, mittels einer Verkehrserzeugung abgeschätzt. Die Verkehrserzeugung wurde von der Stadt
Münster durchgeführt.
Die Verkehrserzeugung wurde auf Grundlage veröffentlichter Kennziffern zum Zusammenhang zwischen
Flächennutzung und Verkehrsaufkommen sowie stadtspezifischer Kenngrößen zum Mobilitätsverhalten
durchgeführt. Die Kennziffern und Kenngrößen sind maßgebend abhängig von der Nutzung und der Lage
des Entwicklungsgebietes.
Eine maßgebende Kenngröße zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens ist die Verkehrsmittelwahl.
Die Verkehrsmittelwahl hängt von vielen Faktoren ab: Dem Wegezweck, der Entfernung, der Erschließung
etc. All diese Faktoren haben Einfluss darauf, welches Verk ehrsmittel für die neu erzeugten Wege genutzt
wird. Zur Herleitung des Kfz -Neuverkehrsaufkommens ist daher der MIV -Anteil (Anteil des motorisierten
Individualverkehrs an allen neu erzeugten Wegen) maßgebend.
Die Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens und insbesondere der MIV -Anteil wurden
im Rahmen dieser Verkehrsuntersuchung auf ihre Belastbarkeit geprüft. Dabei lag der Fokus vor allem auf
der Lage der neuen Entwicklungen im Stadtgebiet, dem Stadtgebiet spezifischen Mobilitätsverhalten sowie
der Erschließung für alle Verkehrsmittel (Pkw, Rad, Bus).
In der folgenden Tabelle sind die MIV-Anteile der Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier und der Ent-
wicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm dokumentiert. Die Daten wurden im Rahmen dieser
Untersuchung von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt und entstammen aus dem Verkehrsmodell der
Stadt Münster sowie aus Gutachten zur Abschätzung des Verkehrsaufkommens. Das Neuverkehrsaufkom-
men der Flächenentwicklungen in Sprakel und Nienberge hat keinen Einfluss auf den in dieser
Untersuchung betrachteten Knotenpunkt. Aus diesem Grund werden die MIV-Anteile der Entwicklungen in
der folgenden Tabelle außenvorgelassen.
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Tabelle 10: MIV-Anteile der einzelnen Entwicklungen
Gebietsbezeichnung
MIV-Anteil
(Wohnen)
MIV-Anteil
(Arbeiten, Pendler)
MIV-Anteil
(Arbeiten, Wohnort Ms)
Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier
Steinfurter Straße
30,0% 80,0 % 30,0 %
Busso-Peus-Straße
Blücherkaserne
Leos Gate
Perspektivstandort Fliednerstraße 21
Mathematik-Campus
Naturwissenschaftliches Zentrum
Wissenschaftspark
Hüffer Campus
Forschungscampus Ost
Projektstandort Musik-Campus
Schmeddingstraße / östl. Josef-Pie-
per-Straße
Ehem. Wartburgschule
Ehem. Eissporthalle
Muckermannweg
Albert-Schweitzer-Straße / Fliedner-
straße
Studierendencampus Tia-Cory-Cam-
pus
Gebietsbezeichnung MIV-Anteil (Wohnen)
Entwicklungen gemäß
Wohnbaulandprogramm
Friedrichsburg 20,0 %
Oxford-Kaserne 40,0 %
Gescherweg 33,7 %
Östl. Tilsiter Straße / westl. BAB 55,2 %
Südlich Nottulner Landweg 55,2 %
Südl. Tilbecker Straße Teil 1 56,2 %
Die Prüfung der Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens zeigt:
Die gewählten Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens liegen innerhalb der Spannbrei-
ten nach dem bundesweit anerkannten Programm „ Ver_Bau“ [12]. Darüber hinaus entsprechen die
Kenngrößen auch den stadtspezifischen Mobilitätsverhalten [13]. Das abgeschätzte Neuverkehrsaufkom-
men ist nach dem aktuellen Stand der Technik hergeleitet und ist als belastbar einzustufen.
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4.3 Maßgebendes Verkehrsaufkommen
Nach Angaben der Stadt Münster ist kein Vorhaben, welches im Planfall 1 berücksichtigt ist, vollständig re-
alisiert. Somit werden alle Entwicklungen in der vorliegenden Untersuchung berücksichtigt.
Das von der Stadt Münster prognostizierte Neuverkehrsaufkommen im Planfall 1 wurde mittels der Model-
lumlegung im Streckennetz verteilt. Das daraus resultierende Neuverkehrsaufkommen am Knotenpunkt
Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt.
In den folgenden Abbildungen ist das Neuverkehrsaufkommen in der Morgenspitzenstunde (Abbildung 20)
und in der Nachmittagsspitzenstunde (Abbildung 21) dargestellt.
In der Morgenspitzenstunde beträgt die Zunahme gegenüber der Analyse 359 Kfz/h. Das entspricht einer
Zunahme von 28 %. Das Radverkehrsaufkommen nimmt um 192 Rad/h zu. In der Nachmittagsspitzenstunde
beträgt die Zunahme gegenüber der Analyse 338 Kfz/h und dies entspricht einer Zunahme von 25 %. Im Rad-
verkehrsaufkommen liegt die Zunahme bei 118 Rad/h.
Abbildung 20: Neuverkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Morgenspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
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Abbildung 21: Neuverkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Nachmittagsspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
Im Folgenden wird der Belastungsfall mit den Verkehrsmengen 2035 als „Prognosefall“ betitelt.
Der Prognosefall der vorliegenden Untersuchung setzt sich aus der Überlagerung des prognostizierten
Neuverkehrsaufkommen mit den Verkehrsbelastungen des Analysefalls zusammen.
Neben dem Neuverkehrsaufkommen im Kfz-Verkehr ist auch von einer Zunahme des Radverkehrsaufkom-
men auszugehen. Zum einen ist Münster eine Stadt mit einem sehr hohen Radverkehrsaufkommen, welches
stetig gefördert wird, und zum anderen zielen vor allem die nahegelegenen Entwicklungen der Modellquar-
tiere auf eine Stärkung der Verkehrsmittel im Umweltverbund ab. Nach Absprache mit der Stadt Münster
wird das Radverkehrsaufkommen für das Prognosejahr 2035 um die gleiche Verkehrssteigerung wie im Kfz-
Verkehrsaufkommen erhöht.
In den folgenden Abbildungen ist das Verkehrsaufkommen für das Prognosejahr 2035 in der Morgenspit-
zenstunde (Abbildung 22) und in der Nachmittagsspitzenstunde (Abbildung 23) dargestellt.
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Abbildung 22: Verkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Morgenspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
Abbildung 23: Verkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Nachmittagsspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
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5 Variantenuntersuchung
Die Stadt Münster plant die Umgestaltung des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-
Peus-Straße.
Der Kreisverkehr ist eine Unfallhäufungsstelle. In den Jahren 2020 bis 2024 wurden 40 Verkehrsunfälle poli-
zeilich erfasst. Besonders auffällig ist, dass bei 24 der erfassten Unfälle mindestens ein Radfahrer beteiligt
war. Aufgrund des fehlenden Schutzes du rch ein Kfz sind die Unfallfolgen häufig schwerwiegender. Bei 20
der erfassten Unfälle wurde mindestens eine Person leicht verletzt.
Der Kreisverkehr befindet sich auf einer Hauptroute zwischen der Innenstadt und dem westlichen Stadtge-
biet. Das Radverkehrsaufkommen an diesem Knotenpunkt ist mit bis zu 650 querenden Radfahrern in der
Morgenspitzenstunde besonders hoch. Die gegenwärtigen Kfz-Verkehrsmengen sind für den heutigen
Ausbaustand des Kreisverkehrs verträglich. In der Morgenspitzenstunde weist der Knotenpunkt 1.282 Kfz/h
auf und in der Nachmittagsspitzenstunde 1.364 Kfz/h.
Die Kombination des Kfz-Verkehrsaufkommens mit dem hohen Radverkehrsaufkommen bringt jedoch ein
Konfliktpotential mit sich. Radfahrer sind vor allem auf der Von-Esmarch-Straße mit einer hohen Geschwin-
digkeit unterwegs, die von den Kraftfahrern oft falsch eingeschätzt wird. Aus dem Kreisverkehr abbiegende
Kraftfahrer müssen häufig auf querende Radfahrer warten. Dabei befinden sie sich in einem ungünstigen
Winkel zu den parallel verlaufenden Radwegen. Dies ist auf die Lage der Furten (Furten sind weniger als
2,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt) zurückzuführen. Die Gestaltung der Radverkehrsführung (bevor-
rechtigte umlaufende Radwege) entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Zukünftig ist mit einer Verkehrssteigerung sowohl im Kfz -Verkehrsaufkommen als auch im Radverkehrs-
aufkommen am Kreisverkehr zu rechnen. Es wird eine nennenswerte Verkehrssteigerung von etwa 28 % in
der Morgenspitzenstunde und 25 % in der Nachmittagsspitzenstunde prognostiziert.
Aufgrund der Unfallhäufung und der zu erwartenden Verkehrssteigerung ist eine Umgestaltung des Kno-
tenpunktes vorgesehen. Hierfür bestehen aktuell 3 Varianten:
• Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
• Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
• Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
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5.1 Beschreibung des Varianten
5.1.1 Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
Die Variante stellt eine Optimierung des Kreisverkehrs dar, bei der die Führung des Radverkehrs, wie heute,
über umlaufende Radwege erfolgt. In der Abbildung 24 ist der Ausbaustand der Variante 1 in Form einer ver-
kehrstechnischen Skizze dargestellt.
Abbildung 24: Verkehrstechnische Skizze der Variante 1 (Kartengrundlage: [4])
Der Ausbau der Verkehrsflächen für den Kfz-Verkehr entspricht weitgehend dem heutigen Ausbaustand. Es
bestehen lediglich geringfügige Anpassungen hinsichtlich der Trassierung und der Fahrbahnbreiten.
Die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer werden wie bereits heute auf umlaufenden Verkehrsanlagen
geführt. An den Querungsstellen sind Fußgänger und Radfahrer weiterhin bevorrechtigt.
In allen Knotenpunktarmen führen Radwege zum Kreisverkehr und von diesem weg. Die Radwege am Kreis-
verkehr führen in der Geometrie der Kreisfahrbahn um diese herum. Die Radwege sind dabei mit einem
maximalen Abstand von 2,00 m von der Kreisfahrbahn entfernt . Zwischen dem Radweg und der Kreisfahr-
bahn ist eine Grünfläche vorgesehen. So werden die Radfahrer nah an der Kreisfahrbahn geführt und
befinden sich jederzeit im Sichtfeld des Kfz -Verkehrs. An den Querungsstellen sind die Furten 5,00 m von
der Kreisfahrb ahn abgesetzt. Dieser Abstand hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt. Aus dem
Kreisverkehr abbiegende Fahrzeuge befinden sich bei diesem Abstand in einem guten Winkel zur Que-
rungsstelle, in dem Radfahrer und Fußgänger gut erkannt werden. Darüber hinaus blockieren abbiegende
Fahrzeuge keine nachfolgenden Fahrzeuge, da sich die Abbieger nicht mehr auf der Kreisfahrbahn befinden,
wenn sie für querende Radfahrer oder Fußgänger warten müssen. Dies hat einen positiven Einfluss auf den
Verkehrsfluss auf der Kreisfahrbahn. Auch beim Einfahren in den Kreisverkehr hat sich der Abstand der Que-
rungsstelle zur Kreisfahrbahn bewährt.
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Zum einen werden Konfliktpunkte entzerrt, da einfahrende Fahrzeuge als erstes die Querungsstelle passie-
ren und dann an die Kreisfahrbahn heranfahren, wo sie auf die bevorrechtigten Fahrzeuge auf der
Kreisfahrbahn achten können, und zum anderen werden die Q uerungsstellen nicht durch wartende Fahr-
zeuge vor der Einfahrt blockiert.
Die Aufstellfläche für Fußgänger vor den Querungsstellen beträgt mindestens 1,50 m in allen Knotenpunkt-
armen.
5.1.2 Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
In der Variante 2 ist eine Neuordnung der Verkehrsflächen vorgesehen. In Abbildung 25 ist der geplante Aus-
baustand in Form einer verkehrstechnischen Skizze dargestellt.
Abbildung 25: Verkehrstechnische Skizze der Variante 2 (Kartengrundlage: [4])
In dieser Variante werden Radfahrer vor dem Kreisverkehr von Radwegen im Seitenraum auf die Fahrbahn
geführt. Dort werden Radfahrer und der Kfz -Verkehr im Mischverkehr über den Kreisverkehr geleitet und
nach der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr werden Radfahr er wieder in den Seitenraum geleitet. Lediglich im
Zuge der Von -Esmarch-Straße (östlicher Knotenpunktarm) besteht wie bereits heute eine Führung auf ei-
nem Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.
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In allen Knotenpunktarmen führen Radwege zum Kreisverkehr. Etwa 40 m vor dem Kreisverkehr werden
Radfahrer über Rampen auf die Fahrbahn geführt. Für die ersten 10 m besteht eine Trennung vom Kfz -Ver-
kehr in Form einer durchgezogenen Linie. Nach den 10 m und in einem Abstand von etwa 20 m zu m
Fußgängerüberweg erfolgt der Übergang zum Mischverkehr. Auf der Kreisfahrbahn werden Radfahrer und
Kraftfahrer im Mischverkehr geführt. Kurz hinter der Ausfahrt des Kreisverkehrs werden Radfahrer wieder in
den Seitenraum auf Radwege geführt.
Der gemeinsame Geh- und Radweg Appelbreistiege wird in dieser Variante bis an den Kreisverkehr heran-
geführt, sodass Radfahrer direkt von der Appelbreistiege auf die Kreisfahrbahn fahren können und
Fußgänger den Gehweg um den Kreisverkehr nutzen können.
Die Führung der Radfahrer im Mischverkehr hat sich im Rahmen von Forschungen als sicher herausgestellt
[14]. Einschränkend ist anzumerken, dass der Mischverkehr in der Praxis nur bis zu einer Verkehrsbelastung
von etwa 15.000 Kfz/24h eingesetzt wird und dass bisher keine dokumentierten Forschungsergebnisse zum
Mischverkehr bei besonders stark von Radfahrern genut zten Kreisverkehren vorliegen. Radfahrer werden
vom Radweg in das Sichtfeld der Kraftfahrer geführt und danach auf die Fahrbahn geleitet. Sowohl in den
Zufahrten als auch auf der Kreisfahrbahn besteht durch die Durchmischung eine besondere Rücksicht ge-
genseitig. Radfahrer sind im Mischv erkehr gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auf derselben Fläche.
Konfliktpotentiale durch das Übersehen oder das falsche Einschätzen von Geschwindigkeiten entfällt in die-
ser Variante.
Fußgänger werden weiterhin im Seitenraum um den Kreisverkehr herumgeführt und gegenüber dem Kfz -
Verkehr sowie den Radfahrern bevorrechtigt . Die Fußgängerüberwege sind wie in der Variante 1 aufgrund
der in Kapitel 5.1.1 genannten Vorteile 5,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt.
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5.1.3 Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
Variante 3 sieht eine vollständige Umgestaltung des Knotenpunktes vor. Der Knotenpunkt soll in dieser Va-
riante zu einem vierarmigen Knotenpunkt mit einer Lichtsignalanlage umgestaltet werden. In Abbildung 26
ist der geplante Ausbaustand in Form einer verkehrstechnischen Skizze dargestellt.
Abbildung 26: Verkehrstechnische Skizze der Variante 3 (Kartengrundlage: [4])
Die geplante Lichtsignalanlage stellt einen vollständigen Umbau des Knotenpunktes Von -Esmarch-Straße
/ Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße dar. Die Planung wurde von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt.
Diese sieht in allen Knotenpunktarmen drei Fahrstreifen in den Zufahrten vor – jeweils ein Linksabbiege-, ein
Rechtsabbiege- sowie ein Geradeausfahrstreifen. Die Abbiegefahrstreifen weisen eine Breite von 3,00 m und
die Geradeausfahrstreifen von 3,25 m auf. Je nach Flächenverfügbarkeit sind die Abbiegefahrstreifen zwi-
schen 25 m und 50 m lang und bieten damit eine Aufstellfläche von 4 bis 8 Fahrzeugen. In den Ausfahrten
besteht jeweils ein Fahrstreifen.
Fußgänger und Radfahrer werden auf getrennten Geh- und Radwegen um den Knotenpunkt geführt. In der
östlichen Von-Esmarch-Straße ist wie bereits heute in der Knotenpunktausfahrt ein Radfahrstreifen vorge-
sehen. Die Radwege sind 2,50 m breit. Auf dem zum Knotenpunkt führenden Radweg der Roxeler Straße
besteht eine Engstelle, hier liegt die Breite des Radwegs bei 1,75 m. Die Gehwege sind mit einer Mindest-
breite von 2,00 m geplant, jedoch besteht auch für den Gehweg auf der Roxeler Straße eine Engstelle mit
1,75 m.
In den Knotenpunktarmen bestehen getrennte Furten für Fußgänger und Radfahrer. Die Fußgängerfurten
sind mit einer Mittelinsel zwischen den Einfahrstreifen und Ausfahrstreifen geteilt. Die Radfurten sind hin-
gegen durchgängig.
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Das Signalisierungskonzept des Knotenpunktes weist die folgenden Merkmale auf:
• Fußgänger und Radfahrer werden mit den parallelfahrenden Kfz -Verkehr freigegeben. Damit be-
steht keine bedingte Verträglichkeit und die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer werden
konfliktfrei über die Furten geleitet.
• Radfahrer werden über eigene Radsignale signalisiert.
• Die beiden Fußgängerfurten pro Knotenpunktarm werden gleichzeitig freigegeben, sodass Fußgän-
ger die vollständige Furt queren können.
• Auch die links - und rechtsabbiegen Kfz werden signaltechnisch so getrennt, dass keine Konflikt-
punkte bestehen.
In Abbildung 27 ist die Phasenfolge des Festzeitprogramms exemplarisch für die Morgenspitzenstunde dar-
gestellt.
Abbildung 27: Phasenfolgeplan der geplanten LSA
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5.2 Bewertung der Verkehrsqualität im Netzzusammenhang (Mikrosimulation)
Die Varianten werden im Folgenden im Rahmen einer Variantenuntersuchung hinsichtlich der Funktionsfä-
higkeit und Verkehrssicherheit geprüft.
Das besonders hohe Radverkehrsaufkommen und das Agieren der Verkehrsteilnehmer untereinander ist in
der vorliegenden Situation ein Sonderfall, welches mit dem Berechnungsverfahren nach dem HBS [2] nicht
abgebildet werden kann. D ie analytischen Berechnungsergebnisse nach dem HBS [2] dienen in der vorlie-
genden Variantenuntersuchung nur für eine erste Orientierung zur Verkehrsqualität.
Die Herleitung der maßgebenden Wartezeiten und Rückstaulängen sowie die Prüfung der verkehrstechni-
schen Funktionsfähigkeit erfolgte daher mit Hilfe der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation . Je nach
Variante wurde das bestehende Netz hinsichtlich der geänderten Verkehrsführung, Vorfahrtregelung oder
Betriebsform angepasst.
Die Simulation für die werktäglichen Spitzenstunden wurde für jede Variante mit jeweils 20 unterschiedli-
chen Startzufallszahlen durchgeführt und hinsichtlich verschiedener Kennwerte der Verkehrsqualität
ausgewertet. Als Ergebnis der Simulation wurden je Variante für alle Fahrtbeziehungen und Verkehrsteil-
nehmer die jeweils auftretenden Zeitverluste pro Fahrzeug gemessen.
Die maßgebenden Simulationsergebnisse werden für die einzelnen Varianten in den nachfolgenden Kapi-
teln beschrieben.
Auf eine Darstellung der Berechnungsergebnisse wird im nachfolgenden Variantenvergleich hingegen ver-
zichtet, weil sie für die exakte Beurteilung der Verkehrsqualität nicht maßgebend sind. Die detaillierten
Ergebnisse sind jedoch vollständig für die einzeln en Varianten in den Anlagen dokumentiert. Dabei ist zu
beachten, dass Differenzen zwischen den Berechnungs- und Simulationsergebnissen auftreten.
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5.2.1 Variante 1
Die Funktionsfähigkeit der Variante 1 wurde sowohl für die heutigen Verkehrsmengen (Analysefall) als auch
die zukünftigen Verkehrsmengen (Prognosefall) mittels der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation ge-
prüft.
Analysefall
Das Säulendiagramm in Abbildung 28 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 29 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Analysefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Abbildung 28:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Analysefall – Variante 1
Abbildung 29:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Analysefall – Variante 1
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Die folgende Abbildung stel lt die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Kraftfahrer und Radfahrer ähnliche Ansprüche
im Straßenverkehr haben. Die Bedürfnisse sind gleichrangig und auch das Qualitätsempfinden ist gleichzu-
stellen.
Abbildung 30: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Analysefall, Variante 1)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 1 (Analysefall) kommt zu folgenden Ergebnis-
sen:
• Der optimierte Kreisverkehr kann die heutigen Verkehrsmengen problemlos abwickeln. Dem Kno-
tenpunkt ist sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der Nachmittagsspitzenstunde eine
gute Verkehrsqualität (Stufe B) zuzuordnen.
• Die Ergebnisse der Simulation der Variante 1 (Analysefall) zeigen, dass sich die Störungen aufgrund
von wartenden abbiegenden Fahrzeugen auf der Kreisfahrbahn seltener ereignen. Durch das Ab-
setzten der Furten kann sich ein abbiegendes Fahrzeug so aufstellen, dass nachfolgende Fahrzeuge
die Kreisfahrbahn weiter befahren können.
• Dem Kfz-Verkehr bevorrechtigten Radverkehr ist sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in
der Nachmittagsspitzenstunde eine sehr gute Verkehrsqualität (Stufe A) zuzuordnen. Die Verlust-
zeiten betragen nur wenige Sekunden, auch wenn für einige Fahrtbeziehungen mehrere Furten
gequert werden müssen.
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Prognosefall
Das Säulendiagramm in Abbildung 31 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 32 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Abbildung 31:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Prognosefall – Variante 1
Abbildung 32:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Prognosefall – Variante 1
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Die folgende Abbildung stell t die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden.
Abbildung 33: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Prognosefall, Variante 1)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 1 (Prognosefall) kommt zu folgenden Ergeb-
nissen:
• Der Kreisverkehr (Variante 1) weist im Prognosefall in der Morgenspitzenstunde eine mangelhafte
Verkehrsqualität (Stufe E) und in der Nachmittagsspitzenstunde eine ausreichende Verkehrsquali-
tät (Stufe D) auf.
• In der Morgenspitzenstunde müssen in der westlichen Knotenpunktzufahrt mittlere Verlustzeiten
von 217 s in Kaufgenommen werden und in der Nachmittagsspitzenstunde treten mittlere Verlust-
zeiten von bis zu 66 s in der östlichen Knotenpunktzufahrt auf.
• In der Morgenspitzenstunde entstehen in der westlichen und südlichen Knotenpunktzufahrt nen-
nenswerte Rückstaus, die sich im laufe der Spitzenstunde bis zu einem bestimmten Niveau
aufbauen und bis zum Rückgang der Verkehrsmengen stagnier en. Die Rückstaubildungen sind auf
die folgenden Gegebenheiten zurückzuführen:
o Die nördliche Knotenpunktzufahrt ist am höchsten belastet. Die ankommenden Fahrzeuge
können größtenteils frei in den Kreisverkehr einfahren, da die östliche Knotenpunktzufahrt
gering belastet ist.
o Durch die regelmäßige Einfahrt aus der nördlichen Zufahrt müssen Fahrzeuge der westli-
chen Zufahrt warten.
o Darüber hinaus queren bis zu 520 Radfahrer den südlichen Knotenpunktarm. Dadurch müs-
sen aus dem Kreisverkehr abbiegende Fahrzeuge warten. Sobald ein zweites Fahrzeug
ebenfalls die südliche Kreisverkehrsausfahrt befahren möchte, entsteht ein Rückstau auf
der Kreisfahrbahn, was wiederum die Einfahrt aus der westlichen Zufahrt behindert.
o Durch die besonders hohe Anzahl an querenden Radfahrern müssen auch einfahrende
Fahrzeuge häufig länger warten.
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Abbildung 34: Screenshot der Rückstaubildung der Morgenspitzenstunde (Variante 1)
• In der Nachmittagsspitzenstunde treten Rückstaus in der östlichen Knotenpunktzufahrt auf. Die
Rückstaubildung ist auf die gleichen Gegebenheiten wie in der Morgenspitzenstunde zurückzufüh-
ren. Die Roxeler Straße weist ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Die Fahrzeuge dieser Zufahrt
können in weiten Teilen ohne Störung in den Kreisverkehr einfahren, was die Einfahrt aus der östli-
chen Von-Esmarch-Straße stört. Darüber hinaus quert eine hohe Anzahl an Radfahrern die Busso -
Peus-Straße und es treten regelmäßig Rückstaus bei der Ausfahrt auf, was ebenfalls die östliche Ein-
fahrt blockiert.
Abbildung 35: Screenshot der Rückstaubildung der Nachmittagsspitzenstunde (Variante 1)
• Auch im Prognosefall der Variante 1 sind Radfahrer gegenüber dem Kfz -Verkehr bevorrechtigt.
Beim Befahren des Kreisverkehrs entstehen für Radfahrer keine nennenswerten Verlustzeiten. So-
mit kann dem zukünftigen Radverkehrsaufkommen eine sehr gute Verkehrsqualität (Stufe A)
zugeordnet werden.
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5.2.2 Variante 2
Das Säulendiagramm in Abbildung 36 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 37 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Abbildung 36:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Prognosefall – Variante 2
Abbildung 37:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Prognosefall – Variante 2
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Die folgende Abbildung stell t die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden.
Es ist zu beachten, dass dem Fahrverhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer in der Simulation ein regel-
konformes Verhalten zugrunde gelegt ist. In der vorliegenden Situation fahren alle Radfahrer vom
Seitenraum auf die Fahrbahn und im Mischverkehr ordnen sich die Radfahrer regelkonform in den Kfz-Ver-
kehr ein. In der Realität ist jedoch davon auszugehen, dass ein nennenswerter Anteil an Radfahrern geben
wird, die entweder die Gehwege befahren werden oder an den wartenden Kraftfahrern in den Knotenpunkt-
zufahrten vorbeifahren werden.
Abbildung 38: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Prognosefall, Variante 2)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 2 (Prognosefall) kommt zu folgenden Ergeb-
nissen:
• Das zukünftige Kfz -Verkehrsaufkommen kann am untersuchten Kreisverkehr (Variante 2) nicht
mehr leistungsfähig abgewickelt werden. In der Morgenspitzenstunde muss dem Knotenpunkt eine
ungenügende Verkehrsqualität (Stufe F) zugeordnet werden und in der Nachmittagsspitzenstunde
eine mangelhafte Verkehrsqualität (Stufe E).
• Bereits in der Variante 1 treten nennenswerte Verlustzeiten und Rückstaus in der westlichen und
östlichen Knotenpunktzufahrt auf. In der Variante 2 erhöht sich der Zufluss in den Einfahrten des
Kreisverkehrs, da die Radfahrer mit dem Kfz-Verkehr in dieser Variante im Mischverkehr fahren. Dies
führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Situation gegenüber der Variante 1.
• Aufgrund der besonders hohen Radverkehrsmengen kommt es im Bereich der Verflechtung zu
massiven Störungen im Verkehrsablauf. In der Theorie fügen sich Radfahrer durch gegenseitige
Rücksichtnahme in den Kfz-Verkehr ein. In der vorliegenden Situation ist die Kapazität der Zufahrt
durch die besonders hohe Anzahl an Radfahrern erreicht. Die Folge sind Rückstaus, die sich immer
weiter aufbauen und nicht mehr abgebaut werden können, sowie Verlustzeiten von mehreren Mi-
nuten.
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Abbildung 39: Screenshot der Rückstaubildung der Morgenspitzenstunde (Variante 2)
Abbildung 40: Screenshot der Rückstaubildung der Nachmittagsspitzenstunde (Variante 2)
• Radfahrern ist in der Variante 2 in der Morgenspitzenstunde eine befriedigende Verkehrsqualität
(Stufe C) und in der Nachmittagsspitzenstunde eine sehr gute Verkehrsqualität (Stufe A) zuzuord-
nen. Durch die Führung der Radfahrer im Mischverkehr entstehen Ve rlustzeiten bei der Einfahrt in
den Kreisverkehr, da sich die Radfahrer in den Kfz -Verkehr einordnen und damit bevorrechtigte
Kraftfahrer auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt gewähren müssen . Jedoch fallen die Verlustzeiten deut-
lich geringer aus als im Kfz -Verkehr, da die Radfahrer bis etwa 30 m vor dem Kreisverkehr im
Seitenraum geführt werden und damit an möglichen Rückstaus vorbeifahren können.
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5.2.3 Variante 3
Das Säulendiagramm in Abbildung 41 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 42 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordn et werden. Es ist zu beachten, dass der Simulation der Lichtsignalanlage eine
Festzeitsteuerung zugrunde liegt.
Abbildung 41:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Prognosefall – Variante 3
Abbildung 42:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Prognosefall – Variante 3
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Die folgende Abbildung stell t die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden.
Abbildung 43: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Prognosefall, Variante 3)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 3 (Prognosefall) kommt zu folgenden Ergeb-
nissen:
• Das zukünftige Kfz-Verkehrsaufkommen kann an der geplanten LSA (Variante 3) sowohl in der Mor-
genspitzenstunde als auch in der Nachmittagsspitzenstunde mit einer ausreichenden
Verkehrsqualität (Stufe D) abgewickelt werden.
• Die maximale Verlustzeit, die von Kraftfahrern in Kauf genommen werden muss, liegt in der Mor-
genspitzenstunde bei 59 s und in der Nachmittagsspitzenstunde bei 63 s.
• In einzelnen Signalumläufen können temporär Rückstaus entstehen und einzelne Fahrstreifen
überstaut werden. Diese Rückstaus können aber in der Regel mit den nächsten Signalumläufen wie-
der vollständig abgebaut werden.
Abbildung 44: Screenshot der Morgenspitzenstunde (Variante 3)
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Abbildung 45: Screenshot der Nachmittagsspitzenstunde (Variante 3)
• Das zukünftige Radverkehrsaufkommen kann in der Morgenspitzenstunde mit einer mindestens
mangelhaften Verkehrsqualität (Stufe E) und in der Nachmittagsspitzenstunde mit einer mindes-
tens ausreichenden Verkehrsqualität (Stufe D) abgewickelt werden. Maßgebend für die
mangelhafte Verkehrsqualität sind die linksabbiegenden Radfahrer der östlichen Knotenpunktzu-
fahrt in der Morgenspitzenstunde. Die Verlustzeit dieses Stroms beträgt 74 s. Diese Fahrtbeziehung
ist im Radverkehr saufkommen gering belastet. Das zukünftige Radverkehrsaufkommen dieses
Stroms beträgt etwa 15 Radfahrer in der Morgenspitzenstunde.
• Den übrigen Fahrtbeziehungen im Radverkehr ist eine mindestens ausreichende Verkehrsqualität
(Stufe D) zuzuordnen. Den besonders starken Geradeausverkehren im Zuge der Von -Esmarch-
Straße kann in beiden Spitzenstunden sogar eine gute Qualität des Verkehrsablaufs (QSV B) zuge-
ordnet werden.
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5.3 Ganzheitliche Bewertung der Varianten
5.3.1 Methodik
Zur ganzheitlichen Bewertung der drei Varianten wurden die folgenden Kriterien herangezogen:
• Verkehrssicherheit,
• Qualität des Verkehrsablaufes für den Kfz-Verkehr,
• Qualität des Verkehrsablaufes für den Radverkehr,
• Sicherheit gegenüber Schwankungen der Verkehrsbelastung durch künftige Entwicklungen
• Akzeptanz der Verkehrsregelung
Für jede Variante werden die einzelnen Kriterien bewertet und die Bewertung wird dem Schulnotensystem
(Noten 1 bis 6) zugeordnet. Je nach Relevanz erhalten die Kriterien eine stärkere Gewichtung. Z.B. wird das
Kriterium Verkehrssicherheit im Vergleich zur Sicherheit gegenüber Schwankungen stärker gewichtet. Die
Bewertungsmatrix ist in Kapitel 5.3.7 dargestellt. Die Wahl und die Gewichtung der Bewertungskriterien er-
folgte auf der Grundlage der gutachterlichen Expertise und Erfahrung.
5.3.2 Verkehrssicherheit
Die Verkehrssicherheit ist einer der zentralen Faktoren, denn der gegenwärtige Ausbaustand weist Defizite
hinsichtlich der Verkehrssicherheit vor allem für Radfahrer auf. Die Verkehrssicherheit einer Verkehrsanlage
setzt sich aus der subjektiven und der objektiven Verkehrssicherheit zusammen.
Die Führung des Kfz- und des Radverkehrs in Variante 1 entspricht der gegenwärtigen Führung. Damit be-
steht für alle Verkehrsteilnehmer ein bekanntes System. Durch die fahrbahnnahe Führung der Radwege
entlang der Kreisfahrbahn und das Absetzten der Rad - und Fußgängerfurten besteht für den Kfz -Verkehr
jederzeit eine gute Sichtbeziehung auf die Radfahrer. Dies hat einen positiven Effekt auf die Verkehrssicher-
heit. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich auch bei einer optimierten Führung weiterhin
Verkehrsunfälle zwischen Kraftfahrern und Radfahrern ereignen werden. Diese treten an Kreisverkehren mit
umlaufenden Radwegen durch Unachtsamkeiten und falsch eingeschätzten Geschwindigkeiten auf. Dar-
über hinaus steigt die Bereitschaft riskante Fahrmanöver in Kauf zu nehmen, wenn Kraftfahrer lange
Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wie es in der vorliegenden Situation der Fall ist.
Die Führung von Radfahrern im Mischverkehr (Variante 2 ) ist grundsätzlich eine sichere Führungsform.
Radfahrer werden vom Seitenraum in das Sichtfeld der Kraftfahrer geführt, ordnen sich in den Kfz -Verkehr
ein und befahren den Kreisverkehr wie Kraftfahrer. Die subjektive Sicherheit ist jedoch besonders für unsi-
chere Radfahrer eher geringer als bei einer Führung im Seitenraum. Dennoch hat sich die Führung im
Mischverkehr bei weniger stark von Radfahrern genutzten Kreisverkehren als besonders sicher erwiesen. In
der vorliegenden Situation liegt jedoch ein Sonderfall vor. Einzelne Zufahrten zum Kreisverkehr weisen ein
besonders hohes Radverkehrsaufkommen auf. Gleichzeitig kommt es in diesen Zufahrten aufgrund der Ver-
kehrsbelastungen zu Rückstaus. Es ist davon auszugehen, dass nicht alle Radfahrer sich ordnungsgemäß in
den Kfz-Verkehr einordnen, sondern an den wartenden Kraftfahrern vorbeifahren. Dies sorgt für eine Un-
übersichtlichkeit und bringt ein hohes Konfliktpotential mit sich. Dies mindert die Verkehrssich erheit und
erhöht die Wahrscheinlichkeit von Verkehrsunfällen.
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In Variante 3 werden alle nichtverträglichen und begingt verträglichen Verkehrsströme signaltechnisch ge-
trennt. Damit bestehen sofern die Lichtzeichen beachtet werden in dieser Variante keine Konfliktpunkte. Die
Verkehrssicherheit dieser Variante ist somit am besten zu bewerten. Es ist jedoch zu beachten, dass V er-
kehrsunfälle an Lichtsignalanlagen mit der vollständigen Trennung nichtverträgliche r und be dingt
verträglicher Verkehrsströme bei Rotlichtverstößen auftreten können. Dabei ist zu beachten, dass die Un-
fallfolgen bei Rotlichtverstößen in der Regel schwerwiegender sind. Dies ist auf höhere Geschwindigkeiten
und die Tatsache, dass die anderen Verkehrsteilnehmer in der Regel auf die Einhaltung der Lichtzeichen ver-
trauen und somit unachtsamer sind, zurückzuführen.
Nach Angaben der Stadt Münster spielen Rotlichtverstöße in der Unfallstatistik der Stadt nur eine unterge-
ordnete Rolle. Zudem zeigt sich, dass auch bei der Umgestaltung eines bislang unsignalisierten
Knotenpunktes zu einem signalisierten Knotenpunkt keine Häufung von Rotlichtverstößen festzustellen ist.
5.3.3 Verkehrsqualität Kfz-Verkehr
Die Bewertung der Verkehrsqualität (vgl. Kap. 5.2) zeigt, dass das zukünftige Kfz -Verkehrsaufkommen bei
den Varianten 1 und 2 nicht mehr leistungsfähig abgewickelt werden kann. In diesen Varianten ist dem Kfz-
Verkehr eine mangelhafte bis ungenügende Verkehrsqualität (Stufe E bis F) zuzuordnen . Während in der
Variante 1 hohe Verlustzeiten und Rückstaus in einzelnen Zufahrten in den Spitzenstunden in Kauf genom-
men werden müssen, führt das zukünftige Verkehrsaufkommen in der Variante 2 aufgrund der Führung der
Radfahrer im Mischverkehr zu einem Kapazitätsdefizit. Die Verkehrsmengen in der Variante 2 können nicht
mehr abgewickelt werden und massive Störungen im Verkehrsablauf sind die Folge. Hierbei ist zu beachten,
dass die Verlustzeiten und Störungen im Verkehrsablauf nicht nur den motorisierten Individualverkehr
(MIV) betreffen, sondern gleichermaßen auch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Sowohl der
MIV als auch der ÖPNV nutzen dieselben Verkehrsflächen. Konkret sind davon drei Buslinien betroffen, die
im 20-Minuten-Takt die Von -Esmarch-Straße befahren. Durch die Rückstaus ist daher mit Verzögerungen
im Betriebsablauf der Buslinien zu rechnen
Die Verkehrsqualität des Kfz -Verkehrs ist in der Variante 3 als ausreichend (Qualitätsstufe D) einzustufen.
Die mittleren Verlustzeiten liegen in der Morgenspitzenstunde bei 5 9 s und in der Nachmittagsspitzen-
stunde bei 63 s. Punktuell auftretende Rückstauf und Fahrstreifenüberstauungen können in der Regel mit
den nächsten Signalumläufen vollständig abgebaut werden. Die Verkehrsqualität des Kfz-Verkehrs ist in der
Variante 3 gegenüber der anderen Varianten am besten einzustufen. Auch in der Variante 3 gelten die ange-
gebenen Verlustzeiten sowohl für den MIV als auch für den ÖPNV. Aufgrund der mindestens ausreichenden
Verkehrsqualität sind keine nennenswerten Verzögerungen im Betriebsablauf der Buslinien zu erwarten.
5.3.4 Verkehrsqualität Radverkehr
In Variante 1 sind Radfahrer dem Kfz -Verkehr bevorrechtigt. Somit entstehen keine Verlustzeiten für Rad-
fahrer und sie können ohne Störungen im Verkehrsfluss den Kreisverkehr passieren. Die Verkehrsqualität
der Radfahrer ist einer sehr guten Qualitätsstufe zuzuordnen und schneidet damit im Variantenvergleich am
besten ab.
In der Variante 2 treten im Radverkehr Verlustzeiten von bis zu 28 s auf. Diese treten in den Zufahrten mit
Rückstaus im Kfz-Verkehr aufgrund der Verflechtung der Radfahrer auf die Fahrbahn auf.
An Lichtsignalanlagen (Variante 3) treten für querende Radfahrer systematisch Verlustzeiten auf. Diese sind
aufgrund der Sperrzeiten unvermeidbar. Den linksabbiegenden Radfahrern von Osten nach Süden ist in der
Morgenspitzenstunde eine mangelhafte Verkehrsqualität (Stufe E) zuzuordnen. Das zukünftige
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Radverkehrsaufkommen dieses Stroms beträgt etwa 15 Radfahrer in der Morgenspitzenstunde. Den übrigen
Strömen im Radverkehr kann in den beiden maßgebenden Spitzenstunden eine mindestens ausreichende
Verkehrsqualität zugeordnet werden. Den geradeausfahrenden und rechtsabbiegenden Radfahrern kann
sogar eine sehr gute bis gute Verkehrsqualität (Stufe A bis B) zugeordnet werden.
Es ist zu beachten, dass die angegebenen Ergebnisse auf einer Festzeitsteuerung basieren. Die Verlustzeiten
und daraus resultierenden Qualitätsstufen des Verkehrsablaufes können sich bei Berücksichtigung einer
verkehrsabhängigen Steuerung noch ändern bzw. verbessern.
5.3.5 Sicherheit gegenüber Verkehrsschwankungen
Kreisverkehre sind starre Verkehrssysteme. Bei einer Änderung der gesamten Verkehrsbelastung oder von
einzelnen Strömen kann von außen nicht in den Verkehrsablauf eingegriffen werden. Damit besteht in den
Varianten 1 und 2 keine Sicherheit gegenüber Schwankungen. Hinzu kommt, dass die Kapazitäten einzelner
Knotenpunktzufahrten in den beiden Varianten nahezu erreicht bzw. überschritten sind. Eine weitere Ver-
kehrssteigerung als die der Prognose 2035 kann nicht mehr abgewickelt werden.
Die Variante 3 stellt dahingehend ein flexibles Verkehrssystem dar. Durch die verkehrsabhängige Signal-
steuerung werden die Grünzeiten entsprechend der Verkehrsnachfrage bestmöglich angepasst. Auch bei
einer Änderung der gesamten Verkehrsmenge oder einzelner Ströme kann von außen eingegriffen werden.
Nach dem aktuellen Signalisierungskonzept bestehen in allen Knotenpunktzufahrten noch Kapazitäten wei-
tere Verkehrsmengen aufzunehmen. Zudem besteht bei einer verkehrsabhängigen Signalplanung die
Möglichkeit einer Priorisierung des ÖPNVs. Dabei kann die Grünzeitenverteilung so erfolgen, dass auf den
Knotenpunkt zufahrende Busse bevorzugt über den Knotenpunkt geleitet werden können. Dadurch werden
Verzögerungen im Betriebsablauf vermieden.
5.3.6 Akzeptanz
Die Akzeptanz steht im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit. In der Variante 1 ist von einer hohen
Akzeptanz auszugehen. Sowohl Radfahrer als Kraftfahrer kennen die Führungsform und es besteht ein ho-
hes subjektives Sicherheitsempfinden.
Da das subjektive Sicherheitsempfinden bei der Variante 2 in der Regel geringer ist, ist davon auszugehen,
dass es Radfahrer geben wird, die nicht im Mischverkehr die Kreisfahrbahn befahren, sondern weiter im Sei-
tenraum auf den Gehwegen fahren werden. Auch die Rückstausituation und den damit einhergehenden
Verlustzeiten der Radfahrer führen dazu, dass die Akzeptanz sinkt im Mischverkehr zu fahren. Dies kann zu
einer weiteren Verschlechterung der Verkehrssituation (Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität) fü hren,
da Radfahrer den Kreisverkehr regelwidrig an den Fußgängerüberwegen queren.
Eine Lichtsignalanlage ( Variante 3)ist aufgrund der klaren Regelungen und einem hohen Sicherheitsemp-
finden eine Betriebsform mit einer hohen Akzeptanz. Nach Angaben der Stadt Münster besteht auch bei
einem Umbau eines unsignalisierten Knotenpunktes zu einem signalisierten eine hohe Akzepta nz sich an
diese neuen Regelungen zu halten.
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5.3.7 Zusammenfassende Bewertung
Tabelle 11 dokumentiert die Bewertung der einzelnen Kriterien in den drei Varianten. Den Kriterien wurden
dabei Schulnoten (Noten 1 bis 6) zugeordnet.
Tabelle 11: Ganzheitliche Bewertungsmatrix der drei Varianten
Kriterium Gewichtung Variante 1 Variante 2 Variante 3
Verkehrssicherheit 0,5 3 5 1
Verkehrsqualität
Kfz 0,15 5 6 4
Rad 0,15 1 3 5
Sicherheit gegenüber Schwankungen 0,1 5 5 1
Akzeptanz 0,1 1 5 2
Gesamt 3,00 4,85 2,15
Insgesamt ist ein klares Bewertungsbild zu erkennen. Die Variante 3 schneidet bei der ganzheitlichen Be-
wertung mit einer Note von 2,15 am besten ab. Jedoch ist die Verkehrsqualität für Radfahrer in dieser Variante
am schlechtesten zu bewerten. Variante 1 liegt mit einer Note von 3,00 in der ganzheitlichen Bewertung hin-
ter Variante 3. Die Verkehrsqualität des Kfz -Verkehrs ist mangelhaft und der Kreisverkehr weist keine
weiteren Kapazitäten für Verkehrsschwankungen oder Zunahmen auf. Jedoch ist diese Variante hinsichtlich
der Verkehrsqualität für Radfahrer am besten zu bewerten. Variante 2 schneidet mit einer Note von 4,85 am
schlechtesten ab. Sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Verkehrsqualität weisen Mängel und Defizite
auf.
Unter Berücksichtigung aller Kriterien ist die Variante 3 (Umbau des Kreisverkehrs zu einem signalisierten
Knotenpunkt) als Vorzugsvariante zu bewerten und wird empfohlen.
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6 Zusammenfassung und gutachterliche Stellungnahme
Die Stadt Münster plant die Umgestaltung des Knotenpunktes Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße /
Busso-Peus-Straße. Zum einen ist zukünftig eine nennenswerte Verkehrssteigerung am genannten Kreis-
verkehr prognostiziert und zum anderen zeigt der Kreisverkehr ein auffälliges Unfallbild.
Es bestehen drei Varianten der Umgestaltung:
• Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
• Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
• Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
Die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft mbH wurde von der Stadt Münster mit einer Verkehrsun-
tersuchung beauftragt. Ziel der Untersuchung war es, das von der Stadt prognostizierte zukünftige
Verkehrsaufkommen zu überprüfen und ggf. neu herzuleiten. Zudem soll ten die Auswirkungen des Mehr-
verkehrs im Rahmen einer Variantenuntersuchung mittels der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation
bewertet werden und somit eine ganzheitliche Bewertung der Varianten hinsichtlich Funktionsfähigkeit und
Sicherheit erfolgen.
Zunächst wurde die heutige Situation bewertet. Dafür wurde eine Verkehrserhebung an zwei repräsentati-
ven Werktagen (Mittwoch, den 25. Juni 2025 und Donnerstag, den 26. Juni 2025) durchgeführt. Die daraus
resultierenden maßgebenden Verkehrsbelastungen wurde n der Bewertung der heutigen Situation zu-
grunde gelegt. Darüber hinaus wurde eine Unfallanalyse de r Jahre 2020 bis 2024 durchgeführt. Die
Bewertung der heutigen Situation kommt zu folgenden Ergebnissen:
• Das heutige Verkehrsaufkommen (Kfz -Verkehrsaufkommen und Radverkehrsaufkommen) kann
sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der Nachmittagsspitzenstunde mit einer sehr guten
Verkehrsqualität (Stufe A) abgewickelt werden.
• Die Auswertung der Unfalldaten zeigt, dass am untersuchten Kreisverkehr eine Unfallhäufung vor-
liegt. Besonders auffällig ist, dass bei allen Unfällen mit Personenschaden mindestens eine
radfahrende Person beteiligt war. Die meisten Unfälle ereigneten sich in der Zu - und Ausfahrt des
südlichen Knotenpunktarms.
Daten zur Verkehrsprognose wurden von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt. Die Prognose setzt sich
aus zwei Bausteinen zusammen: Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier und Entwicklungen gemäß
Wohnbaulandprogramm. Die Verkehrsprognose wurde hinsichtl ich der Kenngrößen zur Abschätzung von
Neuverkehren geprüft und als belastbar eingestuft.
Das von der Stadt Münster prognostizierte Neuverkehrsaufkommen wurde mittels der Modellumlegung im
Streckennetz verteilt. Das daraus resultierende Neuverkehrsaufkommen am Knotenpunkt Von -Esmarch-
Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Überlagerung
des Neuverkehrsaufkommens mit den Analysebelastungen ergibt den Prognosefall.
Auf Basis der Verkehrs belastungen im Prognosefall wurde die Variantenuntersuchung der drei Varianten
durchgeführt und eine ganzheitliche Bewertung mit den Kriterien Verkehrssicherheit, Verkehrsqualität, Si-
cherheit gegenüber Schwankungen und Akzeptanz vorgenommen.
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BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 61
Die Variantenuntersuchung kommt zu folgenden Ergebnissen:
• Die Variante 1 weist eine mangelhafte Verkehrsqualität für den Kfz-Verkehr und eine sehr gute Ver-
kehrsqualität für den Radverkehr auf. Es ist von einer hohen Akzeptanz der Verkehrsanlagen
auszugehen. Die Verkehrssicherheit ist im Vergleich zu einer Lichtsignalanlage ger inger, jedoch
wird der optimierte Kreisverkehr zu einer Verbesserung der gegenwärtigen Verkehrssicherheit füh-
ren. Der Kreisverkehr ist ein starres System und bietet keine Sicherheit gegenüber
Verkehrsschwankungen. Die Variante ist mit der Note 3,00 zu bewerten.
• Die Variante 2 weist eine ungenügende Verkehrsqualität für den Kfz -Verkehr und eine befriedi-
gende Verkehrsqualität für den Radverkehr auf. Es ist von einer geringen Akzeptanz der
Verkehrsanlagen auszugehen. Aufgrund der Verkehrsqualität und der geringeren Akzeptanz ist die
Verkehrssicherheit im Vergleich zu den anderen Varianten als gering einzustufen. Der Kreisverkehr
ist ein starres System und bietet keine Sicherheit gegenüber Verkehrsschwankungen. Die ganzheit-
liche Bewertung zeigt, dass die Variante mit der Note 4,85 zu bewerten ist.
• Die Variante 3 weist eine ausreichende Verkehrsqualität für den Kfz-Verkehr und eine mangelhafte
Verkehrsqualität für den Radverkehr auf. Es ist von einer hohen Akzeptanz der Verkehrsanlagen
auszugehen. Die Verkehrssicherheit ist im Vergleich zu den anderen Varianten als hoch einzustu-
fen. Die Lichtsignalanlage ist ein flexibles System und bietet Sicherheit gegenüber Schwankungen.
Die Variante ist mit der Note 2,15 zu bewerten.
Fazit:
Unter Berücksichtigung aller Kriterien ist die Variante 3 (Umbau des Kreisverkehrs zu einem signalisierten
Knotenpunkt) als Vorzugsvariante zu bewerten und wird empfohlen.
Brilon Bondzio Weiser
Ingenieurgesellschaft mbH
Bochum, 22. Januar 2026
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Literaturverzeichnis
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Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS). Köln, 2015
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Hinweise zur mikroskopischen Verkehrsflusssimulation - Grundlagen und Anwendung. Köln, 2006
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Digitale Orthophotos, Geobasis NRW 2025 (dl-de/by-2-0)
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Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt). Köln, 2006
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Ad-hoc-Arbeitspapier Ergänzende Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06. Köln. 2024.
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Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen (M Uko). Köln, 2012
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[9] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
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[11] Stadt Münster:
Ergebnisse der internationalen Ideenwerkstatt. Münster, 2020
[12] BBW Software GmbH:
Programm Ver_Bau nach Bosserhoff – Version 2025. Bochum, 2025
[13] Ingenieurbüro Helmert:
Mobilitätsbefragung 2022 zum werktäglichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung in Münster.
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[14] Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.:
Verkehrssicherheit innerörtlicher Kreisverkehre. Berlin, 2012.
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Anlagenverzeichnis
Verkehrsaufkommen (Knotenstrombelastungen)
Anlage Q-1: Verkehrsbelastungen in der Morgenspitzenstunde im Analysefall
Anlage Q-2: Verkehrsbelastungen in der Nachmittagsspitzenstunde im Analysefall
Anlage Q-3: Neuverkehrsaufkommen in der Morgenspitzenstunde im Prognosefall
Anlage Q-4: Neuverkehrsaufkommen in der Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall
Anlage Q-5: Verkehrsbelastungen in der Morgenspitzenstunde im Prognosefall
Anlage Q-6: Verkehrsbelastungen in der Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall
Verkehrstechnische Berechnungen
Analysefall
Bestand: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-1: Skizze der Kreis-Geometrie
Anlage V-2: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-3: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-4: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-5: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
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Prognosefall
Variante 1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-6: Skizze der Kreis-Geometrie
Anlage V-7: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-8: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-9: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-10: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
Variante 2: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-11: Skizze der Kreis-Geometrie
Anlage V-12: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-13: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-14: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-15: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
Variante 3: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-16: Knotendaten
Anlage V-17: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-18: Signalzeitenplan
Anlage V-19: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-20: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-21: Signalzeitenplan
Anlage V-22: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
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Erläuterung zu den Anlagen für Knotenpunkte mit Lichtsignalanlage
Die einzelnen Formelzeichen in dem angezeigten Formblatt nach dem HBS 2015 bedeuten:
Zuf. Zufahrt
Fstr. Nr. Fahrstreifen-Nr.
Symbol Fahrstreifen-Symbol
SGR Signalgruppe
tF Freigabezeit [ s ]
tS Sperrzeit [ s ]
fA Abflusszeitanteil [ - ]
q Verkehrsstärke [ Kfz / h ]
m Mittlere Anzahl eintreffender Kfz pro Umlauf [ Kfz / U]
tB Mittlerer Zeit-Bedarfswert [ s / Kfz ]
qS Sättigungsverkehrsstärke [ Kfz / h ]
nC Abflusskapazität pro Umlauf [ Kfz /U ]
C Kapazität eines Fahrstreifens [ Kfz / h ]
NGE Mittlere Rückstaulänge bei Freigabeende [ Kfz ]
NMS,95 Maximalstau, der mit einer stat. Sicherheit von 95% nicht überschritten wird [ Kfz ]
LX Erforderliche Stauraumlänge [ m ]
LK Länge des kurzen Aufstellstreifens [ m ]
NMS,95>nK Kurzer Aufstellstreifen vorhanden [ - ]
x Auslastungsgrad [ x ]
tW Mittlere Wartezeit [ s ]
QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs [ - ]
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Erläuterung zu den Anlagen für vorfahrtgeregelte Einmündungen und Kreuzungen
Strom-Nr. Nummer der Ströme
q-e-vorh. Vorhandene Verkehrsstärke in der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
tg Grenzzeitlücke der Ströme [ s ]
tf Folgezeitlücke der Ströme [ s ]
q-Haupt Verkehrsstärke der bevorrechtigten Ströme [ Kfz/h ]
q-max Kapazität der Ströme [ Pkw-E/h ]
Misch Kapazität der Mischströme [ Pkw-E/h ]
W Mittlere Wartezeit pro Pkw-E [ s ]
N-95 Rückstaulänge, die in 95% aller Zeit nicht überschritten wird [ Pkw-E ]
N-99 Rückstaulänge, die in 99% aller Zeit nicht überschritten wird [ Pkw-E ]
QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs
Erläuterung zu den Anlagen für Kreisverkehre
n-in Anzahl der Fahrstreifen
F+R Anzahl der die Zufahrt querenden Fußgänger und Radfahrer
q-Kreis Verkehrsstärke auf der Kreisfahrbahn unmittelbar oberhalb der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
q-e-vorh. Vorhandene Verkehrsstärke in der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
q-e-max. Maximale Verkehrsstärke = Kapazität der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
x Auslastungsgrad [- ]
Reserve Kapazitätsreserve = Differenz zwischen der Kapazität der Zufahrt und der
tatsächlichen Verkehrsstärke in der Zufahrt
Mittl. Wz Mittlere Wartezeit pro Pkw-E [ s ]
LOS Level-Of-Service = Stufe der Verkehrsqualität in der einzelnen Zufahrt
L Mittlere Länge des Rückstaus
(Summe aus der Anzahl von rückgestauten Fahrzeugen vor dem
Fußgängerüberweg und unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreis)
[ Pkw-E ]
L-95% Percentilwert des Rückstaus
Während 95% der Zeit ist der Rückstau kürzer oder gleich den angegebe-
nen Werten (Summe aus der Anzahl von rückgestauten Fahrzeugen vor
dem Fußgängerüberweg und unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreis)
[ Pkw-E ]
L-99% Percentilwert des Rückstaus
Während 99% der Zeit ist der Rückstau kürzer oder gleich den angegebe-
nen Werten (Summe aus der Anzahl von rückgestauten Fahrzeugen vor
dem Fußgängerüberweg und unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreis)
[ Pkw-E ]
Unter der Tabelle sind der Zufluss über alle Zufahrten, die Summe aller Wartezeiten pro Stunde (in Kfz-h/h)
sowie die mittlere Wartezeit pro Fahrzeug (in s pro Fahrzeug) aufgeführt.
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Anlagen
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Anlagen
Q-1 bis Q-6
Verkehrsaufkommen
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
6|88
3|388
5|72
4|80
1.28239
(0|1) 302
(6|1)
125
(1|0)
0
(0|0)
26(0|0)
122(14|0)
41(2|0)
3(0|0)
123
(1|1)
155
(3|0)25
(1|0)1
(0|1)
58(2|0)
224(10|0)
38(1|0)
0(0|0)
Verkehrsbelastungen im Analysefall
in der Morgenspitzenstunde
Donnerstag, 26.06.2025
[Kfz/h (Lkw1/h | Lkw2/h)] [FG/h | Rad/h]An
lage Q-1
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
8|70
4|132
9|43
11|264
Verkehrsbelastungen im Analysefall
in der Nachmittagsspitzenstunde
Donnerstag, 26.06.2025
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-2
63
(0|0) 162
(1|0)
42
(0|1)
0
(0|0)
75(1|0)
250(11|0)
97(0|0)
0(0|0)
83
(1|1)
271
(1|3)57
(0|0)0
(0|0)
50(0|0)
161(9|0)
53(0|0)
0(0|0)
1.364
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Neuverkehrsaufkommen
Prognosefall (2035)
Morgenspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-3
3597
(0|0) 83
(1|0)
27
(0|0)
5(0|0)
15(2|0)
10(0|0)
54
(1|0)
53
(4|0)3
(0|0)
16(1|0)
75(3|0)
11(1|0)
22
136
26
8
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Neuverkehrsaufkommen
Prognosefall (2035)
Nachmittagsspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-4
33818
(0|0) 55
(0|0)
11
(0|1)
13(0|0)
44(2|0)
19(0|0)
32
(0|0)
75
(0|1)17
(0|0)
12(0|0)
35(3|0)
7(0|0)
25
27
13
53
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Verkehrsbelastungen
im Prognosefall
in der Morgenspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-5
1.64146
(0|1) 385
(7|1)
152
(1|0)
0
(0|0)
31(0|0)
137(16|0)
51(2|0)
3(0|0)
177
(2|1)
208
(7|0)28
(1|0)1
(0|1)
74(3|0)
299(13|0)
49(2|0)
0(0|0)
8|110
5|524
7|98
5|88
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Verkehrsbelastungen
im Prognosefall 2035
in der Nachmittagsspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-6
81
(0|0) 217
(1|0)
53
(0|2)
0
(0|0)
88(1|0)
294(13|0)
116(0|0)
0(0|0)
115
(1|1)
346
(1|4)74
(0|0)0
(0|0)
62(0|0)
196(12|0)
60(0|0)
0(0|0)
1.702
11|95
5|159
12|56
14|317
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-1 bis V-5
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Analysefall
Bestand
Ski
zze der Kreis-Geometrie
Datei: 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_MS
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
0 5 m
1: Von-Esmarch-Straße (West)
0 5 m
2: Roxeler Straße
0 5 m
3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
0 5 m
4: Busso-Peus-Straße
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
Anlage V-1
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 58
Qg: 224
Ql : 38
S = 320
S = 186
Qw: 1
Qr : 123
Qg : 155
Ql : 25
S = 304
S = 402
Qw: 3
Qr : 26
Qg: 122
Ql : 41
S = 192
S = 475
Qw: 0
Qr : 39
Qg : 302
Ql : 125
S = 466 S = 219
0 400 Fz / h
Sum = 1282
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
Anlage V-2
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_MS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Morgenspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
479
397
224
202
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
90
390
80
80
q-e-vorh
Kfz/h
320
304
192
466
q-e-vorh
Pkw-E/h
327
310
200
472
q-e-max
Pkw-E/h
818
765
1028
1047
q-e-max
Kfz/h
800
750
987
1034
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,40
0,41
0,19
0,45
Reserve
Fz/h
480
446
795
568
Wz
s
7,5
8,1
4,5
6,3
L
Fz
0,5
0,5
0,2
0,6
L-95
Fz
2
3
1
3
L-99
Fz
4
4
2
4
QSV
-
A
A
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : A
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1309 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1282 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 2,41 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 6,76 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Anlage V-3
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 50
Qg: 161
Ql : 53
S = 264
S = 370
Qw: 0
Qr : 83
Qg: 271
Ql : 57
S = 411
S = 309
Qw: 0
Qr : 75
Qg: 250
Ql : 97
S = 422
S = 286
Qw: 0
Qr : 63
Qg: 162
Ql : 42
S = 267 S = 399
0 500 Fz / h
Sum = 1364
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
Anlage V-4
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_NMS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
303
262
385
410
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
70
140
50
270
q-e-vorh
Kfz/h
264
411
422
267
q-e-vorh
Pkw-E/h
269
417
429
269
q-e-max
Pkw-E/h
963
967
898
804
q-e-max
Kfz/h
945
953
883
798
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,28
0,43
0,48
0,33
Reserve
Fz/h
681
542
461
531
Wz
s
5,3
6,6
7,8
6,8
L
Fz
0,3
0,5
0,6
0,3
L-95
Fz
2
3
3
2
L-99
Fz
2
4
5
3
QSV
-
A
A
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : A
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1384 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1364 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 2,56 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 6,76 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Anlage V-5
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-6 bis V-10
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Variante 1
Prognosefall
Skizze der Kreis-Geometrie
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
0 5 m
1: Von-Esmarch-Straße (West)
0 5 m
2: Roxeler Straße
0 5 m
3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
0 5 m
4: Busso-Peus-Straße
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-6
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 74
Qg : 299
Ql : 49
S = 422
S = 211
Qw: 1
Qr : 177
Qg : 208
Ql : 28
S = 414
S = 511
Qw: 3
Qr : 31
Qg : 137
Ql : 51
S = 222
S = 631
Qw: 0
Qr : 46
Qg : 385
Ql : 152
S = 583 S = 288
0 500 Fz / h
Sum = 1641
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-7
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_MS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Morgenspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
600
512
293
231
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
110
530
100
90
q-e-vorh
Kfz/h
422
414
222
583
q-e-vorh
Pkw-E/h
432
422
231
590
q-e-max
Pkw-E/h
721
662
962
1018
q-e-max
Kfz/h
704
649
925
1006
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,60
0,64
0,24
0,58
Reserve
Fz/h
282
235
703
423
Wz
s
12,7
15,1
5,1
8,5
L
Fz
1,0
1,2
0,2
1,0
L-95
Fz
5
6
1
5
L-99
Fz
7
8
2
7
QSV
-
B
B
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : B
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1675 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1641 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 4,92 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 10,79 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-8
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 62
Qg : 196
Ql : 60
S = 318
S = 449
Qw: 0
Qr : 115
Qg : 346
Ql : 74
S = 535
S = 395
Qw: 0
Qr : 88
Qg : 294
Ql : 116
S = 498
S = 364
Qw: 0
Qr : 81
Qg : 217
Ql : 53
S = 351 S = 494
0 600 Fz / h
Sum = 1702
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-9
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_NMS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
389
317
485
491
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
100
160
60
320
q-e-vorh
Kfz/h
318
535
498
351
q-e-vorh
Pkw-E/h
324
542
506
354
q-e-max
Pkw-E/h
885
915
816
736
q-e-max
Kfz/h
869
903
803
730
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,37
0,59
0,62
0,48
Reserve
Fz/h
551
368
305
379
Wz
s
6,5
9,7
11,7
9,5
L
Fz
0,4
1,0
1,1
0,6
L-95
Fz
2
5
5
3
L-99
Fz
3
7
8
5
QSV
-
A
A
B
A
Gesamt-Qualitätsstufe : B
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1726 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1702 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 4,57 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 9,67 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-10
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-11 bis V-15
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Prognosefall
Variante 2
Skizze der Kreis-Geometrie
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
0 5 m
1: Von-Esmarch-Straße (West)
0 5 m
2: Roxeler Straße
0 5 m
3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
0 5 m
4: Busso-Peus-Straße
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-11
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 62
Qg : 196
Ql : 60
S = 318
S = 449
Qw: 0
Qr : 115
Qg : 346
Ql : 74
S = 535
S = 395
Qw: 0
Qr : 88
Qg : 294
Ql : 116
S = 498
S = 364
Qw: 0
Qr : 81
Qg : 217
Ql : 53
S = 351 S = 494
0 600 Fz / h
Sum = 1702
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-12
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 74
Qg : 299
Ql : 49
S = 422
S = 211
Qw: 1
Qr : 177
Qg : 208
Ql : 28
S = 414
S = 511
Qw: 3
Qr : 31
Qg : 137
Ql : 51
S = 222
S = 631
Qw: 0
Qr : 46
Qg : 385
Ql : 152
S = 583 S = 288
0 500 Fz / h
Sum = 1641
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-13
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_MS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Morgenspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
655
777
343
276
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
0
0
0
0
q-e-vorh
Kfz/h
942
484
302
693
q-e-vorh
Pkw-E/h
692
457
271
645
q-e-max
Pkw-E/h
690
599
939
995
q-e-max
Kfz/h
939
634
1046
1069
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
1,00
0,76
0,29
0,65
Reserve
Fz/h
-3
150
744
376
Wz
s
89,7
23,2
4,8
9,5
L
Fz
18,8
2,2
0,3
1,3
L-95
Fz
39
9
2
6
L-99
Fz
48
13
2
9
QSV
-
F
C
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : F
Es wurde so gerechnet, als würden - trotz Überlastung - die vorgebenen Verkehre in den Kreis gelangen.
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 2065 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1641 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 15,02 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 32,95 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-14
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_NMS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
439
397
515
651
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
0
0
0
0
q-e-vorh
Kfz/h
458
585
798
436
q-e-vorh
Pkw-E/h
394
567
656
396
q-e-max
Pkw-E/h
860
894
799
693
q-e-max
Kfz/h
1000
922
972
763
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,46
0,63
0,82
0,57
Reserve
Fz/h
542
337
174
327
Wz
s
6,6
10,6
19,9
11,0
L
Fz
0,6
1,2
3,1
0,9
L-95
Fz
3
6
13
4
L-99
Fz
4
8
18
6
QSV
-
A
B
B
B
Gesamt-Qualitätsstufe : B
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 2013 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1702 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 5,98 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 12,65 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-15
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-16 bis V-22
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Prognosefall
Variante 3
Knotendaten
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
DL11 DL12 FV1L(Kfz)D11 D12 FV1(Kfz)DR11 DR12 FV1R(Kfz)DR... RD1(Rad)FG11(T11)
FG12(T12) 13216
4512DL21
DL22
FV2L(Kfz)
D21
D22
FV2(Kfz)
DR21
DR22
FV2R(Kfz)
DR...
RD2(Rad)
FG21(T21)FG22(T22)
2
32164521DL31 FV3L (Kfz) D31 D32 FV3 (Kfz) DR31 DR32 FV3R (Kfz) DR... RD3 (Rad) FG31 (T31)
FG32 (T32) 3 3 2 1 6
4 5 1 2
DL41
DL42
FV4L(Kfz)
D41
D42
FV4(Kfz)
DR41
DR42
FV4R(Kfz)
DR...
RD4(Rad)
FG41(T41)
FG42(T42)
4
3216 4512
KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeA
nlage V-16
Strombelastungsdiagramm
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
464951523130849Ʃ693Ʃ388
74 829 49 46 227 29 Ʃ952Ʃ302
177308297449554Ʃ514Ʃ623
3122754
177829152Ʃ312
Ʃ1158
von\nach12341542273121772930838297449415249546 20 100 800
(Arm 4)
(Arm 3)
(Arm 2)
(Arm 1)
Planfall_2035_MSA
nlage V-17
Signalzeitenplan
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
01020304050607080TU=90Signal-gruppe An Ab TF Ausl.grad
GelbGruenRotRotgelb
FV174621 0,3169 7475FV1L74838 0,2874758386FV1R60665 0,2660616669FV2255327 0,512526 5356FV2L25326 0,2025263235FV2R253214 25263235 74758386FV3871820 0,661821 8788FV3L102110 0,2210112124FV3R25326 0,5325263235FV4367033 0,523637 7073FV4L57679 0,6957586770FV4R13217 0,3013142124FG11405212 4052FG12405212 4052FG21317143 17FG22317143 17FG31437330 43 73FG32437330 43 73FG41755205 75FG42755205 75RD17472279 7475RD2395414 39405456RD32211823 2123RD4427128 4243 7173 HBS 2015EP\AP\UP
SP1 FZ (TU=90)A
nlage V-18
Nachweis der Verkehrsqualität
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
MIV - SP1 FZ (TU=90) (TU=90) - Planfall_2035_MS
Zuf Zufahrt [-] Fstr.Nr. Fahrstreifen-Nummer[-] Symbol Fahrstreifen-Symbol[-] SGR Signalgruppe[-] tF Freigabezeit[s] tA Abflusszeit [s] tS Sperrzeit [s] fA Abflusszeitanteil[-] q Belastung [Kfz/h] m Mittlere Anzahl eintreffender Kfz pro Umlauf[Kfz/U] tB Mittlerer Zeitbedarfswert[s/Kfz] qS Sättigungsverkehrsstärke[Kfz/h] C Kapazität des Fahrstreifens[Kfz/h] nCAbflusskapazität pro Umlauf[Kfz/U] NGEMittlere Rückstaulänge bei Freigabeende[Kfz] NMSMittlere Rückstaulänge bei Maximalstau[Kfz] NMS,95Rückstau bei Maximalstau, der mit einer stat. Sicherheit von 95% nicht überschritten wird[Kfz] Lx Erforderliche Stauraumlänge[m] LK Länge des kurzen Aufstellstreifens[m] NMS,95>nKKurzer Aufstellstreifen vorhanden[-] x Auslastungsgrad[-] tWMittlere Wartezeit[s] QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs[-]
ZufFstr.Nr.SymbolSGRtF[s]tA[s]tS[s]fA[-]q[Kfz/h]m[Kfz/U]tB[s/Kfz]qS[Kfz/h]C[Kfz/h]nC[Kfz/U]NGE[Kfz]NMS[Kfz]NMS,95[Kfz]Lx[m]LK[m]NMS,95>nK[-]xtW[s]QSV[-]Bemerkung11 FV1R2 FV13 FV1L21 FV2R2 FV21+2FV2, FV2R3 FV2L31 FV3R2 FV33 FV3L41 FV4R2 FV43 FV4LKnotenpunktssummen: Gewichtete Mittelwerte:
56850,067310,7751,989181012130,1940,9302,56115,36635,000-0,25645,628C
2122690,2441373,4251,9581839449110,2523,0496,00239,181-0,30529,807B
89820,100541,3501,850194619550,2181,4683,51721,693-0,27741,513C
1415760,1671774,4252,050175629370,9585,0588,86254,07641,000x0,60446,499C
2728630,3112085,2001,8451951607150,3024,3137,82548,124-0,34325,704B
3859,6251,9401856761190,6247,78912,50976,930-0,50622,717B67840,078290,7251,940185614540,1400,8192,35015,200-0,20042,336C
67840,078741,8501,993180614140,6582,4375,07731,37632,000-0,52556,687D
2021700,2332997,4751,8591937451111,2998,08012,88779,874-0,66341,679C
1011800,122491,2251,995180522060,1621,2683,17219,622-0,22338,311C
78830,089461,1502,055175215640,2381,3143,25320,16224,000-0,29543,845C
3334570,3783859,6251,8321965743190,6588,10212,91678,891-0,51824,837B
910810,1111523,8001,809199022161,4265,0848,89753,649-0,68861,734D
16413603 0,50634,863 TU = 90 s T = 3600 s Instationaritätsfaktor = 1,1A
nlage V-19
Strombelastungsdiagramm
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
81317538840660Ʃ451Ʃ554
62 356 60 81 614 74 Ʃ478Ʃ769
1154067462317116Ʃ595Ʃ495
8861411611535653Ʃ818
Ʃ524
von\nach12341116614882115744063356626045331781 20 100 600
(Arm 4)
(Arm 3)
(Arm 2)
(Arm 1)
Planfall_2035_NMSA
nlage V-20
Signalzeitenplan
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
010203040506070TU=80Signal-gruppe An Ab TF Ausl.grad
GelbGruenRotRotgelb
FV164621 0,6669 6465FV1L64738 0,5164657376FV1R50565 50515659FV2254317 0,7925264346FV2L25326 0,4325263235FV2R64738 0,5864657376FV3771820 0,391821 7778FV3L102110 0,2310112124FV3R25326 0,3825263235FV4366023 0,493637 6063FV4L47579 0,2347485760FV4R13217 13142124FG11284214 2842FG12284214 2842FG21317143 17FG22317143 17FG31436320 43 63FG32436320 43 63FG41655205 65FG42655205 65RD16472279 6465RD2274416 27284446RD32221923 2224RD4426118 4243 6163 HBS 2015EP\AP\UP
SP2 VA (TU=80)A
nlage V-21
Nachweis der Verkehrsqualität
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
MIV - SP2 VA (TU=80) (TU=80) - Planfall_2035_NMS
Zuf Zufahrt [-] Fstr.Nr. Fahrstreifen-Nummer[-] Symbol Fahrstreifen-Symbol[-] SGR Signalgruppe[-] tF Freigabezeit[s] tA Abflusszeit [s] tS Sperrzeit [s] fA Abflusszeitanteil[-] q Belastung [Kfz/h] m Mittlere Anzahl eintreffender Kfz pro Umlauf[Kfz/U] tB Mittlerer Zeitbedarfswert[s/Kfz] qS Sättigungsverkehrsstärke[Kfz/h] C Kapazität des Fahrstreifens[Kfz/h] nCAbflusskapazität pro Umlauf[Kfz/U] NGEMittlere Rückstaulänge bei Freigabeende[Kfz] NMSMittlere Rückstaulänge bei Maximalstau[Kfz] NMS,95Rückstau bei Maximalstau, der mit einer stat. Sicherheit von 95% nicht überschritten wird[Kfz] Lx Erforderliche Stauraumlänge[m] LK Länge des kurzen Aufstellstreifens[m] NMS,95>nKKurzer Aufstellstreifen vorhanden[-] x Auslastungsgrad[-] tWMittlere Wartezeit[s] QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs[-]
ZufFstr.Nr.SymbolSGRtF[s]tA[s]tS[s]fA[-]q[Kfz/h]m[Kfz/U]tB[s/Kfz]qS[Kfz/h]C[Kfz/h]nC[Kfz/U]NGE[Kfz]NMS[Kfz]NMS,95[Kfz]Lx[m]LK[m]NMS,95>nK[-]xtW[s]QSV[-]Bemerkung11 FV1R2 FV11+2FV1, FV1R3 FV1L21 FV2R2 FV23 FV2L31 FV3R2 FV33 FV3L41 FV4R2 FV41+2FV4, FV4R3 FV4LKnotenpunktssummen: Gewichtete Mittelwerte:
56750,075881,9562,007179413531,1493,0516,00536,35435,000x0,65266,625D
2122590,2752946,5331,8591937533120,7636,34710,60865,748-0,55229,941B
3828,4891,8931902575131,3168,72713,72385,055-0,66432,615B89720,1131162,5781,800200022650,6343,0616,02036,120-0,51343,506C
89720,1131152,5562,056175119840,8513,2776,33938,79541,000-0,58149,155C
1718630,2253467,6891,8361961441102,7359,97215,31393,716-0,78551,506D
67740,087741,6441,800200017440,4321,9914,37726,262-0,42543,561C
67740,087621,3781,935186016240,3591,6603,83923,03432,000-0,38342,470C
2021600,2631964,3561,8831912503110,3743,9517,31345,896-0,39026,887B
1011700,138601,3331,935186025760,1721,3603,33219,992-0,23333,118B
78730,100811,8001,989181018140,4772,1734,66627,99624,000x0,44843,407C
2324570,3002174,8221,8051994598130,3314,1197,55145,442-0,36323,988B
2986,6221,8561940608140,5805,95410,08160,667-0,49025,733B910710,125531,1781,903189223650,1641,2243,09519,628-0,22534,013B
17023380 0,56137,347 TU = 80 s T = 3600 s Instationaritätsfaktor = 1,1A
nlage V-22
Anlage A
1567 Zeichen
Anlage A zur V/0048/2026 Kurzüberblick Überprüfung eines Unfallkommissionsbeschlusses zur Entschärfung des Unfallschwerpunktes am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße/Roxeler Straße/Busso-Peus-Straße im Rahmen einer gut- achterlichen Expertise Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage wird das Ziel „umweltgerechte und wirtschaftliche Bereitstellung von sicheren sowie bedarfsgerechten Verkehrsflächen und –anlagen“ verfolgt. Das Teilziel lautet „Verkehrssicherheitsprogramm /Umsetzung von Verkehrsberuhigungsmaß- nahmen“. In einem nächsten Schritt wird den politischen Gremien ein Grundsatzbeschluss zur Beschluss- fassung vorgelegt wird. Nach Ausarbeitung der Planung wird anschließend der obligatorische Baubeschluss eingeholt Finanzierung Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan x Ja Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2026 enthalten? x Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? x Ja Nein Bereits veranschlagt? x Ja Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig x überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Rechtliche Grundlagen: PG 1201: Grundgesetz (GG), Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Bundesfernstraßengesetz (FStrG), Straßen- und Wegegesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (StrWG NRW) Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) -
Berichtsvorlage
3866 Zeichen
V/0048/2026 V/0048/2026 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Unfallhäufungsstelle Kreisverkehr V. -Esmarch-Straße/Busso-Peus-Straße/Roxeler Straße - Schlussbericht des Gutachtens" Beratungsfolge 28.01.2026 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht 26.02.2026 Bezirksvertretung Münster-West Bericht Bericht: Ausgangssituation Im November 2024 hat die Verwaltung in der Bezirksvertretung West und im Ausschuss für Mobilität und Verkehr über die Überplanung des Kreisverkehrs v.-Esmarch-Straße/Busso-Peus-Straße/Roxeler Straße berichtet (V/0406/2024). Mit Blick auf einen Beschluss der Unfallkommission hatte die Verwal- tung den seit vielen Jahren unfallauffälligen Kreisverkehr planerisch in einen signalisierten Knoten- punkt überführt. Der Rat der Stadt Münster hat nach intensiver Diskussion in den politischen Gremien die Anregung der Bezirksvertretung West (ABV/0004/2025) aufgegriffen und in seiner Sitzung am 21.05.2025 unter TOP 6.4 beschlossen, die Verkehrssicherheit durch kurzfristig umsetzbare Maß- nahmen zu verbessern, die Planung für einen signalisierten Knoten zu stoppen, ein bereits vorliegen- des Gutachten fortzuschreiben und das Ergebnis den politischen Gremien vorzustellen. Aktueller Sachstand Um die Verkehrssicherheit für die unfallauffälligen Situationen in dem Kreisverkehr kurzfristig zu er- höhen, wurden Anfang Juli 2025 erhabene Markierungen, so genannte Rüttelstreifen, in den Ausfahr- bereichen aufgetragen. Über spür- und hörbare Signale wird so die Aufmerksamkeit des Kfz-Verkehrs gegenüber dem kreuzenden Radverkehr erhöht und die Geschwindigkeit beim Verlassen des Kreisels reduziert. Zudem wurden die vorhandenen Markierungen erneuert und damit die Erkennbarkeit der Verkehrsführung im Kreisel verbessert. Darüber hinaus wurde die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen aus Bo- chum mit der „Verkehrsuntersuchung zum Kreisverkehr v.-Esmarch-Straße in Münster“ beauftragt. Der Auftrag wurde im Juni 2025 an das Büro vergeben. Zielsetzung war, verschiedene Optionen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für die langjährige Unfallhäufungsstelle unter Würdigung des zukünftigen Verkehrsaufkommens zu entwickeln und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu beurteilen. Die Untersuchung beruht auf einer Verkehrsprognose, die neben der allgemeinen Verkehrsentwicklung alle bis 2035 geplanten und über politische Beschlüsse gesicherten Aufsiedlungen im Umfeld (Urba- nes Wissensquartier und Projekte des Baulandprogramms) einbezieht. Amt für Mobilität und Tiefbau 22.01.2026 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Dietz Telefon: 492 6920 DietzS@stadt-muenster.de - 2 - V/0048/2026 Im Ergebnis bestätigt das Gutachten die besondere Gefahrenlage für den Kreisverkehr und hebt da- bei das hohe Radverkehrsaufkommen besonders hervor. Die Entwicklung der empfohlenen Vorzugs- variante basiert auf einer gesamtheitlichen Bewertung, in der die Anforderungen hinsichtlich der Ver- kehrssicherheit, der Verkehrsqualität und der Akzeptanz als Bewertungsmaßstab zugrunde gelegt werden. Die Verwaltung übergibt mit dieser Berichtsvorlage den ausführlichen Schlussbericht und leitet hiermit den weiteren Entscheidungsfindungsprozess ein. Weiteres Vorgehen Die Verwaltung wird in einem nächsten Schritt einen Grundsatzbeschluss verfassen, der das Ergeb- nis des hier angestoßenen Willensbildungsprozesses aufgreift und den politischen Gremien als Ent- scheidungsvorlage zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Nach Ausarbeitung der Planung wird an- schließend der obligatorische Baubeschluss eingeholt. i.V. gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Schlussbericht (digital abrufbar über https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0040.php unter An- gabe der vollständigen Vorlagennummer im Feld Suchwort)
Anlage zur V_0048_2026_aktualisierter_Schlussbericht
151022 Zeichen
Verkehrsuntersuchung
zum Kreisverkehr
Von-Esmarch-Straße
in Münster
Anlage zur V/0048/2026
aktualisierter Schlussbericht
Datum: 30.01.2026
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Auftraggeber:
Stadt Münster
Amt für Mobilität und Tiefbau
Albersloher Weg 33
48155 Münster
Auftragnehmer:
Brilon Bondzio Weiser
Ingenieurgesellschaft mbH
Konrad-Zuse-Straße 18
44801 Bochum
Tel.: 0234 / 97 66 000
Fax: 0234 / 97 66 0016
E-Mail: info@bbwgmbh.de
Bearbeitung:
Dr.-Ing. Lothar Bondzio
M.Sc. Anna Kalfhues
Projektnummer:
3.2925
D
atum:
30. Januar 2026
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 1
Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangssituation und Aufgabenstellung ................................ ................................ ........... 3
2 Methodik ................................ ................................ ................................ ................................ .... 5
2.1 Nachweis der Qualität des Verkehrsablaufs gemäß HBS 2015........................................................ 5
2.2 Mikroskopische Verkehrsflusssimulation ........................................................................................ 8
3 Analyse und Bewertung der heutigen Verkehrssituation ................................ ..................12
3.1 Bestandsaufnahme ............................................................................................................................ 12
3.1.1 Struktur des umliegenden Straßennetzes ........................................................................... 12
3.1.2 Erschließung im Fuß- und Radverkehr ................................................................................. 14
3.1.3 Erschließung im öffentlichen Personennahverkehr ........................................................... 14
3.2 Verkehrsbelastungen ........................................................................................................................ 15
3.3 Unfallanalyse ...................................................................................................................................... 22
3.4 Bewertung des Straßenraums .......................................................................................................... 25
3.4.1 Verträglichkeit der Verkehrsbelastungen............................................................................ 25
3.4.2 Radverkehrsführung ............................................................................................................... 26
3.5 Bewertung der heutigen Verkehrsqualität ...................................................................................... 28
4 Verkehrsprognose ................................ ................................ ................................ ...................30
4.1 Methodik ............................................................................................................................................. 30
4.2 Verkehrsprognose der Stadt Münster ............................................................................................. 30
4.2.1 Urbanes Wissensquartier ....................................................................................................... 30
4.2.2 Entwicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm ............................................................... 32
4.2.3 Verkehrserzeugung ................................................................................................................ 33
4.3 Maßgebendes Verkehrsaufkommen ............................................................................................... 35
5 Variantenuntersuchung ................................ ................................ ................................ ..........38
5.1 Beschreibung des Varianten ............................................................................................................. 39
5.1.1 Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen .... 39
5.1.2 Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr ....... 40
5.1.3 Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage ......................................................................... 42
5.2 Bewertung der Verkehrsqualität im Netzzusammenhang (Mikrosimulation) ............................ 45
5.2.1 Variante 1 ................................................................................................................................. 46
5.2.2 Variante 2 ................................................................................................................................. 51
5.2.3 Variante 3 ................................................................................................................................. 54
5.3 Ganzheitliche Bewertung der Varianten ......................................................................................... 57
5.3.1 Methodik .................................................................................................................................. 57
5.3.2 Verkehrssicherheit ................................................................................................................. 57
5.3.3 Verkehrsqualität Kfz-Verkehr ............................................................................................... 58
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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5.3.4 Verkehrsqualität Radverkehr................................................................................................. 58
5.3.5 Sicherheit gegenüber Verkehrsschwankungen .................................................................. 59
5.3.6 Akzeptanz ................................................................................................................................ 59
5.3.7 Zusammenfassende Bewertung ........................................................................................... 60
6 Zusammenfassung und gutachterliche Stellungnahme ................................ ....................61
Literaturverzeichnis ................................ ................................ ................................ ........................... 63
Anlagenverzeichnis ................................ ................................ ................................ ........................... 64
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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1 Ausgangssituation und Aufgabenstellung
Die Stadt Münster plant die Umgestaltung des Knotenpunktes Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße /
Busso-Peus-Straße. Derzeit ist der Knotenpunkt als einstreifiger Kreisverkehr mit umlaufenden Radver-
kehrsanlagen ausgebaut.
Der Knotenpunkt befindet sich westlich der Innenstadt und besitzt eine hohe verkehrliche Bedeutung im
Straßennetz. Er verbindet die Stadtteile Gievenbeck und Roxel mit der Innenstadt. In nördlicher Richtung
besteht eine direkte Anbindung an die Bundesstraße B 54, die zur Autobahn A 1 führt. Zudem liegt der Kno-
tenpunkt im Urbanen Wissensquartier (UWQ), ein großflächiges Gebiet im westlichen Stadtgebiet, welches
durch Forschung, Wissenschaft und Lehre geprägt ist. Unmittelbar an den Knotenpunkt grenzt ein Berei ch
des Urbanen Wissensquartiers in dem Teile der Universität, der Hochschule, der Universitätsklinik sowie
verschiedene gewerbliche Nutzungen angesiedelt sind.
Abbildung 1 zeigt die Lage des Knotenpunktes im Netzzusammenhang.
Abbildung 1: Untersuchungsgebiet (Kartengrundlage: [1])
Eine Auswertung des Unfallgeschehens der letzten Jahre zeigt, dass der Knotenpunkt als Unfallhäufungs-
stelle einzustufen ist. Besonders häufig tr aten Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern auf: Bei rund 60 %
der in den Jahren 2020 bis 2024 registrierten Unfällen war mindestens eine radfahrende Person beteiligt.
Zudem werden im direkten Umfeld des Knotenpunktes sowie in den angrenzenden Stadtteilen verschie-
dene bestehende Gebiete erweitert und neue Flächen erschlossen. Dadurch ist künftig mit einer deutlichen
Zunahme des Verkehrsaufkommens am Knotenpunkt Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-
Straße zu rechnen. Bereits vorangegangene Verkehrsuntersuchungen haben für den heutigen Ausbaustand
ein Kapazitätsdefizit im Prognosejahr 2035 festgestellt.
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Aufgrund der Unfallhäufung und der zu erwartenden Verkehrssteigerung ist eine Umgestaltung des Kno-
tenpunktes vorgesehen. Hierfür bestehen aktuell 3 Varianten:
• Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
• Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
• Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
Die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft mbH wurde von der Stadt Münster mit einer Verkehrsun-
tersuchung beauftragt. Ziel der Untersuchung ist es, das von der Stadt prognostizierte zukünftige
Verkehrsaufkommen zu überprüfen und ggf. neu herzuleiten. Zudem sollen die Auswirkungen des Mehr-
verkehrs ermittelt werden. Im Rahmen der Variantenuntersuchung werden die drei Varianten des
Knotenpunktes mittels Mikrosimulation bewertet, um die zukünftige Verkehrssituation hinsichtlich Funkti-
onsfähigkeit und Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden beurteilen zu können.
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2 Methodik
2.1 Nachweis der Qualität des Verkehrsablaufs gemäß HBS 2015
Die Verkehrsqualität von einzelnen Knotenpunkten kann mit den Berechnungsverfahren aus dem Hand-
buch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) [2]ermittelt werden.
Knotenpunkt mit Lichtsignalanlage
Die Kapazität und die Qualität des Verkehrsablaufs an signalisierten Knotenpunkten wurden gemäß dem in
Kapitel S4 im Teil S – Stadtstraßen des HBS [2] dokumentierten Berechnungsverfahren ermittelt. Dazu wurde
das Programm LISA+ verwendet.
Kreisverkehr
Die Kapazität und die Qualität des Verkehrsablaufs an dem Kreisverkehr wurde gemäß dem in Kapitel S5 im
Teil S – Stadtstraßen des HBS [2] dokumentierten Berechnungsverfahrens ermittelt. Dazu wurde das Pro-
gramm KREISEL verwendet.
Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs
Für den Kraftfahrzeugverkehr wird die Qualität des Verkehrsablaufs in den einzelnen Zufahrten nach der
Größe der mittleren Wartezeit beurteilt und festgelegten Qualitätsstufen zugeordnet. Dabei ist an vorfahrt-
geregelten Knotenpunkten der Strom mit der größten mittleren Wartezeit maßgebend für die Einstufung
des gesamten Knotenpunktes. An signalgesteuerten Knotenpunkten wird der Fahrstreifen mit der größten
mittleren Wartezeit für die Einstufung des gesamten Knotenpunkts herangezogen.
Tabelle 1: Grenzwerte für die Stufen der Verkehrsqualität an Knotenpunkten im Kfz-Verkehr gemäß HBS [2]
Qualitätsstufe
(QSV)
Kfz-Verkehr
mittlere Wartezeit tw [s]
Knotenpunkt mit
Lichtsignalanlage
Vorfahrtgeregelter
Knotenpunkt
A ≤ 20 ≤ 10
B ≤ 35 ≤ 20
C ≤ 50 ≤ 30
D ≤ 70 ≤ 45
E > 70 > 45
F Auslastungsgrad > 1
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Auch für den Fußgänger- und Radverkehr wird die Qualität des Verkehrsablaufes anhand der Wartezeit be-
urteilt und festgelegten Qualitätsstufen zugeordnet (vgl. Tabelle 2). Für die Einstufung an Knotenpunkten
mit Lichtsignalanlagen ist der Fußgänger- oder Radverkehrsstrom mit der maximalen Wartezeit und an vor-
fahrtgeregelten Knotenpunkten mit der größten mittleren Wartezeit bei der Querung einer Zufahrt
maßgebend.
Tabelle 2: Grenzwerte für die Stufen der Verkehrsqualität an Knotenpunkten im Fuß- und Radverkehr gemäß HBS [2]
Qualitätsstufe
(QSV)
Fuß- und Radverkehr
maximale Wartezeit tw, max [s]
Fuß- und Radverkehr
mittlere Wartezeit tw [s]
Knotenpunkt mit
Lichtsignalanlage
Vorfahrtgeregelter
Knotenpunkt
A ≤ 30 ≤ 5
B ≤ 40 ≤ 10
C ≤ 55 ≤ 15
D ≤ 70 ≤ 25
E ≤ 85 ≤ 35
F > 85 > 35
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Die zur Bewertung des Verkehrsablaufs herangezogenen Qualitätsstufen entsprechen den Empfehlungen
gemäß HBS [2]. Die Qualitätsstufen lassen sich wie folgt charakterisieren.
Tabelle 3: Beschreibung der Qualitätsstufen gemäß HBS [2]
Stufe
Vorfahrtgeregelter
Knotenpunkt
Knotenpunkt
mit Lichtsignalanlage
Qualität des Ver-
kehrsablaufs
A
Die Mehrzahl der Verkehrsbeteiligten kann den
Knotenpunkt nahezu ungehindert passieren. Die
Wartezeiten sind sehr gering.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten sehr kurz. sehr gut
B
Die Abflussmöglichkeiten der wartepflichtigen
Verkehrsströme werden vom bevorrechtigten
Verkehr beeinflusst. Die dabei entstehenden
Wartezeiten sind gering.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten kurz. Alle während
der Sperrzeit auf dem betrachteten Fahrstrei-
fen ankommenden Kraftfahrzeuge können in
der nach folgenden Freigabezeit weiterfahren.
gut
C
Die Verkehrsbeteiligten in den Nebenströmen
müssen auf eine merkbare Anzahl von bevor-
rechtigten Verkehrsbeteiligten achten. Die
Wartezeiten sind spürbar. Es kommt zur Bildung
von Stau, der jedoch weder hinsichtlich seiner
räumlichen Ausdehnung noch bezügli ch der
zeitlichen Dauer eine starke Beeinträchtigung
darstellt.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten spürbar. Nahezu alle
während der Sperrzeit auf dem betrachteten
Fahrstreifen ankommenden Kraftfahrzeuge
können in der nachfolgenden Freigabezeit
weiterfahren. Auf dem betrachteten Fahrstr ei-
fen tritt im Kfz -Verkehr am Ende der
Freigabezeit nur gelegentlich ein Rückstau auf.
befriedigend
D
Die Mehrzahl der Verkehrsbeteiligten in den Ne-
benströmen muss Haltevorgänge, verbunden
mit deutlichen Zeitverlusten, hinnehmen. Für
einzelne Verkehrsbeteiligte können die Warte-
zeiten hohe Werte annehmen. Auch wenn sich
vorübergehend ein merklicher Stau in einem Ne-
benstrom ergeben hat, bildet sich dieser wieder
zurück. Der Verkehrszustand ist noch stabil.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten beträchtlich. Auf dem
betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz -Verkehr
am Ende der Freigabezeit häufig ein Rückstau
auf.
ausreichend
E
Es bilden sich Staus, die sich bei der vorhandenen
Belastung nicht mehr abbauen. Die Wartezeiten
nehmen sehr große und dabei stark streuende
Werte an. Geringfügige Verschlechterungen der
Einflussgrößen können zum Verkehrszusam-
menbruch führen. Die Kapazität wird erreicht.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten lang. Auf dem
betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz -Verkehr
am Ende der Freigabezeit in den meisten Um-
läufen ein Rückstau auf.
mangelhaft
F
Die Anzahl der Verkehrsbeteiligten, die in einem
Verkehrsstrom dem Knotenpunkt je Zeiteinheit
zufließen, ist über eine Stunde größer als die Ka-
pazität für diesen Verkehrsstrom. Es bilden sich
lange, ständig wachsende Staus mit besonders
hohen Wartezeiten. Diese Situation löst sich erst
nach einer deutlichen Abnahme der Verkehrs-
stärken im zufließenden Verkehr wieder auf. Der
Knotenpunkt ist überlastet.
Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffe-
nen Verkehrsbeteiligten sehr lang. Auf dem
betrachteten Fahrstreifen wird die Kapazität im
Kfz-Verkehr überschritten. Der Rückstau
wächst stetig. Die Kraftfahrzeuge müssen bis
zur Weiterfahrt mehrfach vorrücken.
ungenügend
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2.2 Mikroskopische Verkehrsflusssimulation
Einsatzgebiet
Die Berechnungsverfahren aus dem HBS [2] berücksichtigen eine zufällige Ankunftsverteilung an Einzel-
knotenpunkten. Für komplexe Knotenpunkte und für Knotenpunktsysteme (eng benachbarte
Knotenpunkte) erlauben diese Verfahren nur eine überschlägige Beurteilung der Verkehrsqualität. Die ver-
kehrstechnische Funktionsfähigkeit kann nur mit Hilfe der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation
vollständig überprüft und nachgewiesen werden.
Im HBS [2] heißt es dazu unter Ziffer 3.3:
„Zur Beurteilung von Situationen, die außerhalb des Gültigkeitsbereichs des HBS liegen – dazu gehören
komplexe bauliche Gegebenheiten und Wechselwirkungen benachbarter Verkehrsanlagen ebenso wie be-
sondere Kombinationen der Verkehrsnachfrage oder überlastet e Verkehrsanlagen – kann die Anwendung
der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation (Mikrosimulation) sinnvoll sein.“
Die Verkehrsflusssimulation bietet die Möglichkeit, verschiedene Verkehrsführungen sowie unterschiedli-
che Signalisierungskonzepte an einzelnen Knotenpunkten bereits in einer frühen Planungsphase im
Netzzusammenhang auf ihre verkehrstechnische Funktionsfähi gkeit zu prüfen und die erforderliche Geo-
metrie auf Grundlage der maßgebenden Verkehrsbelastungen herzuleiten.
Als Ergebnisse dieses Arbeitsschrittes werden neben detaillierten statistischen Auswertungen zu den anfal-
lenden Verlustzeiten der Verkehrsteilnehmer auch Videodateien übergeben, die auf jedem PC mit dem
Betriebssystem Windows abgespielt werden können und d ie erfahrungsgemäß besonders gut geeignet
sind, die Zusammenhänge zwischen Verkehrsstärke, Kapazität, Verlustzeiten und Rückstaulängen in einer
auch für Nichtfachleute anschaulichen Weise darzustellen.
Methodik
Die Verkehrsflusssimulation wurde mit dem Programm VISSIM 202 5 der PTV AG durchgeführt. Dabei han-
delt es sich um ein mikroskopisches, zeitschrittorientiertes und verhaltensbasiertes Simulationsmodell.
Mit Hilfe dieses Programms können Verkehrsabläufe unter verschiedenen Randbedingungen (Fahrstreifen-
aufteilung, Verkehrszusammensetzung, Lichtsignalsteuerung etc.) simuliert werden. So lassen sich
alternative Planungsvarianten (unterschiedliche Knotenpunkta usbauformen, Belastungsfälle, Signalisie-
rungskonzepte), sowie eine realitätsnahe Überprüfung einer Signalsteuerung bereits vor der Umsetzung
von baulichen und betrieblichen Maßnahmen prüfen und bewerten. Darüber hinaus können die Wechsel-
wirkungen zwischen benachbarten Knotenpunkten in der Auswertung verkehrstechnischer Kennziffern
(z.B. mittlere Verlustzeiten oder Rückstaulängen) berücksichtigt werden.
Aufgrund der Zufälligkeiten innerhalb der Simulation (z. B. Verteilung der Fahrzeugankünfte und der Rich-
tungsentscheidungen) führen Simulationsläufe mit verschiedenen Startzufallszahlen zu unterschiedlichen
Ergebnissen. Daher wurde jede Simulation mit mindestens 20 unterschiedlichen Startzufallszahlen durch-
geführt.
Die ermittelten Kenngrößen der Verkehrsqualität (Reisezeiten, Verlustzeiten, Rückstaulängen, Verkehrs-
stärken) aller durchgeführten Simulationsläufe wurden anschließend gemittelt. Auf diese Weise ist
sichergestellt, dass eventuelle Ausreißer, die sich durch eine ungünstige Kombination bestimmter Simula-
tionsparameter ergeben, nicht zu stark ins Gewicht fallen. Stattdessen wird so ein gesichertes und stabiles
Ergebnis erreicht.
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Die Durchführung der Verkehrsflusssimulation erfolgte unter Berücksichtigung des Merkblatts „Hinweise
zur mikroskopischen Verkehrsflusssimulation – Grundlagen und Anwendung“ [1].
Aufbau des Simulationsmodells
Ein Simulationsmodell besteht aus einem Netzmodell (Abbildung der Verkehrsinfrastruktur), der Verkehrs-
nachfrage und den vorhandenen Signalsteuerungen.
Im vorliegenden Fall wurde das Netzmodell auf Grundlage eines Lageplans für die bestehende Verkehrs-
führung erstellt. Der Lageplan selbst basiert auf Orthofotos (georeferenzierte maßstabsgerechte Luftbilder).
Das Netzmodell enthält alle erforderlichen Strecken mit den jeweiligen Eigenschaften (Radius, Längsnei-
gung, Geschwindigkeitsverteilung, Vorfahrtregeln, Sättigungsverkehrsstärke etc.).
Abbildung 2: Netzmodell (blaue Streckenlinien) des untersuchten Knotenpunktes (Kartengrundlage: [4])
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Verkehrsnachfrage
Die maßgebende Verkehrsnachfrage für die heutige Verkehrssituation (Analysefall) wurde auf Basis der
durchgeführten Verkehrszählungen hergeleitet und in Form von Quelle-Ziel-Matrizen jeweils für den Pkw-
und den Lkw-Verkehr sowie für die maßgebenden Spitzenstunden am Werktag (Morgen- und Nachmittags-
spitze) zusammengefasst.
Die maßgebende Verkehrsnachfrage für die zukünftige Verkehrssituation (Prognosefall) wurde auf Basis der
bereitgestellten Prognosedaten hergeleitet und ebenfalls in Form von Quelle-Ziel-Matrizen jeweils für den
Pkw- und den Lkw-Verkehr sowie für die maßgebenden Spitzenstunden am Werktag (Morgen - und Nach-
mittagsspitze) zusammengefasst.
Das Verkehrsaufkommen im öffentlichen Personennahverkehr (Linienbusse) wurde entsprechend dem vor-
handenen Liniennetz fahrplantreu in das Simulationsmodell eingebaut.
Die Implementierung der Verkehrsnachfrage in das Modell erfolgte mithilfe von vorgegebenen Routen.
Diese manuelle Vorgabe der Routen ermöglicht eine detaillierte Kontrolle der im Netz gefahrenen Wege.
Simulationszeitraum
In der vorliegenden Situation wurden sowohl im Analysefall als auch im Prognosefall die maßgebende n
werktäglichen Spitzenstunden (Morgen- und Nachmittagsspitze) für den Nachweis der Funktionsfähigkeit
geprüft.
Als Simulationszeitraum wurden für diese Spitzenstunde n jeweils insgesamt 4.800 Sekunden (= 1:20 Std.)
definiert. Der Simulationszeitraum setzt sich aus einem Vorlaufzeitraum (600 Sekunden = 10 min), dem ei-
gentlichen Untersuchungszeitraum (3.600 Sekunden = 1 Std.) und einem Nachlaufzeitraum (600 Sekunden =
10 min) zusammen.
Kalibrierung
Nach Fertigstellung des Netzmodells und der Implementierung der Verkehrsnachfrage erfolgte zunächst
eine Fehlerkontrolle. Anhand mehrerer Testläufe wurde u. a. mit Hilfe der Visualisierung die Plausibilität des
Verkehrsablaufes geprüft und optimiert.
Anschließend wurden die veränderlichen Modellparameter (Streckeneigenschaften, Fahrverhalten etc.) an
die Örtlichkeit angepasst.
Grundsätzlich ist jedes Simulationsmodell mit einem Satz veränderlicher Parameter versehen, die vom Be-
nutzer eingestellt werden können. Die Kalibrierung stellt dabei den Vorgang dar, die veränderlichen
Modellparameter so anzupassen, dass die Simulation so gut wie möglich die in der Realität beobachteten
Verkehrsverhältnisse abbildet.
Im vorliegenden Fall erfolgte die Kalibrierung des Modells über vor Ort gemessene Parameter wie Verkehrs-
stärken, Rückstaulängen, Zeitbedarfswerte und gefahrene Geschwindigkeiten.
Als Einflussgrößen für das Fahrverhalten gelten die folgenden Parameter:
• Geschwindigkeitsverteilung (Pkw, Lkw)
• Zeitlücken an Konfliktpunkten (z. B. an Knotenpunkten)
• Sättigungsverkehrsstärke einer Strecke (z. B. Zeitbedarfswerte)
• Fahrverhalten auf einer Strecke (z. B. Abstandsverhalten)
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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• Fahrstreifenwechselverhalten bei mehrstreifigen Strecken
• Fahrverhalten an einer Lichtsignalanlage (z. B. Gelb- / Rotfahrer, Zeitbedarfswerte, Abstand)
Im Rahmen der Kalibrierung wurden zahlreiche Simulationsläufe mit unterschiedlichen Startzufallszahlen
durchgeführt und statistisch ausgewertet.
Nach Abschluss der Kalibrierung lag ein bestmöglich angepasstes Simulationsmodell für den Untersu-
chungsbereich in der Spitzenstunde vor, das als Grundlage für die vorliegende Verkehrsuntersuchung
herangezogen werden konnte.
Auswertung
Bei der vorliegenden Simulationsuntersuchung war es notwendig, die zukünftige Situation qualitativ und
quantitativ zu beurteilen. Dazu wurden die folgenden verkehrlichen Kenngrößen ausgewertet:
• Verkehrsstärken
Über die Definition von Messquerschnitten auf einer einzelnen Strecke kann an jeder Stelle im Netz
eine Auswertung der Verkehrsstärken getrennt nach Fahrzeugarten in frei definierbaren Zeitab-
schnitten erfolgen. Somit lassen sich auf diesem Wege Kenngrößen wie Verkehrsstärke und
Kapazität eines Fahrstreifens ableiten.
• Reisezeiten
Bei der Messung der Reisezeiten werden die während eines Simulationslaufs auftretenden, mittle-
ren Reisezeiten protokolliert. Dafür ist es erforderlich, an geeigneten Stellen im Streckennetz
Querschnitte zu installieren. Es wird die durchschnittliche Fahrze it vom Überfahren des ersten
Querschnitts bis zum Überfahren des zweiten Querschnitts (einschließlich Haltezeiten) ermittelt.
Um einen sinnvollen Vergleich zwischen verschiedenen Verkehrsführungen oder Belastungsfällen
durchführen zu können, müssen die Querschnitte zur Reisezeitmessung in allen Simulationen an
derselben Stelle liegen.
• Verlustzeiten
Mithilfe der Reisezeitmessung können auch Verlustzeiten ausgewertet werden. Eine Verlustzeit-
messung ist dabei definiert als Kombination mehrerer Reisezeitmessungen. Dabei wird über alle
betrachteten Fahrzeuge auf einem oder mehreren Streckenabschnitten der mittlere Zeitverlust ge-
genüber einer idealen Fahrt (ohne andere Fahrzeuge, ohne Signalisierung) ermittelt.
Die Verlustzeit ist von der Definition her nicht identisch mit der mittleren Wartezeit, die auf Basis der
Warteschlangentheorie (z. B. in den Berechnungsverfahren aus dem HBS 2015) errechnet wird. Bei
der Anordnung geeigneter Messquerschnitte können die mittleren Verlustzeiten aus der Simulation
jedoch für die Bewertung der Verkehrsqualität gemäß den Grenzwerten aus dem HBS herangezo-
gen werden. Der bedeutende Vorteil ist dabei die Berücksichtigung aller auftretenden Einflüsse im
Straßennetz.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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3 Analyse und Bewertung der heutigen Verkehrssituation
3.1 Bestandsaufnahme
3.1.1 Struktur des umliegenden Straßennetzes
Der Kreisverkehr Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße liegt westlich der Innenstadt
von Münster. In westliche Richtung führt die Von -Esmarch-Straße in den Stadtteil Gievenbeck, während in
südliche Richtung der Stadtteil Roxel erreichbar ist. Nördlich des Kreisverkehrs befindet sich die Bundes-
straße B54. Die Busso -Peus-Straße führt in nördlicher Fahrtrichtung zur B54, über die eine direkte
Anbindung zur Autobahn A1 besteht.
Der Knotenpunkt liegt in einem Gebiet, welches durch Forschung, Wissenschaft und Lehre geprägt ist – das
Urbane Wissensquartier. Nordöstlich des Knotenpunktes befindet sich ein Teilbereich des Gebietes, in dem
Teile der Universität, der Hochschule, der Universitätsklinik sowie städtische Einrichtungen und verschie-
dene gewerbliche Nutzungen konzentriert angesiedelt sind. Unmittelbar östlich des Knotenpunktes
befindet sich die Zufahrt zum Parkplatz der Hautklinik der Universitätsklinik.
Die Von-Esmarch-Straße verläuft als Ost -West-Verbindung und ist gemäß RASt 06 [5] als Verbindungs-
straße zu klassifizieren. Über den südlichen Fahrbahnrand werden mehrere private Grundstücke
erschlossen. Im Bereich des Kreisverkehrs ist der Von-Esmarch-Straße sowohl eine Verbindungs- als auch
eine Erschließungsfunktion zuzuordnen. Die Fahrstreifenbreiten betragen bis zu 5,00 m und sind damit sehr
großzügig dimensioniert. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h. Im Seitenraum befinden
sich getrennte Geh- und Radwege.
Abbildung 3: Von-Esmarch-Straße, Blickrichtung Osten (22.08.2025, eigene Aufnahme)
Die Roxeler Straße und die Busso -Peus-Straße bilden eine Nord-Süd-Verbindung und sind nach RASt 06
[5] ebenfalls als Verbindungsstraßen einzuordnen. Im untersuchten Gebiet sind die beiden Straßen anbau-
freie Hauptverkehrsstraßen mit einer Verbindungsfunktion. Im Bereich des Kreisverkehrs ist der
Streckenzug als zweistreifige Fahrbahn mit Fahrstreifenbreiten von etwa 3,20 m ausgebaut. Die zulässige
Höchstgeschwindigkeit beträgt ebenfalls 50 km/h. In den Seitenräumen verlaufen gemeinsame Geh - und
Radwege.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Abbildung 4: Busso-Peus-Straße, Blickrichtung Süden (22.08.2025, eigene Aufnahme)
Die beiden Straßenzüge kreuzen sich im Kreisverkehr, der als einstreifiger Kreisverkehr ausgebildet ist. Auch
die Zu- und Ausfahrten sind jeweils einstreifig ausgeführt. In jedem Knotenpunktarm befindet sich ein Fahr-
bahnteiler. Die Kreisfahrbahn einschließ lich des Innenrings weist eine Breite von 6,5 m auf, der
Außendurchmesser des Kreisverkehrs beträgt 34 m.
In der folgenden Abbildung ist ein Luftbild des Kreisverkehrs mit dem heutigen Ausbaustand dargestellt.
Abbildung 5: Luftbild des Knotenpunktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße [4]
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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3.1.2 Erschließung im Fuß- und Radverkehr
Entlang der Von-Esmarch-Straße verlaufen im Seitenraum getrennte Geh- und Radwege. Lediglich ab dem
Kreisverkehr in Richtung Innenstadt ist ein Radfahrstreifen vorhanden. Die Radwege weisen eine Breite von
etwa 1,30 m auf und sind durch einen Sicherheitstrennstreifen von der Fahrbahn abgesetzt.
An der Roxeler Straße und der Busso -Peus-Straße bestehen gemeinsame Geh - und Radwege mit einer
Breite von rund 2,50 m. Diese Nebenanlagen sind durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Im
Bereich des Kreisverkehrs wird der gemeinsame Geh - und Radweg in einen getrennten Geh - und Radweg
überführt.
Im nordwestlichen Knotenpunktquadranten befindet sich ein gemeinsamer Geh - und Radweg (Appel-
breistiege). Dieser Weg ist etwa 2,00 m breit und führt vom Kreisverkehr Richtung Gievenbeck und trifft
zwischen der westlichen Von -Esmarch-Straße und der Busso -Peus-Straße auf den um den Kreisverkehr
führenden Gehweg.
Der Kreisverkehr selbst ist ebenfalls mit getrennten Geh - und Radwegen im Seitenraum ausgestattet. Über
die Nebenanlagen werden Radfahrer und Fußgänger um die Kreisfahrbahn geführt. Der Radweg ist dabei
etwa 1,80 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt und rund 1,60 m breit. Die nicht motorisierten Verkehrsteilneh-
mer werden über markierte Furten geführt und sind gegenüber dem Kfz-Verkehr bevorrechtigt. Den
Fußgängern stehen dabei in allen Knotenpunktarmen Fußgängerüberwege zur Verfügung.
3.1.3 Erschließung im öffentlichen Personennahverkehr
Etwa 80 bis 160 m östlich des Knotenpunktes befindet sich die Bushaltestelle „Hautklinik“. Diese wird von 4
Buslinien angefahren. Die Linien 5, 11 und 22 befahren die Von-Esmarch-Straße stadteinwärts und stadtaus-
wärts. Die Haltestelle „Hautklinik“ wird von den drei Linien Werktags zwischen ca. 7:00 Uhr und 20:00 Uhr in
einem 20-Minuten-Takt bedient. Im Nachtzeitraum verkehrt die Buslinie N80 auf der Von-Esmarch-Straße.
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3.2 Verkehrsbelastungen
Zur Bewertung der heutigen und zukünftigen Verkehrssituation waren Informationen zum heutigen Ver-
kehrsaufkommen erforderlich. Hierzu wurden am Mittwoch, den 25. Juni 2025 und am Donnerstag, den
26. Juni 2025 eine videogestützte Verkehrserhebung am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße
/ Busso-Peus-Straße durchgeführt. An beiden Zähltagen wurde das Verkehrsaufkommen jeweils über 24h
erhoben.
Bei beiden Zähltagen handelt es sich um Normalwerktage außerhalb der Schulferien. Im Umfeld des Vorha-
bengrundstücks fanden an den Tagen der Verkehrserhebung keine Baumaßnahmen statt, die einen Einfluss
auf das Verkehrsaufkommen am Kreisverkehr haben. Die Zählergebnisse können somit als repräsentativ für
das aktuelle Verkehrsaufkommen angesehen werden.
Im Rahmen der Verkehrserhebung wurden alle Fahrbeziehungen getrennt nach Fahrzeugarten (Radfahrer,
Krad, Pkw, Bus, Lkw, Lastzug) in 15 min-Intervallen erfasst. In Anlehnung an das HBS [2] wurde der Schwer-
verkehr (SV) im Rahmen der vorliegenden Verkehrsuntersuchung in die Fahrzeuggruppen Lkw1 (Bus und
Lkw) und Lkw2 (Lastzug) unterschieden.
Kfz-Verkehr
Die nachfolgenden Abbildungen ( Abbildung 6 und Abbildung 7) zeigen die erhobenen Verkehrsbelastun-
gen in Form einer Tagesganglinie (Kfz in schwarz / Schwerverkehr in weiß) für den untersuchten
Knotenpunkt an beiden Erhebungstagen. In den Tagesganglinien wurden die Summen der an den Knoten-
punkt zufahrenden Kfz- und Schwerverkehrsströme für die volle Stundenintervalle zusammengefasst.
Abbildung 6: Tagesganglinie des Kreisverkehrs im Analysefall (Mittwoch, 25.06.2025) [Kfz/h (SV/h)]
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Abbildung 7: Tagesganglinie des Kreisverkehrs im Analysefall (Donnerstag, 26.06.2025) [Kfz/h (SV/h)]
Im Rahmen der Verkehrsuntersuchung traten die höchsten Kfz-Verkehrsbelastungen in den folgenden Spit-
zenstunden auf:
• Mittwoch, 25.06.2025 Morgenspitzenstunde: 07:45 bis 08:45 Uhr
Nachmittagsspitzenstunde: 15:15 bis 16:15 Uhr
• Donnerstag, 26.06.2025 Morgenspitzenstunde: 07:30 bis 08:30 Uhr
Nachmittagsspitzenstunde: 15:15 bis 16:15 Uhr
Bei den vorliegenden Spitzenstunden handelt es sich um gleitende Spitzenstunde n, sodass z. B. das Inter-
vall zwischen 07:45 und 08:45 Uhr höher belastet ist im Vergleich zu den vollen Stunden zwischen 07:00 und
08:00 Uhr bzw. 08:00 und 09:00 Uhr (in den zuvor aufgeführten Abbildungen dargestellt).
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Von Seiten der Stadt Münster wurden im Rahmen dieser Verkehrsuntersuchung Verkehrsdaten des Kno-
tenpunktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße zur Verfügung gestellt. Die Daten
entstammen aus vorrangegangenen Verkehrserhebungen, die im Januar 2020 und November 2023 durchge-
führt wurden.
In Tabelle 4 sind die Knotenpunktsummen der Verkehrserhebungen Januar 2020, November 2023 sowie der
beiden Erhebungen Juni 2025 dokumentiert.
Tabelle 4: Vergleich der Knotenpunktsummen
Verkehrserhebung
Morgen-
spitzenstunde
Nachmittags-
spitzenstunde
[Kfz/h] [Kfz/h]
Januar 2020 1.454 1.464
November 2023
Juni
1.247 1.467
Juni 2025 (Mittwoch) 1.232 1.226
Juni 2025 (Donnerstag) 1.282 1.364
In den folgenden Abbildungen sind die erhobenen Verkehrsbelastungen jedes Knotenpunktstroms doku-
mentiert.
In Abbildung 8 sind die Strombelastungen der jeweiligen Morgenspitzenstunde und in Abbildung 9 die der
jeweiligen Nachmittagsspitzenstunde der Zählungen aus Januar 2020, November 2023 und den beiden Zähl-
tagen im Juni 2025 dargestellt.
Abbildung 8: Vergleich der Strombelastungen in der Morgenspitzenstunde
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Abbildung 9: Vergleich der Strombelastungen in der Nachmittagsspitzenstunde
Der Vergleich der erhobenen Verkehrsbelastungen zeigt, dass im Januar 2020 die höchsten Verkehrsbelas-
tungen am Kreisverkehr Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße erfasst wurden. Im
Zeitraum von Januar 2020 bis Juni 2025 ist eine leichte Abnahme des Verkehrsaufkommens zu erkennen, was
im Gesamtkontext nachvollziehbar ist. Zum einen weisen Zählungen im Januar in der Regel ein etwas höhe-
res Kfz-Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den Sommermonaten auf, was auf die Witterungsverhältnisse
wie Schnee, Regen, Kälte und Dunkelheit zurückzuführen ist. Zum andern erfolgte die Zählung im Januar
2020 kurz vor Beginn der Corona -Pandemie, die das Verkehrsverhalten insbesondere durch vermehrtes
Homeoffice nachhaltig verändert hat.
Die aktuelle Erhebung aus Juni 2025 zeigt jedoch, dass sich die Verkehrsbelastungen wieder dem Niveau aus
Januar 2020 annähert. Dies trifft insbesondere auf den erhobenen Donnerstag, den 26. Juni 2025, zu. Beim
Vergleich der Erhebungen im Juni 2025 (Mittwoch und Donnerstag) fällt auf, dass der Mittwoch ein geringe-
res Kfz-Verkehrsaufkommen aufweist. Ursache dafür waren unterschiedliche Witterungsverhältnisse: Am
Mittwoch, den 25. Juni 2025 war es überwiegend trocken und am Donnerstag, den 26. Juni 2025 fiel leichter
Regen.
Radverkehr
Neben dem Kfz -Verkehr hat auch der Radverkehr eine hohe Bedeutung im Straßennetz. Zum einen ist
Münster eine Stadt mit einem besonders hohen Radverkehrsaufkommen und zum anderen beeinflusst das
Radverkehrsaufkommen besonders an dem Kreisverkehr Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -
Peus-Straße das Verkehrsgeschehe n. Daher wurde auch das Radverkehrsaufkommen im Rahmen der vi-
deogestützten Verkehrserhebung erhoben.
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Die nachfolgenden Abbildungen ( Abbildung 10 und Abbildung 11) zeigen die querenden Radfahrer am
Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso -Peus-Straße in Form einer Tagesganglinie. In
den Tagesganglinien wurden die Summen Radfahrer pro Furt in 15-Minuten-Intervallen zusammengefasst.
Abbildung 10: Tagesganglinie der querenden Radfahrer im Analysefall (Mittwoch, 25.06.2025) [Rad/15min]
Abbildung 11: Tagesganglinie der querenden Radfahrer im Analysefall (Donnerstag, 26.06.2025) [Rad/15min]
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Es ist zu erkennen, dass besonders die parallel zur Von -Esmarch-Straße führenden Furten durch ein hohes
Radverkehrsaufkommen geprägt sind. Es besteht ein klar zu erkennender Richtungsüberhang. In den Mor-
genstunden fahren bis zu 150 Radfahrer /15 min stadteinwärts (blaue Linie) und in den Nachmittagsstunden
fahren bis zu 100 Radfahrer / 15 min stadtauswärts (gelbe Linie). Insgesamt wurde am Mittwoch ein höheres
Radverkehrsaufkommen erhoben. Dies ist auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Am Mittwoch,
den 25. Juni 2025 war es überwiegend trocken und am Donnerstag, den 26. Juni 2025 fiel leichter Regen.
Maßgebendes Verkehrsaufkommen
Für die weitere Bearbeitung wurden aufgrund des höheren Kfz -Verkehrsaufkommens die Daten des Don-
nerstags, den 26. Juni 2025, zugrunde gelegt. Diese Daten sind insgesamt als valide einzustufen.
Die Summe der am Knotenpunkt in den Spitzenstunden des Analysefalls (Donnerstag, 26. Juni 2025) zufah-
renden Fahrzeugströme sowie die querenden Fußgänger und Radfahrer sind in den folgenden Abbildungen
dargestellt.
Abbildung 12: Verkehrsbelastungen im Analysefall in der Morgenspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)] (Kartengrundlage: [1])
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Abbildung 13: Verkehrsbelastungen im Analysefall in der Nachmittagsspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
Die Radfahrenden auf den Radverkehrsanlagen sind in der folgenden Abbildung 14 dokumentiert. Dabei
sind die erhobenen Radfahrenden stromfein je nach Fahrbeziehung dargestellt. Neben den Radfahrenden
auf den straßenbegleitenden Radverkehrsanlangen wurden auch die Radfahrenden des gemeinsamen Geh-
und Radweges Appelbreistiege erhoben.
Abbildung 14: Radverkehrsaufkommen im Analysefall in der Morgen- und Nachmittagsspitzenstunde [Rad/h]
(Kartengrundlage: [1])
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3.3 Unfallanalyse
Von Seiten der Stadt Münster wurden im Rahmen dieser Untersuchung Daten zum Unfallgeschehen bereit-
gestellt. Die Daten enthalten Unfalldatenblätter, Unfallprotokolle sowie Unfallkarten für die Jahre 2020 bis
2024. Anhand dieser Daten wurden Unfallsteckkarten für jedes Jahr erstellt. Diese sin d in der Abbildung 15
dargestellt.
Abbildung 15: Unfallsteckkarten 2020 bis 2024 (Kartengrundlage: [1])
In den Jahren 2020 bis 2024 wurden 40 Verkehrsunfälle erfasst. Davon waren
• 15 Unfälle des Typs „Einbiegen/Kreuzen-Unfall“ und 12 Unfälle des Typs „Abbiegeunfall“,
• 24 Unfälle mit der Beteiligung mindestens eines Radfahrers,
• 20 Unfälle mit mindestens einer leichtverletzten Person als schwerste Unfallfolge.
Nach dem „Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen“ der FGSV [7] liegt eine Un-
fallhäufungsstelle an einem Knotenpunkt vor, wenn sich innerhalb von 36 Monaten mindestens 5 Unfälle mit
Personenschaden ereigneten. Am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
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ereigneten sich innerhalb von 3 Jahren 10 bis 13 Unfälle mit Personenschaden. In diesem Fall liegt somit eine
Unfallhäufungsstelle vor.
In der folgenden Abbildung ist das Unfalldiagramm für die Jahre 2020 bis 2024 dokumentiert. Dargestellt sind
die Unfälle mit Personenschaden.
Abbildung 16: Unfalldiagramm 2020 bis 2024 des Knotenpunktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-
Straße (Kartengrundlage: [1])
Insgesamt 12 der erfassten 20 Unfällen mit Personenschaden ereigneten sich in der Zu - und Ausfahrt der
Roxeler Straße. Die Unfallprotokolle dokumentieren in dieser Zufahrt ein wiederholtes Bild des Ablaufes:
Ein vorfahrtgewährendes Fahrzeug übersieht einen querenden Radfahrer und es kommt zu einer Kollision.
Auf der Kreisfahrbahn selbst ereignete sich lediglich ein Unfall. An allen Unfällen mit Personenschaden war
mindestens ein Radfahrer beteiligt.
Es ist zu beachten, dass vor allem Unfälle mit der Beteiligung eines Radfahrers oder eines Fußgängers nicht
immer polizeilich erfasst werden. Der Sachschaden ist bei einer Kollision zwischen einem nicht motorisier-
ten Verkehrsteilnehmer und ein Fahrzeug in der Regel geringer, weshalb seltener die Polizei gerufen wird.
Es ist also davon auszugehen, dass die Dunkelziffer an Unfällen mit Radbeteiligung höher liegt.
Im Bereich des Kreisverkehrs und insbesondere auf der Von-Esmarch-Straße sind Radfahrer mit einer hohen
Geschwindigkeit unterwegs, die von den Kraftfahrern falsch eingeschätzt wird. Aufgrund der hohen Anzahl
an Radfahrern besteht systematisch ein erhöhtes Konfliktpotential. Sowohl bei der Einfahrt als auch bei der
Ausfahrt müssen Kraftfahrer häufig warten. Dabei befinden sich vor allem die aus dem Kreisverkehr ausfah-
renden Fahrzeuge in einem ungünstigen Winkel zu den parallel verlaufenden Radwegen. Dies ist auf die
Lage der Furten zurückzuführen.
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Insgesamt weist der betrachtete Kreisverkehr deutliche Defizite im Bereich der Verkehrssicherheit auf. Das
Unfallgeschehen sollte daher bei der zukünftigen Gestaltung des Straßenraums ausdrücklich berücksichtigt
werden. Abbiegeunfälle mit Radfahrern können durch ein stärkeres Absetzen der Furten reduziert werden.
Abgesetzte Furten verbessern zudem das Einfahren in den Kreisverkehr, da wartende Fahrzeuge nicht auf
den Furten stehen. Insgesamt ist eine bedarfsgerechte Gestaltung unabdingbar, um Verkehrsunfäll en ent-
gegenzuwirken. Dazu gehören das Einhalten von Sichtfeldern und eindeutige und klar erkennbare
Verkehrsführungen nach dem aktuellen Stand der Technik.
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sollte zukünftig ein besonderer Fokus auf den nicht motorisierten
Verkehrsteilnehmern liegen, da diese durch den fehlenden Schutz eines Fahrzeuges, in der Regel schlim-
mere Unfallfolgen erleiden.
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3.4 Bewertung des Straßenraums
3.4.1 Verträglichkeit der Verkehrsbelastungen
Die Verträglichkeit der heutigen Verkehrsbelastungen bei der heutigen Gestaltung des Straßenraums und
den Nutzungsansprüchen wird nachfolgend auf der Grundlage des Kapitels 5 der RASt 06 [5] sowie dem
Merkblatt für die Anlagen von Kreisverkehren [8] bewertet. Darin werden Lösungen für typische Entwurfssi-
tuationen und jeweils charakteristische Verkehrsbelastungen angegeben.
Nachfolgend wird für die relevanten Straßen im Untersuchungsraum die Verträglichkeit der Verkehrsbelas-
tungen mit der Netzfunktion und der technischen Gestaltung der Straßenabschnitte sowie mit den
vorhandenen Nutzungen im Seitenraum bewertet. Es handelt si ch dabei um die Gestaltung des Knoten-
punktes Von-Esmarch-Straße / Roxeler-Straße / Busso-Peus-Straße sowie die Zufahrten des Kreisverkehrs
• Von-Esmarch-Straße
• Roxeler Straße
• Busso-Peus-Straße
In Tabelle 5 sind die Entwurfssituationen im Sinne der RASt 06 [5], die typischen Belastungsbereiche dieser
Entwurfssituationen bzw. Straßentypen sowie die Verkehrsbelastungen der o. g. Straßen im Bereich des
Kreisverkehrs dargestellt.
Die vorhandenen Verkehrsstärken der hier bewerteten Straßen bzw. Straßenabschnitte liegen unterhalb der
in Kapitel 5 der RASt 06 [5] angegebenen Bandbreiten. Die vorhandenen Verkehrsstärken können daher als
verträglich eingestuft werden . Der Straßenraum ist für das gegenwärtige Verkehrsaufkommen großzügig
dimensioniert.
Tabelle 5: Entwurfssituation, typische Belastungsbereiche und stündliche Verkehrsbelastungen
Straße Einstufung
gemäß RASt 06
Charakteristische
Verkehrsstärken
gemäß RASt 06
Vorhandene
Verkehrsstärken
Von-Esmarch-Straße
(West)
Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 633 Kfz/h
Roxeler Straße Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 720 Kfz/h
Von-Esmarch-Straße
(Ost)
Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 708 Kfz/h
Busso-Peus-Straße Verbindungsstraße 800 bis 1.800 Kfz/h 666 Kfz/h
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3.4.2 Radverkehrsführung
Der Radverkehr wird anhand der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 10 [9]) klassifiziert und bewer-
tet. Die erforderliche Radverkehrsführung hängt im Wesentlichen von der Kraftfahrzeugverkehrsstärke, die
sich aus der Belastung der werktäglichen Spitzenstunde ergibt, und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
ab. Unter Berücksichti gung dieser beiden Kenngrößen können geeignete Radverkehrsführungen ermittelt
werden. Die einzelnen Belastungsbereiche lassen sich nach Tabelle 6 definieren.
Tabelle 6: Belastungsbereiche zur Auswahl von Radverkehrsführungen gemäß der ERA 10 [9]
Belastungsbereich Definition
I
Im Belastungsbereich I ist die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn ohne zusätzliche
Angebote vertretbar.
II
Im Belastungsbereich II ist die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit zusätzlichen
Angeboten (z.B. Schutzstreifen, nicht benutzungspflichtiger Führung) vertretbar.
III
Im Belastungsbereich III kann das Trennen des Radverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr aus
Sicherheitsgründen erforderlich sein. Mischverkehr soll nur bei günstigen Randbedingungen
zur Anwendung kommen, ggf. mit Schutzstreifen oder flankierenden Maßnahmen.
IV
Im Belastungsbereich IV ist das Trennen des Radverkehrs vom Kraftfahrzeugverkehr aus Si-
cherheitsgründen geboten.
Die Verkehrsbelastungen im Untersuchungsgebiet liegen in der Von-Esmarch-Straße gemäß den Ergebnis-
sen der aktuellen Verkehrserhebung im Bereich von bis zu 700 Kfz/h und in der Roxeler -Straße sowie der
Busso-Peus-Straße bis zu 750 Kfz/h.
Unter Berücksichtigung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ergeben sich gemäß ERA die in Tabelle 7
dargestellten Belastungsbereiche. Die Tabelle zeigt zudem den Vergleich der Anforderungen mit den vor-
handenen Radverkehrsanlagen.
Tabelle 7: Belastungsbereiche zur Auswahl von Radverkehrsführungen gemäß der ERA 10 [9]
Straßenabschnitt Geschwindig-
keit Belastungsbereich gemäß ERA 10 Vorhandene
Radverkehrsanlagen
Von-Esmarch-Straße
(West)
50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg
im Seitenraum
Roxeler Straße 50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg / Ge-
meinsamer Geh- und
Radweg im Seitenraum
Von-Esmarch-Straße
(Ost)
50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg /
Radfahrstreifen auf der
Fahrbahn
Busso-Peus-Straße 50 km/h
Belastungsbereich II:
Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit
zusätzlichen Angeboten vertretbar
Einrichtungsradweg / Ge-
meinsamer Geh- und
Radweg im Seitenraum
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Nach dem aktuellen Regelwerk ist eine Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn mit einer Trennung vom
Kfz-Verkehr möglich. Dies ist auf der östlichen Von -Esmarch-Straße der Fall. Eine Führung im Seitenraum
ist jedoch ebenfalls vertretbar. Damit entspricht die Radverkehrsführung im betrachteten Straßenraum dem
aktuellen Regelwerk.
Das Regelmaß für Einrichtungsradwege beträgt gemäß der RASt 06 [5] 2,00 m mit einem 0,75 m breiten Si-
cherheitstrennstreifen zur Fahrbahn. Im Untersuchungsgebiet weisen die Radwege sowohl in den
Knotenpunktarmen als auch am Kreisverkehr eine Breite von ca. 1,50 m auf. Damit unterschreiten die Rad-
wege das Regelmaß für Einrichtungsradwege. Auch der Sicherheitstrennstreifen zwischen dem Radweg und
der Fahrbahn wird entlang der Von -Esmarch-Straße unterschritten (vorh. Sicherheitstrennstreifen 0,50 m).
Die gemeinsamen Geh - und Radwege der nördlichen und südlichen Knotenpunktarme entsprechen mit
2,50 m Breite dem aktuellen Regelwerk.
Gemäß dem Merkblatt für die Anlagen von Kreisverkehren [8] sollen bevorrechtigte Furten in einem Abstand
von 4,00 m bis 5,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt sein. Dieser Abstand hat sich aus Sicherheitsgründen
bewährt. Abstände unter 2,00 m sind aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. In der vorliegenden Situation
sind die Furten zwischen 1,70 m und 2,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt. Dies entspricht nicht dem ak-
tuellen Regelwerk.
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3.5 Bewertung der heutigen Verkehrsqualität
Zur Bewertung der heutigen Verkehrssituation wurden für die Morgen- und die Nachmittagsspitzenstunde
verkehrstechnische Berechnungen nach dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen
(HBS) [2] durchgeführt. Dabei wurden zunächst die heutige Bau - und Betriebsform des Knotenpunktes zu-
grunde gelegt.
Als Ergebnis der verkehrstechnischen Berechnungen wurde am Kreisverkehr die mittleren Wartezeiten, die
Rückstaulängen und die Auslastungsgrade ermittelt. Anhand der höchsten mittleren Wartezeit erfolgte
dann die Zuordnung des Knotenpunktes zu den Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs (QSV) gemäß HBS. Die
geometrischen und verkehrstechnischen Bewertungsparameter (Abbiegeradien etc.) wurden an die ent-
sprechende Bestandssituation angepasst.
Bei der Interpretation der Ergebnisse der verkehrstechnischen Berechnungen nach HBS ist zu beachten,
dass die Berechnungsverfahren grundsätzlich von einer ungestörten zufälligen Ankunftsverteilung der
Fahrzeuge ausgehen. Vorhandene Einflüsse wie Wechselwir kungen bleiben bei diesem Berechnungsver-
fahren unberücksichtigt. Dadurch können die in der Realität auftretenden Wartezeiten und Rückstaulängen
von den Ergebnissen der verkehrstechnischen Berechnungen nach HBS abweichen.
Abbildung 17 bildet die rechnerisch ermittelten Verkehrsqualitäten für den Kfz-Verkehr gemäß dem HBS [2]
für den Analysefall a b. Die detaillierten Berechnungsergebnisse (Wartezeiten, Rückstaulängen, Auslas-
tungsgrade) sind in den Anlagen V-1 bis V-5 dokumentiert.
Abbildung 17: Rechnerische Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitze (links) / Nachmittagsspitze (rechts) [2]
Die verkehrstechnischen Berechnungen für den Analysefall kommen zu folgenden Ergebnissen:
• Das heutige Verkehrsaufkommen kann sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der Nach-
mittagsspitzenstunde mit einer sehr guten Verkehrsqualität (Stufe A) abgewickelt werden. Die
mittleren Wartezeiten liegen unter 10 s.
• Fußgänger und Radfahrer sind beim heutigen Ausbaustand des Kreisverkehrs gegenüber dem Kfz -
Verkehr bevorrechtigt. Somit ergeben sich rechnerisch keine Wartezeiten für die nicht motorisier-
ten Verkehrsteilnehmer. Damit kann auch den Fußgängern und Radfahrern eine sehr gute
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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• Neben dem analytischen Berechnungsverfahren wurde zur Bewertung der heutigen Verkehrsqua-
lität auch der Verkehrsablauf während der Zählung beobachtet. Dabei wurde beobachtet, dass es
regelmäßig zu Rückstaus im Kreisverkehr kommt, wenn ein abbiegender Kraftfahrer auf querende
Radfahrer oder Fußgänger warten muss. Die Rückstaus lösen sich jedoch unmittelbar nach dem Ab-
biegevorgang auf. Abbildung 18 zeigt die beschriebene Situation.
Abbildung 18: Foto der Verkehrserhebung (eigene Aufnahme)
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4 Verkehrsprognose
4.1 Methodik
Die Informationen zur Verkehrsprognose entstammen aus dem Verkehrsmodell der Stadt Münster sowie
aus Verkehrsuntersuchungen zur Abschätzung des Verkehrsaufkommens für einzelne Gebiete oder Flä-
chenentwicklungen. Der angesetzte Prognosehorizont ist das Jahr 2035. Die Unterlagen der
Verkehrsuntersuchungen und Daten des Verkehrsmodells wurden von Seiten der Stadt Münster für diese
Verkehrsuntersuchung zur Verfügung gestellt.
Für das Prognosejahr 2035 bestehen 5 verschiedene Szenarien. Die Szenarien sind in der Verkehrsuntersu-
chung „Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung im Wissensquartier“ der Stadt Münster [10]
zusammengefasst und umfassen neben einer einheitlichen Verkehrsprognose verschiedene städtebauliche
Maßnahmen im Straßenraum.
Für diese Untersuchung hat sich der Planfall 1 als maßgebender Planfall herausgestellt. Dieser Planfall be-
rücksichtig die Flächenentwicklungen im Urbanen Wissensquartier sowie die Flächenentwicklungen
gemäß Wohnbaulandprogramm. Dies e Entwicklungen beinhalten lediglich gesicherte Maßnahmen. Nicht
gesicherte Flächenentwicklungen oder städtebauliche Maßnahmen sind im Planfall 1 nicht enthalten.
Im Folgenden werden die einzelnen Bausteine der bestehenden Verkehrsprogose der Stadt Münster begut-
achtet und die daraus resultierenden Neuverkehrsmengen kritisch geprüft. Ein besonderer Fokus liegt dabei
bei den Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens von Flächenentwicklungen.
4.2 Verkehrsprognose der Stadt Münster
4.2.1 Urbanes Wissensquartier
Die Angaben und Daten zu den Entwicklungen stammen aus der Verkehrsuntersuchung „Untersuchung der
verkehrlichen Entwicklung im Wissensquartier“ der Stadt Münster [10]. Ziel der vorliegenden Untersuchung
war es das zukünftige Verkehrsaufkommen bei Realisierung der Entwicklungen im Urbanen Wissensquar-
tier abzuschätzen.
Das Urbane Wissensquartier (UWQ) umfasst ein großflächiges Gebiet zwischen der Innenstadt, dem Aasee,
dem Stadtteil Gievenbeck und der B54. Bereits heute ist das Gebiet durch Forschungs-, Wissenschafts- und
Lehreinrichtungen wie die Universität, der Hochschule und der Universitätsklinik g eprägt. Darüber hinaus
befinden sich gewerbliche Nutzungen und Wohnnutzungen im Gebiet. In Abbildung 19 ist die Lage des
UWQ dargestellt.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Abbildung 19: Lage des Urbanen Wissensquartier [11]
Zukünftig soll das Gebiet in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Wohnen und Arbeiten weiterentwi-
ckelt werden. Gegenwärtig liegen 17 konkrete Maßnahmen vor, die sich über das gesamte Gebiet verteilen.
Zwei der Maßnahmen sind besonders große Entwicklungen. Dabei handelt es sich um das Modellquartier 1
(Steinfurter Straße) und um das Modellquartier 2 (Busso-Peus-Straße).
Das Modellquartier 1 weist eine Fläche von etwa 50 ha auf. Dort sind folgende Nutzungen geplant: Wohnun-
gen, Studentenapartments, Kita, Grundschule, Arbeitsplätze (Büro und Technologie ),
Versorgungseinrichtungen sowie Dienstleistungen.
Das Modellquartier 2 weist eine Fläche von etwa 20 ha auf. Dort sind folgende Nutzungen geplant: Wohnun-
gen, Studentenapartments, Kita, Arbeitsplätze (Forschung und Dienstleistungen). Das Modellquartier 2
grenzt im nordwestlichen Knotenpunktquadranten direkt an den Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxe-
ler Straße / Busso-Peus-Straße.
Die beiden Modellquartiere sollen Positivbeispiele für das Thema Mobilität sein und die Verkehrsmittel des
Umweltverbundes (Fuß, Rad, Bus) stärken.
Durch die 17 Entwicklungen werden zukünftig 5.540 Wohneinheiten und 9.150 Arbeitsplätze geschaffen [10].
In der Tabelle 8 sind die einzelnen Entwicklungen und die geplanten Wohneinheiten bzw. Arbeitsplätze do-
kumentiert.
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Tabelle 8: Zukünftige Wohneinheiten und Arbeitsplätze der Entwicklungen im UWQ [10]
Maßnahme Wohneinheiten Arbeitsplätze
Steinfurter Straße 2.000 4.500
Busso-Peus-Straße 700 1.700
Blücherkaserne 300 550
Leos Gate 45 100
Perspektivstandort Fliednerstraße 21 100 350
Mathematik-Campus - 700
Naturwissenschaftliches Zentrum 100 50
Wissenschaftspark 200 150
Hüffer Campus - 50
Forschungscampus Ost - 900
Projektstandort Musik-Campus - 100
Schmeddingstraße / östl. Josef-Pieper-Straße 70 -
Ehem. Wartburgschule 30 -
Ehem. Eissporthalle 450 -
Muckermannweg 445 -
Albert-Schweitzer-Straße / Fliednerstraße 900 -
Studierendencampus Tia-Cory-Campus 200 -
Gesamt 5.540 9.150
4.2.2 Entwicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm
Die Entwicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm umfassen Flächenentwicklungen außerhalb des urba-
nen Wissensquartiers. Insgesamt bestehen 11 gesicherte Entwicklungen in den Stadtteilen Gievenbeck,
Roxel, Nienberge, Sprakel sowie Mitte, die im Planfall 1 berücksichtig wurden. Aufgrund der räumlichen
Nähe zum untersuchten Kreisverkehr haben die Entwicklungen in Gievenbeck, Roxel sowie Mitte einen grö-
ßeren Einfluss auf die Verkehrsentwicklung am Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-
Peus-Straße als in den übrigen Stadtteilen. Vollständigkeitshalber sind jedoch alle Entwicklungen im Ver-
kehrsmodell der Stadt Münster berücksichtigt.
Bei den Flächenentwicklungen handelt es sich ausschließlich um Wohngebiete. Durch die Entwicklungen
werden zukünftig 2.737 Wohneinheiten geschaffen [10]. In der Tabelle 9 sind die einzelnen Entwicklungen
und die geplanten Wohneinheiten dokumentiert.
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Tabelle 9: Zukünftige Wohneinheiten gemäß Wohnbaulandprogramm [10]
Stadtteil Gebietsbezeichnung Wohneinheiten
Mitte Friedrichsburg 330
Gievenbeck Oxford-Kaserne 1.200
Gievenbeck Gescherweg 60
Roxel Östl. Tilsiter Straße / westl. BAB 70
Roxel Südlich Nottulner Landweg 30
Roxel Südl. Tilbecker Straße Teil 1 75
Nienberge Westlich Plettendorfstraße 27
Nienberge Feldstiege / Beerwiede 600
Sprakel Westliche Erweiterung, nördlich Landwehr 2. Teil 11
Sprakel Östliche Sprakeler Straße / Westl. DB 134
Sprakel Östlich der Bahn 200
Gesamt 2.737
4.2.3 Verkehrserzeugung
Für die Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier sowie für die Entwicklungen gemäß Wohnbaulandpro-
gramm wurde das zu erwartende Neuverkehrsaufkommen, welches durch die einzelnen Ma ßnahmen
induziert wird, mittels einer Verkehrserzeugung abgeschätzt. Die Verkehrserzeugung wurde von der Stadt
Münster durchgeführt.
Die Verkehrserzeugung wurde auf Grundlage veröffentlichter Kennziffern zum Zusammenhang zwischen
Flächennutzung und Verkehrsaufkommen sowie stadtspezifischer Kenngrößen zum Mobilitätsverhalten
durchgeführt. Die Kennziffern und Kenngrößen sind maßgebend abhängig von der Nutzung und der Lage
des Entwicklungsgebietes.
Eine maßgebende Kenngröße zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens ist die Verkehrsmittelwahl.
Die Verkehrsmittelwahl hängt von vielen Faktoren ab: Dem Wegezweck, der Entfernung, der Erschließung
etc. All diese Faktoren haben Einfluss darauf, welches Verk ehrsmittel für die neu erzeugten Wege genutzt
wird. Zur Herleitung des Kfz -Neuverkehrsaufkommens ist daher der MIV -Anteil (Anteil des motorisierten
Individualverkehrs an allen neu erzeugten Wegen) maßgebend.
Die Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens und insbesondere der MIV -Anteil wurden
im Rahmen dieser Verkehrsuntersuchung auf ihre Belastbarkeit geprüft. Dabei lag der Fokus vor allem auf
der Lage der neuen Entwicklungen im Stadtgebiet, dem Stadtgebiet spezifischen Mobilitätsverhalten sowie
der Erschließung für alle Verkehrsmittel (Pkw, Rad, Bus).
In der folgenden Tabelle sind die MIV-Anteile der Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier und der Ent-
wicklungen gemäß Wohnbaulandprogramm dokumentiert. Die Daten wurden im Rahmen dieser
Untersuchung von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt und entstammen aus dem Verkehrsmodell der
Stadt Münster sowie aus Gutachten zur Abschätzung des Verkehrsaufkommens. Das Neuverkehrsaufkom-
men der Flächenentwicklungen in Sprakel und Nienberge hat keinen Einfluss auf den in dieser
Untersuchung betrachteten Knotenpunkt. Aus diesem Grund werden die MIV-Anteile der Entwicklungen in
der folgenden Tabelle außenvorgelassen.
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Tabelle 10: MIV-Anteile der einzelnen Entwicklungen
Gebietsbezeichnung
MIV-Anteil
(Wohnen)
MIV-Anteil
(Arbeiten, Pendler)
MIV-Anteil
(Arbeiten, Wohnort Ms)
Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier
Steinfurter Straße
30,0% 80,0 % 30,0 %
Busso-Peus-Straße
Blücherkaserne
Leos Gate
Perspektivstandort Fliednerstraße 21
Mathematik-Campus
Naturwissenschaftliches Zentrum
Wissenschaftspark
Hüffer Campus
Forschungscampus Ost
Projektstandort Musik-Campus
Schmeddingstraße / östl. Josef-Pie-
per-Straße
Ehem. Wartburgschule
Ehem. Eissporthalle
Muckermannweg
Albert-Schweitzer-Straße / Fliedner-
straße
Studierendencampus Tia-Cory-Cam-
pus
Gebietsbezeichnung MIV-Anteil (Wohnen)
Entwicklungen gemäß
Wohnbaulandprogramm
Friedrichsburg 20,0 %
Oxford-Kaserne 40,0 %
Gescherweg 33,7 %
Östl. Tilsiter Straße / westl. BAB 55,2 %
Südlich Nottulner Landweg 55,2 %
Südl. Tilbecker Straße Teil 1 56,2 %
Die Prüfung der Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens zeigt:
Die gewählten Kenngrößen zur Abschätzung des Neuverkehrsaufkommens liegen innerhalb der Spannbrei-
ten nach dem bundesweit anerkannten Programm „ Ver_Bau“ [12]. Darüber hinaus entsprechen die
Kenngrößen auch den stadtspezifischen Mobilitätsverhalten [13]. Das abgeschätzte Neuverkehrsaufkom-
men ist nach dem aktuellen Stand der Technik hergeleitet und ist als belastbar einzustufen.
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4.3 Maßgebendes Verkehrsaufkommen
Nach Angaben der Stadt Münster ist kein Vorhaben, welches im Planfall 1 berücksichtigt ist, vollständig re-
alisiert. Somit werden alle Entwicklungen in der vorliegenden Untersuchung berücksichtigt.
Das von der Stadt Münster prognostizierte Neuverkehrsaufkommen im Planfall 1 wurde mittels der Model-
lumlegung im Streckennetz verteilt. Das daraus resultierende Neuverkehrsaufkommen am Knotenpunkt
Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt.
In den folgenden Abbildungen ist das Neuverkehrsaufkommen in der Morgenspitzenstunde (Abbildung 20)
und in der Nachmittagsspitzenstunde (Abbildung 21) dargestellt.
In der Morgenspitzenstunde beträgt die Zunahme gegenüber der Analyse 359 Kfz/h. Das entspricht einer
Zunahme von 28 %. Das Radverkehrsaufkommen nimmt um 192 Rad/h zu. In der Nachmittagsspitzenstunde
beträgt die Zunahme gegenüber der Analyse 338 Kfz/h und dies entspricht einer Zunahme von 25 %. Im Rad-
verkehrsaufkommen liegt die Zunahme bei 118 Rad/h.
Abbildung 20: Neuverkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Morgenspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
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Abbildung 21: Neuverkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Nachmittagsspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
Im Folgenden wird der Belastungsfall mit den Verkehrsmengen 2035 als „Prognosefall“ betitelt.
Der Prognosefall der vorliegenden Untersuchung setzt sich aus der Überlagerung des prognostizierten
Neuverkehrsaufkommen mit den Verkehrsbelastungen des Analysefalls zusammen.
Neben dem Neuverkehrsaufkommen im Kfz-Verkehr ist auch von einer Zunahme des Radverkehrsaufkom-
men auszugehen. Zum einen ist Münster eine Stadt mit einem sehr hohen Radverkehrsaufkommen, welches
stetig gefördert wird, und zum anderen zielen vor allem die nahegelegenen Entwicklungen der Modellquar-
tiere auf eine Stärkung der Verkehrsmittel im Umweltverbund ab. Nach Absprache mit der Stadt Münster
wird das Radverkehrsaufkommen für das Prognosejahr 2035 um die gleiche Verkehrssteigerung wie im Kfz-
Verkehrsaufkommen erhöht.
In den folgenden Abbildungen ist das Verkehrsaufkommen für das Prognosejahr 2035 in der Morgenspit-
zenstunde (Abbildung 22) und in der Nachmittagsspitzenstunde (Abbildung 23) dargestellt.
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Abbildung 22: Verkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Morgenspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
Abbildung 23: Verkehrsaufkommen im Prognosefall 2035 in der Nachmittagsspitzenstunde [Kfz/h (SV/h)]
(Kartengrundlage: [1])
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5 Variantenuntersuchung
Die Stadt Münster plant die Umgestaltung des Kreisverkehrs Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-
Peus-Straße.
Der Kreisverkehr ist eine Unfallhäufungsstelle. In den Jahren 2020 bis 2024 wurden 40 Verkehrsunfälle poli-
zeilich erfasst. Besonders auffällig ist, dass bei 24 der erfassten Unfälle mindestens ein Radfahrer beteiligt
war. Aufgrund des fehlenden Schutzes du rch ein Kfz sind die Unfallfolgen häufig schwerwiegender. Bei 20
der erfassten Unfälle wurde mindestens eine Person leicht verletzt.
Der Kreisverkehr befindet sich auf einer Hauptroute zwischen der Innenstadt und dem westlichen Stadtge-
biet. Das Radverkehrsaufkommen an diesem Knotenpunkt ist mit bis zu 650 querenden Radfahrern in der
Morgenspitzenstunde besonders hoch. Die gegenwärtigen Kfz-Verkehrsmengen sind für den heutigen
Ausbaustand des Kreisverkehrs verträglich. In der Morgenspitzenstunde weist der Knotenpunkt 1.282 Kfz/h
auf und in der Nachmittagsspitzenstunde 1.364 Kfz/h.
Die Kombination des Kfz-Verkehrsaufkommens mit dem hohen Radverkehrsaufkommen bringt jedoch ein
Konfliktpotential mit sich. Radfahrer sind vor allem auf der Von-Esmarch-Straße mit einer hohen Geschwin-
digkeit unterwegs, die von den Kraftfahrern oft falsch eingeschätzt wird. Aus dem Kreisverkehr abbiegende
Kraftfahrer müssen häufig auf querende Radfahrer warten. Dabei befinden sie sich in einem ungünstigen
Winkel zu den parallel verlaufenden Radwegen. Dies ist auf die Lage der Furten (Furten sind weniger als
2,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt) zurückzuführen. Die Gestaltung der Radverkehrsführung (bevor-
rechtigte umlaufende Radwege) entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Zukünftig ist mit einer Verkehrssteigerung sowohl im Kfz -Verkehrsaufkommen als auch im Radverkehrs-
aufkommen am Kreisverkehr zu rechnen. Es wird eine nennenswerte Verkehrssteigerung von etwa 28 % in
der Morgenspitzenstunde und 25 % in der Nachmittagsspitzenstunde prognostiziert.
Aufgrund der Unfallhäufung und der zu erwartenden Verkehrssteigerung ist eine Umgestaltung des Kno-
tenpunktes vorgesehen. Hierfür bestehen aktuell 3 Varianten:
• Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
• Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
• Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
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5.1 Beschreibung des Varianten
5.1.1 Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
Die Variante stellt eine Optimierung des Kreisverkehrs dar, bei der die Führung des Radverkehrs, wie heute,
über umlaufende Radwege erfolgt. In der Abbildung 24 ist der Ausbaustand der Variante 1 in Form einer ver-
kehrstechnischen Skizze dargestellt.
Abbildung 24: Verkehrstechnische Skizze der Variante 1 (Kartengrundlage: [4])
Der Ausbau der Verkehrsflächen für den Kfz-Verkehr entspricht weitgehend dem heutigen Ausbaustand. Es
bestehen lediglich geringfügige Anpassungen hinsichtlich der Trassierung und der Fahrbahnbreiten.
Die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer werden wie bereits heute auf umlaufenden Verkehrsanlagen
geführt. An den Querungsstellen sind Fußgänger und Radfahrer weiterhin bevorrechtigt.
In allen Knotenpunktarmen führen Radwege zum Kreisverkehr und von diesem weg. Die Radwege am Kreis-
verkehr führen in der Geometrie der Kreisfahrbahn um diese herum. Die Radwege sind dabei mit einem
maximalen Abstand von 2,00 m von der Kreisfahrbahn entfernt . Zwischen dem Radweg und der Kreisfahr-
bahn ist eine Grünfläche vorgesehen. So werden die Radfahrer nah an der Kreisfahrbahn geführt und
befinden sich jederzeit im Sichtfeld des Kfz -Verkehrs. An den Querungsstellen sind die Furten 5,00 m von
der Kreisfahrb ahn abgesetzt. Dieser Abstand hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt. Aus dem
Kreisverkehr abbiegende Fahrzeuge befinden sich bei diesem Abstand in einem guten Winkel zur Que-
rungsstelle, in dem Radfahrer und Fußgänger gut erkannt werden. Darüber hinaus blockieren abbiegende
Fahrzeuge keine nachfolgenden Fahrzeuge, da sich die Abbieger nicht mehr auf der Kreisfahrbahn befinden,
wenn sie für querende Radfahrer oder Fußgänger warten müssen. Dies hat einen positiven Einfluss auf den
Verkehrsfluss auf der Kreisfahrbahn. Auch beim Einfahren in den Kreisverkehr hat sich der Abstand der Que-
rungsstelle zur Kreisfahrbahn bewährt.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
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Zum einen werden Konfliktpunkte entzerrt, da einfahrende Fahrzeuge als erstes die Querungsstelle passie-
ren und dann an die Kreisfahrbahn heranfahren, wo sie auf die bevorrechtigten Fahrzeuge auf der
Kreisfahrbahn achten können, und zum anderen werden die Q uerungsstellen nicht durch wartende Fahr-
zeuge vor der Einfahrt blockiert.
Die Aufstellfläche für Fußgänger vor den Querungsstellen beträgt mindestens 1,50 m in allen Knotenpunkt-
armen.
5.1.2 Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
In der Variante 2 ist eine Neuordnung der Verkehrsflächen vorgesehen. In Abbildung 25 ist der geplante Aus-
baustand in Form einer verkehrstechnischen Skizze dargestellt.
Abbildung 25: Verkehrstechnische Skizze der Variante 2 (Kartengrundlage: [4])
In dieser Variante werden Radfahrer vor dem Kreisverkehr von Radwegen im Seitenraum auf die Fahrbahn
geführt. Dort werden Radfahrer und der Kfz -Verkehr im Mischverkehr über den Kreisverkehr geleitet und
nach der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr werden Radfahr er wieder in den Seitenraum geleitet. Lediglich im
Zuge der Von -Esmarch-Straße (östlicher Knotenpunktarm) besteht wie bereits heute eine Führung auf ei-
nem Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.
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In allen Knotenpunktarmen führen Radwege zum Kreisverkehr. Etwa 40 m vor dem Kreisverkehr werden
Radfahrer über Rampen auf die Fahrbahn geführt. Für die ersten 10 m besteht eine Trennung vom Kfz -Ver-
kehr in Form einer durchgezogenen Linie. Nach den 10 m und in einem Abstand von etwa 20 m zu m
Fußgängerüberweg erfolgt der Übergang zum Mischverkehr. Auf der Kreisfahrbahn werden Radfahrer und
Kraftfahrer im Mischverkehr geführt. Kurz hinter der Ausfahrt des Kreisverkehrs werden Radfahrer wieder in
den Seitenraum auf Radwege geführt.
Der gemeinsame Geh- und Radweg Appelbreistiege wird in dieser Variante bis an den Kreisverkehr heran-
geführt, sodass Radfahrer direkt von der Appelbreistiege auf die Kreisfahrbahn fahren können und
Fußgänger den Gehweg um den Kreisverkehr nutzen können.
Die Führung der Radfahrer im Mischverkehr hat sich im Rahmen von Forschungen als sicher herausgestellt
[14]. Einschränkend ist anzumerken, dass der Mischverkehr in der Praxis nur bis zu einer Verkehrsbelastung
von etwa 15.000 Kfz/24h eingesetzt wird und dass bisher keine dokumentierten Forschungsergebnisse zum
Mischverkehr bei besonders stark von Radfahrern genut zten Kreisverkehren vorliegen. Radfahrer werden
vom Radweg in das Sichtfeld der Kraftfahrer geführt und danach auf die Fahrbahn geleitet. Sowohl in den
Zufahrten als auch auf der Kreisfahrbahn besteht durch die Durchmischung eine besondere Rücksicht ge-
genseitig. Radfahrer sind im Mischv erkehr gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auf derselben Fläche.
Konfliktpotentiale durch das Übersehen oder das falsche Einschätzen von Geschwindigkeiten entfällt in die-
ser Variante.
Fußgänger werden weiterhin im Seitenraum um den Kreisverkehr herumgeführt und gegenüber dem Kfz -
Verkehr sowie den Radfahrern bevorrechtigt . Die Fußgängerüberwege sind wie in der Variante 1 aufgrund
der in Kapitel 5.1.1 genannten Vorteile 5,00 m von der Kreisfahrbahn abgesetzt.
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5.1.3 Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
Variante 3 sieht eine vollständige Umgestaltung des Knotenpunktes vor. Der Knotenpunkt soll in dieser Va-
riante zu einem vierarmigen Knotenpunkt mit einer Lichtsignalanlage umgestaltet werden. In Abbildung 26
ist der geplante Ausbaustand in Form einer verkehrstechnischen Skizze dargestellt.
Abbildung 26: Verkehrstechnische Skizze der Variante 3 (Kartengrundlage: [4])
Die geplante Lichtsignalanlage stellt einen vollständigen Umbau des Knotenpunktes Von -Esmarch-Straße
/ Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße dar. Die Planung wurde von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt.
Diese sieht in allen Knotenpunktarmen drei Fahrstreifen in den Zufahrten vor – jeweils ein Linksabbiege-, ein
Rechtsabbiege- sowie ein Geradeausfahrstreifen. Die Abbiegefahrstreifen weisen eine Breite von 3,00 m und
die Geradeausfahrstreifen von 3,25 m auf. Je nach Flächenverfügbarkeit sind die Abbiegefahrstreifen zwi-
schen 25 m und 50 m lang und bieten damit eine Aufstellfläche von 4 bis 8 Fahrzeugen. In den Ausfahrten
besteht jeweils ein Fahrstreifen.
Fußgänger und Radfahrer werden auf getrennten Geh- und Radwegen um den Knotenpunkt geführt. In der
östlichen Von-Esmarch-Straße ist wie bereits heute in der Knotenpunktausfahrt ein Radfahrstreifen vorge-
sehen. Die Radwege sind 2,50 m breit. Auf dem zum Knotenpunkt führenden Radweg der Roxeler Straße
besteht eine Engstelle, hier liegt die Breite des Radwegs bei 1,75 m. Die Gehwege sind mit einer Mindest-
breite von 2,00 m geplant, jedoch besteht auch für den Gehweg auf der Roxeler Straße eine Engstelle mit
1,75 m.
In den Knotenpunktarmen bestehen getrennte Furten für Fußgänger und Radfahrer. Die Fußgängerfurten
sind mit einer Mittelinsel zwischen den Einfahrstreifen und Ausfahrstreifen geteilt. Die Radfurten sind hin-
gegen durchgängig.
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Das Signalisierungskonzept des Knotenpunktes weist die folgenden Merkmale auf:
• Fußgänger und Radfahrer werden mit den parallelfahrenden Kfz -Verkehr freigegeben. Damit be-
steht keine bedingte Verträglichkeit und die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer werden
konfliktfrei über die Furten geleitet.
• Radfahrer werden über eigene Radsignale signalisiert.
• Die beiden Fußgängerfurten pro Knotenpunktarm werden gleichzeitig freigegeben, sodass Fußgän-
ger die vollständige Furt queren können.
• Auch die links - und rechtsabbiegen Kfz werden signaltechnisch so getrennt, dass keine Konflikt-
punkte bestehen.
Die Signalanlage wird mit einer verkehrsabhängigen Signalsteuerung mit einer variablen Umlaufzeit ver-
sorgt. Über entsprechende Detektionseinrichtungen (Induktionsschleifen, Videokameras, Taster) können
alle Verkehrsteilnehmer erfasst werden. Entsprechend der tatsächlichen Verkehrsnachfrage kann eine best-
mögliche Grünzeitenverteilung erfolgen. Aufgrund des hohen Radverkehrsaufkommens wird der
Radverkehr bei der Grünzeitenverteilung priorisiert.
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In Abbildung 27 ist die Phasenfolge des Festzeitprogramms exemplarisch für die Morgenspitzenstunde dar-
gestellt.
Abbildung 27: Phasenfolgeplan der geplanten LSA
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5.2 Bewertung der Verkehrsqualität im Netzzusammenhang (Mikrosimulation)
Die Varianten werden im Folgenden im Rahmen einer Variantenuntersuchung hinsichtlich der Funktionsfä-
higkeit und Verkehrssicherheit geprüft.
Das besonders hohe Radverkehrsaufkommen und das Agieren der Verkehrsteilnehmer untereinander ist in
der vorliegenden Situation ein Sonderfall, welches mit dem Berechnungsverfahren nach dem HBS [2] nicht
abgebildet werden kann. D ie analytischen Berechnungsergebnisse nach dem HBS [2] dienen in der vorlie-
genden Variantenuntersuchung nur für eine erste Orientierung zur Verkehrsqualität.
Die Herleitung der maßgebenden Wartezeiten und Rückstaulängen sowie die Prüfung der verkehrstechni-
schen Funktionsfähigkeit erfolgte daher mit Hilfe der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation . Je nach
Variante wurde das bestehende Netz hinsichtlich der geänderten Verkehrsführung, Vorfahrtregelung oder
Betriebsform angepasst.
Die Simulation für die werktäglichen Spitzenstunden wurde für jede Variante mit jeweils 20 unterschiedli-
chen Startzufallszahlen durchgeführt und hinsichtlich verschiedener Kennwerte der Verkehrsqualität
ausgewertet. Als Ergebnis der Simulation wurden je Variante für alle Fahrtbeziehungen und Verkehrsteil-
nehmer die jeweils auftretenden Zeitverluste pro Fahrzeug gemessen.
Die maßgebenden Simulationsergebnisse werden für die einzelnen Varianten in den nachfolgenden Kapi-
teln beschrieben.
Auf eine Darstellung der Berechnungsergebnisse wird im nachfolgenden Variantenvergleich hingegen ver-
zichtet, weil sie für die exakte Beurteilung der Verkehrsqualität nicht maßgebend sind. Die detaillierten
Ergebnisse sind jedoch vollständig für die einzeln en Varianten in den Anlagen dokumentiert. Dabei ist zu
beachten, dass Differenzen zwischen den Berechnungs- und Simulationsergebnissen auftreten.
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5.2.1 Variante 1
Die Funktionsfähigkeit der Variante 1 wurde sowohl für die heutigen Verkehrsmengen (Analysefall) als auch
die zukünftigen Verkehrsmengen (Prognosefall) mittels der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation ge-
prüft.
Analysefall
Das Säulendiagramm in Abbildung 28 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 29 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Analysefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Abbildung 28:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Analysefall – Variante 1
Abbildung 29:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Analysefall – Variante 1
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Die folgende Abbildung stel lt die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden. Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Kraftfahrer und Radfahrer ähnliche Ansprüche
im Straßenverkehr haben. Die Bedürfnisse sind gleichrangig und auch das Qualitätsempfinden ist gleichzu-
stellen.
Abbildung 30: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Analysefall, Variante 1)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 1 (Analysefall) kommt zu folgenden Ergebnis-
sen:
• Der optimierte Kreisverkehr kann die heutigen Verkehrsmengen problemlos abwickeln. Dem Kno-
tenpunkt ist sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der Nachmittagsspitzenstunde eine
gute Verkehrsqualität (Stufe B) zuzuordnen.
• Die Ergebnisse der Simulation der Variante 1 (Analysefall) zeigen, dass sich die Störungen aufgrund
von wartenden abbiegenden Fahrzeugen auf der Kreisfahrbahn seltener ereignen. Durch das Ab-
setzten der Furten kann sich ein abbiegendes Fahrzeug so aufstellen, dass nachfolgende Fahrzeuge
die Kreisfahrbahn weiter befahren können.
• Dem Kfz-Verkehr bevorrechtigten Radverkehr ist sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in
der Nachmittagsspitzenstunde eine sehr gute Verkehrsqualität (Stufe A) zuzuordnen. Die Verlust-
zeiten betragen nur wenige Sekunden, auch wenn für einige Fahrtbeziehungen mehrere Furten
gequert werden müssen.
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Prognosefall
Das Säulendiagramm in Abbildung 31 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 32 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Abbildung 31:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Prognosefall – Variante 1
Abbildung 32:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Prognosefall – Variante 1
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Die folgende Abbildung stell t die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden.
Abbildung 33: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Prognosefall, Variante 1)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 1 (Prognosefall) kommt zu folgenden Ergeb-
nissen:
• Der Kreisverkehr (Variante 1) weist im Prognosefall in der Morgenspitzenstunde eine mangelhafte
Verkehrsqualität (Stufe E) und in der Nachmittagsspitzenstunde eine ausreichende Verkehrsquali-
tät (Stufe D) auf.
• In der Morgenspitzenstunde müssen in der westlichen Knotenpunktzufahrt mittlere Verlustzeiten
von 217 s in Kaufgenommen werden und in der Nachmittagsspitzenstunde treten mittlere Verlust-
zeiten von bis zu 66 s in der östlichen Knotenpunktzufahrt auf.
• In der Morgenspitzenstunde entstehen in der westlichen und südlichen Knotenpunktzufahrt nen-
nenswerte Rückstaus, die sich im laufe der Spitzenstunde bis zu einem bestimmten Niveau
aufbauen und bis zum Rückgang der Verkehrsmengen stagnier en. Die Rückstaubildungen sind auf
die folgenden Gegebenheiten zurückzuführen:
o Die nördliche Knotenpunktzufahrt ist am höchsten belastet. Die ankommenden Fahrzeuge
können größtenteils frei in den Kreisverkehr einfahren, da die östliche Knotenpunktzufahrt
gering belastet ist.
o Durch die regelmäßige Einfahrt aus der nördlichen Zufahrt müssen Fahrzeuge der westli-
chen Zufahrt warten.
o Darüber hinaus queren bis zu 520 Radfahrer den südlichen Knotenpunktarm. Dadurch müs-
sen aus dem Kreisverkehr abbiegende Fahrzeuge warten. Sobald ein zweites Fahrzeug
ebenfalls die südliche Kreisverkehrsausfahrt befahren möchte, entsteht ein Rückstau auf
der Kreisfahrbahn, was wiederum die Einfahrt aus der westlichen Zufahrt behindert.
o Durch die besonders hohe Anzahl an querenden Radfahrern müssen auch einfahrende
Fahrzeuge häufig länger warten.
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Abbildung 34: Screenshot der Rückstaubildung der Morgenspitzenstunde (Variante 1)
• In der Nachmittagsspitzenstunde treten Rückstaus in der östlichen Knotenpunktzufahrt auf. Die
Rückstaubildung ist auf die gleichen Gegebenheiten wie in der Morgenspitzenstunde zurückzufüh-
ren. Die Roxeler Straße weist ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Die Fahrzeuge dieser Zufahrt
können in weiten Teilen ohne Störung in den Kreisverkehr einfahren, was die Einfahrt aus der östli-
chen Von-Esmarch-Straße stört. Darüber hinaus quert eine hohe Anzahl an Radfahrern die Busso -
Peus-Straße und es treten regelmäßig Rückstaus bei der Ausfahrt auf, was ebenfalls die östliche Ein-
fahrt blockiert.
Abbildung 35: Screenshot der Rückstaubildung der Nachmittagsspitzenstunde (Variante 1)
• Auch im Prognosefall der Variante 1 sind Radfahrer gegenüber dem Kfz -Verkehr bevorrechtigt.
Beim Befahren des Kreisverkehrs entstehen für Radfahrer keine nennenswerten Verlustzeiten. So-
mit kann dem zukünftigen Radverkehrsaufkommen eine sehr gute Verkehrsqualität (Stufe A)
zugeordnet werden.
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5.2.2 Variante 2
Das Säulendiagramm in Abbildung 36 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 37 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden.
Abbildung 36:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Prognosefall – Variante 2
Abbildung 37:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Prognosefall – Variante 2
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Die folgende Abbildung stell t die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden.
Es ist zu beachten, dass dem Fahrverhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer in der Simulation ein regel-
konformes Verhalten zugrunde gelegt ist. In der vorliegenden Situation fahren alle Radfahrer vom
Seitenraum auf die Fahrbahn und im Mischverkehr ordnen sich die Radfahrer regelkonform in den Kfz-Ver-
kehr ein. In der Realität ist jedoch davon auszugehen, dass ein nennenswerter Anteil an Radfahrern geben
wird, die entweder die Gehwege befahren werden oder an den wartenden Kraftfahrern in den Knotenpunkt-
zufahrten vorbeifahren werden.
Abbildung 38: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Prognosefall, Variante 2)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 2 (Prognosefall) kommt zu folgenden Ergeb-
nissen:
• Das zukünftige Kfz -Verkehrsaufkommen kann am untersuchten Kreisverkehr (Variante 2) nicht
mehr leistungsfähig abgewickelt werden. In der Morgenspitzenstunde muss dem Knotenpunkt eine
ungenügende Verkehrsqualität (Stufe F) zugeordnet werden und in der Nachmittagsspitzenstunde
eine mangelhafte Verkehrsqualität (Stufe E).
• Bereits in der Variante 1 treten nennenswerte Verlustzeiten und Rückstaus in der westlichen und
östlichen Knotenpunktzufahrt auf. In der Variante 2 erhöht sich der Zufluss in den Einfahrten des
Kreisverkehrs, da die Radfahrer mit dem Kfz-Verkehr in dieser Variante im Mischverkehr fahren. Dies
führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Situation gegenüber der Variante 1.
• Aufgrund der besonders hohen Radverkehrsmengen kommt es im Bereich der Verflechtung zu
massiven Störungen im Verkehrsablauf. In der Theorie fügen sich Radfahrer durch gegenseitige
Rücksichtnahme in den Kfz-Verkehr ein. In der vorliegenden Situation ist die Kapazität der Zufahrt
durch die besonders hohe Anzahl an Radfahrern erreicht. Die Folge sind Rückstaus, die sich immer
weiter aufbauen und nicht mehr abgebaut werden können, sowie Verlustzeiten von mehreren Mi-
nuten.
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Abbildung 39: Screenshot der Rückstaubildung der Morgenspitzenstunde (Variante 2)
Abbildung 40: Screenshot der Rückstaubildung der Nachmittagsspitzenstunde (Variante 2)
• Radfahrern ist in der Variante 2 in der Morgenspitzenstunde eine befriedigende Verkehrsqualität
(Stufe C) und in der Nachmittagsspitzenstunde eine sehr gute Verkehrsqualität (Stufe A) zuzuord-
nen. Durch die Führung der Radfahrer im Mischverkehr entstehen Ve rlustzeiten bei der Einfahrt in
den Kreisverkehr, da sich die Radfahrer in den Kfz -Verkehr einordnen und damit bevorrechtigte
Kraftfahrer auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt gewähren müssen . Jedoch fallen die Verlustzeiten deut-
lich geringer aus als im Kfz -Verkehr, da die Radfahrer bis etwa 30 m vor dem Kreisverkehr im
Seitenraum geführt werden und damit an möglichen Rückstaus vorbeifahren können.
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5.2.3 Variante 3
Das Säulendiagramm in Abbildung 41 zeigt die Verlustzeiten (in s/Fz) und Abbildung 42 die daraus resultie-
renden Stufen der Verkehrsqualität für die Verkehrsbelastungen der werktäglichen Morgen - und
Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall. Die pro Fahrbeziehung dargestellten Werte zeigen jeweils das
Mittel aus 20 Simulationsläufen und können in Anlehnung an die Grenzwerte aus dem HBS einer Stufe der
Verkehrsqualität zugeordnet werden. Den Ergebnissen der Simulation liegt die verkehrsabhängige Steue-
rung zugrunde.
Abbildung 41:
Simulationsergebnisse
Mittlere Verlustzeiten
Prognosefall – Variante 3
Abbildung 42:
Simulationsergebnisse
Stufen der Verkehrsqualität
Prognosefall – Variante 3
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Die folgende Abbildung stell t die Verlustzeiten sowie die Stufen der Verkehrsqualität für den Radverkehr
für die Morgenspitzenstunde (links) und die Nachmittagsspitzenstunde (rechts) dar. Dabei ist zu beachten,
dass die ermittelten Verlustzeiten der Radfahrer den Grenzen der Qualitätsstufen für den Kfz-Verkehr zuge-
ordnet wurden.
Abbildung 43: Verlustzeiten und Qualitätsstufen im Radverkehr (Prognosefall, Variante 3)
Die mikroskopische Verkehrsflusssimulation für die Variante 3 (Prognosefall) kommt zu folgenden Ergeb-
nissen:
• Das zukünftige Kfz-Verkehrsaufkommen kann an der geplanten LSA (Variante 3) in der Morgenspit-
zenstunde mit einer befriedigenden Verkehrsqualität (Stufe C) und in der
Nachmittagsspitzenstunde mit einer ausreichenden Verkehrsqualität (Stufe D) abgewickelt wer-
den.
• Die maximale Verlustzeit, die von Kraftfahrern in Kauf genommen werden muss, liegt in der Mor-
genspitzenstunde bei 47 s und in der Nachmittagsspitzenstunde bei 66 s.
• In einzelnen Signalumläufen können temporär Rückstaus entstehen und einzelne Fahrstreifen
überstaut werden. Diese Rückstaus können aber in der Regel mit den nächsten Signalumläufen wie-
der vollständig abgebaut werden.
Abbildung 44: Screenshot der Morgenspitzenstunde (Variante 3)
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Abbildung 45: Screenshot der Nachmittagsspitzenstunde (Variante 3)
• Das zukünftige Radverkehrsaufkommen kann sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der
Nachmittagsspitzenstunde mit einer mindestens ausreichenden Verkehrsqualität (Stufe D) abgewi-
ckelt werden. Maßgebend dafür sind die linksabbiegenden Radfahrer. Linksabbiegende Radfahrer
müssen zwei Furten überqueren, wodurch systematisch Verlustzeiten auftreten. Die maximale Ver-
lustzeit müssen von Norden kommende linksabbiegende Radfahrer in der Morgenspitzenstunde in
Kauf nehmen (55 s).
• Den besonders starken Geradeausverkehren im Zuge der Von-Esmarch-Straße kann in beiden Spit-
zenstunden eine gute bis sehr gute Qualität des Verkehrsablaufs zugeordnet werden.
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5.3 Ganzheitliche Bewertung der Varianten
5.3.1 Methodik
Zur ganzheitlichen Bewertung der drei Varianten wurden die folgenden Kriterien herangezogen:
• Verkehrssicherheit,
• Qualität des Verkehrsablaufes für den Kfz-Verkehr,
• Qualität des Verkehrsablaufes für den Radverkehr,
• Sicherheit gegenüber Schwankungen der Verkehrsbelastung durch künftige Entwicklungen
• Akzeptanz der Verkehrsregelung
Für jede Variante werden die einzelnen Kriterien bewertet und die Bewertung wird dem Schulnotensystem
(Noten 1 bis 6) zugeordnet. Je nach Relevanz erhalten die Kriterien eine stärkere Gewichtung. Z.B. wird das
Kriterium Verkehrssicherheit im Vergleich zur Sicherheit gegenüber Schwankungen stärker gewichtet. Die
Bewertungsmatrix ist in Kapitel 5.3.7 dargestellt. Die Wahl und die Gewichtung der Bewertungskriterien er-
folgte auf der Grundlage der gutachterlichen Expertise und Erfahrung.
5.3.2 Verkehrssicherheit
Die Verkehrssicherheit ist einer der zentralen Faktoren, denn der gegenwärtige Ausbaustand weist Defizite
hinsichtlich der Verkehrssicherheit vor allem für Radfahrer auf. Die Verkehrssicherheit einer Verkehrsanlage
setzt sich aus der subjektiven und der objektiven Verkehrssicherheit zusammen.
Die Führung des Kfz- und des Radverkehrs in Variante 1 entspricht der gegenwärtigen Führung. Damit be-
steht für alle Verkehrsteilnehmer ein bekanntes System. Durch die fahrbahnnahe Führung der Radwege
entlang der Kreisfahrbahn und das Absetzten der Rad - und Fußgängerfurten besteht für den Kfz -Verkehr
jederzeit eine gute Sichtbeziehung auf die Radfahrer. Dies hat einen positiven Effekt auf die Verkehrssicher-
heit. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich auch bei einer optimierten Führung weiterhin
Verkehrsunfälle zwischen Kraftfahrern und Radfahrern ereignen werden. Diese treten an Kreisverkehren mit
umlaufenden Radwegen durch Unachtsamkeiten und falsch eingeschätzten Geschwindigkeiten auf. Dar-
über hinaus steigt die Bereitschaft riskante Fahrmanöver in Kauf zu nehmen, wenn Kraftfahrer lange
Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wie es in der vorliegenden Situation der Fall ist.
Die Führung von Radfahrern im Mischverkehr (Variante 2 ) ist grundsätzlich eine sichere Führungsform.
Radfahrer werden vom Seitenraum in das Sichtfeld der Kraftfahrer geführt, ordnen sich in den Kfz -Verkehr
ein und befahren den Kreisverkehr wie Kraftfahrer. Die subjektive Sicherheit ist jedoch besonders für unsi-
chere Radfahrer eher geringer als bei einer Führung im Seitenraum. Dennoch hat sich die Führung im
Mischverkehr bei weniger stark von Radfahrern genutzten Kreisverkehren als besonders sicher erwiesen. In
der vorliegenden Situation liegt jedoch ein Sonderfall vor. Einzelne Zufahrten zum Kreisverkehr weisen ein
besonders hohes Radverkehrsaufkommen auf. Gleichzeitig kommt es in diesen Zufahrten aufgrund der Ver-
kehrsbelastungen zu Rückstaus. Es ist davon auszugehen, dass nicht alle Radfahrer sich ordnungsgemäß in
den Kfz-Verkehr einordnen, sondern an den wartenden Kraftfahrern vorbeifahren. Dies sorgt für eine Un-
übersichtlichkeit und bringt ein hohes Konfliktpotential mit sich. Dies mindert die Verkehrssich erheit und
erhöht die Wahrscheinlichkeit von Verkehrsunfällen.
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In Variante 3 werden alle nichtverträglichen und begingt verträglichen Verkehrsströme signaltechnisch ge-
trennt. Damit bestehen sofern die Lichtzeichen beachtet werden in dieser Variante keine Konfliktpunkte. Die
Verkehrssicherheit dieser Variante ist somit am besten zu bewerten. Es ist jedoch zu beachten, dass V er-
kehrsunfälle an Lichtsignalanlagen mit der vollständigen Trennung nichtverträgliche r und be dingt
verträglicher Verkehrsströme bei Rotlichtverstößen auftreten können. Dabei ist zu beachten, dass die Un-
fallfolgen bei Rotlichtverstößen in der Regel schwerwiegender sind. Dies ist auf höhere Geschwindigkeiten
und die Tatsache, dass die anderen Verkehrsteilnehmer in der Regel auf die Einhaltung der Lichtzeichen ver-
trauen und somit unachtsamer sind, zurückzuführen.
Nach Angaben der Stadt Münster spielen Rotlichtverstöße in der Unfallstatistik der Stadt nur eine unterge-
ordnete Rolle. Zudem zeigt sich, dass auch bei der Umgestaltung eines bislang unsignalisierten
Knotenpunktes zu einem signalisierten Knotenpunkt keine Häufung von Rotlichtverstößen festzustellen ist.
5.3.3 Verkehrsqualität Kfz-Verkehr
Die Bewertung der Verkehrsqualität (vgl. Kap. 5.2) zeigt, dass das zukünftige Kfz -Verkehrsaufkommen bei
den Varianten 1 und 2 nicht mehr leistungsfähig abgewickelt werden kann. In diesen Varianten ist dem Kfz-
Verkehr eine mangelhafte bis ungenügende Verkehrsqualität (Stufe E bis F) zuzuordnen . Während in der
Variante 1 hohe Verlustzeiten und Rückstaus in einzelnen Zufahrten in den Spitzenstunden in Kauf genom-
men werden müssen, führt das zukünftige Verkehrsaufkommen in der Variante 2 aufgrund der Führung der
Radfahrer im Mischverkehr zu einem Kapazitätsdefizit. Die Verkehrsmengen in der Variante 2 können nicht
mehr abgewickelt werden und massive Störungen im Verkehrsablauf sind die Folge. Hierbei ist zu beachten,
dass die Verlustzeiten und Störungen im Verkehrsablauf nicht nur den motorisierten Individualverkehr
(MIV) betreffen, sondern gleichermaßen auch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Sowohl der
MIV als auch der ÖPNV nutzen dieselben Verkehrsflächen. Konkret sind davon drei Buslinien betroffen, die
im 20-Minuten-Takt die Von -Esmarch-Straße befahren. Durch die Rückstaus ist daher mit Verzögerungen
im Betriebsablauf der Buslinien zu rechnen
Die Verkehrsqualität des Kfz -Verkehrs ist in der Variante 3 als ausreichend (Qualitätsstufe D) einzustufen.
Die maximalen mittleren Verlustzeiten liegen in der Morgenspitzenstunde bei 47 s und in der Nachmittags-
spitzenstunde bei 6 6 s. Punktuell auftretende Rückstauf und Fahrstreifenüberstauungen können in der
Regel mit den nächsten Signalumläufen vollständig abgebaut werden. Die Verkehrsqualität des Kfz -Ver-
kehrs ist in der Variante 3 gegenüber der anderen Varianten am besten einzustufe n. Auch in der Variante 3
gelten die angegebenen Verlustzeiten sowohl für den MIV als auch für den ÖPNV. Aufgrund der mindestens
ausreichenden Verkehrsqualität sind keine nennenswerten Verzögerungen im Betriebsablauf der Buslinien
zu erwarten.
5.3.4 Verkehrsqualität Radverkehr
In Variante 1 sind Radfahrer dem Kfz -Verkehr bevorrechtigt. Somit entstehen keine Verlustzeiten für Rad-
fahrer und sie können ohne Störungen im Verkehrsfluss den Kreisverkehr passieren. Die Verkehrsqualität
der Radfahrer ist einer sehr guten Qualitätsstufe zuzuordnen und schneidet damit im Variantenvergleich am
besten ab.
In der Variante 2 treten im Radverkehr Verlustzeiten von bis zu 28 s auf. Diese treten in den Zufahrten mit
Rückstaus im Kfz-Verkehr aufgrund der Verflechtung der Radfahrer auf die Fahrbahn auf.
An Lichtsignalanlagen (Variante 3) treten für querende Radfahrer systematisch Verlustzeiten auf. Diese sind
aufgrund der Sperrzeiten unvermeidbar. Die höchsten Verlustzeiten müssen von linksabbiegende n
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BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 59
Radfahrern in Kauf genommen werden, da diese zwei Furten queren müssen. Die maximale Verlustzeit be-
trägt 55 s für die von Norden kommenden Linksabbieger in der Morgenspitzenstunde. Den
geradeausfahrenden und rechtsabbiegenden Radfahrern kann hingegen eine sehr gute bis gute Verkehrs-
qualität (Stufe A bis B) zugeordnet werden.
5.3.5 Sicherheit gegenüber Verkehrsschwankungen
Kreisverkehre sind starre Verkehrssysteme. Bei einer Änderung der gesamten Verkehrsbelastung oder von
einzelnen Strömen kann von außen nicht in den Verkehrsablauf eingegriffen werden. Damit besteht in den
Varianten 1 und 2 keine Sicherheit gegenüber Schwankungen. Hinzu kommt, dass die Kapazitäten einzelner
Knotenpunktzufahrten in den beiden Varianten nahezu erreicht bzw. überschritten sind. Eine weitere Ver-
kehrssteigerung als die der Prognose 2035 kann nicht mehr abgewickelt werden.
Die Variante 3 stellt dahingehend ein flexibles Verkehrssystem dar. Durch die verkehrsabhängige Signal-
steuerung werden die Grünzeiten entsprechend der Verkehrsnachfrage bestmöglich angepasst. Auch bei
einer Änderung der gesamten Verkehrsmenge oder einzelner Ströme kann von außen eingegriffen werden.
Nach dem aktuellen Signalisierungskonzept bestehen in allen Knotenpunktzufahrten noch Kapazitäten wei-
tere Verkehrsmengen aufzunehmen. Zudem besteht bei einer verkehrsabhängigen Signalplanung die
Möglichkeit einer Priorisierung des ÖPNVs. Dabei kann die Grünzeitenverteilung so erfolgen, dass auf den
Knotenpunkt zufahrende Busse bevorzugt über den Knotenpunkt geleitet werden können. Dadurch werden
Verzögerungen im Betriebsablauf vermieden.
5.3.6 Akzeptanz
Die Akzeptanz steht im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit. In der Variante 1 ist von einer hohen
Akzeptanz auszugehen. Sowohl Radfahrer als Kraftfahrer kennen die Führungsform und es besteht ein ho-
hes subjektives Sicherheitsempfinden.
Da das subjektive Sicherheitsempfinden bei der Variante 2 in der Regel geringer ist, ist davon auszugehen,
dass es Radfahrer geben wird, die nicht im Mischverkehr die Kreisfahrbahn befahren, sondern weiter im Sei-
tenraum auf den Gehwegen fahren werden. Auch die Rückstausituation und den damit einhergehenden
Verlustzeiten der Radfahrer führen dazu, dass die Akzeptanz sinkt im Mischverkehr zu fahren. Dies kann zu
einer weiteren Verschlechterung der Verkehrssituation (Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität) führen,
da Radfahrer den Kreisverkehr regelwidrig an den Fußgängerüberwegen queren.
Eine Lichtsignalanlage ( Variante 3)ist aufgrund der klaren Regelungen und einem hohen Sicherheitsemp-
finden eine Betriebsform mit einer hohen Akzeptanz. Nach Angaben der Stadt Münster besteht auch bei
einem Umbau eines unsignalisierten Knotenpunktes zu einem signalisierten eine hohe Akzepta nz sich an
diese neuen Regelungen zu halten.
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5.3.7 Zusammenfassende Bewertung
Tabelle 11 dokumentiert die Bewertung der einzelnen Kriterien in den drei Varianten. Den Kriterien wurden
dabei Schulnoten (Noten 1 bis 6) zugeordnet.
Tabelle 11: Ganzheitliche Bewertungsmatrix der drei Varianten
Kriterium Gewichtung Variante 1 Variante 2 Variante 3
Verkehrssicherheit 0,5 3 5 1
Verkehrsqualität
Kfz 0,15 5 6 4
Rad 0,15 1 3 4
Sicherheit gegenüber Schwankungen 0,1 5 5 1
Akzeptanz 0,1 1 5 2
Gesamt 3,00 4,85 2,00
Insgesamt ist ein klares Bewertungsbild zu erkennen. Die Variante 3 schneidet bei der ganzheitlichen Be-
wertung mit einer Note von 2,00 am besten ab. Jedoch ist die Verkehrsqualität für Radfahrer in dieser Variante
am schlechtesten zu bewerten. Variante 1 liegt mit einer Note von 3,00 in der ganzheitlichen Bewertung hin-
ter Variante 3. Die Verkehrsqualität des Kfz -Verkehrs ist mangelhaft u nd der Kreisverkehr weist keine
weiteren Kapazitäten für Verkehrsschwankungen oder Zunahmen auf. Jedoch ist diese Variante hinsichtlich
der Verkehrsqualität für Radfahrer am besten zu bewerten. Variante 2 schneidet mit einer Note von 4,85 am
schlechtesten ab. Sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Verkehrsqualität weisen Mängel und Defizite
auf.
Unter Berücksichtigung aller Kriterien ist die Variante 3 (Umbau des Kreisverkehrs zu einem signalisierten
Knotenpunkt) als Vorzugsvariante zu bewerten und wird empfohlen.
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6 Zusammenfassung und gutachterliche Stellungnahme
Die Stadt Münster plant die Umgestaltung des Knotenpunktes Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße /
Busso-Peus-Straße. Zum einen ist zukünftig eine nennenswerte Verkehrssteigerung am genannten Kreis-
verkehr prognostiziert und zum anderen zeigt der Kreisverkehr ein auffälliges Unfallbild.
Es bestehen drei Varianten der Umgestaltung:
• Variante 1: Optimierter Kreisverkehr mit umlaufenden, bevorrechtigten Radwegen
• Variante 2: Optimierter Kreisverkehr mit Führung der Radfahrer im Mischverkehr
• Variante 3: Kreuzung mit Lichtsignalanlage
Die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft mbH wurde von der Stadt Münster mit einer Verkehrsun-
tersuchung beauftragt. Ziel der Untersuchung war es, das von der Stadt prognostizierte zukünftige
Verkehrsaufkommen zu überprüfen und ggf. neu herzuleiten. Zudem soll ten die Auswirkungen des Mehr-
verkehrs im Rahmen einer Variantenuntersuchung mittels der mikroskopischen Verkehrsflusssimulation
bewertet werden und somit eine ganzheitliche Bewertung der Varianten hinsichtlich Funktionsfähigkeit und
Sicherheit erfolgen.
Zunächst wurde die heutige Situation bewertet. Dafür wurde eine Verkehrserhebung an zwei repräsentati-
ven Werktagen (Mittwoch, den 25. Juni 2025 und Donnerstag, den 26. Juni 2025) durchgeführt. Die daraus
resultierenden maßgebenden Verkehrsbelastungen wurde n der Bewertung der heutigen Situation zu-
grunde gelegt. Darüber hinaus wurde eine Unfallanalyse de r Jahre 2020 bis 2024 durchgeführt. Die
Bewertung der heutigen Situation kommt zu folgenden Ergebnissen:
• Das heutige Verkehrsaufkommen (Kfz -Verkehrsaufkommen und Radverkehrsaufkommen) kann
sowohl in der Morgenspitzenstunde als auch in der Nachmittagsspitzenstunde mit einer sehr guten
Verkehrsqualität (Stufe A) abgewickelt werden.
• Die Auswertung der Unfalldaten zeigt, dass am untersuchten Kreisverkehr eine Unfallhäufung vor-
liegt. Besonders auffällig ist, dass bei allen Unfällen mit Personenschaden mindestens eine
radfahrende Person beteiligt war. Die meisten Unfälle ereigneten sich in der Zu - und Ausfahrt des
südlichen Knotenpunktarms.
Daten zur Verkehrsprognose wurden von der Stadt Münster zur Verfügung gestellt. Die Prognose setzt sich
aus zwei Bausteinen zusammen: Entwicklungen im Urbanen Wissensquartier und Entwicklungen gemäß
Wohnbaulandprogramm. Die Verkehrsprognose wurde hinsichtl ich der Kenngrößen zur Abschätzung von
Neuverkehren geprüft und als belastbar eingestuft.
Das von der Stadt Münster prognostizierte Neuverkehrsaufkommen wurde mittels der Modellumlegung im
Streckennetz verteilt. Das daraus resultierende Neuverkehrsaufkommen am Knotenpunkt Von -Esmarch-
Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße wurde von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Überlagerung
des Neuverkehrsaufkommens mit den Analysebelastungen ergibt den Prognosefall.
Auf Basis der Verkehrs belastungen im Prognosefall wurde die Variantenuntersuchung der drei Varianten
durchgeführt und eine ganzheitliche Bewertung mit den Kriterien Verkehrssicherheit, Verkehrsqualität, Si-
cherheit gegenüber Schwankungen und Akzeptanz vorgenommen.
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Die Variantenuntersuchung kommt zu folgenden Ergebnissen:
• Die Variante 1 weist eine mangelhafte Verkehrsqualität für den Kfz-Verkehr und eine sehr gute Ver-
kehrsqualität für den Radverkehr auf. Es ist von einer hohen Akzeptanz der Verkehrsanlagen
auszugehen. Die Verkehrssicherheit ist im Vergleich zu einer Lichtsignalanlage ger inger, jedoch
wird der optimierte Kreisverkehr zu einer Verbesserung der gegenwärtigen Verkehrssicherheit füh-
ren. Der Kreisverkehr ist ein starres System und bietet keine Sicherheit gegenüber
Verkehrsschwankungen. Die Variante ist mit der Note 3,00 zu bewerten.
• Die Variante 2 weist eine ungenügende Verkehrsqualität für den Kfz -Verkehr und eine befriedi-
gende Verkehrsqualität für den Radverkehr auf. Es ist von einer geringen Akzeptanz der
Verkehrsanlagen auszugehen. Aufgrund der Verkehrsqualität und der geringeren Akzeptanz ist die
Verkehrssicherheit im Vergleich zu den anderen Varianten als gering einzustufen. Der Kreisverkehr
ist ein starres System und bietet keine Sicherheit gegenüber Verkehrsschwankungen. Die ganzheit-
liche Bewertung zeigt, dass die Variante mit der Note 4,85 zu bewerten ist.
• Die Variante 3 weist eine ausreichende Verkehrsqualität sowohl für den Kfz-Verkehr als auch für
den Radverkehr auf. Es ist von einer hohen Akzeptanz der Verkehrsanlagen auszugehen. Die Ver-
kehrssicherheit ist im Vergleich zu den anderen Varianten als hoch einzustufen. Die
Lichtsignalanlage ist ein flexibles System und bietet Sicherheit gegenüber Schwankungen. Die Va-
riante ist mit der Note 2,00 zu bewerten.
Fazit:
Unter Berücksichtigung aller Kriterien ist die Variante 3 (Umbau des Kreisverkehrs zu einem signalisierten
Knotenpunkt) als Vorzugsvariante zu bewerten und wird empfohlen.
Brilon Bondzio Weiser
Ingenieurgesellschaft mbH
Bochum, 30. Januar 2026
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 63
Literaturverzeichnis
[1] OpenStreetMap (2025) – Mitwirkende
[2] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS). Köln, 2015
[3] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Hinweise zur mikroskopischen Verkehrsflusssimulation - Grundlagen und Anwendung. Köln, 2006
[4] Land NRW (2025):
Digitale Orthophotos, Geobasis NRW 2025 (dl-de/by-2-0)
[5] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt). Köln, 2006
[6] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Ad-hoc-Arbeitspapier Ergänzende Handlungsanleitungen zur Anwendung der RASt 06. Köln. 2024.
[7] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Merkblatt zur Örtlichen Unfalluntersuchung in Unfallkommissionen (M Uko). Köln, 2012
[8] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren. Köln, 2006
[9] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.):
Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA). Köln, 2010
[10] Stadt Münster:
Untersuchung der verkehrlichen Entwicklungen im Wissensquartier. Münster, 2022
[11] Stadt Münster:
Ergebnisse der internationalen Ideenwerkstatt. Münster, 2020
[12] BBW Software GmbH:
Programm Ver_Bau nach Bosserhoff – Version 2025. Bochum, 2025
[13] Ingenieurbüro Helmert:
Mobilitätsbefragung 2022 zum werktäglichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung in Münster.
Aachen, 2023
[14] Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.:
Verkehrssicherheit innerörtlicher Kreisverkehre. Berlin, 2012.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 64
Anlagenverzeichnis
Verkehrsaufkommen (Knotenstrombelastungen)
Anlage Q-1: Verkehrsbelastungen in der Morgenspitzenstunde im Analysefall
Anlage Q-2: Verkehrsbelastungen in der Nachmittagsspitzenstunde im Analysefall
Anlage Q-3: Neuverkehrsaufkommen in der Morgenspitzenstunde im Prognosefall
Anlage Q-4: Neuverkehrsaufkommen in der Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall
Anlage Q-5: Verkehrsbelastungen in der Morgenspitzenstunde im Prognosefall
Anlage Q-6: Verkehrsbelastungen in der Nachmittagsspitzenstunde im Prognosefall
Verkehrstechnische Berechnungen
Analysefall
Bestand: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-1: Skizze der Kreis-Geometrie
Anlage V-2: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-3: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-4: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-5: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 65
Prognosefall
Variante 1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-6: Skizze der Kreis-Geometrie
Anlage V-7: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-8: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-9: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-10: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
Variante 2: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-11: Skizze der Kreis-Geometrie
Anlage V-12: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-13: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-14: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-15: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
Variante 3: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Anlage V-16: Knotendaten
Anlage V-17: Strombelastungsplan im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-18: Signalzeitenplan
Anlage V-19: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall - Morgenspitzenstunde
Anlage V-20: Strombelastungsplan im Analysefall - Nachmittagsspitzenstunde
Anlage V-21: Signalzeitenplan
Anlage V-22: Nachweis der Verkehrsqualität im Analysefall – Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 66
Erläuterung zu den Anlagen für Knotenpunkte mit Lichtsignalanlage
Die einzelnen Formelzeichen in dem angezeigten Formblatt nach dem HBS 2015 bedeuten:
Zuf. Zufahrt
Fstr. Nr. Fahrstreifen-Nr.
Symbol Fahrstreifen-Symbol
SGR Signalgruppe
tF Freigabezeit [ s ]
tS Sperrzeit [ s ]
fA Abflusszeitanteil [ - ]
q Verkehrsstärke [ Kfz / h ]
m Mittlere Anzahl eintreffender Kfz pro Umlauf [ Kfz / U]
tB Mittlerer Zeit-Bedarfswert [ s / Kfz ]
qS Sättigungsverkehrsstärke [ Kfz / h ]
nC Abflusskapazität pro Umlauf [ Kfz /U ]
C Kapazität eines Fahrstreifens [ Kfz / h ]
NGE Mittlere Rückstaulänge bei Freigabeende [ Kfz ]
NMS,95 Maximalstau, der mit einer stat. Sicherheit von 95% nicht überschritten wird [ Kfz ]
LX Erforderliche Stauraumlänge [ m ]
LK Länge des kurzen Aufstellstreifens [ m ]
NMS,95>nK Kurzer Aufstellstreifen vorhanden [ - ]
x Auslastungsgrad [ x ]
tW Mittlere Wartezeit [ s ]
QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs [ - ]
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 67
Erläuterung zu den Anlagen für vorfahrtgeregelte Einmündungen und Kreuzungen
Strom-Nr. Nummer der Ströme
q-e-vorh. Vorhandene Verkehrsstärke in der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
tg Grenzzeitlücke der Ströme [ s ]
tf Folgezeitlücke der Ströme [ s ]
q-Haupt Verkehrsstärke der bevorrechtigten Ströme [ Kfz/h ]
q-max Kapazität der Ströme [ Pkw-E/h ]
Misch Kapazität der Mischströme [ Pkw-E/h ]
W Mittlere Wartezeit pro Pkw-E [ s ]
N-95 Rückstaulänge, die in 95% aller Zeit nicht überschritten wird [ Pkw-E ]
N-99 Rückstaulänge, die in 99% aller Zeit nicht überschritten wird [ Pkw-E ]
QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs
Erläuterung zu den Anlagen für Kreisverkehre
n-in Anzahl der Fahrstreifen
F+R Anzahl der die Zufahrt querenden Fußgänger und Radfahrer
q-Kreis Verkehrsstärke auf der Kreisfahrbahn unmittelbar oberhalb der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
q-e-vorh. Vorhandene Verkehrsstärke in der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
q-e-max. Maximale Verkehrsstärke = Kapazität der Zufahrt [ Pkw-E/h ]
x Auslastungsgrad [- ]
Reserve Kapazitätsreserve = Differenz zwischen der Kapazität der Zufahrt und der
tatsächlichen Verkehrsstärke in der Zufahrt
Mittl. Wz Mittlere Wartezeit pro Pkw-E [ s ]
LOS Level-Of-Service = Stufe der Verkehrsqualität in der einzelnen Zufahrt
L Mittlere Länge des Rückstaus
(Summe aus der Anzahl von rückgestauten Fahrzeugen vor dem
Fußgängerüberweg und unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreis)
[ Pkw-E ]
L-95% Percentilwert des Rückstaus
Während 95% der Zeit ist der Rückstau kürzer oder gleich den angegebe-
nen Werten (Summe aus der Anzahl von rückgestauten Fahrzeugen vor
dem Fußgängerüberweg und unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreis)
[ Pkw-E ]
L-99% Percentilwert des Rückstaus
Während 99% der Zeit ist der Rückstau kürzer oder gleich den angegebe-
nen Werten (Summe aus der Anzahl von rückgestauten Fahrzeugen vor
dem Fußgängerüberweg und unmittelbar vor der Einfahrt in den Kreis)
[ Pkw-E ]
Unter der Tabelle sind der Zufluss über alle Zufahrten, die Summe aller Wartezeiten pro Stunde (in Kfz-h/h)
sowie die mittlere Wartezeit pro Fahrzeug (in s pro Fahrzeug) aufgeführt.
Verkehrsuntersuchung des Kreisverkehrs Von -Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße in Münster
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 67
Anlagen
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
Q-1 bis Q-6
Verkehrsaufkommen
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
6|88
3|388
5|72
4|80
1.28239
(0|1) 302
(6|1)
125
(1|0)
0
(0|0)
26(0|0)
122(14|0)
41(2|0)
3(0|0)
123
(1|1)
155
(3|0)25
(1|0)1
(0|1)
58(2|0)
224(10|0)
38(1|0)
0(0|0)
Verkehrsbelastungen im Analysefall
in der Morgenspitzenstunde
Donnerstag, 26.06.2025
[Kfz/h (Lkw1/h | Lkw2/h)] [FG/h | Rad/h]An
lage Q-1
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
8|70
4|132
9|43
11|264
Verkehrsbelastungen im Analysefall
in der Nachmittagsspitzenstunde
Donnerstag, 26.06.2025
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-2
63
(0|0) 162
(1|0)
42
(0|1)
0
(0|0)
75(1|0)
250(11|0)
97(0|0)
0(0|0)
83
(1|1)
271
(1|3)57
(0|0)0
(0|0)
50(0|0)
161(9|0)
53(0|0)
0(0|0)
1.364
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Neuverkehrsaufkommen
Prognosefall (2035)
Morgenspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-3
3597
(0|0) 83
(1|0)
27
(0|0)
5(0|0)
15(2|0)
10(0|0)
54
(1|0)
53
(4|0)3
(0|0)
16(1|0)
75(3|0)
11(1|0)
22
136
26
8
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Neuverkehrsaufkommen
Prognosefall (2035)
Nachmittagsspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-4
33818
(0|0) 55
(0|0)
11
(0|1)
13(0|0)
44(2|0)
19(0|0)
32
(0|0)
75
(0|1)17
(0|0)
12(0|0)
35(3|0)
7(0|0)
25
27
13
53
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Verkehrsbelastungen
im Prognosefall
in der Morgenspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-5
1.64146
(0|1) 385
(7|1)
152
(1|0)
0
(0|0)
31(0|0)
137(16|0)
51(2|0)
3(0|0)
177
(2|1)
208
(7|0)28
(1|0)1
(0|1)
74(3|0)
299(13|0)
49(2|0)
0(0|0)
8|110
5|524
7|98
5|88
Darstellung:
Datum: Projekt Nr.:
44801 Bochum
Fon +49 234 97 66 000
info@bbwgmbh.de
www.bbwgmbh.de
Konrad-Zuse-Straße 18
3.292508/2025
VU Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße / Roxeler
Straße / Busso-Peus-Straße
Stadt Münster
Von-Esmarch-Straße
Von-Esmarch-Straße
Roxeler Straße
Busso-Peus-Straße
Verkehrsbelastungen
im Prognosefall 2035
in der Nachmittagsspitzenstunde
[Kfz/h ] [ | ](Lkw1/h | Lkw2/h) FG/h Rad/h
Anlage Q-6
81
(0|0) 217
(1|0)
53
(0|2)
0
(0|0)
88(1|0)
294(13|0)
116(0|0)
0(0|0)
115
(1|1)
346
(1|4)74
(0|0)0
(0|0)
62(0|0)
196(12|0)
60(0|0)
0(0|0)
1.702
11|95
5|159
12|56
14|317
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-1 bis V-5
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Analysefall
Bestand
Ski
zze der Kreis-Geometrie
Datei: 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_MS
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
0 5 m
1: Von-Esmarch-Straße (West)
0 5 m
2: Roxeler Straße
0 5 m
3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
0 5 m
4: Busso-Peus-Straße
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
Anlage V-1
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 58
Qg: 224
Ql : 38
S = 320
S = 186
Qw: 1
Qr : 123
Qg : 155
Ql : 25
S = 304
S = 402
Qw: 3
Qr : 26
Qg: 122
Ql : 41
S = 192
S = 475
Qw: 0
Qr : 39
Qg : 302
Ql : 125
S = 466 S = 219
0 400 Fz / h
Sum = 1282
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
Anlage V-2
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_MS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Morgenspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
479
397
224
202
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
90
390
80
80
q-e-vorh
Kfz/h
320
304
192
466
q-e-vorh
Pkw-E/h
327
310
200
472
q-e-max
Pkw-E/h
818
765
1028
1047
q-e-max
Kfz/h
800
750
987
1034
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,40
0,41
0,19
0,45
Reserve
Fz/h
480
446
795
568
Wz
s
7,5
8,1
4,5
6,3
L
Fz
0,5
0,5
0,2
0,6
L-95
Fz
2
3
1
3
L-99
Fz
4
4
2
4
QSV
-
A
A
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : A
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1309 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1282 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 2,41 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 6,76 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Anlage V-3
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 50
Qg: 161
Ql : 53
S = 264
S = 370
Qw: 0
Qr : 83
Qg: 271
Ql : 57
S = 411
S = 309
Qw: 0
Qr : 75
Qg: 250
Ql : 97
S = 422
S = 286
Qw: 0
Qr : 63
Qg: 162
Ql : 42
S = 267 S = 399
0 500 Fz / h
Sum = 1364
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
Anlage V-4
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-08-22_KP1_A_Do_NMS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
303
262
385
410
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
70
140
50
270
q-e-vorh
Kfz/h
264
411
422
267
q-e-vorh
Pkw-E/h
269
417
429
269
q-e-max
Pkw-E/h
963
967
898
804
q-e-max
Kfz/h
945
953
883
798
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,28
0,43
0,48
0,33
Reserve
Fz/h
681
542
461
531
Wz
s
5,3
6,6
7,8
6,8
L
Fz
0,3
0,5
0,6
0,3
L-95
Fz
2
3
3
2
L-99
Fz
2
4
5
3
QSV
-
A
A
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : A
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1384 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1364 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 2,56 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 6,76 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Anlage V-5
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-6 bis V-10
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Variante 1
Prognosefall
Skizze der Kreis-Geometrie
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
0 5 m
1: Von-Esmarch-Straße (West)
0 5 m
2: Roxeler Straße
0 5 m
3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
0 5 m
4: Busso-Peus-Straße
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-6
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 74
Qg : 299
Ql : 49
S = 422
S = 211
Qw: 1
Qr : 177
Qg : 208
Ql : 28
S = 414
S = 511
Qw: 3
Qr : 31
Qg : 137
Ql : 51
S = 222
S = 631
Qw: 0
Qr : 46
Qg : 385
Ql : 152
S = 583 S = 288
0 500 Fz / h
Sum = 1641
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-7
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_MS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Morgenspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
600
512
293
231
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
110
530
100
90
q-e-vorh
Kfz/h
422
414
222
583
q-e-vorh
Pkw-E/h
432
422
231
590
q-e-max
Pkw-E/h
721
662
962
1018
q-e-max
Kfz/h
704
649
925
1006
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,60
0,64
0,24
0,58
Reserve
Fz/h
282
235
703
423
Wz
s
12,7
15,1
5,1
8,5
L
Fz
1,0
1,2
0,2
1,0
L-95
Fz
5
6
1
5
L-99
Fz
7
8
2
7
QSV
-
B
B
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : B
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1675 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1641 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 4,92 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 10,79 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-8
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 62
Qg : 196
Ql : 60
S = 318
S = 449
Qw: 0
Qr : 115
Qg : 346
Ql : 74
S = 535
S = 395
Qw: 0
Qr : 88
Qg : 294
Ql : 116
S = 498
S = 364
Qw: 0
Qr : 81
Qg : 217
Ql : 53
S = 351 S = 494
0 600 Fz / h
Sum = 1702
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-9
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V1_PF_NMS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
389
317
485
491
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
100
160
60
320
q-e-vorh
Kfz/h
318
535
498
351
q-e-vorh
Pkw-E/h
324
542
506
354
q-e-max
Pkw-E/h
885
915
816
736
q-e-max
Kfz/h
869
903
803
730
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,37
0,59
0,62
0,48
Reserve
Fz/h
551
368
305
379
Wz
s
6,5
9,7
11,7
9,5
L
Fz
0,4
1,0
1,1
0,6
L-95
Fz
2
5
5
3
L-99
Fz
3
7
8
5
QSV
-
A
A
B
A
Gesamt-Qualitätsstufe : B
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 1726 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1702 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 4,57 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 9,67 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-10
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH
Anlagen
V-11 bis V-15
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Prognosefall
Va
riante 2
Skizze der Kreis-Geometrie
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
0 5 m
1: Von-Esmarch-Straße (West)
0 5 m
2: Roxeler Straße
0 5 m
3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
0 5 m
4: Busso-Peus-Straße
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-11
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_NMS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Nachmittagsspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 62
Qg : 196
Ql : 60
S = 318
S = 449
Qw: 0
Qr : 115
Qg : 346
Ql : 74
S = 535
S = 395
Qw: 0
Qr : 88
Qg : 294
Ql : 116
S = 498
S = 364
Qw: 0
Qr : 81
Qg : 217
Ql : 53
S = 351 S = 494
0 600 Fz / h
Sum = 1702
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-12
Verkehrsfluss - Diagramm als Kreuzung
Datei: 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_MS.krs
Projekt: Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer: 2925
Knoten: Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde: Morgenspitzenstunde
1
2
3
4
Qw: 0
Qr : 74
Qg : 299
Ql : 49
S = 422
S = 211
Qw: 1
Qr : 177
Qg : 208
Ql : 28
S = 414
S = 511
Qw: 3
Qr : 31
Qg : 137
Ql : 51
S = 222
S = 631
Qw: 0
Qr : 46
Qg : 385
Ql : 152
S = 583 S = 288
0 500 Fz / h
Sum = 1641
alle Kraftfahrzeuge
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
Zufahrt 1: Von-Esmarch-Straße (West)
Zufahrt 2: Roxeler Straße
Zufahrt 3: Von-Esmarch-Straße (Ost)
Zufahrt 4: Busso-Peus-Straße
A
nlage V-13
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_MS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Morgenspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
655
777
343
276
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
0
0
0
0
q-e-vorh
Kfz/h
942
484
302
693
q-e-vorh
Pkw-E/h
692
457
271
645
q-e-max
Pkw-E/h
690
599
939
995
q-e-max
Kfz/h
939
634
1046
1069
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
1,00
0,76
0,29
0,65
Reserve
Fz/h
-3
150
744
376
Wz
s
89,7
23,2
4,8
9,5
L
Fz
18,8
2,2
0,3
1,3
L-95
Fz
39
9
2
6
L-99
Fz
48
13
2
9
QSV
-
F
C
A
A
Gesamt-Qualitätsstufe : F
Es wurde so gerechnet, als würden - trotz Überlastung - die vorgebenen Verkehre in den Kreis gelangen.
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 2065 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1641 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 15,02 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 32,95 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-14
Verkehrsqualität nach HBS 2015
Datei : 2925_2025-11-17_KP1_V2_PF_NMS.krs
Projekt : Verkehrsuntersuchung KV Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Projekt-Nummer : 2925
Knoten : Von Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-Straße
Stunde : Nachmittagsspitzenstunde
Verkehrsstärke und Kapazität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
n-in
-
1
1
1
1
n-K
-
1
1
1
1
q-Kreis
Pkw-E/h
439
397
515
651
Fußg.
Fg/h
20
20
20
20
Rad
Rad/h
0
0
0
0
q-e-vorh
Kfz/h
458
585
798
436
q-e-vorh
Pkw-E/h
394
567
656
396
q-e-max
Pkw-E/h
860
894
799
693
q-e-max
Kfz/h
1000
922
972
763
Verkehrsqualität
1
2
3
4
Name
Von-Esmarch-Straße (We
Roxeler Straße
Von-Esmarch-Straße (Os
Busso-Peus-Straße
x
-
0,46
0,63
0,82
0,57
Reserve
Fz/h
542
337
174
327
Wz
s
6,6
10,6
19,9
11,0
L
Fz
0,6
1,2
3,1
0,9
L-95
Fz
3
6
13
4
L-99
Fz
4
8
18
6
QSV
-
A
B
B
B
Gesamt-Qualitätsstufe : B
Gesamter Verkehr
im Kreis
Zufluss über alle Zufahrten 2013 Pkw-E/h
davon Kraftfahrzeuge 1702 Kfz/h
Summe aller Wartezeiten 5,98 (Kfz*h)/h
Mittl. Wartezeit über alle Kfz 12,65 s pro Fz
Berechnungsverfahren :
Kapazität Deutschland: HBS 2015
Wartezeit HBS 2015 + HBS 2009 mit T = 3600
Staulängen HBS 2015, CH + HCM (Wu, 1997)
LOS - Einstufung HBS (Deutschland)
Verwendung der Pkw-Einheiten Pkw-E für eingestelltes Kapazitäts-Verfahren
:
:
:
:
:
:
:
:
:
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH 44801 BOCHUM
KREISEL 8.2.15
A
nlage V-15
BRILON BONDZIO WEISER Ingenieurgesellschaft mbH An
lagen
V-16 bis V-22
Verkehrstechnische Berechnungen
gemäß dem HBS
Prognosefall
Va
riante 3
Knotendaten
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
DL11 DL12 FV1L(Kfz)D11 D12 FV1(Kfz)DR11 DR12 FV1R(Kfz)DR... RD1(Rad)FG11(T11)
FG12(T12) 13216
4512DL21
DL22
FV2L(Kfz)
D21
D22
FV2(Kfz)
DR21
DR22
FV2R(Kfz)
DR...
RD2(Rad)
FG21(T21)FG22(T22)
2
32164521DL31 FV3L (Kfz) D31 D32 FV3 (Kfz) DR31 DR32 FV3R (Kfz) DR... RD3 (Rad) FG31 (T31)
FG32 (T32) 3 3 2 1 6
4 5 1 2
DL41
DL42
FV4L(Kfz)
D41
D42
FV4(Kfz)
DR41
DR42
FV4R(Kfz)
DR...
RD4(Rad)
FG41(T41)
FG42(T42)
4
3216 4512
KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeA
nlage V-16
Strombelastungsdiagramm
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
464951523130849Ʃ693Ʃ388
74 829 49 46 227 29 Ʃ952Ʃ302
177308297449554Ʃ514Ʃ623
3122754
177829152Ʃ312
Ʃ1158
von\nach12341542273121772930838297449415249546 20 100 800
(Arm 4)
(Arm 3)
(Arm 2)
(Arm 1)
Planfall_2035_MSA
nlage V-17
Signalzeitenplan
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
01020304050607080TU=90Signal-gruppe An Ab TF Ausl.grad
GelbGruenRotRotgelb
FV174621 0,3169 7475FV1L74838 0,2874758386FV1R60665 0,2660616669FV2255327 0,512526 5356FV2L25326 0,2025263235FV2R253214 25263235 74758386FV3871820 0,661821 8788FV3L102110 0,2210112124FV3R25326 0,5325263235FV4367033 0,523637 7073FV4L57679 0,6957586770FV4R13217 0,3013142124FG11405212 4052FG12405212 4052FG21317143 17FG22317143 17FG31437330 43 73FG32437330 43 73FG41755205 75FG42755205 75RD17472279 7475RD2395414 39405456RD32211823 2123RD4427128 4243 7173 HBS 2015EP\AP\UP
SP1 FZ (TU=90)A
nlage V-18
Nachweis der Verkehrsqualität
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
MIV - SP1 FZ (TU=90) (TU=90) - Planfall_2035_MS
Zuf Zufahrt [-] Fstr.Nr. Fahrstreifen-Nummer[-] Symbol Fahrstreifen-Symbol[-] SGR Signalgruppe[-] tF Freigabezeit[s] tA Abflusszeit [s] tS Sperrzeit [s] fA Abflusszeitanteil[-] q Belastung [Kfz/h] m Mittlere Anzahl eintreffender Kfz pro Umlauf[Kfz/U] tB Mittlerer Zeitbedarfswert[s/Kfz] qS Sättigungsverkehrsstärke[Kfz/h] C Kapazität des Fahrstreifens[Kfz/h] nCAbflusskapazität pro Umlauf[Kfz/U] NGEMittlere Rückstaulänge bei Freigabeende[Kfz] NMSMittlere Rückstaulänge bei Maximalstau[Kfz] NMS,95Rückstau bei Maximalstau, der mit einer stat. Sicherheit von 95% nicht überschritten wird[Kfz] Lx Erforderliche Stauraumlänge[m] LK Länge des kurzen Aufstellstreifens[m] NMS,95>nKKurzer Aufstellstreifen vorhanden[-] x Auslastungsgrad[-] tWMittlere Wartezeit[s] QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs[-]
ZufFstr.Nr.SymbolSGRtF[s]tA[s]tS[s]fA[-]q[Kfz/h]m[Kfz/U]tB[s/Kfz]qS[Kfz/h]C[Kfz/h]nC[Kfz/U]NGE[Kfz]NMS[Kfz]NMS,95[Kfz]Lx[m]LK[m]NMS,95>nK[-]xtW[s]QSV[-]Bemerkung11 FV1R2 FV13 FV1L21 FV2R2 FV21+2FV2, FV2R3 FV2L31 FV3R2 FV33 FV3L41 FV4R2 FV43 FV4LKnotenpunktssummen: Gewichtete Mittelwerte:
56850,067310,7751,989181012130,1940,9302,56115,36635,000-0,25645,628C
2122690,2441373,4251,9581839449110,2523,0496,00239,181-0,30529,807B
89820,100541,3501,850194619550,2181,4683,51721,693-0,27741,513C
1415760,1671774,4252,050175629370,9585,0588,86254,07641,000x0,60446,499C
2728630,3112085,2001,8451951607150,3024,3137,82548,124-0,34325,704B
3859,6251,9401856761190,6247,78912,50976,930-0,50622,717B67840,078290,7251,940185614540,1400,8192,35015,200-0,20042,336C
67840,078741,8501,993180614140,6582,4375,07731,37632,000-0,52556,687D
2021700,2332997,4751,8591937451111,2998,08012,88779,874-0,66341,679C
1011800,122491,2251,995180522060,1621,2683,17219,622-0,22338,311C
78830,089461,1502,055175215640,2381,3143,25320,16224,000-0,29543,845C
3334570,3783859,6251,8321965743190,6588,10212,91678,891-0,51824,837B
910810,1111523,8001,809199022161,4265,0848,89753,649-0,68861,734D
16413603 0,50634,863 TU = 90 s T = 3600 s Instationaritätsfaktor = 1,1A
nlage V-19
Strombelastungsdiagramm
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
81317538840660Ʃ451Ʃ554
62 356 60 81 614 74 Ʃ478Ʃ769
1154067462317116Ʃ595Ʃ495
8861411611535653Ʃ818
Ʃ524
von\nach12341116614882115744063356626045331781 20 100 600
(Arm 4)
(Arm 3)
(Arm 2)
(Arm 1)
Planfall_2035_NMSA
nlage V-20
Signalzeitenplan
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
010203040506070TU=80Signal-gruppe An Ab TF Ausl.grad
GelbGruenRotRotgelb
FV164621 0,6669 6465FV1L64738 0,5164657376FV1R50565 50515659FV2254317 0,7925264346FV2L25326 0,4325263235FV2R64738 0,5864657376FV3771820 0,391821 7778FV3L102110 0,2310112124FV3R25326 0,3825263235FV4366023 0,493637 6063FV4L47579 0,2347485760FV4R13217 13142124FG11284214 2842FG12284214 2842FG21317143 17FG22317143 17FG31436320 43 63FG32436320 43 63FG41655205 65FG42655205 65RD16472279 6465RD2274416 27284446RD32221923 2224RD4426118 4243 6163 HBS 2015EP\AP\UP
SP2 VA (TU=80)A
nlage V-21
Nachweis der Verkehrsqualität
LISA 8.2
Projekt VU KV Von_Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeKnotenpunkt KP1: Von-Esmarch-Straße / Roxeler Straße / Busso-Peus-StraßeAuftragsnr. 2925Variante Variante 3.3.1Datum 20.01.2026Bearbeiter Anna KalfhuesAbzeichnungBlatt
MIV - SP2 VA (TU=80) (TU=80) - Planfall_2035_NMS
Zuf Zufahrt [-] Fstr.Nr. Fahrstreifen-Nummer[-] Symbol Fahrstreifen-Symbol[-] SGR Signalgruppe[-] tF Freigabezeit[s] tA Abflusszeit [s] tS Sperrzeit [s] fA Abflusszeitanteil[-] q Belastung [Kfz/h] m Mittlere Anzahl eintreffender Kfz pro Umlauf[Kfz/U] tB Mittlerer Zeitbedarfswert[s/Kfz] qS Sättigungsverkehrsstärke[Kfz/h] C Kapazität des Fahrstreifens[Kfz/h] nCAbflusskapazität pro Umlauf[Kfz/U] NGEMittlere Rückstaulänge bei Freigabeende[Kfz] NMSMittlere Rückstaulänge bei Maximalstau[Kfz] NMS,95Rückstau bei Maximalstau, der mit einer stat. Sicherheit von 95% nicht überschritten wird[Kfz] Lx Erforderliche Stauraumlänge[m] LK Länge des kurzen Aufstellstreifens[m] NMS,95>nKKurzer Aufstellstreifen vorhanden[-] x Auslastungsgrad[-] tWMittlere Wartezeit[s] QSV Qualitätsstufe des Verkehrsablaufs[-]
ZufFstr.Nr.SymbolSGRtF[s]tA[s]tS[s]fA[-]q[Kfz/h]m[Kfz/U]tB[s/Kfz]qS[Kfz/h]C[Kfz/h]nC[Kfz/U]NGE[Kfz]NMS[Kfz]NMS,95[Kfz]Lx[m]LK[m]NMS,95>nK[-]xtW[s]QSV[-]Bemerkung11 FV1R2 FV11+2FV1, FV1R3 FV1L21 FV2R2 FV23 FV2L31 FV3R2 FV33 FV3L41 FV4R2 FV41+2FV4, FV4R3 FV4LKnotenpunktssummen: Gewichtete Mittelwerte:
56750,075881,9562,007179413531,1493,0516,00536,35435,000x0,65266,625D
2122590,2752946,5331,8591937533120,7636,34710,60865,748-0,55229,941B
3828,4891,8931902575131,3168,72713,72385,055-0,66432,615B89720,1131162,5781,800200022650,6343,0616,02036,120-0,51343,506C
89720,1131152,5562,056175119840,8513,2776,33938,79541,000-0,58149,155C
1718630,2253467,6891,8361961441102,7359,97215,31393,716-0,78551,506D
67740,087741,6441,800200017440,4321,9914,37726,262-0,42543,561C
67740,087621,3781,935186016240,3591,6603,83923,03432,000-0,38342,470C
2021600,2631964,3561,8831912503110,3743,9517,31345,896-0,39026,887B
1011700,138601,3331,935186025760,1721,3603,33219,992-0,23333,118B
78730,100811,8001,989181018140,4772,1734,66627,99624,000x0,44843,407C
2324570,3002174,8221,8051994598130,3314,1197,55145,442-0,36323,988B
2986,6221,8561940608140,5805,95410,08160,667-0,49025,733B910710,125531,1781,903189223650,1641,2243,09519,628-0,22534,013B
17023380 0,56137,347 TU = 80 s T = 3600 s Instationaritätsfaktor = 1,1A
nlage V-22
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (20)
- Von-Esmarch-Straße
- Roxeler Straße 50
- Busso-Peus-Straße 50
- Steinfurter Straße 2
- Schmeddingstraße
- Josef-Pieper-Straße 70
- Albert-Schweitzer-Straße
- Fliednerstraße 900
- Tilsiter Straße
- Tilbecker Straße
- Albersloher Weg 33
- Muckermannweg 445
- Gescherweg 33
- Nottulner Landweg 30
- Plettendorfstraße 27
- Sprakeler Straße
- Appelbreistiege
- Feldstiege
- Beerwiede 600
- Landwehr 2
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Details
- Aktenzeichen
- V/0048/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.01.2026
- Erstellt
- 13.01.2026 10:02