3357/2020
Interimsbetrieb Bürgerhaus MüTZe 2021 - 2023
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Anlage 1 - InterKultur e. V. - Konzept
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Anlage A InterKultur e.V, Erziehung Bildung Inklusion „MürTzZe Plus“ Antrag für die Fortsetzung der sozialräumlichen Angebote des Bürgerhauses „MüTZe“ in Köln- Mülheim in der Übergangs- und Umbauphase (2021- 2023) 1. Angaben zum Antragsteller 1.1 Antragsteller Der Antragsteller ist „InterKultur e. V. - Erziehung - Bildung - Inklusion“ und hat seinen Sitz in Köln-Mülheim. InterKultur e.V. wurde am 17.01.2013 in Köln-Mülheim gegründet und ist als Non-Profit-Organisation im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln unter der Register- nummer VR 17706 eingetragen. Der Träger ist mit letztem Bescheid vom 09.09.2015 nach $ 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer und $ 3 Nr. 6 GewStG von der Gewerbe- steuer befreit und als steuerbegünstigt im Sinne der 88 51 ff. AO anerkannt. Interkultur e.V. leistet sozialräumliche sozialpädagogische Arbeit mit Fachkräften, und diese mehrheitlich in Festanstellung in unterschiedlichen Handlungsfeldern (sozial-kulturelles Zentrum, Beratungsarbeit, Bildungsarbeit, interkulturelle Arbeit, Seniorenarbeit, Kinder- und Jugendhilfe, Stationäre Wohngruppe und Inklusionsbegleitung). InterKultur e. V. verfügt derzeit über Fachkräfte (Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Heilpädagog*innen) und unterstützende Ergänzungskräfte, die mit unterschiedlichen Stundenumfängen für den Verein tätig sind. Hierzu kommen noch Geschäftsführung, Fachbereichsleitung, Buchhaltung, weitere Verwaltungsmitarbeiter*innen. Zudem hat der Verein derzeit dual Studierende. Insgesamt sind ca. 80 Mitarbeiter*innen zur Wahrnehmung dieser Aufgaben beim Verein festangestellt. Honorarkräfte werden vom Verein größtenteils vermieden. Im Falle des Einsatzes von Honorarkräften achtet der Verein darauf, dass diese nicht als Scheinselbständige tätig sind. Die Vergütung der Fachkräfte und Ergänzungskräfte erfolgt über eine Haustabelle, die mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband abgestimmt ist. Zudem wird die Arbeit von InterKultur e.V. durch ehrenamtliche Kräfte unterstützt. InterKultur e.V. ist in seiner Ausrichtung eine überparteiliche und überreligiöse soziale Einrichtung, in der Respekt, Akzeptanz, Gleichberechtigung und Teilhabe — unabhängig von kultureller oder religiöser Zugehörigkeit — den Grundsatz der Begegnung bildet. InterKultur e.V. ist anerkanntes Interkulturelles Zentrum und freier Träger der Jugendhilfe in Köln, der aus einer fachlich sehr erfahrenen Gruppe von Menschen mit und ohne eigene Seite 1 von 10 InterKultur =.V, Erziehung Bildung Inklusion Migrationsbiographien gegründet wurde. Wir bringen nicht nur unser berufliches Knowhow in der Konkretisierung unseres Konzeptes und unserer Methoden ein, sondern auch unser Verständnis und Selbstverständnis für das respektvolle Miteinander innerhalb und außerhalb unseres Trägers. Wir verfügen über das Wissen aus Erfahrungen, Wissenschaft, Pädagogik, Methodik und Sprachen, um Menschen und Familien mit ähnlichen Kulturbiographien zu begleiten sowie die diversitätsbewusste Authentizität und Identität zu vermitteln. Dabei steht der Antragsteller für eine diversitätsbewusste demokratische Gesellschaft, insbesondere auch im Sozialraum Köln-Mülheim. Dabei sind wir als Träger parteipolitisch, konfessionell, kulturell und ethnisch unabhängig. Der gegenseitige Respekt aller Kulturen ist das Fundament einer sich weiter entwickelnden Stadtgesellschaft in der interkulturelle Öffnung und transkulturelle Entwicklung stattfinden kann. Gleichzeitig ist es ein anerkennender Austausch an Wissen, Bildung und Erfahrung der Kulturen. Vor allem auch an gegenseitiger nachbarschaftlicher Unterstützung und Begegnung. InterKultur e.V. stärkt sozialräumlich die Partizipation, Inklusion, Eigeninitiative und soziale Verantwortung aller, die dieses Ziel verfolgen. Daher verstehen wir uns in Mülheim als Brücke zwischen den Kulturen. Seit 2014 bietet InterKultur e.V. in Köln-Mülheim verschiede- ne niederschwellige Angebote an, die im Bereich der Integration, Beratung, Partizipation und Kreativität stattfinden. Hierzu gehören: Frauentreff: mit geflüchteten Frauen Elterncafe Migrationsberatung (in verschiedenen Sprachen) Sozialberatung (in verschiedenen Sprachen) Elternkurse: Starke Eltern starke Kinder Schreib- und Lese-Kurs für (geflüchtete) Frauen Niederschwellige Deutschkurse Schreibworkshop / Literaturwerkstatt Kulturelle Angebote: Musikkurs und Chor Kulturelle Angebote: Malkurs für Erwachsene und Kinder Mutter-Kind-Treffen Frühkindliche Sprach- und Lernförderung im Übergang Kindergarten — Grundschule für Kinder mit Migrationshintergrund 13, Lernförderung für geflüchtete Kinder (in Kooperation mit Schulen) 14. Projekt „Brücken bauen“: Niederschwellige Begleitung von Menschen im Sozialraum (in Kooperation mit dem Interkulturellen Dienst Mülheim) 15. Seniorentreffen 16. _Computerkurse für Erwachsene 17. _ Theaterpädagogische Angebote SsRnsSkhißpnmn Frb vro Seite 2 von 10 InterKultur e.V, Erziehung Bildung Inklusion Zu unserer Zielgruppe bei InterKultur e.V. gehören insbesondere Senioren, Erwachsene, Familien und Kinder/Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, geflüchtete Familien. Im Rahmen des Konzepts “MüTZe Plus” geht es in erster Linie um die Fortsetzung der sozialräumlichen Angebote des Bürgerhaus MüTZe in der Umbauphase durch den Antragsteller. Dabei konzentriert sich die Arbeit von InterKultur e.V. auf die Mülheimer Veedel und versucht sozialräumlich den Zusammenhalt im Veedel zu fördern. Vor allem geht es daraum, soziale und sozial-kulturelle Probleme im Sozialraum zu erkennen, an deren Bewältigung mitzuwirken und das gesellschaftliche Miteinander zu stärken. 1.2 Anschrift und Erreichbarkeit InterKultur e.V. Geschäftsstelle Glücksburg Str. 17, 51065 Köln (Mülheim) Telefon: (0221) 32010012 Telefax: (0221) 78963650 E-Mail: info@interkultur-ev.net. 1.3 _Ansprechpartner*innen Im Rahmen des Übergangsprojekts „MüTZe Plus“ fungieren folgende Personen als An- sprechpartner*innen: " Herr Prof. Dr. Kemal Bozay (hauptamtlich, Pädagogische Geschäftsführung) " Herr Murat Karakurt (hauptamtlich, Geschäftsführung Personal & Finanzen) “ Frau Claudia Borchardt (ehrenamtlich, 2. Vorsitzende) 1.4 Mitgliedschaften InterKultur e.V. ist seit dem 09.09.2014 Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW, Kreisgruppe Köln. Im Rahmen der Arbeitskreise im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist InterKultur e.V. auch beteiligt an verschiedenen Facharbeitskreisen (z.B. FAK Migration, FAK Erzieherische Hilfen u.ä.). Zudem ist InterKultur e.V. anerkannter Träger der freien Jugendhilfe gemäß $& 75 SGB VIII (Anerkennung erfolgte durch den Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln). InterKultur e.V. ist ebenso anerkannt als großes Interkulturelles Zentrum. Die Anerkennung als Interkulturelles Zentrum erfolgte durch die Stadt Köln. Seite 3 von 10 InterKultur e.V, Erziehung Bildung Inklusion 2. Leitbild und Arbeitsprinzipien des Antragstellers Unser Selbstverständnis: „Nur über das DU lerne ich das ICH kennen!“ InterKultur e.V versteht sich als Einrichtung des sozialen Lernens, in der eine Wechselwir- kung von Wissensvermittlung und Erkenntnislernen stattfindet. Dabei bildet die permanente Selbstreflexion unserer Arbeit in Teams und in der Einzelfallanalyse die Grundlage für das eigene Verstehen und die Basis für das Verstehen und Handeln der Anderen. Darüber hinaus tragen Formen der Selbstevaluation dazu bei, unsere sozialen und organisa- torischen Strukturen zu hinterfragen und auch hier an die menschlichen und fachlichen Ressourcen unserer Mitarbeiter*innen und Ehrenamtler*innen anzugleichen, die unsere Arbeit für und mit Menschen gestalten. Unsere Arbeit soll auch Spaß und Freude sein, zur eigenen Zufriedenheit beitragen und Raum für gegenseitige Anerkennung, Achtsamkeit und Wertschätzung geben. Sozialraumorientierung InterKultur e.V. arbeitet sozialraumorientiert. Die Sozialraumorientierung bildet den Rahmen für das Handeln in zahlreichen Bereichen der pädagogischen und sozialen Arbeit. Hier geht es insbesondere darum, die Lebensbedingungen der Menschen in einem Stadtteil oder Sozialraum zu verbessern und unterstützend einzuwirken. Grundlegend für die Sozialraum- orientierung sind die Hilfe zur Selbsthilfe sowie die Aktivierung der Teilhabe- und Teilnahme- chancen von Menschen insbesondere aus sozial benachteiligten Lebenslagen. In der sozialraumorientierten Arbeit setzt InterKultur e.V. an den Stärken jedes Einzelnen an und aktiviert diese im Sinne eines gesellschaftlichen Miteinanders. Ressourcen- und Stärkenorientierung InterKultur e.V. geht davon aus, dass jeder Mensch alle Ressourcen zur Gestaltung und Bewältigung seines Lebens in sich trägt, diese aber durch Belastungen oder Umstände möglicherweise verschüttet sind, so dass der eigene Zugang zu diesen fehlen könnte. In unserer Arbeit unterstützen wir die Menschen den Zugang zu ihren Ressourcen wieder zu erlangen bzw. diese in sich zu entdecken, um sie gewinnbringend und nachhaltig in ihre persönliche Lebensgestaltung und für die Gesellschaft einzusetzen. Empowerment und Selbstwirksamkeit Wir verstehen unsere soziale Arbeit als Empowerment. In unserer Praxis bedeutet dies, die Selbstbemächtigung, Autonomie, Selbstverfügung und Alltagsnähe zur Gestaltung Mut machender Prozesse. Die Menschen sollen in schwierigen Situationen der Benachteiligung oder der gesellschaftlichen Ausgrenzung befähigt werden, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Dies beinhaltet, sich ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden, eigene Kräfte zu entwickeln und ihre Ressourcen zu einer selbstbestimmten Lebensführung nutzen zu lernen. Seite 4 von 10 InterKultur e.V. Erziehung Bildung Inklusion Systemische Sozialarbeit Die systemische Sozialarbeit ist die Grundlage unseres Handels. Sie basiert auf der direkten und unmittelbaren Arbeit mit den Adressat*innen und Nutzer*innen, deren familiären und herkunftsbiographischen Kontexten, der aktuellen Vernetzung in den Sozialräumen und berücksichtigt die Dynamiken und Wechselwirkungen untereinander. Ergänzende Betrachtungs- und Handlungsebenen werden durch die sozialen und sozio- kulturellen Erfordernisse, Rollenidentitäten und Perspektiven in die Dienstleistungsangebote aufgegriffen und in den Lebensalltag der Menschen implementiert. Migration, Partizipation und Interkulturalität Der interkulturelle Kontext erkennt den Menschen mit seinen Erfahrungen, seiner kulturel- len Prägung und seinen sozialen und wertorientierten Zugehörigkeiten an und schafft die Offenheit, sich auch neue Zugehörigkeiten und kulturelles Wissen aneignen zu können. Migration und Partizipation bedeutet für uns, die Sicherstellung von gleichberechtigten Teilhabe- und Teilnahmechancen für alle - insbesondere für politisch, ethnisch, kulturell und sozial benachteiligte -— Gruppen an wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, politischen, kulturellen und bildenden Ressourcen. Es bietet die Chance für einen offenen sowie kom- munikativen Umgang untereinander und trägt zu einer sozialen und kulturellen Vielfalt bei. Gender Mainstreaming Die Verwirklichung der Chancengleichheit und Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern nach innen wie nach außen ist durchgängiges Leitprinzip unserer Einrichtung. Zum Umsetzungsprozess gehören für uns sowohl die Hinterfragung der unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern als auch die Einbeziehung der Konsequenzen solcher Analysen bei allen fachlichen, personellen, organisatorischen und finanziellen Entscheidungen und Maßnahmen. Inklusion Inklusive Pädagogik ist in unserer Arbeit die Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt sowie die Förderung und Stärkung sozialer und persönlicher Kompetenzen der Adres- sat*innen zur Befähigung eines positiven und wertfreien Umgangs mit Anderen und dem als fremd Erlebten. Die Öffnung für Zugehörigkeiten, Chancengleichheit und Gerechtigkeit verstehen wir daher als wichtiges Prinzip unserer pädagogischen Arbeit. Wir unterstützen und setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch im Rahmen der pädagogi- schen und soziokulturellen Arbeit die Möglichkeit erhält, sich vollständig und gleichberech- tigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Dabei wird Vielfalt bewusst wahrgenommen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede ohne zu bewerten erlebt, Grundhaltungen für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander sowie Respekt vor dem „Anderen“ gefördert. Seite 5 von 10 InterKultur 2.V, Erziehung Bildung Inklusion 3. „MüTZe Plus“ — Antrag für die Übergangsphase des Bürgerhauses „MüTze“ in Köln-Mülheim InterKultur e.V. bewirbt sich mit diesem Antrag als Träger für die Übergangsphase (Umbauzeit) der Fortsetzung sozialräumlicher Angebote des Bürgerhauses MüTZe in Köln- Mülheim. Der Träger startet mit seinen sozialräumlichen Angeboten im Januar 2021 und endet voraussichtlich im Dezember 2023. Der zeitliche Rahmen wird mit der städtischen Verwaltung (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren — Abteilung Bürgerhäuser/Bürgerzentren) eng abgestimmt. Nach Beendigung des Umbaus möchte sich InterKultur e.V. als Träger auf den Betrieb des künftigen Bürgerhauses MüTZe bewerben. 3.1 Soziale und kulturelle Rahmenbedingungen Der Stadtbezirk Köln Mülheim gehört mit seinen über 150.000 Einwohnern und dem hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund (über 60 %) zu einem der größten Stadtbezirke in Köln (insgesamt 9 Unterbezirke - mit Buchforst, Buchheim, Dellbrück, Dünnwald, Flittard, Höhenhaus, Holweide, Mülheim und Stammheim). Gerade Mülheim- Nord war ein klassisches Arbeiterquartier, welches durch die Industrialisierung und die Migrationsgeschichte seiner Bevölkerung geprägt wurde. Wenn man sich durch die Straßen des Mülheimer Nordens bewegt, erkennt man eine starke multikulturelle Zusammensetzung der Bewohner*innenstruktur. Neben türkeistämmigen Familien sind es auch insbesondere geflüchtete Familien, aber auch Roma-Familien, die sich in Mülheim-Nord niedergelassen haben. Eine Dynamik zeigt sich im Sozialraum durch kulturelle Angebote (Kulturbunker), soziale Angebote (CSH) und Angebote für Kinder und Jugendliche (Don-Bosco-Club). Dennoch zeigen sich im Sozialraum vielseitige sozialpolitische Probleme und Herausforderungen, wie bspw. Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Spaltung, Sucht und Gewaltproblematiken. Auch der Anteil der alleinerziehenden Elternteile aus sozial benachteiligten Lebenslagen ist hier steigend. Demgegenüber hat es im Rahmen von städtebaulichen Maßnahmen Mülheim 2020 auch Veränderungen auf der Berliner Straße gegeben. in Schwerpunkt der Neuerungen war die Verringerung der Fahrbahnbreite und die Umgestaltung des Marktplatzes (ergänzt mit einem Kinderspielplatz) Durch die Einengung der Gehwege und die Einrichtung eines Kreisverkehrs steht dem Fußgängerverkehr deutlich mehr Platz zur Verfügung. Auch die Erneuerung des Bürgerpark öffnet für die Bewohner*innen neue Möglichkeiten. Ausgestattet mit neuen Spielgeräten, Bänken und Pflanzen bildet er jetzt einen zentralen Anlaufpunkt für zahlreiche Kinder und ihre Eltern. Durch den Bauprozess und die Optimierung der Margrafenstraße entsteht ebenso eine neue Verbindungslinie zur Berliner Straße. Dadurch verändert sich teilweise auch die Bevölkerungsstruktur, die durch ein Bürgerhaus angesprochen und abgeholt werden sollte. Seite 6 von 10 InterKultur e.V. Erziehung Bildung Inklusion Der Träger Interkultur e.V. möchte sich daher im Rahmen der Übergangs- und Umbauphase des Bürgerhauses MüTZe diesen vielseitigen Herausforderungen stellen und mit seinem Know-How und seinem Fachkräfteteam in dieser Zeit bestimmte Angebote fortsetzen, verfestigen und weiterentwickeln. Als aktiver Träger in Köln Mülheim verfügen wir über verschiedene Netzwerke und Erfahrungen, um diesen Herausforderungen gerecht zu handeln. Der Träger verfügt über ein anerkanntes Interkulturelles Zentrum, einen großen Fachbereich der Erzieherischen und Stationären Hilfen und bedient mit einem Fachpersonal (ca. 80 Mitarbeiter*innen) 23 Sprachgruppen. Zudem hat der Träger durch seine vielfältigen Angebote und Dienste Zugang zu ca. 250 Familien, größtenteils aus Mülheim-Nord. Interkultur e.V. bildet für die Zielgruppe der Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte eine gute Anlaufstelle im Stadtbezirk Köln-Mülheim und hat durch seine breite Aufstellung einen direkten Zugang zur Zielgruppe, die insbesondere aus sozial benachteiligten Lebenslagen kommen. 3.2 Angebote und Aktivitäten in der Übergangsphase Unter dem Titel „MüTZe Plus“ sollen in der Umbauzeit des Bürgerhauses MüTZe folgende Überbrückungsangebote umgesetzt werden. Diese Angebote in der Umbauphase sollen durch die Anmietung von neuen Räumlichkeiten in der unmittelbaren Nähe des Bürgerhauses MüTZe stattfinden, damit die bislang angesprochenen Adressat*innen und Zielgruppen weiterhin erreicht werden können. Zu den Angeboten und Aktivitäten in der Übergangsphase gehören: Sozialberatung Die niederschwellig angelegte Sozialberatung soll im Rahmen von „MüTZe Plus“ weiterhin stattfinden. Die Sozialberatung umfasst dabei folgende Themen: = Unterstützung bei sozialen Problemen und Anliegen " Krisensituationen in der Familie = Fragen rundum zu Themen Schule, Ausbildung, Arbeitsplatz, Beruf u.ä. "= Grundsicherung =" Probleme mit Schulden = Unterstützung bei Ämterfragen und Antragstellungen = Suchtprobleme (zum Beispiel Alkohol, Drogen oder Spielsucht) Die Sozialberatung findet kontinuierlich in der Woche statt. Sie soll durch einen/e Sozialarbeiter*in oder Sozialpädagog*in durchgeführt werden. Bei speziellen Situationen soll auch ein/e Fachanwalt/Fachanwältin einbezogen werden, die mit InterKultur e.V. kooperiert. Zudem werden hierbei bereits vorhandene Synergien des InterKultur-Zentrums Mülheim genutzt. Seite 7 von 10 Int ver Kırltu r aV, Erziehung Bildung Inklusion Frauenberatung Die Allgemeine Frauenberatung ist ein niederschwelliges Angebot der psycho-sozialen Beratung und soll ebenso im Rahmen von „MüTZe Plus“ angeboten werden. Sie soll kontinuierlich in der Woche stattfinden und den Fokus auf die Belange der Frauen im Sozialraum setzen. Frauen sollen ... = in frauenspezifischen Fragen, = in psycho-sozialen Angelegenheiten, =" in allgemeinen Problem- und Konfliktlagen, "= in schwierigen Lebenssituationen oder " in einem Not- und Krisenfall beraten und unterstützt werden. Bei Bedarf kann die Frauenberatung auch von pädagogischen Fachkräften in arabischer, türkischer, kurdischer und persischer Sprache durchgeführt werden. Hier werden auch bereits vorhandene Synergien des InterKultur- Zentrums genutzt. Migrations- und Flüchtlingsberatung Die Migrations- und Flüchtlingsberatung richtet sich an Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte und setzt sich mit ihren Bedürfnissen und Problemlagen auseinander. Häufig sind es auch sprachliche Barrieren, die den Zugang zu Versorgungssystemen im Stadtteil oder in der Stadtgesellschaft erschweren. Daher sollen in der Migrations- und Flüchtlingsberatung kompetente Ansprechpartner*innen für Migrant*innen und Geflüchtete Hilfestellungen bei der Integration und Partizipation leisten. Bei Bedarf wird diese Beratung auch von pädagogischen Fachkräften in arabischer, türkischer, kurdischer und persischer Sprache angeboten. Hier werden auch bereits vorhandene Synergien des InterKultur-Zentrums Mülheim genutzt. Diese Beratung findet auch kontinuierlich in der Woche statt. Obdachlosenberatung / Postialische Anbindung von Obdachlosen Die Beratungsstelle für Obdachlose richtet sich an jene, die obdachlos geworden sind und keine Unterkunft besitzen. Im Rahmen des Beratungsangebotes sollen Obdachlose und Wohnungslose Unterstützung erhalten. Vor allem soll auch ihre Situation geklärt werden. Hierbei wird für sie eine passende Hilfe ausgearbeitet. Hierzu zählen auch die Vermittlung in Einrichtungen und Angebote der Wohnungslosenhilfe sowie Unterstützung bei der Wohnungssuche. Im Kontext der Beratung für Obdachlose findet auch eine postalische Anbindung statt. D.h. Obdachlose finden hier einen Postdienst, in der Erreichbarkeitsadressen eingerichtet, Seite 8 von 10 InterKultur 2V. Erziehung Bildung Inklusion verwaltet und die Post abgeholt werden kann. Daher soll auch die Obdachlosenberatung (mit postalischer Anbindung) kontinuierlich stattfinden. Lebensmittelausgabe (in Kooperation mit der Kölner Tafel) Es findet in Kooperation mit der Kölner Tafel eine wöchentliche Lebensmittelausgabe statt, die sich an die Bewohner*innen des Stadtteils Mülheim richtet. Die Lebensmittelausgabe findet kontinuierlich montags statt und wird von zusätzlichen ehrenamtlichen Kräften unterstützt. Geplant ist, die Lebensmittelausgabe in der Übergangsphase in der großen Garage zu organisieren, die sich derzeit im Hinterhof der MüTZe befindet und erst im späteren Zuge saniert werden soll. Sozial-kulturelle Angebote Kleinere sozial-kulturelle Angebote (niederschwellige Kurse, kleinere Aktivitäten u.ä.) finden in der Überbrückungsphase in den Räumlichkeiten des InterKultur-Zentrums in Mülheim statt. Hierdurch findet ebenso eine Ausweitung in Köln-Mülheim statt. 3.3 Anmietung von neuen Räumlichkeiten Für die geplanten Beratungsangebote sollen möglichst in der Nähe der MüTZe zusätzlich neue Räumlichkeiten angemietet werden. Für die geplanten Beratungsangebote stehen zur Anmietung größere Büro- und Sitzungsräume (ca. 100 qm) auf der Berliner Str./Ecke Von-Spar-Str. (ehemals Fahrschule) zur Verfügung. Erste Gespräche mit der Eigentümerin hat es Ende Oktober gegeben. Die Eigentümer*innen wären interessiert daran, in der Übergangsphase ihre Räumlichkeiten für die Fortsetzung der Teilangebote von MüTZe bereitszustellen. Die Miete für die Anmietung umfasst warm 1.500,- EUR/monatlich. Zur Anmietung steht alternativ ein großes Büro (ca. 50 qm) im Haus von Ali Demir zur Verfügung. Dieses Büro befindet sich auf der Berliner Strasse (unmittelbar gegenüber der MüTZe), im Hinterhof auf einer Grünfläche. Gespräche zur Anmietung hat es bereits mit Ali Demir gegeben. Für geplante größere Aktivitäten und Angebote können auch Räumlichkeiten vom Kulturbunker angemietet werden. Hierzu hat es bereits Gespräche mit dem Kulturbunker gegeben. Zusätzliche Beratungsangebote und kleinere Aktivitäten könnten auch im derzeitigen InterKultur-Zentrum durchgeführt werden. Damit könnte auch eine sozialräumliche Ausweitung der MüTZe-Aktivitäten (imm Sinne eines Bürgerhauses Mülheim) gestaltet werden. Seite 9 von 10 InterKultur e.V. Erziehung Bildung Inklusion 3.4 Personal Für die geplanten Beratungsangebote in der Übergangsphase werden auch Personalstellen mit unterschiedlichen Stundenanteilen eingerichtet. Im Sinne eines sozialverträglichen Übergangs besteht mit Erteilung des Zuschlags die Möglichkeit, Gespräche mit Mitarbeiter*innen der Mülheimer Selbsthilfe Teestube e.V. zu führen, die in der MüTZe bislang diese Aktivitäten und Angebote geplant und durchgeführt haben. Es liegen bereits Bewerbungen von ehemaligen Mitarbeiterinnen von MüTZe vor. Die verwalterischen Aufgaben werden insgesamt durch die Verwaltung von InterKultur e.V. begleitet und übernommen. 3,5 _ Öffentlichkeitsarbeit Zur Öffentlickeitsarbeit gehören: = Zusammenarbeit und Kooperation mit der Kölner Elf, der Sozialraumkoordination, den (sozio-kulturellen) Bildungsträgern wie Kulturbunker, Volkshochschule, Kitas, Schulen, soziale Träger etc. = Öffentliche Informationen über die Umbauphase sowie Bauverläufe von MüTZe (Presseberichte, Info-Veranstaltungen u.ä., in Abstimmung mit der Stadt Köln) = Schreiben von Presseartikeln und führen von Pressegesprächen = Erstellung von Flyern, Plakaten etc. = Präsentation von Website-Aktivitäten = Arbeit in Gremien = Info-Veranstaltungen (zu inhaltlichen Themen) 3.6 Qualitätssicherung Im Rahmen der Kooperation mit der Stadt Köln verpflichtet sich das zukünftige Bürgerhaus Mülheim (MüTZe) mit seinem Übergangsaktivitätten an einem regelmäßigen Wirksamkeitsdialog mit dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren — Abteilung Bürgerhäuser/Bürgerzentren teilzunehmen. Hier werden Prozesse eng abgestimmt. Mit den Besucher*innen der Übergangsaktivitäten sollen zudem Befragungen durchgeführt werden. Die Fortschreibung des Konzeptes wird dabei unter Berücksichtigung der Besucher*innenbefragung, des Wirksamkeitdialoges und der Zentrumsentwicklung regelmäßig zum Jahresende erfolgen. Seite 10 von 10 Jahresbetriebskostenaufstellung "MüTZe Plus“ Antrag für die Fortsetzung der sozialräumlichen Angebote des Bürgerhaus Köln-Mülheim in der Übergangs- und Umbauphase für das Jahr 2021 . [Personalkosten Funktionsbereich Sid Moche PD — VK 12 Mitarbeitende Sozialberatung, |Frauenberatung, Migrationsberatung ‚3 30 Std. ‚wo 1 Mitarbeilende Beratung, Obdachlosenberatung, Tafel & 25 Std.‚wO 1 Mitarbeitende 1. d. Verwaltung (15 Std.IWO) und Geschäftsführung (1,5 Sta.WO) | Zwischensumme Personalkosten | Betriebliche Nebenkosten 7] [Antellig = Haftpflicht, Vermögenschadenshaflpflicht, 9 |Mieterhaftpficht, Betriebshaftpflicht, Rechischutz lu — | hans 1 a Mn 11 in 1 rn | unnnmn || | FE U EEE U EEE EEE I u u -f Büroeinrichtung [Büroeinrichtung ( Tische, Stühle. Küche, |Tetefon + Endgeräte, Drucker, 3 PC's u.a. inschaffungskosten (für die Tafel) jenovierung, 2 Kühlschränke. Lebensmillelausgabe u.ä. [Büro Ecke Berner Sir. / Von-Spar-Sir. | [Teimiete Glücksburg Str. | [Niederschwelige Angebote und Aktiviläten ( u. a. im InterKullur I [Angebote [zenvum) nn [Öffentlichkeitsarbeit | || Jährliche Gesamtkosten Stand: 15.10.2015 Jahresbetriebskostenaufstellung "MüTZe Plus" Antrag für die Fortsetzung der sozialräumlichen Angebote des Bürgerhaus Köln-Mülheim in der Übergangs- und Umbauphase für das Jahr 2022 Personalkosten Stell s Funktionsbereich anteil Std./Woche bei VK 12 Mitarbeitende Sozialberatung, Frauenberatung, Migralionsberatung & 30 Std. ‚WO 1 Mitarbeitende Beratung, Obdachlosenberatung, Tafel a 25 Std. ‚WO 1 Mitarbeitende i. d. Verwaltung (15 Std./WO) und Geschäftsführung (1,5 |Std.WO) Summe Stellenanteile entspricht IT 2 | Zwischensumme Personalkosten Betriebliche Nebenkosten |Anteilig = Haftpflicht, Vermögenschadenshaftpflicht, Versicherungen Mieterhaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Rechtschutz Jobticket (Mitarbeitende) Für 3 Mitarbeitende DV-Beratung ini: Niederschwelige Angebote und Aktivitäten ( u. a. im InterKultur Angebote Zentrum Öffentlichkeitsarbeit mama | Stand: 15.10.2015 Jahresbetriebskostenaufstellung "MüTZe Plus" Antrag für die Fortsetzung der sozialräumlichen Angebote des Bürgerhaus Köln-Mülheim in der Übergangs- und Umbauphase für das Jahr 2023 Personalkosten Stellen- Funktionsbereich antell 2 Mitarbeitende Sozialberatung, Frauenberatung, Migrationsberatung & 30 Std. WO 1 Mitarbeitende Beratung, |Obdachlosenberatung, Tafel a 25 Std.WO 1 Mitarbeitende i. d. Verwaltung (15 Std./WO) und Geschäftsführung (1,5 0,38 Stellenanteil Verwaltung, Std.WO) [0,04 Stellenanteil icht 16,5 Std. ‚WO Zwischensumme Personalkosten etriebliche Nebenkosten ‚Anteilig = Haftpflicht, Vermögenschadenshaftpflicht, Versicherung Mieterhaftpflicht, Betriebshafpflicht, Rechtschutz obticket (Mitarbeitende) Für 3 Mitarbeitende DV-Beratung stemadministration und Betreuung elefonkosten Internet u. Telefonanschluss. Mobilfunkanschluss Arbeitsschutz (Hygiene u.a. FE} =, iD. ic E Fl Fa fe} Fi 5 5 w 1 ° achkosten Öffentlichkeitsarbeit Jährliche Gesamtkosten Stand: 15.10.2015
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/2 Vorlagen-Nummer 3357/2020 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Interimsbetrieb Bürgerhaus MüTZe 2021 - 2023 Beschlussorgan Bezirksvertretung 9 (Mülheim) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Mülheim beschließt, für die Zeit der Baumaßnahme „Umbau, Modernisierung und Erweiterung des Bürgerhauses MüTZe, Berliner Str. 77, Köln-Mülheim (2021 - 2023)“ die Weiter- führung der sozialen Angebote des Bürgerhauses MüTZe dem Verein InterKultur e. V., Glücksburgstr. 17, Köln-Mülheim zu übertragen. In vorgenanntem Zeitraum erhält Interkultur e. V. eine institutionelle Förderung aus Mitteln der Stadt Köln in Höhe des im Haushaltsplan der Stadt Köln für das jeweilige Haushaltsjahr zugunsten des Trägers des Bürgerhauses MüTZe abgebildeten Betriebskostenzuschusses (rund 175.000 € p. a.). Für 2021 stehen Mittel in Höhe von 174.900 € im Doppelhaushalt 2020/2021, Haushaltsjahr 2021 im Teilergebnisplan 0507 – Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und –zentren, Teil- planzeile 15 – Transferaufwendungen zur Verfügung. Über den langfristigen Träger des Bürgerhauses MüTZe nach Abschluss der Baumaßnahmen und Regelungsinhalte eines neuen Trägervertrages wird auf der Grundlage einer Beschlussvorlage der Verwaltung an die politischen Gremien zu späterem Zeitpunkt entschieden. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 07.12.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 2021: 174.900 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Für die Zeit der aus Mitteln der Städtebauförderung NRW geförderten Baumaßnahme „Umbau, Mo- dernisierung und Erweiterung des Bürgerhauses MüTZe“ wird das Bürgerhaus MüTZe schließen. Aus Sicht der Fachverwaltung und sozialen Akteure vor Ort ist jedoch zwingend die Weiterführung der sozialen Angebote der MüTZe während der Phase der baulichen Maßnahmen (2021 – 2023) sicher- zustellen. Strukturelle Probleme des bisherigen Trägervereins der MüTZe „Mülheimer Selbsthilfe Teestube e. V.“ (unter anderem mehrfach gescheiterte Neuwahl eines Vereinsvorstands) sowie vereinsinterne Verwerfungen gaben Anlass, im Einvernehmen mit dem Vorstand des Trägervereins den Trägerver- trag von städtischer Seite vertragskonform mit Wirkung zum 05.12.2020 zu kündigen. Für interimisti- sche Beratungs-/Unterstützungs- und sonstige Angebote in Köln-Mülheim bis zum Abschluss der baulichen Ertüchtigung der MüTZe ist folglich ein alternativer Träger zu verpflichten. Folgende Vereine haben prüffähige Konzepte für einen Interimsbetrieb des Bürgerhauses MüTZe vorgelegt: Christliche Sozialhilfe Köln e. V. (CSH), Köln-Mülheim Bürgerzentrum Ehrenfeld e. V., Köln-Ehrenfeld und 3 InterKultur e. V., Köln-Mülheim. Kriterien für die Auswahl eines Trägers für den Interimsbetrieb der MüTZe waren: Sicherstellung der Angebote „Sozial-/Frauen-/Migrations-/Flüchtlingsberatung, Verwaltung von Erreichbarkeitsadressen für Obdachlose, Ausgabestelle der Kölner Tafel“ über ein qualifizier- tes, professionell agierendes Mitarbeitendenteam Nachweis eines unter Berücksichtigung des städtischerseits verfügbaren Zuwendungsbetra- ges wirtschaftlich tragfähigen Interimskonzeptes Vernetzung im Sozialraum/Generierung von Synergieeffekten Innovationskraft Referenzen und ggf. Interesse an der Übernahme der langfristigen Trägerschaft für das Bürgerhaus MüTZe nach Abschluss der baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen. Nach intensiven, weiterführenden persönlichen Gesprächen mit Verantwortlichen vorgenannter Ver- eine wird seitens der Fachverwaltung der gemeinnützige Verein „InterKultur e. V. – Erziehung – Bil- dung – Inklusion“ (gegründet 2013) als Träger des Interimsbetriebes der MüTZe für die Zeit ab An- fang 2021 bis voraussichtlich Ende 2023 vorgeschlagen. InterKultur e. V., freier Träger der Jugendhilfe und anerkanntes Interkulturelles Zentrum, plant unter dem Namen „MüTZe plus“ neben der Bereitstellung eigener Räumlichkeiten in der Glücksburgstraße und Augustastraße die Anmietung eines Ladenlokals an der Berliner Straße in Sichtweite zum Ge- bäude des Bürgerhauses MüTZe als künftige Anlaufstelle für die Zielgruppen o. g. Angebote. Der Träger bedient mit seinem Fachpersonal (ca. 80 Mitarbeitende) 23 Sprachgruppen. Ein Fachkräfte- team des InterKultur e. V. wird verantwortlich zeichnen für die Ansprache und Beratung der bisheri- gen Nutzergruppen der MüTZe insbesondere aus sozial benachteiligten Lebenslagen sowie die Er- schließung neuer Zielgruppen. Ziele sind die Entfaltung einer sozialräumlichen Wirkung über nieder- schwellige soziale und pädagogische Angebote sowie die Förderung von Partizipation, Inklusion, Ei- geninitiative und sozialer Verantwortung (Ressourcenorientierung, Empowerment, Chance auf Teil- habe/Teilnahme). Für soziokulturelle Angebote wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Kulturbunker Mülheim e. V. angestrebt. InterKultur e. V., Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW (Kreisgruppe Köln), ist darüber hinaus an der Übernahme der langfristigen Trägerschaft für das Bürgerhaus MüTZe interes- siert. Der Träger macht schon heute deutlich, dass ihm für Köln-Mülheim ein zeitgemäßes, innovati- ves und intergeneratives Bürgerhaus für alle Bürgerinnen und Bürger vorschwebt. Interkultur und So- zialkultur lassen sich dabei in einem diversen Stadtteil wie Mülheim bestens miteinander verbinden. Die Kompetenz und die Fachlichkeit für diese Herausforderung sind vorhanden. Über die langfristige Trägerschaft für das Bürgerhaus MüTZe nach Abschluss der Baumaßnahmen und über Regelungsinhalte eines neuen Trägervertrages wird auf der Grundlage einer Beschlussvor- lage der Verwaltung an die politischen Gremien zu späterem Zeitpunkt entschieden. Finanzierung Im Interim erhält InterKultur e. V. eine institutionelle Förderung aus Mitteln der Stadt Köln in Höhe des im Haushaltsplan der Stadt Köln für das jeweilige Haushaltsjahr zugunsten des Trägers des Bürger- hauses MüTZe abgebildeten Betriebskostenzuschusses. Für 2021 stehen Mittel in Höhe von 174.900 € im Doppelhaushalt 2020/2021, Haushaltsjahr 2021 im Teilergebnisplan 0507 – Betrieb, Unterhaltung und Förderung von Bürgerhäusern und –zentren, Teil- planzeile 15 – Transferaufwendungen zur Verfügung. Anlagen Anlage 0 – Dringlichkeitsbegründung Anlage 1 – Konzept „InterKultur e.V. – MüTZe plus“ inkl. Finanzplanung 2021-2023 (11/2020)
Anlage 0 - Dringlichkeitsbegründung für Vorlage 3357-2020
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Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit (Vorlage Nr. 3357/2020) Um eine Aufrechterhaltung der sozialen Angebote des Bürgerhauses MüTZe (insbesondere Beratung, Verwaltung Erreichbarkeitsadressen für Obdachlose) ohne zeitliche Unterbrechung ab Anfang 2021 sicherzustellen, ist eine Beschlussfassung über die Übertragung de r Trägerschaft für den Interimsbetrieb der „MüTZe“ in der Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim am 07.12.2020 zwingend erforderlich.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3357/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 24.11.2020
- Erstellt
- 20.11.2020 08:51