A-R/0040/2016
JVA-Standort Münster erhalten - Für Arbeitsplätze und den Justiz-Standort Münster!
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a-r-0040-2016- Resoltion JVA
4440 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0040/2016
SPD -Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Bahnhofstraße 9
48143 Münster
Tel. (0251) 45 314
Fax (0251) 511 750
www.spd-muenster.de
JVA-Standort Münster erhalten -
Für Arbeitsplätze und den Justiz-
Standort Münster!
Antrag an den Rat der Stadt Münster
zur sofortigen Beschlussfassung
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
Resolution
JVA-Standort Münster erhalten – Für Arbeitsplätze und den Justizstandort Münster!
I. Der Rat der Stadt Münster bekennt sich zum JVA-Standort Münster
Eine Justizvollzugsanstalt ist aus Münster nicht wegzudenken: Sie erfüllt vielfältige wich-
tige Funktionen in der Stadtgesellschaft und ist für den Justizstandort Münster unver-
zichtbar. Zuallererst bedeutet sie aber auch 270 Arbeitsplätze.
Mit ihren vielfältigen wirtschaftlichen Verflechtungen stellt die JVA einen Wirtschafts-,
Ausbildungs- und Arbeitsmarktfaktor dar, den es in Münster auf Dauer zu sichern gilt.
Der Wirtschaftsbetrieb JVA ist auf vielfältige Weise mit Wertschöpfungsketten im Zulie-
ferbereich unserer Wirtschaft verknüpft, und hat somit besondere Bedeutung für Stadt
und Region.
Münster hat sich als Standort des Strafvollzugs auch aus Sicht der Inhaftierten bewährt.
In Münster findet heimatnahe Resozialisierung statt. Für aus Münster stammende Ange-
hörige der Insassen verkürzen sich Wegezeiten für Besuche, für die Insassen verkürzen
sich die Wegezeiten zu Gerichtsterminen; darüber hinaus bieten sich bei Hafterleichte-
rungen Möglichkeiten, ihr gewohntes Umfeld zu besuchen. In Münster hat sich ebenfalls
über die Jahrzehnte eine breite, auf Resozialisierung ausgerichtete Trägerlandschaft ge-
bildet, deren Erfahrungsschatz und Qualität für einen modernen Strafvollzug unverzicht-
bar sind. Die JVA erfährt in Münster große Akzeptanz in der Bevölkerung.
Der Justizstandort Münster ist der größte in NRW. In Münster befinden sich der Verfas-
sungsgerichtshof und das Oberverwaltungsgericht des Landes NRW, ein Finanzgericht,
ein Sozialgericht, ein Landgericht, ein Amtsgericht, ein Verwaltungsgericht, ein Arbeits-
23.08.2016
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gericht, das Truppendienstgericht Nord und die Staatsanwaltschaft. Unsere oberzentrale
Funktion als Justizstandort darf durch einen Fortzug der JVA außerhalb Münsters nicht
gefährdet und nicht geschwächt werden. Wir brauchen den JVA-Standort in Münster, um
diese Stellung nicht zu gefährden.
II. Das JVA-Gebäude an der Gartenstraße ist ein unschätzbares Baudenkmal
Das JVA-Gebäude an der Gartenstraße gehört in seiner jetzigen Form seit 1848 zum Ant-
litz unserer Stadt. Es wurde nach den Plänen des preußischen Architekten Carl-Friedrich
Busse im Stil der englischen Neugotik errichtet und wurde 1853 in Betrieb genommen;
damit weist dieses Baudenkmal zurück in die Geschichte Münsters im 19. Jahrhundert.
Es ist das zweitälteste Gefängnis auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und
städtebaulich markant und einzigartig.
Der Rat der Stadt Münster fordert daher, das JVA-Gebäude an der Gartenstraße in seiner
Substanz als Baudenkmal zu erhalten.
III. Entschiedene Schritte sind notwendig:
- Land und Stadt müssen gemeinsam in ihren Verhandlungen für eine langfristige Sicher-
stellung des JVA-Standorts Münster sorgen.
- Alle Möglichkeiten der Sicherung des Baudenkmals an der Gartenstraße sind gemein-
sam mit den Behörden des Denkmalschutzes zu forcieren.
- Gleichzeitig müssen Land und Stadt gemeinsam alle denkbaren Alternativen für einen
anderen JVA-Standort in Münster konstruktiv prüfen. Die Verwaltung wird beauftragt,
dem Land Nordrhein-Westfalen auf Basis der bereits seit 2012 andauernden Bestrebun-
gen Flächen für einen neuen Standort für eine JVA auf dem Gebiet der Stadt Münster
anzubieten
- Der Rat erklärt seine Bereitschaft, die notwendigen planungsrechtlichen Schritte einzu-
leiten, die eine auf Dauer gesicherte Beibehaltung des JVA-Standorts Münster gewähr-
leisten.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Stadt Münster
Dr. Michael Jung Thomas Fastermann Doris Feldmann
Philipp Hagemann Marius Herwig Dr. Cornelia Jäger
Mathias Kersting Michael Kleyboldt Marianne Koch
Katharina Köhnke Thomas Kollmann Gaby Kubig-Stel tig
Hedwig Liekefedt Anne Schulze Wintzler Petra Seyf ferth
Ludger Steinmann Beate Vilhjalmsson Robert von Ol berg
Maria Winkel
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Bahnhofstraße 9
- Gartenstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0040/2016
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 24.08.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37