2365/2022
Verstopfte Straßen, mangelhafte Fußwege und unübersichtliche Baustellen- Baustellenmanagement neu denken
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/64 Vorlagen-Nummer 2365/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 22.08.2022 Verstopfte Straßen, mangelhafte Fußwege und unübersichtliche Baustellen- Baustellenmanagement neu denken hier: Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim vom 13.06.2022, TOP 8.1.5 Beschluss: „Die Bezirksvertretung Mülheim beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für ein verzahntes, effizientes und smartes Baustellenmanagement im Stadtbezirk Mülheim vorzulegen. Hierbei sollen durch effizi- entere Abstimmung der Planungen die Menge von Baustellen nachhaltig gesenkt werden und eine Verkürzung von Bauzeit sowie die Reduzierung von Belastungen für die betroffenen Anwohner*innen, Verkehrsteil-nehmer*innen vom Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Autofahrer*innen bis hin zum Nutzer*innen des öffentlichen Personennahverkehrs erreicht werden.“ Stellungnahme der Verwaltung: Im gesamten Stadtgebiet wird ein systematisches Baustellenmanagement betrieben. Die geltenden Regularien, Strategien und Anforderungen gelten hierbei auch im Stadtbezirk Mülheim. Ein statisches Vorgehen zur Durchführung der Baumaßnahmen ist hierbei nicht erreichbar und auch nicht zielführend. Damit Bauen in Köln stadtverträglich erfolgen kann, ist vor dem Hintergrund von jährlich rund 23.500 Baumaßnahmen, ein agiles, der verkehrlichen Situation angemessenes Vorge- hen erforderlich. Hierbei ist jeweils auf die sich verändernden Situationen und notwendigen Maßnah- men einzugehen. Nur so kann den Mobilitätserfordernissen und den baulichen Aufgabenstellungen nachgekommen werden. Hierbei ist das System auch auf eine situative Herangehensweise angewiesen. Um dies zu erreichen werden sowohl in der Planung der Maßnahmen, als auch bei deren Realisation hohe Anforderungen gestellt. Bereits mit zeitlich großem Vorlauf werden durch die wesentlichen Bau- herren aus städtischen Ämtern, dem Stadtwerkekonzern oder der städtischen Entwässerungsbetriebe StEB die relevanten Baumaßnahmen georeferenziert in einer IT-gestützten Lösung abgestimmt. Hierbei werden durch das System und die Koordinationspartner Potentiale zum gemeinsamen Bauen automatisiert entwickelt und so vermieden, dass die unterschiedlichen Vorhabenträger unkoordiniert Maßnahmen durchführen. Dies reduziert letztendlich auch die Belastungen. Zur Planungsabstimmung haben sich die Bauenden verpflichtet. Im weiteren Verlauf erfolgt im Rahmen der erforderlichen verkehrsrechtlichen Genehmigung ein wie- derum IT-gestütztes Genehmigungsverfahren bei der Straßenverkehrsbehörde, die an das Baustel- lenmanagement angeschlossen ist, bei dem die verkehrlichen Auswirkungen und Genehmigungs- möglichkeiten entwickelt werden. Hierbei wird gegenüber allen Bauenden durch die Anwendung der geltenden rechtlichen Bestimmungen, als auch durch Auflagen eine optimale verkehrliche Durchfüh- rung angestrebt. Hierbei finden Einschränkungen zur Bauzeit außerhalb der Hauptverkehrszeiten, Terminbegrenzungen, Verlagerung in die verkehrsschwachen Ferienzeiten etc. als auch die Festle- 2 gung richtlinienkonformer Rad- und Fußwege Führungen Anwendung. Die Inhalte der neuen RSA (Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen) führen, wie auch die Bestimmungen der ASR (Technische Regeln für Arbeitsstätten), vermehrt zu notwendigen Teil- oder Vollsperrungen Ein Planungs- und Genehmigungsprozess ohne die „smarte“ Unterstützung ist nicht möglich und wird entsprechend praktiziert. Die Anzahl der Baumaßnahmen in Mülheim hat sich u. a. auf Grund der gestiegenen privaten Bauin- vestitionen aber auch auf Grund des erforderlichen Ausbaus von Versorgungssystemen (Fernwärme), des Breitbandausbaus und der notwendigen Sanierungen von Straßen und Schienen sowie Entsor- gungssystemen erhöht. Im Jahr 2021 wurden 724 Maßnahmen genehmigt und bis Mitte Juni 2022 bereits 413 Maßnahmen. Durch die oben erläuterte Vorgehensweise soll erreicht werden, dass die Auswirkungen von Bau- maßnahmen im öffentlichen Straßenraum minimiert werden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2365/2022
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 28.07.2022
- Erstellt
- 27.07.2022 09:47