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2365/2022

Verstopfte Straßen, mangelhafte Fußwege und unübersichtliche Baustellen- Baustellenmanagement neu denken

Mitteilung BV 28.07.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 22.08.2022, TOP 10.2.10

Mitteilung BV

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Mitteilung BV

4095 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
III/64 
 
Vorlagen-Nummer 
 2365/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 22.08.2022 
 
Verstopfte Straßen, mangelhafte Fußwege und unübersichtliche Baustellen- 
Baustellenmanagement neu denken 
hier: Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim vom 13.06.2022, TOP 8.1.5 
Beschluss:  
 
„Die Bezirksvertretung Mülheim beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für ein verzahntes, effizientes 
und smartes Baustellenmanagement im Stadtbezirk Mülheim vorzulegen. Hierbei sollen durch effizi-
entere Abstimmung der Planungen die Menge von Baustellen nachhaltig gesenkt werden und eine 
Verkürzung von Bauzeit sowie die Reduzierung von Belastungen für die betroffenen Anwohner*innen, 
Verkehrsteil-nehmer*innen vom Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Autofahrer*innen bis hin zum 
Nutzer*innen des öffentlichen Personennahverkehrs erreicht werden.“ 
 
Stellungnahme der Verwaltung:  
 
Im gesamten Stadtgebiet wird ein systematisches Baustellenmanagement betrieben. Die geltenden 
Regularien, Strategien und Anforderungen gelten hierbei auch im Stadtbezirk Mülheim. 
 
Ein statisches Vorgehen zur Durchführung der Baumaßnahmen ist hierbei nicht erreichbar und auch 
nicht zielführend. Damit Bauen in Köln stadtverträglich erfolgen kann, ist vor dem Hintergrund von 
jährlich rund 23.500 Baumaßnahmen, ein agiles, der verkehrlichen Situation angemessenes Vorge-
hen erforderlich. Hierbei ist jeweils auf die sich verändernden Situationen und notwendigen Maßnah-
men einzugehen. Nur so kann den Mobilitätserfordernissen und den baulichen Aufgabenstellungen 
nachgekommen werden.  
Hierbei ist das System auch auf eine situative Herangehensweise angewiesen. 
 
Um dies zu erreichen werden sowohl in der Planung der Maßnahmen, als auch bei deren Realisation 
hohe Anforderungen gestellt. Bereits mit zeitlich großem Vorlauf werden durch die wesentlichen Bau-
herren aus städtischen Ämtern, dem Stadtwerkekonzern oder der städtischen Entwässerungsbetriebe 
StEB die relevanten Baumaßnahmen georeferenziert in einer IT-gestützten Lösung abgestimmt. 
Hierbei werden durch das System und die Koordinationspartner Potentiale zum gemeinsamen Bauen 
automatisiert entwickelt und so vermieden, dass die unterschiedlichen Vorhabenträger unkoordiniert 
Maßnahmen durchführen. Dies reduziert letztendlich auch die Belastungen.  
Zur Planungsabstimmung haben sich die Bauenden verpflichtet. 
 
Im weiteren Verlauf erfolgt im Rahmen der erforderlichen verkehrsrechtlichen Genehmigung ein wie-
derum IT-gestütztes Genehmigungsverfahren bei der Straßenverkehrsbehörde, die an das Baustel-
lenmanagement angeschlossen ist, bei dem die verkehrlichen Auswirkungen und Genehmigungs-
möglichkeiten entwickelt werden. Hierbei wird gegenüber allen Bauenden durch die Anwendung der 
geltenden rechtlichen Bestimmungen, als auch durch Auflagen eine optimale verkehrliche Durchfüh-
rung angestrebt. Hierbei finden Einschränkungen zur Bauzeit außerhalb der Hauptverkehrszeiten, 
Terminbegrenzungen, Verlagerung in die verkehrsschwachen Ferienzeiten etc. als auch die Festle-

2 
 
gung richtlinienkonformer Rad- und Fußwege Führungen Anwendung. Die Inhalte der neuen RSA 
(Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen) führen, wie auch die Bestimmungen der 
ASR (Technische Regeln für Arbeitsstätten), vermehrt zu notwendigen Teil- oder Vollsperrungen  
 
Ein Planungs- und Genehmigungsprozess ohne die „smarte“ Unterstützung ist nicht möglich und wird 
entsprechend praktiziert. 
 
Die Anzahl der Baumaßnahmen in Mülheim hat sich u. a. auf Grund der gestiegenen privaten Bauin-
vestitionen aber auch auf Grund des erforderlichen Ausbaus von Versorgungssystemen (Fernwärme), 
des Breitbandausbaus und der notwendigen Sanierungen von Straßen und Schienen sowie Entsor-
gungssystemen erhöht. Im Jahr 2021 wurden 724 Maßnahmen genehmigt und bis Mitte Juni 2022 
bereits 413 Maßnahmen. 
Durch die oben erläuterte Vorgehensweise soll erreicht werden, dass die Auswirkungen von Bau-
maßnahmen im öffentlichen Straßenraum minimiert werden.

Beratungsverlauf (1)

22.08.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2365/2022
Typ
Mitteilung BV
Datum
28.07.2022
Erstellt
27.07.2022 09:47