Mandari Insight

V/1002/2005/1

"Freie Szene" - Zwischenbericht

Vorlage 26.01.2006

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 07.02.2006, TOP 6

Hauptvorlage V/1002/2005 mit Anlagen

· application/pdf

Ansehen

Ergänzungsvorlage Anlage

· application/pdf

Ansehen

Ergänzungsvorlage Bericht

· application/pdf

Ansehen

Hauptvorlage V/1002/2005 mit Anlagen

9230 Zeichen

V/1002/2005 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
"Freie Szene" - Zwischenbericht 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.12.2005 Kulturausschuss Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1. Antragslage 
 
 Mit Antrag (siehe Anlage) vom 10.06.2005 hat die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
einen Bericht zur Lage der freien Szene seitens der Verwaltung angeregt. Dieser sollte sich 
an dem in der vergangenen Ratsperiode dem Kulturausschuss vorgelegten Bericht „Status 
und Perspektiven kommunaler Kulturentwicklung - Materialien zur Diskussion Kulturau s-
schuss des Rates der Stadt Münster“ (September 2002) orientieren. 
 
 In der Sitzung des Kulturausschusses am 23.06.2005 wurde ein gemeinsamer Änderungs-
antrag der Ratsfraktionen von CDU und FDP (siehe Anlage) beschlossen. Dieser greift die 
Intention des SPD -Antrages auf; die Ve rwaltung wurde aber zusätzlich beauftragt, vorab 
folgende Punkte für den Ausschuss aufzubereiten: 
 
1. Eine Eingrenzung des Begriffes „freie Szene“ in Form eine Definition, bzw. Beschrei-
bung. 
 
2. Eine Einschätzung zur aktuellen Situation und Problemlagen/Herausforderungen für 
den Bereich freie Kultur in Ergänzung des o. a. Berichtes. 
 
 Die vorliegende Berichtsvorlage greift diesen ersten Teil des Verwaltungsauftrages auf. 
 
2. Definition/Problemskizze 
 
 In einem ersten Schritt lud das Kulturamt unmittelbar nach der Sommerpause Vertreter und 
Kulturschaffende aus der „freien Szene“ ein, Aussagen zum Selbstverständnis zu diskutie-
ren, einen Definitionsansatz zu versuchen und eine erste Skizzierung der aktuellen Ra h-
menbedingungen vorzunehmen. 
 Schnell wurde deutlich, dass eine trennscharfe Eingrenzung nur sehr schwer möglich bzw. 
nicht formulierbar ist. Allein der Begriff „freie Szene“ ist seit langem belegt durch eine Art 
Subkultur bzw. Gegenkulturszene gegen ein etabliertes Kulturverständnis. Ein solcher De-
 
Vorlagen-Nr.: 
 
V/1002/2005 Auskunft erteilt: 
Herr  Ehling 
Ruf: 
492 41 00 
E-Mail: 
EhlingK@stadt -muenster.de 
Datum: 
22.11.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/1002/2005 
 
finitionsansatz ist längst nicht mehr zeitgemäß und entspricht in keiner Weise mehr dem 
heutigen Selbstverständnis. 
 Im Kreis mit den Vertretern der freien Szene wurden dennoch Kriterien zur Beschreibung 
dessen formuliert, was vielleicht nicht allgemeingültig aber zumindest für diese Diskussion 
unter freier Szene verstanden wird. 
 
 Auch in Bezug auf die aktuellen Rahmenbedingungen, in denen die freie Szene agiert, sind 
Hinweise zusammengetragen worden. 
 
 Die Ergebnisse dieses ersten Gespräches wurden in einem weit eren Gespräch Mitte No-
vember noch einmal kritisch diskutiert, teilweise ergänzt und anschließend formuliert (siehe 
Anlage). 
 
3. Weiteres Verfahren 
 
 Die in der Anlage dargestellten Ergebnisse verstehen sich als Definitionsansatz und erste 
Standortbestimmung in Bezug auf die Rahmenbedingungen für die freie Szene. Die Ve r-
waltung sieht vor, diese Zwischenergebnisse mit Vertretern der Szene gemeinsam weiter 
zu entwickeln mit dem Ziel eines abschließenden Berichtes im Sinne des Antrages. 
 Die Berichterstattung erfolgt dabei auf folgender Basis: 
 
- Die Umfrage/Untersuchung „Endlich fragt mal einer - Befunde aus der Szene ohne 
Lobby“ des FKK Münster aus dem Jahre 2001/02 wird zur Rate gezogen (FKK Müns-
ter, Freie Kunst und Kultur Münster, ist ein Zusammenschluss münsterischer Kulturträ-
ger, Kulturgruppen und Künstlerinnen und Künstler, die gemeinsame Ziele und g e-
meinsame Positionen in der Kulturpolitik in Münster entwickeln wollen). 
 
- FKK Münster beruft noch im Dezember dieses Jahres eine Diskussionsrunde ein, de-
ren zusammengefasste Ergebnisse Bestandteil des Berichtes werden. 
 
 Die Verwaltung geht dabei davon aus, dass es sich bei dem Bericht nicht um eine Aktuali-
sierung der o. a. Bestandserhebung „Endlich fragt mal einer“ handeln soll und kann. Vie l-
mehr soll die Funktion der freien Kulturgruppen in der Stadt und für die Stadt ihre derzeitige 
Situation wie auch insbesondere die bestehenden Wechselbeziehungen zu anderen (Ku l-
tur)-Instituten in der Stadt dargestellt werden. Dazu ist auch eine Übersicht und Bewertung 
der Rahmenbedingungen und der bestehenden Förderinstrumente für die freien Kulturträ-
ger erforderlich. 
 
 Mit dieser Darstellung soll dann eine Diskussion ermöglicht werden, die über tagesaktuelle 
Entscheidungen hinaus den Blick für mittel - und längerfristige En twicklungsperspektiven 
öffnet.  
 
I. V. 
 
 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Anträge CDU/FDP und SPD 
Bericht zur Lage der freien Szene

3 
V/1002/2005

... 
Bericht zur Lage der freien Szene 
 
 
 
Zwischenstand nach zwei Vorgesprächen im September und November 2005 
 
 
I. Definition 
 
 Der Begriff „freie Szene“ ist belegt durch eine Ar t Subkultur bzw. Gegenkulturszene 
gegen ein etabliertes Kulturverständnis. Ein solche r Definitionsansatz ist längst nicht 
mehr zeitgemäß und entspricht in keiner Weise mehr dem heutigen Selbstverständnis. 
Die künstlerisch ästhetischen Arbeitsansätze von fr eier und etablierter Szene sind in 
großen Teilen gleich. 
 
 Ein wesentlicher Unterschied wird aber in der Arbe itsform und der Organisation 
gesehen. Hier zeichnet sich die freie Szene insbeso ndere durch temporäre und 
projektbezogene Arbeitszusammenschlüsse aus, die ausgesprochen flexibles Arbeiten 
ermöglichen. Die freien Produktionszusammenschlüsse  und Labels sind eben „frei“ in 
der Wahl ihrer Arbeitsformen, Partner, Kooperations partner und Orte. Die freie Szene 
ist dadurch in der Lage, wesentlich mehr Menschen a n unterschiedlichen Orten und in 
unterschiedlichen Zusammenhängen zu erreichen. Sie kann überdies viel direkter und 
unmittelbarer auf bestehende Bedarfe oder aktuelle Geschehnisse reagieren. 
 
 Eine vollkommen trennscharfe Abgrenzung und Legald efinition des Begriffes „freie 
Szene“ ist nicht möglich. Ein Definitionsansatz kan n aber aus verschiedenen Kriterien 
zusammengefügt werden: 
 
1. Dem Kriterium „frei“ im Gegensatz zu den Einrich tungen in öffentlicher 
Trägerschaft. 
 
2. Dem Kriterium eines künstlerischen Arbeitsansatz es als Abgrenzung zu den 
freien Trägern der Stadtteilkultur sowie der Heimat- und Brauchtumspflege. 
 
3. Dem Kriterium einer längerfristig angelegten kün stlerischen Entwicklung/ 
Weiterentwicklung als Arbeits-maxime in Abgrenzung zu ausschließlich 
jahrgangs- oder projektbezogenen Zusammenschlüssen (Schülerbands, Theater 
AG’s etc.). 
 
4. Dem Kriterium der Freiheit in der Wahl der Mitte l, der Arbeitsformen und der 
jeweiligen Projektpartner. 
 
5. Weiteres Merkmal ist, dass die freie Szene sehr häufig vernetzt im Bereich 
Medien und auch Sparten übergreifend arbeitet. 
 
 Das Maß an Professionalität ist hingegen nur bedin gt Kriterium für die Zuordnung zum 
Bereich der freien Szene, da sie auch für semiprofessionelle Ansätze offen ist. 
 
 
II. Aktuelle Rahmenbedingungen für die freie Szene 
 
1. Der ökonomische Druck nimmt angesichts knapper w erdender Ressourcen 
immer mehr zu. Damit sind nicht nur die direkten Ku lturfördermittel im 
öffentlichen Bereich gemeint - auch andere arbeits-  oder steuerpolitische 
Maßnahmen wirken sich mittelbar oder unmittelbar au f die Arbeitsbedingungen 
für die freie Szene aus:

- 2 - 
 
 
- Die Möglichkeit, zusätzliche Arbeitsressourcen du rch staatlich finanzierte 
Maßnahmen zu erschließen, geht dramatisch zurück (A B-Stellen, ASH-
Stellen, soziale Arbeitsmarktprogramme). 
 
- Veränderungen bei der Besteuerung ausländischer K ünstler oder auch bei 
der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Spenden für ku lturelle Zwecke 
machen sich unmittelbar bemerkbar. 
 
- Vielfach wurden und werden Klassenräume in Schule n als Proberäume 
genutzt. Im Zuge der „offenen Ganztagsschulen“ werd en sich die 
verfügbaren freien Kapazitäten spürbar reduzieren; sollte das 
Nutzungsentgelt für diese Räume auf „Marktniveau“ a ngepasst werden, 
stehen diese de facto der freien Szene nicht mehr zur Verfügung. 
 
2. Bedarf besteht im Hinblick auf Information und K ontakte im Zusammenhang mit 
aktuellen Förderprogrammen. Problematisch, gerade bei der Bezuschussung aus 
EU-Programmen, ist neben der Information aber im We sentlichen der mit der 
Antragstellung verbundene Aufwand. Hier wurde der W unsch geäußert, dies 
gegebenenfalls über Münsters Grenzen hinaus als Die nstleistung für 
Kulturschaffende anzubieten. 
 
3. Wünschenswert wäre weiterhin eine bessere Plattf orm für die interne Termin- 
und Präsentationskoordination (Kalender zur Veranstaltungsplanung). 
 
4. Es sollte insgesamt eine effektivere Verwertung der „Produkte“ aus dem freien 
Bereich angestrebt werden. Dies betrifft sowohl die  Kommunikation nach Innen 
(Information über flexible Einsatzmöglichkeiten zu den verschiedensten 
Anlässen) als auch nach Außen (Kontakte zu potenzie llen Abnehmern/ 
Veranstaltern). 
 
5. Ein großes Problem stellt nach wie vor die Wahrn ehmung in der Stadt dar. Es 
wurde der Eindruck geäußert, dass die freie Szene i n vielen Fällen 
zweckorientiert instrumentalisiert und anschließend  wieder vergessen wird. 
Beispiele dafür wurden genannt das ZDF-Städteturnier Ende der 80er Jahre, das 
Jubiläum 1200 Jahre Stadt Münster sowie das Projekt Kulturhauptstadt.

Ergänzungsvorlage Anlage

5626 Zeichen

... 
Anlage 1 
 
Bericht zur Lage der freien Szene 
 
Stand: Dezember 2005 
 
 
I. Definition 
 
 Der Begriff „freie Szene“ ist belegt durch eine Ar t Subkultur bzw. Gegenkulturszene 
gegen ein etabliertes Kulturverständnis. Ein solche r Definitionsansatz ist längst nicht 
mehr zeitgemäß und entspricht in keiner Weise mehr dem heutigen Selbstverständnis. 
Die künstlerisch ästhetischen Arbeitsansätze von fr eier und etablierter Szene sind in 
großen Teilen gleich. 
 
 Ein wesentlicher Unterschied wird aber in der Arbe itsform und der Organisation 
gesehen. Hier zeichnet sich die freie Szene insbeso ndere durch temporäre und 
projektbezogene Arbeitszusammenschlüsse aus, die ausgesprochen flexibles Arbeiten 
ermöglichen. Die freien Produktionszusammenschlüsse  und Labels sind eben „frei“ in 
der Wahl ihrer Arbeitsformen, Partner, Kooperations partner und Orte. Die freie Szene 
ist dadurch in der Lage, wesentlich mehr Menschen a n unterschiedlichen Orten und in 
unterschiedlichen Zusammenhängen zu erreichen. Sie kann überdies viel direkter und 
unmittelbarer auf bestehende Bedarfe oder aktuelle Geschehnisse reagieren. 
 
 Eine vollkommen trennscharfe Abgrenzung und Legald efinition des Begriffes „freie 
Szene“ ist nicht möglich. Ein Definitionsansatz kan n aber aus verschiedenen Kriterien 
zusammengefügt werden: 
 
1. Dem Kriterium „frei“ im Gegensatz zu den Einrich tungen in öffentlicher 
Trägerschaft. 
 
2. Dem Kriterium eines künstlerischen Arbeitsansatz es als Abgrenzung zu den 
freien Trägern der Stadtteilkultur sowie der Heimat- und Brauchtumspflege. 
 
3. Dem Kriterium einer längerfristig angelegten kün stlerischen Entwicklung/ 
Weiterentwicklung als Arbeits-maxime in Abgrenzung zu ausschließlich 
jahrgangs- oder projektbezogenen Zusammenschlüssen (Schülerbands, Theater 
AG’s etc.). 
 
4. Dem Kriterium der Freiheit in der Wahl der Mitte l, der Arbeitsformen und der 
jeweiligen Projektpartner. 
 
5. Weiteres Merkmal ist, dass die freie Szene sehr häufig vernetzt im Bereich 
Medien und auch Sparten übergreifend arbeitet. 
 
 Das Maß an Professionalität ist hingegen nur bedin gt Kriterium für die Zuordnung zum 
Bereich der freien Szene, da sie auch für semiprofessionelle Ansätze offen ist. 
 
 
II. Aktuelle Rahmenbedingungen für die freie Szene 
 
1. Der ökonomische Druck nimmt angesichts knapper w erdender Ressourcen 
immer mehr zu. Damit sind nicht nur die direkten Ku lturfördermittel im 
öffentlichen Bereich gemeint - auch andere arbeits-  oder steuerpolitische 
Maßnahmen wirken sich mittelbar oder unmittelbar au f die Arbeitsbedingungen 
für die freie Szene aus:

- 2 - 
 
 
- Die Möglichkeit, zusätzliche Arbeitsressourcen du rch staatlich finanzierte 
Maßnahmen zu erschließen, geht spürbar zurück (AB-Stellen, ASH-Stellen, 
Soziale Arbeitsmarktprogramme). Dies wird sich vor allem auf die 
organisatorischen Strukturen aus, die dann ein küns tlerisches Arbeiten 
erschweren, weil beides von den Künstlern übernomme n werden muss, 
was häufig zu Überforderungen führt.  
 
- Veränderungen bei der Besteuerung ausländischer K ünstler oder auch bei 
der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Spenden für ku lturelle Zwecke 
machen sich unmittelbar bemerkbar. 
 
- Vielfach wurden und werden Klassenräume in Schule n als Proberäume 
genutzt. Im Zuge der „offenen Ganztagsschulen“ werd en sich die 
verfügbaren freien Kapazitäten spürbar reduzieren; sollte das 
Nutzungsentgelt für diese Räume auf „Marktniveau“ a ngepasst werden, 
stehen diese de facto der freien Szene nicht mehr zur Verfügung. 
 
2. Handlungsbedarf wird in dem gesamten Feld der Au s- und Weiterbildung 
gesehen. In Teilbereichen (u. a. im Cinema) stehen Ausbildungsplätze zur 
Verfügung, was aber noch die Ausnahme ist. Für die Integration junger 
Menschen in diese nicht gängigen Berufsbilder könnt e versucht werden, in 
Abstimmung mit der IHK und der Handwerkskammer Ausb ildungs- und 
Praktikumsmöglichkeiten zu eruieren in den Bereichen: 
 - Veranstaltungsmanagement 
 - Kulturmanagement 
 - Bühnentechnik 
 - Licht-/Tontechnik 
 
 Schwierig ist weiterhin der Bereich der künstleris chen Ausbildung für 
selbständige Künstler in den Bereichen, in denen di e Freie Szene aktiv ist. Es 
besteht dringender Bedarf, über neue Formen der Aus -, Fort- und Weiterbildung 
für selbständige Künstler nachzudenken und Vorschläge zu entwickeln.  
 
3. Bedarf besteht im Hinblick auf Information und K ontakte im Zusammenhang mit 
aktuellen Förderprogrammen. Problematisch, gerade bei der Bezuschussung aus 
EU-Programmen, ist neben der Information aber im We sentlichen der mit der 
Antragstellung verbundene Aufwand. Hier wurde der W unsch geäußert, dies 
gegebenenfalls über Münsters Grenzen hinaus als Die nstleistung für 
Kulturschaffende anzubieten. 
 
4. Wünschenswert wäre weiterhin eine bessere Plattf orm für die interne Termin- 
und Präsentationskoordination (Kalender zur Veranstaltungsplanung). 
 
5. Es sollte insgesamt eine effektivere Verwertung der „Produkte“ aus dem freien 
Bereich angestrebt werden. Dies betrifft sowohl die  Kommunikation nach Innen 
(Information über flexible Einsatzmöglichkeiten zu den verschiedensten 
Anlässen) als auch nach Außen (Kontakte zu potenzie llen Abnehmern/ 
Veranstaltern). 
 
6. Ein großes Problem stellt die Wahrnehmung in der  Stadt selbst dar. Das große 
Potential und die Bedeutung freier Kultur für die Stadt wurde regelmäßig deutlich, 
wenn es darum ging, Stadtprofile nach Außen zu kommunizieren. So spielte freie 
Kultur eine zentrale Rolle beim ZDF-Städtetunier En de der 80iger Jahre, dem 
Stadtjubiläum 1993 sowie bei dem Projekt Kulturhauptstadt 2010.

Ergänzungsvorlage Bericht

3070 Zeichen

V/1002/2005/1 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
"Freie Szene" - Zwischenbericht 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
07.02.2006 Kulturausschuss Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Mit dem in der Kulturausschusssitzung am 1. 12. 2005 eingebrachten Zwischenbericht zur freien 
Szene Münsters wurde den Anträgen der CDU / FDP – Koalition und der SPD Fraktion entspre-
chend ein erster Definitionsansatz sowie eine Standortbestimmung vorgenommen. 
 
Die Verwaltung kündigte darin an, die bereits in 2 Gesprächsrunden erzielten Zwischenergebnis-
se breit mit Vertretern der Freien Szene zu diskutieren, um für die Erstellung eines abschließen-
den Berichtes eine einheitliche Grundlage zu haben. 
Noch im Dezember des vergangenen Jahres hat die angekündigte Diskussionsrunde, zu der die 
Initiative „Freie Kunst und Kultur“ (FKK) eingeladen hatte, stattgefunden.  
 
Dabei wurden die im vorliegenden Zwischenbericht aufgeführten Definitionsansätze und die Be-
schreibung der damit verbundenen Merkmale und Kriterien im Grunde bestätigt (s. Anlage 1). Die 
Darstellung der aktuellen Rahmen- und Arbeitsbedingungen erwies sich ebenfalls als grundsätz-
lich richtig, muss aber für einen abschließenden Bericht zur Lage der Freien Szene substanziell 
und detailliert ergänzt werden. Eine erste Ergänzung aus der Diskussionsrunde heraus bezog 
sich auf Defizite bei den Ausbildungs- und Praktikamöglichkeiten vor allem in den Bereichen Ver-
anstaltungsmanagement, Kulturmanagement, Bühnentechni k, Licht- und Tontechnik. Ein drin-
gender Bedarf, über neue Formen der Aus- Fort- und Weiterbildung für selbstständige Künstler 
nachzudenken und Vorschläge zu entwickeln, wurde eindringlich geäußert. 
Die Ergänzungen aus dieser Runde sind in den dieser Vorlage anliegenden Bericht eingearbeitet. 
 
Zum weiteren Verfahren: 
 
Das Kulturamt wird auf der Basis der in den bisherigen Gesprächen und Diskussionsrunden ge-
wonnenen Erkenntnisse einen Bericht erarbeiten, der 
 
• einen Überblick über das Spektrum der freien Gruppierungen und Initiativen bietet, 
• die Funktion der freien Kulturgruppen und Kulturschaffenden in der Stadt und für die Stadt 
darstellt, 
• die Wechselbeziehungen untereinander und zu öffentlichen Kulturinstitutionen beschreibt, 
Vorlagen-Nr.: 
V/1002/2005/1. Erg 
Auskunft erteilt: 
Herr  Ehling 
Ruf: 
492 41 00 
E-Mail: 
EhlingK@stadt-muenster.de 
Datum: 
26.01.2006 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/1002/2005/1 
 
• die Ergebnisse der Untersuchung der aktuellen Rahmen- und Arbeitsbedingungen der 
Freien Szene ausführt,  
• eine Bewertung der bestehenden Förderbedingungen und Förderinstrumente vornimmt,  
• Stellung zur derzeit bestehenden Lage bezieht sowie  
• mittel- und längerfristige Entwicklungsperspektiven aufzeigt. 
 
Die Erarbeitung des umfassenden und ausführlichen Berichtes erfolgt im Austausch mit Vertre-
tern der Freien Szene und soll Mitte 2006 dem Kulturausschuss als Diskussionsgrundlage vorge-
legt werden. 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
 
Anlage
  
Bericht zur Lage der freien Szene (Stand: Dezember 2005)

Beratungsverlauf (1)

07.02.2006 Kulturausschuss
TOP 6 Bericht
Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/1002/2005/1
Typ
Vorlage
Datum
26.01.2006
Erstellt
06.10.2020 14:37