AN/0458/2022
Antrag der SPD-Fraktion, betr.: Verkehrsversuch Venloer Straße Stufe 1
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Antrag nach § 3 (SPD BV4)
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SPD-Fraktion In der Bezirksvertretung Ehrenfeld Bezirksrathaus Venloer Str. 419-421 50825 Köln Herrn Telefon: 0221 / 22194 - 303 Bezirksbürgermeister Volker Spelthann Fax: 0221 / 22194 - 313 Venloer Str.419-421 Mail: SPD-BV4@stadt- 50825 Köln koeln.de www.SPDfraktion- ehrenfeld.de Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Historisches Rathaus 50667 Köln Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0458/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 07.03.2022 Antrag der SPD-Fraktion, betr.: Verkehrsversuch Venloer Straße Stufe 1 Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die SPD-Fraktion bittet Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 7. März 2022 zu setzen. Beschluss Die Bezirksvertretung Ehrenfeld bedankt sich bei der Verwaltung und allen die daran mitgewirkt haben für die konzeptionelle Ausarbeitung des Verkehrsversuchs Venloer Straße. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt die Verwaltung: 1. Die erste Stufe des Verkehrsversuches Venloer Straße ist so schnell wie möglich einzuleiten. Die im Fachgespräch „Verkehrsversuch Venloer Straße Köln-Ehrenfeld“ am 20. Januar 2022 für die „Ausgangsstufe – verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ aufgeführten Maßnahmen sind in der hier beschriebenen Form (vgl. Präsentation, Folie 16) umzusetzen. 2. Die Bürgerinnen und Bürger sind bestmöglich über den Verkehrsversuch zu informieren und an der Ausgestaltung zu beteiligen. Hierzu sind vor Beginn des Verkehrsversuchs Informationsflyer an alle Haushalte und Gewerbebetriebe im Versuchsbereich zu verteilen. Hierzu ist eine Informationsveranstaltung zum Start der „Phase 1“ mit den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Versuchsgebiet (Venloer Straße und Nebenstraßen) durchzuführen. Eine Beteiligung an der Veranstaltung soll sowohl in Präsenz als auch Online ermöglicht werden. Interessenvertretungen der Anwohnenden und Gewerbetreibenden sind gesondert anzuschreiben und um ihre Stellungnahmen zu bitten, hierzu zählen beispielsweise die Bürgerverein Ehrenfeld, die IG Ehrenfeld, die IHK Köln, die Handwerkskammer Köln, KölnBusiness, der Runde Tisch Radverkehr Ehrenfeld und das Seniorennetzwerk Ehrenfeld. Ein „Runder Tisch Venloer Straße“ ist zur begleitenden Bürgerbeteiligung während der Versuchsphase einzurichten. Hierbei bietet sich auch die Erprobung der aleatorischen Beteiligung nach dem Modell der vom Rat jüngst beschlossenen Bürger*innenräte an. Online Stellungnahmen sind ab Phase 1 kontinuierlich während des gesamten Versuchszeitraums über das städtische Beteiligungsportal „Meinung für Köln“ zu ermöglichen. 3. Die Umwandlung von PKW-Stellplätzen soll sich an den Bedarfen ausrichten Die bereits als verkehrsgefährdend eingestuften PKW-Stellplätze sind schnellstmöglich umzuwandeln. Sollten sich weitere Bedarfe bereits in der Ausgangsstufe ergeben, können weitere Stellplätze auch vor Start der Phase 1 umgewandelt werden. Die Anzahl der umzuwandelnden Parkplätze für andere Nutzungen ab Phase 1 soll sich an den Bedarfen ausrichten und kann stetig angepasst werden. Hieran ist der „Runde Tisches Venloer Straße“ zu beteiligen. Die Umnutzung von Stellplätzen für Fahrräder und Lastenfahrräder sowie für Gastronomieflächen soll insbesondere barrierefreien Gehwegen zu Gute kommen. Auch Warenauslagen vor Geschäften oder Werbeaufsteller sind kritisch unter die Lupe zu nehmen, wenn sie die Gehwegbreite einschränken. Die Umnutzung der Parkflächen, für nichtkommerzielle Nutzungen, sei es, dass sie zum Verweilen einladen, Raum für Aktivitäten oder kulturelle Nutzungen bieten, soll sich maßgeblich aus den kreativen Ideen der Bürgerschaft und der lokalen Initiativen ergeben. Dies schließt auch temporäre Nutzungen ein. Dazu muss ein möglichst unbürokratischer Spielraum zum Experimentieren mit diesen Flächen gewährleistet werden. Mit fortschreitender Reduzierung der Kurzzeitparkplätze muss die Erreichbarkeit von Einrichtungen des Gesundheitswesens für mobilitätseingeschränkte Menschen sichergestellt bleiben. Hier bedarf es ggf. zunächst einer Bedarfsanalyse, um eine passgenaue Lösung zu entwickeln. 4. Die Gestaltung der mischgenutzten Fahrbahn wird nach der Ausgangsstufe in der 1. Phase stetig verbessert. Gemeinsam mit dem „Runden Tisch Venloer Straße“ und idealerweise aus der allgemeinen Bürgerbeteiligung heraus, sollen Ideen für eine nachvollziehbare und optisch ansprechende Kennzeichnung der Fahrbahn entwickelt werden. Zusätzliche gesicherte fußläufige Querungsmöglichkeiten sind an den fünf Kreuzungspunkten der Venloer Straße einzurichten: Leostraße, Simrockstraße/Thebäerstraße, Körnerstraße/Geisselstraße, Philippstraße/Rothehausstraße, Hansemannstraße/Sömmeringstraße. 5. Vor Eintritt in die Phase 2 findet eine Evaluation der Phase 1 statt. Ziel der Evaluation ist es die anschließend vorgesehenen Maßnahmen zu präzisieren. Hierbei sind die Akteure*innen des Runden Tisches Venloer Straße zu beteiligen. Das Ergebnis ist der BV Ehrenfeld und den Fachausschüssen vorzulegen. Nach Evaluation der Phase 2 wird über die Umsetzung der Stufe 2: Einrichtung einer Einbahnstraße beraten. Begründung Die Akzeptanz der Veränderungen, die mit dem Versuch einhergehen, hängen wesentlich von einer umfassenden Beteiligung der Ehrenfelder Stadtgesellschaft ab. Der Erfolg wird maßgeblich davon bestimmt werden, dass neben Lobbygruppen möglichst Viele mitgenommen und aktiv in den Prozess eingebunden werden. Das bedingt auch, dass weder Politik noch Verwaltung mit einer abschließend vorgefassten Meinung in diesen Prozess gehen, sondern versuchen den Wandel bestmöglich begleiten und offen bleiben für Meinungen, Vorschläge und Ideen. Die Vorgaben aus der Politik, sofern erforderlich, sollen lediglich einen Rahmen abstecken, nicht aber das Ergebnis vorwegnehmen. Damit kommen wir dem Ziel, die Venloer Straße als der pulsierender Lebensader unseres Stadtbezirks als gemeinwohlorientierten öffentlichen Raum für alle gesellschaftlichen Gruppen attraktiv und nutzbar zu machen, einen großen Schritt näher. Die im Radverkehrskonzept Ehrenfeld dargestellten Maßnahmen zur Neuordnung des Straßenverkehrs auf der Venloer Straße, zielen auf mehr Sicherheit im Straßenverkehr, Reduzierung des Motorisierten Individualverkehrs und mehr Raum für Fußgänger*innen und Radfahrende sowie insgesamt mehr Aufenthaltsqualität für Alle zu erreichen. Ergänzend hat die BV Ehrenfeld am 23. November 2021 die Durchführung eines zielführenden Verkehrsversuches mit entsprechenden Maßnahmen beschlossen. Diese wurden von der Verwaltung am 20.Januar 2022 in Form eines Umsetzungsmodels in drei Phasen vorstellt. Der heutige Beschluss dient zur Präzisierung der lokalen Öffentlichkeitsbeteiligung und der bisherigen Beschlusslage. Mit freundlichen Grüßen gez. gez. Petra Bossinger Jürgen Brock-Mildenberger Fraktionsvorsitzende Bezirksvertreter
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungOrte (11)
- Venloer Straße 419
- Leostraße
- Simrockstraße
- Körnerstraße
- Philippstraße
- Hansemannstraße
- Rothehausstraße
- Sömmeringstraße
- Thebäerstraße
- Geisselstraße
- Straße 4
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0458/2022
- Typ
- Antrag nach § 3 BV4 (SPD)
- Datum
- 04.03.2022
- Erstellt
- 22.02.2022 08:53