A-H/0018/2019
Verunreinigung des öffentlichen Raums verringern durch verbesserte Müllentsorgung
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Antrag A-H-0018-2019
4899 Zeichen
A-H/0018/2019 BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN MAN“ A GAL MÜNSTER Bündnis 90 / Die Grünen / Antrag en ni x Fraktion in der BV Hiltrup Verunreinigung des öffentlichen Raums Windthorststr. 7 verringern durch verbesserte Müllentsorgung 48147 Münster Fon: 0251/89958 10 ratsfraktion@gruene-muenster.de www.gruene-muenster.de www.gruene-hiltrup.de 15.08.2019 Die BV möge beschließen: Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt, mehr Mülleimer im Stadtbezirk aufzustellen, um den immensen Eintrag von Müll in die Natur und das Stadtgebiet zu minimieren. Hierzu sollen insbesondere folgende Punkte geprüft werden: 1. Mehr Mülleimer im öffentlichen Bereich, aber auch auf Schulhöfen, Spielplätzen, Wäldern, Parkanlagen, am Kanal etc. aufzustellen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass gerade in hochfrequentierten Bereichen (Naherholungsgebiete, Bushaltestellen, Einkaufsstraßen, Waldgebiete, Parkanlagen, am Kanal oder Schulwege) in einem regelmäßigen Abstand ein Mülleimer steht. Dies gilt insbesondere auch für Gehwege, welche gerne von Hundebesitzer*innen benutzt werden, um zu vermeiden, dass Hundekotbeutel in der Natur entsorgt werden. 2. Zudem soll neben jeder Bank ein Mülleimer aufgestellt werden. Neu aufgestellte Bänke sind stets mit einem Mülleimer zu versehen. 3. Alle Mülleimer sind mit einem integrierten Aschenbecher auszustatten, um Entzündungen und Mülleimerbrände durch entsorgte Zigarettenstummel zu vermeiden. 4. Bei warmen Temperaturen oder an „Müllschwerpunkten“ müssen Mülleimer öfters geleert werden, sodass der gesammelte Müll aus dem Mülleimer nicht wieder herausfallen kann. 5. Zwei Mal pro Jahr eine öffentliche Müllsammelaktion durchzuführen, um einen Großteil des Mülls ehrenamtlich sammeln zu lassen. 6. Aufklärungskampagnen von der Kita bis zur Oberstufe an allen öffentlichen Schulen und Bildungseinrichtungen durchzuführen, um die junge Generation für das Problemfeld „Müll“ zu sensibilisieren. Seite 1 von 3 BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN RN EEE GAL MÜNSTER 7. Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren von (Mikro-)Plastik auf den Menschen und das Ökosystem und wie diese reduziert werden können (z. B. durch Hinweise/Tipps für den Alltag). 8. Öffentliche Einrichtungen sollen sich aktiv an der Mülltrennung beteiligen und diese auch unterstützen, indem sie ihren Müll trennen, damit dieser fachgerecht recycelt werden kann. Begründung: Seit einiger Zeit kommt es innerhalb des Stadtbildes zu einer zunehmenden Vermüllung. Dies wird nicht nur dann sichtbar, wenn einmal im Jahr die öffentlichkeitswirksame Veranstaltung „Münster räumt auf“ stattfindet, sondern auch, wenn man mit offenen Augen durch das Stadtgebiet läuft. Der allergrößte Teil des Mülls kann höchstwahrscheinlich als Verpackungsmüll (Trinkflaschen und -dosen, Bonbonpapier, Zigarettenschachtelpapier, Zigarettenstummel, Verpackungsmüll von gekauftem Spielzeug, Grillzubehör, etc.) klassifiziert werden, welcher in den nahegelegenen Märkten gekauft und anschließend in der Natur entsorgt wird. Wir Grüne halten diesen Zustand für unzumutbar. Nicht nur für die Menschen, sondern auch für die vielen Tiere, die zum Teil nicht zwischen Müll und natürlichen Nahrungsmitteln unterscheiden können. Studien haben in den letzten Monaten bewiesen, dass wir, aufgrund der hohen Einschleppungsraten von Müll in unsere Ökosysteme, Plastik in unsere Nahrungskette mittlerweile eintragen. So kamen Wissenschafler*innen der Universität Newcastle zu dem Ergebnis, dass ein durchschnittlicher Mensch pro Woche bis zu fünf Gramm Mikroplastik zu sich nimmt. Diese Menge sei vergleichbar mit dem Gewicht einer Kreditkarte. Da der Eintrag von Müll in unsere Ökosysteme auch lokal bekämpft werden muss, halten wir es für elementar wichtig, dass wir auch vor Ort Maßnahmen ergreifen. Der Eintrag von Verpackungsmüill etc. ist zu reduzieren, indem sowohl die Anzahl der Mülleimer erhöht, aber auch die Aufklärung der Bevölkerung verstärkt wird. Denn nur mithilfe von informierten Bürger*innen können wir dieses globale Problem auch vor Ort angehen. Im Bewusstsein, dass Müllvermeidung oberstes Gebot sein muss, ist in den letzten Jahren leider dennoch vermehrt festzustellen, dass insbesondere Verpackungsmüll zunehmend seinen Weg in die Natur findet. Die bisherige Strategie, an Nebenstraßen und in Grünflächen weitestgehend auf Mülleimer und Entsorgungsmöglichkeiten zu verzichten, hat leider nicht zum erhofften Effekt geführt, dass der in die Grünflächen eingebrachte Müll auch wieder mitgenommen und außerhalb entsorgt wird. Neben den Grundsätzen des „Nimm deinen Müll mit nach Hause“ und der Müllvermeidung ist es daher erforderlich, zusätzliche Mülleimer aufzustellen, damit der Müll anstelle des achtlosen Wegwerfens in der Natur immerhin vor Ort in Mülleimer entsorgt werden kann. Dies könnte die Akzeptanz ordnungsgemäßer Müllentsorgung erhöhen. gez. Carsten Peters Wilfried Stein Seite 2 von 3
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: entfällt
Zur SitzungOrte (1)
- Windthorststraße 7
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Details
- Aktenzeichen
- A-H/0018/2019
- Typ
- Antrag an die BV Hiltrup
- Datum
- 26.08.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37