1897/2017
Machbarkeitsstudie Tunnelleitzentrale
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Mitteilung Ausschuss
3637 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/69/692/0 09.08.2017 Vorlagen-Nummer 1897/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 05.09.2017 Finanzausschuss 25.09.2017 Machbarkeitsstudie Tunnelleitzentrale Am 06.05.2014 hat der Verkehrsausschuss die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur Standort- suche für eine Tunnelleitzentrale der Stadt Köln beschlossen (Vorlagen-Nr. 1332/2014). 2015/16 konnte nach Besetzung einer neu geschaffenen Stelle eine erste stadtinterne Ausarbeitung und Bewertung erfolgen sowie für Sonderfragestellungen ein Vergabeverfahren durchgeführt werden. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Leitstellenbetreibern auf Fachtagungen und bei bundesweiten Besuchen in vorhandenen Leitstellen hat darüber hinaus gezeigt, dass bei der Integration der Tunnel- leitzentrale in eine Verkehrsleitzentrale die Überwachung und Steuerung des städtischen Verkehrs- netzes bestmöglich gewährleistet werden kann. Vor dem Hintergrund der Zuordnung der Ämter für Straßen und Verkehrstechnik und für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau zum Dezernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur sowie den Erkennt- nissen der amtsinternen Untersuchungen wurde nunmehr die Möglichkeit, eine zukunftsorientierte Verkehrs- und Tunnelleitzentrale zu realisieren, neu bewertet. Besonders vorteilhaft wirkt sich aus, dass durch die zwingend erforderliche 24- stündige Besetzung der Tunnelleitzentrale auch auf außer- gewöhnliche Verkehrsereignisse außerhalb der heutigen Besetzungszeit der Verkehrsleitzentrale unmittelbar reagiert werden kann. Außerdem kann das verkehrsspezifische Fachwissen des heutigen Personals der Verkehrsleitzentrale im Tunnelstörfall sofort angewendet werden. Organisatorisch, wirtschaftlich und inhaltlich werden sich daher bedeutende Synergien ergeben, weshalb nunmehr auf eine externe Machbarkeitsstudie zur Standortfindung für eine Tunnelleitzentrale verzichtet werden kann und im nächsten Schritt ein Planungsbeschluss für eine städtische Verkehrs- und Tunnelleitzen- trale erfolgen soll. Ziel ist es, das städtische Verkehrsnetz – im Zusammenwirken mit den umliegenden Autobahnen und allen beteiligten Verkehrsträgern - auf Basis der aktuellen Verkehrslage optimal zu steuern. Aufgrund der Lage der Kölner Straßentunnel im städtischen Verkehrsnetz müssen zuständigkeitsübergreifende Steuerungsstrategien erarbeitet, abgestimmt, bewertet und umgesetzt werden. Neben Überlastungen, Baustellen und Störfällen, wird auch das Notfallmanagement bei der Strategieentwicklung berücksich- tigt. So müssen beispielsweise im Ereignisfall im Tunnel zur Aufrechterhaltung des Verkehrs auf den Ersatzstrecken für bestimmte Straßenabschnitte Sonderprogramme für Lichtzeichenanlagen geschal- tet werden können. Ein zeitgemäßes Managementsystem wird somit helfen, Staus zu reduzieren, Unfallzahlen zu verringern und gleichzeitig die Umweltbelastung durch Lärm und Abgase zu senken. Dabei sind wegen der erforderlichen steuernden Eingriffe in den fließenden Verkehr hoheitliche sowie haftungsrechtliche Fragen zu beachten. 2 Aus den angeführten Gründen ist es aus Sicht der Verwaltung erforderlich diese Aufgaben in einer städtischen Dienststelle anzusiedeln und zu bündeln. Hierfür ist das Amt für Verkehrsmanagement im Dezernat für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur vorgesehen, zu dessen Kernaufgaben die Entwick- lung und der Betrieb einer kombinierten Verkehrs- und Tunnelleitzentrale zählen sollen. Weitere Fra- gestellungen, insbesondere zur technischen Ausgestaltung, sollen im Zuge der vertiefenden Planun- gen geklärt werden. gez. Blome
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1897/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 09.08.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27