AN/0076/2018
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
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SPD Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat Fraktion Die Linke.Köln FDP Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe Bunt SPD Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat Fraktion Die Linke.Köln FDP Fraktion im Rat der Stadt Köln Ratsgruppe Bunt Frei Wähler Köln Ratsgruppe GUT An den Vorsitzenden des Ausschusses Umwelt und Grün Rafael Christof Struwe Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 17.01.2018 AN/0076/2018 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Umwelt und Grün 18.01.2018 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates hier TOP 2.3: Bienenfreundliches Köln Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender, wir bitten Sie, folgenden Änderungsantrag in die Tagesordnung der nächsten Ausschusssit- zung zu nehmen: Beschluss: 1. Angesichts des in Deutschland zu beobachtenden bedrohlichen Insektensterbens und allgemein schwieriger gewordenen Möglichkeiten für das Überleben von Insekten, rich- ten die zuständigen Ämter der Stadt Köln ihre Handlungsweisen auch an dem Ziel besserer Bedingungen für Insekten aus. 2. Auf geeigneten städtischen Flächen werden sogenannte „Insektennisthilfen“ aufge- stellt. Die Verwaltung schlägt entsprechende Flächen vor. Prioritär sollen Schulen und KiTas wie auch Bürgerhäuser solche Insektennisthilfen angeboten werden, auch um die Bedeutung von Insekten bereits im Kinder- und Jugendalter sichtbar zu machen. Wenn möglich sollen Insektenhotels in Zusammenarbeit von Berufskollegs und Schulen selber gebaut werden. Die Verwaltung nimmt hierzu Kontakt auf. - 2 - Hierbei sollen möglichst vorhandene abgelagerte Holzbestände/-stücke genutzt werden, die durch das Bohren von mehreren, unterschiedlich großen Löchern das Nisten von Insekten ermöglichen. 3. Um Insekten genügend Nahrung zu bieten, überprüft die Verwaltung ihre Bepflan- zung, auf Kita- und Schulgeländen und Grünflächen (z. B. insektenfreundliche Stauden) ebenso wie ihr Scherrasen- und Wiesenmanagement. Beim Einkauf von Saatgut, Zier- und Gehölzpflanzen etc. wird verstärkt auf Insektenfreundlichkeit geachtet. Die Verwaltung wird beauftragt weitere sog. Blühstreifen auf städtischen Flächen zu initiie- ren. 4. Bei den anstehenden Neu- und Umbauten von Schulen und sonstigen städtischen Gebäuden sind ökologische Aspekte direkt zu berücksichtigt. Das Belassen eines größeren, unversiegelten Geländes zur Anlage eines Schulgartens, sowie die Grüngestaltung mit hei- mischen Arten sind hier grundsätzlich zu setzen. 5. Die Verwaltung berichtet innerhalb eines Jahres den Ratsgremien über die entspre- chend der genannten Zielrichtung eingeleiteten Maßnahmen und ihre Umsetzung sowie über eine weitere Strategie der Öffentlichkeitsarbeit Begründung: Seit einiger Zeit muss man in Deutschland ein bedrohliches Insektensterben beobachten. Die Fluginsekten sind in Nordrhein-Westfalen um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Mit der europaweiten beobachteten Abnahme der Insektenzahlen geht eine Verminderung von Öko- systemleistung einher. So ist u.a. die natürliche Bestäubung von Pflanzen und damit auch unsere Nahrungsgrundlage bedroht. Aber auch auf Vögel hat die Insektenabnahme eine Bedeutung, da auch sie eine ihrer Nahrungsquellen verlieren. Eine Gegenstrategie hierzu ist die, vom Ausschuss Umwelt u. Grün beschlossene, Erweite- rung der Naturwaldbereiche in Köln. Hier wird der für Insekten wichtige Totholzanteil zuneh- men. Die Kommune trägt eine wichtige Verantwortung in ihrer Art der Bepflanzung, des Grünflä- chenmanagement und der Bereitstellung von Nisthilfen. Köln ist Mitglied im Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." Unter dem Motto „Pflanzt Futter für Wildbienen“ hat das Kölner Umwelt- und Verbraucheramt 2017 einen vielbeachtete Kampagne für die Wildbienen gestartet., diese soll weiter unter- stützt und gefördert werden. Durch die Installierung von Nisthilfen in Schulen und KiTas soll die Chance ermöglicht wer- den, das Thema und die Bedeutung von Insekten auch pädagogisch in Erziehung und Bil- dung einzubeziehen. Insektenstiche sind bei Wildbienen und anderen solitären Hautflüglern ebenfalls kein Thema. Solitäre Hautflügler sind friedlich und stechen nur zur ultimativen Selbstverteidigung, d.h. wenn man sie quetscht, in die geschlossene Hand nimmt oder an Beinen oder Flügel festhält. Sonst kann man jedwede Aktion in der Nähe betreiben - oder in aller Ruhe die Tiere aus nächster Nähe beobachten – ohne gestochen zu werden. Insekten- hotels brauchen keine Betreuung. Nisthilfen können an einer trockenen, besonnten Häuser- wand aufgehangen oder auf dem Gelände von Schulen und Kindergärten aufgestellt werden. Sie benötigen über viele Jahre keine Wartung. Die Stadt Köln hat auf ihrer empfehlenswerten Internetseite viele Anregungen für die Bevöl- kerung: http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt- tiere/umweltbildung/wildbienenschutz-aktiv-ganz-koeln-macht-mit Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD- Fraktionsgeschäftsführerin gez. Niklas Kienitz CDU- Fraktionsgeschäftsführer gez. Jörg Frank GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer - 3 - gez. Michael Weisenstein Linke - Fraktionsgeschäftsführer gez. Ulrich Breite FDP- Fraktionsgeschäftsführer gez. Thomas Hegenbarth Ratsgruppe Bunt gez. Walter Wortmann Freie Wähler Köln gez. Thor Zimmermann Ratsgruppe GUT
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0076/2018
- Typ
- Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
- Datum
- 17.01.2018
- Erstellt
- 16.01.2018 16:12