V/0651/2017
Handlungsempfehlungen der Kommunalen Gesundheitskonferenz zum Thema Männergesundheit
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Berichtsvorlage
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V/0651/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten Betrifft Handlungsempfehlungen der Kommunalen Gesundheitskonferenz zum Thema Männergesundheit Beratungsfolge 06.09.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 07.09.2017 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Bericht 13.09.2017 Ausschuss für Gleichstellung Bericht Bericht: Gemäß § 24 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGDG) hat der Rat die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) einberufen. Diese wirkt an der Gesundheitsberichter- stattung mit. Der Gesundheitsbericht wird mit den Empfehlungen und Stellungnahmen der KGK dem Rat zugeleitet (§ 24 Abs. 3 ÖGDG). Mit der Vorlage V/0078/2015 wurde dem ASSGVAf am 30.09.2015 der Männergesundheitsbe- richt vorgelegt. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass eine Projektgruppe Handlungsempfehlun- gen zu dem Thema erarbeiten wird. Diese sind nun in der KGK vorgestellt worden. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Datenlage zur Männergesundheit identifizierte die Pro- jektgruppe einen Handlungsbedarf auch auf kommunaler Ebene. Sie geht dabei davon aus, dass die Ansprache der „Zielgruppe Mann“ besser gelingt, wenn das Thema „Gesundheit“ zu- künftig nicht primär defizitorientiert, sondern auch über den Ansatz des „Wohlbefindens“ erfolgt (Gesundheitsdefinition der Weltgesundheitsdefinition (WHO) ). Diesen Überlegungen folgend beschloss die KGK der Stadt Münster am 28.06.17 einstimmig: 1) Das Themenfeld „Mann und Gesundheit“ bzw. „Mann und Wohlbefinden“ soll in Münster auch in Zukunft vertreten sein. Die KGK begrüßt es, dass sich das MännerNetzwerk Münster verpflichtet, das Thema Männergesundheit in Münster künftig zu vertreten. Die Mitglieder der KGK verpflichten sich, das MännerNetzwerk bei dieser Aufgabe zu unter- stützen. Vorlagen-Nr.: V/0651/2017 Auskunft erteilt: Herr Dr. Iseke Ruf: 492-5417 E-Mail: Iseke@stadt-muenster.de Datum: 18.08.2017 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0651/2017 2) Um eine Erhöhung der Aufmerksamkeit für das Thema Männergesundheit in Münster erreichen zu können, soll zukünftig der Monat November in besonderer Weise für Aktio- nen, Maßnahmen, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit etc. zu dem Thema genutzt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Akteuren der KGK und Initiativen aus der Bür- gerschaft wie z. B. „Münster’s finest“ sind dabei möglich und durchaus erwünscht. Weitere Informationen zu den Hintergründen finden Sie in der Anlage. In Vertretung gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Handlungsempfehlungen Männergesundheit
0651-Anlage_HE_maennergesundheit-2017
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Männergesundheit Handlungsempfehlungen der kommunalen Gesundheitskonferenz Münster 28.06.2017 Anlage zur Berichtsvorschlage V/0651/2017 2 Mitglieder der Projektgruppe (alphabetisch) Name Institution Berghaus-Micke, Andrea Ev. Familienbildungsstätte Fabi Münster Bothe, Christiane Förderverein des Prostata-Zentrums am UKM e. V. Brackmann, Jürgen Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Grönefeld, Claudia FDP Iseke, Dr. Axel Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten Kornblum, Tim SPD Meurer, Andrea BUG, Bildung und Gesundheit Moorkamp, Andreas Sprecher Männernetzwerk Münster Caritasverband für die Stadt Münster Pawelzik, Karl-He inz bis Februar 2017 Verein Oldtimerfreunde Münster & Münsterland V ölker, Prof. Klaus Stadtsportbund Welp, Claudia Frauenbüro Stadt Münster Koordination und Redaktion Name Institution Dr. Axel Iseke Brigitte Kempe Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz 48127 Münster Tel. 02 51/4 92-53 06 E-Mail: gesundheitskonferenz@stadt-muenster.de 3 Einleitung Handlungsauftrag für die Projektgruppe Münster ist 2009 der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beigetreten. Seither wurden vom Rat der Stadt zwei Aktionspläne zu dieser Thematik verabschiedet. Bereits im ersten Aktionsplan wurde das Thema „Männergesundheit“ als Handlungsfeld benannt. Als erste Maßnahme wurde durch das Amt für Gesundheit, Veterinär- und Lebensmittelangelegenheiten der Bericht „Männergesundheit in Münster 2015“ erstellt. Die kommunale Gesundheitskonferenz hat in ihrer Sitzung 2015 beschlossen, durch eine Projektgruppe Handlungsempfehlungen zum Thema Männergesundheit in Münster zu entwickeln. Einleitung Im Dezember 2014 legte das Robert-Koch-Institut des Bundes einen umfassenden Bericht zur Männergesundheit in Deutschland vor. Der Münsteraner Bericht zur Männergesundheit bezieht sich auf diesen Bericht und spezifiziert diese Daten soweit möglich auf die Situation in Münster. Des Weiteren gibt der Münsteraner Bericht einen Überblick über Ansätze der Gesundheitsförderung im Allgemeinen und für Männer im Speziellen. Dabei deuten die bekannten Daten darauf hin, dass die bundesweiten Erkenntnisse über die Männer- gesundheit auch für Münster gelten. Die allgemeine Datenlage belegt, dass Gesundheitsrisiken und -chancen zwischen Männern und Frauen zu Ungunsten des Mannes ungleich verteilt sind. Als deutlichster Indikator dient dabei der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern. Der RKI-Bericht fasst mit Kenntnisstand 2014 zusammen, dass sich von den rund sechs Jahren, die Männer kürzer leben als Frauen, lediglich eines auf biologische Faktoren zurückführen lässt. Kurz gesagt bedeutet das, wenn Männer den gleichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt wären und sich genauso um ihre Gesunderhaltung kümmern würden wie Frauen, würden sie ohne alle weiteren Maßnahmen schon heute rund fünf Jahre länger leben. Nicht verwunderlich ist, dass sich Männer und Frauen bezüglich ihrer Krankheitsdiagnosen und auch Todesursachen unterscheiden. Das liegt u. a. daran, dass sich viele häufige Diagnosen und Todesursachen auf die geschlechtsspezifischen Organe beziehen. Aufmerken lassen muss aber die Tatsache, dass sich Unterschiede in gemessenen Krankheitshäufigkeiten offenbar auch auf eine andere Krankheitswahrnehmung von Männern und Frauen zurückführen lassen. Auch äußern Männer und Frauen bei gleichen Krankheiten oft verschiedene Symptome, was zu einem Unterschied bei der Diagnosefindung führen kann. Besonders betrifft dies psychische Erkrankungen: Obwohl von einer annähernden Gleichverteilung der Krankheitslast zwischen Männern und Frauen auszugehen ist, ordnen Ärzte diese Beschwerden bei Männern häufiger körperlichen Erkrankungen zu, als dies bei Frauen der Fall ist. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass psychische Krankheiten erkannt und behandelt werden, bei Männern deutlich geringer als bei Frauen. Schnell gelten Männer als „Gesundheitsmuffel“, die sich nicht um Vorsorge kümmern oder erst durch ihre Partnerin in die Arztpraxis geschickt werden. Betrachtet man allerdings diese Daten absolut, so wird deutlich, dass in Punkto gesunde Lebensweise, Krankheitsfrüherkennung und dem Befolgen ärztlicher Ratschläge auch bei Frauen noch deutlich „Luft nach oben“ ist. Solche Erkenntnisse helfen daher für eine Begründung der Unterschiede nur begrenzt weiter und bieten kaum eine valide Grundlage für geschlechts- selektive Gegenmaßnahmen. Diskussion in der Projektgruppe Die Projektgruppe stellt fest, dass nicht davon auszugehen ist, dass es in Münster ein wesentliches Defizit beim versorgenden Gesundheitswesen in Bezug auf die 4 Männergesundheit gibt. Es sind daher andere Gründe für die Differenzen bei Gesundheit zwischen Mann und Frau anzunehmen. Die Projektgruppe hat sich auf die These verständigt, dass es nicht „den Mann“ gibt, der ungesünder und kürzer lebt als „die Frau“. Ein kommunaler Ansatz der Gesundheits- förderung, der sich an „den Mann“ richtet oder einen Fokus auf „die männertypische Krankheit“ legt, wurde daher als Ansatz für eine Zielformulierung rasch verworfen. Vielmehr wurde diskutiert, dass jeder Mensch (Mann und Frau) unter anderem dann seine Gesundheit im Fokus hat, wenn er Verantwortung auch für andere empfindet (Männer in Partnerschaften, junge Väter). Als relevanter Unterschied zwischen Männern und Frauen wurde herausgestellt, dass Männer gewohnt sind, eher ihre Stärken herauszustellen als ihre Schwächen. Während Gespräche, auch über Gesundheitsthemen, zwischen Frauen ‚normal‘ sind, sind vergleichbare Kontakte zwischen Männern eher selten. Auch wurde diskutiert, dass der zentrale Begriff der Gesundheitsdefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das „Wohlbefinden“ (körperlich, geistig, sozial) ist. Auf dieser Grundlage hat die Projekt- gruppe die These aufgestellt, dass Gesundheitsansätze, die das Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellen, Männer (und Frauen) eher ansprechen als Ansätze, die „lediglich“ die Vermeidung bestimmter (späterer) Erkrankungen im Fokus haben. Diskussion mit Gastvorträgen Für die weitere Vertiefung der Diskussion wurden zu drei Terminen Gastreferenten eingeladen: Zum Thema „Männerarbeit, Vernetzung, Lobbyarbeit für Männer“ Herr Andreas Moorkamp, vom MännerNetzwerk Münster Zum Thema „Männergesundheit als Marke oder Kampagne in Münster“ Herr Diplomdesigner Plattner-Wodarczak, Lehrbeauftragter am Fachbereich Design der FH Münster Zum Thema „Männergesundheit von Männern für Männer“ Herr Tim Eberhard und Herr Erol Taskoparan vom Team „Münster’s finest“, der Münsteraner Aktivengruppe der weltweit aktiven „Movember Foundation“ MännerNetzwerk Das MännerNetzwerk (www.maennernetzwerk-muenster.de ) wurde mit Unterstützung des Frauenbüros der Stadt Münster in Folge des lokalen Münsteraner Beitritts zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Münster gegründet. Es versteht sich als Forum für Institutionen, die sich mit ihren Angeboten (auch) an die besonderen Belange von Männern richten. Mitglieder sind u. a. verschiedene Beratungsstellen kirchlicher und freier Träger, eine Männer-Selbsthilfegruppe, das Gesundheitsamt (Herr Dr. Iseke) und das Frauenbüro (Frau Welp). Damit vertritt das Männernetzwerk Themen des Mannes in seinen verschiedenen Lebens- bezügen. Schwerpunkte der Netzwerkarbeit sind der regelmäßige Gedankenaustausch, die Durchführung von Veranstaltungen zum Thema sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Das MännerNetzwerk versteht sich als Lobby für den Mann in Münster und verfolgt gemein- sam mit dem städtischen Frauenbüro die Ziele der Europäischen Charta für Gleichstellung. Auf Antrag des MännerNetzwerkes unterstützt seit 2016 der Rat der Stadt Münster die Arbeit von Männerorganisationen, -projekten und -initiativen durch Haushaltsmittel in Höhe von 4.000 Euro jährlich. Die Antragsgewährung erfolgt über das Frauenbüro, bei höheren Summen über den Ausschuss für Gleichstellung. Wesentliche Ergebnisse der Diskussion der Projektgruppe mit dem MännerNetzwerk waren: Erwachsenenbildung mit Männern gestaltet sich offensichtlich anders als die mit Frauen. Aber auch in der Männerarbeit gibt es nicht „den einen Typ von Mann“. Auch in der päda- gogischen Männerarbeit geht es darum, den Mann über seine Stärken und Wünsche anzusprechen und nicht über seine Defizite. Über diesen positiven Ansatz erreicht man 5 Männer, die sich wegen empfundener Defizite im persönlichen Wohlbefinden in Beratung begeben. Es wurde deutlich, dass zwischen der pädagogischen Männerarbeit und der vorsorgenden Männergesundheit vergleichbare Zugangsprobleme, aber auch ähnliche Themen bestehen. Insofern wurde in der Diskussion mit dem MännerNetzwerk sehr schnell deutlich, dass Männergesundheit nicht als ein isoliertes Thema im Gesundheitswesen verstanden werden sollte, sondern als ein zentrales Thema in der allgemeinen Männerarbeit. Es wurde erkannt, dass bei einer optimalen Zusammenarbeit zwischen pädagogischer und gesundheitsfördernder Männerarbeit deutliche Synergismen zu erzielen sein sollten. „Marke“ Männergesundheit als Kampagnendesign Im Weiteren wurden in der Projektgruppe Überlegungen angestellt, das Thema „Männergesundheit“ in Münster über ein spezielles Label, Logo und/oder durch Kampagnen zu verstetigen. Zum Zweck, sich über ein professionelles Kampagnendesign beraten zu lassen, wurde als Experte der Diplomdesigner Herr Plattner-Wodarczak eingeladen. In einem engagierten Fachvortrag wurde deutlich, welche umfassenden Dimensionen eine „Markenentwicklung“ zum Thema Männergesundheit in Münster bedeuten würde. In der nachfolgenden Diskussion bestand schließlich Konsens, dass die dafür erforderlichen Vorarbeiten, Planungen und Umsetzungsmaßnahmen im selbst gesteckten zeitlichen Rahmen durch die Projektgruppe nicht zu leisten sein würden. Dieser Ansatz wurde somit verworfen. Movember-Fundation, Münster’s finest Stattdessen wurde die Projektgruppe fast zeitgleich auf die Aktivitäten des Münsteraner Teams „Münster’s finest“ https://de.movember.com/team/2234360 aufmerksam, das sich sehr intensiv, innovativ und erfolgreich in der „Movember-Foundation“ https://de.movember.com/ engagiert. Bei der Movember-Foundation handelt es sich um ein seit ca. 15 Jahren weltweit aktives soziales Netzwerk, das sich der Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Verbesserung der Männergesundheit verpflichtet hat. Über ein letztendlich sehr einfaches Konzept werden Ansätze von „Spaß, Sport, Lebensfreude und Wohlbefinden“ mit den Themen Gesundheitsvorsorge (z. B. Hoden- und Prostatakrebs) und Wahrnehmung von eigener (auch psychischer) Gesundheit bei Männern in Verbindung gebracht. Die einzelnen Aktionen haben trotz des weltweiten Netzwerks einen örtlichen Bezug und können von Einzelpersonen, aber auch – wie in Münster – von Teams organisiert werden: „Movember-Aktive“ unternehmen jährlich im November bunte, lebensfrohe oder sportliche Aktionen und Aktivitäten, die das Einwerben von Geld- und Sachspenden zur Förderung von Aktivitäten und Forschung zur Verbesserung der Männergesundheit sowie eine allgemeine Aufmerksamkeitssteigerung für das Thema zum Ziel haben. Zeichen der Aktiven im Movember ist das Wachsenlassen eines prächtigen Schnurrbartes (engl. Moustache, daher Movember) im Monat November. Diese sogenannten Mo-brothers präsentieren sich mit diesem wachsenden Schnurrbart öffentlichkeitswirksam auf verschiedenen Ebenen und werben darüber die Spenden ein. Das Team von „Münster’s finest“ zählt dabei, bezogen auf das Spendenaufkommen, seit Jahren zu den deutschlandweit erfolgreichsten Teams. Die Movember-Spenden werden zentral gesammelt und verwaltet und fließen dann gezielt Institutionen, Aktivitäten und Forschungsinstitutionen zu, die sich der Männergesundheit verpflichtet haben. So werden in Deutschland u. a. universitäre Forschungsvorhaben zu Prostataerkrankungen unterstützt, an denen auch das Münsteraner Prostatazentrum am UKM beteiligt ist. In der Diskussion mit den Vertretern von „Münster’s finest“ wurde sehr rasch deutlich, dass es sich bei der Movember-Bewegung in Münster um ein ideales Format für die verbesserte Aufmerksamkeit für das Thema Männergesundheit handelt. Mit dem Monat November ist damit ein idealer Zeitraum gesetzt, in dem bereits jetzt eine Aufmerksamkeit für das Thema Männergesundheit besteht. Es ist daher naheliegend, dass auch andere Aktivitäten zum Thema „Mann und Gesundheit“ oder „Mann und Wohlbefinden“ in diesem Monat zu einer 6 gegenseitigen Aufmerksamkeitssteigerung führen dürften. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Institutionen, Vereine usw., aber auch Einzelpersonen, die sich dem Thema Männer- gesundheit verpflichtet fühlen, unmittelbar die Aktionen von Münster’s finest unterstützen können. Damit sind dann auch Beiträge zur Männergesundheit möglich, ohne eigene Kam- pagnen oder Aktionen durchführen zu müssen. Letztendlich könnten sich auf diese Weise ein bürgerschaftliches Engagement sowie institutionelle Aktivitäten zum Thema Männergesundheit bestmöglich unterstützen. Zielformulierungen zum Thema Männergesundheit Die Mitglieder der Projektgruppe Männergesundheit stimmen darin überein, dass die Ver- besserung der Männergesundheit ein wichtiges Gesundheitsziel darstellt. Zum Einen ist offensichtlich, dass das Problem der gesundheitlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen kein primäres Problem der gesundheitlichen Versorgungslandschaft darstellt. Vielmehr dürfte eine Rolle spielen, eine bessere Wahrnehmung des Mannes für sein Wohlbefinden insgesamt und damit auch für seine Gesundheit zu erzielen. Zum Zweiten wird die Chance gesehen, dass eine zielgenauere und gebündelte Ansprache des Mannes durch Anbieter und Angebote von Gesundheit und Wohlbefinden für Männer zu einer Verbesserung der Männergesundheit führen. Die Projektgruppe formuliert daher zwei Ziele, die dazu beitragen sollen, die Männergesundheit in Münster zu verbessern: 1) Männer wissen, dass sie selber etwas für ihr Wohlbefinden und speziell ihre Gesundheit tun können, und sie wissen auch, was sie tun können. 2) „Anbieter“ von Aktionen, Maßnahmen und Angeboten zu den Themen „Mann und Gesundheit“ sowie „Mann und Wohlbefinden“ wissen, wie sie Männer ansprechen können und wie sie Synergien zwischen Angeboten verschiedener Akteure erzielen können. Handlungsempfehlungen Vor dem Hintergrund der allgemeinen Datenlage zur Männergesundheit und des offensichtlichen Handlungsbedarfs auch auf kommunaler Ebene sowie auf der Basis der von der Projektgruppe Männergesundheit entwickelten Ziele beschließt die kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) der Stadt Münster 1) Das Themenfeld „Mann und Gesundheit“ bzw. „Mann und Wohlbefinden“ soll in Münster auch in Zukunft vertreten sein. Die KGK begrüßt es, dass sich das MännerNetzwerk Münster verpflichtet, das Thema Männergesundheit in Münster künftig zu vertreten. Die Mitglieder der KGK verpflichten sich, das MännerNetzwerk bei dieser Aufgabe zu unterstützen. 2) Um eine Erhöhung der Aufmerksamkeit für das Thema Männergesundheit in Münster erreichen zu können, soll zukünftig der Monat November in besonderer Weise für Aktionen, Maßnahmen, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit etc. zu dem Thema genutzt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Akteuren der KGK und Initiativen aus der Bürgerschaft wie z. B. „Münster’s finest“ sind dabei möglich und durchaus erwünscht.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0651/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 01.08.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37