AN/1354/2024
ÄA zu Top 10.20 (2688/2024) Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz, Erweiterung der Verpflichtungs- und Kreditermächtigungen
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SPD Änderungsantrag nach § 13
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Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 01.10.224 AN/1354/2024 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 01.10.2024 ÄA zu Top 10.20 (2688/2024) Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz, Erweiterung der Verpflichtungs- und Kreditermächtigungen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zu Top 10.20 (2688/2024) auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung am 01.10.2024 zu setzen: Beschluss: Ruhendstellung der Sanierung am Offenbachplatz, Aussetzung der Verpflichtungs- und Kreditermächtigungen und Entwicklung einer Exit-Strategie 1. Der Rat beschließt, dass die Bühnen zur Fortführung des Bauvorhabens „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ keine weiteren Verpflichtungen eingehen dürfen. Das bisher genehmigte Budget von 709,4 Mio. € darf nicht weiter überschritten wer- den. Dazu wird die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz mit sofortiger Wirkung gestoppt und die Baustelle vorläufig ruhend gestellt, bis eine tragfähige Exit-Strategie zur Vermeidung weiterer Verluste entwickelt wurde. Punkt 2. und Punkt 3. der Beschlussvorlage werden ersetzt durch: 2. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung, ein Expertengremium einzurichten, das eine Exit-Strategie für das Projekt „Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz“ ent- wickelt. Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen und zu erarbeiten: Rechtliche und finanzielle Konsequenzen des Projektabbruchs - 2 - Eine umfassende Analyse aller bestehenden Verträge und Verpflichtungen im Zu- sammenhang mit der Opernsanierung, um die rechtlichen Optionen für einen vor- zeitigen Projektabbruch zu prüfen. Bewertung der finanziellen Konsequenzen, einschließlich möglicher Schadenser- satzforderungen gegenüber beteiligter Vertragspartner sowie mögliche Rückforde- rungen bereits erhaltener Fördermittel. Alternativen zur weiteren Nutzung des Gebäudekomplexes bei Abbruch der Sanierung Untersuchung von Optionen für eine alternative Nutzung des Gebäudeensembles, wie z.B. Umbau, Teilnutzung oder Umnutzung für kulturelle und/oder kommerzielle Zwecke. Evaluierung des Interesses potenzieller Investoren an alternativen Nutzungsmodel- len, um deren wirtschaftliche Auswirkungen zu prüfen. Entwicklung alternativer Szenarien, z.B. Verpachtung (Erbpacht) des Grundstücks in- klusive der Bestandsbauten Bewertung der Option, das Grundstück und die Bestandsbauten in Erbpacht zu vergeben, um eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Auswirkungen auf das Kultur- und Veranstaltungsprogramm der Bühnen der Stadt Köln bzw. hinsichtlich der Weiternutzung der Interimsspielstätten Untersuchung der Auswirkungen eines Projektabbruchs auf die Nutzung der Inte- rimsspielstätten, insbesondere hinsichtlich der notwendigen Gebäudeertüchtigung bzw. -ausstattung sowie der geplanten Nachnutzungsstrategien. Entwicklung alternativer kultureller Angebote und Veranstaltungsformate, um den etwaigen Verlust Offenbachplatzes als Spielstätte zu kompensieren. Dabei sollen auch Kooperationen mit anderen Kultureinrichtungen und Förderern einbezogen werden. 3. Nach Abschluss der Untersuchungen zu Beschlusspunkt 2) wird dem Rat der Stadt Köln eine neue Beschlussvorlage mit drei Zukunftsszenarien und einem belastbaren Kosten- und Zeitplan vorgelegt. Begründung: Es liegt in der Verantwortung der politischen Entscheidungsträger, die Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten und die finanziellen Mittel in zukunftsorientierte Projekte zu lenken, die der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern langfristig nutzen. Eine Entscheidung für oder gegen die Fortführung der Sanierung muss auf der Grundlage einer umfassenden, transparenten und faktenbasierten Analyse getroffen werden, die im Rahmen dieser Exit-Strategie erarbeitet wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Stadt Köln nicht weiter in ein finanzielles Abenteuer ohne Ende stürzt. - 3 - Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1354/2024
- Typ
- SPD Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 01.10.2024
- Erstellt
- 01.10.2024 10:23