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1241/2026

Beantwortung einer mündlichen Anfrage von RM von Bülow, Fraktion Bündnis90/Grüne aus der Sitzung des Ausschus für Kunst und Kultur vom 12.3.2026 zur Studie „Queer durch NRW – Lebenslage und Erfahrungen von LSBTIQ+"

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 29.04.2026

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Nächste Beratung: Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik, Sitzung am 28.05.2026, TOP 9.5

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

5795 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII/1 
 
Vorlagen-Nummer 29.04.2026 
 1241/2026 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 07.05.2026 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von RM von Bülow, Fraktion Bündnis90/Grüne 
aus der Sitzung des Ausschus für Kunst und Kultur vom 12.3.2026 zur Studie „Queer 
durch NRW – Lebenslage und Erfahrungen von LGBTIQ+" 
 
Frau von Bülow stellte zur Vorlage „Sonderauswertung der Studie zu Lebenslagen und Erfah-
rungen von LSBTIQ* „Queer durch NRW“ für Köln folgende Frage: 
 
Welche Schlüsse zieht das Dezernat aus diesem Bericht? Gibt es Auswirkungen? Gibt es 
Konsequenzen? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Die Studie „Queer durch NRW – Lebenslage und Erfahrungen von LGBTIQ+“ liefert erstmals 
eine sehr breite, empirische Grundlage zu Diskriminierung, Sicherheit, Teilhabe und Lebens-
qualität querer Menschen – auch mit Sonderauswertung für Köln. 
 
Auch wenn konkrete Maßnahmen immer politisch ausgehandelt werden, lassen sich aus den 
Ergebnissen ziemlich klare mögliche Konsequenzen für die Kulturszene in der Stadt Köln ab-
leiten. 
 
1.) Stärkere kulturpolitische Förderung von LGBTIQ+ Strukturen. 
Die Studie zeigt, dass Diskriminierung weiterhin sehr verbreitet ist und viele Betroffene Unter-
stützung und Empowerment-Angebote brauchen. 
Konsequenz für Köln: 
• Ausbau und langfristige Förderung von queeren Kulturzentren, Festivals und Projekt-
vorräumen. 
• Communityangebote, wie zum Beispiel Jugend-, Beratungs- oder Sportprojekte. 
• Stärkere institutionelle Förderung, statt nur projektbezogene Mittel. 
• Die Kulturpolitik wird damit gleichzeitig Sozial- und Gleichstellungspolitik. 
 
 
2.) Diversität- und Antidiskriminierungsstrategien im Kulturbetrieb. 
Viele Fachkräfte sehen laut Studien selbst in einen großen Einrichtungen Fortbildungsbedarf 
zu queeren Themen. 
 
Konsequenz für Köln: 
• Verpflichtende Diversity- und Antidiskriminierungskonzepte für Städtische Bühnen, Mu-
seen, Bibliotheken. 
• Geförderte Einrichtungen für queere Personen. 
• Schulungen für das Personal, zum Beispiel im Umgang mit Trans- oder nicht binären

2 
 
Person. 
Die Kulturverwaltung muss stärker als Steuerungsinstanz für Diskriminierungssensibilität in 
der Praxis auftreten. 
 
3.) Programmatische Öffnung der Kulturangebote. 
Die Studie zeigt gleichzeitig die hohe Bedeutung von Kultur, Freizeit und Ehrenamt für die 
LGBTIQ+ Lebensqualität, aber auch Unsicherheitsgefühle im öffentlichen Raum. Als Konse-
quenz daraus:  
• Mehr Sichtbarkeit queerer Themen in allen kulturellen Bereichen. 
• Gezielte Programme für marginalisierte Gruppen, wie etwa Migranten oder Senior*in-
nen, 
und so sichere kulturelle Räume schaffen 
 
4.) Öffentlicher Raum und „Safe Spaces“ in der Kultur. 
Viele LGBTIQ+ Personen meiden Orte, an denen sie sich unsicher fühlen. Dies betrifft auch 
kulturelle Räume. 
Als Konsequenz: 
• Kultur als Safe Spaces gestalten zum Beispiel durch Schutzkonzepte gegen Queer-
feindlichkeit. 
• Förderung von niedrigschwelligen und sicheren Treffpunkten. 
 
 
5.) Datenbasierte Kulturplanung 
Die Studie liefert erstmals differenzierte Daten, zum Beispiel zu Diskriminierung, Migration und 
Alter. 
Als Konsequenz daraus kann die Kulturverwaltung Förderentscheidungen stärker datenbasiert 
treffen, so gezielt unterversorgte Gruppen identifizieren und spezielle Programme für Teilbe-
reiche der LGBTIQ+ community anbieten. 
 
 
6.) Verzahnung von Kultur. 
Die Studie zeigt, dass Probleme intersektional sind (zum Beispiel Migration oder Gesundheit). 
Als Konsequenz bedarf es einer engeren Zusammenarbeit mit Sozial- und Jugendhilfeämtern, 
den Bildungsbereich und der Integrationspolitik, so dass die Kultur Teil einer gesamtstädti-
schen Queerstrategie wird. 
 
7.) Image und Standort Politik für Köln. 
Köln gilt traditionell als Queer Hochburg – Studien zeigen, dass das auch ein Standortfaktor 
ist. Als Konsequenz für die Kulturpolitik bedeutet dies, dass man gezielt Queer Festivals, 
Pride Events und internationale Vernetzung stärken sollte, um die Stadt Köln als offene Kultur-
stadt zu profilieren. 
 
Fazit für die Kulturverwaltung: vor allem ein Paradigmenwechsel. 
Weg von einer punktuellen Förderung. 
Hin zu einer strukturellen, strategischen queeren Inklusionspolitik im Kulturbereich. 
 
Konkret 
• Mehr Geld und langfristige Förderung. 
• Verbindliche Diversity Standards. 
• Stärkere Sichtbarkeit in der Kultur. 
• Kultur als sicherer Raum 
 
 
Der Vollständigkeit halber erfolgt der Verweis auf die Beantwortung einer mündlichen Anfrage 
von Maria Helmis-Arend (SPD) aus der Sitzung des Ausschusses für Kunst und Kultur vom 
29.01.2026, Vorlagennummer 0652/2026. 
 
„Auch in den vom Kulturamt geförderten Institutionen und Projekten spielt die Stärkung quee-
rer Sichtbarkeit, Gleichstellung und kultureller Teilhabe eine zunehmend wichtige Rolle. Insbe-
sondere in der Freien Szene werden regelmäßig Aufführungen, Ausstellungen, Lesungen und

3 
 
weitere Formate realisiert, die queere Themen explizit aufgreifen oder sich künstlerisch mit 
Diskriminierungserfahrungen, Teilhabebarrieren und gesellschaftlicher Vielfalt auseinander-
setzen. Diese Auseinandersetzung erfolgt spartenübergreifend innerhalb verschiedener För-
derprogramme der kommunalen Kulturförderung. 
Queere Perspektiven sind zudem im Förderkonzept „Kulturelle Teilhabe“ ausdrücklich berück-
sichtigt und bilden einen Arbeitsschwerpunkt im Referat für kulturelle Teilhabe. In den vergan-
genen Jahren konnten hier mehrere erfolgreiche Projekte unterstützt werden, darunter das 
Festival Bonanzafest für trans* und nicht-binäre Kunst und Performance, das Theaterprojekt 
„Queere Revolution“ sowie eine Ausstellung im Kontext des Dyke March Cologne*.“ 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (2)

07.05.2026 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 10.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.05.2026 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik
TOP 9.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1241/2026
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
29.04.2026
Erstellt
25.04.2026 12:12