0416/2023
Beantwortung der SPD Anfrage AN/0196/2023 Fachkräftemangel und Strukturen in den städtischen Kitas Kölns
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
6279 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/51/513 Vorlagen-Nummer 30.01.2023 0416/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 31.01.2023 Beantwortung der SPD Anfrage AN/0196/2023 Fachkräftemangel und Strukturen in den städtischen Kitas Kölns Die SPD Fraktion stellt zur Sitzung des JHA am 31.01.2023 eine Anfrage zum Fach- kräftemangel und Strukturen in den städtischen Kitas Kölns. Die Verwaltung nimmt zu den Fragen wie folgt Stellung: 1. Werden flexiblere Ansätze für Teilzeitbeschäftigung von pädagogischem Kita-Personal untersucht, ggfs. wie könnten diese aussehen? Die s tädtischen Kindertageseinrichtungen bieten für alle Mitarbeitenden eine Teilzeitbeschäftigung an und setzen diese bereits flexibel um. Die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs setzt die Grenzen des organisato- risch Möglichen bei der Bewilligung von Teilzeit . In Abhängigkeit der Stundenanteile wird von der Kita Leitung die Verteilung der Stunden über die Woche besprochen und im Dienstplan festgehalten. Hierbei spielt auch der Aufbau persönlicher Bindungen zu den Kindern der Gruppe eine Rolle. In der aktuellen Situation ist eine weitere Flexibilisie- rung der Teilzeitbeschäftigung kaum möglich, da rund 150 Stellen va- kant sind und damit schon hohe Einschränkungen in die Flexibilität der Dienstplangestaltung und Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs gege- ben sind. 2. Wäre die Einstellung von (zusätzlichem) kaufmännischem Personal o- der von administrativen Unterstützungskräften in den Kitas eine Option, um die pädagogischen Leitungskräfte zu entlasten, die zu Teilen in fast voller Stelle mit administrativen Aufgaben befasst sind? Administrative Unterstützungskräfte können ein hilfreiches Instrument sein, die Leitungskräfte zu entlasten. Hinsichtlich der beruflichen Quali- fikation bedarf es einer vorherigen Definition der Aufgaben, die an sol- che Unterstützungskräfte deleg iert werden können und sollen. Derzeit sind solche Stellen im Kibiz bzw. der Personalverordnung nicht vorge- sehen und sind nicht zusätzlich zur Mindestbesetzung einer Kinderta- geseinrichtung vorgesehen. Hier bedarf es zusätzlicher Unterstützung 2 der Kommunen, solche Personalressourcen und deren Refinanzierung vorzusehen. 3. Wie hoch ist der aktuelle Stand der verfügbaren Ausbildungsplätze für pädagogische Fachkräfte, wie viele Bewerber*innen stehen dem ge- genüber? Es wird um Angabe der Zahl der Ausbildungsplätze und der Anzahl der darauf gerichteten Bewerbungen gebeten. Es gibt eine nahezu unbegrenzte Zahl an unbezahlten Schülerpraktika. Die- se Praktikumsplätze und die unbezahlten Praktika zur Vorbereitung auf die Erzieher*innen-Ausbildung werden direkt von den Leitungen der Kinderta- geseinrichtungen vergeben. In den 218 städtischen Kindertageseinrichtungen werden zudem 240 Aus- bildungs- und Praktikumsstellen angeboten: 200 bezahlte Stellen Erzieher*innen Anerkennungsjahr/Berufspraktikum (1Jahr), Praxisintegrierte Ausbildung Erzieher*in PIA (3 Jahre), Praxisin- tegrierte Ausbildung Kinderpflege PIA (2 Jahre) 25 bezahlte Stellen, Sozialpädagog*innen Praxissemester und Aner- kennungsjahr (Bachelor/Master) 15 unbezahlte Stellen Schüler*innen 11. Klasse FOS für Sozial- und Gesundheitswesen Von diesen Ausbildungs- und Praktikumsplätzen sind aktuell 212 Plätze be- legt: Erzieher*innen im Anerkennungsjahr/Berufspraktikum 2022/2023, 36 Plätze Praxisintegrierte Ausbildung Erzieher*in PIA 2022/2023, 137 Plätze (62 im Jahr 2022/2023 gestartet; 46 im 2. Ausbildungsjahr; 29 im 3. Ausbil- dungsjahr) Praxisintegrierte Ausbildung Kinderpflege PIA 2022/2023, 32 Plätze (23 im Jahr 2022/2023 gestartet; 9 im 2. Ausbildungsjahr) Sozialpädagog*innen (Bachelor/Master) im Praxissemester und Aner- kennungsjahr 2022/2023, 5 Plätze Schüler*innen (11.Klasse FOS) 2022/2023, 2 Plätze Praktika in Vorbereitung auf die externe Erzieher*innenprüfung 2022/2023, 7 Plätze 4. Auf wie viele Mitarbeiter eines „Springerpools“ können die Einrichtungen zurückgreifen und ist eine Erweiterung dieses Pools geplant? Angesichts derzeit 150 vakanter Stellen werden alle verfügbaren und neu gewonnenen Beschäftigten eingesetzt, um die bestehenden Va- kanzen zu reduzieren. 3 5. Welche weiteren Maßnahmen sind von Seiten der Verwaltung in Pla- nung, um den derzeit immensen Ausfall der Betreuungszeiten zu redu- zieren? Alle seitens der Stadt eingeleiteten Maßnahmen wirken derzeit nur mil- dernd auf die aktuelle Situation und können den akuten Fachkräfteman- gel ni cht beheben. Der Markt an fertig ausgebildeten Fachkräften und Professionen, die gem. Personalverordnung zur Besetzung der freien Stellen im Kita Bereich herangezogen werden können, ist hart um- kämpft, unbeschäftigtes Personal kaum noch verfügbar. Pädagogis che Kräfte, die in diesem Jahr ihre Ausbildung beenden, haben die freie Wahl des Arbeitgebers, insofern tragen verstärkt weiche Faktoren und Anreizsysteme zur Wahl des Arbeitgebers bei. Personalgewinnungsmaßnahmen, wie die „Mach Köln“ -Kampagne, die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten der letzten Jahre sowie die ge- plante Erweiterung des Berufskollegs Ehrenfeld tragen dazu bei, dass mittelfristig zusätzliches Personal gewonnen werden kann. Kurzfristig sind in den letzten Monaten Mitarbeiter*innen gefragt wo rden, beste- hende Teilzeitbeschäftigungen temporär oder dauerhaft zu erhöhen. Die Möglichkeiten dieser anteiligen Personalgewinnung sind jedoch ausge- reizt. Den Maßnahmen zur Personalgewinnung steht in den nächsten Jahren weiterhin ein hoher Abgang an Beschä ftigten gegenüber, die al- tersbedingt aus dem Dienst ausscheiden. Über den Städtetag und die regelmäßigen Jugendamtsleitungsgesprä- che wird verstärkt auf das Land eingewirkt, Möglichkeiten zur Öffnung des Quereinstiegs zu definieren und der Trägerlandschaf t mehr Flexibi- lität in der Gestaltung der Betreuungssituation und des Personaleinsat- zes zu ermöglichen. Die Öffnung des Einsatzes von Kinderpfleger*innen für die Gruppenform 2 ist beispielsweise eine dieser Forderungen. Der AK 80 arbeitet aktuell an einem Maßnahmenpapier, welches weitere Lösungsvorschläge aufzeigen soll. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0416/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 30.01.2023
- Erstellt
- 30.01.2023 10:28