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3804/2018

Hundekottüten aus kompostierbarem Material

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 20.11.2018

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, Sitzung am 20.11.2018, TOP 1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3419 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/V-6 
 
Vorlagen-Nummer 20.11.2018 
 3804/2018 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 20.11.2018 
 
Hundekottüten aus kompostierbarem Material 
Zu dem Thema „Hundekottüten aus kompostierbarem Material“ wurden folgende Fragen gestellt: 
 
1.) Welche auf dem Markt befindlichen Varianten umweltfreundlicherer Hundekotbeutel sind aus 
Sicht der Verwaltung für den Einsatz in den AWB-Spendern geeignet? 
 
2.) Was sind die jeweiligen Vorteile – insbesondere auch unter ökologischen Aspekten – der Modelle, 
zu welchem Preis werden sie angeboten und welche Mehrkosten kämen damit auf die Steuerza h-
lerinnen und Steuerzahler zu? 
 
3.) Kann sich die Verwaltung eine Umstellung auf umweltfreundlichere Beutel vorstellen und wenn ja, 
in welchem Zeitraum bzw. zu welchem Termin? Falls ein Einsatz umweltfreundlicher Varianten für 
die Verwaltung nicht in Betracht kommt: was sind die Gründe hierfür? 
 
 
Die Verwaltung nimmt in Absprache mit der AWB GmbH wie folgt Stellung: 
 
Das Thema Hundekottüten ist seit seiner Einführung für die Stadtsauberkeit ein Erfolgsmo-
dell. Wie die Vorlage schon richtig beschreibt, finden dadurch deutlich weniger Hundehaufen 
den sichtbaren Weg in den öffentlichen Raum und unter zahlreiche Schuhe. Die Anfrage zu 
ökologischen Hundekottütenbeutel möchten wir wie folgt bewerten. 
In Bezug auf die Abbaubarkeit diverser als biologisch abbaubar deklarierter Beutel fanden 
deutschlandweit schon einige Tests in Bezug auf Küchenabfälle zur Kompostierung statt. 
Diese Tests haben ergeben, dass vor allem der Prozess der Zersetzung deutlich länger dau-
ert als bei normaler Biomasse. Kompostierbare Tüten werden zwar als kompostierbar ange-
boten, erfüllen aber nicht die notwendigen Kriterien für eine Verwertung in der Kompostie-
rung. In der „Rotte“ schmilzt das Bioplastik lediglich und ist nach 10 Wochen immer noch 
nachweisbar, wird also während der normalen Verweildauer nicht ausreichend abgebaut und 
verschlechtert damit insgesamt die Qualität des Endproduktes. Dies würde zu Absatzschwie-
rigkeiten führen, da für den Kompost hohe Qualitätsstandards bestehen. Für die Kölner 
Kompostierungsanlage sind diese Materialien nicht geeignet. 
Bezüglich der unsachgemäß im öffentlichen Raum entsorgten Tüten haben Tests innerhalb 
der Kompostierung ergeben, dass vor allem niedrigere Temperaturen dazu führen, dass der 
Verrottungsprozess nicht schnell und rückstandslos erfolgt. Auch die achtlos weggeworfen 
Beutel werden nicht wunschgemäß zersetzt und würden so trotzdem als Mikroplastik in der 
Umwelt verbleiben, wenn Sie nicht aufgehoben und entsorgt werden.

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Es werden grundsätzlich bisher alle Hundekottütenbeutel über die öffentlichen Papierkörbe 
entsorgt. Eine Systemänderung mit biologisch abbaubaren Hundekottüten, wenn dies in der 
Kölner Kompostierungsanlage möglich wäre, würde voraussetzen, dass die Beutel separat 
erfasst und einer gesonderten Verwertung zugeführt werden. Hierzu wären zusätzliche Er-
fassungsgefäße und eine separate Abfallsammlung notwendig, was zu erheblichem Mehr-
aufwand und somit Mehrkosten führen wurde.  
Es gibt zurzeit keine Hundekottüten, die in der Kölner Kompostierungsanlage kompostierbar 
sind. Daher gibt es zu der jetzigen Entsorgung keine Alternative. 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

20.11.2018 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3804/2018
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
20.11.2018
Erstellt
19.11.2018 07:52