V/0350/2022
Jahresabschluss 2021 der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH (MCC HaMü
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Anlage 1 zur Vorlage V_350_2022
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Anlage 1 zur Vorlage V/0350/2022 Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH, Münster Bilanz zum 31. Dezember 2021 AKTIVSEITE A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ll. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung B. Umlaufvermögen I. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Il. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen Gesellschafter 3. Sonstige Vermögensgegenstände Ill. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.12.2021 a € 31.12.2020 € 96.634,00 718.386,83 1.476.890,89 2.195.277,72 133.518,78 542.717,22 2.446.943,32 2.291.911,72 48.105,64 605.653,70 4.901.958,88 18.685,70 5.526.298,28 759.074,28 2.580.462,10 34.924,16 239.233,03 3.013.116,64 1.481.177,14 4.733.526,81 755.576,93 6.333.478,20 6.456,49 8.631.846,41 5.524.027,90 1.334,95 8.105.824,95 PASSIVSEITE . Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Il. Kapitalrücklage Ill. Bilanzverlust „ Rückstellungen Sonstige Rückstellungen . Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 407.077,14 2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 108.516,95 3. Sonstige Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jähr € 94.884,97 davon aus Steuern € 61.345,56 . Rechnungsabgrenzungsposten 31.12.2021 31.12.2020 € € € 1.293.700,00 1.293.700,00 7.076.629,09 6.846.629,09 — 680.538,58 — 440.032,11 7.689.790,51 7.700.296,98 89.432,34 49.346,78 407.077,14 211.934,56 (211.934,56) 108.516,95 0,00 (0,00) 94.884,97 72.463,13 (72.463,13) 32.983,72 610.479,06 284.397,69 242.144,50 71.783,50 8.631.846,41 8.105.824,95 Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH, Münster Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 enmanm. 10. 11. 12. 13. 14. Umsatzerlöse Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Bruttoergebnis vom Umsatz Vertriebskosten Allgemeine Verwaltungskosten Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 0,00 Ergebnis nach Steuern Sonstige Steuem Jahresfehlbetrag Gewinnvortrag/Verlustvortrag (-) Entnahmen aus der Kapitalrücklage Bilanzverlust 2021 2020 € € 6.113.174,00 3.727.738,93 6.101.636,49 5.679.123,72 11.537,51 - 1.951.384,79 103.944,34 99.906,24 552.595,99 534.772,24 334.594,65 1.764.614,51 52.492,31 27.134,95 3.391,33 865,38 91,66 681,75 0,00 — 359.600,81 — 848.400,08 905,66 527,32 — 360.506,47 -— 848.927,40 — 440.032,11 288.895,29 120.000,00 120.000,00 — 680.538,58 — 440.032,11 Blatt 1 Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH, Münster Anhang für das Geschäftsjahr 2021 1. Allgemeine Angaben Die Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH hat ihren Sitz in Münster und ist ein- getragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Münster, Reg.-Nr.: HRB 161. Der Jahresabschluss der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH, Münster, zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie den Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Es handelt sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des $ 267 Abs. 1 HGB. Bei der Aufstel- lung des Jahresabschlusses sind jedoch gemäß $ 14 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages die Vor- schriften für große Kapitalgesellschaften angewendet worden. Im Berichtsjahr konnten Müllentsorgungskosten verursachungsgerecht auf die Veranstaltungskos- ten gebucht werden. Ihr Ausweis mit einem Betrag von TEUR 31 erfolgt daher nicht wie im Vorjahr in den allgemeinen Verwaltungskosten, sondern in den sonstigen Betriebskosten der Herstellungs- kosten zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen. N. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die nachfolgend dar- gestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr unverändert ange- wandt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme/Zugrundelegung der Fortführung der Unterneh- menstätigkeit aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten an- gesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nut- zungsdauern bewegen sich dabei zwischen 3 und 5 Jahren. Blatt 2 Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die be- züglich der abnutzbaren Sachanlagen um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert werden. Dabei richten sich die Abschreibungssätze nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nut- zungsdauern bewegen sich dabei zwischen 3 und 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (ohne Umsatzsteuer) wer- den im Jahr des Zugangs abgeschrieben und im Anlagennachweis in die Abgänge einbezogen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu den Anschaf- fungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Nominalbeträgen unter Berücksichti- gung notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Gemäß 842 Abs. 3 GmbHG wurden die Posten Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlich- keiten gegenüber Gesellschaftern hinzugefügt. Forderungen gegen Gesellschafter werden zu Nominalbeträgen bilanziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der abgegrenzten Beträge erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Ver- pflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Preis- und Kos- tensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durch- schnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgenommen wurde. Blatt 3 Die Verbindlichkeiten werden mit Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der abgegrenzten Beträge erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Hi. Erläuterungen zur Bilanz Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Angabe der Ab- schreibungen des Geschäftsjahres verweisen wir auf den Anlagennachweis (Anlagenspiegel) als Bestandteil dieses Anhangs. Die Vorräte des Berichtsjahres setzen sich aus Lebensmitteln (TEUR 26, Vorjahr TEUR 15), Reini- gungsmiittel (TEUR 16, Vorjahr TEUR 14), Getränke (TEUR 1, Vorjahr TEUR 1) sowie Werbedruck- sachen (TEUR 5, Vorjahr TEUR 5) zusammen. Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 4.901.958,88 (Vorjahr: TEUR 3.013). Sie betreffen Forderungen aus Leistungen in Höhe von EUR 2 (Vorjahr: TEUR 29) und sonstige Forderungen von EUR 4.900.176,44 (Vorjahr: TEUR 2.983). In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten (Einzelbeträge über TEUR 20): TEUR TEUR Rückstellung für rückständige Urlaubsansprüche 33 24 Rückstellung für geleistete Überstunden 21 0 31.12.2021 | 31.12.2020 Blatt 4 Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Ver- bindlichkeitsspiegel hervor: Verbindlichkeitenspiegel Stand Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit 31.12.2021 bis 1 Jahr über 1 Jahr | davon über 5 Jahre l EUR EUR EUR EUR Verbindlichkeiten aus Liefe- rungen und Leistungen: Vorjahr: 407.077,14 | 407.077,14 0,00 0,00 211.934,56 | 211.934,56 0,00 0,00 Verbindlichkeiten gegen- über Gesellschaftern: 108.516,95 108.516,95 0,00 0,00 Vorjahr: 0,00 0,00 0,00 0,00 Sonstige Verbindlichkeiten: Vorjahr: 94.884,97 94.884,97 0,00 0,00 72.463,13 72.463,13 0,00 0,00 Verbindlichkeiten Gesamt: 610.479,06 | 610.479,06 0,00 0,00 Vorjahr: 284.397,69 | 284.397,69 0,00 0,00 Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvor- behalte an den gelieferten Gegenständen. Darüber hinaus sind zu den Verbindlichkeiten keine Si- cherheiten oder Pfandrechte bestellt ($ 285 Nr. 1b) HGB). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelte es sich im Vorjahr um sonstige Verbindlichkeiten. Blatt 5 IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich auf folgende Tätigkeitsbereiche: 2021 TEUR Messen 685 Tagungen, Kongresse 1.224 Publikumsveranstaltungen 147 Sonstige Veranstaltungen i 3.908 Übrige 148 Gesamt 6.113 Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2021 2020 | TEUR | TEUR Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 935 881 Aufwendungen für bezogene Leistungen | 857 987 Gesamt | 1.792 1.868 Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: 2021 2020 TEUR TEUR Löhne und Gehälter 1.873 1.845 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 599 656 - Davon für Altersversorgung 135 135 | Gesamt 2.472] 2.501| Periodenfremdes Ergebnis sowie einmalige Leistungen: Im Berichtsjahr werden periodenfremde Erträge aus dem Erlass der Leistung der Nutzungsentgelte 2020 für den Weihnachtsmarkt und die Flohmärkte an die Stadt Münster in Höhe von TEUR 130 ausgewiesen. im Vorjahr fielen einmalig Erträge aus der Corona November- und Dezemberhilfe in Höhe von insgesamt TEUR 1:406 an. Blatt 6 V. Sonstige Angaben Im Berichtsjahr fielen Zinsaufwendungen aufgrund der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellungen in Höhe von EUR 91,66 (Vorjahr: EUR 0,75) an. Arbeitnehmer Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) ergibt sich wie folgt: | 2021 | 2020 | Köpfe | | _Köpfe Verwaltung 24| | 26 Technik 10| | 11 Küche & Service 7 | 7 | =) Gesamt 41 | Altersversorgung Den Arbeitnehmern der Gesellschaft wird eine Zusatzversorgung nach den für die Angestellten’des öffentlichen Dienstes geltenden Grundsätzen gewährt, die über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) abgewickelt wird. Auf eine Bilanzierung der daraus entstehenden mittelbaren Versorgungszusagen hat die Gesellschaft gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Bei der Finanzierung der Leistungen der VBL ist nach dem Abrechnungsverband West und dem Abrech- nungsverband Ost zu unterscheiden. Die Gesellschaft gehört mit sämtlichen Beschäftigten dem Ab- rechnungsverband West an. Im Abrechnungsverband West finanziert die VBL ihre Leistungen über ein modifiziertes Abschnitts- deckungsverfahren (Umlageverfahren). Der Umlagesatz ist so bemessen, dass die für die Dauer des Deckungsäbschnitts zu entrichtende Umlage zusammen mit den übrigen zu erwartenden Ein- nahmen und dem verfügbaren Vermögen ausreicht, die Ausgaben während des Deckungsabschnit- tes sowie der sechs folgenden Monate zu erfüllen. Vom 1. Juli 2018 an beträgt der Umlagesatz 8,26 % (bis zum 30. Juni 2018: 8,16 %) des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Davon tragen die Arbeitgeber einen Anteil von 6,45 % und die Beschäftigten einen Anteil von 1,81 % (bis zum 30. Juni 2018: 1,71 %) des zusatzversorgungspflichten Entgelts. Die Summe der der VBL-Beitrags- erhebung zugrundeliegenden umlagepflichtigen Entgelte beträgt für das Jahr 2021 TEUR 1.494 (Vorjahr: TEUR 1.500). Blatt 7 Angabe des Abschlussprüferhonorars Das für das Berichtsjahr als Aufwand erfasste Honorar unseres Abschlussprüfers, der CURACON GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, einschließlich des Aufwands aufgrund der Bildung von Rückstellungen für die Abschlussprüfung und der weiteren erbrachten Leistungen ergibt sich wie folgt: TEUR Abschlussprüfungsleistungen 10 Prüfung nach 8 53 HGrG 2 Steuerberatungsleistungen 3 Unvorhergesehenes nach Aufwand 1 Gesamt 16 Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet das Honorar für die Prüfung des Jahres- abschlusses und des Lageberichts und der Prüfung nach $ 53 HGrG. Die Steuerberatungsleistun- gen umfassen die Erstellung der Ertragssteuererklärungen für das Geschäftsjahr 2021 und weitere Beratungsleistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesamtsumme vertraglicher Verpflichtungen gemäß $ 285 Nr. 3a HGB beträgt TEUR 119-für das Jahr 2021 und TEUR 119 für das Jahr 2022. Organe Organe der Gesellschaft sind gemäß $ 5 des Gesellschaftsvertrags: - die Geschäftsführung, - der Aufsichtsrat, - die Gesellschafterversammlung Blatt 8 Geschäftsführung Als Mitglied des Geschäftsführungsorgans der Gesellschaft war im Berichtsjahr folgende Person bestellt: Frau Dr. Ursula Paschke, Münster Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 wurde der Geschäftsführerin eine Grundvergütung in Höhe von TEUR 138 gewährt. Weiterhin wurde eine Tantieme in Höhe von TEUR 14 für das Jahr 2021 in den Verbindlichkeiten berücksichtigt. Für das Jahr 2020 hatte die Geschäftsführung auf die Tanti- eme verzichtet. Aufsichtsrat Ratsfrau Susanne Schulze Bockeloh, Diplom-Agraringenieurin — Vorsitzende (ab dem 19.02.2021) Ratsfrau Prof. Dr. Rita Stein-Redent, Wissenschaftliche Mitarbeiterin — 1. stellvertretende Vorsit- zende (ab dem 19.02.2021) Herr Dr. Jürgen Hartmann, Geschäftsführender Vorstand der Rinder-Union West eG, 2. stellvertre- tender Vorsitzender (ab dem 19.02.2021) Ratsherr Meik Bruns, Oberstudienrat Herr Robin Denstorff, Stadtbaurat Ratsherr Heinrich Götting, Kaufmann Ratsherr Philipp Hagemann, Rechtsanwalt Herr Ralf Johanshon, Vorstandsvorsitzender Westfälisches Pferdestammbuch e. V. Ratsherr Christoph Kattentidt, Diplom-Sozialarbeiter Frau Gabriele Kubig-Steltig, Diplom-Kauffrau - Herr Ludger Overhues, Vorstand Schweineerzeuger Nord-West eG Ratsherr Carsten Peters, Geschäftsführer Herr Josef Rickfelder, Polizeibeamter a.D. Herr Dr. Michael Steinmann, Geschäftsführender Vorstand Rinder-Union West eG Herr Oliver Teuteberg, Abteilungsleiter Ratsherr Ulrich Thoden, Lehrer am Berufskolleg. Blatt 9 Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 keine Bezüge erhalten. Dem Aufsichtsrat wurden erstmals keine Tickets für Veranstaltungen ausgegeben, um sich unmit- telbar und aus Besuchersicht über Angebote und Leistungen der Gesellschaft zu informieren, da keine Publikumsveranstaltungen stattgefunden haben. Forderungen gegen die Geschäftsführerin und gegen die Mitglieder des Aufsichtsrates bestanden zum 31. Dezember 2021 nicht. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH, Münster, wird in den Gesamtabschluss der Stadt Münster einbezogen. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung einge- treten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis des Ge- schäftsjahres 2021 in Höhe von EUR 360.506,47 in den Verlustvortrag einzustellen. Münster, den 08. April 2022 Dr. Ursula Paschke Geschäftsführerin Anlagennachweis zum 31. Dezember 2021 Entwicklung der Anschaffungswerte Stand am Zugänge Umbu- 1.1.2021 Ifd. Jahr | chungen Abgänge Stand am 31.12.2021 Bilanzposten A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 635.327,07 9.086,10 0,00 635.327,07 9.086,10 0,00 0,00 644.413,17 0,00 644.413,17 Il. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.302.124,23 | 303.539,95 0,00 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10,522.299,07 | 77.604,48 0,00 11.824.423,30 | 381.144,43 12.459.750.37 | 390.230,53 0,00] 1.605.664,18 6.350,40 | 10.593.553,15 6.350,40 | 12.199.217,33 0| 12.843.630,50] Entwicklungen der Abschreibungen Restbuchwerte - Gesamte Ab- | Abschreibun- | Umbu- | Entnahme | Gesamte Ab- (Stand (Stand schreibungen gen des chungen für schreibungen | 31.12.2021) | 31.12.2020) Stand am Geschäfts- Abgänge Stand am 1.1.2021 jahres 31.12.2021 € € € T 8 13 501.808,29 45.970,88 0,00 0,00 547.779, 17 96.634,00 | 133.518,78 501.808,29 45.970,88 0,00 0,00 547.779,17 96.634,00) 133.518,78 759.407,01 127.870,34 0,00 09,00 887.277,35| 718.386,83 '542.717,22 8.618.072,97| 498.619,29 0,00 30,00 | 9.116.662,26 | 1.476.890,89 | 1.904.226,10 9.377.479,98.| 626.489.63 0,00 30,00 | 10.003.939,61 | 2.195.277.72 | 2.446.943.32 672.460,51 2.291.911,72 | 2.580.462,10 D . RR . » „ . D = D = Pr % Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH Grundlagen des Unternehmens Die Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH führt im Interesse der Stadt Münster und der Gemeinden des Münsterlandes Veranstaltungen aller Art im eigenen ünd fremden Namen durch. Sie ist eine Betreibergesellschaft und betreibt das Messe und Congress Centrum Halle Müns- terland. Unter Veranstaltungen aller Art werden verschieden Formate wie Tagungen, Kongresse, Messen, Märkte, kulturelle, gesellschaftliche, sportliche, unterhaltende, landwirtschaftliche und: öffentliche Veranstaltungen, Feste, Märkte, Shows u. Ä. verstanden. Diese diversen Formate werden regelmä- ßig durchgeführt. Insgesamt finden in gewöhnlichen, nicht pandemiebeeinflussten Jahren, jährlich durchschnittlich 200 Veranstaltungen statt. Das Unternehmen darf sich wirtschaftlich gem. 88 107, 109 GO NRW betätigen. Die Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH wurde im Jahr 1926 gegründet. Vier Gesellschafter halten derzeit Anteile an der GmbH. Zum Stichtag 31.12.2021 waren 41 Mitarbei- tende (39,03 VZÄ), eine duale Studentin und acht Auszubildende im Unternehmen beschäftigt. Das Unternehmen verfolgt seit Beginn 2018 die strategische Ausrichtung Wachstum, Attraktivität und Ressource. Diese drei strategischen Stoßrichtungen sind interdependent und gleichrangig zu- einander. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen in den Veranstaltungsformaten Messen und Kongres- sen. Diese Veranstaltungsarten generieren in der Regel einen hohen positiven Deckungsbeitrag und fördern, aufgrund der Dauer und der implizierten Übernachtungen, die Wirtschaft in und um Münster durch die wirtschaftlichen Sekundäreffekte, von denen vor allem das Gastgewerbe und der Handel profitieren. Zur weiteren Entwicklung und für das quantitative und qualitative Wachstum der Formate Messen und Kongresse wird der Bereich Kundengewinnung personell erweitert. Wachstum fordert Attraktivität und Attraktivität fördert Wachstum. Das Messe und Congress Cent- rum Halle Münsterland entwickelt stetig neue Tools, um hohe Attraktivität bei Kunden und Gästen zu erreichen. Deshalb ist Grundlage aller Leistungen ein hoher Qualitätsanspruch. Umfassende Be- ratung, Kompetenz und Know-How, Ausstattung und Ambiente sind Voraussetzungen für die per- sönliche Kundenorientierung und den Service. Neben Attraktivität und Wachstum ist die Weiterentwicklung der Ressourcen der dritte wesentliche Faktor der strategischen Ausrichtung. Der Fokus richtet sich auf drei zukunftssichernde und -gestal- tende Ressourcen: Personal/Mitarbeitende, Gebäude und Infrastruktur/IT. Zu ersterem gehören Per- sonalentwicklung, Arbeitgeberattraktivität, Führungskräfteentwicklung sowie ein Werte- und Kul- turmanagement. Mit den Ressourcen Gebäude und Infrastruktur/IT soll die Weiterentwicklung und die Funktionalität der Liegenschaft sichergestellt werden. Hierfür wurden neue Strukturen und Prozesse aufgesetzt und stetig durch den Bereich Infrastruk- turmanagement und den Ausbau der Digitalisierung weiterentwickelt. Entwicklung der Branche und der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH Die Gesamtwirtschaft hat - nachdem die Impfkampagne anlief und die Nachfrage nach Impfungen groß war — eine deutlich positive Tendenz aufgewiesen. Im Spätsommer konnte der positive Trend bei der Impfquote nicht fortgesetzt werden und in den Wintermonaten kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung durch Infektionsschutzmaßnahmen, Inzidenzentwicklung und zunehmenden Liefereng- pässen sowie Fachkräftemangel erneut ins Stocken. Der Ukrainekrieg wird nochmals deutliche Aus- wirkungen auf die Konjunktur und die Gesamtentwicklung haben. Von dieser Gesamtentwicklung ist auch die Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH betroffen. Die Veranstaltungslocations befinden sich faktisch seit 24 Monaten zwischen totaler Öff- nung und „löchrigem“ Lockdown. Nach einer positiven Perspektive zunehmender Impfquote und Er- holung des Veranstaltungsbetriebes sowie der damit einhergehenden Lockerungen gemäß Corona- schutzverordnung stand der Betrieb des Messe und Congress Centrums ab Ende August 2021 auf ‚RESTART‘. Insgesamt ging die Gesamtbranche — mit Ausnahme des Tourneegeschäftes, das sich 'noch verhalten zeigte - an den Start. Mit der Belebung des Geschäftes und den positiven Aussichten auf die Geschäftsentwicklungen im Jahr 2022 wurde auch die Nachfrage für Fachkräfte - insbeson- dere in den Bereichen Veranstaltungstechnik und Gastronomie - wieder stärker. Jedoch stand diese Nachfrage einem leeren Markt gegenüber, da die Fachkräfte dieser Bereiche überwiegend in andere fachfremde Branchen gewechselt hatten. Nachdem die’ Veranstaltungsbranche im Winter erneut ausgebremst wurde, ist das Vertrauen des Personals in die Branche tief erschüttert und eine Rück- kehr der Fachkräfte derzeit nicht in Sicht. Vor allem die Konzert- und Tourneeveranstalter warnen vor den Auswirkungen fehlender Fachkräfte und befürchten dadurch bedingte Veranstaltungsaus- fälle und Tourneeabsagen. Die große Verunsicherung und die fehlende Perspektive sind der größte Bremsfaktor bei allen Veranstaltungsformaten. Die Veranstaltungsbranche Die Veranstaltungsbranche teilt sich in die drei großen Bereiche Messen, Kongresse und Tagungen und Events. Jeder dieser Bereiche ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Die aus Deutschland global agierende Messewirtschaft als Wirtschaftszweig hat auf internationaler Ebene erhebliche und wahrscheinlich nicht revidierbare Verluste an Messen und Messethemen er- litten. Der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA Jörn Holtmeier teilt in einer Presserklärung am 26.01.2022 mit: „Das Hin und Her der Politik kostet weitere fünf Milliarden Euro." Diese Perspektivlosigkeit und fehlende Planungshorizonte haben zu vielen Messeabsagen bzw. -verschiebungen für 2022 geführt. Für das Messe und Congress Centrum sind zwei Großmes- sen zu nennen, die regelmäßig im 1. Quartal eines Jahres stattfinden: Die AGRAR Unternehmertage und die Eigenveranstaltung DOGLIVE. Beide Messen durften im Jahr 2021 nicht stattfinden und mussten im Jahr 2022 ebenfalls abgesagt bzw. verschoben werden. Die Musik, Konzert- und Veranstaltungswirtschaft kämpft seit Beginn der Pandemie mit den Ein- schränkungen Raumkapazitäten, Hygienemaßnahmen und Zulassungsbeschränkungen, weil diese die Wirtschaftlichkeit einer Tournee oder Veranstaltung unmöglich macht. Bereits seit Mitte 2021 versuchen die Musik- und Kulturschaffenden auf ihre Perspektivlosigkeit und den Flickenteppich der Regelungen, die eine sinnvolle Tourneeplanung erschweren, auf allen politi- schen Ebenen aufmerksam zu machen. Nicht zuletzt haben sich deshalb mehrere Verbände zum Forum Veranstaltungswirtschaft zusammengeschlossen. Die Forderungen bestehen aus der Ver- längerung des Kurzarbeitergeldes inklusive Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge und eines Sonderprogramms zur Stützung. Die Verlängerung dieser Maßnahmen zur Unterstützung bis zum Ende des Jahres 2022 zu sehen, ist keine „Schwarzmalerei*, sondern Ergebnis des Ausnahmezu- stands dieses Veranstaltungsbereiches. Neben den Veranstaltungsausfällen/-absagen sorgen die vielen Nachhol- und neuen Veranstaltungstermine dafür, dass die Buchungskalender der Veranstal- tungszentren oft keinen Platz lassen. Dies gilt auch für das Messe und Congress Centrum: Bis De- zember 2022 konnten nur sechs neue Publikumsveranstaltungen eingebucht werden. Der dritte Bereich sind die Tagungen und Kongresse. Kongresse wurden explizit in der Corona- schutzverordnung des Landes NRW benannt und konnten mit entsprechenden Hygienemaßnahmen seit August durchgeführt werden. Dabei rückten hybride Formate immer mehr in den Fokus. Hybride Events gewinnen durch die Verbindung der Aspekte live und digital an Bedeutung. Mit „Meet Hybrid“ hat das Messe und Congress Centrum dieses Format mit den acht zum Digital Event Strategist qualifizierten Mitarbeitenden umgesetzt und Kunden und Interessierten die Wege und Möglichkeiten eines hybriden Formates verdeutlicht. Veranstalter konnten so hybride Veranstaltungen frühzeitig planen und diese je nach Regelungen der Coronaschutzverordnung mit einem größeren oder klei- neren Anteil an Präsenzen durchführen. Ab dem 3. Quartal des Jahres konnten Kongresse und Tagungen in üblicher Präsenz mit der 2G-plus-Regelung geplant und durchgeführt werden. Um auf die zukünftige Entwicklung der Formate Business Events auch postcorona vorbereitet zu sein, hat sich das Messe und Congress Centrum gemeinsam mit Münster Marketing der For- schungsgruppe des Fraunhofer Institutes für Arbeit und Organisation angeschlossen, um Trendsze- narien für das neue Ökosystem von Veranstaltungen und Handlungsfelder zu erarbeiten. Hieraus wurden drei Zukunftsszenarien identifiziert: Das erste Zukunftsszenario „Tried and trusted — renaissance of the real“ beschreibt die Rückkehr zu Vertrautem und Altbewährtem. Für das Instrument Business Events heißt das: Die persönliche Be- gegnung ist und bleibt das A und ©. „Diverse and flexible - the global community“ als zweites Zukunftsszenario ist eine Art Gegenentwurf zum ersten Szenario: Meetings, Tagungen und Kongresse werden hier zu Experimentierfeldern, in dem unter aktiver Mitgestaltung der Teilnehmenden Neues ausprobiert wird. Digitale Tools machen es möglich, Menschen aus aller Welt zu einem Event zusammenzubringen und umfangreiche Teil- habe zu realisieren. “ Das dritte und letzte Trendszenario „Green and aware - the net zero society” setzt Nachhaltigkeit als Leitmotiv allen Handelns voraus. In der Presseinformation des German Convention Bureaus (GCB) vom 15.12.2021 heißt es hierzu: „Veranstaltungsteilnehmerende erwarten inzwischen, dass ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte transparent umgesetzt werden.“ Die vorstehenden Szenarien sind idealtypisch und werden nicht allein für sich stehen, sondern koexistent und in unterschiedlichen Kombinationen Veranstaltungen prägen, wie es in der Studie „Ökosystem im Wandel-Zukunftsszenarien für business-Events im Zeitalter grenzenloser Kommuni- kation“ heißt (www.future-meeting-space.de). Ein beredtes Zeugnis des Wunsches, sich live zu treffen und zu Netzwerken weist die Buchungslage des Messe und Congress Centrums im Oktober 2021 für 2022 aus. Die Planungen für das Jahr 2022 entsprachen Umsatzerlösen, die an präcorona anschlossen. Das Messe und Congress Centrum ging davon aus, dass die Veranstaltungen mit ‚3G' oder ‚2G‘ und standardisierten Schutzmaßnah- men durchgeführt werden konnten und die postcorona „analoge Renaissance“ beginnen würde. Be- reits Ende November des Jahres 2021 wurde diese Perspektive jäh gestoppt. Darstellung der Lage Geschäftsverlauf und Ertragslage Das gesamte Geschäftsjahr 2021 wurde durch die Corona-Pandemie geprägt. Im Laufe des Jahres konnten insgesamt nur 95 Veranstaltungen im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland durchgeführt werden. Bedingt durch die Einschränkungen der Coronaschutzverordnung des Landes NRW - unter anderem Besucherabstände oder Beschränkungen der Teilnehmeranzahl — konnten zu Beginn des Berichtsjahres als auch zum Ende nur geringe Umsätze generiert werden. Ebenso haben diese einschränkenden Maßnahmen dazu geführt, dass viele Veranstalter ihre Veranstaltung für 2021 storniert oder in die Folgejahre verschoben haben. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 6.113 T€ Umsatzerlöse generiert. Die Planung für das Jahr 2021 sah einen Umsatzerlös von 3.275 T€ vor. Demnach konnte die Planung um 86 % übertroffen werden. Die Ursache hierfür liegt darin, dass sich wider Erwarten mehr Veranstaltungen ab Sommer 2021 realisiert werden konnten als während der Wirtschaftsplanung im vierten Quartals 2020, in dem ein Lockdown bestand, abzusehen war. Maßgeblich dazu hat auch der Betrieb des Impfzentrums bei- getragen. Den Umsatzerlösen stehen insgesamt Herstellungskosten in Höhe von 6.102 TE gegenüber. Eine nähere Betrachtung der Aufteilung der Herstellkosten auf die einzelnen Veranstaltungsformate Ta- gungen, Kongresse oder Messen hat aufgrund der zusätzlich coronabedingten Maßnahmen wenig Aussagekraft. . Die Abweichungen bei den Kostenpositionen zwischen der Planung und den Ist-Werten ist im We- sentlichen darauf zurückzuführen, dass: mehr Veranstaltungen als geplant durchgeführt werden konnten. Entsprechend höher als im Vergleich zum Plan liegen der Personalaufwand als auch die Produktionskosten, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu finden sind. Zu berücksich- tigen ist zudem, dass der Personalaufwand durch die Ausnutzung von Kurzarbeit geringer als in gewöhnlichen Jahren ausfällt. Besonders hervorzuheben ist bei der Betrachtung der Ertragslage, dass die sonstigen betrieblichen Erträge mit 335 T€ deutlich über der Planung liegen. Die Ursachen hierfür sind zum einen in der Auflösung von Rückstellungen für die im Jahr 2020 nicht in Anspruch genommene Flächennutzung für den Weihnachtsmarkt und die Flohmärkte als auch in den Erstattungen der Sozialversicherungs- beiträge aufgrund der Ausnutzung von Kurzarbeit zu finden. Insgesamt weist das Jahresergebnis der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH einen Fehlbetrag in Höhe von 361 T€ aus. Finanzlage . Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 361 TE führt nicht zu einer Verschlechterung der Finanzlage bzw. zur Senkung der Liquidität. Die in den vergangenen Jahren sehr stabile Finanzlage des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland erweist sich für die Pandemie-Zeit weiterhin als großer Vor- teil. Aufgrund des in den vergangenen Jahren konsequent aufgebauten Liquiditätssockels in Verbin- dung mit den in 2020 in Anspruch genommenen Hilfen sowie der notwendigen Betrauung durch die Hauptgesellschafterin Stadt Münster konnte das Jahr 2021 trotz wirtschaftlicher Einschränkungen mit einer Steigerung der Liquidität abgeschlossen werden. Der Bilanzverlust beträgt im Jahr 2021 insgesamt 680 T€. Zum Stichtag 31.12.2021 betrug die Li- quidität 14.722 TE (Vorjahr 3.337 TE) und die Liquidität III 5.397 T€ (Vorjahr 5.124 T€). Die Zuführung durch die Stadt Münster beträgt seit dem 01.01.2016 jährlich 350 TE. Auf Basis des Verwaltermodells mit der Stadt Münster konnten im Jahr 2021 die wesentlich notwen- digen Investitionen sowie die Gebäudeinstandhaltung, Wartung und Sanierungsmaßnahmen aus diesem Budget realisiert werden. Im Zuge des Verwaltervertrages übernimmt die Messe und Con- gress Centrum Halle Münsterland GmbH die Aufgaben als Verwalter der Immobilie. Mit dem Amt für Immobilienmanagement besteht ein Vertrag für technische Dienst- und Ingenieurleistungen. Vermögenslage Das Jahr 2021 ist das fünfte Jahr, in dem das Verwaltermodell umgesetzt wird. Die Vermögenslage wird durch die grundsätzlich geringere Zuführung der Stadt beeinflusst. Die Investitionen und Anla- genunterhaltungsmaßnahmen werden zum großen Teil durch die Stadt Münster getragen. Im Jahr 2021 wurden notwendige Instandsetzungs- und Investitionsmaßnahmen durchgeführt, um stets ein spielfertiges Veranstaltungszentrum auf einem aktuellen Stand der Technik zu haben. Zudem wurde der Weiße Saal entsprechend der Anforderungen an zukünftige Veranstaltungsformate moderni- siert. Im Zuge der Instandhaltungsmaßnahmen sind folgende Beispiele zu nennen: Umfassende Malerarbeiten, Prüfung und Wartung der gesamten Lüftungs-, Heizungs- und Kälteanlagen sowie die Fortsetzung der Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur sowie des WLAN als auch die digitale Ausstattung für die Mitarbeitenden. Insgesamt beläuft sich das Anlagevermögen zum Stichtag auf 2.292 TE und ist somit um 289 T€ abgeschmolzen. Prognose, Risiken und Chancen Prognose Die wirtschaftliche Zukunft der gesamten Branche und des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland wird im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängen: Der erste Faktor ist, wie schnell es gelingt, wieder wirtschaftliche Veranstaltungen (Vollauslastung) mit kompatiblen Hygiene- und In- fektionsschutzmaßnahmen durchzuführen. Die derzeit steigenden Inzidenzen, die Ankündigung der Regierung, Maßnahmen landes- und regionsspezifisch orientiert an den Inzidenzwerten zu etablie- ren, widerspricht jeder Form eines Restarts. Ein Flickenteppich an Lockerungen ist kontraindikativ. Für die Messe Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik (iaf) werden Reisebeschränkungen und die Entwicklung des Ukrainekonfliktes limi- tierende Faktoren sein, die erheblich die wirtschaftliche Entwicklung des Messe und Congress Cent- rums beeinflussen werden. Der zweite Faktor sind die Zukunftsszenarien des Fraunhofer Institutes, die auch die Entwicklung des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland prägen werden. Gemeinsam mit der Stadt Münster sollen entsprechend ‚des Beschlusses des Rates der Stadt Münster Strategien und Kon- zepte für die Weiterentwicklung des Messe- und Kongressstandortes Münster erarbeitet werden. Basis hierfür sollen die bereits zitierten Ergebnisse der Forschungsgruppe „Future Meeting Space“ mit dem GCB und dem Fraunhofer Institut für Arbeit und Organisation die Basis bilden. Nach der Präsentation an die Gremienmitglieder werden die Fragestellungen in einem Transferworkshop mit Experten auf den Standort Münster heruntergebrochen. Die Ergebnisse werden in die strategische, räumliche und inhaltliche Weiterentwicklung des Messe und Congress Centrums und der Stadt Münster einfließen. Die gemeinsame Teilnahme von Münster Marketing und dem Messe und Con- gress Centrum an der nächsten Forschungsgruppe “Redefining Event Attendance - Warum nehmen Menschen in Zukunft an Präsenzveranstaltungen teil?“ bildet den zweiten Baustein für die zukünftige Entwicklung physischer Events. Gemäß Wirtschaftsplan 2022 wird mit Gesamterlösen im Jahr 2022 in Höhe von T€ 9.570 und im Jahr 2023 mit T€ 9.000 gerechnet. Unter Berücksichtigung entsprechender Aufwendungen wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 135 im Jahr 2022 und im Jahr 2023 mit TE 455 prognostiziert. Die bestehende Liquidität wird sich dabei nicht nachhaltig verändern. Risiken Die Ende 2020/Anfang 2021 abgegebenen, noch mutige Prognosen für den Restart sind mittlerweile verstummt. Die Volatilität der pandemischen Entwicklung, die Impfmüdigkeit und die Indifferenz der Politik führen zu einer erheblichen Verunsicherung, Perspektivlosigkeit und wirtschaftlicher Belas- tung. Seit Wochen werden Veranstaltungen wieder verschoben oder abgesagt. Die Wintermonate werden als Veranstaltungstermin gemieden, weil die Angst vor einer neuen Welle und mögliche Einschrän- kungen, verunsichern — auch Veranstalter, die ihre Veranstaltungen traditionell von November bis Februar durchführen. Diese Verschiebungen führen zu einer Ballung von Veranstaltungsterminen in kurzen Zeitfenstern. Diese müssen vom Messe und Congress Centrum als Dienstleistungsunterneh- men umgesetzt werden. Dafür sind Fachkräfte in ausreichender Zahl notwendig. Hier herrscht aktu- ell jedoch ein Mangel, wodurch Veranstaltungsausfälle begründet sein können, die wiederum ein weiteres wirtschaftliches Risiko — direkt und indirekt — für das Messe und Congreess Centrum be- deuten. Die Tourneeveranstalter haben keine ausreichenden Hilfskräfte (Stagehands) oder müssen Personal zu teuer einkaufen, wobei die Ticketpreise der verschobenen Veranstaltungen jedoch noch auf der präcorona-Kalkulation vor 2020 beruhen. Die hohen Personalkosten und die nicht mehr ak- tuelle Kalkulation führt im Ergebnis zu Veranstaltungsabsagen. Das Messe und Congress Centrum selbst hat auch noch Vakanzen in den Bereichen Infrastruktunmanagement, Veranstaltungstechnik und MCC Catering. Die Sicherstellung des Spielbetriebes aus veranstaltungstechnischer Sicht kann derzeit durch exter- nes Personal sichergestellt werden. Hybride Veranstaltungen sind ein erheblich größerer finanzieller Aufwand aufgrund der zusätzlichen Technik. Dies wiederum führt bei fixierten Budgets dazu, dass Veranstalter auf anderes verzichten. Primär wird food und beverage reduziert, wodurch der Bereich MCC Catering in Bedrängnis gerät — vor allem dann, wenn auch große Bankette, Betriebsfeiern, Weihnachtsfeiern etc. aufgrund von Coronabeschränkungen oder anderen Widrigkeiten nicht durch- geführt werden können. Ein weiterer limitierender Faktor in der Zukunft wird die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV sein. Hier muss die Stadt Münster für attraktive Anbindungen sorgen. Anlieferungs- und Parkmöglichkeiten für große Messen und begleitende Ausstellungen bei Kongressen sowie die Möglichkeit des räumlichen Wachstums durch potenzielle Expansionsflächen müssen bleiben. Ebenso muss die Quartierent- wicklung im Einklang mit Kultur- und Eventbetrieb sein und dürfen die Entwicklung des Messe und Congress Centrum nicht einschränken. Die Fortsetzung der Betrauung und des Verwaltermodells mit der Stadt Münster sind als finanzielle Basis unabdingbare Voraussetzung für eine positive Entwicklung. Chancen Um wettbewerbsfähig zu sein bzw. zu bleiben und gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil zu haben, müssen alle Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen sein bzw. werden. Das Messe und Con- gress Centrum hat in Digitalisierung, Netzwerk- und WLAN-Infrastruktur investiert und ist gut aus- gestattet. Der Umbau des Weißen Saales, mit dem die Erkenntnisse der zukünftigen Wissenstrans- fers als ‚Future Meeting Space‘ umgesetzt werden, ist innovativ und zukunftsweisend. Durch den ‚Future Meeting Space‘ in Kombination mit den bereits sanierten Räumen des Panorama- Congresses und des Blauen Saales ist das Raumportfolio des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland erweitert. Hierbei handelt es sich um einen aktuellen Wettbewerbsvorteil, da diese Form von Methodik und Didaktik in der Größenordnung bisher in anderen Locations nicht umsetzbar ist. Durch die Qualifikationen der Mitarbeitenden ist das Unternehmen auf die Umsetzung hybrider Ver- anstaltungsformate optimal vorbereitet. Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu implementieren sowie das Angebot, green meetings und events umzusetzen, ist ein Muss für die Zukunft. Das Messe und Congress Centrum ist selbst zertifiziert und hat Nachhaltigkeitsberaterinnen, die das Thema Nach- haltigkeit für die Veranstalter umsetzen können. Der Zusammenschluss in der Kongressinitiative Münster ist ein weiterer Vorteilsfaktor im Destination-Management bzw. Wettbewerb. Münster, 8. April 2022 Dr. Ursula Paschke
Anlage A
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Anlage A zur V/0350/2022 Kurzüberblick Jahresabschluss der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH zum 31.12.2021 inkl. der Ermächtigung des Vertreters in der Gesellschafterversammlung. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Zustimmung des Gesellschafters Stadt Münster zum Jahresabschluss der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH zum 31.12.2021 Finanzierung Produktgruppe: 1501 Anteile an Unternehmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja x Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig HGB; GO NRW; Satzung der Gesellschaft Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
Beschlussvorlage
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V/0350/2022 V/0350/2022 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2021 der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland GmbH (MCC HaMü Beratungsfolge 09.06.2022 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der MCC HaMü wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 1. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der MCC HaMü für das Geschäftsjahr 2021, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 8.631.846,41 € sowie einem in der GuV ausgewiesenem Jahresfehlbetrag von 360.506,47 € wird festgestellt. 2. Aus der Kapitalrücklage wird ein Betrag von 120.000,00 € entnommen. 3. Der Bilanzverlust in Höhe von 680.538,58 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 4. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt. 5. Dem Aufsichtsrat wird rückwirkend für die Jahre 2018 und 2019 Entlastung erteilt. 6. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CURACON GmbH, Münster, bestellt. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Amt für Finanzen und Beteiligungen 24.05.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Schlüter T elefon:492-2008 SchlueterT@stadt- muenster.de - 2 - V/0350/2022 Begründung: Die Stadt Münster ist mit 92,09 % am Stammkapital der MCC HaMü beteiligt. Nach § 12 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages entscheidet die Gesellschafterversammlung u.a. über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Ergebnisses, die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung sowie die Auswahl des Abschlussprüfers. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Gesamtjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr einen deutlich geringeren Jahresfehlbetrag in Höhe von 361 T€ aus. Die Ergebnisverbesserung in Höhe von 488 T€ ist im Wesentlichen auf die mit 6.113 T€ um 2.385 T€ höheren Umsatzerlöse zurückzuführen. In dieser Position sind Erlöse aus dem Impfzentrum in Höhe von 2.805 T€ enthalten. Demgegenüber belief sich der Umsatz im Vorjahr 2020 auf 3.728 T€, während der Jahresfehlbetrag -848 T€ betrug. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 335 T€ (Vorjahr 1.765 T€, davon Corona-Hilfen 1.406 T€). Hierin sind i.W. Erträge aus der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen im Rahmen der Kurzarbeit in Höhe von 160 T€ und in der Planung nicht berücksichtigter Rückstellungsauflösungen enthalten. Die Herstellkosten (6.101 T€) sind in Summe um 423 T€ höher als im Vorjahr (5.679 T€). Ausführliche Informationen zum Geschäftsjahr 2021 sind der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, dem Anhang sowie dem Lagebericht der MCC HaMü zu entnehmen (vgl. Anlage). Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CURACON GmbH, Münster, hat den Jahresabschluss geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat der MCC HaMü hat in seiner Sitzung am 13.05.2022 über die o. g. Beschlusspunkte beraten und der Gesellschafterversammlung der MCC HaMü die Beschlussfassung empfohlen. Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CURACON GmbH, Münster, haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen diesen oder zusätzliche Hinweise hierzu ergeben. Nach Durchsicht des vorgelegten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der Jahresabschluss als plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MCC HaMü zum Bilanzstichtag. In Vertretung gez. Christine Zeller Stadtkämmerin Unterschrift Anlagen: Anlage A Anlage 1 zur Vorlage V/0350/2022
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0350/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.05.2022
- Erstellt
- 17.05.2022 14:35