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AN/0738/2021

Impfzentrum Chorweiler

Gem. Änderungsantrag BV6 (CDU) 15.04.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 15.04.2021

Gem. Änderungsantrag (CDU BV6)

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Gem. Änderungsantrag (CDU BV6)

5726 Zeichen

CDU-Fraktion, SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion Die Linke  und Lilo 
Heinrich, FDP Herr Schlimgen 
 
Gleichlautend 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Reinhard Zöllner 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/0738/2021 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 15.04.2021 
 
Impfzentrum Chorweiler 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
wir bitten folgenden Ersetzungsantrag zu TOP 8.3.15 auf die Tagesordnung der 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) zu nehmen: 
 
Beschluss 
Die Verwaltung wird beauftragt: 
 bei der Landesregierung darauf hin zu wirken, dass in Köln mehr als ein Impfzentrum 
betrieben werden kann, das möglichst im Bezirk Chorweiler anzusiedeln ist, weil es 
im Bezirk Chorweiler kein Krankenhaus gibt. Sollte das nicht erfolgreich sein, ist ein 
alternativer Standort zu finden, an dem mobile Impf-Teams die Bevölkerung im Bezirk 
Chorweiler impfen können. 
 zu prüfen, ob in der Stadt Köln und im Bezirk Chorweiler zusätzlich Betriebsärzte, 
Veterinärmediziner und weitere Fachärzte in die Impfungen miteinbezogen werden 
können. 
 Informationen über die Impfstoffe auf der Internetseite der Stadt Köln in zusätzlichen 
Sprachen anzubieten (u.a. Englisch, Türkisch, Russisch, Arabisch). 
 eine Informationskampagne im Bezirk Chorweiler zu starten, bei der bekannte 
Akteure des Stadtbezirks in unterschiedlichen Sprachen über die Impfkampagne 
aufklären, um so gerade in der migrantischen Community die Akzeptanz zu erhöhen. 
Begründung 
Die Impfkampagne in Deutschland verläuft weiter schleppend. Der bis hierhin maßgebliche 
Grund dafür – die fehlenden Impfdosen – wird mit zunehmenden Lieferungen in den 
nächsten Woch en und Monaten wegfallen. Im Gegenzug werden aber zwei neue 
Flaschenhälse entstehen: (a) wie schnell wir die vielen Dosen verimpfen können und (b) wie 
viele Menschen dazu bereit sind, sich tatsächlich impfen zu lassen.

- 2 - 
 
zu a) 
Das Impfzentrum in der Koelnme sse wird zukünftig bis zu 7000 Menschen impfen können. 
Bald schon werden diese Kapazitäten nicht mehr ausreichen, um den gesamten gelieferten 
Impfstoff zu vergeben. Gerade im weit entfernten Bezirk Chorweiler bietet es sich an, in einer 
eignen Örtlichkeit ein weiteres Impfzentrum zu errichten, um zum einen das allgemeine 
Impftempo zu erhöhen, zum anderen aber auch der Bevölkerung des Bezirks selbst die 
Anreise zu erleichtern. Sollte dies nicht möglich sein, können aber auch alternativ mobile 
Impfteams dezentrale Impfungen an unterschiedlichen Orten im Bezirk durchführen. 
Neben dem Impfen in Impfzentren muss zusätzlich das Impfen bei Hausärzten, aber auch 
bei anderen Fachärzten, die dazu willens und fähig sind, vorangetrieben werden. Gerade 
auch die Betriebsä rzte der großen Industrieanlagen im Kölner Norden können schnell und 
unkompliziert ihre Belegschaft sowie weitere Impfwillige versorgen. Auch der Bundesverband 
der Tierärzte hat bereits seine Unterstützung angeboten. Wir befinden uns nicht in einer 
Situation, bei der wir wählerisch sein sollten, beim Impfen gilt: Tempo, Tempo, Tempo. 
 
 
zu b) 
Eine breite Impfinfrastruktur nützt nichts, wenn den Menschen das Vertrauen in die Vakzine 
fehlt und nur wenige zur freiwilligen Impfung bereit sind. Deswegen ist es wi chtig, dass alle 
Verbände – der Bund, das Land NRW, aber auch die Stadt Köln – an einem Strang ziehen, 
um gemeinsam die Bevölkerung zu informieren. Auf der Internetseite der Stadt Köln finden 
sich umfassende Informationen zu den Impfungen allgemein, aber auch über den Betrieb der 
Impfzentren. Diese Informationen sind aber, mit Ausnahme weniger Dokumente, 
ausschließlich auf Deutsch verfasst und berücksichtigen so nicht, dass viele Migranten z.B. 
in Chorweiler aber auch in anderen Stadtbezirken Probleme mit d er deutschen Sprache 
haben. Deswegen sollten alle Informationen auf der Internetseite der Stadt Köln zu den 
Impfungen zumindest auch auf Englisch abrufbar sein, bestenfalls aber auch in den 
Sprachen der größten Migrantengruppen in Köln. 
Nicht zuletzt die A nalyse des Fraunhofer-Instituts hat gezeigt, dass die Infektionszahlen in 
Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte tendenziell 
höher sind. Neben strukturellen Gründen – etwa das Zusammenleben in großen Familien auf 
kleinem Raum, der Verrichtung körperlicher Arbeit ohne Möglichkeit auf Home Office – spielt 
auch  fehlende Aufklärung unter Migranten eine Rolle. Damit dieses Problem ausgeräumt 
werden kann, sollte eine Werbekampagne gestartet werden, bei der im Bezirk Chorweiler 
bekannte und vertraute Personen über die Impfstoffkampagne auch in den jeweiligen 
Landessprachen aufklären. In Berlin-Neukölln hat der Bezirksbürgermeister gemeinsam mit 
verschiedenen Personen (etwa einem Psychologen, dem Leiter des Deutsch -Arabischen 
Zentrums, einem Imam der Neuköllner Begegnungsstätte und Sprachmittlerinnen) Videos in 
unterschiedlichen Sprachen veröffentlicht, um so die Migranten im Berliner Bezirk 
anzusprechen. Diese Aktion hat Vorbildcharakter und sollte auch im Bezirk Chorweiler 
durchgeführt werden. 
Auf diesem Wege schaffen wir es, weite Teile der Bevölkerung bis zum Sommer geimpft zu 
bekommen 
 
Für die CDU-Fraktion          Für die SPD-Fraktion       Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
   
Norbert Schott            Inan Gökpinar                 Wolfgang Kleinjans  
(Fraktionsvorsitzender)            (Fraktionsvorsitzender)        (Fraktionsvorsitzender)  
 
 
Für die Fraktion Die Linke         FDP-Einzelmandatsträger 
Klaus Roth    Joshua Schlimgen 
(Fraktionsvorsitzender)

Beratungsverlauf (1)

15.04.2021 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0738/2021
Typ
Gem. Änderungsantrag BV6 (CDU)
Datum
15.04.2021
Erstellt
13.04.2021 14:36