AN/0738/2021
Impfzentrum Chorweiler
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Gem. Änderungsantrag (CDU BV6)
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CDU-Fraktion, SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion Die Linke und Lilo Heinrich, FDP Herr Schlimgen Gleichlautend Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Herrn Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0738/2021 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 15.04.2021 Impfzentrum Chorweiler Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten folgenden Ersetzungsantrag zu TOP 8.3.15 auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) zu nehmen: Beschluss Die Verwaltung wird beauftragt: bei der Landesregierung darauf hin zu wirken, dass in Köln mehr als ein Impfzentrum betrieben werden kann, das möglichst im Bezirk Chorweiler anzusiedeln ist, weil es im Bezirk Chorweiler kein Krankenhaus gibt. Sollte das nicht erfolgreich sein, ist ein alternativer Standort zu finden, an dem mobile Impf-Teams die Bevölkerung im Bezirk Chorweiler impfen können. zu prüfen, ob in der Stadt Köln und im Bezirk Chorweiler zusätzlich Betriebsärzte, Veterinärmediziner und weitere Fachärzte in die Impfungen miteinbezogen werden können. Informationen über die Impfstoffe auf der Internetseite der Stadt Köln in zusätzlichen Sprachen anzubieten (u.a. Englisch, Türkisch, Russisch, Arabisch). eine Informationskampagne im Bezirk Chorweiler zu starten, bei der bekannte Akteure des Stadtbezirks in unterschiedlichen Sprachen über die Impfkampagne aufklären, um so gerade in der migrantischen Community die Akzeptanz zu erhöhen. Begründung Die Impfkampagne in Deutschland verläuft weiter schleppend. Der bis hierhin maßgebliche Grund dafür – die fehlenden Impfdosen – wird mit zunehmenden Lieferungen in den nächsten Woch en und Monaten wegfallen. Im Gegenzug werden aber zwei neue Flaschenhälse entstehen: (a) wie schnell wir die vielen Dosen verimpfen können und (b) wie viele Menschen dazu bereit sind, sich tatsächlich impfen zu lassen. - 2 - zu a) Das Impfzentrum in der Koelnme sse wird zukünftig bis zu 7000 Menschen impfen können. Bald schon werden diese Kapazitäten nicht mehr ausreichen, um den gesamten gelieferten Impfstoff zu vergeben. Gerade im weit entfernten Bezirk Chorweiler bietet es sich an, in einer eignen Örtlichkeit ein weiteres Impfzentrum zu errichten, um zum einen das allgemeine Impftempo zu erhöhen, zum anderen aber auch der Bevölkerung des Bezirks selbst die Anreise zu erleichtern. Sollte dies nicht möglich sein, können aber auch alternativ mobile Impfteams dezentrale Impfungen an unterschiedlichen Orten im Bezirk durchführen. Neben dem Impfen in Impfzentren muss zusätzlich das Impfen bei Hausärzten, aber auch bei anderen Fachärzten, die dazu willens und fähig sind, vorangetrieben werden. Gerade auch die Betriebsä rzte der großen Industrieanlagen im Kölner Norden können schnell und unkompliziert ihre Belegschaft sowie weitere Impfwillige versorgen. Auch der Bundesverband der Tierärzte hat bereits seine Unterstützung angeboten. Wir befinden uns nicht in einer Situation, bei der wir wählerisch sein sollten, beim Impfen gilt: Tempo, Tempo, Tempo. zu b) Eine breite Impfinfrastruktur nützt nichts, wenn den Menschen das Vertrauen in die Vakzine fehlt und nur wenige zur freiwilligen Impfung bereit sind. Deswegen ist es wi chtig, dass alle Verbände – der Bund, das Land NRW, aber auch die Stadt Köln – an einem Strang ziehen, um gemeinsam die Bevölkerung zu informieren. Auf der Internetseite der Stadt Köln finden sich umfassende Informationen zu den Impfungen allgemein, aber auch über den Betrieb der Impfzentren. Diese Informationen sind aber, mit Ausnahme weniger Dokumente, ausschließlich auf Deutsch verfasst und berücksichtigen so nicht, dass viele Migranten z.B. in Chorweiler aber auch in anderen Stadtbezirken Probleme mit d er deutschen Sprache haben. Deswegen sollten alle Informationen auf der Internetseite der Stadt Köln zu den Impfungen zumindest auch auf Englisch abrufbar sein, bestenfalls aber auch in den Sprachen der größten Migrantengruppen in Köln. Nicht zuletzt die A nalyse des Fraunhofer-Instituts hat gezeigt, dass die Infektionszahlen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte tendenziell höher sind. Neben strukturellen Gründen – etwa das Zusammenleben in großen Familien auf kleinem Raum, der Verrichtung körperlicher Arbeit ohne Möglichkeit auf Home Office – spielt auch fehlende Aufklärung unter Migranten eine Rolle. Damit dieses Problem ausgeräumt werden kann, sollte eine Werbekampagne gestartet werden, bei der im Bezirk Chorweiler bekannte und vertraute Personen über die Impfstoffkampagne auch in den jeweiligen Landessprachen aufklären. In Berlin-Neukölln hat der Bezirksbürgermeister gemeinsam mit verschiedenen Personen (etwa einem Psychologen, dem Leiter des Deutsch -Arabischen Zentrums, einem Imam der Neuköllner Begegnungsstätte und Sprachmittlerinnen) Videos in unterschiedlichen Sprachen veröffentlicht, um so die Migranten im Berliner Bezirk anzusprechen. Diese Aktion hat Vorbildcharakter und sollte auch im Bezirk Chorweiler durchgeführt werden. Auf diesem Wege schaffen wir es, weite Teile der Bevölkerung bis zum Sommer geimpft zu bekommen Für die CDU-Fraktion Für die SPD-Fraktion Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Norbert Schott Inan Gökpinar Wolfgang Kleinjans (Fraktionsvorsitzender) (Fraktionsvorsitzender) (Fraktionsvorsitzender) Für die Fraktion Die Linke FDP-Einzelmandatsträger Klaus Roth Joshua Schlimgen (Fraktionsvorsitzender)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0738/2021
- Typ
- Gem. Änderungsantrag BV6 (CDU)
- Datum
- 15.04.2021
- Erstellt
- 13.04.2021 14:36