V/0675/2025
Fortführung Resilienzstrategie und Handlungskonzept für den Aasee
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Beschlussvorlage
16174 Zeichen
V/0675/2025
V/0675/2025
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Fortführung Resilienzstrategie und Handlungskonzept für den Aasee
Beratungsfolge
20.01.2026 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
22.01.2026 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
03.02.2026 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung
1. Der vom Amt für Mobilität und Tiefbau vorgelegte Sachstandsbericht zur Umsetzung der Resi-
lienzstrategie und des Handlungskonzepts für den Aasee (Anlage 1) wird zur Kenntnis ge-
nommen.
2. Dem Handlungskonzept sowie der daraus resultierenden Maßnahmen wird zugestimmt. Die
Stadtverwaltung wird mit der Fortführung der Umsetzung dieser Maßnahmen beauftragt.
II. Finanzielle Auswirkungen
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Aaseesanierung durchschnittliche jährliche Kosten in
Höhe von ca. 130.000 € anfallen. Diese teilen sich entsprechend der Maßnahmenplanung in investive
und konsumtive Mittel auf. Einnahmen werden nicht erwartet.
Die v.g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren:
Amt für Mobilität und Tiefbau
22.12.2025
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Petrina
Telefon: 492-7224
Petrina@stadt -muenster.de
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Teilergebnisplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkungen
Produktgruppe 1304 Fließende Gewässer
Zeile 13 Aufwendungen für Sach - und
Dienstleistungen
2026 ff. 100.000 jährlich
Teilfinanzplan
Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€ Bemerkungen
Produktgruppe
1304 Fließende Gewässer
Investitionsmaßnahme 4268 Aaseesanierung
Auszahlungen
2026 ff. 30.000 jährlich
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplanentwurf 2026/2027 bei der
o.g. Produktgruppe konsumtiv vollständig und bei der o.g. Investitionsmaßnahme teilweise veran-
schlagt. Zu den Haushaltsberatungen wird die Verwaltung ein Veränderungsblatt zum Haushaltsplan-
entwurf 2026/2027 vorlegen, um die Finanzierung der erforderlichen investiven Ermächtigungen aus
dem Budget des Dezernates für Planung, Bau und Wirtschaft vollständig abzusichern. Es wird zur
Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung unter dem Vorbehalt steht, dass der Rat im
Rahmen der Haushaltssatzung 2026/2027 bzw. der mittelfristigen Ergebnis - und Finanzplanung die
Ermächtigungen bereitstellt.
Die aufgeführten Kosten beschreiben die jährlichen Ausgaben, die sich aus dem Gesamtmaßnah-
menpaket des Handlungskonzepts durchschnittlich ergeben. Die konsumtiven Mittel wurden anhand
der Ausgaben der letzten vier Jahre und der Annahme geschätzt, dass die notwendigen und regel-
mäßigen Maßnahmen dieses Handlungskonzeptes fortgeführt und anhand des sukzessiven Erkennt-
nisgewinns angepasst werden.
Unter Berücksichtigung der vorliegenden Haushaltslage ist es vorgesehen, größere investive Maß-
nahmen zukünftig separat den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen. Die Priorisierung
und Reihenfolge von zukünftigen einzelnen Maßnahmen sind u.a. von ihrer Wirkung und (Kosten -)
Effizienz abhängig. Unterstützen kann hier das 2025 fertiggestellte ökologische Simulationsmodell
des Aasees.
Über die sukzessive Umsetzung der Maßnahmen aus diesem Handlungskonzept wird weiterhin in
einem jährlichen Sachstandsbericht beim Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
berichtet werden.
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Begründung:
1. Voraussetzungen
Die hier aufgeführten Maßnahmen tragen zur Umsetzung der folgenden Ziele zur Klimaanpassung
und Nachhaltigkeitsstrategie bei:
„Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK)“ - Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030 - Teil 3:
„Maßnahmenprogramm 2019 – 2022“ (V/0669/2019):
- Kapitel 2.1 „In Münster bleiben die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und die biologi-
sche Vielfalt ist verbessert, Maßnahme U4 „Umsetzung Maßnahmenkatalog Aasee“
„Handlungskonzept Klimaanpassung 2030 zur Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der
Stadt Münster“ (V/0799/2019):
- Maßnahme A3 „Warn- und Informationssystem“
- Maßnahme H12 „Sanierung des Aasees“
2. Ausgangslage
Im Sommer 2018 erlebten das Münsterland und große Teile Mitteleuropas eine außergewöhnlich lan-
ge Trockenperiode mit anhaltenden Hochdruckwetterlagen, Hitzewellen und Rekordtemperaturen,
was zu einem massiven Fischsterben im Aasee von rund 20 Tonnen und dem Tod von etwa 70 Was-
servögeln führte.
Als Reaktion auf dieses Ereignis beauftragte die Stadt Münster Herrn Prof. Dr. Dr. Dietrich Borchardt
vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Magdeburg, mit der Erstellung eines Gutachtens
zur Ursachenanalyse und Entwicklung eines langfristigen Handlungskonzepts für den Aasee, um die
Widerstandsfähigkeit des Sees zu stärken und zukünftig vergleichbare Lagen besser bewältigen zu
können.
Die wissenschaftliche Ursachenanalyse zeigte, dass eine Vielzahl zeitgleich auftretender Faktoren
das Ereignis auslöste:
• Klimatische und hydrografische Extreme: Langanhaltende Windstille, hohe Wassertemperatu-
ren (bis zu 26,5°C) und ein Rekordtief der Zuflüsse über die Münstersche Aa (nur ca. 40 l/s,
deutlich unter dem Mindestabfluss von 100 l/s)
• Seeinterne Prozesse: Die fehlende Durchmischung der Wassersäule führte zu stabilen
Schichtungen und Sauerstoffdefiziten über Grund (< 1 mg/l). Dies setzte Rücklösungsprozes-
se in Gang, bei denen ein enormer Pool an gebundenen Nährstoffen (insbesondere Phos-
phor) aus dem Sediment freigesetzt wurde.
• Algenblüte und Kollaps des Sauerstoffhaushalts: Diese seeinterne Düngung führte zu einer
massenhaften Algenentwicklung, dominiert von Cyanobakterien (Blaualgen). Das plötzliche
Absterben der Algen verursachte in wenigen Stunden eine erhebliche Zehrung des gelösten
Sauerstoffes und führte zum Zusammenbruch des Ökosystems.
• Überhöhter Fischbestand: Ein wesentlicher Faktor war der extrem hohe Fischbestand von
über 500 kg/ha, eine Besatzdichte, die in gemäßigten Breiten nur in Fischzuchtgewässern
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vorkommt. Die Fische waren durch die hohen Wassertemperaturen und den dadurch sehr ho-
hen Sauerstoffbedarf bereits geschwächt. Das geringe Sauerstoffdargebot reichte für einen
Großteil der Fische nicht mehr zum Überleben aus.
Die Ergebnisse wurden in mehreren Runden Tischen mit rund 30 Expertinnen und Experten disku-
tiert. Per Ratsbeschluss vom 15.08.2022 wurden die Resilienzstrategie und das Handlungskonzept
für den Aasee (V/0235/2022) beschlossen.
3. Handlungsfelder
Das Maßnahmenkonzept beinhaltet die Maßnahmen und Planungen unterschiedlicher Handlungsfel-
der, die nachfolgend zusammengefasst werden. Ausführlichere Informationen können dem Sach-
standsbericht zur Umsetzung der Resilienzstrategie und des Handlungskonzeptes für den Aasee (vgl.
Anlage 1) entnommen werden.
3.1. Frühwarnung- und Interventionsmanagement
Ohne die vorhandenen Monitoringdaten wäre eine fundierte Analyse der Ursachen 2018 und die Be-
stimmung effektiver Maßnahmen nicht möglich gewesen. Die Fortführung und Intensivierung des Mo-
nitorings sind daher essenziell.
Die Stadtverwaltung hat das Monitoring optimiert. Zusätzlich zu den regelmäßigen Vor -Ort-
Messungen wurden zwei Messstellen im Aasee eingerichtet, die kontinuierlich Sauerstoff, Wasser-
temperatur, Chlorophyll-a und Cyanobakterien messen und die Daten per LoRaWAN -Funk an einen
Server liefern. Die Daten werden zusammen mit externen Wetter - und Zuflussdaten ausgewertet.
Anhand festgelegter Grenzwerte können kritische Situationen frühzeitig erkannt werden.
Zur akuten Schadensabwehr wurden zwölf Belüftungsgeräte beschafft. Sie werden jedes Frühjahr auf
dem See installiert. Bei Überschreitung der festgelegten Grenzwerte des Interventionsmanagements
können sie in Betrieb genommen werden und Fischen Rückzugsorte ("Sauerstoffinseln") bieten.
Die frühzeitige Handlungsfähigkeit ist mit diesen Schritten gewährleistet. Das Ziel ist die weiterfüh-
rende Automatisierung des Interventionsmanagements. Hierdurch sollen Messdaten automatisch
geprüft und automatisierte Warnmeldungen erfolgen.
3.2. Fischereiliche Bewirtschaftung und Biomanipulation
Die Steuerung des Fischbestandes ist ein zentraler Pfeiler zur Stabilisierung des Ökosystems. Ziele
sind eine dauerhafte Fischbiomasse von maximal 10 Tonnen und ein Raubfischanteil von 30–40%.
Seit 2021 erfolgt eine intensive Biomanipulation. Durch die Hegebefischung konnten seit 2021 circa
14,6 Tonnen Weißfisch entnommen werden. Parallel dazu wird der Raubfischbestand durch Besatz
mit Zandern (41.200 Exemplare seit 2019) und Hechtbrütlingen (600.000 Exemplare seit 2019) geför-
dert.
Die Untersuchungen zeigen, dass sich die Anzahl der Fische im Aasee seit 2019 erhöht. Hierbei han-
delt es sich überwiegend um Jungfische, sodass der Zuwachs der Biomasse relativ gering ist. Der
Raubfischanteil steigt hinsichtlich der Abundanz an, die Biomasse ist aber weiterhin gering. Dies ist
darin begründet, dass der Raubfischanteil noch im Aufbau ist und somit wenig ältere Fische vorhan-
den sind. Im Jahr 2025 wurde eine gestiegene Zahl junger Zander festgestellt, was auf die Wirksam-
keit der Maßnahmen zur Unterstützung der natürlichen Vermehrung hindeutet.
Um langfristig belastbare Aussagen treffen zu können und das Bewirtschaftungsziel zu halten, ist das
jährliche fischereiliche Monitoring sowie die Fortführung sämtlicher Entnahme - und Besatzmaßnah-
men unumgänglich.
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3.3. Mittelfristige Seebewirtschaftung und Habitatverbesserung
Eine Sedimententnahme zur Reduzierung der seeinternen Düngung wird von Prof. Borchardt nicht
empfohlen, da dies nur einen kurzfristigen Effekt zur Folge hat. Vielmehr ist zur Steigerung der Resili-
enz eine ökologische Aufwertung des Lebensraums im Aasee erforderlich. Hierzu soll weiterhin eine
kontinuierliche naturnahe Umgestaltung der Ufer (Entfernung des Uferverbaus, Anlage von Flach-
wasserzonen) zur Stärkung der natürlichen Ufervegetation und die Schaffung von Lebensräumen
durch das Einbringen von Totholz erfolgen.
Unter Berücksichtigung der vielfältigen Nutzung des Sees wird die für den Bootsverkehr gesperrte
Wasserfläche in Ufernähe genutzt, um durch schwimmende Röhrichtzonen wertvollen Lebensraum
für Insekten, Vögel, Fische und Zooplankton bereitzustellen.
Die kontinuierliche Umgestaltung der Ufer im Rahmen der Gewässerunterhaltung ist fortzuführen. Die
Röhrichtzonen erfordern eine jährliche Unterhaltung über die geplante Dauerhaftigkeit von 8 bis 10
Jahren. Zudem soll die Installation einer Grundbelüftung im Zookanal geprüft werden, um die sauer-
stoffzehrende Schlammauflage zu verringern und die Nährstoffe im Sediment zu binden.
3.4. Ökologische Verbesserung der Gewässer im Einzugsgebiet
Um das ökologische Gleichgewicht des Aasees zu verbessern, ist eine umfassende Betrachtung des
gesamten wasserwirtschaftlichen Systems, einschließlich des oberhalb liegenden Einzugsgebiets,
notwendig. Ziel ist es, die Wasserqualität und Biodiversität der Zuflüsse zu steigern, um das gesamte
System ökologisch zu stabilisieren. Dazu sind naturorientierte Maßnahmen zur ökologischen Verbes-
serung an den Gewässern des Einzugsgebiets erforderlich, die über das ursprüngliche Konzept hin-
ausgehen.
Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen ergibt sich aus der EG -Wasserrahmenrichtlinie, die vor-
schreibt, Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Diese Maßnahmen werden
durch die Stadtverwaltung sukzessiv durch naturnahen Gewässerausbau und im Rahmen der Ge-
wässerunterhaltung umgesetzt. Schwerpunktgewässer waren in den letzten Jahren der Gievenbach
sowie Teilbereiche der Münsterschen Aa mit unterschiedlichen Maßnahmen. Zukünftig sind weitere
Maßnahmen an der Münsterschen Aa und der Hunnebecke geplant.
3.5. Stoffeinträge aus der Landwirtschaft und der Stadtentwässerung
Die Entschärfung der gesamten Nährstoffbilanz im See erfordert Maßnahmen in den Siedlungsgebie-
ten und der Landwirtschaft.
Es besteht eine Kooperation mit der Landwirtschaftskammer NRW zur Minderung von Erosions- und
Run-off-bedingten Belastungen aus landwirtschaftlichen Flächen (Schwerpunktgewässer Münster-
sche Aa). Nährstoffeinträge aus dem Einzugsgebiet durch Wasservögel sind ein weiteres Handlungs-
feld. Das Gänsemonitoring 2024/2025 zeigte, dass ein aktives Bestandsmanagement derzeit nicht
notwendig ist, aber eine weitere Beobachtung und erneute Erfassung ab 2029 empfohlen wird.
Der Aasee erhält neben den Zuflüssen aus Gewässern auch solche aus besiedelten Gebieten über
Einleitungen aus der Regenwasserkanalisation. Um die gesamte Nährstoffbilanz im See zu entschär-
fen, sind neben den Verbesserungsmaßnahmen an Gewässern dementsprechend auch Maßnahmen
in den Siedlungsgebieten erforderlich. Diese sind im Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Münster
(ABK) klassifiziert und priorisiert zusammengefasst.
Maßnahmen im Siedlungsgebiet mit Auswirkungen auf die Wasserqualität des Aasees werden priori-
siert, da der wasserwirtschaftliche Nutzen im Gesamtsystem hoch ist. Zu den Maßnahmenarten im
Einzugsgebiet des Aasees zählen die Aufhebung von Kleinkläranlagen mit gleichzeitigem Anschluss
an die städtische Kläranlage (z.B. Streusiedlungen „Wenningweg“ und „Im Rüschenfeld“), eine opti-
mierte Regen- und Mischwasserbehandlung im Einzugsgebiet über Retentionsbodenfilter (z.B. Re-
tentionsbodenfilter Roxeler Straße und Welsingheide) und die wasserbewusste Entwicklung von Sied-
lungsflächen, welchen den natürlichen Wasserhaushalt berücksichtigen (z.B. Oxfordkaserne).
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3.6. Entwicklung und Innovation
Die Verwaltung arbeitet intensiv an innovativen Lösungen, um den wasserrechtlichen Anforderungen
zu genügen. Das am Ende 2025 fertiggestellte eindimensionale Ökosystemmodell für den Aasee
(StoLam) des gaiac/RWTH Aachen steht für die Simulation von Maßnahmen zur Resilienzsteigerung
bereit.
Zur Optimierung der Regenwasserbehandlung in Siedlungsgebieten und um dem Problem des Platz-
bedarfs von Retentionsbodenfiltern in Bestandsgebieten zu begegnen, wird gemeinsam mit der FH
Münster über ein Forschungsprojekt eine platzsparende, großtechnische Filteranlage entwickelt.
4. Entwicklung des Aasees seit 2022
Das Aasee-Monitoring zeigt deutlich die hohe Produktivität des Gewässers. Die mittlere Chlorophyll-
a-Konzentration (Algen) der Sommermonate stieg von 2022 bis 2024 deutlich an und hielt das Niveau
auch in 2025. Besonders in den Jahren 2023 und 2024 waren die Eutrophierungserscheinungen
durch zeitweise ausgedehnte Ansammlungen von „Blaualgen“ visuell und olfaktorisch wahrzuneh-
men. Teilweise wurden Konzentrationen wie in 2018 erreicht. Dies betrifft auch die Wassertemperatu-
ren. Durch das pflanzliche Plankton war die Sauerstoffversorgung in der Wassersäule in der Vegeta-
tionsperiode überwiegend gut bis übersättigt. Über Grund kam es zeitweise zu hoher Sauerstoffzeh-
rung, die in den Morgenstunden vereinzelt im fischkritischen Bereich lag. Das eingeführte Interventi-
onsmanagement zeigte sich hier als sehr wirkungsvoll.
5. Zusammenfassung & Ausblick
Sämtliche Gutachten und Monitorings haben gezeigt, dass der Aasee aufgrund seiner Hydrographie
und Morphometrie sowie der Nährstoffbelastung und der vielschichtigen Nutzung auch weiterhin ein
sensibles und sehr produktives System bleiben wird. Da durch die Auswirkungen der Klimaverände-
rungen zukünftig vermehrt ähnlich extreme klimatische Bedingungen wie in den vergangenen Jahren
auftreten werden, ist es zwingend erforderlich, den Aasee auch weiterhin zu stabilisieren und die
Maßnahmen der Resilienzstrategie und des Handlungskonzeptes konsequent fortzuführen. Die
Stadtverwaltung beobachtet den Aasee engmaschig und setzt notwendige Maßnahmen bedarfsweise
und zielgerichtet um. Alle Maßnahmen werden dabei hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft, wissen-
schaftlich begleitet und bei Bedarf angepasst.
In Vertretung
gez.
Robin Denstorff
Stadtbaurat
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1: Sachstandsbericht zur Umsetzung der Resilienzstrategie und des Handlungskonzepts für
den Aasee (Amt für Mobilität und Tiefbau, Dezember 2025)
Anlage A
2110 Zeichen
Anlage A zur V/0675/2025 Kurzüberblick Nach dem massiven Fischsterben im Aasee im Sommer 2018 wurde mit wissenschaftlicher Be- gleitung ein Handlungskonzept für den Aasee erstellt. Dieses befindet sich seit 2022 in der Um- setzung. Die Fortführung und Finanzierung für 2026 ff. ist Gegenstand der Vorlage. Handlungsfel- der bestehen aus unterschiedlichen, teils aufeinander aufbauenden Maßnahmen zur langfristigen Stabilisierung des Aasees, um die Widerstandsfähigkeit des Sees zu stärken und zukünftig ver- gleichbare Ereignisse Lagen besser bewältigen zu können. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit den in der Vorlage dargestellten Maßnahmen wird das Ziel verfolgt, den See bestmöglich resi- lient gegenüber klimatischen und weiteren äußeren Einflüssen aufzustellen. Nur so kann ein mög- lichst stabiles ökologisches Gleichgewicht, eine gute Wasserqualität und schlussendlich auch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten langfristig gesichert werden. Der Aasee ist aufgrund seiner Gestalt, seiner Lage und der intensiven Nutzungen ein hochsensibles Gewässer und bedarf auch zukünftig intensiver Unterhaltung. Die Verbesserung von Ökosystemen ist ein langwieriger Prozess, weshalb keine definierter Reali- sierungszeitraum festgelegt werden kann. Finanzierung Produktgruppe: 1304 Fließende Gewässer Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja Nein Im Haushaltsplanentwurf 2026/27 enthalten? Ja Nein X teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? X Ja Nein X teilw. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig x überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Die Aufgaben der Produktgruppe 1304 beruhen auf folgenden rechtlichen Grundlagen: Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Landeswasserge- setz NW (LWG) Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Klimaschutz – Klimaanpassungskonzept, Nachhaltigkeitsstrategie
V_0675_2025_Anlage 1_Sachstandsbericht
44171 Zeichen
Anlage 1 zur V/0675/2025
Anlage 1 zur V/0675/2025
Sachstandsbericht zur Umsetzung der Resilienzstrategie
und des Handlungskonzepts für den Aasee
Betrifft
Fortführung Resilienzstrategie und Handlungskonzept für den Aasee
Abbildung 1: Luftbild des alten Aasees mit Blick in Richtung Innenstadt © Stadt Münster, Amt für Kommuni kation / Bernhard
Fischer
Amt für Mobilität und Tiefbau
08.12.2025
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Petrina
Telefon: 492-7224
petrina@stadt-
muenster.de
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Anlage 1 zur V/0675/2025
Inhalt
1. Resilienzstrategie und Handlungskonzept für den Aasee ............................................................. 3
1.1 Ergebnis der Ursachenanalyse ......................................................................... .................... 3
2. Handlungsfelder ...................................................................................... ..................................... 4
2.1 Operatives und investigatives Monitoring ............................................................. ................ 4
2.2 Frühwarnung- und Interventionsmanagement ............................................................. ......... 5
2.3 Phosphatfällung zur Bekämpfung der Cyanobakterien (Blaualgen) ...................................... 6
2.4 Fischereiliche Bewirtschaftung ....................................................................... ...................... 7
2.5 Mittelfristige Maßnahmen der Seebewirtschaftung ...................................................... ......... 8
2.6 Ökologische Verbesserung der Gewässer im Einzugsgebiet .............................................. 10
2.7 Sediment- und Nährstoffmanagement im Einzugsgebiet ................................................... . 12
2.8 Nährstoffmanagement im Einzugsgebiet (Stadtentwässerung) ........................................... 13
2.9 Entwicklung und Einsatz innovativer Lösungen (F&E-Projekte) .......................................... 13
3. Entwicklung des Aasees seit 2022 ..................................................................... ........................ 13
4. Zusammenfassung & Ausblick ........................................................................... ........................ 15
Quellen: ............................................................................................. ................................................ 16
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Anlage 1 zur V/0675/2025
1. Resilienzstrategie und Handlungskonzept für den Aasee
Im Sommer 2018 herrschte im Münsterland, wie auch i n großen Teilen Mitteleuropas und Deutsch-
lands, eine Periode ungewöhnlich langer Trockenheit kombiniert mit langen, stabilen Hochdruckwetter-
lagen, mehreren Hitzewellen und Rekordtemperaturen. In der Nacht vom 08. auf den 09. August 2018
kam es daraufhin zu einem ausgedehnten Fischsterben (in der Summe rund 20 Tonnen), das sich am
10. August fortsetzte. Hierbei verendeten zudem eine große Menge Wasservögel (rund 70 Individuen).
Unmittelbar im Anschluss an dieses Ereignis hat die Stadtverwaltung Herrn Prof. Dr. Dr. Dietrich
Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Magdeburg, mit einem Gutachten zur
wissenschaftlichen Begleitung bei der Aufstellung eines Handlungskonzepts für den Aasee in Münster
beauftragt (Borchardt 2021). Ziel des Gutachtens war die Aufarbeitung der Ursachen des Ereignisses
sowie die Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts zur langfristigen Stabilisierung des Aasees, um die
Widerstandsfähigkeit des Sees zu stärken und zukünf tig vergleichbare Lagen besser bewältigen zu
können.
Folgende Teil-Untersuchungen flossen in die Resilie nzstrategie und das Maßnahmenkonzept für den
Aasee ein:
Sedimentologisches Gutachten des Forschungsinstitu ts für Wasser- und Abfallwirtschaft an der
RWTH Aachen (FiW 2019)
Fischereibiologisches Gutachten (Juni 2019) und Fi schereilicher Hegeplan (RWG 2020) für den
Aasee, aufgestellt durch den Ruhrverband
Die Ergebnisse der Teilgutachten sowie die Zwischen ergebnisse des Gesamtgutachtens wurden in
insgesamt vier Runden Tischen gemeinsam mit ca. 30 Expertinnen und Experten diskutiert und abge-
stimmt. Im Rahmen des letzten Runden Tisches am 12. 03.2020 stellte Herr Prof. Borchardt seinen
finalen Entwurf des Gesamtgutachtens einschließlich aller Teilergebnisse und Maßnahmenvorschläge
vor, die von allen Teilnehmenden befürwortet wurden. Per Ratsbeschluss vom 15.08.2022 wurden die
Resilienzstrategie und das Handlungskonzept für den Aasee (V/0235/2022) beschlossen.
1.1 Ergebnis der Ursachenanalyse
Die Analysen von Herrn Prof. Borchardt haben ergebe n, dass das Fischsterben durch eine Vielzahl
zeitgleich aufgetretener Faktoren ausgelöst worden ist:
Eine wesentliche Rolle spielte die im Sommer 2018 vorherrschende Wetterlage. Über einen ungewöhn-
lich langen Zeitraum herrschten extrem hohe Tempera turen bei ausbleibenden Niederschlägen und
langanhaltender Windstille.
Die Zuflüsse zum Aasee über die Münstersche Aa erreichten ein Rekordtief von lediglich ca. 40 l/s über
mehrere Wochen. Die Werte lagen damit deutlich unte r dem bisherigen Mindestabfluss von 100 l/s.
Durch die hohen Lufttemperaturen erhöhte sich auch die Wassertemperatur auf bis zu 26,5°C. Die
gleichzeitige ungewöhnliche Windstille führte außerdem dazu, dass das Wasser im See nahezu stand
und nicht mehr ausgetauscht wurde.
Trotz der nur relativ geringen Wassertiefe sorgten diese Faktoren für stabile Schichtungsverhältnisse
im See. Während an der Oberfläche bedingt durch das pflanzliche Plankton hohe Sauerstoffkonzent-
rationen auftraten, stellten sich durch die fehlend e Durchmischung der Wassersäule über Grund nur
geringe Sauerstoffkonzentrationen (< 1 mg/l) ein. Diese Schichtung hatte zur Folge, dass Prozesse in
Gang gesetzt wurden, durch die gebundene Nährstoffe aus dem Sediment wieder zurück gelöst wur-
den. Dieses Phänomen wurde durch das Institut FiW (2019) in einem separaten Gutachten untersucht.
Darin wird nachgewiesen, dass im Sediment des Aasees ein enormer Pool an Nährstoffen vorliegt, der
bei extremen Sauerstoffdefiziten am Grund des Sees einen maßgeblichen Rücklösungsprozess (ins-
besondere von Phosphor-Verbindungen) auslösen kann.
Durch diese seeinterne Düngung kam es im Jahr 2018 zu einer starken Algenentwicklung, die im Laufe
des Sommers zunehmend von toxischen Cyanobakterien (Blaualgen) dominiert wurde. Das plötzliche
Absterben der Blaualgen sorgte in der Nacht vor dem Fischsterben dafür, dass der Sauerstoffgehalt in
nur wenigen Stunden zusammenbrach und für die viel zu hohe Fischpopulation nicht mehr ausreichte.
Grundsätzlich liegen Wassertemperaturen von über 26°C oberhalb der Toleranzgrenze für Fische und
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Anlage 1 zur V/0675/2025
schwächen deren Stoffwechsel. Zudem ist der Sauerstoffbedarf von Fischen bei hohen Temperaturen
etwa dreimal so hoch wie bei 10°C. Die im Sommer 20 18 vorherrschenden Bedingungen lagen dem-
nach über einen längeren Zeitraum oberhalb der Toleranzgrenze der Fische, was bereits vor Eintreten
der Sauerstoffdefizite zu einer Schwächung der Tiere führte.
Das größte Problem aber stellte der extrem hohe Fischbestand dar. Zum Zeitpunkt des Fischsterbens
belief sich die Population im See auf mehr als 500 kg/ha. Eine derart hohe Besatzdichte kommt natür-
licherweise in vergleichbaren Gewässern nur in Ausn ahmefällen in tropischen Gebieten vor. In den
gemäßigten europäischen Breitengraden sind diese Be satzdichten nur aus Fischzuchtgewässern be-
kannt.
2. Handlungsfelder
Die Resilienzstrategie und das Maßnahmenkonzept für den Aasee bündeln in verschiedenen Maßnah-
menpaketen die folgenden Ziele:
Reduktion der Nährstoffe im Aasee durch Maßnahmen im bzw. am See, den zufließenden Ge-
wässern und gesamten Einzugsgebiet
verträgliche fischereiliche Bewirtschaftung
Fortführung und Intensivierung des Monitorings mit umfangreichem und sicherem Datenma-
nagement
Sicherstellung der Handlungsfähigkeit im Gefahrenf all
Alle Maßnahmen werden hinsichtlich ihrer Wirksamkei t überprüft und wissenschaftlich begleitet. Die
einzelnen Handlungsfelder werden nachfolgend kurz e rläutert und der Sachstand sowie ein Ausblick
dargelegt. Die Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und beteilig-
ten Akteuren.
2.1 Operatives und investigatives Monitoring
Das operative und investigative Monitoring am Aasee soll in Übereinstimmung mit den im Gutachten
genannten Aspekten fortgesetzt werden. Ohne die ber eits vorhandenen Monitoringdaten wäre eine
differenzierte Analyse der Ursachen für das Fischst erben 2018 sowie eine fundierte Bestimmung der
erforderlichen Maßnahmen für eine effektive Resilienzstrategie nicht realisierbar gewesen.
Die Stadtverwaltung verfügt durch die langjährigen Monitorings bereits über eine umfangreiche Daten-
grundlage hinsichtlich der Gewässergüteparameter und der Zuflusssituation. In der Vegetationsperiode
handelt es sich dabei i.d.R. um wöchentlich ermitte lte Daten zu z.B. Chlorophyll-a, Cyanobakterien,
Wassertemperatur, Sauerstoff, Sichttiefe, pH-Wert und Leitfähigkeit.
Umgesetzte Maßnahmen:
Die Probenahme der Stadtverwaltung wurde optimiert, um kritische Werte besonders in Abhängigkeit
der Tag-Nacht-Schwankungen besser zu erkennen. In der Vegetationsperiode wird das Monitoring bei
Bedarf intensiviert und in der übrigen Zeit zurückg efahren. Für das tiefere Verständnis und zur Abbil-
dung der langfristigen Entwicklung der Gewässergüte werden seit 2019 zusätzlich jeden Monat Unter-
suchungen durch einen externen Gewässerökologen dur chgeführt. Diese geben Aufschluss über die
chemische Beschaffenheit des Wassers sowie die Zusammensetzung des Planktons. Im Einzelfall und
in Abhängigkeit der Cyanobakterien-Konzentration werden die Untersuchungsintervalle auch hier ver-
kürzt und Proben zusätzlich auf Cyanobakterien-Toxine untersucht.
Geplante Maßnahmen:
Das Monitoring wird bei neuen Erkenntnissen auf die Entwicklungen im Gewässer und im Hinblick auf
Planungen angepasst.
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Anlage 1 zur V/0675/2025
2.2 Frühwarnung- und Interventionsmanagement
Es sollen kurz- und mittelfristige, integrierte Maßnahmen zur akuten Schadensabwehr entwickelt wer-
den. Dabei steht insbesondere die Frühwarnung im Mi ttelpunkt, die auf den vorhandenen Monitoring-
daten des Aasees basiert und durch prognostische We tter- und Abflussdaten sowie gegebenenfalls
Fernerkundungsinformationen und eine mögliche künstliche Sauerstoffanreicherung ergänzt wird. Die
hydrografischen Rahmenbedingungen bleiben dabei unv erändert. Zur Umsetzung werden regelba-
sierte Schwellenwerte definiert, die das Auslösen von Warnmeldungen, die Information der Öffentlich-
keit und den Start konkreter Interventionsmaßnahmen steuern.
Umgesetzte Maßnahmen:
Ergänzend zu dem angepassten Monitoring wurden vier Sauerstoffmesssonden angeschafft, die am
alten und neuen Aasee in unterschiedlichen Wasserti efen (Oberfläche und über Grund) kontinuierlich
die Wassertemperatur und den Sauerstoffgehalt messe n. Die Messstation am alten Aasee wurde er-
gänzt, und misst neben den Parametern Wassertemperatur und Sauerstoff kontinuierlich auch die Kon-
zentrationen von Chlorophyll-a und Cyanobakterien. Diese Messstationen liefern die Daten per ener-
giesparender LoRaWAN-Funkübertragung an einen Server.
Die Messdaten werden durch die Stadtverwaltung gepr üft, überwacht und verwaltet. Das Datenma-
nagement dient zum einen einer verlässlichen, langfristigen Dokumentation des Zustands des Aasees,
zum anderen fließen diese Daten als wesentliche Gru ndlage in ein Interventionsmanagement im Ge-
fahrenfall ein.
Für die Öffentlichkeit werden Informationen im Smar t City-Dashboard dargestellt, welches durch die
Stabstelle Smart City bereitgestellt wird. Darüber hinaus stehen Daten als open data zum kostenlosen
Download zur Verfügung.
Zur Bewertung der Situation werden die eigenen Messdaten mit externen Daten kombiniert. Beispiele
sind Daten zur aktuellen Wetterlage (DWD), Vorhersa gedaten (DWD), Winddaten (DWD/Stadt Müns-
ter) und Zuflussmengen aus der Münsterschen Aa (LAN UK). Die Grenzwerte wurden aufgrund lang-
jähriger Erfahrungen und anhand des Fischsterbens im August 2018 ermittelt und so gewählt, dass ab
dem Zeitpunkt der Alarmierung mit etwa einer Woche Vorlauf ausreichend Zeit verbleibt, um Interven-
tionsmaßnahmen einzuleiten.
Auch wenn der Aasee kein Badegewässer ist, wurde die „Empfehlung zum Schutz von Badenden vor
Cyanobakterien-Toxinen“ des Umweltbundesamtes (2024 ) im Interventionsmanagement berücksich-
tigt. Aufgrund der intensiven Nutzung des Gewässers wird die Öffentlichkeit bei hohen Cyanobakterien-
Konzentration entsprechend gewarnt, den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden.
Die Überschreitung einzelner Grenzwerte führt nicht zwingend zu einer kritischen Situation im See.
Problematisch ist vielmehr ein zeitgleiches Auftret en unterschiedlicher ungünstiger Verhältnisse, wie
es auch im August 2018 der Fall war.
Interventionsmaßnahmen sind bei großen „Blaualgenblüten“ grundsätzlich begrenzt. Im Frühjahr 2020
hat die Stadt Münster zwölf Belüftungsgeräte bescha fft (vgl. Abbildung 2). Die Geräte sorgen an drei
Standorten durch Umwälzung des Wassers für eine Dur chmischung der unteren, sauerstoffärmeren
mit den oberen, sauerstoffreicheren Wasserschichten sowie für eine Anreicherung mit Luftsauerstoff.
Zu diesen „Sauerstoffinseln“ können sich die Fische zurückziehen.
Die Belüfter werden jedes Frühjahr auf dem See inst alliert, einem Testlauf unterzogen und anschlie-
ßend betriebsbereit gehalten. Eine Inbetriebnahme erfolgt nur, wenn die als kritisch definierten Werte
des Interventionsmanagements erreicht werden.
Eine vollständige Belüftung des Sees ist aus ökologischer Sicht nicht zwingend erforderlich und unter
den gegebenen Voraussetzungen technisch und ökonomisch hier nicht umsetzbar. Die für den Aasee
gewählte Lösung stellt den bestmöglichen Mittelweg zwischen ökologischem Nutzen, technischer Um-
setzbarkeit und den vielschichtigen Ansprüchen der verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Bootsbetrieb)
dar.
- 6 -
Anlage 1 zur V/0675/2025
Abbildung 2: Belüfter im Neuen Aasee © Stadt Münster / Lutz Hirschmann
Geplante Maßnahmen:
Alle erforderlichen Daten werden derzeit teils automatisch und manuell erhoben und ausgewertet, so-
dass die notwendige frühzeitige Handlungsfähigkeit bereits zum jetzigen Zeitpunkt sichergestellt ist.
Das weiterführende Ziel ist es, das Interventionsmanagement einer weiteren Automatisierung zu unter-
ziehen, sodass die Messdaten zukünftig durch ein Datenmanagementsystem automatisch geprüft wer-
den und bei Bedarf automatisierte Warnmeldungen erfolgen.
2.3 Phosphatfällung zur Bekämpfung der Cyanobakteri en (Blaualgen)
Cyanobakterien entwickeln sich insbesondere in den Sommermonaten unter nährstoffreichen und war-
men Bedingungen. Um diese Entwicklung möglichst einzudämmen, wurde seit dem Jahr 2005 im Zeit-
raum von etwa April bis Oktober Eisen-III-Chlorid über die Münstersche Aa in den Aasee eingebracht,
um die gelösten Phosphate im Wasser so zu binden, d ass sie den Algen nicht mehr als Nahrungs-
grundlage zur Verfügung stehen. Die gefällten Phosp hate wurden als Partikel teilweise ausgetragen,
teilweise im Sediment angelagert.
Die Methode erwies sich laut städtischen Messungen und externem Monitoring als wirksam, birgt je-
doch Risiken: Unter extrem sauerstoffarmen Bedingungen können die gebundenen Nährstoffe wieder
freigesetzt werden und Algenblüten sogar verstärken.
Umgesetzte Maßnahmen:
Vor diesem Hintergrund wurde die Bekämpfung der Bla ualgen mittels Phosphatfällung grundsätzlich
überdacht. Insbesondere auch, da bereits in den beiden trockenen Sommern 2018 und 2019 aufgrund
der geringen Abflüsse in der Aa so gut wie kein Fäl lungsmittel eingeleitet werden und somit die ge-
wünschte Wirkung nicht erzielt werden konnte.
Die von Borchardt (2021) beschriebene sehr positive Entwicklung und gute Wasserqualität des Sees
in den Jahren seit 2018 machte deutlich, dass die Blaualgen auch durch ein verbessertes ökologisches
Gleichgewicht und natürliche Kreisläufe erfolgreich eingedämmt werden können. Aus diesen Gründen
wurde die Zugabe von Fällmittel seit 2019 ausgesetzt und die Anlage mittlerweile zurückgebaut.
Geplante Maßnahmen:
Zukünftig werden aktuelle Forschungsergebnisse und Verfahren adaptiert, um somit die Reduzierung
seeinterner Düngungs- und Rücklösungprozesse zu erreichen und damit extremen Blaualgenblüten im
Aasee entgegenzuwirken.
- 7 -
Anlage 1 zur V/0675/2025
2.4 Fischereiliche Bewirtschaftung
Die fischereiliche Bewirtschaftung soll sich an den Vorgaben des fischereilichen Hegeplans (RWG
2020) orientieren, der das Bewirtschaftungsziel „Za ndergewässer“ festlegt und dafür entsprechende
Obergrenzen der Biomasse definiert. Der Hegeplan be nennt Zielgrößen der Artenzusammensetzung
und Biomasse für eine verträgliche fischereiliche B ewirtschaftung des Sees, zeigt Wechselwirkungen
des Fischbestands mit der Wasserqualität auf und beschreibt dessen Einfluss auf die Nährstoffrücklö-
sung aus dem Sediment.
Aus der Ursachenanalyse ging hervor, dass auch der extrem hohe Fischbestand mit mehr als 500 kg/ha
eine wesentliche Rolle für das massive Fischsterben gespielt hatte. Durch die hohe Produktivität des
Sees vermehrte sich der Fischbestand mit ca. 3,5 To nnen Fischbiomasse pro Jahr sehr schnell. Ziel
ist es, den Fischbestand dauerhaft bei einer gewässerverträglichen Menge von maximal 10 Tonnen im
gesamten See zu halten. Der Anteil an Raubfischen s oll bei ca. 30-40% des Gesamtfischbestands
liegen, um auch über die natürliche Nahrungskette einer Massenvermehrung der Weißfische (Cyprini-
den) entgegenzuwirken. Dies bedarf neben Maßnahmen zur fischereilichen Hege auch strukturellen
Verbesserungen des Aasees.
Umgesetzte Maßnahmen:
Seit 2021 wird durch fischereiliche Maßnahmen eine Biomanipulation durchgeführt. Hierbei wird der
Weißfischbestand durch regelmäßige Hegebefischung r eduziert und der Raubfischbestand durch re-
gelmäßigen Besatz der relevanten Arten, Zander und Hecht, gefördert. Ergänzend werden die Gewäs-
serstrukturen, besonders im Hinblick auf die beiden Raubfischarten, stetig weiterentwickelt.
Durch die Mitglieder des Fischereivereins FRÜHAUF M ünster wird der Aasee jährlich befischt. Auf-
grund der hohen Produktivität des Sees wird dies du rch eine professionelle und tierschonende Netz-
und Reusenbefischung ergänzt, die derzeit alle zwei Jahre durch die Stadtverwaltung beauftragt wird
(vgl. Abbildung 3).
Abbildung 3:Fangstatistik der Hegebefischung von 2021 bis 2024
Die Fänge der Berufsfischer werden in andere Gewäss er der Fischereivereins umgesetzt. Seit 2021
konnten über die Hegebefischung ca. 14,6 Tonnen Weißfisch aus dem Aasee entnommen werden.
Der Fischbesatz erfolgt jährlich durch den Fischereiverein mit Unterstützung des Ruhrverbandes. Ins-
gesamt wurde der Aasee seit 2019 mit ca. 41.200 ein- und zweijährigen Zandern und 600.000 Hecht-
brütlingen besetzt.
Die Entwicklung des Fischbestandes wird regelmäßig im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe
untersucht. Dabei wird neben der Fischart auch die Länge, das Gewicht, das Alter sowie der Gesund-
heits- und Ernährungszustand bestimmt. Die häufigsten Fischarten im Aasee sind weiterhin Rotauge,
Güster, Flussbarsch und Brassen. Dies geht aus der Untersuchung aus dem Jahr 2022 hervor.
Diese zeigte auch, dass sich die Kennzahl CPUE (Fang pro Aufwandseinheit) und damit die Anzahl der
Fische im Aasee weiterhin erhöht (vgl. Tabelle 1). Hierbei handelt es sich überwiegend um Jungfische,
sodass der Zuwachs der Biomasse relativ gering ist. Der Raubfischanteil steigt im Aasee hinsichtlich
4852 4329
789
4637
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
2021 2022 2023 2024
Weißfisch / Cypriniden (kg)
- 8 -
Anlage 1 zur V/0675/2025
der Abundanz an, ist in Bezug auf die Biomasse aber weiterhin gering. Dies ist darin begründet, dass
der Raubfischanteil noch im Aufbau ist und somit wenig ältere Fische vorhanden sind.
Die Fischbestandsuntersuchung aus dem Jahr 2025 befindet sich derzeit noch in der Auswertung durch
den Ruhrverband. Die Ergebnisse werden im Januar/Februar 2026 erwartet. Es kann vorweggenom-
men werden, dass die Zahl der jungen Zander, die im gleichen Jahr geschlüpft sind, gestiegen ist. Dies
deutet darauf hin, dass die Maßnahmen zur Unterstüt zung der natürlichen Vermehrung Wirkung zei-
gen. Zudem wurde erstmals der Rapfen als neue Raubfischart im Aasee entdeckt. Grundsätzlich stellt
sich die Wirkung einer Biomanipulation über einen langen Zeitraum ein.
Tabelle 1: Vergleich von Abundanz und Biomasse der bisherigen Fischbestandsuntersuchungen
Raubfische Friedfisch e
Jahr Arten CPUE Abundanz (%) Biomasse (%)
Ziel 30-40%
Abundanz (%) Biomasse (%)
2019 13 3,45 1,86 12,76 98,14 87,24
2021 14 4,61 1,16 12,54 98,84 87,46
2022 11 4,89 3,87 13,35 96,13 86,65
2025 In Auswertung
Geplante Maßnahmen:
Um kontinuierlich und langfristig belastbare Aussag en zu Umfang und Zusammensetzung des Fisch-
bestands treffen zu können, ist das Führen, Auswert en und Fortschreiben einer jährlichen Fang- und
Fischereistatistik sowie ein regelmäßiges fischereiliches Monitoring, wie es in den vergangenen Jahren
bereits geführt wurde, auch zukünftig unumgänglich.
Sowohl das Monitoring als auch die Fortführung sämt licher Entnahme- und Besatzmaßnahmen erfol-
gen in enger Abstimmung mit dem Landesfischereiverband Westfalen und Lippe, dem Fischereiverein
sowie den zuständigen Behörden der Stadtverwaltung und der Bezirksregierung.
2.5 Mittelfristige Maßnahmen der Seebewirtschaftung
Die Mittelfristigen Maßnahmen der Seebewirtschaftun g zielen nach Borchardt (2022) darauf ab, die
Resilienz des Sees zu erhöhen. Dazu gehören unter a nderem eine angepasste Ufergestaltung sowie
Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Sees als Lebensraum. Von einer Sedimententnahme
rät der Gutachter in diesem Zusammenhang ab. Eine s olche Maßnahme würde die Situation, wenn
überhaupt, nur kurzfristig verbessern, da sich rasc h neues, nährstoffbelastetes Sediment ablagern
würde. Auch künftig würden der Nährstoffhaushalt un d die Eutrophierungsverhältnisse überwiegend
durch interne Prozesse im See bestimmt bleiben.
Umgesetzte Maßnahmen:
Für Zander und Hecht ist es erforderlich, die Lebensbedingungen weiter zu verbessern, insbesondere
bedarf es ausreichend Unterschlupf- und Laichmöglichkeiten. Seit einigen Jahren werden jedes Früh-
jahr zwölf Laichhilfen (vgl. Abbildung 4) für Zander im Uferbereich ausgebracht und angenommen.
Darüber hinaus werden naturnah gestaltete Uferbereiche bereitgestellt. Vor einigen Jahren wurden be-
reits an einzelnen Stellen (westlich der Freitreppe , südlich Torminbrücke, beidseits des Zoo-Kanals)
Uferabschnitte abgeflacht und auf den so entstandenen Flachwasserzonen breite Röhrichtstreifen an-
gelegt.
Im Rahmen der Gewässerunterhaltung werden seit 2022 kontinuierlich weitere Maßnahmen umge-
setzt. Geeignete Stellen werden identifiziert, der Uferverbau entfernt oder durch ökologischen Uferver-
bau ersetzt (vgl. Abbildung 5). Das Anlegen von Flachwasserzonen und Initialpflanzungen stärken die
natürliche Ufervegetation (vgl. Abbildung 6). Die j ungen Pflanzen werden durch das Aufstellen von
Zäunen vor dem Verbiss durch große Wasservögel wie z.B. Gänse geschützt (vgl. Abbildung 7). Sy-
nergien ergeben sich z.B. mit der Baumpflege. Abgestorbene Bäume oder Teile davon werden vor Ort
- 9 -
Anlage 1 zur V/0675/2025
an den Gewässerufern eingebracht und dienen als wertvolles Habitat für Fische und Kleinstlebewesen
(vgl. Abbildung 8).
Aufgrund der steilen Ufer und der angrenzenden Nutz ung ist es nicht überall möglich, den Verbau zu
entfernen. Deshalb wird auch die Wasserfläche in Ufernähe genutzt, die für den Bootsverkehr gesperrt
ist. An drei Standorten wurden insgesamt vierzehn R öhrichtzonen in Gruppen installiert, die über und
unter Wasser wertvollen Lebensraum für Insekten, Vö gel, Fische und Zooplankton bereitstellen (vgl.
Abbildung 9).
Abbildung 4: Laichhilfe mit Zanderlaich
Abbildung 5: Entfernung von Uferverbau
Abbildung 6: Anlegen der Flachwasserzone an der Bastion
Abbildung 7: Stellen von Zäunen als Verbissschutz
Abbildung 8: Totholz westlich der Torminbrücke
Abbildung 9: Röhrichtzonen-Gruppe am Pardo-Pier
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Anlage 1 zur V/0675/2025
Durch ein Makrophytenmonitoring wird die Wirksamkei t der Maßnahmen untersucht. Im Bereich der
neu angelegten Flachwasserzone an der Bastion wurde im Rahmen des Gewässermonitorings 2025
das Krause Laichkraut als submerse Pflanze entdeckt, was ein Indiz für den Erfolg der Maßnahme über
die Initialpflanzungen hinaus ist.
Geplante Maßnahmen:
Die naturnahe und kontinuierliche Umgestaltung der Ufer im Rahmen der Gewässerunterhaltung hat
sich als effiziente Maßnahme erwiesen und soll fortgeführt werden. Sie bietet den Spielraum, die Maß-
nahmen in Bezug auf Ihre Wirksamkeit stetig anzupassen und zu optimieren. Ein begleitendes Makro-
phytenmonitoring soll den Erkenntnisgewinn verbessern.
Auch die Röhrichtzonen wachsen gut an und werden von unterschiedlichen Organismen angenommen.
Die geplante Dauerhaftigkeit von 8-10 Jahren erfordert eine jährliche Unterhaltung. Es ist vorgesehen,
den jährlichen Nährstoffentzug der Pflanzen aus dem Wasser zu untersuchen und zu quantifizieren.
Der Zookanal erfährt durch den dichten Uferbewuchs einen hohen organischen Eintrag. Dadurch bildet
sich kontinuierlich Schlamm mit hohem organischem A nteil, sodass auch zukünftig mit lokalen Ent-
schlammungs- bzw. Räumungsmaßnahmen zur rechnen ist, um den Fährbetrieb aufrecht zu erhalten.
Zudem entsteht durch die Schlammauflage eine hohe Sauerstoffzehrung, die zur Rücklösung von Nähr-
stoffen aus dem Sediment führen kann. Es soll die I nstallation einer Grundbelüftung geprüft werden,
die den biologischen Abbau der organischen Einträge fördert und die Nährstoffe im Sediment bindet.
2.6 Ökologische Verbesserung der Gewässer im Einzug sgebiet
Um das ökologische Gleichgewicht des Aasees zu verb essern ist eine Gesamtbetrachtung des was-
serwirtschaftlichen Gefüges inklusive des oberhalb liegenden Einzugsgebiets zielführend. Wichtig ist
somit auch die Wasserqualität und die Biodiversität der Zuflüsse zum Aasee zu verbessern und somit
das gesamte System aus See und seinem Einzugsgebiet ökologisch zu stabilisieren. Dazu sind natur-
nahe Ausbaumaßnahmen zur ökologischen Verbesserung an den Gewässern des oberhalb liegenden
Einzugsgebiets erforderlich. Diese gehen über das ursprüngliche Handlungskonzept hinaus.
Die Notwendigkeit zur Durchführung von Maßnahmen zur ökologischen Gewässerverbesserung ergibt
sich grundsätzlich bereits aus den Vorgaben der EG- Wasserrahmenrichtlinie. Diese schreibt vor, alle
Gewässer wieder in einen guten ökologischen Zustand bzw. in ein gutes ökologisches Potential zu
versetzen.
Umgesetzte Maßnahmen:
Ökologische Verbesserung des Meckelbachs (350 m, 2 013)
Ökologische Verbesserung der Münsterschen Aa Absch nitt Sentruper Str. bis Aasee (2,2 km,
2013)
Ökologische Verbesserung der Münsterschen Aa (900 m) und des Unterlaufs des Hülsbachs
(300 m) unterhalb der Hülshoffstraße (2014)
Ökologische Verbesserung Krummer Bach (500 m, 2015 )
Entrohrung des Oberlaufs des Canisiusgrabens (350 m, 2015)
Ökologische Verbesserung des Unterlaufs des Canisi usgrabens (380 m, 2017/18)
Ökologische Verbesserung der Hunnebecke (200 m, 20 19)
Ökologische Verbesserung des Gievenbachs im Bereic h der Oxfordkaserne (500m, 2022)
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Anlage 1 zur V/0675/2025
Geplante Maßnahmen:
Ökologische Verbesserung der Hunnebecke im Bereich des neuen Baugebiets Feldstiege /
Beerwiede
Ökologische Verbesserung der Münsterschen Aa oberh alb der Hülshoffstraße
Überarbeitung Rückhaltebecken Ossenkampgraben inkl usive Überarbeitung der Nieder-
schlagswasserbehandlung
Ferner kann eine naturnahe Gewässerentwicklung auch über eine ökologische Gewässerunterhaltung
initiiert werden. Dazu zählen u.a. die Herausnahme von Sohl- und Uferbefestigungen, die Beseitigung
von Verrohrungen und Durchlässen, die Reduzierung von Mäharbeiten am Ufer, die Anlage von Flach-
und Steilufern, das Einbringen von Totholz sowie in sbesondere die verstärkte Bepflanzung von Ufer-
abschnitten zur Beschattung, um der klimabedingten Erwärmung der Fließgewässer entgegenzuwir-
ken. Diese Maßnahmen sind für den Aasee im Klimaanp assungskonzept der Stadt Münster zusam-
mengefasst unter der Maßnahme H 12: „Sanierung des Aasees“. Diese Maßnahmen werden kontinu-
ierlich umgesetzt.
Seit 2022 wurden sechs solcher Maßnahmen am Gievenbach (vgl. Abbildung 10) umgesetzt. Sie die-
nen der Steigerung von Strömungs- und Habitatdiversität und damit der Reduzierung struktureller und
hydraulischer Defizite.
Abbildung 10: Umgesetzte Maßnahmen (grün) zur ökologischen Verbesserung von Fließgewässern im Rahmen der Gewäs-
serunterhaltung.
- 12 -
Anlage 1 zur V/0675/2025
2.7 Sediment- und Nährstoffmanagement im Einzugsgeb iet
In Kooperation mit der Landwirtschaft soll der flächige Eintrag von Nährstoffen reduziert werden. Durch
die Optimierung der Niederschlagswasserbeseitigung lassen sich punktförmige Nährstoffeinträge (z.B.
Hofentwässerung) häufig effektiv reduzieren. Auch die Reduzierung von Sedimenteinträgen von land-
wirtschaftlichen Flächen und der damit einhergehend en Nährstoffeinträge kann durch die Anlage von
größeren Gewässerrandstreifen signifikant verringert werden.
Umgesetzte Maßnahmen:
Der größte Teil der Gewässer im Einzugsgebiet des A asees auf dem Stadtgebiet Münster liegt in der
Unterhaltungs- und Maßnahmenpflicht des Wasser- und Bodenverbandes Havixbeck-Roxel. Die Un-
tere Wasserbehörde der Stadt Münster (UWB) berät un d überwacht diesen bei der Umsetzung der
Bewirtschaftungsziele. Mit der Umstellung der Gewäs sergüteuntersuchungen der UWB im Jahr 2024
auf das PERLODES-Verfahren können auf dem Stadtgebiet umfangreichere Kenntnisse über den Zu-
stand der Gewässer gewonnen und effektivere Maßnahmen zur Kompensation von stofflichen, hydrau-
lischen und strukturellen Defiziten ermittelt werden. Das Messnetz ist auf die Auswirkungen von kom-
munalen Niederschlagswassereinleitungen aus den ges chlossenen Siedlungsgebieten optimiert, be-
sitzt aufgrund der Beprobungen oberhalb der Siedlun gen aber auch Aussagekraft über die Grundbe-
lastung der Gewässer aus dem übrigen Einzugsgebiet.
Die Münstersche Aa ist Schwerpunktgewässer der Gewässerschutzberatung der Landwirtschaftskam-
mer NRW. In Kooperation mit der Unteren Wasserbehörde und der Bezirksregierung Münster wird die
Aa derzeit über die Dauer von einem Jahr beprobt. Handlungsfelder an den Gewässerabschnitten sind
die Minderung von Erosions- und Run off-bedingten B elastungen sowie die Verhinderung von Pflan-
zenschutzmitteleinträgen in das Oberflächengewässer . Die örtliche Belastungssituation wird mit den
Landwirten und Gärtnern diskutiert und dokumentiert . Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen
können so gemeinsam und gezielt erarbeitet werden.
Einen weiteren wichtigen Eintragspfad von Nährstoff en aus dem Einzugsgebiet stellen Wasservögel,
insbesondere Gänse dar, die nicht nur auf den umlie genden Wiesen, sondern auch weit abseits des
Aasees Nahrung aufnehmen und über den Kot ins Gewäs ser eintragen. Besonders gern halten sich
die Vögel auf den Steganlagen auf von denen der Kot leicht ins Gewässer gewaschen wird.
Der SC Hansa hat diesbezüglich im Jahr 2025 bspw. erfolgreich Vergrämungsmaßnahmen umgesetzt,
sodass die Gänse die Stege meiden. Von der Stadtverwaltung wurden Teile der Ufervegetation einge-
zäunt, damit diese von den Gänsen nicht als Nahrungsquelle genutzt werden können. Darüber hinaus
wurde von März 2024 bis März 2025 ein Gänsemonitori ng durchgeführt (Kalthoff 2025), um die Be-
standsentwicklung am Aasee zu untersuchen.
Die Kartierung am Aasee zeigt, dass die Kanadagans aktuell die meisten Brutreviere besetzt, jedoch
nur einen sehr geringen Bruterfolg hat, da rund 80% der Paare nicht brüten. Trotz dieser Einschränkung
ist jedoch ein kontinuierlicher Anstieg der Populat ion zu beobachten. Auch die Graugans ist als Brut-
vogel vertreten und weist eine moderate Zunahme auf.
Ein wesentlicher, begrenzender Faktor scheint die Nichteignung großer Teile des Sees als Brutgebiet
zu sein. Viele Uferbereiche sind aufgrund von Störungen, Prädation oder anderen Einflüssen nicht ge-
eignet und werden daher nicht zur Brutzeit genutzt. Dies führt zu einer hohen Dichte an Kanadagänsen
im Bereich der ökologischen Verbesserung der Aa. Es ist wahrscheinlich, dass diese Bedingungen die
lokale Bestandsentwicklung der Kanadagans erheblich begrenzen. Zudem dürfte der Bestand der
Graugans durch die stärker vertretene Kanadagans beeinflusst werden, da beide Arten um geeignete
Brutplätze konkurrieren. Im Laufe des Jahres ist regelmäßig eine Zuwanderung aus anderen Gebieten
zu beobachten, etwa von der Schleuse oder dem Zoo.
Vor diesem Hintergrund erscheint ein aktives Bestan dsmanagement derzeit weder notwendig noch
zielführend. Stattdessen wird empfohlen, die Population in etwa fünf Jahren erneut zu überprüfen, um
festzustellen, ob sich der Bestand der Kanadagans a uf einem Plateau stabilisiert hat oder weiter
wächst. Sollte letzteres der Fall sein, könnten Regulierungsmaßnahmen in Erwägung gezogen werden.
Diese wären jedoch mit Herausforderungen verbunden, da Kanadagänse in der Umgebung bereits weit
verbreitet sind. Für das Abwarten und Beobachten spricht zudem, dass die Population der Kanadagans
in NRW offenbar nicht unkontrolliert ansteigt, sondern ihr maximales Niveau erreicht zu haben scheint.
- 13 -
Anlage 1 zur V/0675/2025
Da am Aasee ohnehin nur begrenzter geeigneter Brutl ebensraum für die anspruchsvollere Graugans
zur Verfügung steht, ist davon auszugehen, dass ihr e Population nur in begrenztem Maße weiter an-
wachsen wird.
Geplante Maßnahmen:
Intensivierung des Kontaktes zu den Akteuren im la ndwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet
sowie zum Kreis Coesfeld zur Identifizierung und Umsetzung von Maßnahmen
Weitere Beobachtung der Gänsepopulation Durchführu ng einer Gänse- und Entenerfassung
am Aasee ab März 2029.
2.8 Nährstoffmanagement im Einzugsgebiet (Stadtentw ässerung)
Der Aasee erhält neben den Zuflüssen aus Gewässern auch solche aus besiedelten Gebieten über
Einleitungen aus der Regenwasserkanalisation. Um die gesamte Nährstoffbilanz im See zu entschär-
fen, sind neben den Verbesserungsmaßnahmen an Gewäs sern dementsprechend auch Maßnahmen
in den Siedlungsgebieten erforderlich. Diese sind im Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Münster
(ABK) klassifiziert und priorisiert zusammengefasst.
Maßnahmen im Siedlungsgebiet mit Auswirkungen auf d ie Wasserqualität des Aasees werden priori-
siert, da der wasserwirtschaftliche Nutzen im Gesam tsystem hoch ist. Zu den Maßnahmenarten im
Einzugsgebiet des Aasees zählen die Aufhebung von K leinkläranlagen mit gleichzeitigem Anschluss
an die städtische Kläranlage (z.B. Streusiedlung We nningweg und Im Rüschenfeld), eine optimierte
Regen- und Mischwasserbehandlung im Einzugsgebiet über Retentionsbodenfilter (z.B. Retentionsbo-
denfilter Roxeler Straße und Welsingheide) und die wasserbewusste Entwicklung von Siedlungsflä-
chen, welchen den natürlichen Wasserhaushalt berücksichtigen (z.B. Oxfordkaserne).
2.9 Entwicklung und Einsatz innovativer Lösungen (F &E-Projekte)
Um bestmögliche wasserwirtschaftliche, ökologische sowie auch gesamtstädtebauliche Lösungen zu
erarbeiten und den aktuellen wasserrechtlichen Anfo rderungen Genüge zu tun, arbeitet die Stadtver-
waltung gemeinsam mit Universitäten, Fachhochschulen sowie anderen Kommunen und Planungsbü-
ros intensiv am Wissensgewinn und innovativen Lösungen.
Umgesetzte Maßnahmen:
Unter der Leitung von Hr. Prof. Dr. Tido Strauss wurde durch das Forschungsinstitut Forschungsinstitut
für Ökosystemanalyse und -bewertung (gaiac) an der RWTH Aachen eine eindimensionales Ökosys-
tem für den Aasee (StoLam) erstellt und durch die D aten, die im Rahmen des Monitorings und Inter-
ventionsmanagements erhoben wurden, trainiert. Das Modell steht seit Ende 2025 für die Simulation
von Maßnahmen zur Resilienzsteigerung des Aasees bereit.
Zur Optimierung der Regenwasserbehandlung in Siedlungsgebieten und um dem Problem des Platz-
bedarfs von Retentionsbodenfiltern in Bestandsgebie ten zu begegnen, wird gemeinsam mit der FH
Münster über ein Forschungsprojekt eine platzsparende, großtechnische Filteranlage entwickelt.
Geplante Maßnahmen:
Die Auswirkung unterschiedlicher Maßnahmen zur Resi lienzsteigerung des Aasees sollen durch das
Seemodell StoLam simuliert werden. Diese können so zielgerichteter ausgewählt werden.
3. Entwicklung des Aasees seit 2022
Aufgrund der Morphometrie und der geringen Wasserau stauschrate heizt sich der flache Aasee im
Sommer schnell auf, sodass regelmäßig, zumeist über einen Zeitraum weniger Tage, fischkritische
Temperaturen über 25 °C erreicht werden. Auch unter halb dieses Wertes kann bereits Wärmestress
bei Fischen auftreten. Solche Phasen traten in den vergangenen Sommern über den Zeitraum mehrerer
Tage auf. Die saisonalen Maxima sind von 26,9 °C i m Jahr 2022 bis auf 28,1 °C im Jahr 2025 leicht
angestiegen. Der Jahresverlauf der Wassertemperatur im Aasee ist in Abbildung 11 dargestellt.
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Anlage 1 zur V/0675/2025
Abbildung 11: Ganglinie und Maximalwerte der Wasser temperatur im Aasee in einem Meter Tiefe an der Mes sstation „Alter
Aasee“ für den Zeitraum 2022 bis 2025
Die Gesamt-Chlorophyll-a-Konzentration (Algen & Cyanobakterien) verdeutlicht die weiterhin hohe Pro-
duktivität des Gewässers. Abbildung 12 zeigt die Entwicklung der Mittelwerte der wöchentlichen Mes-
sungen im Zeitraum Mai bis September. Sie stieg von 2022 bis 2024 deutlich an und hielt das Niveau
auch in 2025. In den Jahren 2023 und 2024 waren zeitweise ausgedehnte Ansammlungen von „Blau-
algen“ (Cyanobakterien) visuell und olfaktorisch wahrnehmbar.
Abbildung 12: Boxplott der Gesamt-Chlorophyll-a-Konzentra-
tionen [µg/] im Aasee für die Jahre 2022 bis 2025. Verwendet
wurden die Mittelwerte der wöchentlichen Messungen im
Zeitraum Mai bis September.
Abbildung 13: Boxplott der Sichttiefe [cm] im Aasee f ür die
Jahre 2022 bis 2025. Verwendet wurden die Mittelwert e der
wöchentlichen Messungen im Zeitraum Mai bis September.
Kurzzeitig wurden Konzentrationen wie zur Zeit des Fischsterbens 2018 erreicht. Der Anteil der
Cyanobakterien betrug zeitweise über 90% der gesamt en Chlorophyll-a-Konzentration. Trotz hoher
Gesamtkonzentrationen waren Cyanobakterien im Jahr 2025 an der Oberfläche nur vereinzelt sichtbar,
da ihr Anteil im Vergleich zu den Vorjahren gering war. Entsprechend dem steigenden Algenwachstum
nahmen die Sichttiefe im Mittel über den gleichen Zeitraum ab (vgl. Abbildung 13).
Konzentration [µg/]
0,0
50,0
100,0
150,0
200,0
250,0
300,0
350,0
Chl-a gesamt
2022 2023 2024 2025
Sichttiefe [cm]
0
20
40
60
80
100
120
Sichttiefe
2022 2023 2024 2025
Max. 28,1°C Max. 27,5°C Max. 27,2°C Max. 26,9°C
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Anlage 1 zur V/0675/2025
In den Sommermonaten der vergangenen vier Jahre war die Sauerstoffversorgung in der Wassersäule
über Tag durch die Fotosyntheseleistung des pflanzl ichen Planktons gut. In der Vegetationsperiode
kam es zumeist zu einer Übersättigung. Durch die ho he Primärproduktion kam es nachts zu hoher
Sauerstoffzehrung durch mikrobiellen Abbau. Zusätzl ich nahm bei geringen Windgeschwindigkeiten
der Eintrag von Luftsauerstoff und die Durchmischung des Gewässers ab.
Im den Sommermonaten 2022 bis 2025 kam es so zweitw eise zu einer deutlichen Sauerstoffzehrung
über Grund, die in den Morgenstunden vereinzelt im fischkritischen Bereich lag (vgl. Abbildung 14).
Aufgrund des optimierten Monitorings und des eingef ührten Interventionsmanagements konnten kriti-
sche Phasen frühzeitig erkannt und durch die Belüft ungsgeräte lokale Rückzugsorte für Fische ge-
schaffen werden. Trotz teilweiser ähnlicher Algenko nzentration wie im Jahr 2018 und fischkritischer
Sauerstoffkonzentrationen, wurde keine Notatmung der Fische und auch kein Fischsterben festgestellt.
Abbildung 14: Konzentration des im Wasser gelösten Sauerstoffes in mg/l in den Morgenstunden für die Jahre 2022 bis 2025.
In der Vegetationsperiode werden die Sauerstoffkonzentrationen wöchentlich auf dem See gemessen. Hier dargestellt ist der
Mittelwert je Termin für die Messungen an der Oberfläche und über Grund im Vergleich zur fischkritischen Konzentration von
etwa 4 mg/l.
4. Zusammenfassung & Ausblick
Die bisher vorgenommen Anstrengungen gemäß dem Handlungskonzeptes zeigen erste positive Ent-
wicklungen. Durch die fischereilichen Maßnahmen ist die Abundanz der Raubfische leicht gestiegen.
Im Hinblick auf die Biomasse ist ihr Anteil mit 13, 15 % weiterhin gering, da noch wenig ältere Fische
vorhanden sind. Durch ökologische Aufwertung der Ufer konnten wertvolle Strukturen geschaffen wer-
den. Die steigende Anzahl an juvenilen Raubfischen, die durch natürliche Fortpflanzung im Aasee ent-
stehen, sind ein Indiz für die Wirkung des verbesse rten Dargebots an (Laich-) Habitaten. Da die Bio-
manipulation ein langwieriger Prozess ist, ist davon auszugehen, dass die Maßnahmen noch über viele
Jahre fortgeführt werden müssen, bis die Biomasse d er Raubfische den Zielbereich von 30-40% er-
reicht hat.
Weiterhin wurden in den Jahren 2023 und 2024 trotz teilweise ähnlicher Algenkonzentration wie im
Jahr 2018 nur vereinzelt fischkritische Sauerstoffk onzentrationen über kurze Zeiträume festgestellt.
Das optimierte Monitoring und das eingeführte Inter ventionsmanagement zeigten sich als effektives
Instrument, kritische Phasen frühzeitig zu erkennen und die Belüftungsgeräte entsprechend in Betrieb
zu nehmen. Das Interventionsmanagement bietet Potenzial für Optimierung und Automatisierung.
0
5
10
15
20
25
A MM J J J J A A A S S O MM J J J J J A A S S M M J J J J A A S S O MM J J J J A A S S O
Gelöster Sauerstoff in [mg/l]
Sauerstoffkonzentration (morgens)
Ø Oberfläche Ø über Grund unterhalb fischkritisch
2022 2023 2024 2025
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Anlage 1 zur V/0675/2025
Sämtliche Gutachten und Monitorings haben gezeigt, dass der Aasee aufgrund seiner Hydrographie
und Morphometrie sowie der Nährstoffbelastung und d er vielschichtigen Nutzung auch weiterhin ein
sensibles und sehr produktives System bleiben wird. Da durch die Auswirkungen der Klimaverände-
rungen zukünftig vermehrt ähnlich extreme klimatisc he Bedingungen wie in den vergangenen Jahren
auftreten werden, ist es zwingend erforderlich, den Aasee auch weiterhin zu stabilisieren und die Maß-
nahmen der Resilienzstrategie und des Handlungskonz eptes konsequent fortzuführen. Die Stadtver-
waltung beobachtet den Aasee engmaschig und setzt notwendige Maßnahmen bedarfsweise und ziel-
gerichtet um. Alle Maßnahmen werden dabei hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft, wissenschaftlich
begleitet und bei Bedarf angepasst. Über den Fortsc hritt der Entwicklung soll auch zukünftig, jährlich
im AUKB berichtet werden.
Quellen:
Borchardt, Dietrich (2021): Wissenschaftliche Begleitung Resilienzstrategie Aasee
Forschungsinstituts für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW 2019): ·Sedimentolo-
gisches Gutachten, Ergebnisse der Aasee ‐Untersuchung und Modellierung 2019
Kalthoff, Hannah (2025): Abschlussbericht zur Gänse- und Entenerfassung am Aasee Münster
Ruhr-Wasserwirtschafts-Gesellschafts-mbH (RWG 2020): Fischereilicher Hegeplan für den Aasee
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Roxeler Straße
- Sentruper Straße
- Hülshoffstraße
- Wenningweg
- Im Rüschenfeld
- Welsingheide
- Am Gievenbach
- Feldstiege
- Beerwiede
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0675/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.12.2025
- Erstellt
- 08.12.2025 11:51