AN/1319/2022
Verkehrskonzept für die Sanierung der Mülheimer Brücke
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Sachstandsbericht BV
1531 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
III/622
Vorlagen-Nummer
AN/1319/2022
Stand: 28.03.2024
Sachstandsbericht
Verkehrskonzept für die Sanierung der Mülheimer Brücke
Gemeinsamer Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der Fraktion DIE LINKE und
des Einzelmandatsträgers Altefrohne (Die PARTEI) vom 02.08.2022
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Mülheim beauftragt die Verwaltung, ein umfassendes Verkehrskon-
zept für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für den Zeitraum der Sanierung
der Mülheimer Brücke in der Baudurchführungs -/Verkehrsführungsphase II zu erarbei-
ten/vorzustellen. Ziel des Ver kehrskonzeptes muss sein, die Belastungen für Nutzer*innen
des ÖPNV möglichst gering zu halten.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Von Dienstag, dem 02. April 2024, bis einschließlich Donnerstag, dem 07. November 2024,
wird aufgrund der Erneuerung des Stadtbahnbereichs der gesamte Brückenzug für den Stadt-
bahnverkehr gesperrt. In diesem Zeitraum wird ein Schienenersatzverkehr über die Zoobrücke
eingerichtet. Sowohl im rechts- als auch im linksrheinischen Rampenbereich wird der mittige
Stadtbahnbereich vollständig abgerissen und neu errichtet. Auf der Strom- und Flutbrücke
wird die bestehende Konstruktion durch eine neue Stahl-Fahrbahnplatte ersetzt. Der Schie-
nenersatzverkehr wird nach Abschluss der Arbeiten eingestellt. Die Einschränkungen gelten
somit nur bis zum 07. November 2024.
Nächste Schritte:
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Antrag Verkehrskonzept ÖPNV Sanierung MB
5925 Zeichen
02.08.2022 Antrag: Verkehrskonzept für die Sanierung der Mülheimer Brücke Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE und der Einzelmandatsträger von DIE PARTEI in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim bitten Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufzunehmen. Antrag: Die Verwaltung wird beauftragt, ein umfas sendes Verkehrskonzept für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für den Zeitraum der Sanierung der Mülheimer Brücke in der Baudurchführungs-/Verkehrsführungsphase II zu erarbeiten /vorzustellen. Ziel des Verkehrskonzeptes muss sein, die Belastungen fü r Nutzer*innen des ÖPNV möglichst gering zu halten. Begründung: Der Baubeschluss zur Sanierung der Mülheimer Brücke (Vorlage 1105/2016) hält zur Führung des ÖPNV während der Sanierung der Mülheimer Brücke bislang Folgendes fest: „Der Stadtbahnbetrieb wird für 19 Wochen eingestellt und stattdessen ein Schienenersatzverkehr zwischen Wiener Platz und (…) Slabystraße angeboten. (…) Ein Schienenersatzverkehr über einen derart langen Zeitraum hat erhebliche Auswirkungen für die Fahrgäste der Stadtbahnlinien 13 und 18 und bedeutet somit einen massiven Eingriff in den Betrieb und die Baubetriebsplanung der KVB AG. Es wurden daher einvernehmlich die Arbeiten so terminiert, dass sie in Zeiten mit vergleichsweise geringem Fahrgastaufkommen liegen. Daher kommt lediglich ein Zeitfenster von Mitte April 2018 bis zum Ende der Sommerferien 2018 in Frage. Diese Zeitschiene wurde unverrückbar mit der KVB AG vereinbart. Bei einer verspäteten Vergabe des Bauvertrages und somit einhergehendem verspäteten Baubeginn, bedingt durch Einflüsse bzw. Verzögerungen im oder vor Veröffentlichung des Vergabeverfahrens, wird die Terminschiene jeweils um ein Jahr nach hinten geschoben. “ Der vorgesehene Schienenersatzverkehr (SEV) ist jedoch allein nicht geeignet, die Belastungen für Nutzer*innen des ÖPNV auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Vielmehr ist zu erwarten, dass durch die beabsichtigte Verkehrsführung mit SEV zwischen Mülheim Wiener Platz und dem linksrheinischen Norde n und damit verbunden zwei weiteren Umstiegen an den Haltestellen Wiener Platz /Slabystraße die ÖPNV -Verbindung extrem unattraktiv wird. Aus Gleichlautend an: Herrn Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs - Stadtbezirk Mülheim- Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker -Rathaus- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – FRAKTION DIE LINKE – FRAKTION DIE PARTEI – EINZELMANDATSTRÄGER in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim Wiener Platz 2a, 51065 Köln 51065 Köln Telefon: (02 21) 221 99 309 Fax: (02 21) 221 99 486 Internet: www.gruenekoeln.de/veedel/muelheim diesem Grund kann der SEV nur ein Baustein eines umfassenden Verkehrskonzeptes sein, das die Belastungen für Nutzer* innen des ÖPNV auf ein erträgliches Maß reduziert , indem die weiteren Verbindungen über den Rhein stärker genutzt werden . Aufgrund des langen Zeitraums der Baumaßnahme ist ohne ein akzeptables alternatives ÖPNV-System andernfalls zu erwarten, dass Fahrgäst e auch langfristig verloren gehen, da sie sich nach Alternativen umsehen. Außerdem wird so verhindert, dass ÖPNV -Nutzer*innen aufs Auto umsteigen und so die ohnehin platzmäßig stark reduzierte Mülheimer Brücke überlasten. Laut aktuellen Planungen soll die Baudurchführungsphase II im März 2024 beginnen . Dies dürfte ausreichend Zeit für die Erstellung eines Verkehrskonzeptes lassen. Neben dem im Baubeschluss erwähnten SEV sollen/ können weitere Bestandteile eines solchen Verkehrskonzeptes sein: • Bauzeitraum: April bis Ende der Sommerferien wie im Baubeschluss vorgesehen • KVB-Linie 3: Durchgehende Anbindung der Haltestelle Thielenbruch Die Linie 3 fährt zurzeit an Sonn- und Feiertagen sowie in den Abendstunden im Bezirk Mülheim lediglich bis Holweide. Da die Linie 3 die linksrheinische Innenstadt direkt anbindet und somit eine attrakti ve Alternativroute sein könnte, sollte die Anbindung von Dellbrück durch diese Linie während der Bauphase verbessert werden. • S-Bahn-Linie 11: Erhöhung des Takts zumindest zwischen Dellbrück und Geldernstr./Parkgürtel während der Stoßzeiten Wer aus dem Bezirk Mülheim Richtung Hauptbahnhof (oder umgekehrt) unterwegs ist, nutzt in der Regel die Linie 18 . Dies dürfte sich durch die mit dem Schienenersatzverkehr verbundenen erhöhten Fahrzeiten ändern. Vielmehr ist zu erwarten, dass ÖPNV -Nutzer*innen mit Start bz w. Ziel Hauptbahnhof nunmehr am Bahnhof Mülheim in den ÖPNV der DB umsteigen bzw. schon ab Dellbrück/Holweide die S11 nutzen . Eine Taktverbesserung der S11 zumindest während der Stoßzeiten sollte deshalb angestrebt werden. Mit der Anbindung der Haltestelle Geldernstr./Parkgürtel wird außerdem eine wichtige Haltestelle der – ebenfalls vom SEV betroffenen – Linie 13 zügig angebunden. • Rheinseilbahn: Integration ins KVB-Ticket, Ausweitung der Öffnungszeiten Auch die Rheinseilbahn könnte eine wichtige Rolle zur Verbindung des Links - und Rechtsrheinischen spielen. Voraussetzung wäre eine echte Integration ins KVB - Ticketsystem. Dieser Modellversuch könnte durch eine Untersuchung der Fahrgastströme begleitet werden, um das Potential der dauerhaften Einbeziehung der Seilbahn ins KVB-Ticket zu untersuchen. In diesem Zuge sollte die Seilbahn statt um 10 Uhr bereits um 8 Uhr öffnen, um Pendler*innen eine Alternative zu bieten. • Radverkehrsführung: Optimierung entlang, von und zu der Mülheimer Brücke Da die Bauphase während des Sommers stattfindet, könnte auch der Radverkehr eine umweltverträgliche und attraktive Alternative darstellen. Voraussetzung hierfür wäre eine bessere Instandhaltung der Radwege auf der Mülheimer Brücke sowie die Verbesserung der Linienführung auf den Zu- und Abwegen. gez. Winfried Seldschopf gez. Beate Hane-Knoll gez. Andreas Altefrohne
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Slabystraße
- Geldernstraße
- Wiener Platz 2a
- Mülheimer Brücke 02
- Parkgürtel
- Am Bahnhof
- Zoobrücke
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/1319/2022
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 09.08.2022
- Erstellt
- 09.08.2022 08:53