V/0656/2018
Antrag der Ratsgruppe ödp/Piraten an den Rat Nr. A-R/0024/2016 - Pay-what-you-want im Stadtmuseum
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Antrag_ÖDP_Piraten
2664 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/ 0024 / 2016
Weseler Str. 19-21
48151 Münster
Tel. 0251 76026743
Fax 0251 76023830
gruppe@orange-ratms.de
Ratsantrag
Münster, den 02.05.2016
Pay-what-you-want im Stadtmuseum
Der Rat möge beschließen:
1. Am Stadtmuseum wird eine 'Pay-what-you-want'-Akt ion testweise für ein Jahr
eingeführt.
2. Dem Institut für Marketing der Universität Münst er wird hierbei die Möglichkeit
der wissenschaftlichen Betreuung und Begleitung geboten.
3. Dieses Vorhaben wird vom Stadtmuseum wie von der Stadt Münster öffentlich
beworben, um potentielle Museumsbesucher auf das Angebot hinzuweisen.
4. Nach Ablauf der Testphase entscheidet der Rat üb er eine mögliche
Weiterführung.
Begründung:
Der Eintritt in das Stadtmuseum ist frei. Vielen Besuchern der Stadt, aber auch vielen
Münsteranern dürfte dies gar nicht bekannt sein.
Die Erträge aus dem Museumsshop, der Spendenbox und weiteren
Zuwendungen betragen weniger als 10% der jährlichen Aufwendungen.
Durch die offensive Bewerbung einer 'Pay-what-you-want' Aktion
könnten erhebliche Umsätze generiert werden.
In Münster, wie bundesweit, hat es mehrere 'Pay-wha t-you-want'-Initiativen mit
positiven Ergebnissen gegeben. Einige Beispiele:
1. Der Allwetterzoo Münster bot vom 14.12.2013 bis zum 07.01.2014 die
Möglichkeit der 'Pay-what-you-want'-Bezahlweise. In dieser Periode stiegen die
Einnahmen auf das 2,5-Fache an, wobei eine fünffach e Besucherzahl verbucht
wurde. 1
2. Das Café Prütt probierte die 'Pay-what-you-want' -Bezahlweise 2014 zwei
Monate aus. Während dieser Zeit konnte das Café zu fast 70% Gäste begrüßen, die
bisher nicht zum festen Kundenstamm gehörten, wodur ch die Gästezahl erheblich
anstieg. Obwohl die Gäste im Durchschnitt etwa 20% weniger zahlten, führte die
Aktion zu einem deutlichen Umsatzanstieg. 2
3. Das Red Dot Design Museum in Essen testete die ' Pay-what-you-want'-
Bezahlweise im März 2013. Hierbei stellte sich hera us, dass die Besucher zwar etwa
25% weniger zahlten als sonst vorgegeben, dies aber durch die deutlich höheren
Besucherzahlen überausgeglichen wurde. 3
Gez.
Piraten – Ratsherr Johannes Schmanck
ÖDP – Ratsherr Franz Pohlmann
1Siehe dazu u.a.: http://www.zeit.de/wirtschaft/ 2013-01 /pay-what-you-want ;
http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article113280670/Fuenf-Mal-so-viele-Besucher-dank-Pay-what-
you-want.html.
2http://www.pruett-cafe.de/diesunddas/Pruett-Cafe-PayWhatYouWant.pdf
3http://www.kulturmanagement.net/beitraege/prm/ 39/kind__0/v__d/ni__3029/index.html
Beschlussvorlage
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V/0656/2018 V/0656/2018 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Antrag der Ratsgruppe ödp/Piraten an den Rat Nr. A-R/0024/2016 - Pay-what-you-want im Stadtmuseum Beratungsfolge 30.08.2018 Kulturausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: 1. Der Kulturausschuss der Stadt Münster nimmt zur Kenntnis, dass das pay-what-you-want- Prinzip im Stadtmuseum bereits umgesetzt wird. 2. Die Bearbeitung des Antrages A-R/0024/2016 ist dadurch erfolgt. Begründung: In dem Antrag „Pay what you want im Stadtmuseum“ ( A-R/0024/2016) der Ratsgruppe ödp/PIRATEN fordert die testweise Einführung des pay -what-you-want-Prinzips im Stadtmuseum, um die Erträge des Stadtmuseums zu steigern. Seit Eröffnung des Stadtmuseums ist der Eintritt für die Schausammlung und die Ausstellungen im Stadtmuseum frei. Nach englischem Vorbild wird das Prinzip von „Pay-what-you-want“ umgesetzt und den jeweiligen Entwicklungen angepasst. Die Besucherinnen und Besucher werden sowohl im Eingangsbereich im Erdgeschoss, vor dem Z u- gang zur Schausammlung als auch in den Sonderausstellungsräumen auf die Möglichkeit einer Spende, die den freien Eintritt ermöglicht, aufmerksam gemacht. Ergänz end weisen die Mitarbeiterin- nen und Mitarbeiter im Museumsshop sowie an der Informationsstelle, sogenannter Checkpoint, im 1. Obergeschoss die Menschen ausdrücklich auf die Spendenboxen hin. Außerdem wird auf allen Printmedien und auf den Schaufenstern des Museums auf den freien Eintritt hingewiesen. Bei der Umsetzung des pay -what-you-want-Prinzips muss stets eine Balance zwischen der Möglic h- keit des freien Eintritts in das Museum und der Art der Ansprache für Spenden gefunden werden. Stadtmuseum 26.07.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Dr. Rommé Telefon: 492-4500 RommeB@stadt- muenster.de - 2 - V/0656/2018 Werden die Hinweise a ls bedrängend wahrgenommen, wird von weiteren Besuchen des Stadtmus e- ums abgesehen, wodurch mit einem Rückgang der Besucherzahlen zu rechnen ist. Durchschnittlich konnten in den vergangenen Jahren ca. 3.000, - bis 4.000,- € jährlich durch das pay- what-you-want-Prinzip eingenommen werden. Die eingenommen Spenden unterstützen die Aufwe n- dungen für den Erwerb des kulturellen Erbes Münsters. I.V. gez. Wilkens Stadträtin
Anlage A
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Anlage A zur V/0656/2018 Kurzüberblick Das Stadtmuseum Münster führt bereits das Prinzip pay-what-you-want durch und wirbt damit aktiv um Spenden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Das Prinzip pay-what-you-want hilft dabei, dass alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zur Ge- schichte ihrer Stadt haben und Kenntnisse über das unverwechselbare Stadtbild erlangen kön- nen. Das Stadtmuseum Münster bietet so einen attraktiven Ort der nicht kommerziell geprägten Begegnung und der Bildung. Finanzierung: keine finanziellen Auswirkungen Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Nein Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Nein Bereits veranschlagt? Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig frei- willig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) - Keine
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Weseler Straße 19
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Details
- Aktenzeichen
- V/0656/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.07.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37