3437/2019
Kölner Kinder stärken! - 184 Tausend junge Chancen fördern! Umsetzung der Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten"
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Anlage 1 Beschlussvorlage Kölner Kinder stärken! - 184 Tausend junge Chancen fördern!
140252 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin – Stadt Köln
Kölner Kinder stärken! –
184 Tausend junge Chancen fördern!
Teilhabe- und Verwirklichungschancen
von Kindern, Jugendlichen
und Familien
Leitbild – Strategie – Wirkungsketten
Umsetzung der Landesinitiative
„Kommunale Präventionsketten“
Dezernat der Oberbürgermeisterin
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
Dezernat für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen
Köln, im Oktober 2019
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Lesende,
Kinder- Jugend- und Familienarmut in Köln zu begegn en, stellt uns alle vor eine große Her-
ausforderung. Nicht alle jungen Menschen haben die gleichen Startchancen. Je nach Stadt-
gebiet ergeben sich stark unterschiedlich günstige oder prekäre Bedingungen für ein gelingen-
des Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Machen wir uns bewusst, dass unsere Stadt-
gesellschaft nur so stark ist wie ihre schwächsten Bewohner*innen. Deshalb gilt es hier den
Hebel anzusetzen. Unser Ziel muss es sein, allen Ki ndern und Jugendlichen die bestmögli-
chen Chancen zu eröffnen, damit sie ihre Träume ver wirklichen, ihre Potentiale und Talente
entfalten und Köln in Zukunft mitgestalten können.
Ämter- und dezernatsübergreifend wurde aufbauend au f der Landesinitiative „Kommunale
Präventionsketten“ für Köln ein umfassendes strategisches Instrument zur Chancenförderung
von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. An dieser Stelle möchte ich mich für die kollegiale
Unterstützung aus den Ämtern und Dezernaten recht herzlich bedanken.
Die vorliegende Strategie fokussiert auf die Handlungsfelder „Gerechte Bildungs- und Teilha-
bechancen schaffen“ sowie „Gesundheits- und Entwick lungschancen eröffnen“, denn der
Mangel an Bildung ist eine der Hauptursachen von Ar mut und Ungleichheit und Armut und
ungleicher oder beschränkter Zugang zum Gesundheits wesen und dessen Ressourcen be-
einflusst die Entwicklungschancen von Kindern- und Jugendlichen. Hier wollen wir genauer
hinsehen. Durch ein ganzheitliches Vorgehen soll di e Vielfalt einzelner Programme und För-
dermaßnahmen zukünftig noch wirkungsvoller und qual itativ besser gestaltet werden. Dabei
meint Qualitätsentwicklung insbesondere eine Zugang sgestaltung und Angebotsentwicklung
die passgenau bedarfsgerecht und vor Ort abgestimmt auf die Bedürfnisse von Kindern, Ju-
gendlichen und Familien zugeschnitten ist.
Wir hoffen, dass die Präventionsstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chan-
cen fördern!“ auf breite Resonanz trifft. Sie soll Grundlage, Denkhilfe, Orientierung und Analy-
seraster für aktuelle und zukünftige Entscheidungen zur Bewältigung der vor uns liegenden
Herausforderungen dienen.
Lassen Sie uns gemeinsam 184.000 junge Chancen in Köln gestalten.
Ihr Robert Voigtsberger
Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Inhalt
1. Einleitung :: Kinder-, Jugend- und Familienarmut ........................................ 5
2. Hintergrund :: Landesinitiative „Kommunale Präventionsketten“ ............... 7
2.1. Teilnahme der Stadt Köln am Landesprogramm „Kommunale Präventionsketten“ 7
2.2. Bilanzierung des Handlungskonzeptes gegen die Folgen von Kinderarmut ........11
2.3. Verbindungslinien zu anderen kommunalen Strategien und Plänen ....................13
2.4. Zukünftiges Präventionskonzept der Landesregierung ........................................14
3. Richtschnur :: Leitbild und Strategie ............................................................ 15
3.1. Leitbild .......................................... ................................................... ...................16
3.2. Strategie ......................................... ................................................... .................19
3.2.1. Handlungsfeld: Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit .......................................21
3.2.2. Handlungsfeld: Gesundheits- und Entwicklungschancen ................................23
3.2.3. Strategisches Ziel: Kräfte in Regeleinrichtungen bündeln ................................25
3.2.4. Strategisches Ziel: Zugänge und Übergänge gestalten ...................................28
3.2.5. Strategisches Ziel: Netzwerke energetisieren ..................................................31
3.2.6. Strategisches Ziel: Qualität entwickeln ............................................................34
3.3. Glossar ........................................... ................................................... .................36
4. Daten für Taten :: Aufbau eines sozialräumlichen Monitorings
Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen und Sozialindizierung
von Bildungsinstitutionen ............................................................................. 38
4.1. Präventionsmonitoring als Frühwarnsystem für prekäre Entwicklungsbedingungen
auf teilräumlicher Ebene ............................................................................. ........38
4.2. Sozialindizierung von Schulen und Kindertageseinrichtungen als Instrument zur
bedarfsgerechten Steuerung ........................................................................... ....44
4.3. Verbindungslinie zum Kölner Lebenslagenbericht ...............................................46
5. Analyse :: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Landschaft
präventiver Maßnahmen zur Förderung von Teilhabechancen ................. 49
5.1. Skizze der kommunalen Präventionskette gegen Kinder-, Jugend- und
Familienarmut in Köln ................................................................................ .........49
5.2. Lernnetzwerktreffen der am Landesprogramm beteiligten Kommunen ................54
5.3. Stärken-Schwächen-Analyse der Präventionslandschaft in Köln .........................56
6. Fahrplan :: Maßnahmen und weiteres Vorgehen ......................................... 58
6.1. Kontextbezug der Maßnahmenvorschläge ..........................................................58
6.2. Maßnahmenempfehlungen für die Strukturebene ...............................................59
6.3. Maßnahmenempfehlung auf der Praxisebene .....................................................70
6.4. Resümee und weiteres Vorgehen .......................................................................7 2
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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1. Einleitung :: Kinder-, Jugend- und Familienarmut
Was ist Kinderarmut? Für eine erste Annäherung an den komplexen Begriff erscheint es hilf-
reich, sich Folgendes vor Augen zu führen:
• Jedes fünfte Kind in Köln
lebt von Hartz IV, jeder vierte
junge Mensch lebt in Familien,
die auf staatliche Hilfe angewie-
sen sind und Mindestsiche-
rungsleistungen (SGB II, SGB
XII oder Asylbewerberleistungs-
gesetz) beziehen.
• Kinder- und Jugendarmut
meint immer auch Familienar-
mut, weil die Ressourcenaus-
stattung einer Familie das Maß
der Förderung bestimmt, dass
Eltern ihren Kindern für deren
Entwicklung zukommen lassen
können.
• Kinder- und Jugendarmut
ist im Stadtgebiet stark ungleich
verteilt. Je nach Wohngebiet er-
geben sich stark unterschiedlich günstige oder prekäre Bedingungen für ein gelingendes
Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Köln. In bestimmten Stadtteilen wie z.B.
Chorweiler und Finkenberg liegen die Armutsquoten weit über dem Durchschnitt.
• Je nach Stadtteil oder Stadtviertel in Köln ergebe n sich zum Teil extrem unterschiedlich
günstige oder prekäre Bedingungen für ein gelingend es Aufwachsen von Kindern und
Jugendlichen. Und die sozialräumliche Segregation n immt tendenziell zu, die Schere
öffnet sich weiter.
1
• Kinder- und Jugendarmut schränkt Bildungs- und Ges undheitschancen, kulturelle Teil-
habe und Sozialkontakte ein. Viele Studien belegen die starken Zusammenhänge von
wirtschaftlicher Situation auf der einen und Bildun gsgerechtigkeit, gesundheitlicher
Chancengleichheit und Umweltgerechtigkeit auf der anderen Seite.
Die Stadt Köln kann viel tun, aber nicht alles beeinflussen. Um Kinder- und Familienarmut noch
wirksamer zu bekämpfen, braucht es den Bund und das Land. An dieser Stelle sei auf Fach-
debatten in der Landes- und Bundespolitik über verbesserte familienpolitische Leistungen, ins-
besondere für Alleinerziehende, verbesserte Kinderzuschläge bei Transferleistungen, Kinder-
rechte ins Grundgesetz und erhöhte Bundes- und Land esfördermittel für die Kommunen zur
weiter verbesserten Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien verwiesen.
1 Vergleiche Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialf orschung (WZB), Marcel Helbig, Stefanie Jähnen:
Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Stä dte? Trends und Analysen der Segregation in 74
deutschen Städten, Mai 2018
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Auch wenn es in Köln ein gut ausgebautes, in seinen einzelnen Maßnahmen fast unüber-
schaubares Angebot von Unterstützungsleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien gibt,
gilt: das Bessere ist der Feind des Guten! Es darf und muss gefragt werden, ob es trotzdem
noch Lücken im Hilfesystem gibt, die bestehenden An gebote untereinander optimal vernetzt
sind und wie sich die Gesamtstrategie zur Bekämpfung (der Folgen) von Kinder-, Jugend- und
Familienarmut genau darstellt.
Hier setzte die Landesinitiative „Kommunale Präventionsketten“ (früher: „Kein Kind zurücklas-
sen“) an, an dem sich die Stadt Köln (neben weiteren 39 nordrhein-westfälischen Kommunen)
seit Frühjahr 2017 beteiligt. Das Programm hat eine n strukturfördernden Ansatz und hat die
Stadt Köln dabei unterstützt, einen Qualitätsrahmen zu schaffen, den es zukünftig zu etablie-
ren und weiterzuentwickeln gilt.
Wie sie das macht, wird in der Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge
Chancen fördern!“
2 dargestellt. Sie stellt wesentliche Ergebnisse des im Rahmen der Landes-
initiative begonnenen Reflexionsprozesses dar.
In Kapitel 1 wird im Folgenden die Zielrichtung der Landesinitiative näher erläutert und werden
die Verbindungslinien zum städtischen „Handlungskon zept gegen die Folgen von Kinderar-
mut“ aus 2010 und zu anderen Strategieprozessen in Köln aufgezeigt. In Kapitel 2 werden die
Landesinitiative der Kommunalen Präventionsketten und die damit verbundenen Zielorientie-
rungen für die Kommune dargestellt. Das erarbeitete Leitbild und die Strategie finden sich in
Kapitel 3 wieder. Es stellt die grundlegende Orientierung nach innen und außen vor. Unter der
Überschrift „Daten für Taten“ hebt Kapitel 4 auf den erfolgten Aufbau eines Monitorings zu den
Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen auf so zialräumlicher Ebene im Kontext des
„Monitoring Stadtentwicklung“ ab und zeigt die Verbindungslinie zum Kölner Lebenslagenbe-
richt auf. Kapitel 5 ist ein weiteres Analysekapitel, in dem erstens die bestehende kommunale
Präventionskette gegen Kinder-, Jugend- und Familie narmut in Köln skizziert, zweitens das
Ergebnis einer Stärken-Schwächen-Chancen-und-Risike n-Analyse der Kölner Präventions-
kette präsentiert und drittens Arbeitsergebnisse de s Wissenstransfers aus der Begleitfor-
schung und zwischen der an der Landesinitiative beteiligten Kommunen kurz beschrieben wer-
den. In Kapitel 6 finden sich grundlegende Maßnahmenempfehlungen für den Aufbau der Köl-
ner Präventionskette wieder. Darüber hinaus bietet es einen Ausblick auf das weitere Vorge-
hen.
2 „184 Tausend junge Chancen“; das sind rund 184.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die
nach der aktuellen städtischen Bevölkerungsprognose im Jahr 2040 in Köln leben werden.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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„Wir sind die Summe der Erfahrungen, die wir machen. Für ein
Hartz IV-Kind zählen aber auch die, die es nicht macht: Famili-
enurlaub, Klassenausflug, Musikunterricht oder einfach mal ein
Eis essen gehen. Undine Zimmer erzählt in ihrem Buch davon,
was das tatsächlich bedeutet: von ihren Eltern, die als „nicht in-
tegrierbar in den Arbeitsmarkt“ gelten, von mitleidigen Lehrern,
verständnislosen Sachbearbeitern, der Furcht, bloßgestellt zu
werden, und dem ständigen Gefühl, nicht dazuzugehören.“
Im weiteren Verlauf des vorliegenden Strategiepapiers werden
an verschiedenen Stellen, mit Einverständnis von Frau Zimmer,
Textausschnitte aus ihrem Buch eingefügt sein. Damit soll die
Sicht von Verwaltung und Institutionen auf das Thema Kinder-
armut um die Perspektive von Kindern und Jugendlichen sowie
deren Eltern erweitern werden. 3
2. Hintergrund :: Landesinitiative „Kommunale Präve ntionsketten“
2.1. Teilnahme der Stadt Köln am Landesprogramm „Ko mmunale Präventionsketten“
Der Verwaltungsvorstand hatte in seiner Sitzung am 26.04.2016 eine Teilnahme der Stadt
Köln an der zweiten Phase des Landesprogramms „Kein Kind zurücklassen“ befürwortet und
beschlossen, eine Bewerbung auf den zu diesem Zeitpunkt erwarteten Aufruf des Landes vor-
zubereiten. Die Verwaltung hat sich schließlich im Oktober 2016 erfolgreich um eine Teil-
nahme der Stadt Köln am Landesprogramm „ Kommunale Präventionsketten“ (früher: „Kein
Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen“) b eworben. Am 11.01.2017 war bekannt
gegeben worden, dass Köln zu den 22 Kommunen gehört , die neu an der Landesinitiative
3 Zimmer, Undine (2015): Nicht von schlechten Eltern, Seite 9ff.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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partizipieren werden (vergleiche aus-
führlicher 0149/2017, 0717/2017 und
3345/2017). Am 22.03.2017 wurde
eine Kooperationsvereinbarung mit
Frau Oberbürgermeisterin Henriette
Reker und dem seitens der Landesre-
gierung mit der Durchführung beauf-
tragten Institut für soziale Arbeit e.V.,
ISA Münster unterzeichnet.
Seit Frühjahr 2017 nimmt Köln am Lan-
desprogramm teil. Aufgabe und An-
spruch der an der Landesinitiative teil-
nehmenden Kommunen bestehen
grundlegend darin, ein kommunales
Change Management in der ämter- und
dezernatsübergreifenden Zusammen-
arbeit bei der Förderung der Teilhabe-
und Verwirklichungschancen von Kin-
dern, Jugendlichen und Familien hin zu
einem gemeinsamen strategischen
Vorgehen zu etablieren. Der grundlegende Bezugsrahmen der Landesinitiative ist ein mehrdi-
mensionaler Armutsbegriff. Es geht darum, gelingend es Aufwachsen von allen Kindern und
Jugendlichen, speziell in ökonomisch prekären Leben sverhältnissen, zu gewährleisten und
unter intersektionalen
4 Gesichtspunkten, umfassende und gerechte Teilhabec hancen zu er-
öffnen. Es gilt kind- und jugendspezifische Armutsfolgen zu vermeiden respektive zu begren-
zen, aber auch Ressourcen auf Seiten der Eltern bzw . in der Familie und des Umfeldes zu
fördern.
Entlang der Biographiekette werden die Lebensphasen in den Vordergrund gestellt. Es gilt,
die Lebensphasen von „rund um die Geburt“ bis zum „Übergang Schule Beruf“ in den Blick zu
nehmen. Eine besondere Rolle spielen dabei die Regelsysteme, z.B. die Schule, da in und mit
ihnen Kinder, Jugendliche und deren Familien einen Großteil ihrer Zeit verbringen und hier
Chancen eröffnet werden.
Für die an der Landesinitiative teilnehmenden Kommunen liegt der methodische Fokus in ers-
ter Linie auf dem Aufbau von Wirkungsketten, aus de nen sich dann sinnvolle Maßnahmen
ableiten lassen. Wichtige Arbeits- und Denkprinzipi en sind dabei „vom Kind aus denken“ –
„systematisch vorgehen“ – „Wissen im System bündeln“ – „Verantwortungsgemeinschaften
herstellen“ – „Vorhandenes verzahnen“ – „kommunale Gesamtstrategie entwickeln“.
Das Land unterstützt die Stadt Köln in diesem Zusammenhang vor allem durch
• eine anteilige Personalkostenförderung im Bereich der kommunalen Koordinierung.
• eine kontinuierliche wissenschaftlichen Begleitung und Beratung durch die “Servicestelle
Prävention“, getragen durch das ISA Münster.
4 Siehe ausführlich zu Intersektionalität: Gender-Glossar, Carolin Küppers: https://gender-
glossar.de/glossar/item/25-intersektionalitaet
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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• die Organisation von unterschiedlichen Settings zu r Reflexion und Weiterentwicklung mit
den beteiligten Kommunen, in de-
nen Erfahrungen ausgetauscht
und gegenseitige Unterstützun-
gen geleistet sowie spezifische
Fachthemen vertieft erörtert wer-
den.
Ganz grundsätzlich wird den
Kommunen ein „Qualitätsrah-
men“ vorgeschlagen. Dieser bein-
haltet:
1. Aufbau von Netzwerkstruk-
turen
2. Formulierung eines Leitbil-
des/ einer Vision
3. Entwicklung einer Strategie
mit der Fokussierung auf strategi-
sche Ziele im Kontext kommuna-
ler Möglichkeiten
4. Erarbeitung einer wirkungsgeleiteten Präventions strategie und Aufbau eines Präventi-
onsmonitorings als Baustein für wissensbasierte Handlungsansätze
5. Zielkonkretisierung, bei der die Umsetzung auf M aßnahmenebene einer wissensbasier-
ten, sinngeleiteten Wirkungskette folgt
6. Entwicklung von Indikatoren, die die Prüfung von Wirkannahmen ermöglichen.
7. Insgesamt soll die kommunale Förder- und Prävent ionslandschaft vor Ort mit ihren viel-
fältigen Aktivitäten kontinuierlich auf der Grundla ge eines Steuerungskreislaufs weiter-
entwickelt werden.
Festzuhalten bleibt, dass der Qualitäts- bzw. Steuerungskreislauf
5 im Sinne eines kontinuierli-
chen Verbesserungsprozess fortlaufend stattfindet. Präventionsplanung und kommunale Ko-
ordinierung sind also mit Blick auf die Größe der H erausforderung und die Komplexität der
Realität als kommunale Daueraufgaben anzusehen. Die se bedürfen notwendigerweise einer
Rahmung und Unterstützung durch eine ämter- und dez ernatsübergreifende Informations-,
Abstimmungs- und Steuerungsstruktur auf kommunale E bene, die im Rahmen des Landes-
programms wie folgt erfolgreich etabliert worden ist:
• In einem verwaltungsinternen Steuerungskreis (sieh e Anlage 3, Steuerungsgremien) wer-
den wesentliche Grundzüge der Gesamtstrategie absch ließend erörtert und abgestimmt.
Am Steuerungskreis nahmen in der Vergangenheit u.a. die Dezernent*innen für Bildung,
Jugend und Sport sowie Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen sowie die Referats-
leitung Strategische Steuerung im Dezernat der Ober bürgermeisterin teil. Das Dezernat
5 Siehe ausführlich Bertelsmann-Stiftung (2017): Der Qualitätsrahmen zum Aufbau einer Präventions-
kette
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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für Stadtentwicklung, Planen und
Bauen war durch das Amt für Stadt-
entwicklung und Statistik vertreten.
• Aus der Gruppe der
Teilnehmer*innen des
Steuerungskreis wurde ein
Kernteam gebildet, welches
vorbereitend für die Entscheidungen
des Steuerungskreises den
Qualitätsrahmen der „Kommunalen
Präventionsketten“ bearbeitet.
Vereinbarte Aufgaben des
Kernteams sind: 1. Erarbeitung
eines Leitbildes, 2. Abstimmung
einer Gesamtstrategie, 3. Erstellung
einer Stärken-Schwächen-
Chancen-Risiko-Analyse (SWOT),
4. den Informationsfluss zu weiteren
gesamtstädtischen Lenkungs- und
Arbeitskreisen sicherstellen, 5.
Darstellung und Analyse IST-Stand der Präventionsla ndschaft in Köln, 6. Bilanzierung
des Handlungskonzeptes gegen die Folgen von Kinderarmut aus 2010, 7. Formulierung
eines Aktionsplans.
Das Kernteam besteht aus Vertreter*innen folgender Ämter und Dienststellen: Referat
für Strategische Steuerung, Amt für Integration und Vielfalt, Stabsstelle Integrierte Ju-
gendhilfe- und Schulentwicklungsplanung, Stabsstel le Sozialplanung, Sozialamt, Amt
für Schulentwicklung, Gesundheitsamt, Amt für Kinde r, Jugend und Familie, Sportamt
und Bürgerämter (siehe ausführlich Anlage 3, Mitwir kende der verwaltungsinternen
Steuerungsgremien).
• Die „Frühen Hilfen“ gelten gemeinhin als der erste und das Programm „Kein Abschluss
ohne Anschluss (KAOA)“ als der letzte Baustein eine r kommunalen Präventionskette,
die entlang des Lebenslaufs von Kindern, insbesondere an institutionellen Schnittstellen,
passgenaue Hilfen, Unterstützung und Förderung für Kinder, Jugendliche und Familie
organisiert, um ein gelingendes Aufwachsen zu unterstützen. Darüber hinaus stellen das
Kommunale Integrationszentrum (KI) und das Regional e Bildungsbüro (RBB) wichtige
Netzwerkpartner dar, da sie ebenfalls entlang der B iographie- und Bildungskette von
Kindern und Jugendlichen strukturbildend tätig sind . Austausch und Verknüpfung zwi-
schen diesen Programmen stellen ebenfalls Ziele der „Kommunalen Präventionsketten“
dar.
• In einer erweiterten Kooperations- und Abstimmungs struktur finden sich weitere Ämter
und Dienststellen sowie wichtige Vertreter*innen der Stadtgesellschaft. Um diese zu er-
reichen, wird vor allem auf schon bestehende Kreise und Gremien, wie z.B. Arbeitskreise
nach §§ 78 und 80 SGB VIII (AK 80, AG 78), die AG G esundheit von Kindern und Ju-
gendlichen, die Kommunale Gesundheitskonferenz und den Lenkungskreis Regionale
Bildungslandschaft abgestellt.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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2.2. Bilanzierung des Handlungskonzeptes gegen die Folgen von Kinderarmut
Der Rat der Stadt Köln hat am 30.06.2009 das „Handlungskonzept gegen die Folgen von Kin-
derarmut“ zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, aus den aufgeführten Ziel-
setzungen und Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen und Prioritäten abzuleiten. Dies ist in
der Folgezeit geschehen. Das Konzept war für eine Reihe von Maßnahmen handlungsleitend.
Das alte „Handlungskonzept“ und die damals formulierten Maßnahmen wurden bilanziert. Die
Ergebnisse und Erfahrungen wurden in der nun vorlie genden Gesamtstrategie aufgegriffen.
Diese sind zusammenfassend in Anlage 2 dargestellt.
Die Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 T ausend junge Chancen fördern!“ bildet
die neue Rahmung für die zukünftigen Planungen im Kontext Kinderarmut und der Förderung
von Teilhabe- und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen.
• Auch wenn das „Handlungskonzept gegen die Folgen v on Kinderarmut“ rund 10 Jahre
alt ist, haben die beschriebenen, zum damaligen Zei tpunkt teils schon beschlossenen
Maßnahmen sowie die neu formulierten Maßnahmenideen nach wie vor hohe Rele-
vanz . Das Konzept hat nicht an Aktualität verloren. Bes timmte Maßnahmen waren sei-
nerzeit zudem (und sind es noch) hochinnovativ und sind aus der Präventions- und Hil-
felandschaft nicht mehr wegzudenken. Beispielhaft angeführt seien hier die Kinder-Will-
kommensbesuche, die Einrichtung eines Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienstes (GSD),
das Stadtteilmütter-Programm oder die Rucksackgruppe in Kita und Schule.
• Für einige Ziele, Maßnahmen und Handlungsfelder gi lt, dass sich im Zeitverlauf sehr
starke gesellschaftliche und bildungspolitische Dynamiken entwickelten, die zu re-
gelrechten „ Entwicklungssprüngen “ führten. Dies betrifft zum Beispiel den Ausbau der
Kindertagesbetreuung für unter 3-Jährige (Ausbau de r Versorgungsquote von 9% im
Kindergartenjahr 2007/08 auf 44% im Kindergartenjahr 2019/20, dabei annähernde Ver-
sechsfachung der Platzzahlen, trotz Anstiegs der Kinderzahlen U3 in Köln um 25%) und
den Ausbau der Offenen Ganztagsschule im Primarbere ich (Anstieg der Versorgungs-
quote auf von 52% in 2010 auf 80% im Schuljahr 2019 /20. In beiden Bereichen ist ein
weiterer bedarfsgerechter Ausbau angesichts stark steigender Kinderzahlen, einer stetig
wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz der Kindertagesbetreuung auch kleiner Kin-
der und der Ganztagsschule sowie bestehender bzw. zukünftiger Rechtsansprüche wei-
terhin erforderlich. Gleichzeitig rücken Fragen der Qualität noch stärker in den Blickpunkt
und werden sie aktuell in städtischen Qualitätsoffensiven Kitas und OGTS adressiert.
• Die beigefügte Anlage 2 stellt eine erste Annäheru ng an eine Bilanzierung und Bewer-
tung der hinterlegten Maßnahmen dar. Neben den im a lten Handlungskonzept aufge-
führten hervorgehobenen Maßnahmen bestand und besteht ein Angebots- und Maßnah-
menportfolio, welches sich gleichermaßen vielfältig wie unüberschaubar darstellt.
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6 siehe auch Kapitel 5.1. „Skizze der kommunalen Präventionskette gegen Kinder-, Jugend- und Fami-
lienarmut in Köln“
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Um eine Bewertung unter den Gesichtspunkten eines gemeinsamen Verständnisses
zu gewährleisten, fehlte bisher die Grundlage. Mit der vorliegenden Gesamtstrategie
ergibt sich nun der strukturelle Rahmen, anhand dessen Maßnahmen und Angebote
bewertet und weiterentwickelt werden können. In diesem Zusammenhang sei an dieser
Stelle auf die Maßnahmenempfehlung M8 („Skizze der kommunalen Präventionskette
gegen Kinder-, Jugend- und Familienarmut in Köln weiterentwickeln“) in Kapitel 6.2.
„Maßnahmenempfehlungen für die Strukturebene“ verwiesen. Hier ist auf der Ange-
bots- und Maßnahmenebene eine Bewertung des IST-Standes bzw. der Einzelaktivitä-
ten vor dem Hintergrund der strategischen Ziele/ Zielkategorien vorgesehen, damit
auch die Lücken im System identifiziert werden können. Gleichermaßen sollen Vernet-
zungs- und Synergiemöglichkeiten überprüft und bewertet werden.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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2.3. Verbindungslinien zu anderen kommunalen Strate gien und Plänen
Es bestehen verschiedene Verbindungslinien von der Landesinitiative „Kommunale Präventi-
onsketten“ zu weiteren strategischen Programmen in Köln, von denen an dieser Stelle fünf
ausdrücklich benannt werden sollen:
• Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“ : Die Verwaltung erarbeitet aktuell ein in-
tegriertes Stadtentwicklungskonzept unter dem Titel „Kölner Perspektiven 2030“. Die
vorliegende präventive Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge
Chancen fördern!“ zahlt unmittelbar auf die Entwicklung der Stadt- und Zukunftsstrategie
ein und leistet einen wichtigen Beitrag zur Konkret isierung der Zielstellungen Bildungs-
und Teilhabegerechtigkeit sowie gesundheitliche Cha ncengleichheit für Kinder und Ju-
gendliche in Armutslagen.
• „Kinder- und jugendfreundliches Köln“. Im Februar 2018 wurde Köln als erste Mil-
lionenstadt mit dem Siegel für Kinder- und Jugendfr eundlichkeit ausgezeichnet. Zent-
rales Thema im Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ ist eine ämterübergreifende
Vermittlung der Inhalte der UN-Kinderrechtskonvention und ihre Umsetzung in das Ver-
waltungshandeln aller Ressorts. Das Kindeswohl, sei ne Rahmenbedingungen in der
Stadt und insbesondere die Mitwirkung von Kindern u nd Jugendlichen sowie die Ent-
wicklung von Standards zur Partizipation bilden eine sinn- und wirkungsvolle Ver-
schränkung zu den Zielsetzungen der „Kommunalen Präventionsketten“.
• Die zukünftige Strategie des Amtes für Integration und Vielfalt wird unter Berücksich-
tigung der vorhandenen Konzepte (z. B. Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpoli-
tik, Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtges ellschaft, Diversity Konzept 2020:
Köln l(i)ebt Vielfalt) Leitlinien und strategischen Ziele unter den Aspekten „Vielfalt“ und
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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„Integration“ erarbeiten. Bezogen auf die Zielgruppe der Kinder, Jugendlichen und de-
ren Familien ergeben sich auch hier viele Synergien.
• Förderprogramm „Starke Veedel, starkes Köln“
Mit dem Programm „Starke Veedel – starkes Köln“ werden elf Sozialräume mit beson-
derem Handlungsbedarf in den Blick genommen. Die St adt Köln reagiert mit dem Pro-
gramm auf den integrierten Aufruf des Landes, um di e Chancen der aktuellen EU-För-
derperiode zu nutzen. In der räumlichen Abgrenzung baut das Förderprogramm „Starke
Veedel, starkes Köln“ auf der Abgrenzung der Sozialräume des städtischen Programms
„Lebenswerte Veedel“ auf. Erste Maßnahmen sind in der Umsetzung, weitere in der Vor-
bereitung. Das am 20.12.2016 vom Rat der Stadt Köln beschlossene und von der Inter-
ministeriellen Arbeitsgruppe des Landes Nordrhein-W estfalen anerkannte Leitkonzept
eröffnet den Förderzugang zum Europäischen Sozialfonds (ESF) und zum Europäischen
Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Des Weitere n werden Städtebaufördermittel
in Anspruch genommen. Das Landesprogramm „Kommunale Präventionsketten“, das
u.a. auf das Leitziel „Quartiere stärken!“ abhebt, verschränkt sich insbesondere mit dem
Handlungsfeld „Früh ansetzende Hilfen“ des Leitkonz eptes „Starke Veedel, starkes
Köln“.
• Handlungsprogramm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung
in Köln“ :
In den elf Sozialräumen mit besonderem Handlungsbed arf wird das Handlungspro-
gramm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung“ in Köln u.a. mit dem
Einsatz von Sozialraumkoordinator*innen vor Ort umgesetzt. Aktuell wird an der Auswei-
tung und Weiterentwicklung des Sozialraumkonzeptes "Lebenswerte Veedel" gearbeitet.
Dieser Prozess befindet sich in der konzeptionellen Weiterentwicklung.
2.4. Zukünftiges Präventionskonzept der Landesregie rung
Auf Grundlage der Projekterfahrung aus der Landesinitiative „Kein Kind zurücklassen“/ „Kom-
munale Präventionsketten“ hat das Land NRW / Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge
und Integration (MKFFI) eine Bilanzierung des Landesprogramms vorgenommen.
7 Auf Basis
der Bilanzierung wird das MKFFI 2020 ein Konzept zur Stärkung der Prävention in NRW ein-
bringen, welches wesentliche Aspekte aus den Projek terfahrungen aufgreifen, unterstützen
und fördern möchte. Dabei soll insbesondere auf vier Elemente verwiesen werden:
• Förderung der Netzwerkkoordination für den Aufbau von Präventionsketten (Kommu-
nale Koordinierung)
• Die Förderung von Familiengrundschulen unterliegt dem beiderseitigen Interesse von
Schulministerium und Familienministerium.
• Aufbau und Förderung von Lotsensystemen in Gesundheitszusammenhängen.
• Die Stärkung und Förderung von aufsuchenden Hilfen .
7 Ramboll, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
(Hg.) (2018): Evaluation des Modellprojekts „Kommun ale Präventionsketten“ (ehemals „Kein Kind zu-
rücklassen“)
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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3. Richtschnur :: Leitbild und Strategie
Der gesamte strategische Zielfindungsprozess stellt die verbindliche Umsetzung der im Prä-
ventionsleitbild formulierten Richtungen für eine kommunale Gesamtstrategie der Vorbeugung
sicher. Leitbild und Strategie stellen die inhaltli che Klammer und Orientierung für die Weiter-
entwicklung, Planung und Umsetzung von Angeboten und Maßnahmen dar.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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3.1. Leitbild
184 Tausend Kinder und Jugendliche in Köln werden eine Vielzahl von Lebensentwürfen ge-
stalten – darin liegen 184 Tausend Chancen! 8
• Wir wollen junge Menschen und Familien stärken , die individuelle Potenziale und
Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen und Erziehung sberechtigten fördern und ihnen
Bildungs- und Gesundheitschancen sowie Teilhabechan cen an Kultur, Sport, Freizeit
und dem Arbeitsmarkt eröffnen.
• 184 Tausend junge Chancen; das sind rund 184.000 K inder und Jugendliche unter 18
Jahren, die nach der aktuellen städtischen Bevölkerungsprognose im Jahr 2040 in Köln
leben werden. Zum Jahresende 2018 leben rund 176.00 0 Kinder und Jugendliche in
Köln. Alle sind eine Chance für unsere Stadtgesellschaft. Sie alle brauchen bestmögliche
Chancen, um ihre Träume zu verwirklichen, ihre Potenziale und Talente zu entfalten und
um Köln heute und in Zukunft mitzugestalten.
• Jeder junge Mensch ist einzigartig. Kinder und Jug endliche entwickeln sich kraftvoll aus
sich selbst heraus zu eigenverantwortlichen und gem einschaftsfähigen Persönlichkei-
ten. Gleichzeitig benötigen Kinder und Jugendliche für eine gute Entwicklung förderliche
und unterstützende Rahmenbedingungen. Für ihre Entwicklung brauchen sie Autonomie
und Freiräume, Beteiligung und Mitbestimmung, Teilhabe- und Verwirklichungschancen,
Förderung und Anerkennung, Schutz, Sicherheit und Unterstützung.
• Wichtigster Ort des Aufwachsens ist die Familie. L ebensformen von Familien sind heut-
zutage vielfältig: Familien mit und ohne Trauschein, Alleinerziehende, Regenbogenfami-
lien
9, Patchworkfamilien. Überall dort, wo Erziehungsber echtigte dauerhaft Verantwor-
tung für Kinder und Jugendliche übernehmen, ist Familie.
8 Stark Angelehnt an: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ (Hg.) (2017): Kinder- und
jugendpolitisches Leitpapier zum 16. Deutschen Kind er- und Jugendhilfetag. 22 Mio. Junge Chancen.
gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten. Die folgenden Ausführungen sind teilweise wörtlich zitiert
bzw. für Köln adaptiert. Es wurde an diesen Stellen darauf verzichtet, dies gesondert kenntlich zu ma-
chen.
9 Eine Regenbogenfamilie ist eine Familie, in der sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul,
bisexuell oder transsexuell definiert. In Köln leben nach Analysen des Amtes für Stadtentwicklung und
Statistik 255 gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
17
• Köln ist eine „superdiverse“ 10 Stadt: 54% der Kinder und Jugendlichen unter 18 Ja hren
in Köln haben 2017 einen Migrationshintergrund 11 , 14% eine ausländische Staatsbür-
gerschaft, 8,01% der Lernenden von der 1. bis zur 10. Schulklasse haben einen festge-
stellten sonderpädagogischen Förderbedarf 12 .
• Die Vielfalt an Sprachen und Kulturen ist ein Gewi nn. Die Förderung gelingender In-
tegration, gerade vor dem Hintergrund der individue llen Flucht- und Zuwanderungsge-
schichte sowie der individuellen Flucht- und Zuwand erungserfahrung, ist eine wichtige
Aufgabe für die Stadt.
• Grundlegendes Ziel der Stadt Köln ist die Inklusio n aller Bevölkerungsgruppen in ihrer
Vielfältigkeit, wobei Inklusion ausdrücklich auch als Gegenbegriff zu „Ausgrenzung“ oder
„Diskriminierung“ verstanden wird. Es geht also um die Verwirklichung einer aktiven und
vollen, selbstverständlichen Teilhabe - hier von Ki ndern und Jugendlichen sowie ihren
Familien - am Leben in Gemeinschaft und Gesellschaf t, unabhängig von sozialer und
kultureller Herkunft, Geschlecht, Religion, möglichen Behinderungen, sexueller Orientie-
rung oder geschlechtlichen Identität.
• Wir wollen die Quartiere in der Stadt stärken . Kinder, Jugendliche und junge Erwach-
sene in Köln wachsen in der Stadt auf. Sie leben in ihrem Veedel bzw. Quartier, pflegen
soziale Beziehungen, sind mobil und nutzen den öffe ntlichen Raum. Quartiere stärken
meint, Partizipation ermöglichen, soziale Mischung fördern, den demokratischen Zusam-
menhalt stärken. Wir schaffen Lebensumgebungen/ ein Wohnumfeld für Familien,
die/das ihren/seinen Teil zum chancengerechten Aufwachsen beitragen.
• Wir wollen Regeleinrichtungen stärken. Das meint insbesondere die Kindertagesein-
richtungen und Schulen, aber auch Jugendeinrichtungen, Sport-/Vereine, Interkulturelle
Zentren, Bürgerzentren, Beratungsstellen und Stadtteilbibliotheken. Das Aufwachsen er-
folgt mehr und mehr in öffentlicher Verantwortung: immer früher nutzen Kinder auch au-
ßerfamiliäre und ganztägige Bildungs- und Betreuung sangebote. Die Zukunft unserer
Stadt geht täglich durch die Türen unserer Regeleinrichtungen.13
• Regeleinrichtungen und ihre Angebote sowie Projekt e sind barriere- und diskriminie-
rungsfrei. Dies muss alle Diversity-Dimensionen einschließen. Es bedeutet eine Öffnung
für Vielfalt, in der die Regeleinrichtungen unter a llen Teilhabeaspekten und mit großer
10 „Superdiversity“ lautet der englische Fachbegriff dafür, dass es in deutschen Großstädten bald keine
Mehrheitsgesellschaft mehr geben wird. Vergleiche J ens Schneider/ Maurice Crul/ Frans Lelie (2015):
generation mix. Die superdiverse Zukunft unserer Städte und was wir daraus machen.
11 Die Gruppe der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund setzt sich zusammen aus: (a) Nichtdeut-
sche Staatsangehörige mit Geburtsort im Ausland (Ausländer*innen der „Ersten Generation“), (b) Nicht-
deutsche Staatsangehörige mit Geburtsort in Deutsch land (Ausländer*innen der „Zweiten und Dritten
Generation“), (c) Aussiedler (deutsche Staatsangehörige mit Herkunft ehemalige deutsche Ostgebiete),
(d) Eingebürgerte (deutsche Staatsangehörige mit Geburtsort im Ausland oder Einbürgerungsurkunde),
(e) in Deutschland Geborene nach dem „Geburtsortprinzip“ gemäß § 4 Staatsangehörigkeitsgesetz (vor-
mals „Optionspflichtige“), (f) Kinder und Jugendlic he mit familiärem Migrationshintergrund (deutsche
Staatsangehörige unter 18 Jahre, alle Elternteile im Haushalt haben Migrationshintergrund), Vergleiche
Stadt Köln: Kölner Statistische Nachrichten - 1/2018, Statistisches Jahrbuch Köln 2017, Seite 44.
12 Stadt Köln, Dezernat f. Bildung, Jugend und Sport (Hg.) (2018) Inklusionsentwicklung an Kölner
Schulen im Schuljahr 2017/18
13 Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Hg.) (2016): Bewegt. Magazin für kommunale Bildungsland-
schaften 1/2016. Schrumpfen, Wachsen, Integrieren. Bildung entwickelt Stadt. „Die Zukunft unserer
Stadt geht täglich durch die Türen unserer Kitas und Schulen.“ Interview mit Dr. Manfred Beck, Stadtdi-
rektor Gelsenkirchen, Seite 10.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
18
Wertschätzung agieren können/ müssen. Das bedeutet eine Entwicklung und Weiter-
entwicklung der Angebotsqualität in den Kölner Regeleinrichtungen .
• Wir wollen eine verbesserte Durchlässigkeit der Sy steme realisieren und in der gesam-
ten Präventionskette die Zugänge in die Regeleinrichtungen offen gestalten und ein
funktionierendes Übergangsmanagement etablieren .
• Unser Denken, Planen und Handeln erfolgt integriert , denn in der Stadt Köln über-
nehmen wir über Zuständigkeitsgrenzen hinweg gemein sam Verantwortung für chan-
cengerechtes Aufwachsen und positive Lebensbedingun gen in Köln. Wir ziehen an ei-
nem Strang und stellen dabei die Bedarfe der jungen Menschen und Familien in den
Mittelpunkt.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
19
3.2. Strategie
Die Teilhabe- und Verwirkli-
chungschancen von Kindern,
Jugendlichen und deren Fami-
lien in Köln sind ungleich ver-
teilt. Um dem entgegenzuwir-
ken gibt es in Köln ein gut aus-
gebautes Angebot an Unterstüt-
zungsleistungen für Kinder, Ju-
gendliche und Familien.
Ein Blick in die Praxis zeigt,
dass diese Angebote oftmals
nebeneinander existieren und
kaum miteinander verknüpft
sind. Vielfältige Ressourcen
und Möglichkeiten der Zusam-
menarbeit bleiben ungenutzt.
Es gibt zwar eine große Vielfalt
an Angeboten, Konzepten und
Programmen für Kinder, Ju-
gendliche und Familien, nur
fehlt es insgesamt an Struktur und Verbindungen der einzelnen Initiativen untereinander, und
das Gesamtsystem ist in seiner Struktur für viele Akteure schwer zu durchschauen.
Es gilt, die Lücken im Hilfesystem zu finden und di e bestehenden Angebote untereinander
optimal zu verzahnen und qualitativ auszubauen, damit die Präventionskette in Köln wirksamer
werden kann.
Für die Implementierung der Strategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen
fördern!“ wurden zwei zentrale Handlungsfelder und vier strategische Ziele herausgearbeitet.
Für die Operationalisierung sind den strategischen Zielen Zielkategorien zugeordnet.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
20
Operationalisierung auf Ebene der Zielkategorien ( Seite 27, 30, 33, 35)
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
21
3.2.1. Handlungsfeld: Bildungs- und Teilhabegerecht igkeit
Der Bildungserfolg hängt stark vom sozialen Status der Familie ab. Soziale Disparitäten schrei-
ben sich bis zum Übergang in Ausbildung und Studium fort.
Empirische Analysen auf Basis
der SOEP
14 -Jugendbiographie-
daten bestätigen massive Ef-
fekte der materiellen Armut auf
den Bildungsverlauf. In Bezug
auf die besuchte Schulform,
den bereits erreichten Schulab-
schluss, den angestrebten
Schulabschluss und die in der
Grundschule erhaltenen Über-
gangsempfehlungen zeigt sich,
dass Kinder in Armut eine sehr
viel höhere Wahrscheinlichkeit
besitzen, die Hauptschule zu
besuchen bzw. einen Haupt-
schulabschluss zu erreichen
als Kinder, die nicht von Armut
betroffen sind.
15
In Köln besaßen im Schuljahr
2017/18 von insgesamt 62.214 Schülern/innen der weiterführenden Schulen 9.069 Lernende
keinen deutschen Pass. Im Schuljahr 2017/18 besuchten Lernende mit Migrationshintergrund
ohne deutschen Pass seltener ein Gymnasium (29,5%) als der Durchschnitt aller Schüler*in-
nen (50,1%). Dagegen lernten sie sehr viel häufiger an Hauptschulen (24,8%; alle Lernenden:
8,1%) und waren auch an Realschulen (24,7%; alle Lernenden: 19,4%) überrepräsentiert.
16 Ju-
gendliche ohne deutschen Pass verlassen die weiterführenden Schulen in Köln deutlich häu-
figer ohne Hauptschulabschluss (10%) als ihre deutschen Mitschüler*innen (3,9%). Sie besu-
chen in Köln häufiger eine Förderschule als ihre de utschen Mitschüler*innen und sind in den
Förderschwerpunkten „Lernen“ und „geistige Entwicklung“ überrepräsentiert.
Doch nicht nur die soziale Herkunft hat Einfluss au f den Bildungserfolg von Kindern und Ju-
gendlichen. Es wirken weitere Mechanismen: „Segregation bezeichnet die räumliche Sortie-
14 Das Sozioökonomische Panel (SOEP) ist eine der größten und am längsten laufenden multidiszipli-
nären Wiederholungsbefragungen weltweit, für die derzeit jährlich etwa 30.000 Menschen in 15.000
Haushalten befragt werden. Gleichzeitig ist das SOEP eine forschungsbasierte Infrastruktureinrich-
tung am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin.
15 Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.) (2006) Soziale Ungleichheit im Kindes- und Jugendalter
16 Stadt Köln, Dezernat f. Bildung, Jugend und Sport (Hg) (2018): Monitoringbericht -bildungsstatisti-
sche Analysen und kommunale Steuerungsansätze
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
22
rung und Trennung sozialer Milieus und ist eine direkte Folge der weiter zunehmenden sozia-
len Ungleichheit unserer Gesellschaft. Die wohnörtl iche Segregation der Bevölkerung resul-
tiert dabei vor allem aus der Trennung zwischen „Ar m und Reich“ und zwischen Menschen
mit- und ohne Migrationshintergrund. Benachteiligte und sozial belastete Quartiere finden sich
in den nicht modernisierten Altbauten der Innenstadt, im sozialen Wohnungsbau an den Rän-
dern der Städte und an Standorten mit besonderer Umweltbelastung“. 17 In den wohnortnahen
Regeleinrichtungen spiegelt sich also die Sozialstruktur des jeweiligen Quartiers direkt wieder.
Auch in den Grundschulen ist die Zusammensetzung de r Schüler*innenschaft einer Schule
eng mit der Sozialstruktur der schulischen Nachbars chaft verknüpft, da die Schüler*innen-
schaft von Schule und Wohngebiet weitgehend identisch ist. 18
Analysen aus der Begleitforschung der „Kommunalen Präventionsketten“ haben gezeigt, dass
in drei Beispielkommunen aus dem Ruhrgebiet die Zusammensetzungen der Kitas in sozialer
und ethnischer Hinsicht sehr ungleich sind. Diese K ita-Segregation wird in erster Linie durch
die hohe sozialräumliche Segregation verursacht, wie sie in Großstädten typisch ist. Auch für
die Schulen in Großstädten sind diese Strukturen üblich. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die
benachteiligten Kinder, die in den Einrichtungen hä ufig unter sich sind. So ist bekannt, dass
sich ein homogenes Lernumfeld in segregierten Kita-Gruppen oder Schulklassen negativ auf
den Lernerfolg von benachteiligten Kindern auswirkt und damit systematisch die Entwicklungs-
chancen der Kinder verringert, die in einer Einrich tung betreut werden, in denen sich viele
sozial benachteiligte Kinder konzentrieren. Neben d em sozial und ethnisch selektiven Wahl-
verhalten der Eltern, das auch stark von der Konfession der Kinder geprägt wird, scheint es in
einigen Kommunen auch eine selektive Auswahl der Ki nder durch die Kita-Träger zu geben,
die zu einer, wie in Mülheim an der Ruhr und teilweise auch in Gelsenkirchen zu beobachten-
den, ausgeprägten Kita-Segregation hinsichtlich der Trägerschaft der Einrichtungen führt.
19
Aufgrund komplexer Umstellungen in relevanten Datenverarbeitungs-Systemen liegen in Köln
zu dieser Frage aktuell leider (noch) keine Daten vor.
Nicht nur individuelle Merkmale, wie Leistungspotenzial und soziale Herkunft, sind für den Bil-
dungserfolg entscheidend, sondern auch der Besuch einer Schule in einem bestimmten sozi-
alen Umfeld. Vor dem Hintergrund von Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen gilt
es, diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken und Regeleinrichtungen in segregierten Quar-
tieren bedarfs- und ressourcengerecht auszustatten.
Denn:
Kinder und Jugendliche in Köln sollen gleiche Bildu ngs- und Teilhabechancen haben.
Sie sollen individuell und unter Berücksichtigung d er sozial-strukturellen Belastungs-
lagen gefördert und gestärkt werden.
17 ZEFIR Ruhruniversität Bochum (HG) (2014): Räumliche Konfiguration der Bildungschancen, Ter-
porten, T., Seite 27
18 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen (HG.) (2017): Ungleiches ungleich
behandeln. Standortfaktoren berücksichtigen – Bildungsgerechtigkeit erhöhen – Bildungsarmut be-
kämpfen
19 ZEFIR Ruhruniversität Bochum (Hg.) (2018): Keine Kita für alle- Zum Ausmaß und zu den Ursachen
von Kita-Segregation
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
23
3.2.2. Handlungsfeld: Gesundheits- und Entwicklungschancen
Gesundheit besitzt überall auf der Welt einen hohen gesellschaftlichen Wert. So gelten der
gesundheitliche Zustand und die Lebenser-
wartung in der Bevölkerung als Indikatoren
für die Lebensqualität in einer Gesellschaft.
Und Gesundheit ist mehr als die Abwesen-
heit von Krankheit. Wohlbefinden, Wohler-
gehen und uneingeschränkte Handlungsfä-
higkeit sind gleichermaßen wichtige As-
pekte, welche den Grad von Gesundheit be-
stimmen.
Um „gesund“ zu bleiben sind bestimmte
Faktoren wichtig: Die Veranlagung, die Le-
bensweise (Bewegungs- und Essverhal-
ten), die Gemeinschaft, in der Menschen le-
ben (z.B. Familie, Freundschaften, Schuler-
fahrungen) und ihre Umwelt (Luft, Wohnver-
hältnisse, Ernährungsmöglichkeiten, Lärm,
Schmutz).
Die Chancen für ein gesundes Aufwachsen
von Kindern und Jugendlichen in Köln sind jedoch ungleich verteilt. Im Vorschulalter ergeben
sich deutliche Zusammenhänge zwischen Auffälligkeiten in der Entwicklung von Kindern, ins-
besondere bezogen auf das Körpergewicht, die Sprachentwicklung und das soziale Verhalten
sowie der sozialen Herkunft bzw. dem Wohnort in der Stadt.
Auch die Befunde aus der Begleitforschung der „Kommunalen Präventionsketten NRW“ ma-
chen deutlich, das gesundheitliche Risikofaktoren sich vor allem an einem niedrigen Bildungs-
stand und geringem Einkommen messen lassen. Hier la ssen sich sowohl bei den einzelnen
Problembereichen als auch beim allgemeinen Risiko für Auffälligkeiten zum Teil deutliche Un-
terschiede zu anderen Familien finden.
Gemäß der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Ju gendlichen in Deutschland“ (KiGGS)
des Robert Koch-Instituts (RKI), sind Kinder mit ni edrigem Sozialstatus bundesweit überpro-
portional häufig von erheblichem Übergewicht betroffen. Dies bestätigt sich für Köln – ebenso
wie in den vergangenen Jahren – auch beim Einschulu ngsjahrgang 2017.
20 Wie bereits im
Kölner Bericht „Kinder- und Jugendgesundheit 2013“ und in der bundesweiten KIGGS-Studie
bestätigt sich auch hier, dass Kinder mit niedrigem Sozialstatus einen überproportionalen An-
teil an auffälligen Befunden zum Entwicklungsstand aufweisen. 21
20 Stadt Köln Gesundheitsamt (Hg.) (2018): Kinder- und Jugendgesundheitsbericht
21 Robert Koch-Institut (Hg.) (2018): Soziale Unterschiede im Gesundheitszustand von Kindern und
Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
24
Bei der Zahngesundheit in Köln haben sich die Auffä lligkeiten im letzten Jahrzehnt bei den
Kindern in Kindertageseinrichtungen sowie bei den Schulkindern deutlich und nachhaltig zum
Positiven entwickelt. Handlungsbedarf zeigt sich jedoch bei einer relativ kleinen Risikogruppe
mit erhöhtem Kariesaufkommen. Überproportional häufig betroffen sind Kinder aus sozial be-
nachteiligten Familien. In den weiterführenden Schulen sind dies überwiegend Kinder, die För-
der- und Hauptschulen besuchen. 22
Die statistische Chance, von psychischen Auffälligkeiten oder von einer Aufmerksamkeitsde-
fizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betroffen zu sein, ist bei Mädchen und Jungen mit niedri-
gem sozioökonomischen Status (SES) gegenüber Gleichaltrigen mit hohem SES um das 2,8-
bis 4,4-Fache erhöht. 23
In der Studie „Children`s Worlds+“
24 gibt deutliche Hinweise darauf, dass von Armut betroffene
Schüler*innen eher von Ausgrenzung und Gewalt unter Gleichaltrigen betroffen sind. Je mehr
Geld eine Familie habe, desto geringer sei das Risi ko, gehänselt, geschlagen oder ausge-
grenzt zu werden.
Laut der Ergebnisse, erfährt in der Schule mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen
Ausgrenzung, Hänseleien oder sogar körperliche Gewa lt. Insgesamt ein Viertel fühlt sich an
ihrer Schule nicht sicher.
25
Im Rahmen der Gesamtstrategie kommt der kommunalen Ausgestaltung gesundheits-
fördernder Verhältnisse ein hoher Stellenwert zu. D amit alle Kinder und Jugendlichen
gleiche Gesundheits- und Entwicklungschancen haben, braucht es eine alters-, be-
darfs- und milieugerechte Unterstützung und Förderung.
22 Stadt Köln Gesundheitsamt (Hg.) (2018): Kinder- und Jugendgesundheitsbericht
23 Robert Koch-Institut (Hg.) (2018): Soziale Unterschiede im Gesundheitszustand von Kindern und
Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2, Seite 1
24 Children’s Worlds+ ist Teil der globalen Studie „Children’s Worlds. The International Survey of
Children’s Well-Being“
25 Siehe ausführlich Bertelsmann Stiftung (HG) (2019) Children’s Worlds+, Sabine Andresen und Re-
nate Möller, Seite 13 ff
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
25
3.2.3. Strategisches Ziel: Kräfte in Regeleinrichtu ngen bündeln
Die Regeleinrichtungen in Köln sind aktiver Teil der wohnortnahen Präventionsinfrastruktur.
Sie stehen ausreichend zur Verfügung und arbeiten für Kinder und Familien so, dass sie
Vorbeugend, stärkend und befähigend wirken sowie barriere- und diskriminierungsfrei gestal-
tet sind.
• Beachtet man die Dimensionen von sozialräumlichem Handeln in Regeleinrichtungen ist
insbesondere eine niederschwellige Öffnung der Einrichtungen hin zum Quartier, Stadt-
teil oder Sozialraum wesentlich, um den Anforderungen an Erziehung, Bildung und Be-
treuung und Unterstützung gerecht zu werden. Das sc hließt einerseits eine nieder-
schwellige Öffnung gegenüber den Bewohnenden im Wohngebiet mit ein, andererseits
auch, dass Regeleinrichtungen dafür offen sind, mit anderen relevanten Akteur*innen im
Quartier, Stadtteil oder Sozialraum aktiv zu kooperieren und sich zu vernetzen.
• Die positive Bevölkerungsentwicklung und der damit verbundene rasante Anstieg der
Zahl der Kinder- und Jugendlichen in Köln machen si ch heute schon deutlich bemerk-
bar. Entsprechend besteht heute und morgen ein erhe blicher Handlungsdruck für eine
quantitativ und qualitativ bedarfsgerechte Bildungs - und Jugendinfrastruktur, die das
Wachstum mitgeht.
• Bei den unter 3-Jährigen liegt die Versorgungsquot e in der Kindertagesbetreuung aktuell
bei 44%. Die Zielquote für eine bedarfsgerechte ins titutionelle Betreuung in Kitas und
einer Betreuung in der Kindertagespflege liegt nach Ergebnissen der Kölner Elternbefra-
gung bei 52%. Die Versorgungsquote der Kindertagesb etreuung bei Kindern im Alter
von 3 Jahren bis zum Schuleintritt liegt gegenwärti g bei 98% und soll auf 100% erhöht
werden.
Laut Schulentwicklungsplanung 2018 sind in Köln ins gesamt 46 zusätzliche Schulen
bzw. neue Schulgebäude erforderlich, um den Bedarf der weiterhin wachsenden Stadt
decken zu können. Dafür muss eine Vielzahl an Baumaßnahmen realisiert werden.
Angesichts stark wachsender Schüler*innenzahlen ist auch von einer weiterhin steigen-
den Nachfrage nach Plätzen im offenen Ganztag im Pr imarbereich auszugehen. Die
Versorgungsquote liegt in Köln im Schuljahr 2019/20 20 bei rd. 80 %. Der bestehende
Bedarf an Ganztagsplätzen, wird sich mit Schaffung des Rechtsanspruch auf eine Ganz-
tagsbetreuung (frühestens 2025) weiter verschärfen.
Der aktuelle Fehlbedarf an Spiel-, Bewegungs- und Aktionsflächen in Köln ist groß und
nimmt stetig zu. Der Abdeckungs- bzw. Versorgungsgrad liegt in Köln bei 57%. Gerade
sozial belastete Familien, die auf kostenfreie Spiel- und Bewegungsangebote angewie-
sen sind, benötigen dieses Angebot, welches auch di e Entwicklung des sozialen Mitei-
nanders befördert.
• Nur fünf Prozent aller Kitas in Deutschland können laut einer Studie des Verbands Bil-
dung und Erziehung (VBE) mit der wissenschaftlich e mpfohlenen Personalausstattung
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
26
arbeiten.26 Eine Prognose des Schulministeriums NRW benennt fü r die kommenden
zehn Jahre einen Mangel von 15.000 Lehrkräften an d en Grundschulen und in der Se-
kundarstufe I. 27 Der Mangel an Pädagog*innen hat gleichermaßen Ausw irkungen auf
die personelle Ausstattung von Ganztagsangeboten in Schulen und Jugendeinrichtun-
gen.
26 Verband Bildung und Erziehung (VBE) (Hg.) (2019): DKLK-Studie 2019
Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kita-Leitungen
27 Verband Bildung und Erziehung (VBE) (Hg.) (2018): Pressemitteilung Nr. 18/2018
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
27
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
28
3.2.4. Strategisches Ziel: Zugänge und Übergänge ge stalten
Die Angebote der Prävention sind in Köln passgenau und bedarfsorientiert entwickelt,
wirkungsvoll und so gestaltet, dass sie für all diejenigen Zugänge bieten, die sie erreichen
sollen und wollen.
• Es gibt Bedingungen, die Erziehungsberechtigte dav on abhalten, präventive Angebote
zu nutzen. Relevant sind hierbei Angebotsmerkmale, -strukturen und -settings. Anderer-
seits gibt es aber auch Einflüsse für die (Nicht-)I nanspruchnahme auf der individuellen
bzw. familiären Seite.
28 Die Begleitforschung der „Kommunalen Präventionsketten“ hat
sowohl auf individueller bzw. famililiärer Seite als auch auf der Angebotsebene Selekti-
onseffekte herausgearbeitet. „Schwer erreichbar“ ist demnach nicht nur ein Merkmal von
Zielgruppen, sondern auch von Angeboten. Als ein ze ntraler Ansatzpunkt für die Zu-
gangsgestaltung zu bislang eher schlecht erreichten Familien wird von Forschung und
Praxis eine differenzierte Ansprache der Familien herausgestellt. 29
• „Zahllose empirische Studien verweisen auf einen m aßgeblichen Einfluss der Lebens-
lage von Familien und der Abhängigkeit von den Ress ourcen, die ihnen zur Verfügung
stehen, auf die Inanspruchnahme präventiver Angebote. Sind Erziehungskompetenzen
eingeschränkt, bspw. durch belastende Lebenssituati onen oder Lebensereignisse, fällt
es den Erziehungsberechtigten deutlich schwerer, die Bedürfnisse ihrer Kinder wahrzu-
nehmen. Damit fehlt ihnen gewissermaßen die Basis, um die „Rolle der Inanspruchneh-
menden“ zu erfüllen, was die Inanspruchnahme sozial präventiver Maßnahmen er-
schwert.
30 31 Dies verweist zugleich auf soziale Zusammenhänge, die gemeinhin unter
dem Begriff „Präventionsdilemma“ 32 bekannt sind: Gerade Familien, die einen erhöhten
Bedarf an Begleitung und Beratung durch präventive Angebote aufweisen, werden durch
bestehende Angebote kaum erreicht.“ 33
• Im Schuljahr 2016/17 haben stadtweit rd. 74% der G rundschüler/innen den Offenen
Ganztag einer Grundschule besucht. Es zeigt sich, d ass die Ganztagsbeteiligung an
28 Institut für soziale Arbeit e. V. (Hg.) (2018): Kommunale Präventionsketten in NRW – Handbuch für
Kommunen - "Bedarfsorientierte Gestaltung von Zugängen zu Eltern"
29 Institut für soziale Arbeit e. V. (Hg.) (2017): Kommunale Präventionsketten in NRW – Handbuch für
Kommunen - "Analyseinstrument zur systematischen Sensibilisierung von kommunalen Akteuren
2017“
30 Forschungsbericht des IBS (Hg.) (1982): Inanspruchnahme sozialer Dienste: Bedingungen und Bar-
rieren
31 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hg.) (2005) Meurer und Siegrist, Determinanten
des Inanspruchnahmeverhaltens präventiver und kurativer Leistungen im Gesundheitsbereich durch
Kinder und Jugendliche
32 ZSE, Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (Hg.) (2005), Bauer und Bittlingma-
yer, Wer profitiert von Elternbildung?
33 Bertelsmannstiftung (Hg.) (2015): „Präventionsangebote − Was beeinflusst die Inanspruchnahme?“
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
29
Grundschulen mit vergleichsweise geringer Armutsbelastung höher zu sein scheint als
an Grundschulen mit höherer Armutsbelastung. So beläuft sich die Ganztagsbeteiligung
an den 20 Grundschulen mit einem SGB-II-Dichteindex von mindestens 40% auf unter-
durchschnittliche 65%. An den 73 Kölner Grundschule n, die Sozialgeldbezugsquoten
von weniger als 20% aufweisen, beläuft sich der Ant eil der Schüler/innen im Offenen
Ganztag auf 80%. 34
34 Stadt Köln Dezernat f. Bildung, Jugend und Sport (Hg) (2018): Monitoringbericht -
bildungsstatistische Analysen und kommunale Steuerungsansätze
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
30
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
31
3.2.5. Strategisches Ziel: Netzwerke energetisieren
Im Sinne des Handelns aus Sicht von Familien erfolgt die Prozessgestaltung sowohl auf stra-
tegischer als auch auf operativer Ebene als ein integriertes, ressortübergreifendes Denken,
Planen und Handeln.
• „Eine Präventionskette beruht auf Netzwerken. Sie führt die Akteur*innen zusammen,
die an ähnlichen Themen und für gleiche Zielgruppen arbeiten. Hintergrund der Koope-
ration ist die Erkenntnis, dass komplexe Problemlagen auch komplexe Lösungen erfor-
dern. Arbeitet dagegen jedes Ressort für sich allei n, können kaum Veränderungen
durchgesetzt werden. Was einfach klingt, kann in de r Praxis herausfordernd sein. Mit
allen Partner*innen zusammenzuarbeiten, ist nicht n ur eine „kommunikative“, sondern
auch eine logistische Aufgabe. Ein erfolgreich verlaufender Vernetzungsprozess braucht
gründliche Vorbereitung und Zeit.
Ein Grund dafür sind unterschiedliche Denk- und Han dlungslogiken, begründet in der
Institution, dem Fachbereich, wie auch in der (u.a. gesetzlich begründeten) Finanzierung
von Maßnahmen und Angeboten. In der Konsequenz unterscheidet sich der Blickwinkel
auf Herausforderungen und Chancen beim Aufbau einer Präventionskette je nach der
Fachrichtung, aus der man kommt. Im Arbeitsalltag führt dies zu einem hohen Diskussi-
ons- und Abstimmungsbedarf.
Der Versuch, die Folgen dieser Segmentierung aufzuheben, stellt für den Aufbau einer
Präventionskette eine der größten Herausforderungen und Chancen zugleich dar. Wich-
tige Fragen beruhen genau darauf.“
35
• Eine Strukturanalyse der Fachhochschule Köln „Sozi alplanung als Instrument der Kom-
munalverwaltung in NRW, 2013“ weist darauf hin, dass es auch einen hohen Qualifizie-
rungsbedarf gibt, wenn es darum geht, methodische Standards des Kreislaufs der Sozi-
alplanung (Monitoring – Bestandserhebung – Bedarfsermittlung – Maßnahmenplanung
– Abstimmung mit Budget- und anderen über-/örtlichen Planungen) zu implementieren.
36
• Das Konzept der Sinnfokussierung eignet sich als I nterpretationsschlüssel für die Ge-
staltung kommunaler Präventionsketten (Netzwerke): Sinek entwickelte 2009 den “Gol-
den Circle”; dieser besagt, dass jeder Mensch, jeder Konzern, jedes Projekt erfolgreicher
ist, wenn am Beginn eine Überzeugung, ein höherer Sinn, eine Vision steht. Diese Wur-
zel der Leidenschaft und Inspiration nennt er das W ARUM bzw. WOFÜR (WHY). Aus
dem WHY kann das WIE (HOW) und das WAS (WHAT) entst ehen. Ein Vorhaben soll
35 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hg.) (2013): Werkbuch Präventionskette, Seite 25
36 Fachhochschule Köln, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften (Hg) (2014): Sozialplanung
als Instrument der Kommunalverwaltung in Nordrhein-Westfalen. Eine Strukturanalyse in den Städten
und Kreisen, Seite 49
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
32
demnach nicht mit den
Überlegungen zum Ergeb-
nis, Produkt oder einer
konkreten Handlung begin-
nen, sondern mit jener in-
neren Überzeugung und
Motivation, die überhaupt
erst legitimiert und moti-
viert, dass etwas getan
wird. Erst im zweiten
Schritt wird dann erarbei-
tet, wie was umgesetzt und
implementiert werden
kann, um etwas zu erschaf-
fen, das dem fokussierten
Sinn entspricht.
37
37 Simon Sinek (Hg.) (2014) Frag immer erst warum, https://simonsinek.com/
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
33
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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3.2.6. Strategisches Ziel: Qualität entwickeln
Evaluation und Qualitätsentwicklung wird dadurch befördert, dass eine Fülle unterschiedli-
cher Instrumente und Verfahren vorliegen und genutzt werden, die verschiedene Qualitätsdi-
mensionen abdecken und auf ganz unterschiedliche Bedürfnisse der Akteure und Zielgrup-
pen antworten.
Das Denken, Planen und Handeln erfolgt wissensbasiert. Dafür ist es notwendig sich mit den
Menschen und Rahmenbedingen vor Ort zu beschäftigen und lokale Wissensbestände zu mo-
bilisieren. Dies soll verhindern, dass nicht nur oberflächlich auf übergreifende Begriffe wie „Kin-
derarmut“ oder „sozialräumliche Segregation“ zurückgegriffen wird.
Zum besseren Verständnis sind an dieser Stelle die Leitprinzipien aus dem Handbuch für Kom-
munen aus den Kommunalen Präventionsketten NRW, Ent wicklungsgruppe "Wissensbasier-
tes Handeln in kommunalen Steuerungsprozessen", beigefügt:
• Das Wissen im System (Kommune, Quartier) heben und in einen Gesamtzusammen-
hang bringen: Ursachenanalysen, Wirkungsannahmen der beteiligten Akteure, Priorisie-
rung von Handlungsbedarfen und die Identifizierung möglicher Ansatzpunkte für kon-
krete Handlungsstrategien sowie von Synergieeffekte n der Zusammenarbeit sind Di-
mensionen, auf die sich das Wissen der Akteure bezieht.
• Passgenaue Lösungen finden : Um nicht an gesetzten Zielen und Zielgruppen vorbei-
zuplanen und möglicherweise fehlgeleiteten Wirkungsannahmen von Akteuren aufzusit-
zen, braucht es empirisch belastbares Wissen über die konkrete Zielgruppe, ebenso wie
deren unmittelbare (Mit- und Selbstgestaltung) oder mittelbare Beteiligung (z. B. per Be-
fragungen) bei der Konzipierung und Umsetzung von F ördersettings und Angeboten.
Auch dieses Wissen liegt häufig in einer auf die unterschiedlichsten Akteure – einschließ-
lich der Betroffenen selbst – verteilten Weise vor. Über klug eingesetzte Beteiligungs-
und Planungsformate lassen sich diese Wissensbestän de so kombinieren, dass Ange-
bote und Settings an die alltägliche Lebensführung jener Menschen und Sozialmilieus
anschlussfähig sind, für die sie konzipiert wurden.
• Integriert planen und handeln: Die handlungsorientierte Verknüpfung von Wissensfor-
men und professionsspezifischen Wissensbeständen soll Brücken zwischen den unter-
schiedlichen Unterstützungs- und Fördersystemen sow ie zwischen diesen Systemen
und dem Alltagswissen der Menschen bauen. Die Grund idee dabei ist, den ungleichen
Lebenslagen der Zielgruppen eine ämter-, träger- un d bereichsübergreifend abge-
stimmte Handlungsstrategie im Wirkungsfeld Kommune und Quartier entgegenzuset-
zen. Dies soll Barrieren der Inanspruchnahme bei in stitutionsfernen Zielgruppen ab-
bauen, indem – in der Wahrnehmung der Adressaten – Leistungen aus einer Hand be-
reitgestellt werden.
38
38 Institut für soziale Arbeit e. V. (Hg.) (2018): Kommunale Präventionsketten in NRW – Handbuch für
Kommunen - " Wissensbasiertes Handeln“, Seite 5
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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3.3. Glossar
Hinweise und Erläuterungen
Teilhabe- und Verwirkli-
chungschancen
− Teilhabe- und Verwirklichungschancen sind die umfa s-
senden Möglichkeiten von Menschen für eine selbstbe -
stimmte Lebensführung und gesellschaftliche Teilhab e.
Wesentliche Bestimmungsfaktoren von Verwirklichungs-
chancen sind individuelle Potenziale und gesellschaftlich
bedingte Chancen.
− Zu den individuellen Potenzialen gehören z.B. Eink om-
men und Vermögen, die Güterausstattung sowie der ei -
gene Gesundheitszustand und die eigene Bildung.
− Inwiefern diese individuellen Potenziale in Verwir kli-
chungschancen umgewandelt werden können, hängt
entscheidend von den gesellschaftlich bedingten Cha n-
cen ab.
− Zu den gesellschaftlich bedingten Chancen gehören z.B.
der Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem so-
wie zu angemessenem Wohnraum und die Integration in
oder Ausgrenzung vom Erwerbsleben.
39
Prävention 40 − Zur Unterstützung eines gelingenden Aufwachsens vo n
Kindern und Jugendlichen ist eine Präventionsstrate gie
erforderlich, weil Risiken und Gefährdungslagen ges ell-
schaftlich ungleich verteilt sind.
− Unter Prävention verstehen wir allgemein Vorbeugen des
Handeln, mit dem unerwünschte Zustände und Entwick-
lungen vermieden werden.
− Der unerwünschte Zustand, dem vorgebeugt werden
soll, besteht in der Verfestigung von mehrfach bena ch-
teiligenden Lebenslagen und Biografieverläufen jung er
Menschen. Weil Belastungen häufig viele Facetten ha -
ben, ergeben sich Handlungsbedarfe in verschiedenen
Bereichen wie z.B. Gesundheits- und Bildungsförderung,
Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und der sozi-
alen und kulturellen Teilhabe.
− Unterstützung von Kindern bedeutet auch und gerade
Unterstützung der Eltern. Deren Unterstützung hat e ine
entscheidende Auswirkung auf die Entwicklung und di e
Chancen von Kindern und Jugendlichen.
− Unter dem Denk- und Handlungsansatz der „kommuna-
len Präventionskette“ soll die Gesamtheit der präve n-
tiven, Teilhabe- und Verwirklichungschancen fördernden
39 Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (2006): Das Konzept der Verwirklichungschancen, Seite
11
40 Vergleiche Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
(Hg.) (2015): Positionspapier Integrierte Gesamtkonzepte kommunaler Prävention, Seite 11
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
37
Ansätze in Köln verstanden werden, die biografisch ent-
lang den unterschiedlichen Lebensphasen von Kindern
und Jugendlichen (und deren Familien) nach Altersgrup-
pen und (Bildungs-)Settings angelegt ist sind.
Lebenslage 41 − „Als „Lebenslage“ wird die Gesamtheit der äußeren Be-
dingungen bezeichnet, durch die das Leben von Perso -
nen oder Gruppen beeinflusst wird.
− Die Lebenslage bildet einerseits den Rahmen von Mö g-
lichkeiten, innerhalb dessen eine Person sich entwickeln
kann, sie markiert deren Handlungsspielraum. Andere r-
seits können Personen in gewissem Maße auch auf ihre
Lebenslage einwirken und diese gestalten.
− Ein Grundmerkmal des Begriffs der Lebenslage ist s eine
Mehrdimensionalität: Er umfasst immer mehrere Le-
bensbereiche zugleich.
− So wird der Lebenslagen-Ansatz beispielsweise in d er
Armutsforschung genutzt, um eine nur am Einkommen
orientierte Armutsmessung zu erweitern in Richtung auf
eine Erfassung von Unterversorgung in mehreren Berei-
chen wie Erwerbstätigkeit, Bildung, materiellen Leb ens-
standard, Wohnqualität, Gesundheit und weiteren Berei-
chen.
− In dieser Perspektive ist „Armut“ nicht auf Einkom mens-
armut begrenzt, sondern auf mehrdimensionale Unter-
versorgungslagen und deren Wechselwirkungen.“
Präventionskette 42 − „Mit dem Terminus ‚Präventionskette‘ wird zunächst eine
systematische und in sich bündige kommunale Infra-
struktur für Kinder und Jugendliche (und ihre Famil ien)
zwischen null und mindestens 18 Jahren bezeichnet. Sie
unterteilt sich in alters- bzw. entwicklungsbezogen e
Handlungsfelder wie Frühe Hilfen, frühkindliche Bildung,
Grundschule, Sekundarstufe I und den Übergang in den
Beruf. Sie baut auf das gemeinsame Gestalten und Han-
deln aller relevanten Akteure auf: von der Politik über die
Verwaltung und die Dienstträger*innen (inkl. Fachkräfte)
bis hin zu Nachbarschaften und einzelnen engagierte n
Bürger*innen. Mit dem Terminus wird weiterhin die A uf-
gabe einer frühzeitig beginnenden und andauernden
Förderung aller jungen Menschen als Ausdruck öffent li-
cher Verantwortung in Ergänzung zur elterlichen ver -
standen.“
41 D. Engels, Artikel „Lebenslagen“, in: B. Maelicke (Hrsg.), Lexikon der Sozialwirtschaft, 2008, S. 643.
42 LVR-Landesjugendamt Rheinland (Hg.) (2012): Programm Kommunale Netzwerke gegen Kinderar-
mut. Glossar als Teil der Berichtsabfrage 2012. Erstellt vom ISS Frankfurt im Rahmen der wissen-
schaftlichen Begleitung
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
38
4. Daten für Taten :: Aufbau eines sozialräumlichen Monitorings
Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen und Sozialindi-
zierung von Bildungsinstitutionen
4.1. Präventionsmonitoring als Frühwarnsystem für p rekäre Entwicklungsbedingun-
gen auf teilräumlicher Ebene
Ein Ziel der Landesinitiative „Kommunale Präventionsketten“ besteht in der Umsetzung eines
sozialräumlichen Präventionsmonitorings als Frühwar nsystem. Bedarfslagen auf teilräumli-
cher Ebene sollen frühzeitig erkannt und Entwicklungsverläufe von Quartieren, z.B. eine auf-
holende oder sich abkoppelnde Bewegung, nachvollzogen werden.
Für die Konzipierung eines Präventionsmonitorings in Köln hat die Verwaltung ein Indikatoren
gestütztes Analysemodell der Stadt Gelsenkirchen ad aptiert, das im Rahmen des interkom-
munalen Austauschs im Landesprogramm als „good-practice-Beispiel“ diskutiert wurde. Das
Modell hebt auf eine Reihe von Indikatoren ab, die zu einem Gesamtindex „Teilhabechancen
von Kindern“ zusammengeführt werden können und die sich gleichzeitig in fünf Teilindizes
differenzieren lassen, welche auf die 5 Handlungsfe lder „wirtschaftliche Situation“, „Integra-
tion“, „Bildung“, „Gesundheit“ und „Umwelt und Wohnen“ abstellen.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
39
Ein Kölner Präventionsmonitoring „Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in Köln“ in
einer ersten Ausbaustufe ist in das gesamtstädtisch e „Monitoring Stadtentwicklung“ 43 inte-
griert worden. Das bestehende Instrumentarium einer Sozialraumanalyse in der Jugendhilfe-
und Schulentwicklungsplanung wird damit abgelöst. D ie Formulierung „erste Ausbaustufe“
weist darauf hin, dass einzelne Indikatoren noch ei ner Weiterentwicklung bedürfen. Teils lie-
gen interessierende Daten noch nicht vor, teils bed arf es noch erweiterter ämter- und dezer-
natsübergreifender Abstimmungen zur Güte der Indikatoren. Insbesondere steht ein systema-
tischer Abgleich mit den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 noch aus, wird aber zeitnah
vollzogen.
Gleichwohl bietet das Monitoring zu den Teilhabecha ncen von Kindern und Jugendlichen in
Köln auch schon in der aktuellen Fassung einen hohen Erkenntnisgewinn, und dies in dreifa-
cher Hinsicht: Erstens wird die aktuelle Situation auf Stadtteilebene mit Datenstand 31.12.2017
(„Status 2017“) beschrieben, zweitens können in einer -Zeitreihe von 2014 bis 2017 Entwick-
lungsverläufe nachgezeichnet werden, drittens könne n die beiden erstgenannten Perspekti-
ven übereinander gelegt werden, um unter den Stadtt eilen bestimmte Entwicklungstypen zu
identifizieren.
Wie steht es aktuell um die Teilhabechancen von Kin dern und Jugendlichen in den
Stadtteilen Kölns?
• Nach den Ergebnissen des Monitorings stellt sich d ie Ist-Situation für Kinder und Ju-
gendliche aktuell („Status 2017“) insbesondere in den Stadtteilen Kalk und Finkenberg
sehr prekär dar. Hier ergeben sich über alle Indikatoren, die in die Berechnung des Ge-
samtindex einfließen, Gesamtwerte, die darauf hindeuten, dass die Teilhabechancen für
Kinder und Jugendliche in diesen beiden Stadtteilen ganz besonders stark einge-
schränkt sind.
• Unterdurchschnittliche Chancen ergeben sich darübe r hinaus auch für die Stadtteile Alt-
stadt-Nord (Stadtbezirk Innenstadt), Meschenich (St adtbezirk Rodenkirchen), Bock-
lemünd-Mengenich (Stadtbezirk Ehrenfeld), Chorweile r, Seeberg und Roggendorf-
Thenhoven (Stadtbezirk Chorweiler), Gremberghoven, Eil und Porz (Stadtbezirk Porz),
Humboldt-Gremberg, Höhenberg, Vingst, Ostheim und N eubrück (im Stadtbezirk Kalk)
sowie Mülheim, Buchheim und Buchforst (im Stadtbezirk Mülheim).
43 Stadt Köln, Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen (2018), „Monitoring Stadtentwick-
lung“, Session Nr. 2001/2018
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
40
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
41
Wie haben sich die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in den Stadtteilen
Kölns in den letzten drei Jahren entwickelt und welche Entwicklungstypen sind auszu-
machen?
• Der Dynamikindex informiert über den Entwicklungst rend der Jahre 2014 bis 2017. Nach
seinen Ergebnissen haben sich bei einigen Stadtteilen größere Verschiebungen in Rich-
tung eines schlechteren Gesamtergebnisses ergeben, allerdings eher von einem sehr
hohen zu einem hohen bzw. von einem hohen zu einem durchschnittlichen Chancenni-
veau. Gleichwohl sollte auch in diesen Fällen die w eitere Entwicklung sehr genau beo-
bachtet werden. Insbesondere Dünnwald und Flittard stehen mittlerweile noch im Be-
reich eines durchschnittlichen Chancenniveaus aber am Rande eines unterdurchschnitt-
lichen Chancenniveaus.
• Bei folgenden Stadtteilen mit aktuell (stark) unte rdurchschnittlichen Teilhabechancen
von Kindern lässt sich ein (weiterer) negativer Trend im Zeitverlauf der letzten drei Jahre
nachzeichnen: Altstadt-Nord, Seeberg, Porz, Finkenberg und Eil.
• Ein vorsichtig positiver Trend deutet sich in folg enden Stadtteilen an, wobei die positive
Entwicklung bislang nur ausreichte, (sehr) unterdurchschnittliche Gesamtwerte etwas zu
verbessern. Ein Anschluss an bzw. Aufrücken an Durc hschnittswerte konnte allerdings
meistens (noch) nicht erreicht werden. In Chorweile r, Gremberghoven, Ostheim, Kalk,
Humboldt-Gremberg, Höhenberg, Vingst und Buchforst haben sich im Zeitverlauf – al-
lerdings ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Niveau – die Teilhabechancen
für Kinder und Jugendliche etwas verbessert. Ob sic h hier mittel- bis längerfristige
Trends mit stärkerer Tragweite andeuten, wird die Zukunft zeigen. Lediglich Bickendorf
und Bilderstöckchen sind in den letzten drei Jahren knapp aufgerückt von einem unter-
durchschnittlichen in ein durchschnittliches Chancenniveau für Kinder und Jugendliche.
Die Ergebnisse des Monitorings auf der Ebene des Ge samtindexes „Teilhabechancen von
Kindern und Jugendlichen“ gibt – wie gerade ausgeführt – klare Hinweise darauf, wo in Köln
die Chancen für ein gelingendes Aufwachsen besser o der schlechter sind und lenkt damit
Aufmerksamkeit. In einem zweiten Schritt kann die S ituation auf der Ebene der einzelnen
Stadtteile differenzierter nach einzelnen Handlungs feldern bzw. Einzelindikatoren betrachtet
werden, um hieraus Ansätze für Präventions- oder Interventionsstrategien ableiten zu können.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
42
Eil
Niehl
Grengel
Brück
Poll
Merkenich
Libur
Worringen
Dünnwald Flittard
Dellbrück
Sülz
Zündorf
Rondorf
Rath/Heumar
Deutz
Langel
Lindenthal
Weiß
Ossendorf
Godorf
Junkersdorf
Longerich
Porz
Kalk
Sürth
Rodenkirchen
Widdersdorf
Weiden
Lind
Höhenhaus
Holweide
Ostheim
Pesch
Riehl Nippes
Lövenich Ehrenfeld
Wahn
Urbach
Elsdorf
Mülheim
Roggendorf/Thenhoven
Zollstock
Esch/Auweiler
Fühlingen
Immendorf
Merheim Müngersdorf
Meschenich
Gremberghoven
Westhoven
Vogelsang
Raderthal
Stammheim
Hahnwald
Weidenpesch
Buchheim
Marienburg
Blumenberg
Volkhoven/Weiler
Wahnheide
Neustadt/Nord
Bilderstöckchen
Ensen
Bickendorf
Bocklemünd/Mengenich
Neustadt/Süd
Seeberg
Höhenberg
Altstadt/Süd
Neuehrenfeld
Altstadt/Nord
Chorweiler
Vingst
Klettenberg
Braunsfeld
Humboldt/Gremberg
Heimersdorf
Bayenthal
Lindweiler
Neubrück
Buchforst
Raderberg
Finkenberg
Gesamtindex Bildungs- und Teilhabechancen
Dynamik 2014-2017
Bildungs- und Teilhabechancen
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und S tatistik (Statistisches Informationssystem; eigene Berechnung; Stand 04.02.2019)
weit besser als Gesamtstadt (8)
besser als Gesamtstadt (16)
durchschnittlich (34)
schlechter als Gesamtstadt (21)
weit schlechter als Gesamtstadt (7)
Entwicklung
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
43
Eil
Niehl
Grengel
Brück
Poll
Merkenich
Libur
Worringen
Dünnwald Flittard
Dellbrück
Sülz
Zündorf
Rondorf
Rath/Heumar
Deutz
Langel
Lindenthal
Weiß
Ossendorf
Godorf
Junkersdorf
Longerich
Porz
Kalk
Sürth
Rodenkirchen
Widdersdorf
Weiden
Lind
Höhenhaus
Holweide
Ostheim
Pesch
Riehl Nippes
Lövenich Ehrenfeld
Wahn
Urbach
Elsdorf
Mülheim
Roggendorf/Thenhoven
Zollstock
Esch/Auweiler
Fühlingen
Immendorf
Merheim Müngersdorf
Meschenich
Gremberghoven
Westhoven
Vogelsang
Raderthal
Stammheim
Hahnwald
Weidenpesch
Buchheim
Marienburg
Blumenberg
Volkhoven/Weiler
Wahnheide
Neustadt/Nord
Bilderstöckchen
Ensen
Bickendorf
Bocklemünd/Mengenich
Neustadt/Süd
Seeberg
Höhenberg
Altstadt/Süd
Neuehrenfeld
Altstadt/Nord
Chorweiler
Vingst
Klettenberg
Braunsfeld
Humboldt/Gremberg
Heimersdorf
Bayenthal
Lindweiler
Neubrück
Buchforst
Raderberg
Finkenberg
Gesamtindex Bildungs- und Teilhabechancen
Entwicklungstypen (Status 2017 / Dynamik 2014-2017)
Bildungs- und Teilhabechancen
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und S tatistik (Statistisches Informationssystem; eigene Berechnung; Stand 04.02.2019)
S tatus
Dynamik
(stark) über-
durchschnittlich
(stark) unter-
durchschnittlich
(weit)
Besser als
Gesamtstadt
(weit)
Schlechter als
Gesamtstadt
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
44
4.2. Sozialindizierung von Schulen und Kindertagese inrichtungen als Instrument zur
bedarfsgerechten Steuerung
Um mehr Bildungsgerechtigkeit zu gewährleisten, werden in der Bildungspolitik unter anderem
Handlungsansätze erörtert, die darauf abstellen, so lchen Schulen und solchen Kindertages-
einrichtungen mehr finanzielle und personelle Resso urcen zu gewähren, die vielen Kindern
aus prekären Lebensverhältnissen verbesserte Bildungschancen eröffnen.
44
Die Verwaltung nutzt schon seit einigen Jahren Verf ahren zur Sozialindizierung von Schulen
und Kindertageseinrichtungen, um knappe Ressourcen nach dem Grundsatz „Ungleiches un-
gleich behandeln“ bedarfsgerecht zu steuern.
• Im Rahmen des Schulsozialindex wird für jede städt ische Schule in Köln nach Möglich-
keit jährlich aktualisiert abgeschätzt, wie viele d er jeweiligen Schüler*innen in SGB II-
Bedarfsgemeinschaften leben. Dabei werden datenschu tzkonform und nach Abstim-
mungen mit der Bezirksregierung Köln Schüler*innenw ohnortdaten aus Schild-NRW,
dem Schulverwaltungsprogramm für öffentliche Schule n in Nordrhein-Westfalen, mit
kleinräumigen, auf Blockabschnittsebene vorliegenden Armutsdaten kombiniert. Die ent-
sprechenden, altersdifferenzierten Daten werden jährlich seitens der Bundesagentur für
Arbeit zur Verfügung gestellt und heben auf Transfe rleistungsempfänger*innen nach
dem SGB II ab. Für jede Schüler*in einer Schule wird auf diese Weise auf der Grundlage
der jeweiligen Wohnadresse ein Armutsrisiko bzw. die Wahrscheinlichkeit, SGB II-Trans-
ferleistungen zu beziehen, abgeschätzt. Durch Aggregation ergeben sich Gesamtwerte
des Armutsrisikos der Gesamtschülerschaft einer Schule in geschätzten absoluten und
relativen Zahlen, die in eine Rangordnung gebracht werden können. Das kurz skizzierte
Verfahren ist im Grundsatz identisch mit Vorschlägen zur Etablierung von Sozialindizes
für Schulen auf kommunaler Ebene, wie sie im Rahmen des Landesprogramms „Kom-
munale Präventionsketten“ unterbreitet worden sind.
45 Konkrete Anwendungsbezüge
bestehen z.B. in der Verteilung von Schulsozialarbeiter*innenstellen auf einzelne Schu-
len, der Gewährung von zusätzlichen OGTS-Fördermitteln oder in der Berücksichtigung
im Kontext der Priorisierung von erforderlichen Schulbaumaßnahmen.
• Beispielsweise ergeben sich mit Datenstand 2016 fü r die 146 städtischen Grundschulen
in Köln geschätzte Armutsrisikoquoten der Schülerschaft, die von rund 63% bis 0% rei-
chen. Dabei ist an insgesamt 7 Grundschulen geschätzt mindestens die Hälfte der Schü-
ler*innen auf SGB II-Transferleistungen angewiesen, an 35 Grundschulen lebt nach die-
sem Schätzmodell mindestens ein Drittel der Schüler *innen in Armutslagen. Diese
Grundschulen befinden sich aufgrund des Grundsatzes der wohnortnahen Beschulung
im Primarbereich in erster Linie genau in den Stadtteilen, für die das Teilhabemonitoring
unterdurchschnittliche Chancen für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Ju-
gendlichen ausmacht.
44 Vergleiche Die Zeit Nr. 52/2017: Mehr Ungleichheit bitte! Es gibt Schulen in reichen Stadtteilen und
andere in armen. Vom Staat bekommen beide jedoch gleich viel Geld. Wer mehr Bildungsgerechtigkeit
will, muss das ändern.
45 Vergleiche ausführlich Thomas Groos (2016): Schulsegregation messen. Sozialindex für Grundschu-
len. Arbeitspapiere wissenschaftliche Begleitforschung „Kein Kind zurücklassen!“, Werkstattbericht.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
45
• Bei der Verteilung von zusätzlichen Landesfördermi tteln und bei ergänzenden kommu-
nalen Förderungen von Kindertageseinrichtungen stellt die Verwaltung in erster Linie auf
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
46
statistische Informationen auf Einrichtungsebene ab. 46 Als wesentliche Kriterien werden
Anzahl und Anteil der Kinder, in den jeweiligen Kitas herangezogen, die als beitragsbe-
freit geführt werden, weil ihre Familien Transferleistungen beziehen oder über ein Nied-
rigeinkommen verfügen. Bei der Ermittlung der Daten werden Beitragsbefreiungen auf-
grund von Geschwisterkindregelungen nicht mit einbezogen. Die Analyseergebnisse lie-
gen Förderungen von Kindertageseinrichtungen mit besonderem Unterstützungsbedarf
zugrunde, die auf Familienzentren nach § 16, auf di e Anerkennung von plusKITA-Ein-
richtungen und Gewährung zusätzlicher Sprachförderung nach §§ 16a und b Kinderbil-
dungsgesetz Nordrhein-Westfalen abstellen.
• Für die in 2013 rund 620 Kindertageseinrichtungen in Köln ergaben sich Anteilswerte an
Beitragsbefreiungen aufgrund von Transferleistungsbezug oder Niedrigeinkommen, die
von 100% bis 0% reichen.
47 Bei insgesamt 59 Kitas lag die Quote bei mindestens 75%,
bei insgesamt 161 Kitas bei mindestens 50% und bei 248 Kitas bei mindestens 33%.
Auch diese Kindertageseinrichtungen waren – wie die oben benannten Grundschulen –
nicht überraschend in benachteiligten Teilräumen de r Stadt verortet. Gleichwohl sind –
eine sozialräumliche Perspektive ergänzend – einrichtungsbezogene Analysen wichtig,
da in der Fachdiskussion verstärkte Segregationseffekte in Kitas und Schulen beobach-
tet werden, die sich durch gezieltes Erziehungsbere chtigtenwahlverhalten bei der Aus-
wahl der Bildungsinstitutionen für ihre Kinder ergeben.
4.3. Verbindungslinie zum Kölner Lebenslagenbericht
Die Stadt Köln hat sich zum Ziel gesetzt, eine kont inuierliche Lebenslagenberichterstattung
aufzubauen. Der Lebenslagenbericht will Verwaltung und Politik zukünftig als Basis für eine
wirkungsvolle, integrierte Sozialplanung und strategische Steuerung dienen.
Konzeptionell ist dieser Bericht an das Lebenslagen konzept angelehnt, das davon ausgeht,
dass „Armut“ nicht nur einen Mangel an finanziellen Mitteln bedeutet, sondern darüber hinaus
in dem Ausmaß der Teilhabe in verschiedenen Lebensl agenbereichen wie z.B. Gesundheit,
Wohnen, Bildung oder Erwerbstätigkeit sichtbar wird.
Entsprechend des Lebenslagenansatzes werden im Kölner Lebenslagenbericht die verschie-
denen Bereiche der Lebenslage der Kölner Bevölkerung anhand von ausgewählten Indikato-
ren beschrieben und analysiert. Dabei werden die Me rkmale Geschlecht, Migrationshinter-
grund und Behinderung als Querschnittsaspekte bei m öglichst allen Themen berücksichtigt.
Eine besondere Aufmerksamkeit wird auf die Bevölker ungsgruppen gerichtet, die von Armut
und weiteren Belastungen betroffen oder bedroht sind. Der Bericht soll darüber hinaus mehr-
fach belastete Lebenslagen in sozialräumlicher Differenzierung abbilden.
46 Vergleiche Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlingen und Integration des Landes Nordrhein-West-
falen: Kleinräumige Auswahlkriterien zur Förderung von Kindertageseinrichtungen und Familienzentren
mit besonderem Unterstützungsbedarf – Hinweise für Städte, Kreise und Gemeinden – Stand 2018
47 Eine aktualisierte Analyse konnte zuletzt aufgrund der Migration neuer DV-Anwendungen nicht vor-
genommen werden, befindet sich aber nunmehr in Vorbereitung.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
47
Lebenslagenbericht – Konzeptionelle Grundlagen: Bereiche der Lebenslage 48
Der Kölner Lebenslagenbericht wird übergeordnet nach Lebensphasen strukturiert und nach-
geordnet nach den Bereichen der Lebenslage. Bei der Definition einzelner Lebensphasen wird
- unter Bezugnahme auf den Vierten Armuts- und Reic htumsbericht der Bundesregierung -
unterschieden zwischen Kindheit und Jugend, junges Erwachsenenalter, mittleres Erwachse-
nenalter und Senior*innennalter ab dem Renteneintritt. Dabei werden für unterschiedliche ge-
sellschaftliche Gruppen bzw. für unterschiedliche L ebensphasen (z. B. Kinder und Jugendli-
che) jeweils typische Lebenslage-Konstellationen ei nschließlich der relevanten Teilhabe-
schwellen herausgearbeitet und dann auf der Grundlage empirischer Daten analysiert.
Entscheidende Übergänge und Risiken in vier Lebensphasen 49
48 Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) (2019) :Wechselbeziehungen sind
nur beispielhaft dargestellt
49 Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hg.) (2013): Vierter Armuts- und Reichtumsbericht der
Bundesregierung, S. 24.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
48
Die Konzeption des Kölner Lebenslagenberichts korrespondiert mit seiner Indikatoren gestütz-
ten Analyse der Lebenslagen in den einzelnen Lebensphasen mit der konzeptionellen Grund-
lage der „Kommunalen Präventionsketten“. Auf der Grundlage einer integrierten Datenbasis
als zentrale Informationsquelle sollen zukünftig sinn- und wissensbasierte Angebotsstrukturen
gemeinsam entwickelt werden.
Damit Analyse- und Planungsgrundlagen sinnvoll mite inander verschränkt werden können,
gibt es zwischen dem Dezernat für Bildung, Jugend und Sport und dem Dezernat für Soziales,
Umwelt, Gesundheit und Wohnen bereits einen intensiven Austausch bzw. verschiedene For-
mate des Dialogs:
• Die Strategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tause nd junge Chancen fördern!“ ist unter
Beteiligung des Dezernats für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen entwickelt und ab-
gestimmt worden.
• Darüber hinaus finden regelmäßige Termine einer „ AG Integrierte Planung“ unter Be-
teiligung weiterer Dezernate und Ämter statt. Ziel ist eine integrierte Zusammenarbeit von De-
zernaten und Ämtern, wo im Sinne einer gemeinsamen Zielgruppe oder auch gemeinsame
Planungsgrundlagen erforderlich sind.
• Die unter Kapitel 6 benannte Maßnahmenempfehlung „Aufbau und Weiterentwicklung
„Online Tool Guter Start NRW“ (Informations-, und Jugendhilfeplanungstool)“ weist ebenfalls
starke Verbindungslinien auf, die es miteinander zu verknüpfen gilt.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
49
5. Analyse :: Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Land-
schaft präventiver Maßnahmen zur Förderung von
Teilhabechancen
Die bestehende Landschaft präventiver Maßnahmen zur Förderung von Teilhabechancen von
Kindern und Jugendlichen in Köln zeichnet sich durch eine hohe Komplexität aus. Im Rahmen
der Landesinitiative wurden daher verschiedene Anal yseinstrumente eingesetzt, um der Ha-
benseite und der Sollseite der bestehenden Präventionskette in Köln im Aufbau auf die Spur
zu kommen. So waren im Rahmen eines verwaltungsinte rnen Planungsworkshops am
21.06.2017 die Grundzüge eines Präventionsleitbilde s als orientierendes Zukunftsbild entwi-
ckelt worden, das im Nachgang fertig gestellt wurde (vergleiche Kapitel 3). Weitere Analysen
hoben auf die bildhafte Skizzierung der bestehenden Präventionskette in Köln, den Ideenaus-
tausch mit anderen Kommunen im Rahmen von Lernnetzw erktreffen, eine Stärken-Schwä-
chen-Analyse und die Bilanzierung des älteren Handl ungskonzeptes gegen die Folgen von
Kinderarmut ab.
5.1. Skizze der kommunalen Präventionskette gegen K inder-, Jugend- und Familien-
armut in Köln
Die folgenden Grafiken weisen die Ergebnisse von Skizzierungen der bestehenden Präventi-
onskette in Köln aus. Die Idee bestand darin, einen
bildhaften Gesamtblick hinsichtlich der
bestehenden Angebote, Dienste und Institutionen zu erhalten und diese entlang des Lebens-
laufs von Kindern und ihren Weg durch Bildungsinsti tutionen zu gruppieren. Der Begriff
„Skizze“ ist dabei wörtlich zu nehmen, da an dieser Stelle kein Anspruch bestand, wirklich
jedes einzelne, ggf. temporäre, ehrenamtliche oder eingeschränkt nur in manchen Stadtteilen
wirksame Angebot abzubilden. Es geht hier also mehr um ein „ big picture “ als um ein detail-
getreues Abbild der hochkomplexen Realität in allen Einzelheiten, das sich – wenn überhaupt
– nur schwer, mit sehr hohem Aufwand und kurzer „Ha lbwertszeit“ der Aktualität erstellen
ließe.
Die nachfolgend dargestellten Skizzen sind im Herbst 2017 und Frühjahr 2018 in einer ganzen
Reihe bestehender Fachgremien im Bildungs- und Gesundheitsbereich vorgestellt und mit den
Teilnehmenden, Mitarbeiter*innen der Fachverwaltung en und externen Akteuren, z.B. aner-
kannten Trägern der freien Jugendhilfe, erörtert worden. Im Ergebnis war festgehalten worden,
dass es sich um eine sinnvolle Arbeitshilfe handelt, die unter verschiedenen Fragestellungen
weiter entwickelt werden kann, die zum einen die
Komplexität der Präventionslandschaft
und zum anderen die noch fehlende Klammer um die Ei nzelaktivitäten verdeutlicht und die
nahelegt, vertieft Vernetzungs- und Synergiemöglichkeiten in den Blick zu nehmen.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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5.2. Lernnetzwerktreffen der am Landesprogramm bete iligten Kommunen
Eine Grundidee der Lernnetzwerktreffen im Programm „Kommunale Präventionsketten“ be-
steht darin, dass beim Aufbau und der Weiterentwick lung kommunal koordinierter Präventi-
onsketten nicht jede Kommune „das Rad neu erfinden“ muss, sondern Erfahrungen und gute
Ideen wechselseitig ausgetauscht und fachliche Erörterungen gemeinsam geführt werden. Die
Lernnetzwerke haben sich in dieser Hinsicht als Format zur
Erarbeitung gemeinsamer kon-
zeptioneller Grundlagen und zum interkommunalen Wissenstransfer gut bewährt.
Die Konzeptentwicklungsarbeit und der thematisch vertiefte Austausch zwischen den an den
„Kommunalen Präventionsketten“ beteiligten Kommunen sind in Fachseminaren, „Lernnetz-
werktreffen“ und Lernclustern organisiert. Insbeson dere die Leitaspekte des Landespro-
gramms werden nach Perspektiven, Handlungsansätze und Empfehlungen in „
Handreichun-
gen “ zusammengefasst, die öffentlich zugänglich sind und an dieser Stelle nur angetippt wer-
den können. Der/die interessierte Lesende sei auf w³.kommunale-präventionsketten.de ver-
wiesen.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
55
Im Rahmen des Landesprogramms werden einige,
in einzelnen Kommunen erprobte Maß-
nahmen als „good-practice“-Ansätze zur Verbesserung der Teilhabechancen von Kindern,
Jugendlichen und Familien diskutiert. Teils wurden diese seitens der Verwaltung schon aufge-
griffen, teils fließen sie in die Maßnahmenplanung der Verwaltung für die nächsten Umset-
zungsschritte ein (vergleiche folgendes Kapitel).
Zu nennen sind hier zum Beispiel:
•
Familiengrundschulen (Aachen, Gelsenkirchen), siehe Kapitel 6
• Sozialräumliches Präventionsmonitoring (Gelsenkirchen), in Köln in starker Anleh-
nung an das Gelsenkirchener Modell im Rahmen des „Monitoring Stadtentwicklung“ um-
gesetzt, siehe Kapitel 4.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
56
5.3. Stärken-Schwächen-Analyse der Präventionslands chaft in Köln
Ein weiterer analytischer Zugang in der Betrachtung der bestehenden, in Kapitel 5.1 bildhaft
beschriebenen Präventionskette bzw. Präventionslandschaft in Köln bestand in der Durchfüh-
rung einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse
50 , deren Ergebnisse im Folgenden
dargestellt werden.
Als bestehende Stärke der bestehenden Präventionske tte in Köln kann das vielfältige, sehr
differenzierte System von Fördermaßnahmen mit seinen guten und innovativen Maßnahmen
beschrieben werden. Die Kehrseite und damit Schwäch e dieser starken Ausdifferenzierung
besteht in der Komplexität des Systems verbunden mit dem Eindruck der Unübersichtlichkeit
und der Vermutung von Synergiepotenzialen bei weite r verbesserter Vernetzung von Maß-
nahmen. Chancen werden in weiter auszubauenden Koop erationen mit der bestehenden
Hochschul- und Stiftungslandschaft gesehen sowie in der Vielzahl der Förderprogramme auf
europäischer, Bundes-, Landesebene, die aber sehr komplex sind und teils lediglich Anschub-
finanzierungen darstellen. Risiken ergeben sich bei spielsweise durch die hohen Ausbaube-
darfe an Bildungs-, Jugend- und sozialer Infrastruk tur vor dem Hintergrund einer sehr stark
wachsenden Stadt bei angespannter Haushaltssituation.
50 Die SWOT-Analyse (engl. Akronym für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities
(Chancen) und Threats (Risiken)) ist ein Instrument des strategischen Managements und dient der Po-
sitionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Organisationen. Es werden interne Stärken und
Schwächen sowie externe Chancen und Risiken ermitte lt. In einer Handlungsperspektive geht es da-
rum, Stärken auszubauen, Schwächen zu minimieren, Chancen zu nutzen und Risiken zu kennen.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken der bestehenden Präventionskette in Köln
Intern Extern
Stärken Chancen
• Vielfältiges, sehr differenziertes System von För -
dermaßnahmen (aber: eingeschränkte Übersicht-
lichkeit)
• Gute, innovative Maßnahmen, z.B. Stadtteileltern,
KiWi, Pool-Lösung Integrationshelfer*innen
• Etablierte, differenzierte Gremien-/AK-Struktur,
z.B. AK 80, AG 78, diverse Steuerungskreise (aber:
Komplexität und Vernetzung in Frage)
• Reform- und Reflexionsbereitschaft der Akteure
der Präventionskette
• Aktuelle Bedarfsanalysen und Planungen, z.B.
Kita, Schule, Jugend
• Sozialindizes Schulen und Kitas zur Ressourcen-
steuerung (Ungleiches ungleich behandeln)
• (Integrierte) Entwicklungskonzepte für benachtei-
ligte Teilräume
• Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe, Pro-
gramm Lebenswerte Veedel
• Etablierte Struktur von Stadtteil- und Sozialraum -
konferenzen vor Ort
• Erarbeitung „Kölner Perspektiven 2030“ als Stadt-
entwicklungskonzept
• Vielzahl von Bund-/ Land-/ EU-Förderprogrammen;
Bundespräventions-gesetz (aber: Komplexität
[Schwäche] und Nachhaltigkeit [Risiko])
• Differenzierte Stiftungslandschaft
• Hochschullandschaft
• Interkommunale Kooperationen im Sinne von Lern-
netzwerken (nicht immer das Rad neu erfinden,
Austausch/Adaption guter Ideen/ Innovationen) ::
z.B. Familienzentren in Grundschulen, zugehende
Kitasozialarbeit …
• Bevölkerungswachstum / stark steigende Zahl von
Kindern und Jugendlichen / junge Stadt (aber: z.B.
hohe Infrastrukturbedarfe [Risiko])
Schwächen Risiken
• Komplexes System von Fördermaßnahmen / ver-
mutete Synergiepotenziale bei weiter verbesserter
Vernetzung/ Abstimmung der Maßnahmen
• Integriertes Denken, Planen und Handeln ausbau-
fähig :: Versäulung der Verwaltung
• Fehlender gesamtstrategischer Ansatz :: strategi-
sche Zielformulierung und wirkungsorientierte
Steuerung/ Evaluation ausbaufähig
• Kein systematisches Übergangsmanagement
• Kein systematisches, abgestimmtes Bildungs-/ So-
zial-/ Gesundheits-/ Präventionsmonitoring
• Auch gut evaluierte Fördermaßnahmen der Prä-
ventionskette mit Finanzierungsschwierigkeiten
• Langwierige Realisierungszeiträume Baumaßnah-
men, z.B. Schulbau; Sanierungsstau Bildungs-/ Ju-
gend-/ soziale Infrastruktur
• Keine systematische, spezialisierte Fördermittela k-
quise
• Genderbezogene Angebote zur Gewaltprävention
werden nicht gefördert / keine Qualitätsstandards
• Hohe Bedarfe an Ausbau der Bildungs-/ Jugend-
und sozialen Infrastruktur
• Flächenkonkurrenzen und Zielkonflikte in wachsen-
der Stadt :: Wohnen, Grün, Gewerbe, Bildung/Ju-
gend/Soziales
• Weiter zunehmende Segregationstendenzen :: Ge-
fahr einer „Spaltung der Stadt“ / abgehängte Quar-
tiere
• Nachhaltigkeit von Förderprojekten nach Ablauf
Projektzeit / Anschlussfinanzierung
• Prekäre/ angespannte Haushaltssituation :: gering e
Spielräume, gerade für innovative (freiwillige) Maß-
nahmen
• Zunehmender Fachkräftemangel, z.B. Kitas
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
58
6. Fahrplan :: Maßnahmen und weiteres Vorgehen
6.1. Kontextbezug der Maßnahmenvorschläge
Vor dem Hintergrund der verwaltungsinterner Abstimmung können auf der Folie der strategi-
schen Ziele und diskursiv abgeleitet aus den unters chiedlichen analytischen Perspektiven
(siehe Kapitel 4 und 5) auf die bestehende Hilfe-, Unterstützungs- und Präventionslandschaft
in Köln, im folgenden ersten Maßnahmenempfehlungen ausgesprochen, die die Verwaltung in
der Folgezeit umsetzen bzw. bearbeiten wird.
Die Entwicklung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen ist als kontinuierlicher Weiterent-
wicklungsprozess zu verstehen. Bei den vorliegenden Überlegungen handelt es sich um einen
„ersten Aufschlag“. Dieser benennt nicht notwendigerweise für alle Zielkategorien eine „fertige
Maßnahmenplanung“. Vielmehr bildet die vorliegende Gesamtstrategie die Grundlage und das
Unterstützungsinstrument für die Weiterentwicklung und Initiierung von Maßnahmen in den
Ämtern und Institutionen vor Ort.
Im Folgenden soll der Kontextbezug der Maßnahmenempfehlungen kurz dargestellt werden:
• Es handelt sich in erster Linie um Maßnahmenvorsch läge für die Strukturebene. Sie he-
ben vor allem auf die weiter verbesserte Strukturierung und Koordination der städtischen
Aktivitäten zur Verbesserung der Teilhabe- und Verw irklichungschancen von Kindern,
Jugendlichen und Familien in Köln ab. Berührt wird hier insbesondere die ämter- und
dezernatsübergreifende Zusammenarbeit und Abstimmun g unter der genannten ge-
meinsamen Zielrichtung, aber auch die Kooperation der Verwaltung mit Dritten, z.B. mit
anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe oder Stiftungen. Der Rat wird mit Beschluss-
fassung über die vorliegende Gesamtstrategie gebete n, die Strukturierungsvorschläge
zu bestätigen und die Verwaltung entsprechend mit der Umsetzung zu beauftragen.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
59
• Maßnahmenvorschläge für die Praxisebene heben auf konkrete, präventiv wirkende Un-
terstützungs- und Hilfeaktivitäten für Kinder, Jugendliche und Familien ab, die zur weite-
ren Aus- bzw. Bearbeitung auf die Agenda gesetzt we rden und insbesondere in beste-
henden Fachgremien, wie z.B. den Arbeitskreise in der Jugendhilfe nach § 80 SGB VIII
aufgegriffen und bewertet werden. Hier ist insbesondere auf schon laufende Praxismaß-
nahmen hinzuweisen, die teils quantitativ und quali tativ weiter entwickelt werden könn-
ten (siehe Evaluation des Handlungskonzeptes gegen die Folgen von Kinderarmut in
Anlage 1). In diesem Sinne weiter entwickelte oder ggf. gänzlich neue Maßnahmenvor-
schläge für eine veränderte Hilfepraxis sollen den politischen Gremien in gesonderten
Beschlussvorlagen zur Entscheidung vorgelegt werden. Mit Blick auf die Notwendigkeit
einer gesicherten Finanzierung soll in diesem Zusammenhang vor allem geprüft werden,
inwieweit bestehende Förderungen kostenneutral umgelenkt oder neue Fördermittel aus
EU-, Bundes- oder Landesmitteln bzw. Stiftungsmitteln akquiriert werden können.
6.2. Maßnahmenempfehlungen für die Strukturebene
M1
Verabschiedung der Gesamtstrategie als grundlegende Orientierung
Beschreibung
• Eine wesentliche konkrete Anforderung an die am La ndesprogramm beteiligten
Kommunen bestand in der Entwicklung einer Gesamtstr ategie. Dies beinhaltet die
Entwicklung eines Leitbildes und eines strategischen Zielsystems.
Ziele
• Die Gesamtstrategie soll fachlichen Diskussionen i n Verwaltung und Politik über die
Gestaltung von Unterstützungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien ei-
nen orientierenden, inhaltlichen Referenzrahmen geb en. Neue (und alte) Maßnah-
men können z.B. auf ihre Zuordnung zu strategischen Zielen oder ihrem Stellenwert
in der Präventionskette diskutiert werden. Idealerweise können sich weitere Akteure,
wie anerkannte Träger der freien Jugendhilfe, Stift ungen, Wohnungsgesellschaften
dem Präventionsleitbild anschließen.
Prozesse
• Grundlagen der vorliegenden Gesamtstrategie „Kölne r Kinder stärken! – 184 Tau-
send junge Chancen fördern“ sind im Rahmen eines vo n Peters & Helbig GmbH
Essen moderierten, vom Institut für soziale Arbeit Münster begleiteten und durch das
Landesprogramm Kommunale Präventionsketten finanzie rten Planungsworkshops
aufgestellt und später im Kernarbeitsteam ausgearbeitet und verwaltungsintern breit
abgestimmt worden. Die Gesamtstrategie soll mit vor liegender Beschlussvorlage
durch den Rat der Stadt Köln beschlossen werden.
Zeitlicher Rahmen
• Ratsbeschluss zum Jahresende 2019, Zwischenbericht zur weiteren Umsetzung
nach einem Jahr und im weiteren jährlich.
Ressourcen
• Vorhandene Strukturen wurden und werden genutzt.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
60
M2
Kontinuierliche Anwendung des Steuerungs- und Quali tätskreislaufs zur
Gestaltung der Präventionskette bei kommunaler Koor dinierung der Akti-
vitäten zur Verbesserung der Teilhabe- und Verwirkl ichungschancen von
Kindern, Jugendlichen und Familien als Daueraufgabe
Beschreibung
• Die Netzwerkarbeit, Evaluation und Weiterentwicklu ng präventiver Maßnahmen in
Hinblick auf Kinderarmutslagen soll als dauerhafte Aufgabe bei der Stadt Köln ver-
ankert sein.
Ziele
• Die Gestaltung der Präventionskette zur Verbesseru ng der Teilhabechancen von
Kindern, Jugendlichen und Familie wird als Dauerauf gabe im Sinne eines kontinu-
ierlichen Verbesserungsprozesses wahrgenommen. Dafü r wird auf einen Steue-
rungs- und Qualitätskreislauf Bezug genommen.
• Die bestehenden Gremien eines Kernarbeitsteams und eines Steuerungskreises
sollen auch zukünftig beibehalten werden und für eine Umsetzung der vorliegenden
Gesamtstrategie Sorge tragen.
• Die benannten Gremien sollen regelmäßig drei- bis viermal jährlich bzw. ein- bis
zweimal jährlich tagen.
• Bestehende Facharbeitskreise, wie z.B. die Arbeits kreise der Jugendhilfe nach § 80
SGB VIII, werden mit diesen Gremien dahingehend vernetzt, dass wechselseitig Im-
pulse erfolgen.
• So können Kernarbeitsteam und Steuerungskreis best ehende Arbeitskreise bitten,
Prüfempfehlungen vertieft zu erörtern oder bestehende Arbeitskreise bei Bedarf be-
stimmte Themen mit der Bitte um ämter- und dezernat sübergreifende Abstimmung
an das Kernarbeitsteam und den Steuerungskreis heran tragen.
• Entwicklung von Indikatoren zur Messung von Wirksa mkeit für die Ebene der Ziel-
kategorien/ operativen Ziele
Prozesse
• Die Koordination sowie die Prozessorganisation und -begleitung liegt bei der Ju-
gendhilfe- und Schulentwicklungsplanung (Kommunale Koordinierung) im Dezernat
für Bildung, Jugend und Sport. Die Umsetzung und Weiterentwicklung erfolgt mit den
Akteuren aus den Steuerungsgremien (siehe Anlage 3).
Zeitlicher Rahmen
• Es erfolgt eine Umsetzung bis auf weiteres. Im Rah men der jährlichen Zwischenbe-
richte erfolgt eine Bewertung.
Ressourcen
• Personalressourcen stehen bei der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung im
Rahmen ihrer Aufgaben zur Verfügung.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
61
M3
Monitoring „Bildungs- und Teilhabechancen von Kinde r und Jugendli-
chen“ im Rahmen des „Monitoring Stadtentwicklung“ anwenden und wei-
terentwickeln
Beschreibung
• Wissensbasiertes Handeln erfordert die Berücksicht igung unterschiedlicher Ge-
sichtspunkte. Eine wichtige Aufgabe für die am Land esprogramm beteiligten Kom-
munen bestand dabei in der Entwicklung eines indika torengestützten, sozialräumli-
chen Präventionsmonitorings.
Ziele
• Dauerhafte, datengestützte Beobachtung der teilräu mlichen Teilhabechancen von
Kindern und Jugendlichen im Ist und im Entwicklungsverlauf mit der Funktion eines
Frühwarnsystems.
• Ämter- und dezernatsübergreifende Erörterung der E rgebnisse und abzuleitender
Empfehlungen und Maßnahmen.
• Weiterentwicklung der Aussagekraft durch Aufnahme weiterer, aussagekräftige In-
dikatoren in das Monitoringsystem
Prozesse
• Das Monitoring „Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“
wurde jüngst in einer ersten Ausbaustufe im Rahmen des „Monitoring Stadtentwick-
lung“ durch das federführende Amt für Stadtentwicklung und Statistik in enger Ab-
stimmung mit der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung umgesetzt.
• Die Weiterentwicklung des „Monitoring Stadtentwick lung“ erfolgt in Abstimmung der
Fachdienststelle mit 15.
• Die Abstimmungsprozesse erfolgen mit den Akteuren aus den Steuerungsgremien
(siehe Anlage 3).
Zeitlicher Rahmen
• Eine Arbeitsgruppe wird in der ersten Jahreshälfte 2020 im Rahmen eines Work-
shops eine gemeinsame fachliche Bewertung der Ergeb nisse des Monitorings „Bil-
dungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ vornehmen. Zu diesem
Workshop wird die Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung einladen.
Ressourcen
• Vorhandene Strukturen werden genutzt.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
62
M4
Begonnene Vernetzung der Fachplanungen (Jugendhilfe planung und
Schulentwicklungsplanung und Sozialplanung und Gesu ndheitsplanung)
und der Koordinierungsstellen (Frühe Hilfen, KAoA (Kein Abschluss ohne
Anschluss) Regionales Bildungsbüro, Kommunales Inte grationszentrum,
Kommunale Präventionsketten) sowie Abstimmung von M aßnahmen wei-
terführen
(Diese Maßnahme ist in Verbindung mit M5 zu betrachten.)
Beschreibung
• Jugendhilfe-, Schulentwicklungs-, Sozial- und Gesu ndheitsplanung sollen stärker
vernetzt werden. Es soll ein gemeinsames Steuerungs verständnis erarbeitet wer-
den. Auf der Basis dieses Steuerungsverständnisses soll beginnend mit der Analyse
der Ausgangssituation der Lebenslage von Kindern und Jugendlichen über eine ge-
meinsame Bedarfsfeststellung und Planung von Maßnahmen bis hin zum Controlling
der Maßnahmen eine stärkere Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den ver-
schiedenen beteiligten Dezernaten, Ämtern und Dienststellen erfolgen.
• Für die praktische Umsetzung soll eine Verständigu ng über die für die Analyse rele-
vanten Indikatoren, kleinräumige Planungsstrukturen mit dem Ziel, sich auf beson-
ders belastete Räume zu fokussieren sowie über eine kleinräumige Bestandsauf-
nahme der bestehenden Angebote, Maßnahmen und Einrichtungen erzielt werden.
Ziele
• Zwischen den beteiligten Akteuren soll zunächst ei n Austausch über die Möglichkei-
ten einer verbesserten Zusammenarbeit erfolgen. Ziel ist es, einen effektiveren Steu-
erungsprozess wie oben skizziert zu implementieren. Einzelne Verfahrensschritte
sollen verbindlich geregelt werden.
• Mit einer integrierten Planung sollen die Vorausse tzungen für die Akquise von För-
dermitteln verbessert werden.
• Im Sinne einer ziel- und bedarfsgerechten Steuerun g – Ungleiches ungleich behan-
deln - sollen durch die stärkere Vernetzung von Fachplanungen bzw. eine integrierte
Planung die Wirkungen von jeweiligen Einzelmaßnahme n vor Ort im Quartier ver-
bessert werden.
• Die neu etablierten Gremien und Arbeitsstrukturen werden beibehalten, weiterentwi-
ckelt und mit bestehenden Arbeitsformaten, wie zum Beispiel den Arbeitskreisen
nach § 80 SGB VIII der Jugendhilfe, vernetzt.
Prozesse
• Erforderlich ist ein fachlicher Diskurs mit den Be reichen Jugendhilfe- und Schulent-
wicklungsplanung (IV/2), Sozialplanung (V/3) und Gesundheitsamt (Amt 53). Hierzu
ist im Rahmen der AG „Integrierte Planung“ ein Arbeitskreis einzurichten.
• Federführend für die Umsetzung der Maßnahme ist IV /2 unter Beteiligung von V/3.
• Die Abstimmungsprozesse erfolgen mit den Akteuren aus den Steuerungsgremien
(siehe Anlage 3).
Zeitlicher Rahmen
• Im Rahmen der jährlichen Zwischenberichte erfolgt eine Darstellung der Ergebnisse
und Prozesse.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
63
Ressourcen
• Vorhandene Strukturen werden genutzt.
M5
Ergänzend zu stadtweiter Perspektive: Fokussierung auf konkrete
Teilräume für ergänzende Analysen der Präventionskette vor Ort
(Diese Maßnahme ist in Verbindung mit M4 zu betrachten)
Beschreibung
• Die vorliegende, stadtweite Gesamtstrategie soll e rgänzend mit einer teilräumlichen
Perspektive auf die bestehenden Präventionsketten vor Ort „gespiegelt“ werden. Da-
für bedarf es des Austauschs mit Akteuren vor Ort im Rahmen von Präventionskon-
ferenzen.
Ziele
• Vornehmlich quantitative Daten zu Bedarfslagen von Kindern, Jugendlichen und Fa-
milien sollen mit vornehmlich qualitativen Daten (Einschätzungen, Bewertungen, Be-
obachtungen) von Akteuren vor Ort kombiniert werden, um ein verbessertes Bild von
Präventions- und Interventionsbedarfen zu erhalten.
• In Rede stehen insbesondere die Wirkungen von Maßn ahmen und erfolgreiche Zu-
gangswege.
• Nach Möglichkeit sollen Methoden eingeführt und um gesetzt, die die unterschiedli-
chen zu erreichenden Zielgruppen bei der Angebots(weiter-)entwicklung beteiligen.
Prozesse
• Die Prozessplanung erfolgt durch die Kommunale Koo rdinierung bei IV/2 – Jugend-
hilfe- und Schulentwicklungsplanung mit Unterstützung der Akteure aus den Steue-
rungsgremien (siehe Anlage 3).
Zeitlicher Rahmen
• Bis zum Jahresende 2020 sollen zwei Präventionskon ferenzen durchgeführt und er-
probt worden sein.
• Die Umsetzung und Weiterentwicklung erfolgt mit de n Akteuren aus den Steue-
rungsgremien (siehe Anlage 3).
Ressourcen
• Vorhandene Strukturen werden genutzt.
M6
Fokussierung der verbesserten Strukturierung und de r Maßnahmen zu-
nächst auf die Altersgruppe der 3- bis unter 10-Jährigen
Beschreibung
• Wie in der Landesinitiative „Kommunale Präventions ketten“ angelegt, hebt die vorlie-
gende Gesamtstrategie grundlegend auf die ganze Prä ventionskette für Kinder und
Jugendliche von 0 bis mindestens unter 18 Jahren ab. Aufgrund der hohen Komplexi-
tät der gesamten Hilfe- und Präventionslandschaft in Köln sieht die Verwaltung bei der
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
64
weiteren vertieften Umsetzung und Anwendung ein gestuftes Verfahren vor, nachdem
zunächst insbesondere auf die Altersgruppe der 3- b is unter 10-Jährigen fokussiert
wird. Hierbei wird an die in Köln gut etablierten „ Frühen Hilfen“ für Kinder von 0 bis
unter 3 Jahren angeschlossen, die gemeinhin als ers ter Baustein einer kommunalen
Präventionskette gelten. Es geht nun also zunächst um den zweiten Baustein, der das
klassische Kindergartenalter und die Grundschule umfasst. In einem nächsten Schritt
sollte zukünftig dann insbesondere die Altersgruppe der 10- bis unter 16-Jährigen in
den Blick genommen werden. Das wäre der nächste Bau stein der Präventionskette,
an den dann wiederum das Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAOA)“ an-
schließt, das landeseitig als finaler Baustein eine r kommunalen Präventionskette für
Kinder und Jugendliche diskutiert wird. Ein derart gestuftes Vorgehen beim Aufbau
bzw. der Weiterentwicklung der kommunalen Präventio nskette wurde und wird auch
in anderen Kommunen praktiziert und hat sich bewährt.
Ziele
• Weitere Aktivitäten im Anschluss der Erstellung de s vorliegenden gesamtstrategi-
schen Rahmens, wie sie sich durch die hier vorgeschlagenen Maßnahmen „materiali-
sieren“ werden insbesondere auf präventive Maßnahmen für die Altersgruppe der 3-
bis unter 10-Jährigen konzentriert.
• In einem stufenweisen Vorgehen einen weiteren Baus tein der kommunalen Präventi-
onskette Köln im Anschluss an die Frühen Hilfen erstellen.
Prozesse
• Verantwortlich für die Einhaltung der vorgeschlage nen Fokussierung sind grundsätz-
lich Steuerungskreis und Kernarbeitsteam. Die kommu nale Koordinierung dient als
Seismograph.
Zeitlicher Rahmen
• Es erscheint sinnvoll, diesen Baustein in einem Ze itraum von 2-3 Jahren (vorläufig)
abzuschließen und anschließend auf die nächste Altersgruppe zu fokussieren.
Ressourcen
• Eingesetzt werden bestehende Ressourcen der Planun g, Analyse und Konzeptent-
wicklung unter Rückgriff auf bestehende Gremien.
M7
Intensivierte Abstimmung der kommunalen Aktivitäten zur Verbesserung
der Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen mi t Stiftungen und
weiteren Akteuren
Beschreibung
• Die vorliegende kommunale Gesamtstrategie soll wei teren gesellschaftlichen Akteu-
ren wie z.B. Stiftungen, Krankenkassen und der GAG vorgestellt und mit diesen erör-
tert werden.
Ziele
• Beantwortung der Frage „Wie tickt die Stadt Köln“ – vorliegende Strategie der Stadt
Köln durch externe Sicht bereichern – Orientierung, einen Rahmen für gemeinsames
Denken, Planen und Handeln geben – ins Gespräch kommen, Perspektiven und Fra-
gen austauschen
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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• Im Idealfall können gemeinsame bzw. miteinander ko rrespondierende Aktivitäten zur
Verbesserung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern und Jugendli-
chen in Köln abgestimmt werden.
Prozesse
• Steuerungskreis legt die Teilnehmenden fest, kommu nale Koordination und Akteure
aus den Steuerungsgremien organisieren den Workshop.
Zeitlicher Rahmen
• Durchführung eines Workshops mit Stiftungen und we iteren Akteuren in 2020 im Zu-
kunftslabor der Stadt Köln.
Ressourcen
• Vorhandene Strukturen werden genutzt.
M8
Skizze der kommunalen Präventionskette gegen Kinder -, Jugend- und Fa-
milienarmut in Köln weiter entwickeln
Beschreibung
• Die unter 5.1. dargestellten Skizzen der Kölner Pr äventionslandschaft sollen unter
verschiedenen Fragestellungen weiter entwickelt werden. Zum einen soll die Kom-
plexität der Präventionslandschaft vor dem Hintergr und der Strategie ausdifferen-
ziert werden. Darüber hinaus gilt es, die Vernetzungs- und Synergiemöglichkeiten in
den Blick zu nehmen.
• Die im Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinde rarmut enthaltenen Maßnah-
men sind ebenfalls Bestandteil der unter 5.1. darge stellten Skizze der Kölner Prä-
ventionslandschaft und werden somit im Kontext der Maßnahme M8 bewertet und
weiterentwickelt.
Ziele
• In der ersten Ausbauphase Fokussierung auf die Alt ersgruppe der 3 bis unter 10
jährigen.
• Bewertung des IST-Standes bzw. der Einzelaktivität en vor dem Hintergrund der stra-
tegischen Ziele/ Zielkategorien um Lücken im System zu identifizieren.
• Vernetzungs- und Synergiemöglichkeiten überprüfen und bewerten.
Prozesse
• Die Prozessplanung erfolgt durch die Kommunale Koo rdinierung bei IV/2 – Jugend-
hilfe- und Schulentwicklungsplanung.
• Die Umsetzung und Weiterentwicklung erfolgt mit de n Akteuren aus den Steue-
rungsgremien (siehe Anlage 3).
• Es bestehen Verbindungslinien zu M11 „Aufbau und W eiterentwicklung „Online Tool
Guter Start NRW““. Das dort anzulegende interne Planungstool für die kommunale
Jugendhilfeplanung soll neben der Bestandsaufnahme auch die Möglichkeit bieten,
Lücken in den lokalen Unterstützungsangeboten für F amilien besser identifizieren
zu können.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
66
• Gleichermaßen besteht eine Nahtstelle zum Lebensla genbericht der Stadt Köln
(siehe auch 4.3.), wenn es darum geht Lücken im Sys tem besser erkennen zu er-
kennen.
• Offener Dialog und fachlicher Diskurs über die Erg ebnisse mit Fachkräften und Fach-
gremien der Jugendhilfe, Grundschulen, Familienberatung und Familienbildung.
• Nutzung kleinräumiger Kontextbezüge (Stadtteil, St adtbezirk, Sozialraum)
Zeitlicher Rahmen
• Erste Ergebnisse bis Ende 2020. Es handelt sich um einen laufenden Prozess. Im
Rahmen der jährlichen Zwischenberichte erfolgt eine Darstellung der Ergebnisse
und Prozesse.
Ressourcen
• Personalressourcen stehen bei der Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung im
Rahmen ihrer Aufgaben zur Verfügung. Darüber hinaus werden bestehende Res-
sourcen der Planung, Analyse und Konzeptentwicklung unter Rückgriff auf beste-
hende Gremien genutzt.
M9
Kontinuierliche Anwendung des Sozialindex für Grundschulen auf der Ba-
sis von SGB-II-Dichten und Wohnadressen für eine bedarfsgerechte Res-
sourcensteuerung
Beschreibung
• Die Verwaltung nutzt schon seit einigen Jahren Ver fahren zur Sozialindizierung von
Schulen (und von Kindertageseinrichtungen), um knap pe Ressourcen nach dem
Grundsatz „Ungleiches ungleich behandeln“ bedarfsgerecht zu steuern. Dafür wird
für jede Schule jährlich (mindestens zweijährlich) aktualisiert abgeschätzt, wie viele
der jeweiligen Schüler*innen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften leben. Durch Aggre-
gation ergeben sich Gesamtwerte des Armutsrisikos der Gesamtschülerschaft einer
Schule in geschätzten absoluten und relativen Zahlen, die in eine Rangordnung ge-
bracht werden können. Der Schulsozialindex wird datenschutzkonform und nach er-
folgter Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln als oberer Schulaufsichtsbehörde
gebildet.
Ziele
• Objektive Basis für die Einschätzung der Herausfor derungen einzelner Bildungsinsti-
tutionen aufgrund von Kinder-, Jugend- und Familienarmut schaffen.
• Bedarfsgerechte Ressourcensteuerung
• Solchen Schulen mehr finanzielle und personelle Re ssourcen zu gewähren, die vielen
Kindern aus prekären Lebensverhältnissen verbesserte Bildungschancen eröffnen.
• Aktualisierung alle zwei Jahre
Prozesse
• Für jede städtische Schule werden aus Schild-NRW, dem Schulverwaltungsprogramm
für öffentliche Schulen in Nordrhein-Westfalen, Schülerwohnortdaten generiert und an
die abgeschottete Statistikstelle im Amt für Stadtentwicklung und Statistik übermittelt.
Es handelt sich hierbei ausdrücklich nicht um perso nenbezogene oder personenbe-
ziehbare Daten.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
67
• In der abgeschotteten Statistikstelle werden diese Schülerwohnortdaten mit kleinräu-
migen Armutsdaten kombiniert. Die entsprechenden, altersdifferenzierten Daten wer-
den seitens der Bundesagentur zur Verfügung gestell t und heben auf Transferleis-
tungsempfänger*innen nach dem SGB II ab.
Zeitlicher Rahmen
• Die Daten liegen spätestens alle zwei Jahre in akt ualisierter Form vor
Ressourcen
• Vorhandene Strukturen werden genutzt.
M10
Auswahl von 1-2 Grundschulen mit sehr hohen Kindera rmutsquoten und
verstärkte Bündelung von Ressourcen in einem Modellvorhaben
Beschreibung
• Schulen, die vielen Kindern in prekären Lebensverh ältnissen, verbesserte Bildungs-
chancen eröffnen, sehen sich besonderen Herausforde rungen der pädagogischen
Unterstützung der Kinder und Begleitung der Eltern gegenüber. Gleichzeitig arbeiten
in Schulen multiprofessionelle Teams aus Lehrer*inn en, OGTS-Mitarbeiter*innen,
Schulsozialarbeiter*innen, Integrationshelfer*innen und vielen mehr und werden wei-
tere kommunale Ressourcen vor allem der Jugendhilfe , der Familienberatung und
der Schulpsychologie und des öffentlichen Gesundhei tsdienstes eingebunden. Im
Kommunalen Kölner Inklusionsplan für Kölner Schulen 2019 wurde diesbezüglich
eine Maßnahmenempfehlung zur Beförderung der multip rofissionellen Zusammen-
arbeit vorgeschlagen.
Ziele
• Erkenntnisse bezüglich der Frage, welche Ausstattu ng, Strukturen und Prozesse für
eine gute individuelle Förderung bildungsbenachteil igter Kinder erforderlich sind –
Erprobung einer gebündelten Unterstützung an benachteiligten Bildungsstandorten
(multiprofessionale Zusammenarbeit)am Beispiel von zwei Modellgrundschulen Ge-
meinsame Lösungen für konkrete Herausforderungen in der Schule entwickeln: Kin-
der kommen teils zu spät zur Schule, haben teils nicht gefrühstückt, Eltern kommen
teils nicht zu Elternabenden etc.
Prozesse
• Vorgesehen ist, dass der Lenkungskreis der Regiona len Bildungslandschaft die Pro-
jektsteuerung übernimmt und das Regionale Bildungsbüro (RBB) mit der Durchfüh-
rung beauftragt. Im Lenkungskreis kommen die Kölner Bildungsverantwortlichen aus
kommunaler und staatlicher Zuständigkeit zusammen, um in gemeinsamen, über-
geordneten Fragen Transparenz und Abstimmung zu erwirken.
Zeitlicher Rahmen
• Es wird ein zeitlicher Rahmen für die erforderlich en Reflexions- und Abstimmungspro-
zesse von 2-3 Jahren vorgesehen.
Ressourcen
• Die Montag-Stiftungen Jugend und Gesellschaft habe n Bereitschaft signalisiert, die
Moderation des Entwicklungsprozesses zu unterstützen.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
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M11
Aufbau und Weiterentwicklung „Online Tool Guter Start NRW“
Beschreibung
Das Familienministerium stellt den Kommunen einen neuen Online-Service zur Einrichtung
von Familienportalen zur Verfügung: Über das Progra mm „Guter Start NRW“ können ab
August 2019 alle Unterstützungsangebote und Kontakt adressen für Eltern mit Kindern bis
zum Schuleintritt auf den Internetseiten der Kommunen gebündelt werden.
Für den neuen Service wurde das seit 2016 bestehend e Onlinesystem „Frühe Hilfen“ in
Zusammenarbeit mit Familienverbänden, Elternvertret ungen und kommunalen Vertretern
weiterentwickelt und ausgebaut. Neu ist – neben der erweiterten Altersgruppe von 0 bis 3
Jahre auf 0 Jahre bis zum Schuleintritt – ein inter nes Planungstool für die kommunale Ju-
gendhilfeplanung. Über eine Bestandsaufnahme können Lücken in den lokalen Unterstüt-
zungsangeboten für Familien besser identifiziert werden.
Der Online-Service richtet sich auch an pädagogische Fachkräfte, Kinder- und Jugendärzte
und andere Berufsgruppen, die mit Eltern und Kindern arbeiten.
Die Nutzer können anhand von Stichworten und unters chiedlichen Kriterien wie Wohnort,
Altersgruppe und Themengebiet passgenau nach Angeboten suchen, die zusätzlich auf ei-
ner Landkarte visualisiert werden.
Seitens der Kommunen sind die Inhalte selbstständig einzupflegen. Dies beinhaltet auch
Werbung und Akquise in Hinblick auf potentielle Anbieter.
Ziele
• ein internes Planungstool für die kommunale Jugend hilfeplanung. Über eine Be-
standsaufnahme können Lücken in den lokalen Unterstützungsangeboten für Fami-
lien besser identifiziert werden
• Eltern mit Vorschulkindern sollen besser unterstüt zt werden, indem ihnen die Suche
nach Angeboten und Ansprechpartnern vor Ort leichter gemacht wird. Mit dem On-
line-Service ‚Guter Start NRW‘ wird den Kommunen ein hilfreiches Werkzeug an die
Hand gegeben, um Informationen kompakt und übersich tlich darzustellen und die
Bedarfe der Familien noch genauer zu erfassen.“
• Perspektivisch soll das Suchportal zusätzlich Ange bote bis zum Übergang von der
Schule in den Beruf umfassen, damit auch Familien m it älteren Kindern sowie Ju-
gendliche davon profitieren können.
Prozesse
• Für die Altersgruppe der 0 bis 10 (18) jährigen ar beitet das Amt für Kinder, Jugend
und Familie/ Frühe Hilfe und die Integrierte Jugend hilfe und Schulentwicklungspla-
nung/ Kommunale Präventionsketten gemeinsam an Aufbau und Weiterentwicklung.
• Die Abstimmungsprozesse erfolgen mit den Akteuren aus den Steuerungsgremien
(siehe Anlage 3).
Zeitlicher Rahmen
• Beginnend Anfang 2020 und sukzessiver Ausbau. Das Ausbautempo orientiert sich
daran, inwiefern die gewünschte Qualität und Umfang mit vorhandenen Ressourcen
abgearbeitet werden können.
Ressourcen
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
69
• Personalressourcen für den Aufbau und Pflege des P ortals stehen beim Amt für Kin-
der, Jugend und Familie zur Verfügung. Für die Nutzbarmachung des internen Pla-
nungstool für die kommunale Jugendhilfeplanung steh en Ressourcen bei der Inte-
grierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung zur Verfügung.
M12
Systematisches Übergangsmanagement Kita – Grundschu le realisieren
und Qualitätsstandards umsetzen
Beschreibung
Entwicklung und Implementierung von Standardelementen im Übergang Kita-GS, um ei-
nen gelingenden Start bzw. Übergang in die Grundschule unabhängig von der familiären
Herkunft und abgestimmt auf die sozialräumliche Situation für alle Kinder in Köln bewirken:
• Erstellung einer Handreichung zum Übergangsmanagem ent Kindertagesstätte -
Grundschule für die Akteure in den entsprechenden Einrichtungen unter Beteiligung
der Akteure – Inhalt:
Grafische Darstellung eines exemplarischen Übergan gsprozesses
gesetzliche Grundlagen der Kooperation - Kinderbil dungsgesetz (KiBiz); Schul-
gesetz (SchulG)
Praxisbeispiele
Serviceteil mit Musterformularen und FAQs.
• „Relaunch“ der Informationsveranstaltung für die E ltern der 4 –jährigen Kita-Kinder
und Nicht-Kita-Kinder: Um mit diesem schulrechtlich verankerten Format auch bil-
dungsbenachteiligte Eltern anzusprechen und hier grundständige Informationen zum
Bildungssystem für die Zielgruppe annehmbar zu vermitteln, sollen die Organisation
und inhaltliche Gestaltung neu durchdacht und umgesetzt werden. Ziel ist es, einen
breiteren Zugang und eine höhere Teilnahme zu erreichen.
• Konzipierung und Durchführung gemeinsamer Fachvera nstaltungen um multiprofes-
sionelle Kooperationsformate und Standardelemente f ür die Fachbereiche aus Kin-
dertagesstätte, Grundschule und Ganztag weiterzuentwickeln und abzustimmen.
Ziele
• Kita und Grundschule/ OGS entwickeln eine wirksame Bildungs- und Erziehungs-
partnerschaft.
• Hochwertige und verlässliche Standardelemente unte rstützen einen gelingenden Bil-
dungsprozess für alle Kinder in allen Stadtteilen.
• Eltern/Erziehungsberechtigte erhalten Transparenz im Übergangsprozess
• Eltern/Erziehungberechtigte sind als relevante Akt eure im Bildungsprozess ihrer Kin-
der verbindlich beteiligt.
• Die Beteiligten in Kita, Grundschule und Verwaltun g erhalten Handlungssicherheit
durch Transparenz und systematische Abstimmung.
Prozesse (Wer kümmert sich, wie, mit wem?):
Federführend für die Umsetzung des Vorhabens ist das Regionale Bildungsbüro als Ge-
schäftsstelle des Regionalen Bildungsnetzwerkes. Über den Lenkungskreis der regionalen
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
70
Bildungslandschaft sind Vertretungen der Fachbereiche des Amtes für Kinder, Jugend und
Familie, des Amtes für Schulentwicklung und des Schulamtes für die Stadt Köln beteiligt.
Zeitlicher Rahmen: Bis Wann?
2. HJ 2019
• Initiierung und Moderation eines fachlichen Diskur ses mit Fachverantwortlichen aus
Kindertageseinrichtung, Grundschule und Offenem Ganztag.
• Erstellung und Abstimmung eines Grundgerüstes der Handreichung.
1. HJ 2020
• Prototypische Durchführung der Informationsveranst altung für die Eltern der 4-jähri-
gen Kinder in erneuertem Format
• Kooperative Weiterentwicklung und Abstimmung der H andreichung und der Infor-
mationsveranstaltung
• Fachveranstaltung zur Implementierung mit und für Kita-GS entwickeln und umset-
zen
2.HJ 2020/ 1. HJ 2021
• Evaluation der Prototypen und Etablierung in den S ozialräumen.
• Begleitung und Weiterentwicklung der Produkte
• Ein Bericht zum Sachstand soll in schriftlicher Fo rm bis zum Jahresende 2020 vor-
liegen.
Ressourcen (Was muss eingesetzt werden?):
• Für die Konzipierung, Umsetzung und Evaluation der Produkte stehen Ressourcen
des RBB zur Verfügung.
6.3. Maßnahmenempfehlung auf der Praxisebene
M13
Modellhafte Umsetzung des Konzeptes „Familiengrundschule“ mit inhalt-
licher Schwerpunktsetzung auf das Thema Gesundheit/ Umweltbildung
(gesunde Familiengrundschule 51 )
Beschreibung
• In einigen NRW- Kommunen wird seit einiger Zeit v ersucht, das Modell der Familien-
zentren von Kindertageseinrichtungen auf die Grundschule zu übertragen. Ziele sind,
Eltern verstärkt durch Schule zu erreichen und glei chzeitig Schulen für die Zusam-
menarbeit mit Eltern zu sensibilisieren bzw. zu öff nen. Zu diesem Zweck wurden an
ausgewählten Grundschulstandorten z.B. Elterncafés, Eltern-AGs und niedrigschwel-
lige Angebote der Familienberatung und -bildung etabliert.
51 Vergleiche auch: http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/familie/aachener_buendnis_familien/kin-
der_im_mittelpunkt_kim/07_gesunde_familiengrundschule.html
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
71
• Die Verwaltung schlägt vor, ein Konzept der Famili engrundschule zu erstellen wie mo-
dellhaft eine Übertragung in Köln umgesetzt werden kann.
• Im Steuerungskreis wurde abgestimmt, dass ein mögl iches Konzept sich inhaltlich we-
sentlich an den Themen Gesundheit und Umweltbildung orientieren soll.
• Das Konzept der Familiengrundschule wird im für 20 20 geplanten Landespräventions-
gesetz der Landesregierung hervorgehoben, da es aus Sicht der Landesregierung
wesentliche präventionsstrategische Elemente sinnvoll miteinander verknüpft.
Ziele:
• Mit der Prüfung soll eine differenzierte fachliche Bewertung der Chancen und Risiken
des Konzeptes Familiengrundschule erfolgen und eine Empfehlung dahingehend aus-
gesprochen werden, ob, und wenn ja, wie, das Konzep t auf Köln übertragen werden
sollte. Bei Bedarf wäre eine entsprechende Beschlussvorlage zu fertigen, anderenfalls
das kritische Ergebnis der Prüfung per Mitteilung i n die politischen Gremien zu kom-
munizieren.
• Alle Familien haben einfache Zugänge zu Unterstütz ungssystemen.
• Niedrigschwellige Kontaktaufnahme über das Elternc afe.
• Eltern finden im Elterncafe Ansprechpartner.
• Eltern in prekären Lebenslagen nehmen die Angebote zur Unterstützung wahr.
• Sensibilisierung und Beratung zu Förderung von Kin dern und Eltern.
• Lehrpersonal erhält Beratung und Unterstützung.
• Gesundheitsförderung und Umweltbildung
Prozesse
• Erforderlich ist ein fachlicher Diskurs mit Fachkr äften und Fachgremien der Bereiche
Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Familienber atung und Familienbildung. In
die Überlegungen ist auch einzubeziehen, welche Erf ahrungen mit der aktuell schon
möglichen Vernetzung und wechselseitigen Unterstützung von Familienzentren in Kin-
dertageseinrichtungen und (benachbarten) Grundschul en bestehen und inwieweit
stärkere Kooperationsbeziehungen ggf. durch die lau fende Novellierung des Kinder-
bildungsgesetzes unterstützt werden.
• Die Abstimmungs- und Umsetzungsprozesse erfolgen m it den Akteuren aus den
Steuerungsgremien (siehe Anlage 3).
Zeitlicher Rahmen
• Das Konzept soll in schriftlicher Form bis zum Jah resende 2020 vorliegen.
Ressourcen
• Für die Umsetzung des Konzeptes fallen keine Koste n an. Für die Erörterungen wer-
den bestehende Facharbeitsgremien genutzt, unter Um ständen braucht es ein bis
zwei Gesprächstermine zur Vernetzung unterschiedlicher Ideen und Perspektiven.
• Kosten und personeller Aufwand einer modellhaften Realisierung von Familien-
grundschulen in Köln sind noch nicht zu beziffern. Diese Fragen, wie auch die nach
Finanzierungsmöglichkeiten sind Bestandteil der Prüfung.
• Im Rahmen des Landespräventionsgesetzes plant die Landesregierung den Aufbau
von Familiengrundschulen mit Ressourcen zu unterstützen.
• Kontaktaufnahme mit Stiftungen und Krankenkassen z ur Prüfung von Finanzie-
rungsmöglichkeiten.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
72
6.4. Resümee und weiteres Vorgehen
Die Hilfe- und Präventionslandschaft in Köln erscheint mit einer Vielzahl von Maßnahmen gut
aufgestellt, aber auch sehr komplex und unübersicht lich. Hier setzt das „Strukturierungspro-
gramm“ Kommunale Präventionsketten des Landes an.
Die Verwaltung legt mit vorliegendem Strategiepapie r mit Blick auf gerechte Teilhabe- und
Verwirklichungschancen von Kindern, Jugendlichen und Familien in Köln ein Leitbild, ein stra-
tegisches Zielsystem und ein Monitoring vor, mit de m Denken, Planen und Handeln gegen
Kinder-, Jugend- und Familienarmut einen orientierenden Rahmen erhält.
Was neue Maßnahmen auf der Praxisebene angeht, hat sich die Verwaltung bewusst zurück
genommen. Es ging und geht weniger darum, ein Füllh orn neuer Maßnahmen zu kreieren
(„What?“) als vielmehr Fragen nach dem „Why?“ und „How?“ zu beantworten.
• Gleichwohl erscheint das im interkommunalen Austau sch und landesseitig sehr positiv
besprochene Konzept der „Familiengrundschule“ als eine innovative Maßnahme auf der
Praxisebene, die hinsichtlich einer modellhaften Um setzung in Köln unbedingt geprüft
und vorgesehen werden soll.
• Wenn es um praktisches Tun geht, ist daneben vor a llem auch auf die schon vorliegende
Aktionsplanung im älteren, nach wie vor relevanten Handlungskonzept gegen die Folgen
von Kinderarmut und auf laufende Erörterungen in de n politischen Gremien, z.B. zur
Stärkung der Sozialräume im Kontext der Hilfen zur Erziehung durch Familienhäuser
oder zur Weiterentwicklung des „Bildungs-und-Teilha bepaketes“, zu verweisen. Im
Handlungskonzept werden Aktivitäten beschrieben, die auf eine verbesserte Umsetzung
hin geprüft werden sollten. Zu denken ist hier u.a. an die Ausweitung des sehr gut eva-
luierten Rucksack-Programms zur Sprachförderung und Elternbildung in Kindertages-
einrichtungen und Grundschulen oder an das Stadttei leltern-Programm, das aktuell bis
zum Jahresende 2020 durch ESF-Mittel gefördert werden wird.
Wie stellt sich nunmehr das weitere Vorgehen dar?
• Die Verwaltung sieht vor, die unter 6.2 und 6.3 be schriebenen Maßnahmen nach erfolg-
ter Beschlussfassung und Beauftragung der politisch en Gremien umzusetzen. Es geht
dabei vor allem darum, die begonnene Strukturierung des Handlungsfeldes weiter zu
denken und stärker zu verankern. Wichtig erscheint dabei unter anderem, die vorliegen-
den Denkansätze zum einen vor Ort, in den Stadtteil en und Sozialräumen, zu spiegeln
und mit örtlichen Akteuren und Fachkräften vertieft ins Gespräch zu kommen, zum an-
deren – in einem stadtweiten Zuschnitt – mit gesellschaftlichen Akteuren wie Stiftungen,
Krankenkassen und Wohnungsunternehmen in einen vers tärkten Austausch einzutre-
ten.
• Das innovative Konzept der „(Gesunden) Familiengru ndschule“ stellt die zentrale neue
Praxismaßnahme dar, die weiter ausgearbeitet und de n politischen Gremien bei gesi-
cherter Finanzierung zur modellhaften Umsetzung vorgeschlagen werden soll.
• Weitere, schon laufende Praxismaßnahmen sind hinsi chtlich ihrer quantitativen und qua-
litativen Weiterentwicklung bzw. dauerhaften Absicherung in den Blick zu nehmen, z.B.
Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“
73
„Rucksack“, „Familienhäuser“, „Stadtteileltern“ und gesundheitsfördernde Konzepte an
Kindertagesstätten und Grundschulen wie z.B. „Kölner Grundschulen in Bewegung“:
• Es gibt deutliche Hinweise, dass die Landesregieru ng ein Landespräventionskonzept
vorbereitet, das eine breite und nachhaltige Umsetz ung des Programms Kommunale
Präventionsketten in Regelstrukturen ermöglichen so ll. Mit der vorliegenden Strategie
sollten entsprechende Impulse des Landes, die sich ggf. mit Fördermitteln verbinden,
gut aufgenommen werden können.
• Die Verwaltung beabsichtigt, die politischen Gremi en regelmäßig über die weitere Um-
setzung von „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend j unge Chancen fördern!“ zu infor-
mieren.
Anlage 3 Steuerungsgremien
1775 Zeichen
Anlage 3 – „Kölner Kinder stärken – 184 Tausend junge Chancen fördern!“ - Steuerungsgremien Anbei finden Sie eine Übersicht der teilnehmenden Dezernate und Ämter, die sich aktiv in die Umsetzung des Landesprogramms „Kommunale Präventionsketten“ einbringen (siehe auch Kapitel 2.1. Anlage 1). Ein großes Dankeschön an dieser Stelle für die wertschätzende, kooperative und konstruktive Zusammenarbeit. Teilnehmende der Steuerungsgremien Steuerungskreis Kernteam IV Dezernat für Bildung, Jugend und Sport X IV/2 Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung X X IV/2 Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung/ Kommunale Koordinierung "Kommunale Präventionsketten" X X 40 Amt für Schulentwicklung X 404 Amt für Schulentwicklung/ Regionale Bildungsnetzwerke X X 51 Amt für Kinder, Jugend und Familie X 511 Amt für Kinder, Jugend und Familie/ Bezirksjugendämter X X 5110/ Familienberatung und Schulpsychologischer Dienst X 520 Sportamt/ Sportförderung X X V Dezernat für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen X V/3 Sozialplanung + Sozialberichterstattung X X 504 Amt für Soziales und Senioren/ Bildung und Teilhabe X X 53 Gesundheitsamt X 536 Gesundheitsamt/ Gesundheitshilfen X X 533-1 Gesundheitsamt/ Kinder- und Jugendgesundheitsdienst X X Dezernat OB-2/ Strategische Steuerung X Dezernat OB 01-2-4 X 161 Amt für Integration und Vielfalt/ Dienststelle Diversity X 162 Amt für Integration und Vielfalt/ Kommunales Integrationszentrum X 162 Amt für Integration und Vielfalt/ Kommunales Integrationszentrum/BiKo/ Bildungskoordination X X 15 Amt für Stadtentwicklung und Statistik X 152 Amt für Stadtentwicklung und Statistik X 152-1 Amt für Stadtentwicklung und Statistik X 02-4 Bürgeramt Ehrenfeld X X
Anlage 4 Vorabauszug StadtAG Behindertenpolitik vom 06.12.2019
3371 Zeichen
Geschäftsführung Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Frau Thiemann Telefon: (0221) 221-22822 Fax : (0221) 221-6627497 E-Mail: angelaedith.thiemann@stadt-koeln.de Datum: 09.12.2019 Auszug aus dem Entwur f der Niederschrift der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik vom 06.12.2019 öffentlich 2.1 Kölner Kinder stärken! - 184 Tausend junge Chancen fördern! Umset- zung der Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten" 3437/2019 Herr Intveen weist darauf hin, dass das Thema Behinderung bei Jugendlichen bzw. Behinderung im elterlichen Umfeld nicht als Armutsauslöser benannt worden ist. Des Weiteren wird in dieser Vorlage nicht deutlich, dass es für Kinder eine Behinderung sein kann, wenn sie über das Elternhaus z.B. aus finanziellen Gründen nicht unter- stützt werden können. Darüber hinaus stellen die Vertreter*innen der Behindertenorganisationen und - selbsthilfegruppen fest, dass die Vorlage und insbesondere der Beschluss sehr schwierig und teilweise unverständlich formuliert sind. Dies macht es allen Beteiligten in der Beratungsfolge, d.h. nicht nur den Vertreter*innen der Behindertenorganisatio- nen und -selbsthilfegruppen, sehr schwer, den kompletten Inhalt der Vorlage und des Beschlusses zu erfassen. Daher halten die Vertreter*innen der Behindertenorganisationen und - selbsthilfegruppen unbedingt für erforderlich, dass die Vorlagen und insbesondere die Beschlüsse seitens der Verwaltung verständlich formuliert werden. Daher beschließt die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik folgenden ergänz- ten Beschluss. Ergänzter Beschluss: Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschließt den Fachausschüssen des Rates zu empfehlen, dem Rat folgenden ergänzten Beschluss vorzuschlagen: Der Rat der Stadt Köln (1) beschließt das Leitbild und die Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“. Sie dienen der Verständigung innerhalb der Verwaltung über die notwendigen Schritte zur Prävention und Bekämpfung von Benachteiligungslagen junger Menschen und ihrer Familien in Köln und bilden die Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen auf der Praxisebene. (2) nimmt die Ergebnisse des im Rahmen des „Monitoring Stadtentwicklung“ etab- lierten Präventionsmonitorings zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, das Indikatoren gestützte Analyseinstrument zur Beobachtung von Präventions- und Interventionsbedarfen als Frühwarnsystem auf sozialräumlicher Ebene weiter zu entwickeln. (3) beauftragt die Verwaltung mit der Weiterentwicklung der Präventionskette ge- gen Kinder, Jugend-, Familienarmut in Köln, beschließt die vorgeschlagenen Maßnahmen auf der Strukturebene und beauftragt die Verwaltung mit deren Umsetzung. (4) beauftragt die Verwaltung, die vorgeschlagene Maßnahme „modellhafte Umset- zung einer gesunden Familiengrundschule“ konzeptionell zu entwickeln. Die Maßnahme soll entsprechend der strategischen Ziele der Gesamtstrategie um- gesetzt werden. Das Konzept wird nach Erstellung und bei gesicherter Finan- zierung dem Rat vorgelegt und zur Umsetzung vorgeschlagen. (5) beauftragt die Verwaltung, den politischen Gremien jährlich über den weiteren Umsetzungsstand zu berichten. Die Verwaltung wird beauftragt, künftig verständlich zu formulieren. Abstimmungsergebnis: Einstimmig beschlossen
Anlage 2 Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
37162 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin – Stadt Köln
Kölner Kinder stärken – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Teilhabe- und Verwirklichungschancen
von Kindern, Jugendlichen
und Familien
Bilanzierung des
Handlungskonzepts gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
Dezernat der Oberbürgermeisterin
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
Dezernat für Soziales, Integration und Umwelt
Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen
Köln, im Oktober 2019
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
2
Bilanzierung der Maßnahmen aus dem Handlungskonzept gegen die Folgen von
Kinderarmut aus 2009
1. Handlungsfeld Betreuungsangebote in Kindertagess tätten und Schulen
2. Handlungsfeld Sicherung der Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen
3. Handlungsfeld Gefährdung von Kindern und Jugendl ichen
4. Handlungsfeld Präventionsprogramme für Eltern
5. Handlungsfeld Präventionsprogramme für Kinder un d Jugendliche
6. Handlungsfeld Kinder mit besonderem Förderbedarf
7. Handlungsfeld Verbesserung der Wohnsituation für benachteiligte Familien
8. Handlungsfeld Stärkung des sozialen Umfelds
9. Handlungsfeld berufliche und soziale Integration (der Eltern) im SGB II -
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
3
Bilanzierung der Maßnahmen aus dem Handlungskonzept gegen die Folgen von
Kinderarmut aus 2009
Der Rat der Stadt Köln hat am 30.06.2009 das „Handl ungskonzept gegen die Folgen von
Kinderarmut“ (Session Nr. 5156/2008) zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt,
aus den aufgeführten Zielsetzungen und Handlungsfel dern konkrete Maßnahmen und
Prioritäten abzuleiten. Dies ist in der Folgezeit g eschehen. Das Konzept war für eine Reihe
von Maßnahmen handlungsleitend.
Das alte „Handlungskonzept“ und die damals formulierten Maßnahmen wurden bilanziert. Die
Ergebnisse und Erfahrungen wurden in der nun vorlie genden Gesamtstrategie aufgegriffen.
Diese sind zusammenfassend in Anlage 1 dargestellt.
Die Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen schaffen!“ bildet
die neue Rahmung für die zukünftigen Planungen im Kontext Kinderarmut und der Förderung
von Teilhabe- und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen.
• Auch wenn das „Handlungskonzept gegen die Folgen v on Kinderarmut“ rund 10 Jahre
alt ist, haben die beschriebenen, zum damaligen Zei tpunkt teils schon beschlossenen
Maßnahmen sowie die neu formulierten Maßnahmenideen nach wie vor hohe Relevanz . Das
Konzept hat nicht an Aktualität verloren. Bestimmte Maßnahmen waren seinerzeit zudem (und
sind es noch) hochinnovativ und sind aus der Präven tions- und Hilfelandschaft nicht mehr
wegzudenken. Beispielhaft angeführt seien hier die Kinder-Willkommensbesuche, die
Einrichtung eines Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst es (GSD), das Stadtteilmütter-
Programm oder die Rucksackgruppe in Kita und Schule.
• Für einige Ziele, Maßnahmen und Handlungsfelder gi lt, dass sich im Zeitverlauf sehr
starke gesellschaftliche und bildungspolitische Dyn amiken entwickelten, die zu
regelrechten „ Entwicklungssprüngen “ führten. Dies betrifft zum Beispiel den Ausbau de r
Kindertagesbetreuung für unter 3-Jährige (Ausbau de r Versorgungsquote von 9% im
Kindergartenjahr 2007/08 auf 44% im Kindergartenjah r 2019/20, dabei annähernde
Versechsfachung der Platzzahlen, trotz Anstiegs der Kinderzahlen U3 in Köln um 25%) und
den Ausbau der Offenen Ganztagsschule im Primarbere ich (Anstieg der Versorgungsquote
auf 80% im Schuljahr 2019/20. In beiden Bereichen ist ein weiterer bedarfsgerechter Ausbau
angesichts stark steigender Kinderzahlen, einer ste tig wachsenden gesellschaftlichen
Akzeptanz der Kindertagesbetreuung auch kleiner Kin der und der Ganztagsschule sowie
bestehender bzw. zukünftiger Rechtsansprüche weiter hin erforderlich. Gleichzeitig rücken
Fragen der Qualität noch stärker in den Blickpunkt und werden sie aktuell in städtischen
Qualitätsoffensiven Kitas und OGTS adressiert.
• Dieses Dokument stellt eine erste Annäherung an ei ne Bilanzierung und Bewertung
der hinterlegten Maßnahmen dar. Neben den, im alten Handlungskonzept aufgeführten,
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
4
hervorgehobenen Maßnahmen bestand und besteht ein Angebots- und Maßnahmenportfolio,
welches sich gleichermaßen vielfältig wie unüberschaubar darstellt. 1
Um eine Bewertung unter den Gesichtspunkten eines gemeinsamen Verständnisses
zu gewährleisten, fehlte bisher die Grundlage. Mit der vorliegenden Gesamtstrategie
ergibt sich nun der strukturelle Rahmen, anhand dessen Maßnahmen und Angebote
bewertet und weiterentwickelt werden können. In diesem Zusammenhang sei an dieser
Stelle auf die Maßnahmenempfehlung M8 („Skizze der kommunalen Präventionskette
gegen Kinder-, Jugend- und Familienarmut in Köln weiterentwickeln“) in Kapitel 6.2.
„Maßnahmenempfehlungen für die Strukturebene“ in der Anlage 1 verwiesen. Hier ist
auf der Angebots- und Maßnahmenebene eine Bewertung des IST-Standes bzw. der
Einzelaktivitäten vor dem Hintergrund der strategischen Ziele/ Zielkategorien
vorgesehen, damit auch die Lücken im System identifiziert werden können.
Gleichermaßen sollen Vernetzungs- und Synergiemöglichkeiten überprüft und bewertet
werden.
1 siehe auch Kapitel 5.1. „Skizze der kommunalen Präventionskette gegen Kinder-, Jugend- und
Familienarmut in Köln“
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
5
10. Handlungsfeld Betreuungsangebote in Kindertages stätten und Schulen
1 Versorgung unter 3-Jähriger in Kindertagesstätten
Ziel Erhöhung der Quote in Köln auf 40% (inkl. Tage spflege) bis 2013
Sachstand Der Ausbau der Kindertagesbetreuung in Kö ln ist eine Erfolgsgeschichte: In
Köln wird es im aktuellen Kindergartenjahr 2019/20 insgesamt rund 47.000
Betreuungsplätze in Kindertages-einrichtungen und K indertagespflege für
Kinder ab Geburt bis zum Schuleintritt geben. Die G esamtzahl der U3-Plätze
im Kindergartenjahr 2019/20 hat sich gegenüber 2007 mehr als versechsfacht.
Sie ist von knapp 2.400 auf knapp 15.000 angestiegen. Es sind in den letzten
gut 10 Jahren rund 135 ganz neue Kindertageseinrich tungen entstanden, wir
werden im Verlaufe des aktuellen Kindergartenjahres voraussichtlich
insgesamt 700 Kitas in Köln zählen. Daneben gab es eine Vielzahl von
Erweiterungsbauten und notwendiger Ersatzbauten. Di e Versorgungsquote
U3 ist seit 2007 von 9% auf nunmehr rund 44% deutlich angestiegen und hat
sich damit verfünffacht. Die Versorgungsquote für die 3-Jährigen und Älteren
konnte gleichzeitig konstant gehalten werden und liegt bei rund 98%.
Trotz der Entwicklungssprünge, die in Köln in Sache n Kindertagesbetreuung
erreicht werden konnten, bleibt noch viel zu tun. D er Ausbau der
Kindertagesbetreuung muss unvermindert weiter gehen . Die Kinderzahlen in
Köln sind in den letzten Jahren rasant gestiegen, w ir zählen heute z.B. fast
7.000 Kinder unter 3 Jahren mehr als vor gut 10 Jah ren. Das ist ein Anstieg
von 25%. Nach den neuesten Prognosen wird sich die Bevölkerungszahl U3
zukünftig auf einem sehr hohen Niveau von rund 33.0 00 unter Dreijährigen
stabilisieren, das Gleiche – Stabilisierung auf hohem Niveau – gilt auch für die
Zahl der 3-Jährigen und Älteren. Hier werden langfr istig rund 31.000 Kinder
erwartet. Da viele Studien darauf hinweisen, dass d ie gesellschaftliche
Akzeptanz für die Kindertagesbetreuung der unter 3- Jährigen stetig wächst
und damit auch die Elternbedarfe weiter anwachsen, ist davon ausgehen, dass
auch mit dem vom Rat beschlossenen Ausbauschritten U3 auf 50% und dann
52% noch kein komplett bedarfs-gerechtes Versorgungsangebot erreicht sein
wird. Vielmehr werden längerfristig voraussichtlich Quoten von bis zu 60% ins
Auge zu fassen sein.
2 Sozialverträgliche Neufassung der Elternbeitragssatzung
Ziel Erhöhung der Teilhabemöglichkeit an früher Bil dung und eine lange
Betreuungszeit
Sachstand Zum 1. August 2016 hat der Rat eine Änder ung der Elternbeitragssatzung
beschlossen. Geändert wurde die beitragsfreie Zeit vor der Einschulung und
einige Einkommensstufen in den Beitragstabellen, nämlich die Monatsbeiträge
für Kinder ab 3 Jahren und die Monatsbeiträge für K inder in Offenen
Ganztagsgrundschulen.
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
6
3 Nachmittagsbetreuung für Kinder und Jugendliche der Primar- und Sekundarstufe
Ziel Entwicklung bedarfsorientierter Konzepte zur Z usammenführung der
Programme von Jugendhilfe und Schule
Sachstand Im Rahmen des Projekts „Qualitätsoffensiv e Ganztag“ unterstützt die Montag-
Stiftung Jugend und Gesellschaft das Schulentwicklungsamt der Stadt Köln seit
dem Schuljahr 2018/19 beim qualitätsorientierten Aufbau inklusiver ganztägiger
Bildung im Primarbereich. Es soll die enge Kooperat ion zwischen den unter-
schiedlichen Systemen – Schule und Jugendhilfe – en twickelt bzw. verstärkt
werden. Darüber hinaus werden Individuelle Anforderungen, zum Beispiel der
Standort – Schule und die Gebäudesituation ebenso b etrachtet wie die
Raumorganisation. Der steigende Bedarf erfordert di e Entwicklung neuer
Raumkonzepte.
Der Anteil der Ganztagsplätze im Sek 1 liegt zum Sc huljahr 2016/17 bei 70%.
Eine weitere Veränderung von „Halbtagsschulen“ in „ gebundene
Ganztagsschulen“ ist nicht vorgesehen. Sofern einze lne Schulen
über
Schulkonferenzbeschlüsse ihren Wunsch in den gebund enen Ganztag
einzusteigen dokumentieren, wird die Verwaltung dem folgen.
Das heißt, es werden aktuell 36 Schulen, inklusive 9 Förderschulen, im oder mit
Sek 1 als Halbtagsschulen geführt. Von diesen 36 Sc hulen bieten 18 Schulen
(inkl. 3 Förderschulen) ergänzende außerschulische Ganztags- und
Betreuungsangebote aus dem Landesprogramm „Geld oder Stelle“ an. (RdErl.
d. MSW „Geld oder Stelle - Sekundarstufe I; Zuwendungen zur pädagogischen
Übermittagsbetreuung/ Ganztagsangebote“ v. 31.07.2008, BASS 11-02 Nr. 24).
Es handelt sich nicht um ein verbindliches Ganztagsangebot. In der Regel liegt
der Fokus bei den ergänzenden Nachmittagsangeboten an Sek 1 Schulen auf
den Jahrgängen 5. Und 6.
Kommunale Mittel für ergänzende Ganztagsangebote in den Halbtagsschulen
der Sekundarstufe wurden letztmalig für das Schuljahr 2013/2014 gewährt. Aus
dem bereits o.g. Programm „Geld oder Stelle“ stehen den Halbtagsschulen im
Schuljahr 2019/2020 stadtweit Landesmittel in Höhe von 701.660 € für die
pädagogische Übermittagsbetreuung und ergänzende Ga nztags- und
Betreuungsangebote zur Verfügung. Diese Maßnahmen w erden von Trägern
der freien Jugendhilfe durchgeführt.
Die Finanzierung, Ausbau und Ausgestaltung der ergä nzenden
Nachmittagsangebote in Sek 1 Schulen kann von Schul e zu Schule, je nach
Größe, deutlich variieren. Ob und in welcher Qualit ät an den immer noch
zahlreich vorhandenen Halbtagsschulen ergänzende Ga nztags- und
Betreuungsangebote zustande kommen, ist abhängig von der Frage, inwieweit
die Eltern insbesondere in Wohnbereichen mit besond erem
Jugendhilfebedarf
bereit und in der Lage sind, entsprechende freiwill ige Beiträge zu leisten. Die
von Landesseite bereitgestellten Mittel sind häufig nicht auskömmlich. Solange
Qualität und Umfang dieser Angebote maßgeblich von den finanziellen
Möglichkeiten der Eltern abhängig ist, bleiben die Bildungs- und
Teilhabemöglichkeiten für Kinder ungleich verteilt. Um dahingehend eine
Qualitätsentwicklung und Steuerungsmöglichkeiten en twickeln zu können,
müssten standortbezogene Bedarfe unter Berücksichti gung schulischer und
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009
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außerschulischer Angebote genau geprüft und kommunale Mittel im Bedarfsfall
wieder hinzugesetzt werden.
Im Bereich der Jugendhilfe und vor dem Hintergrund der fortlaufenden
Umwandlung von Halbtags- in Ganztagsschulen wurde d ie Anzahl
der
Angebote in der Übermittagsbetreuung von Kindern der Sekund arstufe
(Schwerpunkt 5. und 6. Klasse) in Jugendeinrichtung en seit 2012 nicht weit er
ausgebaut. Aktuell werden 11 kleine Gruppen und 43 große Gruppen gefördert.
Die Übermittagsbetreuung(ÜMB) von Kindern der Sekundarstufe wurde in 2018
/ 2019 finanziell aufgestockt. Die Planung geht dah in, sich von „Gruppen“ zu
lösen und entsprechend der Evaluation eine Verdicht ung von Angeboten:
„Informelle Bildungsangebote im Setting der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“
einzurichten.
In der Vergangenheit wurden konzeptionelle Überlegu ngen zwischen
Jugendhilfe und Schule nicht weiter fortgeführt. Pe rspektivisch sollten erste
Kooperationsansätze weiterentwickelt werden. Die Er fahrungen aus dem
alltäglichen operativen Geschäft zwischen Jugendhil fe und Schule gilt es
hier
förderlich einzubauen.
Anlage 2 - Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!
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2. Handlungsfeld Sicherung der Grundversorgung von Kindern und Jugendlichen
4 Köln-Pass
Ziel Verbesserung von Leistungen zur Grundversorgun g und Teilhabe von Kindern
und Jugendlichen
Sachstand Eine statistische Auswertung zeigt, dass im Jahr 2017 für 42.061 Kinder aus
einkommensschwachen Familien ein Köln-Pass gewährt wurde. Der größte
Anteil von Köln-Pass Gewährungen entfällt auf den B erechtigtenkreis, der
laufende Leistungen nach dem SGB II bezieht.
Per Ratsbeschluss vom 19.12.2017 wurde zugestimmt d en
Gültigkeitszeitraum des Köln-Passes für diesen Berechtigtenkreis auf 2 Jahre
zu verlängern.
5 Mittagessen für 1 Euro für Kinder von Eltern mit geringem Einkommen
Ziel Verbesserung von Leistungen zur Grundversorgun g und Teilhabe von Kindern
und Jugendlichen
Sachstand Neben den Kindern, deren Eltern durch die Elternbeitragssatzung von den
Kita-Beiträgen befreit sind und lediglich 1,- EUR E igenanteil entrichten
müssen, können auch alle BuT-berechtigten Kinder an den Schulen und Kitas
ermäßigt zu Mittag essen.
Seit dem Schuljahr 14/15 ist das Antragsverfahren für BuT-berechtigte Kinder
erheblich vereinfacht worden. Eltern, die Leistunge n nach dem SGB II, SGB
XII oder Leistungen nach AsylbLG beziehen, legen den Leistungsbescheid in
der Schule oder Kita vor. Von dort wird dann ein ge sammelter Antrag für alle
erfassten Kinder einreicht. Dadurch wird dem größte n Anteil an BuT-
berechtigten Kindern ohne langwieriges Bewilligungsverfahren die Möglichkeit
gegeben direkt ab Schul- / oder Kitajahresbeginn ermäßigt zu Mittag zu essen.
6 Lernmittelfreiheit für finanziell benachteiligte Kinder
Ziel Verbesserung von Leistungen zur Grundversorgun g und Teilhabe von Kindern
und Jugendlichen
Sachstand Von der Zuzahlung zu einem Eigenanteil be i Lernmitteln sind Empfänger/innen
von Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, AsylbLG be freit. Eine
entsprechende Bestätigung erhalten die Eltern bei der jeweiligen Dienststelle,
die für die Leistungsgewährung zuständig ist.
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7 Schulstarterpakete
Ziel Unterstützung der Kinder zum Schuljahresbeginn
Sachstand Alle Kinder, die einen Köln-Pass besitzen erhalten als Erstklässler einmalig
maximal 100 EUR als Einschulungsbeihilfe. Eltern de ren Kinder im
einschulungsfähigen Alter sind, erhalten ein Anschr eiben. In diesem
Schreiben werden die Eltern darauf hingewiesen eine n Antrag stellen zu
können und welche Unterlagen dazu erforderlich sind. So konnte im Jahr 2017
für 1688 Kinder eine Einschulungshilfe gewährt werden.
Die Gewährung einer Einschulungshilfe kann nur erfo lgen, wenn nach der
Verabschiedung des städt. Haushaltes entsprechende Mittel zur Verfügung
gestellt werden.
3. Handlungsfeld Gefährdung von Kindern und Jugendl ichen
8 Maßnahmen gegen Jugendkriminalität
Ziel Ausweitung Schulsozialarbeit um 4 Stellen
Sachstand Stellen der Schulsozialarbeit
2010 2019 Differenz
53 199,5 146,5
Aktuell arbeiten an Kölner Schulen insgesamt 199,5 Schulsozialarbeiterinnen
und Schulsozialarbeiter. Seit 2010 wurden 146,5 zus ätzliche kommunale
Stellen der Schulsozialarbeit geschaffen.
In Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Haushaltssatzu ng der Stadt Köln für
das Haushaltsjahr 2019 vom 08.11.2018 wurde eine Au sweitung der
kommunalen Schulsozialarbeit um weitere 15 Stellen beschlossen.
9 Aufsuchende kinder- und jugendpsychiatrische Beratung
Ziel Einrichtung eines Kinder- und Jugendpsychatris chen Dienstes an zusätzlichen
Standorten
Sachstand Die 2009 eingerichtete „Kinder- und Jugen dpsychiatrische Beratungsstelle“
wurde in den Folgejahren um 2 Standorte in Kalk und Mülheim erweitert.
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10 Erweiterung des Sozialen Frühwarnsystems
Ziel • Entwicklung von einrichtungsbezogenen Standards in
Familienzentren.
• Familienfreundliches Köln- Willkommensbesuche bei Eltern mit
neugeborenen Kindern.
• Vermittlungs- und Unterstützungsprogramme für Elte rn neugeborener
Kinder
Sachstand • Zum 1. Januar 2012 trat das Bundeskinderschutzgese tz in Kraft. Damit
verbunden ist eine Förderung der Kommunen zum Aufba u bzw.
Weiterentwicklung der "Frühen Hilfen", die das best ehende KiWi (Kinder
Willkommen) Programm ergänzen. Gemäß den Vorgaben d es
Bundeskinderschutzgesetzes sind in der Stadt Köln in den neun Stadtbezirken
"Netzwerke Frühe Hilfen" aufgebaut worden, an denen die örtlichen Vertreter
der Jugend- und Gesundheitshilfe teilnehmen. Darüber hinaus werden in jedem
Stadtbezirk Familienhebammen/FGKiKP zur niedrigschw elligen Unterstützung
bedarfsgerecht eingesetzt. Über die örtlichen Netzw erke werden spezifische
ergänzende Veranstaltungen und Programme entwickelt und durchgeführt.
• Bezüglich der "Kinder Willkommen Besuche" wird das
Landesgesamtkonzept derzeit überarbeitet. Es wird eine Auslegungshilfe für die
Förderung erstellt. Das Schaubild ,,Netzwerkstruktu ren in den Frühen Hilfen‘‘
wir d allseits in Augenschein genommen und erläutert. Es sollen 2019 verstärkt
Qualitätsstandards und Vereinbarungen festgelegt und beschrieben werden.
• Willkommen-Besuche allgemein werden nicht weiter g efördert, wenn sie
bislang über den Projektbereich gefördert wurden. E s besteht hierzu kein
deutschlandweites Verständnis für die Besuche.
• Die Förderung von KiWi scheint daher ab 2020 unsic her. Die
Länder
setzen sich für die Weiterfinanzierung ein und habe n eine Stellungnahme
verfasst. Grundsätzlich wird von der weiteren Förde rung ausgegangen, die
jedoch verstärkte Qualitätssicherung in den Förderbedingungen mit sich bringen
wird.
11 Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst (GSD)
Ziel Weiterentwicklung GSD seit 2009
Sachstand Die Einrichtung des GSD in den Bezirksjug endämtern hat sich bewährt. Ins
Jugendamt eingehende Meldungen werden innerhalb von 24 Stunden
bearbeitet. Durch den GSD ist eine Erreichbarkeit d es Jugendamtes in
Krisensituationen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr gewährleistet.
12 Auf - bzw. Ausbau aufsuchender Unterstützung und Beratu ng durch Familienhebammen
und Kinderkrankenschwestern
Ziel Vermeidung soziogener Mutter-Kind-Interaktions störungen und daraus
resultierender kindlicher Entwicklungsauffälligkeit en durch Stärkung der
elterlichen Kompetenz von Anfang an.
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Sachstand Damit sich Kinder in jungen Familien best möglich entwickeln können, bietet
das gesamtstädtische Frühe Hilfen Netzwerk ab der Schwangerschaft bis zum
3. Lebensjahr Beratung und Unterstützung an. Es han delt sich um einen
laufenden Prozess im Rahmen der Weiterentwicklung der Frühen Hilfen im
Jugendamt , aktuell u.a. Weiterqualifizierung einer Kinderkra nkenschwester
zur Familien-Kinderkrankenschwester
4. Handlungsfeld Präventionsprogramme für Eltern
13 Stadtteilmütter
Ziel Verstetigung des Projektes Stadtteilmütter in Mülheim Ausbau des Projektes
auf die Stadtteile Finkenberg und Kalk in den Jahren 2010/11
Sachstand Das Projekt von heißt mittlerweile "Stadt teileltern". Es ist zum 01.01.2018
erfolgreich gestartet. Es wurden in allen acht Sozi alräumen
Kooperationspartner als Träger vor Ort akquiriert.
14 Rucksackprojekt
Ziel Ausweitung des Projektes ab 2010 auf weitere K itas und Grundschulen in
Stadtgebieten mit besonderer Benachteiligung.
Sachstand Rucksack begann als Pilotprojekt an 2 Gru ndschulen in Mülheim und wurde
2007 bereits auf insgesamt 10 Grundschulen und 6 Kindertageseinrichtungen
ausgeweitet In 2018 nehmen 13 Grundschulen mit 12 G ruppen und 21
Kindertageseinrichtungen am Programm teil. Dazu geh ören zurzeit Gruppen
in neun Kindertageseinrichtungen und zwei Grundschulen, die bis Herbst 2014
über das integrierte Handlungskonzept "Mülheim2020“ finanziert wurden. Von
2014 bis Ende 2016 wurden sie durch kommunale Mitte l zur befristeten
Fortführung von Projekten des Integrierten Handlung skonzeptes „Mülheim
2020“ gesichert. Vom 01.01. bis 31.12.2017 konnten diese Gruppen durch
Übertragung nicht verausgabter Mittel aus 2016 finanziert werden. Die für die
Fortsetzung des Programms ab 01.01.2018 bis 31.12.2018 notwendigen Mittel
wurden über Mittel aus der Sonderauskehrung des LVR gemäß Ratsbeschluss
vom 07.11.2017 aus Teilergebnisplan 0504 – Freiwill ige Soziale Leistungen
und Interkulturelle Hilfen, Teilplanzeile 13, bereitgestellt.
Ab 1.1.2019 konnte die Finanzierung aller aktuellen Rucksackgruppen in Kita
und Schule in die Regelförderung überführt werden. Mittlerweile hat das Land
NRW mit IfKuF ein Förderprogramm für die Programme Griffbereit, Rucksack
Kita und Rucksack Schule aufgelegt, mit dem neue Gruppen finanziert werden
können. An einer Ausweitung des Programms wird entsprechend gearbeitet.
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5. Handlungsfeld Präventionsprogramme für Kinder un d Jugendliche
15 Untersuchungen in Kindertagesstätten
Ziel Umsetzung des Ratsbeschlusses zur flächendecke nden medizinischen
Untersuchung und Beratung der Kinder im 4. Lebensjahr
Sachstand Die zugesetzten Stellen im Kinder- und Ju gendärztlichen Dienst konnten in der
Zwischenzeit besetzt werden, so dass theoretisch ei ne flächendeckende
Umsetzung der Untersuchungen möglich ist.
Durch die in den letzten Jahren zusätzlich entstandenen Aufgaben wie z.B.:
- gestiegene Anzahl an Untersuchungen von Seiteneinsteigenden
- Durchführung von stadtweiten Impfangeboten (Notun terkünfte für
Geflüchtete, Impfangebote im Rahmen des Masernausbruchs 2018)
- steigende Anzahl an Kindertagesstätten
konnte die Umsetzung nicht in allen Stadtgebieten g ewährleistet werden.
Zudem kam es zu einer erhöhten Stellenfluktuation s owohl im Bereich der
Ärzte/Ärztinnen wie der medizinischen Fachangestell ten im Kinder- und
Jugendärztlichen Dienst, z.T. mit deutlich verzöger ten Nachbesetzungen der
freien Stellen. Von Seiten des Gesundheitsamtes wir d eine flächendeckende
Durchführung der Untersuchungen in allen Stadtteilen angestrebt.
Vor dem Hintergrund der begrenzten Ressourcenausstattung sollte alternativ
eine Ausweitung auf Stadtteile mit besonderen Bedar fslagen im Vordergrund
stehen.
16 Schwimmen macht Schule
Ziel Optimierung des Schulschwimmens
Sachstand Hierbei handelt es um die fortlaufende Ma ßnahme „Sicher schwimmen“. Im
Jahre 2008 startete dies zunächst als Projekt und l ief unter dem Namen
„Schwimmen macht Schule“. Es wird inzwischen als Programm fortgeführt.
17 Koordinierung von Bewegungsangeboten im Kindergarten
Ziel Förderung der Kinder hinsichtlich Bewegung/Spo rt in
Kindertageseinrichtungen (für Koordinierungsaufgabe n 45.000.- Euro
Stadtsportbund/Sportjugend)
Sachstand Im Doppelhaushalt 2008/2009 wurden der Sp ortjugend im Stadtsportbund
Köln über das Sportamt erstmals Finanzmittel in Höh e von 45.000,- € für
Koordinierungsaufgaben von Bewegungsangeboten in Ki ndertagesstätten
(Kitas) bereitgestellt. Seit November 2008 ist eine entsprechende Stelle von
der SjK besetzt, die sich damit auch in die Umsetzung des gesamtstädtischen
Projektes „Sport- und Gesundheitsförderung in Tages stätten für Kinder“ des
Jugendamtes, unter Mitarbeit des Sportamtes, einbri ngt. Dabei werden
Zertifizierungen zum Bewegungskindergarten durchgef ührt, sowohl in den
städtischen Kitas als auch in denen freier Träger. Die Maßnahme läuft
weiterhin
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18 Sport in der Offenen Ganztagsschule
Ziel Koordinierung von Sportangeboten im offenen Ga nztag durch die Sportjugend
Köln (25.000.- Euro jährlich)
Sachstand Im Doppelhaushalt 2008/2009 wurden dem SS BK/SjK über das Sportamt
Finanzmittel in Höhe von 25.000,- € für Koordinieru ngsaufgaben (Schule –
Sportverein) für Sport im Offenen Ganztag bereitgestellt. Eine entsprechende
halbe Stelle wurde von der Sportjugend im Stadtspor tbund Köln besetzt, die
mit der städtischen Koordinationsstelle Offener Gan ztag zusammenarbeitet.
Für weitere Arbeiten (z. B. Datenerhebung), Fort- u nd Ausbildungen von
Sportvereinsmitarbeitern, die im OGT tätig sind ode r dort
bewegungserzieherische Angebote machen, und die Beratung von Vereinen,
die noch nicht im OGT sind, wurden einmalige Zusatzmittel bereitgestellt.
19 Gemeinwesenorientierte Kinder- und Jugendarbeit
Ziel Die Angebote gemeinwesenorientierter Kinder- u nd Jugendarbeit in
Jugendeinrichtungen und Bürgerzentren sind durchgän gig kostenlos und frei
zugängig. (Mittagessen, Hausaufgabenhilfe, Sprachfö rderung,
Kunstpädagogische Projekte etc.)
Sachstand Der Sachstand ist unverändert. Mobile Jug endarbeit sowie Angebote gegen
politischen und religiösen Extremismus sind im Auf bau. Angebote für
Flüchtlinge werden qualifiziert.
20 Kölner Bündnis für Gesunde Lebenswelten
Ziel Nachhaltiger Ausbau bewegungsfördernder Infras trukturen in Vorschule/Kita,
Schule und Freizeit (Jugendeinrichtungen/Vereine) durch bessere Vernetzung
bestehender gesundheitlicher Maßnahmen sowie Durchf ührung innovativer
Maßnahmen über Projektmittel des Bundes.
Sachstand Abschluss des BMG-geförderten Projektes " Kölner Bündnis für gesunde
Lebenswelten" 02/2011. Anschlussfinanzierung über Techniker Krankenkasse
10/2010 - 05/2013. Insgesamt Qualifizierung von 35 Gesundheitsteams in
Kölner Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die beteili gten Schulen können
weiterhin bei Bedarf Beratungsleistungen in Fragen der Gesundheitsförderung
in Anspruch nehmen.
21 Projekte zur Sport- und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten
Ziel Ausweitung des Programms auf weitere Kindertag esstätten in den
Folgejahren
Sachstand Es kooperieren im Moment 91 Kitas(200 stä dtische, 400 in freier Trägerschaft)
im gesamten Stadtgebiet mit Kölner Vereinen. 10 die ser Kitas sind
Einrichtungen freier Träger. 9 städtische Kitas nehmen am Programm KitaFit-
Wasser zur Wassergewöhnung, bzw. zum Erlernen des Schwimmens teil. Die
Vereine können sich in den Kitas präsentieren. Des Weiteren werden
Schulturnhallen zur Bewegungsförderung genutzt.
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22 Förderung von 23 Stellen Schulsozialarbeit
Ziel Versorgung der restlichen Hauptschulen und För derschulen Lernen und
emotionale und soziale Entwicklung mit Schulsoziala rbeit. Ausweitung von
Schulsozialarbeit auf Grundschulen
Sachstand Alle Hauptschulen (kommunale Mittel, Mitt el des Landes, und Mittel des
Landes NRW – MAGS/ BuT-Teilhabe-) sind mit Stellen der Schulsozialarbeit
versorgt. Die Kölner Förderschulen (kommunale Mittel) mit dem Schwerpunkt
„Lernen“ und „Sozial emotionale Entwicklung“ sind a lle mit Stellen der
Schulsozialarbeit versorgt.
Die Versorgungsquote mit Stellen der Schulsozialarbeit an Grundschulen liegt
bei 62%.Insgesamt wurden von 2010(8 Stellen) bis 2019 (96 Stelle) 88 Stellen
der Schulsozialarbeit an Grundschulen geschaffen.
6. Handlungsfeld Kinder mit besonderem Förderbedarf
23 Integrative Erziehung in Kindertagesstätten
Ziel Bedarfsgerechter Ausbau der Plätze für unter 3 jährige im Rahmen der
integrativen Erziehung in Kindertagesstätten (inklusive Konzeptionierung)
Sachstand Erstellung und kontinuierliche Fortschrei bung eines Inklusionskonzeptes für
die städtischen Kindertageseinrichtungen.
Neues Ziel ist, dass alle Kinder mit besonderem För derbedarf einen
Kindergartenplatz in der Nähe des Wohnortes erhalte n und die
entsprechenden individuellen Hilfen zur sozialen Teilhabe ermöglicht werden
24 Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung
Ziel Jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedar f soll an seiner
wohnortnahen allgemeinbildenden Schule oder an eine r Förderschule des
Netzwerks gefördert werden
Sachstand Zum Schuljahr 2008/09 wurde von der Lande sregierung NRW ein
Eckpunktepapier zum Ausbau der Förderschulen zu Kom petenzzentren für
sonderpädagogische Förderung verabschiedet. Die in landesweit über 50
Pilotregionen erzielten Ergebnisse des Schulversuch s sind in die 9.
Schulrechtsänderung miteingeflossen, die am 01.08.2014 in Kraft getreten ist.
Seither ist das Gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und
ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung der gesetzliche Regelfall.
Eltern haben weiterhin das Recht eine Förderschule zu wählen, wenn ein
entsprechendes Angebot vorhanden ist. Der Kommunale Inklusionsplan für
Kölner Schulen (2012; 1. Fortschreibung 2015) besch reibt Maßnahmen, die
aus kommunaler Sicht die Förderung von Kindern und Jugendlichen am
Lernort Schule unterstützen.
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7. Handlungsfeld Verbesserung der Wohnsituation für benachteiligte Familien
25 Verstärkte Schaffung von öffentlich geförderten Wohnungen zur bedarfsgerechten und
preisgünstigen Wohnraumversorgung für Familien mit Kindern
Ziel Mehrgenerationenwohnen - Im Rahmen dieses Konz eptes soll zunächst
mindestens ein Standort pro Stadtbezirk benannt werden, der sich jeweils für
die Erstellung von generationsübergreifenden Wohnan lagen eignet.
Langfristiges Ziel ist die Versorgung sämtlicher Stadtteile.
Sachstand 1.) Beschleunigung von Vorgängen (u.a. Ve rwaltungsreform,
Baugenehmigungsverfahren, Wohnungsbauleitstelle), d as
Stadtentwicklungskonzept "Wohnen" und das Handlungskonzept "Preiswerter
Wohnungsbau". Damit soll eine ausreichende Zahl an preiswerten und
familiengerechten Wohnungen verfügbar gemacht werde n. 2.) In
verschiedenen Stadtteilen (z.B. Sürth, Bickendorf u nd Ostheim) konnten in
den letzten Jahren Mehrgenerationen-Wohnprojekte gefördert und geschaffen
werden.
Die Umsetzung dieser Projekte und Wohnformen ist je doch in hohem Maße
davon abhängig, dass geeignete Investoren, Fördermi ttel und Grundstücke
zur Verfügung stehen.
26 Um- und Neubauprogramm für ehemalige Obdachloseneinrichtungen
Ziel Abriss oder Umbau von 18 Häusern und Neubau/Sa nierung von 315
Wohnungen bis zum Jahr 2013. Planung für den Um- un d Neubau und die
Sanierung von weiteren Häusern.
Sachstand Aufgrund der erheblichen Zugangszahlen im Flüchtlingsbereich und der damit
bekannten Unterbringungsproblematik konnte ab 2013 das Sanierungs- und
Umbauprogramm nicht mehr in der gebotenen Intensitä t fortgeführt werden,
bereits begonnene Projekte wurden zurückgestellt. Aktuell sind die Planungen
zu sieben Wohnhäusern im sozial geförderten Wohnung sbau mit rund 120
Wohneinheiten wieder aufgenommen worden.
27 Unterbringung von Flüchtlingen / Leitlinien zur Flüchtlingspolitik
Ziel Unterbringung der Familien in abgeschlossenen Wohneinheiten mit Küche
und Bad und Sicherstellung der medizinischen Basisv ersorgung durch
Überleitung in das Regelsystem.
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Sachstand Von 2014 bis 2016 mussten zeitweise über 400 Personen pro Woche im
Kölner Stadtgebiet untergebracht werden. Aufgrund d es hohen
Handlungsdrucks, wurden z.B. Notunterkünfte in Turn hallen oder
Gewerbegebieten sowie ca. 1300 Unterbringungsplätze in Leichtbauhallen mit
Gemeinschaftsküchen und -Sanitäranlagen bereitgestellt. Inzwischen konnten
zahlreiche Wohncontaineranlagen und Systembauten, i n denen die Küchen-
und Sanitärbereiche teilweise in die einzelnen Wohn einheiten integriert sind,
fertiggestellt werden. Weitere Unterkünfte befinden sich im Umbau, um diese
Wohnsituation kurzfristig herzustellen. Zusätzlich entstanden auch zwei neue
Unterkünfte für Geflüchtete in konventioneller Bauw eise mit insgesamt 25
abgeschlossenen Wohneinheiten.
8. Handlungsfeld Stärkung des sozialen Umfelds
28 Förderung von Gemeinwesenarbeit
Ziel Aktivierung und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger.
Sachstand Die Mittel zur Förderung der Gemeinwesena rbeit wurden mit Ratsbeschluss
vom 20.12.2016 aufgestockt und werden seitdem auf 5 Quartiere verteilt. Die
Beauftragung der Träger erfolgt auf der Basis des n euen Konzeptes
"Aktivierung und Beteiligung im Quartier - Konzept zur Förderung der
Gemeinwesenarbeit in Quartieren mit besonderem Handlungsbedarf“.
Gemeinwesenarbeit: Stärkung und Ausweitung der quar tiersbezogenen
sozialen Arbeit- politischer VN für 2019 500.000.- Euro.
29 Sozialraumorientierte Hilfsangebote in Köln: Erweit erung auf 11 Sozialraumgebiete und
Verlängerung der Projektlaufzeit für weitere 3 Jahre
Ziel Verbesserung der Lebensbedingungen für die Bew ohnerinnen und Bewohner
in besonders belasteten Sozialraumgebieten.
Sachstand Ratsbeschluss 07.10.2010, 0476/2010, Besc hluss des Rahmenkonzeptes
"Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraumorienti erung in Köln
Ratsbeschluss 17.12.2013, 2377/2013, unbefristete F ortführung als
Programm in veränderter Form, u.a. Anbindung an die Bürgerämter.
Politischer VN 2019: Ausweitung und Weiterentwicklu ng des
Sozialraumkonzeptes "Lebenswerte Veedel" (nur bei K onzeptvorlage)
200.000.- Euro. Für die Erstellung eines Konzepts z ur Weiterentwicklung
wurden 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.
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9. Handlungsfeld berufliche und soziale Integration (der Eltern) im SGB II -
Grundsicherung für Arbeitssuchende
30 strategisches Integrationsprogramm der ARGE Köln i. H.v. 90,0 Mio. Euro, Kommunale
flankierende Leistungen i.H.v. 5,6 Mio. Euro.
Ziel Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit mit Wirkung auf betroffene Kinder.
verstärkte Förderung von Alleinerziehenden mit Wirkung auf betroffene Kinder
Sachstand Im Zeitraum Dezember 2008 bis Dezember 2009 konnte die Anzahl der
Langzeitarbeitslosen im Alter zwischen 25 und 40 Ja hren um 7,0% reduziert
wer-den. Die Zahl der Ausbildungsbewerber/innen U25 konnte von 2009 auf
2010 um 10% gesteigert werden und bewegt sich seitdem auf diesem Niveau.
Für das zusätzliche Beratungs- und Vermittlungsange bot für 750
Alleinerziehende wurden 500 Maßnahmenplätze zur Verfügung gestellt; davon
konnten 460 besetzt werden. Auf Alleinerziehende fokussierte Angebote sind
inzwischen in die Regelangebotspalette des Jobcenter übergegangen.
31 Ausbau der Angebote für Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, und U25
Ziel Erhöhung der Zahl der Ausbildungsbewerber U25 (Qualifizierung,
Schulabschluss) mit Wirkung auf diese selbst und deren Kinder
Sachstand Im Zeitraum Dezember 2008 bis Dezember 2009 konnte die Anzahl der
Langzeitarbeitslosen im Alter zwischen 25 und 40 Ja hren um 7,0% reduziert
werden. Die Zahl der Ausbildungsbewerber/innen U25 konnte von 2009 auf
2010 um 10% gesteigert werden und bewegt sich seitdem auf diesem Niveau.
Für das zusätzliche Beratungs- und Vermittlungsange bot für 750
Alleinerziehende wurden 500 Maßnahmenplätze zur Verfügung gestellt; davon
konnten 460 besetzt werden. Auf Alleinerziehende fokussierte Angebote sind
inzwischen in die Regelangebotspalette des Jobcenter übergegangen.
Beschlussvorlage Rat
5709 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 3437/2019 Freigabedatum 06.11.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Kölner Kinder stärken! - 184 Tausend junge Chancen fördern! Umsetzung der Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 19.11.2019 Gesundheitsausschuss 19.11.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 21.11.2019 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 21.11.2019 Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.11.2019 Integrationsrat 25.11.2019 Ausschuss Kunst und Kultur 26.11.2019 Sportausschuss 28.11.2019 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 28.11.2019 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 28.11.2019 Stadtentwicklungsausschuss 05.12.2019 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 05.12.2019 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 06.12.2019 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 09.12.2019 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 09.12.2019 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 09.12.2019 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 09.12.2019 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 10.12.2019 Bezirksvertretung 7 (Porz) 10.12.2019 Rat 12.12.2019 2 Beschluss: Der Rat der Stadt Köln (1) beschließt das Leitbild und die Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“. Sie dienen der Verständigung innerhalb der Verwaltung über die notwendi- gen Schritte zur Prävention und Bekämpfung von Benachteiligungslagen junger Menschen und ihrer Familien in Köln und bilden die Grundlage für die Entwicklung und Umsetzun g von Maß- nahmen auf der Praxisebene. (2) nimmt die Ergebnisse des im Rahmen des „Monitoring Stadtentwicklung“ etablierten Prävent i- onsmonitorings (Kapitel 4.1.) zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, das Indikatoren ge- stützte Analyseinstrument zur Beobach tung von Präventions - und Interventionsbedarfen als Frühwarnsystem auf sozialräumlicher Ebene weiter zu entwickeln. (3) beauftragt die Verwaltung mit der Weiterentwicklung der Präventionskette gegen Kinder, J u- gend-, Familienarmut in Köln, beschließt die vorges chlagenen Maßnahmen auf der Struktu r- ebene (Kapitel 6.2.) und beauftragt die Verwaltung mit deren Umsetzung. (4) beauftragt die Verwaltung, die vorgeschlagene Maßnahme „modellhafte Umsetzung einer g e- sunden Familiengrundschule“ (Kapitel 6.3.) konzeptionell zu e ntwickeln. Die Maßnahme soll entsprechend der strategischen Ziele der Gesamtstrategie umgesetzt werden. Das Konzept wird nach Erstellung und bei gesicherter Finanzierung dem Rat vorgelegt und zur Umsetzung vorgeschlagen. (5) beauftragt die Verwaltung, den poli tischen Gremien jährlich über den weiteren Umsetzung s- stand zu berichten. Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung Der Verwaltungsvorstand hatte in seiner Sitzung am 26.04.2016 eine Teilnahme der Stadt Köln an der zweiten Phase des Landesprogramms „Kein Kind zurücklassen“ befürwortet und beschlossen, eine Bewerbung auf den zu diesem Zeitpunkt erwarteten Aufruf des Landes vorzubereiten. Die Ver- waltung hat sich schließlich im Oktober 2016 erfolgreich um eine Teilnahme der Stadt Köln am Lan- desprogramm „ Kommunale Präventionsketten“ (früher: „Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein- Westfalen“) beworben. Seit Frühjahr 2017 nimmt Köln am Landesprogramm teil. Aufgabe und Anspruch der am Landespro- gramm teilnehmenden Kommunen bestehen gr undlegend darin, ein kommunales Change Manage- ment in der ämter - und dezernatsübergreifenden Zusammenarbeit bei der Förderung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern, Jugendlichen und Familien hin zu einem gemeinsamen strategischen Vorgehen zu etablieren. Der grundlegende Bezugsrahmen des Landesprogramms ist ein mehrdimensionaler Armutsbegriff. Es geht darum, gelingendes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen, speziell in ökonomisch prekären Lebensverhältnissen, zu gewährleisten und umfa s- sende und gerechte Teilhabechancen zu eröffnen, kind- und jugendspezifische Armutsfolgen zu ver- meiden respektive zu begrenzen, aber auch Ressourcen auf Seiten der Eltern bzw. in der Familie und des Umfeldes zu fördern. Die Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern!“ bildet den Qualitäts- rahmen ab, den die Stadt Köln zur Entwicklung des Leitbildes und der Strategie in einem intensiven 3 dezernats- und ämterübergreifenden Abstimmungsprozess durchlaufen hat. Der Qualitätsrahmen soll sich fortlaufend weiterentwickeln. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten, da erforderliche personelle Ressourcen für eine kommunale Koordinierung ämter- und dezernats- übergreifender Aktivitäten bei IV/2 – Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung zur Ver- fügung stehen. Die neu etablierten Gremien und Arbeitsstrukturen werden beibehalten, weiterentwi- ckelt und mit bestehenden Arbeitsformaten, wie zum Beispiel den Arbeitskreisen nach § 80 SGB VIII der Jugendhilfe, vernetzt. Ein Steuerungsgremium trifft sich ein- bis zweimal jährlich, ein Kern- Arbeitsteam drei- bis viermal jährlich. Wichtige Verbindungslinien stellen insbesondere die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“, die Zielsetzungen im Kontext „Kinderfreundliche Kommune“, die zukünftige Strategie des Amtes für In- tegration und Vielfalt, das Förderprogramm „Starke Veedel, starkes Köln“ sowie das Handlungspro- gramm „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ dar (siehe 2.3. Anlage 1). Anlagen Anlage 1 „Kölner Kinder stärken! – 184 Tausend junge Chancen fördern! – Umsetzung der Landesini- tiative „Kommunale Präventionsketten“ Anlage 2 Bilanzierung Handlungskonzept gegen die Folgen von Kinderarmut 2009 Anlage 3 Steuerungsgremien
Beratungsverlauf (20)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3437/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 06.11.2019
- Erstellt
- 01.10.2019 12:42