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0342/2022

Formale und auditierte Managementprozesse

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 02.02.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 17.02.2022, TOP 1.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

8108 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/673 
 
Vorlagen-Nummer  02.02.2022 
 0342/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 17.02.2022 
 
Formale und auditierte Managementprozesse 
Das Thema der notwendigen kontinuierlichen Verbesserung wurde in der Sitzung des AKUG am 
25.11.2021 am Beispiel der Heckenpflege diskutiert. Hierbei wurden von Mitgliedern des AKUG Ver-
besserungsvorschläge zum Schutz von Kleintieren eingebracht, die Einfluss auf die Effizienz von Be-
triebsabläufen haben.  
 
Da die Prozesse des Grünflächenamtes zur gleichzeitigen Verbesserung von ökologischem und öko-
nomischem Handeln – unter der Randbedingung von nicht unbegrenzt verfügbarem qualifiziertem 
Personal - im AKUG nicht ausreichend bekannt sind, stellt die FDP Fraktion im Rat der Stadt Köln 
folgende Fragen:  
 
 
1. Inwieweit es Städte und Gemeinden in Deutschland gibt, die bei der Grünpflege ein 
formales und auditiertes Managementsystem einsetzen oder das Vorhandensein eines 
solchen Systems bei der externen Vergabe berücksichtigen?  
 
Die „Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement“ (KGSt) hat dem Amt für Land-
schaftspflege und Grünflächen auf eine Anfrage geantwortet, dass bei der KGSt keine Informationen 
über formalisierte Audits im Grünflächenmanagement vorliegen, die ein Amt einer Verwaltung „als 
Ganzes“ auditieren. 
  
2. Wie das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung (nach ISO zertifiziert oder in anderer 
Form) bei der Stadt Köln in Verträge zur Fremdvergabe der Grünpflege Eingang findet, 
z. B. beim Schutz von Kleintieren bei der maschinellen Heckenpflege.  
 
Externe Firmen werden nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Stadt Köln nur beauftragt, 
wenn sie ihre Qualifikation nachweisen können. Dazu gehören Nachweise der Leistungsfähigkeit 
(Personal, Maschinen) sowie Nachweise, dass Fachpersonal mit entsprechender Qualifikation (Aus-
bildungsnachweise, Lehrgangsbescheinigungen, Zertifizierungen) eingesetzt wird. Bereits in den 
Ausschreibungen sind die besonderen Anforderungen dokumentiert. 
Naturschutz ist ein wichtiger Ausbildungsbestandteil für Gärtnerinnen und Gärtner. Führungspositio-
nen, die in der aktiven Grünpflege sowie für Baum- und Spielplatzkontrollen zuständig sind werden 
darüber hinaus nur mit Meisterinnen und Meistern besetzt, die durch ihre Meisterausbildung gute 
Kenntnisse im Umwelt- und Naturschutz haben.  
 
3. Welche Vor- und Nachteile die formale Nutzung der ISO 9001 bei der Grünpflege im 
Grünflächenamt haben könnte und wo die Stadt hier Unterschiede zwischen einem Amt 
und den vielen privaten Anbietern von Grünpflege sieht, die dieses Instrument trotz der 
administrativen Kosten nutzen. 
 
Es gibt im Aufgabengebiet der Grünpflege immer wiederkehrende, gleichartige Prozesse bzw. Ar-

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beitsverfahren, deren Abläufe durch deutsche oder europäische „Normen“ standardisiert beschrieben 
werden. Diese Prozesse werden bei der Stadt Köln entsprechend durchgeführt.  
Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) hat für fast alle grü-
nen Themen Empfehlungen entwickelt, die neben anderen Fachnormen (z.B. DIN-Normen) als Basis 
für die Grünpflege in Köln dienen. Kolleginnen und Kollegen aus der Fachverwaltung Köln arbeiten 
seit Jahren in Arbeitsgruppen der FFL, bringen dort eigene Erfahrungen ein und arbeiten an der Fort-
schreibung der Regelwerke mit. https://www.fll.de/ 
 
In der Baumpflege kommen technische Vorschriften und stadtinterne Dienstanweisungen zur Anwen-
dung und gewährleisten eine gleichartige, qualitativ hochwertige Ausführung der Arbeiten. In Köln 
wurden Art, Häufigkeit. Ausführung und Dokumentation der Arbeiten sehr detailliert festgelegt und 
richten sich nach der ZTV-Baumpflege und weiteren Fachrichtlinien. Auch externe Firmen müssen 
diesen Standards entsprechen und verpflichten sich bei Vertragsabschluss dazu, diese Standards 
einzuhalten. 
 
Auch die Bewirtschaftung des städtischen Waldes folgt schon seit Jahren Standards. Die Wälder sind 
FSC zertifiziert Der deutsche FSC-Standard definiert umweltgerechte, sozial verträgliche und ökono-
misch sinnvolle Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland. Wald soll als Ökosystem gesichert und 
dabei eine langfristige Nutzung von Holz sichergestellt werden. Arbeiten im Wald sollen sicher und 
fair durchgeführt werden. Als Vermarktungsinstrument soll das FSC-Siegel Waldbesitzern hierzu ei-
nen Anreiz liefern. Zugleich soll Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft ermöglicht werden, ihre öko-
logische und soziale Verantwortung für den Erhalt der Wälder gegenüber der Öffentlichkeit und den 
Verbrauchern von Holzprodukten glaubhaft zu vermitteln. https://www.fsc-deutschland.de/de-de. Die 
Einhaltung der Standards wird turnusmäßig extern überprüft. 
 
Ein weiteres Beispiel für eine Zertifizierung war die Teilnahme der Stadt Köln im Jahr 2018 an dem 
Label-Verfahren „Stadtgrün Naturnah“. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat in einem 
Evaluationsverfahren durchgeführte und geplante Maßnahmen dokumentiert und ein Maßnahmen-
konzept entwickelt. Das Maßnahmenkonzept baut auf den vorhandenen Instrumenten und den stra-
tegischen Zielen der Stadt Köln auf, die eine nachhaltige und vielfältige Entwicklung der Stadt unter-
stützen. Als wichtige Vorgaben gelten dabei die Ziele der internationalen Biodiversitätsstrategie, die 
durch die Bundes- und Landesstrategie an die regionalen Gegebenheiten angepasst wurden. 2023 
wird die Stadt Köln sich der Re-Zertifizierung stellen und sich hierbei im laufenden Jahr gut vorberei-
ten. In der Re-Zertifizierung wird geprüft, wie die Maßnahmenplanungen umgesetzt worden sind und 
es wird geprüft, ob sich im Bestand etwas verbessert oder verschlechtert hat. 
 
2021 nahmen ca. 530 Personen aus dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen an mindestens 
einer Fortbildung, Schulung, Sicherheitsschulung, an einem (Online)Seminar oder Workshop teil. 
Auch diese Fortbildungen werden regelmäßig (standardisiert) durchgeführt. 
 
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat bereits im Jahr 2012 ein „Grünhandbuch“ mit 
Standards für Bau, Ausstattung und Pflege von Grünanlagen entwickelt, welches kontinuierlich fort-
entwickelt und an neue Erfordernisse oder politische Beschlüsse angepasst wird.  
 
Nicht alle anfallenden Arbeiten können in Anlehnung an die ISO 9001 mit einem vorgegebenen Ab-
laufplan durchgeführt werden, weil sich manche Rahmenbedingungen für die Ausführungen nicht 
standardisieren lassen. Hier ist die Erfahrung der Meisterinnen und Meister und der Ingenieurinnen 
und Ingenieure gefragt. 
In trockenen Sommern werden Rasenflächen beispielsweise seltener gemäht, weil der Rasen eben 
nicht wächst. Wenn es sehr nass ist dann können (geplante) Mähzyklen nicht eingehalten werden 
oder es muss öfter als geplant gemäht werden. Auch Großveranstaltungen oder Baustellen erfordern 
Änderungen in Ablaufplänen.  
Die Art und Weise des Maschineneinsatzes (z.B. bei der Mahd) wiederum ist standardisiert, wird 
permanent auf Effizienz untersucht und bei Bedarf durch veränderten Personaleinsatz, neuartige Ma-
schinen oder neue Arbeitsverfahren angepasst. 
Es wird versucht – wo immer möglich –standardisierte Verfahren einzusetzen und kontinuierlich zu 
verbessern. Sich verändernde Rahmenbedingungen erfordern permanente Evaluation.

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4. Inwieweit die Umweltbildungseinrichtungen der Stadt oder von der Stadt geförderte 
Umweltbildungseinrichtungen in die Weiterbildung städtischer Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeiter in der Grünpflege eingebunden sind, z. B. bei der Erstellung von webbasier-
ten Trainingseinheiten. 
 
Die Umweltbildungseinrichtungen der Stadt Köln richten sich primär an Kinder und sind nicht darauf 
ausgerichtet, Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „grünen Berufe“ anzubieten. Für 
die Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es bewährte Institutionen (staatliche und 
private Fortbildungseinrichtungen, Gartenakademien, DEULA usw.) 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

17.02.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
0342/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
02.02.2022
Erstellt
27.01.2022 16:39