V/0203/2025
Aufwertung der Flächen am Servatii-Hochhaus/ Salzstraße
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Beschlussvorlage für Umlaufverfahren
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V/0203/2025 V/0203/2025 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Aufwertung der Flächen am Servatii-Hochhaus/ Salzstraße Beratungsfolge 03.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die gegenüber der ursprünglichen Planung fehlenden 6 Sitzbänke werden aus Gründen der Gefahrenprävention erst wieder aufgestellt, sobald aus Sicht des Ordnungsamtes und der Po- lizei entsprechende Maßnahmen in diesem Umfang nicht mehr erforderlich sind. Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Platz weiterhin intensiv beobachtet wird und soweit erforderlich anwesende Personengruppen kontrolliert. Bis zu einer festgestellten dauerhaft stabilen Situa- tion soll es auf dem Platz zunächst bei zwei Sitzbänken für Passantinnen und Passanten so- wie Bürgerinnen und Bürgerzwischen den Gebäuden und der Promenade bleiben. 2. Die Tische mit (Schach-) Spielplänen werden im Rahmen der Gestaltung des Apostelgartens oder einem anderen, ebenfalls besser geeigneten Ort in der Altstadt Berücksichtigung finden. 3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Entscheidung über das Aufstellen eines Trinkwas- serbrunnes am Servatiiplatz auf der Grundlage des generellen Konzeptes des Hitzeaktions- planes erfolgt. II. Finanzielle Auswirkungen: Für die Maßnahmen werden keine zusätzlichen Haushaltsmittel für den Servatiiplatz benötigt. Begründung: Anlass: Der Antrag A-M/004/2024 an die BV-Mitte wurde in der Bezirksvertretung Mitte am 17.09.2024 bera- ten und wie folgt geändert beschlossen. Stadtplanungsamt Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Mennebröcker Telefon: 492-6145 Mennebroecker@stadt- muenster.de - 2 - V/0203/2025 Beschlusspunkte: 1. „Auf der Fläche westlich des Iduna-Hochhaus an der Kreuzung von Salzstraße und Prome- nade werden Sitzbänke für Passant*innen und Bürger*innen (wieder) aufgestellt. Dies ge- schieht spätestens zur Kirschblüte 2025. 2. Darüber hinaus werden im Einklang mit dem Denkmalschutz Tische mit (Schach-) Spielplä- nen installiert. Im Vorfeld werden entsprechende Vereine, Clubs, Uni- und Schul-AGs ange- sprochen und eingebunden, um sicherzustellen, dass die Tische regelmäßig genutzt werden. Es wird geprüft inwieweit die oben genannten Gruppierungen eine Patenschaft für den Platz übernehmen können. 3. Es wird geprüft, ob ein öffentlicher Trinkwasser-Spender an dieser Stelle aufgestellt werden kann. 4. Eine Kostenschätzung wird zu den Etatberatungen für das Jahr 2025 vorgelegt.“ Zu Punkt 1: Wiederaufstellen der Sitzbänke, teilweise schon in 2025 Bei der Aufstellung von Sitzbänken ist stets im Blick zu behalten, dass die Anzahl der Bänke und de- ren Nutzung mit einem attraktiven Umfeld für alle Bürgerinnen und Bürger einhergehen sollen. Nut- zungen und Vorfälle und Beschwerdelage in den vergangenen beiden Jahren haben zu der Erkennt- nis geführt, dass die Anzahl der ursprünglich acht geplanten und aufgestellten Bänke eine Nutzung des Platzes nach sich gezogen hat, welche die Sicherheitslage und auch die Attraktivität des Aufent- haltes verschlechtert haben. Im Anbetracht der aktuellen Sicherheitslage ist es nach Auffassung der Polizei und des Ordnungsamtes der Stadt Münster weiterhin notwendig, die Anzahl der Bänke auf dem Platz gegenüber der Ursprungsplanung reduziert zu belassen aber auch so viele Bänke aufzu- stellen, dass eine Nutzung durch alle Bevölkerungsschichten möglich ist und auch erfolgt. Nach Ein- schätzung der Verwaltung kann aktuell eine weitere Bank aufgestellt werden. Die Verwaltung wird die Lage vor Ort weiterhin beobachten und entsprechend der festzustellenden Entwicklung tätig werden. Denkmalpflegerische/ stadtgestalterische Prüfung Die beschriebene Freifläche ist Teil des denkmalgeschützten Servatii-Ensembles mit 11- geschossigem Bürohochhaus, einem zweigeschossigen Pavillon und den gestalteten Freiflächen am Rande der Altstadt auf der Fläche einer ehemaligen Bastion. Hier wurde in den Jahren 1959-61 eine „Architekturrevolution“ für Deutschland geschaffen. Dieses zeigt sich nicht nur in dem wegweisenden Konstruktionsprinzip, sondern auch in dem engen Zusammenhang zwischen Architektur und Freiflä- che. Die Freiflächen mit hellen Pflasterflächen sind gegliedert durch Bänderungen aus anthrazitfarbe- nen Betonplatten im Maß 5 x 5 m, basierend auf dem Konstruktionsprinzip der Gebäude, rechteckige Beete mit runden Zierbrunnen, Rasenstücken und Solitärbäumen. Das Raster der Vorhangfassade ist der Spiegel für das Linienraster der Pflasterflächen. Die Außenanlagen stehen im spannungsreichen Verhältnis zu beiden Baukörpern mit kubischen Formen, glatten Oberflächen und Rasterfassade. Die Beete mit Brunnen sind in der Mittelachse zwischen beiden Gebäudekörpern angeordnet und bilden die Achse in die Altstadt. Die denkmalgeschützten Freiflächen wurden in den vergangenen Jahren mit umfangreichen Denk- mal-Fördermitteln des Bundes instandgesetzt, die Brunnen erneuert, verunklärende gestalterische Änderungen zurückgenommen. Dieses betrifft z.B. die Holme um die Beete, die zumeist nur zum An- ketten von Fahrrädern genutzt wurden. Ergänzend wurden Bänke im Raster am Rande zu den Ra- - 3 - V/0203/2025 senzonen unter Berücksichtigung der Achse in die Altstadt aufgestellt, die leider nach kurzer Zeit von bestimmten Bevölkerungskreisen missbraucht wurden. Inzwischen stehen zumindest zwei Bänke wieder. Der Vorschlag dauerhaft Tische zum Schachspielen (in Verbindung mit Bänken) aufzustellen, würde das bestimmende, sichtbare Pflasterraster und das Gestaltungsprinzip verunklären und überformen. Auch ist es fraglich, ob mit einer Nachbesserung der Aufenthaltsqualität für bestimmte Personen- gruppen, hier die Schachspielenden und Schachinteressierten, die Nutzungsintensität insgesamt ge- steigert wird. Es werden eher in den zeitlichen Randzonen, wie in den dunklen Nachtstunden oder am Morgen oder in den Wintermonaten, wenn die Bänke grundsätzlich nicht so intensiv genutzt werden, verbesserte Aufenthaltsqualitäten auch für die nicht gewünschte Personenszene geschaffen. Daher wird von Seiten der Städtischen Denkmalbehörde sowohl aus denkmalpflegerischen als auch aus stadtgestalterischen Gründen der vorgeschlagene Bereich nicht als geeignete Zone für das Auf- stellen von fest installierten Brettspieltischen gesehen. Münster Marketing nimmt Kontakt mit der ansässigen Quartiersgemeinschaft, dem Salzstraßenviertel e.V. auf, um alternative Möglichkeiten z.B. auch in Form von temporären Formaten auszuloten. Zu Punkt 2: Schachbretttische in der Altstadt Grundsätzlich wird es aus Sicht der Stadtgestaltung begrüßt in der Innenstadt/ Altstadt Flächen für Schach/ Brettspiele im Freien zu schaffen. Hierzu werden die Flächen zur Umgestaltung im Umfeld der Ludgerikirche und der Apostelkirche (Apostelgarten) vorgeschlagen. Beide Flächen sind Teilen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt (ISEK). Hier sollen die entsprechenden (Spiel-)tische bei der Erarbeitung von Gestaltungskonzepten nach Möglichkeit be- rücksichtigt werden. Zu Punkt 3: Trinkwasserbrunnen Zurzeit wird ein generelles Konzept zum Aufstellen von Trinkbrunnen als Teil des Hitzeaktionsplans erstellt. Bei der finalen Liste ist eine Erreichbarkeitsanalyse für den jeweiligen Umkreis die Grundlage. Die Anregung wird weitergegeben. Kosten / Finanzielle Auswirkungen Eine Kostenschätzung kann erst im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung bzw. Konkretisierung der jeweiligen Maßnahmen erfolgen. Das Aufstellen von Bänken oder eines möglichen Trinkwasser- brunnens ist nicht mit Kosten verbunden, die hier dargestellt werden müssen. Zusammenfassung: Eine Belebung des denkmalgeschützten Freiraumes unter Kirschblüten am Servatiihochhaus und - pavillon am Rande der Promenade und Altstadt ist schon jetzt durch das Aufstellen weniger Bänke nach einer längeren Pause wieder deutlich spürbar. Für die Bürger und Bürgerinnen ist der Platz nun nicht mehr eine Fahrradabstellanlage, sondern ein Platz im Grünen mit blühenden Pflanzen, Bäumen und sprudelnden Brunnen. Die Sitzbänke werden nach und nach unter Berücksichtigung der be- schriebenen Gegebenheiten und Einschränkungen wieder aufgestellt und werden die Aufenthaltsqua- lität auch im Zusammenspiel mit den Anliegen steigern. - 4 - V/0203/2025 In Vertretung (Denstorff) Stadtbaurat Anlagen: Anlage A
Anlage A
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Anlage A zur V/0203/2025 Kurzüberblick Die Platzfläche zwischen dem Servatii-Hochhaus und -pavillon und der Promenade soll auf Wunsch und Beschluss der BV-Mitte durch zusätzliche Aktivitäten aufgewertet werden. Die Sitz- bänke werden unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten aufgestellt. Das Aufstellen von Spieltischen wird in der Altstadt unterstützt. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Das Ziel der Aufwertung der Aufenthaltsqualitäten des Platzes wird unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer, stadtgestalterischer und der aktuellen Sicherheitslage für den Platz inten- siv weiter verfolgt. Eine Umsetzung der Maßnahme Tische mit (Schach-) Spielplänen wird an anderen Orten der Altstadt verfolgt und umgesetzt werden. Das unverwechselbare Stadtbild an diesem Ort mit dem Baudenkmal, der Platzgestaltung, den Brunnen und den blühenden Kirschbäumen wird bewahrt und der Platz als Ort der Begegnung gestärkt. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig X überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Das mögliche Aufstellen von Trinkbrunnen wird als Teil des Hitzeaktionsplans umgesetzt werden. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) - Schaffung von Generationsübergreifenden Gemeinschaftsflächen durch Spieltische in der Altstadt
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Salzstraße
- Servatiiplatz
- Promenade
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Details
- Aktenzeichen
- V/0203/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.04.2025
- Erstellt
- 08.04.2025 08:21