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V/0203/2025

Aufwertung der Flächen am Servatii-Hochhaus/ Salzstraße

Vorlagen 08.04.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 17.06.2025, TOP 4.1

Beschlussvorlage für Umlaufverfahren

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Anlage A

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Beschlussvorlage für Umlaufverfahren

8493 Zeichen

V/0203/2025 
V/0203/2025 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Aufwertung der Flächen am Servatii-Hochhaus/ Salzstraße 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   03.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die gegenüber der ursprünglichen Planung fehlenden 6 Sitzbänke werden aus Gründen der 
Gefahrenprävention erst wieder aufgestellt, sobald aus Sicht des Ordnungsamtes und der Po-
lizei entsprechende Maßnahmen in diesem Umfang nicht mehr erforderlich sind. Es wird zur 
Kenntnis genommen, dass der Platz weiterhin intensiv beobachtet wird und soweit erforderlich 
anwesende Personengruppen kontrolliert. Bis zu einer festgestellten dauerhaft stabilen Situa-
tion soll es auf dem Platz zunächst bei zwei Sitzbänken für Passantinnen und Passanten so-
wie Bürgerinnen und Bürgerzwischen den Gebäuden und der Promenade bleiben.  
 
2. Die Tische mit (Schach-) Spielplänen werden im Rahmen der Gestaltung des Apostelgartens 
oder einem anderen, ebenfalls besser geeigneten Ort in der Altstadt Berücksichtigung finden. 
 
3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Entscheidung über das Aufstellen eines Trinkwas-
serbrunnes am Servatiiplatz auf der Grundlage des generellen Konzeptes des Hitzeaktions-
planes erfolgt. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Für die Maßnahmen werden keine zusätzlichen Haushaltsmittel für den Servatiiplatz benötigt.  
 
 
 
Begründung: 
 
Anlass: 
 
Der Antrag A-M/004/2024 an die BV-Mitte wurde in der Bezirksvertretung Mitte am 17.09.2024 bera-
ten und wie folgt geändert beschlossen.  
Stadtplanungsamt 
 
 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Mennebröcker 
Telefon: 492-6145 
Mennebroecker@stadt-
muenster.de

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V/0203/2025 
Beschlusspunkte: 
 
 
1. „Auf der Fläche westlich des Iduna-Hochhaus an der Kreuzung von Salzstraße und Prome-
nade werden Sitzbänke für Passant*innen und Bürger*innen (wieder) aufgestellt. Dies ge-
schieht spätestens zur Kirschblüte 2025.  
 
2. Darüber hinaus werden im Einklang mit dem Denkmalschutz Tische mit (Schach-) Spielplä-
nen installiert. Im Vorfeld werden entsprechende Vereine, Clubs, Uni- und Schul-AGs ange-
sprochen und eingebunden, um sicherzustellen, dass die Tische regelmäßig genutzt werden. 
Es wird geprüft inwieweit die oben genannten Gruppierungen eine Patenschaft für den Platz 
übernehmen können. 
 
 
3. Es wird geprüft, ob ein öffentlicher Trinkwasser-Spender an dieser Stelle aufgestellt werden 
kann. 
 
4. Eine Kostenschätzung wird zu den Etatberatungen für das Jahr 2025 vorgelegt.“ 
 
 
 
Zu Punkt 1: 
 
Wiederaufstellen der Sitzbänke, teilweise schon in 2025 
 
Bei der Aufstellung von Sitzbänken ist stets im Blick zu behalten, dass die Anzahl der Bänke und de-
ren Nutzung mit einem attraktiven Umfeld für alle Bürgerinnen und Bürger einhergehen sollen. Nut-
zungen und Vorfälle und Beschwerdelage in den vergangenen beiden Jahren haben zu der Erkennt-
nis geführt, dass die Anzahl der ursprünglich acht geplanten und aufgestellten Bänke eine Nutzung 
des Platzes nach sich gezogen hat, welche die Sicherheitslage und auch die Attraktivität des Aufent-
haltes verschlechtert haben. Im Anbetracht der aktuellen Sicherheitslage ist es nach Auffassung der 
Polizei und des Ordnungsamtes der Stadt Münster weiterhin notwendig, die Anzahl der Bänke auf 
dem Platz gegenüber der Ursprungsplanung reduziert zu belassen aber auch so viele Bänke aufzu-
stellen, dass eine Nutzung durch alle Bevölkerungsschichten möglich ist und auch erfolgt. Nach Ein-
schätzung der Verwaltung kann aktuell eine weitere Bank aufgestellt werden. Die Verwaltung wird die 
Lage vor Ort weiterhin beobachten und entsprechend der festzustellenden Entwicklung tätig werden. 
 
Denkmalpflegerische/ stadtgestalterische Prüfung   
 
Die beschriebene Freifläche ist Teil des denkmalgeschützten Servatii-Ensembles mit 11-
geschossigem Bürohochhaus, einem zweigeschossigen Pavillon und den gestalteten Freiflächen am 
Rande der Altstadt auf der Fläche einer ehemaligen Bastion. Hier wurde in den Jahren 1959-61 eine 
„Architekturrevolution“ für Deutschland geschaffen. Dieses zeigt sich nicht nur in dem wegweisenden 
Konstruktionsprinzip, sondern auch in dem engen Zusammenhang zwischen Architektur und Freiflä-
che. Die Freiflächen mit hellen Pflasterflächen sind gegliedert durch Bänderungen aus anthrazitfarbe-
nen Betonplatten im Maß 5 x 5 m, basierend auf dem Konstruktionsprinzip der Gebäude, rechteckige 
Beete mit runden Zierbrunnen, Rasenstücken und Solitärbäumen. Das Raster der Vorhangfassade ist 
der Spiegel für das Linienraster der Pflasterflächen. Die Außenanlagen stehen im spannungsreichen 
Verhältnis zu beiden Baukörpern mit kubischen Formen, glatten Oberflächen und Rasterfassade. Die 
Beete mit Brunnen sind in der Mittelachse zwischen beiden Gebäudekörpern angeordnet und bilden 
die Achse in die Altstadt. 
 
Die denkmalgeschützten Freiflächen wurden in den vergangenen Jahren mit umfangreichen Denk-
mal-Fördermitteln des Bundes instandgesetzt, die Brunnen erneuert, verunklärende gestalterische 
Änderungen zurückgenommen. Dieses betrifft z.B. die Holme um die Beete, die zumeist nur zum An-
ketten von Fahrrädern genutzt wurden. Ergänzend wurden Bänke im Raster am Rande zu den Ra-

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V/0203/2025 
senzonen unter Berücksichtigung der Achse in die Altstadt aufgestellt, die leider nach kurzer Zeit von 
bestimmten Bevölkerungskreisen missbraucht wurden. Inzwischen stehen zumindest zwei Bänke 
wieder.  
 
Der Vorschlag dauerhaft Tische zum Schachspielen (in Verbindung mit Bänken) aufzustellen, würde 
das bestimmende, sichtbare Pflasterraster und das Gestaltungsprinzip verunklären und überformen. 
Auch ist es fraglich, ob mit einer Nachbesserung der Aufenthaltsqualität für bestimmte Personen-
gruppen, hier die Schachspielenden und Schachinteressierten, die Nutzungsintensität insgesamt ge-
steigert wird. Es werden eher in den zeitlichen Randzonen, wie in den dunklen Nachtstunden oder am 
Morgen oder in den Wintermonaten, wenn die Bänke grundsätzlich nicht so intensiv genutzt werden, 
verbesserte Aufenthaltsqualitäten auch für die nicht gewünschte Personenszene geschaffen. 
 
Daher wird von Seiten der Städtischen Denkmalbehörde sowohl aus denkmalpflegerischen als auch 
aus stadtgestalterischen Gründen der vorgeschlagene Bereich nicht als geeignete Zone für das Auf-
stellen von fest installierten Brettspieltischen gesehen. 
 
Münster Marketing nimmt Kontakt mit der ansässigen Quartiersgemeinschaft, dem Salzstraßenviertel 
e.V. auf, um alternative Möglichkeiten z.B. auch in Form von temporären Formaten auszuloten. 
 
Zu Punkt 2: 
 
Schachbretttische in der Altstadt  
 
Grundsätzlich wird es aus Sicht der Stadtgestaltung begrüßt in der Innenstadt/ Altstadt Flächen für 
Schach/ Brettspiele im Freien zu schaffen. Hierzu werden die Flächen zur Umgestaltung im Umfeld 
der Ludgerikirche und der Apostelkirche (Apostelgarten) vorgeschlagen. Beide Flächen sind Teilen 
des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt (ISEK). Hier sollen die 
entsprechenden (Spiel-)tische bei der Erarbeitung von Gestaltungskonzepten nach Möglichkeit be-
rücksichtigt werden. 
 
Zu Punkt 3: 
 
Trinkwasserbrunnen 
 
Zurzeit wird ein generelles Konzept zum Aufstellen von Trinkbrunnen als Teil des Hitzeaktionsplans 
erstellt. Bei der finalen Liste ist eine Erreichbarkeitsanalyse für den jeweiligen Umkreis die Grundlage. 
Die Anregung wird weitergegeben.  
 
 
Kosten / Finanzielle Auswirkungen 
 
Eine Kostenschätzung kann erst im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung bzw. Konkretisierung 
der jeweiligen Maßnahmen erfolgen. Das Aufstellen von Bänken oder eines möglichen Trinkwasser-
brunnens ist nicht mit Kosten verbunden, die hier dargestellt werden müssen. 
 
Zusammenfassung: 
 
Eine Belebung des denkmalgeschützten Freiraumes unter Kirschblüten am Servatiihochhaus und -
pavillon am Rande der Promenade und Altstadt ist schon jetzt durch das Aufstellen weniger Bänke 
nach einer längeren Pause wieder deutlich spürbar. Für die Bürger und Bürgerinnen ist der Platz nun 
nicht mehr eine Fahrradabstellanlage, sondern ein Platz im Grünen mit blühenden Pflanzen, Bäumen 
und sprudelnden Brunnen. Die Sitzbänke werden nach und nach unter Berücksichtigung der be-
schriebenen Gegebenheiten und Einschränkungen wieder aufgestellt und werden die Aufenthaltsqua-
lität auch im Zusammenspiel mit den Anliegen steigern.

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V/0203/2025 
 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
(Denstorff) 
Stadtbaurat 
 
Anlagen: 
Anlage A

Anlage A

1816 Zeichen

Anlage A zur V/0203/2025 
Kurzüberblick 
Die Platzfläche zwischen dem Servatii-Hochhaus und -pavillon und der Promenade soll auf 
Wunsch und Beschluss der BV-Mitte durch zusätzliche Aktivitäten aufgewertet werden. Die Sitz-
bänke werden unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten aufgestellt. Das Aufstellen von 
Spieltischen wird in der Altstadt unterstützt.  
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Das Ziel der Aufwertung der Aufenthaltsqualitäten des Platzes wird unter Berücksichtigung 
denkmalpflegerischer, stadtgestalterischer und der aktuellen Sicherheitslage für den Platz inten-
siv weiter verfolgt. Eine Umsetzung der Maßnahme Tische mit (Schach-) Spielplänen wird an 
anderen Orten der Altstadt verfolgt und umgesetzt werden.  
Das unverwechselbare Stadtbild an diesem Ort mit dem Baudenkmal, der Platzgestaltung, den 
Brunnen und den blühenden Kirschbäumen wird bewahrt und der Platz als Ort der Begegnung 
gestärkt. 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
X überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Das mögliche Aufstellen von Trinkbrunnen wird als Teil des Hitzeaktionsplans umgesetzt werden.  
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
- Schaffung von Generationsübergreifenden Gemeinschaftsflächen durch Spieltische in der 
Altstadt

Beratungsverlauf (1)

17.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Salzstraße
  • Servatiiplatz
  • Promenade

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Details

Aktenzeichen
V/0203/2025
Typ
Vorlagen
Datum
08.04.2025
Erstellt
08.04.2025 08:21